Bücher mit dem Tag "transsexualität"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "transsexualität" gekennzeichnet haben.

73 Bücher

  1. Cover des Buches Someone New (ISBN: 9783736308299)
    Laura Kneidl

    Someone New

     (1.503)
    Aktuelle Rezension von: dream_maker2000

    Der Einstieg in die Geschichte empfand ich als einfach und auch der Schreibstil hat es sehr einfach gemacht sich in die Geschichte hineinzuversetzen. Die Charaktere waren sehr authentisch, besonders Julian fand ich sehr interessant. Dennoch musste ich sagen, dass ich aufgrund von meinem persönlichem Umfeld schon früh sein "Geheimnis" erkannt habe und ich empfand es gut, immer wieder so kleine Hinweise zu entdecken, die Micah natürlich anfangs nicht verstanden hat, aber auch am Ende alles als schlüssig beschrieben wurde. Micah selbst fand ich sehr schön beschrieben auch wenn ich ihren Gedankengang hin und wieder nicht nachvollziehen konnte bzw. ich empfand sie in manchen Szenen sehr egoistisch und hat sich in den Mittelpunkt gestellt, obwohl es dort absolut nicht um sie ging.

    Auch der Freundeskreis war mega cool, weswegen ich mich auf die nächsten Bände auch sehr freue.

    Die Location war auch sehr harmonisch und auch sehr gut beschrieben. Alles im Allem empfinde ich das Someone New ein kleines Wohlfühlbuch ist, was zwar nicht zu meinen Highlights gehört aber definitiv nicht in meinem Regal fehlen darf.

  2. Cover des Buches Rachewinter (ISBN: 9783442486557)
    Andreas Gruber

    Rachewinter

     (232)
    Aktuelle Rezension von: Anndlich

    Mehrere Männer sterben an unterschiedlichen Orten und dennoch haben sie etwas gemeinsam - alle wurden in Begleitung einer mysteriösen Frau gesehen.
    Walter Pulaski und Evelyn Meyers erkennen bald, dass sie dieser Fall wieder zusammenführt.

    Rachewinter ist der dritter Teil um Evelyn Meyers und Walter Pulaski. Nach zwei Jahren führt sie erneut ein Fall zusammen. Die Teile können unabhänigig voneinander gelesen werden, da keine Erzählung aufeinander aufbaut. Ihre Vorgeschichte ist für Rachewinter nicht relevant, sodass die Vorgänger lediglich nebenbei erwähnt werden.

    Evelyn Meyers ist eine selbständige Anwältin, die mit ihren beiden Katzen in Wien lebt. Mittlerweile hat sie sich auf die Verteidigung spezialisiert und arbeitet mir ihrem Assistenten an den Fällen. Florian Zock bringt als ehemaliger Polizist und angehender Privatdeketiv gute Eigenschaften für diesen Job mit.

    Walter Pulaski ist Mitte 50 und alleinerziehender Vater einer mittlerweile 17-jährigen Tochter. Seine Position im LKA hat er nach dem Tod seiner Frau aufgegeben und arbeitet nun bei der Kripo in Leipzig. Sein Asthma hat ihm nicht nur den Zigaretten- und Fleischkonsum gekostet, sondern auch den Außendienst.
    Walter Pulaski gehört durch seinen knurrigen, aber charmanten Charakter zu den Ermittlern, über die ich sehr gerne lese. Da die Rache-Reihe aufgrund ihrer Aufmachung nur einen begrenzten Spielraum bietet, würde ich mir wünschen, dass Pulaski in einer weiteren Reihe aufgenommen wird.

    Andreas Grubers Schreibstil lässt einen auch in diesem Teil sofort in die Handlung eintauchen und die kurzen Kapitel sorgen für ein schnelles Lesevergnügen. Zwar wurde der Täter einem sehr schnell "präsentiert", dennoch bleibt es durchgehend spannend, da die Motive sehr interessant sind.


  3. Cover des Buches Bäume reisen nachts (ISBN: 9783458360193)
    Aude Le Corff

    Bäume reisen nachts

     (190)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Inhalt:

    Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem achtzigjährigen pensionierten Französischlehrer Anatole und dem achtjährigen Mädchen Manon, das Anatoles Aufmerksamkeit erregte, indem sie voller Kummer tagein tagaus lesend unter einer Birke saß und mit Katzen und Ameisen sprach. Der Grund für Manons Kummer ist, dass sie und ihr Vater von Manons Mutter Anaïs verlassen wurden, ohne dass die beiden den Grund kannten, geschweige denn wussten, was aus Anaïs geworden ist. Manons Vater Pierre, ebenfalls in Kummer versunken, ist nicht mehr in der Lage, Manon Halt zu geben. Abgerundet wird das Gespann durch Manons Tante Sophie, die Manon ebensowenig erreichen kann. Nach dem ersten Hinweis über den Verbleib der Mutter, machen sich die Vier auf den Weg, um sie zu suchen und zurückzuholen.


    Meine Meinung:

    Manon und Anatole wirken bezaubernd. Es ist eine der zwischenmenschlichen Beziehungen, die voller Magie stecken. Die beiden haben sich nicht gesucht, aber gebraucht! Der Prozess, in dem Manon sich Anatole ggü. öffnet, ist wunderbar zu beobachten. Ich habe das Buch verschlungen. Es war schön, zu sehen, wie sich eine tiefe Freundschaft entwickelte und Manon dadurch Hoffnung und Positivität zurückgegeben wurden. Ebenso spannend war es, zu verfolgen, wie sich die drei Erwachsenen näher kamen und ihre Beziehungen, die es ohne Manon wahrscheinlich nicht gegeben hätte, zueinander aufgebaut haben. 

    Das Cover mag ich sehr gerne. Insbesondere, weil die Blätter leicht strukturiert sind. Leider nur auf dem Frontdeckel, nicht auf dem Rückdeckel. Aber immerhin! Ich mag diese liebevollen Details. 

    Der Schreibstil ist flüssig, die Autorin wechselt stetig zwischen direkter und indirekter Rede, was abwechslungsreich zu lesen war. Auch die Zitate literarischer Größen sind passend gewählt und keinesfalls überladen. Dadurch bekommt der Inhalt leichte Poesie, was diese zauberhafte Freundschaft abrundet. 

    Mir gefällt der Klappentext überhaupt nicht, weil es inhaltlich nicht ganz stimmt. Der Plan wird (genau genommen) nicht von Anatole und Manon geschmiedet. Was mir zudem nicht gefällt, ist das Ende. Je näher ich dem Ende kam, desto mehr bekam ich den Gedanken, enttäuscht zu werden. Dem war schlussendlich auch so. Das, was Manon und ihre Familie aushalten musste, über Monate hinweg, mit all den schlechten Gefühlen, wie Sorge, Trauer, Wut, Verzweiflung usw. kann einfach nicht so aufhören, wie es aufhörte. Das Ende war für mich nicht authentisch genug. 

    Dennoch es ist ein sehr gutes Buch, dass ich gerne weiterempfehle.


  4. Cover des Buches Schwesterlein, komm stirb mit mir (ISBN: 9783499242175)
    Karen Sander

    Schwesterlein, komm stirb mit mir

     (311)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Das sich entwickelnde Katz-und-Maus-Spiel zwischen Ermittlern und Täter wird rasant beschrieben und dies wird noch durch die kurzgehaltenen Kapitel unterstrichen. Die beiden Hauptprotagonisten wiederum sind sehr detailliert dargestellt, wirken aber dadurch auch überzeichnet und stereotyp. Der Fall selbst kann natürlich (abgesehen der Ungereimtheiten) souverän aufgeklärt werden. Und damit dies nicht zu schnell passiert, wurden einige unerwartete Wendung eingebaut. Der Schreibstil von Karen Sander ist eingängig und flüssig zu lesen. Und wer damit klar kommt die Todesumstände der Opfer sehr detailreich und förmlich bluttriefend beschrieben zu bekommen, erhält hier ein Buch, dass ihn zu unterhalten vermag. Ich spreche trotz der kleinen Kritik eine Leseempfehlung aus.

  5. Cover des Buches Das Schweigen der Lämmer (ISBN: 9783453432086)
    Thomas Harris

    Das Schweigen der Lämmer

     (865)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Das Buch ist ein absoluter Klassiker, der in keinem Haushalt fehlen darf.  Immer wieder spannend 

  6. Cover des Buches Game Changer - Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen (ISBN: 9783737358842)
    Neal Shusterman

    Game Changer - Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Freakylittlepanda

    Game Changer ist das erste Buch das ich von diesem Autor lese. Ich hab schon viel Gutes über seine anderen Bücher gehört, daher musste ich diesmal einfach die Gelegenheit beim Schopfe packen, wie man so schön sagt.

    Es geht um Ashley (Ash) der ein ganz normaler Teenager ist, Footballspieler an der Highschool und wird plötzlich zum Mittelpunkt des Universums. Hört sich genauso schräg an wie es eben ist.

    Ash mochte ich wirklich total gerne, er macht im Laufe der Story einige Entwicklungen durch. Er selbst hält sich für tolerant, denn sein bester Freund ist schwarz doch er wird eines besseren belehrt. Und nicht nur diese Entwicklung macht er im Laufe der Geschichte durch.

    Die Story macht auf viele Misstände in unserer Gesellschaft aufmerksam. Nicht nur Rassismus sondern auch einige andere Themen.

    Die Geschichte lässt sich locker und leicht lesen. Da ich es eingeteilt in einem Buddyread gelesen habe, sind mir keine Längen bewusst aufgefallen. So blieb die Story durchweg spannend. Es kann aber sein das wenn ich es alleine gelesen hätte, ich vllt doch ab und an kurzfristig die Lust verloren hätte.

    Trotzdem ist es empfehlenswert und eine nette Unterhaltung. Von mir gibts 4/5 Sterne.

  7. Cover des Buches Glaube der Lüge (ISBN: 9783442476169)
    Elizabeth George

    Glaube der Lüge

     (150)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Mein Fazit: Ich mag diese Reihe einfach :D Auch dieser Band war wieder voller Rätsel und Geheimnisse und es hat immens Spaß gemacht, ihnen auf den Grund zu gehen. Die Leiche in Cumbria, um dessen Tod sich Insp. Lynley dieses Mal incognito kümmern muss, bringt viele Wahrheiten ans Licht, die das Gefüge einer ganzen Familie fast auseinander brechen lassen.

    Mit Lügen zu leben scheint oft auf den ersten Blick einfacher und doch ergeben sich dadurch immer mehr Probleme, vor denen man irgendwann nicht mehr flüchten kann ... diesen Aspekt hat die Autorin hier mit vielen Facetten zum Ausdruck gebracht.
    Was ich allerdings merke ist, dass Elizabeth George in manchen Dingen, gerade wenn es um Männer und Frauen und ihre Standpunkte in Beziehungen geht, manchmal schon etwas "altmodisch" wirkt. Da klingt wahrscheinlich einfach die ältere Generation durch und stellt die Figuren an manchen Stellen ein bisschen altbacken und nicht zeitgemäß dar. Dafür greift sie aber durchaus auch aktuelle Konflikte auf und integriert sie gelungen, auch wenn etwas weniger vielleicht mehr gewesen wäre.

    Lynley selbst macht eine tiefgehende Weiterentwicklung durch, auch wenn sie nur langsam vonstatten geht, ebenso wie seine Freunde St James und Deborah, die ihr Problem mit dem Kinderwunsch in den Griff zu bekommen versuchen.
    Aber auch Lynleys Kollegin Barbara Havers hat zum einen mit ihrer unsympathischen Vorgesetzten zu kämpfen und auch ihr Verhältnis zu ihrem Nachbarn steht vor einer neuen Wende.

    Alles wurde wieder gut verpackt und gut ineinander aufgebaut - Spannung gab es genug und vor allem immer mit fiesen kleinen Cliffhangern am Ende der Kapitel.

  8. Cover des Buches Middlesex (ISBN: 9783499238109)
    Jeffrey Eugenides

    Middlesex

     (498)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die Erzählung umfasst die Familiengeschichte mehrerer Generationen: Griechische Emigranten, die ihre Heimat verlassen und sich in den USA um die 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts eine neue Zukunft aufbauen. Im Zentrum steht die Ich-Erzählerin Calliope, die als pubertierendes Mädchen erkennt, dass sie beiderlei Geschlecht in sich trägt und fortan als Junge weiterleben möchte. Die vielen medizinischen Einblicke machen das Lesen zwar nicht immer flüssig, da zur Verständlichkeit viele fachlichen Ausdrücke nachgeschlagen werden müssen, jedoch wird die Thematik umso lehrreicher vermittelt. Für Kenner der griechischen Mythologie gibt es zahlreiche Hinweise zu historischen Elementen.


    Das Buch ist eine wuchtige und bereichernde Lese-Erfahrung. In über 700 Seiten enthält es viele wunderbare Geschichten, historische Anhaltspunkte und spannenden Familienzusammenhänge. Eigentlich ein Roman wie ich ihn mir wünsche: lehrreich, dramatisch, anregend und sprachlich einnehmend geschrieben, ohne Plattitüden und unnötigem Geschwätz. Ich habe diese Erzählung sehr gerne gelesen und freue mich auf weitere Bücher des Autors.

  9. Cover des Buches Der Zementgarten (ISBN: 9783257206487)
    Ian McEwan

    Der Zementgarten

     (398)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Es handelt sich scheinbar um eine ganz normale Familie aus einem englischen Vorort. Jedes der Familienmitglieder hat seine Eigenarten, doch nichts besonders auffälliges oder gar schlimmes. Als der Vater plötzlich stirbt beginnen sich die Familienmitglieder langsam zu verändern und driften langsam von einander Weg. Als die Mutter dann noch unerwartet an Krebs stirbt, bleiben Jack, Julie und ihre beiden jüngeren Geschwister alleine in dem Haus zurück. Da ihnen die Abschiebung in ein Kinderheim droht, fassen die Kinder den Entschluss die Mutter im Keller einzuzementieren, um so deren Ableben zu verbergen. Ohne die festen familiären Strukturen beginnt sich jedes der Kinder nun immer schneller zu verändern und driften dabei immer weiter von einander ab. 

    Nachdem ich von "Saturday" einigermaßen begeistert war, wollte ich noch etwas anderes von Ian McEwan lesen und da kam mir dieses kurze Buch mit seiner doch pikanten Thematik sehr zupass. Der Schreibstil des Autors konnte mich schon bei seinem anderen Buch begeistern, doch bei dieser Geschichte konnte mich der Autor auf sprachlicher Ebene sogar noch ein Stückchen mehr abholen. Man bekommt bunte beschreibende Bilder geliefert, ohne dass die Geschichte dabei zu zäh werden würde, oder der Lesefluss eingeschränkt werden würde. Ian McEwan konnte meiner Meinung nach also die besonderen Lebensumstände, in die sich die 4 Heranwachsenden manövriert hatten, sehr gut darstellen und erzeugte dabei eine besondere und drückende Atmosphäre, die ich ähnlich einem schwülen, drückend heißem Sommertag empfand, an dem die Zeit stillzustehen scheint. Neben dem Schreibstil konnte mich die Geschichte auch mit ihrer kranken und gewöhnungsbedürftigen Handlung abholen. Dadurch, dass man in der Geschichte nur einen einzigen maßgebenden Handlungsstrang hat, der sich immer weiter auflädt und polarisiert fliegt man beim Lesen nur so durch die Geschichte. Das Thema mag nicht für jeden passend sein, doch man kann ihm nicht absprechen, dass er Garant für Spannung ist. Am meisten Begeistern konnte mich Ian McEwan aber mit den Charakterzeichnungen. Zwar kam ich keinem der Protagonisten auf emotionaler Ebene nahe, doch das wäre meiner Meinung nach bei dieser Handlung nicht möglich gewesen. Man blickt viel mehr als unbeteiligter Zuseher auf eine Horde kranker Minderjähriger herab und wünscht sich dabei, niemals in so einem emotional verwahrlostem Zustand wie diese zu Enden. Was Ian McEwan allerdings geschafft hat ist, dass jeder der Protagonisten eine andere Richtung in seiner emotionalen bzw. körperlichen Verwahrlosung einnimmt. Am besten merkt man dies in meinen Augen bei Jack und seinem kleinen Bruder. Jack verwahrloste körperlich und ich muss sagen, dass ich mich während des Lesens vor ihm ziemlich ekelte, wohingegen bei seinem jüngeren Bruder die emotionale und soziale Verwahrlosung erschreckende Ausmaße annimmt. Das Meisterwerk des Autor besteht dabei aber, dass er mir die Charaktere und deren doch recht abartige Entwicklung als authentisch verkaufte. Ich hatte das Gefühl, dass das ganze so gerade sich irgendwo abspielen könnte, und ich nur nichts davon wissen würde. Ein einziges kleines Problem hatte ich allerdings damit, dass ich vor allem gegen Ende der Geschichte nicht mehr mit der Handlung auch nur ansatzweise identifizieren konnte. Ich hatte am Ende einfach das Gefühl, dass es zu viel wurde. 

    Letztendlich ist das Buch aber extrem lesenswert - wie alle Bücher des Autors - , alleine durch diese doch recht unkonventionelle und krasse Thematik. Die Umsetzung ist auch insofern gelungen, dass mich das Buch trotz seiner Knappheit schockieren konnte. 

  10. Cover des Buches Das dänische Mädchen (ISBN: 9783442472796)
    David Ebershoff

    Das dänische Mädchen

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Stayystrong

  11. Cover des Buches Mrs Fletcher (ISBN: 9783423281751)
    Tom Perrotta

    Mrs Fletcher

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Waschbaerin

    Jatzt muss ich gestehen, dass ich das Buch Mrs. Fletcher nicht bis ans bittere Ende gelesen habe. Ich quälte mich knapp bis zur Mitte durch, dann landete  es endgültig auf dem Stapel Bücher, die ich auf dem Campingplatz ins Regal stelle. Vielleicht gibt es andere Leser, die auf sowas stehen. Ich jedenfalls nicht. 

    Jetzt will ich aber auch begründen wieso: Da ist zuerst einmal diese entsetzliche Sprache. Vielleicht bin ich nicht mehr so ganz im Zeitgeschehen, aber die Menschen in meinem Umfeld gehen anders miteinander um. Na ja, es gibt ja alles und so las ich tapfer weiter. Doch auch der Inhalt ließ zu wünschen übrig. Das sich bei jungen Leuten in Gedanken und vielleicht auch beim Handeln alles um Sex dreht, mag ja angehen. Ich weiß es nicht, bin etliche Jahre darüber. Aber wenn eine erwachsene Frau mit ihrem Feierabend nichts anderes anzufangen weiß außer Pornos in allen Variationen zu schauen, ihr im Alter jenseits der 45 bei allen möglichen oder unmöglichen Gelegenheit nur Sex durch den Kopf schwirrt, dann frage ich mich doch, "hat die sich seit sie 20 war nicht mehr weiter entwickelt?" Ganz sicher gibt es noch ein paar andere Dinge auf der Welt, die von Interesse sind. 

    Jedenfalls, der Inhalt ist für mich nur dumm, nicht wert, dass ich weitere Zeit damit vergeude.

  12. Cover des Buches Zusammen werden wir leuchten (ISBN: 9783733500764)
    Lisa Williamson

    Zusammen werden wir leuchten

     (66)
    Aktuelle Rezension von: lenchen0712

    Broschiert: 383 Seiten

    Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch (10. Dezember 2015)

    ISBN-13: 978-3733500764

    empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

    ----------------

    Mit Humor und einer besonderen Art konnte man sich gut in die Charaktere hineinversetzen. Auch die Thematik des Buches kam nicht zu knapp rüber und bringt Jugendlichen das Thema Transgender gut rüber.

    Habe das Buch auch schon zum zweiten mal angefangen.

    Jedoch hatte ich Anfangs leichte probleme in den Schreibstil hinein zu kommen, allerding löste sich dieses Problem schnell auf.

  13. Cover des Buches In einer Person (ISBN: 9783257242706)
    John Irving

    In einer Person

     (131)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Mal wieder ein Epos von Irving, gute 700 Seiten, und mal wieder schafft er es, eine ganz eigene umfassende Welt aufzubauen. Hier die Welt von des bisexuellen William „Billy“ Abbott, den wir aus seinen Jugendjahren bis ins Pensionsalter, aus den 60ern in Neuengland bis ins Heute. Ich hab lange gebraucht für den Roman, das hat diverse Gründe. Einer ist in der privaten Freizeit gelegen, weil einfach weniger Freiräume waren und andere Dinge wichtig waren, der andere ist, dass es Irving hier in meinen Augen weniger geschafft hat, mich in seine Welt zu ziehen als bei anderen Werken. Trotzdem ist es ein bemerkenswertes Buch: Geschrieben vor zehn Jahren trifft es aktuell voll in die Debatte um Gendern und sexuelle Identitäten. Wir nähern uns Billy und vielen anderen Menschen seines Umfeldes intensiv und bekommen erst so einen Einblick und ein Gefühl dafür, wie ein Leben für Menschen mit einer nicht heteronormativen Sexualität viele Jahre lang ausgesehen hat und immer noch aussieht. Das ist bemerkenswert, tiefgründig, nah und erhellend. Lange bin ich geschwankt, ob ich hier 3 oder 4 Sterne vergeben soll, literarisch gefühlt eher drei, aber der Nachhall des Buchs macht dann doch eine vier.

  14. Cover des Buches Als ich Amanda wurde (ISBN: 9783423717496)
    Meredith Russo

    Als ich Amanda wurde

     (60)
    Aktuelle Rezension von: emilyrrr
    Die Story war nichts neues und sehr vorhersehbar
  15. Cover des Buches Zirkuskind (ISBN: 9783257229660)
    John Irving

    Zirkuskind

     (245)
    Aktuelle Rezension von: Samaire

    Farrokh Daruwalla ist ein Mann auf der Suche nach seiner Identität. In Kanada ist er zu sehr Inder, in Indien zu sehr Kanadier. Dennoch kann er nicht von Indien lassen, auch wenn er es eigentlich hasst. Grund dafür ist auch sein Ziehsohn John D., der in Indien ein großer Bollywood-Star ist. Eine Tatache, an der Dr. Daruwalla nicht ganz unschuldig ist. Als in dem elitären Duckworth Club ein Mitglied ermordet wird, gerät der Doktor mitten in eine Mordserie, die mehr mit ihm zu tun hat, als ihm lieb ist.

    John Irving goes Indien und ich muss gleich vorweg sagen: Ich habe jede einzelne Seite genossen. Natürlich gibt es viel, was man von Irving kennt, die gewohnt starke Frauenrolle ist natürlich auch dabei, dennoch war es, dank des exotischen Settings, etwas neues. Die Geschichte, die gegen Ende zu einem wahren Kriminalfall wird, ist in keiner Minute langweilig und ich kann das Buch nur besten Gewissens jedem empfehlen, der Irving kennt und natürlich auch jedem, der ihn noch nicht kennt. Ein gewisser Hang zur Absurdität muss, wie eigentlich bei jedem Irving, aber gegeben sein.

  16. Cover des Buches Felix Ever After (ISBN: 9783736316829)
    Kacen Callender

    Felix Ever After

     (52)
    Aktuelle Rezension von: yezz

    Felix Ever After ist ein wundervolles Buch für jedes Alter, auch wenn Felix und seine Freunde im Alter um die 17 Jahre sind. Die Botschaft dieses Buches ist einfach toll und auch jeden gleich wichtig. 

    Felix ist trans, queer, PoC und ringt um die Anerkennung seines Umfelds. Er stellt immer wieder sein Tun und seine Identität infrage. Möchte einfach nur geliebt werden. Zudem steht die Frage im Raum, was seine Zukunft bringt. Schafft er es an seine Wunsch-Uni? Und ist er dafür überhaupt gut genug? 

    So überschlagen sich im Laufe des Buches die Ereignisse und Felix, aber auch einige Nebencharaktere,  entwickeln sich nach und nach weiter. Gerade die Nebencharaktere mit all ihren Eigenheiten haben die Geschichte noch mal ein gutes Stück lebendiger gemacht.

    Manche Szenen sind lustig, traurig, wunderschön und manchmal so unglaublich verletzlich, dass man den Schmerz schon förmlich spüren kann. 

    Dazu ist die Geschichte toll geschrieben. Ich habe ein bisschen gebraucht, um reinzukommen, wollte das Buch dann aber gar nicht mehr aus der Hand legen. 

    Das Cover ist wunderschön und ich finde es toll, dass das Bild auch noch mal auf dem Einband und nicht nur auf der Hülle zu sehen ist. 

  17. Cover des Buches Das Böse in uns/Ausgelöscht (ISBN: 9783404173334)
    Cody McFadyen

    Das Böse in uns/Ausgelöscht

     (1.975)
    Aktuelle Rezension von: Sarah31

    Ein Flug nach Virginia. Die Passagiere fühlen sich wohl. Auch Lisa. Bis sich ihr Nachbar zu ihr herüberlehnt und flüstert: "Jetzt werde ich dich töten." Erst nach der Landung findet die Besatzung Lisas Leiche. Die FBI-Agentin Smoky Barrett hat nur einen Hinweis: ein silbernes Kreuz im Körper der Toten. Dann tauchen im Internet brutale Videos von Morden auf. Sie scheinen mit Lisas Tod in Verbindung zu stehen. Die Filme verraten: Jedes Opfer hatte ein Geheimnis, das seine Seele belastete. Und eine Seele steht als Nächstes auf der Liste des Mörders: die von Smoky Barrett...

  18. Cover des Buches Kinder sind was Wunderbares, das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen (ISBN: 9783404608720)
    Johann König

    Kinder sind was Wunderbares, das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Johann König und seine Familie – Geschichten aus dem Alltag. Oder: Hoffentlich ist das nicht wahr!

    Meine Meinung:
    Ich finde Johann König witzig. Ich mag die Art wie er seine Geschichten vorträgt und was er auf der Bühne von sich gibt. Sein erstes Buch „Der Königsweg“ hat mir sehr gut gefallen, daher wollte ich „Kinder sind was Wunderbares“ unbedingt haben und lesen. Und ich bin bzw. war schockiert. Ein Buch über zwei überforderte Elternteile, die das Mittagsprogramm im TV nicht besser hätte darstellen können. Ein Alkohol- und Kaffesüchtiger Papa und eine Mutter, welche lieber ihre Freizeit beim Yoga oder mit Freunden verbringt und wenn sie mal was mit den Kindern macht, dann nur um sie zu stillen. Alle drei Kinder (ganz klein, Kindergarten und Schule) sind quengelig und unerzogen. Kennen keine Regeln / Grenzen und kommen viel zu spät ins Bett! In sich sind die Geschichten rund, aber nicht witzig, sondern schon fast ein Fall für das Jugendamt.

    Cover:
    Das Cover spiegelt den Inhalt wunderbar wieder. Ein hilfloser Mann und die Kinder machen alles kaputt.

    Fazit:
    Dieses Buch ist was wunderbares: Das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen! Dann gäbe ich wohl auch mehr Sterne. So habe ich dieses Werk frühzeitig aufgegeben und daher gibt es nur einen Stern und keine Leseempfehlung.

  19. Cover des Buches How to Be Gay (ISBN: 9783733500924)
    Juno Dawson

    How to Be Gay

     (30)
    Aktuelle Rezension von: leabeschorner

    Nicht nur für Mitglieder der LGBT-Community spannend, sondern für jede*n sehr informativ.

    Ein Sachbuch für vor allem Jugendliche, die sich in der Findungsphase befinden, aber auch für deren Bekannte, Freunde, Familie. 

    Der Schreibstil ist schon sachlich, aber auch humorvoll - es liest sich super schnell. 

    5/5 ganz klare Empfehlung. Hätte dieses Buch gerne gelesen als ich selbst 12 oder 13 Jahre alt war.

  20. Cover des Buches Das Lied der Sirenen (ISBN: 9783426502471)
    Val McDermid

    Das Lied der Sirenen

     (239)
    Aktuelle Rezension von: xdemon_hunterx

    Gestern Nacht habe ich „Das Lied der Sirenen“ von Val McDermid beendet. Ich hätte nie erwartet, dass das Buch noch so gut wird, nachdem die ersten 70 Seiten total langweilig waren und ich die Seiten gelesen habe und das Gefühl hatte, das Gelesene sofort wieder zu vergessen.



    Klappentext:


    Vier Männer werden tot aufgefunden. Offenbar wurden sie vor ihrer Ermordung grausam gefoltert und verstümmelt. Der Psychologe Tony Hill wird von der Polizei um Hilfe bei der Lösung des Falles gebeten. Und sieht sich plötzlich einer Situation gegenüber, mit der er nicht gerechnet hat: Er könnte das nächste Opfer sein!



    Meine Meinung:


    Der Klappentext verrät so gut wie gar nichts, was ich an sich nicht schlimm finde.

    Zu Beginn konnte mich das Buch überhaupt nicht mitreißen. Dr. Tony Hill ist forensischer Psychologe und hält zu Beginn einen Vortrag in einer Universität. Dann folgen bestimmte Passagen, die mir einfach nicht im Gedächtnis geblieben sind und das Buch hat für mich erst angefangen gut zu werden, als Tony Hill als Unterstützung zu einem Mordfall in Bradfield hinzugezogen wird, um ein Täterprofil zu entwicklen.


    Es geht um vermeintliche Morde in der Schwulenszene, jedoch sind die Opfer meist nicht dort bekannt, sondern werden vom Mörder nur dort abgelegt.


    Man springt immer von der Sicht der Ermittler zur Sicht des Mörders und diese kurzen Passagen des Mörders sind wirklich heftig. Heftig im Sinne von brutal, sexistisch und wirklich abartig. Ist also definitiv nichts für schwache Nerven und ich musste bei einer Szene auch wirklich ne Pause machen, da sich durch die detaillierte Beschreibung Bilder in meinem Kopf geformt haben und die waren echt nicht schön.


    Die „Überschriften“ der Passagen, die aus der Sicht des Mörders geschrieben sind haben immer Überschriften mit Dateinamen und Diskettenbeschriftung, da man schnell rausbekommt, dass der Mörder seine Opfer während der mittelalterlichen Folter filmt. Hier erkennt man auch, dass das Buch von 1995 ist, wer benutzt heute nämlich noch Disketten?

    Tony's Partnerin ist die Ermittlerin Carol Jordan, die zusammen mit ihrem Bruder Michael und ihrem Kater lebt. Schnell merkt man, dass sich eine gewisse Beziehung zwischen den beiden aufbaut und immer mal ein kleiner Flirt von beiden Seiten kommt, doch Tony ist zunehmend unsicher, da er die Dienste von Angelica in Kauf nimmt und regelmäßig Telefonsex mit ihr hat. Das spielt im weiteren Verlauf noch eine große Rolle.


    Die Zeitungsartikel, die bei der „Bradfield Evening Sentinel Times“ , geschrieben von Penny Burgess, erscheinen, spielen auch eine wichtige Rolle, da diese mit internen Informationen der Polizei versehen sind und der Mörder diese auch verfolgt bzw. stark auf deren Inhalt reagiert.


    Nach dem Fund der vierten Leiche, welche übrigens ein Polizist aus Bradfield ist, gibt es schon einen Verdächtigen, der auch festgenommen wird. Ob er der Täter ist? Es ist die einzige, vermeintliche Spur der Polizei, denn diese tappt zunehmend im Dunkeln.


    Der Schreibstil ist meiner Meinung nach gut, man merkt aber auch, dass die Autorin eng mit der Polizei zusammen gearbeitet hat, denn man erfährt viele Informationen und Details zu den Fällen. Außerdem kann man auch das Täterprofil lesen, was Dr. Tony Hill geschrieben hat, was mir sehr gut gefallen hat, da dieses sehr ausführlich war und ich das so in noch keinem Thriller gelesen hab.



    Mein Fazit:

    Ein ziemlich brutaler und perfider Thriller, der nach seiner Anfangsschwäche überzeugen konnte. Der Twist am Ende hat mich nochmal komplett umgehauen, weil ich das nun wirklich nicht erwartet habe.

    Die Foltermethoden des Mörders sind am Mittelalter orientiert und es kommen Instrumente wie der Judas-Stuhl zum Einsatz, der einfach nur grausam ist.

    Ich mag die Entwicklung der verschiedenen Charakteren und die sich eventuell anbahnende Beziehung zwischen Tony Hill und Carol Jordan. Nach beenden dieses Buches kann ich nun also sagen, dass ich mich auf den nächsten Teil schon freue!

  21. Cover des Buches Gegen den Hass (ISBN: 9783596522217)
    Carolin Emcke

    Gegen den Hass

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Mikki44

    Ich hatte mir von diesem Essay mehr erhofft, neue Sichtweisen, kluge Gedanken. Emcke befasst sich mit aktuellen Themen der Gesellschaft wie Rassismus, Demokratieverständnis oder auch -feindlichkeit, Fanatismus und humanistischer Haltung.
    Keine Frage, sie spricht vieles an, was für eine offene Gesellschaft unumgänglich ist, aber bleibt leider oft an der Oberfläche. Emcke schneidet ein Problem an und geht dann über zum nächsten. Als Beispiel: sie sagt, dass es wichtig ist, Wutbürger*innen und AfD-Wähler*innen nicht als Dumme und Kleingeistige am Rand der Gesellschaft abzutun. Ja, gehe ich voll mit ihr. Aber dass sie dann mal näher drauf eingeht, welche Ursachen (von denen sie selber immer spricht und sie als so wichtig empfindet) und Gründe die Menschen zu so drastischen Sichtweisen drängt - Bildungs- und Chancen Gleichheit, Vernachlässigungsgefühl und auch Zukunftsängste - kommt das nächste Thema. Transgender. Super wichtiges Thema, aber das Buch heißt "Gegen den Hass" und nicht "welche Rechte helfen betroffenen Menschen für ein freies und offenes Leben". Um zu verstehen, wieso sich Hass bildet (z.B. gegen transsexuelle Menschen) , muss man doch erst einmal die Menschen betrachten, die hinter dem Hass stehen. Rechte helfen da vorrangig wenig. Ach und noch was: für ein Buch, was die breite Öffentlichkeit ansprechen soll und nicht nur die, die sich eh schon mit den Themen auseinander setzen, benutzt Emcke außergewöhnlich viele hochgestochene Wörter und grenzt somit eine bestimmte Gruppe Menschen aus. 

    Dennoch kann das Buch für viele Personen ein Denkanstoß sein, die eigenen Sichtweisen zu hinterfragen.

  22. Cover des Buches Mein Bruder heißt Jessica (ISBN: 9783737342193)
    John Boyne

    Mein Bruder heißt Jessica

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Buechersmartiii

    Diesea Buch ist für mich auf jeden Fall ein Monatshighlight ♡

    Eine Freundin hat mir dieses Buch empfohlen und als ich letztens vor dem Pride-Regal unserer Bibo stand, dachte ich mit nur: warum nicht. 

    Und dann habe ich gelesen, oder besser gesagt es an einem Tag verschlungen. Durch die eher große Schrift und den schlichten ist es auch für Menschen mit Leseschwäche (wie zum Beispiel Sam) ein wenig vorteilhafter. 

    Grundsätzlich eine leichtere Lektüre, nur ab und an doch ab und an irgendwie schon heavy und schwer im Magen liegend. 

    Der Roman thematisiert das Outing der (jetzt) Schwester Jessica von Sam, die früher Jason hieß aus der Sicht des jüngeren Bruders. Das Outing lief überhaupt nicht so wie es eigentlich ideal sein sollte, denn die Eltern schweigen das Thema nicht nur tot, sondern wollen damaligen Jason auch noch 'heilen'. 

    Und Sam bekommt keinerlei Chance, über den Tellerrand des binären Geschlechtersystems zu blicken. Seine Schwester darf sich nicht richtugt erklären, seine Eltern verdecken es und sein Umfeld ist alles andere als tolerant! Schikane, Mobbing ist in Jessicas Outing- und Entwicklungszeit ein täglicher Begleiter für die beiden. 

    Es tut mir leid, aber ich mochte Sam dennoch irgendwie nicht. Für mich war es unverständlich, wie jemand - auch wenn man 'erst' 13 ist- so starrsinnig darauf beharren kann und festlegen will, was andere Menschen in ihrem Inneren fühlen. 

    Das wird auch in der Schreibart deutlich, denn es werden mehr (falsche) Pronomen als üblich verwendet und immer wird von 'mein Bruder Jason' gesprochen. Einmal verdeutlicht das natürlich die enge Bindung von Sam und Jason, demonstriert aber auch wie festgelegt Sam auf Jasons Geschlecht und dass es eine riesige Umstellung war. 

    Aber allein, dass Jessica trotz kolossalen Hindernissen zeigt, wer sie wirklich ist, müsste doch schon Beweis genug sein, dass das nicht nur Hirngespinste von Jason sind! 

    Das gleiche, oder noch viel mehr gilt das für ihre Eltern, die gar kein Verständnis für Jasons 'Jessica-Sein' aufbringen. 

    Diese Halsstarrigkeit und Festhalten am Konservativen hat mich durchaus mal zum Buch zu schlagen und auf das Cover schlagen gebracht. 

    Doch ich will ja gar nicht zu viel vorrausnehmen (≡^∇^≡) - nur: die Entwicklung kommt! 

    Wenn auch die Wandlung etwas schnell geht - sie hat mir die Tränen in die Augen getrieben! 


    Fazit: educate yourself, darlin' ♡. vielleicht ist dir dieses buch eine stütze, vielleicht nur lesefutter - in  beiden fällen: lesenswert! 

    (nach nochmaligem drüberlesen: falls ihr verwirrt seid, was die verwendung der namen jessica und jason in meiner rezi jetzt angeht: jason war vor dem outing, jessica danach ✿) 






  23. Cover des Buches Kalt ist der Abendhauch (ISBN: 9783257230239)
    Ingrid Noll

    Kalt ist der Abendhauch

     (192)
    Aktuelle Rezension von: Petra54

    Ich habe mich Dank des umwerfenden Schreibstils der Autorin hervorragend beim Lesen amüsiert und unterhalten.

    Die Erzählerin beschreibt ihr Leben im Alter, ihre schwierige Lebensgeschichte und ihre Verwandtschaft mit trockenem Humor und viel Situationskomik. Eigentlich ist es eine eher tragische Geschichte von unerfüllter Liebe, Selbsttötung und Todesfällen im engsten Familienkreis, Problemen im Alter und schwierigen verwandtschaftlichen Verhältnissen, aber derart locker erzählt, dass es für mich eher eine Komödie darstellt.

    Ich werde mir von dieser wunderbaren Autorin mit Sicherheit noch weitere Titel kaufen.  

  24. Cover des Buches If I Was Your Girl (ISBN: 9781474924702)
    Meredith Russo

    If I Was Your Girl

     (12)
    Aktuelle Rezension von: bookish_yvonne

    Meredith Russo erzählt in “If I Was Your Girl” (dt. Als ich Amanda wurde) von den Ängsten und Problemen eines Transmädchen. Eine sehr wichtige Thematik und obwohl ich während dem Lesen sowohl vor Freude als auch vor Trauer geweint habe, habe ich mir mehr gewünscht. [T R I G G E R W A R N U N G: Transphobie, Gewalt, Suizid]

    Auf der Geburtsurkunde von Amanda steht “Andrew”, denn sie wurde mit einem Penis geboren und wurde dementsprechend wie ein Junge erzogen. Doch sie wusste bereits im sehr jungen Alter, dass sie kein Junge war. Nachdem Amanda sehr stark gemobbt wurde und auch versuchte sich das Leben zu nehmen, zieht sie zu ihrem Vater, um alles hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen. Denn mittlerweile hat sie eine Hormonbehandlung durchgemacht und ist sehr feminin geworden. An der neuen Schule freundet sie sich mit einigen Mädchen an und verliebt sich sogar. Mit Grant erlebt sie ihre ersten Beziehungserfahrungen und sie fragt sich immer wieder, ob sie ihm genug vertrauen kann, um ihm alles über sich zu erzählen.

    Die Kapitel wechseln immer wieder zwischen der Gegenwart und Ausschnitte aus dem Leben, als Amanda noch Andrew genannt wurde. Die Kapitel, die von ihrer Vergangenheit erzählen, sind besonders interessant, weil sie stark auf die Ängste von Amanda eingehen. Insbesondere, als ich ihre Mobbingerfahrungen gelesen habe, hat  es so weh getan und ich habe so mit ihr gelitten.

    Meredith Russo ist selbst eine Transfrau, wodurch sie Amanda sehr gut geschrieben hat und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Allerdings hat Amanda das genetische Lotto gewonnen und wird automatisch dem weiblichen Geschlecht zugewiesen. Russo erklärt zwar im Nachwort, dass sie Amanda ohne wirklichen Ecken oder Kanten gemacht hat, sodass es für cis-Leser einfacher ist sich in sie hineinzuversetzen, aber ich habe mir gewünscht auch darüber zu lesen, wie sie sich Sorgen macht aufgrund bspw. ihres etwas maskulinerem Gesichts, wie es bei der Figur Virginia der Fall ist. 

    Außerdem ging mir vieles einfach zu schnell. Kaum ist sie an der neuen Schule verlieben sich zwei Typen in sie. Und nach wenigen Tagen lässt sie sich auf einen ein, obwohl sie eigentlich solche Angst hat, dass ihre Vergangenheit herauskommt. Vielleicht liegt es auch an mir, weil ich nicht an die Liebe auf den ersten Blick glaube. 

    Sehr schön hingegen fand ich die Tochter-Mutter-Beziehung. Ich konnte die Fürsorge der Mutter regelrecht spüren und habe mich sehr für Amanda gefreut, dass sie so eine wundervolle Mutter hat. 

    Selbstverständlich finden die Leute an der Schule heraus, dass Amanda eine Transfrau ist. Ich denke, das ist unausweichlich und sehe das deshalb nicht als Spoiler. Falls ihr das anders seht… tut mir das Leid. Auf der einen Seite war ich richtig wütend auf einige Reaktionen. Auf der anderen Seite ist mir richtig warm ums Herz geworden und lässt mich glauben, dass die Welt doch nicht so doof ist.

    Letztendlich denke ich aber, dass dem Buch einige Seiten mehr gutgetan hätten, sodass man dem Ganzen mehr Tiefe hätte geben können. Dennoch bin ich der Meinung, dass dies ein wichtiges Buch ist und empfehle es alles weiter, die sich etwas mit Transsexualität auseinandersetzen möchten.

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