Bücher mit dem Tag "trägheit"
20 Bücher
- Marc-Uwe Kling
Die Känguru-Chroniken
(1.253)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Eines Tages steht ein sprechendes Känguru bei dem Ich-Erzählers vor der Tür. Das Känguru zieht bei ihm ein und bringt Abwechslung, Schwung und Freude in sein Leben. Es ist der Beginn einer wunderbaren und außergewöhnlichen Freundschaft zwischen den beiden. Das Känguru fällt dem Ich-Erzähler aber auch des Öfteren ordentlich auf die Nerven. Es ist nämlich ziemlich frech und beratungsresistent. Außerdem eckt es manchmal mit seinen Ansichten zu gesellschaftlichen und politischen Themen an von denen es andere vehement zu überzeugen versucht…
„Was?“ ruft das Känguru. „Natürlich sind wir ein Paar, Mann! Wie Dick und Doof oder wie wie wie Stan & Olli oder oder oder…“ (S. 216)
Meine Meinung:
Die Grundidee ist originell und außergewöhnlich und wenn man sich darauf einlässt bekommt man eine erheiternde und kurzweilige Geschichte zu lesen.
Es gibt keine Handlungshöhepunkte auf die die Geschehnisse zusteuern und daher auch keinen klaren roten Faden der sich durch die Geschichte zieht. Es handelt eher um eine Aneinanderreihung von lustigen und skurrilen Begebenheiten, die der Ich-Erzähler zusammen mit dem Känguru erlebt. In jedem der kurzen Kapitel (jeweils max. 5 Seiten) wird ein lustiger Auszug aus einer Unterhaltung oder ein denkwürdiges Erlebnis erzählt. Diese anekdotenhafte Erzählweise sorgt für eine hohe Dichte an lustigen Momenten. Außerdem wird dadurch verhindert, dass das Buch Längen hat.
Der Nachteil dieser Erzählweise ist allerdings, dass man manchmal das Gefühl hat, dass die Geschichte ein wenig „dahinplätschert“. Außerdem lernt man das Känguru und den Ich-Erzähler nur relativ oberflächlich kennen, weil der Schwerpunkt auf spritzigen Dialogen und lustigen Wortgefechten liegt.
Das Känguru gibt einige wirklich lustige Bemerkungen von sich und stellt auch lustige Dinge an. Die Diskussionen zwischen dem Känguru und dem Ich-Erzähler sind stellenweise ziemlich erheiternd und haben mich für die Geschichte eingenommen. Hier ein paar Beispiele:
„Das Tolle am Internet ist, dass endlich jeder der ganzen Welt seine Meinung mitteilen kann. Das Furchtbare ist, dass auch jeder es tut.“ (S. 103)
„Pah“, sagt das Känguru. „Und mein Papa hat immer gesagt: Es ist besser, ein schlechter Gewinner zu sein, als ein guter Verlierer.“ (S. 27)
„Reden, Hören oder Sehen. Auf was würdest du verzichten?“ – „Das ist einfach“, sage ich. „Aufs Hören. […] Dann müsste ich dein Geschwätz nicht mehr ertragen.“ – „Ach ja?“ sagt das Känguru. „Und ich würde liebend gerne aufs Sehen verzichten, um deine Hackfresse nicht mehr ertragen zu müssen.“ – „Ich finde, du solltest lieber aufs Reden verzichten“, sage ich. „Dann müsste ich nicht aufs Hören verzichten.“ (S. 24)
Warum vergebe ich trotzdem bloß 3 Bewertungssterne?
Das liegt daran, dass mir die Geschichte in einigen Punkten etwas zu skurril, befremdlich und vulgär ist. Hier hat der Humor nicht meinen Geschmack getroffen. Dazu folgende Beispiele:
Das Känguru pöbelt einen sich vollkommen friedlich verhaltenden Fußballfan an, weil dieser anlässlich eines Spiels der deutschen Fußballnationalmannschaft in Deutschlandfarben gekleidet ist. Das Känguru sagt, dass ein solcher Patriotismus ein Zeichen von Idiotie sei, es von da aus nicht weit bis zum Nationalismus sei und dadurch Rassismus entstehe. Als der Fußballfan deswegen verständlicherweise beleidigt ist und verbal Kontra gibt schlägt das Känguru ihn einfach k.o. und das fand ich wirklich abstoßend und verachtenswert. Leider ist es auch nicht der einzige Fall in dem das Känguru gewalttätig wird. Es schlägt auch noch einen Mann bloß deshalb bewusstlos, weil dieser für die GEZ-Gebühr zuständig ist. Zudem gibt es einem Vorfall im Park. Das Känguru tritt einen Hund, der ihm zu laut bellt, sodass dieser in hohem Bogen über die Weise fliegt. Das alles fand ich nicht lustig.
Auch sonst verhält sich das Känguru schrecklich unhöflich und respektlos gegenüber Mitmenschen, die ihm überhaupt nichts getan haben. So fängt das Känguru z.B. absichtlich einen Streit mit einem McDonald’s-Mitarbeiter an indem es von diesem einen Whopper fordert, obwohl es genau weiß, dass es den nur bei Burger King gibt. Obwohl der Mitarbeiter höflich erklärt, dass das nicht geht und dem Känguru eine Alternative anbietet setzt es dem Mitarbeiter weiter zu und genießt das sichtlich.
Außerdem hat es mir gar nicht gefallen, dass das Känguru sich abfällig über die Demokratie äußert und sagt, dass es die deutsche Justiz nicht anerkennt. Hinzu kommt noch, dass das Känguru ein Anhänger von Verschwörungstheorien ist.
Hier noch einige weitere Beispiele für Humor, der nicht meinen Geschmack getroffen hat, weil er mir zu plump bzw. vulgär war:
„Der Titel ist ja total wichtig. Damit steht und fällt der Erfolg eines jeden Buches. Es muss was sein, wo die Leute sofort denken: Interessiert mich! Will ich! Kauf ich!“ Das Känguru nickt. […] „Wie wär’s mit ‚H*TLER, T*RROR, F*CK*N‘?“ (S. 199)
„Kennt ihr das Bild von Brittney Spears ohne Slip, wo man ihre M*sch* sieht? Dass sollten die lieber hier aufhängen.“ (S. 202)
Die genannten Beispiele haben das Lesevergnügen leider ziemlich geschmälert.
Fazit:
Es handelt sich um ein erheiterndes Buch, das man in kürzester Zeit ausgelesen hat und das einem mit einem positiven Gefühl zurücklässt. Manche der vorlauten Bemerkungen und frechen Aktionen des Kängurus sind richtig lustig. Es gibt jedoch leider auch so einige Stellen an denen die Geschichte meinen Humor nicht getroffen hat. Humor ist nun mal Geschmackssache! Ich bereue es dennoch insgesamt nicht, dass ich das Buch gelesen habe, aber noch einmal würde ich es nicht lesen.
Zum Schluss noch ein interessantes Zitat aus dem Buch, das erklärt wie das Känguru einst zu seinem Namen gekommen ist:
„Ich hab gehört, […] dass James Cook, der 1770 als erster Europäer ein Känguru zu Gesicht bekam, einen Aborigine gefragt haben soll ‚Was ist das für ein Tier?‘ – auf Englisch natürlich –, und der Aborigine antwortete ‚Känguru‘, weil er Cook nicht verstand und ‚Känguru‘ in seiner Sprache nun einmal ‚Ich verstehe such nicht‘ bedeutet.“ (S. 255/256)
- Michel Houellebecq
Unterwerfung
(308)Aktuelle Rezension von: Jule6243Zum Inhalt:
Der Roman ist aus der Sicht des Literaturprofessors Francois geschrieben, der in Paris an der Sorbonne lehrt und mit seinen Worten im besten Alter ist. Sein ganzes Leben hat er sich mit den Gedanken eines anderen Mannes beschäftigt, dem Schriftsteller Huysmans. Ehe und Kinder lehnte er ab, ganz im Gegensatz zu wesentlich jüngeren Studentinnen. Ab und an trifft er sich mit Mirijam. Zu Beginn des Romans wird in Frankreich gewählt. Dabei kommt der Politiker Mohammed Ben Abbas an die Macht, führt eine Theokratie, die Scharia und die Polygamie ein. In Paris gibt es daraufhin Unruhen und Francois verlässt die Stadt für einige Zeit. Mirijam hat bereits das Land verlassen, die und ihre Familie sind Juden und sehen keine sichere Zukunft mehr in Frankreich. Nach einer Zeit der Untätigkeit kehrt Francois nach Paris zurück. Er stellt fest, dass er Pensionsgehalt bekommt, also nicht mehr an der Universität unterrichten soll. Im Hinblick auf seinen Alkoholismus stellt er fest, dass er ohne sinnvolle Arbeit nicht mehr lange leben wird. Kurz darauf verbringt er einige Zeit in einem Schweigekloster und kehrt dann nach Paris zurück. Um wieder an der Universität arbeiten zu dürfen, muss er zum Islam konvertieren. Einige Kollegen haben es schon getan und empfehlen diesen Schritt. Der letze Abschnitt ist im Konjunktiv geschrieben, sodass offen bleibt, ob Francois wirklich konvertiert.
In paar Gedanken dazu:
Der Roman greift zwei große Gedanken der aktuellen französischen Politik auf: Einerseits das Erstarken extremer Rechter, andererseits die Islamisierung Europas. Den Roman als Europäer mit christlichem Glauben zu lesen, kann sehr spannend sein. Hier wird den Figuren der Islam, bzw. einige herausgepickte Werte, Normen und Regeln dieser Religion übergestülpt, wie über Jahrhunderte hinweg Christen ihren Glauben anderen Gruppen aufgezwungen haben. Manche mögen meinen: Ausgleichende Gerechtigkeit. Andere sehen den Spiegel, der vorgehalten wird.
Ich habe von Houellebecq bereits Ausweitung der Kampfzone gelesen. Dass Frauen in seinen Büchern nicht besonders gut wegkommen war mir bereits klar. Doch muss man sich immer vor Augen halten, dass er hier aus der Sicht eines alten weißen privilegierten Mannes schreibt. Ein Mann der sich sein Leben lang nur mit den Texten eines anderen alten weißen Mannes beschäftigt hat. Der Frauen nur durch die Brille sexueller Lust wahrnimmt. Dass von diesem Protagonisten tiefere Gedanken für das andere Geschlecht übrig sind, wäre eine Überraschung.
Doch bleiben wir bei den Frauen. Francois nimmt die politischen Veränderung vor allem an den Frauen wahr. Er bemerkt andere Kleidung, sieht, dass ein ehemaliger Kollege von ihm nun plötzlich eine zweite Frau hat, ein fünfzehnjähriges Mädchen, obwohl er sein langem schon mit seiner vierzigjährigen Frau verheiratet ist.
Ganz bewusst wird nicht näher auf die Situation der Frauen eingegangen. Nicht weil es nicht wichtig wäre oder weil Houellebecq keine Relevanz darin sähe. Es geht um die Sicht Francois, für ihn ist es nicht relevant, Für ihn hat eine Islamische Herrschaft im Land völlig andere Auswirkungen, als auf Frauen. Bevor er dem Islam beitreten will, bekommt er ein Buch ausgeliehen, das die Grundzüge des Glaubens erklärt. Natürlich interessiert er sich besonders für die Polygamie. So ganz kann er der pseudointellektuellen Erklärung nicht folgen und er fragt bei der ersten Gelegenheit bei seinem Kollegen nach. Was er hört, könnte auch aus einem Alphamale-Video transkribiert worden sein. Phrasendreschen vom maskulinen Mann. Ein wildes umher schmeißen von angeblichen biologischen Fakten. Gekrönt mit der, in Incelforen gängigen Meinung, dass manche Männer, gerade gebildete einen Anspruch auf eine oder mehr Frauen haben, er dürfe sich eine aussuchen. Sie sollen glücklich sein, mit einem alten Uniprofessor vermählt zu werden.
Wenn die männlichen Figuren um Francois jemals Werte hatten, die die Trennung von Religion und Staat beinhalten oder die Eigenständigkeit der Frauen beinhalten (die dürfen ab den Hälfte des Buches größtenteils nicht mehr arbeiten), dann wurden diese schnellstens über den Haufen geworfen. Opportunismus in seiner reinsten Form und natürlich leicht, denn für diese Männer wird es noch angenehmer im leben.
Der Titel verweist auf das Wort Islam, das übersetzt Hingabe heißt. Hingabe hat etwas sanftes, etwas, was tief aus dem Herzen kommt, wohl überlegt, mit Leidenschaft vorgebracht. Unterwerfung ist mit Widerwillen verbunden. Hier folgt das massenhafte Konvertieren nicht auf eine Hingabe, sondern die Unterwerfung. Von viel Widerwille kann aber nicht die Rede sein, wenn man die Figuren betrachtet, die Uniprofessoren im besten alter sind. Hier verschwimmen die Begriffe.
Es ist erschreckend zu lesen, dass sich männliche Figuren sofort eine zweite Ehefrau zulegen, obwohl sie mit dem Islam nie etwas am Hut hatten und seit 20 Jahren verheiratet sind. Er darf, also sollte er, also muss er? Der Religion wegen? Er hat die zweite Frau doch verdient, der Maskuline Mann. Sie ist Ware.
Die Geschichte steht im Kontrast mit den Personen, die auf Demos am lautesten schreien, sie würden "ihr" Abendland vor einer Islamisierung schütze. Die privilegierten schreien, die Männer, die sich nicht fürchten müssen. Genau die, welche davon in diesem fiktiven Roman profitieren würden. (Meine Meinung: Niemand muss sich vor einer Islamisierung des Abendlandes fürchten, das ist Quatsch)
Alles in Allem ist der Roman sehr gelungen. Er hat mich zum Nachdenken angeregt. Ich halte die Herangehensweise für originell und mutig. Es wird sich nicht hinter hohlen Phrasen versteckt, denn der Inhalt muss nicht hinter der Sprache versteckt werden. Trotzdem kam mir der Protagonist ausgewaschen und völlig von Emotion befreit vor. Ihn gern zu haben kam gar nicht in Fragen, doch dann hätte ich ihn gerne leidenschaftlicher gehasst.
- Gudrun Pausewang
Die Wolke
(954)Aktuelle Rezension von: Perse- Details:
Ausgabe: Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 1987
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Verlag: Ravensburger
Genre: Jugendliteratur
Seitenanzahl: 223
- Inhalt:
Was niemand wahrhaben wollte, passiert: Deutschland erlebt einen atomaren Unfall. Die 14 Jährige Janna-Berta verliert ihre Familie und ist auf sich allein gestellt.
- Wie das Buch zu mir gefunden hat:
Das Buch hat mich über ein Verschenke - Regal gefunden. Ich habe damals den Film im Schulunterricht gesehen und wollte schon immer das Buch dazu gelesen haben, jetzt habe ich es endlich getan...
- Meinung:
Das Thema dieses Buches ist nicht ohne. Gudrun Pausewang erzählt klar, hart und authentisch. Ich finde, dass einen beim Lesen der harte Realismus dieser Welt trifft. Es ist nicht alles "Friede, Freude, Eierkuchen" in der Welt, in dieser Gesellschaft und Politik.
- Fazit:
Zu Recht den Jugendliteraturpreis 1988 gewonnen. Dieses Werk gehört für mich zur Pflichtlektüre!
- Empfehlung:
Für alle, die qualitativ hochwertige Jugendliteratur suchen und/oder Fans von Gudrun Pausewang sind.
Eine Kauf- und Leseempfehlung von mir!
- Tipp:
Schaut euch den gleichnamigen Film von 2006 an.
- Lieblingszitate:
"Kein Ton von den Herren, die so gerne reden."
Prolog - Seite 7
"Versagen ist menschlich. Mit Versagen nicht zu rechnen, ist verantwortungslos und unmenschlich.''
Prolog - Seite 9
"»Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.«"
Kapitel 1 - Seite 23
"»Handeln Sie mit Verantwortungssinn!«"
Kapitel 2 - Seite 33
"Das also würde der neue Unterschied zwischen Arm und Reich sein."
Kapitel 8 - Seite 127
"»Die Leute fangen schon wieder an zu vergessen«,..."
Kapitel 10 - Seite 153
"»Menschen sind zu allem fähig«,..."
Kapitel 10 - Seite 154
- Oliver Polak
Der jüdische Patient
(22)Aktuelle Rezension von: HoldenOliver Polaks Bericht aus der Psychiatrie, vielen Dank für die Lesung im Alten Schlachthof in Lingen! Was die psychischen Leiden angeht und einem diese Krankenhäuser auch nicht ganz fremd sind, hat man einiges wiedererkannt, so schlimm wie Oliver hatte es mich damals aber zum Glück nicht erwischt. Die Beschreibungen der Verwirrungen, Angstzustände usw. sind schon sehr treffend, mutig so was öffentlich zu machen. Und man ist natürlich nach wie vor sprachlos, mit welchen Gedanken- bzw. Taktlosigkeiten bis hin zu offenen Vorurteilen und Antisemitismen jüdische Menschen in Deutschland klarkommen müssen, wunderbar daß der Autor diese Menschen als das "Dreckspack" bezeichnet, das sie sind. Nur bei der Udo-Jürgens-Verehrung gehe ich nicht mit, auch wenn ich seine sozialkritischen Texte natürlich kenne. Toller Autor, sehr gelungenes Buch!
- Agatha Christie
Das Böse unter der Sonne
(161)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeEin exklusives Hotel auf einer kleinen britischen Insel mit Schmugglergeschichte wird zum ungeliebten Urlaubsort des exzentrischen Detektivs Hercule Poirot. Als die frühere Schauspielerin Arlena Stuart Marshall, die mit Ehemann und Stieftochter angereist ist, am Strand erscheint überschlagen sich die Gerüchte, Hassreden und das Nase rümpfen der anderen Gäste. Die Möchtegern-Idylle zerbricht ganz, als Arlena ermordet in einer Badebucht aufgefunden wird. Wie unterstützt Poirot die örtliche Polizei und natürlich stellt er unorthodoxe Fragen und wird dafür belächelt. Wie immer lässt er niemanden an seinen Gedankengängen teilhaben, klärt den Fall jedoch lückenlos auf, mit den winzigsten Informationen, die urplötzlich einen ganz unerwarteten Sinn ergeben, sobald er alle zum großen Finale versammelt hat.
Den Leser erwartet hier ein klassischer Krimi nach bewährtem Muster. Eine Reihe buntgewürfelter Protagonisten, Fakten, die sich jeder Logik zu entziehen scheinen und am Ende doch völlig logisch sind, ein überheblicher, wortkarger Poirot, der nichts desto trotz Sympathieträger ist und selbstverständlich am Ende die perfekte Lösung liefert. Natürlich gelingt es der Autorin auch eine völlig unerwartete Auflösung zu präsentieren, die selbst wenn der Leser etwas vermutet hat, immer noch kleine Überraschungen parat hält. Die Story lädt zum mitraten ein, unterhält, lässt immer Raum für ein leichtes Augenzwinkern und fesselt auf locker flüssige Weise.Mein Fazit: Ein Klassiker seines Genres, der sich wunderbar lesen lest, sich als unterhaltsame Lektüre anbietet, aber mit verhältnismäßig wenig Neuem aufwartet. Ein Strukturkrimi nach bewährtem Schema, den ich trotzdem sehr gerne gelesen habe.
- Swantje Oppermann
Saligia
(141)Aktuelle Rezension von: june_londonInhalt: Keira leidet unter ihrem immer präsenten Zorn und extremen Wutausbrüchen. Sie erfährt, dass sie eine Saligia - ein Mensch, der eine der sieben Todsünden in sich trägt - ist. Keira wird in einem Internat für besondere Menschen wie sie aufgenommen, doch wegen ihres unkontrolliertem Zorns fällt es ihr schwer sich in die Gemeinschaft einzufügen. Außerdem scheinen alle in dem Internat ihre ganz eigenen Geheimnisse zu haben.
Eindruck: Mir hat die Grundidee von Menschen, die jeweils eine der sieben Todsünden in sich tragen und diese mit ihrem Charakter repräsentieren gut gefallen. Als Leser begleitet man Keira und erfährt viel über ihre Gefühle und Gedanken und woher ihr Zorn kommt. Aber auch die anderen Charaktere sind interessant und entsprechend ihrer jeweiligen Sünde/Gabe unterschiedlich. Es gibt zum Beispiel ein Mädchen, dass die Habgier in sich trägt und heimlich ihre Mitschülerinnen beklaut und sich immer viel zu viel Essen auf den Teller schaufelt.
Ein wichtiger Handlungsstrang der geschichte ist die Aufklärung des Verschwindens einer Internatsschülerin. Die Auflösung dieses "Falls" habe ich so nicht kommen sehen, weshalb ich bis zum Schluss mitfiebern konnte.
Ich hätte mir ein kurzes Glossar mit den Begrifflichkeiten zum Beispiel die Namen der Sünden (Luxuria, Ira, Gula,....) gewünscht, da es zwar in der Geschichte erklärt wird, ich aber trotzdem immer wieder durcheinander gekommen bin.
Ich wurde gut unterhalten und es kam auch Spannung auf, aber richtig umgehauen hat mich die Geschichte nicht. Das Ende wirkt als sollte es eine Fortsetzung geben, die ich gerne lesen würde, da es einen kleinen Cliffhanger gibt und einige Fragen offen geblieben sind. Bisher ist aber noch kein Folgeband erschienen (Stand Nov 2022).
Ich empfehle dieses Buch allen Leser*innen ab 12 Jahren, die gerne Internatsgeschichten (mit einem Hauch übernatürlichem) lesen.
- Florian Illies
Anleitung zum Unschuldigsein
(84)Aktuelle Rezension von: HoldenFlorian Illies beschreibt anhand alltäglicher Situationen unsere inneren Gedankenabläufe, bei denen wir nur verlieren können, mein Problem bei der Sache ist: In vielen der genannten Situationen hatte ich noch gar kein Schuldgefühl, insofern war die Lektüre des Buches in meinem Fall eher kontraproduktiv! Aber daß man das Buch mit einem Disclaimer versehen sollte, würde ich nicht gerade sagen, ginge mir zu weit. Im nächsten Buch vielleicht: Schuldgefühle im Sport, beim Rezensionenschreiben o.ä.
- Paula Bersdorf
An Tagen im Juli
(9)Aktuelle Rezension von: matlanhetIn diesem Roman erzählt uns eine Schriftstellerin von dem ruhigen Landleben, von ihren eigenen Sehnsüchten und Verstrickungen sowie von dem plötzlichen Verschwinden zweier Kinder.
Die zunächst vorhandene beschauliche Dorfidylle bekommt mit dem Fortschreiten der Geschichte immer mehr Risse, durch die man anfangs aber nicht einmal erahnen kann, welche Wendungen die Story noch nehmen wird.
Es ist ein Krimi, der zunächst leise und mit vielen Zwischentönen daher kommt, dann aber Fahrt aufnimmt und eine Spannung aufbaut, bei der man einfach weiterlesen muss!
Am Ende bleibt viel Nachdenklichkeit und der Wunsch nach einer weiteren Geschichte aus der norddeutschen Wahlheimat der Autorin. - Dietmar Wischmeyer
Achtung, Artgenosse!
(2)Aktuelle Rezension von: HoldenWischmeyers Beschimpfungen von Stumpfsinn und Gefräßigkeit des menschlichen Lebens, Wegwerfgesellschaft und Planetenvermüllung werden auf den Punkt gebracht, wie immer in gewohnt deftiger Sprache. Um die Deutschen muß es einem angst und bange werden, aufscheinende Pegidisten sind aber selbstverständlich noch etliche Grade ablehnungsbedürftiger. Wo bleibt die Neuauflage mit AFDlern, Coronaleugnern und Reichsbürgern? Die Entwicklung der deutschen Doofheit hat ja in der Zwischenzeit eher noch zugenommen. Wie wärs mit Wischmeyer for president? Oder vielleicht Günter der Treckerfahrer (aus Groß Hesepe!)?
- Elke Heidenreich
Nurejews Hund
(39)Aktuelle Rezension von: rose7474Dieses Buch bekam ich zum Geburtstag und freute mich sehr darüber. Ich lese sehr gerne Bücher von Elke Heidenreich. Ich mag ihren Erzählstil. Dieses Büchlein hatte wieder Humor und Tiefgang so wie ich es von der Autorin gewöhnt bin.
Daher eine absolute Leseempfehlung von mir und wohlverdiente 5 Sterne.
- Hape Kerkeling
Frisch hapeziert
(33)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderWir alle lieben ihn den, den Hape Kerkeling. Wir warn mit ihm wandern, wir haben ihn als Club Animateur kennen gelernt, als Verwandten der Queen und er hat uns auch mitgenommen in seine Kindheit und jetzt gibts Kolumnen. Gewohnt locker, lustig, aber auch immer mit einem Augenzwinkern und Tiefe. Natürlich kommen die Royals vor und hier betrachtet Hape genau, was am Hofe so vor sich geht. Wer ist eigentlich ein Promi und was macht ihn aus? Begegnung mit Pamela Anderson und vielen weiteren bekannte Damen gibt es hier. Hape erzählt von einem Wahlkampf, warum Uschi Blum doch nicht zum ESC gefahren ist und gibt wieder ganz viel von sich preis. Herrlich!
- Philip Reichardt
Wir sind ja nicht so
(3)Aktuelle Rezension von: HoldenTagebucheintragungen einer Woche im September 1998, kurz vor der Bundestagswahl, von ganz unterschiedlichen jungen Personen aus ihrem Umfeld, alles natürlich sehr subjektiv geschrieben, mit Edelfedern wie Benjamin von Stuckrad-Barre (dem beim letzten Spice-Girl-Konzert im Londoner Wembley Stadium die Tränen kamen) und Benjamin Lebert, deren Beiträge "literarisch" auch am gehaltvollsten waren. Man erkennt als erstes mit Entzücken, dass Aufschieberitis und Prokrastination nicht einen alleine befallen haben, ein gewisser Stumpfsinn und eine Grundtraurigkeit scheint unserer Generation zu Grunde zu liegen. Kleine Dinge bestimmen das Gelingen oder Nichtgelingen eines ganzen Tages, Nichtspassieren grassiert anscheinend überall. Alles deutlich interessanter als das Vorgängerbuch, das ich niemandem ans Herz legen mag.
Die dreihundert besten Beamten- Witze
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenFür Cousinchen Doris, die olle Beamtenseele, gekauft und schnell gelesen: Die Witze sind in einzelne Bereiche ("Büroschlaf", "Finanzamt") unterteilt und ein bißchen altmodisch, das Buch stammt auch schon von 1990, also nix zum Thema Computer und Technik, aber ganz kurzweilig und so umfangreich, daß auch für erfahrene Beamtenwitzmacher noch was Neues dabei ist.- Thorsten Dietz
Sünde - Was Menschen heute von Gott trennt
(6)Aktuelle Rezension von: MOSAICDer Autor bringt eine schöne neue Sicht auf den Begriff der Sünde und löst einige "falsche Sichtweisen" elegant auf.
- Jim Davis
Garfield geistert durch die Stadt Sein Buch zum 2. Film
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenGarfield geht auf der Fahrt zum Tierarzt verschütt und strandet alleine in einer fremden Stadt. Die Anmachen bei den Katzendamen klappen trotz cooler Sprüche nicht, und bald wird er vor einer Straßengang von Katzen mit Goldzahn verfolgt, weil er in deren Territorium eingedrungen ist. Er trifft als Retterin seine Mutter und seine ihm unbekannte Familie, merkt aber schnell, daß das wilde Leben einer Straßenkatze mit Mäusen als Nahrung (igitt!!) nichts für ihn ist. Man sieht mit Erstaunen: Garfield hat doch ein Herz, und es besteht nicht aus Lasagne! - Bischöfliches Hilfswerk Misereor
Glänzende Aussichten - 99 Karikaturen zu Klima, Konsum und anderen Katastrophen
(2)Aktuelle Rezension von: HoldenKarikaturen zum Thema Klimawandel, Flüchtlingselend und Co., die allen Politikern und Wirtschaftsbonzen zur Pflichtlektüre gemacht werden sollten. Wofür haben wir die Europäische Union und deutsche Politiker, wenn sie so was zulassen und es seit Erscheinen des Buches eher noch schlimmer geworden ist (zB was Überschwemmungen in Europa oder Waldbrände in Kaliforniern angeht). Das Lachen bleibt im Halse stecken, besonders bei den auffälligsten Unmenschlichkeiten wie dem Umgang mit Flüchtlingen. Aber was das Konsumverhalten angeht, fühlt man sich doch ertappt und einen Spiegel vorgehalten, wie der vor kurzem verstorbene Photograph Sebastiao Salgado in einem Interview sagte, daß man nicht nach Politik und Konzernen rufen müsse, wir alle würden viel zu viel konsumieren.
- Jörg Graser
Weißbier im Blut
(13)Aktuelle Rezension von: HoldenBei mir war das damals eher "Blut im Weißbier", aber das gehört nicht hierher: Ein Lokalkrimi um einen trinkfesten niederbayerischen Kommissar namens Kreuzeder, gespickt mit schwarzem und bayerischem Humor. Am Holznerhof ist jemand vom Mähdrescher überrollt worden, und von der Aktentasche des Pechvogels ist auch nichts übriggeblieben. Zu allem Überffluß scheint der Holznerbauer auch noch die Polizei und die öffentlichen Behörden zu bedrohen, dabei ist das nur die bayerische Ausdrucksweise. Bisweilen versteigt sich der gute Kommissar zu theologischen Sinndebatten mit dem Oberkirchner Dorfpfarrer und zur Infragestellung des strafrechtlichen Schuldprinzips entsprechenden Bibelstellen, die von Vergebung künden (unerwartet tiefgründig für eine Krimikomödie), aber am Ende wird alles gut und wer viel trinkt, behält am Ende die Oberhand. Ein makaber-morbider Krimi, mit durchaus ersthaften und schweren Momenten.
- Jacqueline Pawlowski
Der Schlächter
(8)Aktuelle Rezension von: Ladybella911Zum Inhalt (entnommen)
Kopfüberhängend, ausgeblutet wie Vieh.
So findet Kriminalhauptkommissar Richard Geissler eine junge, erfolgreiche Anwaltsfamilie in ihrem Haus vor.
Schnell wird klar, dass es sich bei der Tat nicht um einen Einzelfall handelt.
Zeitgleich wird die junge Schriftstellerin Marie Sadlowski auf schlimmste Weise terrorisiert.
Sofort setzt Richard Geissler alles daran, dem ein Ende zu bereiten und blickt dabei in den tiefsten Abgrund der menschlichen Seele.Ein recht guter Prolog bildet den Einstieg in das Erstlingswerk von Jacqueline Pawlowski. Die Geschichte verbindet drei Hauptfiguren. Da haben wir den Schlächter einen Psychopathen, den ermittelnden Kommissar Richard Geissler und Marie, eine junge Frau, die von einem unbekannten Stalker regelrecht terrorisiert wird. Erzählt wird die Handlung in der Ich-Form und wechselt von Erzähler zu Erzähler.
Leider muss ich sagen, dass mich die Handlung nicht fesseln konnte oder mich emotional berührt hat. Viele Dinge sind für mich unrealistisch und der Schreibstil ist m.E. nach etwas holprig und zu sehr auf eine Pseudo-Umgangssprache fixiert. Die Idee ist nicht schlecht, wobei das Grundmotiv nicht unbedingt neu ist und leider sind auch die Charaktere nicht so dargestellt, dass ich mit Ihnen warm werden konnte.
Alles in allem wirkt das Ganze auf mich zu sehr konstruiert.
Ich kann daher nur 2,5 Sterne geben welche ich auf 3 aufrunde weil ich die Grundidee nicht schlecht finde.
- Rex Stout
Alibi nach Mass
(3)Aktuelle Rezension von: Holden2 (in Worten: zwei) Kriminalkurzromane um Nero Wolfe und seinen Assistenten/ Laufburschen/ Handlanger Archie Goodwin, die Kabbeleine zwischen den beiden sind mit das Schönste na den Krimis. Ich beneide Wolfe nach wie vor um seine Bierklingel, die allerdings nur in der ersten Geschichte zum Einsatz kommt, da Wolfe sich in seinem zweiten Einsatz überraschenderweise nicht zu Hause befindet, da er als Zeuge der Anklage vor Richter Corbett erscheinen und deshalb seine Gefilde verlassen muß. Zwei spannende Fälle, brillant gelöst vom Lieblingsschwergewicht. Bud Spencer hätte sich für eine Verfilmung angeboten, RIP.
- Pilar Martínez
Die kleine rote Henne
(2)Aktuelle Rezension von: KinderbuchkisteEine weises Volksmärchen
aus dem Spanischen von Ilse Layer
Der Aracari Verlag ist bekannt für seine kunstvollen Bilderbücher.
Marco Soma, ein sehr erfolgreicher junger italienischer Illustrator hat die wunderbaren Illustrationen zu diesem alten Volksmärchen gezeichnet.
http://marcosoma.blogspot.de/
Dieses schöne Volksmärchen zeigt einmal mehr wie wichtig es ist gemeinsam an einem Strang zu ziehen.
Leider kommt diese Erkenntnis bei dem faulen Hund, der schläfrigen Katze und der lärmenden Ente viel zu spät.
Aber nun einmal der Reihe nach.
Die kleine rote Henne lebt mit ihren Küken auf einem kleinen Bauernhof. Dort wohnen auch noch ein Hund, eine Katze und eine Ente, die stets mit sich beschäftigt sind.
Eines Tages findet die Henne ein paar Weizenkörner, die sie aussähen möchte.
Damit alles gut in die erde kommt bittet sie die Drei ihr zu helfen doch die lehnen ab. So macht die kleine rote Henne ( unterstützt von ihren Küken) die Arbeit ganz allein.
Mit dem säen allein ist es jedoch nicht getan. Es muss viel passieren bis aus einem Korn Mehl werden kann und aus dem Mehl Brot. Bei jedem Arbeitsschritt fragt die kleine rote Henne erneut um Hilfe doch die wird, von den Dreien, immer wieder mit den selben Worten verwehrt, so dass die Henne alle Arbeit alleine macht. Bis nach langer Arbeit eines Tages ein wunderbarer Wohlgeruch von frischem Brot über dem Hof liegt.
Die kleine Henne fragt wer frisches Brot möchte und schnell kommen alle gelaufen, auch der faule Hund, die schläfrige Katze und die lärmende Ente, doch die Henne gibt nichts ab und isst alles mit ihren Küken allein.
Marco Soma hat dieses Märchen mit seinen stimmungsvollen, in Rot-Brauntönen gehaltene Bildern eindrucksvoll illustriert.
Kunstvoll und detailverliebt hat er die Charaktere der beteiligten Tiere herausgearbeitet und gleichzeitig Stimmungen eingefangen.
Durch die dezente Farbgebung, er bleibt bei wenigen Farben, spielt er gekonnt mit den Wirkungen der jeweiligen Situationen.
Grade in einer Zeit in der viele Bilder in Bilderbüchern in kräftigen bunten Farben illustriert sind sticht dieses Buch heraus. Er vermittelt Ruhe und Besinnlichkeit, fokussiert , trotz Detailreiche.
Ich kannte dieses Märchen noch nicht.
Unseren Lesekindern und mir hat dieses Buch sehr gefallen.
Die Kinder sind mitgegangen, haben die einzelnen Schritte der Geschichte kommentiert und bewertet. Bereits nach der ersten Wiederholung wussten sie was Hund, Katze und Ente bei der nächsten Frage der Henne wieder sagen würden. Ein klares Zeichen dafür, das sie die Geschichte eingefangen und mitgenommen hat.
Besonders beeindruckt hat mich mal wieder die Tatsache, wie sehr die Kinder sich in die Bilder vertiefen konnten. Sie haben realisiert, dass diese Bilder kunstvoll gestaltet sind und sich von vielen anderen Bilderbuchillustrationen maßgeblich unterscheiden.
Bilderbuchillustrationen, die nicht den Mainstream bedienen werden wieder mehr.
Hier im Blog habe ich bereits einige vorgestellt und es werden zunehmend mehr.
Das soll nun nicht heißen, dass viele bunte Bilderbücher nicht kunstvoll sind weil sie bunt sind oder sich in der Art der Illustration ähneln.
Ich finde es einfach toll wenn kleine Kinder schon früh viele verschiedene Stilrichtungen der Kunst kennenlernen und für alles offen sind.
Ich erlebe leider auch , dass die für mich unseligen Disney Illustrationen, Kinder magisch anziehen und diese Kinder mit anderen Illustrationsformen überhaupt nichts anfangen können, ja schlimmer noch dies von den Eltern auch noch voziert wird.
Schade, dass ihnen damit eine wichtige Erfahrung entgeht.
Dieses Buch bereichert unsere Leben in Bild und Text.
Es macht einfach Spaß die Bilder zu betrachten und zu entdecken - 8
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