Bücher mit dem Tag "transsexuell"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "transsexuell" gekennzeichnet haben.

15 Bücher

  1. Cover des Buches Bäume reisen nachts (ISBN: 9783458361084)
    Aude Le Corff

    Bäume reisen nachts

    (197)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Manons Mutter ist vor 4 Monaten verschwunden, von einem Tag auf den anderen war sie einfach weg. Sie hinterließ ihrer Tochter und ihrem Ehemann Pierre Abschiedsbriefe und seitdem haben weder diese beiden noch die im selben Mehrfamilienhaus lebende Tante Sophie etwas von der jungen Frau gehört. Manon flüchtet sich ins Lesen, sitzt stundenlang unter der großen Birke im Hof und beginnt mit den Katzen und den Ameisen zu sprechen. Der 80-jährige Anatole, Lehrer für französische Literatur im Ruhestand, nimmt sich des Mädchens an. Unerwartet erhält die kleine, kaputte Familie eines Tages Briefe von Manons Mutter und die vier Menschen bilden eine ungewöhnliche Reisegesellschaft um sie zu suchen.

    Anfangs etwas holprig fand ich glücklicherweise recht schnell in die Geschichte hinein, die abwechselnd aus den Perspektiven der Figuren erzählt wird. Besonders die lesebegeisterten Manon und Anatole habe ich sofort ins Herz geschlossen. Auch Sophie verbirgt eine ganz besondere Geschichte, die nach und nach ans Licht kommt und die mich sehr berührt hat.

    Leider empfand ich das Ende als etwas "zu schnell" und dadurch auch irgendwie unglaubwürdig. 

  2. Cover des Buches Warum Diversity uns alle angeht (ISBN: 9783596707188)
    Balian Buschbaum

    Warum Diversity uns alle angeht

    (63)
    Aktuelle Rezension von: MayaB

    Thematisch absolut ein Thema, das mich interessiert, aber leider glaube ich, dass ich um dieses Buch zu mögen Balian Buschbaum besser hätte kennen sollen, da es so viel um persönliches Leben und Biographie geht, dass das als Fan ganz sicher super interessant ist, für mich war es aber eher langweilig bis hin zu abschreckend, wie hier über bestimmte Themen nachgedacht wird.
    Also ich bin beim Titel von einer Auseinandersetzung mit dem Thema Diversität ausgegangen, und vielleicht auch viel zum Thema, wie man Diversity vielleicht im Alltag besser thematisieren könnte oder ähnliches, stattdessen war es viel persönliches (absolut verständlich und durchaus relevant, denke ich), das aber leider sehr stereotyp war. Also viel Richtung "Mädchenspielzeug wie Puppen" und "Männer mögen Fußball" und es wird zwar ein zwei Mal erwähnt, dass es ausnahmen gibt/nicht immer so abläuft, aber für jemanden, der in seinem Buch schreibt, dass es schön wäre, wenn es irgendwann keine Türen/Schubladen mehr gäbe und nur noch die Leute an sich zählen würde, finde ich, dass er selbst sehr extrem einen Fokus auf diese Schubladen legt.
    Ich verstehe auch irgendwie, dass es schwer ist, Geschlechter irgendwie gegeneinander abzugrenzen, wenn es um transgeschlechtliche Menschen geht, mir fällt es persönlich auch sehr schwer, transgeschlechtlichkeit zu erklären außer einem "das ist eben so", aber auf stereotype zurückzufallen und zu erklären, dass man schon immer wusste, dass man ein Mann ist, weil man ja nie mit Puppen gespielt hat, Kleider hasste, und man Fußball und Sport mag? Fand ich jetzt nicht so großartig.
    Ich arbeite selbst mit Kindern, und so viele Jungen tragen manchmal Kleider, sei's als Verkleidung oder weil sie einfach Lust drauf hatten, und in dem Buch hatte ich das Gefühl, dass das dann gleich mit "trans" gleichgesetzt gewesen wäre. Dabei ist es auch relevant, zu verstehen, dass nicht alle Leute in Geschlechterklischees feststecken.
    Insgesamt war es vielleicht kein schlechtes Buch (und mir ist auch aufgefallen, dass er in der Vertonung gegendert hat, was im Buch selbst nicht passiert ist, entsprechend scheint er sich ja seitdem auch ein wenig mehr Gedanken gemacht zu haben), aber wäre ich Fan von ihm hätte ich mit der Biographie was anfangen können, so fand ich den Fokus auf vielen Geschlechterklischees leider eher frustrierend als irgendetwas anderes.

  3. Cover des Buches Seine Toten kann man sich nicht aussuchen (ISBN: 9783492273145)
    Janine Binder

    Seine Toten kann man sich nicht aussuchen

    (42)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Janine B. berichtet von ihrem Einstieg bei der nordrhein-westfälischen Polizei und wie sie sich zur erfahrenen Kommissarin mauserte, und überraschend humorvoll scheint es auf deutschen Polizeiwachen zuzugehen. Ein abwechslungsreicher und spannender Beruf, den bestimmt nicht jeder machen kann, ich wüsste zB nicht, ob ich mich bei Beleidigungen und verbalen Angriffen so gelassen die Ruhe bewahren würde. All Cops Are Beautiful! Bitte unbedingt mehr "Hühnerstreifen", und die Sache mit den "neune Möpsen" hätte ich mir überlegt. Einige Geschichten erinnerten mich an meine Zivizeit als Krankenwagenfahrer, die Polizei hieß bei uns damals "Werder Bremen"  und "Tanzverein Grün-Weiß". Wäre es nicht mal wieder Zeit für weitere Einsatzgeschichten, Frau B.?

  4. Cover des Buches Als ich Amanda wurde (ISBN: 9783423717496)
    Meredith Russo

    Als ich Amanda wurde

    (67)
    Aktuelle Rezension von: Neon_Dreamer

    In einem Buchladen bin ich auf "Birthday" von Meredith Russo gestoßen. Vorher war mir die Autorin unbekannt gewesen. Nachdem mir "Birthday" sehr gefallen hatte, war ich neugierig auf das Erstlingswerk von Meredith Russo, vor allem nachdem ich erfahren hatte, dass sie selbst die Erfahrung gemacht hat, vom Jungen zum Mädchen zu werden.

    "Birthday" hat mich auf allen Ebenen sehr berührt und bewegt. Das Buch hatte ich innerhalb weniger Tage durch gelesen. "Als ich Amanda wurde" hat mich nicht ganz so abgeholt. In einem Nachwort beschreibt die Autorin, warum sie "Als ich Amanda wurde" so geschrieben hatte, wie sie es geschrieben hatte. Es mag Sinn machen, vor allem für die cis-Leser:innen. Für mich als Transperson war es nicht ganz so stimmig. Da ich bereits seit meiner Jugend auch viele Liebesgeschichten gelesen hatte, die nicht queer sind und das High School Teenie Movie "Genre" bis heute eines meiner Guilty Pleasures ist, fand ich "Als ich Amanda wurde" viel zu Klischee behaftet. Also im Gegensatz zu "Birthday", das sich sehr mit dem Emotionen von Morgan befasst, die als Junge zur Welt kam und ein Mädchen sein möchte, empfand ich "Als ich Amanda wurde" weniger emotional und tiefgreifend.
    Amanda ist bereits nicht mehr Andrew und kommt in eine neue Stadt und eine neue Schule. Hierbei fiel mir auf, dass Amanda als überdurchschnittlich schön beschrieben wurde und viele vor allem wegen ihrem Aussehen was vor ihr wollten. Ich empfand das etwas befremdlich, vielleicht war es aber auch nötig. Natürlich erfährt man in Rückblicken die Veränderung von Amanda und auch wie ihre Eltern zu ihr waren. Diese Stellen haben mich berührt, denn ich konnte mich hineinfühlen.
    Alles andere, das ganze High School Dasein, war für mich irgendwie zu platt, zu stereotypisch. Auch Grant fand ich nett aber im Gegensatz zu zu Eric aus "Birthday" weniger greifbar. Klar war Eric mit Morgan seit Kindertagen befreundet, dennoch fehlte mir allgemein die Tiefe der Charaktere.

    Als Erstlingswerk durchaus nicht schlecht, dennoch hätte ich mir gerne mehr Emotionen und Tiefgang gewünscht. Zusätzlich weniger Stereotypische Erzählungen und mehr die Veränderung an sich im Fokus.

  5. Cover des Buches Zurück nach Übertreibling (ISBN: 9783423220095)
    Gloria Gray

    Zurück nach Übertreibling

    (117)
    Aktuelle Rezension von: krimi_wahnsinn

    Inhalt: Vikki Vicotria ist außer sich, als sie erfährt das ihr ehemaliger Klassenkamerad und Erzfeind mit Rachegelüsten Toni aus dem Gefängnis entkommen ist. Sofort ist ihr klar, dass sie sich schnellstmöglich in Sicherheit bringen muss. Wer könnte da nicht besser auf sie aufpassen als Teilzeitfreund und Motorrad-Rocker Wolf? Richtig, niemand!  Zusammen schmieden sie einen Plan, wie sie Vikki am besten verstecken können. Doch dann kommt es zu zwei weiteren Anschlägen, die den Umkreis von Vikki betreffen. Ist es wirklich nur der Toni, der mit Vikki eine Rechnung offen hat? Ausgerechnet jetzt wird auch noch Instagram-Star und Vikkis Nachbarin Kathi entführt. Natürlich setzen die beiden alles daran, Kathi aus der Hand der Entführer zu bekommen und sie bekommen noch eine ganze Rockerbande als Unterstützung. 


    Meinung: Das Cover ist ja schon wirklich ein Blickfang durch seine bunte und schrille Art. Das innere des Buches ist aber genauso. Vikki Victoria ist eine schrille, bunte und laute Person, die mir aber durchaus sympathisch war. Aber auch Wolf ist mir positiv im Gedächtnis geblieben. Insgesamt war es eine wilde Truppe. An den Schreibstil von Gloria Gray musste ich mich erst gewöhnen, aber danach lief alles wunderbar Die Geschichte ist mit soviel Humor gespickt, dass der Fall beinahe zur Nebensache geworden ist. Aber dennoch war es eine spritzig-witzige Krimi-Geschichte, die mich sehr gut unterhalten hat. 

  6. Cover des Buches Sören Falk und der Harem des Grauens (ISBN: 9783863612269)
    Lennart Larson

    Sören Falk und der Harem des Grauens

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Zum Buch:
    Ein kalter, nebliger Herbsttag. In den Münchner Isarauen wird die nackte Leiche eines vermissten Gelegenheitsstrichers entdeckt. Kurz darauf findet man in einem Parkhaus die ausgeweidete Leiche eines Callboys. Sören Falks Team werden die Fälle zugeordnet. 
    Die Gesamtsituation erinnert die Ermittler an einen zurückliegenden, bislang ungelösten Mordfall. Hauptkommissar Falk stöbert im Milieu und wird auf diverse Vermisstenfälle aufmerksam. Er knüpft Verbindungen zu seinem Fall und stellt eine waghalsige Theorie auf, deren Spur in die High Society führt. Sein Tatverdächtiger wird von höchster Stelle abgeschirmt. 
    Zeitgleich wird der schwule Cop von seinem Kollegen Mehmet enttäuscht. Doch statt zu frustrieren, lernt er den transsexuellen Sally kennen und sammelt neue Erfahrungen. Dann verschwindet Mehmet und dessen Lover kommt auf mysteriöse Weise ums Leben. 
    Sören Falk befürchtet Schlimmstes und setzt alles auf eine Karte. Er kommt hinter das Geheimnis seines Verdächtigen und entdeckt den Harem des Grauens. Zu spät merkt er, dass er in der Falle sitzt. 

    Auch in seinem zweiten Fall sind Spannung, Erotik und Gänsehaut garantiert. Mit dem homosexuellen Kriminalpolizisten Sören Falk hat der Autor Lennart Larson bereits jetzt eine neue Kultfigur geschaffen.


    Meine Rezension:      
    Ein Buch über Sex und Crime .Der Schwule Polizist Sören Falk ein ehemaliger Hamburger ,hat ein Fall in München .Denn ihn sehr an ein alten Fall erinnert .Ein toter Stricher ,mit seiner besten Freundin und Kollegin Anna ermittelt er und kommt schnell an seine Grenzen ,es geht bis ins Milieu und der High Society .Es kommt zu mehr vermisste und tote .Neben denn Fällen lernt er denn sexy Mehmet kennen ,der sich selbst als schwul outet und sie darauf Sex haben .Nach dem Date das anders lief als erwartet ,ertränkte er sich im Alkohol und feierte mit seine Kollegin eine Party mit zwei Frauen ,eine davon Transsexuell die sie kennen lernten .Es ging heiß her .Der Vorgesetzte hält nicht viel von Sören Falk und will nicht das er bei denn Grassmanns ermittelt ,Sören selbst schießt sich mit Garbalic zusammen ein Polizist ,der noch sehr jung war und viel aus die Krimis vom Fernseher berichtete.

    Schreibstil:       
    Der Schreibstil war sehr flüssig und gut ,

    Charaktere         
    Sören Falk, Garbalic,Trudle Grasmann,Elmar Grassmann ,Sally,Anna,Erich Landers, Dr. Gierhausen,Mehmet ,Li, Schnellwagner und noch ein paar tolle Charaktere die gut zum Buch passten 

    Das Ende :       
    Sehr Action reich und sehr gut gelungen 

    Fazit:        
    Ein richtig guter Sex & Crime krimi ,

    Ich vergebe 5 Sterne für das Buch

    Das Cover:Passt sehr gut zum Buch und Inhalt 
  7. Cover des Buches Storytime (ISBN: 9783960960973)
    Jolina Mennen

    Storytime

    (6)
    Aktuelle Rezension von: bubbles007

    Jolina Mennen hat kürzlich ihr erstes Buch auf den Markt gebracht. In diesem Werk beschreibt sie ihre Transition von einem biologischen Mann zu der, wie sie sagt, Frau die sie eigentlich schon immer war und gibt auch Einblicke hinter die Kulissen und ihre Gefühlswelt.

    Es ist wirklich schön zu lesen, wie Jolina im Laufe der Jahre immer mehr an Selbstbewusstsein erlangt und mit sich selbst ins Reine kommt.
    Das Kapitel, dass sie ihrem Mann Florian gewidmet hat fand ich persönlich auch sehr interessant, denn oft stellt man sich doch auch der Frage, wie die wirklich nahestehenden Geliebten mit so einer Situation umgehen.
    Was mich allerdings etwas gestört hat war die Chronologie des Buches. Für mein Empfinden war es etwas durcheinander geschrieben und hätte durchaus etwas mehr Struktur vertragen können.
    Natürlich ist Jolina keine Autorin und das ist auch ihr erstes Buch, dennoch finde ich, dass das Buch wirklich sehr leicht geschrieben ist. Außerdem enthält es viele Bilder – bei 144 Seiten führt dies dazu, dass nicht ganz so viel Text vorhanden ist wie man vielleicht erwarten würde. Aus diesem Grund war ich auch etwas enttäuscht, dass sich in dem wenigen Text dann doch auch noch mehr als ein Fehler eingeschlichen hat.
    Natürlich unterstützen die Bilder die ganze Geschichte, weil man sich ihre Transition viel besser bildlich vorstellen kann, aber hätte ich mir hier trotzdem qualitativ etwas hochwertigere, weniger verpixelte Fotos gewünscht.
    Selbst wenn man Jolina schon länger auf ihren sozialen Netzwerken verfolgt, hat man durch das Buch noch weitere Einblicke in ihr Leben erhalten. Hier fand ich es wirklich gut, dass man nicht einfach noch einmal alles, was sie schon erzählt hat, in gedruckter Form vor sich hat.

    Als Fazit kann ich nur sagen, dass wenn man sich für Jolina und ihre Geschichte interessiert, das Buch sicher einmal Lesen wert ist. Erwartet man jedoch spannende Lektüre zu einer Frau und ihrer Transition, dann ist man hier wohl fehl am Platz.

  8. Cover des Buches Rosarote Seide: trans-lesbischer Erotik Roman (Transgender, Lesben, Literatur, Liebesroman, Geschichten ab 18 deutsch) (ISBN: B07RJZ7KSG)
    Vanessa Talisker

    Rosarote Seide: trans-lesbischer Erotik Roman (Transgender, Lesben, Literatur, Liebesroman, Geschichten ab 18 deutsch)

    (16)
    Aktuelle Rezension von: AnjaBlue

    Die Frage die sich mir stellte "Was erwarte ich mir von einem Buch das mit Erotik klassifiziert wurde?"

    Ich denke, jeder hat da so seine spezifischen Vorstellungen, die vermultich dem klassischen Klischee entsprechen.

    Anders jedoch hier. Endlich werden einmal Themen von Randgruppen vie etwa, Lesben und Transgender Menschen behandelt. Für mich - als hetero Frau - trotzdem unglaublich spannend hinter diese Kulissen zu blicken.

    Wem das eine oder andere Kapitel zu heftig ist, kann es ja überlesen.

  9. Cover des Buches Felix (ISBN: 9783741280153)
    Felix Altmann

    Felix

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Raven
    Die Biographie "Felix von Mann zu Mann" von Felix Altmann hat einen Umfang von 316 Seiten und ist ein Selfpublishing Buch.

    Das Buch gibt es in Ebook- und Softcoverausgabe. Im Ebookformat ist es übersichtlich.

    Felix wurde vor über 40 Jahren als Miriam geboren. In seiner Biographie erzählt er von seinem langen, steinigen Weg, in dem er ständig auf der Flucht war und erst sehr spät in seinem Leben angekommen ist.

    Über das Thema Transgender Bücher zu finden ist recht schwer und dann auch noch eins von Frau zu Mann, fast unmöglich. Es sollte natürlich auch was bieten, aber viele Selfpublishings waren für mich bis jetzt eine herbe Enttäuschung. Felix Buch aber nicht. Im Gegenteil, er kann locker mit jedem Verlagsautor in seinem Schreibstil mithalten und ich freue mich schon auf den Tag, wenn das ein Verlag auch erkennt und das Thema Trans noch mehr in den Mittelpunkt der Gesellschaft rückt und kein Tabuthema mehr darstellt.

    Felix schafft es den Leser in seiner Biographie gleich in den Bann zu ziehen und nicht mehr loszulassen. Ich hab das Buch komplett an einem Tag durchgelesen und konnte es nicht mehr zur Seite legen. Es ist so, als würde man gleich neben dem kleinen Felix stehen und ihn aufwachsen sehen. Umso wütender, trauriger und bestürzter macht einen die Reaktion der Familie (leider waren aber gerade in der Generation auch noch sehr viele Familien so) und die darauffolgenden Ereignisse. Das Buch ist bestürzend, zutiefst bewegend, es stimmt nachdenklich und öffnet die Augen. Ein sehr intensiver Lesegenuss. Felix war sein halbes Leben lang auf der Flucht und musste sich verstecken, er wusste immer wer er ist, aber das es dafür eine Bezeichnung gibt und Hilfe, das hat er niemals zu träumen gewagt. Trotz innerer Zwänge, herben Rückschlägen und zutiefst traumatischen Ereignissen, hat er jedoch immer gekämpft. Felix ist nicht liegen geblieben und immer wieder aufgestanden. Er kann stolz auf sich sein. Ich als Leser bin verdammt stolz auf ihn und möchte es auch unbedingt öffentlich mitteilen. Ich vermutete vor dem Lesen ein Buch über einen Jungen der zum Mann wird und den Weg beschreibt von den geforderten Psychotherapiesitzungen, über Hormone, Namens- und Personenstandsänderung und den folgenden Ops, über seine Gefühle, Gedanken, Probleme und den Kampf mit der Bürokratie. Aber diesen Themen wird nur ein geringfügiger Stellenwert eingeräumt. Es geht hier tatsächlich vordergründig um Felix Leben und extreme Ereignisse, die ihn geprägt haben, die ihn bis ins hohe Alter beschäftigten und sicherlich auch immer noch beschäftigen. Er nimmt den Leser so nah und tief mit in seine Seelenwelt und das gelebte Leben, dass es unmöglich ist nicht betroffen zu sein und Felix in sein Herz zu schließen. Sicherlich wird dieses Werk Betroffenen und Angehörigen helfen, aber auch einen großen Teil zur Aufklärung in der Gesellschaft beitragen. Es ist ein Buch für Jedermann, dass gelesen werden muss! Felix ist ein realer Held in unserer Welt!

    Fazit: Felix Biographie ist sehr intensiv, berührt das Herz und die Gedanken. Es klingt noch lange nach. Nicht nur für Betroffene und deren Angehörige, sondern für Jedermann. Ein Werk das gelesen werden muss! Eine außerordentliche Leseempfehlung von mir!
  10. Cover des Buches Guten Morgen, Abendland (ISBN: 9783404606771)
    Nazan Eckes

    Guten Morgen, Abendland

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Fräulein Üngörs Aufruf zu gegenseitiger Toleranz und Annäherung, eingebettet in ihre persönliche Familiengeschichte in Deutschland. Wie schon eine Rezensentin vor mir geschrieben hat, sind die Passagen über ihre Familie, der schwierige Neuanfang ihres Vaters in Deutschland und das glückliche Familienleben sehr berührend und herzergreifend, andere Passagen wie ihr Neid auf die immer hübsche Heidi Klum in Modemagazinen oder ihre Frustration über ihre deutsche Fernsehproduzentin Petra eher nichtssagend und stehen der Message eher im Wege. Ein Buch also mit Licht und Schatten, Frau Eckes hat die Anfeindungen und Herabsetzungen, denen man ausgesetzt war, sicherlich eher noch heruntergespielt. Seit 2010 hat sich sicher nicht all zu viel geändert, inzwischen haben wir mit Herrn Özdemir aber den ersten türkischstämmigen Bundesminister. Es bleibt also noch viel zu tun, Entscheidungsträger bitte lesen! Und mit dem Dolmus bin ich auch schon gefahren, aber daß man sich da ducken muß, war mir neu!

  11. Cover des Buches Der Hund, der eigentlich ein Vogel ist (ISBN: 9783753122823)
    Katharina Schäfer

    Der Hund, der eigentlich ein Vogel ist

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Lia48

    „Äußert ein Kind, dass es von nun an dem „anderen“ Geschlecht angehören möchte, sollte es gehört und akzeptiert werden. Ob es sich nun um eine Phase handelt oder nicht - eine gesunde Identitätsbildung ist nur möglich, wenn das Kind als der Mensch akzeptiert wird, der es ist.“

    Mädchen, die nicht mit Puppen spielen wollen oder Jungen, die Nagellack oder Zöpfe tragen wollen - bei der Entwicklung ihrer Geschlechtsidentität experimentieren Kinder mit Geschlechternormen und probieren verschiedene Rollen aus (auch das „andere“ Geschlecht).
    Manche stellen fest, dass ihre Selbstwahrnehmung nicht mit den körperlichen Merkmalen bzw. den Rollenerwartungen der Gesellschaft zusammenpasst. Sie sind „transident, transgeschlechtlich, transsexuell oder trans*.“

    So geht es auch Finn, der eigentlich ein Vogel ist, aber im Körper eines Hundes steckt. Er ist sehr traurig darüber und die anderen lachen ihn für sein „Anderssein“ auch noch aus: „Du bist doch ein Hund, wieso versuchst du zu fliegen wie ein Vogel?“
    Besonders gut gefällt mir an diesem Bilderbuch, wie die Kinder durch die Geschichte auf emotionaler und sozialer Ebene angesprochen werden.
    Sie können sich in die Rolle von Finn hineinversetzen und Verständnis sowie Mitgefühl entwickeln.
    Dieser ist traurig, dass keiner sieht, wer er wirklich ist und versucht sich den Rollenerwartungen der anderen anzupassen. Aber das macht ihn nur noch unglücklicher.
    Zum Glück nehmen ihn seine Eltern als den Vogel, der er ist!
    Eine schöne Ermutigung, auch selbst positiv und wertschätzend mit Transidentität, „Anderssein“ und Vielfalt umzugehen!
    Finn ist froh, dass er nicht der Einzige ist, der im falschen Körper steckt. Er lernt nämlich Alex kennen... Auch das kann Kinder ermutigen, wenn sie erkennen, dass sie nicht allein sind!

    Der beschwerliche Weg zur körperlichen Veränderung wird im Buch (statt durch eine OP) sinnbildlich durch eine anstrengende Reise und eine Zauberin beschritten. Das finde ich für Kinder wunderbar symbolisiert!
    Nebenbei ist die gute Zauberin eine PoC (Person of Color), ohne dass dies zum Thema gemacht wird. So kann Vielfalt zur Normalität werden!
    Am Ende freut man sich einfach nur mit Finn, dass er sich nun in seinem Körper befindet und so glücklich damit ist!

    Die Erklärungen rund um die „Ichs“ (die manchmal in die falschen Körper rutschen usw.), empfinde ich als recht anspruchsvoll. Hier könnten evtl. weitere Erklärungen von Erwachsenen nötig sein, an die sich außerdem ein hilfreiches Vorwort zum Thema „Transidentität“ richtet, welches ermutigt, Kinder mit Rollenbildern experimentieren zu lassen und sie so zu akzeptieren wie sie sind.
    Ansonsten finde ich toll, wie kindgerecht die Thematik im weiteren Verlauf in die Geschichte eingearbeitet wurde!
    Transidente Kinder finden sich im Buch möglicherweise wieder, können sich mit Finn und Alex in der Geschichte identifizieren und erhalten Impulse, wie sie selbst damit umgehen können.
    Trotzdem sehe ich das Buch eher für Kinder ab 5 oder 6 Jahren (statt ab 4) und kann es mir auch noch sehr gut für den Einsatz im Grundschulalter vorstellen!

    Beim Betrachten des Buches fallen die äußerst detailreichen, sehr fantasievollen und wunderschönen Illustrationen direkt ins Auge. Ich bin total begeistert von diesem Zeichenstil! Wow! Man kann sich wirklich darin verlieren!
    Und trotzdem muss ich leider anmerken: Mir persönlich haben die Bilder speziell für dieses Buch zu viele Details. Dies lenkt den Fokus nämlich automatisch auf die Illustrationen und das Geschehen im Bild. Und da gibt es sooo viel zu entdecken! Wenn die Bilder ohne Text wären, würden sie sich wunderbar zum Erzählen eignen! Aber so, lenkt es doch etwas vom Text und der Thematik ab. Gerade bei schwierigen/ zum Austausch einladenden Themen, habe ich die Erfahrung gemacht, dass weniger Details in der Bebilderung von Vorteil sein können.
    Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

    FAZIT: Auf jeden Fall ein sehr besonderes Buch zum Thema „Transidentität“, welchem sich die Autorin (Sozial- und Sexualpädagogin) kindgerecht angenommen hat. Insgesamt gefällt mir die Umsetzung wirklich sehr gut! Die detailreichen Illustrationen lenken etwas vom Inhalt ab. Aber sie sind so wahnsinnig schön und fantasievoll! Man merkt, dass in dem Buch viel Herzblut steckt. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für Kinder ab 5/6 Jahren und 4,5/5 Sterne!

  12. Cover des Buches Eligible: The book of the summer by Curtis Sittenfeld (2016-04-21) (ISBN: B01N0DFV64)
    Curtis Sittenfeld

    Eligible: The book of the summer by Curtis Sittenfeld (2016-04-21)

    (3)
    Aktuelle Rezension von: ichundelaine
    Als bekennendes Jane-Austen-Fan-Girlie freue ich mich immer wie ein Schneekönig, wenn ich Neuerzählungen ihrer Werke finde, die dem Geist von Jane Austen würdig sind und "Eligible" ist so eins!

    Hier wird die Story von "Stolz und Vorurteil" mitsamt der bekloppten Bennet Familie und Mr. Darcy in die Jetzt-Zeit verpflanzt und dem ganzen ein neuer Anstrich gegeben, ohne es zu sehr zu verfremden. 

    Die Familie Bennett lebt in ihrem heruntergekommenen Herrenhaus in Conneticut, lediglich die beiden ältesten Töchter Jane und Lizzie haben es zu einer eigenen Bude in New York und halbwegs respektablen Jobs geschafft. Als Papa Bennet, der hier absolut zum Schreien komisch gezeichnet ist, einen Herzinfarkt erleidet, kehren sie in den Schoß der Familie zurück, um sich um ihn, die furchtbar neurotische Mutter und die drei jüngeren Schwestern zu kümmern. Während Lydia und Katherine fast schon religiös Cross Fit betreiben und Paleo essen, macht Mary ihren x-ten Online-Abschluss und lässt massenweise altkluge Kommentare vom Stapel und ihre Mutter lässt keine Minute vergehen, die Töchter, irgendwie an den Mann zu bringen. Doch neben fünf unverheirateten Töchtern haben die Bennets auch noch Geldsorgen, ein Haus mit Spinnenplage und andere schlechte Angewohnheiten, weshalb Lizzie händeringend versucht, die Familie wieder auf einen besseren Kurs zu bringen. 

    Durch den Arzt des Vaters lernt sie dann auch Fitzwilliam Darcy, einen unhöflichen, eigenbrötlerischen Chirurgen kennen und, wie wir schon aus dem Original wissen, lieben.

    Curtis Sittenfeld hat nicht nur das Setting, sondern auch die Beziehungsgeflechte modernisiert. So gibt es nicht nur einen Wickham sondern gleich einen Wick und einen Ham in dieser Geschichte und Jane schlägt sich mit einem unerfüllten Kinderwunsch rum, bevor sie Bingley, einen ehemaligen TV-Bachelor kennenlernt.

    Das Buch hat mich köstlich amüsiert und auch wenn man die Episode mit Darcy und dem Hate-Sex hätte weglassen können, war es eine wirklich tolle Neuerzählung der altbekannten Geschichte.



  13. Cover des Buches Tod am Kreidefelsen: Ostseekrimi (ISBN: B07KYFJXLR)
    Birger Brand

    Tod am Kreidefelsen: Ostseekrimi

    (17)
    Aktuelle Rezension von: Vampir989
    Klapptext:


    Sassnitz, Rügen.  Die Leiche des zwanzigjährigen Kellners Benjamin W. taucht eines Morgens am Fuß des Kreidefelsens auf. Als die herbeigerufene Kripo das Haus des Opfers durchsucht, kommt es zu einem schwerwiegenden Zwischenfall. Steckt mehr als nur Fahrlässigkeit dahinter? Sind hier Polizeibeamte gar in ein Verbrechen verstrickt? Nur kurze Zeit später bringt der Tod eines Verdächtigen in seiner Zelle das Fass zum Überlaufen - und weckt das Interesse von Lydia Westphal. 
    Die Leiterin des LKA-Dezernats für Interne Ermittlungen (Schwerin) fährt unverzüglich nach Sassnitz, um Licht ins Dunkel zu bringen. Im Zuge ihrer Nachforschungen gerät die Kriminalrätin in ein Gemenge aus Rachegelüsten, himmelschreiender Inkompetenz und Sex-Dienstleistungen der speziellen Art.
    In einem feindseligen Klima beginnt sich die Ermittlerin schnell unsicher zu fühlen. Schwebt sie tatsächlich in Gefahr? Auf welche Kollegen kann sie sich verlassen? Wer arbeitet im Geheimen gegen sie? Werden weitere Opfer folgen? Ein Ereignis jagt das andere, menschliche Abgründe tun sich auf, der große Knall steht bevor…

    Dies ist der Auftakt einer Ostseekrimireihe mit der Kommissarin Lydia Westphal.Ich hatte große Erwartungen an diesen Krimi.Und ich muss sagen das ich nicht enttäuscht wurde.Birger Brand entführte mich auf die wunderschöne Insel Rügen.
    Der Schreibstil ist leicht,locker und flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit lesen konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen.
    Ich begleitete die Kommissarin für eine Weile bei ihren Ermittlungen und erlebte dabei spannende und interessante Momente.
    Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben.Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.Besonders sympatisch fand ich Lydia Westphal.Ich habe sie gleich in mein Herz geschlossen.Aber auch alle anderen Figuren waren sehr interessant egal ob bösartig oder liebenswert.
    Der Autor hat eine geheimnisvolle und düstere Atmosphäre geschaffen.In mir war Kopfkino.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Ich habe mitgelitten,mitgebangt und mitgefühlt.Durch die fesselnde und packende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Immer wieder gab es unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse.Dadurch blieb es durchweg spannend und wahnsinnig interessant.Zu keiner Zeit wurde mir langweilig.Viele brisante und aktuelle Themen spricht der Autor in diesem Krimi an.Da geht es um Ausländerhass,Homosexualität,Alkohol und Prostitution.Dies in die Geschichte einzubauen ist ihm hervorragend gelungen.Auch wurde ich immer wieder auf eine falsche Spur geführt was den Täter anbelangt.Und so habe ich bis zum Schluss mit gerätselt wer es denn nun sein könnte.Fasziniert haben mich auch die sehr ansprechenden und bildhaften Beschreibungen der einzelnen Schauplätze.Besonders die tollen Landschaftsbeschreibungen der Insel Rügen fand ich grandios und wunderschön.Viel zu schnell war ich am Ende des Buches angelangt.Ich hätte noch ewig weiter lesen können.Den Abschluss fand ich sehr gelungen.
    Auch das Cover finde ich sehr ansprechend und gut gewählt.Schon beim ersten Anblick bekommt man Lust zum Lesen.Für mich rundet es das Meisterwerk ab.
    Mir hat das Lesen dieses Buches viele spannende und interessante Momente beschert.Ich vergebe glatte 5 Sterne und freue mich schon auf einen weiteren Fall mit Lydia Westphal.
  14. Cover des Buches Rosarote Schmetterlinge 2: Erotische trans-lesbische Kurzgeschichten ab 18 (Lesben, Transgender, Deutsch, kein Liebesroman) (ISBN: B0831SFGYX)
    Vanessa Talisker

    Rosarote Schmetterlinge 2: Erotische trans-lesbische Kurzgeschichten ab 18 (Lesben, Transgender, Deutsch, kein Liebesroman)

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Rosy89

    Was ist an diesem Buch so außergewöhnlich?

    12 Geschichten, die jede für sich einzigartig ist. Gut erzählt mit spannenden Aufbau und flüssig zu lesen, mit erotischen Kick.

    Was ich an Vanessa liebe?

    Ihre gewählte Ausdrucksweise und den einzigartigen Schreibstil.

  15. Cover des Buches Geheilte Seele – Befreites Ich (ISBN: 9783961115167)
    Valerie Schnitzer

    Geheilte Seele – Befreites Ich

    (7)
    Aktuelle Rezension von: claireb

    In der Autobiografie "Geheilte Seele, befreites Ich" von Valerie Schnitzer berichtet die Autorin über ihre Geschichte als transgender Frau, über ihre Beziehung zu Musik und Religion und über ihren Weg zum Coming-Out und zu den angleichenden Operationen und Behandlungen. 

    Dabei erzählt sie sehr offen auch über dunkle Gedanken und gewährt den Lesenden so einen Einblick in ihre Psyche. Mit dem Schreibstil bin ich nicht ganz warmgeworden, die Wortwahl war mir an mancher Stelle etwas fremd. Auch waren einige Stellen ein bisschen langatmig und hätten sicherlich kürzer erzählt werden können.

    Insgesamt wird in der Autobiografie eine spannende Geschichte erzählt, die jedoch einige Längen hat.

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