Bücher mit dem Tag "toll geschrieben"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "toll geschrieben" gekennzeichnet haben.

61 Bücher

  1. Cover des Buches Obsidian - Schattendunkel (ISBN: 9783551315199)
    Jennifer L. Armentrout

    Obsidian - Schattendunkel

     (5.848)
    Aktuelle Rezension von: ban-aislingeach

    Nach dem ihre Mutter und Katy selbst nicht über den Tod des Vaters hinwegkommen können. Trifft ihre Mum die Entscheidung Florida zu verlassen um ein Jahr vor Katys Abschluss nach West Virginia zu ziehen. Mitten in die Pampa und als sie in den ersten Tagen keinen Internetzugang hat bricht eine Welt für sie zusammen. Dann jedoch lernt sie ihre Nachbarn Dee und Daemon kennen. Jedoch sind die Beiden nicht das was sie zu scheinen sein und bald kommt Katy ihrem Geheimnis immer näher.

     

    Am 29.04.2016 ist das Jugendbuch „Schattendunkel“ im Carlsen Verlag erschienen und somit auch der erste Band der Obsidian/Lux Reihe. Das Buch umfasst 397 Seiten und wurde von mir an einem einzigen Sonntag gelesen. Geschrieben wurde es von Jennifer L. Armentrout. Das Buch ist in der ersten Person Singular und zwar aus Katys Sicht geschrieben.

     

    Ich mochte Katy vom ersten Augenblick an und habe zu ihr eine Verbindung gespürt. Auch Dee war mir auf dem ersten Blick sehr sympathisch, das Mädel muss man einfach mögen. Bei Daemon wusste ich lange nicht was ich von ihm denken soll und deshalb werde ich als nächstes nicht Band zwei, sondern den ersten Band aus seiner Sicht lesen.

    Die Nebencharaktere fand ich gut gelungen und deren Handlungen waren für mich schlüssig wie jene der Hauptcharaktere.

     

    Der Schreibstil ist einfach grandios, dieser hat mich tief in die Geschichte hineingezogen und hat mich einfach umgehauen. Für mich war es fast so, als ob ich mit Katy gemeinsam das alles erleben dürfte und ich fand den Anfang der Reihe schon mal sehr gut. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Nun ja die Liebe kam vor, aber nicht so wie man es vielleicht gedacht hat, aber das macht nichts, ich bin sicher in Band 2 bekommt es mehr Platz. Mir hat sehr gefallen wie die Fantasy in die Geschichte geflossen ist und wie man sich das alles vorstellen konnte und wie man die verschiedenen Charaktere langsam näher kennen gelernt hat. Zudem gab es auch sehr spannende Szenen.


     Ich habe das Buch zum zweiten Mal gelesen und es ist für mich ein Lieblingsbuch welcher ich in vielen Jahren bestimmt noch mehr lesen möchte. Deshalb kann ich dieses Buch euch ans Herz legen, wenn ich Jugendbücher mögt.

  2. Cover des Buches Eleanor & Park (ISBN: 9783423626392)
    Rainbow Rowell

    Eleanor & Park

     (1.144)
    Aktuelle Rezension von: Fantasticfox

    Das Cover ist schlicht und schön und auch der Klappentext verrät noch nicht allzu viel.

    Obwohl der Schreibstil toll ist, konnte er mich zu Beginn nicht fesseln und ich fand das Buch sehr langatmig, auch die Thematik kaum interessant.

    Nach ein paar Kapiteln konnte ich mich jedoch damit abfinden und das Buch wurde immer besser, sodass es sich bis zum Ende doch noch in ein wunderschönes Buch geändert hatte.

    Alles in allem also nach einem holprigen Start doch noch toll.

  3. Cover des Buches Plötzlich Fee - Herbstnacht (ISBN: 9783453314467)
    Julie Kagawa

    Plötzlich Fee - Herbstnacht

     (1.349)
    Aktuelle Rezension von: bibis_books_

    Klappentext:

    Am Vorabend ihres siebzehnten Geburtstags findet sich Meghan als Wanderin zwischen den Welten wieder: Sie und Ash, der Winterprinz, wurden ihrer verbotenen Liebe wegen aus Nimmernie verbannt. Nun sind sie auf der Flucht. Denn die Eisernen Feen, denen Meghan im letzten großen Kampf empfindlichen Schaden zufügte, sinnen auf Rache und machen auch vor der Welt der Sterblichen nicht halt. Für Meghan gibt es keinen sicheren Ort mehr. Doch diesmal ist sie nicht allein: Ash weicht nicht von ihrer Seite, seine Liebe zu ihr ist ihm längst wichtiger als das Wohlwollen seiner Mutter Mab. Als sich die Eisernen Feen zu einem neuen Angriff rüsten, kehren Meghan und Ash nach Nimmernie zurück, um zu kämpfen. Denn es steht alles auf dem Spiel: die Zukunft Nimmernies und ihre eigene …

    Rezension:

    Der dritte Teil der Reihe hat mir besser gefallen als die ersten beiden, da man super viel über die Charaktere erfahren hat und auch Ash viel mit Meghan gemacht hat. Mich hat es auch wieder sehr gefreut alte und neue Charaktere kennen zu lernen. Puck tut mir super leid, da er einfach die blöde Karte bei Meghan gezogen hat.

    Die Story fand ich auch wieder ganz spannend und interessant, aber leider konnte auch dieses Buch mich nicht komplett fesseln. Ich hatte trotzdem eine tolle Lesezeit und bin nun gespannt auf den letzten Teil der Reihe.

    Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch ganz gut gefallen hat. Jedoch wird auch dieser Teil kein Highlight für mich. Ich freue mich dennoch auf Band 4.

  4. Cover des Buches Amy on the Summer Road (ISBN: 9783570401323)
    Morgan Matson

    Amy on the Summer Road

     (587)
    Aktuelle Rezension von: _AveryAnn_

    Klappentext:

    Seit dem Tod ihres Vaters hat sich Amy völlig zurückgezogen. Als ob nicht alles schlimm genug wäre, beschließt ihre Mutter von Kalifornien an die Ostküste zu ziehen, und Amy soll nachkommen...im Auto mit einem wildfremden Jungen! Amy ist verzweifelt. Doch dann steht Roger vor ihr- total süß und irgendwie sympathisch. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und sind sich einig: Amys Mom hat sich für den Trip die langweiligste aller Strecken ausgesucht! So begeben sie sich kurzerhand auf eine eigene, wilde Reise kreuz und quer durch die Staaten. Während Amy noch mit ihrer Vergangenheit kämpft, merkt sie, wie sehr sie diesen Jungen mag....

    Ein leicht zu lesendes Buch mit einem angenehmen Schreibstil, wodurch ich nur so durch die Seiten geflogen bin! 

    Mir hat die Idee mit der Reise durch die Staaten unglaublich gut gefallen, da es für mich was total neues und besonderes war. Zudem war das Buch mit vielen kleinen Zeichnungen, Extras und Informationen über die einzelnen Staaten versehen, weshalb das Lesen noch mal viel mehr Spaß gemacht hat! 

    Zwar waren einige Klischees enthalten, die weiterhin jedoch nicht schlimm gewesen sind. 

    Die Protagonistin ist mir teilweise zu schüchtern gewesen, aber natürlich ist jeder Mensch anders, weshalb ich da jetzt auch weiter nichts zu kritisieren habe. De Beziehung zwischen Roger und Amy fand ich süß. Es war gut, dass es einige Zeit gedauert hat bis zwischen ihnen was entstand und er hat ihr geholfen mit ihrer Vergangenheit besser klarzukommen. 

    Für mich eine schöne, tiefgründige Liebesgeschichte/ Urlaubslektüre für zwischendurch, die ich jedem empfehlen würde!

  5. Cover des Buches Still (ISBN: 9783453419346)
    Zoran Drvenkar

    Still

     (236)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Ich kann mich den anderen Lesern nur vollumfänglich anschließen. Ein absolutes Muss für jeden Thriller-Fan.

    Der Schreibstil - anfangs ungewohnt und verwirrend - macht mit jeder Seite mehr Sinn und hat mich in seinen Bann, in den Bann des Buches gezogen. Gibt es Menschen, die so abgrundtief böse sind - ich hoffe nicht und befürchte, dass die Hoffnung vergebens ist.

    Inhaltlich möchte ich hier nichts verraten um nicht unnötig zu spoilern. Lest es und lasst Euch auf diese Geschichte ein!

  6. Cover des Buches Zusammen ist man weniger allein (ISBN: 9783570197134)
    Anna Gavalda

    Zusammen ist man weniger allein

     (3.319)
    Aktuelle Rezension von: Zahn-Fee

    Ein interessantes Buch mit besonderen Protagonisten, welche sich im Zusammenleben mit all ihren verschiedenen Charakteren und  Eigenarten doch irgendwie ergänzen. Herzerwärmend, wie diese Menschen schliesslich den Weg aus ihrer Einsamkeit finden. Ausserdem eine Hommage an Paris, diese Stadt kann ich mir nun recht gut vorstellen, obwohl ich noch nie dort war. Eine schöne Lektüre, ich habe mich keine Sekunde gelangweilt.


  7. Cover des Buches Der Gärtner war's nicht! (ISBN: 9783458362654)
    Tatjana Kruse

    Der Gärtner war's nicht!

     (77)
    Aktuelle Rezension von: UlrikesBuecherschrank

    Konny und Krimhild sind zwei Schwestern die eine weniger gut gehende Pension in er Nähe einer süddeutschen Kleinstadt führen.Beide sind über sechzig und Zwillinge.Als dann eine mehr oder weniger erfolgreiche Band sich in ihrer Pension einnistet und dazu noch der Dauernörgler Herr Bettenberg ist es mit der Ruhe vorbei.Denn es gibt eine Leiche.Konny und Krimhild entpuppen sich als Detektivinnen und das Chaos ist perfekt.

    Der Schreibstil ist leicht,locker und zügig zu lesen.Die Protagonisten sind sehr sympathisch und zum Teil liebenswert.Die Spannung steigert sich kontinuierlich aber der Humor ist allgegenwärtig.

    Fazit:Die zwei Schwestern könnten gar nicht unterschiedlicher sein aber gerade dies gibt der Geschichte das gewisse Extra.Dann gibt es noch Herrn Hirsch dessen größtes Glück sein Aufsitzrasenmäher ist und nicht zu vergessen Amenhotep den Hauskater.Dieser Cosy-Krimi ist witzig,humorvoll,rasant und sehr bildhaft.Ich musste zwischendurch lächeln,schmunzeln und lachen.Die Story ist in meinen Augen etwas schräg,etwas chaotisch und etwas skurril.Die Geschichte ist federleicht und hat für mich das gewisse Flair eines englischen Cosy-Krimis aber die Handlung spielt sich im Norden Baden-Württembergs ab.Auf Dialekt wurde verzichtet aber mir viel das auch gar nicht auf weil einfach sehr viel los ist und immer Aktion angesagt war.Die Story ist  witzig,urkomisch und irgendwie abgefahren.Spannend wird es auch und zwar ab der Mitte des Buches.Wer der Mörder sein könnte ließ die Autorin bis zum Schluss offen.Auch ich musste einige Male umdenken und revidieren.Ich bin auf jeden Fall begeistert von diesem Krimi. Es ist der erste Band einer vierteiligen Reihe. Er ist in sich abgeschlossen. 


  8. Cover des Buches Stille (ISBN: 9783458177241)
    Erling Kagge

    Stille

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Micha835

    Die Aufmachung des Buches macht neugierig auf mehr. Wenn man dann beginnt ist es eine langsame Einführung und dann folgen die Geschichten aus dem Alltag und die Erlebnisse des Autors teilweise unterlegt mit tollen Bildern. Umso mehr man liest umso mehr wird man gefesselt weiter zu lesen. Man schafft es das Buch innerhalb von einem Tag durchzulesen. Viel Wahrheit drin versteckt und man sollte sich dann Gedanken über alle Dinge machen welche man im Leben verwendet und ob dies sinnvoll ist oder nicht. Man sollte wie es der Autor auch mehrfach schreibt mehr an sich denken und mehr einfach die Stille geniessen und mit wenig zufrieden sein denn dann lernt man es auch das Stille das Schönste und Beste im Leben ist.

  9. Cover des Buches Und dann kam Mr. Willow (ISBN: 9783956496837)
    Anna Saalbach

    Und dann kam Mr. Willow

     (41)
    Aktuelle Rezension von: danielamariaursula
    Mirka ist 31 Jahre alt und Germanistin. Eigentlich hatte sie im Studium Träume von einer Tätigkeit als Übersetzerin für Literatur oder an der Uni. Doch wie das Leben so spielt. Vor 7 Jahren zog Jura-Student Ruben bei ihr ein, eigentlich nur vorübergehend, und blieb. Ruben fand, daß Grundschullehrerin doch viel besser für Mirka wäre, wenn er denn mal erfolgreicher Anwalt sei, dann könne sie sich besser um die gemeinsamen Kinder und das Häuschen im Grünen kümmern.... Auch wenn es in ihrer Beziehung nicht mehr so läuft wie am Anfang, rechnet Mirka dennoch ganz fest mit einem Heiratsantrag, während des geplanten romantischen Kurztrips nach London mit ihm. Ihre beste Freundin Rieke, hält zwar gar nichts von dem schönen Ruben, aber sie kennt ihn ja besser, denkt Mirka. Leider nur, bis Ruben bei einem candle-light-dinner in London, mit einer unangenehmen Wahrheit heraus rückt. Die Tochter seines Chefs ist von ihm schwanger und sehr toll er Mirka findet, er ist nun mit ihr Verlobt. Für Mirka bricht eine Welt zusammen, sie läuft in einen der vielen Londoner Parks und trifft dort auf einen kleinen Corgi, der viel treuer als Ruben ist und ihr fortan nicht mehr von der Seite weichen mag. Corgi Mr. Willow ist nun ihr Lichtblick bei ihrem folgenden unfreiwilligen Neuanfang.

    Dieses Buch hatte ich mal letztes Jahr begonnen und frustriert zur Seite gelegt, da ich es im Dämmerlicht nicht lesen kann, die Schrift ist mir dafür zu klein. Als ich aber nun einen hoch gelobten Frauenroman las, den ich schrecklich fand, nahm ich im Freibad dieses Buch zur Hand, um zu testen, ob ich einfach aktuell das Genre nicht mag. Siehe da: Im hellen Sonnenlicht, liest es sich ganz wunderbar! (es hat schon so seinen Grund, warum ich vor kurzem ein Buch über das Älterwerden las). Es wurde also mein Mittagspausenbuch und noch dazu sehr entspannt. Ich habe mich sehr gefreut, endlich wieder eine intelligente Frauenroman-Heldin zu treffen, mit sympathischer Freundin und Nachbarn. Klar, es gibt auch unsympathische Personen wie ihre Schulleiterin und Ex-Freund Ruben ist charakterlich sicherlich kein Vorbild, aber es leuchtet mir ein, wieso Mirka sich von ihm hat einlullen und blenden lassen. Erst einmal scheint er ja wirklich Schwiegersohnqualitäten zu haben, denn seine dunklen Seiten offenbart er nicht sofort, zumindest nicht voll. Da wären natürlich seine angebliche Hundehaarallergie und sein Hang sich von Mirka bedienen zu lassen..... Durch ihren kleinen Hund eröffnet sich für Mirka eine völlig neue Welt: die der Hundebesitzer! Nicht nur, daß Mirka sich dank Mr. Willow nicht einsam fühlt und seine Gegenwart als sehr tröstlich, nein, schon beim Einkaufen der Grundausstattung begegnet ihr der erste Mann im richtigen Alter, mit Hund. Allerdings ist diese Begegnung dann doch eher abschreckender Natur. Doch mit zunehmender Akzeptanz ihrer neuen Situation öffnet sich Mirka auch mehr für die anderen Hundebesitzer und findet in der neu zugezogenen Caren eine angenehme Gassi-Runden-Begleitung. Leider ist Caren für mich ein Kritikpunkt für mich. Caren ist für Mirka beim Kennenlernen ein echtes Highlight, daß ihr hilft, sich wieder mit Freude ins Leben zu stürzen, besonders da Rieke nicht mehr so viel Zeit für sie hat, aber nur wenige Seiten später ist sie auch ebenso schnell aus ihrem Leben verschwunden, wie sie in diesem Roman aufgetaucht ist. Da hätte ich Mirka doch mehr Beständigkeit zugetraut. Es entsteht der Eindruck, als wäre sie vom Lektorat unvollständig heraus gekürzt worden. Aber sie zeigt Mut, Mut ihr Leben zu ändern und selbst in die Hand zu nehmen, Vorurteile abzubauen und hinter die Fassade zu schauen, die die Menschen um sie herum als Schutzwall errichten. Das Ende ist wirklich süß und lässt einen selig lächelnd die Seiten schließen.
    Hinter Anna Saalbach versteckt sich übrigens die erfolgreiche Kinderbuchautorin Antje Szillat, die mit Hund, Pferd, Mann und vier Kinder über genug Lebenserfahrung verfügt, um auch mal das Genre zu wechseln und sich natürlich mit den Zuständen auf Hundewiesen bestens auskennt. Sie weiß wovon sie mit leichter Feder schreibt.

    Ein schöner Wohlfühlroman, der wirklich gute Laune macht, für Hundefans umso mehr.
  10. Cover des Buches Leere Herzen (ISBN: 9783442718382)
    Juli Zeh

    Leere Herzen

     (290)
    Aktuelle Rezension von: some_books_4_you

    LEERE HERZEN


    Ein Buch aus einer Zukunft, die die Gegenwart sein könnte.

    Britta und Babak sind Inhaber der "Brücke" und mit ihrem Unternehmen sehr erfolgreich, loben stets den guten Zweck der Sache. Dass sie Selbstmörder zu Selbtmordattentäter machen? Egal. Politik interessiert sie nicht, die Leute wollen mit ihrem Tod doch einmal für etwas einstehen.

    Aber Gleichgültigkeit und Ignoranz der Tatsache gegenüber, dass Demokratie nicht mehr existiert, können sich nicht ewig halten und in Britta erwacht etwas, dass sich Prinzipien und Gewissen nennt.


    Dieses Buch aus 2017 ässt mich irgendwie ohne Worte zurück, teils auch weil ich das Ende nicht zu 100 Prozent verstehe (was mich echt nervt und mtin Kopf arbeitet die ganze Zeit deswegen). Es wirkt alles so surreal und utopisch, doch die von der Autorin geschilderte Welt ist nicht sehr weit von der heutigen Realität entfernt, Ähnlichkeiten zu bestimmten Gruppierungen und Personen sind sicher nicht zufällig. In 2 oder vielleicht auch 5 Jahren halte ich es leider nicht für unrealistisch, diese Fiktion mitzuerleben.

    Leere Herzen - ein bewegendes Buch, das immer wieder überrascht, schockt. Und eine Welt beschreibt, in der die Menschen leere Herzen haben.

  11. Cover des Buches Gipfeltreffen (ISBN: 9783037630778)
    Blanca Imboden

    Gipfeltreffen

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Joenna

    Gipfeltreffen heisst das Buch von Blanca Imboden. Die Geschichte dreht sich um den Urmiberg in der tiefen Innerschweiz.

    Es ist der folge Roman von Wandern ist doof. Aber man kann auch Gut mit diesem Buch starten und ist sofort mittendrin. Conny führt mittlerweile das Bergrestaurant Urmiberg mit Seilbahn. Wer von der Wandergruppe kommt auf den Urmiberg? Es gibt natürlich ein paar Überaschungen.

  12. Cover des Buches Besetzte Gebiete (ISBN: 9783462001068)
    Arnon Grünberg

    Besetzte Gebiete

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwurm1973

    Kadoke hat seine Grenzen als Psychiater überschritten. Er hat eine junge Frau, die als austherapiert galt, bei sich aufgenommen. Er nannte dies alternative Therapie. Jedoch hat sich die junge Frau, Michette, von ihm abgewendet. Sie verliebt sich in einen Schriftsteller, bei dem sie dem Psychiater einen Missbrauch vorwirft. Sie spielt ihre Rolle medienwirksam gut. Worauf Kadoke seine Zulassung verliert. Als er versucht sein Leben irgendwie zu ordnen, steht die entfernte Cousine Anat vor der Türe. Er folgt ihr mit seinem Vater nach Palästina in eine fundmentalzionistische Siedlung.

     Dieser Teil habe ich mit wenigen Abstrichen sehr gerne gelesen. Ich kannte Arnon Grünberg nicht. Aber bis hierhin hat mich das Skurrile nicht gestört. Hin und wieder sind solche Geschichten amüsant. Mich hat etwas anderes gerstört. Der Leser wird direkt in den MeeToo-Skandal hineingeworfen. Das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass die alternative Therapie bereits im Roman „Das Muttermal“ abgehandelt wurde.

    Nun ist Kadoke in Palästina und da wurde es mir dann doch zu überdreht und zu skurril. Da habe ich dann oft nur noch quergelesen, in der Hoffnung auf Passagen wie am Anfang zu finden. 

  13. Cover des Buches Ein amerikanischer Traum (ISBN: 9783423345705)
    Barack Obama

    Ein amerikanischer Traum

     (82)
    Aktuelle Rezension von: butterflyinthesky
    Klappentext:
    Seit Barack Obama für das Amt des US-Präsidenten kandidiert hat, begeistert er die Menschen: Er verkörpert die weltweite Sehnsucht nach einer Politik des Friedens und der Menschlichkeit. Aufgewachsen unter ärmlichen Verhältnissen in Hawaii und Indonesien, musste Barack nach seiner Rückkehr in die USA erleben, wie er wegen seiner Hautfarbe diskriminiert wurde. Dies weckte seinen Ehrgeiz, der ihm zunächst eine glänzende juristische Laufbahn eröffnete und dann seinen furiosen Aufstieg als Politiker der Demokraten begründete. Wer nun seine Familiengeschichte liest, spürt, dass in ihm auch ein begnadeter Erzähler steckt

    Meine Meinung:
    Ich war schon lange ein Fan von Barack Obama. Ehrlich gesagt weiß ich nicht wieso, denn ich habe ja nichts mit der Amerikanischen Politik zu tun. Ich fand es toll mal etwas über sein Privatleben zu lesen. Vor allem weil es damals (und heute leider immer noch) richtig schwer war für Afro-Amerikaner respektiert und aufgenommen zu werden!
  14. Cover des Buches Kein Dach über dem Leben (ISBN: 9783499632945)
    Richard Brox

    Kein Dach über dem Leben

     (13)
    Aktuelle Rezension von: monerl

    Kurzmeinung

    Genre: Autobiografie

    Handlung: Richard Brox erzählt aus seinem Leben, seiner Kindheit und Jugend, der Drogenabhängigkeit und wie er auf der Straße gelandet ist. Er gibt uns Einblicke in das Leben eines freien Berbers.

    Schreibstil: Richard Brox wurde unterstützt durch Dirk Kästel und Albrecht Kiesner. Die Erzählungen sind offen, ehrlich und mutig, denn Richard Brox nimmt kein Blatt vor den Mund. Im Nachwort schreibt Dirk Kästel über die gemeinsame Recherche mit Richard Brox. Er bringt sogar einige Nachweise, die z.B. belegen, dass Richards Eltern in KZ´s waren. Im Vorwort erzählt Günter Wallraff über Richard Brox, wie er ihn kennengelernt hat, als er seine Reportage über Obdachlose “Unter Null” machen wollte. Sehr interessant!

    Ende: Das Buch endet mit dem schönen Traum Richards, der ein Hotel für Obdachlose bauen und betreiben möchte, in dem sie respektvoll behandelt und akzeptiert werden würden. Ich hoffe, es gelingt ihm!

    Fazit: Ich kann absolut JEDEM dieses Buch empfehlen! Es sensibilisiert und genau das ist nötig. Wie oft werden Obdachlose abschätzig und vorurteilsbehaftet behandelt. Dabei sind auch sie keine homogene Gruppe, wie Richard Brox aufzeigt. Es eint sie, dass sie Außenseiter sind, aber ein jede*r hat sein eigenes Schicksal und Gründe, um auf der Straße zu sein. Ich weiß nun noch mehr, warum es immer gut war, etwas Geld in den Hüten Obdachloser zu hinterlassen. Und wer es nicht weiß, sollte sich umgehend dieses Buch kaufen und lesen!

    Richard Brox ist zu einer Berühmtheit geworden, da verschiedenen Journalisten durch seinen Blog “Ohne Wohnung – Was nun?” auf ihn aufmerksam wurden. Auf dem Blog führt und bewertet er Obdachlosenunterkünfte in Deutschland. Seine Bewertung hat schon dazu beigetragen, dass Unterkünfte verbessert oder auch geschlossen wurden. Eine tolle Idee und Unterstützung für Menschen, die nicht wissen, wohin sie gehen und sich wenden sollen, wenn sie plötzlich ohne Dach über ihrem Leben dastehen. Absolute Leseempfehlung!


  15. Cover des Buches Das Universum in deiner Hand (ISBN: 9783406714481)
    Christophe Galfard

    Das Universum in deiner Hand

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    In seinem Vorwort gibt Christophe Galfard zwei Versprechen. Zum einem gibt es nur eine Formel in dem Buch (und zwar die bekannte Gleichung E = mc²) und zum anderen soll das Buch niemanden überfordern. Ich habe so meine bedenken, dass dem wirklich so ist.

    Das Universum

    Klar, es gibt wirklich nur diese eine Formel in dem Buch, aber bekanntlich lassen sich Formel auch schriftlich wiedergeben, was der Autor hin und wieder gemacht hat. Zum anderen glaube ich sehr wohl, dass dieses Buch den ein oder anderen überfordern wird.

    Galfard gibt sich zwar durchaus Mühe, die komplizierte kosmologische Materie in einfachen Worten und mit simplen Beispielen zu erläutern, aber es gibt einige physikalische Zusammenhänge, die sich m.E. nicht einfach erklären lassen.
    Die Idee, den Leser als Betrachter durch das Buch und als körperloses Geistwesen auf eine Reise mitzunehmen, hat zwar durchaus seinen Charme, verdeutlich aber nicht unbedingt alle physikalischen Gegebenheiten, weswegen der Autor oftmals diese Erzählebene verlässt, um sachlich die Hintergründe zu erläutern.

    Viel neues bietet das Buch sicher nicht. Diesen Anspruch hat es auch nicht. Vielmehr möchte Galfard den aktuellen wissenschaftlichen Stand der kosmologischen Forschung einer breiten Masse zugänglich machen. Oder besser gesagt einer breiteren Masse, denn jedem wird sich diese nicht ganz einfache Materie auch mit diesem Buch nicht erschließen. Dass sich das Universum ausdehnt und nicht nur die Galaxien voneinander wegdriften ist dabei sicherlich noch die einfachste Tatsache. Wenn es um die dunkle Materie, Paralleluniversen und Quantenprozesse geht, dürfte sicherlich nicht mehr jedermann folgen können.

    Fazit

    Wer kann schon von sich behaupten, den Kosmos zu verstehen (auch wenn viele sagen, dass dieser besser erforscht ist als die Ozeane)? Es ist einfach unvorstellbar, wie klein die Erde im großen Ganzen erscheint und wie die galaktischen Prozesse um sie herum so anders funktionieren, als hier auf der Erde. Diese schwere Materie wird dem geneigten Leser sicherlich mit diesem Buch näher gebracht, das ein bisschen hochtrabend behauptet, jeglichen Aspekt zu betrachten und damit in der Hand des Lesers liegt.

    Dennoch kann ich das Buch jedem empfehlen, der auf eine etwas einfachere Art und Weise die kosmologischen Zusammenhänge nähergebracht bekommen möchte. Es ist eher kein Buch für jedermann, sehr wohl aber für den interessierten Leser.

  16. Cover des Buches Kühn hat Ärger (ISBN: 9783844525540)
    Jan Weiler

    Kühn hat Ärger

     (18)
    Aktuelle Rezension von: evafl

    Martin Kühn ist Hauptkommissar bei der Münchner Polizei. Dort muss er gerade Ermittlungen in einem Mordfall führen, hier kam ein junger Mann ums Leben, den man schlimm zugerichtet aufgefunden hat. Doch auch zu Hause ist es bei Kühn nicht langweilig, mit seiner Ehe läuft es nicht sonderlich gut, das Haus ist auf giftigem Boden gebaut und auch der Sohn hört nicht auf den Vater. Dazu kommt dann noch eine Liebschaft, die einen großen Fehler bedeutet...

    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das Hörbuch aus zwei Gründen lange nicht gehört habe: einerseits ist es ein mp3-Hörbuch, wofür sich das Abspielen als nicht einfach gestaltet, wenn man weder eine Stereoanlage noch ein Auto hat, dass dieses Format abspielt - und eigentlich höre ich nur über diese beiden Möglichkeiten Hörbücher... andererseits habe ich dann noch die Info über dieses Hörbuch bekommen, dass hier wieder nur Probleme behandelt werden, mit denen man sich nicht unbedingt noch belasten muss... nun ja... das erklärt meine Skepsis bezüglich des Hörbuchs.

    Spannenderweise hat es sich für mich dann aber gut ergeben, dass ich mal über längere Zeit mp3s anhören konnte uns so dieses Hörbuch in Angriff genommen habe. Gesprochen wird es von Jan Weiler, dem Autor, selbst. Und mir hat dies unheimlich gut gefallen. Er hat eine sehr angenehme Stimme, spricht alles sehr verständlich und ist wirklich gut darin, wie er seine Stimme für sämtliche Personen immer wieder toll verstellt. Das macht das ganze Hörbuch auch sehr abwechslungsreich - was gerade bei einer Dauer von ca. 11 Stunden und 13 Minuten (!) auch irgendwie wichtig ist.

    Auch inhaltlich ist es sehr verständlich, wenngleich oftmals irgendwie auch dramatisch. So schön manche Schilderungen und Entwicklungen darin sind, so heftig sind andere Sachen, die passieren, dann auch wieder. Gerade teilweise war es für mich dann echt schockierend zu hören, was sich hier wie zugetragen hat. Kurz habe ich noch überlegt, ob ich es abbreche, aber da kam es dann auf die Resthörzeit auch nicht mehr an. (Abbrechen, weil ich es wirklich heftig fand!)

    So spannend und interessant wie es ist, so ist es auch immer wieder richtig gewieft geschrieben und umgesetzt. Der Humor kommt definitiv auch nicht zu kurz und ist oftmals so genial untergebracht, dass es fast beiläufig klingt. Gerade das hat mir hier auch unheimlich gut gefallen und mir dann doch auch Spaß daran gemacht. Auch war es hinsichtlich der verschiedenen Charaktere interessant, wie Jan Weiler sich die verschiedenen Personen überlegt hat und welche Rollen er ihnen zugeteilt hat. Im Endeffekt sind es mehrere Geschichten innerhalb dieses Hörbuchs, die alle doch auch immer wieder unterschiedlich zusammen hängen.

    Meine anfängliche Skepsis diesem Hörbuch gegenüber hat sich doch recht schnell gelegt, denn Jan Weiler ist ein toller Schriftsteller und Sprecher, was das Hörbuch zum Hörgenuss gemacht hat. Inhaltlich war es eine sehr packende, spannende und unterhaltsame Geschichte, die mich doch auch berührt hat. Ebenso gelungen fand ich die humorvollen Szenen und Überlegungen, die hier teilweise so am Rande von Kühn eingeworfen werden.

    Mir hat das Hörbuch richtig gut gefallen - und die Abspieldauer von über 11 Stunden ist dann doch schneller vorbei gewesen, als ich das zu Beginn gedacht hatte. Ich wurde gut unterhalten, es war spannend wie unterhaltsam, emotional und humorvoll. Von mir gibt es für dieses Hörbuch eine Empfehlung und 5 von 5 Sternen.

  17. Cover des Buches Die Spur der Schakale (ISBN: 9783406748578)
    Michael Lüders

    Die Spur der Schakale

     (8)
    Aktuelle Rezension von: mapefue

    In Michael Lüders zweiten Politthriller Die Spur der Schakale ermittelt die junge Sophie Schelling diesmal im kalten Norwegen. Im vorangegangenen Thriller Never Say Anything (Initialen NSA nicht zufällig) überlebte sie nur knapp den mörderischen Angriff zweier US-Helikopter in den heißen Wüsten Afghanistans. Nicht so ihr Freund Hassan.

    Inzwischen ist Sophie quasi Undercover in Norwegen, arbeitet jedoch als Mitarbeiterin einer kleinen, aber feinen Geheimdiensteinheit E 39 mit einer toughen Chefin Berit im Mordfall des Top-Managers, Nummer 2 von Nordic Invest, dem größten Staatsfonds der Welt. Ein Auftragsmörder tötet Personen, die bestimmten politisch-kriminellen Agenden gefährlich werden könnten.

    Die Ermittlungen decken ein Komplott auf, in das Geheimdienste, Finanzdienstleister, Schattenbanken, Datenfirmen mit riesigen Rechenzentren, die norwegische Politik und dessen Polizeiapparat involviert sind.

    Fakt oder Fiktion, zu real, um wahr zu sein. Die Spieler sind die weltgrößte Investmentgesellschaft, BlackRock, im Buch Blackhawk genannt und der norwegischen Staatsfond, der viele hunderte Milliarden Euro verwaltet, die US-amerikanischen Geheimdienste, die CIA und die NSA und die größte Datenkrake Elendilmir. Wenn es doch nur wahr wäre mit deren hehren Zielen: Terrorbekämpfung, Flüchtlingsströme aufzuhalten, den Klimawandel, Unterstützung von Menschen mit zu geringen Lohnzuwächsen und unzureichender Altersversorgung. Die unschöne Wahrheit: kriminelle Machenschaften der Hochfinanz, Auftragsmorde unliebsamer Personen, Waffenverkäufe an den Iran, Geheimtreffen in der Türkei, CIA und NSA.

    Die finale Botschaft: Das Leben ist schön.

    Liest sich gut, stilistisch einwandfrei, jedoch kein literarisches Highlight, unter Umständen sogar in einem durchzulesen, das heißt, es ist Spannung vorhanden. Der kriminalistische Teil hat mir sehr gut gefallen, alles was in der Schattenwelt passiert muss ich nicht glauben, noch weniger verstehen. Fazit: Ganz besonders für Liebhaber verworrener Politkrimis ist dieses Buch ein echter Lesegenuss.

    Das passende Schlusswort von Tom, der sich zum Investigativ Journalist zum Gourmet der norwegischen Küche gewandelt hat: „Ich fürchte, ich kann nur kleine Teile der Wirklichkeit erfassen und verstehen.“

  18. Cover des Buches Die geheime Mission des Kardinals (ISBN: 9783869743875)
    Rafik Schami

    Die geheime Mission des Kardinals

     (9)
    Aktuelle Rezension von: -BuchLiebe-

    Ich habe das Hörbuch gehört.

     

    Leider hat es nicht meinen Geschmack getroffen. Für mich war zu viel unwichtiges/uninteressantes drumherum. Außerdem sehr ausschweifend und zu detailliert. Daher ist es etwas langwierig und langatmig geraten.

     

    Ich hatte das Gefühl, dass es eigentlich mehr um kulturelles, Religion und Politik geht als um den eigentlichen Kriminalfall. Auch die persönlichen Hintergründe der Hauptfiguren lagen viel zu sehr im Fokus. Dinge die schon ewig her sind und keinen Beitrag zur aktuellen Situation beitragen wird lang und breit erzählt.

     

    Manchmal hatte ich überlegt abzubrechen, aber irgendwie will man doch erfahren von wem und warum dieser Mord geschehen ist.

     

    Der Spannungsbogen war sehr flach und kaum vorhanden. Die Szene welche etwas Spannung verspricht ist leider nur sehr kurz gehalten und wird schnell wieder aufgelöst. Schade.

     

    Fazit: Ich hatte einen spannenden Kriminalfall erwartet, doch insgesamt war es für mich zu langweilig.

  19. Cover des Buches Und die Erde wird zittern (ISBN: 9783806235746)
    Douglas Smith

    Und die Erde wird zittern

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Andreas_Oberender

    "Dienstag. Ein kalter, windiger Tag. Ich war den ganzen Vormittag beschäftigt. Mittagessen mit Fürst Orlow und Resin. Ging spazieren. Um 4 Uhr fuhren wir nach Sergejewka. Tee mit Miliza und Stana. Wir lernten einen Mann Gottes kennen, Grigori aus dem Gouvernement Tobolsk."

    Mit diesen lapidaren Worten hielt Zar Nikolaus II. am 1. November 1905 in seinem Tagebuch die erste Begegnung mit dem sibirischen Bauern Grigori Rasputin (1869-1916) fest. Wie sehr das Treffen ihr Leben prägen und verändern sollte, ahnten der Zar und seine Gemahlin Alexandra an jenem Tag nicht. Rasputin gehört zu den berühmtesten – oder wohl eher berüchtigtsten – Figuren der russischen Geschichte. Über Rasputin dürfte ähnlich viel geschrieben worden sein wie über Peter den Großen, Katharina die Große, Lenin und Stalin. Bis heute wird dem Mann aus Sibirien eine erhebliche Mitschuld am Niedergang der Romanow-Monarchie und am Zusammenbruch des Zarenreiches zugeschrieben. Kaum eine andere Gestalt hat im vorrevolutionären Russland derart viel Hass auf sich gezogen wie Rasputin. In den Augen seiner Zeitgenossen war der Sibirier ein religiöser Fanatiker und Sektierer; ein Hochstapler und Scharlatan, der sich als Wunderheiler ausgab; ein reaktionärer Einflüsterer, der die Politik des Zaren verhängnisvoll beeinflusste; ein unersättlicher Lustmolch und Frauenschänder; ein Landesverräter und Spion im Sold der Deutschen. Wie Douglas Smith in der Einleitung seines Buches hervorhebt, wurde über kaum eine andere Figur der russischen Geschichte so viel Unsinn verbreitet wie über Rasputin. Smith hat es sich zum Ziel gesetzt, den Wust von Gerüchten und Legenden beiseite zu schieben, der das Rasputin-Bild bis heute prägt.

    Smith ist nicht der erste Autor, der das gängige Zerrbild von Rasputin durch ein realistisches Porträt ersetzen möchte. Alle anderen Versuche aus jüngerer Zeit, ein an überprüfbaren Fakten orientiertes Bild von Rasputin zu entwerfen, übertrifft Smith durch die ungeheure Breite und Tiefe seiner Darstellung. Mit seiner Biographie leistet er mehr, als nur Rasputins Lebensweg zu rekonstruieren, von den obskuren Anfängen in Sibirien bis zum gewaltsamen Tod im Dezember 1916. Smith bietet ein beeindruckendes Panorama der russischen Gesellschaft am Vorabend des Ersten Weltkrieges und der Revolution. Rasputin lebte in einem Land, das aus den Fugen zu geraten drohte. Die Abneigung, die er auf sich zog, kaum dass er zum Vertrauten der Zarenfamilie aufgestiegen war, ist nur vor dem Hintergrund der Krise verständlich, in der sich das späte Zarenreich befand. Das Verhältnis zwischen der Krone und den gebildeten Ständen war nachhaltig gestört und von wechselseitigem Misstrauen geprägt. In der Presse regte sich immer wieder Kritik am Zaren und an der ominösen "Hofpartei", die angeblich den Gang der hohen Politik bestimmte. Im Regierungsapparat, aber auch in der Leitung der Orthodoxen Kirche waren Machtkämpfe und Intrigen an der Tagesordnung. Rasputin betrat ein Minenfeld, als er 1905 nach Petersburg kam. Ehe er sich versah, wurde er in die Konflikte und Spannungen hineingezogen, die das politische, gesellschaftliche und religiöse Leben Russlands bestimmten.

    Konsequent gibt Smith jenen Quellen den Vorzug, die zu Rasputins Lebzeiten entstanden sind, nicht erst nach seinem Tod. Für die Biographie hat Smith umfangreiche Aktenbestände aus russischen, europäischen und amerikanischen Archiven ausgewertet. Skeptisch betrachtet er die Memoiren von Zeitgenossen, die erst nach Rasputins Tod verfasst wurden. Nach dem Ende der Romanow-Monarchie waren der Diffamierung und Dämonisierung des Sibiriers keinerlei Grenzen mehr gesetzt. Viel zu lange, so Smith, haben fragwürdige und problematische Quellen, die aus der Zeit nach Rasputins Tod stammen, das Rasputin-Bild bestimmt. Für die Biographie hat Smith außerdem die zeitgenössische russische Presse und die Korrespondenzen zahlreicher Persönlichkeiten ausgewertet. Es liegt auf der Hand, dass sich eine Rasputin-Biographie nicht damit begnügen kann, die gesicherten Fakten über Rasputins Leben zusammenzufassen. Smith schildert das Leben seines Protagonisten, und zugleich analysiert er, welches Bild sich die russische Gesellschaft von dem Emporkömmling Rasputin zusammenphantasierte. Was hat Rasputin tatsächlich getan, und was wurde ihm von der Öffentlichkeit angedichtet und unterstellt? Smiths Bemühungen laufen auf die Demontage eines zählebigen Mythos hinaus, auf die Widerlegung oder zumindest Abschwächung vieler Legenden, die seit über hundert Jahren im Umlauf sind. Smith geht dabei allerdings nicht so weit wie manche russische Autoren der Gegenwart, die den negativen Rasputin-Mythos in sein Gegenteil verkehren und Rasputin zum Unschuldslamm und Märtyrer stilisieren.

    Über Rasputins Leben bis zum Alter von etwa 30 Jahren ist so gut wie nichts bekannt. Rasputin erhielt keine Schulbildung; er lernte erst als Erwachsener Lesen und Schreiben. Kurz vor der Jahrhundertwende hatte er ein religiöses Erweckungserlebnis. Obgleich Ehemann und Vater, begann er ein neues Leben als Pilger und religiöser Wanderer (strannik). In seinem sibirischen Heimatdorf Pokrowskoje und später in Petersburg gewann er als spiritueller Mentor viele Anhänger und Verehrer. Anders als oft behauptet, trat Rasputin nicht als Wunderheiler und Hypnotiseur auf. Bald nach seiner Ankunft in Petersburg (1905) wurde er dem Zarenpaar vorgestellt. Auch Nikolaus und Alexandra lernten Rasputin als geistlichen Beistand schätzen, wie Tagebuchnotizen und Briefe belegen. Die Bluterkrankheit des Thronfolgers Alexej spielte eine geringere Rolle als traditionell angenommen. Die Begegnungen und Gespräche mit Rasputin hatten auf das Zarenpaar eine tröstende und aufbauende Wirkung. Besonders die Zarin konnte mit "Vater Grigori" ihre inbrünstige Religiosität ausleben. Sie war überzeugt, dass Rasputins Gebete segensreich für ihre Familie waren. Rasputin hatte kein Interesse an Theologie. Der christliche Glaube war für ihn eine Sache des Herzens, nicht des Verstandes. Mit dieser Haltung traf er den Nerv der Zarin und seiner mehrheitlich weiblichen Anhängerschaft. Rasputin zog Menschen an, die mit der in pompöser Routine erstarrten Amtskirche unzufrieden waren und sich nach emotional intensiven Glaubenserlebnissen sehnten. Smith zitiert aus Briefen, die Rasputin an die Zarenfamilie schrieb, und aus einigen Interviews, die er russischen Zeitungen gab. Diese Quellen zeigen Rasputin als Mann von schlichtem Gemüt. Seine Denk- und Ausdrucksweise war naiv und schwärmerisch.

    Wie Smith mehrfach betont, hielt sich Rasputin nie dauerhaft am Zarenhof auf. Erst 1914 nahm er sich eine eigene Wohnung in der Hauptstadt. Er kehrte immer wieder für längere Zeit in seine sibirische Heimat zurück. Oft vergingen mehrere Monate zwischen seinen Begegnungen mit Nikolaus und Alexandra. Und doch wurde die Öffentlichkeit schon bald nach Rasputins Ankunft in Petersburg argwöhnisch. Was hatte dieser ungehobelte und schmutzige Bauer im Palast zu suchen? Wie konnte es sein, dass er mit der Zarenfamilie auf vertrautem Fuße stand? Höflinge und Minister, Kirchenleute und Journalisten stellten die abenteuerlichsten Vermutungen über Rasputin und seine Rolle im Umfeld des Herrscherpaares an. Die Presse inszenierte im Lauf der Jahre mehrere Kampagnen gegen den Sibirier. Kleinere, an sich harmlose Skandale, an denen Rasputin beteiligt war, wurden von den Medien gezielt ausgeschlachtet und aufgebauscht, um Rasputin in Verruf zu bringen (Kap. 40 und 45). Auch das Parlament, die Duma, debattierte mehrfach erregt über die Frage: Wer ist dieser Rasputin, und was führt er im Schilde? Es gab etliche Gründe, warum die Spekulationen aus dem Ruder liefen und die Anfeindungen von Jahr zu Jahr bösartiger wurden. Die selbstgewählte Abschottung des Zarenpaares führte zwangsläufig zur Entstehung von Gerüchten. Mit ihrer hartnäckigen Weigerung, Rasputin fallenzulassen und wegzuschicken, fachten Nikolaus und Alexandra den Zorn all derer an, denen der Sibirier ein Dorn im Auge war. Allzu bereitwillig glaubte die Öffentlichkeit, der Thron werde von "dunklen Kräften" kontrolliert. Irgendjemand musste ja schuld daran sein, dass die Kluft zwischen Krone und Gesellschaft immer tiefer wurde. Im Ersten Weltkrieg führte die allgegenwärtige Spionage- und Verschwörungsmanie dazu, dass Rasputin und die Zarin verdächtigt wurden, im Auftrag der Deutschen die russischen Kriegsanstrengungen zu sabotieren. Auch das spannungs- und widerspruchsreiche kulturelle Klima des russischen Fin de siècle, der Zusammenprall von Aufklärung und Obskurantismus, wurde Rasputin zum Verhängnis. Scharlatane aller Art hatten um die Jahrhundertwende Hochkonjunktur in Russland, Wahrsager und Hypnotiseure, Gurus und selbsternannte Wunderheiler. In den Augen kritischer Zeitgenossen stand Rasputin stellvertretend für alle irrationalen und "mittelalterlichen" Kräfte, die Russland daran hinderten, endlich in der Moderne anzukommen (Kap. 11).

    Doch damit nicht genug: Aus Sicht der russischen Gesellschaft verkörperte Rasputin den Archetyp des "bösen Ratgebers", der einen willensschwachen Herrscher nach Belieben manipuliert. Aber war der Mann aus Sibirien wirklich die Graue Eminenz hinter dem Thron? Wie Smith herausarbeitet, kann überhaupt keine Rede davon sein, dass Rasputin systematisch Einfluss auf die Staatsgeschäfte genommen hätte. Einem gänzlich ungebildeten Mann wie Rasputin fehlten alle Voraussetzungen für eine ernst zu nehmende politische Betätigung. Rasputin, zeitlebens auffallend unehrgeizig, besaß kein wie auch immer geartetes politisches Programm, und er war auch nicht das Haupt einer Gruppe oder Clique, die nach der Macht im Staate strebte. Seine Möglichkeiten, auf die Regierung und die Kirchenleitung einzuwirken, waren nicht zuletzt deshalb sehr begrenzt, weil seriöse Politiker und Kirchenführer von Anfang nichts mit ihm zu tun haben wollten. An mehreren Beispielen zeigt Smith, dass der Zar Rasputins gelegentliche Vorschläge in Sach- und Personalfragen ignorierte. Rasputin hob sich noch in anderer Hinsicht von fürstlichen Günstlingen früherer Jahrhunderte ab: Er strebte nicht nach Ämtern und Titeln, und er nutzte seine Stellung nicht, um ein riesiges Vermögen zusammenzuraffen. Geld interessierte ihn nicht. Die Besitztümer, die er seiner Familie hinterließ, hatten einen Wert von gerade einmal 23.500 Rubeln (Kap. 74). Rasputins angebliches Millionenvermögen existierte nur in der Phantasie seiner Feinde.

    Was bleibt vom Rasputin-Mythos? Hatte Rasputin am Ende eine saubere Weste? Wurde ihm von seinen Kritikern durchweg Unrecht getan? Smith stellt klar, dass manche Vorwürfe berechtigt waren. Ähnlich wie die Zarin und andere konservativ gesinnte Personen bestärkte Rasputin Nikolaus II., an der Autokratie als Herrschaftsform festzuhalten und eine Parlamentarisierung des politischen Systems nicht zuzulassen. Das ist jedoch keine Überraschung. Denn warum hätte ausgerechnet ein sibirischer Bauer als Verfechter des Parlamentarismus auftreten sollen? Auch der Vorwurf sexueller Promiskuität lässt sich nur zum Teil entkräften. Rasputin, daran lässt Smith keinen Zweifel, war ein zwanghafter Fummler und Grabscher. Er konnte seine Hände nicht von den Frauen lassen, die in seinen Dunstkreis gerieten. Liebhaber der Zarin und Vater des Thronfolgers war er aber nicht. Im Krieg hatte Rasputin tatsächlich Anteil an etlichen fatalen Personalentscheidungen des Zaren. Dennoch gelangt Smith zu dem Schluss, dass nicht Rasputins Aktivitäten zu dem rapiden Ansehensverlust führten, den die Monarchie in den letzten Jahren ihres Bestehens erlitt. Ausschlaggebend war vielmehr die grotesk verzerrte Wahrnehmung Rasputins in der russischen Gesellschaft. Dem Sibirier wurden finstere Absichten unterstellt, die er nicht hatte, und ihm wurde ein Einfluss zugeschrieben, den er nicht besaß. Nach den militärischen Rückschlägen der Jahre 1915 und 1916 wurde Rasputin die Schuld an allem angelastet, was in Russland im Argen lag. Seine Mörder rechtfertigten ihre Tat damit, sie hätten die Monarchie und das Reich retten wollen. Doch kaum drei Monate nach Rasputins Tod brach das alte Russland wie ein Kartenhaus zusammen.

    An Douglas Smiths Buch wird künftig niemand vorbeikommen, der sich mit dem Untergang der Romanow-Monarchie beschäftigt. Fachhistoriker und historisch interessierte Laien können die Biographie gleichermaßen mit großem Gewinn lesen. Warum nur vier Sterne? Das Buch zeigt anschaulich, wohin es führt, wenn ein Autor zu viel über sein Thema weiß und der Versuchung nachgibt, sein gesamtes Wissen vor dem Leser auszubreiten. Über weite Strecken ist die Fülle und Dichte der vermittelten Informationen schlichtweg erdrückend. Die Erzählung wird umso minutiöser und detailreicher, je mehr sich Smith auf Rasputins Ende zubewegt. Auf die Jahre 1914 bis 1916 entfällt die Hälfte der 74 Kapitel. Es kommen Hunderte und Aberhunderte von Personen vor. Selbst unwichtige Nebenfiguren werden von Smith mit vollem Namen eingeführt, etwa die Polizisten, die Rasputin im Auftrag des Innenministeriums überwachten, oder die Prostituierten, mit denen Rasputin in Petersburg Umgang hatte. In diesem Gewimmel der Personen und Namen geht rasch jeglicher Überblick verloren. Für Leser, die mit der Geschichte des späten Zarenreiches nicht oder nur flüchtig vertraut sind, ist die Lektüre kein Spaziergang. Ohnedies braucht man gutes Sitzfleisch und Durchhaltevermögen, um den 800-seitigen Text zu bewältigen. Es handelt sich um ein anspruchsvolles Buch, das sich nicht als Gelegenheits- oder Unterhaltungslektüre eignet. 

    (Hinweis: Diese Rezension habe ich zuerst im Oktober 2017 bei Amazon gepostet)

  20. Cover des Buches Kleine Freiheit (ISBN: 9783406764677)
    Nicola Kabel

    Kleine Freiheit

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 271 Seiten

    Verlag: C.H.Beck (12. Februar 2021)

    ISBN-13: 978-3406764677

    Preis: 22,00 €

    auch als E-Book erhältlich


    Berührende Vater-Tochter-Geschichte


    Inhalt:

    Saskia, 40 Jahre alt, Richterin, momentan in Elternzeit, engagiert sich in einer Bürgerinitiative gegen einen vor ihrer Haustür geplanten Windpark. Dabei macht sie die Bekanntschaft des charismatischen Joachim von Wedekamp, eines älteren Herrn, der so ganz anders ist als ihr „Hippie-Vater“ Hans. Zunächst ist ihr nicht bewusst, dass von Wedekamp nicht nur gegen den Windpark ist, sondern allgemein mit seinen Ansichten weit rechts steht. Auch dies ein Gegensatz zu ihrem Vater, den sie eigentlich liebt, dessen nonkonformistisches Verhalten ihr aber auch immer wieder gegen Strich ging und immer noch geht.


    Meine Meinung:

    Nicola Kabels Debütroman ist absolut lesenswert. Sie spricht eine Vielzahl von Themen an, in deren Mittelpunkt Saskia und ihre Schwester Sophie sowie ihr Vater Hans stehen. Rückblickend wird Saskias ganzes Leben betrachtet und so erklärt, warum sie heute so agiert, wie sie es tut. Warum sie so fühlt, wie sie fühlt. Das ist alles logisch aufgebaut und feinsinnig erzählt, hätte an manchen Stellen aber gerne noch weiter ausgebaut werden können. So verliert sich der Handlungsstrang um die Bürgerinitiative, der anfangs die Hauptrolle spielt, immer mehr. Auch Saskias allgemeine politische Einstellung und ihre Ehe mit Christian hätten noch etwas mehr Raum verdient. Vieles kann man sich zwar zwischen den Zeilen erschließen, doch ich hätte es schöner gefunden, es explizit zu lesen.


    ★★★★☆


  21. Cover des Buches Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus (ISBN: 9783593509303)
    Shoshana Zuboff

    Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus

     (3)
    Aktuelle Rezension von: kvel

    Inhalt, gemäß Buchrückseite:
    Die Menschheit steht am Scheideweg, sagt die Havard-Ökonomin Shoshana Zuboff. Bekommt die Politik die wachsende Macht von Google, Facebook und Co. in den Griff? Oder überlassen wir uns der verborgenen Logik des Überwachungskapitalismus? Wie reagieren wir auf die neuen Methoden der Verhaltensauswertung und -manipulation, die unsere Autonomie bedrohen?


    Shoshana Zuboff beschreibt die ökonomische, soziale und individuelle Bedeutung der beispiellosen Veränderung, die wir erleben. Sie zeichnet ein Bild der neuen Märkte, auf denen Menschen nur noch Quelle eines kostenlosen Rohstoffs sind – Lieferanten von Verhaltensdaten. Noch haben wir es in der Hand, wie das nächste Kapitel des Kapitalismus aussehen wird. Meistern wir das Digitale oder sind wir seine Sklaven? Es ist unsere Entscheidung!


    Anmerkung: Sehr dickes Buch mit kleiner Schrift.


    Meine Meinung:

    Inhaltlich fand ich dieses Sachbuch echt gut.

    Die Autorin schreibt sehr scharfsinnig mit immensen Wissen im Allgemeinen und Speziellen. Auch pflegt sie viele weitergehende Informationen und Hintergründe in ihren Text ein. Dies fand ich sehr spannend und interessant zu lesen.

    Allerdings muss ich auch gestehen, dass genau darin auch der Kritikpunkt liegt, denn es ist doch eine sehr scharfe Gradwanderung zwischen vielen Informationen und ein Überladen des Lesers. Und so fühlten sie diese Abschweifungen zuweilen auch etwas zäh an.


    Textbeispiel, S. 50:

    „... dass neue Marktformen dann am produktivsten sind, wenn sie sich in Ausrichtung an tatsächlichen Bedürfnissen und Mentalitäten entwickeln. Der große Soziologe Emile Durkheim erkannte das zu Beginn des 20. Jahrhunderts ... Angesichts der dramatischen, durch die Industriealisierung bedingten Umwälzungen seiner Zeit – Fabriken, Spezialisierung, Arbeitsteilung -, kam Durkheim zu der Erkenntnis, dass Volkswirtschaftler die Entwicklungen zwar zu beschreiben vermochten, aber die Gründe dahinter nicht sahen. Was seiner Ansicht nach daran lag, dass die 'Ursachen' für diese umfassenden Veränderungen in den sich verändernden Bedürfnissen der Menschen zu finden und Ökonomen (woran sich bis heute nichts geändert hat) diesen sozialen Fakten gegenüber blind seien.“


    Fazit: Lesenswert.

  22. Cover des Buches Hotel du Lac (ISBN: 9783961611072)
    Anita Brookner

    Hotel du Lac

     (25)
    Aktuelle Rezension von: YukBook

    Wenn man ins Exil geschickt wird, ist ein Hotel am Genfer See sicherlich nicht der schlechteste Ort – noch dazu, wenn man einen Roman schreibt und sich Inspirationen von seiner Umgebung erhofft. Die Romanheldin Edith Hope lebt sich jedenfalls recht schnell ein und beobachtet im Speisesaal jeden einzelnen Hotelgast eingehend. Mal stellt sie Vermutungen an, was für ein Leben sie führen, mal dichtet sie ihnen fantasievolle Lebensgeschichten an. 

    Als sie einige Gäste näher kennenlernt, zum Beispiel die Witwe Iris Pusey und ihre Tochter Jennifer, die ständig auf Shopping Tour gehen, stellt sie fest, dass sie mit ihren Vorstellungen häufig daneben liegt. Ihre Beobachtungen über die größtenteils gescheiterten und gestrandeten Gäste berichtet Edith in Briefen einem geheimnisvollen David und lüftet damit nach und nach das Geheimnis über ihren Fehltritt in ihrer Heimatstadt London.

    Interessant wird es vor allem dann, wenn nicht sie die Beobachtende ist, sondern Gäste wie Philip Neville ihr Verhalten und ihren Charakter analysieren. So kommt es zu geistreichen und humorvollen Wortwechseln, bei denen Edith ungewöhnlich direkt ist. Viel passiert in dieser Geschichte nicht, außer dass Edith durch die Zufallsbekanntschaften immer mehr über sich selbst erfährt. Sprachlich ist der Roman ein Genuss, doch inhaltlich hält er wenig Überraschungen bereit.

  23. Cover des Buches Party Girl (ISBN: 9783401502915)
    Brigitte Blobel

    Party Girl

     (35)
    Aktuelle Rezension von: christarira
    Die Geschichte um Mona kommst sehr rasant daher. Alles entwickelt sich recht schnell - typisch für die Jugendbücher von Brigitte Blobel.
    Mona ist ein eher stilles Mädchen, ein Einzelgänger, die irgendwie noch nie so wirklich Anschluss gefunden hat, seit sie mit ihrer Mutter umgezogen ist. Die Mutter, eine berühmte Schauspielerin, ist viel unterwegs, und vom Typ her ganz anders als ihre Tochter, wodurch es kommt, dass sie diese nicht wirklich verstehen kann.
    Als Mona Mirko kennen lernt, ist sie von Anfang an fasziniert von ihm. 
    Mirko jedoch, hat ganz andere Pläne, was sie nach und nach immer mehr begreift.Doch da ist es schließlich schon zu spät und Mona bemerkt erst jetzt, in welche Sache sie da hineingeraten ist. 

    Schnell fliegen die Geschehnisse nur so dahin, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte. In der Geschichte geht es sehr rasant zu, und einige Male ist ein Stimmungswechsel nicht ganz begreifbar, oder die Handlung verläuft zu schnell, was aber auf Grund der Jüngeren Zielgruppe eher normal ist.

    Die eigentlich Thematik des Buches wird sehr schön aufgegriffen und höchstens ein klein wenig beschönigt, vermutlich wieder aufgrund der Tatsache, dass es sich eben um ein Jugendbuch handelt. Subtil rät das Buch zur Vorsicht und warnt nebenbei auch noch vor dem Konsum von Drogen.

    Fazit
    Ich habe mich durch diese Lektüre sehr unterhalten gefühlt, und lege sie jeder Altersgruppe ans Herzen. Brigitte Blobel weiß es, schwierige Themen in lockerer Lektüre zu verpacken.
  24. Cover des Buches Die den Sturm ernten (ISBN: 9783406707803)
    Michael Lüders

    Die den Sturm ernten

     (7)
    Aktuelle Rezension von: laraelaina
    Wenn man das Buch von Michael Lüders "Die den Sturm ernten - Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte" gelesen hat, dann weiß man, dass es keine einfachen Wahrheiten und Antworten gibt.

    Der Autor geht sachlich auf die politischen Zusammenhänge im Nahen Osten ein und beschreibt die diversen Interessen, Machtstreben und hegemonialen Ansprüche in der Region und auch wie wenig dabei das Leid der Bevölkerung von Interesse ist.

    Das Zeitgeschehen anschaulich beschrieben und verständlich formuliert.

    Aus meiner Sicht absolut lesenswert.

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