Bücher mit dem Tag "tötungsmaschine"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tötungsmaschine" gekennzeichnet haben.

15 Bücher

  1. Cover des Buches Cujo (ISBN: 9783641206154)
    Stephen King

    Cujo

     (603)
    Aktuelle Rezension von: Fili_S

    Die Geschichte ist mehr Familiendrama als Horror. Ber dem Klappentext hatte ich die Erwartung, dass die Familie schon von Anfang an gegen ihren infizierten Hund kämpfen muss. 

    Doch dieser Horror fand sich leider nur auf den paar letzten Seiten. 

    Es wird zwar von Anfang bis Ende eine gewisse Spannung aufgebaut, doch diese wird immer wiedermal unterbrochen, so dass das Gefühl von gleich passiert etwas verschwand. 

    Die letzten Seiten, in denen es dann mal zur Sache geht, sind aber gut geschrieben und auch mit dem Horror, den man erwartete hat. Aber eben nur auf den letzten Seiten. 

  2. Cover des Buches Pennerklatschen (ISBN: 9783929497939)
    Andrew H. Vachss

    Pennerklatschen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Eine Graphic novel, die frösteln macht: Nach dem Terror habe sich große Teile der Gesellschaft in die unterirdischen Tunnelsysteme zurückgezogen, wo sich verschiedene Banden bildeten, die in verschiedenen Tunnelabschnitten herrschen, so zB die Game boys oder die Dancing girls in ihren Sextunneln (!). Durch Zufall wird Rajah, damals Anführer der Game boys, weil er die meisten Abzeichen hat, von einem Obdachlosen angerempelt und mit Rotwein befleckt. Als der Wohungslose daraufhin einfach so "abgeballert" wird, kommt das einem Videospiel gleich, so einfach geht das! Bald breitet sich "Pennermord" wie eine Seuche aus, weil jeder sich hervortun will und dafür typische Abzeichen gewinnen will. Als Beweis für das grausame Abschlachten gelten bald abgeschnittene Ohren, die man an einer Kette um den Hals trägt....Erinnert frappierend an "Uhrwerk Orange" oder den "Herrn der Fliegen", ich möchte eine verfilmung anregen (von Tarantino?).
  3. Cover des Buches Meat (ISBN: 9783453433724)
    Joseph D'Lacey

    Meat

     (57)
    Aktuelle Rezension von: mandalotti
    Das war mal nicht der typische Thriller, wo ein Irres rumrennt und irgendwen abmetzelt. Dieses Buch war etwas tiefgründiger und ich denke einiges kann man auch auf die heutige Fleischproduktion anwenden, auch wenn die Kühe hier nicht das waren, was sie zu sein scheinen... Lesenswert!!!
  4. Cover des Buches Der Anwalt (ISBN: 9783499267246)
    Cormac McCarthy

    Der Anwalt

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  5. Cover des Buches Gangsterland (ISBN: 9783570103005)
    Tod Goldberg

    Gangsterland

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Sal Cupertine ist der Nr.1-Killer der Chicagoer Mafia, wo er v.a. für seinen Cousin Ronnie Kehlköpfe zerdrückt und Kopfschüß am liebsten von hinten verteilt. Damit ist allerdings Schluß, als er in eine FBI-Falle tappt und 3 Agents plus Informant töten muß, die ihn erkannt haben. Auf Schleichwegen wird er nach Las Vegas gekarrt, wo er als (Nachwuchs-)Rabbi David Cohen Plattheiten aus Springsteen-und Neil-Young-Songs verbreitet (superlustig!) und für Nachtclubbesitzer und Gönner Bennie Savone unliebsame Zeitgenossen aus dem Weg räumt. Wenn nur der kaltgestellte Schnüffler Jeff Hopper nicht wäre, der bald in Las Vegas` Mustersiedlungen nach ihm sucht...Was ich anfangs für einen x-beliebigen Mafiakrimi hielt, entwickelt sich doch zu einem facettenreichen Krimi, v.a. die Darstellung von Sals aka Davids geistlicher Tätigkeit macht Laune. Und bloß kein Cousin eines Mafiamitglieds sein!
  6. Cover des Buches Kondom des Grauens. Bis auf die Knochen (ISBN: 9783897191372)
    Ralf König

    Kondom des Grauens. Bis auf die Knochen

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Drehbuch zu der kultigen Horror- und Krimiparodie um Luigi (Lutschi) Mackeroni, hartgesottener Cop mit Migrationshintergrund und Hodenverlust. Besagtes Kondom beißt Freiern im Stundenhotel das beste Stück ab. Brüllend komischer Trash mit Starbesetzung, sehr blutig, und ein Riesenerfolg, der aber leider fast nicht mehr im TV läuft. Deutsches Kino wünscht man sich häufiger so frech-makaber!
  7. Cover des Buches Die Abenteuer des jungen Indiana Jones: Felder des Todes (ISBN: B00HPGHUSW)
    unbekannt

    Die Abenteuer des jungen Indiana Jones: Felder des Todes

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    September 1916, in Nordostfrankreich im Bereich der Stadt Verdun tobt der Erste Weltkrieg, und so recht weiß keiner, wie es überhaupt zu so einem Fiasko wie dem "Krieg aller Kriege" kommen konnte. Moderne Waffensysteme ermöglichen schnelleres Abschlachten als zuvor, und die abgehobenen französichen Generäle befehlen Sturmangriffe, während sie lecker Froschschenkel futtern. Der junge Indiana ist ein Motorradkurier hinter den französischen Stellungen und sprachlos wegen dem sinnlosen Sterben. Man bräuchte einen deutsch verstehenden Spion, der nachts die feindlichen Unterhaltugen belauscht....Der Kreigsalltag wird gut geschildert ebenso wie die Verzweiflung der Betroffenen (sofern sie nicht Generäle sind).
  8. Cover des Buches Universal Soldier. Der Roman zum Film. (ISBN: B00CNNQ574)
    Robert Tine

    Universal Soldier. Der Roman zum Film.

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Buch zu dem ganz okayen Actionfilm, das Mr. Tine einfach vom Fernseher abgeschrieben hat: Devereux und Scott geraten 1971 in Vietnam aneinander, nachdem Scott ein ganzes Dorf abgeschlachtet hat und sich aus den Ohren der Opfer und der toten GIs eine Halskette gebastelt hat(!). Beide sterben bei der darauf folgenden Auseinandersetzung, und erleben eine fast biblische Wiederauferstehung in den 90ern als gefühlslose Kampfmaschinen, aber in ihnen schlummert noch irgendwo die Erinnerung. Keine Literatur, nur die Wiedergabe des Drehbuchs.
  9. Cover des Buches Human (ISBN: 9783404207145)
    Alan Dean Foster

    Human

     (2)
    Aktuelle Rezension von: gorgophol
    Dieses Buch ist kurz gesagt eine Frechheit. 
    Als zweiter Teil einer dreiteiligen Reihe besteht sein einziger Zweck darin, Verlag und Autor mit Einnahmen zu versehen. 

    Ende Teil 1: Die Hauptprotagonisten wollen in den Hauptstandort einer "Firma" und fliegen dazu nach Afrika. 

    Ende Teil 2: Die Hauptprotagonisten wollen in den Hauptstandort besagter Firma eindringen... 

    Dazwischen liegen 350 (!!!) Seiten völlig belanglose Reise durch ein futuristisches Afrika, um Tiere zu beobachten und sich gegenseitig immer wieder zu versichern, dass man auf seinem Fachgebiet der/die Bessere ist. 

    Die eigentliche Story um den geheimnisvollen Datenfaden bewegt sich keinen Millimeter weiter bis kurz vor Ende. Nicht einmal der Killer, der den beiden auf den Fersen ist, hat es besonders eilig, weil er lieber hat, dass seine Beute eine Weile flieht??? Also bitte!!! 

    Auch die Hauptprotagonisten verändern sich nicht. Weder innerlich, noch im Verhältnis zueinander. Alles ist genauso wie am Ende des letzten Buches. 

    Mein Mitleid an alle, die sich das auch angetan haben und sogar noch den vollen Preis für diese Frechheit bezahlt haben. 

    Mein Rat: Geht in eine Buchhandlung und überfliegt kurz die letzten 20 Seiten. Das sind die einzigen mit ein bisschen Inhalt, der für die Story wichtig ist (hoffe ich zumindest). 

    Für mich ist dieser Roman eine einzige Verschwendung von Rohstoffen, Lebenzeit und Geld. 
  10. Cover des Buches Gesetz des Todes (ISBN: 9783453437685)
    Robert Crais

    Gesetz des Todes

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Oje, da habe ich Crais grad für eins seiner älteren Bücher so gelobt, und nun das: gelangweilt und uninspiriert heruntergeschriebene Thriller-Dutzendware, in der Joe Pike die Ermordung eines ehemaligen Waffenbruders und von dessen Familie rächen will, Schuld an allem ist die klischeehaft beschriebene Serben-Gang des Michael Dark(!)o, und so plätschert alles dem erwartbaren Ende entgegen. Wenn man nur die Rückseite und den Klappentext gelesen hat, ist man genau so gut über den Inhalt informiert. Zum Abraten, nein danke!
  11. Cover des Buches Rambo (ISBN: 9783453020238)
    David Morrell

    Rambo

     (14)
    Aktuelle Rezension von: MichaelMerhi
    Man mag es zwar nicht glauben, aber das Buch gab es noch vor den Film und hat mit der Leinwandversion nicht viel gemeinsam.
    First Blood ist gewalttätig, blutig und verrückt zugelich.
    Rambo, (den, dank der unzähligen TV wiederholung jedes Kind kennt) ist ein Kriegsveteran der nach dem Vietnamkrieg, probleme hat sich in der Geselschaft einzugliedern.
    Der Sherrif eines kleines Örtchen sieht in ihm einen Stadtstreicher und jagd ihm aus der Stadt, was Rambo jedoch nicht auf sich ruhen läßt und entfacht kurzerhand einen Kleinkrieg an dessen Ende nur Verlierer und tote geben wird.
    EIn wirklich geiles Buch, das ich jedem ans Herz legen möchte und auch daraufhineweisen möchte, das es nicht viel mit der Kinoadabtion zu tun hat.

    Die Volle Rezension findet ihr auf meinen Youtube Kanal:
    https://www.youtube.com/watch?v=Eyc8XMiQCKE



  12. Cover des Buches Freiwillig in den Krieg (ISBN: 9783861245872)
    Jörn Roes

    Freiwillig in den Krieg

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Persönliche Erinnerungen an den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg, aufgeschrieben vom Enkel: Der junge Wilhelm meldet sich freiwillig zur Waffen-SS, um der Armut und dem harten Leben eines Schiffsjungen zu entgehen. Aber der harte Drill und die ersten Kriegserfahrungen stellen diese Entscheidung rasch als Fehler heraus. Eine gelungene Dokumentation der Kriegserlebnisse eines Einzelnen.
  13. Cover des Buches Das schwarze Reich (ISBN: 9783548369167)
    E R Carmin

    Das schwarze Reich

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Ich mag Verschwörungstheorien, nicht weil ich daran glaube, sondern weil mir das abstruse Verknüpfen nicht zusammenhängender Dinge und Ereignisse gefällt. Entsprechend amüsant war für mich auch Carmins Buch. Es ist die wohl umfangreichste Verschwörungstheorie auf dem deutschen Buchmarkt. Für jeden, der sich dafür interessiert, wer in der Welt wirklich die Fäden zieht und was die tatsächlichen Hintergründe für schmutzige Kriege und perfide Politik sind, ist dieses Buch ein ausgesprochener Leckerbissen!
  14. Cover des Buches Das Kartell (ISBN: 9783426308547)
    Don Winslow

    Das Kartell

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Nachdem er Adán Barrera, den mächtigsten Kartellboss Mexikos, in einem US-amerikanischen Hochsicherheitsgefängnis untergebracht hat, zieht sich Art Keller aus dem Drogenkrieg zurück. Sein Exil hat er in einem Kloster gefunden, in dem er Bienen züchtet. Doch der Drogenkrieg geht weiter. Adáns Einfluss reicht so weit, dass er einen Deal für sich abschließen kann, der ihn von den USA in mexikanische »Haft« bringt. Wenig später gelingt ihm die »Flucht« und Arts Ruhestand endet abrupt, als sein alter Chef Tim Taylor ihn um Hilfe bittet. Sein Wissen über die Kartelle und die Barreras speziell ist zu unentbehrlich, um in der Bienenzucht zu vergehen.

    Don Winslows zweiter Teil der Trilogie um den Drogenkrieg um die und jenseits der Südgrenze der USA erschien 2015 bei Droemer. Das Kartell umfasst 832 Seiten und schließt chronologisch an Tage der Toten an.

    Das Buch dreht sich um den US-amerikanischen Drogenkrieg, hauptsächlich in Mexiko. Es gibt Exkurse nach Guatemala und zur ‘Ngrangheta in Europa, außerdem zu den Verwicklungen zum islamistischen Terrorismus. Der weitaus größte Teil der Geschichte spielt aber in Mexiko. Das Buch ist, wie schon Tage der Toten, intensiv recherchiert und orientiert sich im Rahmen an der historischen Realität, die Geschichte selbst allerdings ist Fiktion. Behandelt wird der Zeitraum der Nullerjahre und ein Stück darüber hinaus.

    Wieder zurück im Geschehen muss Art Keller feststellen, dass sich die Kartelle in Mexiko zunehmend brutalisieren. Waren zivile Opfer früher eher die notwendige Ausnahme, nutzt eine zunehmende Zahl von Kartellen sie mehr und mehr als normale Strategie im Krieg. Mexiko wird zum Schlachtfeld – Betonung auf der ersten Silbe -, Städte werden entvölkert, die Kartelle bauen sich paramilitärische Armeen auf und die staatlichen Behörden sind entweder Nutznießer der Kartelle, sehr schnell ausgelöscht oder stehen den Kartellen in Brutalität und Willkür in nichts nach. Im wahrsten Sinne des Wortes zerrieben wird dazwischen die Bevölkerung.

    Auch das Geschäftsfeld der Kartelle beginnt einen Wandel. Ging es früher noch hauptsächlich um Drogenproduktion und -transport, sowie Geldwäsche, etwas Schutzgelderpressung und Straßenkriminalität im Allgemeinen, so wandelt sich dies hin zu den großen internationalen Feldern. Öl wird interessant, ebenso globaler Waffenhandel. Die Kartelle haben astronomische Vermögen aus ihrem Kerngeschäft gezogen, dieses Geld muss irgendwo arbeiten. Gerade das Öl verschärft die Kämpfe um ölreiche Regionen in Mexiko. Winslow nimmt, um die Folgen des Drogenkrieges für die Bevölkerung schonungslos zu verdeutlichen, Ciudad Juárez zu einem seiner zentralen Handlungsorte. Die Stadt litt tatsächlich schwer unter dem Krieg zwischen Kartellen und Behörden und die Handlung ist in all ihrer Brutalität stark an die historischen Ereignisse angelehnt.

    Auch in Das Kartell schwebt zwischen den Zeilen immer Winslows Kritik an der kriminalisierenden Drogenpolitik. Und wie schon im ersten Band zeigt er wieder schonungslos auf, wie alle Kriegsparteien letztendlich von dieser Politik profitieren – auf Kosten der Bevölkerung. Gegen Ende spricht er seine Kritik auch nochmal explizit aus. Eine hervorgehobene Rolle bekommen Journalisten, die nun gezielt Opfer werden, und die Frauenmorde von Ciudad Juárez.

    Anknüpfend an den ersten Teil ist auch Das Kartell zwar ein sehr dickes Buch, wird aber nicht langweilig. Winslow schreibt flüssig, erinnert stilistisch wieder ein wenig an Sin City. Seine Figuren stellt er ausführlich dar, so werden auch die Beweggründe der größten Unsympathen zwar nicht akzeptabel, aber verständlich. Auch die Zivilbevölkerung bekommt durch eigene Figuren und Handlungsstränge viel Raum, um ihr Leid zu vermitteln. Gerade das Dilemma der Journalisten, die ab einem gewissen Punkt entweder gar nicht mehr oder mit der Stimme der jeweiligen Besatzer berichten können, nimmt eine zentrale Rolle ein. Winslow zeigt, wie sich in den Nullerjahren daraus das Aufkommen der Bloggerszene als Parallelfeld des klassischen Journalismus’ entwickelt.

    Das Kartell ist epochal, wie sein Vorgänger Tage der Toten. Der behandelte Zeitraum ist zwar deutlich kürzer, die Handlung dadurch aber nicht weniger mächtig. Das Buch ist lang, erschlägt die Lesenden aber nicht. Und es gibt tiefe Einblicke in ein Stück Geschichte der amerikanischen Kontinente, die wir hier nur am Rande erlebt haben. Absolut lesenswert.

  15. Cover des Buches Kein Land für alte Männer (ISBN: 9783644050617)
    Cormac McCarthy

    Kein Land für alte Männer

     (129)
    Aktuelle Rezension von: letusreadsomebooks

    In der texanischen Wüste stößt der Jäger Llewelyn auf ein Blutbad, das Resultat eines gescheiterten Drogendeals. Er findet zerschossene Pick-ups, Leichen und am Ende einer Blutspur entdeckt er einen Koffer mit über 2 Millionen Dollar. Llewelyn beschließt, das Geld zu behalten und begeht den Fehler, in der Nacht zum Tatort zurückzukehren. Er gerät in das Visier verschiedener Banden und eines Psychopathen.

    Mit seinem von den Coen-Brüdern verfilmten Roman Kein Land für alte Männer kehrt Cormac McCarthy in das Western-Genre zurück. Das Buch ist ähnlich düster und fast schon so apokalyptisch wie sein Meisterwerk Die Abendröte im Westen. Obwohl eigentlich nach dem Fund des Geldes Llewelyn und dessen Flucht mit seiner Frau im Mittelpunkt stehen, wird die Geschichte aus der Sicht des Weltkriegsveteranen Sheriff Bell erzählt, der aus persönlichen Gründen nach Wiedergutmachung sucht.

    Sowohl Bell als auch Llewelyn stehen dem jähen und brutalen Gewaltausbruch in ihrer texanischen Provinz hilflos gegenüber. Die eigentliche Handlung wird immer wieder durch innere Monologe Bells unterbrochen, der vergeblich nach einem Grund für die sinnlose Gewalt sucht, die immer mehr Leben kostet. Besonders das Vorgehen des Psychopathen Chigurh, der seine Opfer mit einem Bolzenschussgerät ermordet und ohne Emotionen nach seinen eigenen Regeln handelt, führt bei den Ermittlern (und Lesern) zu Verstörung.

    Wie es McCarthys Art ist, wird hier kein Wort zu viel oder zu wenig benutzt. Die Dialoge sind eher knapp gehalten und spiegeln das Verstummen und Entsetzen der Figuren, die für die plötzlich einsetzende Gewalt keine Worte mehr finden. Hier versagen alle Erklärungen.

    Die sprachliche Präzision und gleichzeitige Kargheit, mit der McCarthy seine Handlung vorantreibt, ist beeindruckend und ist wie fürs Kino gemacht (was zum Glück bereits passiert ist). Der Leser wird dabei immer tiefer in den Strudel der Gewalt hineingezogen, aus dem es für Llewelyn keinen Ausweg mehr gibt. In den Monologen des Sheriffs kommt der Glaube zum Vorschein, dass früher alles besser war, die Menschen sich noch an Gesetze hielten und es immer einfache Antworten gab. Doch ihm ist selbst klar, wie falsch er damit liegt. Eine Erklärung für die Gewalt liefert der Autor nicht und ist gleichzeitig in der Darstellung nicht pathetisch. Die Gewalt scheint direkt aus einem Albtraum zu kommen.

    Mit seinem szenisch geschriebenen Roman Kein Land für alte Männer hat Cormac McCarthy die perfekte Vorlage für den gleichnamigen Film geliefert. Durch die Inszenierung und sprachliche Präzision lässt er Leser genauso sprachlos zurück wie seine Figuren, die angesichts der Brutalität zu verstummen scheinen. Am Ende erreicht er nicht ganz das Niveau von Die Straße und Die Abendröte im Westen. Dafür ist dieser Roman zugänglicher und setzt sich ebenso mit philosophischen Fragen auseinander, wenn auf melancholische und düstere Weise.

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