Bücher mit dem Tag "träume"
1.055 Bücher
- John Green
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
(12.816)Aktuelle Rezension von: Trishen77"Eigentlich ist fast alles eine Nebenwirkung des Sterbens."
Ich bin bereits seit Eine wie Alaska ein großer Fan des amerikanischen Autors John Green und seiner Jugendromane, die oft die Feinheiten dieses Genres und einzigartigen Thematiken verknüpfen. Ich weiß nicht, was es genau ist, das seine Bücher so ehrlich und doch so gut erzählt erscheinen lässt, aber in seinen Büchern fühle ich wohl, wie es mir sonst nur bei Autoren wie John Irving, Jorge Luis Borges oder den Gedichten Rilkes passiert. Was ihn jetzt nicht mit einer dieser Autoren konkret in Verbindung setzten soll, aber es ist da eine unkomplizierte Präsens in seinen Geschichten, Personen, seiner ganzen Sprache, die der Erfahrung des Lesens ein wenig das Glasscheibenhafte, das Hindernis nimmt, was manchmal zwischen Leser und Lektüre steht.
Gleich vorweg: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein wirklich tolles Buch. Es ist vollkommen unprätentiös, es wirkt auf dem Leser, ist ein wunderbar unüberladenes Erlebnis. Es erreicht uns im Kleinen und es erreicht uns im Großen, ist eines dieser Bücher, an dem wir nicht vorübergehen können, sondern kurz innehalten, vielleicht nicht einmal genau wissen warum wir innehalten, aber eins ist klar: das Innehalten genügt als Grund, die Rührung genügt als Schleife auf dem Moment, das Buch, gelesen, in der Hand, genügt als vollendeter Ruf an das Leben in uns allen.
"-und sofort bekam ich Angst, dass die Leute über mich, wenn ich starb, auch nichts anderes zu sagen hätten, außer das ich tapfer gekämpft hätte, als wäre das einzige, was ich je getan hatte, Krebs zu haben."
Und um Leben geht es in diesem Buch, viel mehr, als in vielen anderen Büchern, in denen die Menschen tatsächlich die ganze Zeit einfach nur leben.
Hazel Grace ist 16 und kann nur noch durch zugeführten Sauerstoff aus einer Flasche überleben, die sie mit sich herumtragen muss; Krebs in der Schilddrüse, Metastasen in der Lunge - unheilbar, nur noch aufhaltbar. Gelegentlich geht sie einmal in der Woche zu einer Art Gruppentherapie in einer Kirche für krebskranke Kinder. Dort trifft sie eines Tages einen Jungen, der selber mal an Krebs erkrankt war, jetzt aber gesund ist. Und es scheint, dass er sich auffällig für Hazel interessiert...
Es ist natürlich letztlich unbeschreiblich, wie nah einem ein Buch nach der Lektüre steht. Also nicht nur, wie nah es einem geht, sondern wie sehr man darin, abseits vom Thema, Spuren einer lebendigen Wirklichkeit und Wesenhaftigkeit spürt - oder, altmodisch gesagt: Dass es ist, als wären die Romanfiguren Teilnehmer an einem Spiel, das auch wir spielen, wenn wir das Buch wieder geschlossen haben. Solche Bücher erreichen uns mit ihrem Thema stärker als andere, nicht weil sie Illusionen fabrizieren oder unterstützen, sondern weil sie offenbaren, was gültig ist in allem, egal ob Realität oder Fiktion. Eins davon ist sicherlich die Liebe und dieser Roman zeigt auch noch einige mehr.
"Jedenfalls sind die wahren Helden nicht die Leute, die Sachen tun; die wahren Helden sind die, die Dinge BEMERKEN, die AUFMERKSAM sind."
Im Grunde ist die Geschichte eine Liebesgeschichte – und dass sie viel, viel mehr ist, lässt diesen letzten Punkt trotzdem nicht in Vergessenheit geraten. Von den Szenen, durch die diese Buch sich bewegt, haben mich viele berührt, viele habe ich mit Spannung und Aufmerksamkeit verfolgt, viele sind mir als sehr gut geschilderte Gesten im Gedächtnis geblieben, die Kleinigkeiten eines Buches eben, die seine Lektüre zu einem riesengroßen Raum machen, den man nach der Lektüre nicht sofort verlassen kann, weil man ihn noch eine ganze Weile durchwandern muss. Übergreifend (Achtung SPOILER) hat mich aber letztendlich die Szene berührt, in der das Motto, die Essenz dieses Buches in aller Deutlichkeit hervortritt, wie sonst nur in einem Film , der einen sehr ähnlichen Namen und eine ähnliche Botschaft trägt. Die Szene in der Gus zu ihr sagt und man weiß, dass es das ganze Buch einfängt und letztendlich in diesem Satz der Punkt hinter die Aussage gesetzt wird, wodurch sie vollkommen ist:
"Das Leben ist schön, Hazel Grace."
Ein Moment zum Heulen. Aber auch ein Moment um John Green zu danken. Weil er ein großartiges Buch geschrieben hat. Denn damit ist natürlich nicht alles gesagt - aber das Wichtigste.
Nachtrag: Es grenzt vielleicht schon an Blasphemie, wenn ich mir erlaube hier zwei Bücher anzuhängen, die keineswegs genau wie dieses Buch sind, ja noch nicht mal mit derselben Grundthematik arbeiten, aber denjenigen gefallen könnten, die auch dieses Buch gut fanden, und vielleicht stelle ich sie auch nur hier noch hinten an, weil sie mir ebenfalls sehr am Herzen liegen:
Das also ist mein Leben
Die Nackten
Auch sehr zu empfehlen ist natürlich "Eine wie Alaska", Greens Debüt, ähnlich einzigartig wie dieser Roman. - Sarah J. Maas
Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis
(2.644)Aktuelle Rezension von: Popis0904Der zweite Band hat mich noch einmal deutlich mehr in seinen Bann gezogen als der erste Teil. Die Geschichte entwickelt sich intensiv, emotional und gleichzeitig auch spannend weiter, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Besonders beeindruckt hat mich, wie sehr man mit den Protagonisten mitfühlt. Ihre Gedanken, Zweifel und Hoffnungen wirken so greifbar, dass man automatisch mit ihnen leidet, hofft und mitfiebert. Gerade Feyres Entwicklung hat mich dabei besonders berührt.
Auch die bildhaften Beschreibungen haben mir wieder unglaublich gut gefallen. Sie schaffen es, eine ganz eigene Atmosphäre zu erzeugen, sodass man vollkommen in die Welt eintaucht und das Gefühl hat, selbst Teil der Geschichte zu sein.
Für mich ist dieser Band eine klare Steigerung zum Auftakt und hat mich emotional nochmal ein Stück mehr abgeholt als der erste.
- Kerstin Gier
Silber - Das erste Buch der Träume
(7.463)Aktuelle Rezension von: Aditu_in_WonderlandLiv Silber freut sich. Ihre Mutter ist endlich bereit, in London sesshaft zu werden. Der einzige Wehmutstropfen: die neue Stieffamilie, die damit einhergeht. Doch, um endlich ein dauerhaftes Zuhause zu haben, nimmt sie auch dieses geduldig in Kauf.
Und tatsächlich gibt es noch einen dicken Pluspunkt: Henry Harper, der beste Freund ihres neuen Stiefbruders Grayson. Doch schon bald muss Liv feststellen, Grayson und seine Freunde haben ein Geheimnis und sie ist wild entschlossen, diesem auf die Schliche zu kommen. Aber dann passieren Dinge, die gar nicht sein können und andere Leute erinnern sich an Details aus ihren Träumen, die sie doch eigentlich gar nicht wissen können?!
Die Silber-Trilogie war damals mein Einstieg in das Buch-Universum von Kerstin Gier und ich weiß gar nicht, wie oft ich die Bücher rauf und runter gelesen habe. Besonders Henry und Grayson haben es mir damals angetan. Sie waren wunderbare 1A-Book-Boyfriends.
Vor kurzem habe ich sie als Hörbuch entdeckt und beschlossen, dass das genau das Zeichen ist, die Reihe mal wieder in Angriff zu nehmen. Erstaunlicherweise hat mich an der Faszination für das Thema luzides Träumen nichts geändert. Es ist immer noch eine Fähigkeit, die ich tatsächlich gerne können würde.
Das Problem ist nur, dass ich mich mittlerweile für zu alt halte, um der Liebesgeschichte einer 16-Jährigen mit meiner damaligen Begeisterung zu lauschen. Aber das tut dem Lesevergnügen irgendwie keinen Abbruch, immerhin steht die Liebesgeschichte ja auch nicht im Mittelpunkt, sondern die Traumsache und dafür, fürs Träumen, ist man schließlich nie zu alt.
Simona Pahl kannte ich bisher noch nicht, aber ihre Stimme ist wunderbar angenehm und passt so gut zu Liv. Es ist ein Vergnügen ihr zu lauschen und ich werde definitiv die Ohren offen halten, um noch mehr von ihr zu hören!
Die Reihe ist immer wieder ein absolutes Vergnügen! Und auch der x-te Durchgang ändert nichts daran.
- Kerstin Gier
Silber - Das dritte Buch der Träume
(3.079)Aktuelle Rezension von: Aditu_in_WonderlandIn Band 3 geht die Handlung gleich spannend und nahtlos weiter. Die Gefahren rücken immer näher an Liv heran und werden persönlicher. Jemand scheint es mittlerweile tatsächlich auf sie höchstpersönlich abgesehen zu haben. Und irgendwie scheint es, dass der Feind ihnen immer einen Schritt voraus ist.
Gerade jetzt braucht Liv die Hilfe und Nähe ihrer Freunde ganz dringend, um nicht den Mut, die Hoffnung und am Ende ihr Leben zu verlieren.Auch wenn am Ende die größte aller Fragen offen bleibt, was Kerstin Gier auch selbst im Buch thematisiert, ist es eine gelungene YA-Romantasy-Trilogie. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich die Reihe bereits gelesen habe, aber irgendwie entdecke ich immer wieder kleine Details, die mir bei den vorherigen Malen nicht aufgefallen sind, oder die ich wieder vergessen habe.
Es bleibt also auch beim xten Mal durchlesen immer wieder spannend und kurzweilig.
Und ich freue mich schon sehr auf das nächste Mal, wenn ich die Reihe in die Hand nehme!
Und da ist es völlig egal, ob als eBook, Hardcover oder Hörbuch.
- Jojo Moyes
Ein ganz neues Leben
(1.952)Aktuelle Rezension von: Katrin1Ich habe dieses Buch in einer Bücherecke gesehen und kannte nur die Autorin aufgrund des Films "Ein ganzes halbes Jahr" welcher mich tief berührt hat. Als ich feststellte, dass es sich bei Ein ganz neues Leben um die Fortsetzung handelte, konnte ich es kaum erwarten und ich wurde nicht enttäuscht. Ein wunderschönes Buch, eine gelungene Fortsetzung mit allen Gefühlen, die nach so einem Erlebnis dazugehören um zurück in ein ganz neues Leben zu finden.
- Mona Kasten
Save Us: Special Edition
(2.066)Aktuelle Rezension von: larareads_Ruby steht vor den Trümmern ihres großen Traums, weil sie vom College suspendiert wurde, und alles sieht danach aus, als hätte James sie verraten. Es ist so herzzerreißend, weil man genau wie Ruby hofft und bangt, dass der James, den wir lieben gelernt haben, so etwas niemals tun würde. Während Ruby um ihre Zukunft in Oxford kämpft, droht James endgültig unter dem massiven Druck seines Vaters und dem Erbe der Beauforts zu zerbrechen. Es ist die ultimative Frage: Reicht ihre Liebe wirklich aus, um diese zwei so unterschiedlichen Welten zu vereinen, oder ziehen die Abgründe ihrer Herkunft sie am Ende doch in die Tiefe?
Was ich an diesem Abschluss so unfassbar genossen habe, ist, dass es sich angefühlt hat, als würde man alte Freunde wiedertreffen. Mona Kasten hat es geschafft, dass sich Maxton Hall wie ein Zuhause anfühlt. Besonders toll fand ich, dass auch die Nebencharaktere wieder so viel Raum bekommen haben. Die ganze Clique ist mir so ans Herz gewachsen und ihre Entwicklungen machen das Buch erst so richtig rund. Die Chemie zwischen Ruby und James ist hier auf einem ganz neuen Level von Vertrauen und Intensität, ohne dass es ständig unnötiges, künstliches Drama braucht. Es geht einfach um echte, tiefe Emotionen und den Mut, für das eigene Glück zu kämpfen.
Ein kleiner Wermutstropfen war für mich nur, dass es eben der letzte Band ist, ich wollte James und Ruby einfach nicht gehen lassen. Aber das Ende führt alles so wunderschön und stimmig zusammen, dass man das Buch mit einem Lächeln und einer kleinen Träne im Auge schließt.
Mein Fazit: Ein absolut toller Abschluss und ein riesiges Highlight! Wer die Reihe liebt, wird dieses Buch vergöttern. Es ist ein emotionales Kraftpaket und ein absolutes Must-Read für jeden Romance-Fan. Ich bin jetzt offiziell bereit für die neue Staffel, auch wenn mein Herz Maxton Hall jetzt schon schrecklich vermisst.
- Michael Ende
Die unendliche Geschichte
(7.069)Aktuelle Rezension von: Hari_T_Klar 😊 Hier ist die Rezension mit einem passenden Titel:
🌟 Eine Reise in die Welt der Fantasie – Rezension zu Die unendliche Geschichte
Die unendliche Geschichte von Michael Ende ist ein faszinierender Fantasy-Roman, der Leser jeden Alters in eine magische Welt voller Abenteuer und tiefgründiger Botschaften entführt. Im Mittelpunkt steht der schüchterne Junge Bastian Balthasar Bux, der ein geheimnisvolles Buch entdeckt und schließlich selbst Teil der Geschichte wird.
Besonders beeindruckend ist die fantasievolle Welt Phantásien, die mit außergewöhnlicher Kreativität beschrieben wird. Figuren wie Atréju oder der Glücksdrache Fuchur bleiben lange im Gedächtnis. Gleichzeitig behandelt das Buch wichtige Themen wie Mut, Selbstvertrauen und die Kraft der Fantasie.
Ein zentrales Motiv ist das „Nichts“, das die Fantasiewelt bedroht. Es kann als Symbol für den Verlust von Fantasie und Hoffnung in der realen Welt verstanden werden und gibt der Geschichte eine tiefere Bedeutung.
Der Schreibstil ist lebendig und bildhaft, sodass man sich leicht in die Handlung hineinversetzen kann. Besonders originell ist die Idee, dass Leser und Geschichte miteinander verschmelzen – das macht das Buch einzigartig.
Insgesamt ist Die unendliche Geschichte ein zeitloses Werk, das nicht nur spannend ist, sondern auch zum nachdenken anregt.
- Cassandra Clare
City of Fallen Angels
(3.027)Aktuelle Rezension von: ShameCity of fallen Angels ist der 4. Band der Chroniken der Unterwelt und wie immer war das Buch gut geschrieben und spannend.
In diesem Buch wird sehr viel über Simon geschrieben, was mich ein bisschen genervt hat aber es hatte auch spannende und romantische Passagen, die mir sehr gut gefallen haben.
Besonders in Passagen wo Jace und Clary zusammen waren gab es sehr romantische und schöne Dialoge zwischen den beiden.
Jace wird von Albträumen geplagt und versucht Clary aus dem Weg zu gehn aus Angst sie zu verletzen und trotzdem spürt man die unendliche und tiefe Liebe zwischen den beiden, was sehr schön zu lesen ist.
Mir. hat auch die Passage mit Lilith, der Dämonenfürstin gut gefallen weil es sehr spannend war.
Dieses Buch hat mir viel Spass gemacht zu lesen sowie seine 3 Vorgänger auch und deshalb gebe ich 4 Sterne und bin schon gespannt auf die 2 nächsten Bände...
- Kerstin Gier
Silber - Das zweite Buch der Träume
(4.656)Aktuelle Rezension von: Aditu_in_WonderlandLiv schwebt auf Wolke 7. Endlich kommt sie dazu, ihr Liebesglück mit Henry vollumfänglich zu genießen. Der Dämon ist besiegt, Annabel dort, wo sie hingehört und alle sind gesund und glücklich. Doch schon bald erscheinen neue graue Wolken am Horizont und auch der Tittle-Tattle-Blog macht dieses Mal keinen Halt vor Liv.
Und dann ist da noch Henry, der seine Geheimnisse hütet wie seinen Augapfel.Band 2 fängt ähnlich unspektakulär an, wie der erste Band, doch nimmt dann relativ schnell Fahrt auf und die Spannung nimmt kontinuierlich zu. Wir lernen neue Gefahren, Gefährten und Gegner kennen und tauchen relativ schnell tiefer in die Welt der Traumtüren und -korridore ein.
Und auch dieser Band endet wieder mit einem kleinen Cliffhanger, bzw. im Gegensatz zu Band 1 merkt man hier deutlich, dass die Story noch nicht auserzählt ist und da noch einiges kommen muss.
Kerstin Gier schafft es einfach immer wieder mühelos, uns in ihre Welt zu entführen und uns auch in den Kopf einer sechzehnjährigen authentisch mitzunehmen.
Normalerweise ist Young Adult nicht ganz mein Genre, weil ich mich dafür oft einfach schon zu alt halte und die erste große Liebe doch schon einige Jährchen in der Vergangenheit liegt, aber eine kleine Erinnerungsauffrischung dann und wann tut uns allen gut.
Wie auch schon im ersten Teil verwandelt die lebhafte Stimme von Simona Pahl das Hörerlebnis in ein spannendes Abenteuer, bei dem wir uns entspannt zurücklehnen und lauschen können.
- Erin Morgenstern
Der Nachtzirkus
(1.078)Aktuelle Rezension von: Daniel_RogerDer Nachtzirkus hat für mich viele faszinierende Figuren, aber mein Lieblingscharakter ist der Uhrenmacher. Er steht nicht ständig im Mittelpunkt, und genau das macht ihn für mich so besonders. Für mich ist er das Herz der ganzen Geschichte. Man spürt seine Präsenz auch dann, wenn er gerade nicht auf der Seite ist. Seine Arbeit, seine Geduld und seine leise Art geben dem Zirkus etwas Warmes und Menschliches. Und wenn dieses Herz aufhört zu schlagen, merkt man erst, wie sehr alles davon abhängt. Dann braucht es ein neues Herz, damit die Geschichte weiterleben kann. Genau dieser Gedanke hat mich tief berührt.
- John Strelecky
Das Café am Rande der Welt
(1.295)Aktuelle Rezension von: mattderMan siehst in Café und danke über das Leben nach und die Geschichten die es Schreibt. Sehr nachdenklich und reget zum nachdenken an. Aber ein bis sich mehr Spannung hätte den Buch gut getanzten. Trotzdem gut zu lesen. Für den kleine kleinen Lesehunger Wichterich gut geeinigt. Lesen oder Lassen. Das Buch.
- Christopher Paolini
Eragon. Das Vermächtnis der Drachenreiter.
(3.064)Aktuelle Rezension von: hackenohDer erste Band der Reihe hat für mich etwas ganz Besonderes. Christopher Paolini erschafft eine klassische Fantasywelt mit Drachen, Magie und einer großen Prophezeiung, schafft es aber gleichzeitig, der Geschichte eine eigene Atmosphäre zu geben. Gerade die Beziehung zwischen Eragon und Saphira trägt den Roman und macht viele Szenen sehr emotional.
Natürlich merkt man stellenweise, dass der Autor beim Schreiben noch sehr jung war. Einige Motive erinnern stark an bekannte Fantasyklassiker. Trotzdem funktioniert die Geschichte erstaunlich gut, weil sie mit viel Begeisterung und Liebe zum Detail erzählt wird.
Für mich ist „Eragon“ ein würdiger Einstieg in eine der bekanntesten Fantasyreihen der letzten Jahrzehnte und ein Buch, das viele Leser überhaupt erst für epische Fantasy begeistert hat.
- Sarah Sprinz
Dunbridge Academy - Anywhere
(1.139)Aktuelle Rezension von: booklovingsandy⭐️ 4,5
Von „Dunbridge Academy“ hatte ich schon viel gehört: Klar, ein schottisches Internat übt einfach eine ganz besondere Faszination aus. Also wollte ich der Reihe unbedingt eine Chance geben und kurz gesagt: Es hat sich definitiv gelohnt.
Der Schreibstil ist angenehm leicht und zugänglich, sodass ich schnell in die Geschichte hineingefunden habe. Nach dem Einstieg war ich zunächst noch etwas unsicher, ob mich die Story wirklich packen kann. Waren mir die Charaktere nicht vielleicht doch zu jung geschrieben? Doch Emmas Entwicklung an ihrer neuen Schule sowie die Story rund um ihren Vater haben mich neugierig gemacht und ich bin drangeblieben. Zum Glück, denn schnell wurde mir klar: Die Geschichte ist DOCH mein Ding.
Das Setting rund um das Internat ist einfach großartig – wer hätte nicht gern selbst dort seine Schulzeit verbracht?
Besonders beeindruckt hat mich aber Emma. Trotz all der Enttäuschungen, die sie in ihrem Leben erlebt hat, bleibt sie eine warmherzige, loyale und unterstützende Person. Von ihr kann man sich wirklich eine Scheibe abschneiden. Henry hingegen ist klug, ehrgeizig und wirkt zunächst wie jemand, dem alles im Leben zufliegt. Zumindest, bis auch er mit unerwarteten Herausforderungen konfrontiert wird.
Durch die beiden und ihre Entwicklung wird die Geschichte sehr emotional und gefühlvoll erzählt. Ab einem bestimmten Punkt hat sie mich einfach mitgerissen. Die Autorin schafft es, echte Emotionen zu vermitteln und zum Nachdenken anzuregen.
Für mich ist dieser Auftakt eine gelungene Friends-to-Lovers-Geschichte im Young-/New-Adult-Bereich, die weit über eine typische Liebesgeschichte hinausgeht und auch tiefere Themen anspricht.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die Lust auf eine atmosphärische Internatsgeschichte haben!
- Paulo Coelho
Der Alchimist
(2.165)Aktuelle Rezension von: culejuleMuss ich zu diesem Weltbestseller eigentlich noch viel sagen? „Late to the party“ trifft es gut – aber nun habe ich ihn endlich gelesen.
Der andalusische Hirte Santiago hat einen wiederkehrenden Traum: Am Fuß der Pyramiden soll ein Schatz auf ihn warten. Die Frage, die sein Leben verändert, lautet: Altes hinter sich lassen oder dem Ruf des Unbekannten folgen? Santiago entscheidet sich für den Aufbruch. Seine Reise führt ihn über die Souks von Tanger bis nach Ägypten. Unterwegs begegnet er Menschen, die ihm helfen – und solchen, die es nicht gut mit ihm meinen. Er lernt, was es heißt, dem eigenen Weg zu vertrauen, und entdeckt in der Stille der Wüste nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst.
Es ist ein zutiefst philosophischer Roman, der mir ein zauberhaftes Leseerlebnis beschert hat. Themen wie Schicksal, Lebenssinn und persönliche Bestimmung ziehen sich durch jede Seite.
Man kann sicher darüber diskutieren, ob der Roman diese großen Fragen eher oberflächlich oder sehr zugänglich behandelt. Für mich hat der Autor jedoch einen Nerv der Zeit getroffen und eine Geschichte geschaffen, die viele Menschen berührt – und das seit Jahrzehnten.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
- Mariana Leky
Was man von hier aus sehen kann
(979)Aktuelle Rezension von: AnirahMariana Lekys Roman ist wie ein modernes Märchen für Erwachsene – voller schräger Charaktere, dörflicher Idylle und einer Prise magischem Realismus. Die Geschichte rund um Selma, die den Tod eines Dorfbewohners voraussieht, sobald sie von einem Okapi träumt, ist sprachlich wunderschön und mit viel Feingefühl für das Zwischenmenschliche erzählt.
Was mir gefallen hat:
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Der Schreibstil: Leky findet Bilder und Vergleiche, die man so noch nie gelesen hat. Man fliegt förmlich durch die Seiten.
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Die Atmosphäre: Das Dorf Westerwald wird so lebendig beschrieben, dass man sich sofort als Teil dieser kauzigen Gemeinschaft fühlt.
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Die Charaktere: Besonders der Optiker und seine unterdrückten Gefühle sind herzzerreißend und wunderbar beobachtet.
Kritikpunkte: Obwohl die einzelnen Szenen glänzen und die Melancholie des Buches sehr einnehmend ist, fehlte mir am Ende der rote Faden, der alles zu einem bedeutsamen Ganzen verknüpft. Viele Handlungsstränge bleiben eher anekdotisch, und manche philosophischen Ansätze wirken zwar charmant, gehen aber nicht wirklich in die Tiefe.
Fazit:
Es ist mitreißend zu lesen, aber leider kommt dabei nichts Großes dabei heraus. Ein schönes Buch für zwischendurch, das durch seine Sprache besticht, mich aber emotional nicht so nachhaltig bewegt hat, wie ich es bei der Grundidee erwartet hätte.
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- Haruki Murakami
Kafka am Strand
(1.116)Aktuelle Rezension von: entspanntesLesenKafka Tamura verlässt Nakano und macht sich auf den Weg über die große Brücke. Er lässt zurück seinen Vater, mit Sack und Pack, hofft Abstand zu gewinnen und vielleicht seine Mutter und Schwester irgendwo da draußen zu finden. Währenddessen passieren in Nakano und rundherum surreale Dinge - mittendrin Nakata, ein Sechzigjähriger, der mit Katzen sprechen kann und anders denkt.
Meine Meinung:
Murakami erbaut Welten, die nebeneinander existieren. Ich kannte seinen Stil schon durch das zuletzt erschienene Buch "Die Stadt und ihre ungewisse Mauer".
Das Buch arbeitet tief mit Symbolik, erklärt nicht und lässt Zugang über die Gefühle des Lesers selbst.
Da Murakami zu fließend erzählt, entsteht dieser meditative Sog - ohne laut zu sein und Effekte zu provozieren.
Die Kapitel wechseln ab, es gibt 2 Wege und verschiedene Konstellationen, welche sich zum Teil spiegeln. Zu einem ist da der 15 jährige Kafka, Oshima als Leitfigur und Saeki, die Bibliotheksleiterin. Zum anderen Nakata auf seinem Weg mit Hoshino, um etwas zu tun, wofür es keine Zeit und keinen konkreten Rahmen gibt.
Der Roman war eine Wucht für mich und bewegte mich, weitere Murakami Romane auf meine Leseliste zu setzen.
Es kann bewegen, spiegeln, zeigen oder einfach eine Geschichte sein, die magisch anhaftet.
- Julia Dippel
Izara - Das ewige Feuer
(1.230)Aktuelle Rezension von: Leni_Melia_EbertDas Buch ist toll. Die Geschichte war am Anfang noch recht simpel doch dann wurde sie nach dem Treffen der beiden Hauptpersonen sehr spannend. An manche Stellen war es sehr herzzerreißend und gleichzeitig konnte man nicht genug bekommen. Am Ende war ich traurig das Aaron für ein paar Bücher nicht mehr dabei war trotzdem hätte ich nichts an dem Buch geändert.
- Jennifer Benkau
One True Queen: Von Sternen gekrönt
(871)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerOne True Queen – Von Sternen gekrönt hat mich emotional komplett abgeholt. Die Welt, in die Mailin hineingezogen wird, wirkt gleichzeitig wunderschön und brutal, und gerade diese Mischung macht die Geschichte so fesselnd. Besonders berührt hat mich, wie stark Mailin trotz ihrer Angst bleibt und wie sehr sie für die Menschen kämpft, die ihr wichtig werden. Man spürt in jeder Szene, wie viel Herz in dieser Geschichte steckt.
Auch der besondere Schreibstil von Jennifer Benkau lässt einen tief in die Emotionen der Figuren eintauchen, ohne kitschig zu wirken. Das Buch ist nicht einfach nur Fantasy – es erzählt von Mut, Verlust, Verantwortung und der Suche nach sich selbst. Für mich war es eine berührende Reise, die mir noch lange nach dem Lesen im Kopf geblieben ist.❤️❤️ - Ayla Dade
Like Snow We Fall
(851)Aktuelle Rezension von: sbalunziaEs ist ein schönes, winterliches Buch mit viel Atmosphäre für kalte Tage unter einer Kuscheldecke mit heißem Kakao.
Paisley ist eine Kämpferin und Knox ein typischer Bad Boy. Ich mochte die Dynamik zwischen den beiden, auch wenn anhand der Kommunikation mir schon aufflied, dass das Buch für eine etwas jüngere Zielgruppe gedacht ist.
Ich brauchte relativ lange, bis mich die Geschichte packte. Für mich fühlte sich alles etwas langatmig an. Erst ab dem Punkt, wo sich Paisley in Aspen zurechtfand und die meisten Figuren eingeführt waren, fand ich es sehr spannend, wie sich die Dynamiken zwischen den verschiedenen Charakteren entwickelten. Besonders gut fand ich Situationen, bei denen Paisley die Handlungen von anderen hinterfragte und auch teilweise offen ansprach, dass gewisse Personen schwerwiegende Probleme zu haben scheinen. Das zeigte mir, das sie emotional sehr weit ist dies bei anderen zu erkennen. Bei sich selbst hatte sie dabei aber z.T. etwas mehr mühe.
Das Ende fand ich gut. Es werden alle Fragen gelüftet und es fühlte sich organisch an, auch wenn sich alles sehr schnell entwickelte. Lange wusste ich nicht, was ich von dem Buch und der Reihe hallten sollte. Jetzt bin ich aber schon gespannt auf den zweiten Band.
- Milan Kundera
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
(1.172)Aktuelle Rezension von: VeeziIch habe das Buch a) wegen dem Buchclub und b) wegen der "99 Bücher, die man gelesen haben muss" Challenge gelesen. Aber warum dieses Buch dazu zählt, habe ich keine Ahnung. Tomas und Theresa, Franz und Sabine sind alles Charaktere, die schwer zu ertragen sind. Tomas und Theresa sind in einer absolut toxischen Beziehung, Sabina treibt es gefühlt nur mit verheirateten Männern und Franz, als Professor, iwie total naiv. Kann ich gar nicht anders beschreiben. Knapp 300 Seiten und ich möchte einfach nicht mehr drüber nachdenken. Die wichtigen Themen, wie die Kommunistische Zeit von Russland über Polen und Tschechien kommt für meinen Geschmack viel zu Wenig zur Geltung. Stattdessen drehen wir uns um die Beziehungen der zwei Paare (die auch miteinander verknüpft sind) immerzu im Kreis.
- Kami Garcia
Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe
(1.046)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenEthan lebt seit seiner Geburt im kleinen Örtchen Gatlin, wo es kein Kino gibt und die besten Bücher verboten sind. Es gibt nur einen Laden und die Kirche ist so ziemlich das Größte für die Damen der Gesellschaft. Nie gibt es was aufregendes, bis Ethan in die Elfte kommt. Die neue Schülerin Lena ist das Schulgespräch. Doch nicht im positiven Sinne, denn alle haben es auf die abgesehen, schließlich wohnt sie beim alten Ravenwood. Dem Unikum der Stadt und außerdem wohnt er in Gruselhaus am Rand des Ortes. Ethan jedoch verliebt sich sofort in Lena, schließlich ist sie das Mädchen aus seinen Träumen. Als dann auch noch seltsame Dinge geschehen versucht Ethan hinter Lenas Geheimnis zu kommen.
Unsere Hauptperson in diesem Buch ist Ethan, aber eigentlich geht es um Lena, die Neue in der Stadt. Die Nichte vom verschrobenen Ravenwood. Ethan ist ein junger Mann mit Charakter und einer klaren Meinung. Er gibt nicht viel auf andere und denkt selbstständig ohne sich dem Gruppenzwang anzuschließen. Seine Hormone spielen jedoch auch klar verrückt. So ist er bereits seit Sekunde eins in Lena verliebt und das nur, weil sie ihm in seinen Träumen bereits erschienen ist. Eigentlich ziemlich seltsam so jemanden direkt zu lieben, ohne die Person zu kennen, doch das soll wahrscheinlich die besondere Verbindung zwischen den beiden darstellen. Dahingehend ist er auch erschreckend naiv, wurde er doch von einer sehr klugen Frau (oder auch drei) aufgezogen. Der Verlust seiner Mutter und die Abwesenheit seines Vaters haben ihn erwachsen werden lassen, doch sobald es Lena betrifft, fällt er in den Strudel der Hormone zurück und denkt zu wenig nach. Bezüglich aller magischen Themen ist er auch seltsam offen und unerschrocken. Er stellt seine Welt nicht in Frage, als er von der Castergesellschaft erfährt, da regt er sich mehr über die Bibliothek auf. Er nimmt alles hin und hat einzig eine Meinung zu der Berufung von Lena. Gefühlt interessiert ihn alles weitere jedoch auch nicht.
Dann ist da Lena, das Castermädchen, welches Angst vor ihrer Berufung hat. Ich habe mich ehrlich schwer mit ihr getan. Sie ist von Anfang an relativ abweisend und auch ihre Gefühle für Ethan drückt sie wenn dann eher noch auf ihre unerklärliche telepatischen Kommunikationsweise aus. Sonst wirkt sie abweisend, eigenbrötlerisch und kalt. Außerdem benimmt sie sich manchmal kontrovers, was mich weiter wenig für sie begeistern konnte. So will sie sich eigentlich aus alles raus halten, um nicht in den Fokus von den Mädels der Schule zu geraten oder generell Aufstehen zu erregen und dann will sie doch auf den Schulball. Sie will nicht mit Ethan zusammen sein, um niemanden in Gefahr zu bringen, als allerletzten ihn und dann ruft sie ihn, um nicht alleine zu sein, obwohl sie weiß, dass es gefährlich für ihn wird, weshalb sie sich dann wieder die Schuld gibt. Das hat schon genervt. Die von ihr selbst geschaffene Distanz war nicht nur für Ethan ein anstrengender Punkt. Schließlich ging es ja das ganze Buch lang nur um sie. Einzig ihre Ironie hat mich stellenweise begeistert.
Die anderen Buchcharaktere waren praktisch ein Alles oder Nichts. Entweder lasch und grau oder so übertrieben dargestellt, dass man sich gefragt hat, ob die Personen nicht besser in Therapie gehen sollten. Anstrengend und nicht angenehm. Einzig Onkel Macon hat mir irgendwie gefallen, doch auch er hätte gerne mehr Futter bekommen können.
Die Handlung ist an sich ganz gut. Es gibt Höhen und Tiefen, an manchen Stellen hätte es meiner Meinung nach gerne kürzer gehalten werden können. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden steht auch offensichtlich im Vordergrund, obwohl es echt lange braucht, bis wir uns mal in einer richtigen Beziehung der beiden befinden. Vielleicht für einen Teenager-Roman auch in Ordnung, für mich war es definitiv zu lang mit zu wenig Inhalt. Auch hinsichtlich der Castergesellschaft hätten man so viel mehr Input bekommen können. Wenn man davon erfährt ist es wirklich kaum mit Informationen gespickt und im Verlaufe des Buches bekommt man nur weniger Brocken geliefert. Zum Ende hin und gerade am solchen war es dann wie eine Bombe, die Chaos bringt. Die Informationen kamen, aber wenig geordnet und es gab keine richtigen Erklärungen oder Zeit zum Verdauen, da hätte ich mir das Buch über einfach mehr gewünscht.
Der Schreibstil ist frisch und jugendlich. Man pflügt durch die Seiten, wenn man zumindest allein den Schreibstil betrachtet.
Insgesamt ist der Auftakt der Reihe ganz nett. Allerdings waren mir zu wenig Fantasy-Aspekte darin, bis auf die ganzen Wetterumschwünge, davon hatten wir wirklich mehr als genug. Zu viel Herumgedruckse im Liebesteil und zu viel Hinnehmen beim Übernatürlichen. Zu wenig Informationen auch bei Hintergrundinformationen und zu viele Seiten ohne Inhalt. Dennoch gut zu lesen, aber ich werde die Folgebände eher nicht auf meine Leseliste packen 🔮
- Maggie Stiefvater
Wen der Rabe ruft
(1.202)Aktuelle Rezension von: lesezeitmitmamaJedes Jahr am 24.April fahren Blue Sargent und ihre Mutter zu einer abgelegenen Kirche und sehen die Geister derer, die im kommenden Jahr sterben werden. Blue, die keine hellseherischen Fähigkeiten besitzt, sieht zum ersten Mal einen Geist. Einen Jungen names Gansey. Was das zu bedeuten hat? Entweder ist sie für seinen Tod verantwortlich oder er ist ihre wahre Liebe…
„Wen der Rabe ruft“ ist der Auftakt einer Reihe, die bereits abgeschlossen ist. Das Buch lässt sich keinen bestimmten Genre zuordnen. Es ist von allem etwas aber nichts Ganzes. Der Schreibstil von Meggie Stiefvater ist gut aber sticht nicht besonders hervor. Die Geschichte konnte mich in keinerlei Hinsicht überzeugen – es zieht sich kein roter Faden durch die Handlung und die meiste Zeit passiert wenig bis gar nichts. Meggie Stiefvater hat versucht den Charakteren Leben einzuhauchen aber es ist ihr einfach nicht gelungen. Man erfährt zwar mehr über die einzelnen Personen jedoch driftet sie dabei derart ab, dass es nichts mehr mit den eigentlichen Erzählstrang zu tun hat. Die im Klappentext angepriesene Liebesgeschichte existiert nicht (oder noch nicht?). Alles in allem ein sehr schwacher erster Band, der keine Lust macht die Reihe fortzusetzen.
Mich hat der Rabe bestimmt nicht gerufen und ist an mir vorbeigeflogen…
- Lori Nelson Spielman
Morgen kommt ein neuer Himmel
(2.585)Aktuelle Rezension von: Jasminchen__s_WeltEine Familiengeschichte die mich so in den Bann gezogen hat, als wäre ich dabei gewesen. Obwohl es schon länger her ist seitdem ich das Buch gelesen habe, ist mir Vieles in Erinnerung geblieben. Es geht um eine Junge Frau, die als junges Mädchen ihre Träume aufschrieb und diese als Erwachsene Frau (nicht ganz freiwillig) wieder vor Augen hat. Als Leserin habe ich Höhen und Tiefen mit den Hauptcharakteren erlebt, die Gefühle und Erlebnisse sind so lebendig beschrieben, dass mir die Geschichte mit all ihren Figuren und Wendungen sehr ans Herz gewachsen ist.
- J. D. Salinger
Lektüre Kopiervorlagen: Jerome D. Salinger, Der Fänger im Roggen / Catcher in the Rye
(1.567)Aktuelle Rezension von: Trishen77"Sie hatte eine angenehme Stimme. Vor allem für Telefongespräche geeignet. Sie hätte immer ein gottverdammtes Telefon mit sich herumtragen sollen."
Seit ich auf Amazon.de Rezensionen schreibe, habe ich mich immer bemüht alle Kritikpunkte und Ansätze zu einem Buch in meine Besprechungen mit einfließen zu lassen. Nicht um mich lieb Kind zu machen, sondern weil die Summe aller Meinungen der Spiegel eines jeden Buches ist, ob sie nun zutreffen oder nicht.
Bei jedem Buch, das der amerikanische Schriftsteller J.D. Salinger geschrieben hat (es sind genau 4), fällt mir diese Taktik jedoch sehr schwer. Ich liebe seine Bücher und doch möchte ich nicht ausschließen, dass sie für manche eine eher unbeeindruckende Erfahrung darstellen können, auch wenn ich jedem ans Herz legen möchte, sie zu lesen. Mich haben diese Bücher verändert. Ich kann sie immer wieder lesen, ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert und gepackt, gehe immer wieder durch diese Prosa, die ganz ohne Manierismen und fast ohne Sorgfalt auskommt, mit einem Gefühl, als wäre alles, was dort geschrieben steht, ein Geschehen irgendwo zwischen Leben und Kunst, eine nahe und doch zugleich sehr literarische Erfahrung. Auf der Höhe der Literatur und doch in vielen Untiefen.
Der Fänger im Roggen ist nun ein ganz besonderes Werk und ich weiß nicht, ob ich es hinkriege, darüber etwas Gescheites zu schreiben. Ich bin mal wieder, nach der 4ten Lektüre, überrascht, wie schnell dieser Roman doch vorbeigeht und wie viel (in den Zwischenräumen) und zugleich wenig (an der Oberfläche) darin passiert. Doch am meisten hat mich wieder einmal die unglaubliche Nähe, die Aufrichtigkeit und Authentizität, die Empathie und der plötzliche Witz dieses Buches begeistert. Ich frage mich wie immer: Wer traut sich wirklich, so ein Buch zu schreiben, wie "Catcher in the rye" eines ist? So wahr und doch (oder deswegen) so gegen den Strom.
Eine Bekannte, der ich das Buch zu Lesen gab, meinte Holden wäre ein Außenseiter, ein Verrückter gar, ein Nihilist, ein Abgedrehter. Ich bin nicht der Ansicht. Ich glaube Holden geht einfach an der Welt kaputt (und ist nebenbei sehr viel gesünder als die meisten von uns). Aber er geht eben nicht spektakulär kaputt. Überhaupt ist nichts in diesem Buch spektakulär, äußerlich. Es ist alles ganz einfach - und doch so kompliziert. Und Salinger schafft es, dies auf den Punkt zu bringen - er hat ein wundervolles Buch darüber geschrieben, mit einer der besten, in seinen Empfindungen wirklich nachzuempfindenden Figur, die je auf den Leser losgelassen wurde. Wer glaubt, dass Kunst nicht das Leben abbilden könne, weil sie idealisiert, trickst, glättet, der sollte den Fänger im Roggen lesen.
"Aber wenn man am Leben bleiben will, muss man eben dieses Zeug mitmachen."
Ein Buch das sagt: Take it or leave it und das doch im Geheimen weiß: So einfach ist es nicht. Viele Leute sehen in Holden gerne einen klassischen Antihelden (aber Held und Antiheld sind Konstruktionen der Kunst und damit wird man Holden nicht gerecht) oder einen sehr sprunghaften, sonderbaren Kerl. Aber werden wir nicht alle von denselben Dingen wie er umgetrieben? Spontane Abneigung, Verlorenheit, Daseinsjammer und oft dieses Gefühl der Oberflächlichkeit, als hätte man sich in einer Welt der Schemata und Konventionen verlaufen, aus denen stets nur das immer gleiche, beschränkte erwächst – wo man selbst doch nur ein bisschen etwas Wahres haben will? Salinger hat sich getraut diese Emotionen und Ideen am Beispiel eines Heranwachsenden wunderbar zu durchleuchten, das ganze Problem, mit der Welt klarzukommen, mit den Menschen, die alle so verschieden sind und die doch alle in einer Gleichung zusammenkommen sollen, die man Zusammenleben nennt.
Und doch ist Der Fänger im Roggen kein Manifest, keine psychologische Studie und Holden ist kein Ankläger, keine Thomas Bernhard Figur, keiner, der es sich in seiner Opposition leicht macht. Nein, auch er sucht nur seinen Platz in dem Ganzen und hält sich selbst für reichlich schwierig. Dabei zeigt sich gerade an seinem Beispiel, wie schwierig es ist, man selbst zu sein, wenn dieses selbst sich fast nirgendwo mit der Umwelt deckt und sich nicht in eine maßgeschneiderte Existenz begeben will.
Dies alles und noch mehr, verteilt und oft unscheinbar, steckt in diesem Buch.
Mancher mag meinen, es sei ein bloßer Kniff aus Stilmitteln und Vulgärsprache, wie Salinger Holden reden lässt und das sei das ganze Revolutionäre an diesem Buch. Weit gefehlt - weiter geht kaum mehr. Wer den Fänger im Roggen auf diese Dinge festmacht, wird ein großartiges Buch versäumen. Denn all diese sprachlichen Kleinigkeiten - wenn man genau hinhört, nachfühlt, sind es Signale der Seele, wie auch wir selbst sie für einen Moment oft spüren. Dinge, die einen umhauen. Die einen wütend machen. Die einen abrutschen lassen in eine plötzlich Melancholie oder Abgewandtheit. Die einen euphorisch machen oder einen irgendwie seltsam beruhigen oder gar glücklich machen. Dinge, die uns eben umtreiben, weil wir in einer Welt leben, die ständig mit uns kommuniziert und unser Selbst auch ausmacht. All das hat Salinger seiner Figur eingegeben und wenn man dies beim Lesen bedenkt, ist es wahrlich umwerfend, das er dieses Buch überhaupt geschrieben hat. Vor allem, dass er es geschrieben hat, ohne es zu kommentieren, ohne in irgendeiner Weise in Rhetorik oder Abhandlung oder Essayistik zu verfallen.
Bei allem was ich sage, möchte ich dennoch nicht verhehlen, dass dieses Buch kein Wegweiser ist oder eine wirkliche Philosophie vertritt. Holden ist nicht Salinger und selbst wenn, dann ist Holden kein Prophet. Er ist ein Mensch, ein Teenager, wie tausend andere und er spricht mit der Stimme eines solchen und nur damit. Und das, diese einfache Tatsache, macht dieses Buch letztlich (und allein schon) so lesenswert. Nichts türmt sich darüber auf, keine unterschwellige philosophische Strömung hat dieses Werk aufgeschüttet. Es ist ein Werk, das einfach erzählen will, wie das so ist, das Problem mit dem Leben, mit der Schule, mit den Mädchen, mit der Freude, mit der Liebe, mit der Angst, mit dem Glück. Man kann Salinger nur dankbar sein, dass er es geschrieben hat. Für mich und vielleicht nur für mich, ist der Fänger im Roggen eines der schönsten und eindrucksvollsten Werke, die je zwischen zwei Buchdeckeln veröffentlicht wurden. So konzentrierte Erzählkunst und doch ist es ist kein großer, erlesener Roman - es ist viel mehr als das, viel näher am Leben. Es ist Literatur, im besten Sinne.
Zuletzt zur Übersetzung: Übersetzungen sind immer so eine Sache. Ich glaube nicht, dass man Den Fänger im Roggen im Original lesen muss, auch wenn das wiederum eine ganz besondere Erfahrung ist. Die neue Übersetzung von Schönfeld finde ich auch okay, wobei mir die von Böll besser gefällt, wenn sie auch anfangs etwas verstellt wirkt. Aber in dieser Übersetzung habe ich mehr das Gefühl, dass das Werk wirklich in die deutsche Sprache übersetzt wurde und ihren Ansprüchen, ihrer Art gerecht wurde, während Schönfelds Übersetzung mehr ein Versuch ist, die Legerheit und Eigenheit der englischen Version auch im Deutschen erreichbar zu machen (aber es ist nun mal das Problem, dass diese Art im Englischen total gut kommt, mit ihrer Knappheit etc., aber im Deutschen etwas zu BAM-mäßig klingt). Sind eben zwei Konzepte, die man beide nicht aburteilen sollte.























