Bücher mit dem Tag "tirol"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tirol" gekennzeichnet haben.

121 Bücher

  1. Cover des Buches Dem Horizont so nah (ISBN: 9783499290862)
    Jessica Koch

    Dem Horizont so nah

     (739)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomanna

    Dieses Buch ist ein Meisterwerk auf allen Ebenen. 





    SPOILER








    Jessica Koch hatte den Mut ihre Geschichte zu erzählen, die von einer jungen Liebe, Schmerz und bitterer Realität handelt. Ich habe alle drei Bücher aufeinanderfolgend gelesen.  Selbst ich  als (unbeteiligte) Leserin konnte die Geschichte und Danny nicht "loslassen"  da die Geschichte mich zutiefst berührt hat. Der Realität kann selbst künstlerische Freiheit kein Happy End abgewinnen und so durften wir für einen Bruchteil in Jessicas Welt eintauchen und den echten Danny kennen und lieben lernen und teilhaben. Und der Moment, in dem Tina zu Danny Bett kriechen möchte und Jessica für sie einspringt erwärmt mein Herz noch immer und zeigt, wie sehr die Liebe eine*n verändern kann. Freundschaft und Liebe gehen Hand in Hand. Große Klasse!






  2. Cover des Buches Todesmal (ISBN: 9783442486564)
    Andreas Gruber

    Todesmal

     (304)
    Aktuelle Rezension von: full-bookshelves

    Meinung: Maarten S. Sneijder kündigt und stürmt hinaus, währenddessen betritt eine Nonne das Gebäude, die Sabine Nemez erzählt, dass sie
    sieben Morde in den nächsten sieben Tagen begehen wird. Mehr verrät sie allerdings nicht, sie möchte nur mit Sneijder reden.
    Nachdem wirklich bald eine Leiche auftaucht, beginnen Sneijder und Nemez
    schnell zu ermitteln. Die Ermittlungen führen sie zu einem Kloster in Österreich. Ab und zu gibt es Kapitel aus einer anderen Perspektive, die
    gegen Ende dann natürlich Sinn ergeben.
    Endlich sind die beiden wieder als Team unterwegs, das lockert das ganze Buch sehr auf. Vor allem bekommt Sneijder noch weitere Personen für sein Team und sie harmonieren alle ganz perfekt miteinander. Dadurch fließt auch einiges an Humor mit in das Buch ein, wodurch das Buch locker zu
    lesen war.
    Die Spannung steigt schnell und bleibt bis zum Ende fast konstant ganz oben. Fast hätte ich mir ab und zu kurze Verschnaufpausen gewünscht, es passiert alles Schlag auf Schlag.
    Realitätsnah sind die ganzen Befugnisse, die das Team in dem Buch hat, zwar nicht aber das ist für mich kein Minuspunkt. Ganz realistisch wäre die Polizeiarbeit mit Anträgen und co wohl für einen Thriller etwas kontraproduktiv. Was mich allerdings schon gestört hat, ist die Tatsache, dass in diesem Buch immer alles schief geht. Kaum jemand
    bleibt unverletzt, mir war es etwas zu viel. Irgendwann habe ich mich nicht mehr gefragt wie die nächste gefährliche Situation ausgeht sondern
    nur mehr wer denn diesmal verletzt wird.

    Fazit: Alles in allem habe ich das Buch wahnsinnig gerne gelesen. Das Team ist wunderbar beschrieben, die verschiedenen Charaktere harmonieren perfekt. Neben viel Spannung gibt es auch einiges an Humor, was das Buch auflockert und leicht zu lesen macht. Einer der besten Teile dieser Reihe, ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen!

  3. Cover des Buches Totenfrau (ISBN: 9783442749263)
    Bernhard Aichner

    Totenfrau

     (419)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Dieses Buch ist meine erste Begegnung mit dem Autor Bernhard Aichner und schon mal vornweg, es wird nicht die Letzte sein.

    Brünhilde Blum – die Blum – ist Bestatterin in Innsbruck, verheiratet mit dem Mann ihrer Träume und liebevolle Mutter zweier Kinder. Doch ihre Vergangenheit birgt ein dunkles Geheimnis. Ihr glückliches Leben zerbricht, als ihr Mann tödlich verunglückt – ein tragischer Unfall wie es scheint. Blum stößt im Nachlass ihres Mannes auf Tonbandaufzeichnungen, Gespräche mit einer Unbekannten die Unvorstellbares erlebt hat. Blum gräbt weiter, findet die Unbekannte und muss erkennen, dass ihr Mann ermordet wurde, weil er bei seinen Nachforschungen wohl zu erfolgreich war. Jetzt erwacht Blums dunkle Seite und die Jagd auf die Täter beginnt, unbarmherzig und brutal schlägt sie zu, räumt auf, rächt sich.

    Der Roman ist schnell, was vor allem am recht ungewöhnlichen Schreibstil von Aichner liegt, kurze Sätze, keine langen Monologe, immer nur vorwärts – dazwischen immer wieder Dialoge. Eine permanente Spannung und dann brutale Gewalt eiskalt wie in Berichtsform beschrieben. Ein absoluter Pageturner. Die Protagonisten sind gut charakterisiert, Blum ist trotz der Gewalt unheimlich sympathisch, wirkt einerseits warmherzig und verletzlich und ist dann wieder erbarmungslos, effizient und brutal.

    Ein Thriller der sich abhebt von der Masse – von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  4. Cover des Buches Der Fund (ISBN: 9783442757831)
    Bernhard Aichner

    Der Fund

     (196)
    Aktuelle Rezension von: DomSt

    Ich möchte vom Inhalt nicht zu viel vorwegnehmen. So viel sei gesagt: Die Geschichte, die Ritas Tot aufklären soll ist wirklich spannend. Nicht zu letzt passiert das durch die interessante Erzählform, denn jedes 2.Kapitel ist ein Gespräch zwischen dem Ermittler und Protagonisten. So erfahren wir Informationen einerseits aus Dialogen, andererseits durch die klassiche Erzählform. Bernhard Aichner schreibt prägnant, die Geschichte lässt sich gut und wirklich schnell lesen. Und zu guter letzt, das Ende macht wirklich Sinn und ist nicht wie bei anderen Thrillern/Krimis an den Haaren herbeigezogen. Der Autor wusste hier sicherlich von Anfang an, wo die Reise hingehen soll.

    Viel Spaß beim Lesen!

  5. Cover des Buches Grenzfall - Der Tod in ihren Augen (ISBN: 9783596700509)
    Anna Schneider

    Grenzfall - Der Tod in ihren Augen

     (134)
    Aktuelle Rezension von: mimitati_555

    Als in den Bergen ein herrenloser Rucksack gefunden wird, fängt eine Suche nach dem Besitzer an, da befürchtet wird, dass sich dieser verirrt hat oder verunglückt ist. Die Oberkommissarin Alexa Jahn hat am gleichen Tag ihren ersten Tag bei der Kripo Weilheim und wird sofort in die Suche mit einbezogen. Als kurze Zeit später der Leichnam einer Frau, in den Bergen hängend, aufgefunden wird, ist das Entsetzen groß, da dieser brutal verstümmelt wurde. Als ob das nicht genug wäre, tauchen Leichenteile auf österreichischer Seite auf, die eine Zusammenarbeit mit den dortigen Behörden notwendig machen. Nach einem Unfall überträgt Alexas Chef ihr die Leitung der Ermittlungen, was nicht jedem im Team gefällt.

    Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht, obwohl der Prolog mich anfangs etwas verwirrte, was die Autorin aber sicherlich beabsichtigt hat. Die Figur der Alexa fand ich sympathisch, vor allem aber erfrischend menschlich. Ihren Gegenpart auf der österreichischen Seite fand ich ehrlicherweise interessanter, weil diesen eine Aura umgibt, die meine Neugier unglaublich angefacht hat. Als Ermittler fand ich aber beide Protagonisten authentisch und gut ausgearbeitet. Der Fall selbst war sehr spannend, es kam keine Langeweile auf und auch wenn ich normalerweise lange Naturbeschreibungen nicht mag, machte dies hier Sinn, weil die Schauplätze so regelrecht vor meinen Augen entstanden sind. Es kann aber natürlich auch daran liegen, dass ich sehr gerne in den Bergen bin und den ein oder anderen Ort kannte. Die Geschichte hat mir sehr gefallen, die Ermittlung war schlüssig und die Auflösung machte Sinn. Die private Seite der Hautpersonen hat nicht zu viel Raum eingenommen, war aber trotzdem interessant genug, um mehr darüber erfahren zu wollen.

    Der Fall wurde abgeschlossen, aber es ergab sich am Ende eine Wendung, bei der ich sehr froh darüber bin, dass der nächste Teil nicht lange auf sich warten lässt. Diesen werde ich mir auf keinen Fall entgehen lassen! Von mir gibt es viereinhalb Sterne und eine Leseempfehlung.

  6. Cover des Buches Veilchens Winter (ISBN: 9783852189673)
    Joe Fischler

    Veilchens Winter

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista

    Valerie „Veilchen“ Mauser kommt zurück nach Tirol. Sie wird in ihrer Heimat als LKA-Leiterin eingesetzt. Was einigen der neuen Kollegen so gar nicht gefällt. Gerade Herr Geyer ist nicht gerade der freundlichste Kollege, da er mit der Stelle fest gerechnet hatte. 

     

    Von oben bekommt Valerie direkt am ersten Tag einen geheimen Auftrag. Einem Oligarchen Paar, das einen Gasthof hat, wurde die Tochter entführt. Valerie soll das Kind finden und ohne Aufsehen den Fall lösen. 

     

    Valerie ist überrumpelt und sagt zu, ohne zu wissen, was die ganze Sache noch nach sich zieht. 

     

    So gestaltet sich ihr Auftrag, sowie die neue Arbeit nicht so einfach, wie zunächst gedacht. 

     

    „Veilchens Winter“ ist der erste Fall für Valerie Mauser aus der Feder des Autors Joe Fischler. 

     

    Der Schreibstil des Autors war flott und super zu lesen. Die Spannung hielt sich über den kompletten Fall hinaus. 

     

    Valerie ist in ihrer Art wirklich sympathisch. Über ihr Teufelchen und später auch das Engelchen auf der Schulter konnte man schon schmunzeln. Auch ist sie so von ihrer Art her richtig taff und liebenswert. Auch wenn sie ab und an schon einmal ziemlich chaotisch sein kann. Valerie hat mir als Figur sehr gut gefallen. 

     

    Auch die restlichen Figuren hatten alle etwas. Es hat keine genervt oder war unmöglich. 

     

    Es gibt eigentlich nicht viel zu sagen. Ich mochte den Alpenkrimi. Seine Handlung, die Figuren, es passte alles. Ein einfacher, nicht blutiger, ruhiger Krimi mit tollen Figuren, genau mein Ding!

     

  7. Cover des Buches Veilchens Feuer (ISBN: 9783709978320)
    Joe Fischler

    Veilchens Feuer

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Valerie Mauser wird in ihrem zweiten Fall mit dem Schutz eines Deutschrockers betraut. Wolf Rock ist für ein letztes Konzert in seine Heimat zurück gekehrt und löst mit seinem angekündigten Auftritt schon im Vorfeld Diskussionen und Proteste aus. Als ihm schließlich auch noch Rache für seine Schandtat angedroht wird, bekommt der Fall andere Dimensionen.... 

    Meine Meinung: Mit gewohnt gnadenlosen Humor, Innsbrucker Stadtflair, ein bisschen Spannung und Verbrechen fesselte Joe Fischler mich an seinen Krimi. Die Protagonistin Valerie ist mir sehr sympathisch, ebenso Stolwerk der auch hier wieder seinen verdienten Platz bekommt. Mein heimlicher Favorit ist allerdings Schmatz der mit seiner ungezwungenen Art viele Situationen auflockert. Der Krimi lebt von Fischlers Humor, den man allerdings mögen muss. Vor allem als Schmatz "bei Facebook anrufen sollte" habe ich herzlich gelacht. Richtig spannend wurde es erst zum Ende hin, mir fehlt vor allem anfangs die Krimihandlung. 

    Besonders gut an dieser Reihe gefallen mir die einheitlichen Cover, die für mich absoluter Blickfang waren. 

    Mein Fazit: Wieder ein toller Krimi - ich freue mich auf Band drei mit Veilchen Mauser. 

  8. Cover des Buches Fünf Tage im Mai (ISBN: 9783608962642)
    Elisabeth R. Hager

    Fünf Tage im Mai

     (113)
    Aktuelle Rezension von: tinstamp

    Dieser Roman liegt schon eine Weile auf meinem SuB und ist nun passend für den Monat Mai aus meinen Regal befreit worden. Außerdem habe ich ihn für die #Subcolourchallenge auf Instagram und bei meiner #12für21 Challenge gelesen. 

    Die titelgebenden fünf Tage im Mai spielen sich nicht innerhalb einer Woche ab, sondern es sind Tage aus Illys Kindheit und aus ihren Tagen als Jugendliche, die ihr Leben sehr prägten. Wir befinden uns jeweils im Mai der Jahre 1986, 1996, 1998 und 2004. Sie werden nicht chronologisch hintereinander erzählt.
    Und so begleiten wir zuerst Illy als Kind, die am liebsten ihre Zeit bei ihrem Urgroßvater Korbinian Hofer, genannt Tatka, verbringt. Der alte Mann ist der letzte Fassbinder Tirols und hinter seinem harten Kern versteckt sich ein sehr weiches Herz. Er ist stur, hat sein Haus beim Kartenspielen gewonnen und liebt seine Urenkelin Illy über alles - und sie ihn. Nach der Schule verbringt sie die meiste Zeit bei ihm in der Holzwerkstatt. Als Illy ihren ersten Atlas mit nach Hause bringt, freut sie sich sehr darüber. Damals wurden viele Schulbücher nicht neu gekauft, sondern sie wurden weitergegeben. Als Illy in ihrem Atlass den Namen Tristan entdeckt, ist sie zuerst enttäuscht. Noch ahnt sie nicht, dass genau dieser Tristan in ihrem Leben eine große Rolle spielen und sie die Konsequenzen daraus für immer begleiten werden.

    Was für eine Geschichte! Ich muss zugeben, dass sie mich wirklich kalt erwischt hat! Dieser einfühlsame Roman, der ruhig beginnt und bei dem man sich anfangs noch fragt, wohin er führen wird, berührte mich zutiefst. Neben diesen schicksalträchtigen fünf Tagen im Mai bewegt vorallem die Verbindung zwischen Illy und ihrem Urgroßvater. Sie zeigt auf, dass diese Bindung auch Durststrecken aushalten und man sich trotzdem nahe sein kann.
    Zu Beginn ist Illy noch ein Kind, ein kleiner Wildfang, der sich am liebsten in der Werkstatt ihres Großvaters aufhält. Die beiden teilen ihre Geheimnisse miteinander und haben ein sehr herzliches Verhältnis zueinander. Als Illy älter wird und sich verliebt, steht nur ihr Tatka hinter dieser Liebe. Ihre Eltern verbieten ihr den Umgang mit dem Außenseiter. Es wird fortan nur ihr Urgroßvater sein, der ihr weiterhin zuhört und Illy später einen wichtigen Teil seiner Vergangenheit preis gibt.

    Diese 221 Seiten birgen sehr viel Tiefgang und Inhalt. Es beginnt leicht und mit einer Portion Humor, als Illy sich bei ihrer Erstkommunion übergibt, weil sie verbotener Weise schon vor dem Heiligen Sakrament eine Hostie gegessen hat und nun ihre Schuldgefühle sich auf den Magen schlagen. Danach erleben wir die rebellische Illy, die keine familiären Verpflichtungen eingehen will, sich erwachsen fühlt und ihren eigenen Weg gehen möchte. Doch die rosarote Brille der ersten Verliebtheit ist bald verschwunden und Illy erlebt sehr viel Schmerz, der ihr den Halt im Leben nimmt. Die Jahre vergehen und dann steht der 100. Geburtstag von Tatka an und Illy kommt nach längerer Zeit zurück in ihr Heimatdorf...

    Die Figuren sind authentisch und großartig gezeichnet. Sie sind voller Wärme, haben Ecken und Kanten und sind mitten aus dem Leben gegriffen. Die Gefühle und der Schmerz werden so lebendig dargestellt, dass man sie durch die Zeilen spüren kann. Die wundervolle Sprache der Autorin berührt und die bildhaften Szenen fühlten sich an, als wäre ich mittendrin gewesen.
    Manche Erlebnisse und Begegenheiten erinnerten mich an meine eigenen Teenagerjahre. Zusätzlich spielt die Geschichte in einem Dorf in Österreich, womit ich mich noch mehr identifizieren konnte, da ich selbst in einem lebe.
    Die Freundschaft zwischen Urgroßvater und Urenkelin ist groß, warm und spürbar. Sie gibt diesem Roman einen ganz besonderen Charme und das gewisse Etwas. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

    Fazit:
    Eine herzerwärmende und ruhige Geschichte mit viel Tiefgang. Diese 221 Seiten lassen einem nachdenklich zurück und haben mir wunderbare Lesestunden gebracht. Ich empfehle diesen Roman sehr gerne weiter!

  9. Cover des Buches Der Tote im Schnitzelparadies (ISBN: 9783462051513)
    Joe Fischler

    Der Tote im Schnitzelparadies

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Hannelore_Seidel

    Es geht aufwärts: „Heute Wien, morgen London, übermorgen Paris“. Oder doch nicht? Warum der Umweg über Hinterkitzlingen? Das hat er wohl dem Qualtinger zu verdanken wegen der Sache mit seiner Frau. Er muss in den sauren Apfel beißen  und nach Tirol in dieses Kaff, das keiner kennt. Da wären ihm doch seine Statistiken in Wien lieber gewesen, aber hilft ja eh nix. 

    Kaum angekommen, stürmt die Resi vom Schnitzelparadies die Polizeiwache und schreit wie wild: „Bussi, schnell“. Da ist einer in ihrer Tiefkühltruhe - aber wo soll Bussi anfangen? Er muss ja noch den verschwundenen Nachbarsbürgermeister suchen, denn genau dafür ist er hergekommen.

    Ein sympathischer Inspektor Arno Bussi ist Joe Fischler da eingefallen. Ein wenig verschmitzt, ein wenig verpeilt, aber immer ein sehr liebenswerter Polizist mit Leib und Seele ist er, der stets unglücklich Verliebte. Hier hat es ihm die Eva vom ersten Augenblick an angetan. Einer schönen Frau kann er einfach nicht widerstehen, da schmilzt er nur so dahin. Durch das heftige Unwetter, das sie alle von der Außenwelt abgeschnitten hat, ist er auf sich gestellt, denn es funktioniert nur mehr die Gerüchteküche. 

    Eine Verbrecherjagd der etwas anderen Art, ein Krimi mit viel Lokalkolorit. Auch wenn ich ein Fan von knallharten Thrillern bin, mag ich diese urkomischen Geschichten um einen charmanten, sehr netten Typen, der das Herz auf dem rechten Fleck hat, immer wieder gerne lesen. Schon sein Name (den er nicht so gerne hört) spricht Bände. Das hat er schon sein ganzes Leben lang spüren müssen, aber Bussi gibt nun mal viel her an Wortwitz. Es passiert so einiges, das eine Verbrechen zieht das andere richtiggehend an. Augenzwinkernd führt der Autor seine Leser durch ein Gewusel an Ereignissen, man möchte es nicht glauben, aber „schlimmer geht immer.“

    Der Auftakt der Krimireihe um Arno Bussi ist Joe Fischler gut gelungen. Arno, der bestimmt einmal berufstechnisch um die Welt jettet, wenn auch nicht jetzt und gleich.


  10. Cover des Buches Veilchens Blut (ISBN: 9783709978412)
    Joe Fischler

    Veilchens Blut

     (54)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Valerie Mauser, Band 3: Beim letzten Einsatz wurde Oberstleutnant Valerie „Veilchen“ Mauser verletzt und musste auf Reha, um sich auszukurieren. Aber nicht mit Veilchen – als sie erfährt, dass ihre Tochter, die sie seinerzeit zur Adoption freigegeben hatte, sie sucht, gibt es kein Halten mehr: sie muss unbedingt zu ihr. Ihre Tochter ist mittlerweile erwachsen und hat jede Menge Schwierigkeiten; Veilchen hat die nun auch…

    Erster Eindruck: Eine Reihe mit Wiedererkennungswert durch die schwarzen Cover mit den Blumen – gefällt mir gut.

    Dies ist Band 3 einer Reihe und lässt sich ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen.

    Diese Rezension fällt mir nicht leicht, denn die Geschichte hat mich – wie schon der Titel verrät – leider gar nicht überzeugt. Aber wo fange ich an?
    Luna Brennsteiner, so der Name von Veilchens Tochter, wurde von einem Ehepaar adoptiert und hat noch eine Schwester, Sophia. Beide sind sehr im Tierschutz engagiert und fühlen sich nicht verpflichtet, Regeln einzuhalten. Dies und auch die Heroinabhängigkeit von Sophia haben die beiden in grosse Schwierigkeiten gebracht. Sophia war zuerst verschwunden und kam dann in ein Zeugenschutzprogramm. Luna will ihre Schwester rächen: Milan Knarr ist ihr Ziel; er führt eine Bande von Tierschmugglern an. Er lässt sowohl Tiere, als auch Menschen verschwinden…
    Veilchen überredet Schmatz, den jungen IT-Crack, sie zur Polizeistelle zu fahren, von der sie über das Auftauchen ihrer Tochter informiert wurde. Endlich kann sie ihre Tochter kennenlernen! Sie fahren also mit einem „frisierten“ Moped dahin – in ihrem Zustand keine gute Idee. Aber das wird nicht die letzte schlechte Idee von Veilchen und Co. bleiben. Veilchen verrät ihrem besten Freund Stolwerk nun endlich das Geheimnis ihres Lebens: ihre Tochter Luna. Als Veilchen ankommt, ist Luna bereits wieder weg – mit einem Boxer. Veilchen schwant Böses und sieht einen grossen Schlägertypen vor ihrem geistigen Auge, der ihr kleines, wehrloses Mädchen in seiner Gewalt hat (Luna hat mich mit ihrer rotzfrechen Art völlig genervt!). Aber der Boxer ist ein Hund.
    Zu viel erzählen will ich nicht, daher nur noch so viel: der Hund spielt eine wichtige Rolle, Veilchen erfährt, was ein Bitcoin Wallet ist, Schmatz benimmt sich wie ein Pubertierender. Es kommt zur Flucht auf unterschiedlichsten Fortbewegungsmitteln: einem Oldtimer-Traktor, einem Strauss und einem als Zebra angemalten Pferd. Wie bitte?

    Fazit: Für mich hatte es leider viel zu viel Slapstick. Wenn dies mein erstes Buch des Autors gewesen wäre, hätte ich gar nicht erst zu Ende gelesen und würde die Reihe auch nicht weiterverfolgen. Die Bände 1 und 2 haben mir sehr gut gefallen und jeweils 5 Sterne erhalten. Der vorliegende Band erhält leider nur 2 Sterne. Schade.
  11. Cover des Buches Nachts am Brenner (ISBN: 9783462050080)
    Lenz Koppelstätter

    Nachts am Brenner

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Der dritte Fall ist der bisher persönlichste für Commissario Grauner aus Südtirol.

    Als Kulisse dient der Brennerpass samt den zugehörigen Ortschaften, der Brennerautobahn und dem italienisch-österreichischen Grenzgebiet.

    Das erste im Buch erwähnte Verbrechen ist die brutale Hinrichtung eines hochbetagten Einheimischen. Bei der Erforschung dessen Lebensgeschichte dreht Grauner das Rad der Zeit immer weiter zurück, bis in das Jahr 1946…  In jenem Jahr nämlich geschahen ebenfalls geheimnisumwitterte Dinge rund um den Brenner. Als Grauner schließlich ein Koffer in die Hände fällt, der im Zusammenhang mit dem Mord an Grauners Eltern steht, sind da viele Spekulationen über einen möglichen Tathergang zu berichten und die dritte Krimi-Ebene ist eröffnet.

    Nicht nur Grauner ist verwirrt: Welche Stränge gehören denn nun wirklich zusammen, welche sind willkürlich aneinandergereiht?

    Als dann noch das Klarissenkloster ins Spiel kommt und Saltapepe nachts eine ungewöhnliche Entdeckung macht, sind so viele Nebenschauplätze eröffnet, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht…

    Fast 300 Seiten lang stochern die Ermittler in den wenigen Fundstücken, die sie entlang des Weges  finden konnten, immer wieder reiht sich ein anderes Indiz ein und widerlegt die vorherige Theorie,  neue Verdächtige kommen und gehen.

    Gut, dass am Ende der Fall mit allen losen Strängen noch einmal rekapituliert wird!

    Die ganz besondere Stärke des Buchs liegt (wieder) darin, ein Lokalkolorit zu schaffen, das ungeheuer plastisch wirkt, das authentische Protagonisten zeigt und menschelnde Ernittler. Das Rauschen der Autobahn habe ich im Ohr wie auch das Dunkel einer Augustnacht in den Bergen. Die Autobahn spielt mit, ebenso wie die kommerziellen Einrichtungen, die es tatsächlich auf der Höhe des Brennerpasses gibt.

    Der Erzählstil ist – wie immer – wunderbar und niemals platt. Ein wenig Durchhaltevermögen ist im Mittelteil gefragt, hier kommt die Spannung etwas zu kurz.

    Wieder ein Roman wie ein Kurzurlaub in Südtirol – geschrieben von einem echten Kenner.

    Klare Leseempfehlung für Südtirol-Fans und Freunde des gepflegten Regionalkrimis.

  12. Cover des Buches Der Tod so kalt (ISBN: 9783421047595)
    Luca D'Andrea

    Der Tod so kalt

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Jules113

    Nach einem tragischen Unfall in den Bergen befindet sich Jeremiah Salinger auf dem Wege der Genesung. Der Unfall ist bei seiner Arbeit als Dokumentarfilmer geschehen, worauf er seiner Familie versprochen hat für mindestens ein Jahr kein neues Projekt anzufangen. Als er nun vom Bletterbach-Massaker aus dem Jahre 1985 erfährt, bei dem drei jungen Menschen ermordet wurden, kann er nicht mehr davonlassen und fängt trotz Versprechungen wieder an zu recherchieren.
    Schon das aufwendige Cover macht einen guten Eindruck, ebenso wie die Zeichnungen der Berge in der Innenhülle. Das immer wiederkehrende Kreuz in der Gebirgswelt wirkt sehr eindringlich und gibt die Richtung des Romans an. Die Handlung kommt nur ein wenig schwerfällig in Gang hat mich alsdann jedoch gefesselt und unterhalten. Das Buch ist eher ein Krimi und zum Thriller fehlt nach meiner Meinung doch einiges, dennoch bietet er einiges an Spannung an. Vor allem der Schreibstil hat mir gefallen, denn dieser ist flüssig und führt den Leser durch das Buch ohne Langeweile oder anderen Schwächen. Selbst etwas blutigere Szenen werden stilvoll umschrieben, ohne zu sehr ins Detail zu gehen, zeigen aber ihre Wirkung. Der Protagonist Jeremiah Salinger wird anschaulich dargestellt, was vor allem durch die Ich-Erzählung des Buches gelingt. So ist es möglich sich mit dem Protagonisten anzufreunden und ihn auf seinem Weg zu begleiten. Fazit: Lesenswerter Roman der sich mit der Bergwelt ebenso wie mit den Morden befasst.

  13. Cover des Buches Totentanz im Pulverschnee (ISBN: 9783462055115)
    Joe Fischler

    Totentanz im Pulverschnee

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Inspektor Arno Bussi wollte eigentlich Urlaub machen. Zugegeben nicht ganz freiwillig, aber was tut der brave Sohn nicht alles der Frau Mama zu liebe? So findet er sich beim alljährlichen Eisfestival in Maria Schnee wieder. Als die attraktive Eisprinzessin verschwindet und auch noch Erna Katz vom LKA Tirol erscheint, kann Arno es nicht lassen. Schließlich hat er Insider Wissen und kann den Kollegen doch nützlich sein. 

    Meine Meinung: Ein weiterer spritziger Krimi aus der Feder von Joe Fischler. Der Schreibstil passt zum Setting und man fliegt locker von Seite zu Seite. Der Autor verpackt im Krimi geschickt und unaufdringlich sowohl Gesellschaftskritik als auch seine eigene Kenntnis über "Land u. Leute" in Tirol. Auch der Humor kommt dabei nicht zu kurz. 

    Der Protagonist Arno Bussi war mir in den ersten Bänden ja schon sympathisch. Das er manchmal regelrecht unmenschliches durchmachen muss sei dahingestellt. Auch die weiteren Personen sind gut dargestellt mit ihren Ecken und Kanten, sie waren sehr lebendig. Ich konnte mir die "Mama" oder Frau Katz mit ihrer "berliner Schnauze" richtig gut vorstellen. 

    Die Mischung zwischen privater Verwicklungen und Krimihandlung gelingen dem Autor meiner Meinung nach sehr gut. Es ergibt sich ein harmonisches Gesamtpaket.

    Nach einer kleinen Einführung geht die Geschichte flott voran und man möchte dranbleiben bis zum Schluss. Die Auflösung hat mich dann doch etwas überrascht und die Sache mit dem Fuchs war mir eindeutig ein Zufall zu fiel - aber ich verbuche das als künstlerische Freiheit. 

    Meine Meinung: Die Arno-Bussi-Reihe kann ich uneingeschränkt empfehlen und ich freue mich auf weitere Fälle mit dem Inspektor.

  14. Cover des Buches Die Alpen sehen und sterben (ISBN: 9783740805418)
    Isabella Archan

    Die Alpen sehen und sterben

     (38)
    Aktuelle Rezension von: UlrikeBode

    Was für eine verrückte aber geniale Idee eines Krimis. Das Cover, welches das Fenster einer Almhütte zeigt passt sehr gut zu diesem regionalen Krimi der etwas anderen Art. Auch der Klappentext klingt sehr spannend, spoilert aber nicht. Mit einem tollen, flüssigen Schreibstil hat die Autorin hier eine ganz andere Art Krimi zu Papier gebracht.
    Ein Mörder, nicht geprägt von reiner Mordlust, der einem fast sympatisch ist, gepaart mit einer eher naiven jungen Frau, die über sich hinauswächst und Ermittlern, die sich in einem Katz und Maus Spiel verfangen.
    Unglaublich intelligent mit Witz und Humor geschrieben und formuliert verliert der Krimi nicht auf einer einzigen Seite seine Spannung. Die Protagonisten sind entsprechend gut vorstellbar beschrieben und auch über ihre Charaktere und Hintergrundgeschichten wird der Leser toll informiert, was für für die einzelnen Rollen mancher Protagonisten sehr wichtig ist und für manchen Schmunzler sorgt. Auch sozialkritische Themen hat die Autorin hier keineswegs außer Acht gelassen. Eine Frage, die ich mir öfter gestellt habe, ob es jemanden gibt, der einen besseren Menschen aus einem anderen machen kann?
    Trotz der vielen Toten ein amüsanter Krimi, den ich mir sehr gut als Filmreihe vorstellen kann.
    Ich kann hier nur eine absolute Leseempfehlung geben

  15. Cover des Buches Die Toten vom Lärchensee (ISBN: 9783462053203)
    Joe Fischler

    Die Toten vom Lärchensee

     (101)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Arno Bussi, Band 2: Polizist Arno Bussi vom Bundeskriminalamt Wien soll einen Cold Case aufklären, und zwar im Stubenwald in Tirol. Schon wieder Tirol? Nun ja, lieber Arno, da hilft nichts, da musst du hin. Seinerzeit ertrank der Seewirt, nachdem er betäubt ins Wasser geworfen wurde. Bevor Arno seine Ermittlungen wirklich aufnehmen kann, wird ein Todesfall vermeldet. Was ist seinerzeit am Lärchensee passiert? Gibt es einen Zusammenhang mit dem neuen Todesfall?

    Erster Eindruck: Das Cover ist humorvoll gestaltet; Arno auf der Vespa und eine heisse Liebe – gefällt mir sehr gut. Auf den inneren Klappen gibt es einen gezeichneten Situationsplan – das mag ich sehr.

    Dies ist Band 2 der Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden (schöner ist es jedoch, mit Band 1 zu starten). Da ich den ersten Band erst vor zwei Tagen gelesen habe, war ich noch ganz in der Arno-Bussi-Welt drin.

    Innenminister Qualtinger hat einen Sonderauftrag für seinen „speziellen Freund“ Arno Bussi vom Bundeskriminalamt Wien: Er sendet ihn erneut ins Tirol, und zwar nach Stubenwald, wo er einen Cold Case aufklären soll. Angekommen in Stubenwald, macht Arno schon eine „zünftige gastroenterologische Selbsterfahrung“, da er aus dem Dorfbrunnen trinkt, wo jedoch vermerkt ist, dass es kein Trinkwasser ist. Tja, dumm gelaufen, lieber Arno.
    Witzig waren die beiden Bernhards: der wortkarge Ortspolizist Bernhard Franz (man übe sich in Geduld, bis man die gewünschten Informationen erhält!) und sein Bernhardiner namens „Bernhard“ (wie könnte er auch anders heissen?). Arno weiss nicht genau, wo er beginnen soll, um den fünfjährigen Cold Case lösen zu können. Da Zucker beim Denken helfen kann, genehmigt er sich gerne zwei oder lieber drei Stück Käsesahnetorte vom Bäcker Luggi (ich glaube, ich habe nur aufgrund der Beschreibungen all der verdrückten Backwaren ein Pfund zugenommen!).
    Arnos Liebesleben ist ein bisschen durchzogen. Er verliert schnell mal sein Herz (und seine Hose!) – dieses Mal bei der Aktivistin Laura Gams, die in den Augen Arnos eine wahrgewordene Lara Croft darstellt. Sie protestiert gegen eine geplante Chalet-Überbauung am Lärchensee. Der Projektleiter Aschenwald und die Bürgermeisterin sind natürlich wenig erfreut über diese Störung. Als ein Verbrechen gemeldet wird, gerät Aschenwald ins Visier der Ermittlungen…

    Das Buch hat sich wiederum flüssig lesen lassen und ich kam mir vor wie in einem Heimatfilm, bei dem aber auch die Spannung nicht zu kurz kam. Von mir gibt es 5 Sterne und ich freue mich auf den nächsten Fall mit Arno.

  16. Cover des Buches DUNKELKAMMER: Ein Bronski Krimi (ISBN: B08MCC74XH)
    Bernhard Aichner

    DUNKELKAMMER: Ein Bronski Krimi

     (54)
    Aktuelle Rezension von: danislesestube

    Zwanzig Jahre blieb sie unentdeckt. Gefunden von einem Obdachlosen, der im kalten Innsbruck nach einer warmen Bleibe suchte. Ein Anruf bei seinem alten Kollegen David Bronski setzte mehrere Ereignisse in Gang. Letzterer ahnte nicht, dass ihn schon bald seine Vergangenheit frontal erwischen wird. 


    Natürlich gibt er sich seiner liebsten Tätigkeit nicht alleine hin. Begleitet von seiner Kollegin, soll er Hinweise sammeln. Wie kam es zu dem Mord? Wer ist dafür verantwortlich?


    Während der Handlung flechten sich die erhaltenen Informationen immer weiter zu einem Strick zusammen, der Bronski langsam zu erwürgen droht. Wie sehr der aktuelle Fall mit dem Tod seiner Frau, und der Entführung seiner Tochter zu tun hat kann er anfangs nur erahnen. 


    Sein Umfeld bestehend aus seiner Kollegin, seiner Schwester, der Familie der Toten, dem Obdachlosen, und die generelle Umgebung wurden vom Autor kurz und präzise beschrieben. Nur das aktuelle Sichtfeld der Charaktere hat etwas mehr Details spendiert bekommen. Dies ist dem knappen und relativ flotten Schreibstil geschuldet. 


    Seine eher ungewöhnliche “Liebe” zu toten Menschen, die er in Form von analoger Fotografie ausdrückt, wird mehrmals thematisiert und logisch beschrieben.


    Gleiches gilt für die Gespräche der Charaktere. Dieses wurden meist separat behandelt. So wirken die Dialoge als entstammen sie einem Drehbuch. Stimmungsänderungen finden sich daher direkt in diesen wieder. Klingt etwas gewöhnungsbedürftig. Ist es auch. Wobei ihr euch mit etwas Fantasie, und den genannten Eckpunkten eure eigene Umgebung zusammendenken könnt. Das Buch bietet dafür eine perfekte Basis.


    Zum Glück bieten Schlüsselszenen etwas mehr Tiefe um deren Intensität glaubwürdig rüber zu bringen. Das Spannungsniveau war aufgrund der Geschwindigkeit des Buches meistens konstant hoch. Hie und da hing diese etwas durch.


    Das Cover lässt mein Fotografen Herz höher schlagen. Fotografiere selber sehr gerne. Ich mag solche Details.


    Grundsolider Krimi. Dessen Handlung in meiner Heimatstadt spielt. Geschrieben von einem Autor aus meiner Heimatstadt. Gelesen mit meiner Buddyread Partnerin Tamara.



  17. Cover des Buches Laienspiel (ISBN: 9783492303033)
    Volker Klüpfel und Michael Kobr

    Laienspiel

     (409)
    Aktuelle Rezension von: Norbert_H

    Schon wieder ein “Kluftinger“? Ja tatsächlich! aber irgendwie bin ich angefixt vom “Klufti“ umd seiner Art und Weise. Auf den ersten Blick erscheint unser Kommisar ein rechter Grantler zu sein. aber man merkt schnell, dass er sein Herz am rechten Fleck hat. er ist eben ein wascheckter Allgäuer. 

    zur Geschichte:

    :Lodenbacher, der Chef von Kommissar Kluftinger, tobt. Ausgerechnet bei ihnen im schönen Allgäu hat sich ein Unbekannter auf der Flucht vor der österreichischen Polizei erschossen. Verdacht: Er plante einen terroristischen Anschlag. Bloß wo? Nun muss Kluftinger nicht nur mit Spezialisten des BKA, sondern auch noch mit den Kollegen aus Österreich zusammenarbeiten. “Kruzifis“

    Wieder sind es die Schreibweise, die Art und Weise, ihren Hauptprotagonisten grantig aber dennoch liebenswert in Szene zu setzen, die mir hier gefällt und weniger der eigentliche Kriminalfall. die Dialoge zwischen Dr. Langhammer und Kluftinger sind wirklich erfrischend. Natürlich darf die “gute Seele“ im Leben des Kommissars, seine Frau Erika, nicht vergessen werden zu erwähnen. Leicht naiv dargestellt aber sehr fürsorglich und ohne sie wäre der Kommisar Kluftinger völlig aufgeschmissen. Auch wenn sich der Kommissar meistens wieder selbst im Wege steht und sich meistens selbst in hochpeinliche Situationen bringt, ist er der Sympathieträger in der Geschichte.

    Dieses Mal bekommt es das Team “Kluftinger“ mit Terroristen zu tun und das ausgerechnet im schönen aber vor allem im “beschaulichen Allgau“ zu tun. Und da dies nicht allein zu schaffen ist, eilt das BKA zu Hilfe, was unseren Kommissar in seiner Gemütlichkeit, seinem beschaulichen Allgäuer Alltag etwas aus der Bahn wirft. aber an Herausforderungen wächst man, auch der Kluftinger..

    Mein Fazit:

    ich mag den Schreibstil, die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird und ich finde die Geschichte ist bis zum Schluß spannend erzählt und endet in einem kleinen, atemberaubenden Showdown.

    Für mich ist es bisher der spannendsde “Kluftinger-Fall“.

  18. Cover des Buches Der Sturz des Doppeladlers (ISBN: 9783990500521)
    Birgit Mosser

    Der Sturz des Doppeladlers

     (37)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Birgit Mosser hat dieses Werk als Trilogie angelegt und deshalb ist es eigentlich unfair, die einzelnen Bände schon zu Beginn abschließend zu bewerten. Im Prinzip kann ich feststellen: Die Gesamtgeschichte hat Potenzial, aber es ist noch nicht absehbar, ob dieses vor allem in der Plotkonstruktion, die mir immer sehr wichtig ist, auch völlig ausgeschöpft werden wird.

    Eines kann man jetzt schon sagen: Die Autorin kann Handlungen und Stimmungslagen der untergehenden Epoche des Habsburgerreichs gut beschreiben. Im ersten Band gibt es zahlreiche Erzählstränge, die das Schicksal von vier Familien beschreiben und die bisher bedauerlicherweise für meinen Geschmack noch viel zu wenig miteinander zu tun haben. Zudem bevölkert eine Unzahl an Personal - Protagonisten wie Nebenfiguren - die Handlung, viele Locations werden bedient, aber es wird recht anständig versucht, trotz der vielen Szenenwechsel möglichst keine Verwirrung zu stiften, sondern eher Struktur zu geben.

    Von der Sprachfabulierkunst ist die Geschichte eher einfach angelegt, keine wortreichen, treffenden politischen und gesellschaftlichen Analysen habe ich gefunden, aber es ist halt auch reichlich unfair von mir, diese zu suchen und gedanklich den Roman automatisch mit dem Oeuvre meines absoluten Lieblingsschriftstellers Joseph Roth zu vergleichen, nur weil er in derselben Zeit mit ähnlichem Figurensetting und Locations operiert.

    Gelungen fand ich auf jeden Fall die Integration kleiner historischer Details und realer Anekdoten in die Handlung, die Otto Normalverbraucher nicht unbedingt so bekannt sind. Zum Beispiel besucht Minnerl aus dem Burgenland ihre Schwester Ernestine in Wien und versorgt die Familie mit sehr dringend gebrauchtem Essen, denn die Wiener hungern schon monatelang. Ernestine steht schon seit Jahren tief in der Schuld von Minnerl, da diese auch ihre Tochter in Neusiedl - respektive ihren ledigen Bastard - vor Ernestines hochangesehenem, strengen und bigotten Ehemann August versteckt hat. Da Ernestine vom Gatten sehr kurzgehalten wird und nicht viel als Kompensation zu bieten hat, macht sie ihrer Schwester eine riesige Freude. Im Kaffeehaus arrangiert sie ein Treffen mit Minnerls Lieblingsschriftsteller Schnitzler, der ihr ein Autogramm mit persönlicher Widmung auf den „zufällig“ mitgebrachten Leutnant Gustl gibt.



    „Schnitzler sieht auf und lächelt versonnen. „Ausgerechnet der Gustl! Wissen Sie, dass mich dieses Büchlein meinen Rang als Oberster der Reserve gekostet hat? Er wurde mir aberkannt, weil …“, er bricht ab und schüttelt den Kopf. „Sprechen wir nicht davon. Das ist lang her.“


    Ebenso an der südlichen Front beim Konflikt mit den Italienern während der Annexion Südtirols werden sehr gut historische Details mit Familienschicksalen verwoben. Leutnant Holzer gerät zum Beispiel wie viele in Kriegsgefangenschaft, weil beim Chaos während der Kapitulation der K&K Armee die Verlautbarungsfristen für den Waffenstillstand nicht berücksichtigt wurden. Die Österreicher haben sich qua Befehl schon ergeben, weil die Kapitulation schon beschlossen war, aber die Italiener sich einen Tag Veröffentlichungsfristen ausbedungen haben. Ein allerletztes Mal wurden die Österreicher geleimt, dieser eine Tag kostet der gesamten Kompanie jahrelange Kriegsgefangenschaft, Folter und Tod. Als Leutnant Holzer durch einen günstigen Umstand von einem Conte kurz vor dem elendiglichen Verrecken gerettet wird, möchte er sich endlich auf den Heimweg zu seiner Familie machen. Als sein Lebensretter ihn nach dem Hotel der Eltern fragt, wird beim Zeigen auf der aktuellen Karte offenbar, sein Haus steht im neuen Südtirol, das sich die Italiener unter den Nagel gerissen haben.

    Auch einen politischen Erzählstrang weist das Werk auf. Ferdinand von Webern arbeitet im Außenministerium in Wien und bringt historisch-diplomatische Hintergründe in den Plot ein. Er kommentiert auch nach Kriegsende sehr treffend und fachkundig die Bildung der neuen Regierung.

    Die ungarisch-burgenländische historische Komponente wird durch das Schicksal der Familie Minnerls abgedeckt und der Bruder von Ferdinand von Werbern gerät an der Ostfront in russische Kriegsgefangenschaft, wird nach Sibirien verschleppt und deckt somit das östliche Reich ab. Der Diplomat von Webern verlangt bei Friedensverhandlungen die Freilassung seines Bruders, aber dieser weigert sich zurückzukehren, denn er will seine Kameraden in Gefangenschaft nicht ohne seine ärztliche Unterstützung zurücklassen.

    So, was fehlt uns noch aus dem ehemaligen Habsburgerreich? Genau! Die Unterschicht und die slowenische Grenze. Diesen Erzählstrang bedient das Dienstmädchen Berta, die auch ledig schwanger wird, dann ihren Bauernsohn Lois kennenlernt, der aus Liebe ihre Schande tilgt und den Bastard Viktor adoptiert. Im Kärtner Elternhaus von Lois sieht die böse Schwiegermutter die neue Patchworkfamilie nicht so entspannt. Eine Intrige nach der anderen wird gesponnen. Bis die kleine Familie vor der bösen Alten nach Wien flüchtet.

    So, Ihr seht also, das Fundament für ein sehr gutes Epos ist zwar gelegt, die unzähligen Figuren auf dem Schachbrett sind bereits aufgestellt und müssen nun in Interaktion zusammenkommen. Warum ich noch so verhalten urteile, ist auch klar. Die Konstruktion der Geschichte hat hohes Potenzial, noch richtig großartig zu werden, wenn die Handlungsstränge wie ein Puzzle konsistent ineinandergleiten. Aber auch die Gefahr einer verwirrenden, zerfledderten Handlung besteht, bei der man irgendwann einmal die Beziehung zu den Protagonisten verliert. Da ich heuer so etwas auch schon bei kürzeren Romanen erlebt habe, bin ich vorsichtig, urteile mit 3,5 Sternen, die ich beim ersten Band vorläufig auch noch sehr streng abrunde. Wenn die derzeitigen Nahtstellen und Umbrüche perfekt ineinander gleiten, werde ich meine Bewertung noch einmal überdenken.

    Eines muss ich auch noch in dieser strengen vorläufigen Beurteilung mitschicken: Birgit Mossers Roman hat mir wesentlich besser als Elena Ferrantes Meine Geniale Freundin gefallen, denn beim Lesen der Saga der italienischen Autorin wusste ich gleich, dass ich die Geschichte nicht weiterverfolgen will, weil sie mich gar so genervt hat.

    Fazit:
    Ich bin sehr gespannt, wie es mit den Familien weitergeht, werde fortfahren und davon berichten.         

           

                      

             

             


  19. Cover des Buches Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod (ISBN: 9783453421882)
    Gerhard Jäger

    Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

     (60)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    Eine verlorene Liebe treibt den jungen Historiker Max Schreiber aus Wien im Herbst 1950 in ein Tiroler Bergdorf. Als er das Gasthaus betritt, in dem er ein Zimmer beziehen wird, verstummen die Gespräche in der Stube. Es bleibt lange bei der feindseligen Stimmung für den Fremden aus der Stadt. Erst allmählich nähert sich Max den Einheimischen, lauscht den alten Geschichten, in denen Hexen bei Bränden und deren Kinder den Lawinen zum Opfer fielen. Nachts schreibt Max alles in sein Notizbuch. Auch die Begegnungen auf einsamen Spaziergängen mit einer jungen Frau mit rotem Kopftuch, die nie ein Wort zu ihm sagt, beschäftigen seine Gedanken.
    Mehr als fünfzig Jahre später reist ein alter Mann aus Amerika zurück in seine Heimat Österreich. Er will in Innsbruck Nachforschungen zum Verschwinden seines Cousins Max Schreiber anstellen. Was geschah in jenem Winter, als der Schnee ein Dorf von der Außenwelt trennte und viele Menschen unter Lawinen begrub?
    Der Roman zog mich schnell in den Bann, nachdem ich mich anfangs etwas an den dialogarmen Schreibstil gewöhnen musste. "...schon gießt er die Bilder, die in seinem Inneren aufsteigen, in die Buchstabenform, lässt sie zu Worten erstarren, ordnet sie zu Sätzen, zu Skizzen, zu den Gedanken und Gefühlen..." Doch dann entstand eine bewegende dunkle Geschichte über Schuld und Sühne. Leider wird es keine weiteren Bücher des Schriftstellers geben, denn er verstarb im Erscheinungsjahr des Buches.

  20. Cover des Buches Leichen, die auf Kühe starren (ISBN: 9783709979228)
    Tatjana Kruse

    Leichen, die auf Kühe starren

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    Durchgeknallte Hansi Hinterseer-Fans, eine Verbrecher-Witwe, eine schräge Oma mit Schnappschildkröte und ein Zimmermädchen auf Doppelmission – und wer ist da jetzt für die Leichenteile verantwortlich? So oder so ähnlich könnte man Kruses „Leichen, die auf Kühe starren“ beschreiben. Ja, das war ziemlich unterhaltsam. Total durchgeknallt, aber trotzdem (oder vielleicht auch genau deswegen) unterhaltsam.

    Vor diesem Krimi habe ich schon länger nichts mehr aus der Sparte gelesen. Vor ein paar Jahren habe ich ja mal eine Krimi und Thriller-Phase durchgemacht, wo ich fast nichts anderes mehr gelesen habe, die hat sich dann aber nach ein paar Wochen, Monaten oder vielleicht auch Jahren wieder gelegt. Das war also einer der ganz wenigen Krimis, die ich dieses Jahr gelesen habe. Einer der Gründe, warum mich Krimis und Thriller irgendwann nicht mehr interessiert haben, war die Tatsache, dass es für mich irgendwann offensichtlich war, wer der Mörder oder die Mörderin sein muss, sobald ich mal die ersten paar Seiten gelesen habe. Vieles folgte den gleichen Mustern und deswegen machte mir das Genre irgendwann keinen Spaß mehr. Joa, Kruse folgt in diesem Buch keinen dieser typischen Muster. Bis zum Ende hatte ich keine Ahnung, was zur Hölle da eigentlich gerade abgeht.

    Ursprünglich wurde ich auf dieses Buch wegen dem Cover aufmerksam. Ja, ich weiß, man soll ein Buch nicht nach seinem Cover beurteilen, aber schaut euch doch mal diese Kuh an! Ich hatte sofort den Gedankengang der Kuh im Kopf und hatte nicht nur einen Lachanfall wegen diesem Blick, den die da drauf hat! Und am besten finde ich, dass diese Kuh dann am Ende sogar eine eigene Geschichte bekommt.

    Vor „Leichen, die auf Kühe starren“ habe ich noch nichts von Tatjana Kruse gelesen. In Zukunft möchte ich das aber gerne ändern. „Leichen, die auf Kühe starren“ konnte mich gut unterhalten und vom Alltagsstress ablenken. Und ich meine: Was mehr will man während einer Pandemie von einem Buch?

    Mein Fazit? Ich kann es euch empfehlen. Hat Spaß gemacht!

  21. Cover des Buches Dein ist die Schuld (ISBN: 9783492501880)
    Maria Höfle

    Dein ist die Schuld

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Wildpony

    Dein ist die Schuld   -   Maria Höfle

    Kurzbeschreibung Amazon:

    Inspektorin Dorothea Keusch ermittelt im katholischen Eliteinternat – ein Kufstein-Krimi, der unter die Haut geht

    Die siebzehnjährige Elena wird tot im Foyer des katholischen Elitegymnasiums St. Sebastian aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass sie schwanger war und genauso schnell ergeht von höchster Stelle die Anweisung, sämtliche Ermittlungen einzustellen. Doch weder die Polizistin Dorothea Keusch aus Kufstein noch ihr Kollege Konstantin Schmitt von der Mordkommission glauben an den offiziell deklarierten Selbstmord. Auf Schmitts Drängen beginnt Keusch, eigenmächtig zu ermitteln und setzt damit ihre Karriere aufs Spiel. Bei den Nachforschungen stößt sie auf haarsträubende Abgründe ganz unterschiedlicher Art. Um jedoch der Wahrheit wirklich auf den Grund zu gehen, muss sie sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen…

    Mein Leseeindruck:

    Wow.... das ist kein normaler Krimi "von der Stange"... nein, der hat echt Potential und Nachdruckskraft.

    Eine Ermittlerin, die gerne zur Kripo wechseln würde und auf eigenen Faust ermittelt sowie ein Chef, der weitere Ermittlungen durch seine Untergebene unterbinden will, dominieren hier in dieser Story.

    Gut das die Ermittlerin Dorothea Keusch sich nichts verbieten lässt und sich wirklich intensiv um den angeblichen Selbstmord der jungen Frau kümmert. Denn eines ist jedem hier sicher: Es war kein Selbstmord. Einige wollen es jedoch nicht wissen.

    Zäh, hartnäckig, nachdrücklich und risikoreich ermittelt Dorothea sogar noch nach einer Freistellung und später sogar nach der Entfernung aus dem Polizeidienst. Und sie bringt Abgründe ans Licht, von denen weder der Leser noch sonst jemand jemals etwas vermutet hätte.

    Fazit:

    Mehr als spannend, ja - richtig hochspannend!

    Die Seiten fliegen nur so dahin und die kürzeren und intensiven Abschnitte machen das Lesen sehr angenehm und kurzweilig. Ein toller Schreibstil rundet dieses Krimihighlight von der Autorin Maria Höfle noch ab.

    Loben möchte ich auch die tolle Ausstattung des Buches durch den Piper Verlag. Ich hatte noch nie so ein flexibles Taschenbuch, das ich gar ohne Leserillen im Rücken lesen konnte. Top! Genauso wie das gelungene Cover.

    Ich bin richtig begeistert und hoffe das es weitere Fälle mit Dorothea geben wird. Vielleicht hat sie dann den Sprung zu "Leib und Leben" geschafft?

    Vor mir gibt es überraschte und begeisterte 5 Sterne! *****

    Echt ein Highlight für Krimifans und für solche, die in Christlichen Schulen Unterricht hatten (so wie ich)....

  22. Cover des Buches Bergland (ISBN: 9783442316182)
    Jarka Kubsova

    Bergland

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86

    !ein Lesehighlight 2021/2022!

    !eine zeitlose Geschichte, die fest in meiner Bibliothek verankert sein wird!


    Klappentext:

    „Südtirol in den vierziger Jahren: Im abgelegenen Tiefenthal staunen selbst gestandene Bauern, als ihnen eine junge Frau vormacht, wie man einen Hof ganz alleine durchbringt. Rosa heißt die Frau, die die Natur versteht und lenkt, als habe sie nie etwas anderes getan. Mit aller Macht stemmt sie sich gegen den Fortschritt, der ihr kleines Reich in den Bergen bedroht. 

    Zwei Generationen später sind Rosas Enkel Hannes und seine Frau Franziska auf Feriengäste angewiesen, um den Hof zu halten. Als nach einem Unglück ihre Zukunft auf dem Spiel steht, erweist sich Rosas Vermächtnis als aktueller denn je.“


    Es gibt manchmal Bücher die muss ich mehrfach lesen um für mich selbst zu erfahren ob sie beim nächsten Mal wieder so begeisternd sind wie zu Beginn. Dieses Buch hier gehört dazu. Ich heule jedes Mal an der selben Stelle wahrlich Rotz und Wasser, lache immer an den selben Stellen und denke mir, immer an den selben Stellen: Genau so war es und so wird es kommen. Dieses Buch ist grandios, ein Meisterwerk, denn es ist nicht das was der Buchtitel erstmal erahnen lässt. Hier wird keine Bergdoktor-Idylle vorgegaukelt, hier wird kein Heimatroman erzählt, hier wird die Vergangenheit mit der Gegenwart und der Zukunft beleuchtet. Eine große Gabe der Autorin, diese Zeiten so genau zu betrachten und sie zu analysieren. Hier wird Klartext geredet, hier wird keine heile-Welt vorgespielt, hier geht es um genau das Bild, was vielen von uns verloren gegangen ist.

    Erzählt wird zu Beginn in zwei Generationszeiten und ab der Hälfte des Buch bis zum Schluss sogar in drei. Macht das Sinn? Und ob. Auch hier mal wieder ein Buch wo man genau lesen muss, sich Namen merken muss, Obacht geben muss, das man nicht vom Berg fällt, weil er immer steiler wird beim lesen. Als Leser ist man hier stiller Beobachter. Zuerst erfahren wir die Geschichte von Franziska und dem dem Innerleit-Hof. Wir erlesen ihre Arbeit, ihr Seelenleben, ihre verhasste und doch geduldete „Liebe“ zu „goldenen Küken“. Ferienvermietung, Kinder, Tiere, Alm, harte Zeiten. Auf dem Hof lebt auch Franziskas Schwiegervater Sepp…seine bzw. die Geschichte seiner Mutter Rosa ist der feste, dicke rote Faden und um diesen winden sich Hannes und Franziska mit ihren Kindern und dann später auch eben Sepp. Der Wechsel zwischen damals und heute wirkt zu Beginn völlig normal, so wie man das aus einer der unzähligen geschönten Landhauszeitungen kennt. Doch schnell merkt man als Leser, die Vergangenheit ist immer präsent, zeigt sich überall, manchmal muss sie halt erst wieder entstaubt werden. Alles von damals ist nicht immer schlecht gewesen und das Heute und die Zukunft versichern uns auch nicht immer das gelbe vom Ei. Man muss als junger Mensch Erfahrungen machen. Das hat Rosa gemacht, Sepp ebenfalls und Hannes und Franzi taten dies ebenfalls. Drei Generationen haben gelernt, dass das von damals alles Hand und Fuß hatte und die Zeit und die Technik damals ebenfalls das erreicht hat, um zu Leben mit dem was notwendig war. Hart war es damals, hart ist es heute. Wir sind unser eigener Schmied des Glücks und dürfen auch gern das vergangene aufleben lassen und uns zu Nutze machen. Reden hilft gegen Kummer. Auch das war damals schon so, nur muss man die Zähne erstmal dafür auseinander bekommen….klappt aber irgendwann…

    Kubsova‘s Schreibstil ist für diese „Geschichte“ perfekt gewählt. Kurz, prägnant, klare Worte ohne Geschwurbel. Sie ist treffsicher in allem und zeigt, man benötigt nicht immer Phrasen oder Schöngerede um zu verstehen. Dieses Buch beschäftigt mich schon lange und ist ein echter Schatz der Erzählkunst. Ich hoffe das von der Autorin noch mehr kommt! Der Roman könnte auf den Halligen „spielen“, in alten Dörfern in Bayern oder dem Erzgebirge, er könnte überall dort spielen, wo die Zeit sich mit der Natur verklebt hat und untrennbar geworden ist - ein gewaltiges und großartiges Buch! 5 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

  23. Cover des Buches Liebe und Marillenknödel (ISBN: 9783453409101)
    Emma Sternberg

    Liebe und Marillenknödel

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Lo_Roja

    Emma Sternbergs Roman "Liebe und Marillenknödel" handelt von einem unverhofften Erbe, das Sophie von ihrer Tante Johanna empfängt. 

    Sophie wird zunächst als gescheiterte Existenz dem Leser vorgestellt. Sie hat ihren Job verloren, ihre Beziehung ging in die Brüche und sie lebt in einer Wohnung, die ihre Eltern bezahlen. Alles in allem wirkt Sophie wie eine unselbstständige Frau, die nicht genau weiß, was sie will. 

    Doch der Zufall und das Glück sind ihr hold: Nach dem Tod ihrer Tante Johanna erbt Sophie deren Berghütte/Restaurant Alrein in Tirol und beschließt, sich dort als Gastwirtin zu versuchen. Doch hier geht natürlich nicht alles glatt. Zudem kommt noch ein unverhofftes Wiedersehen mit ihrem Hamburger One-Night-Stand Nick hinzu, in den sie sich letztendlich verliebt. Sophie muss auf dem Berg mit vielen Widrigkeiten kämpfen: der unmotivierte Koch Gianni, die schlechte Versorgung und Infrastruktur, die Konkurrenz "Alpine Relax Hotel" und ihre schlechten Mitarbeiter, die Jirgels. 

    Alles in allem ist der Plot nicht besonders spannend oder unvorsehbar. Jedoch bringt Sternberg viel Witz, Humor und lustige Zufälle in die Handlung, die das Buch wirklich lesenswert machen. Wer nach einer entspannenden Lektüre sucht, um dem Alltag zu entfliehen und wer nicht nach schwerer Kost mit politischer oder sozialer Message sucht, der wird hier fündig und glücklich!

  24. Cover des Buches Grabt Opa aus! (ISBN: 9783852189567)
    Tatjana Kruse

    Grabt Opa aus!

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf die Handlung erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das Buch ist sehr unterhaltsam und kann dem Leser ein paar herrlich komische Lesungen bereiten. Die Handlung ist turbulent und pendelt zwischen hohem Tempo und eher langatmigen Passagen.

    Die Protagonisten sind gewollt überzeichnet und geben der Handlung Würze.Es ist halt eine irre Ansammlung von absolut "schrägen" Figuren.

    Die Schreibweise ist locker und luftig und wirklich gut lesbar. Dazu kommt ein Gag-Feuerwerk vom Feinsten...!

    Für mich persönlich war das Ganze aber - wie bereits in der Überschrift gesagt eine "Schippe zu viel" ....! 

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