Bücher mit dem Tag "traditionen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "traditionen" gekennzeichnet haben.

85 Bücher

  1. Cover des Buches Wolkenschloss (ISBN: 9783596523092)
    Kerstin Gier

    Wolkenschloss

    (1.589)
    Aktuelle Rezension von: Books_of_san

    Einfach ein tolles Buch! So ein locker-leichter Schreibstil, eine total sympatische Prota, unerwartete Wendungen und Humor bis hin zur letzten Zeile der Danksagung. Ich liebs und werde es garantiert wieder lesen. Das Wolkenschloss wurde, obwohl ich ganz klar nicht mehr der Altersklasse der Zielgruppe entspreche, völlig unerwartet eines meiner Highlights.

  2. Cover des Buches Die Terranauten (ISBN: 9783423146463)
    T. C. Boyle

    Die Terranauten

    (349)
    Aktuelle Rezension von: wortknaeuel

    Eine kleine Gruppe junger Wissenschaftler wetteifert Mitte der 90er Jahre um einen von acht begehrten Plätzen in einem ökologischen Experiment. Für zwei Jahre sollen sie unter einer riesigen Glaskuppel leben und sich völlig autark in den verschiedenen künstlich geschaffenen Biotopen – vom kleinen Regenwald bis zum Mini-Ozean – selbst versorgen. Nichts geht rein, nichts darf raus! Die Geschichte beginnt mit der Bekanntgabe der Auserwählten, vier Männer und vier Frauen, die sich jeweils auf einem Spezialgebiet gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt haben und nun in die "Ecosphere 2" einziehen dürfen. Zurück bleiben die Verlierer mit der Hoffnung, in zwei Jahren zum Nachfolger-Team aufrücken zu können. Draußen bleiben natürlich auch Freunde, Liebhaber und die Planer, Manager und Sponsoren des Experiments. In den zwei Jahren erleben wir aus Sicht von Dawn und Ramsay innerhalb, sowie Linda außerhalb der Kuppel, wie sich aus dem ökologischen Experiment ein Beziehungskuddelmuddel entwickelt.

    T.C. Boyle kann gut erzählen, da ist dieser Roman keine Ausnahme. Er beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit, denn so ein Experiment hat es ungefähr zu jender Zeit tatsächlich gegeben. Allerdings habe ich mich von Klappentext und Buchcover täuschen lassen. Zu dem Zeitpunkt, als ich mir das Ebook kaufte, hatte ich noch nie etwas von Boyle gelesen und einen spannenden dystopischen (oder utopischen) SciFi-Romans erwartet. Stattdessen dreht sich alles um Neid, Eitelkeit und Eifersüchteleien zwischen den Wissenschaftlern, um Wer-mit-wem sowie am Rande auch um den Einfluss von Geld und Medien. Wenn man Boyle kennt, hätte man sich denken können, dass es vorwiegend um die sozialen, zwischenmenschlichen Aspekte in diesem Szenario gehen wird.

    Die Handlung ist zwar durchaus unterhaltsam und auf satirische Weise komisch, aber insgesamt wenig spannend. Auch die Charaktere empfand ich als flach und uninteressant. Eher ein schwacher Boyle.

  3. Cover des Buches Alles, was du suchst (ISBN: 9783596036288)
    Marie Force

    Alles, was du suchst

    (502)
    Aktuelle Rezension von: Landi

    Für alle, die einfach nur eine schöne Liebesgeschichte lesen wollen: einfühlsam und voller Emotionen, fröhlich und witzig, leicht, aber nie langweilig oder oberflächlich. Wer Dramen, komplizierte Verstrikungen oder Nervenkitzel sucht, soll irgendwo anders lesen und mir nicht meine 5 Sterne schlechtreden :-)

  4. Cover des Buches Schnee (ISBN: 9783446252318)
    Orhan Pamuk

    Schnee

    (163)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Herr Pamuk hat zu recht den Literatur-Nobel-Preis bekommen. Er scheint mit klarer, aber sehr ausdrucksstarker Sprache und entfalltet Geschichten die einen nicht mehr los lassen. In Schnee geht es um einen Journalist der in die Türkei geschickt wird, um über eine außergewöhnliche Mordserie zu berichten. Junge Mädchen werden gezwungen ihre Kopftücher abzulegen und bringen sich dann aus scham selbst um. Spannend, sehr tiefgreifend und nah am Leben.

  5. Cover des Buches The Wolf King (Wolf King 1) (ISBN: 9783551586759)
    Lauren Palphreyman

    The Wolf King (Wolf King 1)

    (85)
    Aktuelle Rezension von: MartinaBookaholic

    In diesem Buch geht es um zwei verfeindete Länder. Im Süden herrschen die Menschen und behandeln Werwolf wie Hunde, was auch bedeutet, dass sie diese zur Unterhaltung gegeneinander kämpfen lassen. Im Norden (was sehr Outlander bzw. Schottisch/ kalt angehaucht ist) leben die Werwölfe in unterschiedlichen Clans, aber ein König hat sich daraus hervor gehoben und vereint sind die Wölfe eine ernstzunehmende Gefahr für die Menschen.
    In der Story geht es aber um Aurora, die es satt hat einen Lord zu heiraten, der sich an den Kämpfen ergötzt und generell ein Arschl*** ist... sorry, but not sorry. Ich mochte Aurora von Anfang an! Obwohl sie unterschätzt wird, ist sie eine mutige, loyale Protagonistin, die für ihr Recht, als auch das der anderen einsteht. Also ich verstehe absolut, warum der Wolf ihr verfallen ist. Hier mochte ich die Verbindung der beiden sehr, sehr gerne, den Humor, das Prickeln und gegenseitige Verständnis. Es war so schön zu lesen und der Band war ein Highlight für mich.
    Hier nun das große ABER: Dennoch habe ich Angst vor der Fortsetzung, da ich bereits im KT gelesen habe, wie es weitergeht und ich muss sagen, deshalb bin ich schon jetzt echt sauer.... I don't want it that way! Aber gut... ist wohl immer so, dass es in diese Richtung tendieren muss! *heul*
    Ach Mann, dieses Ende. Ich brauche Band 2. Auch wenn ich mit Blake irgendwie nichts anfangen kann. Ich fand es außerdem echt gemein, dass zuerst Callum so toll war, und später leider immer wieder kleine Szenen geschrieben wurden, in denen er plötzlich etwas naiv oder unbedacht auftritt, um uns extra zu manipulieren und zu Blake zu ziehen. Und das NERVT mich sowas von ab!! Ich meine, ich habe es schon beim Auftreten von Blake geahnt, dass sich da was anbahnen könnte, aber bis zum Ende versucht zu ignorieren, aber die Zeichen haben sich leider gehäuft und es stört mich so, dass IMMER die dunklen, bösen Typen am Ende die Frau bekommen. KANN nicht einmal ein GOOD GUY und netter Typ, der lustig und einfühlsam ist die Frau gewinnen, bitte! Nur einmal ein Green Flag, statt des gebrochenen Kriegers, der geheilt werden muss?! *kotz*....
    4,5 Sterne, mit Angst vor der Fortsetzung

  6. Cover des Buches Die Frauen vom Löwenhof (ISBN: 9783548289960)
    Corina Bomann

    Die Frauen vom Löwenhof

    (317)
    Aktuelle Rezension von: AmberStClair

    Klappentext:

    Ein schwedisches Landgut, eine mächtige Familie, eine Frau zwischen Liebe und Pflicht: Die große Saga von Corina Bomann

    Agneta kämpft mit den Tränen. Ein Telegramm hat sie nach Hause gerufen, ihr Vater ist bei einem Brand ums Leben gekommen. Dabei hatte sie sich schweren Herzen von ihrer mächtigen Familie losgesagt und in Stockholm ein freies Leben als Malerin geführt. Eine Aussöhnung schien unmöglich. Jetzt werden ihr Titel, Glanz und Vermögen zu Füßen gelegt, sie soll das Erbe ihres Vaters antreten als Gutsherrin vom Löwenhof. Ihre Wünsche und Träume sind andere, sie sehnt sich nach einem Leben an der Seite von Michael, einem aufstrebenden Anwalt. Selbstlos stellt Agneta sich der Pflicht und Familientradition. Ihr Herz jedoch kann nicht vergessen und sehnt sich nach Liebe …


    Meine Meinung:

    Der erste Teil der Trilogie „Die Frauen vom Löwenhof“ fing gut an. Der Schreibstil war sehr flüssig und verständlich geschrieben. Man konnte sich die einzelnen Personen gut vorstellen. Eine fesselnde Geschichte in der sehr viele Ereignisse geschehen und spannend herüber kommt.

    Agneta hat es nicht immer leicht, viel Trauer um geliebte Menschen, falsche Entscheidungen die sie in ihrem Leben trifft was ihr viel Schmerz bringt. Aber auch in der Liebe hat sie kein glückliches Händchen. Erst auf Umwegen findet sie ihr Glück.

    Eine wirklich sehr schöne Geschichte, die ausführlich erzählt wird so das man sich gut mit hinein versetzen konnte. 

  7. Cover des Buches Nordic Clans 1: Mein Herz, so verloren und stolz (ISBN: 9783551585271)
    Asuka Lionera

    Nordic Clans 1: Mein Herz, so verloren und stolz

    (94)
    Aktuelle Rezension von: Chillysbuchwelt

    Nordic Clans 1 Mein Herz, so verloren und stolz von Asuka Lionera ist für mich ein atmosphärischer und emotionaler Auftakt, der mich besonders im Verlauf immer mehr für sich gewinnen konnte. 🧡

    Cover, Farbschnitt und die gesamte Aufmachung sind wunderschön gestaltet.
    Besonders gefreut habe ich mich über die Karte, denn ich liebe Karten in Büchern einfach sehr.
    Auch die Kapitelzierden sind traumhaft schön und machen das Gesamtbild perfekt.

    Bereits der Prolog startet emotional und konnte mich direkt packen.
    Ich war sofort neugierig auf die Geschichte und wollte wissen, was mich hier erwartet.

    Der Schreibstil der Autorin gefällt mir wie gewohnt sehr gut.
    Er liest sich angenehm flüssig und sorgte bei mir wieder für einen tollen Lesefluss.

    Auch das Worldbuilding hat mir sehr gefallen.
    Dieser nordische Flair hat der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre verliehen.
    Besonders interessant fand ich die Sitten und Gebräuche der Clans.
    Hier gibt es strenge und teilweise auch grausame Regeln, was der Welt eine interessante Härte verleiht.

    Ysra ist eine spannende Protagonistin.
    Als Flüsterin kann sie mit ihrem Tierwesen kommunizieren und ihr Begleiter ist ein riesiger Bär, was ich einfach großartig fand.
    Ihre Zwillingsschwester ist hingegen eine Valkra, die in die Zukunft blicken und den Willen der Götter verkünden kann.
    Diesen Aspekt der Geschichte fand ich richtig cool.
    Ysra selbst ist ehrgeizig, kämpferisch und stellt ihren Clan über alles.
    Sie gibt immer ihr Bestes und wirkt stark, trägt aber auch ihre eigenen Lasten.
    Ein Schwur hat ihre Wahrnehmung von Gefühlen verändert, was hart ist, aber auch spannende Vor- und Nachteile mit sich bringt.
    Kier mochte ich ebenfalls sehr gern.
    Er wirkt stark und selbstbewusst, kämpft jedoch mit ganz eigenen Problemen.
    Auch er ist ein Flüsterer, was sehr selten ist, und sein Begleiter ist eine riesige Wyvern.
    Ihn im Verlauf immer besser kennenzulernen, hat mir richtig gut gefallen.
    Die Entwicklung und Dynamik zwischen Ysra und Kier mochte ich mit jeder Seite mehr.
    Halvar ist wieder so eine Nebenfigur, die ich besonders gern mochte. 🤭
    Solche Figuren machen Geschichten für mich oft nochmal besonderer.

    Anfangs hatte ich ein wenig Sorge, dass mir das Buch weniger gut gefallen könnte als andere Geschichten der Autorin.
    Im Verlauf mochte ich die Geschichte jedoch immer mehr und mehr.
    Es gab nur ein paar Kleinigkeiten, die mir persönlich weniger gut gefallen haben.

    Das letzte Viertel war für mich dann nochmal eine richtige emotionale Achterbahnfahrt.
    Es wurde intensiv, spannend und sehr mitreißend.
    Am Ende war ich kurz sprachlos und unglaublich froh, dass Band 2 bereits im Regal auf mich wartet.
    Ich bin froh es endlich vom SUB befreit zu haben und freue mich sehr auf die Fortsetzung. 🧡🐻

  8. Cover des Buches Fremde Tochter (ISBN: 9783746635378)
    Michel Bussi

    Fremde Tochter

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Clothilde ist 15 Jahre alt, als sie Ihre Eltern und ihren Bruder auf dem jährlichen Korsika-Ferienaufenthalt durch einen Autounfall verliert. Sie ist die einzige Überlebende des Unglücks.
    27 Jahre später wagt sie sich mit ihrem Mann und ihrer Tochter wieder dorthin zurück. Sie möchte das Gefühl, die Atmosphäre und das Flair der Insel und ihrer Kindheit wiederbeleben, wird jedoch durch einen Brief völlig aus der Bahn geworfen. Sie weiß, dass es unmöglich ist, doch der Brief muss von ihrer Mutter stammen. Ihrer Mutter, die 27 Jahre zuvor bei einem Autounfall gestorben ist. Clo sucht Antworten, Erklärungen, doch sie trifft auf eine Mauer aus Schweigen, Unverständnis und Abwiegelungen. Niemand glaubt ihr oder möchte ihr helfen. Alle halten sie für verrückt. Doch es passieren mehr und mehr eigenartige Dinge, die sie davon überzeugt, dass ihre Mutter noch am Leben sein muss...
    Ein weiterer Spannungsroman aus der Feder des französischen Autors Michel Bussi. Ich habe mittlerweile alle bisher auf deutsch übersetzen Bücher des Autoren gelesen und musste leider feststellen, dass mir dieses bisher am wenigstens gefallen hat. 
    Das Buch ist zweigeteilt. Eine Eben befasst sich mit Clothildes Tagebuch als 15-Jährige. Ihre Gedanken, Gefühle, Beobachtungen. Und ihre Beobachtungen sind präzise und gut. Die andere Ebene ist die Gegenwart, in der Clo versucht die Wahrheit herauszufinden. Eigentlich alles spannende Zutaten, aber für mich hat die Spannung dieses Mal sehr lange auf sich warten lassen. Man weiß sofort, dass ein Mann Clos Tagebuch in Händen hält und darin liest. Natürlich verdächtigt man diesen und jenen, aber so richtig Spannung kommt erst spät auf. Leider ist mir dieses Mal auch etwas zu sehr aufgefallen wie sehr sich die Geschichten ähneln, was die Story noch einmal ein wenig schmälert. Aber dann wurde es richtig spannend und ich las schneller und schneller bis zum Finale. Die Art Epilog, der sich anschließt, ist ein wenig zu umfangreich und hätte deutlich kürzer gefasst werden können, aber ich habe dafür sehr große Lust auf Korsika bekommen und plane meinen nächsten Urlaub dorthin zu planen :)
    Trotz allem werde ich auch den nächsten Bussi lesen, denn ich mag den Autoren, seinen Schreibstil (wenn auch dieses Mal nicht zur Gänze) und die Spannung in seinen Romanen.
  9. Cover des Buches A Whisper of Stars - Erwacht (ISBN: 9783492705493)
    Tami Fischer

    A Whisper of Stars - Erwacht

    (163)
    Aktuelle Rezension von: mxchellex678

    Der Einstieg in A Whisper of Stars – Erwacht fiel mir zunächst nicht ganz leicht. Ich hatte das Buch vor ein bis zwei Jahren schon einmal begonnen, damals aber schnell wieder weggelegt, weil ich einfach nicht in der richtigen Stimmung dafür war. Dieses Mal bin ich bewusst mit mehr Geduld rangegangen – und das hat definitiv geholfen. Nach einer gewissen Anlaufzeit war ich deutlich besser drin als beim ersten Versuch.


    Die Protagonistin mochte ich wirklich gerne. Sie wirkt intelligent, reflektiert und nicht naiv, was mir sofort positiv aufgefallen ist. Man merkt, dass sie ihre Umwelt hinterfragt und nicht einfach alles hinnimmt, wie es ihr präsentiert wird. Das hat sie für mich zu einer starken Hauptfigur gemacht.


    Der Love Interest hingegen… puh. Am Anfang mochte ich ihn wirklich gar nicht. Er kam unsympathisch rüber und hat mich eher genervt. Mit der Zeit hat sich das aber gelegt, und irgendwann konnte ich sogar verstehen, warum man ihn mögen kann. Die Chemie zwischen den beiden hat für mich gut funktioniert – sie wirkte realistisch, nicht übertrieben und organisch gewachsen.


    Spannung war durchaus vorhanden, vor allem durch einzelne Plotpunkte, die ich so nicht erwartet hatte. Allerdings war es nie so intensiv, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es war eher eine konstante, ruhige Spannung, die mich begleitet hat, ohne mich komplett zu fesseln.


    Besonders mochte ich Finley, den besten Freund der Protagonistin. Er ist mir sofort positiv im Kopf geblieben und hat der Geschichte Leichtigkeit und Wärme gegeben. Andere Nebenfiguren sind mir zwar begegnet, aber nicht alle sind mir langfristig im Gedächtnis geblieben.


    Was mich wirklich beeindruckt hat, war das Worldbuilding. Die Welt ist detailliert, durchdacht und fühlt sich sehr ausgearbeitet an. Man merkt, wie viel Mühe und Planung dahintersteckt. Da ich generell noch nicht extrem viele Fantasy-Bücher gelesen habe, bin ich bei gutem Worldbuilding schnell begeistert – und hier hat das definitiv funktioniert.


    Die Atmosphäre des Buches war für mich stark von Magie geprägt, gleichzeitig aber auch überraschend düster. Es lag ständig so ein dunkler Schleier über der Geschichte, der dem Ganzen eine geheimnisvolle, teilweise bedrückende Stimmung gegeben hat – was ich aber als passend empfunden habe.


    Der Schreibstil von Tami Fischer hat mir gut gefallen. Er liest sich angenehm, ohne unnötig kompliziert zu sein, und passt gut zur Geschichte. Das Ende fand ich gelungen: nicht überladen, aber neugierig machend. Ich habe definitiv Lust, den zweiten Band zu lesen und zu schauen, wie sich alles weiterentwickelt.


    Insgesamt gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen. Es hat mich interessiert, zeitweise gepackt und in seine Welt gezogen – aber nicht so stark, dass es mir lange im Herzen geblieben ist. Solide Fantasy mit viel Potenzial, aber für mich kein Highlight.


  10. Cover des Buches Issa (ISBN: 9783499013478)
    Mirrianne Mahn

    Issa

    (131)
    Aktuelle Rezension von: sydneysider47

    Worum geht es in dem Buch?
    Die Ich-Erzählerin Issa ist schwanger. Sie fliegt von Frankfurt nach Kamerun, die Heimat ihrer Mutter, um einige Rituale zu erleben. Als schwangere Frau, die in Kamerun geboren wurde, muss sie das – laut der Meinung ihrer Urgroßmutter – machen.


    Parallel dazu erfährt man als Leser/-in einiges über Issas Vorfahren. Wie lebten sie in Kamerun? An welche Regeln mussten sie sich als Frauen halten? Wie gingen die Männer mit ihnen um? Man liest über Enanga, die 1903 in einem Ort aufwächst, in dem viele Menschen dem Aberglauben nachgehen. Ein Deutscher, der Hausherr des Hofes ist, auf dem Enanga lebt, vergewaltigt sie. Sie wird schwanger und bringt eine Tochter zur Welt. Ihr Vater Keke verjagt sie anschließend vom Hof. Sie findet Unterschlupf bei ihrer Cousine. Auch von weiteren kamerunischen Frauen erfährt man – all das ist aus der Sicht des auktorialen Erzählers in der Vergangenheit geschrieben.

    Meine Meinung zu diesem Buch:
    Mich haben beide Handlungsstränge sehr bewegt. Einerseits Issa, die Ich-Erzählerin, die in Deutschland groß geworden ist und jetzt in Kamerun einiges erleben muss. Sie schreibt das im Präsens. Die Rituale sind merkwürdig. Beispielsweise wird sie von einem Heiler mit einer stinkenden Brühe behandelt. Während eines anderen Rituals muss sie mit einem toten Kaninchen ins Meer gehen.


    Ebenso sind die Frauenschicksale, die ab 1903 erzählt werden, oft erschütternd. Frauen in Kamerun hatten im 20. Jahrhundert wenig Rechte. Ein Mann konnte durchaus 19 Frauen haben. War man die erste Frau eines Mannes, genoss man einige Vorrechte und konnte die anderen Frauen piesacken. Männer bestimmten über die Frauen. So konnte beispielsweise Marijoh, Enangas Tochter, als Jugendliche von ihrem Stiefvater mit einem viel älteren Mann verheiratet werden, damit er seine Schulden bei diesem Mann loswurde.


    Auch heute hat ein Mann noch viel zu sagen in Kamerun. Wer es als Mann beispielsweise nicht schafft, dass seine Frau ihn respektiert und ruhig ist, gilt als schwach. Diese und andere Tatsachen habe ich gelesen – und ich habe auch sonst viel über Kamerun gelesen und gelernt, was ich vorhin noch nicht wusste.


    Für mich war „Issa“ ein interessantes und gutes Leseerlebnis. Ich vergebe 5 Sterne.


  11. Cover des Buches Der Winterschmied (ISBN: 9783492282833)
    Terry Pratchett

    Der Winterschmied

    (270)
    Aktuelle Rezension von: Conzilie

    Tiffany Weh ist eine Hexe in Ausbildung und als sie beim Moriskentanz die Füße nicht stillhalten kann und mittanzt, passiert es; der Winterschmied hält sie für die Sommerfrau und verliebt sich. Nun muss Tiffany einen Ausweg finden, bevor die Welt im ewigen Winter versinkt. Hilfe bekommt sie von den anderen Hexen und den kleinen Großen.

    Der dritte Band über Tiffany ist wieder sehr unterhaltsam. Wahre Hexerei ist es eben nicht nur mit den Händen zu wedeln, sondern harte Arbeit.

    Ich freue mich auch immer, wenn Oma Wetterwachs und Nanny Ogg auftauchen und ihr gesammeltes Hexenwissen einsetzen.

  12. Cover des Buches Blue Scales (ISBN: 9783959913133)
    Katharina V. Haderer

    Blue Scales

    (117)
    Aktuelle Rezension von: Woobyna_Hoo

    Wir werden in die Welt von Christine eingeführt und so oft hatte ich Vermutungen und Befürchtungen.

    Nicht alle hatten sich als richtig rausgestellt, aber manchmal als Halbwahr oder in die richtige Richtung gehen.

    Und mit jeder Seite, jeden Kapitel wurde es spannender.

    Wir verquer können Wesen denken? Wie dunkel können deren Taten sein? Und wie viele Unschuldig geraten ausversehen zwischen die Fronten?

    Bin sehr gespannt auf Teil 2 und dann 3.

  13. Cover des Buches Elfenspiel (Enchanted 1) (ISBN: 9783551301147)
    Jess A. Loup

    Elfenspiel (Enchanted 1)

    (51)
    Aktuelle Rezension von: Ju_Lia_von_Wastl

    In den ersten beiden Kapiteln werden Tyric, der Elfenprinz, und Faye, das Menschenmädchen, vorgestellt und wir erfahren erste Basics der Geschichte. Bis zu diesem Punkt war ich noch sehr skeptisch, denn der Bezug zu den Charakteren fiel mir noch schwer.

    Danach allerdings war ich schneller in der Geschichte als gedacht, denn als Faye und Tyric sich begegnen, nimmt alles schnell an Fahrt auf und der Schlagabtausch zwischen den beiden gefiel mir gut. Da die Perspektive zwischen den beiden wechselt, hätte mir eine Ich-Perspektive besser gefallen als die Erzähler-Sicht, aber insgesamt tut es der Geschichte keinen Abbruch.

    Die gelegentlichen Wechsel zu anderen Charakteren aus dem Reich der Sidhe bzw. der Menschen sind wichtig für den Zusammenhang der Geschichte, waren mir manchmal aber einen Tick zu langatmig.

    Insgesamt gefiel mir der Grundgedanke zur Handlung sehr gut, wenn auch mit dem ein oder anderen kleinen Logikfehler behaftet, über die ich aber gut hinwegsehen konnte. Das Buch liest sich sehr flüssig und ich brauchte insgesamt nur zwei Tage dafür. Ich freue mich auch, direkt mit Band 2 weitermachen zu können, denn der Cliffhanger am Ende überraschte mich ziemlich.

    Einen weiteren kleinen Minuspunkt vergebe ich wegen des Epilogs, der sehr kryptisch geschrieben und dadurch etwas nichtssagend war. Wahrscheinlich klärt das Ganze sich im zweiten Buch dann noch auf.

    Insgesamt gebe ich 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Romantasy- und Elfenfans!

  14. Cover des Buches Mattanza (ISBN: 9783866486706)
    Germana Fabiano

    Mattanza

    (84)
    Aktuelle Rezension von: mimitati_555

    Entgegen allen Hoffnungen gebärt die Tochter des Anführers des traditionellen Thunfischfangs nicht den ersehnten Enkelsohn, eine dritte Tochter ist es geworden. Die Inselbewohner Katrias sind erstaunt, als der Raìs das Mädchen trotzdem zu seiner Nachfolgerin erwählt, zu sich nimmt und ausbildet. Nora weiß noch nicht, was für ein schweres Erbe auf sie wartet, abhängig von den Besitzern der Tonnara, beeinflusst durch den Lauf der Welt.

    „Eleonora war eine Mogelpackung; sie war das Kind, das sich an die Stelle eines anderen geschoben und das niemand gerufen hatte. In jener Februarnacht, in der sie geboren wurde, hatten die Tonnaroti erkannt, dass selbst Gott nicht unfehlbar war, an Eleonora klebte der Fluch der Insel, und niemand konnte etwas dagegen tun.“ (Seite 10)

    Alles begann im Jahr 1960, als der ersehnte Enkelsohn ausblieb und das abergläubische Inselvolk schlimme Auswirkungen befürchtete. Über fünfzig Jahre lang durfte ich ihnen über die Schulter schauen, nahm Anteil, hab getrauert, die Daumen gehalten, fühlte ihre Freude genauso wie ihren Schmerz. Die Bewohner der Insel mit ihren Ängsten und Sorgen, ihren Marotten und dem unerschütterlichen Glauben, dass alles gut wird, egal, was kommt, schlichen sich in mein Herz, nahmen dort Platz, machten sich breit und hielten es gefangen bis zuletzt. Das Beharren an einer Tradition, die sich im Laufe der Jahrzehnte auf Katria nicht verändert, aber irgendwann aus verschiedenen Gründen überholt hat, konnte ich verstehen, auch wenn der Thunfischfang auf eine blutige, um nicht zu sagen barbarische Art erfolgte. Die Beschreibungen faszinierten und stießen mich gleichermaßen ab.

    „Die Tonnara mit ihren vier Phasen hatte gerade begonnen: Cruciatu, das Spannen und Fixieren der Verankerungsseile, Calatu, das Ausbringen der Netze, Mattanza, das Töten, und Salpatu, das Einholen und Einlagern der Reusenanlage, wonach alles bis zum nächsten Jahr aus dem Kopf verbannt war.“ (Seite 55)

    Die Geschichte konnte leise und melancholisch, aber auch stürmisch und ungezügelt sein, genauso wie das Meer, das die Insel umgab. Zu Beginn irritierten mich die vielen italienischen Begriffe, die zum Glück später immer wieder übersetzt worden sind. Die Sprache war schön, manchmal fast poetisch, ich fühlte mich wohl und wäre gerne geblieben, auch wenn der Zauber verging und die Tradition mit ihm. Ich fühle Sehnsucht nach Katria, würde gerne aufs Meer hinaus, zu den Wellen und zu dem Wind, bleibe dankbar dafür, dass ich dabei gewesen bin.

  15. Cover des Buches Here I Am (ISBN: 9780241146187)
    Jonathan Safran Foer

    Here I Am

    (30)
    Aktuelle Rezension von: itslululoves

    „Here I Am“ handelt von einer jüdisch-amerikanischen Familie mit Verwandtschaft in Israel. Sie besteht aus dem Ehepaar Jacob und Julia sowie ihren drei Söhnen Sam, Max und Benjy. Von außen betrachtet, leben sie den amerikanischen Traum. Jacob und Julia sind (relativ) erfolgreich, haben ein Haus mit Hund und drei intelligente Kinder in unterschiedlichen Entwicklungsstufen. 

    Dennoch sind alle Protagonisten unglücklich. Die Ehe von Jacob und Julia geht gerade in die Brüche. Der älteste Sohn Sam steht kurz vor seiner Bar Mitzvah, fühlt sich aber vor allem von seinen Eltern unverstanden. Auch Max und Benjy erhalten kaum die ihnen gebührende Aufmerksamkeit, weil ihre Eltern zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind. Selbst der Hund Argus ist mittlerweile in die Jahre gekommen und leidet an Inkontinenz. Und dann geschieht noch ein Erdbeben in Israel, das zu einem gravierenden politischen Konflikt mit Israels Nachbarn führt.

    Neben den Familienkonflikten thematisiert Foer kulturelle, politische und geschichtliche Aspekte. Anhand des Konflikts in Israel skizziert er die gegensätzlichen Sichtweisen von amerikanischen und israelischen Juden. Foers Protagonisten setzen sich mit philosophischen Kernfragen auseinander: Was erfordert es, um glücklich zu sein? Wer sind sie als Juden? Und was bedeutet das Judentum für sie überhaupt noch?

    Die philosophischen Aspekte des Romans und die Ausführungen zum Judentum empfand ich als sehr gelungen. Die Geschichte des Romans selbst war nach meiner Auffassung aber sehr langweilig. Das kann daran liegen, dass ich für keinen einzelnen Charakter Sympathien entwickeln konnte und ihr Handeln für mich meist nicht nachvollziehbar war. Generell blieben die Charaktere meiner Auffassung nach recht oberflächlich, obwohl der Roman mit seinen knapp 600 Seiten genügend Platz für eine tiefergehende Charakterentwicklung gehabt hätte.

    „Here I Am“ war für mich enorm anstrengend zu lesen, weil es sehr langatmig geschrieben ist. Meines Empfindens nach hätte der Umfang locker auf die Hälfte reduziert werden können. Außerdem konnte ich keinen roten Faden erkennen und ich wurde während der gesamten Lektüre das Gefühl nicht los, einige Seiten übersprungen zu haben. Ich habe das Buch häufig zur Seite gelegt und musste mich immer wieder motivieren, es doch weiterzulesen. Letztlich bin ich zwar froh, dass ich den Roman beendet habe, weil er stellenweise sehr interessante und gelungene Ansätze hatte. Ich würde es aber dennoch nicht wieder tun.


  16. Cover des Buches Binti (Sammelband) (ISBN: 9783959816533)
    Nnedi Okorafor

    Binti (Sammelband)

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Eine interessante Welt mit amüsanten Ideen z.B. Dritter Fisch, das lebende Raumschiff. Spannender Einblick in afrikanische Kultur und Mythologie. Starke Frauen. Unterhaltsame Außerdirdische. Der Hauptcharakter entwickelt sich stetig weiter, aber manchmal wirkt die Geschichte ein wenig kindlich einfach. Daher konnte es mich nicht immer fesseln, aber hat trotzdem Spaß gemacht, vor allem zum Ende hin..

  17. Cover des Buches Ein Cottage für deinen Sommer (ISBN: 9783596704507)
    Viola Shipman

    Ein Cottage für deinen Sommer

    (116)
    Aktuelle Rezension von: Troubline

    Adie Lou zieht von der Großstadt ins Dorf, um ein altes Ferienhaus zu renovieren. Dabei erlebt sie einige Hoppalas und schöne Überraschungen.

    Vom Setting her ist es perfekt für Frauen, die sich Stärke wünschen, die einen Traum vom Yoga-Domizil mit B&B haben, Unterstützung annehmen lernen wollen und sich einen schönen Sommerroman wünschen. Der Roman ist einfach geschrieben, sehr herzlich und warm. Perfekt für zwischendurch.

  18. Cover des Buches Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche (ISBN: 9783462007565)
    Alina Bronsky

    Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

    (166)
    Aktuelle Rezension von: Stolli

    Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche von Alina Bronsky ist jetzt das vierte Buch der Autorin, die Mutter von Sulfia, teilweise bitterböse, eiskalt und berechnend wird mit der Geburt von Aminant, ihrem ersten Enkelkind, vor eine große Aufgabe gestellt, das Ende kommt überraschend, das Buch ist sehr unterhaltsam, bestellt habe ich das Buch bei Medimops.

  19. Cover des Buches Bekenntnisse (ISBN: 9783492967051)
    Nelson Mandela

    Bekenntnisse

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Mimabano
    NELSON MANDELA ist für mich eine einzigartige Persönlichkeit gewesen.Man kann nur bewundern was er bewirkt hat.Er beeinflusst sogar nach seinem Tod im Jahr 2013 noch viele Leute.Das Buch hat mich leider nicht ganz so begeistert.Das liegt keinesfalls am Thema,sondern meiner Meinung nach an der ganzen Zusammenstellung des Buches.Zum Beispiel fimnde ich es zwar toll,dass Teile von Briefen oder Schriften im Original abgedruckt wurden.Nachteil für mich war : Ich hatte Mühe Mandela's Schrift zu entziffern.Und es waren eben nur Teile vom Ganzen und das war dann bei mehreren solcher Schriften,extrem mühsam für mich, weil alles nur angeschnitten wurde.Zitate waren auch vorhanden und sogar ein Vorwort von Barack Obama.Aber das ganze Buch zu lesen fand ich dann schon sehr anstrengend,weil alles so telegrammmässig dargestellt und erzählt war.Man müsste glaube ich das Buch fast wie ein Witzbuch lesen : Immer wieder hervornehmen und einzelne Erlebnisse oder Abschnitte lesen.Das Buch ist nämlich wirklich sehr detailliert aber auch spannend und sehr persönlich geschrieben,sodass man wirklich weiss,wie und was Mandela gedacht hat!Daher empfehle ich das Buch zwar ,aber man sollte es nicht am Stück lesen meiner Meinung nach...KLAPPENTEXT : 📖 Nelson Mandela,die Ikone der Freiheitsbewegung Südafrikas,öffnet zum ersten Mal sein privates Archiv : Er zeigt uns die Tagebücher,die ihm während den schwersten Stunden seines Lebens Trost spendeten,die erschütternden Briefe,die er in der Gefangenschaft an seine Frau Winnie und seine Kinder schrieb,und die Notizen,die er sich als erster demokratisch gewählter Präsident von Südafrika machte.In diesen bewegenden Zeugnissen wird der Mensch Mandela hinter dem grossen Staatsmann und Freiheitskämpfer sichtbar.
  20. Cover des Buches Chronik eines angekündigten Todes (ISBN: 9783596907069)
    Gabriel García Márquez

    Chronik eines angekündigten Todes

    (219)
    Aktuelle Rezension von: irmakvakifli

    Gabriel García Márquez stellt in dieser schmalen, aber gewichtigen Erzählung eine einzige Frage ins Zentrum: Reicht es aus, etwas nicht selbst zu tun – oder wird man durch Wegsehen zum Mittäter?

    In Chronik eines angekündigten Mordes erleben wir die Geschichte eines Mordes, der tatsächlich angekündigt wird – und dennoch geschieht. Die Bewohner eines kleinen Dorfes wissen davon, manche reden darüber, andere ignorieren es. Am Ende stirbt Santiago Nasar, und niemand hat etwas unternommen, obwohl alle die Möglichkeit dazu hatten.

    Márquez' Stil ist zurückhaltend, fast protokollarisch. Und genau das macht den Text so eindringlich: Die Rekonstruktion der Tat wird zur Aufdeckung eines kollektiven moralischen Versagens. Jeder Charakter wird wie in einem Theaterstück eingeführt, kurz beleuchtet, befragt, und dann entlassen – als wäre es ein Gerichtsprozess, der niemals wirklich stattgefunden hat.

    Die Ironie liegt im Titel selbst: eine Chronik. Als wäre alles längst festgeschrieben, unausweichlich. Und so liest sich der Roman auch – nicht wie ein Krimi, sondern wie eine Tragödie in Zeitlupe.

    Ein literarisches Lehrstück über Schuld, Gleichgültigkeit und soziale Mechanismen. Prägnant, schmerzhaft, unvergesslich.

  21. Cover des Buches Nebelfunke (ISBN: 9783646601237)
    Regina Meißner

    Nebelfunke

    (33)
    Aktuelle Rezension von: Blutmaedchen

    Anmerkung: Die bittersweet eShorts kamen 2015 raus und können heute nicht mehr erworben werden. 

    "Nebelfunke" von Regina Meißner ist ein bittersweet Kurzroman und das perfekte Beispiel, wie wundervoll es sein kann für einen Moment die Augen zu schließen und sich an einen fremden Ort führen zu lassen. Durch die Hauptprotagonistin May, die sich in ihrer Stadt nicht wohl fühlt und lieber Zuflucht im Wald sucht, bekommt man als Leser ein kurzes, aber tolles Abenteuer geboten, nachdem wir uns alle schon einmal gesehnt haben: Das sich ein fremdes Portal öffnet und man für einen Augenblick das eigene Leben vergessen kann...

    Nach einem Sturm, der ihre Heimat Santain schwer getroffen hat, sucht Maybell, die lieber May genannt wird, den einzigen Ort auf, an dem sie sich einigermaßen frei fühlt. Statt bei den Aufräumarbeiten zu helfen, wie es sonst jeder gute Bürger macht, denkt May an ihr bevorstehendes Schicksal, dass ihre Eltern ihr - ganz im Sinne der Tradition - einen Ehemann aussuchen. Das einzig gute in ihrem Leben ist ihr bester Freund Noah, der so ganz anders als sie ist und stets pflichtbewusst seinen Aufgaben nachkommt. 

    Tief in ihren Gedanken versunken erscheint mitten im Wald ein Rahmen, aus dem Nebel austritt und obwohl sie weiß, dass sie lieber abhauen sollte, lässt ein tief versteckter Wunsch nach einem Abenteuer sie an Ort und Stelle bleiben. Als mehrere seltsame Männer aus dem Rahmen hervortreten, versteckt sie sich, bis eine letzte Person, ein Junge, kaum älter als achtzehn, erscheint. Als er sie erblickt und auf sie zukommt, stellt er sich als Kassio aus Karret vor und May, zunächst zaghaft, versteht, dass ihr gerade das größte Abenteuer ihres Lebens bevorsteht, was es ihr einfach macht die Geschichte über eine Welt hinter diesem Portal zu glauben und Kassio auf seiner Suche nach etwas für ihn unschätzbar wertvollen zu begleiten... 

    Regina Meißner hat einen Schreibstil, der mich wirklich eingelullt und direkt zu May und Kassio in den Wald getragen hat. Für eine Kurzgeschichte blieb absolut nichts auf der Strecke, zumindest hatte ich nicht das Gefühl, dass etwas fehlt. Alles war stimmig von der ersten bis zur letzten Seite und Mays anfängliches zögern hat sich so leicht entwickelt, dass es mir nicht übereilt vorkam, als sie sich komplett auf das einlässt, was Kassio ihr erzählt.

    "Nebelfunke" ist magisch und auch romantisch, aber nicht auf diese aufdringliche Art, sondern durch langsames, glaubhaftes herantasten und ich weiß, dass das nicht das letzte Buch ist, was ich von dieser Autorin lesen werde, denn ich liebe ihren Schreibstil.

  22. Cover des Buches Wolkodav I - Das Schwert des Grauen Hundes (Slawische Fantasy) (ISBN: 9783946608066)
    Maria Semenova

    Wolkodav I - Das Schwert des Grauen Hundes (Slawische Fantasy)

    (9)
    Aktuelle Rezension von: junia
    Wie kam ich zu diesem Buch?
    Durch eine Leserunde wurde ich auf das Buch aufmerksam. Es ist das erste Buch von Maria Semenova, das ich lese. Ich habe das Buch als kostenloses Rezensionsexemplar erhalten, was aber keinen Einfluss auf meine ehrliche Meinung hat.

    Wie finde ich Cover und Titel?
    Das Cover ist sehr passend. Zu sehen ist Wolkodav, seine kleine Fledermaus und andere Elemente, die ihr im Laufe des Buches kennenlernen werdet. Auch der Titel erschließt sich beim Lesen.

    Um was geht’s?
    Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension. Lasst euch aber gesagt sein, dass sehr viel passiert in der Welt von Wolkodav, der im Grunde seines Herzens ein guter Mensch ist und schon so einiges in seinem Leben hinter sich hat. Mit 12 Jahren wurde sein Dorf ausgelöscht, er entkam und war einfach nicht totzukriegen. Jahre später nimmt er Rache am Mörder seiner Lieben. Immer dabei, eine flauschige, flugunfähige Fledermaus und neu gewonnene Freunde, die er bei seiner Rache befreit und die ihm seitdem die wichtigsten Menschen sind, für die er nun sorgt. Die Story ist logisch, spannend aufgebaut, hatte einige für mich überraschende Wendungen, einige waren etwas vorhersehbar. Ich würde das Buch nicht so wirklich als Fantasy einordnen, eher als abenteuerliche Saga.

    Wie ist es geschrieben?
    Der Schreibstil ist als eher schwierig deklariert, ich empfand ihn allerdings als recht flüssig und zügig zu lesen, der Ausdruck ist gewählt, aber durchaus zu verstehen. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story drin zu sein.

    Wer spielt mit?
    Die Charaktere sind gut gezeichnet, ich konnte mir die Gegebenheiten sehr gut vorstellen und habe die Charaktere kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten.

    Wie steht es mit der Fehlerquote?
    Das Buch war meines Erachtens sehr gut korrigiert und dementsprechend eine Wohltat für die Augen beim Lesen.

    Wie kam es bei mir an? / Was hat das Buch ausgelöst?
    Ich fühlte mich hier wirklich sehr gut unterhalten und konnte in die Story eintauchen. Es war nicht so wirklich Fantasy, aber durchaus spannend, wenn auch mit einigen Längen, beispielsweise wenn sich Wolkodavs gute Taten und das stetige Misstrauen ihm gegenüber wiederholen.

    Mein Fazit?
    Das Buch hat mir gut gefallen, somit erhält es von mir 4 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch der Autorin sein, das ich lese, denn ich möchte wissen, wie es mit Wolkodav und der flauschigen Fledermaus weitergeht.
  23. Cover des Buches Schund und Sühne (ISBN: 9783847906537)
    Anna Basener

    Schund und Sühne

    (43)
    Aktuelle Rezension von: Linker_Mops

    Wie soll man dieses Buch beschreiben? Ist es ein Drama, eine Liebesgeschichte, ein Krimi oder doch etwas anderes? Vielleicht ist es von allem etwas. Es geht um eine Groschenromanautorin, die ein Literaturstipendium bei einer deutschen Adelsfamilie bekommen hat und eine zeitlang auf deren Schloß wohnen darf. Dort lernt es die Familie kennen, wo jeder auf seine Art skurril ist, und zu der dann noch ein Rosenrüchter hinzustößt. 

    Einen wirklich roten Faden hat die Geschichte für mich nicht. Es ist eher ein Einblick in die Adelswelt von heute, die noch viel an Traditionen festhält. Sicherlich ist der Blick sehr überspitzt, aber etwas Wahres wird schon dran sein. Mir hat gefallen, dass aufgezeigt wird, dass selbst die "Blaublüter" nichts anderes als normale Menschen sind, mit Wünschen, Sorgen und Problemen. Die Figuren sind allesamt skurril, aber dennoch symphatisch und liebenswert. Das Ende selber fand ich etwas komisch, aber hat dennoch gepasst. Und sorgte für ein "Happy End".

    Mein Fazit: Eine unterhaltsame Geschichte, die mal ganz anders ist, als was man sonst so im literarischen Mainstream bekommt. 

  24. Cover des Buches The Dark Vineyard (ISBN: 9780307454713)
    Martin Walker

    The Dark Vineyard

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Calypso19

    Nach dem ersten Band um den französischen Dorfpolizisten Bruno Courreges, Menschenfreund und Genießer der schönen Dinge des Lebens, seien es die Frauen, die viel gerühmte französische Küche, der Wein, die wunderbare Landschaft oder das beschauliche Dorf, dem er sich so verbunden fühlt, konnte ich es kaum erwarten, den zweiten Band zu lesen! Um es vorwegzunehmen - er hat mich nicht enttäuscht! Es war ein Vergnügen, wieder eintauchen zu können in Brunos Welt, alte Bekannte aus der vorherigen Geschichte wiederzutreffen und neue, zum Teil recht skurrile Charaktere kennenzulernen, mit Bruno durch die Wälder und Felder zu streifen, ihm beim Kochen über die Schulter zu blicken (ein besonderer Genuss!) und an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben zu dürfen.

    Gespannt war ich auf den neuen Fall, mit dem es Bruno, der Flic aus Saint Denis im Perigord, zu tun bekommen würde, bereits mutmaßend, dass der Autor auch diesen nicht übermäßig in den Vordergrund stellen sondern gewissermaßen nebenherlaufen lassen würde. Der Fokus in den "Bruno"-Krimis ist nun mal der Provinzpolizist selbst - und das ist es gerade, was diesen Romanen ihre Besonderheit und eben auch ihren besonderen Charme verleiht! Sicher, der Krimi kommt gemächlich daher, die Handlung treibt zunächst ruhig vor sich hin, ohne dass eigentlich viel Aufregendes passiert. Doch das ist der normale Alltag in Saint Denis. Aber unversehens wird es dann doch spannend und es geschieht einiges, womit nicht unbedingt zu rechnen ist. Die Auflösung schließlich hat mich überrascht, nicht recht befriedigt zwar, aber das war dann doch zweitrangig, da der Protagonist und seine Herangehensweise an die Fälle, die ihm in den Weg purzeln, so originell und oft auch erheiternd sind, dass der jeweils zu lösende Fall in gewissem Sinne und wie erwartet nur eine Beigabe ist.

    In seinem zweiten Fall soll Bruno zuerst einmal im Sinne seines Chefs und väterlichen Freundes, des Bürgermeisters, etwaige Hindernisse beiseite räumen, die dem Kauf einiger kleinerer Weinberge in Saint Denis durch ein großes amerikanisches Unternehmen im Wege stehen könnten. Der Maitre verspricht sich von dem geplanten Weinanbau-Konzern einen wirtschaftlichen Aufschwung für sein Dorf und gleichzeitig die Schaffung einer größeren Zahl neuer Arbeitsplätze. Bruno jedoch hat seine Zweifel, die sich nicht nur auf die Massenproduktion und den Verkauf eines minderwertigen Weines beziehen, sondern auch auf die Veränderungen, die dies für Saint Denis bedeuten würde, Veränderungen, die dem Ort in seinen Augen zum Nachteil gereichen, ihm sein ganz eigenes Gesicht nehmen würden. Fast begrüßt er sich häufende Vorfälle in der Gegend, von Brandanschlägen auf ein Forschungslabor für genmanipulierte Pflanzen, Demonstrationen einer Gruppe Umweltschützer bis schließlich zu zwei Todesfällen, von denen lange nicht klar ist, ob es sich dabei um Unfälle oder doch um Mord handelt. Nebenbei erfährt man eine ganze Menge über Wein, Weinanbau, Weinsorten, der Weinherstellung und dem Verkauf, was nicht allgemein bekannt sein dürfte, und das mich jedenfalls viel Neues und überaus Interessantes gelehrt hat.

    Auch Brunos Liebesleben bleibt spannend, nachdem seine Freundin Isabelle eifrig an ihrer Karriere in Paris bastelt, die sie dem vergleichsweise ereignislosen Landleben mit Bruno, trotz aller Liebe, vorzieht. Doch bahnt sich eine neue Liebe an - aber wird ihm diese Isabelle tatsächlich ersetzen können? Man mag daran zweifeln... Und wird es ihm gelingen, die ungeliebten Amerikaner, die sich recht oft wie Elefanten im Porzellanladen benehmen, aus seinem Paradies zu vertreiben und dennoch die Gunst des geschätzten Bürgermeisters behalten? Um das zu erfahren empfehle ich die unterhaltsame Lektüre des vorliegenden Krimis, der so recht keiner ist sondern viel mehr, vor allem aber ein überaus liebenswerter Roman, der mir einige schöne Lesestunden beschert hat!

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