Bücher mit dem Tag "transparenz"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "transparenz" gekennzeichnet haben.

18 Bücher

  1. Cover des Buches Der Circle (ISBN: 9783462048544)
    Dave Eggers

    Der Circle

     (759)
    Aktuelle Rezension von: BlueLeo

    Mae ist mit ihrem Job unzufrieden und bekommt die Chance beim einem der begehrtesten Arbeitgeber anzufangen. Der Circle: Ein Internetkonzern, der alle großen Dienste, wie z.B. Google, Twitter & Co. aufgekauft hat und die vollkommene Transparenz anstrebt, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen und Kriminalität zu bekämpfen. Kostenlose Konzerte, Sterneköche und allabendliche Feiern gehören zum Standard beim Circle. Mae steigt schnell auf und treibt den Wahn der absoluten Transparenz in ungeahnte Höhen, bis die Dinge immer mehr außer Kontrolle geraten.

    Zu Beginn war ich wirklich beeindruckt vom Circle. Sehr schnell hatte ich jedoch das Gefühl, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Was muss es kosten, wenn eine Firma sich einen solchen Luxus leisten kann? Was wird im Gegenzug von den Mitarbeitern verlangt? Und genau das Verhalten gegenüber den Mitarbeitern ist es, was bei mir das erste Mal zu Zweifeln geführt hat. Dave Eggers schafft es, eine vielleicht nicht mehr so weit entfernte Zukunft ins Hier und Jetzt zu rücken.

    Mae ist mir am Anfang sehr sympathisch und ich konnte mich gut mit ihr identifizieren. Mit jeder Seite die ich las wirkte die Gehirnwäsche des Circles mehr bei ihr, bis ich sie am Ende überhaupt nicht mehr wiedererkannt habe. Für mich wurde sie von Seite zu Seite unsympathischer und unnahbarer. Dies hat dem Buch jedoch in keiner Weise geschadet, da ich als Leser genau diese Abneigung gebraucht habe, damit die Handlung ihre volle Wirkung entfalten konnte.

    Der Schreibstil ist, genau wie der Inhalt, anspruchsvoll. Ich konnte das Buch sehr gut und flüssig lesen und es wurde beinah zu einer Sucht, da ich kaum glauben konnte was geschieht und ich musste einfach immer weiterlesen. Dieses Buch wurde mir selbst wärmstens empfohlen noch bevor der Film dazu in die Kinos kam. Es ist auf jeden Fall ein Buch welches ich (mehr als den Film), nur weiterempfehlen kann, da es ein Thema behandelt welches heutzutage immer präsenter zu werden scheint.

  2. Cover des Buches The Circle (ISBN: 9780804172295)
    Dave Eggers

    The Circle

     (268)
    Aktuelle Rezension von: Christina_Unrau

    Die 24-jährige Mae ist überglücklich, denn sie hat einen Job beim Circle ergattert - ein hipper Internetkonzern in Kalifornien, der für eine bessere Welt den Wegfall von Anonymität und dadurch mehr Sicherheit zum Ziel hat. Der Campus des Unternehmens ist mehr als beeindruckend: Es gibt schicke Unterkünfte für die MitarbeiterInnen, ausgezeichnetes Essen, die neuesten Gadgets for free, zahlreiche Partys und mehr. Nach und nach kommt Mae allerdings den wahren Zielen des Circles näher - sorgen diese wirklich für eine bessere Welt?

    Dave Eggers hat mit seinem Roman ein Gesellschaftsbild erschaffen, das nicht fern von unserem heutigen ist. Social Media nimmt einen immer größeren Platz im gesellschaftlichen Alltag ein, sowohl privat als auch beruflich. Welches Ausmaß die digitalen Entwicklungen annehmen können wird in dem Buch sehr authentisch und vielfältig dargestellt, was durch den nahen Realitätsbezug unglaublich erschreckend ist. Der gesellschaftliche Druck, der durch Social Media entstehen kann, wird ebenfalls sehr lebensecht beschrieben. Mae ist als Protagonistin ein Paradebeispiel dafür, wie schnell man in den Sog dieser Welt geraten und wie schwer man ihr wieder entrinnen kann. Auch die anderen Charaktere verkörpern sehr gut die unterschiedlichen Positionen zu dem digitalen Fortschritt und zeigen dessen Auswirkungen auf die Menschen. Der Plot ist spannend konstruiert und hält einige Überraschungen für den/die LeserIn bereit. Es gibt allerdings mehrere Längen in dem Buch, denn die Projekte des Unternehmens werden sehr ausführlich beschrieben - da sie zentrales Thema der Geschichte sind ist es zwar faszinierend, mehr über sie zu erfahren, manchmal ziehen sich die Beschreibungen und Gespräche aber zu sehr in die Länge. 

    Insgesamt handelt es sich um eine Dystopie, die ihre LeserInnen unfassbar erschüttert zurücklässt und stark zum Nachdenken und Hinterfragen anregt. Eine klare Leseempfehlung!

  3. Cover des Buches QualityLand (ISBN: 9783548291871)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand

     (717)
    Aktuelle Rezension von: Primrose24

    In Qualityland wurden alle Abläufe, menschlichen Interaktionen und die Arbeit von Algorithmen optimiert. Maschinen übernehmen mit ihren perfekten Fähigkeiten Jobs, die niemand sonst übernehmen will. Wenn jedoch alles in dieser Welt perfekt ist, wieso gibt es dann Robotersoldaten mit posttraumatischer Belastungsstörung, Drohnen mit Flugangst oder automatische Autos mit fehlendem Orientierungssinn? Wenn dir alle Entscheidungen abgenommen werden, woher weißt du dann, dass du sie selbst auch getroffen hättest?

     

    Marc-Uwe Kling beschreibt in seinem Roman eine algorithmenoptimierte Zukunft, in der Niemand jemals eine Entscheidung treffen muss, da alle Entscheidungen und Bedürfnisse schon vorausgeahnt und getroffen wurden. In diese Welt setzt der Autor Peter, eine Figur, die sich selbst, seine Vorlieben und Bedürfnisse und dieses System hinterfragt. Mit seiner fast schon naiven Art wirkt er wie ein Kind, dass das erste Mal versucht, die Welt, in der er lebt zu verstehen und dabei auf einige Hindernisse stößt. Ihm zur Seite steht eine Gruppe fehlerhafter Roboter, die ordentlich Witz und Selbstironie in die Geschichte bringen. Die Handlung wird mit Absicht sehr überspitzt und satirisch dargestellt, wobei ich mich ab und an gefragt habe, ob wir nicht wirklich auf so eine erschreckende Zukunft hinsteuern. Die Geschichte gibt auf jeden Fall sehr viel Stoff über unser Konsumverhalten und unsere Gesellschaft nachzudenken. Eine wundervoll gesellschaftskritische Satire, die ich jedem weiterempfehlen kann.

  4. Cover des Buches Der Tag ist hell, ich schreibe dir (ISBN: 9783784433059)
    Tanja Langer

    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

     (25)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    Helen und Julius trennen 32 Lebensjahre, sie ist Studentin, er ein Mann von Welt mit Rang und Namen. Sie sucht Antworten und einen Lebensweg, er erfreut sich an ihrer Leidenschaftlichkeit und überschäumenden Lebensfreude. Lange Zeit bleibt ihre Verbindung rein platonisch, manifestiert sich in Briefen und regelmäßigen Telefonaten – als sie schließlich auf die körperliche Ebene wechselt, erkennen beide die Vergänglichkeit, die fehlende Perspektive und letztlich vollkommen andere Lebensentwürfe. Jeder geht seinen eigenen Weg, behält den anderen und dessen Gedanken jedoch im Hinterkopf. Als Julius schließlich Opfer eines Attentats wird, recherchiert Helen sein Leben, seine politische Gesinnung, sein öffentliches Wirken und rollt damit das Zeitgeschehen einer ganzen Epoche auf. Fazit: Eine seltsame Beziehung verliert sich in den historischen Begebenheiten einer bewegten Zeit, stellenweise langatmig erzählt, nichts für Zwischendurch. Das größte Problem ist jedoch die Tatsache, dass der Leser immer mehr erwartet, als dann tatsächlich passiert.

     

  5. Cover des Buches Der Code agiler Organisationen: Das Playbook für den Wandel zur agilen Organisationskultur (ISBN: 9783869804828)
    Dr. Stefanie Puckett

    Der Code agiler Organisationen: Das Playbook für den Wandel zur agilen Organisationskultur

     (7)
    Aktuelle Rezension von: LeserLeserin

    Ein spannendes Buch, dass psychologische Fallstricke bei agilem Arbeiten aufzeigt und darlegt, wie es das Verhalten des Einzelnen und von Teams ist, das letztlich Agilität schafft. Die Tipps und Hacks am Ende jedes Kapitels sind sehr gut und direkt anwendbar. Das TEC Modell agiler Organisationskultur liefert direkt ein tolles Framework, mit dem man arbeiten kann. 

  6. Cover des Buches Night World - Prinz des Schattenreichs (ISBN: 9783570306345)
    Lisa J. Smith

    Night World - Prinz des Schattenreichs

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Buch_Versum
    Sehr spannend, tapfere Maggie sucht nach Ihrem Bruder, dabei bekommt Sie einen Traum von Delos geschickt. Mit seiner Hilfe gelingt es Ihr Bern zu entkommen und auch wenn er es nicht will, erkennt Delos Maggi als seine Seelengefährtin.
    Zauberhaft wie Er Sie beschützt, spannend wie Sie dann gemeinsam als Beute her halten sollen.
    Im letzten Moment besinnt sich Sylvia und nimmt den Fluch von Delos. Er kann Sie alle retten. Erleichtert davon findet Maggi dann auch noch Ihren Bruder. Endlich. Süsse Geschichte für Zwischendurch.
  7. Cover des Buches Transparenzgesellschaft (ISBN: 9783882215953)
    Byung-Chul Han

    Transparenzgesellschaft

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  8. Cover des Buches Post-Privacy (ISBN: 9783406622236)
    Christian Heller

    Post-Privacy

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Wikileaks und die Folgen (ISBN: 9783518061701)
    Eva Gilmer

    Wikileaks und die Folgen

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Mit neuer Autorität in Führung (ISBN: 9783658021450)
    Frank Baumann-Habersack

    Mit neuer Autorität in Führung

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Es handelt sich hierbei um ein anschaulich und verständlich geschriebenes theoretisches Werk zum Thema Führung in der „neuen“ Arbeitswelt. Man bekommt hier keine klaren Handlungsanweisungen auf dem Silbertablett präsentiert…

    In dem Buch von Frank Baumann-Habersack geht es erst einmal um Autorität allgemein, die Begriffserklärung, die Historie, dann den Status Quo wenn es um das Thema Führung geht, den Wandel in er Arbeitswelt Stichwort Generation Y und welches neue Zielbild dieser Wandel erfordert. Am Ende skizziert der Autor kurz wie man dorthin kommt. In den einzelnen Kapiteln wird sehr ausführlich erklärt worauf es bei dem Thema neue Autorität in der Führung ankommt: Präsenz, Transparenz, Vertrauen, Flexibilität, Offenheit, Werte, Reflexion. Das sind alles Themen die man kennt, wenn man sich ein bisschen mit dem Thema Führung beschäftig hat. Aber wie wir alle wissen ist der Alltag und Theorie wie es besser funktionieren könnte nicht immer Deckungsgleich, deshalb ist es wichtig sich immer mal zurückzunehmen und sich mit dem Thema zu beschäftigen. Ich fand auch die Historie und der Bezug zur Kindheit, zur Gesellschaft sehr informativ, darüber hatte ich so noch nie nachgedacht. Am Ende jedes Kapitels gibt es eine Management Summary die noch einmal alle wichtigen Punkte aufführt, die war mir zum Teil etwas zu ausführlich und ich hatte ab und an das Gefühl alles zweimal zu lesen, aber vielleicht bleibt es so auch länger haften :D. Immer wieder streut Herr Baumann-Habersack auch Beispiele die er in seiner langjährigen Arbeit mit Unternehmen und Führungskräften gesammelt hat ein. Das hat die Theorie doch etwas anschaulicher gemacht. Auch findet man das eine oder andere Schaubild, hier hätten es ruhig mehr sein können, es ist streckenweise doch etwas trocken, aber wie gesagt das hat ein theoretischer Text einfach so an sich. Ich würde eine Art Arbeitsheft als Ergänzung zu dem theoretischen Wissen, dass man sich nun angeeignet hat begrüßen.

    In jedem Fall habe ich einige interessante Anknüpfungspunke für mich gefunden.


    * Rezensionsexemplar über Lovelybooks / Verlag


  11. Cover des Buches Schwarzbuch Waffenhandel (ISBN: 9783453602373)
    Jürgen Grässlin

    Schwarzbuch Waffenhandel

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Kanzler, Krise, Kapital (ISBN: 9783570100776)
    Marietta Slomka

    Kanzler, Krise, Kapital

     (4)
    Aktuelle Rezension von: mcallonnec
    Die Journalistin, bekannt aus dem heute-Journal, erklärt Politik. Ein äußerst empfehlenswertes Buch, angereichert mit viel Humor, Anekdoten aus dem politischen Leben und einer sehr angenehmen, klaren und verständlichen Sprache. Interessant nicht nur für Politikinteressierte, sondern meiner Meinung nach vor allem für diejenigen, denen der Überblick über politische und wirtschaftliche Prozesse noch fehlt, die aber meinen, immer mitreden zu müssen. Es gibt heute so viele "Verschwörungstheoretiker", die - anders als zu Zeiten, in denen nur der Stammtisch als Plattform diente - das Internet nutzen, um ihre "Weisheiten" vom Stapel zu lassen. Dieses Buch könnte für diese Gruppe sehr hilfreich sein. Bloß, lesen sie es auch?
  13. Cover des Buches Inside WikiLeaks (ISBN: 9783548374390)
    Daniel Domscheit-Berg

    Inside WikiLeaks

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Dubhe
    In diesem Buch beschreibt der Autor seine Zeit bei WikiLeaks, einer Internetseite, auf der strenggeheime Dokumente veröffentlicht werden. Doch dieses Leben hat auch seine Schattenseiten, welche der Autor aus eigener Erfahrung schildert. . Da ich schon viel über das Leben eines Computerhackers weiß, kann man dieses Buch nicht mehr schocken. Gegenüber manch anderen Sachen erscheint dieses Leben sogar recht harmlos. Trotz allem möchte ich mit niemanden von WikiLeaks tauschen. Es hat einfach keine schockierende Wirkung auf mich, was der Leser in diesem Buch erfährt. Man merkt, dass der Autor kein Schriftsteller ist, denn der Stil ist teilweise katastrophal und zwischendurch sogar etwas langweilig. Doch wen das Thema interessiert, der sollte sich dieses Buch doch einmal anschauen.
  14. Cover des Buches Der heilige Schein (ISBN: 9783548376813)
    David Berger

    Der heilige Schein

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Interessant mal hinter den Kulissen der Katholischen Kirche zu blicken
  15. Cover des Buches Von der Pflicht zu führen (ISBN: 9783548373096)
    Bernhard Bueb

    Von der Pflicht zu führen

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Jacynthe

    Klappentext


    Es geht nicht ohne Führung, nicht in der Kindererziehung und auch nicht in der Erwachsenenwelt. Denn die Art und Weise, wie wir geführt werden, bestimmt unser Leben. Diese Erkenntnis hat sich in deutschen Unternehmen durchgesetzt, aber nicht im Bereich der Bildung und Erziehung - mit alarmierenden Auswirkungen.

    Meine Meinung


    Buebs Standpunkt ist klar: es geht nicht ohne Führung. Vor allem nicht in der Bildung. Und das ist ein Bereich, in dem sich "gute Führung" noch nicht so etabliert hat wie in Unternehmen.

    In sogenannten neun Geboten führt Bueb auf, was eine gute Führungspersönlichkeit ausmacht und wie wichtig eine solche gerade in der Schule ist. Seiner Meinung nach müssen Kinder geführt werden, um zu ganzheitlicher Bildung zu gelangen und sich so in der Welt behaupten zu können.

    Nach den Eltern sind es die Lehrer, die diese Führung übernehmen müssen und Bueb bemängelt zu recht, dass die meisten Lehrkräfte keine Führungspersönlichkeiten sind, weil sie im Grunde nicht führen wollen. Das Unterrichtssystem sei wenig transparent und jeder Lehrer nehme sich als Einzelkämpfer wahr, so dass es schlichtweg nicht möglich sei, einen Lehrer nach dem Studium auf seine Führungsfähigkeit hin und auch allgemein zu prüfen.

    Ich kann dem voll und ganz zustimmen! Rückblickend war meine Schulzeit geprägt von Ungerechtigkeiten, gegen die man als Schüler einfach nicht ankam. Zum Beispiel war unsere Stufe in drei Englischkurse unterteilt, mit drei verschiedenen Lehrern. Der Leistungsdurchschnitt der drei Kurse hätte, trotz eigentlich gleicher Inhalte, unterschiedlicher nicht sein können. Das stört natürlich die Schüler des besten Kurses nicht weiter. Ich befand mich allerdings im "schlechtesten" Kurs...

    Der Mensch sei ein Herdentier, meint Bueb weiter, und brauche Anführer, um überleben zu können. Daher sei es auch an Schulen wichtig, einen kompetenten Schulleiter zu haben, der seinerseits die Lehrer führt. Meiner Meinung nach reitet Bueb ein wenig zu viel auf den Schulleitern herum, was wohl daher kommt, dass er selbst jahrelang Leiter einer Schule war. Irgendwann gegen Ende des Buches dachte ich mir dann auch: "Ist ja guhuuut, aber ich will erstmal Lehrerin werden, dann sehen wir weiter."

    Man kann sich natürlich über seinen Standpunkt, dass die Menschen nicht ohne Führung können, streiten, wie es auch bereits vielerorts geschehen ist. Bueb sagt im Vorwort, dass er weiß, wie negativ das Wort "führen" im Deutschen behaftet ist. Er belegt seine These aber auch an verschiedenen logischen Beispielen. So zum Beispiel der Tatsache, dass Menschen zeitgeschichtliche Epochen nach Menschen benennen, die Großes geleistet haben oder dass bei Wahlen häufig die einzelnen Politiker eine größere Rolle spielen als deren Parteien.

    Trotz des vielschichtigen Themas hat sich Bueb an das Wesentliche gehalten und ist einem gut sichtbaren roten Faden gefolgt. Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich, und immer wieder führt Bueb ausgewählte Beispiele an, die das jeweilige "Gebot" noch vertiefen. Gelegentlich hatte ich jedoch das Gefühl, dass Bueb sich wiederholt, was aber auch daran gelegen haben könnte, dass sich die "Gebote" inhaltlich oft überschneiden.

    Insgesamt halte ich das Buch für sehr gelungen und hilfreich, vor allem für angehende Lehrerinnen und Lehrer. In wie weit man Bueb zustimmt, muss wohl jeder für sich entscheiden. Mir hat das Buch aber sehr geholfen und mir die Augen für verschiedene Aspekte des Lehrberufs geöffnet, an die ich bisher noch nicht gedacht hatte. An den Pflichten der Lehrer gegenüber den Schülern, die Bueb sehr deutlich heraus arbeitet, lässt sich nämlich schlichtweg nicht rütteln. Egal, ob man diese nun "führen" nennen will oder nicht. Ich vergebe 4 von 5 Wolken.
  16. Cover des Buches Die Vernetzung der Welt (ISBN: 9783498064228)
    Eric Schmidt

    Die Vernetzung der Welt

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft (ISBN: 9783442156863)
    Nouriel Roubini

    Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft

     (4)
    Aktuelle Rezension von: R_Manthey
    Als einer der wenigen etablierten Ökonomen der USA hatte Nouriel Roubini die gegenwärtige Finanzkrise und ihren Verlauf sehr genau vorausgesagt. Nun hat er uns gemeinsam mit Stephen Mihm ein Buch über diese Krise, ihre Folgen und mögliche Auswege geschrieben. Bereits im ersten Kapitel räumen die Autoren mit dem Mythos auf, Finanzkrisen wären ein seltenes und obendrein unvorhersehbares Ereignis, etwas, das populäre Schreiber gerne medienwirksam "schwarzen Schwan" nennen. Sie gehen kurz auf einige sich immer wiederholende Elemente solcher Krisen ein und zeigen, dass diese Faktoren auch diesmal schon lange vor der eigentlichen Eruption deutliche Warnzeichen sendeten. Man musste sie nur lesen können.

    Bereits John Stuart Mill erklärte 1848 wie sich Finanzkrisen zusammenbrauen. Seine Erkenntnisse hätten auch diesmal für eine sichere Voraussage ausgereicht. Leider wird die Vergangenheit oftmals einfach vergessen. Oder man redet sich ein, dass diesmal alles ganz anders ist. Mill ist nur einer von vielen Wirtschaftswissenschaftlern, die sich mit der Rolle von ökonomischen Krisen theoretisch auseinandersetzten. Im zweiten Kapitel gehen die Autoren auf die unterschiedlichsten Ansichten dazu ein.

    Viele Spekulationsblasen entstehen durch die Einführung neuer Technologien. Doch die gegenwärtige Krise wurde ganz wesentlich durch "Innovationen" in der Welt des Interbankenhandels, vor allem durch die so genannten Kreditverbriefungen, angefeuert. Ganz unterschiedliche Anleihen wurden dazu grob gesprochen in großen Paketen zusammengepackt und in ihrer Gesamtheit durch ein Rating bewertet. Damit waren sie erstmals handelbar. Kreditgeber kamen so sehr schnell wieder an ihr Geld. Dafür wusste nun aber niemand mehr so recht, welche Risiken er wirklich in solchen Paketen kauft.

    Die Autoren erklären im dritten Kapitel sehr detailliert, wie diese Verbriefungen und Derivate auf solche strukturierten Produkte zum Auslöser der Krise wurden. Sie verweisen darüber hinaus auf das hierzulande nicht diskutierte, weil kaum vorhandene, unkontrollierte Schattenbankenwesen und erläutern an Beispielen den Fluch der Hebelung, also die Verwendung von Fremdkapital in unverantwortlichen Größenordnungen bei spekulativen Geschäften.

    Im vierten Kapitel beschreiben die Autoren das dominoartige Zusammenfallen der amerikanischen Kreditunternehmen nachdem sich erstmals die wahren Ausmaße der Kreditausfälle andeuteten. Anschließend breitete sich diese US-Epidemie pandemisch über die in alle Welt verkauften Kreditpakete aus. Interessanterweise waren sehr viele Politiker, auch der damalige deutsche Finanzminister Steinbrück, bis dahin der Meinung, dass dies nicht geschehen werde. Von dieser Pandemie berichtet das fünfte Kapitel.

    Im folgenden Kapitel befassen sich die Autoren ausführlich mit dem Krisenmanagement der amerikanischen Notenbank und erklären die zahlreichen Manöver so, dass sie auch Laien verstehen können. Danach wird im 7. Kapitel diskutiert, wie die Politik auf die Krise reagiert hat. Die Schuldenkrise wurde frei nach Keynes mit noch mehr Schulden durch "Rettungen" und Konjunkturprogramme beantwortet. Politiker vergessen dabei gerne, dass Keynes eine Entschuldung in besseren Zeiten dringend anmahnte und dass Konjunkturprogramme die Steuererhöhungen (oder "Sparprogramme") der Zukunft sind. Wir sehen das gerade in Deutschland.

    Das 8. Kapitel befasst sich mit dringend notwendigen Reformen des gesamten Finanzsystems. Die bisherigen politischen Diskussionen und hektischen Maßnahmen zeugen von politischem Unwillen und mangelndem Sachverstand. Das eigentliche Problem entstand im völlig unregulierten und komplett undurchsichtigen Interbankenhandel. Jeder kann hier Derivate erfinden und in Umlauf bringen. Es existiert keinerlei Aufsicht oder Standardisierung von Produkten. Allerdings sind das merkwürdigerweise keine öffentlichen Diskussionsthemen. Darüber hinaus ist das zentrale Problem der Vergütungen nicht geregelt. Solange der Steuerzahler jeden Spieler immer wieder rettet, wird die Bereitschaft, irrsinnige Risiken einzugehen, nicht nachlassen. Weitere kritischer Punkte sind die Größe der verschiedenen Institute und ihre Verflechtungen. Dies wird in der Öffentlichkeit ebenfalls nicht diskutiert.

    Radikale Schnitte schlagen die Autoren im 9. Kapitel als Konsequenz der Krise vor. Zunächst einmal muss es gelingen, die Aufsichtsbehörden vom Fluch der blinden Mittelmäßigkeit zu befreien. Fähige Leute gehen dorthin, wo sie gut bezahlt werden und sich verwirklichen können. Die Aufsichtsbehörden gehören gewiss nicht zu den idealen Zielen solcher Menschen. Noch wichtiger ist jedoch der extrem schwierige Vollzug einer simplen Logik. Wenn Konzerne zu groß sind, um zu sterben, dann muss man sie eben zerschlagen. Doch mit den "Rettungen" sind zumindest in den USA noch größere Giganten gebildet worden. Weil es in der Obama-Administration nur so von Goldman-Sachs-Leuten wimmelt, wundert es nicht, dass diese Konsequenz dort kein Thema ist. Die Autoren diskutieren das Zerschlagungsproblem ausführlich.

    Ein anderer simpler Punkt ist, dass Banken nur Risiken in Höhe ihres verfügbaren Eigenkapitals eingehen sollten. Dazu könnte man sie zwingen, wenn man es denn wollte. Schließlich schlagen die Autoren eine aktivere Rolle der Zentralbanken in der Geldpolitik im Vorfeld einer Krise vor.

    Kapitel 10 befasst sich mit den Schuldenkrisen von Staaten, die immer nach Bankenkrisen auftreten. Insofern erleben wir gegenwärtig nichts Neues. Die Autoren diskutieren hier insbesondere die Krise des US-Dollars und die möglichen politischen Folgen für die Machtverhältnisse in der Welt.

    Das Buch enthält ein Fazit, in dem das Drehbuch der Krise noch einmal zusammengefasst wird, und einen Ausblick, der erneut die Brillanz seiner Autoren aufdeckt, denn inzwischen ist zum Beispiel eingetreten, was sie für Griechenland voraussagten.

    Fazit.
    Dies ist ein sehr intelligent geschriebenes, scharfsinniges und sehr lehrreiches Buch über Ursachen und Verlauf der gegenwärtigen Finanzkrise und der zu erwartenden Folgen. Darüber hinaus unterbreiten die Autoren konsequente Vorschläge zur Lösung der durch diese Krise aufgedeckten Probleme. Das Buch ist für einen breiten Leserkreis geschrieben, wenngleich gewisse elementare Kenntnisse und Vorstellungen über die Finanzmärkte vorausgesetzt werden.
  18. Cover des Buches Mauern einreißen! (ISBN: 9783641122621)
    Anke Domscheit-Berg

    Mauern einreißen!

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Zeige:
    • 8
    • 12
    • 24

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks