Bücher mit dem Tag "tierschutz"
193 Bücher
- Jonathan Safran Foer
Tiere essen
(548)Aktuelle Rezension von: LaurasBuchmomentKlappentext: ‚Tiere Essen‘ ist ein leidenschaftliches Buch über die Frage, was wir essen und warum. Als Jonathan Safran Foer Vater wurde, bekamen seine Fragen eine neue Dringlichkeit: Warum essen wir Tiere? Würden wir sie auch essen, wenn wir wüssten, wo sie herkommen? Er stürzt sich mit Leib und Seele in sein Thema. Recherchiert auf eigene Faust, bricht nachts in Tierfarmen ein, konsultiert einschlägige Studien und spricht mit zahlreichen Akteuren und Experten. Vor allem aber geht er der Frage auf den Grund, was Essen für den Menschen bedeutet. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Kein missionarisches Buch. Ein Buch was berührt. Ein sachliches Buch. Ein Buch was einem zum Hinterfragen bringt. Ein Buch was uns den Spiegel vorhält. Locker. Episodenhaft. Hier mal ein Interview, da mal Fakten, Essays und ein Lexikon, was einem sprachlos macht. Wir kriegen jede Meinung zu Gesicht: von Tierliebhabern, großen und kleinen Bauern, Schlachtern, MONSTERkonzernen (ja, Monster hat hier gleich zwei Bedeutungen). Alle kommen zu Wort und nach diesem Buch kann eigentlich niemand mehr die Augen verschließen, wie er es sonst vielleicht bei Reportagen oder YouTube Videos macht. 🙈 ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Ich musste das Buch öfter mal zur Seite legen, teilweise weil es mich so mitgenommen hat und ich das geschrieben erstmal verarbeiten musste. Manchmal aber auch, weil es dann doch sehr faktenlastig und ausschweifend wurde. Trotzdem ist das Buch sehr flüssig zu lesen und ich hatte selten ein Buch in der Hand, wo der Autor mir so sympathisch und ehrlich rüberkam. Dieses Buch wird mich noch lange begleiten und ich hoffe sehr, dass es den Weg in viele Bücherschränke findet. Teilt euer Wissen. Sprechen ist so so wichtig. Nicht nur bei Tierleid. Damit meine ich nicht mit einem Fingerzeig. Hinterfragt. Teilt eure Gedanken. Es ist nicht immer schwarz oder weiß, es gibt so viel dazwischen und jemanden da hin zu bewegen, ist doch schon mal ein ziemlich guter Anfang. 🤍 - Monika Feth
Der Erdbeerpflücker
(1.869)Aktuelle Rezension von: anilaIch hatte das Buch vor bestimmt 15 Jahren das erste mal gelesen und fand es richtig gut! Nun dachte ich, komm, lies es doch noch einmal (und dann die ganze Reihe, da habe ich nämlich noch nicht alle gelesen), aber ich habe es etwas bereut. Es folgen nun große Spoiler der Geschichte!
!!Achtung, Spoiler!!
Caro wird umgebracht, das erfährt man ja schon am Klappentext. Sie erzählt nichts über ihren Freund und prompt verliebt sich Jette nach gefühlt einer Stunde in einen wildfremden Mann und wundert sich überhaupt nicht, dass sie nichts über ihn weiß etc. Aber es ist natürlich die große Liebe. Caro ist komplett vergessen und die Umstände bzw. die Ungereimtheiten bei ihrem Mord auch. Das ist total unlogisch. Jette erzählt weder Merle noch ihrer Mutter irgendetwas von ihrem neuen Freund außer dass er Gorg heißt. Es ist 1 zu 1 wie bei Caro, was Jette überhaupt nicht auffällt, dabei wird sie als so intelligent beschrieben. Ja, sie ist 18, ja, sie ist verliebt, aber gerade wegen der Geschichte von Caro, sollten ihre Alarmglocken schrillen. Schon alleine wie die beiden sich kennengelernt haben. Also nee.
Die Gefangennahme von Georg, die für reichlich Action und Spannung hätte sorgen können, wurde einfach komplett weggelassen und als Leerstelle stehen gelassen. Sonst wurde auf den 300 Seiten davor aber jeder Atemzug von jeder Person quasi erzählt. Das hat die Geschichte unendlich langatmig in weiten Teilen gemacht. Und als dann endlich Fahrt aufgenommen wurde, war die Geschichte direkt zu Ende. Sehr viel Spannung wurde liegen gelassen.
Davon aber einmal ganz abgesehen, habe ich nicht verstanden, warum Jette mit 18 alleine wohnt, wenn sie doch ein stabiles und funktionierendes Elternhaus hat. Sinn???
Und was ich auch nicht verstanden habe, was auch bis zum Schluss nicht aufgeklärt wird, warum Georg die Mädchen überhaupt umgebracht hat. Es fehlt jegliches Motiv, Hintergründe, alles. Eigentlich hätte ich auch zwei Sterne vergeben können, aber aus Nostalgiegründen und weil der Schreibstil sonst ganz okay war, sind es dann doch drei geworden.
- Lucinda Riley
Die Mondschwester
(464)Aktuelle Rezension von: dodo2025Der Roman hat mir sehr gut gefallen, die Protagonisten waren mir alle sympathisch.
Tiggy, die wie ihre Schwestern adoptiert wurde, erhält nach dem Tod vom Vater Pa Salt einen Brief, wo sie aufgefordert wird, nach Granada zu reisen um dort auf ihrer Herkunft zu stoßen. Die Beschreibung von Sacromonte fand ich sehr schön und konnte mich da hinein träumen, dann wird von ihrer Großmutter berichtet die eine berühmte Flamencotänzerin war und über Geschichte der Gitanos, was ich sehr interessant und spannend fand. Dann ist Tiggy Veganerin und Tierschützerin, dass gefiel mir sehr gut und ich konnte mich mit ihr identifizieren, allerdings war es bisschen unglücklich beschrieben, denn wenn sie eine überzeugte Veganerin wäre, würde sie keine Wollpullis und Daunenjacken tragen, aber nicht alle sind wohl so überzeugt.?!
Die Geschichte in Schottland, mit Charlie, Zara, Cal und Beryl war ganz nett, aber nicht grad so spannend, aber schön fand ich, dass auch noch mal auf Ally zurück gekommen wurde.
Alles zusammen fand ich den Roman aber recht schön.
- Martin Suter
Elefant
(313)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannKann ein kleiner, rosaroter, dazu noch im Dunkeln leuchtender Elefant, kann ein solches Fabelwesen einen „alten Sack“ wie mich zu Tränen rühren? Ja, er kann – wenn die Geschichte so meisterlich dargestellt wird wie in diesem Werk von Martin Suter.
Aber nicht nur der kleine Elefant erwärmt das Herz (Kindchenschema hin oder her …), sondern auch viele der übrigen in diesem Roman vorkommenden Menschen tragen durch ihre Art, ihr Auftreten, ihren Respekt vor den Mitmenschen und Mitgeschöpfen zu dieser insgesamt positiven Grundstimmung des Romans bei. Natürlich gibt es auch die Fieslinge, die dem Roman Spannung und Würze verleihen und natürlich gibt es auch ein übergeordnetes Thema wie hier in Form der Genmanipulation unter anderem durch die inzwischen so furios gestartete und noch mit einigen Fragezeichen behaftete CRIPR/Cas-Technik.
Gute Hauptdarsteller, ein aktuelles Thema spannend aufbereitet, fehlt nur noch die Liebe. Und tatsächlich kommt auch diese vor, sei es die zwischen Menschen bzw. zwischen zwei Personen oder die zwischen Mensch und Tier. Auch wenn die philosophischen Einsprengsel hin und wieder etwas oberflächlich geraten wie beim Thema Schöpfung versus Evolution oder dem komplexen Thema der Gentechnik. Aber sei‘s drum: Unterhaltend sind sie allemal. Mal ganz abgesehen von den ganz vorzüglichen Schilderungen über kleine (wie der Kleine entstand und warum er leuchtet soll hier nicht verraten werden) und große Elefanten.
Nach dem Lesen des Buches möchte man einfach noch mehr über diese imposanten Tiere wissen.
(21.12.2017)
- Robert Marc Lehmann
Mission Erde – Die Welt ist es wert, um sie zu kämpfen
(84)Aktuelle Rezension von: ShaanielHallo ihr Süßen 💕
Es gibt Bücher, die schaut man sich an und dann gibt es Bücher, die FÜHLT man.
Diese Bücher machen wütend, traurig und nachdenklich. Man merkt auf jeder Seite, dass hier nicht nur informiert, sondern gekämpft wird. Für unseren Planeten, unsere Heimat und allen Lebewesen darauf und darin. Für zukünftige Generationen. Für eine Welt, die mehr ist als Profit und Bequemlichkeit. Für eine Welt ohne Tierleid. Ich habe diese Bücher nicht einfach gelesen, ich habe sie erlebt und ich habe sie mit einem ganz bestimmten Gefühl beendet: Wegsehen ist für mich keine Option mehr! Diese Bücher sind keine Wohlfühllektüre. Sie sind ein Blick, den man nicht mehr abwenden kann. Sie zeigen UNSERE Welt von atemberaubender Schönheit und Vielfalt und genau darin liegt der Schmerz. Jede Seite erinnert daran, wie Still und leise wir dabei sind, sie zu verlieren. Kein lauter Protest. Nur Bilder, die sich einbrennen. Beide Bücher, geben diesem Schweigen eine starke Stimme. Klar, schonungslos, ehrlich und unbequem. Es nimmt einem die Ausreden und lässt eine Wahrheit zurück, die schwer zu verdauen ist: Wir wissen es ALLE und trotzdem zerstören wir weiter! Zusammen fühlen sich diese Bücher an wie ein leiser Untergang und gleichzeitig wie eine letzte Warnung u d doch schaft es Robert Marc Lehmann und sein ganzes Team von Mission Erde, Mut zu schenken. Denn wie sagt Robert immer wieder: *Die Welt ist es Wert um sie zu kämpfen!* Wer diese letzten Seiten schließt, kann nicht mehr sagen:,,Das habe ich nicht gewusst!'' Zwei grandiose Bücher, die mir sehr am Herzen liegen.
Ganz lieben Gruß eure Sonja / Shaanielsbookworld
#MissionErde #RobertMarcLehmann #dieweltisteswertumsiezukämpfen
(unbezahlte Werbung)
- Nichole Chase
American Royals - Wer wir auch sind
(121)Aktuelle Rezension von: sarah_booksanddreamsAnfangs hatte ich wirklich große Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen.
Ich hatte ein wenig das Gefühl in die Handlung hineingeworfen worden zu sein, und konnte die Verbindung zwischen Maddie und Jake zunächst nicht so richtig greifen, bzw. hatte ich das Gefühl, dass mir Hintergrundinformationen fehlten.
Die Neckereien und Frotzeleien zwischen Maddie und Jake reizten mich aber sehr, ebenso, dass sie den selben oberen Kreisen angehören (Präsidententochter und Sohn der Vizepräsidentin) und während sich die Zwei bei ihrer gemeinsamen Arbeit immer näher kamen, war es auch um mich geschehen.
Ich habe die Geschichte von Maddie und Jake von Seite zu Seite lieber gewonnen,
und ich fand es total schön, wie sie trotz dem, was sie unterscheidet, und trennt, zueinander finden.
Als Paar sind die nämlich richtig süß zusammen!
Der heimliche Star der Story ist für mich aber Puz.
Die Geschichte hat aber auch noch eine zweite Seite, in der sie von Kriegsveteranen, deren Schicksalen und Schwierigkeiten, sowie oftmals mangelnder Unterstützung beim Zurück in den Alltag, erzählt – was sehr bewegend war.
Gerade am Ende, fand ich aber auch eben jenes Thema in Bezug auf Jake zu salopp umgesetzt.
Ich bin froh, der Geschichte von Maddie und Jake endlich eine Chance gegeben zu haben, denn im Gesamten hat sie mir wirklich gut gefallen!
4 Sterne
- Maja Lunde
Die Letzten ihrer Art
(185)Aktuelle Rezension von: ArtVandaleyIm dritten Teil ihres Klimaquartetts widmet sich Maja Lunde den Wildpferden und zieht in drei Erzählsträngen einen weiten Bogen über die Entdeckung und den Fang bis zu einer Zeit in der Zukunft im Jahr 2064 in der es um die Natur - man kann es erahnen - schlecht bestellt ist. Das gilt auch für die Pferde.
"Die Letzten ihrer Art" ist mit über 600 Seiten der längste Teil ihres Quartetts. Das gibt uns Gelegenheit, tief in die Charaktere einzutauchen, mit ihnen zu fiebern oder vor allem zu leiden. Dadurch das auch menschliche Schicksale dargestellt werden, wird deutlich, das auch Mensch und Tier sich am Ende doch ähnlicher sind, als mancher wahrhaben will. Das ist ein weiterer neben vielen anderen Gründen, die Natur zu respektieren und zu schützen.
- Kira Mohn
The Sea in your Heart
(195)Aktuelle Rezension von: SchaninMir hat der erste Teil (The Sky in your Eyes) schon nicht so gut gefallen, aber da ich beide Bücher im Doppelpack gekauft habe, wollte ich dem zweiten Teil eine Chance geben. Leider konnte dieser mich aber auch nicht überzeugen, ich weiß nicht ob ich für beide Bücher schon zu alt bin oder ob ich einfach Romane von Kira Mohn meiden sollte. Die Autorin hat einen super Schreibstil, der sehr flüssig ist, doch ich störe mich jedesmal an der Handlung, auch im 2.Teil wieder (achtung, kann Spoiler enthalten): Irgendwie läuft mir alles "zu glatt" in diesem Roman... Natürlich leiht der Chef von Lilja der Organisation sofort ein Boot, natürlich kann sich Lilja eine eigene Wohnung leisten mit einem Teilzeitjob als Spotterin, natürlich können Tomas und Jules mit auf das Schiff (obwohl sie für die Organisation zu nichts zu gebrauchen sind und Jules obendrein auch noch ungeplant auftaucht), natürlich wird Lilja wieder zu Wild&Free zurückgeholt (nachdem sie rausgeworfen wurde), natürlich schmeißt Jules seinen Job hin und natürlich gewinnt Wild&Free den Gerichtsprozess. Mir kam das alles so realitätsfern vor ...
Mich überrascht auch sehr, dass in vielen Rezensionen steht, der Fokus läge zu sehr auf den Walfang. Ich empfand es tatsächlich so, dass zu wenig über den Walfang aufgeklärt wurde, sondern es wurde sehr oberflächlich abgehandelt. Das einzige, was der Leser eigentlich erfährt, ist dass der Walfang in Island (zum damaligen Zeitpunkt 2022) geduldet wurde, das Walfeisch teilweise noch in Restaurants angeboten wird/wurde und dass Japan illegalen, kommerziellen Walfang betreibt. Und diese Infos sind bestimmt für einige Leser auch nichts Neues, wenn man mit dem Thema schonmal in Berührung kam. Und eventuell hätte man auch nochmal mehr darauf eingehen können, dass Whale Watching Touren auch etwas umstritten sind ... Aber das hätte ja das perfekte Bild von Lilja ja etwas getrübt ;)
- Ann Kidd Taylor
Mit dir am Meer
(107)Aktuelle Rezension von: Lesefieber22Maeve lebt Ihren Traum. Sie reist als Haiforscherin zu den Meeren dieser Welt und verbringt ihre Zeit am liebsten unter der Wasseroberfläche. Doch dabei begleitet sie immer wieder der Gedanke an Ihren Ex-Freund Daniel. Bei der Rückkehr nach einer Forschungsreise steht sie ihm unvermittelt gegenüber. Rasch scheinen alte Gefühle wieder hochzukochen. Doch da ist auch noch Nicolas, ein Meeresbiologe von ihrer letzten Reise...
Dieser Roman ist einmal etwas ganz anderes. Das Thema mit den Meeresbewohnern und besonders den Haien fand ich spannend und eine gelungene Abwechslung zu den üblichen Settings. Stellenweise hat dadurch der Roman zwar eher einem Sachbuch geähnelt, das hat mich aber gar nicht gestört. Die Protagonisten fand ich interessant und gut dargestellt. Einzig mit der Hauptfigur Maeve hatte ich zwischendurch etwas Mühe, weil ich ihre Handlungen und Entscheidungen nicht immer nachvollziehen konnte. Richtig schön fand ich dagegen das Ende, da ist mein Herz direkt geschmolzen.
Ein schöner Sommerroman, der einem tief in die Geheimnisse des Meeres abtauchen lässt.
- Karsten Brensing
Das Mysterium der Tiere
(25)Aktuelle Rezension von: sabatayn76‚Am Ende werden Sie sich vermutlich fragen: Was unterscheidet uns denn noch von Tieren? Nicht viel, doch so viel kann ich verraten: Wir Menschen haben eine klitzekleine Eigenart, auf der unser Erfolg als Art beruht, und dies ist nicht unsere Sprache. Am menschlichen Thron wird somit nicht gerüttelt, doch in der Welt, in der Sie nach der Lektüre dieses Büchleins leben, werden Sie und alle anderen Menschen nicht mehr allein sein, sie werden gemeinsam mit anderen ihrer selbst bewussten und fühlenden Wesen leben, und vielleicht grüßen Sie von nun an höflich den einen oder anderen Raben in ihrer Nachbarschaft.‘ (Seite 13)
Der Meeresbiologe und promovierte Verhaltensforscher Karsten Brensing erzählt in seinem Buch ‚Das Mysterium der Tiere‘ von Bärtierchen und Bettwanzen, Randy Thornhill und Craig Palmer, Bonobos und Delfinen, Oxytocin und Vertrauen, Gerüchen und Immunsystem, Buckelwalen und Musik, Laubenvögeln und optischer Täuschung, Sprache und Tanz, Infraschall und Ultraschall, Umweltschutz und Sozialverhalten, Spaßgesellschaft und Spielen, Tüpfelhyänen und Vetternwirtschaft, prozeduralem und deklarativem Gedächtnis, Trauer und Tod, Objektpermanenz und Logik, Belohnungsaufschub und Impulskontrolle, Selbstbewusstsein und Theory of Mind, Big Five und Persönlichkeit, Vernunft und Verlustaversion, Drogen und Alkohol sowie das Verhältnis zwischen Mensch und Tier.
Obwohl ich mich schon sehr intensiv mit der im Buch behandelten Thematik auseinandergesetzt habe, hat ‚Das Mysterium der Tiere‘ meine Kenntnisse in den oben genannten Themen noch ausweiten und mir viel Wissen über Tiere vermitteln können.
Im Buch bin ich zudem auf viele Dinge gestoßen, die ich noch aus meinem Psychologie-Studium kenne, wobei es damals natürlich um menschliches Verhalten, die menschliche Gefühls- und Gedankenwelt ging. Brensing verwebt in seinem Buch (sozial-) psychologische Erkenntnisse mit der Erlebniswelt von Tieren, was einerseits dazu führt, dass man mehr über die Psyche des Menschen lernen kann, und andererseits Parallelen zu anderen Tieren aufgezeigt werden.
Brensing verwendet bei seinen Ausführungen anschauliche Beispiele und deckt ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Befunden und Beobachtungen aus dem Alltag ab. Dass er begeistert von seinem Thema und fasziniert von Tieren ist, merkt man auf jeder Seite seines wunderbaren Buches, das zudem leicht verständlich geschrieben ist und durch Farbfotos ergänzt wird.
Ich kann ‚Das Mysterium der Tiere‘ sehr empfehlen und freue mich außerdem, dass die Themen Tiere und Verhaltensbiologie derzeit so stark bei den Verlagen vertreten sind, da ich es essentiell finde, über Tiere, ihre Fähigkeiten, ihre Empfindungen und ihre Leidensfähigkeit aufzuklären. - Natalie Erlach
Meine Lieblingsfarbe in unserem Ozean
(84)Aktuelle Rezension von: Jennifer-Gneiting▪
Zitat:
War es für unsere Beziehung überhaupt wichtig, woher wir kamen? Oder war einzig und allein wichtig, wer wir jetzt waren und in Zukunft sein wollten?
▪
Schreibstil:
Der Schreibstil ist solide und flüssig. Man kommt gut durch die Seiten, alles ist verständlich und angenehm zu lesen. Aber: Er ist nichts Besonderes. Nichts Poetisches, nichts, das sprachlich hängen bleibt oder emotional besonders tief trifft – und genau das ist etwas, das ich sonst sehr schätze.
Der Perspektivwechsel zwischen Kalea und Malio gefällt mir hingegen gut. Beide bekommen ungefähr gleich viel Raum, was in Liebesromanen leider nicht selbstverständlich ist. Insgesamt würde ich den Stil als „gut lesbar, aber nicht herausragend“ beschreiben.
4/5 ⭐
▪
Charaktere:
Am Anfang waren mir die Figuren ehrlich gesagt zu flach.
Malio wirkt lange so, als bestünde er nur aus Surfen, Heimatliebe und Kalea.
Kalea wiederum scheint sich hauptsächlich über das Turtles Inn, ihre finanziellen Probleme und ihre Vergangenheit als Celebrity der Upper East Side zu definieren.
Erst gegen Ende hat sich das für mich verbessert. Besonders Noelani, Maliyos jüngere Schwester, habe ich immer mehr ins Herz geschlossen. Ihre Sorge um ihren Bruder, ihre eigene Unsicherheit und die Social-Media-Thematik waren realistisch eingebaut – präsent, aber nicht überdramatisiert.
Sehr stark fand ich außerdem die Geschwisterdynamik zwischen Malio und Noelani. Diese Mischung aus Distanz, Missverständnissen und unausgesprochener Fürsorge ist leider sehr realistisch – gerade wenn mehrere Jahre Altersunterschied dazwischenliegen.
Mein heimlicher Lieblingscharakter bleibt jedoch Basilton, Kaleas Ex-Ehemann und bester Freund. Dass er nicht nur ein Ex-Freund, sondern tatsächlich ihr Ex-Mann ist, war einer der wenigen Momente, die mich wirklich überrascht haben. Er ist charmant, reflektiert, selbstständig – und die Tatsache, dass er und Malio lernen, nebeneinander zu existieren, ohne Rivalität, fand ich besonders gelungen.
3/5 ⭐
▪
Geschichte:
Der Einstieg war stark: Kaleas nächtliche, überstürzte Flucht aus New York hat sofort Spannung erzeugt. Auch die Szenen rund um das Turtles Inn und die Schildkrötenrettung haben eine schöne, sommerliche Atmosphäre geschaffen.
Leider hat mich das erste Date sehr aus der Geschichte gerissen. Ich hatte mich auf eine langsame, nachvollziehbare Liebesentwicklung gefreut – stattdessen wurde es für meinen Geschmack zu schnell zu körperlich und zu explizit. Danach fiel es mir schwer, wieder vollständig in die Geschichte hineinzufinden.
Insgesamt ist die Handlung vorhersehbar. Vieles war von Anfang an absehbar, auch welche Nebenfiguren vermutlich eigene Bände bekommen werden. Die eigentlich spannenden Themen bleiben eher mild und wenig tiefgehend. Für zwischendurch funktioniert das – aber ich persönlich wünsche mir meist mehr emotionale Tiefe und komplexere Entwicklungen.
Das Ende hingegen hat mir wieder gut gefallen und war ein stimmiger Abschluss für die Geschichte.
3/5 ⭐
▪
Fazit:
Meine Lieblingsfarbe in unserem Ozean ist ein solides, sommerliches Buch mit schönen Settings und einem gelungenen Abschluss. Gleichzeitig bleibt es für mich insgesamt zu flach – sowohl in der Charaktertiefe als auch in der Handlung.
Es ist ein gutes Buch für zwischendurch, wenn man leichte Strandvibes sucht. Wer jedoch tiefgründige Figuren, große emotionale Entwicklungen oder sprachliche Besonderheiten erwartet, könnte etwas enttäuscht sein.
3/5 ⭐
▪
- Gaea Schoeters
Das Geschenk
(236)Aktuelle Rezension von: Wolf-MacbethElefanten mitten in Deutschland – 20 000 Tiere als politisches „Geschenk“. Was absurd beginnt, entpuppt sich rasch als Roman über Politik. Nicht die Elefanten stehen im Zentrum, sondern die Frage: Wie funktioniert Politik im Ausnahmezustand?
Sehr treffend zeigt das Buch den politischen Betrieb: Umfragen, Wiederwahl, parteitaktisches Denken, Angst vor Stimmenverlusten. Vieles wirkt kaum überzeichnet, sondern erschreckend realistisch. Die Elefanten sind dabei austauschbar – jede andere Krise hätte denselben Mechanismus ausgelöst.
Interessant fand ich die Passagen, in denen alternative Prioritäten aufscheinen: weniger Wachstum, andere Vorstellungen von Lebensqualität, der Gedanke, dass Politik mehr sein könnte als wirtschaftliche Schadensbegrenzung. Diese Ideen sind da, setzen sich aber nicht durch.
Der Roman ist gut geschrieben, klar und zugänglich, aber nicht besonders tiefgründig. Der Schluss konnte mich nicht ganz überzeugen; er wirkte für mich etwas zu schnell und zu glatt. Auch die Sexszene gegen Ende empfand ich als überflüssig.
Das Geschenk ist schnell gelesen, regt zum Nachdenken an und lässt einen mit einer nüchternen Erkenntnis zurück: Politik kann vieles verwalten – aber sie will und kann uns nicht retten.
- Achim Gruber
Geschundene Gefährten
(25)Aktuelle Rezension von: Netti13Prof. Gruber informiert in verständlicher, teils lockerer Sprache ein sehr schwieriges Thema. Und öffnet einem die Augen. Nicht nur die Aufklärung über die schrecklichen Krankheiten und Defekte, die wir Menschen unseren geliebten Haustieren durch die habgierige Zucht antun, macht wütend und ratlos. Warum tun wir Menschen das? Warum dreht sich alles nur um (Preis-)Geld und Pokale? Wie kann man anderen Lebenwesen, die sich nicht dagegen wären können, nur so schreckliche Dinge antun und in keinster Weise einsehen, dass dies falsch ist? Nach Lesen dieses Buches denke ich anders über Züchter und reinrassige Tiere. Zumal ich Defekte meiner eigenen Katze (erworben im Tierschutz) wiedererkenne, die durch Inzucht entstanden ist. Jetzt verstehe ich, was bei ihr passiert ist.
Aber auch die erste Hälfte des Buches bzgl. Viren, Bakterien und Ähnliches hat mich "aufhorchen" lassen. Ich dachte, ich weiß schon viel über Haustiere und behandel sie sehr gut. Aber auch mir war beim Thema Tollwutimpfung und Entwurmung einiges nicht bekannt, so dass ich hier ein größeres Augenmerk darauf legen und meine Handlungen anpassen werde.
Dieses Buch ist äußerst informativ und aufklärend! Es sollte von jedem gelesen werden, der sich irgendwie mit Haustieren beschäftigt. Vor allem von denjenigen, die darüber nachdenken, sich ein Rassetier zuzulegen!
- Monika Feth
Der Libellenflüsterer
(115)Aktuelle Rezension von: Lady_CassiopeiaDer Libellenflüsterer präsentiert erneut ein Täterprofil, das in narrativer Form spannend und atmosphärisch dicht ausgearbeitet ist. Monika Feth gelingt es, Situationen emotional nachvollziehbar darzustellen. Die psychologische Perspektive steht dabei klar im Vordergrund; Konflikte, Bedrohungswahrnehmung und moralische Grauzonen werden mit großer Detailtreue vermittelt. Kritisch anzumerken ist jedoch ein wiederkehrendes Muster, das sich durch den Roman zieht: Erneut gerät nahezu ausschließlich der Hauptcharakter, samt unmittelbarem Umfeld, ins Zentrum der Gefahr. Aus meiner persönlichen Sicht wirkt diese Häufung extremer Belastungssituationen wenig realistisch. Zwar ist es unbestritten, dass Menschen mehrfach traumatische Erfahrungen machen können, doch dass es immer wieder passiert, erscheint mir dramaturgisch überhöht. Nichtsdestotrotz überzeugt der Roman durch seine Figuren. Die meisten Charaktere sind konsistent, emotional greifbar und in ihren Handlungen nachvollziehbar motiviert. Die Handlung ist insgesamt gut strukturiert und die Spannungsbögen sind sauber gesetzt. Zusammenfassend lässt sich sagen: Trotz kleiner Abstriche in puncto Realismus bleibt Der Libellenflüsterer ein fesselnd erzählter Krimi mit einer starken psychologischen Komponente.
Eckdaten zum Buch:
Titel: Der Libellenflüsterer
Autor: Monika Feth
Verlag: cbt
Erscheinungsjahr: August 2015
Seitenzahl: 528
Genre: KrimiSprache: Deutsch
Meine Bewertung: 3/5 Sterne
Zitat:
„Hast du eine Ahnung, dachte Bert, der im Laufe seines Berufslebens gelernt hatte, dass nirgendwo größere Grausamkeiten begangen werden als in normalen Familien. Dass nirgendwo tiefere Abgründe klaffen.“ - Bert Melzig
- Richard David Precht
Tiere denken
(34)Aktuelle Rezension von: Schnattchenx3'Tiere Denken' ist von Richard David Precht 2018 im Goldmann Verlag erschienen.
Die erste Hälfte des Buchs befasst sich ausführlich mit der geschichtlichen, biologischen und religiösen Sicht des Menschen auf die Tiere und deren Entwicklung.
Alle nachfolgenden Seiten thematisieren die Ethik sowie die Dilemma unserer heutigen Zeit.
Neben all den Informationen war folgende Unterscheidung für mich besonders informativ:
- Tierschützer werden vornehmlich durch Mitleid angetrieben und kritisieren die Folgen, jedoch selten die Ursachen
- Tierrechtler wollen Tiere nicht als Sachen behandeln und diese in die Moralgemeinschaft mit aufnehmen.
Der Unterschied zwischen Tierrechtlern und Tierschützern ist somit tiefgründig.
Auch untersucht dieser Abschnitt kurz Organisationen wie PETA und deren Entwicklung.
Darüber hinaus stellt Precht auch die kritische Frage, ob wir Tiere essen dürfen. Wie in allen vorherigen Abschnitten argumentiert er nachvollziehbar Für- und Wider um auch vorherige Themen wie das Tierschutzgesetz wieder aufzugreifen.Wie nah diese Themen am Zahn der Zeit sind zeigt die Ausarbeitung des beginnenden 'künstlichen' Fleisches und deren Entwicklung.
Insgesamt eine ausführliche und umfassende Lektüre über die damaligen und heutigen Ansichten des Menschen auf Tiere und die kritische Auseinandersetzung mit den heutigen relevanten Themen.
- Ann Granger
Fuchs, du hast die Gans gestohlen
(109)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Meredith Mitchell & Alan Markbys zweiter Fall!
Meredith freut sich auf ein Wiedersehen mit Alan Markby und erhofft sich endlich Ruhe von der aufreibenden Arbeitswelt als Diplomatin.
Das Einleben in dem kleinen englischen Örtchen fällt Meredith auch dank ihrer Nachbarien Harriet leicht und macht Freude. Doch dann stirbt Harriet während einer Fuchsjagd. Meredith, die eingentlich keine Ahnung von dieser Sportart hat, erkennt dennoch, das hier irgendetwas nicht stimmt und schaltet Alan Markby ein, der natürlich direkt die Ermittlungen aufnimmt. Die Beiden geben ein unglaublich gutes Paar ab!
Ein britisches Verwirrspielchen! - Gesa Neitzel
The Wonderful Wild
(95)Aktuelle Rezension von: Ninasan86Ich liebe inspirierende Bücher und ich liebe inspirierende Geschichten! Die liebe Gesa Neitzel hat es mit ihrer eigenen, autobiografischen Geschichte geschafft, mich zu fesseln und nach Afrika zu entführen. Dieses Buch ist allerdings kein Vergleich zu ihrem ersten, das sei direkt dazu gesagt, denn hier geht es wirklich darum: zu inspirieren, um ein glücklicheres und erfüllteres Leben zu führen. Wer also einen weiteren Bericht über ihre Rangerausbildung oder -zeit erwartet, der ist hier leider falsch. Aber ich war vollkommen richtig! In ihrem Buch schafft es Gesa, ihre Erlebnisse in der Natur mit der Tierwelt zu verbinden und auch immer wieder die Brücke zum Menschen zu schlagen. Ihre Erkenntnisse aus dem Tierreich lassen sich auch auf uns übertragen und uns somit von ihnen lernen. Man spürt in jedem Wort, in jedem Satz ihre unbändige Liebe zur Natur und der Tierwelt und genau das ist es, was das Buch so einzigartig macht. Sie vermittelt uns ihre eigenen Lehren, die sie bislang aus ihrer Zeit dort für sich mitgenommen hat und zeigt uns, wie wundervoll (und einfach) es sein kann, ein glücklicheres und erfüllteres Leben im Einklang mit der Natur und sich zu führen. Für mich ganz klar ein wundervolles und sehr - ich weiß, ich wiederhole mich - inspirierendes Buch, das ich nur mit empfehlen kann.
- Volker Angres
Das Verstummen der Natur
(4)Aktuelle Rezension von: sommerleseDas Sachbuch "Das Verstummen der Natur" wurde von dem Journalisten Volker Angres und dem Umweltschutzexperten Claus-Peter Hutter verfasst. Es erschien 2018 im Ludwig Verlag und trägt den Untertitel "Das unheimliche Verschwinden der Insekten, Vögel, Pflanzen – und wie wir es noch aufhalten können".
Die Folgen des heimischen Artensterbens sind inzwischen allgegenwärtig sichtbar. Der Mensch vernichtet seine eigenen Lebensgrundlagen, es gibt kaum noch Insekten, Lebensräume für Wildtiere werden unwiderruflich vernichtet und das Meer ist voll mit Plastik. Wie sollen sich Tiere und Pflanzen da noch behaupten?
Claus-Peter Hutter, Präsident von NatureLife-International und Leiter der Akademie für Natur- und Umweltschutz des Landes Baden-Württemberg, und Volker Angres, Leiter der ZDF-Umweltredaktion, zeigen die Gründe für das Artensterben auf und benennen Verursacher und Verantwortliche. Besonders die industrialisierte Landwirtschaft mit ihrem Einsatz von Pestiziden und den endlosen Monokulturen hat hier eine Hauptschuld zu tragen. Was nun von jedem Einzelnen getan werden muss und welche Beispiele es für die Rettung der biologischen Vielfalt gibt, sät ein Körnchen Hoffnung angesichts einer apokalyptischen Entwicklung.
"Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
Zitat Seite 129 Albert Schweitzer
Wenn die Vielfalt der Lebewesen auf der Erde stirbt, hat der Mensch auch verloren. Darüber sollte sich jeder bewusst sein.
Früher wurde der Ackerbau in Form einer Dreifelderwirtschaft betrieben, dort konnte sich der Boden regenierieren, die Wildkräuter sich vermehren, die Weidetiere hatten Futter und hinterließen ihren Mist als Dünger für den darauffolgenden Getreide- oder Gemüseanbau. Es was ein Segen für Insekten, Weidevieh, aber auch für die Menschen. Heute sorgt intensivse Bewirtschaftung, die chemische Schädlingsbekämpfung und Überdüngung für die Verdrängung der Flora und Fauna auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Die beiden Autoren bringen die Bedrohung der Arten mit den von Menschen gemachten Fehlern in Verbindung, sie erklären und zeigen Beispiele, sie klagen an und bringen Lösungsansätze und Vorschläge für einen besseren Umgang mit der Natur im Kleinen wie im Großen.
Ihre Texte werden gestützt von aktuellem Zahlenmaterial, sie erwähnen Fehler der Politik und auch die Konsumenten, die mit ihrem Kaufverhalten diese tragische Entwicklung mit bewirkt haben.
In einzelnen Kapiteln geht es Stück für Stück den Vernichtungsfaktoren auf den Grund. Hier werden insbesondere die Landwirtschaft, der Klimawandel, Tierfallen, letzte Naturoasen und der Bauwahn in den Städten von allen Seiten beleuchtet und aufklärend dargestellt.
Welche Lebensräume müssen wir schützen? Intakte Wälder, Moore, Wiesen, Bäche und Flüsse, sowie Seen sind extrem wichtig für ein ausgewogenes Verhältnis in der Natur.
Doch die Autoren zeigen auch Rettungsversuche auf. Es gibt noch kleine Hoffnungsschimmer, wenn wir Menschen uns darauf einlassen und wieder mehr versuchen, mit der Natur zu leben und nicht gegen sie.
Zur Rettung der Wiesen gibt es folgende Vorschläge:
- Wissen über Wiesenblumen und die dazugehörigen Tiere an Kinder weiter vermitteln.
- keine Wiesenblumen pflücken
- Anlegen von Naturwiesen
- Wegrandstreifen nicht überdüngen
- keinen E10-Kraftstoff tanken
- Politik: - keine Förderungen für Biogasanlagen und den Maisanbau
Dieses Sachbuch ist sehr umfangreich, wer sich mit den Themen näher beschäftigen möchte, der erhält am Ende noch viele Behördenadressen, Literaturhinweise und Quellenangaben zur eigenen Recherche.
Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, ist der erklärende Ansatz, das Ansprechen von Problemen und Gefahren für die Natur und das Aufzeigen von möglichen Perspektiven und Lösungsvorschlägen, um die Natur besser zu schützen, die Arten zu bewahren und die Umwelt nicht noch weiter zu zerstören.
Jeder Mensch ist hier gefragt, sich mit der Thematik zu befassen und sich für seine Natur einzusetzen.
Aufklärung ist wichtig, nur wer seine Fehler kennt, wird sie vermeiden können. Versuchen wir, die Umwelt wieder lebenswerter für viele Arten zu machen, am Ende profitieren wir selbst davon.
Dieses Buch ist eine eindringliche Erklärung, ein Aufschrei für die Rettung von Natur und Umwelt und für den Erhalt der Artenvielfalt. Es ist trotz der negativen Grundthematik aber auch ein hoffnungsvolles, weil motivierendes Buch. - Steffen Töllner
Die Stimme im Zwinger
(7)Aktuelle Rezension von: HexipexiDas Cover zeigt einen Hund - im Hintergrund ein Gitter.
Auf knapp 250 Seiten bringt der Autor dem Leser den Tierheimalltag nahe.
Alex, Auszubildende, wird damit konfrontiert. Emotionen, schlaflose Nächte, traumatisierte Tiere.
Eines davon, Sam, ist zentrales Thema des Buches.
Ein vermeintlich unvermittelbarer Hund.
Ein Kampf für das Tier, eine Selbstaufgabe?
Das Buch ist flüssig geschrieben.
Das Schriftbild ist gut zu lesen.
Es ist herzergreifend.
Jeder, der sich ein Tier anschafft, sollte sich ernsthafte Gedanken machen, ob man ihm gerecht werden kann.
Traumatisierte Tiere landen häufig in Heimen und sind dann nicht vermittelbar.
- Angela Stöger
Von singenden Mäusen und quietschenden Elefanten
(29)Aktuelle Rezension von: SeitenfresserinDen Tieren lauschen u. versuchen sie zu verstehen. Bioakustik und Lautkommunikation heißen dafür die "Zauberworte". Mit viel Geduld u. viel Technik erforschen die Autorin Angela Stöger und ihre Kollegen, was Tiere zu sagen haben sich untereinander, als auch uns Menschen. Dabei werden immer wieder verblüffende Entdeckungen gemacht. Dies wird auch in der Zukunft der Fall sein. Denn nur ein kleiner Bruchteil ist bisher erforscht. Wer hätte gedacht, dass ein Elefant menschliche Worte nachahmen kann oder, dass Geparden "zwitschern"? Ein wunderbares Buch, was einem die "Sprachen" der Tiere und was diese damit ausdrücken wollen, auf verständliche Art u. Weise näher bringt. Es ist auch ein interaktives Buch. Denn, die darin enthaltenen QR-Codes führen einen zu den Lauten verschiedenster Tierarten. Ich hätte nicht gedacht, dass kleine noch blinde u. nackte Pandababys so schreien. Die Erklärung dafür ist logisch, weil... Nein, nein dies dann bitte doch selber lesen.
- Virginia Fox
Rocky Mountain Lion
(212)Aktuelle Rezension von: dorothea84"Rocky Mountain Lion" (Band 9) von Virginia Fox hat mich wieder einmal in die tiefen Täler und hohen Gipfel der Rocky Mountains entführt, wo das Leben niemals stillsteht und jeder Tag neue Abenteuer und Überraschungen bereithält. Als ich das Buch aufschlug, war ich sofort wieder in der vertrauten Umgebung dieser charmanten Kleinstadt, die sich nach und nach zu einem lebendigen und liebenswerten Mikrokosmos entwickelt hat. Es ist, als würde man alte Freunde besuchen, deren Geschichten man mit Spannung und Freude verfolgt.
Quinn, eine Figur, die ich schon in den vorherigen Bänden ins Herz geschlossen habe, steht dieses Mal im Mittelpunkt. Ihre unverwechselbare Art, ihre Stärke und ihr Humor machen sie zu einer Heldin, mit der man sich schnell identifizieren kann. Quinns Welt wird jedoch gehörig durcheinandergebracht, als Archer, ein vermeintlicher Undercover-Agent, in die Stadt kommt. Ein schlechter Agent, könnte man meinen, denn seine Geheimnisse sind für Quinn und den aufmerksamen Leser schnell offensichtlich. Doch gerade diese offensichtliche Unstimmigkeit macht die Geschichte so fesselnd. Man fiebert mit, wie Quinn und Archer sich langsam annähern und dabei ihre eigenen Schwächen und Stärken entdecken.
Und dann ist da noch Wilder, der faszinierende Husky, der nicht nur Quinns Herz erobert, sondern auch meines. Seine treue und lebhafte Natur bringt eine zusätzliche Dimension in die Geschichte, und ich konnte nicht anders, als mir zu wünschen, ihn selbst an meiner Seite zu haben. Die Kombination aus Humor, Spannung und Romantik, gepaart mit den bekannten Gesichtern aus den vorherigen Bänden, schafft eine wunderbare Mischung, die das Buch zu einem echten Pageturner macht. Es fühlt sich an, als wäre man selbst Teil dieser lebendigen Gemeinschaft, und man kann kaum erwarten, was die Zukunft für die Bewohner dieser charmanten Stadt bereithält.
- Polly Clark
Tiger
(68)Aktuelle Rezension von: Anna_BubeEin sehr intensives Leseerlebnis hatte ich mit diesem Buch über sibirische Tiger, ihr Leben in Gefangenschaft und in Freiheit und ihre Berührungspunkte mit dem Menschen. Die wilde sibirische Taiga ist ihr natürlicher Lebensraum, genau wie der des Volkes der Udehe, für die das Töten eines Tigers das größte Verbrechen ist.
Das Buch ist in mehrere Abschnitte aufgeteilt, die jeweils die Geschichte einer Person erzählen, die eine Verbindung mit dem bedrohten Amurtiger hat. Ein Abschnitt ist auch aus Sicht eines Tigers geschrieben.
Mich hat das Buch sehr gefesselt und die verschiedenen Blickwinkel waren interessant zu lesen, auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte, noch ein wenig bei dem aktuellen Protagonisten zu bleiben, in den ich gerade so richtig eingetaucht war, um zu erfahren wie es dort weitergeht. Letztlich hat sich aber alles sehr gut zusammengefügt und die Abschnitte waren bewusst und gut so gewählt. Einzig das Ende hat mich nicht so überzeugt, aber das ist Geschmackssache und dazu verrate ihr hier natürlich nichts.
- Susanna Leonard
Dian Fossey - Die Forscherin
(86)Aktuelle Rezension von: MaFuDian Fossey reiste in den 1960ern nach Afrika, um dort in einer einsam gelegenen Forschungsstation im Regenwald die Berggorillas zu studieren, ihr Verhalten und ihre Lebensweise zu erforschen. In ihrem kompromisslosen Kampf für den Umweltschutz und gegen Wilderei machte sie sich viele Feinde. 1985 wurde sie ermordet aufgefunden.
Als Jugendliche habe ich „Gorillas im Nebel“ gelesen und war sehr beeindruckt, nicht nur von den Fotos und den Beschreibungen der Berggorillas, sondern auch von der Frau Dian Fossey, die so selbstbestimmt und unabhängig ihren Weg ging. Nachdem ich Susanna Leonards Biografie gelesen habe, hat sich zwar einiges relativiert und „entromantisiert“, aber Fossey bleibt für mich trotzdem eine faszinierende Persönlichkeit. Leonard hat ihr Leben in Romanform dargestellt, sicherlich auch einiges dazu erfunden, aber im Großen und Ganzen hat sie ein sehr klares Bild einer schwierigen, von vielen Schicksalsschlägen gezeichneten, aber leidenschaftlichen und engagierten Persönlichkeit gezeichnet.
Um deutlich zu machen, was zu ihren Entscheidungen geführt hat, wie sie zu der Person wurde, die sie war, spielt Leonard mit verschiedenen Zeitebenen, wir lernen Dian als Kind kennen, im nächsten Kapitel verbringt sie vierzig Jahre später ihre letzten Tage im Regenwald usw. Mich hat das häufig verwirrt und im Lesefluss gestört, auch wenn diese Form der Erzählung dem Leser die Persönlichkeit von Dian Fossey sehr nahe bringt. Empfehlen kann ich dieses gut recherchierte Buch aber auf jeden Fall, vor allem denen, die sich einen ersten, unterhaltsamen Überblick über das Leben der Forscherin mit ihren geliebten „sanften Riesen“ verschaffen möchte.
- Jürgen Zwilling
Ein Appell gegen Tierleid und Naturzerstörung: von Dr. Rodolfo, Anwalt der Tiere, und Katze Mimi
(77)Aktuelle Rezension von: MrsHetfieldDas Buch ist stellenweise interessant, aber mich hat der politische Einfluss gestört, der an vielen Stellen in das Buch hineinfließt. Als ob man den Leser zu einer politischen Position drängen möchte. Das mag ich leider überhaupt nicht, obwohl ich der Meinung bin, daß man die Tiere und die Umwelt definitiv schützen sollte - aber in vernünftigem Maße.























