Bücher mit dem Tag "toleranz"
283 Bücher
- Laura Kneidl
Someone New: Special Edition
(1.682)Aktuelle Rezension von: Another-Ich mag Laura Kneidls Schreibstil sehr und finde ihre Bücher sehr positiv und authentisch. Auch Someone New hat in der Hinsicht dies wieder bestätigt und widergespiegelt.
Zu Anfang und irgendwie gespoilert bin ich trotz allem gut in die Story gestartet und hatte auch immer den Drang weiterzulesen, trotz der Infos die ich dachte schon zu haben. In der Mitte ca. flachte der Spannungsbogen für mich ab und ich habe dann erstmal lange Pause gemacht.
Schlussendlich entschloss ich mich dafür es zu beenden und es stellte sich heraus, dass ich doch keine Ahnung hatte in welche Richtung diese Story geht und mich hat Julians Geheimnis dann wirklich kalt erwischt. Mit einer gehörigen Portion Drama, die ich auch sehr genossen habe an dieser Stelle. Die Charaktere, das Setting und der Schreibstil sind wirklich klasse und gut ausgearbeitet. Die Geschichte ist bestimmt nicht für Jedermann im New Adult Bereich, aber man sollte einen Versuch wagen. Zumindest das Leseerlebnis war dadurch sehr aufregend und hat bei mir auch nachgehallt. Ich konnte Micah und Julian ins Herz schließen und hatte nicht wirklich Probleme mit ihren Entscheidungen und auch Julian konnte ich sehr gut verstehen. Einen Stern ziehe ich ab durch die entstandenen Längen und die Verbindung der Protas, die bei der Thematik hätte noch inniger sein können, da es manchmal etwas aufgesetzt wirkte. Alles in allem hätte die Story noch deeper sein können, gerade auch die Sidestory mit Adrian.
- Angie Thomas
The Hate U Give
(747)Aktuelle Rezension von: Isabelle_Kocher"The Hate U Give" behandelt das Themen wie Rassismus, Polizeigewalt und Black Lives Matter, jedoch erzählt aus der Perspektive eines 16-jährigen Mädchens. Dadurch wirkt die Geschichte nahbarer und berührt auf eine viel intensivere Weise. Statt den Fokus auf die harten Fakten der zu richten, wirkt dieser Roman fast philosophisch, wenn die Hauptfigur, Starr, sich fragt, was falsch und was richtig ist, was es wert ist, dafür zu kämpfen und wie sie die zwei Welten, in denen sie lebt, miteinander vereinen kann. Besonders gut hat mir an diesem Buch gefallen, dass es der objektiven Berichterstattung unserer Nachrichten nun ein persönliches Gesicht verleiht. Wir sehen nicht mehr einen Afro-Amerikaner, der erschossen wird - wir sehen ein Mädchen, dass sich an die vielen Momente der Freundschaft mit einem Jungen erinnert, dessen Leben nun viel zu früh endet, während sie ohne ihn weiterleben muss. Ein Buch, das bewegt und einem die Augen öffnet.
MEIN TIPP: Als englisches Audiobook kommt die besonderes Sprache des Buchs am besten zur Geltung! - TJ Klune
Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte
(926)Aktuelle Rezension von: jenvo82"Das Leben wurde letztendlich immer zu dem, was man daraus machte. Es hing alles von den Entscheidungen ab, die man traf, von den großen ebenso wie von den kleinen."
Inhalt
Linus Baker ist ein engagierter Mitarbeiter der Behörde für magisch Begabte und arbeitet schon seit vielen Jahren dort. Er inspiziert Waisenhäuser, in denen Kinder mit magischer Begabung untergebracht sind und überprüft alles nach den Richtlinien und Verordnungen seiner Behörde. Diesmal bekommt er jedoch einen Sonderauftrag mit allerhöchster Geheimhaltungsstufe. Auf der Insel Marsyas lebt ein gewisser Mr. Parnassus mit seinen 6 Schützlingen ganz allein, eines seiner Pflegekinder soll der Sohn des Teufels höchstpersönlich sein. Linus fürchtet sich zwar etwas, ist aber durch und durch Sachbearbeiter und nimmt die ihm anvertraute Aufgabe sehr ernst. Doch nach 4 Wochen im Waisenhaus von Arthur Parnassus, fällt es Linus schwerer denn je, wieder in sein ödes, einsames Leben zwischen den Aktenbergen abzutauchen, wenn er bedenkt, wie viel Ungeheuerlichkeiten ihn auf der Insel erwartet haben und wie diese magischen Kinder sein Leben komplett umgekrempelt haben ...
Meinung
Dieses Buch habe ich für die Themenchallenge 2026 auf lovelybooks gelesen - cozy Fantasy ist normalerweise keins meiner bevorzugten Genres und wird es vermutlich auch nicht werden, doch nachdem meine Freundin von diesem Buch total begeistert war, wollte ich zumindest mal testen. Die Geschichte hier ist wirklich sympathisch auf ganzer Linie. Die Handlung zeigt immer das Gute im Menschen, macht deutlich, wie wertvoll Unterstützung und Zuwendung sein kann und das Vorurteile nicht immer auf Wahrheiten basieren. Es liest sich locker und leicht und ist schon für junge Leser geeignet. Die Magie ist hier sehr präsent, weckt aber nur das Interesse für die Individuen im einzelnen. Auch die beiden Hauptprotagonisten agieren liebevoll und ehrlich, führen manch philosophisches Gespräch und entdecken nach und nach immer mehr Gemeinsamkeiten.
Fazit
Dieser erste Band eines mir bis dato unbekannten Autors führt auf eine kleine Insel, auf der sich Sonderlinge verstecken, weil sie befürchten anderswo nur Argwohn zu wecken. Mit Hilfe eines Unbekannten, der bisher weder Freude noch Liebe erfahren hat, schöpfen sie Kraft, um sich ihren Ängsten zu stellen und weichen gleichzeitig seine Einsamkeit auf. Die Idee und den Grundtenor des Buches empfinde ich sehr positiv und ich empfehle dies gern auch einer kindlichen Leserschaft, weil sich alles wunderbar fügt: Menschen wachsen über sich hinaus, übernehmen Verantwortung und finden ihr ganz persönliches Glück, wo sie es nie vermutet hätten. Das Gute im Menschen wird zum zentralen Aspekt der Erzählung und lässt kleine Wunder wahr werden.
- R. J. Palacio
Wunder
(1.132)Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe"Das Universum war nicht besonders freundlich zu August Pullman." Eine unwahrscheinliche (und sehr unglückliche) Kombination verschiedener Genmutationen verursachte Deformationen seines Kopfes und Gesichtes. Im Alter von 10 Jahren, nach zahlreichen Operationen genesen, soll August, der bisher von seiner Mutter zu Hause unterrichtet wurde, eine öffentliche Schule besuche. Dass dies mit einigen Herausforderungen verbunden ist, wissen er und seine Familie genau und wagen es dennoch.
In diesem Buch wird die Geschichte von Augusts erstem Schuljahr erzählt, immer wieder mit Rückblenden in die Vergangenheit. Dabei werden verschiedene Abschnitte von August selbst und Personen aus seinem direkten Umfeld erzählt.
August ist ein ganz normaler Junge: intelligent, neugierig, Star-Wars-Fan. Nur optisch ist er nun eben keine Augenweide und hat auch ein paar gesundheitliche Einschränkungen. Er war mir sofort sympathisch, besonders weil die aus seiner Perspektive erzählten Kapitel so viel Witz und Selbstironie enthalten, dass man ihn einfach mögen muss. Ich habe oft gelacht, viel gezittert und manchmal ein bisschen geweint.
Dieses Buch ist ein wahrer Schatz, der eine Geschichte erzählt, die sich genau so (oder sehr ähnlich) zugetragen haben kann. Eine absolute Leseempfehlung für alle Altersklassen!
- Fredrik Backman
Ein Mann namens Ove
(848)Aktuelle Rezension von: Sanne54Ich denke, der Inhalt ist hinlänglich bekannt. Für mich war Parvaneh, die Nachbarin Oves und Vertreterin einer neuen (Ove suspekten) Generation, der eigentliche Star des Buches, der es auf sehr empathische, aber auch bestimmte Art und Weise immer wieder (unausgesprochen) gelingt, das Leben des Witwers zu retten, der mit allerlei Möglichkeiten versucht sich das Leben zu nehmen, nachdem er kurz nach dem Tod seiner geliebten Frau in den Vorruhestand geschickt wird. Ove selbst ist kein Sympathieträger und will es auch nicht sein, aber sie sieht seine gute Seele.
Darüberhinaus haben mir leider weder der Schreibstil noch der Humor zugesagt, wobei ich die Rückblenden, die nach und nach Einblick in die Biografie Oves geben, gut gefallen haben. Geschickt gelingt es dem Autor mehr und mehr Verständnis für seinen Protagonisten aufzubauen.
Das Ende war mir dann aber doch too much und Oves Entwicklung auf den letzten ca 50 Seiten irgendwie auch nicht glaubwürdig.
Trotz allem natürlich gute Unterhaltung mit guter Botschaft. Auch die Überzeichnung ist natürlich ein probates Stilmittel, aber in dem Fall leider nicht meins.
- Casey McQuiston
Royal Blue
(477)Aktuelle Rezension von: Buntspecht93Eines meiner Lieblingsbücher - auch das Hörbuch! Man wünschte sich Alex und Henry gäbe es in Wirklichkeit und würden das Königshaus und das weiße Haus aufmischen! Die Geschichte handelt von Alex Claremont-Diaz, dem Sohn der US-Präsidentin, und Prinz Henry von England, die sich nach anfänglicher Feindschaft verlieben. Es war stimming, unterhaltsam und ich habe es bereit mehrmals gelesen. Auch der Film dazu ist gut umgesetzt.
- Torsten Woywod
Mathilde und Marie
(213)Aktuelle Rezension von: sydneysider47Worum geht es in dem Buch?
Der Roman spielt in dem Dorf Redu in den Ardennen, in Belgien. Dieses Dorf gibt es tatsächlich. Es ist bekannt für seine 20 Buchhandlungen und das entschleunigte Leben.
In dieses Dorf kommt Marie. Sie braucht Ruhe nach ihrem hektischen Leben in Paris. Vor kurzem hat sie ihre Tante verloren, der sie sehr nahestand.
Jónína aus Island lebt schon eine Weile in Redu und betreibt dort eine Buchhandlung. Marie hat sie im Zug getroffen. In Redu kommen sie sich näher und tauschen sich aus. Wohltuend ist, dass man hier sehr auf die Natur achtet und äußere Einflüsse, wie Fernsehen, Smartphone und Internet nicht wichtig sind.
Als Jónína einige Zeit verreist, schließt Marie Freundschaft mit Mathilde. Mathilde vermisst ihren Mann Jaap, der erst vor einigen Monaten gestorben ist. Marie und Mathilde tauschen sich aus, sie achten beispielsweise auf Vogelstimmen und kochen Marmelade miteinander ein.
Meine Meinung zu diesem Buch:
Die Idee, einen Roman zu lesen, der Entschleunigung bietet und den Leser dazu bringen kann, diese Entschleunigung auch in seinem Leben zu praktizieren, ist gut. Allerdings ist mir dieser Roman oftmals zu entschleunigt. Der Schreibstil ist altertümlich und ausladend. Es gibt viele Dialoge, die oft konstruiert wirken.
Manche Gedanken und Dialoge haben mir gefallen. Ebenfalls nimmt das Buch in der zweiten Hälfte mehr Fahrt auf, nachdem sich die erste Hälfte eher zäh lesen ließ. Das ist positiv.
Ich vergebe drei Sterne.
- Gotthold Ephraim Lessing
Nathan der Weise
(1.365)Aktuelle Rezension von: kira_murasakiIch habe das Buch in der Schule gelesen und hatte - entgegen der allgemeinen Meinung - weniger Probleme mit der Ausdrucksweise als mit der scheinbaren Erhabenheit aller Charaktere. Wirklich ALLE Personen in dem Buch sind auf ihre Art freundlich und höflich und das erschien mir als Jugendlicher nicht nur unauthentisch, sondern grade heraus verlogen. So ist niemand und wenn jemand doch so ist, dass ist er sicher eine große Ausnahme bzw. einer von 100ten; so empfand ich es damals. (Zum Vergleich: Der gute Mensch von Sezuan ist frustrierend, las sich mich aber viel mehr als Abbild der Realität).
Heute sehe ich diesen Punkt etwas anders: Ich glaube, dass Lessing sehr wohl wusste, dass nicht alle Menschen gut sind, aber vllt wollte er durch eine durch und durch gute und freundliche Personenkonstellation zeigen, wie die Welt aussehen könnte, wenn wir uns wieder klar machen: Freundlichkeit ist eine Entscheidung.
Die Figuren könnten aufgrund ihrer unterschiedlichen Ethnien und / oder gesellschaftlichen Stände (arm, reich ect.) einander mit Hass begegnen, aber sie tun es nicht. Zwar werden die Unterschiede zwischen ihnen (z.B. Aussehen, Religion, Reichtum) besprochen, doch werden diese Themen nie ein Grund sich gegenseitig aufzureiben. Dieser Umstand ist es, weswegen ich finde, dieses Buch hat bedingt durch die heutigen gesellschaftlichen Umstände - um nicht zu sagen Missstände - an Relevanz noch hinzugewonnen.
Im Zentrum der Botschaft, die Lessing vermitteln will, steht die viel besprochene Ringparabel; über die auch ich damals eine Erörterung schreiben musste, die für mich aber an Kraft in ihrer Aussage seit meiner Schulzeit an nichts eingebüßt hat.
Neu hinzugekommen ist für mich, dass ich den Kreuzritter (zu denen ich schon damals keine nennenswert gute Meinung hatte) plötzlich als Menschen verstand. Nicht hinsichtlich seiner missionarischen Ambition!; aber sein häufig schlecht gelauntes, getriebenes und mürrisches (eigentlich möchte ich sagen frustriertes) Wesen sind mir als Erwachsener nicht ganz unbekannt. - Gerne habe ich als Leser mitverfolgt, wie er (quasi gezwungen durch das freundliche Wesen Nathans, dem er zuerst mit Verachtung begegnet) im Laufe der Geschichte seine Haltung den Personen in seinem Umfeld ändert und sehr viel aufgeschlossener wird. Hier gibt Lessing das Beispiel das wir offenbar zu allen Zeit gebraucht haben: Es geht!
- Taran Matharu
Die Dämonenakademie - Der Erwählte
(129)Aktuelle Rezension von: SternchenBlauDiese Reihe lief mir irgendwann auf Instagram über den Weg und so habe ich in der Bibliothek danach Ausschau gehalten. Ich bin sehr schnell in der Welt gelandet und von Anfang an gefiel mir sehr gut, dass wir mit Fletcher hier statt "Chosen One" einen "Normalo" als Protagonisten haben. Fletchers High Fantasy Welt ist düster, gerade läuft ein sehr heftiger Ork Krieg, aber in seiner kleinen Heimatstadt hat er andere Probleme: Der eingebildete Sohn des Dorfvorstehers und heimlichen Kredithais mobbt ihn. Doch schließlich beschwört er unabsichtlich einen (total niedlichen) Dämon, muss fliehen und landet auf der Dämonenakademie.
Das Buch liest sich wirklich leicht und beschwingt. Die Welt ist stimmig, die Akademie bringt eine Reihe sympathischer Freund*innen. Es ist zwar keine hohe Kost, weist aber auch immer mal wieder wichtige politische Bezüge auf und positioniert sich klar gegen Rassismus etc. – das finde ich gerade für eine jüngere Zielgruppe sehr gelungen. Es gibt so ein paar kleinere Schwächen im Plot, z.B. ist Fletcher einmal so richtig naiv und kommt nicht auf eine Idee, die uns als Leser*innen meilenweit anschreit. Und ein paar Entwicklungen sind auch eher vom Plot abgeleitet, als von der Plausibilität der Figurenmotivationen.
Trotzdem: Mir hat die Lektüre so viel Spaß gemacht, dass ich mir jetzt die komplette Reihe in einem Band gekauft habe, weil es den 2. Band in unserer Bibliothek nicht gibt (nur wieder den 3.) und es die Einzelbände nur noch digital erhältlich sind (so dass ein Wunschbuch auch etwas schwierig werden würde). Und DAS spricht definitiv für das Buch.
Macht wirklich Spaß, daher vergebe ich 4 von 5 Sternen.
- Sarina Bowen
The Ivy Years - Solange wir schweigen
(291)Aktuelle Rezension von: blue-jenMichael Graham ist geschockt, als er erfährt, dass das neueste Mitglied des Eishockeyteams ausgerechnet John Rikker ist - der Einzige, der Michaels größtes Geheimnis kennt. Michael weiß augenblicklich, dass für ihn alles auf dem Spiel steht, was er sich am Harkness College aufgebaut hat. Denn auch nach all den Jahren kann Johns Lächeln allein seine Welt aus den Angeln heben.
Die Geschichte beginnt ohne großen Vorlauf, man ist direkt im Geschehen und es dreht sich wieder um ein Mitglied aus dem Eishockeyteam. Sehr schön ist, das man die Protas aus den anderen Büchern an der ein oder anderen Stelle wiedertrifft. Da fühlt man sich quasi als würde man nach Hause kommen.
Der aufbau gefiel mir sehr gut, man lernt Graham und Rikker immer besser kennen und kann ihre Gefühle und Handlungen immer besser nachvollziehen. Beide sind tolle charaktere, die jedoch nicht hichgelobt sind odern realistisch dargestellt sind, sodass man sich hier viel besser hineinversetzten kann. Leider hat das Buch auch ein zwei traurige Aspekte. In der heutigen Zeit sollte keiner solche Ängste und Zweifel haben wegen eines Coming- Outs. Die Autorin beleuchtet alle Seiten sehr gut. Das macht das Buch sehr gut lesbar.
Für mich der bisher beste Teil der Reihe
- Karin Kalisa
Sungs Laden
(151)Aktuelle Rezension von: LottchenDiese Geschichte liest sich wie ein modernes Wohlfühlmärchen. Alles fängt an mit Sungs Sohn, der ein Kulturgut aus Vietnam mit in die Schule nehmen soll. Er fragt seine Großmutter und gemeinsam schleppen sie eine alte Holzpuppe zur Aula, wo die Großmutter mithilfe der Puppe eine berührende Geschichte erzählt, die in Prenzlberg vieles in Gang setzt, was noch lange nachwirken wird.
Mir hat der Erzählstil der Geschichte sehr gut gefallen. Man hat das Gefühl, das man am Rande steht und zuschaut, obwohl man mittendrin ist. Die Erzählstimme greift manchmal vor oder zurück, was dazu führt, dass man als Leser neugierig bleibt oder manche Zusammenhänge besser versteht.
Obwohl das Buch sich locker liest und viel Spaß bereitet, muss man sich schon ein wenig konzentrieren, da oft von Person zu Person gesprungen wird und man da aufpassen muss, den Faden nicht zu verlieren. Mir hat das aber sehr gut gefallen, weil man immer wieder neue Sichtweisen kennenlernt und jedes Mal aufs Neue überrascht wird.
Insgesamt eine unterhaltsame, warme Geschichte über einen herrlichen Stadtteil in Berlin, in der Wunder wahr werden. Ich habe viel über Vietnam und das Leben der vietnamesischen Gastarbeiter in der DDR gelernt, aber auch über, was es bewirken kann, wenn Menschen mal ihre Scheuklappen ablegen und miteinander in Dialog gehen.
Eine großartige, hoffnungsvolle Geschichte, die mich oft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Lesenswert!
- Alex Gino
Melissa
(198)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisGeorge ist ein feinsinniger Zehnjähriger, der die weibliche Hauptrolle im Theaterstück beim Schulfest spielen möchte. George möchte sich aber auch die Haare wachsen lassen, liebt die Farbe rosa und liest heimlich Mädchenzeitschriften. Und eigentlich möchte George Melissa genannt werden und als Mädchen wahrgenommen werden. Doch alle Welt sieht nur den Jungen, als der sie geboren worden ist.
Alex Gino hat mit diesem Buch, das bereits unter dem Titel „George“ veröffentlicht worden ist, sehr feinfühlig und empathisch die Gedanken von George/Melissa, warum sie so ist, wie sie ist, dargestellt.
Schon von Anfang an habe ich George nicht als Jungen gesehen, denn zum einen erzählt der Autor die Geschichte in der dritten Person und verwendet stets das weibliche Pronomen und zum anderen ist George siehe George Sand auch als Frauenname bekannt.
George/Melissas Gedanken, ihre Ängste und Nöte werden einprägsam dargestellt. Allerdings halte ich ihre Empfunden und die Ausdrucksweise für eine Zehnjährige ein wenig zu erwachsen.
Geschickt sind die Reaktionen der Mutter und des älteren Bruders dargestellt. Während der Bruder Melissas „Geständnis“ eher neutral sieht, ist die Mutter zunächst verunsichert und reagiert ziemlich schroff. Doch Melissa lässt sich nicht beirren. Zusätzlich findet sie Verständnis bei der Direktorin ihrer Schule.
Fazit:
Gerne gebe ich dieser einfühlsam erzählten Geschichte eines Mädchens, das als biologischer Junge geboren worden ist, 5 Sterne.
- T Cooper und Allison Glock-Cooper
Changers - Kim
(62)Aktuelle Rezension von: SillivLeider ist es zu lange her, dass ich noch Details aus Band 2 kenne, deshalb war ich nicht ganz drin, aber spannender Schluss, so dass ich jetzt keinen Fehler mache und gleich Band 4 lese. Aber es wurde sehr viel hinterfragt und philosophiert, etwas zu viel Geschwafel.
Kim lernt selbstbewusst zu sein. Wohnt bei den RaChas und merkt, was Haushalt bedeutet, dass war ganz gut so.
- Carolin Emcke
Gegen den Hass
(53)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerWer sich auch nur ein wenig im Internet bewegt, weiß es schon lange: die Menschenfeinde versuchen lautstark, organisiert und hemmungslos ihren Hass als die wahre Meinung des Volkes, die aufrichtige Mehrheitsmeinung zu verkaufen. Dass es diesen rechten bis rechtsextremen Rand in jeder Gesellschaft gibt, ist nichts Neues. Dass diese fanatische Minderheit bis zu 20 Prozent der deutschen Gesellschaft ausmacht, könnte man auch seit Jahren wissen, wenn man die entsprechenden Studien verfolgt hätte. Hier haben die bürgerliche Mitte und die Verteidiger der offenen Gesellschaft schlichtweg zu lange weggeguckt. Die autoritären Charaktere mit ihrer Radfahrermentalität (Erich Fromm), nach oben buckeln und nach unten treten, die preußischen Untertanen, versuchen den Diskurs zu okkupieren und ihre Meinung als mehrheitsfähig in die Mitte der Gesellschaft zu transportieren.
„Die Sorge erlebt zur Zeit eine erstaunliche Aufwertung. In der Sorge, so die rhetorische Suggestion, artikuliere sich ein berechtigtes Unbehagen, ein Affekt, der politisch ernst genommen und keinesfalls kritisiert werden sollte. Als seien ungefilterte Gefühle per se berechtigt. Als käme unreflektierten Gefühlen eine ganz eigene Legitimität zu.“
Obsessiver Hass
Erst mit dem Erstarken von Pegida und AfD wacht die im Konsum erstarrte offene Gesellschaft langsam auf. Erst mit dem Rückfall zahlreicher Deutscher in den völkischen Hass-Habitus schrecken Intellektuelle wie Carolin Emcke oder Harald Welzer auf. Es ist dringend an der Zeit die offene Gesellschaft zu verteidigen und sich klar und deutlich als Mehrheitsgesellschaft gegen den Hass zu positionieren. Emckes Plädoyer trifft den Kern der Debatte, was die Reaktionen der besorgten Bürger (u.a. in Amazon Rezensionen und Kommentaren) eindringlich bestätigen. Der Hass ist obsessiv geworden. Und seit geraumer Zeit werden aus den Worten auch Taten. Was Sarrazin, Pirinçci, Don Alphonso (Rainer Meyer), Höcke und sonstige Protagonisten der Neurechten sprachlich und gedanklich vorbereiten, führen die Hohlköpfe der neuen SA, die Hooligans, Kameradschaften, Freundeskreise und wie sich die rechtsextremen Gewaltaffinen auch nennen mögen, auf den Straßen aus.
„Den Hass und die Angst schüren nicht zuletzt die, die sich von ihm Gewinn versprechen. Ob die Profiteure der Angst in der Währung der Einschaltquoten denken oder in Wählerstimmen, ob sie mit einschlägigen Titeln Bestseller produzieren oder sich mit griffigen Schlagzeilen Aufmerksamkeit verschaffen – sie alle mögen sich distanzieren von dem sogenannten »Mob« auf der Straße, aber sie wissen ihn ökonomisch für sich zu nutzen.“
Mehr noch, muss man hinzufügen, sie sind sich in der Sache einig, lediglich die Methoden halten sie für falsch. Es ist diese Allianz der Hetzer mit dem Mob, die das gesellschaftliche Gefüge gefährden und der Menschenfeindlichkeit den Nährboden bieten. Carolin Emcke beginnt „Gegen den Hass“ mit genau solch einer Melange aus Worten und Taten. Clausnitz, wiedermal ein deutscher Ort, nach den überwunden geglaubten 90er Jahren, der zu einem Symbol des Hasses geworden ist.
„Clausnitz ist nur ein Beispiel für den Hass und die Raster der Wahrnehmung, die ihn vorbereiten und formen, die Menschen unsichtbar und monströs zugleich machen. In Clausnitz traf es einen Bus mit Geflüchteten. In anderen Städten, in anderen Regionen trifft es Menschen mit einer anderen Hautfarbe, einer anderen Sexualität, einem anderen Glauben, einem uneindeutigen Körper, es trifft junge oder alte Frauen, Menschen mit einer Kippa oder einem Kopftuch, Menschen ohne Obdach oder ohne Pass, was immer gerade als Objekt des Hasses zugerichtet wird. Sie werden eingeschüchtert, wie in diesem Fall, oder kriminalisiert, sie werden pathologisiert oder ausgewiesen, angegriffen oder verletzt.“
Als zweites Beispiel für „Hass und Missachtung“ führt Emcke den institutionellen Rassismus in den USA an. Es ist ein Beispiel, exemplarisch und nicht der Fingerzeig auf andere. Der institutionelle Rassismus ist kein Problem der USA, dort hat er lediglich eine spezifische Geschichte mit einer spezifischen und nicht einfach übertragbaren Ausprägung. Aber die Strukturen des Rassismus, die Missachtung des Lebens, die Menschenfeindlichkeit sind sehr wohl auch bei uns auszumachen.
Der Mord an Eric Garner und sein Ausruf „This stops today“ ist Warnung, Mahnung und Aufforderung an alle Demokraten sich den Hass entgegenzustellen. Wie Harald Welzer es in „Wir sind die Mehrheit“ schrieb: Die Weimarer Republik scheiterte nicht, weil sie zu viele Feinde hatte, sie scheiterte, weil sie zu wenig Freunde hatte. Ebenso wie Welzer ruft Emcke dem Leser zu: Werdet Freunde der offenen Gesellschaft! Stellt euch gegen den Hass! Wir sind die Mehrheit!
Der zweite Teil des Buches ist der Versuch den Kern der völkischen Ideologie, wie sie im Rassismus, bei Pegida, AfD und Neurechten gepflegt wird, aufzudecken: Homogen, Natürlich, Rein. Die Dreifaltigkeit der Einfältigkeit. Die Nähe von Neurechten, besorgten Bürgern und Islamisten wird hier besonders deutlich. Die Fundamentalisten sind immer gegen das vermeintlich Unnatürliche, das Unreine, die Biologisierung der eigenen Ideologie, der eigenen Ressentiments. Menschenfeinde sind Menschenfeinde – auch wenn sie es, geblendet von ihrem Hass, nicht erkennen werden.
Emcke schließt das Buch mit dem dritten Teil, einem Plädoyer für den Pluralismus, die offene Gesellschaft. Hinter allem steht die Mahnung Eric Garners: Es muss heute aufhören! Der Hass muss aufhören.
Während der erste Teil des Buches im journalistischen Stil geschrieben ist, dominiert im zweiten und dritten Teil ein philosophisch-akademischer Ton. Hierdurch wird meines Erachtens Potenzial verschenkt. Solche Bücher bedürfen einer großen Reichweite. Dass die besorgten Bürger das Buch nicht lesen werden, versteht sich von selbst. Aber die Mehrheitsgesellschaft besteht nicht nur aus Akademikern und Intellektuellen. Das ändert aber natürlich nichts an der Wichtigkeit des Buches und der trefflichen Analyse und Argumentation.
- Rafik Schami
Eine Hand voller Sterne
(132)Aktuelle Rezension von: nhl55-
Kurzer Inhalt:
Das Buch verschafft den Lesern ein Einblick in das Alltagsleben eines armen Bäckerjungen aus Damaskus, der mehrere Jahre hinweg ein Tagebuch führt und über alle möglichen Ereignisse aus seinem Leben erzählt.
Die Leser verfolgen seinen größten Traum mit, Journalist zu werden, um gegen die Ungerechtigkeiten in seinem Land anzukämpfen und die Wahrheiten der Regierung ans Licht zu bringen. Jedoch stehen ihm viele Barrieren im Weg. Die größten Barrieren sind die sozialen Ungleichheiten und die politischen Probleme, die in Syrien herrschen. Die Lebenssituation von verschiedensten Menschen mit unterschiedlichen Religionen, Berufen und Geschichten werden dem Leser nahgebracht.
Damaskus galt als die vielfältige Stadt, in dem sich verschiedene Ethnien, Religionen und Menschen mit ihren Geschichten verbinden und in Frieden miteinander leben können
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Von einer Skala von 1-10
7,5 :)
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Was ich sehr cool fand, war…
Dass man einen realitätsnahen Eindruck in das damalige Leben in Damaskus erhalten konnte.
Durch die Nähe zum Ich-Erzähler konnte man sich in bestimmte Lagen besser hineinversetzen und sich >mitten im Geschehen< wiederfinden. Ich bin dankbar, dass Buch gelesen zu haben, weil ich Damaskus/Syrien schon immer für seine Geschichten bewundert habe.
Durch dieses Buch habe ich erneut eine Bestätigung bekommen, was das Land an historischer Bedeutung mit sich trägt.
Außerdem finde ich es erstaunenswert, wie eine schlechte Regierung das Leben von so vielen Menschen beeinflussen kann und was für einen Einfluss das insbesondere auf die Jugendlichen haben kann.
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Kritik
-> ist nicht für jeden etwas
-> man sollte sich schon für die syrische Geschichte sowie die Kultur interessieren
-> Die "Ich" Perspektive kann einen durcheinander bringen
-> Es gibt einige Charaktere (man kann es aber gut mitverfolgen)
-> 1987 wurde es veröffentlicht... dementsprechend spürt man "das ältere leben" !
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- Alicia Zett
Wie Wellen im Sturm
(135)Aktuelle Rezension von: Bianca_CimiottiWas für eine süße Geschichte. Ein toller Start der Reihe. Hier geht es nicht nur um queere Liebe, sondern um auch um Selbstfindung, Outing um Gemeinschaft und Freundschaft, sowie Zusammenhalt. Freunde die dich so nehmen wie du bist und dich nicht ändern wollen. Zum ersten Mal sehe ich auch eine Pronomen Tabelle, Neopronomen.
🤔Ob ich mich daran gewöhnen konnte?
Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. In meinem Umfeld kenne ich zumindest keinen der sie anwendet. Es würde wahrscheinlich eine ganze Weile dauern, bis ich sie drauf hätte. Einfach weil es noch immer so ungewöhnlich ist.
Louise wird in ihrer Schule ausgegrenzt, nach dem sie ein Mädchen geküsst hat. Sie flüchtet sich daher in ihre selbstgeschriebene Fantasy-Geschichte, in der sie auch ihre Gefühle verarbeiten kann. Den sie liebt es zu Schreiben. Auch in diese Geschichte darf man als Leser eintauchen.
Ein Stipendium ermöglicht ihr den Schulwechsel auf ein renommiertes Internat namens Schloss Mare an der Nordsee. Doch nun steht ihr Leben erst Recht Kopf. Im Fußball Team des Internats findet sie schnell Anschluss und Freundschaften. Auf dem Internat kann sie auch endlich ohne schlechten Gewissen ihrer Leidenschaft dem Schreiben nach gehen. So erfahren wir von ihrer Fantasie Geschichte von Kimari und Prinzessin Liana. Kimari ist eine Kriegerin. Sie spukt auch oft in Louises Kopf und feuert sie gedanklich an mutig zu sein. Mutig zu ihren Gefühlen und diese auch mitzuteilen. So kommt es manchmal zu witzigen Wortwechsel.Interessant finde ich auch, dass es im Internat eine >Queere & Friends-AG<gibt. Ich glaube so etwas sollte es mittlerweile auf jeder Schule geben. Eine Gemeinschaft in der man sich unter Gleichgesinnten austauschen kann. Mut zu sich zu finden.
Ich freu mich auf den zweiten Teil. Durch den angenehmen Schreibstil und der schönen Geschichte bin ich nur so durch die Seiten geflogen.
- Caroline O'Donoghue
All Our Hidden Gifts - Die Macht der Karten (All Our Hidden Gifts 1)
(159)Aktuelle Rezension von: DianaECaroline O Donaghue – All our hidden Gifts, Die Macht der Karten
Maeve Chambers, Schülerin und zum Nachsitzen verdonnert, soll ein altes Lager in der Schule aufräumen und findet dabei ein altes Tarotspiel. Plötzlich ist sie beliebt und ihre Mitschüler wollen sich die Karten legen lassen, denn Maeves Vorhersagen treffen allesamt zu.
Als sie ihrer ehemaligen Kindheitsfreundin ebenfalls die Karten legt und eine besondere Karte zieht "Die Mamsel", verschwindet kurz darauf Lily. Ihr Bruder Roe ist verzweifelt und Maeve gibt sich die Schuld an Lilys verschwinden. Auf der Suche nach Lily kommen sie sich näher.
Ist es Zufall, dass ausgerechnet jetzt eine sektenartige Gruppe, "Die Kinder Brigids" ihre religiösen Ansichten deutlich vertreten und dabei vor Gewalt nicht zurückschrecken? Ihr charismatische Anführer ist manipulativ. Könnte Lily seinem Charme erlegen sein?
Gemeinsam mit ihren Freunden Roe und Fiona macht sich Maeve auf der Suche nach Lily und entdeckt, dass es Legenden und Magie tatsächlich gibt.
Ich habe das Buch schon seit Ewigkeiten in meinem Bücherregal stehen und mir vorgenommen, es dieses Jahr endlich zu lesen. Jetzt weiß ich gar nicht, warum ich so lange gewartet habe.
Die Autorin hat einen lebendigen, humorvollen und modernen Erzählstil. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Die Handlung ist gleichermaßend spannend wie mitreißend.
Da die Protagonisten an der Schwelle zum Erwachsen werden stehen, gibt es manchmal ein bisschen viel Drama, aber das war für mich in Ordnung.
Die Figuren sind lebendig und vielseitig beschrieben, dabei achtet die Autorin auf ein diverses Figurenensemble und stellt auch gleich mit den "Kinder Brigids" erschwerte Bedingungen dar. Denn die sektenähnliche, religiöse Gruppe, die sich unter dem Deckmantel der freundlich-religiösen Ernsthaftigkeit
darstellt, schreckt vor Gewalt nicht zurück.
Im Fokus steht das Tarotspiel und die Magie, dazu die Liebesgeschichte zwischen Maeve und Roe und die ehemalige Freundschaft zu Roe´s Schwester Lily.
Es gibt eine gute, wenn auch langsame Entwicklung der Figuren und obwohl noch nicht alle Fragen geklärt sind, hätte das Buch auch gut als Einzelband funktionieren können. Ich bin gespannt, was die Fortsetzungen parat halten.
Die verschiedenen Schauplätze sind gut ausgearbeitet.
Die Grundstimmung des Buches ist eher düster und teilweise beklemmend. Irgendwie liegt eine bedrohliche Aura über der Geschichte, was gleichermaßend fasziniert aber auch Grusel-Feeling parat hält.
Die Story hat mir gut gefallen. Ja, im Großen und Ganzen ist die Geschichte vorhersehbar, auch wenn es einige Wendungen und Überraschungen gab. Dennoch hat mir der Ansatz mit den Tarotkarten, der Mamsel und die verschiedenen Beziehungsstrukturen, die aufgearbeitet werden mussten, gut gefallen. Natürlich gab es ein bisschen viel Drama, aber das war für mich okay und im Kontext auch passend.
Die Geschichte hat mich neugierig gemacht und so habe ich immer wieder "nur noch ein Kapitel" gelesen, bis da Buch beendet war.
Die Liebesgeschichte ist eher slow slow, aber gut in die Hauptstory eingebettet. Mir hat die Story gefallen und deswegen gibt es auch eine Leseempfehlung von mir.
Das Cover gefällt mir gut, weil symbolisch die vier Elemente vertreten sind, die in dem Buch eine Rolle spielen. Außerdem ist das Auge sehr präsent, was sicher für das zweite Gesicht und die hellseherischen Fähigkeiten der Protagonistin stehen soll. Schöner hätte ich tatsächlich gefunden, wenn sich Tarotkarten auf dem Cover befunden hätten.
Fazit: gute, spannende, eher düstere Fantasy-Geschichte um Magie, Schule, Freundschaft, Liebe und der Preis von Wünschen. 4 Sterne.
- Daniel Speck
Piccola Sicilia
(168)Aktuelle Rezension von: StolliPiccola Sicilia von Daniel Speck ist der direkte Nachfolger von Bella Germania und hat mich erneut mitgerissen, die teilweise sehr bedrückenden Stimmungen, insbesondere in Tunis, waren ganz tief zu spüren.
Die Charaktere waren sehr gut beschrieben, ich konnte mich gut einfühlen. Gerade Yasmina war sehr negativ aber das war wohl so gewollt.
Der Schreibstil wunderbar, ich konnte das Buch oft nicht aus der Hand legen.
Wie in anderen Rezensionen war auch für mich das Ende einfach zu offen aber dies soll ja in Jaffa Road aufgeklärt werden.
- Kent Haruf
Unsere Seelen bei Nacht
(269)Aktuelle Rezension von: AbnunchaUnd in den dunklen Nächten fällt die schwere Erde aus allen Sternen in die Einsamkeit. (Rilke) Unsere Seelen bei Nacht ist ein Titel der es genau trifft. In vielen kleinen Dörfchen würde so eine Geschichte sicherlich für viel Getuschel sorgen, dabei geht das keinen etwas an. Addie macht ihrem Nachbarn Louis ein ungewöhnliches Angebot, ob er die Nächte neben ihr verbringen könnte. Sie schläft nicht gerne alleine und würde ruhiger schlafen, wenn jemand neben ihr liegt, eine ungewöhnliche Bitte. Louis denkt drüber nach und lässt sich letztendlich auf das Abenteuer ein, etwas schüchtern macht er sich im Schlafanzug auf den Weg ins Nachbarhaus. Das Aufsehen im Städtchen bleibt nicht aus, wie kann man daran Anstoß nehmen, wenn jemand seiner Einsamkeit entfliehen möchte und mit jemandem Zeit verbringen will? Die beiden lassen sich zunächst einschüchtern, die Mitmenschen denken auch es geht um eine Beziehung, nein, es gibt auch keinen Sex, nein, eben ein da sein, ein spüren, ein nicht alleine sein und warum sollen sie das nicht genießen. Lassen sie sich am Ende unterkriegen, das gilt es in diesem Buch zu entdecken, ein ungewöhnliches Experiment entsteht, vielen Dank.
- Alice Oseman
Loveless (deutsche Ausgabe)
(180)Aktuelle Rezension von: Janinezachariae"Loveless" von Alice Oseman ist ein wundervolles Buch über Selbstfindung und dass die Liebe viele Seiten hat.
Es geht nicht immer ausschließlich über die körperliche Anziehung oder dass man unbedingt Liebe empfinden muss.
Sie kann sich in den kleinen Dingen verstecken.
Georgia versteht sich selbst nicht und sieht um sich herum all die Pärchen.
Dabei glaubt sie, in einen Jungen verliebt zu sein. Aber ist das wirklich so?
Und was wäre, wenn sie sich in ein Mädchen verliebt?
Wie fühlt sich Verliebtsein an?
Alice Oseman hat eine wundervolle Geschichte geschrieben über die Vielfalt der Gefühle, der Liebe, der Emotionen und Gedanken.
Es ist die Geschichte über Träume, Wünsche, Ängste, der Suche nach sich selbst und dem Licht am Ende eines Tunnels voller düsterer Gedanken.
Dabei geht es nicht nur um Georgia, sondern auch um andere in ihrem Alter. Mit 18 steht die Welt offen. Doch was ist mit den Gefühlen? Müssen wir wirklich einem Schema folgen oder können wir einfach wir sein? Ohne ein Label? Mit Label? Mit all dem, was einen ausmacht?
Warum lesen Jugendliche nicht solche Bücher in der Schule?
Go for it. Follow your flow. Sei glücklich. Finde dich.
Aber pass dich ja in diese Gesellschaft an und wir stopfen dich direkt in eine Schublade?
Brich aus und finde deinen eigenen Weg.
"Loveless" von Alice Oseman ist eine wirklich wundervolle Geschichte, die mich beeindruckt hat! - Harper Lee
Wer die Nachtigall stört ...
(40)Aktuelle Rezension von: TWDFanSTInhalt
Die friedliche Kondheit von Scout und ihrem Bruder Jem wird gestört, als ihr Vater, ein Anwalt, einen neuen Fall übernimmt. Atticus vertritt einen Schwarzen, der beschuldigt wird, ein weißes Mädchen vergewaltigt zu haben. Obwohl Atticus selbst weiß ist, setzt er sich für den Schwarzen ein. Er ahnt nicht, dass er dadurch auch seine Kinder in Gefahr bringt. Denn die weiße Bevölkerung ist über Atticus' Verhalten empört...
Bewertung
"Wer die Nachtigall stört" von Harper Lee ist ein zeitloser Klassiner, den jeder einmal gelesen bzw. gehört haben sollte. Der Roman zeigt deutlich die Vorurteile auf, die in den 1930er Jahren herrschten und die es auch heute noch gibt. Allerdings zeigt sich in der Geschichte, dass auch Scout und Jem nicht ganz vorurteilsfrei sind. So glauben sie ohne mehr zu wissen die Gerüchte über einen Nachbarn, nur um später zu merken, dass alles ganz anders ist. "Wer ist Nachtigall stört" zeigt aber auch auf, wie schwer es ist, gegen Vorurteile anzukämpfen und warum manche den Kampf lieber aufgeben...
- Emily Barr
Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden
(88)Aktuelle Rezension von: martina400„Du erinnerst mich. Du wirst mich erinnern.“ S. 232
Inhalt:
Flora leidet seit sie 10 Jahre alt ist an Amnesie. Doch eines Tages kann sie eine Erinnerung festhalten und schafft es damit bis ans Ende der Welt. Ihr erster Kuss setzt ungeahnte Kräfte frei und mit Hilfe ihrer beschriebenen Arme findet sie den Weg zum Nordpol und ihrer ersten Liebe.
Cover:
Das Cover finde ich sehr schön. Verschiedene Schriftarten, Farben und Verzierungen beleben das Cover.
Meine persönliche Meinung:
Der Klappentext gefiel mir ganz gut. Als ich zu lesen begann und feststellte, dass die Protagonistin erst 17 ist, war ich ein wenig enttäuscht, da ich so Jugendbücher eigentlich nicht lese. Jedoch liest sich dieser Roman sehr schnell und man fällt sofort in die Geschichte hinein. Das Thema Amnesie interessierte mich dann doch sehr. Die Autorin schafft es ohne großen Aufwand den Leser merken zu lassen, wann sich Flora wieder neu redetet, wie sie merkt, dass ihr die Gedanken davon schweben, wie leicht man sie verwirren und ihr etwas falsches einreden kann und wozu sie dann doch fähig ist. Ebenso zeigt sie den schmalen Grad auf jemanden beschützen zu wollen und jemanden in die Selbstständigkeit zu lassen. Dieses Buch ist wirklich gut geschrieben, um so ein schwieriges Thema Jugendlichen nahe zu bringen und zu zeigen wie schwierig es ist, Personen zu vertrauen bzw. wie vorsichtig man sein sollte. Die suche nach Drake zieht sich ein wenig und ist deswegen ein bisschen langatmig, aber trotzdem möchte man wissen wie Flora ihren Weg schafft.
Fazit:
Ein leicht zu lesender Jugendroman, der mit dem Thema Amnesie doch sehr intensiv nachwirkt und alle möglichen Gefühle aufzeigt. - Anthony McCarten
Englischer Harem
(287)Aktuelle Rezension von: Nicole_SutterAls ich den Klappentext las dachte ich nur: Wie kann eine in England aufgewachsene Frau auch nur in Erwägung zu ziehen einem Harem "beizutreten"? 😳 Ein durchaus kritischer Roman in Bezug auf die englischen Behörden mit all ihren Pflichten und Rechten und der Schwierigkeit wirklich das umzusetzen, was sie als Institution auch umsetzen sollten.
Ein wirklich sehr unterhaltsamer Roman mit einem Thema, welches nicht wirklich häufig als Romanhauptthema fungiert.
Ein Mann, drei Frauen = eine Liebesgeschichte.
Witzig, komisch, kritisch und klug.
- Linn Strømsborg
Nie, nie, nie
(143)Aktuelle Rezension von: melis_buchzauberEs gibt Fragen, die wirken harmlos und sind doch tiefgreifend. „Nie, nie, nie“ von Linn Strømsborg kreist genau um eine von ihnen und legt offen, wie selbstverständlich wir Lebensentscheidungen kommentieren und bewerten.
Im Mittelpunkt steht eine Frau, die sich bewusst gegen Kinder entschieden hat. Diese Klarheit bewahrt sie jedoch nicht vor Nachfragen und unterschwelligen Vorwürfen. Besonders deutlich wird dabei, wie fest die Vorstellung verankert ist, dass ein erfülltes Frauenleben zwangsläufig mit Mutterschaft verbunden sein muss.
Besonders gefallen hat mir an diesem Buch die spürbare Nähe zur Realität. Immer wieder wird deutlich, wie schnell eine persönliche Entscheidung zur öffentlichen Angelegenheit wird. Warum glauben wir, ein Recht darauf zu haben, diese Frage zu stellen und weshalb fällt es uns so schwer, ein Nein zu akzeptieren?
In dem Buch geht es in erster Linie um gesellschaftlichen Normen, mit Rollenbildern und mit der eigenen Haltung.
„Nie, nie, nie“ ist ein ehrliches Buch. Es hat mich an einigen Stellen nachdenklich gemacht und mir das Gefühl gegeben, verstanden zu werden.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die bereit sind, gängige Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen. Personen mit unerfülltem Kinderwunsch sollten sich jedoch bewusst sein, dass diese Lektüre emotional fordernd sein kann.























