Bücher mit dem Tag "traumabewältigung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "traumabewältigung" gekennzeichnet haben.

26 Bücher

  1. Cover des Buches Berühre mich. Nicht. (ISBN: 9783736305274)
    Laura Kneidl

    Berühre mich. Nicht.

     (1.970)
    Aktuelle Rezension von: buecherhexe-nele

    Mit „Berühre mich. Nicht“ hat Laura Kneidl meiner Meinung nach erneut ihr Können bewiesen. Nach den ersten zwei Kapiteln war ich zugegeben etwas skeptisch, doch diese Skepsis hat sich schnell wieder gelegt und ich konnte besonders während der letzten Seiten gar keine Pause mit dem Lesen machen, weil ich so gefesselt war. Dazu kommt, dass auch in „Berühre mich. Nicht.“, wie es für den LYX-Verlag typisch ist, ein wichtiges Thema aufgegriffen wird, welches viel zu selten angesprochen wird. Aber dazu später mehr…

    Zuerst einmal möchte ich klarstellen, warum der Roman den Weg in mein geliebtes Bücherregal fand:

    Zum einen gefiel mir das schlicht gehaltene Cover gut, welches trotz dem rosa, was normalerweise nicht so meine Farbe ist, ansprechend auf mich gewirkt hat. Außerdem ist mir der Name „Laura Kneidl” sofort ins Auge gesprungen und ich musste direkt an „Someone New“ denken und habe gehofft, eine genauso tolle Geschichte hinter dem Cover vorzufinden. Und zu guter Letzt wirkte der Klappentext sehr ansprechend und geheimnisvoll, weshalb ich letztendlich nicht widerstehen konnte.

    Und ich wurde tatsächlich nicht enttäuscht. Die Liebesgeschichte welche in „Berühre mich. Nicht.“ erzählt wird, ist für mich eine sehr besondere und gerade die Protagonistin Sage ist mir während des Lesens sehr ans Herz gewachsen.

    Der Schreibstil Kneidls ist wie ich schon in „Someone New“ festgestellt habe, relativ einfach, aber gerade deshalb sind ihre Romane eine leichte Kost für zwischendurch. Dennoch schafft sie es, dass man sich perfekt in Sage hineinversetzen kann. Mit ihr hat Laura Kneidl eine sehr vielschichtige Protagonistin geschaffen, über die ich auf jeder Seite etwas Neues erfahren habe. Und ich bin mir sicher, dass ich noch längst nicht alles über sie weiß. Allein deshalb lohnt es sich, immer weiter zu lesen, doch damit nicht genug!

    Sage hat, wie es der Klappentext schon verspricht, ein großes Geheimnis und obwohl man immer mal wieder etwas ahnt, wird dieses Geheimnis nie vollständig offenbart. Die Spannung hält demnach die ganze Handlung über an und ich persönlich konnte mich gar nicht mehr losreißen.

     

    *Achtung Spoiler! (Das Fazit ist wieder spoilerfrei und ich habe es kenntlich gemacht) *

     

    Außerdem ist das Buch mit sehr vielen Überraschungen gespickt. Ich hätte zum Beispiel niemals damit gerechnet, dass Luca der Bruder von Sages neuer Freundin April ist… aber ich muss zugeben, dieser Schachzug ist perfekt! Luca, der das komplette Gegenteil von Sage zu sein scheint, ist also plötzlich ihr neuer Mitbewohner und wer hätte nach ihrer ersten Begegnung im Wohnheim wirklich gedacht, dass die zwei tatsächlich zueinander finden? Ich zumindest habe an dem Gedanken nicht lange festgehalten.

    Mein großes Highlight jedoch ist der innere Kampf, den Sage während der ganzen Handlung führt. Wem traut sie? Zieht sie ihre Therapie durch? Fliegt sie zurück nach Maine? Und die wichtigste Frage von allen: Wer ist er?

    Das Thema, welches durch diesen Kampf und ihre Vergangenheit auf den Tisch kommt, könnte nicht erdrückender sein: Häusliche Gewalt! Ein Thema, welches in den wenigsten Romanen aufgegriffen wird, obwohl es in unserer Gesellschaft ständig vorkommt. Umso besser finde ich, dass Laura Kneidl sich traut, dieses Fass zu öffnen und die Umsetzung gelingt ihr, meiner Meinung nach, sehr. Ich muss allerdings gestehen, dass es mich zuerst etwas an „Hope forever“ von Colleen Hoover erinnert hat. Dieser Verdacht hat sich jedoch schnell verflüchtigt.

     

    *FAZIT*

     

    Insgesamt kann ich den Roman mit gutem Gewissen empfehlen. „Berühre mich. Nicht.“ ist eine gelungene Geschichte mit einer sehr interessanten Protagonistin. Der Roman ist einem angenehmen Schreibstil verfasst und die Handlung sorgt für einige Überraschungen. Die Spannung bleibt wegen Sages Geheimnis bis zur letzten Seite bestehen und auch nach dem Lesen werfen sich nur noch mehr Fragen auf, weshalb auch der nächste Teil den Weg in mein Bücherregal finden wird.

  2. Cover des Buches Raum (ISBN: 9783492301299)
    Emma Donoghue

    Raum

     (897)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    „Ich glaube, in der Welt verteilt sich die Zeit ganz dünn überall hin, über die ganzen Straßen und die Häuser und die Spielplätze und die Geschäfte, deshalb gibt es an jedem Ort nur einen kleinen Klecks davon, und alle müssen schnell weiter zum nächsten.“

    Inhalt

    Jack ist 5 Jahre alt geworden, als seine Mutter ihm klar macht, dass die Welt, die er bis dato kennt, gar nicht die richtige ist, sondern nur ein Gefängnis. Ein Bunker, in dem „Old Nick“ ihr Versorger und Peiniger gleichermaßen, sie eingesperrt hält und ihnen damit das Recht auf Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben nimmt. Jacks Mutter ist dort schon viele Jahre, nachdem sie mit 19 entführt wurde und an diesen dunklen, traurigen Ort gebracht wurde. Jack mag es gar nicht glauben, dass es außerhalb von „RAUM“ noch etwas anderes geben soll und warum seine Mutter dort unbedingt hinwill und sich nicht länger mit dem gemeinsamen Alltag begnügen möchte. Jack wird zur Schlüsselfigur in einer sorgsam geplanten Flucht aus der Entführungshölle, nur bleibt er auch ein Risikofaktor, denn er kennt überhaupt nichts anderes als seine Mutter, die karge Einrichtung in RAUM und „Old Nick“, doch wenn es ihm nicht gelingt, den Plan nach den genauen Vorgaben einzuhalten, steht ihr Leben auf dem Spiel. 

    Meinung

    Zunächst verfügt dieses Buch natürlich über eine absolut fesselnde Ausgangssituation, die nicht nur den Alltag eines Missbrauchsopfers abzubilden versucht, sondern auch die Schäden, die lebenslange Isolationshaft, ohne Kenntnisse einer normalen Welt nach sich zieht. Umso beängstigender wird das Szenario, weil die irische Autorin Emma Donoghue die Erzählperspektive in die Hände eines Kindes legt, dessen Welt nicht nur winzig klein ist, sondern auch kreuzgefährlich und lebensbedrohlich, sobald eine falsche Entscheidung getroffen wird. Doch gerade diese Sicht auf die Dinge, hat mir zunächst einige Probleme bereitet, denn Jack erzählt mit seinen Worten von einem Alltag, der sich dem Leser erst nach und nach erschließt und oftmals die Schrecken umschreibt, die andernfalls ganz ungefiltert ankommen würden. So versteckt sich der Junge zum Beispiel im Schrank, wenn „Old Nick“ mal wieder Bett quietscht und zählt die Quietscher, bis ein seltsames Stöhnen die Geräuschkulisse unterbricht.

    Im ersten Drittel des Buches bin ich gar nicht so richtig damit warmgeworden, doch nachdem es dem Jungen und seiner Mutter tatsächlich gelungen ist, aus „RAUM“ zu fliehen, beginnt für mich der Teil, der einen regelrechten Lesesog verursacht hat, denn plötzlich steht man genauso wie Jack mitten in einer Welt, die so anders und gefährlich ist, dass man sich sehr gut vorstellen kann, warum sich das Kind zunächst in die Sicherheit und Zuflucht seiner bekannten Umgebung zurücksehnt. Gerade der psychologische Aspekt hat mich sehr inspiriert, denn was ist, wenn es nicht nur die vor Angst gepeinigte Mutter gibt, sondern plötzlich andere Kinder, Menschen, Verwandte, Ärzte und eine Welt, die unermesslich groß ist und doch so wenig Anteil nimmt am Leben des Einzelnen. 

    In nur wenigen Tagen wird Jack mit all dem konfrontiert und versucht, wenigstens ein paar gute Dinge zu finden, die es ihm möglich machen das „draußen“ ebenso zu mögen, wie das „drinnen“, selbst wenn es voller Entbehrungen und Belastungen war. 

    Fazit

    Ich vergebe gute 4 Lesesterne für eine krasse, beängstigende Story, die gerade auf Grund der Erzählperspektive so verstörend wirkt. Und obwohl das Buch keine sensationellen Überraschungen bereithält und trotz der bedrückenden Lage glaubwürdig erscheint, kann man sich der Geschichte bald nicht mehr entziehen und fiebert dem weiteren Geschehen entgegen. Möglicherweise hätte mich das ganze auch auf der Ebene eines Thrillers angesprochen, dann aber aus Sicht der Mutter, die mir hier doch etwas zu blass geblieben ist, was aber nicht an ihrer Persönlichkeit liegt, sondern schlicht und einfach an der Fokussierung des Kindes auf die Umstände. 

    Auf jeden Fall möchte ich mir hier jetzt die Verfilmung anschauen, denn möglicherweise füllen sich dort die Lücken, die der Text trotz seiner thematischen Dichte hatte. Ich empfehle diese Lektüre gerne weiter, sie vermittelt einen komplett anderen Blick auf die Schrecken einer Entführung und einer langen, ungewollten Haft in den Fängen des Bösen.

     

  3. Cover des Buches Amy on the Summer Road (ISBN: 9783570401323)
    Morgan Matson

    Amy on the Summer Road

     (589)
    Aktuelle Rezension von: _AveryAnn_

    Klappentext:

    Seit dem Tod ihres Vaters hat sich Amy völlig zurückgezogen. Als ob nicht alles schlimm genug wäre, beschließt ihre Mutter von Kalifornien an die Ostküste zu ziehen, und Amy soll nachkommen...im Auto mit einem wildfremden Jungen! Amy ist verzweifelt. Doch dann steht Roger vor ihr- total süß und irgendwie sympathisch. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und sind sich einig: Amys Mom hat sich für den Trip die langweiligste aller Strecken ausgesucht! So begeben sie sich kurzerhand auf eine eigene, wilde Reise kreuz und quer durch die Staaten. Während Amy noch mit ihrer Vergangenheit kämpft, merkt sie, wie sehr sie diesen Jungen mag....

    Ein leicht zu lesendes Buch mit einem angenehmen Schreibstil, wodurch ich nur so durch die Seiten geflogen bin! 

    Mir hat die Idee mit der Reise durch die Staaten unglaublich gut gefallen, da es für mich was total neues und besonderes war. Zudem war das Buch mit vielen kleinen Zeichnungen, Extras und Informationen über die einzelnen Staaten versehen, weshalb das Lesen noch mal viel mehr Spaß gemacht hat! 

    Zwar waren einige Klischees enthalten, die weiterhin jedoch nicht schlimm gewesen sind. 

    Die Protagonistin ist mir teilweise zu schüchtern gewesen, aber natürlich ist jeder Mensch anders, weshalb ich da jetzt auch weiter nichts zu kritisieren habe. De Beziehung zwischen Roger und Amy fand ich süß. Es war gut, dass es einige Zeit gedauert hat bis zwischen ihnen was entstand und er hat ihr geholfen mit ihrer Vergangenheit besser klarzukommen. 

    Für mich eine schöne, tiefgründige Liebesgeschichte/ Urlaubslektüre für zwischendurch, die ich jedem empfehlen würde!

  4. Cover des Buches Splitterfasernackt (ISBN: 9783426784884)
    Lilly Lindner

    Splitterfasernackt

     (434)
    Aktuelle Rezension von: Soraja_liest
    Inhalt:
    Lilly Lindner erzählt von ihrem Leben. Sie erzählt von ihrem Nachbarn, der sie vergewaltigte als sie erst 6 Jahre alt war und wie sie damit versuchte umzugehen. Oder eben davon zukommen.

    Meine Meinung:
    Da es sich hier um die persönliche Geschichte von Lilly Lindner handelt, kann ich diese nicht "bewerten".
    Jedoch beeindruckte mich ihre "Sprachgewalt" auch in diesem Buch wieder. Diese allein ist ausschlaggebend für die 5 Sterne-Bewertung.

    Es handelt sich hier nicht um leichte Kost und sicherlich nicht um einen Unterhaltungsroman. Vielmehr erzählt uns die Autorin mit ihrem außergewöhnlichen und sehr berührenden Schreibstil aus ihrem Leben.
    Ich möchte nicht sagen, dass ich mit ihr mitfühlen kann oder sie und ihre Entscheidungen verstehe. Das kommt ihrer Erzählung in keinster Weise gerecht. Vielmehr möchte ich zu dem Buch sagen, dass es mich unfassbar gerührt und vor allem mitgenommen und bewegt hat. Dass Lilly Lindner die Kraft und den Mut aufgebracht hat, so viel von ihrem Innersten preiszugeben, ist beeindruckend. Davor kann man nur den Hut ziehen. Und Kraft daraus schöpfen. Und sich inspirieren lassen.

    Ich halte die Autorin für eine außergewöhnliche Frau mit einer wundervollen Begabung zum Schreiben. Und auch wenn es "schwere Kost" ist oder sein könnte, möchte ich gerne noch weitere ihrer Werke lesen.


  5. Cover des Buches Ein Winter in Paris (ISBN: 9783552063778)
    Jean-Philippe Blondel

    Ein Winter in Paris

     (132)
    Aktuelle Rezension von: variety

    Auch diesen Blondel-Roman kann man nur in einem Zug durchlesen, allerdings mit kleinen Pausen dazwischen, denn der Stoff ist ziemlich berührend und man leidet mit den Hauptpersonen. Ein Schüler bringt sich um und der ganze Hintergrund sowie die Familiengeschichte entwickeln sich immer mehr zu einem Spinnennetz, das einen gefangen nimmt. Auch wenn einzelne Passagen (z. B. Besuch an der Atlantikküste) etwas gesucht und unrealistisch wirken, passen sie bestens zu den Protagonisten der Geschichte. Kein leichter Stoff, aber leicht zu lesen

  6. Cover des Buches Dem Ozean so nah (ISBN: 9783499290886)
    Jessica Koch

    Dem Ozean so nah

     (143)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Zum Inhalt:

    Der Abschluss der Danny-Trilogie nach den Bestsellern «Dem Horizont so nah» und «Dem Abgrund so nah». Eine Geschichte über die alles überwindende Kraft der Freundschaft. Sie teilen das gleiche Schicksal und sind doch ganz verschieden: Danny ist erfolgreich und unabhängig, auch wenn er hart dafür kämpfen musste - nach einer Kindheit, die für ihn keine war. Tina hingegen hat die letzten Jahre auf der Straße verbracht. Als die beiden, denen das Leben nichts geschenkt hat, einander begegnen, spüren sie eine nie erlebte Nähe. Verzweifelt bemüht Danny sich, Tina zu zeigen, dass das Leben auch schöne Seiten hat. Hilft den beiden ihre Freundschaft, die Schatten der Vergangenheit endgültig abzuwerfen?

     

    Cover:

    Auch das Cover hatte für mich einen absoluten Wiedererkennungsfaktor von der Gestaltung her. Zu sehen ist hier dieses Mal als Schatten ein Steg an einem See, auf dem ein Junge sitzt und ein Mädchen hinter ihm steht. Die Farben sind etwas wärmer gehalten und es wirkt, als würden sich die beiden zusammen einen Sonnenauf- oder Sonnenuntergang ansehen.

     

    Eigener Eindruck:

    Tina hat es in ihrem Leben nicht einfach gehabt. Von ihrer Familie nicht wirklich geliebt und schon in frühen Lebensjahren vergewaltigt, versucht sie ihren Kummer in Drogen zu finden. Dabei gerät sie bald an die falschen Leute und muss für ihren Stoff anschaffen gehen. Als sie schließlich Danny kennen lernt, erkennt sie, dass er genau so eine gebrannte Seele ist wie sie und die beiden freunden sich an. Gemeinsam kämpfen sie gegen die Drogensucht von ihr an und Danny ist es auch schließlich, der sie immer wieder auffängt, wenn sie auf die schiefe Bahn gerät. Doch nicht immer ist es so einfach für Tina, wie sie glaubt, denn die Versuchung lauert überall…

     

    Den dritten Band der „Danny-Trilogie“ habe ich mehr oder minder gleich mit dem zweiten Band zusammengekauft und ich muss ehrlich gestehen, dass ich das wohl nicht getan hätte, wenn ich da schon gewusst hätte, wie sehr mich Band 2 enttäuschen würde. Denn auch dieser Band konnte meine Erwartungen nicht erfüllen beziehungsweise konnte mich einfach nicht überzeugen, denn wir erfahren kaum etwas Neues. Im Groben wird hier das Leben von Tina ausgeschlachtet, hat aber genau die gleiche Aussage wie in Band 1. Man erfährt nichts Neues. Stattdessen bekommt man schonungslos aufgetischt, wie Tina sich verkaufen muss, vergewaltigt wird und immer wieder Abstürze mit Drogen hat. Im Anschluss kommt Danny daher und rettet sie immer wieder, was dann schon durch das Ganze wiederholen nervig wird. Auch wenn das wirklich passiert ist, so wäre doch mit Band 1 alles erzählt gewesen. Stattdessen bleibt man als Leser schockiert zurück, weil hier schonungslos Details durchgeprügelt werden müssen und man muss sich auch hier fragen, warum die Autorin die Toten nicht ruhen lassen kann. Davon wird’s halt auch nicht besser. Irgendwie ziemlich pietätlos, wie ich finde. Eigentlich kann man das Buch auch gar nicht wirklich bewerten, genau wie den zweiten Band. Wer das Buch hier wirklich richtig toll findet, den kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen, denn das was Tina durchleben musste ist einfach schrecklich. Sicher ist es aufklärend, dieses Buch, aber meinte halber hätte das nicht sein müssen.

     

    Fazit:

    Auch der dritte Teil kann mich weniger überzeugen. Zwar hat es auch wieder einen aufklärenden Charakter, aber ich finde genau wie beim zweiten Band, dass man sich das Buch hätte sparen können. Schlimm das Schicksal von Toten noch einmal dermaßen ausschlachten zu müssen.

     

    Idee: 3/5

    Charaktere: 4/5

    Logik: 4/5

    Spannung: 3/5

    Emotionen: 3/5

     

     

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783499290886

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Flexibler Einband

    Umfang: 368 Seiten

    Verlag: ROWOHLT Taschenbuch

    Erscheinungsdatum: 16.12.2016

     

  7. Cover des Buches Was Nina wusste (ISBN: 9783446267527)
    David Grossman

    Was Nina wusste

     (61)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    'Was Nina wusste' ist ausgelesen. Puh, endlich, warum ich es nicht abgebrochen habe, kann ich eigentlich nicht sagen, vielleicht wollte ich endlich wissen was Nina wusste... 


    Drei Frauen stehen hier im Fokus: 


    - Vera, 90 Jahre alt, Jugoslawische Kommunistin, damals von der Tito-Regierung auf die Gefängnisinsel Goli Otok verschleppt

    - ihre Tochter Nina, die sich ein Leben lang verstoßen und ungeliebt fühlte 

    - und Ninas Tochter Gili, die bei ihrem Vater aufwuchs, da Nina verschwand.


    Der Bruch zwischen Gili und Nina ist auch nach 50 Jahren irreparabel. Gemeinsam treten sie mit Vera und Gilis Vater eine Reise an, um Veras Vergangenheit und den Ursprung des Zerwürfnisses aufzuarbeiten.


    Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Obgleich es einen wichtigen historischen Hintergrund hat, gefiel mir der Schreibstil nicht:
    Ständig wechselten Erzähler und Perspektiven: Mal erzählte Gili in der Ich-Form und sogleich wechselte sie ansatzlos in die 3.Person Singular. Auch ihr Sprachstil, der von poetisch bis vulgär-anrüchig bis hin zum Jugoslawischen Akzent reichte, sprach mich nicht an.


    Schade, ich hatte mir mehr versprochen, nachdem ich hier viel positives gelesen hatte. Leider keine Leseempfehlung von mir.


  8. Cover des Buches Hortensiensommer (ISBN: 9783453422148)
    Ulrike Sosnitza

    Hortensiensommer

     (54)
    Aktuelle Rezension von: BeiterSonja

    Ob Schneerosen, Taglilien oder Anemonen – im malerischen Sommerhausen verzaubert Johanna kahle Gärten in duftende Paradiese. Seit einem tragischen Ereignis lebt sie alleine in einem viel zu großen Haus und vermietet die Einliegerwohnung an Philipp mit dem Panamahut. Nur zögernd freunden sie sich an. Als Philipp beginnt, ihr vorzulesen, schleicht sich langsam die Liebe in ihr einsames Herz. Im Mai dann erklingt Kinderlachen im Garten und Philipp stellt Johanna seine kleine Tochter vor, woraufhin sie entsetzt flüchtet. Als Philipp den Grund für Johannas Verhalten erfährt, setzt er alles daran, sie wieder zum Strahlen zu bringen ...


    Ich hab es gern gelesen und das Cover ist so schön ❤❤❤

  9. Cover des Buches Das Kind in dir muss Heimat finden - Das Arbeitsbuch (ISBN: 9783424631432)
    Stefanie Stahl

    Das Kind in dir muss Heimat finden - Das Arbeitsbuch

     (9)
    Aktuelle Rezension von: katzekatzekatze

    TRIGGERWARNUNG zur Rezension: Narzissmus, Trauma, Borderline, Depressionen


    Kurz etwas zu mir und warum ich mir dieses Buch gekauft habe:

    Ich bin weiblich, 34, seit 2016 diagnostiziert mit Borderline und es gab auch eine Zeit in meinem Leben, in denen ich an sehr schweren Depressionen litt, das ist aber überwunden und ich bin schon sehr weit fortgeschritten in meiner Therapie. 

    Weil ich so viel Positives von diesem Buch gehört habe und mich eigentlich relativ gefestigt und reflektiert fühle, dachte ich, dass das Buch ja für mich nur eine Bereicherung sein könnte.


    Ich bin bis Seite 25 gekommen, dann habe ich es heulend und völlig entkräftet zur Seite gelegt. Wenn ich schon dieses Buch nur anschaue, empfinde ich grenzenlose Wut und Fassungslosigkeit, wie man leichtfertig und vor allem _____ohne Triggerwarnung___ sowas veröffentlichen kann, denn für Menschen mit TIEFGEHENDEN psychischen Problemen, Persönlichkeitsstörungen und Traumata ist das wirklich absolutes Gift. 


    Da ich wie gesagt schon sehr weit in meiner Therapie bin, KENNE Ich die Mechanismen und die Strukturen in mir bereits sehr gut. Ich hatte mir von dem Buch eher eine Hilfe erhofft, wie ich noch besser lernen kann, diese Strukturen zu durchbrechen. Das Buch macht aber das absolute Gegenteil. Gleich zu Anfang wird man gezwungen sich abermals mit der ganzen Negativität auseinander zu setzen, die man in seiner Kindheit erlebt hat, was ich wirklich sehr destruktiv für eine gesunde Auseinandersetzung mit sich selbst finde. 

    Tatsächlich wird man sogar dazu gezwungen, sich körperlich und emotional in die Situationen und Gefühle zum Zeitpunkt der Traumatisierung zu versetzen und das ist wahnsinnig gefährlich, denn gerade Borderliner, für die dieses Buch ja eigentlich "etwas sein" sollte, eben weil sie diese gestörten Bindungserfahrungen in ihrem Leben machen mussten, könnten sich durch so etwas, vor allem, wenn sie noch nicht weit therapiert sind, so massiv getriggert fühlen, dass sie in dissoziative Zustände oder selbstverletzendes Verhalten fallen. Und da hat die Autorin einfach eine verdammte Verantwortung eine Triggerwarnung einzufügen, es sei denn sie will nur die breite Masse nicht abschrecken, was ehrlich gesagt nicht gerade für sie spricht. Dann verdient man ja nur weniger Geld im Zweifelsfall.

     Gerade wenn die Autorin doch angeblich Therapeutin ist, sollte sie sowas wissen, es sei denn, sie hat so ziemlich null Ahnung von Persönlichkeitsstörungen und Traumaverarbeitung. Aber genau auf Menschen mit solchen Diagnosen zielt das Buch doch irgendwie ab, soweit ich das verstanden hatte. Wenn nicht sollte das schon auf dem Buchrücken oder in einem Vorwort klarer kommuniziert werden


    Die Autorin scheint in keinster Weise davon auszugehen, dass auch Menschen mit dem Hintergrund von sexuellem Missbrauch, körperlicher und seelischer Gewalt, Gaslighting etc. so etwas zur Hand nehmen und das ist für eine Psychologin enorm unprofessionell. Da habe ich in meiner Klinikzeit PFLEGER erlebt, die einfühlsamer und professioneller mit mir umgegangen sind, als diese Frau es in ihrem Buch mit mir getan hat.


    Ich habe mir auch ein paar Dinge notiert, dich ich persönlich für absolut nicht stimmig befinde und auf die ich hier nochmal im Detail eingehen möchte: 


    Hier wird einmal von der Prägung bis zum sechsten Lebensjahr gesprochen. Mein Trauma erlitt ich jedoch erst ab einem Alter von ca. 12 Jahren und das war auch bei den meisten anderen Mitpatienten so, die ich kenne, dass war es eher selten war, dass so etwas VOR dem sechsten Lebensjahr passiert ist. 

    ->Mich stört, dass die Autorin davon ausgeht, dass wir also alle in einem Alter von 0-6 negativ geprägt wurden, wo mir einfach die Grundlage fehlt, denn die lebendige Erfahrung zeigt dass es dafür einfach keine allgemeingültigen Aussagen gibt (zB kenne ich selbst sehr viele Betroffene und bei allen geschah die Traumatisierung eben erst nach dem sechsten Lebensjahr).


    Seite 16: "Lerne dein Schattenkind kennen" Hier stört mich vor allem die Aufgabe

    [...]Auf einer Skala von 1-10, wie gut haben deine Eltern deine Bedürfnisse nach Bindung und Fürsorge erfüllt.[...]

    -> Was genau soll ich da eintragen, wenn bis zum meinem 12 Lebensjahr alles perfekt war mit meiner Mama, aber mein narzisstischer Stiefvater danach unsere Beziehung und unser Leben zerstört hat? Und warum ist da und später bei der Beschreibung der "Pflegepersonen" kein Platz für eine dritte Bezugsperson? Denn mein leiblicher Vater hat ja auch Schaden angerichtet mit seinem nicht vorhanden sein und sich nicht kümmern und noch anderen Dingen. Ich war erstmal überfordert, wen ich da nun alles eintragen soll. Finde ich etwas zu oberflächlich gedacht von der Autorin.


    Auf Seite 26 heißt es, Zitat: 

    [...]Falls deine Eltern dich zu sehr verwöhnt haben, dürfte es dir schwerfallen, dich gut an die Gemeinschaft anzupassen. Wenn dir nicht etwas auf Anhieb gelingt, bist du schnell frustriert, weil du nicht gelernt hast, zu kämpfen.[...]

    -> Ja, ich bin in der Tat schnell frustriert, wenn mir was nicht auf Anhieb gelingt, das ist auch ein Problem, dessen ich mir voll und ganz bewusst bin. Aber ich bin NIEMALS irgendwie übermäßig verwöhnt worden, nicht in meiner Kindheit vor 12 J. noch danach: Also danach schon gar nicht, danach wurde ich massiv entwertet, seelisch misshandelt und gegaslightet. Ich bin schnell frustriert, weil ich das Gefühl habe, wertlos zu sein, wenn ich nicht alles perfekt mache. Dass ich Leistung für Liebe bringen muss. Wie diese Autorin also zu dieser Aussage kommt, man wäre verwöhnt worden, wenn man eine geringe Frustrationsgrenze hat, erschließt sich mir absolut nicht und klingt ein bisschen wie platt aus dem Lehrbuch abgelesen. Es ist mir einfach alles zu verallgemeinert.


    Wie gesagt bin ich nur bis Seite 25 gekommen. Ich wollte dem Buch wirklich eine Chance geben, mich zu überzeugen, auch um zu wissen, ob ich es guten Gewissens an Freunde oder Bekannte weiterempfehlen kann, aber alles in mir sträubt sich, es auch nur noch einmal mit spitzen Fingern anzufassen. Da bleibe ich doch lieber bei meinen Therapiestunden, die mich WIRKLICH stärken.


    Mein Fazit ist also: Ich will natürlich niemandem missgönnen, wenn er in diesem Buch Hilfe gefunden hat. Die Menschen sind unterschiedlich und so mag natürlich jeder einen unterschiedlichen Zugang zu diesem Buch haben. Es scheint mir nur irgendwie mehr für Leute gedacht, die eher einfacher zu lösende  Probleme und keine tiefergehenden Traumata erlitten haben, nicht für Leute, die wirklich an psychischen Krankheiten leiden. Ich kann es einfach nicht guten Gewissens so jemandem empfehlen. 

    Dieses Buch kann auf keinen Fall die langwierige und tiefgehende Arbeit mit einem Therapeuten ersetzen, da sollte man sich echt keine Illusionen machen, auch wenn der Spiegel meint, dazu eine professionelle Meinung haben zu können.

  10. Cover des Buches TURT/LE - Letzte Rettung (ISBN: 9783736301092)
    Michelle Raven

    TURT/LE - Letzte Rettung

     (27)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Nathan "Red" Redfield wurde bei seinem letzten Einsatz von Terroristen entführt. Monatelange Folter hat er überlebt, doch er hat die Hoffnung aufgegeben, dass er noch gerettet werden wird. Doch seine Freund gaben nicht auf und rettet ihn. Red ist aber nicht mehr der Mann, der er einmal war und leidet unter seinen Erinnerungen und sein Körper muss erst wieder lernen sich zu bewegen. Sierra soll ihm helfen, helfen wieder ein SEAL zu sein. Aber die Vergangenheit und die Terroristen haben ihn nicht vergessen.

    Nach Brisanter Auftrag habe ich gleich mit diesem Band weitergemacht. Denn ich wollte wissen was mit Red passiert ist. Es schmerzt einen beim Lesen, ihn so zu erleben. Fast schon gebrochen und ohne jede Hoffnung. Auch als sie ihn endlich gerettet haben, merkt man, dass er ein gebrochener Mann ist. Mir gefällt es, das er nicht so schnell wieder auf die Beine kommt. Das er als SEAL innerhalb von Tage, ganz der Alte ist. Man begleitet ihn durch seinen Weg der Heilung. Man lernt Sierra kennen und weiß sofort das sie auch schon einiges hinter sich hat. Gleichzeitig merkt man, dass sie einen stählenden Willen hat und auch Red zeigt, dass er noch etwas Lebenswillen in sich hat. Die Spannung steigt als die beiden Kontakte mit den Terroristen bekommen. Red ist ein SEAL also tauchen immer mehr von den alten Bekannten auf und jetzt steigt die Spannung mit jeder weiteren Seite. Nicht nur wegen den Terroristen, sondern auch wegen der Anziehungskraft zwischen den beiden. Kann es für sie eine Zukunft geben. Das Buch hat kaum meine Hand verlassen und ich war froh, dass ich es begonnen hatte, als ich Zeit genug dafür hatte. :)

  11. Cover des Buches Rückkehr nach Gansett Island (ISBN: 9781503943537)
    Marie Force

    Rückkehr nach Gansett Island

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Sophia_81

    Der Computernerd Adam McCarthy beschliesst nach dem gleichzeitigen Verlust von Firma und Freundin New York den Rücken zu kehren, um auf seiner Heimatinsel zu sich zu kommen. Dort trifft er auf Abby, die Exfreundin seines Bruders, die nach der Trennung ihres Verlobten beschliesst, ihr Leben zu ändern. Beide sind an einem Wendepunkt in ihrem Leben und beginnen eine leidenschaftliche Sommerromanze. Mit jedem Tag, der vergeht, kommen sie sich näher.

    Es ist der 8. Band der Serie McCarthy - Gansett Island um die Großfamilie McCarthy. Adam und Abby sind so frisch, ehrlich und leidenschaftlich miteinander, dass ich sie als Leser einfach mögen muss. Jedes Zusammentreffen der Beiden macht Lust auf mehr und ich drücke die Daumen, dass die beiden endlich das wahre Liebesglück erfahren.

    Doch besonders berührt hat mich die Geschichte um Grant und das überlebte Bootsunglück der Brüder Mac, Evan und Grant. Welche Traumata Menschen erleben und wie sie danach damit umgehen, ohne dass Familie oder Freunde helfen könnten. Davon zu lesen, geht zu Herzen, insbesondere wenn erwachsene Männer hinter die Mauern ihres Inneren blicken lassen, loslassen und sich auffangen lassen. Der Bund unter den Brüdern und zwischen Vater und Sohn war dermaßen feinfühlig beschrieben, ohne in Kitsch abzugleiten. Davon zu lesen, hat mich noch lange begleitet.

    Etwas irritiert hat mich in diesem Band, was ich im letzten Band besser fand: der ständige Perspektivenwechsel. Im Ganzen sind es zu viele Personen und Paare, so dass es weniger Raum lässt für die Hauptfiguren Abby und Adam. Das ist nicht so schlimm, wenn die Protas (wie mir in Band 7 Tiffany und Blaine) dem Leser nicht so liegen, aber ansonsten ist es anstrengend zu lesen.

  12. Cover des Buches Hades' Hangmen - Flame & Maddie (ISBN: 9783736314252)
    Tillie Cole

    Hades' Hangmen - Flame & Maddie

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Lesemietze

    Den dritten Band damals von Flame habe ich damals verschlungen, diesmal sah es was anders aus. Ich hatte das Gefühl, dass alles noch mal durchgekaut werden musste.

    Zum einen war klar, dass hier nie alles wirklich geklärt wurde, daher braucht dies einen Abschluss. 


    Es ist nicht allein Flame und Maddies Geschichte. Sondern man bekommt noch Einblicke um Asher. Auf seine Geschichte wäre ich sehr gespannt. 

    Ich weiss noch nicht wie ich eine gewisse Information finde, die dazu führt das alles in einen größeren Zusammenhang nun zu betrachten ist. Wo es jetzt im Moment ehrlich gesagt für mich keine Schnittstellen gibt. Dafür fand ich, konnte man alles gut immer für sich betrachten. Aber mal sehen was da noch kommt und wo es hinführen wird.


    Von der emotionalen Ebene war die Handlung wieder sehr Herz zerreißend. Man spürt Flames Zwiespalt in vieler Hinsicht. Das er seine Gefühle und Gedanken nicht in Worte fassen kann, wie sehr ihn seine Vergangenheit quält, grad jetzt als es eine Veränderung gibt.

    Maddie ist sehr einfühlsam. man merkt wie gut sie Flame kennt. Wie schon die kleinste Regung oder ein Ausbleiben ihr etwas verrät. Und sie gibt wirklich alles für diese Beziehung.


    Was mir gefällt an dieser Reihe ist, dass man immer alle Charaktere einbezieht. Es bleibt keiner außen vor. Persönlich hätte ich gern noch eine Geschichte mit Rider.

    Die Geschichte ist vor allen Interessant, nicht so spannend wie seine Vorgänger, da hier eher nochmals Flames Vergangenheit aufgearbeitet wird. Aber das ganze drum herum was grad so bei den Hangmens ist eigentlich immer ganz nice.


    Ich bin gespannt was noch alles kommen mag und welcher Charakter noch so seine Geschichte bekommt. Asher, Smiler und Vikin würden mich ja persönlich interessieren.

  13. Cover des Buches Die Geheimnisse der Welt (ISBN: 9783832163693)
    Lisa O'Donnell

    Die Geheimnisse der Welt

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Jariah
    Inhalt: 
    Der elfjährige Protagonist Michael lebt mit seiner Familie auf einer kleinen schottischen Insel. Ein Ort, an dem jeder jeden kennt und jeder alles über jeden weiß. So scheint es zumindest. Als seine Mutter in einem Park überfallen wird und dies vor allen geheimhalten will, muss Michael lernen, dass Erwachsene über einige Dinge nicht reden wollen. 
    Auch ihm erklärt niemand, was eigentlich passiert ist, nur, dass er niemandem etwas sagen darf. So entsteht um die ganze Familie herum ein Geheimnis, welches negative Konsequenzen nach sich zieht. So glauben alle, Michaels Vater hätte seine Frau misshandelt. Michael selbst wächst in diesem Durcheinander heran und versucht selbst herauszufinden, was geschehen ist. Zeitgleich stößt er durch seine einsetzende (Vor-)Pubertät auf noch mehr Themen, über die Erwachsene nicht offen sprechen.

    Wertung: 
    Ein ernstes Thema wie eine Vergewaltigung wird hier gewissermaßen aus Kinderperspektive betrachtet. Von dem ersten Rätseln, was überhaupt vorgeht, über naive Fragen an die Eltern bis hin zum selbstständigen Suchen in Wörterbüchern erarbeitet sich der Protagonist selbst eine Erklärung für die Geschehnisse. 
    Während man als Leser von Anfang an weiß, was passiert ist, beobachtet man mit einer gewissen Verzweiflung, wie Michael die Welt um sich herum nicht mehr versteht. Erst mit der Zeit kann er selbst eine Erklärung finden, wobei er die ganze Komplexität des Themas Sexualität auch zum Schluss noch nicht ganz verinnerlicht hat. 
    Gerade seine Verwirrung darüber, inwiefern Jungen und Mädchen, Liebe, Sex, Pornografie etc. zusammenhängen, machen ihn zu einem sehr authentischen Erzähler. Die Sprache des Ich-Erzählers ist passenderweise einfach gehalten, wie es einem Elfjährigen Entsprechen würde. 
    Das zweifarbige Cover wirkt auf den ersten Moment sehr einfach, doch je länger man es betrachtet, desto mehr Dinge und Zusammenhänge fallen einem auf.

    Fazit:
    Das Buch habe ich ursprünglich wegen des interessanten Covers gekauft und wurde nicht enttäuscht. In der Geschichte verbirgt sich zum Einen eine Coming-of-Age-Story, zum anderen Gesellschaftskritik, da gezeigt wird, dass das Lügen und Verschleiern letztlich nur schaden kann. Ein spannendes Buch, das mich mit seiner kindlich, naiven Erzählerstimme trotz des ernsten Themas immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat.
  14. Cover des Buches Glück gehabt (ISBN: 9783442541522)
    Alice Sebold

    Glück gehabt

     (42)
    Aktuelle Rezension von: WriteReadPassion
    Alice Seebold erzählt von ihrer Vergewaltigung, als sie 18 Jahre alt war und von dessen Folgen. ich weiß ehrlich nicht, was ich genau dazu schreiben soll... es wirkt einem noch nach dem Lesen nach. Sie ist schonungslos offen und lässt auch keine unangenehmen Details aus. Das macht das Ganze besonders glaubwürdig und bewegend! Leider ist das Cover von dem hier abgebildeten Buch nicht so schön. Das Buch, was ich habe, hat Alice Seebolds Porträt- was auch angemessen ist, das es ihre Lebensgeschichte ist. Sollte man lesen.
  15. Cover des Buches Bodycaught (ISBN: 9781492940548)
    Chris P. Rolls

    Bodycaught

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Angela_Redl
    10 Daumen HOCH ! Wow, was für eine Fahrt durch diese Story. Für ALec wird Liebe zur reinsten Hölle (welche sag ich nicht ätsch selber lesen) und dennoch auch zu allem was er sich gewünscht und erträumt hat (wundervoll )*säufst*. Der Satz unverhofft kommt oft trieft auf Mike sowas von zu den er lehnt auf sein Herz zuhören auch wenn der Kopf ihm was anderes sagt. Boah, was hab ich telepathisch auf Mike eingewirkt. Was soll ich sagen es hat gewirkt, nur wegen mir versteht sich *fg* Beide lernen die andere Seite ihrer Medaillen kennen und es geschieht was kommen muss. Mike hat einen süßen Rivalen Tom ein Junger Mann mit einer Zunge scharf wie eine Klinge und Geschwindigkeitsbegrenzung seiner Gedanken aber das Herz am rechten Fleck, wenn er Menschen an sich rann lässt. Tom Alec und Mike durften Ricky, Phil und Greog sowie Linda kennenlernen jeder einzelne brachte ihnen Konstante ins Leben . Freundschaften die Mike sich nie hätte wirklich vorstellen können, mit Diashow und allen was dazu gehört. Die Autorin hat Gefühle sowie mega Spannung bis zum Schluss eingearbeitet und verwoben mit Wendungen, die mich echt überrascht haben. Phil war so genial ein Hulk und doch so ein Knuddel. Was fürs Herz, auch um Popcorn bestände zu vernichten, zum Lachen und mitleiden. Ein echt tolles Buch!!!!!!!!
    1000% Leseempfehlung
    LG A.C📚🐛
  16. Cover des Buches Klaras Nein (ISBN: 9783442733682)
    Soazig Aaron

    Klaras Nein

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Alice Pieszecki
    Klara hat 29 Monate im Konzentrationslager Auschwitz zugebracht. Ihre Schwägerin schildert im Tagebuchstil ihre Eindrücke nach Klaras (ungewollter) Rückkehr. Klara ist natürlich nicht mehr dieselbe. Sie ist bis auf die Knochen abgemagert, ernst geworden und hat ihr Lachen in Polen gelassen. Den Kontakt zu ihrer Tochter, die nach Klaras Weggang bei einer befreundeten Amme untergekommen ist, möchte sie zu deren Schutz unterbinden; zu schlechter Letzt verlässt sie den Haushalt ihrer Schwägerin, um unter neuem Namen ein neues Leben (???) zu beginnen. Ich möchte mich bewusst nicht zum Inhalt dieses kleinen Buchs äußern; der Leser wird wissen, das man ohnehin nur eine Meinung dazu haben kann. Es steht für mich außer Frage, dass man Klaras Erfahrungen nicht bewerten kann. Man erfährt, wenn man schon einiges an Lektüre zum Nationalsozialismus kennt, nichts Neues. Daher möchte ich klar herausstellen, dass ich mich nur auf die Textform beziehen werde. ...und die hat mich leider überhaupt nicht überzeugt. Natürlich ist Klaras Botschaft erschütternd, das ist klar. Für mich gibt es aber "Abzüge in der B-Note". Anfangs hielt ich es für spannend, dass eine Unbeteiligte Klaras Rückkehr in Form von Tagebucheinträgen skizziert, grundsätzlich habe ich mit fingierten Tagebüchern jedoch Probleme, da diese Erzählform sich für mich persönlich immer etwas gestelzt und künstlich-steril anhört. Die Einträge versuchten, einen sehr großen Bereich (ein ganzes Leben VOR Auschwitz) in wenige Seiten zu pressen. Der Leser stolpert in eine Momentaufnahme aus Klaras Umfeld hinein, aus der sie allerdings 29 Monate zuvor herausgerissen wurde. Es werden viele Namen genannt, ohne dass man die Personen auch nur ansatzweise kennenlernt oder erfährt, in welcher Beziehung sie zu Klara oder ihrer Schwägerin stehen. Dies ist relativ verwirrend, wenn natürlich auch so gewollt. Das ganze Drumherum störte mich allerdings in höchstem Maße. In dem Zusammenhang hat mich persönlich nicht interessiert, was diese anderen Menschen ausmacht, was sie bewegt und was die Kinder treiben. Sie hätten in ihren Aktionen ebenso gut wegbleiben können. Eine genauere Beobachtung Klaras hätte mir mehr zugesagt. Natürlich erfährt man unheimlich viel von ihr und ihrem "neuen" Sein - der Rest ist meines Erachtens aber überflüssig, zumal die Schwägerin anfangs erklärte, vorher noch nie Tagebuch geschrieben zu haben und sich nun Klara wegen damit beschäftigen wolle. Auch gefällt mir der Erzählstil nicht. Ein Großteil der Einträge ist beinahe ausschließlich in wörtlicher Rede gehalten und gleicht so eher einem "Protokoll". Das Buch lässt sich trotzdem leicht lesen, allerdings sind häufiger Sätze und Satzteile aneinandergereiht, die nicht zueinander gehören. Ab und an ein Semikolon anstelle eines Kommas zu setzen wäre der Lesbarkeit zugute gekommen. Alles in allem kann ich mich sonst immer auf Elke Heidenreichs Empfehlungen verlassen, im Falle von "Klaras Nein" aber leider (aus Gründen der Form, wie ich noch einmal betonen möchte!) nicht.
  17. Cover des Buches Die Goldatmerin (ISBN: 9783943596380)
    Susanne Markgraf

    Die Goldatmerin

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Lesemama1970
    Ich habe dieses Buch in zwei Tagen durchgelesen.
    Trotz des schwierigen Themas zieht einen die Geschichte recht schnell in seinen Bann.
    Es ist schlimm genug was Susanne Markgraf erleiden musste, darum meine Hochachtung das Sie den Mut zu diesem Buch hatte.
    Ich finde es ein wichtiges Thema das nicht verschwiegen werden sollte.
    Meiner Meinung nach macht dieses Buch vielen betroffenen Hoffnung auf Besserung.
    Wenn man an sich arbeitet und nicht aufgibt erreicht man sehr viel.
    Ich werde dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen.
    Weiterhin alles Gute für Susanne Markgraf
  18. Cover des Buches Trotz allem (ISBN: 9783936937701)
    Ellen Bass

    Trotz allem

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Omega (ISBN: 9783961360673)
    Jörg H. Trauboth

    Omega

     (13)
    Aktuelle Rezension von: karatekadd

    Jörg H. Trauboth, zeigt mal wieder, aus welcher Sparte er kommt mit dem Roman OMEGA, einer Geschichte die mit DREI BRÜDER (2018) ihren Anfang nahm und OPERATION JERUSALEM eine Fortsetzung bekam.

    Hauptfigur des Romans ist Marc Anderson, ehemaliger Angehöriger des Kommandos Spezialkräfte der Bundeswehr, Personenschützer und Inhaber der Firma marine Security Services, die sich mit dem Schutz von Schiffen, zum Beispiel Piraterie beschäftigt.

    Ähnliches betreibt der Autor, Oberst i.G. a.D., der  mit seiner Firma Trauboth Risk Management GmbH  als Berater in Erpressungs- und Entführungsfällen  tätig war. Marc Anderson ist begeisterter Sportflieger, es kann nicht verwundern: Jörg Trauboth saß 2000 Flugstunden in PHANTOM- und TORNADA – Kampfflugzeugen. 

    Anderson lebt mit seiner Frau Karina Marie und dem Baby Pia glücklich zusammen in Hamburg. Er hatte sie bei einem seiner Fälle kennen und lieben gelernt, auch retten musste er sie bereits zweimal. Das schweißt zusammen. 

    Der Klappentext allerdings weist schon darauf hin, dass das Glück kurz zu sein scheint, der Terrorist aus Band zwei taucht wieder auf und nimmt Rache. Anderson fällt in eine tiefe Depression. Doch hat er ja weitreichende Beziehungen und gute Freunde.

    Der Weg führt ihn über den Jakobsweg in Spanien in den Libanon und den Tempel in Baalbek, doch sehen wir dort nur Showdown eins, der Autor lässt uns zappeln bis zum Schluss. Marc wird nicht mehr der Alte sein...

    Der Roman ist etwas anders als seine Vorgänger. Viel persönlicher zum Beispiel, denn der Autor lässt sich Zeit für die Belastungen, denen er seinen Helden aussetzt. Eindrucksvoll zeigt er, dass bestens ausgebildete Soldaten, deren Charaktereigenschaften und Teamfähigkeiten nicht alltäglich sind, wie andere Menschen auch Verzweiflungen ausgesetzt sind und nur mit Hilfe aus Depressionen wie diesen wieder herauskommen. Seine Amt als ehrenamtlicher Helfer in der Notfallseelsorge ist sicher ausschlaggebend für die überzeugende Darstellung dieser Tätigkeit am Beispiel des Marc Anderson.  Dies betrifft ebenfalls Jette, die in ähnlicher Funktion versucht, den Mann ihrer Freundin in größter Not zu begleiten und aufzurichten. Doch geht sie selbst daran fast zugrunde.

    Das militärische know how des Autors blitzt weniger oft auf, dafür aber malt er Bilder, die einem ein Stück Camino plastisch vor Augen führen. 

    Spannung pur, harte Szenen, eine Hauptfigur, die bis in größte Tiefe ausgeleuchtet wird und Kampfsituationen, die zeigen, dass trotz größtem Teamgeist Glück zum Überleben dazugehört machen das Buch zum besten dieser Trilogie.

    Mein Tipp für den Leser: Man nehme sich alle drei Bände, denn so mancher Aspekt erschließt sich nur im Wissen um die Vorgeschichte. Der Roman ist aber auch als Einzelstück lesenswert und lesbar.

    Der Bücherjunge

  20. Cover des Buches Dem Leben wieder trauen (ISBN: 9783843600378)
    Ellen Spangenberg

    Dem Leben wieder trauen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Buecherviech
    Dieser fundierte Ratgeber wurde von einer erfahrenen Therapeutin und Spezialistin für Traumabewältigung geschrieben. Natürlich gibt es schon eine Menge Selbsthilfebücher zu dem Thema, sehr gute natürlich, das Besondere an diesem Buch ist aber, dass Frau Spangenberg bewusst vermieden hat, Trigger - also Auslöser für traumatische Erinnerungen - zu verwenden. Das sei ihr ganz besonderes Anliegen gewesen, eines, das ihr absolut gelungen ist. Es ist also auch in "aufgewühlten" Zeiten zu empfehlen. Sie gibt darin Tipps, zeigt die verschiedenen Möglichkeiten der Therapie und geht dabei auch auf den verschiedenen Zustand in dem die/derLeserIn sein kann ein. Ja, gerade das macht es so gut, zudem die darin enthaltenen Tests wirklich weiterhelfen, zu mehr Verständnis der/des Betroffenen führen. Das Buch schafft es umfassend und kurz zu sein, knapp 200 Seiten, auc für ein kleines Zeitbudget geeignet sind. Ein weiteres Plus ist die klare, verständliche Sprache und der gute Stil, so dass man es fast gerne liest - nun ja, niemand setzt sich gerne mit dem Thema auseinander.
  21. Cover des Buches Doch Liebe findet ihre Zeit (ISBN: 9783426226742)
    Monika Maifeld

    Doch Liebe findet ihre Zeit

     (3)
    Aktuelle Rezension von: lenisvea
    Klappenbroschur, Knaur HC 03.09.2018, 512 S. ISBN: 978-3-426-22674-2 Diese Ausgabe ist lieferbar € 14,99 Klappentext Ein dramatischer Liebesroman über zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, von der Autorin des Publikumslieblings „Morgen ist es Liebe“. Als Antonia und Julian sich mit Mitte Dreißig kennenlernen, tragen beide noch schwer an der Last einer traurigen, ja tragischen Kindheit: Antonia verlor im Alter von sechs Jahren bei einem Autounfall ihre Eltern und wuchs eine Zeitlang im Kinderheim auf, und Julian musste unter seinem despotischen Vater entsetzlich leiden. Kein Wunder, dass sie zunächst mit Abwehr aufeinander reagieren, denn Julian, der erfolgsverwöhnte Künstler, wirkt arrogant und überheblich, und Antonia, die Jungunternehmerin, hat sich im Laufe der Jahre immer mehr eingeigelt und lässt niemanden an sich heran. Von Liebe also zunächst keine Spur! Was muss passieren, damit diese beiden erkennen, dass sie füreinander die Rettung sein können? Eine Liebesgeschichte über ein Paar, das zunächst wie Salz und Pfeffer ist! Zur Autorin Monika Maifeld ist in der Pfalz geboren, hat im Rheinland gelebt und in Bonn und Mainz studiert. Später hat die promovierte Naturwissenschaftlerin viele Jahre mit ihrem Mann in München gewohnt. Nach einem fast zehnjährigen Aufenthalt in Luxemburg ist die Mutter einer erwachsenen Tochter vor kurzem mit ihrem Mann wieder nach München zurückgekehrt, in die Stadt, die sie als ihre eigentliche Heimat ansieht. Sie verbringt ihre Ferien gern sowohl im Norden (Sylt) als auch im Süden (Provence). Erster Satz Im Zimmer war es dunkel. Meine Meinung Ich habe im vorletzten Jahr mit Begeisterung den Debütroman der Autorin gelesen und war fasziniert von dem tiefgründigen Liebesroman, der einfach ans Herz ging. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass die Autorin vor einiger Zeit ein neues Buch herausgebracht hat. Zum Cover muss ich aber sagen, dass ich diese nicht ansprechend finde. Der Einstieg in die Geschichte ist mir auch wieder direkt gut gelungen, der Schreibstil der Autorin ist einfach toll und die Charaktere sehr liebevoll gestaltet, vor allem mochte ich die beiden Onkel von Antonia und Susanne. Auch die Art und Weise, wie sie die liebevolle homosexuelle Beziehung der beiden beschrieben hat, fand ich toll. Die Weiterentwicklung von Antonia während der Geschichte fand ich auch einfach super, es fehlte ihr einfach nur der passende Anstoß dazu. Julian und Antonia haben beide in ihrem Leben schon einige Schwierigkeiten meistern müssen und passen auf den ersten Blick aber gar nicht zusammen, aber mit der Zeit lernen die beiden sich notgedrungen näher kennen und entwickeln Gefühle füreinander. Alles in allem kann ich diesen Roman allen empfehlen, die auf der Suche nach einem warmherzigen Liebesroman mit Tiefgang, tollen Charakteren und Hauptprotagonisten, die „schon“ Mitte Dreißig sind. Mir hat auch dieser Roman der Autorin einfach wieder sehr gut gefallen, ich habe ihn auch schnell durchgelesen trotz der über 500 Seiten. Von mir gibt es auch hier wieder 5 von 5 Sternen. 5 von 5 Sternen Cover, Buchdetails und Klappentext: ©Knaur Verlag Infos zur Autorin: ©Knaur Verlag Rezension: ©lenisveasbücherwelt.de Beitragsbild: ©lenisveasbücherwelt.de
  22. Cover des Buches Der Nachtfalke (ISBN: B0150HFJ8K)
    Kat Marcuse

    Der Nachtfalke

     (6)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    Die Vertrautheit, die sich in der letzten halben Stunde zwischen ihnen entwickelt hatte, machte Flak Angst. Derlei Gefühle waren trügerisch. Es gab keine Freundlichkeit unter den Menschen. Sie waren bösartig, skrupellos und verletzend. Man durfte sich nicht auf sie einlassen.

    Der Bestsellerautor Falk Biedermann führt ein Einsiedlerleben in Mitten Leipzigs. Die Erinnerungen an seine schwere Kindheit verarbeitet er in seinen Romanen. Wenn ihn wieder einmal das Gefühl überfällt, die Decke falle ihm auf den Kopf, wechselt er einfach seine Wohnung. Als er endlich eine Wohnung gefunden hat, die seine gepeinigte Seele beruhigt, will er alles darin perfekt haben, auch seine Terrasse. Obwohl er die Anwesenheit anderer Menschen nicht erträgt, beauftragt er einen Landschaftgärtner mit deren Gestaltung. Dabei ahnt er nicht, wer dadurch in sein Leben treten wird. Der lebenslustige Leon zeigt gleich von Beginn an Interesse an ihm und lässt einfach nicht locker. Er hat es sich in den Kopf gesetzt den Eigenbrötler näher kennenzulernen. Falk allerdings fällt es schwer, jemanden an sich heran zulassen.


    Die Geschichte beginnt mit einem Einblick in eines von Falks Büchern. Die Szene widmet sich blutiger Rache. Auch die Kapitel danach waren eher deprimierend, schließlich zeigten sie schon die ersten Kindheitserinnerungen von Falk. Nicht nur wurde er von seinem Vater geschlagen, jahrelang wurde ihm auch indoktriniert durch seinen Albinismus verabscheuungswürdig zu sein. So konnte ich seine Entscheidung, sich vor der Welt zurückzuziehen nachvollziehen.

    Schon die erste Begegnung mit Leon bringt die Hoffnung mit sich, dass sich Positives für Falk ereignen könnte. Leon war mit seiner hartnäckigen aber sehr offenen Art gleich sympathisch. Die sexuelle Anziehung zwischen den Beiden war von Beginn an da. An erotischen Szenen mangelt es dem Buch nicht. Diese konnten mich allerdings nie so recht überzeugen.

    Das hat mein Interesse am Buch aber nicht gedämpft, da ich an der Geschichte besonders Falks Trauma und sein Kampf mit den Erinnerungen spannend fand. Sehr authentisch, wenn auch manchmal erschreckend, wurden die Folgen von Kindesmisshandlung und dem daraus erwachsenen Selbsthass dargestellt. Die Beziehung zu Leon, aber auch das grundsätzliche Öffnen sich selbst und anderen gegenüber, brachte zwar Besserung und viele kleine Erfolge, es kam aber zu keiner spontanen Heilung oder überschwänglichem Glück, das alles Dunkle auslöschen konnte. Gerade das, in Verbindung mit den Rückfällen und den Belastungsproben für die Menschen in seiner Umgebung, hat das Geschehen realistisch gemacht.

    Fazit: Ich war sehr beeindruckt davon, wie es hier gelungen ist, das problematische Thema der Traumabewältigung anzusprechen und in einer Geschichte zu verarbeiten. Obwohl ich die dazugehörige Liebesgeschichte auch ganz nett fand, wurde sie dadurch in den Hintergrund gedrängt, was mein Interesse am Buch aber nur noch erhöhte.

  23. Cover des Buches Ausatmen (ISBN: 9783929823790)
    Staci Haines

    Ausatmen

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Wach ich oder träum ich (ISBN: B0786HXFCB)
    Sandra Busch

    Wach ich oder träum ich

     (3)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *Benno hielt sich an Rolex fest und kämpfte sich zurück auf die Beine. Das Leben blühte um ihn herum. Er wollte daran teilhaben, nicht bloß zusehen und lauschen.*


    Benno hatte es nicht leicht im Leben – als Baby an der Tankstelle ausgesetzt, im Kinderheim aufgewachsen, schlechte Erfahrungen gemacht, die ihn auf die Straße gebracht haben. Jetzt versucht er sich durch mehrere Jobs sein Leben wieder aufzubauen. Seine Vergangenheit scheint ihm aber auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Nicht nur wird er vom Auftraggeber seiner Reinigungsfirma sexuell belästigt, er schlafwandelt auch noch. Dabei begegnet ihm Marvin, ein Logopäde. Als er zum ersten Mal Glück in seinem Leben zu haben scheint, taucht Marvin immer öfter darin auf.



    Die Geschichte wird abwechselnd von Benno und Marvin erzählt. Die ersten Kapitel stellen die Beiden vor und beschreiben ihr Leben. Marvin taucht gleich mit seinem treudoofen Golden Retriver Rolex auf, dessen Verhalten immer wieder sehr sarkastisch kommentiert wird. Neben Rolex hat Marvin eine sehr eigene Familie, die er selbst als verpeilt und sonderbar einstuft.


    Bennos Teile der Geschichte waren zu Beginn nicht leicht zu lesen. Ihm ist eine Menge Schlechtes widerfahren, es kommt auch bald schon zu einem Übergriff von Seiten des Firmenchefs und einen Rausschmiss aus seinem bisherigen Zimmer, der nicht glimpflich abläuft. Immer wieder wird zudem angedeutet, dass vor seiner Zeit als Obdachloser etwas sehr Schlimmes passiert ist, das er aber verdrängt hat. Erinnerungen daran und Details kommen erst langsam ans Tageslicht.


    Die ersten Zusammentreffen von Benno und Marvin laufen nicht eben gut ab. Marvin glaubt einen Drogensüchtigen vor sich zu haben und benimmt sich dementsprechend skeptisch, mitunter auch arrogant. Da ihm Marvin vorschreiben will, was er zu tun hat und Benno sich nicht helfen lassen will, mögen sie sich erst einmal nicht sonderlich. Erst langsam sehen sie am anderen neue Seiten, die ihre Meinung ändert.


    Benno und Marvin sind nicht die einzigen Charaktere, die einen Wandel im Lauge der Geschichte durchmachen. Neben den Beiden ist es die ältere Käthe Föster, die eine Rolle in der Geschichte übernimmt, die man ihr beim ersten Kennenlernen gar nicht zugetraut hätte.


    Fazit: Die Thematik hat die Geschichte nicht immer leicht gemacht. Ich fand den Wandel der Charaktere aber gelungen und auch die sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks