Bücher mit dem Tag "trauerbewältigung"
199 Bücher
- John Green
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
(12.816)Aktuelle Rezension von: Trishen77"Eigentlich ist fast alles eine Nebenwirkung des Sterbens."
Ich bin bereits seit Eine wie Alaska ein großer Fan des amerikanischen Autors John Green und seiner Jugendromane, die oft die Feinheiten dieses Genres und einzigartigen Thematiken verknüpfen. Ich weiß nicht, was es genau ist, das seine Bücher so ehrlich und doch so gut erzählt erscheinen lässt, aber in seinen Büchern fühle ich wohl, wie es mir sonst nur bei Autoren wie John Irving, Jorge Luis Borges oder den Gedichten Rilkes passiert. Was ihn jetzt nicht mit einer dieser Autoren konkret in Verbindung setzten soll, aber es ist da eine unkomplizierte Präsens in seinen Geschichten, Personen, seiner ganzen Sprache, die der Erfahrung des Lesens ein wenig das Glasscheibenhafte, das Hindernis nimmt, was manchmal zwischen Leser und Lektüre steht.
Gleich vorweg: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein wirklich tolles Buch. Es ist vollkommen unprätentiös, es wirkt auf dem Leser, ist ein wunderbar unüberladenes Erlebnis. Es erreicht uns im Kleinen und es erreicht uns im Großen, ist eines dieser Bücher, an dem wir nicht vorübergehen können, sondern kurz innehalten, vielleicht nicht einmal genau wissen warum wir innehalten, aber eins ist klar: das Innehalten genügt als Grund, die Rührung genügt als Schleife auf dem Moment, das Buch, gelesen, in der Hand, genügt als vollendeter Ruf an das Leben in uns allen.
"-und sofort bekam ich Angst, dass die Leute über mich, wenn ich starb, auch nichts anderes zu sagen hätten, außer das ich tapfer gekämpft hätte, als wäre das einzige, was ich je getan hatte, Krebs zu haben."
Und um Leben geht es in diesem Buch, viel mehr, als in vielen anderen Büchern, in denen die Menschen tatsächlich die ganze Zeit einfach nur leben.
Hazel Grace ist 16 und kann nur noch durch zugeführten Sauerstoff aus einer Flasche überleben, die sie mit sich herumtragen muss; Krebs in der Schilddrüse, Metastasen in der Lunge - unheilbar, nur noch aufhaltbar. Gelegentlich geht sie einmal in der Woche zu einer Art Gruppentherapie in einer Kirche für krebskranke Kinder. Dort trifft sie eines Tages einen Jungen, der selber mal an Krebs erkrankt war, jetzt aber gesund ist. Und es scheint, dass er sich auffällig für Hazel interessiert...
Es ist natürlich letztlich unbeschreiblich, wie nah einem ein Buch nach der Lektüre steht. Also nicht nur, wie nah es einem geht, sondern wie sehr man darin, abseits vom Thema, Spuren einer lebendigen Wirklichkeit und Wesenhaftigkeit spürt - oder, altmodisch gesagt: Dass es ist, als wären die Romanfiguren Teilnehmer an einem Spiel, das auch wir spielen, wenn wir das Buch wieder geschlossen haben. Solche Bücher erreichen uns mit ihrem Thema stärker als andere, nicht weil sie Illusionen fabrizieren oder unterstützen, sondern weil sie offenbaren, was gültig ist in allem, egal ob Realität oder Fiktion. Eins davon ist sicherlich die Liebe und dieser Roman zeigt auch noch einige mehr.
"Jedenfalls sind die wahren Helden nicht die Leute, die Sachen tun; die wahren Helden sind die, die Dinge BEMERKEN, die AUFMERKSAM sind."
Im Grunde ist die Geschichte eine Liebesgeschichte – und dass sie viel, viel mehr ist, lässt diesen letzten Punkt trotzdem nicht in Vergessenheit geraten. Von den Szenen, durch die diese Buch sich bewegt, haben mich viele berührt, viele habe ich mit Spannung und Aufmerksamkeit verfolgt, viele sind mir als sehr gut geschilderte Gesten im Gedächtnis geblieben, die Kleinigkeiten eines Buches eben, die seine Lektüre zu einem riesengroßen Raum machen, den man nach der Lektüre nicht sofort verlassen kann, weil man ihn noch eine ganze Weile durchwandern muss. Übergreifend (Achtung SPOILER) hat mich aber letztendlich die Szene berührt, in der das Motto, die Essenz dieses Buches in aller Deutlichkeit hervortritt, wie sonst nur in einem Film , der einen sehr ähnlichen Namen und eine ähnliche Botschaft trägt. Die Szene in der Gus zu ihr sagt und man weiß, dass es das ganze Buch einfängt und letztendlich in diesem Satz der Punkt hinter die Aussage gesetzt wird, wodurch sie vollkommen ist:
"Das Leben ist schön, Hazel Grace."
Ein Moment zum Heulen. Aber auch ein Moment um John Green zu danken. Weil er ein großartiges Buch geschrieben hat. Denn damit ist natürlich nicht alles gesagt - aber das Wichtigste.
Nachtrag: Es grenzt vielleicht schon an Blasphemie, wenn ich mir erlaube hier zwei Bücher anzuhängen, die keineswegs genau wie dieses Buch sind, ja noch nicht mal mit derselben Grundthematik arbeiten, aber denjenigen gefallen könnten, die auch dieses Buch gut fanden, und vielleicht stelle ich sie auch nur hier noch hinten an, weil sie mir ebenfalls sehr am Herzen liegen:
Das also ist mein Leben
Die Nackten
Auch sehr zu empfehlen ist natürlich "Eine wie Alaska", Greens Debüt, ähnlich einzigartig wie dieser Roman. - Sarah J. Maas
Throne of Glass – Erbin des Feuers
(1.616)Aktuelle Rezension von: Whale_in_the_Clouds- Achtung, enthält Spoiler zu vorherigen Teilen der Reihe -
Celaena hat ihr Geheimnis offenbart und sich auf den Weg nach Wendelyn gemacht um dort Maeve aufzusuchen. Doch Maeve mag keine Halbblüter und so muss Celaena erst beweisen, dass sie ihrer Antworten würdig ist. Gemeinsam mit dem Fae-Krieger Rowan muss sie trainieren, während in Adarlan Chaol und Dorian und ihr Volk unter dem König leiden müssen.
Das Buch ist aus vielen verschiedenen Perspektiven geschrieben, wodurch es sich stellenweise fast zieht, aber insgesamt einen tollen Blick auf die verschiedenen Aspekte gibt. Ich mochte besonders die Perspektiven von Celaena und Manon gerne, aber auch die anderen sind wichtig für die Story.
In diesem Teil entwickelt sich vor allem Celaena weiter, muss sich ihrer Vergangenheit stellen und zu sich finden. Mir hat das sehr gut gefallen, weil der Kontrast zu ihrem Assassinen-Ich sehr herausgearbeitet wird und sie nicht nur äußerlich eine Verwandlung durchmacht.
Ich möchte auch gar nicht weiter spoilern, ich kann das Buch einfach nur empfehlen und freue mich schon extrem darauf, wie es weitergehen wird.
- Jojo Moyes
Ein ganz neues Leben
(1.952)Aktuelle Rezension von: Katrin1Ich habe dieses Buch in einer Bücherecke gesehen und kannte nur die Autorin aufgrund des Films "Ein ganzes halbes Jahr" welcher mich tief berührt hat. Als ich feststellte, dass es sich bei Ein ganz neues Leben um die Fortsetzung handelte, konnte ich es kaum erwarten und ich wurde nicht enttäuscht. Ein wunderschönes Buch, eine gelungene Fortsetzung mit allen Gefühlen, die nach so einem Erlebnis dazugehören um zurück in ein ganz neues Leben zu finden.
- Bianca Iosivoni
Falling Fast
(1.087)Aktuelle Rezension von: Kristina_RitterDas Cover gefällt mir in dem lilanem getupften Ton.
Hailee ist auf einem Roadtrip unterwegs und landet wie von selbst am Grab ihres besten Freundes. In einer Bar lernt sie Chase kennen während sie versucht von einem schmierigen Typen wegzukommen. Etwas an ihn fasziniert sie, doch als sie erkennt wer er ist wendet sie sich ab. Ausserdem muss sie sowieso wieder los, da sie mit ihrer Schwester am Ende des Roadtrips verabredet ist.
Mir hat der Start der Geschichte richtig gut gefallen, man konnte sich alles gut vorstellen und war auch direkt betroffen von Jaspers Tod. Ein bisschen an der Kommunikation der beiden hat mir nicht gefallen, ich kann es aber nicht genau benennen. Ich musste in diesem Buch 2 mal richtig weinen.
Mit diesem Ende zurückgelassen zu werden ist echt fies. Mir ist noch nicht so ganz klar, wieso sie am Ende so handelt wie sie es tut. Aber vielleicht wird das in der Fortsetzung besser erklärt, es hätte auch die Spannung rausgenommen wenn man mehr Informationen hätte. Spice ist vorhanden, die Dosierung ist in Ordnung. Man kann sich hier auf Romantik, Herzschmerz und viel Emotionalität einstellen.
Kein Highlight für mich, aber dennoch lesenswert.
- Sebastian Fitzek
Die Therapie
(3.967)Aktuelle Rezension von: AlrikBeklemmende Stille liegt über jeder Seite, als würde das abgelegene Ferienhaus selbst ein Geheimnis verbergen. Die Geschichte zieht sofort in einen psychologischen Nebel, der immer dichter wird und kaum Luft zum Durchatmen lässt. Mit jeder Begegnung zwischen Viktor und der rätselhaften Frau wächst das Gefühl, dass hier etwas grundlegend nicht stimmt. Realität und Wahn beginnen zu verschwimmen, während sich die Gespräche wie ein vorsichtiges Abtasten anfühlen, das plötzlich in ein emotionales Verhör kippt.
Die Atmosphäre wirkt kühl, isoliert und gleichzeitig unglaublich intensiv. Besonders die Einsamkeit des Protagonisten hat mich berührt, weil sie so greifbar geschildert wird. Trauer, Hoffnung und unterschwellige Angst verweben sich zu einem Sog, der immer stärker wird. Ständig tauchen neue Zweifel auf, jede Information fühlt sich unsicher an, jede Szene wie ein Puzzleteil, das nicht ganz passt.
Das Tempo ist hoch, ohne hektisch zu wirken. Kurze Kapitel treiben die Handlung voran und lassen kaum Zeit, das Gelesene zu verarbeiten. Gerade dieses Gefühl des Getriebenwerdens erzeugt das berühmte Fitzek Kopfkino. Die Auflösung trifft dann mit voller Wucht. Überraschend, verstörend und noch lange nachwirkend. Genau diese Mischung aus Spannung, Emotion und psychologischer Verunsicherung macht das Debüt so eindrucksvoll.
- Bianca Iosivoni
Flying High
(658)Aktuelle Rezension von: Kristina_RitterNachdem Chase rausgefunden hat was Hailee vorhat, ist er so schnell wie möglich auf dem Weg zu ihr um sie aufzuhalten. Aber das ist erst der Anfang einer langen Reise.
Ich finde die Protagonisten machen in dem Buch eine schöne Entwicklung durch. Beide lernen mit ihren Problemen umzugehen. Mir hat besonders gefallen, dass es nicht so typisch "Chase hat sie gerettet" war. Natürlich hatte er auch was damit zu tun, aber ich denke es waren so viele Kleinigkeiten mehr die ihr geholfen haben zu heilen und zu verarbeiten. Beide finden ihren eigenen Weg und treffen ihre Entscheidung für sich selbst. Es gibt weniger Zweisamkeit in dem Buch und die Romantik steht nicht im Mittelpunkt.
Ich denke wer hier eine rein schöne und tolle Romance erwartet, wird enttäuscht. Wer allerdings eine Geschichte über Selbstheilung mit einem Touch Romance lesen möchte ist hier richtig.
- Mareike Fallwickl
Die Wut, die bleibt
(326)Aktuelle Rezension von: leseleaEine Mutter kann nicht mehr und springt in den Tod. Eine Tochter bleibt zurück und gibt sich der Wut hin. Eine kinderlose Freundin lernt, was Care-Arbeit bedeutet. So lässt sich der Plot von Mareike Fallwickls Roman Die Wut, die bleibt zusammenfassen, wobei der Sprung in den Tod auf der ersten Seite steht und im Zentrum der Geschichte die Auswirkungen dieses Selbstmordes auf ihr Umfeld erzählt wird. Dabei wird schnell klar, dass Helene – die springende Mutter – den Freitod wählt, um den Erwartungen und dem Druck zu entkommen, die ihre Familie im Kleinen und die Gesellschaft im Ganzen an sie als Mutter stellt. Aufgerieben von einer Pandemie, gefangen in einer Beziehung mit einem Mann, der Arbeit über Familie stellt, bleibt sie mit Kindern, Haushalt und Mental Load zurück – bis sie keinen Ausweg mehr sieht. Ihre Tochter Lola, woke und belesen, erkennt die strukturellen Zusammenhänge. Nachdem sie Opfer männlicher Gewalt wird, kennt sie statt Trauer nur noch Wut und gibt sich dieser Emotion radikal hin. Sarah, Helenes Freundin seit Kindergarten-Tagen, springt der zurückgebliebenen Familie zur Seite und muss auf schmerzliche Weise lernen, wie schnell man als Frau in einer Familie verpflichtet wird – auch wenn es nicht die eigene ist – und wie gering dies honoriert wird.
Mareike Fallwickl thematisiert in Die Wut, die bleibt viele wichtige Themen: Gender Care Gap, Mental und Emotional Load von Frauen, abwesende Väter, männliche Gewalt, Körperbilder und Schönheitswahn, weibliches Altern. Es ist eine Rundumkritik des Patriarchats und auch wenn die Fülle dieser Themen überzogen erscheint, zeigt Fallwickl, dass und wie die einzelnen Motive ineinander wirken und dabei leider gar nicht unrealistisch erscheinen, sondern den Alltag vieler Frauen widerspiegeln.
Alles in Die Wut, die bleibt ist wichtig und richtig – und dennoch finde ich den Roman nicht überzeugend. Fallwickl will nämlich belehren, das verhehlt die Geschichte nicht, und sie entscheidet sich leider, dies mit der Holzhammer-Methode zu tun. Alle ihre Figuren sind minimal überzeichnet, sodass die Geschichte insgesamt zu gewollt wirkt: Das beginnt mit dem drastischen Selbstmord am Anfang des Romans und endet mit der Racheengel-Formation, der sich Lola anschließt, um Gerechtigkeit durch Faustschläge herzustellen. Dazwischen finden sich Männer, die reine Klischees sind und eine Sprachlosigkeit, die die Figuren nicht einmal versuchen zu überwinden, da Fallwickl sich ganz auf die titelgebende Emotion fokussiert: Wut. Dabei möchte ich nicht falsch verstanden werden: Es gibt unzählige Gründe, als Frau wütend zu sein und ich verstehe jede, die nicht mehr bereit ist, Mitleid und Verständnis für Männer aufzubringen; doch im Roman wird diese Wut überhöht und kritiklos präsentiert, Momente der Reflexion – gerade bei Lola – werden dadurch unmöglich gemacht.
Die Wut, die bleibt lässt sich sehr gut lesen, die Sprache ist alltagsnah. Fallwickl entscheidet sich dazu, die Geschichte abwechselnd aus Lolas und Sarahs Perspektive zu erzählen, was eine gewisse Dynamik erzeugt, die jedoch nicht komplett über die zähen Momente der circa 370 Seiten langen Erzählung hinwegträgt. Lolas Kapitel haben mich dabei persönlich sehr angestrengt, die hier langsam entwickelte Utopie (oder doch eher Dystopie?) konnte mich nicht überzeugen; Sarahs Entwicklung ist stimmiger, gerade ihre Kapitel werden jedoch durch die bewusst schwach gezeichneten männlichen Figuren geschwächt.
Im Endeffekt präsentiert mir Fallwickl in Die Wut, die bleibt eine zu einfache Antwort, obwohl sie hervorragend aufzeigt, wie komplex das Leben als Frau im Patriarchat des 21. Jahrhunderts (Stichwort: Wir sind doch schon längst gleichberechtigt) ist. Die Wut mag berechtigt sein, aber wohin führt sie mich? Ich nehme wenig aus der Lektüre mit und kann daher nur 3 Sterne vergeben.
- Fredrik Backman
Ein Mann namens Ove
(849)Aktuelle Rezension von: Sanne54Ich denke, der Inhalt ist hinlänglich bekannt. Für mich war Parvaneh, die Nachbarin Oves und Vertreterin einer neuen (Ove suspekten) Generation, der eigentliche Star des Buches, der es auf sehr empathische, aber auch bestimmte Art und Weise immer wieder (unausgesprochen) gelingt, das Leben des Witwers zu retten, der mit allerlei Möglichkeiten versucht sich das Leben zu nehmen, nachdem er kurz nach dem Tod seiner geliebten Frau in den Vorruhestand geschickt wird. Ove selbst ist kein Sympathieträger und will es auch nicht sein, aber sie sieht seine gute Seele.
Darüberhinaus haben mir leider weder der Schreibstil noch der Humor zugesagt, wobei ich die Rückblenden, die nach und nach Einblick in die Biografie Oves geben, gut gefallen haben. Geschickt gelingt es dem Autor mehr und mehr Verständnis für seinen Protagonisten aufzubauen.
Das Ende war mir dann aber doch too much und Oves Entwicklung auf den letzten ca 50 Seiten irgendwie auch nicht glaubwürdig.
Trotz allem natürlich gute Unterhaltung mit guter Botschaft. Auch die Überzeichnung ist natürlich ein probates Stilmittel, aber in dem Fall leider nicht meins.
- Dustin Thao
Bleib bei mir, Sam
(284)Aktuelle Rezension von: annapgnrSowohl Klappentext als auch Cover fand ich wahnsinnig ansprechend, und ich habe mich sehr gefreut, als ich das Buch endlich in meinem lokalen Thalia gefunden habe. Natürlich musste es sofort mit. Leider wurde ich dann ziemlich enttäuscht.
Das Setting an sich gefällt mir unglaublich gut, ebenso die Art, wie der Autor es beschreibt. Als Leser hat man ein wunderschönes Bild vor Augen, das einen durch die gesamte Geschichte begleitet. Die Handlung selbst konnte mich jedoch leider nicht abholen. Abgesehen davon, dass sie nicht unbedingt realistisch ist, was man ja vorher schon weiß, waren mir die Sprünge von Ort zu Ort teilweise zu abrupt, sodass ich mich immer wieder neu orientieren musste.
- Brittainy C. Cherry
Wie die Ruhe vor dem Sturm: Special Edition
(1.171)Aktuelle Rezension von: Another-Ich habe natürlich wie viele andere von diesem gehypten Buch bzw. der Autorin im Vorfeld viel gehört und war sehr gespannt auf mein erstes Buch von ihr. Was soll ich sagen, es hat unglaublich gut angefangen und die Story hatte mich sofort in ihrem Bann. Man verliert schon nach den ersten paar Seiten hier und da ein Tränchen und der Schreibstil ist flüssig und schön romantisch. Die Geschichte ist in zwei Teile aufgeteilt und der erste bekommt von mir 5 Sterne.
Ab dem zweiten Teil haben mich die Protagonisten und ihr Verhalten aber leider verloren. Vor allem in Greyson konnte ich mich schlecht hineinfühlen, ich fand ihn schon übertrieben kalt und das Verhalten oder das Denken von Ellie haben für mich irgendwie nicht mehr ganz reingepasst. Ja, natürlich haben die Personen sich seit ihrer Jugend verändert, aber irgendwo müssen sie und ihre Liebe doch Wiedererkennung finden. Vor allem, da auch von Liebe gesprochen wird in dem Buch. Die war für mich nach der Zeitspanne von Teil 1 und 2 nicht mehr greifbar. Sehr schade, denn die Idee und die Schicksalsschläge waren reines Tränenmaterial in dieser Story. Gegen Ende schien für mich dann alles nur noch halbherzig zusammengefügt und übertrieben kitschig und konstruiert zu sein, sodass ich das Buch etwas enttäuscht beendet habe, aber vielleicht hatte ich einfach zu hohe Erwartungen? Manch zeitliche Abläufe sind im zweiten Teil auch sehr unstimmig seitens Greyson gewesen und ich hab nicht nachvollziehen können, warum genau er schlussendlich seine Haltung gegenüber Ellie geändert hat und die romantischen Gefühle herkamen.
Diese Geschichte ist schon ihren Hype wert und ich hätte mir gewünscht, dass ich mich emotional mehr in die Charaktere hätte einfinden können. Es war definitiv nicht mein letztes Buch von B. C. Cherry, aber ich bin mir unsicher, ob ich diese Reihe hier abschließen werde.
- Benjamin Myers
Offene See
(441)Aktuelle Rezension von: KaaathiMan begleitet Robert auf seinem Weg zur Küste – und vor allem zu sich selbst. Die Begegnung mit Dulcie und die vielen kleinen Momente am Meer erzeugen eine ganz ruhige, warme Stimmung. Die Atmosphäre bleibt dennoch kraftvoll, geprägt von der anschaulichen Schilderung der wilden Küstenlandschaft und der geheimnisvollen Vergangenheit von Dulcie.
Herausragend ist auch die Sprachgewalt des Romans, bei dem man sich am liebsten jeden zweiten Satz markieren würde.
Absolute Empfehlung für Liebhaber klassischer Literatur, Poesie und atmosphärischen Geschichten, die nicht viel Action brauchen, um zu wirken. - Colleen Hoover
Reminders of Him – Für immer ein Teil von dir
(671)Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooksIch habe das Hörbuch gehört und war wirklich von Anfang an komplett drin. Aber das kenne ich ehrlich gesagt auch nicht anders von Colleen Hoover.
Die Geschichte ist sehr emotional. Es geht um Liebe, Familie, Verlust, Trauer und darum, mit all dem irgendwie weiterzumachen. Und genau das zieht sich auch durch das ganze Buch.
Ich saß teilweise im Auto und habe innerhalb kürzester Zeit alles gefühlt. Ich habe geschmunzelt, gelacht und wirklich auch geweint – gerade zum Ende hin sind definitiv ein paar Tränen geflossen 🥺
Ich mochte die Charaktere wirklich gern. Man konnte sich gut in sie hineinversetzen und vieles einfach nachvollziehen, auch wenn man nicht jede Entscheidung sofort versteht.
Geschrieben ist das Ganze aus zwei Perspektiven, was ich richtig gerne mag, weil man dadurch beide Seiten einfach besser versteht und nochmal anders mitfühlt.
Der Schreibstil ist typisch Colleen Hoover: leicht, bildhaft und super angenehm zu hören. Man kommt schnell durch die Geschichte, obwohl die Themen eigentlich ziemlich schwer sind.
Auch das Hörbuch war richtig gut gemacht. Die Emotionen kamen super rüber und haben das Ganze nochmal intensiver gemacht 🎧
Für mich war es einfach eine richtig schöne Geschichte, die mich emotional total abgeholt hat und die ich sehr gerne gehört habe 🖤
- Ava Reed
Die Stille meiner Worte
(780)Aktuelle Rezension von: SophieRunnerIch habe vor etwas mehr als einem Jahr schonmal ein Buch von Ava REed gelesen, welches mir sehr gefiel. Viele haben mir gesagt, dass dieses iht Lieblingsbuch der Autorin ist. Ich finde den Schreibstil sehr angenehm, das Buch ist flüssig und ich konnte es in kurzer Zeit verschlingen. Ich finde s mega toll, wie Hannahs Trauma aufgearbeitet wird, vorallem weil es wichtige Themen anspricht. Und Levi ist sowieso eine Green Flag auf zwei Beinen.
Zudem finde ich das Setting im Camp richtig toll und liebe es, wie die Lehrpersonen mit den Kindern (und Mo) umgehen 🥰
Tolles Buch
- Lori Nelson Spielman
Und nebenan warten die Sterne
(440)Aktuelle Rezension von: MoidlvomberchDas Cover sieht mit dem funkelnden Sternenhimmel und den sanften Farben einfach wunderschön aus. Es strahlt eine richtige Wohlfühl-Atmosphäre aus, die perfekt zu der Geschichte passt.Lori Nelson Spielman hat einen unglaublich warmherzigen Schreibstil. Die Geschichte ist berührend, hoffnungsvoll und hat genau die richtige Mischung aus Tiefgang und Leichtigkeit. Man fühlt sofort mit den Charakteren mit und möchte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Ein echtes Herzensbuch, das zeigt, dass das Glück oft direkt vor unserer Haustür wartet. Absolut empfehlenswert!
- Cecelia Ahern
Ich schreib dir morgen wieder
(1.102)Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicisLeider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen und das lag vor allem an dieser schrecklichen und egozentrischen Protagonistin. Tamara Goodwin ist eine verwöhnte, undankbare, vorlaute und rotzfreche Göre, die mir einfach nur höllisch auf den Senkel gegangen ist. Sie soll scheinbar 17 Jahre alt sein und gemäß ihren Aussagen fühlte sie sich doppelt so alt – im wahrsten Sinne des Wortes sagte sie «Aber in den letzten Monaten bin ich um Jahre gealtert.». Ah ja? Wo denn? Sie verhält sich wie eine Zwölfjährige, die mit der Situation und ihren Gefühlen nicht klarkommt. Von Reife keine Spur. Von den elendig langen Monologen und Erzählungen ganz zu schweigen. Es war zum Haareraufen.
Von allen anderen Charakteren waren höchstens noch ihre Tante und die Klosterschwester (ich glaube, ihr Name war Schwester Ignatius) interessant, da die beiden Personen etwas Geheimnisvolles umgaben. Die Tante im negativen und die Klosterschwester im positiven Sinne. Mehr kann ich dazu, aufgrund der Spoilergefahr, nicht verraten.
Die Idee fand ich eigentlich recht interessant. Ich meine: Ein Tagebuch, dass die Zukunft zeigt? Das ist doch wirklich interessant. Leider war die Umsetzung mies, nicht sonderlich spannend oder gut durchdacht. Über das Tagebuch erfährt man nicht wirklich viel. Es ist einfach da. Woher es kommt? Wie es funktioniert? Das erfährt der Leser mit keiner Silbe. Es ist da. Punkt. Komm damit klar. Und Tamara selber hegt keinerlei Ambitionen hinter das Geheimnis des Tagebuchs zu kommen. Sehr schade.
Die Geschichte an sich ist größtenteils langweilig und fade. Die Handlung plätschert vor sich hin und es geschieht nicht wirklich viel Interessantes. Stattdessen verliert sich die Autorin in Nebensächlichkeiten und vielen Wiederholungen. Die interessanten Dinge werden auf die letzten 100 Seiten gepresst. Plötzlich geht alles Schlag auf Schlag und das gut behütete Familiengeheimnis wird gelüftet. Bäm! Da hast du es! … Äh? Warum? WARUM tut die Autorin denn sowas? Ich begreife es nicht. Dieses Familiengeheimnis wäre ein toller Spannungsbogen gewesen, der sich durch die gesamte Geschichte hätte ziehen können. Aber nein, warum auch?
Der Schreibstil an sich – tja… Da die Geschichte aus Tamaras Sicht geschrieben wurde, passte der Schreibstil hervorragend zu dieser unreifen 17-Jährigen. Sorry, ich weiß, ich höre mich gerade sehr herablassend an, aber diese Hauptprotagonistin hat mir total die Geschichte vermiest. Ich kann ihr kaum etwas Positives abgewinnen – zumindest hatte sie mich gegen Ende etwas milder gestimmt und sie schien tatsächlich etwas reifer geworden zu sein.
Fazit:
Die unausstehliche Protagonistin und eine größtenteils langweilige Geschichte… Ich bin echt enttäuscht. Diese Geschichte hätte spannend werden können.
- Ava Reed
Wir fliegen, wenn wir fallen
(635)Aktuelle Rezension von: AlenaxplsIch fand das Buch wirklich schön und an vielen Stellen auch berührend und besonders der Einstieg mit Phil hat mich emotional direkt gepackt. Besonders mochte ich, wie Yara und Noel durch die Erlebnisse, die sie gemeinsam von ihrer Liste abhaken, immer mehr zusammenwachsen. Dabei reisen sie an verschiedene Orte auf der Welt, was der Geschichte viel Abwechslung und Spannung verleiht. Es ist eine schöne Liebesgeschichte, die mit vielen besonderen Momenten gefüllt ist. Allerdings ist es eher für ein jugendliches Publikum geschrieben. Man kann das Buch gut mal zwischendurch lesen. Von mir bekommt es drei Sterne😊 Für zwischendurch ist es auf jeden Fall eine unterhaltsame Lektüre. Auch wenn es nicht mein absolutes Highlight war, hat es mich durch die interessante Idee und die gefühlvolle Umsetzung dennoch überzeugt.
- Jasmin Schreiber
Marianengraben
(449)Aktuelle Rezension von: Carofii💭 M E I N U N G
Bereits bei der ersten Seite habe ich gespürt, dass das wieder ein besonderes Buch wird. Schon allein der Aufbau ist total durchdacht, nämlich dass die Protagonistin mit Fortschreiten des Buches immer mehr aus dem Marianengraben auftaucht - ganz toll! Aber auch durch das Einbringen von biologischem Hintergrundwissen über unterschiedliche Tierarten, lernt der Leser noch was dazu.
Durch das Einbauen von humorvollen Rückblicken zu Paulas verstorbenen Bruder
wird die erdrückende Thematik wunderbar aufgelockert und für den Leser aushaltbar gemacht.
Trotz oder gerade weil die beiden Protagonisten wohl unterschiedlicher nicht sein könnten, ergibt sich eine tolle Symbiose, die den Leser wunderbar durch die Geschichte führt!
Ich habe beim Lesen einerseits die Trauer gespürt und die Tränen zurückhalten müssen, während ich eine Seite später wieder am schmunzeln oder gar lachen war! 🫶
Schwerste Themen wurden hier mit Leichtigkeit und Nahbarkeit rübergebracht, ohne dass es an Respekt fehlt und genau das macht für mich die Magie dieses Buches aus ✨
⭐️ F A Z I T
Für mich die perfekte Mischung aus wunderbarer Sprache und Kindermund während feinfühlig und total berührend über todernste (im wahrsten Sinne des Wortes) aber auch urkomische Themen gesprochen wird! Auch hier hat Jasmin Schreiber wieder ein ganz besonderes Buch gezaubert, was für mich definitiv ein Highlight ist ✨
Von mir gibt’s die vollen 5 ⭐️ !
Ich möchte unbedingt mehr von Jasmin Schreiber lesen und auch noch den Film zum Buch schauen!
- Maren Vivien Haase
Sounds of Silence
(218)Aktuelle Rezension von: Wanda_OsbourneIn Sounds of silence ziehen Gegensätze an. Tatum mag es leise, Dash mag es laut. Ich fand es spannend, wie sie versuchen ihren Weg zu finden. Mit Panikattacken zu leben, ist herausfordern. Maren Vivien Haase schafft es, die Gefühle gut zu beschreiben, so dass man sich gut in die Protagonisten hineinversetzen kann.
- Anne Freytag
Nicht weg und nicht da
(364)Aktuelle Rezension von: Quilla3Wie berührend kann man schreiben?! Anne Freytag hat mich mit ihren Jugendbüchern bislang jedes Mal emotional umgehauen, auf die beste Art und Weise. Dieses Buch finde ich besonders bewegend - als Leserin, als Freundin eines Menschen, der sich das Leben genommen hat, als chronisch Kranke, die einige Verluste zu betrauern hat, und schließlich auch als psychologische Psychotherapeutin. Ich würde so weit gehen zu behaupten, dass jeder Mensch, sofern emotional dazu in der Lage, dieses Buch lesen sollte und dass es sich außerdem als einfühlsame Hilfe bei Trauerbewältigung jeglicher Art und speziell nach einem Suizid hervorragend eignet.
Der Schreibstil ist bildhaft, poetisch anmutend und flüssig, die Kapitel angenehm kurz mit passenden Illustrationen und abwechselnd aus den Perspektiven von Luise und Jacob geschrieben. Beide Charaktere sind authentisch und liebevoll gezeichnet. Die Dynamik zwischen ihnen ist wunderschön und hat mir bei aller Schwere des Themas immer wieder das Herz erwärmt. "Melancholisch und irgendwie leicht", so beschreibt Jacob Luise und so würde ich auch das gesamte Buch beschreiben.
Es enthält so viele Weisheiten zum Leben, Sterben, zum Loslassen und Abschiednehmen, dass ich eine ganze Weile damit beschäftigt war, mir die Zitate zu notieren, die ich festhalten möchte.
Außerdem bietet es einen Einblick in die Perspektive eines jungen Menschen, der beschließt, sich das Leben zu nehmen. Es ist natürlich nur ein Beispiel und sieht bei jeder betroffenen Person anders aus, aber ich finde, dass hierdurch auch Menschen, die mit psychischen Problemen und Störungen bislang keine Berührungspunkte hatten, einen nachvollziehbaren Eindruck erhalten.
Für mich ist das Buch schon jetzt definitiv ein Jahreshighlight und ich kann es nur wärmstens empfehlen, wenn man bereit ist, sich auf eine emotionale, traurig-schöne Reise einzulassen. Oder wie die Autorin in ihrer Widmung schreibt: "Dieser Roman ist für alle, die einen Weg aus der Dunkelheit suchen. Und für die, die ihnen entgegengehen."
- Cecelia Ahern
Postscript - Was ich dir noch sagen möchte
(318)Aktuelle Rezension von: DeborahPostscript – Was ich dir noch sagen möchte von Cecelia Ahern ist ein unglaublich emotionaler Roman, der mich tief bewegt hat. Die Geschichte über Trauer, Liebe und das Weiterleben nach einem großen Verlust geht unter die Haut. Besonders intensiv fand ich, wie ehrlich und feinfühlig Hollys Gefühle beschrieben werden. Manche Stellen haben so wehgetan, dass ich während des Lesens wirklich weinen musste. Trotzdem schenkt das Buch auch Hoffnung und zeigt, dass man trotz Schmerz einen Weg zurück ins Leben finden kann. Ein berührendes Buch, das noch lange im Herzen bleibt.
- Ruth Hogan
Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge
(195)Aktuelle Rezension von: gerda_badischlLaura erbt von ihrem Ex-Arbeitgeber Mr. Peardew das englische Anwesen und seine Sammlung der verlorenen Dinge, zusammen mit der Aufgabe, diese Dinge ihren Besitzern zurückzugeben. Dazu kommen parallele Handlungsebenen, die sich mit der Geschichte der verlorenen Gegenstände beschäftigen. Am Schluss wird alles schön zu einem Happy End zusammengeführt.
Nach der ersten Hälfte war ich ganz begeistert: 5 Sterne für die super Idee, schöner Schreibstil, nette Personen, das britische Flair, das Herrenhaus ...
Leider sinkt das Ganze ab der Mitte der Geschichte rapide im Niveau. Die Personen werden immer klischeehafter (Freddy-den-immer-föhlichen-Gärtner und die "böse" Portia finde ich am schlimmsten). Jeder liebt jeden und alle kriegen sich auch. Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung.
Grundsätzlich finde ich ein bisschen Kitsch gar nicht so schlimm. Was mich wirklich stört, ist der Widerspruch, dass sich die Figuren des Buchs selber über genau diese Art von Literatur lustig machen.
S.249: hier sagt der "schlechte" Verleger Bruce: "Ich weiß, was normale, anständige Leute mögen, und das sind gute, unkomplizierte Geschichten mit Happy End, in denen die Bösen ihre wohlverdiente Strafe bekommen, der Mann kriegt die Frau, und der Sex ist nicht allzu überspannt." Bei den guten und ach-so-gebildeten Hauptpersonen sorgt das für Gelegenheit zu Heiterkeit und geistvollem Widerspuch.
Vermutlich nicht bei den Verlegern dieses Buches ...
- Teresa Driscoll
Für alle Tage, die noch kommen
(149)Aktuelle Rezension von: MamaSandraInhalt:
Melissa ist 25 Jahre jung, hat eben erst den Antrag ihres langjährigen Freundes abgelehnt, obwohl sie ihn sehr liebt und erhält nun plötzlich ein Buch ihrer Mutter über einen Anwalt. Eleanor starb als Melissa 8 Jahre alt war an Krebs und hinterließ ihrer Tochter ein besonderes Rezeptbuch. Mehr als verwirrt darüber kann Melissa kaum mit diesem Geschenk umgehen. Das beeinflusst nun ihre Beziehung und ihr Leben und sie weiß nicht in welche Richtung es sie bringen wird.
Schreibstil:
Die Erzählung wechselt zwischen den Jahren, in denen die Mutter an Krebs erkrankte, wenige Monate nach ihrem Tod und der Gegenwart. Dazu wechselt die Perspektive zwischen Eleanor, Max (Vater) und Melissa. Dazwischen finden sich im Buch verschiedene Rezepte, Back-/Kochanweisungen und Tagebucheinträge von Mutter zur Tochter als junge Frau. Die Rezepte sind kursiv gedruckt, der restliche Text in der gleichen Druckschrift.
Einschätzung:
Die Idee hinter dem Buch hat mir gut gefallen. Der Klappentext versprach eine emotionale Geschichte und dies ist das Buch letztlich auch. Es ist traurig und ergreifend wie Eleanor Stück für Stück an ihren letzten Tagen und Wochen das Buch befüllt. Sie beschreibt den Moment, in dem sie den Knoten entdeckte, die Arztbesuche bis hin zum letzten. Sie schildert schöne Erinnerungen für ihre Tochter, dazu auch die Back- und Kochrezepte und unterstreicht das mit Fotos. Sie spricht ihre Tochter als junge Frau an, hat sie doch all die Jahre nicht erleben können, und stellt sich vor wie Melissa gerade im Leben steht. Teils hat sie gute Ratschläge und Gedanken, die Melissa ganz recht kommen.
Die Story ist an sich gut, allerdings ist der Aufbau des Buches sehr schlecht gelungen. Leider ist der Verlauf der Erzählung sehr wirr und kaum strukturiert. Die Perspektive von Eleanor ist plötzlich mitten im Text der Gegenwart zu finden. Manchmal abgegrenzt durch das kursive Rezept, aber oftmals auch nicht ersichtlich. Max´ erstes Kapitel konnte ich nicht zuordnen, weil ich gar nicht wusste, wer er ist. In einem ist er in der Gegenwart, erzählt aber plötzlich von der Vergangenheit als ob es jetzt wäre.
Manche Szenen werden aus dem Tagebucheintrag in die Zeit von Eleanor übertragen, ein paar Ereignisse somit aus zweierlei Sicht geschildert. Aber so eine richtige Reihenfolge konnte ich nicht feststellen. Manchmal ist Melissa an einer ganz anderen Stelle als Eleanor beim Schreiben. Es ist ziemlich wirr und durcheinander. Am schlimmsten ist wirklich beim Lesen, dass man nicht gleich erkennt, wenn sich plötzlich die Perspektive ändert. Mitten im Text, zwar im nächsten Absatz, aber unter der Überschrift des gegenwärtigen Jahres, wird aus Eleanores Perspektive erzählt. Das hindert enorm den Lesefluss, weil man nach Verwirrungen erst wieder umdenken muss.
Der Handlungsstrang von Max war für mich leider wenig nachvollziehbar. Es sollte wahrscheinlich zeigen wie auch sein Leben vom plötzlichen Tod seiner Frau beeinflusst wurde und wie auch er nach vielen Jahren etwas Normalität wiederfindet. Aber wirklich notwendig war seine Lovestory nicht.
Das ernste Thema rund um das vererbbare Krebs-Gen ist gut gewählt. Die Story wurde zum Ende auch nochmal richtig gut. Aber wie erwähnt schmälert der undurchschaubare Aufbau enorm das Lesevergnügen.
- Sarah Stankewitz
Glow Like Northern Lights (Strong Hearts 1)
(218)Aktuelle Rezension von: Pilzi90Die Geschichte:
Lillys Zwillingsbruder ist krank und das schon fast ihr ganzes Leben. All die Jahre haben sie alles probiert um ihn zu retten. Doch letztendlich hat er es nicht geschafft. Er hat Lilly die sich und ihre Bedürfnisse all die Jahre zurückgesteckt hat, als letzten Wunsch mit auf den Weg gegeben sich endlich selbst zu finden und zu leben. Für sie beide. So macht sie sich nach einiger Zeit auf nach Island. Dort hat sie zuvor übers Internet Aron kennnegelernt. Der ihren Schmerz kennt, denn auch wurde mit der gleichen Krankheit konfrontiert.
Mein Leseimpfinden:
Es war großartig. Das Buch hat mich bereits auf den ersten 30 Seiten so mitgerissen, das ich bereits da weinen musste und sofort in der Geschichte war. Das zog sich das ganze Buch durch. Ich flog nur so durch die Seiten. Ich finde die Schriftgröße superangenehm. Der Schreibstil ist flüssig und klar.
Mein Fazit:
Mich hat die Geschichte richtig mitgerissen. Ich bin froh das ich Band 2 direkt zur Hand habe und erfahren kann wie es weiter geht. Klare Leseempfehlung
- Rhiannon Navin
Alles still auf einmal
(81)Aktuelle Rezension von: Alexa-TimMich hat die Thematik sehr interessiert in dem Buch. Es geht halt darum, dass ein Amokläufer in die Schule kommt und um die Zeit nach dem Amoklauf. Zach und seine Eltern haben den Verlust von seinem Bruder zu verkraften.
Ich war sehr gespannt darauf, wie das Buch aufgestellt ist. Es war doch ganz anders als ich mir vorgestellt habe.
Die Sprache ist sehr einfach gehalten, da es aus der Sicht des 6-jährigen Zach geschrieben ist. Anfangs fehlte mir doch die emotionale Ebene. Dadurch kam ich erst nicht so in die Geschichte rein.
Ab ca. der Hälfte des Buches konnte mich das Buch doch noch berühren und mitnehmen.
Ich fand es sehr berührend, was der Tot vom Sohn/Bruder mit Zach und seinen Eltern gemacht hat. Häufig war es einfach traurig, dass Zach so allein gelassen wurde mit seinen Gefühlen.
Auch kann ich die Eltern ein Stück weit verstehen. Schließlich müssen die Eltern damit auch erst klar kommen und jeder reagiert anders in solch einer Situation. Man kann es vorher nie sagen wie man wirklich reagiert.
Das Buch ist es auf jedenfall Wert gelesen zu werden.























