Bücher mit dem Tag "tourismus"
69 Bücher
- Jojo Moyes
Nächte, in denen Sturm aufzieht
(242)Aktuelle Rezension von: LeoLorisLifeDefinitiv Liebe auf Umwegen. Mike hat anfangs gar nicht so gute Absichten, als er Silver Bay kommt. Liza hat ein schweres Schicksal erlitten, weshalb sie bei ihrer Tante unter kommt. Trotzdem finden sie zueinander.
Mir waren es persönlich zu viele POVs. Ein paar Sachen konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, da hätte ich mir mehr Aufklärung gewünscht.
- Kira Mohn
The Sea in your Heart
(195)Aktuelle Rezension von: SchaninMir hat der erste Teil (The Sky in your Eyes) schon nicht so gut gefallen, aber da ich beide Bücher im Doppelpack gekauft habe, wollte ich dem zweiten Teil eine Chance geben. Leider konnte dieser mich aber auch nicht überzeugen, ich weiß nicht ob ich für beide Bücher schon zu alt bin oder ob ich einfach Romane von Kira Mohn meiden sollte. Die Autorin hat einen super Schreibstil, der sehr flüssig ist, doch ich störe mich jedesmal an der Handlung, auch im 2.Teil wieder (achtung, kann Spoiler enthalten): Irgendwie läuft mir alles "zu glatt" in diesem Roman... Natürlich leiht der Chef von Lilja der Organisation sofort ein Boot, natürlich kann sich Lilja eine eigene Wohnung leisten mit einem Teilzeitjob als Spotterin, natürlich können Tomas und Jules mit auf das Schiff (obwohl sie für die Organisation zu nichts zu gebrauchen sind und Jules obendrein auch noch ungeplant auftaucht), natürlich wird Lilja wieder zu Wild&Free zurückgeholt (nachdem sie rausgeworfen wurde), natürlich schmeißt Jules seinen Job hin und natürlich gewinnt Wild&Free den Gerichtsprozess. Mir kam das alles so realitätsfern vor ...
Mich überrascht auch sehr, dass in vielen Rezensionen steht, der Fokus läge zu sehr auf den Walfang. Ich empfand es tatsächlich so, dass zu wenig über den Walfang aufgeklärt wurde, sondern es wurde sehr oberflächlich abgehandelt. Das einzige, was der Leser eigentlich erfährt, ist dass der Walfang in Island (zum damaligen Zeitpunkt 2022) geduldet wurde, das Walfeisch teilweise noch in Restaurants angeboten wird/wurde und dass Japan illegalen, kommerziellen Walfang betreibt. Und diese Infos sind bestimmt für einige Leser auch nichts Neues, wenn man mit dem Thema schonmal in Berührung kam. Und eventuell hätte man auch nochmal mehr darauf eingehen können, dass Whale Watching Touren auch etwas umstritten sind ... Aber das hätte ja das perfekte Bild von Lilja ja etwas getrübt ;)
- Terry Pratchett
The Colour of Magic
(93)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDer erste Band der Scheibenwelt-Romane ist eine großartige Einführung in diese einzigartige Welt. Die Leser:innen folgen dem Zauberer Rincewind, der die Aufgabe übernehmen muss, sich um den ersten Touristen der Scheibenwelt zu kümmern. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, was für viele erheiternde Momente sorgt. Gemeinsam stolpern sie von einem Abenteuer in das nächste, wobei es gerne mal vollkommen absurd zugehen darf. Pratchett war ein Meister von Wortwitz und geistreichen Ideen. Dieses Buch ist voll davon.
- Dörte Hansen
Zur See
(252)Aktuelle Rezension von: Jana_FreitagMit "Zur See" legte Dörte Hansen nach "Altes Land" und "Mittagsstunde" erneut einen Roman vor, der leise daherkommt und doch lange nachhallt. Diesmal führt sie auf eine norddeutsche Insel und in eine Welt zwischen Wind, Weite und Wasser. Mit ihrer ruhigen Sprache zeichnet sie ein vielschichtiges Bild vom Inselleben, von Tradition und Umbruch, von Zugehörigkeit und Entfremdung.
Dabei braucht es keinen dramatischen Plot, um Spannung zu erzeugen. Stattdessen sind es die fein beobachteten Alltagsmomente, die diesen Roman tragen. Ihre Charaktere wirken eigenwillig und authentisch, manchmal verschlossen, manchmal spröde und gerade deshalb wachsen sie einem schnell ans Herz. Man spürt die generationsübergreifenden Verflechtungen und das Ringen mit Veränderungen, die sich nicht aufhalten lassen.
Besonders eindrucksvoll ist die Atmosphäre, die Dörte Hansen erschafft. Mit wenigen, klaren Sätzen entstehen Bilder von Dünen, Höfen, Fähren und Stürmen. Die plattdeutschen Einsprengsel verleihen dem Text zusätzliche Tiefe und Bodenständigkeit. Alles wirkt stimmig, nichts aufgesetzt.
Zur See ist ein Roman für Leserinnen und Leser, die atmosphärische Geschichten schätzen und Freude an stillen, klug beobachteten Lebensentwürfen haben. Wer norddeutsche Landschaften liebt und sich auf das langsame Erzählen einlassen kann, wird dieses Buch nicht nur lesen, sondern lieben.
- E. M. Forster
Zimmer mit Aussicht
(62)Aktuelle Rezension von: EleonoraDie junge Miss Lucy Honeychurch macht Urlaub in Italien. Stets gut bewacht und behütet von ihrer älteren Cousine Charlotte Bartlett erkundigt sie Florenz und dessen Umgebung. Dort lernt sie auch Mr. Emerson und seinen Sohn George kennen, auch wenn Charlotte das lieber gerne verhindert hätte, da sie nicht ihrem Stand entsprechen. Als George Lucy auf einem Ausflug unangemessen mit einem Kuss ,,überfällt" reisen sie gleich am nächsten Tag weiter nach Rom. Einige Zeit später ist Lucy verlobt mit Cecil Vyse, den sie damals nach Florenz in Rom kennengelernt hat. Immer wieder hatte sie seine Anträge abgelehnt ehe sie dann doch zusagte. Er entspricht ihrem Stand, und kommt aus gutem Hause. Doch bereits während der Verlobungsphase merkt sie, dass er ziemlich versnobt und hochnäßig ist und sie sich gerne nach seinem Ideal zurechtbiegen möchte. Das gibt ihr zu denken. Und als dann auch noch die Emersons in die direkte Nachbarschaft ziehen und Lucy wieder auf George trifft, der doch viel befreiter und offener in seinem Wesen und allgemein gegenüber dem ganzen Standesdünkel relativ gleichgültig ist, weiß sie nicht mehr recht wo ihr der Kopf steht und was sie für ihre Zukunft möchte📖
Ein schöner Klassiker aus dem Jahre 1908, der immer noch lesenswert ist. Bereits ,, Wiedersehen in Howards End" von E.M. Forster konnte mich vor einiger Zeit faszinieren und dieses Buch steht dem in fast nichts nach. Der Titel ist sehr passend gewählt, denn genau mit dem Zimmer mit Aussicht hat alles angefangen, kam die Geschichte ins Rollen. Man lernte viel über was sich für junge Frauen damals ziemte und was nicht. Dass man sehr viel Wert darauf legte nur unter sich zu sein, nur in seinen Standeskreisen zu verkehren. Junge Frauen wie Lucy wurden behütet wie Diamanten, denen von überallher Gefahr drohte, sei es von eventuell ,,übergriffigen" Männern oder dass sie Menschen außerhalb ihres Standes kennenlernen könnten, was dann ein schlechtes Licht auf sie werfen könnte. Sie lebten gefangen in ihrer eigenen Blase, zum Guten wie auch Schlechten.
Lucy schaffte es durch Planungsfehler während der Reise aus ihrem Käfig etwas auszubrechen und unbeobachtet zu sein. Dadurch wurde sie auch Zeuge eines Mordes mitten auf der Piazza della Signoria und wurde dann durch George Emerson ,,errettet", der sich wohl ab da an in sie verliebte. Die ganze Reisegesellschaft an sich hatte schon etwas befremdliches wie sie als vermeintlich Hochkultivierte und Hochzivilisierte auf eine sie völlig andere Welt trafen und mancher Teil wie z.B. Kaplan Mr. Eager war schon etwas schwer zu ertragen mit seiner Hochnäßigkeit, seinen Lästereien und seinem allgemeinen Empfinden, etwas Besseres zu sein. Und auch Lucys Verlobter, der im zweiten Teil der Geschichte erst auftauchte stieß einem ziemlich schnell sauer auf mit seinem Gehabe. E.M. Forster aber schaffte es, die Geschichte nicht zu hochtrabend und schwülstig rüberzubringen sondern gar ab und an mit einer feinen Brise Humor zu unterlegen. Sie plätscherte zwar im Grunde relativ langsam dahin, konnte einen aber dennoch sehr gut unterhalten und gefangen nehmen. Eben ein Gesellschaftsroman so wie viele Klassiker die doch sehr lesenswert sind. An den Schreibstil musste man sich erstmal etwas gewöhnen, aber das Buch ist ja schließlich auch schon über hundert Jahre alt. Auch wenn man sich das Ende wohl ziemlich schnell vorstellen konnte, zog mich das Buch bis zum Schluss in seinen Bann. Rundum ein schöner Klassiker und sehr zu empfehlen. Die bereits etwas ältere Verfilmung von 1985 soll auch sehr gelungen sein und werde ich mir jetzt nach dem Buch demnächst gönnen. (4/5)⭐️🙂 - Anika Landsteiner
Gehen, um zu bleiben
(41)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerZugegeben, der Titel hat mich gelockt und da ich viel Gutes über das Buch gehört hatte, habe ich es schließlich gelesen und das sehr gerne. Mit einem wundervollen Schreibstil wird ein Reisebericht geschildert, Länder erkundet und Erfahrungen geteilt.
Es handelt vom Mut loszugehen und das kam in den einzelnen Kapiteln wirklich sehr schön rüber.
Einzig beim “Ankommen” hat mir ein wenig Spiritualität gefehlt, den der Titel verspricht. Die Autorin selbst weist im Buch darauf hin, dass es ein Reisebericht ist und er als solcher gelesen werden soll. Schade eigentlich, da ich noch mehr in ihm gesehen hätte.
Das Buch ist trotzdem absolut empfehlenswert und wirklich gut geschrieben!
- Samantha Young
Every Little Thing - Mehr als nur ein Sommer (Hartwell-Love-Stories 2)
(160)Aktuelle Rezension von: LadyIceTeaBailey Hartwell heißt genauso wie der Ort, an dem sie lebt: Hartwell, Delaware. Sie stammt aus einer der ältesten Familien der Stadt und könnte sich nie vorstellen, ihre kleine Pension dort aufzugeben. Doch der gutaussehende Ex-New Yorker Vaughn Tremaine macht ihr als Manager eines Luxus-Hotels das Leben schwer. Wann immer sich die beiden treffen, gibt es Streit – auch wenn die sexuelle Spannung zwischen ihnen kaum zu leugnen ist. Doch als Bailey eine schlimme Entdeckung macht, erweist sich ausgerechnet Vaughn als Fels in der Brandung. Kann es sein, dass sie sich in ihm getäuscht hat? Oder bringt die Nähe zu Vaughn ihr Herz erst recht in Gefahr?
„Every little thing – mehr als nur ein Sommer“ von Samantha Young ist der zweite Band ihrer „Hartwell-Live-Stories“ Reihe.
In jedem Band geht es um einen anderen Bewohner des Örtchens und ihre Lovestory. Ich muss sagen, dass die Bücher zwar unabhängig voneinander gelesen werden können aber umso schöner sind, wenn man sie in der richtigen Reihenfolge liest.
Dieses Mal geht es um Bailey und Vaughn. Wer Band eins schon gelesen hat, kennt die Zwei und ist nicht überrascht, dass wir nun mehr über sie erfahren dürfen.
Die Beiden sind wie Feuer und Eis und so explosiv wie Dynamit. Beide sind getrieben von Bindungs- und Vertrauensängsten und stoßen sich mit spitzen Sprüchen, Sticheleien und leider auch Beleidigungen immer wieder gegenseitig fort.
Erst als Bailey in Gefahr gerät und Vaughn ihr hilft, platzt der Knoten und es entwickelt sich endlich mehr. Doch beide müssen ihre Bedenken und Ängste trotz allem noch überwinden.
Dann taucht plötzlich auch noch Baileys Schwester Vanessa auf und macht ihr das Leben schwer.
Dieser Band ist weniger romantisch, dafür knistert es umso mehr. Wenn Bailey und Vaughn aufeinandertreffen, muss man aufpassen, dass die Bretter der Promenade nicht anfangen zu kokeln. Ihre Kabbeleien sind wirklich ein Highlight und der Autorin ist eine richtig gute Dynamik gelungen.
Wenn man zuvor Band eins gelesen hat, ist die Story an sich nicht so überraschend. Aber die Autorin bringt trotzdem ein paar neue Aspekte mit hinein und schafft es, den Leser bei der Stange zu halten.
Sei es die Vergangenheit der Beiden, die bei Bailey und Vaughn jeweils auf die eigene Art Spuren hinterlassen hat, Baileys Familiendrama oder die Intrigen der Devlins, die natürlich nicht lockerlassen.
Ich habe es geliebt wieder in Hartwell zu sein, die Bewohner wiederzutreffen und mehr zu erfahren. Die Entwicklung der Figuren ist auch wirklich gut gelungen. Nicht nur von Bailey und Vaughn, sondern auch von Cooper und Jess oder auch von Emery.
Ich bin und bleibe verliebt in die Hartwell-Reihe und freue mich auf ein Wiedersehen!
- Germana Fabiano
Mattanza
(84)Aktuelle Rezension von: mimitati_555Entgegen allen Hoffnungen gebärt die Tochter des Anführers des traditionellen Thunfischfangs nicht den ersehnten Enkelsohn, eine dritte Tochter ist es geworden. Die Inselbewohner Katrias sind erstaunt, als der Raìs das Mädchen trotzdem zu seiner Nachfolgerin erwählt, zu sich nimmt und ausbildet. Nora weiß noch nicht, was für ein schweres Erbe auf sie wartet, abhängig von den Besitzern der Tonnara, beeinflusst durch den Lauf der Welt.
„Eleonora war eine Mogelpackung; sie war das Kind, das sich an die Stelle eines anderen geschoben und das niemand gerufen hatte. In jener Februarnacht, in der sie geboren wurde, hatten die Tonnaroti erkannt, dass selbst Gott nicht unfehlbar war, an Eleonora klebte der Fluch der Insel, und niemand konnte etwas dagegen tun.“ (Seite 10)
Alles begann im Jahr 1960, als der ersehnte Enkelsohn ausblieb und das abergläubische Inselvolk schlimme Auswirkungen befürchtete. Über fünfzig Jahre lang durfte ich ihnen über die Schulter schauen, nahm Anteil, hab getrauert, die Daumen gehalten, fühlte ihre Freude genauso wie ihren Schmerz. Die Bewohner der Insel mit ihren Ängsten und Sorgen, ihren Marotten und dem unerschütterlichen Glauben, dass alles gut wird, egal, was kommt, schlichen sich in mein Herz, nahmen dort Platz, machten sich breit und hielten es gefangen bis zuletzt. Das Beharren an einer Tradition, die sich im Laufe der Jahrzehnte auf Katria nicht verändert, aber irgendwann aus verschiedenen Gründen überholt hat, konnte ich verstehen, auch wenn der Thunfischfang auf eine blutige, um nicht zu sagen barbarische Art erfolgte. Die Beschreibungen faszinierten und stießen mich gleichermaßen ab.
„Die Tonnara mit ihren vier Phasen hatte gerade begonnen: Cruciatu, das Spannen und Fixieren der Verankerungsseile, Calatu, das Ausbringen der Netze, Mattanza, das Töten, und Salpatu, das Einholen und Einlagern der Reusenanlage, wonach alles bis zum nächsten Jahr aus dem Kopf verbannt war.“ (Seite 55)
Die Geschichte konnte leise und melancholisch, aber auch stürmisch und ungezügelt sein, genauso wie das Meer, das die Insel umgab. Zu Beginn irritierten mich die vielen italienischen Begriffe, die zum Glück später immer wieder übersetzt worden sind. Die Sprache war schön, manchmal fast poetisch, ich fühlte mich wohl und wäre gerne geblieben, auch wenn der Zauber verging und die Tradition mit ihm. Ich fühle Sehnsucht nach Katria, würde gerne aufs Meer hinaus, zu den Wellen und zu dem Wind, bleibe dankbar dafür, dass ich dabei gewesen bin.
- Ellen Berg
Ich küss dich tot
(97)Aktuelle Rezension von: Stephanie_RuhAnnabelle steht kurz davor, den Job ihres Lebens in Singapur anzutreten, als sie ein Hilferuf ihrer Eltern ins heimische Hotel in die Alpen ruft. Auf dem Weg dorthin trifft sie einen tollen Typ, findet leider jedoch auch eine Leiche, die nicht die einzige bleiben wird. Es wird turbulent in Puxdorf….
Auf dem Cover, das sofort als ein typisches Ellen-Berg-Cover zu erkennen ist, sieht man eine Bergkulisse, vor deren Hintergrund ein Mann aus Schnee ein Herz formt, hin zu einer Frau mit einer Nikolausmütze. Die gezeichneten Figuren sehen älter aus als die „echten“ Protagonisten, ansonsten passt die Zeichnung gut zum Buch.
„Ich küss dich tot“ zeigt den gleichen tollen Humor wie ihre anderen Bücher, ich mag das sehr. Wobei dieses Buch, vermutlich den Leichen geschuldet, nicht ganz so lustig ist wie manch anderes Buch der Autorin. Die Charaktere sind gut geschildert und wachsen einem im Laufe des Buches ans Herz, vor allem auch die Oma und der Max. Auch Nachdenkliches kommt vor, deshalb hat mich dieses Buch sehr gut unterhalten und es wird bestimmt nicht das letzte von Ellen Berg gewesen sein.
- Diana Wynne Jones
Fauler Zauber
(65)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneIch habe die anderen Bücher dieser Autorin bisher geliebt und auch dieses hier bildet da keine Ausnahme. Es war wundervoll!
Allerdings finde ich den Klappentext ein wenig irreführend, denn typisch für Diana Wynne Jones gibt es hier keinen „richtigen“ Kampf gegen den Feind oder eine Heldenreise. Ihre Bücher konzentrieren sich viel mehr auf das drum herum, die Charaktere und die Welt selbst.
So auch hier. Als Lesende erfahren wir viel über die Welt, wie sie funktioniert, was für Auswirkungen die Pilgerfahrten haben und wie sie das Leben der Bewohner dieser Welt beeinflussen. Aus wechselnden Perspektiven erleben wir den Unmut der Bevölkerung, wie nach einer Lösung gesucht und schließlich ein Plan entwickelt wird.
Auch die vielen Charaktere lernen wir so näher kennen und bei Derk und seiner Patchworkfamilie ging mir immer wieder das Herz auf. So einen bunt zusammengewürfelten Haufen an liebenswürdigen Charakteren habe ich selten gefunden und sie haben mir keine andere Wahl gelassen, als sie ins Herz zu schließen.
Und unter all dem werden auch noch sehr wichtige Themen angesprochen, von Unterdrückung bis hin zur Ausbeutung fremder Länder, aber auch die Hoffnung auf eine Veränderung.
Ich hatte auf jeden Fall eine wundervolle Zeit mit dem Buch und kann es nur empfehlen. Anfangs können einen die vielen Charaktere und Namen ein wenig überfordern, aber wer sich davon nicht abschrecken lässt bekommt eine relativ entspannte Geschichte mit wundervollen Charakteren, die man einfach lieb haben muss.
- Stefan Ulrich
Arrivederci, Roma!
(64)Aktuelle Rezension von: MorianMehr Reiseführer, als Familienroman. Sehr maskulin geprägt.
Liest sich, wenn man "Quattro Stagioni" von Ulrich gelesen hat, sehr bemüht. - Barbara Erlenkamp
Sommerzauber auf der kleinen Insel
(33)Aktuelle Rezension von: jeanne1302auf einer Geschäftsreise begegnet Britta ihrer Halbschwester, Vater und einer handvoll weiterer dänischer Familienmitglieder.
Einwenig Dramatik wegen eines Projekts für einen Ferienort, eine wahnsinnig schnelle neue Liebe, ein paar Turbulenzen und dann Friede, Freude, Eierkuchen.
Einfach gestrickter Frauenroman, ideal, wenn man mal keine tiefsinnige Literatur lesen möchte.
Botschaft für mich: Diese Familienzusammenführung + neuer Liebe wäre mir zu rasant. Das würde mein System völlig durcheinander bringen.
Familie haben ist schön - aber es ist besser, wenn man langsam hineinwächst. Die Psyche muss ja mitwachsen. Es ist gut, wie es jetzt ist. Danke.
Nie wieder schnell Großfamilie. 😃
- Katja Just
Frische Brise auf dem Sommerdeich
(25)Aktuelle Rezension von: sommerleseIn "Frische Brise auf dem Sommerdeich" nimmt uns Katja Just mit auf ihre Heimatinsel Hallig Hooge im Nordfriesischen Wattenmeer. Das Buch gehört zur Reihe der Sehnsuchtsorte aus dem Eden Books Verlag.
Seit fast zwanzig Jahren lebt die gebürtige Münchnerin bereits auf Hallig Hooge, sie liebt die Natur, die Menschen und gilt als "die Halligbotschafterin". Sie erlebt den Klimawandel und die Umweltverschmutzung und berichtet von den Veränderungen in Landwirtschaft und Tourismus und stellt sich zur Kandidatur als Bürgermeisterin.
Wie lebt man auf einer Hallig? Welche Traditionen werden dort gelebt und was sind Salzwiesen und Sommerdeiche? Die Autorin erklärt auf persönliche Art und Weise von ihren eigenen Herausforderungen, von dem einzigartigen Wattenmeer und von den menschlichen Verbindungen auf diesem Eiland.
Die gebürtige Münchnerin Katja Just lebt seit fast zwanzig Jahr in ihrem Reetdachhaus auf Hallig Hooge und vermietet dort Ferienwohnungen. Sie liebt die Weite, die Natur, den nächtlichen Sternenhimmel, die Tierwelt (auch ihre Kühe) und arrangiert sich mit den Jahreszeiten, mit Sturm und Hochwasser. In mehreren Kapiteln erfahren wir ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse, angefangen von einer alten Tracht, Weihnachten, der Geburt eines Kälbchens, von Stammgästen, von Plastikmüll, einer Wattwanderung, der letzten Sturmkatastrophe und von Politik und ihrer Kandidatur zur Bürgermeisterin der Hallig. Nicht zu vergessen den wunderbaren Einzug ihres Butenböters, ein traditioneller Ofen in der friesischen Stube.
Auf liebenswerte und unterhaltsame Weise bringt uns die Autorin ihr Eiland näher und weckt damit das Interesse auf einen Besuch dieser Hallig im Weltnaturerbe Wattenmeer. Die Kapitel lesen sich als besondere Geschichte, die zeigt, mit welchen Enthusiasmus Katja Just hier lebt und als Bürgermeisterin für das Wohl der Bewohner eintritt. Sie lässt uns ihre Liebe für die Hallig spüren und zeigt auch ganz ehrlich die Probleme durch Umweltverschmutzung und Klimaveränderung und andere Schwierigkeiten, die das Leben den Bewohnern abverlangt. Hier hilft jeder jedem und das schweißt die Menschen zusammen.
Eine interessante Lektüre mit authentischen Einblicken in das Leben zwischen Tradition und Moderne und zwischen Alltag und Urlaub auf einer Hallig. - Krischan Koch
Mordseekrabben
(80)Aktuelle Rezension von: Chattys_BuecherblogInmitten der ruhigen Idylle von Fredenbüll, wo die Kühe mehr Rechte haben als manche Autofahrer, kämpft unser aufrechter Polizist Thies Detlefsen gegen die Plage der Schnellfahrer und Falschparker. Besonders ein silberner Alfa mit einem Kennzeichen aus Palermo lässt ihn nicht los – vielleicht ein kolumbianisches Drogenkartell oder einfach nur ein Urlauber mit dem Hang zur Dramatik?
Thies' Gemahlin Heike und die Zwillinge sind bereits nach Amrum abgetaucht. Doch als er endlich bei seiner Familie ankommt, erwartet ihn die schockierende Entdeckung: eine Leiche in der Ferienwohnung! Aber Moment mal – die Leiche ist blitzschnell wieder verschwunden. Wo ist das gute Stück hin?
Mit einem Seufzer ruft Thies die KHK Nicole Stappenbeck zur Hilfe, sehr zum Missfallen von Heike, die sich gerade auf eine ruhige Woche ohne Verbrechen eingestellt hat. Die Zwillinge, unerschütterliche kleine Detektive, helfen tatkräftig mit ihrer Erbsenpistole – denn wer braucht schon echte Waffen?
„De Hidde Kist“ wird zum Schauplatz des Chaos, als die skurrilen Fredenbüller einmarschieren: Schimmelreiter, der Alt-Hippie Bounty und Antje, die neue Rezepte ausprobiert.
Nicht zu vergessen: Krischan Koch schafft es sogar, uns mit den Absurditäten des Tourismus und Umweltschutzgedanken zum Nachdenken zu bringen. Schließlich soll Fredenbüll doch nicht zum Partyzentrum verkommen! Ein Hoch auf die schrägen Vögel und das Verbrechen – absurd, witzig und alles andere als todernst! - Jane Hell
Fischbrötchen und Zimtsterne
(87)Aktuelle Rezension von: Jayjay94Wieder ein schönes, einfaches und passendes Cover.
In dem Roman geht es um Laura, die sich in ihrer Heimatstadt Eckernförde neu bewirbt. Sie möchte weg von Sylt und ihrer alten Arbeit. Denn sie hat eine Affäre mit ihrem alten Chef und ist aber immer nur Platz 2.
In ihrer Heimat versucht sie es mit Tinder und hat ein Date mit Ben. Außerdem bekommt sie einen neuen Job und damit eine neue Aufgabe. Sie soll den Weihnachtsmarkt von Eckernförde modernisieren. Doch dabei kommt ihr ausgerechnet Ben in die Quere...
Den Roman kann man auch unabhängig von den anderen Büchern der Reihe lesen. Ich fand es schön, alte Gesichter wieder zu sehen.
Was die Reihe auszeichnet, ist der schöne und flüssige Schreibstil. Es kommt auch alles sehr locker rüber und man fühlt sich beim Lesen wohl.
Laura ist ein interessanter Charakter. Mit Ben bin ich nicht ganz so warm geworden. Auch in der Beziehung der beiden zueinander hätte man noch etwas mehr in die Tiefe gehen können.
Die Geschichte hat leider auch keine überraschenden Wendungen auf Lager. Der Klappentext fasst eigentlich alles schon zusammen. Das ist schade!
Der Teil 2 hat mir super gefallen. Dieser jetzt doch wieder weniger.
Jedoch bin ich gespannt, was mich im 4 Band erwartet.
Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne. Es hat mich leider nicht so überzeugt.
- Jarka Kubsova
Bergland
(96)Aktuelle Rezension von: EmmaWinterEin hochgelegener Hof in den Südtiroler Alpen, der den Bewohnern mehr abverlangt als andere Höfe in Tiefenthal. In den 1940er Jahren muss Rosa alles alleine bewirtschaften und ihr gelingt mehr, als die Nachbarn vermutet haben. Jahrzehnte später stehen ihr Enkel Hannes und dessen Frau Franziska vor anderen Problemen: Die Hofstelle ist zum Ort für "Ferien auf dem Bauernhof" geworden, denn die Land- und Viehwirtschaft reicht zum Überleben nicht aus. Doch die heile Bergwelt, die für die Gäste geschaffen werden muss, ist oft nur eine Illusion.
Jarka Kubsova schreibt über das harte Leben einer Bäuerin auf einem abgelegenen Hof, der nur durch deren unermüdlichen Einsatz überleben kann. Ein entbehrungsreiches und doch erfüllendes Leben. Auch die übernächste Generation muss all ihre Energie in den Hof stecken, ist jedoch mit anderen Herausforderungen geschlagen. Sehr gelungen sind die Abschnitte, in denen es um die Bewertung des Hofes durch den Dachverband "Goldenes Huhn" der Ferienhofvermietungen geht. Die teilweise absurden Auflagen, die für einen mit "Fünf Küken" ausgezeichneten Hof erforderlich sind, lassen die Leser aber nicht nur schmunzeln. Da wird auch die eigene Erwartungshaltung an den Ferienaufenthalt auf die Probe gestellt.
Ich habe den Roman sehr gerne gelesen. Rosa und ihr Innenleben hätten gerne ein paar Seiten mehr erhalten können.
- Barbara Frischmuth
Verschüttete Milch
(3)Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht
https://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_Frischmuth
Der Artikel zur Autorin zu Beginn? Nun, "Verschüttete Milch" trägt deutlich autobiographische Züge, nur heißt die Ich-Erzählerin Juliane, wie die Autorin 1941 geboren in Altausee in der Steiermark. Da Buch begleitet sie bis zum vierzehnten Lebensjahr, unterteilt in Kapitel, die als Überschrift die dem jeweiligen Alter entsprechende Anrede tragen, "Die Kleine", "Juli" bis "Juliane". Der Vater fällt 1943 in Russland, die Mutter führt das Hotel weiter, das eigentlich eine "Außenstelle" des größeren Familienbetriebes ist. Dadurch wächst "die Kleine" häufig sich selbst überlassen auf, in der Obhut der Angestellten oder häufig wechselnder Kindermädchen, frei in der Natur, mit vielen Spielkameraden und Tieren. Wie häufig in ländlichen Regionen, waren die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs abgemildert, weniger Kriegshandlungen, weniger Hunger, dafür Einquartierungen. Die Region war bereits damals touristisch, Segen und Fluch in einer Region, deren Böden keinen Ackerbau zuließen, die nur Salzbergwerke kannte. Doch die Fremden verändern die Gegend, Hotels mit altem Standard haben spätestens nach dem Krieg zu kämpfen angesichts der neuen Reisemöglichkeiten. Durch den zweiten Mann der Mutter, Paps genannt, bekommt Juliane zwar einen kleinen Bruder; die finanzielle Situation wird jedoch nicht entlastet.
Ich hatte blind zu dem Titel gegriffen und wurde mit dem Abschnitt "Juliane" durchaus belohnt, nachdem ich mich durch den Beginn doch sehr hatte durchkämpfen müssen. Autorin Frischmuth zieht gerade das erste Drittel als Memoir angesichts alter Fotographien auf, entsprechend kursorisch war mein Eindruck. Dazu wechseln die Sätze gerade zu Beginn stark zwischen sehr einfach und gewunden. Die Kleine schleicht sich zu den Küken und wird dafür vom Hahn attackiert. Und was schreibt die Autorin?
"Und der Hahn?, fragte sie, die gerade noch geträumt hatte, wie der Hahn, Wttermann heißt mein Hahn, mit gespreizten Federn, leuchtend wie ein Kaleideskop, in dem sich die farbigen Mosaikglasscherben immer weiterbewegen, zum Rauchfang (anderswo heißen Rauchfangkehrer Schornsteinfeger, was wie ein upgrading klingt) hinaufflog, um zu erkunden, wo sie geblieben war." Ja klar. Ich fand es anstrengend, sah auch lange keinen Nutzen darin, etwas zu lesen, was ich mir auch anhand eigener Bildersammlungen hätte durch den Kopf gehen lassen können. Das wurde erst mit dem Älterwerden des Kindes besser, ich konnte über das Spezifische der Region lernen, die viele Nazigrößen angezogen hatte, aus der einen Erwähnung meine ich Ernst Kaltenbrunner herauszulesen, Nachfolger von Heydrich https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Kaltenbrunner, das Salzbergwerk hatte man zum Verstecken von Kunst genutzt https://de.wikipedia.org/wiki/Altaussee - im Buch sind das eher Randnotizen. Stärker herausgearbeitet wird die Veränderung des Tourismus, auch die Veränderung durch den Tourismus. "Es gab zunehmend mehr Zweithaus- und Zweitwohnungsbesitzer als seit Generationen im Familienbesitz befindliche Bauern- und Bergarbeiterhäuser und wesentlich mehr Gäste, die jahrelang im selben Privatquartier anstatt im Hotel wohnten. Mit der Zeit trugen auch weitaus mehr Sommerfrischler ihre Zweitkleidung als die Einheimischen, di sich wenigstens auf diese ihre Kleidung als angestammte Tracht berufen konnten."
Während die Frage offenes Ende oder geschlossenes bei den meisten Büchern besser nicht vorher preisgegeben werden sollte, halte ich es hier für relevant zu erwähnen, dass das Ende quasi auf einen Cliffhanger hinausläuft, wie es denn mit dem jungen Mädchen in der finanziellen Situation und mit ihren beruflichen Träumen weitergeht - ich "rieche" einen Folgeband. Das ruft Vergleiche hervor zu Ulla Hahns zeitlich ähnlich angesetztem "Das verborgene Wort", doch lässt sich das schlicht gefälliger lesen, mit größerem Erkenntnisgewinn zu Milieu und Zeit. Es liegt, denke ich, nicht daran, dass ich wie Hahn Deutsche bin und nicht Österreicherin, mir wäre das ländlich-entspannte Milieu Frischmuths vertrauter als das katholisch-enge bei Hahn; es ist mir einfach zu wenig, zu wenig Überspringendes in der Schilderung der "Verschütteten Milch", zu vieles, was nur angedeutet bleibt, die Finanzen, zum Alkoholkonsum von Paps, zu Männern im Leben der Mutter, zu den familiären Beziehungen. Gäbe es tatsächlich einen Folgeband, würde ich ihn jedoch mindestens anlesen.
3 Sterne. Nicht völlig unzufrieden, aber einfach mir nicht "genug". - Nicola Förg
Flüsternde Wälder
(32)Aktuelle Rezension von: MuschelIch liebe die Reihe um Irmi Mangold. Nicola Foergs schreibt einfach sehr unterhaltsam und die Faelle sind auch immer spannend. Schoene Unterhaltung.
- Christiane Franke
Wenn Wattwürmer weinen
(37)Aktuelle Rezension von: madamecurieBuchcover:An einem wunderschönen Sommertag wird der Marketingmanager von Neuharlingersiel leblos in einem Schlafstrandkorb gefunden. Die Todesursache: vergifteter Rotwein. Die Kripo konzentriert sich auf die Frauenbekanntschaften des Toten – und hat damit alle Hände voll zu tun. Lehrerin Rosa, die sich sonst keinen neuen Fall entgehen lässt, ist erstaunlich zurückhaltend, ihr Privatleben hält sie auf Trab. Doch als ein weiterer Mann ums Leben kommt und bei ihm das gleiche Gift nachgewiesen wird, ist ihre Neugierde geweckt. Zwischen Frisörsalon, Imkerkurs und Seebestattung schaut das Kult-Trio Rosa, Dorfpolizist Rudi und Postbote Henner wieder einmal über den Tellerrand – und entdeckt Erstaunliches.
Wenn Wattwürmer weinen ist der 8 Band von Christiane Franke, das ich mir vor einem Jahr schon gekauft hatte.Es war wieder sehr spannend ,Rosa ,Rudi und Henner sind wieder aktiv ,aber diesesmal ist Rosas Lebensgefährte bei den Opfern dabei.Vattern und Muttern möchten auf ihrem Hof Alpakas halten und eine Pension ,aus den alten Kinderzimmern herrichten .Auch das Thema mit den Bienen war interessant,.Super ich freu mich immer wenn es weiter geht..
- Roisin Maguire
Mitternachtsschwimmer
(171)Aktuelle Rezension von: HeikoBeAuf der Suche nach der Erholung durch John Ironmongers Bestseller bin ich bei diesem Werk von Roisin Maguire gelandet.
Auch wenn ich nicht so schnell eingetauscht bin, habe ich schlussendlich doch wieder einmal das Gefühl auch für mein Leben etwas gelernt zu haben, was es umzusetzen gilt.
Mit Evan geht man hier während der Corona Pandemie durch Höhen und Tiefen - aber gemächlich und manchmal auch mit Gefühlschaos. Aber schlussendlich sehr befriedigend und inspirierend.
Dann habe ich wohl doch gefunden, was ich gesucht und gebraucht habe.
- Klara Jahn
Die Farbe des Nordwinds
(69)Aktuelle Rezension von: UteChristineNeugierig geworden auf diesen Roman wollte ich unbedingt mehr über das Halligleben erfahren. Mir gefällt das Cover sehr gut und auch der Schreibstil gefällt mir.
Ellen lebt heute auf der Hallig und ich habe sie sehr gerne begleitet. Sie kehrt als Erwachsene zurück und hat es nicht leicht, war sie doch schon Mal als junges Mädchen dort.
Dieser Roman hat 2 Erzählstränge, der 2. spielt vor 200 Jahren und man erfährt in beiden näheres über das Leben auf einer Hallig, wie schwer es damals wie heute war und auch etwas über Traditionen.
- Sarah Lark
Die Legende des Feuerberges
(50)Aktuelle Rezension von: AlinchenWie in anderen Trilogien von Sarah Lark üblich, begleitet der Leser oder die Leserin im 3. Band der "Feuerblüten"-Trilogie die nächste Generation, in Form von Aroha (Tochter von Linda und Fitz, Ziehtochter von Franz), Robin (Sohn von Cat und Chris) sowie Mara (Tochter von Mara, Ziehtochter von Eru). Das Buch ist in sich abgeschlossen, es kann unabhängig von den vorherigen Bänden gelesen werden. Ein Stammbaum am Anfang des Buchs hilft dabei zu verstehen, wer wie mit wem verwandt ist. Ich habe jedoch zuvor die Bände 1 und 2 gelesen.
Am sympatischsten war mir Aroha, die schon in jungen Jahren einen harten Schicksalsschlag verkraften muss als bei einem Zugunglück ihr Freund Matiu stirbt. Sie glaubt, dass ein Fluch auf ihr lastet und jeden tötet, in den sie sich verliebt. In den folgenden Jahren widmet sie sich daher eher ihrer Karriere als Übersetzerin im aufstrebenden Tourismus Neuseelands. Als sie sich wieder öffnet, schlägt das Schicksal jedoch erneut zu.
Robin und Mara haben zwar beide ihre Highlights, man möchte sie aber beide zwischendurch immer wieder schütteln. Mara kommt ganz nach ihrer Großmutter Jane und würde am liebsten Wirtschaftswissenschaften studieren. Sie stellt das Wohl einer Firma stets in den Vordergrund und will das menschliche Leid dahinter scheinbar nicht sehen. Robin hingegen träumt davon, ein großer Schauspieler zu werden. Er hat auch Talent, doch leider ist dies kein Ausbildungsberuf. Er heuert schließlich bei einer Companie an, doch dort muss er feststellen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Dabei lebt er häufig in seiner eigenen Welt und wirkt auch mit zunehmenden Alter immer sehr naiv.
Insgesamt begleiten wir die drei über einen Zeitraum von ca. 10 Jahren. Es gibt ein Wiedersehen mit vielen Figuren aus vorherigen Bänden. Auf manche hätte man gerne verzichtet. Schade fand ich, dass Ida und Karl kein einziges Mal vorkommen. Das hätte ich mir gewünscht, aber es ist jammern auf sehr hohem Niveau. Denn Sarah Lark versteht es einfach immer wieder, großartige Bücher zu schreiben.
Obwohl das Buch über 800 Seiten hat und sich vielen Themen widmet, bin ich nur so durch das Buch geflogen. Es wird nicht langweilig, auch wenn das Buch wieder sehr detailreich, im Gegenteil. Selbst wenn man denkt, man wüsste, was nun passieren müsste, ändert sich doch wieder was anderes. Neben der fiktionalen Geschichte lernt man Dinge über Maori, die zunehmende Industrialisierung (inkl. Probleme dazu), Schauspielerei, aufstrebenden Tourismus und die "Chinesenfrage", wobei es um Diskriminierung rund um geflüchtete Chinesen handelt.
Ein wunderbarer Abschluss einer wunderbaren Trilogie!
- Gabriella Engelmann
Schäfchenwolkenhimmel
(61)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderMinnie arbeitet für ein TV Reiseprogramm und soll nach Föhr. Es ist aber nicht nur eine geschäftliche Reise für sie, sondern auch eine Reise in die Vergangenheit. Während sie für das TV Magazin recherchiert, kommt sie sich selbst immer näher und vor allem auch ihrer Familie. Wer hier ihren Weg kreuzt, der spielt eine wichtige Rolle und es wird ihr immer stärker bewusst und ein Mann der ihr Herz schneller schlagen lässt und ein ganz besonderes Haustier veranlassen sie zu einem kühnen Gedanken. Eine witzig, leichte Sommerlektüre, wo einem der Meerwind um die Nase weht.
- Juan Garff
DUMONT Reise-Handbuch Reiseführer Argentinien
(2)Aktuelle Rezension von: Roswitha_BoehmOb nun mitten rein ins Getümmel oder doch lieber urig-ländlich. Juan Garff nimmt den Leser mit auf eine beeindruckende Reise durch Argentinien. Für alle, die wirklich viel vom Land sehen wollen, hat der Autor bereits einige Rundreisen zusammengestellt, an denen sich der Tourist orientieren kann. Wer lieber selbst plant, findet aber auch einen guten Überblick. Sei es nun Bones Aires oder das Hinterland. Für jeden Geschmack - und jeden Geldbeutel - ist etwas dabei. Praktischerweise sind auch gleich Öffnungszeiten und Preise angegeben. So kann man sich bereits im Vorfeld überlegen, ob der Besuch eines Museums o.ä. in Frage kommt.
Neben den Informationen zu den einzelnen Städten und Abschnitten, gibt es noch einer ganzen Reihe allgemeiner nützlicher Information. Hier sind z.B. Verhaltensregeln aufgeführt und auch auf die Geschichte, sowie die politische Lage in Argentinien wird eingegangen. Einige, wenn auch verhältnismäßig wenige, Fotos runden die Texte ab. Ein herausnehmbarer Faltplan, am Ende des Buches, bietet einen Überblick für unterwegs. (Das Reisehandbuch ist alles andere als handlich oder gar leicht, daher ist es wohl eher zur Vorbereitung bzw. zum Nachschlagen, als zur Mitnahme im Rucksack geeignet.)
Ein aktuelles und übersichtliches Reisehandbuch mit zahlreichen Tipps für alles, was man für eine Reise benötigt. Seien es nun Adressen von Hotels oder Sehenswürdigkeiten oder auch Straßenkarten oder kleine „Geheimtipps“.























