Bücher mit dem Tag "tourismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tourismus" gekennzeichnet haben.

157 Bücher

  1. Cover des Buches Every Little Thing - Mehr als nur ein Sommer (Hartwell-Love-Stories 2) (ISBN: 9783548288673)
    Samantha Young

    Every Little Thing - Mehr als nur ein Sommer (Hartwell-Love-Stories 2)

     (154)
    Aktuelle Rezension von: JenBooklover

    Genau so gut und spannend wie Band 1. Bailey ist so herrlich entzückend und bodenständig. Aber auch der männliche Part Vaughn, der ein ganz anderes Leben lebt überrascht nicht nur den Leser sondern auch Bailey. Schöne Wende mit viel Geschichte über den Ort wo Bailey lebt.

  2. Cover des Buches Glennkill (ISBN: 9783442478088)
    Leonie Swann

    Glennkill

     (3.664)
    Aktuelle Rezension von: JourneyGirl

    Mit viel Witz und Charme geschrieben. Ein Krimi mal anders: Schafe ermitteln, statt Menschen! Geniale Idee und wunderbar umgesetzt! Das klügste Schaf heißt passenderweise Miss Maple! Ich finde es herrlich und habe das Buch gerne gelesen!

  3. Cover des Buches Die Liebe tanzt barfuß am Strand (ISBN: 9783426526217)
    Gabriella Engelmann

    Die Liebe tanzt barfuß am Strand

     (106)
    Aktuelle Rezension von: chrissysbooks

    Lina lebt mit ihrer Großmutter Henrikje in einem Giebelhäuschen in ihrem Heimatstädtchen Lütteby. Sie liebt die Nordsee und ihren Job im Tourismusbüro. Als Lina plötzlich Jonas Carstensen als neuen Chef bekommt, wirbeln ihre Gefühle gehörig durcheinander.

    „Die Liebe tanzt barfuß am Strand“ ist ein wunderbarer Auftakt der Serie „Zauberhaftes Lütteby“. Mit viel Charme und liebevollen, authentischen Charakteren entführt die Autorin den Leser in das kleine Städtchen Lütteby an die Nordsee. Durch die bildhaften Beschreibungen fliegt man leicht durch die Seiten. Dadurch hatte ich mich sofort in den Ort verliebt. Der Roman wird aus der Ich-Perspektive von Lina erzählt, die mir von Beginn an sehr sympathisch war. Die humorvolle Art der Protagonisten hat mich das ein oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht und unterhaltsame Lesestunden beschert. Teil der Geschichte sind die Probleme des Städtchens durch die fehlenden Einnahmen Mangels an Touristen, der Tratsch der Einwohner sowie auch Liebeskummer. Besonders Pastorin Sintje, Linas beste Freundin, mit ihren spontanen und stellenweise ungewöhnlichen Ideen, hat mir sehr gefallen.

    Mit einem Cliffhanger am Ende des Buches hatte ich nicht gerechnet. Zum Glück liegen die Fortsetzungen schon bereit, um wieder nach Lütteby zurück zu kehren.

  4. Cover des Buches Gehen, um zu bleiben (ISBN: 9783442176724)
    Anika Landsteiner

    Gehen, um zu bleiben

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Zugegeben, der Titel hat mich gelockt und da ich viel Gutes über das Buch gehört hatte, habe ich es schließlich gelesen und das sehr gerne. Mit einem wundervollen Schreibstil wird ein Reisebericht geschildert, Länder erkundet und Erfahrungen geteilt.

    Es handelt vom Mut loszugehen und das kam in den einzelnen Kapiteln wirklich sehr schön rüber.

    Einzig beim “Ankommen” hat mir ein wenig Spiritualität gefehlt, den der Titel verspricht. Die Autorin selbst weist im Buch darauf hin, dass es ein Reisebericht ist und er als solcher gelesen werden soll. Schade eigentlich, da ich noch mehr in ihm gesehen hätte.

    Das Buch ist trotzdem absolut empfehlenswert und wirklich gut geschrieben!

  5. Cover des Buches Die Toten vom Lärchensee (ISBN: 9783462053203)
    Joe Fischler

    Die Toten vom Lärchensee

     (101)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Arno Bussi, Band 2: Polizist Arno Bussi vom Bundeskriminalamt Wien soll einen Cold Case aufklären, und zwar im Stubenwald in Tirol. Schon wieder Tirol? Nun ja, lieber Arno, da hilft nichts, da musst du hin. Seinerzeit ertrank der Seewirt, nachdem er betäubt ins Wasser geworfen wurde. Bevor Arno seine Ermittlungen wirklich aufnehmen kann, wird ein Todesfall vermeldet. Was ist seinerzeit am Lärchensee passiert? Gibt es einen Zusammenhang mit dem neuen Todesfall?

    Erster Eindruck: Das Cover ist humorvoll gestaltet; Arno auf der Vespa und eine heisse Liebe – gefällt mir sehr gut. Auf den inneren Klappen gibt es einen gezeichneten Situationsplan – das mag ich sehr.

    Dies ist Band 2 der Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden (schöner ist es jedoch, mit Band 1 zu starten). Da ich den ersten Band erst vor zwei Tagen gelesen habe, war ich noch ganz in der Arno-Bussi-Welt drin.

    Innenminister Qualtinger hat einen Sonderauftrag für seinen „speziellen Freund“ Arno Bussi vom Bundeskriminalamt Wien: Er sendet ihn erneut ins Tirol, und zwar nach Stubenwald, wo er einen Cold Case aufklären soll. Angekommen in Stubenwald, macht Arno schon eine „zünftige gastroenterologische Selbsterfahrung“, da er aus dem Dorfbrunnen trinkt, wo jedoch vermerkt ist, dass es kein Trinkwasser ist. Tja, dumm gelaufen, lieber Arno.
    Witzig waren die beiden Bernhards: der wortkarge Ortspolizist Bernhard Franz (man übe sich in Geduld, bis man die gewünschten Informationen erhält!) und sein Bernhardiner namens „Bernhard“ (wie könnte er auch anders heissen?). Arno weiss nicht genau, wo er beginnen soll, um den fünfjährigen Cold Case lösen zu können. Da Zucker beim Denken helfen kann, genehmigt er sich gerne zwei oder lieber drei Stück Käsesahnetorte vom Bäcker Luggi (ich glaube, ich habe nur aufgrund der Beschreibungen all der verdrückten Backwaren ein Pfund zugenommen!).
    Arnos Liebesleben ist ein bisschen durchzogen. Er verliert schnell mal sein Herz (und seine Hose!) – dieses Mal bei der Aktivistin Laura Gams, die in den Augen Arnos eine wahrgewordene Lara Croft darstellt. Sie protestiert gegen eine geplante Chalet-Überbauung am Lärchensee. Der Projektleiter Aschenwald und die Bürgermeisterin sind natürlich wenig erfreut über diese Störung. Als ein Verbrechen gemeldet wird, gerät Aschenwald ins Visier der Ermittlungen…

    Das Buch hat sich wiederum flüssig lesen lassen und ich kam mir vor wie in einem Heimatfilm, bei dem aber auch die Spannung nicht zu kurz kam. Von mir gibt es 5 Sterne und ich freue mich auf den nächsten Fall mit Arno.

  6. Cover des Buches Tödliche Algarve (ISBN: 9783499003233)
    Carolina Conrad

    Tödliche Algarve

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Botte05

    „Tödliche Algarve“ ist der 3. Band der Kriminalromanserie um Chefinspektor Almeida und seine Freundin, die Journalistin Silva. Wie der Titel schon verrät, befinden wir uns in Portugal.  In der Region gibt es einen alten, fast vergessenen Pilgerweg, der sich bei Wanderern einer angenehmen Beliebtheit erfreut sowie willkommene Gelder in die Kassen der Region spült. Der finanzielle Aspekt veranlasst den verantwortlichen Staatsanwalt, die polizeilichen Ermittlungen zu deckeln, als eine verstümmelte Frauenleiche auf dem Wanderweg gefunden wird.


    Für mich ist dies der erste Band der Portugal-Krimi-Reihe aus der Feder von Carolina Conrad, was jedoch keinerlei Problem darstellt, da die Protagonisten und die lokalen Gegebenheiten im Rahmen der fortschreitenden Handlung hinreichend vorgestellt werden. Als Kennerin der Region gelingt es der Autorin, mir die Besonderheiten der Region, das Wesen der Portugiesen, aber auch örtliche Probleme in angenehmem Ambiente nahezubringen. 


    Es gelingt meines Erachtens, ein Buch für Jedermann geschrieben zu haben,   gibt es doch nicht nur Mord und Polizeiarbeit, sondern auch zwischenmenschliche  Beziehungen mit den Nickligkeiten des Alltags. Neben der Brutalität eines Mordes an sich kommt dieses Buch weitgehend ohne aus, was es zu einem angenehmen, unbeschwerten Lesegenuss macht. Im - leider relativ vorhersehbaren - Finale zieht die Spannung ein klein wenig an, rundet die Geschichte angenehm ab. Das  passende Cover lädt dazu ein, genau an jenem Ort dieses Buch lesen zu wollen.


    Ein leichter Kriminalroman mit Lokalkolorit und einem Augenzwinkern.



    Carolina Conrad, Tödliche Algarve,  Kriminalroman,  Taschenbuch,  Rowohlt Taschenbuch Verlag,  10,00 €, 336 Seiten, Erscheinungstermin 16.06.2020


  7. Cover des Buches Wenn Wattwürmer weinen (ISBN: 9783499005435)
    Christiane Franke

    Wenn Wattwürmer weinen

     (34)
    Aktuelle Rezension von: madamecurie

    Buchcover:An einem wunderschönen Sommertag wird der Marketingmanager von Neuharlingersiel leblos in einem Schlafstrandkorb gefunden. Die Todesursache: vergifteter Rotwein. Die Kripo konzentriert sich auf die Frauenbekanntschaften des Toten – und hat damit alle Hände voll zu tun. Lehrerin Rosa, die sich sonst keinen neuen Fall entgehen lässt, ist erstaunlich zurückhaltend, ihr Privatleben hält sie auf Trab. Doch als ein weiterer Mann ums Leben kommt und bei ihm das gleiche Gift nachgewiesen wird, ist ihre Neugierde geweckt. Zwischen Frisörsalon, Imkerkurs und Seebestattung schaut das Kult-Trio Rosa, Dorfpolizist Rudi und Postbote Henner wieder einmal über den Tellerrand – und entdeckt Erstaunliches. 


    Wenn Wattwürmer weinen ist der 8 Band von  Christiane Franke, das ich mir vor einem Jahr schon gekauft hatte.Es war wieder sehr spannend ,Rosa ,Rudi und Henner sind wieder aktiv ,aber diesesmal ist Rosas Lebensgefährte bei den Opfern dabei.Vattern und Muttern möchten auf ihrem Hof Alpakas halten und eine Pension ,aus den alten Kinderzimmern herrichten .Auch das Thema mit den Bienen war interessant,.Super ich freu mich immer wenn es weiter geht..


  8. Cover des Buches Frische Brise auf dem Sommerdeich (ISBN: 9783959102124)
    Katja Just

    Frische Brise auf dem Sommerdeich

     (26)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese

    In "Frische Brise auf dem Sommerdeich" nimmt uns Katja Just mit auf ihre Heimatinsel Hallig Hooge im Nordfriesischen Wattenmeer. Das Buch gehört zur Reihe der Sehnsuchtsorte aus dem Eden Books Verlag.

    Seit fast zwanzig Jahren lebt die gebürtige Münchnerin bereits auf Hallig Hooge, sie liebt die Natur, die Menschen und gilt als "die Halligbotschafterin". Sie erlebt den Klimawandel und die Umweltverschmutzung und berichtet von den Veränderungen in Landwirtschaft und Tourismus und stellt sich zur Kandidatur als Bürgermeisterin.

    Wie lebt man auf einer Hallig? Welche Traditionen werden dort gelebt und was sind Salzwiesen und Sommerdeiche? Die Autorin erklärt auf persönliche Art und Weise von ihren eigenen Herausforderungen, von dem einzigartigen Wattenmeer und von den menschlichen Verbindungen auf diesem Eiland.  

    Die gebürtige Münchnerin Katja Just lebt seit fast zwanzig Jahr in ihrem Reetdachhaus auf Hallig Hooge und vermietet dort Ferienwohnungen. Sie liebt die Weite, die Natur, den nächtlichen Sternenhimmel, die Tierwelt (auch ihre Kühe) und arrangiert sich mit den Jahreszeiten, mit Sturm und Hochwasser. In mehreren Kapiteln erfahren wir ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse, angefangen von einer alten Tracht, Weihnachten, der Geburt eines Kälbchens, von Stammgästen, von Plastikmüll, einer Wattwanderung, der letzten Sturmkatastrophe und von Politik und ihrer Kandidatur zur Bürgermeisterin der Hallig. Nicht zu vergessen den wunderbaren Einzug ihres Butenböters, ein traditioneller Ofen in der friesischen Stube.

    Auf liebenswerte und unterhaltsame Weise bringt uns die Autorin ihr Eiland näher und weckt damit das Interesse auf einen Besuch dieser Hallig im Weltnaturerbe Wattenmeer. Die Kapitel lesen sich als besondere Geschichte, die zeigt, mit welchen Enthusiasmus Katja Just hier lebt und als Bürgermeisterin für das Wohl der Bewohner eintritt. Sie lässt uns ihre Liebe für die Hallig spüren und zeigt auch ganz ehrlich die Probleme durch Umweltverschmutzung und Klimaveränderung und andere Schwierigkeiten, die das Leben den Bewohnern abverlangt. Hier hilft jeder jedem und das schweißt die Menschen zusammen.

    Eine interessante Lektüre mit authentischen Einblicken in das Leben zwischen Tradition und Moderne und zwischen Alltag und Urlaub auf einer Hallig.

  9. Cover des Buches Flüsternde Wälder (ISBN: 9783866124868)
    Nicola Förg

    Flüsternde Wälder

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Muschel

    Ich liebe die Reihe um Irmi Mangold. Nicola Foergs schreibt einfach sehr unterhaltsam und die Faelle sind auch immer spannend. Schoene Unterhaltung. 

  10. Cover des Buches Zur See (ISBN: 9783328602224)
    Dörte Hansen

    Zur See

     (92)
    Aktuelle Rezension von: wbetty77

    INHALT

    Familie Sander ist seit Generationen auf der Nordseeinsel beheimatet. Die Männer fuhren zur See, währenddessen warteten die Frauen zu Hause. Hanne Sander, die nicht mehr nur warten wollte, verwandelte ihr Haus im Sommer in eine Pension für Urlaubsgäste. Ihre drei Kinder zog sie fast alleine groß, weil Jens, ihr Mann, sich nach einigen Jahren Seefahrt in die Einsamkeit zurückzog, um Vögel zu beobachten. 

    Schon längst beherbergt Hanne keine Gäste mehr, die ziehen die Annehmlichkeit der Inselhotels vor. Dort, wo man früher vom Fischfang lebte, ist mittlerweile der Tourismus die größte Einnahmequelle. Schleichend setzte die Veränderung ein und treibt nun immer rasanter voran. Die verbliebenen Inselbewohner begegnen dem Wandel mit Pragmatismus.

    Dieser Wandel verändert auch das Leben der Sanders, zuerst nur wenig bis sich innerhalb eines Jahres die Ereignisse überschlagen.


    MEINUNG

    Wie schon in ihren Romanen „Altes Land“ und „Mittagsstunde“ trifft Dörte Hansen auch hier einen Ton, der ähnlich wie die See, gleichsam rau und herzlich ist. Manche Sätze sind wie Regen, der dem Leser ins Gesicht peitscht, manche wiederum lesen sich, als ob man auf die ruhige See schaut, die bis zum Horizont in der Sonne glitzert. Als Leser:in spürt man die Empathie, die die Autorin ihren Figuren entgegenbringt. Im leicht melancholischen, nüchternen Stil erzählt der Roman von Inselbewohnern, die Stück für Stück ihre Heimat an die Touristen abgeben.

    Mich hat „Zur See“  begeistert, aber es stimmt mich auch nachdenklich, angesichts des beschriebenen Wandels, den es ohne Zweifel auf den Inseln in der Nordsee und sicher auch in der Ostsee gibt. Vom Fischfang, der die Menschen jahrhundertelang ernährt hat, kann heute niemand mehr leben. Die Haupteinnahmequelle ist der Tourismus, der diese kleinen Inseln immer mehr in den Griff bekommt. Die jungen Leute verlassen die Inseln, um auf dem Festland zu leben, denn dort gibt es eine Zukunft für sie.

    Der Roman wird aus den unterschiedlichen Perspektiven der Figuren heraus erzählt, was ich als Bereicherung empfunden habe, weil die einzelnen Teile ein Ganzes ergeben. 


    Fazit

    Ein ehrlicher Roman, leise und schnörkellos, aber so voller Wucht, dass man hineintaucht.

  11. Cover des Buches Ein Strandkorb für Oma (ISBN: 9783499256868)
    Janne Mommsen

    Ein Strandkorb für Oma

     (85)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Nja, ich dachte das wird ein echt nettes Buch werden, und NETT war es dann auch. Eine nette Sommerlektüre, die man einmal liest und danach schnell wieder vergessen hat. Kein Buch für einen langen Eindruck.

    Die Protagonisten waren alle mehr oder weniger sympatisch, die besten und witzigsten Personen, die dem ganzen "Pep" gegeben haben waren die Oma und Jade!!! Die beiden fand ich schon echt klasse... ;-)



    Das Buch hatte ein bisschen parallelen zu den büchern zu Dora Held, aber die Geschichte war weitgehend eine ganz andere.



    Fazit: Einmal als Sommerlektüre lesen ja, aber mehr auch nicht. Kein Buch das einem lange im kopf herum spukt...

  12. Cover des Buches Inselträume und Meer (ISBN: 9782496707311)
    Anja Saskia Beyer

    Inselträume und Meer

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Mika2003

    Auch mit ihrem zweiten Roman der Insel-Reihe nimmt uns die Autorin mit auf die Sonneninsel Mallorca und auch wenn ich vom ersten Band nicht zu 100 % begeistert war folgte ich ihr dennoch wieder bereitwillig. 

    Wie im ersten Band war ich begeistert von der detailreichen und farbenfrohen Beschreibung der spanischen Insel und noch einmal ist meine Vorfreude auf die Reise gestiegen. 

    Was mich begeistern konnte war das Thema der Delfin-Tour, denn auch ich habe im Hinterkopf, eine Tour hinaus mit dem Boot zu wagen und wer weiß … vielleicht sehen wir Delfine. 

    Die Geschichte um die Delfine bzw. um deren Verschwinden hatte eindeutig Potential. Allerdings wurde dies hier verschenkt und das Verschwinden, was ja eigentlich einem Krimi gleichkam, zu schnell abgehandelt. 

    Überhaupt bliebt auch diese Geschichte zu sehr an der Oberfläche, dümpelt so vor sich hin wie ein Boot im seichten Wasser und nahm keine oder zu wenig Fahrt auf. Dass das bei mir so wirkt hat zwei Gründe gehabt. Zum einen die Figuren des Romans. Ich konnte zu keiner wirklich eine Beziehung aufbauen, ich war von einigen Figuren und ihren Handlungsweisen schnell genervt und hab einige Szenen auch nur noch quergelesen. 

    Mir hat zwar sehr gut gefallen, wie die Freundinnen für einander einstehen, aber das wars dann auch schon. Die Figur der Mutter ging mir bei Zeiten auf die Nerven. Sie verhält sich nicht ihres Alters entsprechend, sondern mutiert eher zum nervigen Teenager. 

    Bei vielen Szenen, bei vielen Dialogen hätte ich mir mehr Tiefgang und wenig Seichtes gewünscht, die Geschichte hätte es mit Sicherheit hergegeben. 

    Und auch im Band ist das Ende wieder zu kitschig für meinen Geschmack. Ja, ein Happy End ist schön, erst recht bei romantischen Büchern. Aber es wie bei einer Torte: viel Zuckerguss mag zwar optisch etwas hermachen, aber zu viel kann dann schnell unangenehm werden. 

    So ist das Buch wieder eines mit dem Prädikat „Urlaubsbuch / Urlaubsfeeling“, bleibt aber leider nicht im Gedächtnis haften und verschenkt so bei mir leider sehr viel. 

    Es ist immer noch ein gutes Buch der Autorin, dennoch hat sie es mit anderen, „ernsteren“ Themen eher geschafft, mich zu begeistern als mit dieser Urlaubsreihe. 

    Mein Fazit: für ein Tag am Strand ein sehr schönes Buch, aber mehr leider nicht. 3 von 5 Sternen vergebe ich dafür. 

  13. Cover des Buches Nackt unter Krabben (Ein Heisterhoog-Roman 1) (ISBN: 9783548285474)
    Marie Matisek

    Nackt unter Krabben (Ein Heisterhoog-Roman 1)

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Sehr überraschend erbt Falk den Strandkorbverleih auf der Nordseeinsel Heisterhoog von seinem Onkel Sten. Falk der seit Jahren studiert, freut sich auf Sonne, Strand und gute Laune. Allerdings hat er unterschätzt dass der Verleih von Strandkörben doch mehr Arbeit ist, als er gedacht hat. Doch sein Nachbar Thies hilft im am ersten Tag und so schafft es Falk doch noch den Strandkorbverleih zum Laufen zu bringen. Während seines Aufenthaltes auf Heisterhoog lernt Falk die charmante Gina kennen und verliebt sich unsterblich in diese. 

    Ein unterhaltsamer Sommerroman! Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. 

  14. Cover des Buches Der Duft der grünen Papaya (ISBN: 9783442380565)
    Sarah Benedict

    Der Duft der grünen Papaya

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Alira

    Eine Familiensaga in zwei Erzählsträngen: Der eine handelt um 1914, als Samoa eine deutsche Kolonie war, der andere Erzählstrang betrifft die  Gegenwart.

    Was die Beschreibung des Inselstaats im Pazifik betrifft, liest sie sich wie eine Einladung ins Paradies – dort möchte ich einmal hin! (Also genaugenommen sowohl ins Paradies, als auch nach Samoa ;).)

    Die Familiensaga zweier Schwestern ist spannend, voll von Intrigen, Lügen und Hass. Dass dann ausgerechnet eine Deutsche zum Katalysator für ein Happy End auf der ganzen Linie (warum überhaupt Happy End?) wird, hat das Ganze für mich unglaubwürdig gemacht, und dafür gibt es Punkteabzug.


  15. Cover des Buches Heinz Strunk in Afrika (ISBN: 9783499258596)
    Heinz Strunk

    Heinz Strunk in Afrika

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Chris666

    Die ersten 20-30 Seiten habe ich als ziemlich zäh empfunden. Danach wurde es unterhaltsam. Strunk halt. Gewohnt schodderig, frech und frei perlen die Worte Strunks aus dem Stift auf's Blatt Papier.

  16. Cover des Buches Über den grünen Klee geküsst (ISBN: 9783442473328)
    Jana Seidel

    Über den grünen Klee geküsst

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Bluesky_13

    INHALT

    Louisa Wolff war unterwegs zu ihrem Vater, der in Irland ein Cottage besaß. Louisa hatte ihren Mann mit der Sekretärin in flagranti erwischt. Was sie wohl am meisten enttäuschte, war wohl, dass sie nicht jünger, sondern 15 Jahre älter war.

    Louisa wollte nicht länger bei ihrem untreuen Ehemann bleiben und so verließ sie ihn. Louisa ging von Hamburg nach Irland, das war ja wohl weit genug weg.


    Sie war gerade in einer sehr weinerlichen Phase, sie war doch sehr enttäuscht und verletzt. Als sie in Irland ankam, war sie erstmal allein, ihr Vater war nicht da uns so schaute sie sich erstmal um.

    Als ihr Vater dann kam, saß sie schweigend mit einem Gin Tonic und ihrem Vater vor dem Kamin.

    Am nächsten Morgen gehen beide spazieren, denn es schneit in Irland und das kommt hier sehr selten vor.


    Unterwegs erzählt ihr Vater ihr, dass sie abends zum Tee bei Sir Henry eingeladen sind. Von ihm hatte der Vater das Cottage gekauft.

    Louisa war gar nicht so begeistert, sie war noch sehr beschäftigt mit ihrer Trauer und Wut auf ihren Mann.

    Na ja, aber ihrem Vater zuliebe ging sie mit.


    Dieser Abend war dann sehr feucht fröhlich und Louisa war angetrunken. Als sie gerade draußen war, um sich in den Schnee zu übergeben, da traf sie auf Colin. Ein sehr attraktiver Mann und der Ziehsohn von Sir Henry.


    Am nächsten Tag hatte Louisa einen fürchterlichen Kater und zu allem Übel hatte ihr Vater an diesem Tag auch noch seinen Skat Tag.

    Louisa wollte doch so gerne ihre Ruhe haben, aber dieses einsam stehende Cottage hatte mehr Leben als ihr lieb war.



    MEINE MEINUNG

    Das ist ein schönes Buch, witzig und romantisch zugleich.


    Louisa hat ein Buch mit Gedichten und einem Brief gefunden und nun sucht sie die Muse des Dichters. Sie ist der Meinung, dass dieses Pärchen sich sehr geliebt hat.

    Für Louisa ist in Irland alles fremd und neu, sogar ihr eigener Vater.


    Das Buch wird uns aus der Sicht von Louisa erzählt und sie erzählt uns ihre Geschichte auf eine erheiternde Art und Weise.

    Das ganze wird doch sehr abenteuerlich. Louisa holt ihre Freunde aus Hamburg zu Hilfe und alle zusammen erleben hier ein tolles, witziges Abenteuer.

    Dieses Buch erzählt und die Geschichte einer jungen Frau, die vor lauter Liebeskummer nach Irland geht.

    Dort trifft sie auf 2 Männer, die sie umgarnen. Louisa ist im Moment so gar nicht gut auf Männer zu sprechen, aber dennoch lässt sie ihre Gefühle zu.

    Dieses Buch bringt uns Irland, das Land, die Leute und die Traditionen etwas näher. Ich finde es immer schön, wenn Bücher in fremden Ländern spielen, dass wir dann auch etwas zum Land erfahren. Man kann dann so richtig eintauchen in die Geschichte und man ist plötzlich mittendrin.

    Dies ist ein schönes Urlaubsbuch, eine Lektüre die sich mal so zwischendurch lesen lässt.

    Ich lese solche Bücher eher selten, aber auch ich hab an so mancher Stelle geschmunzelt, weil es mich amüsiert hat.

    Ich muss auch solche Bücher lesen, weil ich bei uns in der Firma für die Buchbestellung zuständig bin. Und da kann ich ja nicht nur meine geliebten Thriller bestellen. Ich muss aber gestehen, durch diese Aufgabe, hab ich schon so manche Bücher gelesen, die ich mir so nie kaufen würde, aber von denen ich dann doch angenehm überrascht war. So auch von diesem Buch, ich kann es also wirklich nur weiterempfehlen.



    Eure Bluesky_13

    Rosi      

  17. Cover des Buches 1000 Places to see before you die. Die Lebensliste für den Weltreisenden (ISBN: 9783833121333)
    Patricia Schultz

    1000 Places to see before you die. Die Lebensliste für den Weltreisenden

     (88)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Dieses Buch ist ein Schmöker, in dem man an einem trüben Novembertag blättert und von dessen 1.000 Kapitelchen man sich entführen lässt. 

    Als Ticket für Traumreisen ist dieses Buch wunderbar geeignet. Und sicherlich auch, um das nächste Reiseziel zu entdecken. 

    Vieles davon gesehen, leider leider nicht alles.

    Es ist nicht mehr ganz aktuell aber schön zu lesen und immer noch informativ!

  18. Cover des Buches Fährentod auf Norderney. Ostfrieslandkrimi (Kommissarin Femke Peters ermittelt 2) (ISBN: B08LZRLY22)
    Rolf Uliczka

    Fährentod auf Norderney. Ostfrieslandkrimi (Kommissarin Femke Peters ermittelt 2)

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Gise

    Als die Norderney-Fähre auf der idyllischen Nordseeinsel anlegt, wird ein Toter in einem der Fahrzeuge entdeckt. Es ist der Immobilienunternehmer Günter Grundmann. Verdächtige dazu scheint es viele zu geben: Ist es einer der Demonstranten gegen sein neues Projekt? Steckt seine Familie dahinter, mit der er sich verkracht hat? Oder ist es seine junge Geliebte Vanessa, die sich einen Teil von Grundmanns Vermögen schnappen wollte? Kommissarin Femke Peters und ihr Team von der Kripo Aurich ermitteln…


    Dies ist bereits der zweite Fall mit Kommissarin Femke Peters, kann jedoch ohne weitere Vorkenntnisse gelesen werden. Gut gelungen ist wieder der regionale Aspekt der Geschichte, dem Autor Rolf Uliczka gelingt es schnell, dem Leser die örtlichen Gegebenheiten nahezubringen. Die Geschichte selbst ist spannend angelegt, vor allem die vielen Geheimnisse, die von den Verdächtigen gehütet werden, geben genügend Stoff zum Mitfiebern. Überraschende Wendungen und Kommissar Zufall bringen zusätzlich Spannung in das Geschehen. Bert Linnig und Nina Jürgens aus der anderen Krimireihe des Autors haben einen kleinen, aber nicht unbedeutenden Gastauftritt in diesem Buch.


    Dieser fesselnde Regionalkrimi hat mich mit einer spannenden Geschichte und viel Lokalkolorit bestens unterhalten können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

  19. Cover des Buches »Sorry, Ihr Hotel ist abgebrannt« (ISBN: 9783548374109)
    Antje Blinda

    »Sorry, Ihr Hotel ist abgebrannt«

     (101)
    Aktuelle Rezension von: klengt
    Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist witzig zu lesen, welche Probleme bei manchen Leuten auf ihren Reisen so aufgetaucht sind. Man freut sich darüber, dass man sowas bisher nicht miterleben musste. Während dem Lesen bekam ich trotz diesen massiven Problemen riesen Lust auch wieder selbst weg zu fahren 😀
  20. Cover des Buches Plattform (ISBN: 9783832161767)
    Michel Houellebecq

    Plattform

     (225)
    Aktuelle Rezension von: goellmountain

    Eigentlich ein ganz gutes Buch: teils kritische Anmerkungen zum Tourismus (hier speziell Sextourismus), islamistischer Terrorismus (man merkt Houellebecq's Abneigung gegen den Islam) und ein Hauptprotagonist der sich zu Beginn des Buches nichts mehr von seinem weiteren Leben erwartet und seinen Feierabend nur noch in Sexclubs und Peep Shows verbringt. Bis er seine Freundin kennenlernt, denn dann geht es fast nur noch um Sex in allen Varianten. 

    Erst gegen Ende des Buches passiert (endlich) mal wieder was anderes, so das hier doch noch etwas Spannung aufkommt.

    Ein ganz klein bisschen weniger Beschreibung der (zu) vielen Sexszenen und etwas mehr zum (Sex)tourismus und islamistischen Terrorismus stünde dem Buch ganz gut.

    Ansonsten wie eigentlich alle Houllebecq Bücher ganz gut zu lesen; deshalb auch die 4 Sterne

  21. Cover des Buches Die Zahl (ISBN: 9783596182411)
    Daniela Larcher

    Die Zahl

     (104)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    „Und sein Hemd war so zerknittert wie der Hintern von Liz Taylor“ – Das ist ein Satz, bei dem ich nicht ganz verstanden habe, wieso er überhaupt im Buch war. Also habe ich nach Liz Taylor gegoogelt und entdeckt, dass sie mal wunderschön war und genauso wie jeder Mensch das Opfer der Zeit wurde. Jeder altert, jeder kriegt Falten, jeder Hintern wird mal zerknittert sein, aber nein, die Autorin macht sich über die Schauspielerin lustig, während ihr eigenes Buch dem Erfolg dieser Schauspielerin nicht das Wasser reichen kann.

    Es beginnt mit einer Leiche. Das tut jeder Kriminalroman. Der Fundort und die Umstände waren interessant, das hat für eine gewisse Spannung gesorgt, doch zwei Seiten später zerbrach der Spannungsbogen schnell an der schrecklichen Erzählweise.

    Ihr Stil ist nüchtern, eiskalt und wird nur dann belebt, wenn sie über Nahrung redet. Mir ist klar, dass Essen wichtig für das eigentliche Leben ist, aber das ist etwas, worüber ich ungern lese. Schließlich gehört der Gang zum Klo auch zum Leben und das ist definitiv etwas, worüber ich nicht lesen möchte. In jedem Abschnitt wird gegessen, irgendein Tee getrunken, kein Fleisch, allesamt Vegetarier und der Kommissar ein wahrer Kochkünstler, der die tollsten Gerichte zubereiten kann. Was hat das mit der Handlung zu tun? Wenn es als Charakterentwicklung eingestuft werden soll, ist das eine sehr schlechte Methode. Gefühle bilden den Charakter, Gefühle formen eine Seele und nicht, dass er ungern Fleisch frisst und liebendgern diese eine Teesorte trinkt. Das hat den Kommissar in meinen Augen sofort unsympathisch gemacht. Er kam mir wie ein Snob vor, der mich als Untermenschen abstempelt, weil ich Fleisch esse.

    Der Kommissar hat keine Ahnung, wie er den Fall bearbeiten soll und seine Ahnungslosigkeit schlägt auf den Text über und macht die Handlung schnell zäh. Bei den ersten Befragungen weiß man sofort, dass diese Figuren Platzfüller sind, den Text unnötig aufbauschen, und doch zieht uns die Autorin zu diesen Vernehmungen, erzählt alles ganz breit und lang und sorgt dafür, dass der Mord langweilig wird. Der Spannungsbogen leidet darunter, er verschwindet in dem ganzen Textkram.

    Die Gerichtsmedizinerin versteht sich ganz schnell sehr gut mit dem Kommissar. Ihr Urlaub wird ruiniert, sie sitzt fest, aber kaum wechseln die beiden zwei Worte miteinander, droht daraus eine Liebesgeschichte zu entwickeln. Kein Konflikt zwischen den beiden, rein gar nichts. Ich wäre wütend auf ihn, weil er mir den langverdienten Urlaub ruiniert hat. Wenn nicht laut, dann aber unterschwellig, wenn nicht mit Absicht, dann aus dem Unterbewusstsein heraus. Sie aber hat keine solchen Gefühle. Sogar als sie wütend deshalb wird, gibt sie ihm keinen Moment lang die Schuld.

    Schließlich merkt man, dass die Handlung erst eine Entwicklung machen wird, wenn der nächste Mord passiert, aber bis dahin wurde das Lesen schnell zu einer Arbeit. Ich wollte nicht mehr und es wurde mir alles egal. Von mir aus kann Liz Taylor die Serienmörderin sein.

  22. Cover des Buches Hummeldumm (ISBN: 9783596512379)
    Tommy Jaud

    Hummeldumm

     (1.470)
    Aktuelle Rezension von: SusiBartmann

    Die Charaktere, die Situationen, der Humor...absolut genial. Hab ich schon öfter gelesen. :) 

  23. Cover des Buches Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich (ISBN: 9783866481473)
    David Foster Wallace

    Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich

     (180)
    Aktuelle Rezension von: Christopher_B
    Man hätte es wissen können. Nachdem David Foster Wallace im März 1995 eine Karibik-Kreuzfahrt unternommen und darüber geschrieben hat, hätte man es wissen können. Eine Zeitung hatte ihn beauftragt, eine »persönliche Doku-Postkarte im Breitwandformat« zu schreiben. Er hat sich der Sache angenommen und allen, die noch niemals eine Luxuskreuzfahrt unternommen haben, erklärt, was da passiert, wie es sich anfühlt und wen man dabei trifft.

    Und das, obwohl ziemlich schnell klar wird, dass David Foster Wallace sich niemals von selbst auf das Deck des Luxusliners Nadir von Celebrity Cruises Inc. verirrt hätte. Hut ab, dazu gehören Mut und enorm viel Überwindung, so weit über den eigenen Schatten zu springen. Und sympathisch macht es ihn obendrein. Das Buch hätte gern doppelt so lang sein dürfen – wenn das nicht zugleich bedeutet hätte, dass Wallace auch doppelt so lang an Bord hätte bleiben müssen.

    Beeindruckend sind der Witz, die Klugheit und der Charme, mit denen Wallace die Situation an Bord beschreibt: eine real gewordene Phantasie, die so perfekt ist, dass die Gäste binnen Kurzem vergessen, dass es sich um eine Illusion handelt. Als wäre man ein Baby: Essen, Schlafen und Spielen, wann man möchte. Und vor allem: ohne sich um das Geringste sorgen zu müssen. Es fällt nicht schwer, die Luxuskreuzfahrt als die extremste Auswucherung des Massentourismus zu sehen, die es momentan auf der Welt gibt. Hedonismus in Reinform, aber dennoch gefragt. Ein Riesengeschäft. Was zum Teufel ist mit uns los?

    Am beeindruckendsten finde ich, dass es Wallace gelingt, während der gesamten Kreuzfahrt innerlich einen gewissen Abstand zu bewahren, stets ein wenig außen vor zu sein, zu beobachten und mit scharfem Auge mitzuteilen. Er versinkt nicht in der dargebotenen Luxus-Entertainment-Urlaubs-Welt, in der es zwischen acht und neun Mahlzeiten täglich gibt, in der der Room-Service nie länger als 15 Minuten braucht und in der Handtücher so schnell gewechselt werden, dass das Auge kaum nachkommt.

    Er bleibt der Kritiker dieser obszönen Welt, ein Funken Vernunft, vielleicht der letzte an Bord. Und wir sitzen auf seiner Schulter und fragen uns: Brauchen wir das alles? Ist es existentiell wichtig, dass wir mitten auf dem Pazifik Tontauben schießen können? Dass es Eisskulpturen am Buffet gibt? Dass das Bullauge zu unserer Kabine täglich von außen gereinigt wird?

    Man hätte es wissen können. Wenn man Wallace‘ Buch aufmerksam gelesen hätte, wären einem zwischen den Zeilen die ausbeuterischen Verhältnisse der Angestellten an Bord aufgefallen, die für einen mageren Lohn 12-Stunden-Schichten schieben müssen, fern von ihrer Familie, allzeit freundlich und lächelnd, weil sie wissen, dass sie sonst ihren Job verlieren. Man hätte die enorme Vergeudung von Ressourcen (Nahrung, Öl, Wasser …) sehen können, die dieses Luxusleben verursacht, angetrieben von nichts anderem als Eitelkeit und Feierlaune.

    Und wofür das alles? Für nichts. Unser Überleben auf diesem Planeten ist nicht abhängig davon, dass es Luxuskreuzfahrten gibt. Falls jemand in ein paar Jahren fragen sollte, warum unsere Welt zu Grunde geht – bei David Foster Wallace kann man es nachlesen. Man hätte es wissen können.
  24. Cover des Buches Die Farbe des Nordwinds (ISBN: 9783453426252)
    Klara Jahn

    Die Farbe des Nordwinds

     (66)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    So richtig zu Hause war Ellen dank ihrer „wanderlustigen“ Mutter nie irgendwo und so fällt es ihr zunächst schwer nach einer gescheiterten Beziehung gekoppelt mit dem Verlust ihres Jobs einen Neustart zu wagen. Doch dann traut sie sich an einen Ort ihrer Kindheit zurückzukehren, der ihr zugleich Ruhe aber auch ein Gefühl des Nachhausekommens vermitteln soll. Angekommen auf der Hallig versucht sie dort anzuknüpfen, wo sie vor Jahren gezwungen war, aufzuhören. Doch ihre einstige "Schwester" Liske macht es ihr nicht gerade leicht …

    Auch zweihundert Jahre zuvor haderten die Menschen mit dem Leben auf der Hallig. „Halliglüd“ sind eigenbrötlerisch und stur und so tut sich der studierte Arjen schwer als er sich Gehör verschaffen zu versucht. Er will die Hallig und das Leben darauf retten, doch keiner hört ihm zu bis zu jenem ereignisschweren Tag, als es fast zu spät ist …

    Mir gefiel der Schreibstil, das schnörkellose, das ohne Kitsch auskommt, denn dafür ist kein Platz auf einer Hallig. Doch gleichzeitig merkte ich, dass mich das Buch, je länger ich darin las, fast selbst ein wenig deprimiert machte. Kennt ihr das? Auf der einen Seite könnt ihr kaum aufhören zu lesen und auf der anderen Seite seid ihr froh, wenn die letzte Seite gelesen ist? Alles in allem jedoch hat es mir gut gefallen, denn Klara Jahn, auch bekannt unter ihrem richtigen Namen Julia Kröhn, schafft es ganz wunderbar und authentisch die Stimmung rüberzubringen, die auf einer Hallig herrschen muss. Ich bin mal wieder neugierig geworden auf einen eigenen Besuch auf einem dieser eigenwilligen Fleckchen Erde. Vielleicht werde ich mir diesen Traum ja eines Tages mal erfüllen. Von mir gibt es vier von fünf Sternen verbunden mit einer Leseempfehlung, denn bei mir hat definitiv die Sogwirkung überwogen …

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