Bücher mit dem Tag "tradition"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tradition" gekennzeichnet haben.

629 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 01 (ISBN: 9783442267743)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 01

     (5.360)
    Aktuelle Rezension von: JeyeL

    Da die Serie zu den Büchern sehr Erfolgreich war, dachte ich mir, es ist an der Zeit, diese Bücher zu lesen und anschließend die Filme zu gucken. 

    Allerdings fand ich das Buch nicht fesselnd und mit den vielen Namen und Charakteren sehr verwirrend. Der Titel zum Buch passt meiner Meinung nach nur bedingt. "Das Lied von Eis und Feuer" hatte nichts mit dem zu tun gehabt. Außer das der Winter naht/kommt. Hatte ich nie das Gefühl das irgendwo ein Feuer entfacht wird...   

    Viele schreiben ein Fantasy Epos (so auch die Rückseite) ich habe mich nicht in eine Fantasy Universum versetzt gefühlt. Die Welt wird kaum beschrieben (außer das ein paar Drachen Eier hin und wieder erwähnt werden) gibt es nicht mal Fantasy Charaktere.

    Mehrere Königshäuser und viele Personen machen für mich kein Fantasy aus. 

    Hoffe die Serie ist dann besser und die anderen Bücher ebenfalls.      


  2. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.750)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Gute acht Jahre, nachdem mich "Marina" bitter enttäuschte, hat mich der Friedhof der vergessen Bücher doch noch in seinen Bann gezogen - zum Glück. Eine unheimliche Schauergeschichte mit sehr überzeugenden Charakteren geht etwas langsam los, wird aber immer mehr zu einem packenden Thriller, der in einem Finale furioso gipfelt. Insbesondere der wortgewandte Fermin hat es mir sehr angetan. 4,5 🌟

  3. Cover des Buches Das Leben fällt, wohin es will (ISBN: 9783404175222)
    Petra Hülsmann

    Das Leben fällt, wohin es will

     (424)
    Aktuelle Rezension von: belli4charlotte

    Was gibt es denn schöneres, als ein unbeschwertes Leben, ohne Sorgen, ohne Stress?

    Genau so geht es der dreißigjährigen Marie. Sie wohnt in einer WG geht gern feiern und trifft sich mit ihren Freunden. Das nötige Kleingeld bekommt sie durch jobben in einen Café.

    Aber man merkt auch wie sehr sie ihr Hamburg liebt.

    Doch plötzlich wird ihr recht unbeschwertes Leben drastisch geändert, denn ihre Familie benötigt ihre Hilfe. Ihre Schwester ist an Krebs erkrankt und kann nicht mehr im Familienunternehmen, eine kleine Werft, weiterarbeitet. Jetzt muss Marie sich um ihre Schwester und deren zwei Kinder kümmern und dazu auch noch die Stellung in der Werft übernehmen.

    Eine Position, die sie fast schon am schwierigsten findet, denn da liegt noch der Streit zwischen Marie und ihren Vater. Denn ihr Vater traut Marie die Arbeit in der Werft nicht zu, da sie sich damals abgewandt hatte, als Maries Schwester ins Unternehmen eingeführt wurde.

    Und plötzlich herrscht pures Chaos im Maries Leben und sie muss Verantwortung nicht mehr nur für sich übernehmen. Ein Balanceakt der extrem schwer ist für sie und sie auf Neuland führt. Zudem scheint sie auch gerade in der Firma nicht gut anzukommen und hat es schwer sich hier zu beweisen.



    Trotz der turbulenten Szenenwechsel und der nicht immer logischen Aneinanderreihung von Ereignissen kommt man doch schnell ins Geschehen. Die Figuren sind durchaus authentisch und charakterstark, dazu eben sehr verschieden, was dem Ganzen eine frische Note verleiht.

    Dabei ist es nicht unbedingt Marie, die hier die Hauptfigur spielt, denn auch die Nebenfiguren sind sehr vordergründig, so dass man eine gelungene Mischung hat.



    Der lockere und beschwingte Schreibstil macht es dem Leser leicht durch die Seiten zu schweben, wenn es auch hier und da etwas langatmig erscheint. Gerade die Szenen, als Marie sich um die Kinder kümmert sind nicht ausgewogen und leicht holprig, fast schon erzwungen.

    Was den Visus der Krebserkrankung angeht, so ist das mir doch nicht rund genug, so dass es Ungereimtheiten gibt. Tiefgründig an sich schon, aber schon fast am Rande abgefrühstückt.

    Die Story an sich ist durchdacht und romantisch, frisch und erinnert eben schnell an Kirschinszenierung.

    Der rote Faden bleibt immer wieder die Liebe zum Meer, bzw. zur Heimat und zur Werft, so dass man gern über kleine Stolperer hinwegsieht, denn man spürt als Leser die tiefe Verbundenheit.

    Definitiv ein Roman zum schmökern, ohne große Überraschungen, aber dafür mich Liebe und Emotion geschrieben. 

  4. Cover des Buches Pretty Girls (ISBN: 9783959670074)
    Karin Slaughter

    Pretty Girls

     (362)
    Aktuelle Rezension von: Pajanka

    Dies war tatsächlich mein erstes Buch der allseits gefeierten Autorin und ich war gespannt was mich erwarten würde. Allerdings fiel es mir relativ schwer in die Geschichte hineinzukommen und vorallem auch bei ihr zu bleiben. Teils war die Story für mich sehr langatmig und zäh, was mitunter auch an den meist unglaubwürdigen Charakteren lag. Die Handlungen derer waren recht oft unlogisch dargestellt und haben ziemlich konstruiert, wenn nicht sogar absurd, gewirkt. Die kleineren Passagen, in Form von Tagebucheinträgen des Vaters, haben mir hingegen gut gefallen. Hier waren die Gefühle tatsächlich greifbar. Die dramatische Familienstory wurde allgemein ziemlich gut wiedergespiegelt. Lydia war für mich persönlich die glaubwürdigste und am besten dargestellte Person im Buch. Das Ende war dann leider durch die Vorbereitung der Geschichte vorhersehbar und demnach relativ unspektakulär. Ein netter mittelmäßige Thriller für nebenbei, nicht sonderlich überraschend aber streckenweise unterhaltsam.

  5. Cover des Buches Solange am Himmel Sterne stehen (ISBN: 9783442381210)
    Kristin Harmel

    Solange am Himmel Sterne stehen

     (777)
    Aktuelle Rezension von: Iomarmi

    Kristin Harmel’s erster Roman, der bereits 2013 erschienen ist, lag etwa zwei Jahre lang auf meinem SUB (Stapel ungelesener Bücher). Vor Kurzem habe ich mich dazu entschieden genau diesen Stapel schnell zu verkleinern und habe als erstes zu diesem Roman gegriffen.

    Worum geht es? Die Protagonistin Hope hat es nicht einfach. Immer wieder muss sie Rückschläge einstecken und Schicksalsschläge verarbeiten. Während die Familienbäckerei in Schulden versinkt und Hope’s Tochter zwischen dem Leben bei Hope und ihrem Exmann balanciert, muss sie sich noch einer weiteren großen Aufgabe stellen. Hope’s Großmutter Rose ist an Alzheimer erkrankt und verliert nach und nach ihre Erinnerung. Eines Tages bittet Rose ihre Enkelin nach Paris zu reisen und Menschen aus ihrer Vergangenheit zu finden – eine Vergangenheit, die Rose jahrzehntelang verdrängt und verschwiegen hat. Hope nimmt sich vor den vielleicht letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen und stößt dabei auf eine tragische Familiengeschichte im 2. Weltkrieg.

    Meine Meinung? Am Anfang dacht ich noch, dass ich hier einen leichten und etwas schnulzigen Frauenroman in den Händen halte. Ich habe mich getäuscht (oder vom Buchcover irren lassen). Solange am Himmel Sterne stehen war lange auf den internationalen Bestellerlisten und das zurecht. Kristin Harmel hat einen Roman geschaffen der mich persönlich auf eine Achterbahn der Gefühle geführt hat. Es werden verschiedene Themen behandelt wie zum Beispiel der Holocaust, Demenz, Betrug, Tod, Schuld, aber auch Glück, Freude und Wiedersehen.

    Was mir besonders gut gefallen hat, war das zwischen den Kapiteln immer wieder Ereignisse aus der Vergangenheit aus Rose’s Sicht erzählt wurden. 21 Mal findet man auch Backrezepte aus der Familienbäckerei (Diese Stellen habe ich mir markiert).

    Der Schreibstil ist sehr angenehm, sanft und flüssig. Was mich allerdings etwas irritiert hat, waren die häufigen Wortwiederholungen. Auch das für Hope immer alles  unproblematisch verläuft (und Zufälle zufällig ständig vorkommen), fand ich persönlich etwas unglaubwürdig und schade. Trotzdem habe ich den Roman nach der letzten Seite zufrieden hingelegt und mich über das abgeschlossene Ende gefreut.


    Mehr Rezensionen findest du auf Instagram unter @iomarmi.blog oder auf meinem Blog www.iomarmi.home.blog 

  6. Cover des Buches Der kleine Teeladen zum Glück (ISBN: 9783734105005)
    Manuela Inusa

    Der kleine Teeladen zum Glück

     (336)
    Aktuelle Rezension von: Laudia89

    Ich muss sagen die Reihe ist komplett an mir vorbei gegangen.Bis ich sie in der Bibliothek entdeckt und mitgenommen habe.

    Der Grundgedanke von mehrere Frauen die verschiedene Läden in der Valerie Lane haben, fand ich sehr interessant, aber ich muss sagen ich bin auch gleich mit dem Gefühl eine leichte Lektüre zu haben rein gegangen und wurde nicht enttäuscht.

    Ich mag die verschiedenen Charaktere und das immer eine om Vordergrund steht. Hier muss ich sagen das ich ein wenigenttäuscht war, weil man aus der Geschichte hätte mehr machen können. Es würde viel über alles drum und dran vorgestellt, wie der Hauptcharakter zu ihrem Laden kam, aber dann der spannende Part war, wie schnell fertig werden.

    Ich mag de Schreibstil und bin auch schon sehr auf die anderen Teile gespannt, aber man hätte aus dieser Geschichte wirklich mehr machen können. Vlt kommt es in den nächsten.

  7. Cover des Buches Die Blutlinie (ISBN: 9783404169368)
    Cody McFadyen

    Die Blutlinie

     (4.509)
    Aktuelle Rezension von: Lisa2311

    Nach 70 Seiten habe ich es ein Buch genannt, was einen nicht mehr atmen lässt. Und das zieht sich bis zum Ende. Obwohl ich es zum 2. Mal gelesen habe, fand ich es immer noch unglaublich spannend.
    Es gibt eigentlich kein ruhiges Kapitel. Alle paar Seiten passiert wieder was schlimmes, oder emotional sehr erschütterndes. Selbst wenn man denkt, nun kommen ein paar leichtere Seiten, reicht ein Satz aus, um alles zu zerstören. Man wird von einer Emotion in die nächste geschleudert.
    Alles ist sehr intim aus Smokys Perspektive beschrieben, weshalb man sich so gut in sie hineinfühlen kann. Es werden ebenfalls sehr viele Metaphern verwendet, die alles sehr begreiflich machen.
    Die Ermittler in Smokys Team könnten unterschiedlicher nicht sein. Dennoch ist jeder auf seine Weise liebenswert und nach wenigen Seiten so gut beschrieben, dass man selbst gerne Mitglied des Teams wäre.
    Die ganze Handlung ist erbarmungslos brutal und emotional sehr tiefgehend beschrieben. Besonders gut fand ich, dass der Täter die ganze Zeit durch Briefe und Telefonate mit im Spiel war.
    Da es an einigen Stellen etwas übertrieben war und es viel zu viele Kosenamen gab und die weiteren Teile noch etwas besser sind, gebe ich 4 von 5.

  8. Cover des Buches HERKUNFT (ISBN: 9783630874739)
    Saša Stanišić

    HERKUNFT

     (195)
    Aktuelle Rezension von: wort_bildung

    Tja, eigentlich bin ich ein großer Fan klarer Worte. Würde jetzt gerne sagen, es hat mir gefallen oder es hat mir eben nicht gefallen. Aber weder kann ich eine Empfehlung aussprechen, noch kann und möchte ich sagen: Lest es nicht. Es war wirklich ein Erlebnis. Eins mit Höhen. Und eins Tiefen.

    An dieser Stelle würde ich gerne kurz den Inhalt für euch zusammenfassen. Aber nicht mal das geht so richtig. Im Grunde ist „Herkunft“ aber eine autobiografische Erzählung. Von Saša Stanišić, seinen Heimaten, seiner Fluchterfahrung, seinen Begegnungen, einem Drachen, seiner Familie und allen voran seiner Großmutter. Von Erinnerungen und dem Vergessen. Irgendwie trifft es Erzählung aber auch nicht richtig, weil nicht stringent. Vielmehr hangelt man sich von Essay zu Essay, die zusammen ein unvollständiges Ganzes ergeben. Alle sind anders, alle sind gleich. Manche gefallen, manche überhaupt nicht.

    Ihr merkt, so richtig war es das irgendwie nicht. Stanišić schreibt so besonders. Anspruchsvoll, wortgewandt und poetisch. Aber eben auch kryptisch und wirr. Teilweise konnte ich seinen Gedankengängen und Erzählsträngen einfach nicht folgen, so sehr ich es auch wollte, sodass meine Gedanken hier und da weggewandert sind. Am Ende bin ich doch okay mit dem Buch. Noch einmal lesen würde ich es aber nicht. „Herkunft“ ist Kunst, das ganz sicher. Vielleicht aber eine Kunst, die ich nicht verstehe.

  9. Cover des Buches Wenn die Nacht verstummt (ISBN: 9783596184521)
    Linda Castillo

    Wenn die Nacht verstummt

     (390)
    Aktuelle Rezension von: Gartenfee007

    Darum geht es (Klappentext):

    Sie leben wie vor hundert Jahren. Sie sind gottesfürchtig und rechtschaffen.

    Doch auch sie trifft der Hass.

    Der dritte Band der Bestseller-Serie über die Amisch-Gemeinde in Painters Mill

    Die Eltern waren rechtschaffene Leute, gottesfürchtig und in der Amisch-Gemeinde von Painters Mill sehr angesehen. Doch nun liegen sie tot in der Güllegrube. Warum wollte der Mörder die Familie zerstören und die vier Kinder zu Waisen machen? Oder stehen diese Morde in einem Zusammenhang mit den Tätlichkeiten gegen Amische, die in letzter Zeit immer häufiger vorgekommen sind?

    Für Polizeichefin Kate Burkholder hat dieser Fall höchste Priorität und gemeinsam mit ihrem Freund John Tomasetti kommt sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur, das die Idylle der kleinen Amisch-Gemeinde in Painters Mill für immer zerstören wird. 


    Meine Meinung:

    Der Titel "Wenn die Nacht verstummt" von Linda Castillo, ist sehr treffend gewählt worden. Auch das Cover passt sehr gut.

    Der Leser erfährt sehr schnell und auf entsetzlicher Weise warum die Nacht verstummt. 

    Der Spannungsbogennimmt Fahrt auf, und wenn man denkt, man ist dem Täter auf den Fersen, wendet sich das Blatt wieder. Es ist der 3. Fall für Kate Burkholder und genau so spannend wie die anderen Fälle. Wer die Vorgänger nicht kennt, kann trotzdem einsteigen. Er werden Begebenheiten aus der Vergangenheit, insbesondere von Kate Burkholder und John Tomasetti immer wieder kurz erläutert. 

    Der erste Fall hat mich schon so geflasht, das ich alle Bücherlesen möchte!! Ich kann gar nicht mehr aufhören ;) 

    Haben die abgeschlachteten Tiere auf einer Weide und ein Farmer der an seinem umgekippten Fuhrwerk gefesselt und fast erfroren wäre, mit den Leichen in der Güllegrube auf der Farm der Familie Slabaugh etwas miteinander zu tun? Die Opfer sind immer Amische. Es wird immer verzwickter und spannender und als Leser fiebert man eifrig mit. Können Kate und ihr tolles Team mit John die Fälle lösen?? Da Kate mal eine Amische war, kennt sie sich mit der Lebensweise und die Strukturen sehr gut aus. Ob ihr das helfen kann?? Als Leser lernt man viel über die Amische und ich bin beeindruckt, wie sie Leben und mit wie wenig sie brauchen. Ihr Leben ist so anders und trotz ihrer eher zurückgezogenen Art, sind sie vor Anfeindungen nicht verschont. Das Finale ist so schnell und spannend geschrieben, das man als Leser das Buch nicht aus der Hand legen kann. Was für ein unerwartetes Ende!!! Es konnte nicht erschreckender und trauriger zugleich sein!!

  10. Cover des Buches So wüst und schön sah ich noch keinen Tag (ISBN: 9783446250826)
    Elizabeth LaBan

    So wüst und schön sah ich noch keinen Tag

     (190)
    Aktuelle Rezension von: MaggieCanda

    Ich habe lange kein Jugendbuch mehr gelesen, das so toll geschrieben wurde. Man taucht so einfach in die Geschichte ein, die für mich das Gefühl vom letzten Schuljahr und die Schritte zum Erwachsen werden wunderbar widerspiegeln. Viele Passagen des Buches erinnern mich an die Erzählungen von John Greene, in denen auch gerade die Protagonisten glänzen.  Die Geschichte ist nicht sonderlich rasant oder springt von einem Ereignis zum Nächsten. Aber gerade dadurch entfalten sich die Charaktere und ihre Gedanken und Erfahrungen meiner Meinung nach am besten. Durch die verschiedenen Erlebnisse von Duncan und Tim lernt man die Unberechenbarkeit des Lebens, die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens und die schönen Momente in diesen Phasen zu schätzen. Ich würde mir eine Fortsetzung, gerade von Tims Geschichte, unheimlich wünschen!

  11. Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783442735228)
    Arthur Golden

    Die Geisha

     (2.907)
    Aktuelle Rezension von: MagicWitchyBookworld

    1929

    Chiyo und ihre ältere Schwester Satsu leben in einem kleinen Fischerdorf unter armen Verhältnissen. Ihr Vater verkauft sie nach Kyoto und während Chiyo in der Okiya aufgenommen wird, wird Satsu zur Prostitution gezwungen.

    Die Geisha des Hauses, Hatsumomo, spinnt immer wieder Intrigen gegen Chiyo, weshalb ihre Schulden immer weiter wachsen. Die Summe ist so hoch, dass sie es im Leben nie abarbeiten könnte.

    Doch ihr Leben wendet sich, als die Geisha Mameha Chiyo unter ihre Fittiche nimmt und sie ausbildet. Dabei hat Chiyo nur ein Ziel: Den Direktor wieder sehen, den sie als Kind getroffen hat.

    Ich habe zuerst den Film „Die Geisha“ gesehen, die bunten Farben, Kostüme und Bilder. Der Film hat mich einfach nur gepackt und die Musik dazu ging unter die Haut. Ich habe im Abspann dann gesehen, dass der Film auf dem Buch basiert und musste es einfach lesen.

    Das Leben einer Geisha wird in diesem Buch gut beleuchtet. Bestes Beispiel ist eben die Aufklärung darüber, dass eine Geisha eine Künstlerin ist und keine Prostituierte. Doch ist auch hier ein wenig Fiktion mit eingeflossen, wie der Teil mit der Mizuage (Entjungferung).

    Mizuage (jap. 水揚げ) ist eine der Zeremonien, die den Aufstieg einer Maiko zur Geisha symbolisiert. Anders als in dem Film „Die Geisha“ angedeutet, und im Unterschied zu einer nicht Geishas betreffenden früheren japanischen Praxis, handelt es sich nicht um einen sexuellen Akt.

    Die Maiko ändert fünfmal ihre Frisur, um die Schritte zu symbolisieren, die sie auf dem Weg zum Status einer Geiko vollzieht. Bei der Mizuage wird der obere Haarknoten symbolisch aufgeschnitten, um den Übergang vom Mädchen zur jungen Frau zu kennzeichnen. Danach trägt die Maiko eine erwachsenere Frisur. Die veränderte Frisur bedeutete, dass die Maiko in die letzte Phase ihrer Laufbahn als Maiko eingetreten war. Für die Stammkunden war es das Zeichen, dass sich die Maiko dem heiratsfähigen Alter näherte und nun Anträge gemacht werden durften. Anlässlich der Feierlichkeiten wurden den wichtigsten Familien und verwandten Häusern von der angehenden Geiko Geschenke überreicht. Dies diente der Festigung von Beziehungen untereinander und der Information der Öffentlichkeit über die Mizuage. Nach der Mizuage ist der nächste große Übergangsritus im Leben einer Maiko ihre Erikae (襟替え „Wenden des Kragens“).

    Eine Zeremonie gleichen Namens gab es früher auch bei japanischen Kurtisanen und bezeichnete bei diesen die zeremonielle Defloration. Es war üblich, eine bevorstehende Mizuage durch das Verteilen von Ekubo (runde Reiskuchen mit einem roten Punkt in der Mitte) bei den Kunden anzuzeigen, von welchen für das Privileg der Defloration hohe Geldgebote erwartet wurden. Es wird häufig fälschlicherweise angenommen, dass für das Recht auf die Mizuage hohe Summen gezahlt wurden, das war aber in der Regel nicht der Fall. Die Mizuage-danna wurden nach Ansehen und Vertrauenswürdigkeit ausgewählt und die Wahl sollte es für die Maiko so angenehm wie möglich machen. Heutzutage existiert der Mizuage-Brauch nicht mehr.
    (Quelle: Wikipedia)


    Der Roman ist an manchen Stellen sehr trocken geschrieben und weicht vom Film ab. Daher sollte man sich Zeit für dieses Buch nehmen.

    Chiyo ist ein sehr naives Mädchen, weshalb sie oft sehr dumm handelt und Dinge tut, die sie hätte besser wissen müssen. Erst unter der führenden Hand von Mameha ist sie reifer geworden.

    Mameha ist eine sehr gütige Person und strahlt nicht nur im Film viel Wärme aus, während Hatsumomo ein sehr integranter Mensch ist und das Gegenteil. Sie ist ein Biest und dennoch hat auch sie ihre Geschichte mit einer unerfüllten Liebe.

    Die Mutter der Okiya ist nur geldsüchtig und hat nichts anderes im Sinn. Akribisch werden alle Ein- und Ausgaben notiert und festgehalten.

    Das Buch ist an manchen Stellen etwas ausschweifend und zäh, aber dennoch interessant geschrieben.

  12. Cover des Buches Stolz und Vorurteil (ISBN: 9783596907205)
    Jane Austen

    Stolz und Vorurteil

     (4.061)
    Aktuelle Rezension von: Cece13

    Obwohl "Stolz und Vorurteil" schon ziemlich alt ist, ist es immer noch aktuell. Die Themen, wie z.B. gesellschaftlicher Druck lassen sich in unsere Zeit übertragen. 


    Die Liebesgeschichte ist wirklich schön. Es gibt viele Schwierigkeiten für die Protagonisten aber die Geschichte ist trotzdem nicht zu dramatisch. Sie ist inhaltlich sehr angenehm zu lesen. 


    Der Schreibstil ist natürlich ungewohnt. Es ist eben ein Klassiker. Aber man kommt schnell rein. Und sobald man sich daran gewöhnt hat, ist auch der Schreibstil wirklich angenehm. 


    Besonders gefällt mir, dass auch die Geschichten von anderen Charakteren erzählt werden und nicht nur die von den eigentlichen Protagonisten. Das bringt eine schöne Dynamik und viel Bewegung in den Roman. 

  13. Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783596522668)
    Laetitia Colombani

    Der Zopf

     (597)
    Aktuelle Rezension von: lenih

    Smita gehört in Indien zur Kaste der Unberührbaren. Sie kann weder lesen noch schreiben und verdient ihr klägliches Einkommen mit dem Reinigen der Toiletteneimer wohlhabenderer Menschen. Für ihre kleine Tochter wünscht sie sich nichts sehnlicher, als ein besseres Leben. Dafür ist sie sogar bereit, ihr eigenes aufs Spiel zu setzten.

    Giulia lebt in Sizilien und ist die Tochter eines traditionellen Perückenmachers. Als ihr Vater einen Unfall erleidet, muss sie feststellen, dass es schon lange schlecht um das Familienunternehmen bestellt ist, denn kaum noch jemand in Italien verkauft sein Haar und so wird dieser für die Fabrik so wichtige Rohstoff immer knapper. Durch eine neue Bekanntschaft tun sich plötzlich unerwartete Möglichkeiten für sie auf. Doch was wird ihre Familie zu ihrer Idee sagen und was würde ihr Vater davon halten?

    Sarah ist eine erfolgreiche kanadische Anwältin mit der Aussicht auf das Angebot einer Partnerschaft in ihrer Kanzlei. Aufopferungsvoll hat sie für ihre Karriere geschuftet, sogar ihr Familienleben hat sie ihrem beruflichen Traum untergeordnet. Doch dann wirft eine Krankheit sie vollkommen aus der Bahn. Der Traum scheint ausgeträumt. Aber Sarah will nicht aufgeben und kämpft für einen Neuanfang.

    Smita, Giulia und Sarah - drei völlig unterschiedliche Frauen, die in drei völlig verschiedenen Teilen der Welt zuhause sind und deren Leben nicht unterschiedlicher sein könnten. Drei Frauen, die sich in ihrem Leben niemals begegnen werden. Und dennoch sind ihre Schicksale eng mit einander verknüpft. Worum es geht, verraten bereits Cover und Titel und es ist nicht schwer herauszufinden, was die Frauen verbindet. Und auch, wenn dieser Überraschungseffekt ausbleibt, sind die Geschichten der Frauen, vor allem die von Smita und auch die von Sarah doch sehr berührend. „Der Zopf“ ist die Geschichte dreier starker Frauen, die mit verschiedenen Widrigkeiten zu kämpfen haben und die auf ein besseres Leben hoffen. Als Leser:in begleiten wir sie auf einem kurzen Stück ihres Weges. Dieses Buch macht Hoffnung, dass auch in einer großen Krise eine Chance stecken kann. Trotz der widrigen Umstände und der dramatischen Ereignisse ist Laetitia Colombanis Schreibstil allerdings manchmal leider etwas zu seicht, so dass dieses Buch für mich nur haarscharf an der Bedeutungslosigkeit vorbeischrammt und eher ein mittelmäßiges Drei-Sterne-Buch für mich wäre. Doch die Frauenfiguren in diesem Roman sind sehr stark, das mutmachende Ende hat mich auch etwas versöhnt und vor allem Smitas Geschichte hat mich so sehr berührt, sodass ich doch noch 4 Sterne vergebe. Luft nach oben wäre für diese Geschichte aber definitiv noch vorhanden gewesen.

  14. Cover des Buches Töchter des Mondes - Cate (ISBN: 9783863960247)
    Jessica Spotswood

    Töchter des Mondes - Cate

     (334)
    Aktuelle Rezension von: hooks-books-buecher

    Das ist eine Geschichte in drei Bänden voller Magie und einfach nur toll geschrieben . 

    Im ersten Band geht es um Cate die älteste der drei Schwestern, die verzweifelt versucht ihre beiden Schwestern zu beschützen . Alle drei  haben natürlich ihre eigenen Charaktere , mal schwierig und auch auf Anhieb total liebenswert. Maura ist teilweise etwas anstrengend und ich hätte sie am liebsten manchmal echt geschüttelt,  und Tess muss man einfach nur lieb haben . 

    Ein paar kleine Ecken und Kanten  gibt es zwar in den Büchern,  trotz allem ist es eine Reihe die riesen Spaß gemacht hat .

  15. Cover des Buches Das Herzenhören (ISBN: 9783453410015)
    Jan-Philipp Sendker

    Das Herzenhören

     (435)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

                


             Was für ein schönes Buch. Passend für so viele Gelegenheiten. Es hat mich definitiv aus meiner Leseflaute geholt und es holt einen auch runter, wenn alles um einen herum ein etwas trubelig wird. Soviel Ruhe, Kraft und Achtsamkeit liegt darin. Man ist immer so schnell mit seiner Meinungsbildung und glaubt, vieles schon zu wissen. Wenn man sich aber die Zeit nimmt, zuzuhören, ergibt sich oft eine ganz neue Wahrheit. Ein Buch über das Besinnen auf das Wesentliche - die Liebe.              
  16. Cover des Buches Der goldene Sohn (ISBN: 9783462047745)
    Shilpi Somaya Gowda

    Der goldene Sohn

     (92)
    Aktuelle Rezension von: makama
    Anil wächst als ältester Sohn einer wohlhabenden Familie behütet  in Indien auf. Sein Weg scheint vorgezeichnet. Er soll später die Rolle des Familienoberhauptes und Schiedsmanns einnehmen, und die Streitkeiten der Dorfgemeinschaft schlichten.
    Leena ist seine beste Freundin in Kindertagen. Obwohl die beiden nicht vom gleichen Stand sind, sind sie unzertrennlich.
     Ihre Wege trennen sich.
    Anil studiert Medizin und geht dann in die USA um dort seine Ausbildung abzuschliessen und um dort als Arzt zu arbeiten.
    Der Kontrast ist groß, doch Anil liebt sein neues Leben. Er verliebt sich in eine Amerikanerin.  Doch die Beziehung hat keine Chance. Ein ärztlicher Fehler und das sein ebenfalls indisch stämmiger Mitbewohner brutal zusammengeschlagen wird stürzen ihn in eine Krise.....
    Auch Leena hat es nicht gut  getroffen. Sie geht eine arangierte Ehe ein. Doch sie wurde arglistig getäuscht. Die neue Familie und ihr Mann behandeln sie schlimmer als eine Sklavin ....
    Sie flieht.
    Jahre Später begegnen sie sich wieder. Die alten Gefühle sind sofort wieder da.
     Doch beide müssen lernen, dass sie nicht da weiter machen können, wo sie aufgehört haben und beide gehen ihren Weg.
    Das Buch beschreibt zum einen Anils Leben, der zwischen zwei Fronten steckt....  und das Leben von Leena. Ihr Leben ist vorbestimmt. Als Mädchen hat sie nur die Möglichkeit einer Ehe.
    "Fazit und Meinung: "
    Das ist das zweite Buch der Autorin Shilpi Somaya Gowda. Stärker noch als "DIE GEHEIME TOCHTER" , das mir auch sehr gut gefallen hat, zeigt die gewaltigen Kontraste zwischen dem einfachen und mit vielenTradionen behafteten Leben eines indischen Dorfes und dem modernen westlichen Leben.
    Besonders gut hat mit der Teil gefallen, der das Leben in Indien beschreibt. Die Menschen gerade in den Dörfern stecken immer noch in den altenTradionen fest. Es scheint das sich da noch nichts geändert hat.  Erschütternd ist, das Mädchen leider immer noch als minderwertig gelten......
    Mir hat dieses Buch, wie schon GEHEIME TOCHTER  sehr gut gefallen und es gibt gute 5 Sterne und eine volle Leseempfehlung.



  17. Cover des Buches Im Schatten des Fuchses (ISBN: 9783453272057)
    Julie Kagawa

    Im Schatten des Fuchses

     (143)
    Aktuelle Rezension von: Roksana

    Das Cover von "Im Schatten des Fuches" hat mich direkt angesprochen, da es sehr aussagekräftig und schön gestaltet ist. Zunächst war ich etwas skeptisch, da das Buch von Julie Kagawa geschrieben und ich ihren Schreibstil in der Buchreihe "Plötzlich Fee" sehr gewöhnungsbedürftig fand. Mein erster Gedanke war, dass das Buch vielleicht auch etwas kindlich geschrieben wurde. Doch meine Befürchtung hat sich schon im ersten Kapitel nicht bewahrheitet. 

    In dieser Buchreihe nimmt Julie Kagawa uns auf eine herzzerreißende Reise ins fantasiegeprägte Japan der Frühzeit mit. Jene Leser, die sich für die japanische Kultur und vor allem für die Fabelwesen Japans interessieren, sind hier goldrichtig. Doch auch für Leser, die nie von den japanischen Oni, Kitsune und Shinobi gelesen haben, werden diese Buchwahl nicht bereuen!

    Mit der Zeit ist mir Yumeko-san (eine Halb-Kitsune und die Protagonistin dieses Romans) sehr ans Herz gewachsen. 

    Yumeko wurde als Halb-Kitsune in einem Mönchskloster in den Bergen des Kaiserreichs großgezogen und lebt dort behütet auf. Eines Tages wird ihr von ihrem Meister die wahre Bestimmung des Klosters erklärt: eine sehr gefährliche Schriftrolle (das Drachengebet) wird dort seit einem Jahrtausend sicher verwahrt und soll weiterhin beschützt werden. Viele sind auf der Suche nach der Schriftrolle, da der Tag des Drachenwunsches naht. Yumeko-san bekommt die Mission das Drachengebet sicher zu einem anderen Tempel im Kaiserreich zu bringen, da ihr eigener Tempel von Oni und anderen Monstern der "Unterwelt" angegriffen und vernichtet wurde. Unterwegs trifft sie auf den jungen Tatsumi, einen Dämonenjäger der Kage. Natürlich verlieben sie sich ineinander und lernen auf dem langen und gefährlich Weg neue Freunde kennen. 

    Die Geschichte um Yumeko, Tatsumi und ihre Freunde ist wunderschön und traurig zugleich! Ich konnte mich sehr gut in alle Charaktere versetzen und liebe dieses Buch! 

  18. Cover des Buches Flavia de Luce 3 - Halunken, Tod und Teufel (ISBN: 9783442379507)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 3 - Halunken, Tod und Teufel

     (404)
    Aktuelle Rezension von: DorGer

    Sätze wie »Die in ein unheimliches gelbes Licht getauchte Landschaft sah wie das Gemälde eines Geisteskranken aus.« machen diese Buchreihe aus. Es gibt einfach kein besseres Wort als skurril. Und sympathisch und clever und auch noch stilistisch geschmeidig geschrieben.

    Dieser Kriminalfall ist etwas rauer und hat mehr Wendungen. Die inneren Monologe wie immer ein Genuß. Schwarzer Humor at it's best.

  19. Cover des Buches Das Seehaus (ISBN: 9783453359468)
    Kate Morton

    Das Seehaus

     (371)
    Aktuelle Rezension von: Elachan

    Zuvor las ich "Der Geheime Garten" von der selbigen Autorin und ich hatte das Gefühl, es ähnelt sich sehr. Ich brauchte zwei Anläufe um das Buch zu lesen. Anfangs brach ich es nach etwa 20 Seiten ab, da sich meine Vorstellungen mit dem oben genannten Buch vermischten, welches ich zuvor von Kate Morton las. Beim zweiten versuch musste ich mich etwas anstrengen die ersten 150-200 Seiten zu lesen und von da an war ich wieder im Kate Morton-Fieber. Die Story hatte mich gepackt und es hat sich gelohnt, eine gute Geschichte, interessante Charaktere und ein unerwartetes Ende. Bis zum Schluss war ich mir nie sicher was nun wirklich passiert ist. 


    Man braucht Biss aber dann wird es zu einer Delikatesse.

  20. Cover des Buches Der Geschmack von Apfelkernen (ISBN: 9783462041491)
    Katharina Hagena

    Der Geschmack von Apfelkernen

     (877)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    "Das Vergessen war ein Ozean, der sich um Gedächtnisinseln schloss. Es gab darin Strömungen, Strudel und Untiefen. Manchmal tauchten Sandbänke auf und schoben sich an die Inseln, manchmal verschwand etwas. Das Hirn hatte Gezeiten." - Katharina Hagena, "Der Geschmack von Apfelkernen"


    Iris Oma Bertha ist gestorben. Nach vielen Jahren des Vergessens hat ihr Körper schließlich vergessen, wie man lebt. Gemeinsam mit ihrer Mutter reist sie in ein kleines Dorf auf dem Land, um mit ihren zwei Tanten die Beerdigung zu besuchen. Als danach das Testament verlesen wird, fällt Iris aus allen Wolken: sie hat das alte, große Haus ihrer Großmutter geerbt. Dieses Haus, an dem so viele ihrer Erinnerungen aus der Jugend hängen, in dem sie früher mit ihrer Cousine gespielt hat, in dem sich so viele Tragödien abgespielt haben. Iris nimmt sich also ein paar Tage frei, macht sich mit dem Haus (wieder) vertraut - und beginnt, die Vergangenheit aufzuarbeiten...


    "Der Geschmack von Apfelkernen" ist ein sehr langsamer und schöner Familienroman, der seinen Charme mit jeder gelesenen Seite mehr entfaltet. Ich habe mich von Anfang an in den Schreibstil von Katharina Hagena verliebt. Ich mochte ihre abgehackten Sätze, dieses Aneinanderreihen ähnlicher Worte und die Ausgestaltung der wörtlichen Rede. Der Roman hat dadurch eine enorme Tiefe und Atmosphäre gewonnen. Man fühlt die Wärme der Sonne auf der Haut und den Geschmack der Johannisbeeren und Äpfel auf der Zunge. Und man fühlt sehr mit der Protagonistin, die sich häufig so zerrissen fühlt und in dieser neuen Umgebung doch aufzublühen scheint.


    Trotz der doch sehr ernsten Themen, die in das Buch eingearbeitet wurden - Todesfälle, Demenz, Verrat, Alkoholsucht - bringt die Autorin trotzdem Witz und Leichtigkeit in die Geschichte. Die Figuren haben alle etwas Komisches und Schrulliges an sich und ich musste häufig schmunzeln. 


    Für mich trifft der Titel dieses Romans "Der Geschmack von Apfelkernen" dessen Grundstimmung eigentlich sehr genau: bitter-süß mandelig. Dazu kommen eine große Portion Sommer und ein wunderschöner Schauplatz - ein perfekter Roman für warme Tage ☀️📖

  21. Cover des Buches Drachenläufer (ISBN: 9783833308116)
    Khaled Hosseini

    Drachenläufer

     (1.920)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Dies ist die Geschichte von Amir und Hassan, zwei afghanischen Jungs. Sie sind befreundet, obwohl der Vater von Amir geschätzt und wohlhabend ist und Hassan „nur“ sein Diener. Während Amir zur Schule geht, bügelt ihm Hassan die Hemden. Als Hazara gehört er einer Ethnie an, die von den meisten Afghanen verachtet wird. Doch Hassan ist treu, lässt nichts auf Amir kommen. Das Aufwachsen ohne Mutter, nur mit dem Vater, verbindet sie. Allerdings lebt Hassan bei seinem Vater Ali in einer armseligen Hütte und Amir in einem palastähnlichen Haus.

    Schon im ersten Kapitel erfahren wir vom Ich-Erzähler Amir, dass er mit zwölf Jahren, im Winter 1975, große Schuld auf sich geladen hat. Dann berichtet er – fast übergangslos - von der gemeinsamen Kindheit in Kabul vor der sowjetischen Invasion. Da wird eine Stadt lebendig, die es so schon lange nicht mehr gibt.


    Khaled Hosseini ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Er wurde am 4. März 1965 als ältestes von fünf Kindern in Kabul geboren. Sein Vater stand im Dienst des afghanischen Außenministeriums, seine Mutter unterrichtete Persisch und Geschichte an einer Mädchen-High-School. Nach Aufenthalten in Teheran und Paris erhielt die Familie 1980 Asyl in den USA, wo Khaled 1993 zum Doktor der Medizin promovierte. „Drachenläufer“ erschien 2003 und war der erste Roman des verheirateten, zweifachen Vaters.


    Als Leserin bin ich in dem Roman versunken und habe alles um mich herum vergessen. Ganz nebenbei erfuhr ich so einiges aus der Geschichte Afghanistans seit 1975: Von den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, vom anfangs noch unbeschwerten Leben und dem Übergang zur Talibanherrschaft, die Amirs Vater veranlasste, mit seinem Sohn nach Amerika auszuwandern. Nun weiß ich, dass Afghanen auch im Exil ihre Bräuche in Ehren halten.
     Der Autor weiß seine Leser zu fesseln, literarisch und emotional. Manchmal kann man auflachen, auf anderen Seiten die Tränen nicht zurückhalten. Dieses Buch hat mich aufgewühlt und von jeglicher Lethargie befreit, weshalb ich es in meine persönliche literarische Apotheke aufnehme.

  22. Cover des Buches Das geheime Spiel (ISBN: 9783453290310)
    Kate Morton

    Das geheime Spiel

     (487)
    Aktuelle Rezension von: Kathi90

    Bei diesem Buch von Kate Morton war ich zuerst etwas ernüchtert. Die Geschichte plätscherte meiner Meinung nach nur so dahin. Allerding wendete sich das Blatt recht bald und die Geschichte nahm Fahrt auf. Ich war wie gebannt und wollte unbedingt das Geheimnis der zwei Schwestern erfahren.

    Als es so weit war konnte ich nicht glauben was ich da gelesen hatte, einfach grandios und überraschend. Gerne mehr davon!

    Ebenso interessierte mich das Schicksal von Grace und ihrer heimlichen Liebe.. Als wir Grace am Ende ihres Lebens begleiten durften hatte ich sogar eine Träne im Auge.

  23. Cover des Buches Der Schrecksenmeister (ISBN: 9783492253772)
    Walter Moers

    Der Schrecksenmeister

     (1.160)
    Aktuelle Rezension von: pmg

    In Sledwaya, der ungesundesten Stadt des Kontinentes Zamonien lebt Echo, das kleine Krätzchen. Krätzchen unterscheiden sich von Katzen nur dadurch, dass sie alle Sprachen aller Lebewesen sprechen können, zwei Lebern und ein nahezu perfektes Gedächtnis haben. Echo genoss ein bequemes Hauskrätzchen-Leben, bis seine Besitzerin starb. Ungefüttert und hungernd zieht Echo durch Sledwaya, auf der Suche nach jemanden der es füttert.,

    Schliesslich findet sie den gefürchteten Schreksenmeister Succubius Eißpin, der im geheimen über die Stadt herrscht und geht mit ihm in seiner Not einen Vertrag ein: Eißpin fütter Echo bis zum nächsten Vollmond mit den erlesensten und leckersten Speisen, dafür darf er das Krätzchen töten, um aus ihm das unsterblich machende Krätzchenfett zu gewinnen. Ausserdem weiht Eißpin das Krätzchen in sämtliche Geheimnisse seiner Kunst ein, denn durch das Auskochen von Echo's Fett enthält dieses auch das gesamte Wissen des Krätzchens.

    Anfänglich ist Echo froh, dem Hungertod entronnen zu sein. Als aber der Vollmond immer näher rückt, wächst seine Angst und er sucht nach einem Ausweg (den es denn auch findet, aber mehr soll hier nicht verraten werden.)

    Der Schreksenmeister ist der fünfte Band der Zamonien-Reihe, allerdings wiederum eine in sich geschlossene Geschichte, die unabhängig von den anderen Gelesen werden kann. Es ist angelehnt an Gottfried Keller's Spiegel das Kätzchen (das ich allerdings noch nicht gelesen habe).

    Das Buch hat mich fasziniert. Es liest sich leicht und flüssig. Witzig sind auch die vielen Illustrationen, die die verschiedenen Kreaturen, die im Buch vorkommen, veranschaulichen.

  24. Cover des Buches Der Kuss der Lüge (ISBN: 9783846600924)
    Mary E. Pearson

    Der Kuss der Lüge

     (1.365)
    Aktuelle Rezension von: Freedom4me

    Die Idee und das Setting haben mir echt gut gefallen:
    Die Flucht der Prinzessin, der Prinz, der nach ihr sucht und der Attentäter. Es gibt auch einige magisch anmutende Elemente und es taucht eine Art Legende/Prophezeiung auf, die bestimmt in den kommenden Bänden noch bedeutsam wird. Diese Grundidee der Geschichte ist echt gut, die Umsetzung hat mich leider nicht immer überzeugen können.

    Zuerst zu Lia. Sie ist eine echt sympathischer Charakter, allerdings auch das klassische Stereotyp der Prinzessin, die sich nicht an die Hofregeln hält und keine Prinzessin sein möchte. Trotzdem ist sie - bis auf ein paar dumme Entscheidungen - eine starke Protagonistin, mit der man gut mitfühlen kann.
    Die meisten Kapitel sind aus ihrer Sicht geschrieben, einige dann aber auch aus Sicht der beiden Männer.

    Zur Liebesgeschichte: Der Mittelteil ist so gestaltet, dass man nicht weiß, wer von den beiden Männern der Prinz und wer der Attentäter ist und beide Zeit mit Lia verbringen. Wenn man sich nach einer Szene echt sicher ist, jetzt zu wissen, wer wer ist, dann wirft die nächste Szene wieder alle Vermutungen über den Haufen. Das fand ich echt spannend gemacht. Leider war dafür die Liebes- und die Dreieckskonstellation nicht so gut gestaltet. Irgendwie kam bei mir kein wirkliches Gefühl auf. Es wurden zu wenig Gedanken von Lia gezeigt, sie hat gar nicht lange zwischen beiden geschwankt, sondern sich recht schnell entschieden, wobei ich auch nicht verstehen konnte, wo ihre plötzliche Liebe herkam. Dieser Teil hat sich zum einen sehr in die Länge gezogen, zum anderen war es einfach nicht so geschrieben, dass wirklich Atmosphäre aufkam. Auch in den anderen beiden Perspektiven hat mir für das richtige Gefühl etwas gefehlt. Der Attentäter hätte beispielsweise deutlich verzweifelter wirken können, da er sie ja töten soll, dies aber nicht möchte - dieser innere Zwiespalt war in meinen Augen nicht genug ausgearbeitet.

    Dann gab es noch ein paar inhaltliche Dinge, die mich etwas gestört haben. Oft gab es Zufälle, dass jemand zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und zufällig etwas mitbekommen hat - das hat auf mich echt konstruiert gewirkt und kann nur aus einem Roman stammen.

    Man merkt hier, dass es der erste Band einer Reihe ist. Es werden viele Storylines begonnen, die auf ihre Fortführung warten. Ich denke und hoffe, dass die nächsten Bände etwas stärker werden. Die ganze Welt und die Charaktere, die hier geschaffen werden, haben auf jeden Fall Potential und könnten zu einer echt guten Fantasy-Reihe ausgebaut werden.


    Fazit: Super tolle Idee, etwas schwächere Umsetzung. Meine Hoffnung liegt auf den nächsten Bänden.

    "Die Chroniken der Verbliebenen 1: Der Kuss der Lüge" bekommt von mir 3,9 (also gerundet 4)/5 Sterne.

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