Bücher mit dem Tag "triest"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "triest" gekennzeichnet haben.

48 Bücher

  1. Cover des Buches Geh, wohin dein Herz dich trägt (ISBN: 9783257230307)
    Susanna Tamaro

    Geh, wohin dein Herz dich trägt

     (248)
    Aktuelle Rezension von: lyla_2912

    »Geh, wohin dein Herz dich trägt« von Susanna Tamaro hat mir als Taschenbuch gut gefallen. Es ist in Form von Tagebucheinträgen gestaltet und lässt sich wunderbar an einem Wochenende lesen. 

    Es sind Tagebucheinträge, die eine Oma an ihre Enkelin schreibt und ihr zu erklären versucht, aus was für Schicksalsschlägen sie gelernt hat. Sie versucht eine Brücke zu bauen zwischen ihr und der Person, für welche sie diese Zeilen schreibt. Schildert damit Lebensweisheiten und Fehler, die sie geprägt haben und rät: Geh, wohin dein Herz dich trägt. 

    Das Buch hat mir gut gefallen, es ist eher eine Weisheitenlektüre, als eine tatsächliche Geschichte, jedoch so wahr und authentisch, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen. 

    Als Zufallsfund hat es mich intuitiv angesprochen und mir die Augen geöffnet auf neue Perspektiven und die Gewissheit, dass alles seine Zeit hat und Warten nicht unbedingt etwas Schlimmes ist, sondern notwendig und sinnvoll in gewissen Situationen. 

    Ein Buch für alle, die einen guten Rat brauchen in Sachen Leben, die ein Gleichgewicht suchen, dass nicht existiert und sich schlussendlich mit der Tatsache anfreunden, dass alles gut ist, wie es ist, solange du nur deinem Herzen folgst. 

    Das Buch habe ich gebraucht gekauft, ohne zu wissen was mich erwartet und wenn ihr mich fragt, ist das der magische Weg, wie Bücher uns finden :)



  2. Cover des Buches Die Tränen von Triest (ISBN: 9783453423794)
    Beate Maxian

    Die Tränen von Triest

     (35)
    Aktuelle Rezension von: ConnyKathsBooks

    Wien 2019: Ihren Geburtstag hatte sich die 33-jährige Innenarchitektin Johanna Silcredi ganz anders vorgestellt. Erst macht ihr langjähriger Freund mit ihr Schluss und dann erleidet ihr Großvater Bernhard auch noch einen Schwächeanfall. Im Krankenbett bittet er seine Enkelin, nach Triest zu reisen, in die Villa Costa, und mehr über seinen Vater herauszufinden. Johanna macht sich auf den Weg nach Norditalien, ebenso wie die betagte Charlotte von Uhlrich aus Hamburg und ihre Enkelin. Mehr als 100 Jahre zuvor steht die junge Afra von Silcredi kurz vor ihrer Verlobung mit Alfred Herzog. Doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und die beiden Liebenden werden getrennt...

    "Die Tränen von Triest" stammt aus der Feder von Beate Maxian. Mein erster Roman der österreichischen Autorin und vorerst auch mein letzter. Denn die Story war leider so gar nicht meins. 

    Dabei klang die Inhaltsangabe richtig vielversprechend. Ein Familiengeheimnis, Liebe, interessante historische Hintergründe, zwei Zeitebenen und italienisches Flair  - eigentlich perfekte Zutaten. Doch der Roman entpuppte sich als ausgesprochen langweilig, zäh, kitschig und unglaubwürdig. Das beginnt schon mit der seltsamen Trennungsszene und setzt sich weiter fort. Zum Beispiel mit den ganzen Verwandtschaftsverhältnissen, bei denen ich kaum durchblickte. Bald habe ich nur noch quergelesen und mich größtenteils durch das Buch gequält. Ich war mehrmals kurz vorm Abbrechen, wollte aber zumindest noch wissen, wer Johannas Urgroßvater wirklich war. Nun ja, die Auflösung fand ich ebenfalls etwas merkwürdig. Und wie sich der romantische Part entwickelt, war auch schnell klar. Das kitschige Ende tat dann sein Übriges. 

    Insgesamt kann ich daher "Die Tränen von Triest" nicht empfehlen. Der Roman konnte mich leider überhaupt nicht packen, was sehr schade war. 2 Sterne von mir. 

  3. Cover des Buches Das Gewicht der Worte (ISBN: 9783446265691)
    Pascal Mercier

    Das Gewicht der Worte

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Sakura90

    Triest. In diese wunderschöne Hafenstadt im Nordosten Italiens folgt Simon Leyland seiner Frau Livia, welche dort ihr Erbe eines Verlags antritt. Die „Molo Audace“, ein Steinpier aus dem 18. Jahrhundert, ist ein wunderbarer Ort um das Leben auf sich wirken zu lassen. Doch wie das Leben so spielt, ereignen sich Schicksalsschläge, die Simon einen ganz anderen Blick auf sein Leben gewähren. Plötzlich findet Simon sich in London wieder und kommt zu einer unerwarteten Begegnung woraus eine wahre Freundschaft erwächst.


    Mit „Das Gewicht der Worte“ ist Pascal Mercier ähnlich wie „Nachtzug nach Lissabon“ ein sehr bewegender philosophischer Roman gelungen. Als Leserin habe ich oft innegehalten und mich gefragt „wie ist das eigentlich bei mir?“, „geht es mir ähnlich?“, „was empfinde ich in einem solchen Moment?“. Augenblicke die mich als Leserin abholen und in diesen Roman eintauchen lassen.

    Beispielsweise seien hier Sätze wie „Trotzdem war es anders als bei ihm. Er hatte den Eindruck, Jahre mit etwas verschwendet zu haben, was er überhaupt nicht wollte und nicht genoss. Mit etwas, was ihm jetzt als ganz und gar entfremdet vorkam, eine Zeit, in der er nicht bei sich selbst war.“; „Doch nun spürte ich: das konnte nicht alles gewesen sein, es gab da noch ein anderes Leben zu entdecken, oder sogar viele andere.“; „>>Das können nur Menschen<<, sagte sie: >>ihr Leben verpassen, sich selbst verpassen in dem, was sie vielleicht hätten werden können, hingegeben an eine hektische, tyrannische, gebieterische Zeit. Tieren kann das nicht zustoßen: Sie sind in jedem Augenblick, was sie sind, versunken in blinde Gegenwart und Selbstvergessenheit.<<.

    Und obwohl „Das Gewicht der Worte“ in mir als Leserin viel bewegt hat (und auch immer noch bewegt) entwickelt sich eine Leichtigkeit und Freiheit der Literatur („Die Phantasie ist der eigentliche Ort der Freiheit.“ ) die ihres gleichen sucht. Wieder ein Roman der noch einige Zeit nachhallen wird.

    Es ist kein Buch, welches man „mal eben“ zwischendurch lesen können wird. Ich gebe hier aber eine ganz klare Leseempfehlung. 

  4. Cover des Buches Das Gewicht der Worte (ISBN: 9783957131966)
    Pascal Mercier

    Das Gewicht der Worte

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Anja_Lev

    Wenn in diesem Buch etwas geschieht - und es geschieht nicht viel - dann wird ungefähr 3x davon berichtet. Als Geschehen selbst, als Erzählung gegenüber einer anderen Figur und nochmals als Reflexion durch die erlebende Figur gegenüber sich selbst oder in Briefform.

    Fand ich das ruhige Tempo der Geschichte mich am Anfang noch angenehm, waren die Wiederholungen mich spätestens ab der Hälfte sehr anstrengend. Ich wollte den Charakteren zurufen "Jaaa, das hatten wir doch schon".

    Hinzu kommt, dass alle Personen auch in ihrem Denken sehr rückwärtsgewandt scheinen, alle betrauern Geschehnisse der Vergangenheit oder denken sehnsuchtsvoll an ebensolche zurück. Bücher werden auf Schreibmaschinen geschrieben und Flugtickets im Reisebüro gekauft. Es mag Kreise gut situierter Bürger geben, in denen die älteren Herren, die die Mehrheit der Figuren ausmachen, tatsächlich so leben, aber der hier vorgestellte Personenkreis scheint so außerhalb der Zeit zu leben und sich darin zu bestärken, dass ich manchmal nur noch mit den Augen rollen wollte. Ich fühlte mich phasenweise an ein Kinderbuch erinnert, in dem die schon fast  ausrangierte Figur plötzlich durch magische Verbesserungen und die Entdeckung, dass die Welt gar nicht so schlecht ist, eine zweite Blüte erlebt. Menschen besitzen Geld und helfen einfach denen ohne, Lebenswege, die sich zum Negativen entwickelt haben, nehmen durch glückliche Fügungen und Geld Wendungen zum Guten und alle haben unendliche Zeit zur Selbstreflexion. Leider reflektiert niemand das Weltgeschehen um sich herum, sondern immer nur das im kleinsten Zirkel erlebte, was zum Gefühl der unendlichen Wiederholung beiträgt.

    Wäre nicht die Stimme des Vorlesers sehr angenehm gewesen und hätte ich selbst gelesen, hätte ich das Buch sicherlich abgebrochen, so konnte ich es einfach weiterlaufen lassen und habe manchmal einfach ein wenig ausgeblendet - schließlich wurden die Geschehnisse ja mindestens noch ein weiteres Mal erzählt.

  5. Cover des Buches Dampfer ab Triest (ISBN: 9783839228005)
    Günter Neuwirth

    Dampfer ab Triest

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Pixibuch

    Wer historische Romane liebt, darf sich im Jahre 1907 auf eine Kreuzfahrt begeben, bei der es auch Tote gibt.  Inspektor Bruno Zabini ist ein echter Triestiner, der mehrere Sprachen spricht, da seine Mutter österreichstämmig ist. Er wird beauftragt, sich auf das Kreuzfahrtschiff Thalia zu begeben, um inkognito den Grafen Urbanau zu überwachen, auf den bereits ein Mordschlag verübt worden ist. Bruno paßt das gar nicht in sein Konzept, da er lieber die Abende mit einer seiner verheirateten Geliebten verbringen will. Des Grafen Töchterlein hat sich ihren heimlichen Freund mit aufs Schiff genommen, Bald jedoch geschieht ein Mord, ein weiterer Anschlag auf den Grafen wird verübt und man fragt sich, wer auf dem Schiff ein Mörder sein kann. Auf dem Kreuzfahrtschiff ist eine gemischte Gesellschaft: Ein jüdisches Ehepaar mit seinen beiden Kindern, eine ehemalige Primadonna mit den Töchtern, ein junges Ehepaar, ein Reiseschriftstellerin, ein Schauspieler, ein amerikanisches Ehepaar und noch einige mehr. Jeder von ihnen könnte verdächtigt sein, Gerade durch die vielen Mitreisenden liest sich das Buch sehr interessant, Schon damals gab es das Captain-Dinner mit allem Pomp. Der Autor verwendet sehr viel Ausdrücke, die man zur damaligen Zeit hatte. Dadurch bekommt das Buch seinen gewissen Flair und man fühlt sich 120 Jahre zurückversetzt, zumal die Mode und das Lifestile sehr gut beschrieben werden. Ab dem letzten Drittel ist so viel Aktion, dass man nicht mehr aufhören will und das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Hier ist gekonnt Historie mit Krimi vermischt worden, was äußerts reizvoll ist. Sehr hilfreich ist zu Beginn das Personenverzeichnis. So kann man am Anfang immer wieder zurückblättern, um sich die einzelnen Personen ins Gedächtnis zu rufen. Mir persönliche haben die Erläuterungen der Hintergründe zu den historischen Ereignissen sehr gut gefallen,. Denn hier kann man wirklich einíges nachlesen. Der Autor hat in seinem fiktiven Roman den Namen des Kapitän Karl vor Bretfeld mit einfließen lassen, was dem Ganzen menr Realität geben soll.

  6. Cover des Buches Der Würger von Triest (ISBN: 9783709979129)
    Werner Stanzl

    Der Würger von Triest

     (18)
    Aktuelle Rezension von: ManuelaP

    Mein erstes Buch von Werner Stanzl und ich wurde enttäuscht.
    Der Schreibstil mag zwar locker und flott sein, aber leider war der Spannungsbogen hier überhaupt nicht gut ausgearbeitet.
    Anfangs noch mit ein wenig historischen Fakten, ist man relativ schnell in den ersten Fall, aber leider ziehen sich die Handlungen durch teils sehr detailreichen Beschreibung, die mit den Mordfällen nicht wirklich was zu tun haben, dahin.
    Auch ist es für mich persönlich nicht logisch, wenn es sich zunächst um einen Serientäter handelt, es am Ende dann zwei mutmaßliche Täter gibt, weil der Mechanikermord nicht zu den Serientäter passt. Der Titel heißt immerhin *der Würger von Triest* und nicht die Mörder von Triest.

    Bis fast zum Ende schwirrt man im Unklaren und viele Fragen blieben bei mir offen. Warum wurde nicht berichtet, wie sich zum Beispiel Paolo fühlte? Warum wurde nicht berichtet, wie die Eltern von Mia auf Alessa reagierten? Was wurde aus den Kindern vom 2. Opfer?
    Das sind nur ein paar wenige Fragen, die mir nicht beantwortet wurden und es gäbe noch mehr.

    Für mich persönlich ein schlechter Krimi mit wenigen guten Handlungen, einem Ermittler, der zwar sympathisch ist, aber auch nichts Besonderes. Charaktere von denen ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht hätte. Ein Ende, das ich eher schlecht als recht finde. Zu detailreich an Dingen, die nicht wirklich etwas mit den Morden zu tun hatten und wenige Details zu Opfer und ihre Hinterbliebenen.
    Für mich nicht lesenswert daher gibt es von mir 🌟🌟 Sterne für Idee und Teilweise guten Handlungen.

  7. Cover des Buches Es ist Sarah (ISBN: 9783627002664)
    Pauline Delabroy-Allard

    Es ist Sarah

     (15)
    Aktuelle Rezension von: imke_wtr

    Sarah und die Erzählerin begegnen sich am Silvesterabend in Paris das erste Mal, was den Anfang einer beginnenden und stürmischen Liebe markiert, die bald über die Frauen kommt. Ihre Amour Fou wächst und wird übermächtig, scheint sie fast verrückt zu machen.

    Lange wird die Liebe nicht halten, bald schon fühlt sich Sarah erdrückt von den Gefühlen, von der Intensität, sie trennt sich. Kurz darauf erfährt die Erzählerin, dass Sarah Krebs hat, und flieht, nach Italien, bis nach Triest, wo sie in einer leerstehenden Wohnung bleiben kann. Sie verliert sich in einer Psychose, bildet sich ein, dass Sarah schon tot sei.

    Das Debüt der französischen Autorin Pauline Delabroy-Allard sorgte für Aufsehen, als es 2018 in Frankreich erschien. Sie erhielt dafür mehrere renommierte Preise, wurde von der Presse hochgelobt.

    Delabroy-Allard erzählt von einer Frau, die sich komplett verliert und der Gesellschaft den Rücken zukehrt. Eine Frau, die keine Möglichkeit sieht zurück zu finden, zu einem Platz, der ihr gehört und wo sie sich behaupten kann. Der Roman berauscht, benebelt, verwirrt und begeistert mit seinem großartig komponierten Untergangszenario einer Frau, die an sich selbst und der Gesellschaft scheitert. Große Empfehlung für dies Buch! ❤️

  8. Cover des Buches Tödliche Gaben (ISBN: 9783499257834)
    Silke Jellinghaus

    Tödliche Gaben

     (233)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Viele gute Krimi-/Thriller-Autoren und ihre Kurzgeschichten rund um Weihnachten.

    Generell ist die Idee gut gewesen. Schade nur, wenn manche Geschichten gefühlt keine Spannung enthalten. Der Schreibstil ist natürlich von Autor zu Autor unterschiedlich und jeder auf seine eigene Art und Weise gut, jedoch waren manche Geschichten für eine Kurzgeschichte dann doch zu langatmig und am Ende zu flach. Nach Weihnachten hat man bei manchen auch eher vergeblich gesucht (prinzipiell nicht so schlimm, aber nicht, wenn man es in eine Weihnachtsedition packt...). Die offenen Enden sind bei Thrillern kein neuer Aspekt, aber wenn man über 40 Seiten braucht, um mal zum Punkt zu kommen und diesen am Ende wirklich offen lässt und vorher gähnende Langeweile herrschte, dann hätte man es auch einfach lassen sollen...

    Bis auf 3 oder 4 Geschichten leider wirklich lahm, aber vielleicht bin ich da auch einfach zu kritisch...

  9. Cover des Buches Sonnenschein (ISBN: 9783455405163)
    Dasa Drndic

    Sonnenschein

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Strigoia

    Kennt ihr nicht auch dieses ganz besondere Gefühl, wenn man dringend auf etwas wartet?
    Meist ist es schon eine Qual nur ein paar Stunden warten zu müssen! 
    Und jetzt stellt euch vor ihr wartet für mehrere Jahre. Aber ihr wartet nicht auf irgendetwas, ihr wartet auf einen geliebten Menschen, der spurlos verschwand. 

    Zweiundsechzig Jahre lang hat sie auf ihn gewartet. 
    Er wird kommen.
    (S. 5)

    Haya Tedeschi wartet seit 62 Jahren in Gorizia auf die Rückkehr ihres Sohnes. Nur wenige Monate war der kleine Junge alt, als er spurlos aus dem Kinderwagen verschwand. 
    Der Grund: Haya ist Jüdin und hatte während des 2.Weltkriegs ein Verhältnis mit einem deutschen, einem arischen, Wehrmachtssoldaten. Dies blieb nicht ohne Folgen... 
    Jetzt im Jahre 2006 sitzt Haya in ihrem Schaukelstuhl am Fenster und lässt die Vergangenheit Revue passieren. Von den Geschehnissen des ersten Weltkrieges, über den zweiten Weltkrieg, bis hin zu den noch heute spürbaren Folgen des Nationalsozialismus. 

    Auch wenn Hayas Geschichte und die ihres Sohnes nicht geschehen ist, wäre es durchaus möglich... Die Aktionen und Taten der Nationalsozialisten machten vor nichts und niemandem Halt. Im Rahmen des Lebensbornplans war es durchaus üblich, dass Kinder einfach so ihren richtigen Familien entrissen und falls notwendig umerzogen wurden, damit sie dann, in arischen Verhältnissen untergebracht, zu aufrechten Nationalsozialisten werden sollten. Heute gibt es viele dieser Kinder, die entweder nichts von ihrer wahren Herkunft wissen oder sich mit dem Wissen herumschlagen, dass ihr Vater ein Verbrecher ist oder war. 

    In diesem Buch kämpft hat sich Haya, immer auf der Suche nach ihrem Sohn, durch das Ausmaß des gesamten Holocaust in Italien gekämpft. Eine Spur auf den Verbleib ihres Sohnes hat sie dabei leider nicht gefunden, dafür fielen ihr aber Listen der Opfer in die Hände. Auch Zeugenaussagen und Täterporträts hat sie studiert, nur um immer wieder am selben Punkt stehen zu bleiben... 

    Sie recherchiert sich durch die Gräueltaten der Aktion T4. Insgesamt wurden hierbei mehr als 70.000 Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen in den Jahren 1940 und 1941 systematisch ermordet. 
    In Treblinka kommt sie in Berührung mit wirklichen Monstern, allen voran Kurt Franz... Der Mann, in den Haya sich damals verliebte... Von dem sie einen Sohn hat... hatte... 

    Wie alt sind sie?
                                Ich bin gestorben.
    Erkennen sie die Person auf diesem Bild?
                                Ich würde selbst im Grabe erschaudern, wenn jemand den Namen Kurt Franz     
                                erwähnt.

    All diese Stationen und noch mehr bereisen wir zusammen mit Haya. Doch mitten drin stockt uns dann der Atem... Haya zieht eine Liste aus dem kleinen roten Korb zu ihren Füßen heraus. Es folgt eine Seite mit nur einem Satz:

    hinter jedem Namen verbirgt sich eine Geschichte

    Auf den nachfolgenden 70 Seiten sind die Namen der ca. 9.000 deportierten und vielfach auch ermordeten italienischen Juden aufgeführt. Die sich bei diesem Anblick aufbauenden Gefühle sind nicht zu beschreiben... 

    Haya erzählt von dem roten Kreuz, das ihr helfen sollte bei der Suche nach ihrem Sohn, doch bisher ist nichts geschehen. 
    Und gerade als man registriert, wie wenig Seiten noch verbleiben, tritt ein Mann in diese Geschichte. Ein Mann namens Hans Traube, der vor kurzem erst erfahren hat, dass sein ganzes Leben nicht sein Leben ist. Und dieser Mann befindet sich nun im Zug nach Gorizia auf der Suche nach seinen Wurzeln... 
    Und Haya wartet... 

    Nehmt dieses Buch auf keinen Fall auf die leichte Schulter. Es wird euch einiges abfordern. Ich habe geweint, geschrien und mir ist auch das ein oder andere Mal schlecht geworden. Ihr müsst euch auch durch eine Menge Text wühlen, der nicht immer sofort zu verstehen ist. Und wenn euch die Bedeutung klar geworden ist, werdet ihr das Buch vermutlich erst einmal zu klappen müssen... 
    Dasa Drndics Werk ist nichts, das man einfach so nebenbei lesen kann. 
    Unterschätzt es bitte nicht, aber es lohnt sich wirklich sehr. 
  10. Cover des Buches Triest für Fortgeschrittene (ISBN: 9783222136689)
    Georges Desrues

    Triest für Fortgeschrittene

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Dr_M

    Auf der Innenseite des Covers kann man den Hafen von Triest und seine Umgebung, aufgenommen von einem Hügel jenseits der Stadt, betrachten. Ob diese Fotografie eine heimliche Sehnsucht nach einer Reise dorthin bei mir entfacht, wage ich zu bezweifeln. Zu viele Bauten, die mich an die architektonischen Sünden des Sozialismus erinnern. Seltsamerweise gab es solche Sünden auch im Westen. Das wäre der Stil des Brutalismus in der Architektur gewesen, lernt man in diesem Reiseführer. Einen solchen Koloss findet man abgelichtet am Ende dieses Buches. Im Volksmund heißt diese Hässlichkeit aus den 1970er Jahren Alcatraz.

    Natürlich findet man auch in Triest, wie in jeder Stadt, schöne Ecken. Aber viele scheinen es nicht zu sein. Und wenn man – wie die Autoren – von morbidem Charme spricht, dann verheißt das nichts Gutes. Viele italienische Städte besitzen einen solchen Charme. Mancher ist Jahrhunderte alt und deshalb schon wieder fast schön. Aber es gibt auch den noch nicht so alten Verfall. Und den scheint man in Triest zu konservieren. So sehr sich auch die Autoren dieses hervorragend gemachten Reiseführers bemühen, überzeugen konnten sie mich nicht. Was sie sonst noch zu bieten haben, findet man auch woanders in Italien besser: Wein, Essen, eine schöne Umgebung und das Meer.

    Wer es dennoch nicht lassen kann und unbedingt nach Triest möchte, wird in diesem etwas ungewöhnlichem Reiseführer genügend Punkte finden, die von Interesse sind. Beide Autoren bemühen sich sehr, den zweiten Blick auf die Stadt zu schärfen. Mit anderen Worten: Dies ist ein Reiseführer für Leute, die Zeit haben und nicht die Hauptsehenswürdigkeiten auf ihrer Liste abhaken wollen, um sich dann wieder zu ihrem nächsten Listenort zu begeben.

    Selbstverständlich hat auch Triest Besonderheiten. Sie liegen in seiner Geschichte und der Lage am Schnittpunkt verschiedener Kulturen, der slawischen, romanischen und germanischen. Aus Angst vor der mittelalterlichen Supermacht Venedig flüchtet Triest unter die Fittiche der Habsburger, die in der Stadt ein architektonisches Erbe hinterlassen haben und ansonsten heute kaum noch eine Rolle spielen. Ja, ein paar Wörter sind ins Italienische geflüchtet. Aber das gibt es in fast allen Gebieten, die einst zu Österreich-Ungarn gehörten. Mehr ist kaum geblieben.

    Immerhin gehört zu Triest der größte italienische Hafen. Der ist nicht an die Chinesen verkauft worden, sondern wird zu einem gewissen Teil auch von der Hamburger Hafengesellschaft betrieben. Aber das interessiert Touristen eher weniger.

    Kurz gesagt: Für Leute, die gerne Triest besuchen würden und Zeit mitbringen, ist das der perfekte Reiseführer, wenn man etwas tiefer blicken möchte.

  11. Cover des Buches Die trüben Wasser von Triest (ISBN: 9783492307611)
    Roberta De Falco

    Die trüben Wasser von Triest

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Flickercat

    In Triest wird die Leiche einer unbeliebten, alten Dame im Wasser gefunden. Kein leichter Fall für Commissario Benussi und sein Team, da fast jeder im Umfeld der Toten ein Mordmotiv gehabt hat…

    Gerade das erste Drittel des Buches habe ich als ziemlich anstrengend empfunden. Der Fall kommt nicht so richtig ins Rollen, stattdessen kommen in schnellem Wechsel Unmengen an Nebencharakteren zu Wort, deren dramatische Lebensgeschichten aufgerollt werden, obwohl man sie als Leser noch kaum einordnen kann. Nicht leichter wird die Orientierung dadurch, dass gleich zwei Charaktere von Adoptiveltern aufgezogen wurden und sich daran zurückerinnern. ^^
    Ab dem Zeitpunkt, wo man dann allmählich den Überblick behalten kann, hat mir das Buch besser gefallen. Der Fall wirkt wirklich sehr wirr und der Täter bleibt lange Zeit im Dunkeln, da es so viele Verdächtige gibt, das hat mir gefallen. Ich muss allerdings auch sagen, dass das ganze Geflecht am Ende doch sehr viele Zufälle in sich vereint und dadurch zu konstruiert auf mich gewirkt hat.

    Recht nervig fand ich den Kommissar. Zum Fall hat er eigentlich nur wenig beigesteuert, trotzdem stand er häufig im Mittelpunkt – mit seinen Diätproblemen, schlechter Laune und einer eher unsympathischen Art. Einzig seine aufmüpfige Tochter konnte da noch ein bisschen „Spannung“ in sein Privatleben bringen.

    Stilistisch hat mir „Die trüben Wasser von Triest“ eigentlich ganz gut gefallen, allerdings waren die Handlungssprünge nicht immer ganz leicht nachzuvollziehen (gegen Ende wirkt es zum Beispiel so, als sei das Mordopfer jetzt zum zweiten Mal beerdigt worden?).

    Knappe drei Sterne für einen Krimi, der nicht schlecht war, mich aber trotz seiner recht komplexen Struktur nicht so richtig packen und mitreißen konnte. Vielleicht lag es daran, dass er einfach so viele verschiedene Geschichten und Themen miteinander verbinden wollte, das für nichts genug Raum geblieben ist, sich so richtig zu entfalten?

    Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar!

  12. Cover des Buches Ein anderes Meer (ISBN: 9783423138758)
    Claudio Magris

    Ein anderes Meer

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Die Toten vom Karst (ISBN: 9783423206204)
    Veit Heinichen

    Die Toten vom Karst

     (21)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    Ein Ritualmord auf dem Karst? Proteo wird privat und im Job massig gefordert...

    Der zweite Fall für Proteo-Laurenti überzeugt durch den Schreibstil und die Spannung. Jedoch muss ich nach wie vor kritisieren, es wird zu sehr beschrieben, zu viele italienische Wörter eingeflochten, jemand, der nicht italienisch spricht, Triest nicht kennt, dem wird es schwer fallen alle Wörter zu verstehen. Da ich den zweiten direkt anschliessend las, konnte ich mein "überlesen" noch perfektionieren. Von daher...

    Fazit: Mit der richtigen Lesestrategie ist die Serie um Proteo Laurenti ein Genuss. Spannender Krimi mit privatem Touch und auch Geschichtswissen. Einzig was fehlt, stimmt die Geschichte oder ist alles "Fake"? Es lohnt sich, sich zu trauen...
  14. Cover des Buches Gib jedem seinen eigenen Tod (ISBN: 9783866152496)
    Veit Heinichen

    Gib jedem seinen eigenen Tod

     (26)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    Kommissar Laurenti hat sich auf einen ruhigen Sommer eingestellt. Doch nach einem Yacht-Unfall bekommt er es mit Mord, Geldwäsche und Menschenschmuggel zu tun. Darunter leidet auch seine Familie.

    Ich brauchte zwei Anläufe, bis mich das Buch packte und fesselte. Die Italienischen Worte; Begriffe und Orte waren für mich sehr schwer zu greifen, ich spreche halt leider kein italienisch. Ich merkte dann aber, dass ich diese Begriffe gut "überlesen" kann. Als ich das erfolgreich anwandte merkte ich, dass die Krimis von Veit Heinichen mehr als spannend sind. Einfach spannend, fesselnd und gut.

    Fazit: Wenn man italienisch spricht oder die italienischen Eigenheiten "überliest" ist es ein herausragender, guter und spannender Krimi. Lieber wäre mir ein anderer Ort, jedoch wenn das der einzige Kritikpunkt ist, jammere ich mal wieder auf hohem Niveau.
  15. Cover des Buches Zeno Cosini (ISBN: 9783499134852)
    Claudio Magris

    Zeno Cosini

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Es gab bislang selten Romane, die von ihrer ersten Seite an eine unglaublich angenehme Stimmung verbreiteten und den Leser dicht an die Handlung binden. - Zeno Cosini war eine solche positive Überraschung. Erzählt wird die Geschichte eines jungen Mannes, der auf ganzer Strecke scheitert. Zunächst studiert er mehrere Fächer, ohne eines je zu beenden. Er sinniert über das Rauchen, weiß jedoch dessen Sinn nicht recht einzuschätzen (Kap. III). Genauso "in der Luft hängend" betreibt er den Rest seines Lebens. Es ist immer mehr eine Veranstaltung, die er zwar besucht, an der er jedoch keinen Anteil hat. Sein Vater, ein erfolgreicher Unternehmer, kann den Jungen finanzieren, sodass er zumindest fernab finanzieller Sorgen lebt. - Das Buch bleibt in seinem Grundton gleich. Erfolglos, schließlich sogar eine Psychotherapie in Angriff nehmend, versucht der als Erzähler auftretende Protagonist die eigene Sinn-Leere zu füllen. Es gelingt ihm jedoch nicht. Er scheint unerreichbar für alle Versuche Dritter, ihm zu helfen. . Das Buch mag den einen langweilen, den anderen berühren; letzteren wohl dann, wenn er sich selbst in einer ähnlichen sinnleeren Lebenssituation befindet. Vielleicht auch in Zeiten des Umbruchs. Italo Svevo hat diesen Roman 1923 geschrieben, er spielt im italienischen Triest. Zum Teil lassen sich autobiographische Züge zum Autor feststellen; zeitgeschichtliche Parallelen ebenso (Quelle: Wikipedia). Insgesamt war ich mehr als positiv überrascht: ein wirklich lesenswerter Roman, aber man sollte sich den richtigen Zeitpunkt ihm Leben für ihn auswählen, denn sonst wird man vielleicht nicht mit dieser gedämpften, tragik-komischen Welt fertig.
  16. Cover des Buches Keine Frage des Geschmacks (ISBN: 9783423214223)
    Veit Heinichen

    Keine Frage des Geschmacks

     (11)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    Proteo Laurenti würde so gerne den Sommer geniessen. Jedoch taucht eine Wasserleiche auf, kurz darauf wird die Erpressung einer englischen Parlamentsabgeordnete bekannt. Proteo ist gefordert...

    Die Krimis von Veit Heinichen sind spannend und gut geschrieben. Jedoch nervt es nun langsam wirklich, dass sich immer und immer wieder alte Szenen auftauchen. Wenn man nicht der Reihe nach liest verliert man die Übersicht. Proteo Laurentis Charakter ist ebenfalls sehr speziell. Je mehr man davon liest, umso unsympathischer wird er einem.

    Fazit: Wenn die Krimis in sich abgeschlossen wären, der Charakter nicht von mal zu mal schlimmer wird, wären die Krimis absolut perfekt. Ein spannender und guter Krimi mit ein paar Schwachstellen.
  17. Cover des Buches Totentanz (ISBN: 9783423211611)
    Veit Heinichen

    Totentanz

     (12)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    Müll-Mafia und alte Bekannte. Proteo Laurenti wird selbst zum gejagten.

    Ohne zu Ahnen rutscht Proteo Laurenti in einen heissen Fall, er trifft auf "alte" Bekannte - dieses Buch kann man kaum ohne Vorkenntnisse der anderen Bände lesen. Es ist eigentlich ein grosses Finale. Wenn man einen Fall nicht zu 100% abschliesst und dann weiterschreibt sollte man den Leser aktiv darauf aufmerksam machen.

    Fazit: Für mich eine falsche Werbetaktiv und etwas unfair gegenüber dem Leser. Jedoch ist der Inhalt, der Schreibstil gewohnt spannend und süchtig machend. Ein guter Veit Heinichen Krimi - bei dem man sich bewusst sein muss, die Vorgänger müssen gelesen sein um alles zu verstehen...

  18. Cover des Buches Im eigenen Schatten (ISBN: 9783423215763)
    Veit Heinichen

    Im eigenen Schatten

     (7)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    Das Flugzeug eines Geschäftsmanns explodiert nahe Triests. Als sich Sprengstoffspuren am Wrack feststellen lassen muss Proteo Laurenti ran. Während der Trauerzeremonie wird auf der Autostrada ein Goldtransporter überfallen. Zufall? Geplant? Laurenti ermittelt in einem explosiven Fall

    Auch wenn ich ab und zu Mühe mit dem Protagonisten habe, ich mich mit den italienischen Ortschaften schwer tue macht die Serie einfach süchtig. Es ist sicherlich auch ein Faktor, dass die Krimis nicht komplett abgeschlossen sind. Eine unschöne Taktik de Verlages oder des Autors jedoch nicht änderbar.
    Der Schreibstil ist auf jeden Fall spannend und fesselnd und auch die Fälle sind an und für sich sehr interessant.

    Fazit: Auch der 8. Fall ist spannend und süchtig machend. Die Taktik finde ich unsympathisch und ja, Proteo nervt manchmal jedoch kann ich nicht aufhören.
  19. Cover des Buches Das Walnusshaus (ISBN: 9783731760641)
    Miljenko Jergović

    Das Walnusshaus

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Anhand der Geschichte der Familien Sikirić/Delavale lässt der Autor in seinem 2003 erschienenen Buch die Geschichte des Balkans aufleben. Allerdings erzählt er die Geschichte rückwärts, beginnend in der Gegenwart, als die wichtigste Protagonistin des Romans, Regina Delavale, geb. Sikirić, 97-jährig stirbt. Am Ende des Romans ist der Leser bei der Geburt Reginas zu Beginn des 20. Jahrhunderts dabei.

    Regina und ihre Familie führen den Leser rückwärts durch die Geschichte des Balkans

    Quasi typischerweise für den ganzen Roman ist Regina völlig verrückt am Ende ihre Lebens. Genau genommen wird der Roman von fast niemandem bevölkert, der normal ist, fast jeder hat eine Macke, meist herbeigeführt durch ein einschneidendes Erlebnis oder die besonderen Lebensumstände.

    Dennoch - oder gerade deshalb?  - steckt der Roman voller Lebensfreude und Skurrilitäten. Aber auch Brutalität und Grausamkeiten haben ihren Platz. Vielleicht macht ihn die Mischung für mich so faszinierend.

    Ein Buch prallvoll mit Leben.  Das einzige, was mich gestört hat, waren die relativ vielen Wörter die nicht übersetzt worden sind. Vier Sterne von mir.

  20. Cover des Buches Der Flügelschlag einer Möwe (ISBN: 9783903091276)
    Patricia Brooks

    Der Flügelschlag einer Möwe

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis


    Der ungewöhnliche Titel lässt eher auf einen Liebesroman schließen, als auf einen Kriminalroman.

    Die Geschichte beginnt in der Gegenwart mit dem Fund eines Skelettes auf einer Baustelle in Triest.

    In vielen, jeweils mit Jahreszahlen versehenen Rückblenden, erfährt der Leser was damals 1980 geschehen ist.

     

    Eine Gruppe Wiener Gymnasiasten feiert die bestandene Matura (=Abitur) in der altösterreichischen Hafenstadt Triest. Tati wird unfreiwillig Zeugin eines Mordes an einer Tankstelle. Der Täter flieht erschrocken. Wenig später stoßen Willi und Georg beim Tanken auf einen leblosen Mann. Heimlich nimmt Willi das Päckchen, das sich bei dem Mann befindet, an sich, ohne Georg etwas zu sagen. Es enthält eine große Menge Bargeld.

    Die Gruppe kehrt nach Wien zurück. Die Unbeschwertheit der Jugendlichen hat ein Ende. Tati wird von Alpträumen geplagt, Willi kommt zu Ansehen und Wohlstand.

    Während wir das weitere Leben der Wiener verfolgen, spielt sich zeitgleich das Drama rund um minderjährige Rosanna ab. Von ihrem kriminellen Freund missbraucht und gequält, kreuzt sie die Wege der Maturanten. Sie klaut einem die Brieftasche. Rosannas Leben ändert sich schlagartig, als ihr Freund nicht mehr nach Hause kommt, aber seine Bosse ein Päckchen mit einer Menge Bargeld vermissen.

     

    In einer kirchlichen Betreuungsgruppe versucht man Rosanna zu helfen und die Leiterin schickt sie zu einem Pizzabäcker nach Wien.

     

    Meine Meinung:

     

    Ich finde diesen Kriminalroman, in dem nicht ermittelt wird, äußerst spannend. Die Schreibweise erinnert mich ein wenig an Arthur Schnitzlers “Reigen”. Immer wieder treffen die Protagonisten aufeinander. Letztlich begegnen Tati und die anderen ehemaligen Maturanten der nun ebenfalls in Wien lebenden Rosanna.

     

    Jeder der damaligen Reiseteilnehmer hat Erinnerungen an die Zeit von 1980 in Triest. Ganz subtil und unterschwellig sind die Ereignisse aus der Vergangenheit immer präsent.

    Am Ende der Geschichte, das wieder in der Gegenwart liegt, erhält Rosanna einen Anruf aus Italien. Sie soll sich um einen straffällig gewordenen Jungen kümmern …

    Damit schließt sich der Kreis abermals.

     

    Der eindrucksvolle Roman zieht den Leser in den Bann, so es kaum möglich ist, das Buch vor dem Ende wegzulegen. Auch ich habe es de facto in einem gelesen.

     

    Die Quintessenz des Titels ist der so genannte „Butterfly-Effekt“. Der besagt, dass es theoretisch möglich ist, dass unter bestimmten Umständen, winzig kleine Veränderungen zu Beginn eines Ereignisses enorme Auswirkungen in der Zukunft haben können.

     

    Fazit:

     

    Spannende Unterhaltung. Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus und vergebe 5 Sterne.

     

     


  21. Cover des Buches Triest. Theater am Meer (ISBN: 9783458192909)
    Angela Krauß

    Triest. Theater am Meer

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Heißes Geld (ISBN: 9783871793523)
    Will Berthold

    Heißes Geld

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Das Geheimnis (ISBN: 9783852562322)
    Anonimo Triestino

    Das Geheimnis

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Triest (ISBN: 9783446253216)
    Veit Heinichen

    Triest

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden

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