Bücher mit dem Tag "todesstrafe"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "todesstrafe" gekennzeichnet haben.

70 Bücher

  1. Cover des Buches Cupido (ISBN: 9783644220416)
    Jilliane Hoffman

    Cupido

    (2.850)
    Aktuelle Rezension von: RS1971

    Die 24-jährige Chloe steht kurz vor ihrem Anwaltsexamen als sie eines Nachts überfallen, gefoltert und grausam vergewaltigt wird. Zum Sterben zurückgelassen wird sie am nächsten Morgen von einer Kommolitonin gefunden und ins Krankenhaus gebracht.


    Zehn Jahre später kommt es in Miami Florida zu einer Reihe von brutalen Morden an jungen blonden Frauen. Der Mörder wird von der Presse Cupido getauft, denn er schneidet seinen Opfern bei lebendigem Leib die Herzen heraus. C.J. arbeitet als Staatsanwältin eng mit dem Sonderkommando zusammen, dass diesen Fall bearbeitet.


    Bei einer Polizeikontrolle wird im Kofferraum des kontrollierten Wagens die Leiche einer weiteren Vermissten mit einem fehlenden Herzen gefunden. Der Fall scheint klar und C.J. übernimmt die Anklage. Doch als sie dem Verdächtigen im Gerichtssaal begegnet muss sie erkennen, dass es sich bei diesem um ihren Vergewaltiger handelt, als sie noch Chloe hieß …


    Der Hype um diesen Thriller ist ewig her, und ich meine ewig in der heutigen Zeit. Ich erinnere mich noch daran, wie man dieses Buch überall antraf, doch damals war ich noch nicht interessiert in Thriller, gleich welcher Art, und ließ das ganze an mir vorübergehen. Dank Second-Hand-Büchern allerdings gelang es mir, mir jetzt ein Exemplar zu sichern, denn mittlerweile interessierte es mich doch, was dort geschrieben steht.


    Die Handlung ist spannend geschildert. Wer einen Gerichtsthriller erwartet, der wird hier enttäuscht, denn es dreht sich um C.J. und deren Handlungen und ihr Schicksal. Als Vergewaltigungsopfer hat sie schwer mit Posttraumatischem Stress zu kämpfen, etwas, was ich nur zu gut kenne. Dazu kommen Flashbacks, zu Beginn so gut wie jedes Mal, wenn sie auf ihren Vergewaltiger trifft. Etwas, was ich auch nur zu gut unterstreichen kann. Bei mir allerdings wurde der erste durch einen Geruch ausgelöst. Der Geruch des Deos, was mein Vergewaltiger an jenem Tag trug.


    Hoffman ist selbst Anwältin und schreibt aus ihrer Sicht der Dinge. Wie weit würde man gehen, um einen Straftäter hinter Gittern, oder in diesem Fall, auf den Elektrischen Stuhl zu bringen? C.J. geht sehr weit und biegt die Regeln, zerbricht sie aber nicht.


    Die psychische Belastung durch den Fall und ihre Vergangenheit sind in diesem Roman herausragend geschildert, ich kann es nicht oft genug wiederholen. Auch wenn ich es selbst nie erlebt habe, aber allein mir vorzustellen, diesem Mann noch einmal gegenüber zu stehen lässt den kalten Schweiß ausbrechen. C.J. muss sich ihren Dämonen stellen – und zerbricht beinahe daran.


    Was ich hervorragend gelöst fand in diesem Roman, dass die Spannung und die Twists quasi bis zur letzten Seite anhalten. Es bleibt spannend, selbst nach der Verurteilung. Denn es ist nicht alles so wie man denkt. Vielleicht war der eine Einschub ein kleines bisschen zuviel, andererseits war der Twist am Ende wirklich hervorragend.


    Auch die Einsicht in die Arbeit einer Staatsanwältin und vor Gericht waren sehr gut geschildert und nachvollziehbar. In den USA läuft es anders als bei uns hier in Deutschland, doch fand ich einige Details überlappen sich in beiden Ländern.


    Zum Schmunzeln hatte man zudem C.J. Sekretärin, mit der sie quasi in einer Dauerfehde lebt. Das ganze las sich immer wieder humorvoll und auch nachvollziehbar. Auch der eigene LoveInterest in dem Special Agent Dominick war gut geschildert, wenn er auch wahrlich eine Engelsgeduld mit C.J. bewies, die vermutlich die wenigsten Männer aufbringen würden. Dennoch gab es Chemie zwischen den beiden Figuren, was ihr langsames Vorankommen Richtung Beziehung nachvollziehbar und natürlich machte für mich als Leser.


    Alles in allem ein packender und spannender Thriller, der das Innenleben eines Opfers von sexueller Gewalt beschreibt und ihren Weg, um einen Täter hinter Gitter zu bringen. Wirklich empfehlenswerter Roman.

  2. Cover des Buches Kaltblütig (ISBN: 9783036959030)
    Truman Capote

    Kaltblütig

    (352)
    Aktuelle Rezension von: FranGoldsmith

    Kaltblütig von Truman Capote ist ein Tatsachenroman über den Mehrfachmord an der Familie Clutter, begangen von dem Verbrecher-Duo Dick und Perry. Kaltblütig trifft das Handeln der beiden Täter genau - ohne Reue und ohne mit der Wimper zu zucken wird eine ganze Familie ausgelöscht. Auch wenn man bereits weis, was geschehen wird und wie alles aus geht, ist der Roman fesselnd und das Geschehene ging mir richtig nahe. Nichts für schwache Nerven. 

    Der sachliche, etwas distanzierte Schreibstil von Capote macht das ganze irgendwie noch realer. 

    Von mir klare 5/5 Sterne. 

  3. Cover des Buches Kaffee und Zigaretten (ISBN: 9783442719747)
    Ferdinand von Schirach

    Kaffee und Zigaretten

    (185)
    Aktuelle Rezension von: my_waterdrop

    Wieder schön in die kleinen Welten des Alltags einzutauchen und dank Ferdinand von Schirach bleibt das Alltäglich an uns haften und begleitet uns, so dass wir noch eine ganze Weile länger über die Begebenheiten nachdenken.
    Es ist ein kurzes Buch, das sich auch gut unterwegs lesen lässt. Doch es ist zu empfehlen sich bewusst auf die etwas düstere und deprimierende Stimmung einzulassen. Eine Lektüre für deren Konsum der Leser bewusst einen Zeitpunkt wählen muss.

  4. Cover des Buches The Green Mile (ISBN: 5051890268112)
    Stephen King

    The Green Mile

    (944)
    Aktuelle Rezension von: Stolli

    The Green Mile von Stephen King ist das erste Buch dieses Autors, der Inhalt wie immer im Link, mein Fazit:


    Gesehen habe ich den Film vor langer Zeit, die größten Abweichungen aus meiner Erinnerung sind die doch arg langen Erzählungen über Mr. Jingles und der tyrannische Pfleger Brad Dolan, ansonsten hält sich der Film eng an die Vorlage dieses Buches, das mir sehr gut gefallen hat.

    Die Charaktere, ob die Insassen im Trakt E, die Wärter und Vorgesetzen sowie viele andere die in diesem Buch eine mehr oder weniger große Rolle spielen haben toll durch das Buch geführt.

    Die Spannung blieb immer hoch, einige der recht brutalen Szenen sind so beschrieben, dass man ganz nah dran war.

    Chapeau, ein ganz tolles Buch von Stephen King.

  5. Cover des Buches Der Gesang der Flusskrebse (ISBN: 9783869092881)
    Delia Owens

    Der Gesang der Flusskrebse

    (199)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Wehmeier

    Über das Buch

    In Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens geht es um Kya, das sogenannte „Marschmädchen“, das isoliert in den Sümpfen von North Carolina aufwächst.

    Von der Gesellschaft ausgeschlossen und auf sich allein gestellt, lernt sie, in der Natur zu überleben und findet dort ihre eigene Welt voller Schönheit und Ruhe.

    Doch als ein junger Mann aus der nahegelegenen Stadt tot aufgefunden wird, gerät ausgerechnet Kya unter Verdacht und ihre Vergangenheit rückt in ein völlig neues Licht.




    Meine Meinung

    Dieses Buch hat mich von der ersten Minute an komplett in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört und war absolut gefesselt.

    Die Sprecherin Luise Helm hat einen unglaublich tollen Job gemacht. Ihre Stimme ist ruhig, einfühlsam und einfach perfekt für diese Geschichte. Ich hätte ihr stundenlang zuhören können und bin komplett in Kyas Welt versunken.

    Die Geschichte selbst ist eher leise erzählt, aber genau das macht sie so besonders. Es passiert nicht ständig etwas Dramatisches, und trotzdem wollte ich keine Sekunde verpassen. Man lebt förmlich mit Kya, fühlt mit ihr, leidet mit ihr und freut sich über die kleinen Lichtblicke in ihrem Leben.

    Besonders beeindruckt haben mich die Naturbeschreibungen. Die Autorin schafft es, Bilder entstehen zu lassen, die sich anfühlen wie ein Film im Kopf. Ich konnte die Marschlandschaft förmlich sehen, hören und spüren.

    Kya ist eine Protagonistin, die man einfach ins Herz schließen muss. Ihre Stärke, ihre Verletzlichkeit und ihr Weg haben mich tief berührt. Dieses Buch ist nicht nur spannend, sondern vor allem emotional und unglaublich atmosphärisch.

    Für mich zählt es definitiv zu den besten Büchern, die ich je gelesen beziehungsweise gehört habe.




    Fazit

    Ein ruhiges, intensives und wunderschön erzähltes Buch, das lange nachhallt.

    Ein absolutes Jahreshighlight und eine klare Empfehlung für alle, die Geschichten mit Tiefe lieben.

    ⭐ 5 von 5 Sternen


  6. Cover des Buches Das Washington-Dekret (ISBN: 9783423219358)
    Jussi Adler-Olsen

    Das Washington-Dekret

    (224)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwurm_16

    Dieses Buch ist wohl ein Klassiker unter den Politthrillern, immerhin ist es bereits vor 20 Jahren erschienen. Die Geschichte folgt einer kleiner Gruppe von Menschen, die zufällig eine Reise gewinnen: eine junge Frau, die sich politisch engagiert, eine alleinerziehende Mutter aus der Bronx, ein Provinz-Sheriff, einen Pressesprecher und einen Journalisten. Am Anfang haben sich die Ereignisse sehr überschlagen und haben sich teilweise konstruiert angefühlt. Je tiefer ich aber in die Geschichte eingetaucht bin, desto vielschichtiger wurden die Charaktere und die Geschichte konnte mich mehr und mehr von sich überzeugen. Die über 600 Seiten gingen durch die ständigen Perspektivwechsel sehr schnell rum.
    Auch wenn ich schon bessere (Polit)Thriller gelesen habe, würde ich das Buch trotzdem empfehlen! Das Thema ist fast aktueller als damals und wie nah die gesetzliche Grundlage hinter dem dargestellten Szenario ist, hat mich echt erschreckt!

  7. Cover des Buches Die Leopardin (ISBN: 9783404173402)
    Ken Follett

    Die Leopardin

    (358)
    Aktuelle Rezension von: Mike_Leseratte

    Es geht um die Britische Agentin Flick, die unter widrigen Umständen mit ihrem Team eine entscheidende deutsche Fernmeldezentrale in Frankreich zerstören soll. Doch dabei ist ihr der deutsche Dieter Franck immer scharf auf der Spur.


    Es ist super spannend geschrieben und auch einfallsreich, über welche verschiedenen Methoden Verfolger abgehängt, Dinge verborgen und Ziele erreicht wurden. Natürlich wirkt es besonders an einigen Stellen unrealistisch, wie viel Glück im Spiel ist, doch das fällt nicht wirklich auf. Es ist vor allem aber auch interessant, wie viel Recherche dahinter steckt. Über die Technik die verbaut ist, die Waffen, die Flugzeuge und den ganzen Ablauf von solchen Missionen und alles. Es wirkt dadurch sehr realistisch und könnte genau so in der Realität passiert sein. Für mich sollte ein Buch über eine Spionin genau so sein.

  8. Cover des Buches Das Seelenhaus (ISBN: 9783426304846)
    Hannah Kent

    Das Seelenhaus

    (302)
    Aktuelle Rezension von: Wolf-Macbeth

    Das Seelenhaus ist ein Roman, der seine Stärke vor allem aus dem historischen Stoff und der rauen isländischen Landschaft bezieht. Hannah Kent erzählt mit Respekt und Sorgfalt, und man spürt die gründliche Recherche hinter jeder Szene. Doch literarisch bleibt der Text auffallend konventionell: handwerklich gut, aber erzählerisch vorhersehbar; sprachlich sauber, aber nicht besonders kunstvoll; solide, aber nicht innovativ.

    Die Geschichte zeigt eindrücklich, wie schnell eine Frau zur Täterin erklärt werden kann, wenn eine Gesellschaft ein einfaches Schuldgefüge benötigt. Diese Beobachtung trägt den Roman. Dennoch wirkt die Erzählweise zurückhaltend, beinahe darauf bedacht, für ein breites Publikum zugänglich zu bleiben, statt ästhetische Risiken einzugehen oder sprachlich eigene Wege zu suchen.

    So bleibt am Ende ein atmosphärisch überzeugender, gut lesbarer historischer Roman, der ein Schicksal sichtbar macht – ohne sich literarisch dauerhaft einzuprägen.


    📚 Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil


  9. Cover des Buches Das Herz ihrer Tochter (ISBN: 9783492959766)
    Jodi Picoult

    Das Herz ihrer Tochter

    (394)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    June Nealon hat nach dem Tod ihres Mannes erst langsam mit ihrer kleinen Tochter wieder ins Leben zurück gefunden. Der nette Polizist Kurt hilft ihr dabei und was für June unmöglich schien, wird wahr. Die Beiden heiraten und bekommen eine Tochter, Claire. Es scheint alles perfekt zu sein bist Shay Bourne bei ihnen vor der Haustür steht. Er bietet seine Hilfe bei Reperaturen an und was als nette Geste beginnt, endet in einer Tragödie. Er tötet Kurt und Junes Tochter Elizabeth. June scheint den Boden unter den Füßen zu verlieren, auch als Shay von einer Jury zum Tode verurteilt wird, kann sie nur schwer an Gerechtigkeit glauben. Elf Jahre nach der Tat macht sich June erneut große Sorgen, denn die kleine Claire hat einen Herzfehler und braucht dringend Hilfe. Shay Bourne erfährt davon und bietet sein Herz zur Spende an. Mit seinem Seelsorger dem Geistlichen Michael versucht er sein Vorhaben umzusetzen. Kann June das Herz des Mannes annehmen, der ihren Mann und ihre Tochter ermordet hat? Jodi Picoult schreibt gewohnt spannend, berührend und einfühlsam. Auch ihr Weschsel zwischen den Protagonisten ist sehr gelungen und so kommt jeder zu Wort und die Geschichte wird von mehreren Seiten erzählt. Was mich bei diesem Buch etwas gestört hat war die Tatsache, dass Shay Bourne durch seinen Glauben und durch Gott zu einem guten Mensch werden will und deshalb sein Herz anbietet. Dieser Teil ist manchmal etwas an den Haaren herbei gezogen, aber dies ist der einzige Makel an diesem Buch von Jodi Picoult.


  10. Cover des Buches Der Gefangene (ISBN: 9783641110291)
    John Grisham

    Der Gefangene

    (162)
    Aktuelle Rezension von: cherusker

    Ein durchaus interessantes Sachbuch zu einem spannenden Thema. Leider verliert sich der Autor zusehends in Wiederholungen und weitschweifigen Beschreibungen/Erläuterungen. Einiges könnte man durchaus kürzer abhandeln und der Verzicht auf mehrfache Beschreibungen und wiederholende Textstellen hätte nicht das Verständnis behindert, sondern wäre dem Lesefluss zu Gute gekommen.

    Aus meiner Sicht wäre noch der deutsche Titel zu bemängeln. Das Buch handelt vom gesamten Leben des Ron Williamson, beginnend in der Jugend. Die Zeit als unschuldig Gefangener wird doch verhältnismäßig kurz abgehandelt, wie auch die eigentliche Gerichtsverhandlung. Stattdessen wird auch die ähnliche Verurteilung der Herren Ward und Fontenot für den Mord an einer anderen jungen Frau behandelt und von weiteren unschuldig Inhaftierter berichtet. Der englische Originaltitel passt daher m.M.n. deutlich besser.

    Ansonsten hätte ich es noch toll gefunden, wenn das Buch Bilder oder Grafiken beinhaltet hätte. Zumindest das von mir gelesene und hier rezensierte Ebook hatte keine.

  11. Cover des Buches Marthas Widerstand (ISBN: 9783846600436)
    Kerry Drewery

    Marthas Widerstand

    (222)
    Aktuelle Rezension von: vaaannniiii

    Das Buch über das Mädchen Martha was im Gefängnis sitzt und hingerichtet werden soll, hat mir erstaunlich gut gefallen. Als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich nicht, ob mich das Buch ansprechen wird oder nicht um ehrlich zu sein. 

    Das Buch fängt direkt an und hat keine Vorgeschichte die sich in die Länge zieht - was mir gut gefallen hat. Der recht leicht zu verstehende Schreibstil hat es mir ermöglicht besonders schnell in die Geschichte einzutauchen. 

    Ich habe dem Buch 4 von 5 Sternen gegeben, da mich nur ein kleiner Teil an der Erzählung der Geschichte stört. Martha wechselt in den Kapiteln zwischen Gegenwart und Vergangenheit, was ich manchmal erst nachvollziehen musste, da es keine genaue Abgrenzung gibt - wie z.B. eine andere Schriftart oder eine Datierung der Vergangenheit. Abgesehen von diesem winzigen Makel gefällt mir das Buch sehr gut! 

    Die unterschiedlichen Charaktere und deren Beziehung zueinander sind sehr gut ausgearbeitet und man versteht die Zusammenhänge der Geschichte. Am Ende des Buches kommt ein Plottwist der mich neugierig gemacht hat wie es im 2. Teil der Trilogie weitergeht. 


    Ich würde das Buch weiterempfehlen - und für den, den das Genre Jugendliteratur anspricht ist es wirklich ein gutes Buch! 

  12. Cover des Buches Der Fremde (ISBN: 9783644026216)
    Albert Camus

    Der Fremde

    (660)
    Aktuelle Rezension von: Aischa

    „Der Fremde“ hat mich vor allem deshalb beeindruckt, weil Camus auf erstaunlich konzentrierte Weise große Fragen aufwirft. Man braucht kein philosophisches Hintergrundwissen, um den Roman mit Gewinn zu lesen. Mir hat es allerdings definitiv geholfen, mich ein wenig mit dem Existenzialismus und insbesondere mit Camus’ Gedanken zum Absurdismus zu beschäftigen – dadurch haben sich für mich zusätzliche Bedeutungsebenen erschlossen.

    So oder so bietet die Geschichte reichlich Diskussionsstoff. Daher bin ich froh, den Roman im Rahmen einer Leserunde gelesen zu haben. Der Austausch mit anderen hat mir geholfen, den Protagonisten Meursault aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und sein Handeln zu verstehen und manche Fragen weiterzudenken.

    Im Mittelpunkt stehen für mich große und bis heute relevante Themen: Schuld und Vorurteile, Strafe und Buße, aber auch die Frage nach Gerechtigkeit durch die Justiz. Wie viel wird vor Gericht tatsächlich die begangene Tat beurteilt – und wie viel die Persönlichkeit, die Haltung oder das Verhalten eines Angeklagten? Kann Justiz überhaupt gerecht sein, wenn gesellschaftliche Erwartungen und persönliche Vorurteile das Urteil mitprägen? Camus liefert darauf keine einfachen Antworten, sondern lässt einen mit diesen Fragen zurück.

    Das macht den Roman aus: Er erzählt nicht einfach eine Geschichte, sondern zwingt dazu, über Schuld, Gerechtigkeit und die Grenzen unserer moralischen und gesellschaftlichen Maßstäbe nachzudenken. Eine kurze, eindringliche und lange nachwirkende Lektüre, über die ich auch nach der letzten Seite noch weiterdiskutieren möchte.

  13. Cover des Buches Die Farbe von Milch (ISBN: 9783453422544)
    Nell Leyshon

    Die Farbe von Milch

    (435)
    Aktuelle Rezension von: Penangi

    Wieder so ein ungewöhnlicher und starker Roman von Nell Leyshon der mir richtig gut gefallen hat. 

    Ein Bauernmädchen Namens Mary, die tagein und tagaus, neben ihren Schwestern den ganzen Tag auf dem Hof schuften muß, damit die Großfamilie überlebt. Ein einfaches, entbehrungsreiches und wenig liebevolles Leben. Und Mary, deren Haare die Farbe von Milch haben, hat auch ein loses Mundwerk für damalige Zeiten, aber ihr Herz am rechten Fleck. Das Geld ist knapp und als der örtliche Pfarrer eine Magd sucht, verscherbelt der Vater seine jüngste Tochter ans Pfarrhaus. 

    Ich mochte wirklich alles an dem Buch. Die einfache Sprache, den Rhythmus und Stil. Es ist so dieses andere erzählen der Protagonistin das mich gefesselt hat. Eigentlich genau der Zeit angepasst in dem die Geschichte spielt. Ein Roman auf den sich der Lesende einlassen muss. Wenn das gelingt wird man mit einer großen Geschichte belohnt. 

  14. Cover des Buches Die Wächter (ISBN: 9783453441323)
    John Grisham

    Die Wächter

    (81)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Es geht eine mengenmäßige Ordination und ihre Arbeit. Ein Mann werde der Anwalt war und aufgehört hat. Der Arbeitet jetzt für Organisation. Es ist schon krass was für fehl urteile in den USA gefällt werden, auf welchen Grundlagen. Was Experten zur Rate gezogen werden. Das ist echt spannenden zu lesen. War nicht der Letzte Roman von John Grisham. 

  15. Cover des Buches Murder Park (ISBN: 9783453421769)
    Jonas Winner

    Murder Park

    (323)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: Vor 20 Jahren wütete der Serienmörder Jeff Bohner auf der Freizeitpark-Insel Zodiac Island. Daraufhin wurde der Freizeitpark geschlossen. Nun soll der Park unter neuem Namen wiedereröffnet werden: Murder Park. Zwölf vorab ausgewählte Leute werden auf die Insel eingeladen, um erste Eindrücke zu sammeln, es soll mit der Angst gespielt werden. Unter ihnen ist auch Paul Greenblatt, dessen Mutter damals eines der Opfer war. Kaum sind sie auf der Insel angekommen, ist der erste der Gruppe tot…

    Meine Meinung: Der Plot hörte sich für mich wirklich gut an und ich habe von Jonas Winner auch schon recht tolle Bücher gelesen. Doch mit diesem hier konnte er mich leider nicht überzeugen. Ich bin mit dem Aufbau des Buches überhaupt nicht zurechtgekommen. Es gibt verschiedene Zeitstränge, in denen erzählt wird. Denn einer aus der Gruppe, der Psychiater Sheldon Lazarus, führt vorher mit jedem Teilnehmer ein Interview. Dann springt man wieder ins hier und jetzt. Das hat mich teilweise wirklich in die Irre geführt, weil ich nie wusste, war der Eindruck jetzt von vorher oder ist er erst auf der Insel entstanden?

    Außerdem empfand ich das Buch zu langatmig. Und obwohl die Gruppe laufend dezimiert wird, hat mich überhaupt keine Spannung erreicht. Und ab einem bestimmten Zeitpunkt hatte ich auch schon eine Ahnung, wohin das Ganze führt. Auch wenn es am Ende noch einmal kurz spannend wurde, hat mich das leider nicht für die ganze Geschichte entschädigt.

    Mein Fazit: Leider hat mich der Autor mit dieser Geschichte nicht überzeugt. Ich würde sagen, sie ist mäßig. Kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt. Ich würde hier keine Leseempfehlung aussprechen.

  16. Cover des Buches How to Be Gay (ISBN: 9783733500924)
    Juno Dawson

    How to Be Gay

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Bücher_Tini

    Dieses Buch wurde mir empfohlen als ich auf der Suche für Bücher für eine Schulbibliothek war . Ich muss gestehen es ist gut, es ist locker geschrieben und man liest es sehr flott , ohne große Umwege wird erklärt und begrifflichkeiten nahe gebracht. Sowohl für Jugendliche als auch für mich als Mutter ist es ein wirklich gelungenes aufklärendes Buch um sich besser zu verständigen.

    Es ist kein plattes Sachbuch , was nur erklärt , nein hier komm auch betroffene ( das klingt blöd) zu Wort und das ohne ihre Texte umzuschreiben, man merkt das es aus ihnen heraus kommt und das macht es verständlich und nahbar.


  17. Cover des Buches Das Geständnis (ISBN: 9783453409491)
    John Grisham

    Das Geständnis

    (156)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Es ist ein bitter kalter Tag, als Reverend Keith Schroeder Besuch bekommt. Travis Boyette bittet ihn um ein Gespräch und was Keith da erfährt, verändert sein Leben. Vor vielen Jahren hat Travis ein junges Mädchen entführt, mehrmals vergewaltigt und dann ermordet und vergraben. Verurteilt wurde er deswegen nie, aber ein anderer! Der Afroamerikaner Donté Drumm wurde nach einem Geständnis verurteilt und wartet seit über neun Jahren in der Todeszelle auf die Hinrichtung. Keith bittet den an einem Gehirntumor leidenden Travis die Wahrheit zu sagen und eine Hinrichtung zu vermeiden, aber der kranke Mann zögert. Während dessen wird Donté auf seine Hinrichtung vorbereitet und sein Anwalt arbeitet auf Hochtouren für eine Verschiebung und seine Familie ist in heller Aufregung. Die Mutter des Opfers trauert wie immer medienwirksam und lässt sich von Kameras begleiten. Keith überredet Travis die Wahrheit zu sagen, aber die Hinrichtung ist beschlossen und der Termin steht. Ein Wettlauf gegen die Zeit, gegen die Mühlen der Justiz und für die Gerechtigkeit beginnt. Wie kein anderer versteht es John Grisham einen zu fesseln. Die unterschiedlichen Ebenen des Buches, die verschiedenen Blickwinkel und die massiven Fehler im Rechtssystem lassen uns Leser staunen, zornig werden und einfach mitfiebern. John Grisham entfacht die Diskussion über die Todesstrafe erneut und bietet mit seinem Thriller politischen Sprengstoff. Bestseller!

  18. Cover des Buches Das Haus des Todes (ISBN: 9783453436954)
    Paul Cleave

    Das Haus des Todes

    (94)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Vor 15 Jahren wurde Caleb Coles Familie ausgelöscht und nun ist er zurück, um endlich für Gerechtigkeit zu sorgen. Dafür lädt er in den Schlachthof ein, des Haus des Todes, wo alles angefangen hat.

    Gleichzeitig versucht Theodore Tate sich seinen Job als Cop zurück zu erobern. Ihm hat das Leben ähnlich schwer mitgespielt und es gibt starke Parallelen zu Calebs Verlauf. Als Cop hat er bereits die unkonventionellen Methoden genommen und genau dieser Ansatz kann nun helfen, um Caleb aufzuhalten.

     

    Ich habe länger keinen Paul Cleave Thriller mehr gelesen, da ich von seinen Büchern etwas übersättigt war. Aber jetzt fand ich, dass die Zeit gekommen ist, wieder zu einem seiner Thriller zu greifen.

    Am Anfang war ich etwas verwirrt. Es war sehr dynamisch, denn Caleb hat wie ein verrückter Attentäter angefangen. Aber die Hintergründe, warum er so handelt oder warum Theodor so abgestürzt ist, waren sehr verworren. Mir hätte es geholfen, wenn man etwas früher erfahren hätte, warum Caleb so handelt, was diese ganzen Personen und die Tode, die er verursacht zu bedeuten haben. Denn, obwohl die Handlung recht rasant war, wenn man die langwierige Ermittlungsarbeit ausschließt, hat es sich dennoch für mich gezogen, weil ich nicht richtig in die Geschichte hineinkam. Als für mich schließlich langsam klar wurde, um was es hier geht, fand ich die Geschichte auch wesentlich spannender.

    Ich hatte wirklich eine Zeitlang die Befürchtung, dass das Buch wie „Zerschnitten“ wird, wo ich dauerhaft verwirrt habe. Aber das lag am Protagonisten, der an Alzheimer litt und es dadurch wirr wurde. Zum Glück hat sich das nach einer Weile gebessert.

     

    Typisch für Paul Cleave wurde die Geschichte wieder aus zwei Perspektiven beschrieben. Aus der personellen Sicht vom Täter Caleb Cole und aus der Ich-Perspektive von Theodore Tate. Beides sind ungewöhnliche Figuren, die auch, wie schon beschrieben, Parallelen in ihrem Leben aufweisen. Bis zu einem gewissen Punkt sind sie sogar gleich mit ihrem Schmerz umgegangen, aber Tate hat an einem gewissen Punkt innegehalten, während Caleb nicht loslassen konnte und er einen Racheplan geschmiedet hat.

    An Cleaves Figuren schätze ich schon immer, dass sie nicht Schwarz und Weiß gezeichnet sind, sondern viele Grautöne haben. Deshalb schafft er es immer wieder, dass ich mit dem Täter mitfühlen kann und sein Handeln auf eine gewisse Weise verstehen kann, mich aber gleichzeitig schlecht deswegen fühle. Caleb hatte so viel Schmerz und Wut in sich, dass es einfach schon beim Lesen wehgetan hat.

    Von Theodore Tate weiß ich nicht so recht, was ich von ihm halten soll. Er war schon sehr unkonventionell für einen Cop, was ihn interessant gemacht hat. Aber in manchen Situationen war er dann doch so eigen, dass ich ihn gerne geschüttelt hätte, weil er dadurch die Ermittlungen auf eine ungewollte Art verlängert hat.

    Es gab auch noch einige interessante Nebenfiguren und man ist selbst ins Grübeln gekommen, was ich über die Todesstrafe denke, was ich mir über Täter denke, die eine zweite Chance bekommen bzw. wenn diese nicht genug abgestraft werden, sondern wieder viel zu früh auf freien Fuß gesetzt werden.

     

    Das Ende war sehr packend und dramatisch. Paul Cleave neigt dazu, es zu übertreiben. Doch hier fand ich es gut. Es wurde auf einen logischen Schluss hingearbeitet, der dann doch ganz anders war als gedacht.

     

    Das Buch gehört zur Christchurch-Reihe. Man kann die Teile unabhängig voneinander lesen. Ich lese die auch recht durcheinander, aber gerade im diesen Buch hat man gemerkt, dass es doch ein paar Verweise zu den vorherigen Bänden gibt. Gerade bei den Ermittlern, die ja doch häufiger in den Büchern auftauchen.

     

    Fazit: Mir hat das Buch recht gut gefallen. Der erste Teil war aber sehr anstrengend und erst ab der Mitte wurde es für mich richtig spannend und hat das Buch deutlich aufgewertet. Die Figuren fand ich spannend, wenn auch nicht unbedingt sympathisch. Ich vergebe den Buch 3,5 Sterne.

  19. Cover des Buches 13 Stufen (ISBN: 9783328101536)
    Kazuaki Takano

    13 Stufen

    (45)
    Aktuelle Rezension von: D_H_11

    Takano Kazuakis „13 Stufen“ beginnt mit einer interessanten Prämisse: Ein zum Tode verurteilter Mann kann sich angeblich nicht an seine Tat erinnern, und zwei ungleiche Ermittler – ein Ex-Häftling und ein Ex-Polizist – sollen klären, ob ein Justizirrtum vorliegt. Der Autor verknüpft diese Ausgangslage mit Fragen nach Schuld, Reue und der Legitimität der Todesstrafe.


    Anfangs wirkt die Geschichte vielversprechend. Die psychologische Tiefe der Figuren, besonders bei Jun’ichi Mikami, ist spürbar, und das gesellschaftskritische Potenzial des Romans ist durchaus vorhanden. Auch der symbolische Titel – die 13 Stufen bis zur Hinrichtung – schafft eine düstere Grundspannung.

    Leider hält diese Spannung nicht über die gesamte Länge des Buches an. Nach einem starken Einstieg flacht der Erzählfluss spürbar ab. Wiederholungen, etwas zähe Dialoge und ein nur mäßig überraschendes Ende dämpfen das Leseerlebnis. Die Ermittlungsarbeit wirkt stellenweise konstruiert, und obwohl wichtige moralische Fragen aufgeworfen werden, bleiben viele Aspekte unausgereift.


    Fazit:

    „13 Stufen“ ist kein schlechtes Buch – aber auch kein Pageturner. Wer sich für das japanische Justizsystem und moralische Dilemmata interessiert, findet hier interessante Ansätze. Wer jedoch durchgehend fesselnde Spannung erwartet, könnte enttäuscht sein.

  20. Cover des Buches Wer Furcht sät (ISBN: 9783404176656)
    Tony Parsons

    Wer Furcht sät

    (165)
    Aktuelle Rezension von: beereadytoread

    Was braucht es, damit aus Täter:innen Held:innen werden? Wann überlagert das Verlangen nach Vergeltung alles andere?

    In „Wer Furcht sät“ muss sich Detective Max Wolfe einem Fall stellen, der auf viele Arten herausfordernd ist: Ein Kollektiv, der Club der Henker, jagt in London diejenigen, die dem Recht entkommen sind und führt sie der von ihnen als gerecht angesehenen Strafe zu: Tod durch Erhängen. Auf die Mithilfe der Öffentlichkeit kann sich Max nicht verlassen, denn durch die Vergangenheit der Opfer und der zuvor ausgebliebenen Gerechtigkeit erfährt der Club der Henker und dessen Lynchjustiz großen Zuspruch. Während ihn die Spurensuche durch längst vergessene Orte führt, muss er schließlich am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Unschuld und Schuld ist…

    Max ist grundsätzlich ein recht typischer Ermittler: Gebeutelt vom Leben und mit einem Bein in der Vergangenheit. Daher fand ich den Versuch einen Anker im „Jetzt“ einzubauen (er ist alleinerziehender Vater) recht geschickt. 

    Thematisch war der Fall sehr spannend und auch die zwischenmenschlichen Konflikte kamen mir überwiegend authentisch vor – abgesehen von der kurzen Episode zum Anbandeln mit einer am Fall beteiligten Person, das war für mich höchst eigenartig zu lesen.

    Dafür waren die historischen Exkurse zu z. B. unterirdischen Flüssen, stillgelegten Bahnhöfen und einem berüchtigten Henker ausgesprochen interessant. Diese Bezüge haben den Krimi für mich merklich aufgewertet und zur unheilvollen Atmosphäre beigetragen. 

    Einige Szenen waren zwar etwas wunderlich (z. B. die inneren Zerwürfnisse über die potentielle Kastration seines Hundes und dessen mögliche Gedanken hierzu), aber grundsätzlich habe ich „Wer Furcht sät“ als gelungene Zuglektüre empfunden. 

    (Das Buch ist der dritte Teil einer Reihe, was mir erst im Nachgang aufgefallen ist. Inzwischen habe ich den Auftakt ebenfalls gelesen: Man verpasst nichts.) 

  21. Cover des Buches Seven Days (ISBN: 9783844549461)
    Steve Cavanagh

    Seven Days

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Roswitha_Boehm

    "Seven Days" ist eine mitreißende Geschichte, die von einem ausgezeichneten Sprecher präsentiert wird. Mit seiner angenehmen Stimme gelingt es dem Sprecher, den Hörer von Anfang bis Ende zu fesseln. Die etwa 12 Stunden vergingen wie im Fluge, da sowohl die Erzählung als auch die spannende Handlung einen nicht mehr loslassen.

    Alles dreht sich darum, dass Eddie Flynn nur sieben Tage Zeit hat, um einen unschuldigen Afroamerikaner vor der Hinrichtung zu retten. Das erschreckend - und gleichsam fesselnd und setzt den Countdown für die Handlung. Die Themen Rassismus und Ungerechtigkeit geben der Geschichte emotionale Tiefe und machen sie noch intensiver.

    Besonders packend ist die Konfrontation zwischen Flynn und Korn, bei der nicht nur um Gerechtigkeit, sondern auch ums Überleben gekämpft wird. Die Frage nach der Integrität des Justizsystems und die Suche nach dem wahren Täter fügen weitere spannungsreiche Ebenen hinzu.
    Dieser Thriller zeigt auf schockierende Weise, dass während eines Mordprozesses noch viel mehr schlimme Dinge geschehen können. Die Geschichte dreht sich nicht nur um den Verlust eines jungen Mädchens, sondern offenbart noch düstere und unvorhersehbare Geheimnisse.

    Ich habe noch nie einen Thriller gelesen, in dem Anwälte soviel Spannung in die Handlung bringen! Der Autor schafft es auf meisterhafte Weise, diese Komplexität zu behandeln und gleichzeitig eine spannende Handlung aufzubauen. Ein hochspannender, atmosphärisch düsterer und dramatischer Thriller. Für alle, die Thriller mit Hintergrundgeschichten über Mörder, gruselige Organisationen und Bestechung mögen. Ein absolut lesenswertes (Hör-)Buch für alle, die sich für Justizthriller mit gesellschaftlichen Bezügen interessieren.

  22. Cover des Buches Notizen zu einer Hinrichtung (ISBN: 9783746642277)
    Danya Kukafka

    Notizen zu einer Hinrichtung

    (172)
    Aktuelle Rezension von: AtschiB

    Der Titel klingt so unglaublich spannend und auch das Thema hat mich interessiert. Nach einem tollen Anfang, zog sich das Buch im Mittelteil dann doch ein wenig. Den Schreibstil und die vielen Perspektivwechsel habe ich als anstrengend empfunden.

    Mir stellten sich frühzeitig die Fragen: Wie ist es, wenn ein Mensch als Kind etwas so Furchtbares erlebt hat, dass er mit seinem Leben gar nicht mehr klarkommt und sich dann zum Serienmörder entwickelt? Ist die Todesstrafe überhaupt eine Strafe für den Verurteilten oder kann diese Person sich so aus der Verantwortung ziehen (gezogen werden)? Wäre eine Therapie möglich gewesen und wie stünden dann die Erfolgsaussichten?

    Interessant fand ich die Erzählperspektive aus der Sicht des Verurteilten. Unglaublich, dass er auch im Gefängnis versucht, Menschen zu manipulieren und sich seiner Sache sehr sicher ist. Welche Wahrnehmung seiner Umwelt hat dieser Mensch?

    Insgesamt ist die Story interessant, auch wenn ich es nicht als Thriller, sondern eher als spannenden Roman empfunden habe. Kleine Schockmomente mit Gänsehaut waren dabei, sie ließen Handlungen erahnen, leider wurde ich dann enttäuscht, weil nichts passiert ist.

  23. Cover des Buches Mercy Seat (ISBN: 9783406719042)
    Elizabeth H. Winthrop

    Mercy Seat

    (57)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Gabes Frage während des Abendessens fällt ihm wieder ein: Tut es weh? Und dann denkt er an das plötzliche Aufbäumen und den dumpfen Schlag, die Gänsehaut und das Anschwellen, das Zusammensinken und den aufsteigenden Rauch, all die Dinge, für die er heute Nacht verantwortlich ist.«

     

    Louisiana im Jahr 1943. In einer kleinen Stadt kommt ein Lieferwagen mit einem elektrischen Stuhl an, auf dem ein junger Mann sterben soll. Sein Vergehen ist, dass er schwarz ist und ein junges, weißes Mädchen liebt. Ihr Vater überraschte beide beim Liebesspiel und nun soll der achtzehnjährige Will wegen Vergewaltigung hingerichtet werden. Vor Gericht stand die einsame Aussage Wills gegen die der anständigen weißen Bürger und seine Freundin, die theoretisch für ihn hätte aussagen können, brachte sich nach seiner Inhaftierung um.

     

    Das Buch erzählt aus verschiedenen Perspektiven den Tag der Hinrichtung. Dabei wird mehr als deutlich, dass alle wissen, dass das Urteil falsch ist. Angefangen vom Bezirksstaatsanwalt, über den Sheriff, einen Geistlichen und diverse Einwohner der Stadt bis letztlich sogar zu den Wutbürgern, denn die mussten bestimmte Hebel ziehen, um das von ihnen gewünschte Urteil zu erhalten. Für einen weißen Jungen in einem vergleichbaren Fall wäre wohl nie die Höchststrafe verhängt worden und dieser Fakt ist selbst den Leuten klar, die Will für einen Vergewaltiger halten.

     

    Wie erlebt man nun diesen letzten Tag, wenn man von einem schlechten Gewissen geplagt wird? Oder von Wut oder Verzweiflung wegen der schreienden Ungerechtigkeiten auf dieser Welt? Wie erlebt Will diesen Tag, vor dem er sich einerseits fürchtet, der aber auch ein Ende seiner Qualen in Aussicht stellt?

     

    Die kurzen Kapitel mit ständig wechselnden Perspektiven fesseln ans Buch, obwohl man gleichzeitig merkt, wie sehr man in einen Strudel aus Hass und Verzweiflung hineingezogen wird. Ich hätte abwechselnd schreien und weinen können, das Buch ist extrem intensiv und berührt zutiefst, zumal es auch noch auf einem wahren Fall beruht. Alles andere als eine entspannende Lektüre, aber aufgrund der Rassismus-Thematik leider immer aktuell und lesenswert.

     

    Fazit: Extrem intensiv und berührend, dieses Buch lässt einen nicht kalt.

  24. Cover des Buches Zwielicht Classic 4 (ISBN: B00BO58O2Q)
    Tim Svart

    Zwielicht Classic 4

    (6)
    Aktuelle Rezension von: rewareni

     

    Auch im vierten Band aus  ,,Zwielicht Classic 4´´ von Michael Schmidt herausgegeben, findet man wieder eine bunte Mischung Horror in seinen vielfältigen Facetten. Das gruselige und düstere Titelbild von Lothar Bauer lässt schon erahnen, dass es Geschichten gibt, die unter die Haut gehen werden.

    Ein besonderer Klassiker stammt dieses Mal aus der Feder von August Apel, der seine Geschichte ,, Der Freischütz´´  1811 geschrieben hat und als Vorlage der berühmten Oper gedient hat. Eine alte Geschichte, die vom Schreibstil der damaligen Zeit angepasst ist, erzeugt auch heute noch ein mulmiges Gefühl beim Leser.

    Aber auch Andreas Gruber schafft mit seiner Geschichte ,, Der Puppenmacher von Leipzig´´ den Leser sofort in seinen Bann zu ziehen. Man leidet, man bekommt eine Gänsehaut und plötzlich bekommt man ein Ende präsentiert, mit dem man nie im Leben gerechnet hätte.

    Dass man sogar mit einer humorvollen Geschichte punkten kann zeigt der Autor Iven Einszehn in ,, Ich bin so destruktiv´´. Wunderbar geschrieben und trotz der Tragik, muss man einfach schmunzeln.

    Egal ob es düstere Zukunftsvisionen sind, oder unheimliche Ereignisse, die den Protagonisten zur Verzweiflung bringen, man wird immer gut unterhalten und jeder kann sich seine Lieblingsgeschichten heraus suchen.

     

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