Bücher mit dem Tag "tim curran"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tim curran" gekennzeichnet haben.

9 Bücher

  1. Cover des Buches Zerfleischt (ISBN: 9783865521378)
    Tim Curran

    Zerfleischt

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Shikkii

    Wer auf ekelhafte sachen steht ist hier richtig

  2. Cover des Buches Skin Medicine - Die letzte Grenze (ISBN: 9783958350281)
    Tim Curran

    Skin Medicine - Die letzte Grenze

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Kirsten_Ateeq

    Es ist ein Horrorbuch und die Geschichte wird dem Genre durchaus gerecht. Mir war mehrmals unheimlich zumute und ich sah seltsame Schatten und Gestalten. Allerdings ist die Sprache sehr proletenhaft und deshalb hat mir das Buch nicht so zugesagt!

  3. Cover des Buches Blackout - Im Herzen der Finsternis (ISBN: 9783958351066)
    Tim Curran

    Blackout - Im Herzen der Finsternis

     (23)
    Aktuelle Rezension von: B.tina_chaosqueen

  4. Cover des Buches Nightcrawlers - Kreaturen der Finsternis (ISBN: 9783865524416)
    Tim Curran

    Nightcrawlers - Kreaturen der Finsternis

     (9)
    Aktuelle Rezension von: ThrillingBooks
    Von Tim Curran habe ich bisher 2 älter Bücher gelesen die mir auch gut gefallen haben. Bei Interesse könnt ihr ja bei mir mal in den Rezis stöbern. Dieses hier soll wohl etwas anderes sein, auch vom Klappentext her lässt sich darauf schließen das es hier um andere Dinge geht als Gewalt und Endzeit.

    Klappentext
    Vor 200 Jahren brannte die Siedlung Clavitt Fields bis auf die Grundmauern nieder. Die Hoffnung der Einheimischen, dass mit dem Feuer auch das unaussprechlich Böse von diesem Ort vertrieben wurde, erwies sich als frommer Wunsch. Denn das Grauen verkroch sich unter die Erde – und lauert dort in der Dunkelheit bis zum heutigen Tag.

    Nach der Entdeckung verwitterter Skelette auf einer verlassenen Farm stößt der Ermittler Kenney auf die unterirdischen Tunnelsysteme und entfesselt ein blutiges Inferno …

    I Heart Reading: »Die Finsternis kriecht dem Leser schleichend ins Gehirn und versetzt ihn mitten hinein in den Wahnsinn.«

    DarknessDwells.com: »Eine Monstergeschichte und eine Verbeugung vor H. P. Lovecraft.«

    Char’s Horror Corner: »Ich ›sah‹ in diesem Buch Dinge, die ich noch nie gesehen hatte … mir nicht mal vorstellen konnte!«

    Inhalt
    Ein Ermittlerteam ist auf einer abgelegenen Wiese und fördert dort ein Skelett nach dem anderen zu Tage. Eine Aussicht auf ein Ende der Knochen ist nicht Sicht.
    Eine Streife entdeckt etwas im Nebel am Straßenrand und schaut nach ob sie etwas entdecken oder ihnen der Nebel einen Streich spielt.
    Ein Cop verschwindet, und wird von seinen Kollegen gesucht.

    Cover
    Eine neblige Umgebung, eine Hand die aus dem Boden nach etwas greift, Tentakel. Man sieht direkt was einen erwartet in dem Buch. Man kann von einer gruseligen, stimmungsvollen Athmosphäre ausgehen die nicht ausschließlich aus Gewalt besteht.

    Bewertung
    Von Tim Curran bin ich bisher doch recht harte Bücher gewohnt, die mich auch in die Welt von Festa mit eingeführt haben. Nun also mal eine Monster-/Gruselgeschichte von ihm. Sein Schreibstil gefällt mir eh, sonst hätte ich ja die anderen Bücher nicht gelesen. 

    Bei Nightcrawlers fängt man förmlich an, die Atmosphäre zu fühlen so wie die ersten Kapitel beschrieben sind. Man fühlt den Nebel der aus dem Boden kommt, das Grauen, das die Cops bei den Ermittlungen überkommt als sie Skelett um Skelett mehr im Boden finden. Curran schildert die Situationen und Geschehnisse am Ort der Verbrechen sehr detailliert und plastisch. Ich konnte es mir immer richtig gut vorstellen was dort gerade passiert und wie es aussah. In der Richtung hat er es einfach drauf.

    Die Charaktere sind vom Prinzip her mehr oder weniger austauschbar. Man lernt sie nicht richtig kennen, und kann sich auch nicht unbedingt mit ihnen identifizieren. Man hat die „üblichen Verdächtigen“ die man in so einem Roman erwartet. Aber für die Fortführung der Story reicht es allemal aus.

    Die Story an sich ist bis zu dem Zeitpunkt wo das laut Klappentext „blutige Inferno“ losgehen soll gut, und ergibt Sinn und lässt sich flüssig lesen. Nachdem die Lage sich zuspitzt driftet meiner Meinung nach der gesamte Story immer mehr in ein Wirrwarr aus aneinander gereihten Szenen, mal diese Gruppe, mal jene Gruppe, zwischendurch Artikel und Gespräche aus der Vergangenheit. Für mich lies sich keine richtige Story mehr erkennen da es einfach nur wild durcheinander läuft alles. Die Monster der Story, die eigentlich die eine der Hauptrollen spielen, sind Curran-typisch natürlich wieder toll beschrieben und dargestellt. Leider entfalten sie nicht die volle Wirkung die ich mir erhofft habe.

    Trotz allem ist die Geschichte, zumindest die erste Hälfte auf jeden Fall lesenswert. Die zweite Hälfte mag, wie man auf dem Klappentext lesen kann, eine Verbeugung an Lovecraft sein, dazu kann ich leider keine Aussage treffen da ich noch keine Bücher von ihm gelesen habe. Durch das wirre Ende der Story muß ich leider 2 Sterne abziehen.
  5. Cover des Buches DIE WIEDERERWECKTEN DES HERBERT WEST (ISBN: 9783958353305)
    Tim Curran

    DIE WIEDERERWECKTEN DES HERBERT WEST

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Virginy

    Tim Currans Buch ist eine Hommage an H.P. Lovecrafts „Reanimator“, eine kleine Vorgeschichte praktisch, in der erzählt wird, was der im ersten Weltkrieg an der Front in Flandern getrieben hat, denn dort hat er natürlich genug Material, um seinem Hobby, dem Wiedererwecken von Toten, nachzugehen.
    Wer jetzt aber denkt, er kann den guten Doktor bei seinen Experimenten begleiten, der irrt sich, denn hauptsächlich dreht sich das Geschehen um den amerikanischen Journalisten Creel, auf den Kriege und die Gefallenen eine besondere Faszination ausüben und so hat er sich den Briten angeschlossen, um das Leben im Schützengraben sozusagen live vor Ort mitzuerleben.
    Die einstmals blühende Landschaft ist zerstört, die Gegend überall durchzogen von Schützengräben, in denen das Wasser steht und die aufgedunsenen Leichen der Soldaten vor sich hin verwesen, der perfekte Spielplatz für Tim Curran und seine fast schon plastische Erzählweise, gibt es doch matschige Leichen, in die man immer wieder tritt oder fette, vollgefressene Ratten, die hier ein tolles „All you can eat“ Angebot vorfinden.
    Doch da draußen ist noch etwas, etwas schlimmeres als der Krieg, immer wieder verschwinden Männer spurlos, man findet angenagte Knochen und Spuren von bloßen Füßen und auch Creel bekommt immer mehr das Gefühl, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht…

    Also eigentlich mag ich Curran und seinen Schreibstil ja sehr, man kann sich all die Abartigkeiten, über die er erzählt immer so richtig schön bildlich vorstellen.
    Natürlich ist das auch hier so, die Gräuel des Krieges, die verwesenden, aufgedunsenen Leichen in den Schützengräben, ja, man kann sich durchaus ein Bild davon machen, wenn auch kein besonders schönes…
    Trotzdem ist „Die Wiedererweckten des Herbert West“ nicht mein Buch, ich habe mich wirklich durchgequält und mehr als einmal überlegt, ob ich es nicht besser abbrechen soll.
    Dabei hat mich der Klappentext durchaus neugierig gemacht, aber dieses seitenlange Robben durch Gräben und immer wieder diese Anspielungen, dass da draußen irgendwann ist, spätestens nach dem dritten Mal hat es mich einfach nur noch genervt.
    Daran konnte dann auch noch das Wenige, was man tatsächlich über die titelgebende Figur erfährt, nichts mehr ändern, Herbert West kommt meiner Meinung nach in dem Buch einfach viel zu kurz, gerne hätte ich ein bisschen mehr über ihn und seine abartigen Experimente gelesen, anstatt immer wieder von Matsch und Schützengräben.
    Allerdings muss ich dazu auch sagen, dass dieses ganze Erster-Weltkrieg-Thema an sich nicht meins ist, hätte ich vorher gewusst, dass es so im Vordergrund steht, hätte ich das Buch wahrscheinlich gar nicht erst zur Hand genommen.
    Einen Pluspunkt neben dem Schreibstil gibt es fürs Cover, das die zerstörte Landschaft unter einem zugezogenen Himmel zeigt, sehr passend, aber leider macht das den Inhalt nicht wett und so bleiben am Ende nur 2,5 von 5 Sternen für Tim Curran, schade…

  6. Cover des Buches Verseucht (ISBN: 9783865520999)
    Tim Curran

    Verseucht

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Meine Meinung

    Nachdem ich die Leseprobe gelesen habe, wusste ich dass ich dieses Buch lesen musste.
    Diese „alternative“ Schilderung des atomaren Fallouts finde ich unglaublich interessant, denn hier gibt es nicht nur Zombies – dieser Ausdruck kommt im ganzen Buch auch nur ein- oder zweimal vor. Denn es gibt hier so viel schlimmeres als „Zombies“. Nach und nach begegnet unser Hauptcharakter neuen Abscheulichkeiten und Phänomenen, welche der Atomare Fallout mit sich brachte. Da sind dem Autor doch einige interessante und vor allem erschreckende Dinge eingefallen, die mir das ein oder andere Mal Gänsehaut verschafft haben.
    Doch Rick trifft auch andere Überlebende, jeder davon hat seine Eigenheiten und Besonderheiten die alle schön rausgebracht werden. Zwei Streithähne, ein Mädchen mit hohen Moralvorstellungen, ein „bester Freund“ Freund, um nur einige zu nennen. All ihre Charaktereigenschaften fließen schön in die Geschichte ein und man bekommt dadurch ein gutes Gefühl für alle Charaktere. Hier merkt man das Tim Curran sich genauso viel Mühe bei den Charakteren gibt wie bei der Story, die perfekte Mischung. Bei jedem Unglück das geschehen ist, zitterte ich mit jedem einzelnen und auch ihre Angst hat sich auf mich übertragen.
    Nur Rick Nash bleibt leider zwischen all den Charakteren irgendwie blass zurück. Während sich alles um ihn herum wandelt und ständig verändert, konnte ich zu Rick nicht wirklich eine Bindung aufbauen. Er war mehr zweidimensional, als dreidimensional, im übertragbaren Sinne. Er entwickelt sich nicht wirklich weiter, habe ich das Gefühl. Zwar schildert Tim Curran eindrucksvoll die Gefühle und Gedanken von Rick, dennoch habe ich leider nicht in den Charakter hinein gefunden.
    Was ich persönlich wirklich gut fand, waren die ganzen Erklärungen. Die ganzen Mutationen, Krankheiten und auch wie es zum Fallout kam wird zwischendurch immer wieder erklärt. Die Beschreibung des Optischen erledigt dann den Rest. Ich hatte nirgends das Gefühl, dass etwas fehlen würde.
    Es gibt innerhalb der Geschichte immer wieder Schock Momente, gerade wenn man denkt die Charaktere können mal durchatmen, kommt von irgendwo etwas neues, böses daher. Allerdings gibt es keine großen Cliffhänger, der Verlauf oder zumindest das Ende fand ich recht vorhersehbar. Cliffhänger waren meiner Meinung nach allerdings auch nicht nötig, die Geschichte hatte auch so genug Spannung und Gänsehaut zu bieten. Allerdings plätschert die Geschichte das ein oder andere Mal vor sich her, ich hatte das Gefühl es passiert nicht mehr wirklich was.
    Im Laufe der Story kommt noch ein anderer Aspekt hinzu, der die Story so interessant macht. Denn es sind einige Sci-Fi-Elemente vorhanden, die aber nicht fehl am Platz wirken, wie ich die Befürchtung hatte. Sie sind stets präsent, wenn auch oft im Hintergrund und wenn sie dann in den Vordergrund rückt, legt sich ein ungutes Gefühl über den Leser. Hier hat es der Autor geschafft, etwas völlig neues mit der Apokalypse zu verbinden, was dieses Buch nur noch besonderer gemacht hat.

    Tim Curran schreibt unglaublich lebendig. Ich habe selten das Problem, dass mich ein Buch so sehr einnimmt, dass ich beispielsweise davon träume oder es dazwischen mal weglegen muss. Während ich das Buch gelesen habe, hatte ich wortwörtlich ein einzigartiges Kopfkino, danke dafür!
    Die komplette Geschichte ist aus der Sicht von unserem Hauptcharakter Rick Nash geschildert, was das ganze noch viel lebendiger macht. Ich konnte mich noch besser in die Geschichte einfühlen, da ich das Gefühl hatte dabei zu sein, mit ihnen zu laufen. Die Beschreibungen der Geschehnisse sind auf ihre Art einzigartig. Sonst habe ich immer Probleme damit, mir so etwas wie ein Feuergefecht oder einen Kampf vorzustellen, aber hier nicht.

    Kommen wir nun zum Ende. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde ich wäre nicht gleichermaßen erleichtert und traurig als es zu Ende war. Das Ende selbst war ebenso überraschend und genauso auch vorhersehbar. Hier kann ich nur sehr kryptisch schreiben, da ich sonst unnötig spoilern würde. Allerdings kann ich folgendes sagen: Es ist ein gelungenes Ende und es bleiben keinerlei Fragen mehr. Ein rundes Werk von einem super Autor.

    Fazit

    Dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten. Der Hauptcharakter blieb mir leider zu blass, während vor allem die Nebencharaktere sehr herausstechen. Die Geschichte selbst ist spannend auch wenn sie hin und wieder etwas an Fahrt verliert. Dennoch bietet sie genug Spannung und Gänsehaut-Feeling, vor allem die Sci-Fi-Elemente sind gut platziert und bieten zusätzliche Grusel-Momente. Der Schreibstil ist etwas besonderes und definitiv einen Blick wert.
    Wer sich für atomare Fallouts interessiert, vor allem die etwas alternativere Richtung, dem lege ich dieses Buch sehr ans Herz. Aber auch dem Leser, der sich gern etwas gruselt und die Beschreibungen des Ekels zu schätzen weiß, empfehle ich dieses Werk.

    Ich persönlich verleihe diesem Buch 4,0 Sterne. Einen Stern ziehe ich wegen des blassen Hauptcharakters und der zwischenzeitlich plätschernden Handlung ab. Ich empfehle hier definitiv noch, die Leseprobe zu lesen. Sie gibt einen guten Einblick in Geschichte und den Schreibstil.


  7. Cover des Buches Kannibalen (ISBN: 9783865521262)
    Robert Bloch

    Kannibalen

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Elmar Huber

    „In einer Kammer sah ich nichts außer Knochen, Hundertausende Knochen, blassgrün und mit sauber abgenagten Biegungen und Verdickungen, hohl da, wo das Mark herausgesaugt war. Ein riesiger Haufen von Knochen, der die Kammer vom Boden bis zur Decke auffüllte und in den Gang hinausragte. Er schleifte mich durch diese Geschichte Tausender von Mahlzeiten.“
    (Harlan Ellison: Auf der Suche nach dem verlorenen Atlantis)


    Greg F. Gifune: Schnee-Engel
    Jahre zuvor – als Steve noch bei Frau und Tochter in Whaler’s Bay lebte – entdeckte er beim Versteckspiel im Wald die Opfer Spuren bestialischer Morde. Die Ermittlungen der örtlichen Polizei haben nichts ergeben, doch Steves eigene Recherchen lassen ihn an dieser offiziellen Version zweifeln und er kehrt zurück nach Whaler’s Bay und zu seiner Tochter.

    E. T. A. Hoffmann: Cyprians Erzählung
    Der überraschende Besuch einer entfernt verwandten Baronesse und deren Tochter Amelie verändert da Leben des Grafen Hippolit auf nachträgliche Weise, denn Hippolit verliebt sich innig in Amelie, die er auch schließlich zur Frau nimmt. Der Tod der Baroness indes lässt Amelie schweigsam und bedrückt werden und auf Hippolit Drängen erzählt sie ihm von ihrer verderbten Mutter. Und auch in Amelie selbst regt sich ein unheiliges Verlangen.

    Harlan Ellison: Auf der Suche nach dem verlorenen Atlantis
    Als der ziellose Weltenbummler die hilfsbedürftige Camilla befreit, scheint sein Leben endlich einen Sinn zu erhalten. Und so machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach Camillas Familie.

    Tim Curran: Maden
    In der Not des napoleonischen Krieges lernt Francoise Jarny widerwillig den Geschmack von Menschenfleisch kennen. Tödlich verletzt wird er zu einem Wirt für eine besondere Art Maden, die ihn nicht sterben lassen, solange er sie mit dem menschlichen Futter versorgt. Wo um ihn herum die Menschen zu hunderten am Typhus sterben, bleibt Jarny durch diese unheilige Symbiose am Leben.

    Anthony Boucher: Sie beißen
    Auf dem Gelände, auf dem Tallant seine Hütte bauen will, sollen früher die Carkers gelebt haben, eine Familie Kannibalen, die Reisende töteten und aßen. Zweimal war angeblich die Armee dort um die Carkers zu töten. Doch Tallant muss erkennen, dass es mehr ist als eine lokale Legende und dass die Carkers nicht so leicht zu töten sind.

    H. P. Lovecraft: Das Bild im Haus
    Ein einsames Bauernhaus bietet den Wanderer, der plötzlich vom Regen überrascht wurde, Schutz. Das Haus scheint verlassen und so beschäftigt sich der Besucher mit dem Buch, das aufgeschlagen auf dem Tisch liegt. An einer abgegriffenen Stelle zeigen die Illustrationen eine Gruppe exotischer Männer und Frauen bei der Zubereitung von Menschenfleisch. Da vernimmt der Eindringling plötzlich Schritte im oberen Stockwerk des Hauses.

    Edward Lee: Madenmädchen im Gefängnis der toten Frauen
    Nach einem Zwischenfall mit einem atomar betriebenen Versuchsflugzeug wachen die Toten als sogenannte „Maden“ wieder auf, die nur noch rohes Zeug essen können. Und da „Maden“ nicht ansteckend sind, keine Krankheiten haben und billiger sind, sind die Madenmädchen plötzlich gefragter als normale Nutten.

    David Case: Der Kannibalenschmaus
    Noch weiß der Forschungsreisende nicht, was auf ihn zukommt, als er gefesselt in der Eingeborenenhütte liegt. Die Schreie seines Begleiters vor der Hütte jedoch verheißen nichts Gutes, auch wenn der Stammesherrscher ihm versichert, dass es nicht ihr vorrangiges Ziel ist, ihm Schmerzen zuzufügen.

    Robert Barbour Johnson: Tief unten
    Etwas lebt in den Tunneln der U-Bahnschächte unter Manhattan. Es war bereits da, als das Land noch den Indianern gehört hat. Um die Menschen zu schützen, wurde eine spezielle Wachtruppe eingerichtet, die das Grauen Nacht für Nacht und Jahr um Jahr in Schach hält.

    Edgar Allan Poe: Arthur Gordon Pym, der Kannibale
    Halb wahnsinnig vor Hunger und Durst beschließen die Schiffbrüchigen, dass einer der ihren sterben muss, damit die anderen leben können.

    Robert Bloch: Das Festmahl in der Abtei
    Vor den Unbillen des Wetters rettet sich der Erzähler in eine sonderbare Abtei, wo man ihn nicht nur mit frischer Kleidung ausstattet, sondern ihn überdies zu einem gewaltigen Festschmaus einlädt.

    Brian McNaughton: Lord Glyhtards Geschichte
    Lord Glyphtard Fand lebt mit seiner Mutter in unmittelbarer Nähe zu einem Friedhof, von wo er knöcherne Andenken einsammelt und in seinem Zimmer ausstellt. So wird die nekrophile Umbra auf ihn aufmerksam, die er schließlich heiratet. Doch Glyphtard kann Umbra nicht befriedigen und es zieht sie Nacht für Nacht auf den Friedhof, wo sie sich mit den Ghoulen vergnügt. Doch es geht die Behauptung, dass auch Glyphtards Großvater ein Ghoul war.

    Graham Masterton: Eric, die Pastete
    „Man ist, was man isst“ war stets das Motto von Erics Mutter. Doch Eric wollte nicht zu einem Pastetenmann werden. Und so probiert er etwas Lebendiges, in der Überzeugung, sich auf diese Weise neue Lebendigkeit verleihen zu können.

    „Es sind Menschenfresser, wissen Sie. Sie sind keine Ammenmärchen. Sondern Wirklichkeit, und wie. Der Gasthof, den nur neun Gäste von zehn Angekommenen verließen – die Berghütte, die Reisende vor dem Schnee schützte, sie den ganzen Winter beherbergte, bis die Frühjahrsschmelze ihre Knochen freilegte – die einsame Straßenstrecke, die so viele Reisende nur halb durchfahren – man findet sie überall.“
    (Anthony Boucher: Sie beißen)


    Mit Horror Taschenbuch 32 gibt es einmal mehr eine Orignalanthologie „Marke Festa“, nur diesmal keine gemischte Sammlung, wie die bisher drei NECROPHOBIA-Bände, sondern eine Geschichtensammlung zum Thema Kannibalismus. Ganz der kurz zuvor eingeschlagenen Verlagslinie folgend, lotet Herausgebern Frank Festa hier die Grenzen des guten Geschmacks aus und beschert dem geneigten Horrorfan einige appetitliche Lesestunden. „Sittlich und moralisch tabu“ verspricht der Untertitel. Die Bandbreite der enthaltenen Autoren (tatsächlich sind nur männliche Verfasser enthalten) reicht dabei von E.T.A. Hoffmann („… mitten im Kreis lag der Leichnam eines Menschen, an dem sie mit wölfischer Gier zehrten …“) bis Edward Lee („Eines Nachts zerdepperte ich eine Kloschüssel auf seinem Kopf, schlitze ihm den Bauch auf und aß seine Gedärme.“). Ebenso abwechslungsreich sind die Sujets, obwohl die Pointe ja zwangsläufig bekannt ist. Diese reicht vom verhaltenen, vampirisch gefärbten Kannibalismus über die modernen und oft strapazierten „Strahlenzombies“ bis zum Klassiker des Kannibalenwitzes, bei dem ein weißer Forscher im Kochtopf eines Eingeborenenstammes landet. Greg F. Gifune und Harlan Ellison gelang sogar das Kunststück, je eine nahezu schwermütige Kannibalengeschichte beizusteuern. Ob man jedoch, wie im Fall ARTHUR GORDON PYM, einen Romanauszug in eine Kurzgeschichtensammlung aufnehmen sollte, muss sich jeder Leser selbst beantworten. Im Großen und Ganzen hat es Frank Festa trotz des vorgegebenen Themas wieder einmal geschafft, eine stilistisch abwechslungsreiche Sammlung zusammen zu stellen, die keinen einzigen Aussetzer aufweist.
    Selbstredend bedeutet eine Festa-Anthologie auch immer Werbung für die Hausautoren, wie die Aufnahme von Edward Lee, Tim Curran, Greg F. Gifune, Graham Masterton und H. P. Lovecraft zeigen.

    Dass der Kannibalismus sich nicht nur möglicherweise unter den weißen Flecken der Landkarten oder im Kopf von Buchautoren abspielt, beweisen die Pressemeldungen über tatsächliche Fälle von Kannibalismus, mit denen die Sammlung ergänzt ist. Und das ist tatsächlich das Erschreckendste an dieser Sammlung.

    Das Cover ist recht einfach im Stil eines Filmplakats gestaltet, auf dem als Motiv lediglich Messer und Gabel zu sehen sind. Das Taschenbuch ist in exklusiver Festa-Lederoptik gefertigt und gewohnt hochwertig gearbeitet.

    FAZIT:

    Die „weltweit erste Anthologie zum Thema Kannibalismus“ vereint Klassiker und „Junge Wilde“ zu einer typischen stilistisch-abwechslungsreichen Festa-Anthologie ohne Lückenfüller.
  8. Cover des Buches LEVIATHAN / KOPFJÄGER (ISBN: 9783958350090)
    Tim Curran

    LEVIATHAN / KOPFJÄGER

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Elmar Huber

    “Scheiße auch, das gottverdammte Land ist voll mit Geistern und Gespenstern, Mac. Man bringt die Jungs zum Reden und schnell erzählen seinem einem von etwas, das die Toten wegschleift, um sie zu fressen – Sie haben ja nicht gedacht, dass Charlie alle seinen Toten wegholt, oder? -, und von anderen Dingen, die in den Baumwipfeln leben und in Höhlen und so. Vögel, die Menschen wegtragen und Schlangen, die einen ganzen Mann verschlucken können … seltsame Wesen, die nachts aus den Sümpfen kriechen. Vietnamesische Hexen und Teufel und Armeekompanien, die rumlaufen, obwohl sie seit Monaten tot sind.“
    (Kopfjäger)

    Kopfjäger
    Mike „Mac“ McKinney begleitet 1970 als Kriegsberichterstatter einen Trupp Soldaten bei ihrem Einsatz in Vietnam. Tagtäglich wird er Zeuge, zu welchen Grausamkeiten die Menschen fähig sind. In einem kleinen Dorf hört er zum ersten Mal vom „Kopfjäger“, einem Wesen, das durch den Dschungel streifen, Menschen töten und die Köpfe seiner Opfer als Trophäen sammeln soll. Eine vietnamesische Legende, wie dutzende andere auch. Doch auch von den Soldaten hört Mac immer wieder seltsame Geschichten über dieses Wesen und aufgespießte Menschenköpfe mitten im Dschungel. Und plötzlich ist sich Mac sicher, dass der „Kopfjäger“ hinter ihm her ist.

    Leviathan
    Der Fotojournalist Johnny Horowitz ist befremdlich überrascht, als er auf den abgesperrten und menschenleeren Nordstrand von Seagull Island in Carolina stößt, den offenbar sogar die Tiere meiden. Zwar wurde vorhergesagt, dass der Hurrikan Amelia hier die Küste der USA erreichen soll, doch soll dieses Ereignis erst in einigen Tagen stattfinden. Als er im Sand menschliche Knochen entdeckt ist seine Neugier endgültig geweckt. Bei seinem nächsten Besuch dort, wird er schließlich Zeuge, wie sich die Realität dieses Landstrichs verändert und wie sich im Meer vor ihm zwei prähistorische Wesen bekämpfen. Horowitz hat Blut geleckt und sucht fieberhaft nach einer Möglichkeit aus diesem Phänomen Kapital zu schlagen. Doch die Wesen auf der anderen Seite dieses Zeitlochs sind Killermaschinen, denen nichts entgegen zu setzen ist.

    „Obwohl er seinen Lebensunterhalt mit dem fotografieren von Stars verdiente, bedeutet das nicht, dass Johnny dumm war. Er wusste, was er gesehen hatte. Es gab keine Wale oder Meeressäuger oder verdammte Haie, die wie diese Viecher aussahen. Was er gesehen … gesehen, gehört und gerochen hatte, war eine Szene wie vor siebzig oder achtzig Millionen Jahren.“
    (Leviathan)

    MEINUNG
    Mit dem Novellendoppel KOPFJÄGER/LEVIATHAN liegt die erste Veröffentlichung von Festa-Stammautor Tim Curran (ZERFLEISCHT, VERSEUCHT, DEAD SEA) in Steffen Janssens Luzifer-Verlag vor. Und vielleicht sind diese beiden Novellen nicht die schlechteste Wahl, musste man bei Currans Romanen doch stets bemerken, dass sich über die Romanlänge inhaltliche Wiederholungserscheinungen einstellen.

    Hier spielt Curran seine Stärken aus, präsentiert in beiden Fällen etwas abgerissene Protagonisten, Einzelgänger und moralisch nicht so sehr sattelfest, doch mit hohem Identifikationspotenzial. Beide sind übrigens Journalisten im weiteren Sinne, die mit etwas Unerklärlichem konfrontiert werden. Von daher ist die Kombination der beiden Geschichten auch ganz passend. Sehr schön versteht es der Autor außerdem, eine latent bedrohliche Atmosphäre des Unbekannten aufzubauen, indem er vage Andeutungen, geflüsterte Gerüchte und Legenden die Runde machen lässt. Im feindlichen Kriegsgebiet des vietnamesischen Dschungels, umgeben von fiebrigen, halb wahnsinnigen Soldaten auf beiden Seiten, kann dies eine noch viel intensivere Wirkung entfalten als an einem vermeintlich sicheren, wenn auch aus unerfindlichen Gründen gesperrten Strand in Carolina. Doch auch hier lenkt Curran die Geschichte so, dass man einen beeindruckenden Sense-of-Wonder wahrnimmt, der sich am Ende zu einem mörderischen Albtraum entwickelt.

    Was den Hintergrund oder eine Erklärung für den Kopfjäger, respektive das Zeitloch angeht, macht es sich Tim Curran in beiden Fällen einfach, indem er dies großzügig übergeht. In Vietnam schleicht eben ein Monster durch den Dschungel, das menschliche Köpfe aufspießt und den Rest der Körper kocht, an einem Strand in Carolina tut sich plötzlich ein Zeittunnel auf, durch den ein Dino in die Gegenwart trampelt. End of Message. So tun sich immerhin keine unliebsamen Längen auf. Zum Finale zieht sich Curran in beiden Fällen wieder auf die Schilderung von Brutalitäten zurück, so dass die Spannungsbögen in sich zusammen fallen.

    Dass es auch ohne den zwangsläufigen Einsatz von Gekröse geht,  hat Curran mit den klassisch ausgerichteten Werken BISS DASS DIE ZEIT DEN TOD BESIEGT (Festa Verlag, 2011) (hier schreib Curran Lovecraft-Geschichten weiter) und DER LECIHENKÖNIG (Atlantis Verlag, 2011) bewiesen.

    KOPFJÄGER/LEVIATHAN kommt als Doppelband dergestalt daher, dass die beiden Novellen nicht nacheinander abgedruckt sind, sondern dass man jede Geschichten von einer Seite aus lesen kann. Entsprechend haben beide Buchteile je ein eigenes, sehr gut gelungene Coverbilder, für die Michael Schubert verantwortlich zeichnet.

    FAZIT
    Sehr schön passende Novellenkombi von Extrem-Autor Tim Curran. In der eingeschränkten Länge kann der Autor seine Stärken ausspielen ohne Gefahr zu laufen, sich zu wiederholen.

  9. Cover des Buches Leviathan: Horror-Thriller (ISBN: 9783958350120)
    Tim Curran

    Leviathan: Horror-Thriller

     (11)
    Aktuelle Rezension von: PeWa
    Johnny Horowitz ist Paparazzi und verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Ablichten der skandalösen und peinlichen Momente der Stars und Sternchen Hollywoods. Auf deren Beliebtheitsskala belegt er nicht gerade die oberen Ränge und so wird ihm nahegelegt, sich anderen Themen zu widmen, um die Gemüter zu beruhigen. Er reist auf die geheimnisvolle Insel Seagull Island, um die sich zahlreiche Mythen ranken, hofft auf eine nie dagewesene Story, auf eine Menge Geld und ist bereit bis aufs Äußerste zu gehen, um diese Ziele zu erreichen. Während Hurrikan Amelia auf die Insel zusteuert, wird Johnny tatsächlich fündig und sieht mit eigenen Augen ein Tor zu einer prähistorischen Welt. Er will Beweise liefern, die unumstößlich sind, Fotos reichen ihm nicht und so schlägt er sämtliche Warnungen der Einheimischen, sich von diesem Strandabschnitt fernzuhalten, in den Wind. Doch ist er damit womöglich zu weit gegangen?

    Leseeindruck
    Mit "Leviathan" spinnt Tim Curran eine fantastische und unterhaltsame Kurzgeschichte, die sich zu einem echten Pageturner mausert. Im Alten Testament ist der Leviathan ein Ungeheuer in Gestalt eines Drachens/Krokodils und fungiert als Sinnbild des Chaos und der gottfeindlichen Weltmächte. Der Titel ist Programm – warum das so ist, darf der geneigte Leser natürlich gern selbst herausfinden. Ich werde auf den Inhalt nicht näher eingehen, als ich es in meiner Inhaltsbeschreibung ohnehin schon getan habe und beschränke mich an dieser Stelle auf meinen persönlichen Leseeindruck.

    Mit Johnny hat uns der Autor einen augenscheinlich unsympathischen Antihelden als Protagonist serviert: Ein Mann in den Vierzigern, der einem Aasgeier gleich um jeden Skandal kreist, um ihn schamlos ins Licht der Öffentlichkeit zu zerren. Viel Background wird uns nicht offenbart aber wir wissen schnell wie Johnny tickt, was ihn an- und umtreibt. Er ist rücksichtslos und egoistisch aber auch mutig. Und genau damit geht Currans Taktik auf: Johnny ist die ideale Antriebsfeder für die Story und wir wollen ihn sein Verderben rennen sehen. Oder doch nicht? Ich muss sagen, dass ich Johnny zwar nicht überschwenglich mochte, ihn aber dennoch authentisch fand. Er wird vom Autor ein wenig überzeichnet aber wo wäre die Welt ohne solche Menschen – die Draufgänger, die Macher, die Egoisten, die die Welt vorantreiben? Wenn man Johnny so zu sehen vermag, kann man nicht umhin, ihm auch ein wenig Sympathie angedeihen zu lassen.

    Die Geschichte wird aber nicht von unserem Protagonist getragen, sondern von dem, was Johnny entdeckt: Ein Tor, eine Art Zeitfenster in die Kreidezeit. Ein unverblümter Blick (und mehr) in die Vergangenheit. Curran schafft hier eindrucksvolle Bilder, lässt den Leser hautnah miterleben, was das Tor offenbart. Man kann das Meer und die ozonhaltige Luft riechen, die Wellen hören und den Sand zwischen den Zehen spüren. Es ist dieses Geschick, das Currans Werke auszeichnet. Er erzählt nicht einfach nur, er lässt den Leser eintauchen und reißt ihn förmlich mit. Und das gelingt ihm schon nach wenigen Seiten.

    Natürlich stellt Curran unserer Hauptfigur, die man beinahe schon als tragisch bezeichnen kann, einen durch und durch sympathischen und herzlichen Sidekick zur Seite: Nate, der Familienmensch, der Barkeeper mit dem großen Herz. Außerdem ist da noch Matt Packard, der alte Mann im Rollstuhl, der in einer abgelegenen Hütte lebt und für ein wenig verrückt und senil durchgeht aber dessen Vergangenheit ein entscheidendes Puzzleteil zur Gesamtgeschichte beiträgt.

    Alles in allem gibt es bei dieser Novelle nichts zu beanstanden. Das Thema in "Leviathan" ist zwar nicht neu und es ist auch nicht Currans beste Story aber sie ist toll und vor allem lebendig erzählt.

    Fazit
    "Leviathan" ist ein wenig Jurassic Park, ein wenig Godzilla und ganz viel Seeungeheuermythos. Lebendig und fesselnd erzählt ist diese Novelle eine kurzweilige und vor allem unterhaltsame Lektüre, die auf jeden Fall lesenswert ist.
  10. Zeige:
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