Bücher mit dem Tag "touristen"
33 Bücher
- Estelle Maskame
DARK LOVE - Dich darf ich nicht finden
(771)Aktuelle Rezension von: auvuleDa ich bereits den ersten Teil gelesen habe und ihn geliebt habe, habe ich direkt mit dem zweiten Teil begonnen. Ich kann nur sagen, dass das Buch ein emotionales Wirrwarr, Herzschmerz, Spannung und Wut enthält. Es hat mich wirklich gefesselt, da bestimmte Ereignisse mich überrascht haben und ich dachte: 'Oh mein Gott...'
Eden ist einfach eine unbeschreiblich starke Figur. Bei Tyler gab es jedoch Momente, in denen ich ihn am liebsten geschlagen hätte. Trotzdem ist er eine starke und faszinierende Persönlichkeit. Und Eden weiß das auch.
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf den dritten Teil und werde ihn auf jeden Fall lesen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!✨🥹
- Tommy Jaud
Hummeldumm
(1.491)Aktuelle Rezension von: ChiarraEine organisierte Gruppenreise durch Namibia sowie eine gemeinsame Eigentumswohnung soll die Liebe zweier jungen Menschen in ihrem verflixten siebten Jahr krönen. Dies hat Potenzial für eine wahrhaft humorvoll geschriebene Geschichte von Tommy Jaud.
Doch leider wurde ich enttäuscht: Mag sein, dass ich Glück hatte. Aber auf derart klischeehaft beschriebene Mitreisende bin ich noch auf keiner Reise in geballter Form gestoßen. Dazu war eine Vielzahl an pubertären Verhaltensweisen sowie dem „Dauerschleifenproblem“ mit dem Telefon und Ladekabel fast schon nervtötend. Daher konnte mich das Erzählte nicht wirklich zum Lachen, höchsten einmal hier und da zum Schmunzeln bringen.
Für mich sind die Bücher von Tommy Jaud entweder Top oder ein Flop. „Der Löwe büllt“ zum Beispiel ist mein unvergessliches Top-Buch des Autors. Bei diesem Buch tendiere ich leider zum Flop. Lediglich das Ende der Geschichte hat mir weitestgehend gefallen, wofür ich den dritten Stern vergebe.
- Dörte Hansen
Zur See
(252)Aktuelle Rezension von: Jana_FreitagMit "Zur See" legte Dörte Hansen nach "Altes Land" und "Mittagsstunde" erneut einen Roman vor, der leise daherkommt und doch lange nachhallt. Diesmal führt sie auf eine norddeutsche Insel und in eine Welt zwischen Wind, Weite und Wasser. Mit ihrer ruhigen Sprache zeichnet sie ein vielschichtiges Bild vom Inselleben, von Tradition und Umbruch, von Zugehörigkeit und Entfremdung.
Dabei braucht es keinen dramatischen Plot, um Spannung zu erzeugen. Stattdessen sind es die fein beobachteten Alltagsmomente, die diesen Roman tragen. Ihre Charaktere wirken eigenwillig und authentisch, manchmal verschlossen, manchmal spröde und gerade deshalb wachsen sie einem schnell ans Herz. Man spürt die generationsübergreifenden Verflechtungen und das Ringen mit Veränderungen, die sich nicht aufhalten lassen.
Besonders eindrucksvoll ist die Atmosphäre, die Dörte Hansen erschafft. Mit wenigen, klaren Sätzen entstehen Bilder von Dünen, Höfen, Fähren und Stürmen. Die plattdeutschen Einsprengsel verleihen dem Text zusätzliche Tiefe und Bodenständigkeit. Alles wirkt stimmig, nichts aufgesetzt.
Zur See ist ein Roman für Leserinnen und Leser, die atmosphärische Geschichten schätzen und Freude an stillen, klug beobachteten Lebensentwürfen haben. Wer norddeutsche Landschaften liebt und sich auf das langsame Erzählen einlassen kann, wird dieses Buch nicht nur lesen, sondern lieben.
- Camilla Läckberg
Der Prediger von Fjällbacka (Ein Falck-Hedström-Krimi 2)
(276)Aktuelle Rezension von: Nicolai_LevinNachdem der erste Band der Reihe mich ziemlich enttäuscht hat, war dies also Camilla Läckbergs zweite Chance bei mir. Und in der Tat hat mir Band zwei entschieden besser gefallen, auch wenn es zu echter Begeisterung noch nicht reicht.
Der Sommer 2003 war bemerkenswert heiß. Während der westschwedische Badeort Fjällbacka in der Julihitze simmert, wird in der Königsschlucht auf einer Decke die Leiche einer jungen Frau gefunden, die zunächst niemand im Ort kennt oder vermisst hat. Unter der Decke sind Knochen drapiert, die zwei Skelette ergeben: Man vermutet rasch, dass es die Überreste von zwei jungen Frauen sein könnten, die im Sommer 1979 spurlos aus Fjällbacka verschwunden sind. Die Ermittlungen der Polizei führen schnell auf das Anwesen der Familie Hult. Der längst verschiedene Patriarch Ephraim war seinerzeit ein charismatischer freikirchlicher Prediger, dessen Söhne über Wunderheilkräfte verfügen sollten. Eine dankbare Jüngerin hat ihm einen luxuriösen Hof und ein beachtliches Vermögen vererbt. Einer der Söhne, Gabriel, hat 1979 bei der Polizei angegeben, er habe eines der verschwundenen Mädchen mit seinem Bruder Johannes zusammen im Auto gesehen. Johannes beging bald darauf Selbstmord, was allgemein als Schuldanerkenntnis gewertet wurde und in der Familie zu Bitterkeit und Zerwürfnis führte, die bis zum heutigen Tag nachwirken.
Der Krimiplot ist diesmal perfide plausibel, die Auflösung zwar vorhersehbar, aber unbedingt clever und für meine Begriffe gelungen. Das erfreuliche Ende versöhnt etwas mit den Seiten davor, in denen eine Vielzahl von Perspektiven das Lesen mühsam macht. Zehn, zwölf Stimmen sind es, die uns berichten; eine Kakophonie, die ich in einem Krimi gar nicht brauchen kann und die zusätzlich verkompliziert wird, weil Szenen und Perspektiven mitten im Absatz wechseln (ich kreide das dem deutschen Layout an).
Der wilde Genremix, den ich im ersten Band moniert habe, fällt dieses Mal moderater aus. Die grausige Opferperspektive ist unbedingt „Noir“, die Ermittlerarbeit im Polizistenalltag fällt okay aus, und Titelfigur Erica Falck tapst dankenswerterweise nur sehr am Rande durch den Roman, mit ihrem Schwangerschaftsbauch, wechselnden Gästen, die ihr auf die Nerven fallen, und der Sorge um die Schwester und ihre toxischen Männer. Die kurze (und für den Plot bedeutungslose) Episode um den verliebten Polizeichef und sein russisches Gschpusi fand ich in ihrer Komik sogar gelungen.
Die Charaktere freilich sind auch in Band zwei mit dem sehr dicken Filzstift gezeichnet, und wenn man vergleicht, wie etwa eine Åsa Larsson die bedrückende, alles vereinnehmende Atmosphäre der schwedischen Freikirchenszene schildert, wie fein und subtil eine Sara Strömberg ihre Figuren zeichnet, dann ist - allem Erfolg zum Trotz - zumindest in diesem Band bei Frau Läckberg noch reichlich Luft nach oben.
- Carina Schnell
When the Storm Comes
(228)Aktuelle Rezension von: leseHuhnWhen the Storm Comes ~Bd.1 Sommer in Kanada, Carina Schnell , erschienen am 28. Juli 2022 im Piper/everlove Verlag
Taschenbuch 416 SeitenKlappentext
- siehe BuchbeschreibungMeine Meinung
Mein erstes Buch der Autorin und ich habe mich direkt wohl gefühlt. Mit einem leichten und wunderschönen Schreibstil führt mich Carina Schnell durch die Story. Das Setting in Kanada hat mir richtig gut gefallen, ich mag Kleinstädte sehr gerne. Die Bewohner bilden meist eine tolle Gemeinschaft und haben auch ihre Stärken und Schwächen. Die Lovestory entwickelt sich in einem schönen langsamen Tempo, Slow-Burn würde ich sagen. Die Protagonisten sind authentisch und liebenswert. Nur dieses ständige erwähnen der verschiedenen Schuhmarken, grenzte schon an Markenwerbung. Da hätte mir weniger besser gefallen.
Marly ist eine quirrlige junge Frau und auf der Suche nach ihrer Mutter. Das sie dabei ihren Traummann findet, stand nicht auf ihrem Plan. Und mit ihrem extremem Schuhtick hat sie die Geschichte geflutet.
Jack ist einfach zum Verlieben gemacht oder man verliebt sich in den süßen Golden Retriever.Fazit
Ein schöner Sommerroman, der mich in die Weite Kanadas entführt und mit einer ruhigen Lovestory gut unterhalten hat. Ich vergebe sehr gerne 4 🐥🐥🐥🐥 und eine Leseempfehlung.
- Anika Landsteiner
Gehen, um zu bleiben
(41)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerZugegeben, der Titel hat mich gelockt und da ich viel Gutes über das Buch gehört hatte, habe ich es schließlich gelesen und das sehr gerne. Mit einem wundervollen Schreibstil wird ein Reisebericht geschildert, Länder erkundet und Erfahrungen geteilt.
Es handelt vom Mut loszugehen und das kam in den einzelnen Kapiteln wirklich sehr schön rüber.
Einzig beim “Ankommen” hat mir ein wenig Spiritualität gefehlt, den der Titel verspricht. Die Autorin selbst weist im Buch darauf hin, dass es ein Reisebericht ist und er als solcher gelesen werden soll. Schade eigentlich, da ich noch mehr in ihm gesehen hätte.
Das Buch ist trotzdem absolut empfehlenswert und wirklich gut geschrieben!
- Sarah Dessen
The Moon and more
(75)Aktuelle Rezension von: Freedom4meMir hat der Roman sehr gut gefallen. Es ist keine klassische Dreiecksliebesgeschichte und es war (zum Glück) auch nicht kitschig.
Vielmehr wird die Liebesgeschichte sehr realistisch geschildert, mit Ecken, Kanten und Problemen. Das Gleiche gilt für die weiteren Themen. Es geht zum Beispiel um Familie und vor allem um das schwierige Verhältnis zwischen Emaline und ihrem leiblichen Vater. Daneben spielt auch noch die Frage eine Rolle, wie es nach der Schule weiter geht und wir erhalten Einblicke in Emalines Alltagsleben und ihren Job in der Ferienvermietung. Außerdem ist auch Freundschaft ein großes Thema.
Mir hat an allem gefallen, dass es realistisch ist. Es geht nicht immer alles gut aus und es gibt keine übertriebenen, kitschigen Happy-Ends auf allen Ebenen.
Die Hauptmessage vom Buch ist, dass im Leben nicht immer alles gut sein kann, sondern auch das Mittelmäßige und das Schlechte mit dazu gehört. Das hat mir sehr gefallen, da so kitschige Geschichten, in denen alles beschönigt wird und am Ende auch wirklich jeder glücklich ist und alle Charaktere ihr eigenes Happy-End bekommen, einfach nicht mein Ding sind. Das fühlt sich dann immer nicht echt an.Das Buch ist mit knapp 500 Seiten sehr lang. Allerdings ist der Schreibstil total angenehm und ich hatte nie das Gefühl, dass es sich in die Länge zieht. Erzählt wird aus der Sicht von Emaline und ich mag sie als Charakter echt total gerne und konnte mich gut in sie hineinversetzen.
Fazit: Sarah Dessen erzählt hier sehr realitätsnah eine Geschichte über Liebe, Familie, Freundschaft und den Übergang von Schule zu Uni. Dabei fühlt sich alles super realistisch an, es gibt auch schlechte Seiten und erzählt wird all das von einer tollen Protagonistin.
The Moon and more bekommt von mir 4,4 (also gerundet 4) / 5 Sterne.
- Mario Giordano
Tante Poldi und die Früchte des Herrn
(110)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeTante Poldi ist eine ungewöhnliche Protagonistin. Sie kommt aus Bayern, lebt in Italien, ist in ihren 60ern, sehr selbstbewusst und die Freundin des Kommissars. Sie ist dem Alkohol nicht abgeneigt und ermittelt gerne mal.
Hier im zweiten Band der Reihe findet sich in den Weinreben eine Leiche, doch der Winzer hat ein Alibi – er war mit Tante Poldi zusammen!
Die ganze Geschichte ist etwas überdreht, teilweise skurril, durchaus spannend und auf jeden Fall unterhaltsam. Der Humor ist besonders. Mir hat das Buch gut gefallen und ich freue mich auf den nächsten Band!
29.01.2025
- Petteri Nuottimäki
Ein besoffener Bär im Bergwerkswald
(27)Aktuelle Rezension von: nellscheEin kleines Provinzkaff in Schweden steht plötzlich im Mittelpunkt. Der Grund ist ein verwackelte Handyvideo, auf dem nur Schatten zu erkennen sind. Die Spekulationen um das mysteriöse Waldwesen locken tausende von Touristen in den kleinen Ort - dem dieser Aufschwung äußerst gelegen kommt. Nun muss der Bürgermeister Per Danielsson verhindern, dass die Wahrheit raus kommt. Denn was ist dann?
Was mir an diesem Buch als erstes auffiel, waren das tolle Cover und der witzige Titel. Gemeinsam mit dem Klappentext war mir klar, dass ich das Buch lesen will. Und ich wurde sehr gut unterhalten.
Der Schreibstil gefiel mir sehr gut. Er war recht nüchtern, aber voll trockenem und schwarzem Humor. Genau mein Geschmack. Ich wurde somit bestens unterhalten und musste ganz viel lachen.
Die Idee zu diesem Buch fand ich sehr realistisch und passend zur heutigen technischen Zeit. Ein nebulöses Handyvideo wird ins Internet gestellt, verselbständigt sich und es entstehen die wildesten und verrücktesten Fantasien, was denn da auf dem Video zu sehen ist. Dass das die Schaulustigen anlockt ist klar. Genauso klar ist, dass man als Bürgermeister eines kleinen Provinzkaffs diesen Boom genießen und zum Vorteil nutzen will.
Per Danielsson fand ich sehr sympathisch. Ich konnte sehr gut mit ihm mitfühlen und mich in ihn hineinversetzen. Mir hat es viel Spaß gemacht, seinen Gedanken und Überlegungen zu folgen. Manchmal tat er mir echt leid, was er aushalten musste, denn was schiefgehen konnte, ging garantiert auch schief. Aber da musste er nunmal durch.
Die Story war herrlich skurril und abgedreht, teils überspitzt, aber absolut treffend für die heutige Zeit. Der trockene und schwarze Humor war große Klasse. Als dann herauskam, was tatsächlich auf dem Video zu sehen ist, habe ich laut gelacht. Hach, ich fand das Buch einfach wunderbar unterhaltsam. Man sollte es natürlich nicht für bare Münze nehmen, sondern es mit einem Augenzwinkern lesen.
Ich habe diesen verrückten und skurrilen Lesespaß genossen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen. - Roisin Maguire
Mitternachtsschwimmer
(171)Aktuelle Rezension von: HeikoBeAuf der Suche nach der Erholung durch John Ironmongers Bestseller bin ich bei diesem Werk von Roisin Maguire gelandet.
Auch wenn ich nicht so schnell eingetauscht bin, habe ich schlussendlich doch wieder einmal das Gefühl auch für mein Leben etwas gelernt zu haben, was es umzusetzen gilt.
Mit Evan geht man hier während der Corona Pandemie durch Höhen und Tiefen - aber gemächlich und manchmal auch mit Gefühlschaos. Aber schlussendlich sehr befriedigend und inspirierend.
Dann habe ich wohl doch gefunden, was ich gesucht und gebraucht habe.
- Samira Mousa
Und morgen die Welt
(21)Aktuelle Rezension von: GothicQueen"Und morgen die Welt" ist die Geschichte von Samira Mousa, die junge Frau, die an Multipler Sklerose erkrankt ist, sich davon aber nicht einschüchtern lässt. Nach ihrer Diagnose muss sie erst mal lernen, besser auf ihren Körper zu achten, sich nicht dauernd zu stressen und sich zu viel vorzunehmen. Alles Dinge, die bei dieser Krankheit weitere Symptome hervorrufen können. Kurzerhand kündigt sie ihren sicheren Job, macht sich selbstständig, indem sie Schreibaufträge annimmt und reist. Ihren Laptop hat sie immer dabei, da sie von überall schreiben kann. Der Leser wird mit auf ihre Reise genommen und Samira Mousa erzählt neben den Orten, die sie bereist, auch von ihrem Leben und ihrer Krankheit. Und vor allem auch davon, was sie aus ihr macht und wie sie mit ihr umgeht. Samira ist eine sehr mutige und starke Frau. Sie ist hilfsbereit und offen für andere Menschen. Das, verbunden mit ihrer Art zu schreiben, haben mir sehr gut gefallen. Ich habe das Buch gern gelesen und habe auch fest vor das andere bereits von ihr erschienene Buch zu lesen. An manchen Stellen fand ich es ein wenig zu viel "Selbstmitleid" und "Gejammer", das ist aber denke ich voll im Rahmen, da es ja um eine Frau geht, die eine chronische Krankheit hat. Und da darf auch mal gejammert werden, wenn es einem schlechter geht. Es sollte schließlich nicht NUR ein Reisebericht werden. Sondern ein Reisebericht, der TROTZ chronischer Krankheit zustande kam. Ich für meinen Teil möchte mir ein Beispiel an Samira Mousa nehmen. Meinen Job werde ich vermutlich nicht kündigen, da ich kein Mensch bin, der für Risikos gemacht ist. Aber auch ich muss auch erst lernen nach meiner Diagnose auf meinen Körper zu hören, mir weniger Stress zu machen, das Leben JETZT zu genießen und einfach ich selbst zu sein. Das ist nicht immer einfach, vor allem wenn man diese Art zu leben von manchen Personen vorgeworfen bekommt. Veränderung ist nicht immer schlecht. Veränderung kann auch etwas Gutes bedeuten. Samira Mousa hat das mit diesem Buch bewiesen. Ohne die Multiple Sklerose hätte sie diese Reise SO nie angetreten. Lest dieses Buch!
- Thomas Kowa
Pommes! Porno! Popstar!
(6)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Was erwartet man bei diesem Titel? Sarkasmus, Witz und schwarzer Humor begleiten den Hörer durch die skurrile Geschichte.
Ein Schuldenberg muss getilgt werden und das schnellstmöglich. Die Hells Angels stehen schon bereit und das Finanzamt hat die Pommesbude dicht gemacht, die dem Schuldenabbau dienlich sein sollte.
Die zündende Idee, mit wirklich übler Musik auf Ibiza Geld zu verdienen gelingt nur mäßig. Widerstand leisten ausgerechnet deutsche Touristen, eine Putzfrau und der Allwissende von ganz oben!
Da irgendwie der Ernst an der Sache bei den Protagonisten fehlt, kommt die Gelddruckmaschine nicht wirklich in Gang.
Geprägt durch irre Dialoge, verquerte Vorstellungen von Erfolg und dem Reiz des musikalischen Abenteuers gelingt dem Autorenduo ein witziges Hörbuch, bei dem man sich als Hörer selbst manchmal nicht ganz ernst genommen fühlt, aber genau dieser Punkt das Hörbuch für mich ausmacht! - Theodor Fontane
Quitt
(9)Aktuelle Rezension von: SokratesIn Quitt erzählt Theodor Fontane eine dramatische Geschichte aus dem Riesengebirge: Förster Opitz und sein persönlicher "Feind", der Wilddieb Lehnert. Beide kommen sich im Wald in die Quere, erst stellt man sich nach, schikaniert sich und schließlich erschießt Lehnert schließlich Opitz. Der Bestrafung entzieht er sich, indem er mit einem Schiff nach Nordamerika auswandert. Dort kann er sich in einer Mennoniten-Siedlung durch gute Arbeit und Fleiß eine respektable Position erarbeiten und will nun Ruth heiraten, als er plötzlich infolge eines Unfalls alls Aussichten auf eine Ehe verliert. Lehnert, vom schlechten Gewissen zerfressen, sieht diesen Schicksalsschlag als "Strafe" für seine Sünde an. Sein gesellschaftliches Fortkommen ist somit beendet, was Schuld und Sühne angeht ist Lehnert Quitt . Gut geschrieben, atmosphärisch dicht und einer der besseren Fontane-Romane. Bei Ullstein ist 1970er Jahren die vollständige Ausgabe erschienen und noch heute antiquarisch erhältlich. - Heike Abidi
Urlaubstrauma
(19)Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertanteDas Buch ist in vier großen Themenschwerpunkten gegliedert. Am Anfang wird allgemeines zum jeweiligen Thema zusammengefasst, danach folgen die Geschichten. Mir ist nicht immer ersichtlich, was die Geschichten mit dem Themenschwerpunkt zu tun haben (sollen).
Die Geschichten selbst sind teilweise relativ kurz, was einerseits bedeutet, es gibt Vielfalt durch viele verschiedene Geschichten, aber auch, dass ich in die Geschichten nie richtig reingekommen bin bzw. sie vorbei war, als ich diesen Punkt erreicht hatte. Viele Geschichten sind für mich auch mehr Erzählungen, so als würde mir jemand in einem Brief von seinem Urlaub erzählen, als tatsächliche Kurzgeschichten.
In diesem Buch wirken sehr viele Autoren mit. Ich finde es schade, dass nicht ersichtlich ist, welche Geschichte von welchen Autoren sind. Am Ende werden diese dann noch mal kurz vorgestellt. Das Inhaltsverzeichnis mag ich besonders gern. Jedoch find ich eine Sammlung von Gründen, warum man nicht in den Urlaub fahren sollte, doch sehr nervig und überflüssig.
Fazit:
Insgesamt hat es mich nicht überzeugt. Einzelne Geschichten haben mir allerdings schon gefallen.
- Monisha Rajesh
In 80 Zügen um die Welt
(17)Aktuelle Rezension von: PatchcopDie Autorin unternimmt mit ihrem Verlobten eine Reise durch die Welt. Dabei benutzt sie überwiegend Züge auf Langstrecken. Und dieses Abenteuer hat es in sich. Von purem Luxus bis zu verrosteten, eher an Müll erinnernden Zügen hat sie alles erlebt. Besonders der Kontakt zu den Menschen, welche sie auf ihrer Reise kennen lernt, stellt sie deutlich heraus. Genau wie ihre Eindrücke der Länder, welche sie bereisen durfte. Besonders die Kapitel über Nordkorea und Tibet haben mich nachdenklich gemacht. Zu Tibet habe ich persönliche Erfahrungen.
Das Buch ist sehr gut und flüssig geschrieben. Es macht wirklich Spaß, sich mit der Autorin auf ihre Reise zu begeben.
- Yann Sola
Gefährliche Ernte
(55)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
Sommer,Sommerferien, Südfrankreich.Der kleine Küstenort Banyuls-sur-Mer ist übersät mit Touristen.Perez,ein Delikatessenschmuggler und Lebemann staunt nicht schlecht, als seine Tochter Hals über Kopf heiraten möchte.Das bedeutet Stress und Ärger mit mit seiner Exfrau Marielle.Sie ist nämlich gegen die Heirat. Aber es kommt noch schlimmer: In den Weinbergen seines Vaters wird ein Toter gefunden.Das ruft Kommissar Boucher auf den Plan. Damit er nicht Perez' Machenschaften aufdeckt, schnüffelt der wiederum in Boucher's Ermittlungen und bevor Perez sich versieht, steckt er mittendrin in dem Mordfall...
Dieses Buch zu lesen ist fast wie Urlaub:Sonne, über 30 Grad Hitze, Strand,Meer und Weinberge!
Hobbyermittler Perez kam mir etwas zappelig,wuselig vor.Gerade auch mit seiner Statur,er ist nicht gerade der schlankste und größte.
Er stolpert von einer Aktion in die nächste,ist immer in Bewegung.
Mit seinem Kangoo schießt er nur so um die Kurven.
Der Roman hat aber auch einen ernsten Hintergrund:Menschenhandel mit Flüchtlingen. Dann kommt noch die Politik dazu.Ein brodelndes Gemisch...
Fazit: Dies ist der 2.Teil dieser Reihe und mein erstes Buch darüber. Ich bin sehr gut hineingekommen und war schon mittendrin im Geschehen.
Was mir auch gefallen hat, dass immer mal wieder französische Sätze und Wörter eingebaut waren. Das hat diesem Buch das Flair gegeben.
Die Spannung hat erst nach etwa der Hälfte angezogen.Trotzdem war alles stimmig und kurzweilig zu lesen.Ich finde,dieses Buch ist zweigeteilt:Auf der einen Seite eine Familiengeschichte,auf der anderen ist es ein Krimi.Der Autor verbindet es sehr gut zu einem Buch. Es ist abgeschlossen und ohne offenes Ende.
Dieses Buch ist eine schöner Krimi für den Urlaub. Oder er eignet sich perfekt für ein kaltes und regnerischen Wochenende.
- Maryam Komeyli
Sie haben Ihr Baby am Airport vergessen
(7)Aktuelle Rezension von: Desiree_Miao_MiaoSeit nunmehr 10 Jahren bin ich in der Reisebranche tätig und noch nie habe ich eine Person mit so viel Leidenschaft verkaufen gesehen. Lustige Geschichten hat Maryam erlebt und jede einzelne ist lesenswert. Von ihrem ersten Arbeitstag bis zur Entstehung einer Freundschaft mit dem Scheich plaudert sie aus dem Nähkästchen. Wer eine lustige Abwechslung sucht, sollte dringend nach diesem Buch greifen. - Julen Zabache
Baskischer Tod
(6)Aktuelle Rezension von: Zimtie"Baskischer Tod" ist der erste Teil der Reihe des Ermittlers Rafael Ibara. Der Folgeband heißt "Baskischer Neid".
Der Krimi liest sich sehr entspannt, flüssig und bildhaft. Es wird ein großer Fokus auf den Schauplatz der Handlung gelegt - das wunderschöne Baskenland in Nordspanien. Rafael Ibara genießt seinen Beruf als Polizist in dieser schönen Umgebung und in Gesellschaft seiner Kollegin Casta.
Doch von einem Tag auf den anderen ändert sich sein beschauliches Leben als Streifenpolizist. Er wird verwickelt in eine dramatische und folgenschwere Entdeckung - die einer Leiche. Eigentlich ist er kein Teil der Mordermittlung, wird aber dennoch durch sein Gespür und eindeutige Indizien immer weiter in den Fall verwickelt.Ich würde dies eher als ruhigen Krimi bezeichnen. Es gibt einige Wendungen, der ingesamte Spanungsbogen bleibt aber überschaubar und hat einen deutlichen Fokus auf der Suche nach Hinweisen auf den oder die Täter.
Die Figuren empfand ich als authentisch und interessant. Rafael fand ich sehr sympathisch mit seinen Ecken und Kanten und habe voller Spannung sein Leben und seine Familienmomente verfolgt.
Durch die überschauliche Seitenanzahl von gerade einmal 256 Seiten ist der Handlungsbogen auch kurz, knackig und nicht unnötig in die Länge gezogen. Alle Fragen empfand ich am Ende als beantwortet und das Ende an sich auch als stimmig und logisch.
Ich kann "Baskischer Tod" jedem empfehlen, der Freude an einem kurzen, aber spannenden Krimi hat, der in einem wunderschönen Setting spielt, zu dem man am liebsten direkt reisen möchte.
- Andy Weir
Artemis
(55)Aktuelle Rezension von: JorokaDie Handlung spielt auf der ersten Siedlung des Mondes. Dort zu leben, können sich eigentlich nur Reiche leisten, doch irgendwer muss ja auch die Arbeit machen. Eine davon ist Jazz, die mit 6 Jahren von Saudi-Arabien mit ihrem Vater (einem Schweißer) zugewandert ist. Als Erwachsene arbeitet sie als Trägerin und schmuggelt nebenbei verbotene Substanzen für ihr wohlhabendes Klientel. Von einem der Milliardäre erhält sie einen ziemlich kriminellen Auftrag, mit dem sie sich aber auf einen Schlag aus ihrer finanziellen Misere befreien könnte und endlich die Sonnenseite des Lebens auf dem Mond genießen ..
Ich tat mich schwer mit diesem Hörbuch. Einerseits handelt es sich aus meiner Sicht um eine relativ schablonenhafte Thriller-Action-Geschichte, nur halt auf den Mond verlegt. Die Heldin ist eine ziemlich typische amerikanische Vertreterin ihrer Gilde, obwohl sie gar nicht von dort stammt (aber offensichtlich der Autor). Selbstredend ist die sehr taff, schwankt zwischen Outlaw und Heldin und überlebt natürlich aussichtsloseste Situationen.
Am meisten gestört hat mich jedoch, dass die Handlung für eine Kurzgeschichte gereicht hätte, die ausführlichen technischen Schilderungen – aus meiner Sicht – einfach überflüssig und langweilig waren. So setzt der Roman für mich die falschen Akzente. Außerdem beschlich mich das Gefühl, dass ein erfolgreicher Autor genötigt wurde, nachzulegen.
Über 9 Stunden dauert das Hörbuch. Es handelt sich um eine gekürzte Lesung, was mich überrascht, da ich immer noch deutliche „Längen“ gespürt habe. Gelesen von Gabrielle Pietermann. Nun ja, für mich teilweise überdreht und nervig.
Fazit: Von Andy Weir habe ich schon „Der Marsianer“ gelesen. Das besprochene Werk reicht bei weitem nicht daran heran.
- Felix Leibrock
Mord auf dem Königssee
(34)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisEigentlich ist das Berchtesgadener Land und der Königssee ein beschaulicher Landstrich - eigentlich. Wenn es da nicht Krimi-Autoren gäbe, die ihre Mordfantasien hier spielen ließen.
Worum geht’s?
Eigentlich sollte die Bartholomä-Wallfahrt, die im Salzburgischen Maria Alm beginnt und am Königssee endet, eine besinnliche Angelegenheit zum Gedenken an die Pest und das Unglück vom 23. August 1688 sein, bei dem rund 70 Menschen mit einem Floß gekentert und ums Leben gekommen sind.
Im Laufe der Zeit hat sich die Wallfahrt zu einer weiteren Touristenattraktion gewandelt, bei dem auch das bekannte Echo nicht fehlen darf. Als Max während der Fahrt über den See sein Flügelhorn aus dem Instrumentenkasten nehmen will, um eben jenen Widerhall zu demonstrieren, findet sich statt des Instruments nur eine abgetrennte Hand mit einem auffälligen Ring am Finger im Kasten. Wenig später entdeckt man sechs tote Mönche in Ruderbooten, die gekreuzigt im Boot angenagelt sind. Dann verschwindet der kostbare Ring ...
Meine Meinung:
Leider ist dieser dritte Krimi aus der Reihe um den Polizeibergführer Simon Perlinger der mit Abstand schlechteste dieser Reihe, obwohl die Zutaten eigentlich eine interessante Geschichte werden hätten können. Doch leider stolpern Simon Perlinger und seine Kollegen nur irgendwie durch das Buch.
Warum ich mehrmals das Wörtchen „eigentlich“ verwendet habe? Weil einiges hier nur halbherzig durchdacht und ausgeführt worden ist.
Erzählt wird eine Geschichte, die bis in das 17. Jahrhundert zurückreicht, in der es um Machenschaften im Kloster Höglwörth, der katholischen Kirche sowie dem Hass auf Frauen samt Hexenprozessen und fragwürdigem Verhalten so einiger Mönche in den 1990er-Jahren sowie in der Gegenwart geht.
Die Idee, die Ereignisse, die zur Eskalation in der Gegenwart führen, auf mehreren zwei Ebenen spielen zu lassen, hat mir ganz gut gefallen. Die Umsetzung, vor allem der aktuelle Handlungsstrang ist für mich merkwürdig.
Das beginnt schon damit, dass bei einem 6-fachen Mord nur ein Mini-Team von Ermittlern anrücken, um den oder die Täter zu fassen. Dafür gibt es Dutzende Neben- und Randfiguren, die mit dem eigentlichen Inhalt, nämlich den Morden an sechs Mönchen, nichts zu tun haben, ständig in der Handlung vorkommen. Manches, wie das Auftauchen von Perlingers Schulkollegin scheinen nur die Aufgabe zu haben, die Seiten zu füllen. Das hätte ich mir mehr konkrete Polizeiarbeit gewünscht. Die kommt meiner Meinung nach viel zu kurz. Niemand macht so recht Gedanken, wie auf einem schwankenden Ruderboot eine Person dort wie gekreuzigt angenagelt werden kann. Als Technikerin habe ich da schon ein paar Fragen. Wie viele Personen braucht es dazu? Kann das einer allein schaffen? Und in welcher Zeit? All das wird nicht hinterfragt. Nebenbei, diese Aktionen müssen doch eine Menge Lärm gemacht haben, das in der Umgebung gehört werden hätte müssen. Gerade, wenn man die Berge und ihr Echo als Touristenattraktion vermarktet.
Die Charaktere, inklusive Simon Perlinger, der nun schon zum dritten Mal ermittelt, bleiben blass. Die Auflösung wirkt ein wenig an den Haaren herbeigezogen.
Obwohl ich gerne komplexe Krimis in mehreren Zeitebenen lese, habe ich mich mit diesem hier ziemlich schwer getan. Mehrmals war ich knapp davor, das Buch abzubrechen.
Ich glaube, das war‘s nun mit dieser Berchtesgadener Krimi-Reihe. Wie schon im Auftakt der Reihe (Mord am Watzmann) ist auch hier einiges ziemlich glaubwürdig. Die Geschichte der Hexenprozesse rund um den Zauberer Jackl ist mir aus anderen Quellen bekannt. Hier hätte ein ausführliches Nachwort den 3. Stern gerettet.
Fazit:
Leider hat mich dieser 3. Fall für Simon Perlinger nicht wirklich gepackt, daher gibt es nur 2 Sterne.
- Marie Gamillscheg
Alles was glänzt
(66)Aktuelle Rezension von: CorisoTief im Stollen des alten Bergwerks rumort es. Der Berg ist seiner Steine beraubt, ausgehöhlt. vor Jahren prophezeite ein Journalist bereits, dass der Berg bald zusammenbrechen wird. Das Dorf verwaist zusehens, die Dorfbewohner träumen sich weg, träumen von der Stadt, einem anderen Leben.
Das Dorfleben wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, nach denen die jeweiligen Kapitel benannt sind. Das Natur-Setting und die Düsternis der Stimmung sind gut beschrieben, so dass die Dorfatmosphäre gut nachempfindbar ist. Dennoch sind mir die Dorfbewohner mit ihren Sehnsüchten fremd geblieben und ich es bleibt am Ende das Gefühl in den vielen Anspielungen und kurzen Passagen etwas überlesen zu haben.
- Barbara Schaefer
Baedeker Reiseführer Rom
(4)Aktuelle Rezension von: Roswitha_BoehmIch liebe sie einfach, diese neuen und kompakteren Baedeker. Im Gegensatz zu ihren „großen Brüdern“ sind sie um einiges leichter, aber nicht was den Inhalt angeht:
Ob Sehenswürdigkeiten von A bis Z, selbstgestaltete Touren(vorschläge), Erlebnisse oder praktische Informationen. In diesem handlichen Reiseführer findet sich all das, was man (an Wissen) für die ewige Stadt braucht. Sehr praktisch ist dabei auch die Angabe von Preiskategorien für Restaurants und Hotels. So lässt sich schon im Vorfeld in etwa einschätzen, ob eine Lokalität in Frage kommt. Sehr begrüße ich auch die moderne Aufmachung, seien es die vielen Lust machenden Fotos oder der lockere Schreibstil.
Am Ende des Buches befindet sich ein Faltplan zum Herausnehmen. Praktischerweise ist dieser nicht festgeheftet, sondern in einer Tasche untergebracht. Das Papier der Stadtkarte ist stabil genug, so dass sie sicher auch einem zweiten Einsatz standhält.
Ein Zuggummi, welches am Buch befestigt ist, kann entweder zum Seiten markieren oder auch als guter Halt für z.B. Tickets genutzt werden. Es ist stramm genug, so dass auch dünneres Papier guten Halt hierunter findet.
Schön gestaltet, handlich, praktisch und informativ, so präsentiert sich der Beadeker Rom und lädt ein zu einer Reise zwischen Antike und Morderne.























