Bücher mit dem Tag "transformation"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "transformation" gekennzeichnet haben.

55 Bücher

  1. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499256356)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.796)
    Aktuelle Rezension von: Freedom4me

    Ich hab das Buch schon einmal in der Schule gelesen und fand es da nicht so gut. Weil ein Freund von mir so begeistert von dem Roman ist, habe ich ihm jetzt noch mal eine zweite Chance gegeben. Allerdings wusste ich dadurch schon, was passiert.

    Geschrieben wird das ganze in der Ich-Form. Vom Stil her ist es betont umgangssprachlich und jugendlich. Gleichzeitig kommen öfter mal Beschreibungen und Referenzen vor, die man als Jugendlicher eigentlich gar nicht versteht und die eben auch nicht der Altersgruppe entsprechen. Man merkt hier einfach, dass der Autor ein Kunstwerk schaffen wollte und keinen 'normalen' Jugendroman.
    Durch diesen komischen Schreibstil wirkte mir der Protagonist sehr fremd. Zusätzlich fehlen ihm oftmals 'normale' Gedanken. Wer mit einem geklauten Wagen durch die Gegend fährt, macht sich doch viel mehr Sorgen und was-passiert-wenn-...Gedanken. Das hat mir einfach gefehlt und dadurch wirkte der Protagonist unwirklich. Generell fühlen sich seine Gedanken einfach nicht wie die von einem Jugendlichen an.

    Die Handlung ist total skurril und abgedreht. Es ist ein Road-Trip, aber bei fast allen Sachen, die passieren, hat man das Gefühl, dass sie total unrealistisch sind und so etwas in der Realität niemals passieren würde. Besonders die erwachsenen Charaktere, die auftauchen, handeln einfach nicht wie echte Erwachsene. Ein Ereignis jagt das nächste und dabei ist eins unglaubwürdiger und abgedrehter als das vorherige..

    Trotzdem gelingt es dem Buch, eine schöne Stimmung zu erzeugen und einige Gedankengänge vom Protagonisten treffen dann doch ins Schwarze. Aber der Großteil der Charaktere und Ereignisse bleibt einfach unrealistisch-unwirklich.

    Was mir gut gefallen hat: Es gibt in dem Buch quasi ein Danach und ein Wie-es-dazu-kam. Das wird zwar nicht so benannt, aber diese beiden Zeitebenen haben es etwas interessanter gemacht.


    Fazit: Überzeugen kann mich dieser Jugendroman immer noch nicht. Man merkt einfach, dass es so ein typisches Buch ist, das in der Schule gelesen wird. Es fehlen glaubwürdige Charaktere, in die man sich hineinversetzen kann und die Handlung ist skurril und unglaubwürdig.
    Stattdessen wird mit der Sprache gespielt und das ganze ist literarisch angehaucht. Charakterentwicklung wie in anderen Jugendromanen gibt es nicht und es war auch keine Geschichte, die mich wirklich in ihren Bann zieht.

    Tschick bekommt von mir 3,4 (also gerundet 3) / 5 Sterne.

  2. Cover des Buches Das verlorene Symbol (ISBN: 9783404160006)
    Dan Brown

    Das verlorene Symbol

     (1.979)
    Aktuelle Rezension von: Bluejellow

    Cover: Ich habe noch das alte Cover daheim, welches ganz gut ist. Es verrät nicht viel, aber auch nicht zu wenig.


    Inhalt: Robert Langdorn wird von dem Assistent von seinem Freimaurerfreund Solomon gebeten, nach Washington D. C. mit einem aufbewahrten, versiegelten Päckchen zu reisen und auf einem Kongress eine Rede im Kapitol zu halten. Kathrine Solomon ist währenddessen in ihrem gigantischen Geheimlabor und entdeckt etwas bahnbrechendes für ihre Forschung. Doch beide werden schon schnell merken, dass diese Nacht nicht wie jede andere sein wird, denn ein alter Bekannter der Solomons wartet auf seine letzte Erfüllung und die Jagd nach einem ganz besonderen Schatz.

    Die Geschichte war interesannt gestaltet. Die Orte wurden ausführlich beschrieben, sodass man sich wie in Washington fühlte. Die Handlung war am Anfang spannend, jedoch verlor ich nach einer Weile diese Spannung und gegen Ende zog sich das Buch nurnoch. Es wurde oft um den heißen Brei herumgeredet und Dinge mehrmals wiederholt. Allerding erfuhr man auch oft interesannte Fakten und konnte gut miträtseln.


    Charaktere: Robert Langdon ist ein sympathischer Charakter. Er wirkt menschlich und man erfährt einige Dinge über ihn. Außerdem hat er seine Laster, wodurch er nicht wie der perfekte Held wirkt. Kathrine Solomon kam mir etwas naiv, aber auch mutig vor. Sie hing sehr an ihrem Bruder und dadurch konnte man deren Bindung gut nachempfinden. Frau Sato jedoch war mir ziemlich schnell unsympathisch und ich hatte jede Passage mit ihr gehasst. Auch der Antagonist war zwar Anfangs interesannt, verlor jedoch aus meiner Sicht immer mehr den Reiz, weshalb auch er mir irgendwann zu nervig und unsympathisch wurde.


    Schreibstil: Der Schreibstil aus der Er/ Sie- Perspektive war gut, jedoch nichts besonderes. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten, in diesen Stil reinzukommen, doch danach hatte ich keine Probleme mehr. Jedoch zog sich das Buch sehr, da alles sehr ausführlich wr und die Dialoge ewig gingen. Dadurch wurde das Lesen nach einiger Zeit anstrengend.


    Fazit: Ich kann verstehen, wieso viele Leute dieses Buch mögen. Es besitzt tolle Rätsel und eine interesannte Handlung. Allerdings wurde mir das Buch irgendwann zu langweilig. Es zog sich sehr und die wenige Spannung verflog durch die Sprünge sehr schnell. Dennoch war es ein solides Buch, was jedoch nicht meinen Geschmack getroffen hatte.

  3. Cover des Buches Frostglut (ISBN: 9783492280341)
    Jennifer Estep

    Frostglut

     (1.223)
    Aktuelle Rezension von: Elinas_Oceanwords

    "Egal was passiert, ich werde immer zu dir zurückkommen."

    Für Gwen könnte es im Moment nicht besser laufen, oder auch nicht schlechter...

    Im ersten Moment sitzt sie noch mit ihrem nun festen Freund Logan bei einem gemühtlichen Date, und im Nächsten wird sie vom höchsten  Protektorat festgenommen! Was geht hier vor sich?

    Gwen steht vor einer riesigen Hürde, in der sie sich allein und teils verloren fühlt, denn in der Schule wird sie beschimpft und gemieden. Auch wenn ihre Freunde, die Professoren, ihre Grandma, sowie Logan an ihrer Seite stehen, so will Gwen sie alle beschützen und versucht es zunächst im Alleingang. 

    Doch dieses Mal sind es nicht nur der finstere Gott Loki und die Schnitter, gegen den Gwen kämpfen muss...


    Lieblingsband? Absolut! Mit dem vierten Band der Mythos Academy Reihe hat die Autorin, so finde ich, einfach alles nochmal in eine ganz andere Richtung gelenkt, und zwar mit riesigem Erfolg! Gwen ist abermals über sich hinausgewachsen, was (positiv) auch sein musste. Es gibt neue Charaktere, die sehr gut interpretiert wurden und sie passen wie die Faust auf's Auge in die jeweiligen Szene und deren Ablauf. Ich persönlich konnte auch hier nicht still sitzen bleiben, sondern musste direkt mit Band 5 weitermachen *.*

  4. Cover des Buches Der Venuspakt (ISBN: 9783802582295)
    Jeanine Krock

    Der Venuspakt

     (561)
    Aktuelle Rezension von: GH0110

    Ich finde das Buch hat sich flüssig lesen lassen, wobei ich an manchen Stellen ziemlich verwirrt war weil so viele Charaktere auftauchen das man manchmal etwas den Überblick verloren hat. Ich mochte die Hauptcharaktere ganz gerne wobei man sich nicht so richtig in die Personen hineinversetzten konnte weil wie oben genannt viel zu viele Personen in dem Buch angesprochen werden. Ich denke das Buch hat sich für einmal lesen gelohnt aber ob ich es ein zweites Mal nochmal lesen würde? Ich denke eher nicht. Ich habe mir allerdings direkt die anderen drei Bücher noch  mit bestellt und bin gespannt wie diese sein werden. Das Cover ist und bleibt einfach ein Traum. Die verschiedenen Farben rund um das Auge haben mich magisch angezogen weshalb ich mir das Buch auch gekauft hatte. Also mein Fazit ist es lohnt sich das Buch einmal zu lesen aber es hat mich jetzt nicht zu 100% überzeugt das ich sagen könnte ich muss es unbedingt nochmal lesen. 

  5. Cover des Buches Die nicht sterben (ISBN: 9783328601531)
    Dana Grigorcea

    Die nicht sterben

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Nasuada

    Eine junge Frau kehrt nach dem Kunststudium aus Paris zurück in den Sehnsuchtsort ihrer Kindheit, das Dorf B. südlich von Transsylvanien. Auf dem Anwesen ihrer Großtante verbrachte sie einst die schönsten Sommer, doch heute scheint alles einen faden Beigeschmack von politischer Korruption und Verrat zu haben. Als dann auch noch Gerüchte über das Grab Vlad Tepes‘ auftauchen und in B. seltsame Dinge geschehen, wird das einst Geborgenheit schenkende Nest für die Protagonistin zum Alptraum.

    In „Die nicht sterben“ erzählt die Schweizerin Dana Grigorcea von der Demaskierung einer vermeintlich wunderschönen Kindheit. Wir folgen dabei stets der namenlosen Ich-Erzählerin, welche die Handlung nach und nach offenbart und treffen auch gleich auf den ersten Makel des Romans: die ersten 100 Seiten passiert kaum etwas. Stattdessen schwadroniert die Protagonistin in blumigen, eher altmodisch wirkenden Worten über die Landschaft, das Dorf und die Menschen darin. Würde nicht der EU-Beitritt Ungarns erwähnt, hätte ich die das Geschehen deutlich früher verortet.

    Es gibt durchaus Momente, in denen die Geschichte stark ist, so zum Beispiel, wenn über das Netz aus Bestechlichkeit gesprochen wird, welches der Bürgermeister über das Dorf gespannt hat. Oder wenn sich Großtante und Nichte gegenseitig einen gewissen Vampirroman vorlesen und ihn einfältig und peinlich finden. Doch leider kommen solche Passagen viel zu kurz. Stattdessen wird eine Vampirhandlung hinzugefügt, die nicht nur hanebüchen ist, sondern auch keinerlei neue Elemente enthält – im Prinzip haben wir eine Neuerzählung von „Dracula“ vor uns, gewürzt mit etwas Postkommunismus und Korruption.

    Im Verlauf der Handlung verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Einbildung immer mehr, bis unklar ist, was eigentlich tatsächlich geschieht. Darüber hinaus stören auch die unzähligen, unübersetzten Redewendungen aus den unterschiedlichsten Sprachen. Mir ist klar, was damit ausgedrückt werden soll, aber wenn ich seitenlang ständig etwas nachschlagen müsste, dann ist es doch zu viel des Guten. Die Nominierung für die Longlist des Deutschen Buchpreises 2021 kann ich leider nicht nachvollziehen.

  6. Cover des Buches Traumfänger (ISBN: 9783442306312)
    Marlo Morgan

    Traumfänger

     (482)
    Aktuelle Rezension von: leonielinder

    Das war ja mal eine richtige Enttäuschung...

    Der Klappentext verspricht, eine wahre Geschichte zu erzählen. Eine Frau die mit den Aborigines wandert und viel über ihre Rituale und Lebensweise erfährt. Ich war sehr gespannt, mehr über dieses Volk zu lernen und die inspirierende Geschichte einer mutigen Frau zu lesen. 

    Die Geschichte ist ziemlich trocken, Jedes Kapitel ist eine kleine Geschichte für sich und so ist es schwer, in einen Lesefluss zu kommen. Was mich dabei behalten hat war die Tatsache, dass mich das Buch viel über die Aborigines lehrte. Als ich mich bis zur Mitte durchgekämpft hatte, habe ich die Autorin gegoogelt. Dabei habe ich erfahren, dass die ganze Geschichte erfunden ist und sie mit dem Buch lediglich versucht hat, ihr Teebaumöl zu verkaufen. Wie bitte???

    Ich habe versucht das Buch zu beenden, aber ich war so enttäuscht, dass ich dann doch abgebrochen habe. Eine erfundene Geschichte, die als wahr verkauft und total schlecht erzählt wird. Deshalb kann ich dieses Buch leider auch gar nicht weiter empfehlen....

  7. Cover des Buches Die Glasbücher der Traumfresser (ISBN: 9783442372744)
    Gordon Dahlquist

    Die Glasbücher der Traumfresser

     (186)
    Aktuelle Rezension von: DieSchwesterdesDorianGray

    Wie eingangs schon in der Kurzmeinung erwähnt: Dieses Buch hat mich ordentlich Sitzfleisch gekostet!
    Aber von Anfang an. Den expliziten Inhalt bitte aus vorherigen Rezensionen entnehmen, ich werde hier nur oberflächlich darauf eingehen. Gordon Dahlquist, eigentlich Bühnenautor, entführt uns hier in ein viktorianisch angehauchtes Setting. Seinen eigentlichen Beruf bemerkt man recht schnell, da die Beschreibung der Szenerie irgendwie wenig "roman-like" daherkommt, sondern tatsächlich an einzelne, isolierte Bühnenbilder erinnert, was etwas ist, worauf man sich (meiner Meinung nach) erst einstellen muss. Ebenso Dahlquists Schreibstil, der an manchen Stellen doch äußerst antiquiert scheint, was wahrscheinlich ebenfalls eine Hommage an den Viktorianismus darstellt. Anfangs hatte ich ziemliche Probleme damit, was mich mehrfach kurz vor den Punkt der Aufgabe gebracht hat. (Bin mir hier nicht sicher, ob es an der deutschen Übersetzung liegt und im englischen Original anders ist.) Ich konnte allerdings dann doch nicht aufhören, weil die Verschwörung mich ziemlich gepackt hat, was im Kontrast zu dem (anfangs) ungeliebten Schreibstil stand. Die Story an sich ist großartig, wohl durchdacht, löst sich zum Ende hin komplett auf, und Intrigen werden so unauffällig angelegt, dass ich auf den letzten Seiten oft gestaunt habe, wie sich doch alles zusammensetzt, und dass ich trotz Verdachtsmomenten eigentlich keine wirkliche Ahnung hatte, was da vor sich geht. Also rein storyline-technisch ein Juwel. Der Weg dahin ist allerdings nicht ganz so einfach. 

    Eigentlich bin ich ein totaler Schlinger, was Bücher angeht, fast 1000 Seiten halten bei mir selten länger als 2-3 Tage, aber hier wären wir beim Sitzfleisch angekommen: Die 10 kleinen Bändchen (jeweils ein Kapitel à 81 Seiten, der letzte Band à 162), haben mich fast 3 Wochen gekostet, weil ich den Lesefluss nicht wirklich aufbauen konnte, und immer wieder Pausen brauchte. Ebenso fällt das komplette Eintauchen in die Geschichte schwer, da die oben beschriebene Einführung in die Welt an sich wenig Begeisterung auslöst. Das kann hier leider nur die Story. 


    Fazit: Ich musste ordentlich kämpfen, durch dieses Buch durchzukommen, für die Story hat es sich aber gelohnt. Eine tolle Geschichte, und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.

  8. Cover des Buches Carrie (ISBN: 9783404180066)
    Stephen King

    Carrie

     (1.461)
    Aktuelle Rezension von: jensendlesstbr

    Kings Debütroman hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere, wie typisch, detailliert und einzigartig beschrieben, plus  extrem starke, nachvollziehbare Charakterentwicklungen. Was King bei mir immer schafft ist, dass ich für Personen, in diesem Fall Carrie's Mitmenschen, richtigen Hass empfinde. Wer das Buch gelesen hat, weiß was ich meine. 

    Ich kann es für King Fans empfehlen, aber auch für die, die noch nie ein Buch von King gelesen haben. Mit knapp 300 Seiten ist es eins seiner dünneren Bücher und man bekommt ein Gefühl für seinen besonderen Schreibstil. 

  9. Cover des Buches Wolfsgesang (ISBN: 9783802581618)
    Lori Handeland

    Wolfsgesang

     (228)
    Aktuelle Rezension von: Jamen100

    Der Roman „Wolfsgesang“ von Lori Handeland ist der zweite Roman aus der Werwolf-Reihe der Autorin, die mittlerweile 11 Roman in deutscher Sprache umfasst. 

    Da es hier bereits viele Rezessionen gibt, will ich selbst nicht viele Worte zum Inhalt und meinem Leseerlebnis verlieren. 

    Im Ganzen hat mir der Roman sehr gut gefallen. Die beiden Frauen Jessie und Leigh sind zwei Charakter, über die sich die Gemüter streiten können. Das gebe ich gerne zu.  Auf mich wirkten beide sehr taff und auch verrückt. Auf jeden Fall sorgt der sog. Zickenkrieg für humorvolle Dialoge, die den Roman sehr auflockern. Und ehrlich, eine sanftmütige und zahme Werwolfjägerin ist weniger glaubwürdig wie eine Jägerin mit großer Schnauze und einen Knall.

    Mal wieder musste ich feststellen, dass man beim Lesen von Fantasyromanen auch etwas lernen kann – und sei es auch nur am Rande oder über weitere Recherchen zu einem Thema. Lesen bildet eben. Oder führt dazu, dass man neugierig wird. 

    Im Roman „Wolfsgesang“ , in dem es vor allem um die Jagd auf Werwölfe geht, hat die Autorin immer wieder kleine Fakten zum Leben und Verhalten von Wölfe oder zu den einzelnen Mondnamen bzw. Phasen eingeflochten.

    Beim Lesen des Romans stößt man immer wieder auf Begriffe wie „Blauer Mond“, „Jagdmond“, „ Erntemond“ oder „Blutmond“. „Blutmond“ war mir bekannt, aber mit einigen anderen Begriffen verband ich nicht viel. Aus Neugierde begann ich zu recherchieren und merkte schnell, dass der Vollmond ein Kind mit vielen Namen ist.

    Früher war der Name des Vollmond der Name des Monats, also eine Zeiteinteilung nach den einzelnen Mondphasen. Die Geburtstage einer Person richtete sich nach der Anzahl der Monde. Eine Formulierung, die man auch in historischen Roman immer wieder liest.

    Im altrömische Kalender wurden die Zyklen noch in Mondphasen gemessen, heute richtet sich der Kalender nach dem Sonnenjahr. Außerdem gehen die Namen auf alte Traditionen, u.a. den keltischen oder indianischen zurück.

    Januar: Wolfsmond Alter Mond, Schneemond, Eismond, Lassmond, Wintermond 

    Februar: Schneemond, Sturmmond, Hungermond, Schmelzmond, Taumond, Narrenmond, Rebmond, Hintester, Horner, Sporkel, letzter Wintermond für den– Februar

    März: Reiner Mond, Lenzmond, Wurmmond, Fastenmond, Krähenmond, Zuckermond, Sirupmond, Rindenmond, keuscher Mond, Lenzing

    April: Saatmond, Ostermond, Rosa Mond, Grasmond, Launing, Wandelmond, Eimond, Fischmond

    Mai: Hasenmond, Wonnemond, Pflanzmond, Maispflanzmond, Milchmond,

    Juni: Zwei-Einigkeitsmond, Erdbeermond, Honigmond, Rosenmond, heißer Mond, Honigweinmond.

    Juli: Honigweinmond, Heumond, Bockmond, Donnermond, Sonnenmond, Würzmond, Bärenmond

    August: Schicksalsmond, Erntemond, Störmond, Getreidemond, Gerstenmond, Ährenmond, Sichelmonat, roter Mond, Fruchtmond, Blitzmond, Green Corn Moon, Bisemond.

    September: Gerstenmond, Herbstmond, Maismond, Erntemond, Scheiding, Jagdmond, Holzmond, Engelmond.

    Oktober: Blutmond, Weinmond, Jägermond, Erntemond, Reisemond, Fallende-Blätter-Mond, sterbender Mond, Sterbendes-Gras-Mond.

    November: Schneemond, Nebelmond, Bibermond, Frostmond, Eichenmond, Trauermond, Windmond, Schlachtmond, dritter Herbstmond.

    Dezember: Eichenmond, Julmond, Kalter Mond, lange-Nacht-Mond, Christmonat, Heilmond

    https://de.wikipedia.org/wiki/Esbat

    https://www.timeanddate.de/astronomie/mond/mondnamen-monatsnamen

    https://www.nationalgeographic.de/wissenschaft/2020/08/licht-ins-dunkel-mondphasen-und-mondnamen-erklaert

    Dazu kommen noch viele andere Begriffe wie Neumond, Supermond, Blauer Mond, Halbmond, Sichelmond, Drachenmond, Erdmond, etc. 

    https://www.buchstaben.com/mond-enthalten

    Oder auch Redewendungen wie: 

    • Er lebt hinter den Mond. 
    • Jemand zum Mond schießen.

    Wie gesagt, wenn man etwas aufmerksam beim Lesen ist, lernt man doch das eine oder andere. 

     


  10. Cover des Buches Selbst denken (ISBN: 9783100894359)
    Harald Welzer

    Selbst denken

     (48)
    Aktuelle Rezension von: DerRob

    Der Autor ist wie in seinen anderen Werkwn frech und zeigt provokant ehrlich auf, was alles schief läuft und wieso die Ansätze einer dystopischen Zukunftsprognose zu keinerlei Aufwachen führen wird. Ganz nach dem Credo "Um etwas zu ändern muss man die Menschen durch pisitive Bilder, in dem Fall Visionen/Utopien zum Umdenken motivieren. Nicht gegen eine furchtbare Zukunft, sondern für eine wunderbare Alternative kämpfen.

    Dabei zeigt er schön auf, was wir alles falsch machen. Man ertappt sich selbst dabei und muss ab und an nicken und bestätigen, was er uns Lesern, aber auch der gesamten Gesellschaft vorwirft. An für sich ein tolles Buch und die Beispiele der Menschen/Unternehmen, die zeigen, dass es besser geht, sind auch gut und Mut machend. Allerdings wird seine Überschrift "Anleitung zum Widerstand" erst ganz am Ende in einem Kapitel abgehandelt und das mehr schlecht als recht. Auch die 12 Regeln zum Widerstand sind ziemlich selbstredend. Vielleicht mag das Buch als Einstieg in die Thematik gut sein, aber wer sich mit der gesellschaftl. Problematik schon auseinander gesetzt hat, wird kaum Mehrwert finden. Im Endeffekt macht der Autor genau das, was er verurteilt: er zeigt auf, wie viel falsch gemacht wird und findet dann einfache Lösungen, die nicht wirklich weiterhelfen. Das einzig inspirierende waren für mich die Beispiele anderer Unternehmer usw. Sehr enttäuschend zumal seine anderen Bücher wirklich gut sind und ich seine direkte, provokante Art ganz erfrischend finde.

  11. Cover des Buches Die Verwandlung (ISBN: 9783899196412)
    Franz Kafka

    Die Verwandlung

     (1.716)
    Aktuelle Rezension von: AntonWdN

    Gregor Samsa wacht eines Morgens in seinem Bett auf und hat sich in einen übergroßen Käfer verwandelt. Dieses ungewöhnliche Ereignis verändert das Zusammenleben mit Eltern und Schwester schlagartig und bestimmt es für viele Monate, bis zum Tod des Käfers. 

    Von Franz Kafka kannte ich bis jetzt nur eine kleine Erzählung (über einen Hungerkünstler), die mir nicht als besonders bemerkenswert aus der Schulzeit in Erinnerung geblieben ist. Ganz anders diese längere Erzählung über die Verwandlung des Gregor Samsa, sie ist umwerfend gut.  Sie wirkt abgrundtief verstörend, aus einem ganz einfachen Grund: Sie beginnt als Alptraum, aber der Alptraum endet nicht, wird nicht aufgelöst, es gib kein Erwachen. Der Alptraum geht in die Realität über, als Gregor, der Käfer, tot ist und die Erleichterung der übrigen Familienmitglieder, ihre Rückkehr ins normale Leben, geschildert wird. 

    Für mich ist das die beeindruckendste Erzählung die ich bislang gelesen habe und auf jeden Fall ein Grund dafür, mehr von Kafka zu lesen. 

    Was diese Ausgabe des Fischer Verlags zusätzlich so besonders lesenswert macht, ist das fast 60-seitige Nachwort von Vladimir Nabokov aus dem Jahre 1954. Es enthält eine ausführliche Textanalyse und offenbart auch interessante Ansichten Nabokovs (u.a. verachtet er Sigmund Freunds Psychoanalyse offenbar zutiefst:  "müssen ... wir alle Mythen außer Acht lassen, die Sexualmythologen unter Anleitung des Medizinmanns aus Wien in Kafkas Werk hineinlesen") sowie eine klare Einschätzung zur Bedeutung des literarischen Werks Kafkas ("Er ist der bedeutendste deutschsprachige Schriftsteller unseres Zeitalters; im Vergleich zu ihm sind Lyriker wie Rilke und Romanciers wie Thomas Mann (nur) Zwerge oder Gipsheilige.") Das nenne ich mal ein paar große Worte, gelassen ausgesprochen!! Ich teile nicht alle Ansichten von Nabokovs Analyse (seine Ansichten über Gregors Eltern und Schwester sind erschreckend negativ, was ich so beim Lesen nicht empfunden habe), aber allein die präzise Arbeit an / mit Kafkas Text beeindruckt mich so sehr, dass ich mir vorgenommen habe, demnächst ein Werk von Nabokov zu lesen.     

  12. Cover des Buches How to Be Gay (ISBN: 9783733500924)
    Juno Dawson

    How to Be Gay

     (30)
    Aktuelle Rezension von: leabeschorner

    Nicht nur für Mitglieder der LGBT-Community spannend, sondern für jede*n sehr informativ.

    Ein Sachbuch für vor allem Jugendliche, die sich in der Findungsphase befinden, aber auch für deren Bekannte, Freunde, Familie. 

    Der Schreibstil ist schon sachlich, aber auch humorvoll - es liest sich super schnell. 

    5/5 ganz klare Empfehlung. Hätte dieses Buch gerne gelesen als ich selbst 12 oder 13 Jahre alt war.

  13. Cover des Buches Elf Minuten (ISBN: 9783257261318)
    Paulo Coelho

    Elf Minuten

     (1.086)
    Aktuelle Rezension von: Catastrophia

    "Elf Minuten" war mein erstes Buch von Paulo Coelho und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen, ist er doch DER zeitgenössische brasilianische Autor. Leider muss ich bei diesem Buch sagen, dass ich den Hype nicht wirklich nachvollziehen kann.

    Da meine Ausgabe selbst auf dem Klappentext kaum Inhaltsangaben macht, halte ich diese an dieser Stelle knapp - auch, weil ich gerade durch diesen komplett unwissenden Sprung ins Buch zu Beginn positiv davon überrascht wurde, dass eine Geschichte mit einer Protagonistin aufgebaut wurde, dere Innenleben komplex ist und die sehr genau weiß, was sie will. 

    Leider wurde das Buch jedoch spätestens ab der zweiten Hälfte sehr vorhersehbar, platt und spirituell-esoterisch. So fand teilweise eine sehr deutliche Abwertung bestimmter Sexualitäten oder Vorstellungen von Sexualität statt, um letztlich in ein "Sex ist nur mit Liebe wirklich schön, Liebe ist die Antwort auf alles und für Liebe sollte man alles über den Haufen werden" und eine sehr kitschige Liebesgeschichte à la "Pretty Woman" zu münden. Gerahmt wurde das ganze in spirituelle, beinah übersinnliche Zustandsbeschreibungen beim Orgasmus, Framings in Richtung "Aura" und "Licht" besonders hervorstechender Personen und konnte mich dadurch nicht wirklich erreichen. Auch was die Darstellung von Erotik angeht, habe ich schon Besseres gelesen - gerade, weil mich hier bestimmte Beschreibungen von "härterem" Sex gestört haben (wenn etwa ernsthaft bei einem ersten sexuellen Zusammentreffen mit BDSM-Elementen massiv viel Alkohol getrunken wird) und diese Form der Sexualität später dann auch deutlich als "das machen halt alle Leute mit Schuldgefühlen, aber es wird sie in ein Loch ziehen, aus dem sie nicht mehr herauskommen" abgewertet wurde.

    Zwar fand ich die teilweise beinah emanzipatorische Auseinandersetzung mit weiblicher Lust und dem Problem, dass diese in heterosexuellen Beziehungen sehr häufig zu kurz kommt, gelungen. Das allein konnte mich aber leider nicht bei Laune halten und ich fand es schade, wie ein an sich sehr komplexer Wandlungsprozess der Protagonistin letztlich im typischen Schmalztopf endete. Zugutehalten muss man dem Autor aber wohl, dass das Buch laut dem Nachwort auf einer realen Vorlage beruht, es also tatsächlich sein kann, dass diese Vorlage einfach schon sehr kitschig war.

    Ich werde vermutlich noch etwas anderes von Coelho lesen, um herauszufinden, ob ich bloß mit diesem konkreten Buch meine Probleme hatte oder generell nicht viel mit ihm anfangen kann,

  14. Cover des Buches Transformation am Feuersee (ISBN: 9783738623550)
    Sandra Berger

    Transformation am Feuersee

     (26)
    Aktuelle Rezension von: BooksofFantasy

    Das Cover gefällt mir wirklich sehr gut genauso wie der flüssige Schreibstil der Schweitzer Autorin Sandra Berger.


    Das Buch fängt spannungsgeladen und sehr unverständlich an. Aber genau das war es, was mich zum weiterlesen animiert hat. Die Geschichte wurde immer verwirrender und zwischendurch kannte ich mich absolut nicht mehr aus. Später  hatte ich schon eine leichte Ahnung auf was diese Geschichte hinauslaufen würde, jedoch hab ich es zwischendurch  wieder verworfen, weil einfach 2 Szenen nicht hineingepasst hätten.
     Am Ende klärte sich zum Glück alles auf, und zeigte mir das ich mit meiner Theorie rund um das Rätsel richtig gelegen habe, jedoch meiner Meinung nach passten diese 2 Szenen trotzdem nicht hinein. Auf den Schluss war ich dann absolut nicht gefasst. Ich hatte noch nie so ein trauriges und gleichzeitig wunderschönes Happy End.
    Das Chaos im Kopf von Caroline konnte ich wirklich gut nachempfinden. Die Handlungen in Anbetracht ihrer Situation waren ebenfalls sehr gut nachvollziehbar .


    Fazit:
    Im Großen und Ganzen eine wirklich gelungene und gefühlvolle Geschichte. Einzigartig, verwirrend und doch gleichzeitig fesselnd. ACHTUNG am Ende: Taschentuchalarm!!!
  15. Cover des Buches Interview mit einem Vampir (ISBN: 9783442430536)
    Anne Rice

    Interview mit einem Vampir

     (567)
    Aktuelle Rezension von: Di_ddy


    Louis wird im 18 Jahrhundert von Lestat zu einem Vampir gemacht. Fortan leben sie zsm. Auf Louis Plantage in New Orleans, bis die Sklaven Verdacht schöpfen, dass etwas nicht mit ihren Herren stimmt und sie fliehen müssen. 
    Auf ihrem Weg entdecken sie Claudia, eine 5-jährige Waise und machen sie ebenfalls zur Vampirin. Da kann man sich schon denken, dass das nicht gut gehen kann… Eine Ewigkeit im Körper eines Kleinkindes, während der Geist reift? Auch bei Louis läuft nicht alles rund, denn er hat sich sein Gewissen bewahrt… Schlecht für einen Vampiren, denn diese leben ja bekanntlich vom Blut der Menschen… Wie wird es also mit den zwei unglücklichen Vampiren und ihrem Schöpfer weitergehen? 



    Diese Vampire sind einfach noch vom alten Schlag! Anders kann ich es nicht sagen  
    Klar, der Roman wurde ja auch schon 1973 geschrieben, da war die Welt eine andere. Dementsprechend ist auch der Stil ein ganz anderer und manchmal nicht ganz so flüssig zu lesen. Ich denke, manch einer wird sich etwas schwerer tun, so etwas zu lesen. 
    Ich finde allerdings, dass es sich lohnt. Klar, man sollte auf Vampire stehen, vllt allg. gerne in Richtung Gothic tendieren (zumindest habe ich Anne Rice in dieser Phase meines Lebens entdeckt ). Ansonsten lässt sich sagen, dass in meinen Augen Anne Rice eine Legende in dieser Szene ist und man sich eines ihrer Werke mal zu Gemüte geführt haben sollte.


  16. Cover des Buches Unheil (ISBN: 9783404164059)
    Bentley Little

    Unheil

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Campaignspeech
    Nach den ersten Seiten dachte ich wirklich: „Wow, das wird gut!“ War an manchen Stellen echt ziemlich creepy, doch schon bevor ich die Hälfte gelesen habe, hab ich gemerkt das dass Buch ziemlicher Müll ist. Hab mich bis zum Ende durchgequält ohne überhaupt noch bei der Sache zu sein. Aus diesem Buch hätte man wirklich was besseres machen können. Die Story ist am Anfang ok, aber leider sowas von scheiße umgesetzt. Nach der Hälfte war klar das es Zeitverschwendung wird...
  17. Cover des Buches Elf Minuten (ISBN: 9783257803013)
    Paulo Coelho

    Elf Minuten

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Elkisch
    Ich fand das Buch zunächst toll. Die Geschichte einer Frau, die zur Prostituierten wird. Warum aber muss das Buch so enden wie ein billiger Hollywood-Kitschfilm? Oder eigentlich eher wie ein Bollywood-Schinken? Warum ist der Autor so beliebt?
  18. Cover des Buches Das Spiel der Götter - Die Knochenjäger (ISBN: 9783734160493)
    Steven Erikson

    Das Spiel der Götter - Die Knochenjäger

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie
    Hinweis: Diese Rezension bespricht sowohl „Die Feuer der Rebellion“ als auch „Die Knochenjäger“. Im Original erschien der sechste Band unter dem Titel „The Bonehunters , für den deutschen Markt wurde dieser geteilt.

    Imperatrix Laseen entsendete Mandata Tavore mit einem eindeutigen Auftrag ins Reich der Sieben Städte: sie sollte die Rebellion des Wirbelwinds samt ihren Wurzeln herausreißen und das Land erneut befrieden. Nach dem verhängnisvollen Blutbad im Sand der Raraku ist der Aufstand niedergeschlagen; Sha’ik ist tot und die Göttin wurde bezwungen. Doch eine kleine Schar ihrer Anhänger entkam. Angeführt von Sha’iks gefürchtetem Leibwächter Leoman von den Dreschflegeln fliehen die Überlebenden in die uralte Festungsstadt Y’Ghatan. Tavore hat keine andere Wahl, als sie mit der erschöpften 14. Armee zu verfolgen, obwohl sie weiß, dass Y’Ghatan für das malazanische Imperium in der Vergangenheit nichts als Kummer und Schmerz bereithielt. Hier starb Dassem Ultor, das Erste Schwert, der größte Held der Malazaner. Trotz dessen muss Tavore ihre Soldat_innen in den Kampf gegen die Feuer der Rebellion schicken. Scheitern ist keine Option, denn sie darf der Imperatrix keine Vorwände liefern. In den letzten Monaten wurden Laseens Pläne und Absichten stetig undurchschaubarer, sie selbst unberechenbarer. Würde sie sich aus Machthunger gegen ihr eigenes Volk wenden und sich im brodelnden Krieg der Götter auf ein gefährliches Spiel einlassen? Würde sie sich mit dem Verkrüppelten Gott verbünden?

    Ich liebe, liebe, LIEBE „Das Spiel der Götter“ von Steven Erikson! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie großartig es ist, zu beobachten, wie sich all die Handlungsstränge Stück für Stück verdichten und langsam zuspitzen. Ich war mehr als nur ein wenig erleichtert, mich im zweigeteilten sechsten Band „Die Feuer der Rebellion“ und „Die Knochenjäger“ wieder in den gewohnten Bahnen der Geschichte zu bewegen und zu bekannten Figuren zurückzukehren. Nach dem Ausflug in das Reich der Tiste Edur und der Letherii hätte ich vor lauter Wiedersehensfreude Luftsprünge machen können. Trotz dessen verstehe ich nun, warum Erikson diesen extremen inhaltlichen Bruch wagte. Die Tiste Edur spielen eine bedeutende Rolle im Krieg der Götter und werden vom Verkrüppelten Gott skrupellos manipuliert. Ohne den tiefen Einblick in ihre Geschichte und Kultur hätte ich niemals begriffen, wieso sie für seine Einflüsterungen außergewöhnlich empfänglich sind. Sie sehnen sich so verzweifelt nach Identität und Bestimmung für ihr Volk, dass sie nicht erkennen, dass er sie hemmungslos belügt. Sie bemerken nicht, dass sie sich weiter und weiter vom Schattenreich und Kurald Emurlahn entfernen.
    Vermutlich ist ihre Distanz der einzige Grund, warum Ammanas und Cotillion das Gewirr der Schatten in Besitz nehmen konnten. Anders kann ich mir nicht erklären, wie ein Mensch – selbst ein Aufgestiegener – ein nicht-menschliches Gewirr für sich beanspruchen konnte. Allerdings glaube ich, dass die Eroberung der Schattensphäre nicht spurlos an Ammanas vorbeiging. Ich habe gewaltige Schwierigkeiten, seine Persönlichkeit als Herr des Hohen Hauses Schatten und seine Persönlichkeit als Imperator Kellanved miteinander in Verbindung zu bringen. Meiner Ansicht nach passen sie nicht zusammen. Ich denke, das Aufsteigen, die Transformation in Schattenthron, veränderte Kellanved stark. Als hätte die fremde Macht des Gewirrs seinen Verstand angegriffen.
    Ich bin Steven Erikson sehr dankbar, dass er endlich erklärt, wie das System des Aufsteigens funktioniert. Es gefiel mir hervorragend, dass Erikson Ganoes Paran diese zusätzlichen Fakten über das Universum erläutern lässt, denn meiner Ansicht nach ist Ganoes‘ Rolle die spannendste der gesamten Geschichte. Er ist der Herr der Drachenkarten, die, wenn sie ausgespielt werden, meinen Puls in die Höhe jagen und meinen Körper mit Gänsehaut überziehen. Als dieser steht er außerhalb des Konflikts der Götter, scheint aber nicht zu Neutralität verpflichtet zu sein. Seine oberste Priorität ist der Schutz der Sterblichen vor allzu radikalen Eingriffen der Götter. Folglich besitzt er eine gewisse Macht über sie, die er eindrucksvoll zum Einsatz bringt.
    Ganoes ist jedoch nicht der einzige Charakter, der sich aktiv in den Krieg einmischt. Mittlerweile ist die Situation erstaunlich vielen Figuren bewusst. Es bildet sich eine unerwartete Allianz gegen den Verkrüppelten Gott, die die Sterblichen unablässig in günstige Positionen schiebt. Interessanterweise betrifft das auch Icarium. Icarium erfüllt nur einen einzigen Daseinszweck: er ist eine Waffe. Eine furchterregende Waffe, die während eines Kampfes in blinde Raserei verfällt. Ich war schockiert. Wie vom Donner gerührt. Ich kannte die Legenden über ihn natürlich, aber niemals hätte ich erwartet, dass dieses witzige, sanftmütige, philosophisch bewanderte Halbblut zu einem Monster mutieren könnte. Kein Wunder, dass er seit Jahrhunderten einen Aufpasser hat. Wenn die Jaghut-Tyrannen so waren wie er, kann ich gut verstehen, dass sich die T’lan Imass auflehnten und schworen, alle Jaghut auszurotten.

    Wann immer ich eine Rezension zu einem Band von „Das Spiel der Götter“ schreibe, bin ich frustriert, nicht alle herausragenden Aspekte ansprechen zu können. Ich wünschte, ich könnte euch haargenau darlegen, wie tief mich die Loyalität und Kameradschaft der 14. Armee berührte, wie spannend und nervenaufreibend die Schlacht in Y’Ghatan war, wie faszinierend die philosophischen, theologischen Überlegungen Steven Eriksons sind und wie viel Misstrauen ich Imperatrix Laseen gegenüber empfinde. Ich könnte zu jedem Fragment der einzelnen Handlungsstränge ganze Abhandlungen schreiben. Die Geschichte der Reihe ist eigentlich viel zu komplex, um sich an Zeichenzahlen zu halten. Vielleicht werde ich in Zukunft alle selbstauferlegten Richtlinien in den Wind schießen und frei von der Leber weg drauf los schwärmen. Denn darum geht es hier ja schließlich: euch von der mit Abstand besten Reihe zu erzählen, die das Genre der High Fantasy zu bieten hat und die mein Herz ehrfurchtsvoll höherschlagen lässt.

  19. Cover des Buches Wolf Shadow - Finstere Begierde (ISBN: 9783802583193)
    Eileen Wilks

    Wolf Shadow - Finstere Begierde

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Miia
    Es handelt sich hier um den 4. Teil der Wolf Shadow Reihe.

    Ich fand sehr positiv, dass es mit Cynna und Cullen weiterging. Ehrlich gesagt ist ihre Liebesgeschichte um einiges schöner als die von Lily und Rule. Ich fand auch toll, dass die beiden in einer anderen Welt waren und alleine was erlebt haben. Allerdings habe ich nicht genau den Bezug zur eigentlichen Story verstanden. Es war irgendwie eher ein eigenständiger Teil.

    Sehr schade fand ich allerdings, dass Rule und Lily so total außen vor gelassen wurden. Ich hätte mir zwischendurch mal einen Schwenk zu den beiden gewünscht und was bei ihnen für Theorien aufgestellt wurden, wo alle hin sind. Es war zwar eine gute Alternative, so dass mal was anderes erlebt wurde, aber leider fehlte mir teilweise ein bisschen Pepp.
  20. Cover des Buches Die dunklen Wächter - Sanfter Mond (ISBN: 9783442473335)
    Rachel Hawthorne

    Die dunklen Wächter - Sanfter Mond

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Crazygirl1
    Wie schon gewohnt, schöner, flüssiger Schreibstil. Allerdings schwächelt dieser Teil etwas, wenn man ihn mit seinen Vorgängern vergleicht, aber trotzdem wieder eine schöne Geschichte. 
  21. Cover des Buches Brida (ISBN: 9783257057355)
    Paulo Coelho

    Brida

     (272)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik
    Brida möchte erfahren was die wahre Liebe ist und so geht sie in die Lehre einer Hexe und lernt die Welt mit anderen Augen zu sehen. Das Buch wimmelt nur so von tiefgründigen Sätzen, die mich zum Nachdenken gebracht haben und sehr weise und philosophisch sind. Daher fand ich es sehr interessant das Buch zu lesen. Das Thema des Hexenkults und der ganze Esoterikkram, war jedoch nicht wirklich etwas das mich überzeugen konnte. Dazu kommt in dem Buch eigentlich fast nichts anderes vor und hauptsächlich besteht die Handlung aus aneinandergereihten Hexenpraktiken. Nur ein kleiner Teil erzählt Bridas Liebesgeschichte. Außerdem kamen mir die Personen sehr oberflächig und leblos vor, weshalb ich nicht in die Geschichte reinfinden konnte. Auch wenn das Buch an sich sehr gut geschrieben wurde, so konnte es mich nicht wirklich überzeugen. Am meisten haben mir die tiefgründigen Sprüche gefallen, aber mehr leider nicht. Es trifft einfach nicht meinen Geschmack.
  22. Cover des Buches Geisterstunde (ISBN: 9783453565012)
    Peter Straub

    Geisterstunde

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Unzertrennlich
    Schreibstil

    Nun habe ich Halloween genutzt, um endlich einmal ein Buch von Peter Straub zu lesen. "Geisterstunde" lag hierbei schon ewig auf meinem Sub und ich war immer etwas abgeschreckt über die doch recht negativen Meinungen über die Komplexität der Geschichte.

    Und ja, ich muss hier auch gestehen, dass ich furchtbar schwer in die Geschichte reingekommen bin. Es kommen gefühlt 60 Personen vor, die ich beim Lesen unmöglich zuordnen konnte. So hatte ich leider kein klares Bild vor Augen und musste mich sehr anstrengen, der eigentlichen Handlung überhaupt zu folgen.

    Ich weiß an dieser Stelle natürlich nicht, ob die Übersetzung auch ihren Teil dazu beigetragen hat, dass ich dieses Buch nicht genießen konnte, aber es war tatsächlich so, dass ich das Buch sehr oft frustriert und mit Kopfweh beiseite legen musste, da es doch sehr anstrengend zu lesen war.

    Charaktere

    An dieser Stelle kann ich keine Charaktere näher beschreiben, da es keine Hauptpersonen in dieser Geschichte gibt. Es wird aus so vielen Sichten erzählt und so viele Namen genannt, dass mir auch an dieser Stelle die Zuordnung sehr schwer fällt!

    Wir haben natürlich die vier Herren, die sich gegenseitig Geschichten erzählen, dann eine geheimnisvolle Frau, die in die Stadt kommt und dann natürlich die Einwohner selbst. Während Stephen King seine Charaktere sehr genau beschreibt, bleiben sie bei Peter Straub nur Namen ohne Aussehen und ohne Persönlichkeit, weswegen ich leider nicht tief genug in die Geschichte eindringen konnte.

    Meine Meinung

    Ihr merkt sicher, dass ich mich recht schwer mit meinem allerersten Buch von Peter Straub getan habe. Ich habe mich leider über große Teile durchgequält. Meine Notizen zu dem Buch sind wirr, einfach weil kein roter Faden zu erkennen ist. Die Geistergeschichten, die im Klappentext angesprochen werden, stehen leider auch nicht im Fokus des Ganzen. Viel mehr geht um das kleine Städtchen, das plötzlich scheinbar von den Geistern der Verstorbenen heimgesucht wird.

    Ich muss zugeben, dass ich schon nach wenigen Seiten vollkommen überfordert war. Peter Straub springt auch sehr gerne zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her, was mich als Leser noch mehr verwirrt hat. Irgendwann habe ich mich zwar halbwegs in die Geschichte eingefunden, aber auch dann gabs es noch Charaktere, die zuvor noch nicht vorkamen.

    Lange Zeit blieb mir auch unklar, worauf die Geschichte denn hinaus will. Geht es um den Tod von Edward, einem Freund der Altherrengesellschaft? Um die ganzen privaten Problemchen der Bewohner? Oder doch um die "Selbstmorde", die gerade geschehen? Bis sich der Nebel dichtet, dauert es hier tatsächlich furchtbar lange. Nur eine Sache hat mich durchhalten lassen: Ich wollte unbedingt wissen, wie das Buch zu Ende geht!

    Das Ende ist dann wirklich gelungen, auch wenn die Geschichte für mich einen intensiveren und vor allem flotteren Anfang gebraucht hat. Peter Straub hat seine erschaffene Welt selbst absolut im Griff, hat es aber nicht geschafft, mich ebenfalls in sie abtauchen zu lassen! Es gab viel zu viel Nebensächlichkeiten und leider keinen roten Faden! Die Idee hinter dem ganzen ist echt gut, aber das Buch erfordert enorm viel Aufmerksamkeit und ließ mich einfach nicht abschalten beim Lesen ...

    Fazit

    "Geisterstunde" war für mich leider eine sehr zähe Lektüre. Die Geschichte besaß für mich leider viel zu viele Charaktere, die ich mir allesamt nicht so wirklich vorstellen konnte. Das Buch war sehr schwer zu lesen und deswegen blieb auch die erhoffte Gruselatmosphäre leider aus ... 




  23. Cover des Buches Die Schildkröte, die Shakespeare liebte (ISBN: 9783570127629)
    Silvana Gandolfi

    Die Schildkröte, die Shakespeare liebte

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Eltragalibros
    Ein Buch für Kinder, das lehrreich ist, aber nicht auf eine "mit dem Finger wedel"-Art, sondern wunderbar erzählt!
  24. Cover des Buches Machtwechsel auf der Erde (ISBN: 9783453700574)
    Armin Risi

    Machtwechsel auf der Erde

     (6)
    Aktuelle Rezension von: batzn
    Mülltonne auf und rein damit

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