Bücher mit dem Tag "tragikkomödie"

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25 Bücher

  1. Cover des Buches Der Besuch der alten Dame (ISBN: 3257230451)
    Friedrich Dürrenmatt

    Der Besuch der alten Dame

     (1.753)
    Aktuelle Rezension von: buecherlesenundleben

    Ich habe das Buch gelesen, weil wir es als Klassenlektüre begonnen haben. Die Schreibweise war sehr interessant. Man konnte in die Sätze der Figuren hineininterpretieren was man wollte. Es lohnt sich sicher das Buch einmal gelesen zu haben. 

  2. Cover des Buches Die Physiker (ISBN: 9783257208375)
    Friedrich Dürrenmatt

    Die Physiker

     (3.775)
    Aktuelle Rezension von: Clari52

    Der Klassiker „die Physiker“ ist ein bekanntes Drama in zwei Akten, welches von drei Physikern erzählt, die in einer Irrenanstalt wohnen. 

    Sehr kurzweilig präsentiert sich das Stück mit sehr viel Witz und knappen Dialogen, die einen ab und an schmunzeln lassen. 

    Es lässt sich locker an einem Nachmittag lesen.

  3. Cover des Buches Zwanzig Zeilen Liebe (ISBN: 9783492309943)
    Rowan Coleman

    Zwanzig Zeilen Liebe

     (271)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Zwanzig Zeilen Liebe erzählt die Geschichte von Stella, Hugh, Hope und zahlreichen Menschen, die ihre letzten Zeilen und Worte zu Papier bringen können.

    Ich fand es war einfach nur ein süßes Buch. Es hat mich weder gefesselt, noch hat es mich gelangweilt. Es war eher einfach gemütlich zu lesen, genau perfekt für einen faulen Nachmittag, an dem man sich einfach ein wenig hängen lassen möchte.

    Die Idee dahinter hat mir sehr gefallen. Hier ging es nicht einfach um einen bevorstehenden Tod und den letzten Willen, den die Patienten erfüllt haben wollten, es ging darum, die eigene Seele zu entlasten und anderen Menschen das letzte, bedeutendste Geschenk zu machen, das man ihm bieten kann: die Wahrheit.


    Hugh und Stella haben mich sofort für sich einnehmen können, ich konnte mit beiden auf eine Art und Weise mitfühlen, die nur schwer zu beschreiben ist. Mit Hope dagegen habe ich mich ein wenig schwergetan. Ich glaube, in ihr hat einfach noch viel zu sehr ein Teenager gesteckt, der nie die Möglichkeit hatte, rauszukommen (was ja angesichts ihrer Krankheit auch verständlich ist, trotzdem konnte ich nicht so richtig mit ihr warm werden). 


    Allzu viel Spannung hat das Buch zwar nicht geboten, aber es zu lesen war trotzdem schön.

  4. Cover des Buches Der Allesforscher (ISBN: 9783492306324)
    Heinrich Steinfest

    Der Allesforscher

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Insider2199

    Ein Genre-Mix, der halb enttäuscht, wenn man das eine Genre nicht mag

    Der 1961 in Australien geborene, aber in Wien aufgewachsene österreichische Autor veröffentlichte 1995 seine ersten Romane – meist Krimis, Sci-Fi-Erzählungen oder Surreales. Bis Ende der 90er Jahre lebte er in Wien als freischaffender Autor, heute in Stuttgart als Maler und Schriftsteller. Für seine Romane erhielt er mehrmals den dt. Krimipreis (2./3. Platz) und landete 2014 mit „Der Allesforscher“ auf der Longlist des Dt. Buchpreises.

    Inhalt (Klappentext): Bademeister ist Sixten Braun erst auf dem zweiten Bildungsweg geworden. Dazu brauchte es zwei beinahe tödliche Unfälle, eine große Liebe und eine lieblose Ehe. Aber all das musste wohl sein, damit er werden konnte, was er werden sollte – nämlich der Vater eines ganz und gar fremden Kindes ...

    Meine Meinung: Nach all den anderen Steinfest-Büchern, die ich dieses Jahr lesen durfte, bleiben nun (neben „Das grüne Rollo“) 2 magische Leckerbissen übrig, auf die ich mich ganz besonders gefreut habe, v.a. weil dieser Roman ja auch 2014 auf der Longlist des dt. Buchpreises landete, was nicht immer ein Garant für Qualität darstellt, aber bei Steinfest-Büchern schon :)

    Ich habe im Vorfeld auch einige Rezis durchgelesen und der Grundtenor bei den Kritikern geht dahin, dass der Anfang ganz unterhaltsam und flott zu lesen sei, aber das Ende würde dann in Esoterik und Skurrilem verpuffen und ergebe keinen richtigen Sinn, fühle sich konstruiert an usw. Nun Eines kann ich dazu schon sagen: das sind vornehmlich die Leser, die leider mit dem Genre „magischer Realismus“ oder Surrealem in der Literatur nicht viel anfangen können. Im Nachwort erklärt Steinfest, dass er den Roman nicht an einem Stück geschrieben hat, und wenn man alle Steinfest-Bücher kennt, weiß man, dass sich Steinfest im Laufe seines Autorenlebens von realistischen Krimis zu eben magischem Realismus a la Murakami hinbewegt hat (siehe seine letzten Bücher, „Die Büglerin“ davon ausgenommen) und DAS ist eben einer der Gründe, wofür ich ihn liebe. Er hat also den Anfang zu einem früheren (Krimi-Zeitpunkt) geschrieben und das Ende später ergänzt.

    Daher war es bei mir genau umgekehrt: ich fand den Anfang eher etwas langweilig und mit dem zweiten Teil konnte der Autor bei mir wieder kräftig Punkte holen, denn hier wird es eben sehr surreal. Die große Spannung resultiert daher, dass man die ganze Zeit auf ein Zusammentreffen zweier Figuren wartet, hier wird man auch nicht enttäuscht, aber meine Erwartungen als Leser wurden dennoch nicht ganz erfüllt, weil eine bestimmte, sehr wichtige Sache nicht aufgelöst wird. Diese Sache ist zwar dem Leser bekannt, aber nicht den Figuren, und man möchte natürlich die Reaktion der Figuren miterleben.

    Fazit: Ein Roman, der sehr realistisch beginnt, dann aber in magischen Realismus übergeht; wer also seine Probleme mit dem Surrealen hat, sollte die Finger von diesem Roman lassen. Alle anderen werden nicht enttäuscht. Allerdings muss ich leider dennoch einen Stern abziehen, weil der erste Teil nicht zum Rest passen will, es ist, wenn man so will, ein Genre-Mix und man merkt es dem Roman an, dass seine beiden Teile zu unterschiedlichen Zeiten verfasst wurden. Dennoch sehr lesenswert!
  5. Cover des Buches Herr Mozart wacht auf (ISBN: 9783746626963)
    Eva Baronsky

    Herr Mozart wacht auf

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Novella_Romana

    Wie immer sehe ich von einer Inhaltsangabe ab, weil ich nach wie vor der Meinung bin, dass eine Rezension so etwas nicht braucht.

    Sowohl inhaltlich als auch sprachlich war ich von dieser Lektüre richtig gut unterhalten. Gut, es gibt einige konstruierte Passagen (speziell das Ende). Über die sehe ich aber zugunsten des hohen Unterhaltungswertes hinweg.

    Was so ein überraschendes Zeitreise- bzw. Wiedergängerdasein mit sich bringen könnte, wurde auf sehr humoristische Art dargeboten. Dabei hat die Autorin aber nicht auf eine liebevolle Darstellung der Figur von Mozart vergessen. Eindeutiges Lesevergnügen.

  6. Cover des Buches Das Hotel New Hampshire (ISBN: 9783937793092)
    John Irving

    Das Hotel New Hampshire

     (722)
    Aktuelle Rezension von: PeWe

    "Das Hotel New Hampshire" (1981) ist ein Roman von John Irving, der die skurrile und schräge Geschichte einer US-amerikanischen Familie im gesellschaftlichen und politischen Umfeld der 1940er bis 1960er Jahre erzählt.

    Zum Inhalt:
    Der Ich-Erzähler, John Berry, der mittlere von fünf Geschwistern, erzählt die Geschichte seiner Familie aus seiner Sicht. Die Familie macht einige schlimme Erfahrungen, erlebt Unglück und Tragödien, aber auch viel Liebe, Glück und Zusammenhalt. Es ist eine Geschichte des Wachsens, des Erwachsenwerdens und des Über-sich-Hinauswachsens. Und auch die Geschichte derer, die dabei verloren gehen.
    Dabei müssen sie sich nicht nur mit den eigenen sondern auch mit politischen und gesellschaftlichen Spannungsfeldern auseinandersetzen.
    Und bei all dem spielen eigensinnige Bären, Klasse-Hotels und Freud eine herausragende Rolle.

    Persönliche Einschätzung:
    Der Schreibstil ist insgesamt flüssig und gut lesbar mit teils ausgefeilten Formulierungen, aber gerade in der ersten Hälfte des Romans durchzogen von einer Masse an vulgären Begriffen und Schimpfwörtern sowie abgehackten Dialogen.
    Der Einstieg ist etwas schwierig, da die ersten Seiten überladen sind von Informationen zu den verschiedenen Personen und der Familiengeschichte. Später folgen einige langatmige Passagen ohne richtiges Geschehen. In der zweiten Hälfte des Romans ändert sich das völlig bis hin zu einem großartigen Schluss.
    Anfangs ist das schwer einzuordnen, später wird klar, dass sich Schreibstil und Dynamik der Geschichte mit den Personen mitentwickeln. Die stilistischen und inhaltlichen Extreme machen den Wachstumsprozess umso deutlicher.
    John Irving hat einen ganz eigenen, ausgefallenen Stil.

    Nachdem ich das Buch zu Beginn ganz in Ordnung fand, dann zur Mitte hin aufgeben wollte, gefiel es mir in der zweiten Hälfte von Seite zu Seite immer besser – ganz so wie sich eben alles in diesem Buch entwickelt.

    Fazit: Ein gutes Buch, lesenswert, aber stellenweise etwas zu vulgär und langatmig. (3,5 von 5 Sternen)

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    (1) Zitat aus dem Buch

  7. Cover des Buches About a Boy (ISBN: 9780140293456)
    Nick Hornby

    About a Boy

     (362)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Zum Inhalt:

    Kinder sind so ungefähr das letzte, was sich Will Freeman, 36 Jahre alt und überzeugter Single, wünscht. Er lebt gut und faul von den Tantiemen eines Weihnachtslieds, das sein Vater 1938 komponiert hat. Seine Tage verbringt er mit Nichtstun, und an den Abenden bemüht er sich zur Zerstreuung um junge, alleinerziehende, gutaussehende Mütter.Marcus hat mit seinen zwölf Jahren ganz andere Probleme. Seine Eltern sind getrennt, und seine Mutter hat die beängstigende Neigung, ständig in Tränen auszubrechen. In der Schule ist Marcus nicht zuletzt wegen seiner Kleidung, seines Haarschnitts und seines Musikgeschmacks ein Außenseiter. Zum Glück bringt ihn das Schicksal mit Will zusammen. Und was das Schicksal einem schenkt, das lässt man so schnell nicht wieder los…Nick Hornbys erfolgreichster Roman wurde verfilmt mit Hugh Grant, Toni Colette und Rachel Weisz. Der Film wurde – wie das Buch – ein riesiger Erfolg.


    Will hat alles, was er braucht, zumindest denkt er das. Er ruht sich auf einem Weihnachtslied aus, das sein Vater einst schrieb, welches er jedoch selbst nicht mehr hören kann und das ihn regelmäßig aus der Haut fahren lässt. Trotzdem lebt er in Saus und Braus und um sich Zerstreuung zu holen, trifft er sich oft mit allein stehenden Frauen, die er aber immer wieder schnell vor die Tür setzt, wenn sie ihm überdrüssig werden. Als ihm eines Tages Marcus in die Arme läuft, kommt dieser wie gerufen. Marcus ist zwölf Jahre und sehr unbeliebt an der Schule. Nicht nur, dass er das Gespött der ganzen Schule zu sein scheint, weil er anders ist, sich anders kleidet und sein Haarschnitt eben nicht cool ist. Auch seine verträumte Art und sein Musikgeschmack lässt ihn immer wieder zum Mobbingopfer werden. Hinzu kommt, dass er mit seine flippigen Mutter allein wohnt und diese seit einiger Zeit immer wieder in Tränen ausbricht. Als Marcus und Will sich begegnen kommt es zu einem Deal zwischen den beiden. Marcus darf bei Will abhängen und Marcus ist für Will das "Kind", als er sich in einer Sache mit einer alleinerziehenden Mutter verrennt, die ihn auch prompt mit zu einem Treffen einer Selbsthilfegruppe mitnimmt. Als Marcus Mutter versucht sich selbst umzubringen, ist es an Will, die Sache für Marcus zu regeln und ihn aufzufangen. Und dabei wackelt sein Lügengerüst ganz gewaltig.


    Ich habe das Buch auf Englisch und auf Deutsch gelesen und muss sagen, dass es mir in beiden Sprachen Spaß gemacht hat, wobei die englischen Witze noch besser rüber gekommen sind, als in der deutschen Version. Mein persönliches Highlight in dem Buch ist die Begegnung zwischen Will und Marcus sowie die Stelle, als Marcus die arme Ente mit einem ganzen Laib Brot zur Strecke bringt, als sie im Park unterwegs sind. Die Geschichte um Marcus ist wirklich herzallerliebst. Seine Öko-Mutter hat den armen kleinen Kerl so verschroben erzogen, dass er immer wieder als Mobbingopfer endet. Er hat gar keine Chance wirklich aus der ganzen Sache auszubrechen. Selbst als Will ihm coole Schuhe kauft, damit er mitreden kann, endet das Ganze in einem Fiasko. Denn die Schuhe werden geklaut und Marcus läuft im strömenden Regen barfuß nach Hause, was natürlich im Effekt eine heiden Diskussion mit sich führt. Auch zum Weihnachtsfest, dem Will beiwohnen darf, muss der Leser schmunzeln. Die Mutter und der Vater, beide Ökos, der Vater mit seiner neuen Freundin zu Besuch und Marcus bekommt Socken geschenkt, alle freuen sich. Friede, Freude, Eierkuchen  - Klischee erfüllt. Und dann ist da noch der Schulwettbewerb, bei dem Marcus gegen seinen Schulrivalen antreten will, musikalisch, singend, obwohl er das gar nicht wirklich kann. Es war herzallerliebst zu lesen, wie Will die Situation rettet.


    Empfehlen möchte ich das Buch allen, die etwas für zwischendurch suchen. Es ist für diejenigen, die humorvoll, aber auch dramatisch lesen möchten. Es geht um Menschen und zwischenmenschliche Beziehungen. Es ist kein großes Liebesdrama, es ist kein Abenteuer, sondern das pure Leben. Ich fands klasse.


    Idee: 5/5

    Emotionen: 5/5

    Logik: 5/5

    Humor: 5/5



    Gesamt: 5/5



    • Taschenbuch: 288 Seiten
    • Verlag: Penguin (2. Januar 2014)
    • Sprache: Englisch
    • ISBN-10: 0241969875
    • ISBN-13: 978-0241969878
    • Größe und/oder Gewicht: 11,1 x 1,8 x 18,1 cm
  8. Cover des Buches Der Stadtfeind Nr. 1 (ISBN: 9783404152674)
    Jonathan Tropper

    Der Stadtfeind Nr. 1

     (75)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin
    Joe ist 34 Jahre alt und kehrt nach 17 Jahren erstmalig wieder in seine Heimatstadt nach Bush Falls zurück, da sein Vater mit einem Schlaganfall im Krankenhaus liegt. Er hat seinen Ort der Kindheit und Jugend wohlweislich so lange gemieden, da er seit der Veröffentlichung seines Buches, das zu einem Bestseller und anschließend verfilmt wurde, scheinbar von der gesamten Stadt verhasst ist. Mit dem Roman, der einer Abrechnung mit seiner Jugend gleichkommt, hat er seine Wut und Trauer verarbeitet und damit viele Menschen vor den Kopf gestoßen oder öffentlich bloßgestellt. Für Joe war es eine Genugtuung, den Einwohnern einen Spiegel vors Gesicht zu halten und ihre Engstirnigkeit und Intoleranz anzuprangern. 
    Zurück in Bush Falls werden ihm die Folgen der Romanveröffentlichung für ihn, aber auch für seinen Vatern und seinen Bruder bewusst und wie sehr er noch an seiner Jugendliebe Carly hängt. 

    Der Roman ist bereits 2009 unter dem Titel "Der Stadtfeind Nr. 1" erschienen und wurde 2014 mit dem Titel "Kleinstadthölle" erneut veröffentlicht, ist aber dennoch zeitgemäß, denn derart antiquierte Ansichten wie sie der Autor über die fiktive Stadt Bush Falls beschreibt, stecken auch heute noch in vielen konservativen Köpfen. 
    Der Roman handelt Anfang der 2000er-Jahre, als Joe in seine Heimatstadt zurückkehrt und auf seine Jugend in den Jahren 1986/1987 und die Ereignisse zurückblickt, die zur Veröffentlichung seines Buches führten. Er erzählt von seiner Freundschaft zu Sammy und Wayne und seiner Liebe zu Carly. 
    Es ist ein Roman, der sehr unterhaltsam und voller Ironie geschrieben ist, gleichzeitig aber eine tragische Geschichte erzählt. Er handelt von Freundschaften, erster Liebe und Homosexualität und wie eine Highschool bzw. eine ganze provinzielle Kleinstadt mit einem Coming-Out umgegangen ist und welches Drama dabei ausgelöst wurde. Jahre später reflektiert Joe die Ereignisse von damals und dass auch er nicht frei von Fehlern ist und erhält damit die Chance, sich mit seinem Vater zu versöhnen und eine Annäherung mit Carly zu versuchen. 
    Der Roman ist authentisch geschrieben, wenn auch zumal - besonders in Gestalt der Nebencharaktere - bis an die Spitze getrieben. Es ist eine wunderbar unterhaltsame Geschichte über die Qualen eines Kleinstadtlebens und die Schatten der Vergangenheit und bietet die perfekte Balance aus Ernst und Humor. 
  9. Cover des Buches Großmama packt aus (ISBN: 9783455650815)
    Irene Dische

    Großmama packt aus

     (219)
    Aktuelle Rezension von: marissosh

    Großmama packt aus von Irene Dische ist eine Erzählung aus der Sicht Disches Großmutter. Diese wandert mit ihrem jüdischen Mann und der gemeinsamen Tochter während der Zeit des NS-Regimes nach Amerika aus. 

    Die Story ist interessant und gibt einen guten Einblick, wie es den Auswanderern damals ergangen sein muss. Zeitweise ist es sogar etwas spannend. Die meiste Zeit tröpfelt es jedoch eher so vor sich hin, das letzte Drittel zieht sich endlos in die Länge. 

    Mit keinem der Hauptcharaktere konnte ich mich so wirklich identifizieren. Mich störten außerdem die teils rassistischen Aussagen der Großmama, die zwar meist humoristisch gemeint sind, zumindest bei mir diese Wirkung jedoch verfehlten.

    Alles in allem eine nette Lektüre, nicht mehr, nicht weniger.

  10. Cover des Buches Populärmusik aus Vittula (ISBN: 9783442738915)
    Mikael Niemi

    Populärmusik aus Vittula

     (222)
    Aktuelle Rezension von: Katfryy


     

    Es ist ja nicht immer leicht, ins Erzählen zu kommen. Manchmal muss man sich vorher ein bisschen warm machen. Mikael Niemis Erzähler lockert seine Zunge so: Auf dem Gipfel eine Himalaya-Fünftausenders küsst er eine tibetanische Gebetsplatte, Lippen und Zunge frieren am Metall fest, er pinkelt in seinen Trinkbecher, schüttet das warme Zeug über den Mund und sagt: „Ich habe mich freigepisst.“ Was für ein herrlicher Auftakt! Es ist schon fast zwanzig Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe, aber es ist immer noch total präsent. Mit Büchern ist es wie mit Menschen. Manche Begegnungen vergisst Du schon nach ein paar Tagen wieder, an andere erinnerst Du Dich ein Leben lang. Aber warum bloß? Eigentlich ist fast alles in dem Roman fremd und weit weg: Ein winziges Kaff im nördlichsten Norden Schwedens, direkt an der Grenze zu Finnland, zwei Jungs, Sechzigerjahre. Hier erleben wir ihn in voller Gestalt: Den Arsch der Welt. Es gibt kaum Radio, kein Fernsehen, das nächste Dorf ist weit entfernt und im Winter geht sowieso gar nichts. Die Menschen dort schließen Wetten darauf ab, wer´s am längsten besoffen in der Dampfsauna aushält. In dieser öden Umgebung haben Matti und sein Freund Niila ein Erweckungserlebnis. Sie hören eine Schallplatte von den Beatles, eine Single. Und das beschreibt Matti so: 

     

    „Ein Pulverfass explodierte und sprengte das Zimmer. Der Sauerstoff ging zur Neige, wir wurden gegen die Wand gepresst, während sich die Kammer in rasender Fahrt drehte. Wir klebten wie die Briefmarken fest, das Blut wurde uns ins Herz gepresst, sammelte sich in einem darmroten Klumpen, bevor alles kehrt machte in die andere Richtung sprang, bis in die Finger und Zehenspitzen, rote Speerspuren von Blut im ganzen Körper, bis wir wie die Fische nach Luft schnappten. Nach einer Ewigkeit hielt der Wirbel an. Die Luft sauste durch das Schlüsselloch wieder davon, und wir fielen als kleine, feuchte Häufchen auf den Boden. Rock ´n´roll music. Beatles.“

     

    Danach sind sie infiziert – (upps, sorry für das böse Wort in Zeiten der Pandemie). Matti und Niila wollen Musik machen. Erstmal üben sie in der Garage. Allerdings ohne Instrumente. Die Erfindung der Luftgitarre wäre auch ein guter Titel. Diese Szene mit der Beatles-Platte ist nur eine von so vielen unglaublich lebensvollen, intensiven Momenten. Wer kennt das nicht: Von Musik mit voller Wucht gegen die Wand geschleudert zu werden. Mir ging´s mit Smells like teen spirit so. Wer Etiketten mag, würde auf den Roman wohl Coming-of-age kleben. Ja, es geht auch um erste Liebe, ums Aufwachsen in psychopathischen Scheißfamilien und Ablösung vom Elternhaus. Die beste Metapher für die Pubertät habe ich in diesem Buch gefunden, es gibt da eine überraschend surreale Stelle: Ein Junge, (ich weiß nicht mehr genau, ob das Matti sein soll), klettert als Kind in eine Art Eisenofen hinein, verbringt dort Jahre und kommt dann als Erwachsener wieder heraus. Wer öfter mit Pubertierenden zu tun hat, der kann also erleichtert sein. Stellt Euch einfach vor, die sind eigentlich gar nicht hier. Die befinden sich ein einem abgeschlossenen Eisenofen. Und dann irgendwann. Ganz plötzlich. Da kommen sie heraus. Vernünftig, geläutert, alle Schrauben festgezogen, alle Tassen wieder im Schrank. Aber der Roman ist viel mehr als Comming-of-age. Es geht auch um diese fantastische Landschaft, das Einfrieren und das Abtauen. Sehr, sehr poetisch. Guckt nicht den Film! Lest das Buch! Bitte!

  11. Cover des Buches Trainspotting (ISBN: 9783453676602)
    Irvine Welsh

    Trainspotting

     (234)
    Aktuelle Rezension von: EmilyTodd
    Dieses Buch ist auf keinen Fall etwas für jedermann. Dieses Buch ist sehr düster und schöne Momente findet man kaum bis gar nicht bzw. sucht diese vergebens. Das Buch handelt von Drogen, Tod, Sex, Aids, Freundschaft und Verrat.
    Die Romanstruktur empfand ich als alles andere als sofort ersichtlich. Die Kapitel werden aus unterschiedlichen Sichtweise der zahlreichen Protagonisten erzählt. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich in manchen Kapiteln nicht wusste um wen es gerade geht. Zu dem haben die einzelnen Charakter verschiedene Spitznamen und dann kommen noch die eigentlichen Namen dazu. Alles sehr verwirrend.
    Zu dem sind eine Vielzahl der Dialoge in einem seltsamen Slang übersetzt (der garantiert den schottischen Slang darstellen soll den Welsh gerne benutzt) den man kaum versteht. Ich musste mehr als einmal raten was grad gemeint ist. Und manche Wortwahl ist wirklich sehr geschmacklos. Viele Szenen aus dem Buch möchte ich mir wirklich nicht bildlich vorstellen. Trotzdem werde ich mir bei Gelegenheit wohl mal den Film ansehen.
    Ich muss leider sagen, dass mir das Buch nicht sonderlich gefallen hat. Was aber vor allem daran lag, das ich ständig durcheinander kam mit den ganzen Namen und Charakteren und dieser Dialekt und die allgemeine Wortwahl machte es auch nicht leichter. Ich fand es einfach nur anstrengend dieses Buch zu lesen. 
    Was mir jedoch gefallen hat, ist die unverblümte Wahrheit die Welsh benutzt hat. Dieses Buch ist wirklich eine Abschreckung jemals solche harten Drogen auszuprobieren. Welsh hat in diesem Buch die richtigen Worte gefunden, die einem zeigen was vom Leben noch übrig bleibt, wenn man das Leben eines Junkies führt und das ist nichts.
    Der zweite Punkt der mir teilweise auch ganz gut gefiel ist Welsh sein Talent einem die vielen Charaktere vorzustellen. Bei den Personen wo es mir gelang die Namen unter einen Hut zu bringen, erkannte ich gut die Absichten und traurigen Geschichten der Personen und verfolgte die auch gerne und mit Interesse.
    Auch das offene Ende hat mir gut gefallen. Die Fortsetzung würde ich trotzdem nicht lesen
    Alles in allem war das Buch ok.

    Daher vergebe ich 3 von 5 Sternen
  12. Cover des Buches Erdbeermond (ISBN: 9783453410541)
    Marian Keyes

    Erdbeermond

     (232)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Nach einem Unfall wird Anne von ihrer Mutter Zuhause gepflegt. Doch sie will nicht in Dublin bleiben, sondern zurück nach New York, wo sie ihr eigentliches Leben zurückgelassen hat. Kann sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen und glücklich werden?

    Anne und ihre Familie fand ich witzig und gut unterhaltend. Trotzdem war mir das Buch von Anfang an zu ausschweifend und sprunghaft. Es ging um die Familie, im nächsten Moment erzählte Anne, wie sie ihren Job gefunden hat, ihren Freund usw. Ich hätte es wohl besser gefunden, wenn der Roman irgendwie mehr als eine zusammenhängende Geschichte erzählt worden wäre. So langweilte ich mich oft, auch weil ich nicht so recht wusste, worauf die Geschichte hinauswill.

    Nach der Hälfte habe ich das Buch nur noch quergelesen, weil ich es einfach nicht mitreißend und gut fand. Schade!

  13. Cover des Buches Romulus der Große (ISBN: 9783257608380)
    Friedrich Dürrenmatt

    Romulus der Große

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Robert_05_85
    Die beiden Komödien „Der Besuch der alten Dame“ und die „Die Physiker“ kennen die Meisten ja aus dem Deutsch-Unterricht. Das Stück von Dürrenmatt aber, das mir bisher mit Abstand am besten gefallen hat, ist „Romulus der Große“. Nein, es geht nicht um den Gründer Roms, sondern um den letzten Herrscher in der Riege römischer Kaiser. Dürrenmatt schafft es den historischen Hintergrund (mit vielen geschichtlichen Freiheiten) in eines der lustigsten Bücher zu verwandeln, das ich je gelesen habe. Ich habe das Buch zum zweiten Mal verschlungen (was bei etwas über 100 Seiten auch nicht schwer ist) und wieder gemerkt, dass man beim Lesen unbedingt einen Textmarker bereit halten sollte – das Buch sprüht nur so vor Witz und Weisheit. Die Handlung ist schnell erzählt: Die Germanen greifen Rom an und Romulus sitzt nur da, schaut zu und isst, während der ganze Hofstaat um ihn herum in Panik ausbricht. Allein diese Tatsache besticht schon durch eine tragische Komik und wenn man bedenkt, dass Romulus ein fleißiger Hühnerzüchter ist, den nicht der Krieg interessiert, sondern nur, welches Huhn ein Ei gelegt hat, wird das ganze gänzlich absurd. Viel mehr möchte ich gar nicht vorweg nehmen, da das Buch viele Wendung beinhaltet, die euch den Spaß an der Lektüre nehmen würden. „Romulus der Große“ ist eines der klügsten Bücher, das ich je gelesen habe und wird nur dadurch noch besser, weil es eben durch bissigen Witz nicht als ein solches daher kommt – so liegt es schon fast in der britischen Tradition des „understatements“. Höchst empfehlenswerte Lektüre. Ein Buch, das wohl kaum jemanden enttäuschen kann.
  14. Cover des Buches The Merchant of Venice (ISBN: 9781445563770)
    William Shakespeare

    The Merchant of Venice

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Darcy
    Bassanio, a young Venetian nobleman, has fallen in love with the wealthy heiress Portia. Because of his elaborate lifestyle, Bassanio is left with no money. So he asks his friend Antonio, who is the merchant in this play for a loan to be able to travel to Portia’s house in Belmont in style and court her. Antonio is willing to help Bassanio but doesn’t have any money either. He does have three of his ships at sea though, which he expects to return soon. Bassanio then borrows 3000 ducats from the Jewish moneylender Shylock in Antonio’s name. Shylock hates Antonio, who has been mistreating and humiliating him in the past, and hopes that he won’t be able to pay him back in time. In that case Shylock will receive a pound of Antonio’s flesh. Bassanio makes it clear that he thinks it is not a good idea to borrow the money under these terms but Antonio seals the bond anyway.

    It is the will of Portia’s dead father that any suitor of his daughter has to do the ‘riddle of the caskets’; this means that the first who chooses the right one between a golden, a silver and leaden casket that will contain Portia’s portrait gets to marry her. Portia falls in love with Bassanio, too and hopes desperately for him to make the right decision because if he doesn’t, they won’t be allowed to see each other again. Nerissa, who is Portia’s lady-in-waiting but confidante as well then falls in love with Bassanio’s friend Gratiano. As a sign of their love Portia and Nerissa give rings to their lovers, which they are not allowed to take off under any circumstances.

    Shylock’s daughter Jessica hates living in her father’s house and decides to elope with Lorenzo, a Christian and friend of Antonio and Bassanio, while rumour has it that one of Antonio’s ships has been wrecked at sea so he might not be able to pay Shylock back.

    William Shakespeare (1564-1616), often referred to as one of the greatest English writers of all times, is believed to have written this romance between 1596 and 1598. 

    I liked “The Merchant of Venice” much more than I had expected. Its characters seemed more complex and unique than those of other dramas I had read before. Shylock for example is meant to be the villain in this one but I could understand his actions and how he developed his deep hatred for the Christians even though I was still hoping for them to crow over him because after all they are more sympathetic. Sadly anti-Semitism was a common attitude at Shakespeare’s time. It is a little hard to comprehend why Antonio seals a bond that might cost him his life only to give some money to his friend, who has wasted all of his own. This also demonstrates the extraordinary quality of their friendship as well as Antonio’s arrogance, him being absolutely convinced that everything will go well for him so that he will be able to pay Shylock back. The love between Bassanio and Portia seems very romantic, however I think the reader should keep in mind that at the very start Bassanio wanted to make this match to overcome his financial issues. Love and hatred, revenge and mercy are important themes in this romance and because these are timeless, it is too. 

    Is this an anti-Semitic play? This question has been raised many times and we also have been discussing about it in class. In my opinion ‘The Merchant of Venice' is anti-Semitic but understandably, having been written at an anti-Semitic time. For example Shylock as a character can pretty much be summed up as an evil and stereotypical Jew. Jessica converts to Christianity after leaving her father’s house and it seems like once she does so, good things start happening to her. Another interesting point is that in this drama Shakespeare has created female characters, most importantly Portia that are much more emancipated than women really were at his time but he portrays his Jewish character(s) according to society’s common ideas of them.

    However, I think that this play is definitely worth reading due to its overall original and complex characters, Shakespeare’s beautiful language and the way he has combined different plot lines.
  15. Cover des Buches See Ya Simon (ISBN: 9781903015674)
    David Hill

    See Ya Simon

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Hunting Unicorns (ISBN: 9780330411578)
    Bella Pollen

    Hunting Unicorns

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Loxeley
    „Meine Mutter und mein Vater tranken. Wasser, Whiskey, Wein. Es war alles für sie das gleiche. Zu jeder Zeit, an jedem Ort und zu jeder Gelegenheit. So schildert uns Daniel, selbst Alkoholiker, direkt am Anfang des Buches seine exzentrischen Eltern, das Ehepaar Bevan, Angehörige des Hochadels und eines heruntergekommenen Landsitzes. Das Verhältnis zwischen ihnen ist kompliziert, aber noch schwieriger für Rory, Daniels jüngeren Bruder. Beide Söhne sind vor den Pflichten und den verstaubten Traditionen die der zukünftige Adelstitel bringen könnte nach London geflohen. Daniel arbeitet als Journalist, muss aber wegen seiner Sucht bei Rory unterkommen. Dieser wiederum betreibt eine Agentur, die Adeligen die in Geldnot geraten sind potenzielle Kunden vermittelt, z.b für Film und Fernsehaufnahmen, den Verkauf von Titeln bis zum Inventar und Events. Es ist kein leichter Job da besonders viele ältere Kunden nicht verstehen können wie es für sie weitergehen soll- die Titel sind nichts mehr wert, die Landbesitze teuer, das Einkommen zu klein und die Umwelt nimmt sie nur noch als Relikte einer vergessenen Zeit wahr. Trotzdem geht es beiden Männern relativ gut- Rory ist so gut wie verlobt, und Daniel geht zur endlich zur Selbsthilfegruppe um seine Alkoholsucht loszuwerden- nur die Beziehung zu den Eltern bleibt weiterhin schwierig, Rory möchte mit seinen kuriosen Eltern, die mit unglaublichen Ideen wie das Gründen einer Austernzucht, den Verkauf von selbstgemachten Holztieren und ohne Heizung auskommen wollen, lieber nichts zu tun haben. Daniel hingegen hat längst erkannt hat das er seiner Herkunft nicht entfliehen kann. Dann eines Nachts, nach gutem Essen und einer leichte Auseinandersetzung mit Rory, trinkt Daniel, der seine Sucht eher sportlich nimmt , noch ein bisschen und beschließt eine Spritztour durch London per Fahrrad zu machen. Er ist unvorsichtig und auf einmal ist da ein Bus, zu schnell für Daniel, und es kommt zum crash. Daraufhin schwenkt das Buch erst mal zu Maggie, einer jungen Amerikanischen Journalistin, die Reportagen für die Fernsehsendung Newsline produziert. Maggie ist zwar nicht ganz so idealistisch wie ihre Eltern, durch und durch stolze Hippies der ersten Stunde, arbeitet aber schon seit Monaten auf eine seriöse Story über Ehrenmorde im Mittleren Osten hin- ein Projekt das von ihrem Chef aber ganz schnell auf Eis gelegt wird. Dieser möchte das Maggie eine Reportage über den dahinsiechenden Adel in England dreht, am besten so reißerisch wie möglich. Wertlose Arbeit für Maggie und ihr Team, das aus dem gutmütigen Kameramann Wolf und dem Assistenten Dwight besteht. Aber Auftrag ist Auftrag, und so landen sie letztendlich n London. Zuerst bleiben ihnen erstmal alle Türen verschlossen, denn an den Adel ranzukommen ist schwieriger als gedacht. Über kurz oder lang landen sie bei den immer noch um Daniel trauerenden Rory, der ihnen dann tatsächlich Familien zum Filmen beschafft. Leider will das Team jedoch zunächst Rorys Warnungen das die steifen Umgangsformen zum Verhängnis werden könnten nicht ernst nehmen. Das Chaos nimmt seinen Lauf, beim ersten Besuch sterben ein Pfau sowie ein Kaninchen, die jahrhundertalte Tapete wird ruiniert und Maggie lernt das die Benutzung eines Badezimmers unter Drogeneinfluss ziemlich zerstörerisch sein kann. So stößt Rory doch noch zur Truppe und auch wenn das ganze zunächst glatt läuft ergeben sich bald schon neue skurrile und dramatische Situationen als das Team per Zufall auf das Ehepaar Bevan trifft, und auf deren potentielle düstere Vergangenheit… Erzählt wird das ganze übrigens in mehreren Kapiteln abwechselnd aus Daniels, der aus dem Jenseits Rorys Leben kommentiert , und Maggies Sicht. Keine bahnbrechende Neuerung aber doch angenehm zu lesen, besonders wenn die Ereignisse anfangen sich zwangsweise zu überschneiden. Der Leser wird dabei auch eingeladen sich eine eigene Meinung zu machen, die jeweiligen Protagonisten haben am Anfang ganz unterschiedliche Ansichten zum Adel das für und wider wird ausreichend geschildert, die Autorin hat ihre Arbeit gut gemacht. Das Englisch sollte für Leute mit soliden Englischkenntnissen gut zu verstehen sein. „Hunting Unicorns“ war ein Spontankauf, ausgelöst durch das wunderschön Cover und dem sehr günstigen Preis. Irgendwie habe ich mich aber nie durchringen können es zu lesen – das Buch stand zunächst unbeachtet für ein paar Jahre im Bücherschrank. Ein großer Fehler- Denn Bella Pollens Erstling schafft es auf Anhieb alles richtig zu machen. Man merkt das sie normalerweise Drehbücher schreibt, das Buch war am Anfang übrigens als solches geplant, denn alle Elemente für eine gute Fernsehkomödie sind da. Das ungewöhnliche Hauptthema- das Verschwinden des englischen Adels und die Frage ob und welchen Rolle er noch in der heutigen Zeit einnimmt wurde schon öfters behandelt meistens jedoch eher düsterer, wie z.b in Lady Chatterleys Lover, nun aber Mal in einer Komödie, und so merkwürdig es auch klingt, es passt wunderbar. Die Tragik des ganzen wird ernst genommen aber durch die skurrilen Hauptcharaktere und Ereignisse so verdreht das kaum ein Kapitel vergeht in dem man nicht wenigstens schmunzeln muss. Besonders die Bevans, ihr Gehabe und die Gefühle und Erinnerungen von Rory und Bevans sind unheimlich charmant geschildert, der Leser hofft bis zum Ende das es noch eine Lösung für den vom Verfall geplagten Bevanschen Landsitz gibt Romantik kommt auch nicht zu kurz denn von Anfang an ist klar das Rory und Maggie irgendwie zusammen kommen werden. Im Gegensatz zu anderen Romanen dieses Genres wird hier aber zumeist auf billige Klischees und Kitsch verzichtet und lieber Humor ud feine Selbstironie aufgefahren. Alles in allem ein schönes Buch. Die vielen Verlage da draußen schmeißen jeden Sommer unendliche Mengen an „leichter“ Sommerliteratur auf den Markt die mir oft herz- oder hirnlos vorkommen. Hunting Unicorns kann beides , ist angenehm leicht ohne anspruchslos zu sein und füllt damit eine Nische die leider, leider von viel zu wenigen Autoren in Anspruch genommen wird.
  17. Cover des Buches The Winter's Tale / The Winters Tale (ISBN: 9781854595812)
    William Shakespeare

    The Winter's Tale / The Winters Tale

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Ferrante
    Die schön gestalteten Shakespeare-Ausgaben von Signet Classics sind um ein paar Euro haben und bieten den Originaltext mit guten (englischsprachigen) Worterklärungen. Daneben werden zu jedem Stück Ausschnitte aus der Forschungsliteratur und eine literaturwissenschaftliche Einleitung abgedruckt, was die Lektüre wirklich zum Gewinn macht. Ich las dieses Stück um Weihnachten 2006 und mit seiner warmen Komik und dem effektvollen Ende und seinen Anspielungen auf die Kraft der Natur und die Natur der Zeit eignete es sich auch sehr dazu. Allerdings kamen mir die vielen Szenen mit dem Komiker Autolycus, die auch nicht in Reim geschrieben waren, wie spätere Zusätze vor: Ich konnte beim Lesen viele, wenn nicht alle der nicht in Reim abgefassten Szenen überspringen, die ich oft auch in ihrer Belanglosigkeit nervig fand. In den Begleittexten wird diese Möglichkeit nicht erwähnt, und ich frage mich, ob schon einmal Literaturwissenschaftler dieser Idee nachgegangen sind.
  18. Cover des Buches Jasminhof (ISBN: 9783458340638)
    Elizabeth von Arnim

    Jasminhof

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Ferrante
    Dieser 1934 erschienene Roman ist ein kleines Juwel! Sehr gekonnt wandelt von Arnim auf der feinen Linie zwischen Komödie und Tragödie. Alles beginnt mit einer feinen Wochenendgesellschaft. Die Gäste sind verärgert: Die Gastgeberin, Lady Midhurst, steht etwas neben sich und das servierte Essen ist schlecht. Und dann ist dann noch eine junge Dame namens Rosie, die Frau von Andrew, die mit freizügiger Kleidung und schlechter Konversation schockiert. Sie macht aber vor ihrer Abreise eine Entdeckung, die einen handfesten Skandal hervorruft ... Der Roman ist sehr figurengetrieben. Schon die ersten Seiten sind die inneren Monologe der verschiedenen Gäste, und es ist wirklich meisterhaft, wie gut von Arnim wirklich jede einzelne Figur charaktisiert. Das Innenleben der einzelnen Menschen nimmt auch einen Großteil des Romans ein. Ist er am Anfang einfach nur amüsant, bekommt er, als Lady Midhurst vor dem Skandal auf ihren französischen Hof flieht und über ihre schlechte Ehe nachdenkt, eine dunklere Note, aber dann taucht ja Rosies Mutter auf, die eine zum Schreien komische Type ist. Der Roman ist nie langweilig und besonders am Schluss bei den verzwickten Situationen auf dem Hof wird es spannend, aber auch durch die skurrilen Situationen komisch. Und dann heißt es ja, Ende gut, alles gut, wenn auch ganz anders, als gedacht ;o). Trotz der Leichtfüßigkeit strahlt der Roman auch Lebensklugheit aus. Absolut empfehlenswert und der ironische britische Grundton wurde sehr gut übersetzt!
  19. Cover des Buches Bis dann, Simon (ISBN: 9783407783080)
    David Hill

    Bis dann, Simon

     (7)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Ab nach unten (ISBN: 9783423212366)
    Ray French

    Ab nach unten

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Bluesky_13

    <><><>Meine Meinung<><><>

    Was hab ich die ersten paar Seiten gelacht. Es ist wirklich wunderbar beschrieben, wie Aidan sich diesen Sarg kaufen möchte und er den Verkäufer völlig aus der Bahn wirft. Der weiß ja nicht das es zu Demozwecken gedacht ist und Aidan bringt das alles mit dem nötigen Ernst, das der Verkäufer denkt, der arme sein sehr krank und müsste bald sterben. Es ist wirklich super witzig geschrieben und man muss einfach lachen, ob man nun will oder nicht.


    Ich fand das Buch richtig gut geschrieben. Das ist mal ein Thema, das so nicht jeden Tag behandelt wird. Es geht um einen Mann, der seinen Job verliert und er möchte sich wehren. Doch die Art und Weise, wie er das tut, das ist gigantisch. Ich finde, es gehört schon sehr viel Mut dazu, sich in seinem Garten begraben zu lassen. Man kann das ja bis ins kleinste Detail durchplanen, aber es kann ja doch irgendwas passieren, wo alles doch sehr lebensbedrohlich werden könnte.


    Aidan war in seinem Leben eher immer der Mensch, der sich im Hintergrund hielt und plötzlich war er der Frontmann. Er hatte sich seit dem Tod seiner geliebten Frau doch eher etwas zurückgezogen und seine Kinder konnten ihn da auch nicht rausholen. Die Reaktion der Familie war dann auch sehr unterschiedlich. Seine Tochter wollte ihm das ganze ausreden, weil sie es gar nicht toll und lustig fand. Sie hoffte auf die Hilfe ihres Bruders, doch das konnte sie vergessen, denn der fand das alles super. Er übernahm so etwas wie die Managerrolle für seinen Vater.


    Das ist doch mal eine Demo der etwas anderen Art, damit rechnet so in der Art wohl kein Mensch. 

    Ich finde das Buch hat etwas besonderes, es ist zu Beginn sehr lustig geschrieben, doch als es dann wirklich richtig losgeht, ist es doch auch emotional. Es regt einen doch auch etwas zum Nachdenken an, denn das sind ja alles Situationen, die so täglich stattfinden. Immer mehr Firmen gehen ins Ausland, weil dort die Produktionen billiger sind. Wie es dann aber mit der Qualität ausschaut, das ist den hohen Herren ja egal. Es ist ein Buch, das so eine Situation aus dem wahren Leben beschreibt. Ja und es gibt ja auch tatsächlich Menschen, die das nicht einfach so hinnehmen, sondern sich versuchen dagegen zu wehren und um ihren Arbeitsplatz zu kämpfen. Ja und so ein Mensch ist eben Aidan.


    Ich kann das Buch wirklich jedem weiterempfehlen, denn es hat eine gesunde Mischung aus Spaß und Ernst. Das in einem richtigen Verhältnis zu mischen, kann nicht jeder Autor.

    Wer also beim Lesen etwas Spaß, aber auch etwas ernstes haben möchte, für den ist dieses Buch genau das richtige.




    Bis bald

    Eure Bluesky_13


    Rosi

  21. Cover des Buches Die Junggesellen (ISBN: 9783518018057)
    Henry de Montherlant

    Die Junggesellen

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Musk (ISBN: 9783596316182)
    Percy Kemp

    Musk

     (14)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Wenn ich einmal groß bin. Roman. (ISBN: 9783612276223)
    José Mauro de Vasconcelos

    Wenn ich einmal groß bin. Roman.

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Helles_Leuchten
    Geschrieben mit wahnsinnig viel Gefühl trägt die Geschichte des kleinen Sesè den Leser - trotz ihres Tiefgangs - beinahe leichtfüssig durch das Buch. Der Autor erlaubt eine Reise zurück in die Kindheit, die sich schon allein aufgrund von Zeit und Ort deutlich von der des Protagonisten unterscheidet. Dennoch wird es plötzlich möglich, die Welt durch die Augen eines fünfjährigen Jungen zu sehen - seine Welt, geprägt von Phantasie, Armut, Gewalt, Hoffnung und Schmerz. Sesès Leben bewegt jeden, der auch nur ein kleines Stückchen Herz hat. Man wird das Buch mit einem Seufzen und vielleicht auch der ein oder anderen Träne in den Augen erst dann aus der Hand legen, wenn man - ganz sicher viel zu schnell - am Ende angelangt ist.
  24. Cover des Buches Die Panne (ISBN: 9783257612318)
    Friedrich Dürrenmatt

    Die Panne

     (92)
    Aktuelle Rezension von: MarcLehmann

    Ich wurde auf die Erzählung aufmerksam als Hörspiel im Radio  (anlässlich des 30. Todestages bzw. 100. Geburtstags) und fand die Idee absolut faszinierend, worauf ich das Buch zur Hand nahm. Als der erste Satz dann 3/4 Seite lang war,  musste ich mal Schlucken. Aber ich hab mich an den Schreibstil gewöhnt und mit der Zeit auch lieb gewonnen. Und die Erzählung ist ja auch kurz. Bis zum Schluss bleibt offen, ob es nur ein Spiel oder Ernst ist, was die alten Herren treiben. Absolut lesenswert!

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