Bücher mit dem Tag "triest"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "triest" gekennzeichnet haben.

51 Bücher

  1. Cover des Buches Der Würger von Triest (ISBN: 9783709979129)
    Werner Stanzl

    Der Würger von Triest

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mein erstes Buch von Werner Stanzl und ich wurde enttäuscht.
    Der Schreibstil mag zwar locker und flott sein, aber leider war der Spannungsbogen hier überhaupt nicht gut ausgearbeitet.
    Anfangs noch mit ein wenig historischen Fakten, ist man relativ schnell in den ersten Fall, aber leider ziehen sich die Handlungen durch teils sehr detailreichen Beschreibung, die mit den Mordfällen nicht wirklich was zu tun haben, dahin.
    Auch ist es für mich persönlich nicht logisch, wenn es sich zunächst um einen Serientäter handelt, es am Ende dann zwei mutmaßliche Täter gibt, weil der Mechanikermord nicht zu den Serientäter passt. Der Titel heißt immerhin *der Würger von Triest* und nicht die Mörder von Triest.

    Bis fast zum Ende schwirrt man im Unklaren und viele Fragen blieben bei mir offen. Warum wurde nicht berichtet, wie sich zum Beispiel Paolo fühlte? Warum wurde nicht berichtet, wie die Eltern von Mia auf Alessa reagierten? Was wurde aus den Kindern vom 2. Opfer?
    Das sind nur ein paar wenige Fragen, die mir nicht beantwortet wurden und es gäbe noch mehr.

    Für mich persönlich ein schlechter Krimi mit wenigen guten Handlungen, einem Ermittler, der zwar sympathisch ist, aber auch nichts Besonderes. Charaktere von denen ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht hätte. Ein Ende, das ich eher schlecht als recht finde. Zu detailreich an Dingen, die nicht wirklich etwas mit den Morden zu tun hatten und wenige Details zu Opfer und ihre Hinterbliebenen.
    Für mich nicht lesenswert daher gibt es von mir 🌟🌟 Sterne für Idee und Teilweise guten Handlungen.

  2. Cover des Buches Geh, wohin dein Herz dich trägt (ISBN: 9783257261202)
    Susanna Tamaro

    Geh, wohin dein Herz dich trägt

     (258)
    Aktuelle Rezension von: DerBlaueVogel

    Positiv ist, dass es mich von Seite 1 an packte, sodass ich das komplette Buch an einem Vormittag verschlang. 

    1-2 Sterne würde ich jedoch abziehen, da ich mehr erwartet habe und kein Fan von offenen Enden bin. Es ist ein Briefroman und !!ACHTUNG Spoiler!! der Leser erfährt leider nicht, ob, wann und wie dieses Tagebuch bei der Nichte der Verfasserin ankommt. 

    Abgesehen davon war es dennoch eine wunderschöne Geschichte, die zu Tränen rührte. Kein Potenzial zum Lieblingsbuch, aber eines, dass man ohne schlechtes Gewissen an einem kalten Wintertag empfehlen kann. 

  3. Cover des Buches Triest für Fortgeschrittene (ISBN: 9783222136689)
    Georges Desrues

    Triest für Fortgeschrittene

     (14)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Na? Habt Ihr Lust auf einen speziellen Urlaub in einer schönen, ungewöhnlichen Stadt am Meer mit wundervoller Architektur und großer Geschichte? Der etwas andere Stadtführer Triest für Fortgeschrittene hält tatsächlich, was der Titel verspricht und liefert der Leserschaft einen spannenden Rundgang abseits ausgetretener Touristenpfade, Geheimtipps zum Essen und zum Trinken, Architekturschmankerln und vieles mehr. Es ist ebenso für Anfänger geeignet, die ein bisschen länger als üblich in der Stadt sind, denn die vorgeschlagenen Geheimtipps benötigen ein bisschen Zeit, den der Drei-bis-Fünf-Tage-Besucher einfach nicht aufbringen kann.

    Ich gestehe gleich vorab, ich bin nicht nur fortgeschrittene Triest Urlauberin, sondern ein absoluter Fan dieser Stadt, sie ist fast meine Lieblingsstadt, quasi Wien am Meer mit freundlicheren Leuten, deren Hinterland ich normalerweise seit 25 Jahren mindestens einmal jährlich besuche. In diesem Zusammenhang möchte ich mich auch bei Euch und dem Verlag entschuldigen, denn das Buch ist ein Jahr alt und ich komme erst jetzt zu einer Rezension. Der Grund dafür ist der Umstand, dass ich einige der Tipps einem Praxischeck unterziehen wollte. Leider ist mir letztes Jahr ein Bandscheibenvorfall im Sommer und im Herbst der Lockdown dazwischengekommen, deshalb gibt’s die Rezension sofort nach meinem Urlaub in Triest quasi druckfrisch mit allen neuen Informationen von vor Ort.

    Inhaltlich ist das Buch grandios, ich habe zum Beispiel das erste Mal in meinem Leben den Hafenrundgang genossen und zwei alte Bäder direkt im Hafen aufgesucht, zudem bin ich als eingefleischte Streetart-Hunterin auf einige wunderschöne Graffitis dort gestoßen und habe auch erstmals Gratis-Dauerparkplätze entdeckt (aber die verrate ich nicht). Die gesamte Tour wird im Kapitel Baden in der Mittagspause und ein Spaziergang rund um die „Sachhetta“ behandelt.

    Auch wenn sich dieser außergewöhnliche Stadtführer locker, flockig liest und teilweise sogar richtig spannend wie eine Reportage ist, hat er bedauerlicherweise ein massives Strukturproblem durch die Anordnung der Kapitel. Es beginnt im Hafen mit Supermärkten, Fischhandlungen, einem Fischratgeber und den Fischrestaurants. Dann geht es in einigen Kapiteln ohne Essensbezug um Baden in Triest und Umgebung, den Triestiner Dialekt, den Hafenrundgang, den ich gemacht habe, Habsburger und andere Geschichte, Architektur, die Straßenbahn und erst dann wieder zurück zu den leiblichen Genüssen zum Wein, Winzern, Weinbars und Buschenschanken und den restlichen Angeboten zum Essen und Trinken sortiert in Kapitel je nach Typ: Essen, Bier, Kaffee. Ich finde das reichlich durcheinander, denn die lukullischen Genüsse sollten schon alle beieinanderstehen. Das hat mich sehr gestört, denn ich fand nie auf Anhieb, was ich suchte und musste immer herumblättern.

    Das war eigentlich mein größter Kritikpunkt, ein paar kleinere gibt es in einem solchen Buch natürlich auch immer. Im Kapitel Osmize (Buschenschanken und Heurigen) das sind jene Wirtschaften, in denen eigene Weine aus dem aktuellen Jahr (deshalb Heurige) und selbstgemachte kalte Speisen zehn Wochen im Jahr steuerbegünstigt verkauft werden dürfen (das Gesetz stammt aus Österreich von Kaiser Joseph II und gilt auch heutzutage noch in Italien und Österreich), steht total richtig im Buch, dass der moderne Triest-Urlauber immer die Heurigenapp www.osmize.com zu Rate ziehen sollte, um zu wissen, welcher Heurige gerade offen hat. Bedauerlicherweise ist die dann präsentierte Liste wirklich extrem übersichtlich. Da hätten ein paar weitere Seiten gutgetan, vor allem, dass die sehr gut besuchten Buschenschanken, bei denen man unbedingt immer vorreservieren muss, weil sie so überfüllt sind, zumindest aufgelistet werden.

    Kritikpunkt Nummer drei ist, dass mir viele Karten fehlen. Bei den Architekurschmankerln und im Hafenrundgang sind sie vorhanden, aber beim jüdischen Viertel fehlen sie schmerzlich und auch bei allen Lokalen, Bars, Geschäften, also bei den lukullischen Genüssen und bei den Museen wären sie bitter vonnöten. Also bitte viel mehr Karten zur Orientierung und zur Struktur.

    Sehr schön ist der Umstand, dass der Autor das Triestiner Hinterland nicht vergessen hat, denn die halb italienische halb slowenische Landbevölkerung dort trägt einiges zur Triestiner Identität bei, wenngleich das nicht alle italienischstämmigen Stadtbewohner genauso sehen. In Opicina, jener Ort, wo ich mich meistens aufhalte, hat der Autor sogar fast jeden Stein umgedreht. Umso verwunderlicher ist dann im Kapitel Triestiner Dialekt, dass nur die italienischen Dialektwörter erklärt werden, etwas slowenisches Vokabular ist nämlich absolut notwendig, wenn man in einen Buschenschank geht und dort was bestellt.

    So, nun habe ich durch meine Verbesserungsvorschläge ca. 30 Seiten an Karten und zusätzlichen Listen reinreklamiert, um dem an sich schon sehr guten Buch mehr Struktur zu verleihen. Jetzt kommen on top noch ein paar persönliche Updates, die der Autor noch nicht wissen konnte, da ich das Buch ein Jahr lang liegen lassen habe, und die vielleicht auch noch spannend für ihn sind, da ich die Situation von August 2022 schildern kann. Ist eben manchmal auch ein Vorteil, wenn man ein Buch zu spät rezensiert. 

    Die Neuigkeiten zur unsäglichen Situation mit der Straßenbahn (Tramvia) von Opicina nach Triest muss ich natürlich liefern. Nein, sie fährt noch immer nicht – obwohl die Reparaturarbeiten seit mehr als 500 Arbeitstagen abgeschlossen sein sollten. Teilweise wird an den Gleisen gearbeitet – wir sind die Strecke abgefahren – aber irgendwie ohne Nachdruck. Der verantwortliche Politiker und Projektleiter musste im Jänner seinen Hut nehmen, da war was mit Korruption. Momentan sind die Römer schuld, ich habe gefragt und in Lokalzeitungen recherchiert, denn das Transportministerium sollte die Strecke und die Technik schon längst abnehmen, die Römer schicken ihre Inspektoren angeblich nicht, da agiert wieder die totale Bürokratie. Ich frage mich halt dann, wenn die Abnahme eigentlich schon beginnen könnte und die Strecke fertig sein soll, warum noch immer unzählige Baustellen existieren. Mittlerweile sind die meisten Einheimischen nicht mehr daran interessiert, über die Tram zu diskutieren, sie winken genervt ab und haben aufgegeben, sich neue Informationen zu beschaffen. So ein Desinteresse habe ich seit den 2000er Jahren nicht mehr erlebt.

    Als neues Angebot gibt es für umweltbewusste Reisende seit 2021 einen Nachtzug von Wien nach Triest, in den man am Abend bequem einsteigen, schlafen und nach dem Frühstück gleich vom Bahnhof in der Mitte in die Stadt Triest ausschwärmen kann. Auf diese Weise könnte man klimafreundlich gleich zwei Zentren der Habsburger genauer unter die Lupe nehmen und vergleichen. So gerne ich Wien habe, für mich als Touristin würde Triest gewinnen.

    Für jene, die gleich losfahren möchten: Es gibt bis Ende August im Hafen im Saletto Vienna noch eine Ausstellung zum Leben der Frida Kalho .

    Meine heurige Neuentdeckung und Lieblings-Osmiza Bizjak in Zolla/Col, ein paar Kilometer von Opicina Richtung slowenische Grenze, war übrigens seit 8.8 in Gefahr, der ganze Wald dahinter brannte und ich hoffe, dass das wunderschöne Karsthaus komplett von den Flammen verschont geblieben ist. Angeblich wurden nur zwei Häuser vom Feuer beschädigt.

    Fazit: Ein gutes Buch mit grandiosen Tipps, ich gebe auf jeden Fall eine Leseempfehlung ab und habe selbst auch noch ein bisschen etwas gelernt. Strukturell hat das Werk halt einige Schwächen.

  4. Cover des Buches Ein anderes Meer (ISBN: 9783423138758)
  5. Cover des Buches Ein jeder Engel ist schrecklich (ISBN: 9783492503068)
    Susanna Tamaro

    Ein jeder Engel ist schrecklich

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Neuneuneugierig
    Auch in der eigenen Biografie eine Romanschreiberin par excellence. 
    Erst einmal ein weiter Blick in die Vergangenheit der Eltern und etwas darüber hinaus. Warum konnte es nur so und nicht anders kommen.  Und warum ist das kein Grund zur Verzweiflung, Trauer oder wenn doch, dann: wie kann man es besser verstehen. 
    Ein wundervolles Buch nicht nur für Menschen die sich mit sich und ihren Eltern aussöhnen sollten, auch für alle anderen! 
  6. Cover des Buches Das Walnusshaus (ISBN: 9783731760641)
    Miljenko Jergović

    Das Walnusshaus

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Anhand der Geschichte der Familien Sikirić/Delavale lässt der Autor in seinem 2003 erschienenen Buch die Geschichte des Balkans aufleben. Allerdings erzählt er die Geschichte rückwärts, beginnend in der Gegenwart, als die wichtigste Protagonistin des Romans, Regina Delavale, geb. Sikirić, 97-jährig stirbt. Am Ende des Romans ist der Leser bei der Geburt Reginas zu Beginn des 20. Jahrhunderts dabei.

    Regina und ihre Familie führen den Leser rückwärts durch die Geschichte des Balkans

    Quasi typischerweise für den ganzen Roman ist Regina völlig verrückt am Ende ihre Lebens. Genau genommen wird der Roman von fast niemandem bevölkert, der normal ist, fast jeder hat eine Macke, meist herbeigeführt durch ein einschneidendes Erlebnis oder die besonderen Lebensumstände.

    Dennoch - oder gerade deshalb?  - steckt der Roman voller Lebensfreude und Skurrilitäten. Aber auch Brutalität und Grausamkeiten haben ihren Platz. Vielleicht macht ihn die Mischung für mich so faszinierend.

    Ein Buch prallvoll mit Leben.  Das einzige, was mich gestört hat, waren die relativ vielen Wörter die nicht übersetzt worden sind. Vier Sterne von mir.

  7. Cover des Buches Das Gewicht der Worte (ISBN: 9783442771042)
    Pascal Mercier

    Das Gewicht der Worte

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Lias_BücherGarten

    Wie ist es, wenn man eine tödliche Diagnose erhält und sich dann herausstellt, dass es ein ärztlicher Irrtum war? Wie geht man dann plötzlich mit der zurückgewonnenen Zukunft um? Lebt man einfach weiter? Was ist, wenn man, weil man dachte, dass man stirbt, seinen Job beendet? Kehrt man zurück oder nutzt man diese Gelegenheit für einen Neuanfang? Interessante Fragen, dachte ich mir und griff zum Buch. 

    Inhalt:

    Ein ärztlicher Irrtum wirft Simon Leyland aus der Bahn. Er hatte seinen Verlag in Triest verkauft, weil er dachte, dass er stirbt, gleichzeitig aber ein Haus in London geerbt. Er hat plötzlich wieder eine Zukunft und muss sich nun neu ausrichten. 

    Meinung:

    Wurden die oben aufgeworfenen Fragen im Buch behandelt? Ja und die Gedankengänge, die die Hauptfigur hierzu hat, sind interessant und haben mich sehr zum Nachdenken angeregt. Sehr häufig musste ich nach einem Kapitel das Buch zur Seite legen und über den sehr philosophischen Text nachdenken. "Das Gewicht der Worte" ist ein ruhiges Buch und man muss in der Stimmung sein. Es ist kein Buch, welches sich schnell mal runterliest. Man muss sich Zeit nehmen und über das Gelesene nachdenken. Vieles wirkte nach. 

    Irgendwann jedoch, war es mir leider zu viel. Vieles was  Leyland bewegt, wird in Form von Briefen und Gesprächen wiederholt. Der Roman wurde dadurch unnötig in die Länge gezogen. Ständig kamen neue Figuren und deren Geschichten hinzu und ich fragte mich, weshalb er die jetzt auch noch einbaut. Es wurde irgendwann langweilig, was so schade ist. Meiner Meinung nach, hätte sich der Autor  auf ein paar wenige enge Figuren begrenzen sollen. Was mich auch enttäuscht hatte, war, dass bei den "Gesprächen" zwischen den Figuren, alle einer Meinung waren. Gerade bei einem philosophischen Buch finde ich es gut, wenn mehrere Ansichten dargestellt werden. Ich bekam das Gefühl, dass hier der Autor seinen Lesern seine Ansicht aufdrängen wollte. 

    Fazit:

    "Das Gewicht der Worte" hatte stellenweise richtig gute Stellen. Es ist sprachlich wunderschön geschrieben und man bekommt beim Lesen tatsächlich ein Gefühl, was Worte für ein Gewicht haben können. Dem Autor ist es tatsächlich gelungen, mich auf die Bedeutung von  Wörtern und  deren Synonyme aufmerksam zu machen. Auch einige philosophische Gedankengänge fand ich interessant und haben bei mir nachgewirkt. Aber das Buch ist mit seinen 573 Seiten viel zu lang und ohne Spannung. Es gab viele Wiederholungen. Man muss für dieses Buch Geduld mitbringen und sich Zeit nehmen. 


  8. Cover des Buches Pizza alla famiglia (ISBN: 9783492300155)
    Michael<br>Falcieri, Adriana Weirether

    Pizza alla famiglia

     (8)
    Aktuelle Rezension von: MissJaneMarple

    Inhalt:
    Michael Weirether und Adriana Falcieri berichten in abwechselnden Kapiteln von ihrem Familienleben als Pendler zwischen München und Triest.
    Dabei wird auch immer wieder die Landschaft um Triest sehr nett beschrieben und man kann das Meer fast riechen.

    Meinung:
    Die Geschichte ist eigentlich (in meinen Augen) keine richtige Geschichte - vielmehr ist es eine Aneinanderreihung einzelner Episoden und Anekdoten aus ihrem Familienleben. Oft hat man den Eindruck hier und da könnte noch etwas mehr zur Deutsch-Italienischen-Beziehung gesagt werden, doch das würde wahrscheinlich den Unterhaltungsfaktor schmälern.
    Mit seinen 270 Seiten ist es mehr ein kleiner Snack für zwischendurch!

    Fazit:
    Wer hier eine lustige Story alla Jan Weiler vermutet wird leider herb enttäuscht! 
    Es ist eben nur ein Snack und kein Menue!!
  9. Cover des Buches Die Tränen von Triest (ISBN: 9783453423794)
    Beate Maxian

    Die Tränen von Triest

     (36)
    Aktuelle Rezension von: ConnyKathsBooks

    Wien 2019: Ihren Geburtstag hatte sich die 33-jährige Innenarchitektin Johanna Silcredi ganz anders vorgestellt. Erst macht ihr langjähriger Freund mit ihr Schluss und dann erleidet ihr Großvater Bernhard auch noch einen Schwächeanfall. Im Krankenbett bittet er seine Enkelin, nach Triest zu reisen, in die Villa Costa, und mehr über seinen Vater herauszufinden. Johanna macht sich auf den Weg nach Norditalien, ebenso wie die betagte Charlotte von Uhlrich aus Hamburg und ihre Enkelin. Mehr als 100 Jahre zuvor steht die junge Afra von Silcredi kurz vor ihrer Verlobung mit Alfred Herzog. Doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und die beiden Liebenden werden getrennt...

    "Die Tränen von Triest" stammt aus der Feder von Beate Maxian. Mein erster Roman der österreichischen Autorin und vorerst auch mein letzter. Denn die Story war leider so gar nicht meins. 

    Dabei klang die Inhaltsangabe richtig vielversprechend. Ein Familiengeheimnis, Liebe, interessante historische Hintergründe, zwei Zeitebenen und italienisches Flair  - eigentlich perfekte Zutaten. Doch der Roman entpuppte sich als ausgesprochen langweilig, zäh, kitschig und unglaubwürdig. Das beginnt schon mit der seltsamen Trennungsszene und setzt sich weiter fort. Zum Beispiel mit den ganzen Verwandtschaftsverhältnissen, bei denen ich kaum durchblickte. Bald habe ich nur noch quergelesen und mich größtenteils durch das Buch gequält. Ich war mehrmals kurz vorm Abbrechen, wollte aber zumindest noch wissen, wer Johannas Urgroßvater wirklich war. Nun ja, die Auflösung fand ich ebenfalls etwas merkwürdig. Und wie sich der romantische Part entwickelt, war auch schnell klar. Das kitschige Ende tat dann sein Übriges. 

    Insgesamt kann ich daher "Die Tränen von Triest" nicht empfehlen. Der Roman konnte mich leider überhaupt nicht packen, was sehr schade war. 2 Sterne von mir. 

  10. Cover des Buches Tödliche Gaben (ISBN: 9783499257834)
    Silke Jellinghaus

    Tödliche Gaben

     (238)
    Aktuelle Rezension von: Blutmaedchen

    Dieses Buch wollte ich eigentlich hauptsächlich wegen meinem aktuellen Sebastian Fitzek-Hype haben. :D Und auch weil ich noch nie was von Simon Beckett gelesen habe - da wollte ich einfach mal einen Versuch wagen.
    Auch optisch ist dieses Buch natürlich toll gestaltet. Krimigeschichten zum auspacken!

    Wow, was bin ich enttäuscht - damit hätte ich wirklich null gerechnet. Bei elf Krimikurzgeschichten zum Thema Weihnachten hätten mir doch wohl mehr als nur zwei gefallen müssen, oder? Das Spektrum war zwar breit gefächert, aber dieses Ergebnis ist dann schon mehr als unbefriedrigend :(

    In die erste Geschichte habe ich mich voller Elan gestürzt. Simon Beckett! Bekannt, von vielen geliebt und nun auch zum ersten Mal für meine Leseraugen offen. Und dann sind das gerade mal lächerliche zehn Seiten mit einer Story, wo man sich nur denkt... Oooooooookaaaaaaaaay... Erstens: Wo ist die Gefahr? Zweitens: Wieso SO kurz? Bei Kurzgeschichten ist man ja auf wenig vorbereitet, aber das war ein richtiger Reinfall!

    Es waren Geschichten dabei, die absolut nichts weihnachtliches hatten. Andere waren wiederrum keine Krimis, sondern einfach nur lustig. Spannung suchte man in den meisten mehr als vergebens!!!
    Nur die dritte Geschichte von Chris Mooney hatte auch nur ansatzweise emotionale Tiefe, wo mich die Angst der Protagonistin gepackt hat.
    Eine Geschichte weiter war dieses Gefühl dann rasch vergessen, weil der Autor ziemlich in der Handlung rumgesprungen ist. Als ob ich von einer Zeile auf die nächste eine Zeitreise machen würde - das war mir zu radikal.
    Die zehnte und vorletzte Geschichte hat ein paar Klischees verbunden, die ich grausam fand: Frauen, Geld, Macht, Sex, Naivität und wo es dann endet. Kurz und schmerzlos. Nicht nach meinem Geschmack.
    Die letzte Geschichte von Fitzek konnte mich dann doch noch endlich begeistern und beweist damit: Das Beste kommt eben doch zum Schluss!! Fitztastisch. Muss ich nichts weiter zu sagen. Grandiose Kurzgeschichte!!

    Ich glaube die wenigen aufgelisteten Autoren auf der Rückseite haben mich in die irrige Annahme geführt, es wären doch nicht so viele beteiligt und die einzelnden Geschichten somit länger.
    Ich mag auch Kurzgeschichten, aber die meisten davon waren entweder zu kurz, oder in einem Fall sogar einfach zu lang. Es kam einfach keine große Spannung auf.

    Irgendwie ein Reinfall. Schade :(

  11. Cover des Buches Die Toten vom Karst (ISBN: 9783552056541)
    Veit Heinichen

    Die Toten vom Karst

     (22)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    Ein Ritualmord auf dem Karst? Proteo wird privat und im Job massig gefordert...

    Der zweite Fall für Proteo-Laurenti überzeugt durch den Schreibstil und die Spannung. Jedoch muss ich nach wie vor kritisieren, es wird zu sehr beschrieben, zu viele italienische Wörter eingeflochten, jemand, der nicht italienisch spricht, Triest nicht kennt, dem wird es schwer fallen alle Wörter zu verstehen. Da ich den zweiten direkt anschliessend las, konnte ich mein "überlesen" noch perfektionieren. Von daher...

    Fazit: Mit der richtigen Lesestrategie ist die Serie um Proteo Laurenti ein Genuss. Spannender Krimi mit privatem Touch und auch Geschichtswissen. Einzig was fehlt, stimmt die Geschichte oder ist alles "Fake"? Es lohnt sich, sich zu trauen...
  12. Cover des Buches Ein Giro in Triest (ISBN: 9783711721167)
    Christian Klinger

    Ein Giro in Triest

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Firieth

    Das Cover ist mit einem Schwarz-Weiß-Foto recht schlicht gehalten, was mit dem gewählten Motiv durchaus zu der Geschichte des Buchs passt.

    Die Hauptfigur, Gaetano Lamprecht, ist in meinen Augen eine sehr sympathische Person. Es ist gleichzeitig ein Krimi und ein historischer Roman. Es scheint nicht viel zu passieren, außer, dass der Inspektor und sein, zumindest kommt er so rüber, fast noch sympathischerer und lustiger Freund, ebenfalls bei der Polizei, Pirona alleine, zu zweit oder mit Informanten/Verdächtigen in Cafés sitzen und sich unterhalten. Vor allem sehr viel Kaffee wird konsumiert, was sich wohl bis heute nicht groß geändert hat. Aber dennoch fügt sich ein Puzzleteil nach dem anderen zusammen und das Buch wird nicht langweilig. Es fließen auch immer wieder Bruchstücke dessen in die Geschichte ein, was in seiner Vergangenheit passiert ist, dass er Wien verlassen musste und nach Triest (zurück) gegangen ist.
    Krimis gehören nicht zu meinem bevorzugten Genre, da sie meist gleich aufgebaut sind: Es geschieht ein Mord, der Kommissar ermittelt, der Täter wird verhaftet. Die meisten folgen auch einem bestimmten Schema. Das ist hier, aus meiner Sicht, nicht der Fall. Es geschieht hier zu Beginn zwar ebenfalls ein Mord, der dann aber mit der Hauptgeschichte nichts zu tun zu haben scheint und ansonsten geht es darum ein Verbrechen, nämlich eine Entführung der Leichname des kaiserlichen Thronfolgers und dessen Frau, die kurz zuvor ermordet wurden und über Triest nach Wien gebracht werden sollen, zu verhindern.
    Das Buch beginnt relativ langsam, aber ab etwa der Hälfte überschlagen sich die Ereignisse und ein waghalsiges Manöver jagt das nächste. Allerdings muss ich sagen, dass ich einen Teil davon etwas übertrieben finde und mir auch ziemlich sicher bin, dass das ein einfacher Polizist ohne Spezialausbildung nicht geschafft hätte bzw. es so nicht möglich gewesen wäre, etwas weniger Drama wäre aus meiner Sicht passender gewesen. Aber gleichzeitig hätte ein bisschen ausschmücken nicht geschadet, man hatte zeitweise das Gefühl, dass es jetzt einfach schnell mit ein paar Action-Szenen zum Abschluss kommen soll.
    Zum Schluss gab es dann noch eine unvorhergesehene Wendung, die ich sehr schade finde, aber gut in den Plot passt. Eigentlich waren es sogar zwei. Allerdings wurde hier auch durch gehetzt, dass man das Gefühl hatte, der Autor wollte einfach nur ganz schnell das Buch zum Abschluss bringen. Das fand ich ein bisschen schade, da er sich in der ersten Hälfte des Buches so viel Zeit genommen hat, die Dinge zu erklären und zu beschreiben.

    Der Schreibstil des Buches gefällt mir sehr gut, es ist sehr flüssig und lebendig geschrieben, was es sehr angenehm und kurzweilig macht. Die Hauptfigur wirkt, wie bereits erwähnt, sehr sympathisch und glaubwürdig, wobei ich keine Expertin für diese Epoche bin, die meisten historischen Romane, die ich lese, spielen eher im Mittelalter.

    Fazit: Grundsätzlich ein sehr schönes Buch und ich bin ein bisschen hin und her gerissen, da mir gerade der Anfang des Buches so gut gefallen hat, aber dieses gefühlte Schnell Schnell am Ende trübt das ganze ein bisschen, was ich persönlich sehr schade finde. Der erste Teil rettet auch ein wenig die Sternebewertung, da man ja keine halben Sterne vergeben kann.

  13. Cover des Buches Der Flügelschlag einer Möwe (ISBN: 9783903091276)
    Patricia Brooks

    Der Flügelschlag einer Möwe

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis


    Der ungewöhnliche Titel lässt eher auf einen Liebesroman schließen, als auf einen Kriminalroman.

    Die Geschichte beginnt in der Gegenwart mit dem Fund eines Skelettes auf einer Baustelle in Triest.

    In vielen, jeweils mit Jahreszahlen versehenen Rückblenden, erfährt der Leser was damals 1980 geschehen ist.

     

    Eine Gruppe Wiener Gymnasiasten feiert die bestandene Matura (=Abitur) in der altösterreichischen Hafenstadt Triest. Tati wird unfreiwillig Zeugin eines Mordes an einer Tankstelle. Der Täter flieht erschrocken. Wenig später stoßen Willi und Georg beim Tanken auf einen leblosen Mann. Heimlich nimmt Willi das Päckchen, das sich bei dem Mann befindet, an sich, ohne Georg etwas zu sagen. Es enthält eine große Menge Bargeld.

    Die Gruppe kehrt nach Wien zurück. Die Unbeschwertheit der Jugendlichen hat ein Ende. Tati wird von Alpträumen geplagt, Willi kommt zu Ansehen und Wohlstand.

    Während wir das weitere Leben der Wiener verfolgen, spielt sich zeitgleich das Drama rund um minderjährige Rosanna ab. Von ihrem kriminellen Freund missbraucht und gequält, kreuzt sie die Wege der Maturanten. Sie klaut einem die Brieftasche. Rosannas Leben ändert sich schlagartig, als ihr Freund nicht mehr nach Hause kommt, aber seine Bosse ein Päckchen mit einer Menge Bargeld vermissen.

     

    In einer kirchlichen Betreuungsgruppe versucht man Rosanna zu helfen und die Leiterin schickt sie zu einem Pizzabäcker nach Wien.

     

    Meine Meinung:

     

    Ich finde diesen Kriminalroman, in dem nicht ermittelt wird, äußerst spannend. Die Schreibweise erinnert mich ein wenig an Arthur Schnitzlers “Reigen”. Immer wieder treffen die Protagonisten aufeinander. Letztlich begegnen Tati und die anderen ehemaligen Maturanten der nun ebenfalls in Wien lebenden Rosanna.

     

    Jeder der damaligen Reiseteilnehmer hat Erinnerungen an die Zeit von 1980 in Triest. Ganz subtil und unterschwellig sind die Ereignisse aus der Vergangenheit immer präsent.

    Am Ende der Geschichte, das wieder in der Gegenwart liegt, erhält Rosanna einen Anruf aus Italien. Sie soll sich um einen straffällig gewordenen Jungen kümmern …

    Damit schließt sich der Kreis abermals.

     

    Der eindrucksvolle Roman zieht den Leser in den Bann, so es kaum möglich ist, das Buch vor dem Ende wegzulegen. Auch ich habe es de facto in einem gelesen.

     

    Die Quintessenz des Titels ist der so genannte „Butterfly-Effekt“. Der besagt, dass es theoretisch möglich ist, dass unter bestimmten Umständen, winzig kleine Veränderungen zu Beginn eines Ereignisses enorme Auswirkungen in der Zukunft haben können.

     

    Fazit:

     

    Spannende Unterhaltung. Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus und vergebe 5 Sterne.

     

     


  14. Cover des Buches Totentanz (ISBN: 9783552056244)
    Veit Heinichen

    Totentanz

     (12)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    Müll-Mafia und alte Bekannte. Proteo Laurenti wird selbst zum gejagten.

    Ohne zu Ahnen rutscht Proteo Laurenti in einen heissen Fall, er trifft auf "alte" Bekannte - dieses Buch kann man kaum ohne Vorkenntnisse der anderen Bände lesen. Es ist eigentlich ein grosses Finale. Wenn man einen Fall nicht zu 100% abschliesst und dann weiterschreibt sollte man den Leser aktiv darauf aufmerksam machen.

    Fazit: Für mich eine falsche Werbetaktiv und etwas unfair gegenüber dem Leser. Jedoch ist der Inhalt, der Schreibstil gewohnt spannend und süchtig machend. Ein guter Veit Heinichen Krimi - bei dem man sich bewusst sein muss, die Vorgänger müssen gelesen sein um alles zu verstehen...

  15. Cover des Buches Es ist Sarah (ISBN: 9783627002664)
    Pauline Delabroy-Allard

    Es ist Sarah

     (16)
    Aktuelle Rezension von: imke_wtr

    Sarah und die Erzählerin begegnen sich am Silvesterabend in Paris das erste Mal, was den Anfang einer beginnenden und stürmischen Liebe markiert, die bald über die Frauen kommt. Ihre Amour Fou wächst und wird übermächtig, scheint sie fast verrückt zu machen.

    Lange wird die Liebe nicht halten, bald schon fühlt sich Sarah erdrückt von den Gefühlen, von der Intensität, sie trennt sich. Kurz darauf erfährt die Erzählerin, dass Sarah Krebs hat, und flieht, nach Italien, bis nach Triest, wo sie in einer leerstehenden Wohnung bleiben kann. Sie verliert sich in einer Psychose, bildet sich ein, dass Sarah schon tot sei.

    Das Debüt der französischen Autorin Pauline Delabroy-Allard sorgte für Aufsehen, als es 2018 in Frankreich erschien. Sie erhielt dafür mehrere renommierte Preise, wurde von der Presse hochgelobt.

    Delabroy-Allard erzählt von einer Frau, die sich komplett verliert und der Gesellschaft den Rücken zukehrt. Eine Frau, die keine Möglichkeit sieht zurück zu finden, zu einem Platz, der ihr gehört und wo sie sich behaupten kann. Der Roman berauscht, benebelt, verwirrt und begeistert mit seinem großartig komponierten Untergangszenario einer Frau, die an sich selbst und der Gesellschaft scheitert. Große Empfehlung für dies Buch! ❤️

  16. Cover des Buches Das Land vom Meer aus gesehen (ISBN: 9783423109635)
  17. Cover des Buches Das Rätsel von Miramare (ISBN: 9783780217783)
  18. Cover des Buches Einfach. Gut (ISBN: 9783853786123)
  19. Cover des Buches Zeno Cosini (ISBN: 9783499400506)
    Claudio Magris

    Zeno Cosini

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Es gab bislang selten Romane, die von ihrer ersten Seite an eine unglaublich angenehme Stimmung verbreiteten und den Leser dicht an die Handlung binden. - Zeno Cosini war eine solche positive Überraschung. Erzählt wird die Geschichte eines jungen Mannes, der auf ganzer Strecke scheitert. Zunächst studiert er mehrere Fächer, ohne eines je zu beenden. Er sinniert über das Rauchen, weiß jedoch dessen Sinn nicht recht einzuschätzen (Kap. III). Genauso "in der Luft hängend" betreibt er den Rest seines Lebens. Es ist immer mehr eine Veranstaltung, die er zwar besucht, an der er jedoch keinen Anteil hat. Sein Vater, ein erfolgreicher Unternehmer, kann den Jungen finanzieren, sodass er zumindest fernab finanzieller Sorgen lebt. - Das Buch bleibt in seinem Grundton gleich. Erfolglos, schließlich sogar eine Psychotherapie in Angriff nehmend, versucht der als Erzähler auftretende Protagonist die eigene Sinn-Leere zu füllen. Es gelingt ihm jedoch nicht. Er scheint unerreichbar für alle Versuche Dritter, ihm zu helfen. . Das Buch mag den einen langweilen, den anderen berühren; letzteren wohl dann, wenn er sich selbst in einer ähnlichen sinnleeren Lebenssituation befindet. Vielleicht auch in Zeiten des Umbruchs. Italo Svevo hat diesen Roman 1923 geschrieben, er spielt im italienischen Triest. Zum Teil lassen sich autobiographische Züge zum Autor feststellen; zeitgeschichtliche Parallelen ebenso (Quelle: Wikipedia). Insgesamt war ich mehr als positiv überrascht: ein wirklich lesenswerter Roman, aber man sollte sich den richtigen Zeitpunkt ihm Leben für ihn auswählen, denn sonst wird man vielleicht nicht mit dieser gedämpften, tragik-komischen Welt fertig.
  20. Cover des Buches Vergelt's Gott (ISBN: 9783954514526)
    Ingrid Sonnleitner

    Vergelt's Gott

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Dieser Krimi ist der zweite, rund um die pensionierte Bibliothekarin Adelheid Horvath, die immer wieder über Leichen stolpert. Sehr zum Leidwesen des Kripo-Beamten Wurz. Adelheid schafft es immer wieder, schnellere Schlussfolgerungen als die Polizei zu ziehen.

    Diesmal findet die burgenländische Miss Marple den Kantor der Kirche ermordet auf. Ja, nicht nur ermordet sondern auch richtiggehend geschlachtet, hat ihm der Mörder oder die Mörderin die beiden Hände abgehackt.
    Das Blöde an der ganzen Sache ist nicht nur, dass der Organist Untermieter bei Adelheid war, sondern auch scheinbar unter falschem Namen gereist war.

    Gleichzeitig verschwinden aus zwei Kinderheimen Burschen und in einer Schachtel findet Adelheid Ausschnitte aus italienischen Zeitungen. Sie lässt sich die Texte übersetzen und wittert Zusammenhänge zwischen dem Tod des Mannes und dem Verschwinden der Kinder.
    Da einiges auf Triest hinweist und der Besuch des Grabes des Urgroßvaters, der in einer der Isonozo-Schlachten gefallen ist, ohnehin noch aussteht, beschließt Adelheid an die Adria zu reisen.

    Was sie dort alles erlebt, dem will ich hier nicht vorgreifen …
    Nur so viel – sie findet in (Ex)Commissario Alessandro Tremente einen kongenialen Ermittlungspartner.

    Der Krimi ist einfach zu lesen. Die Miss Marple aus Rotenturm an der Pink hat für jede noch so missliche Lebenslage ein passendes Gegenmittel.

    Ich finde diesen Krimi herzerfrischend. Die Protagonisten sind durch ihre kleinen oder größeren Macken recht liebenswert.

    Die Autorin vermag es, das sehr ernste Thema Kindesmissbrauch durch die Kirche in einer subtilen Weise zu vermitteln. Ihre Andeutungen sind präzise aber nicht voyeuristisch.

    Ich denke, es wird noch mindestens einen Krimi geben. Ich will doch wissen wie es Adelheid und Alessandro weitergeht.

    Sehr schön stimmig finde ich das Cover des Krimis. EIne tolle  Sommerabendstimmung.

  21. Cover des Buches Das Gewicht der Worte (ISBN: 9783957131966)
    Pascal Mercier

    Das Gewicht der Worte

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Kattel82

      ... denn als Hörbuch ist das Thema extrem komplex.

    Ich bin ehrlich, das Thema Hörbücher ist für mich weiterhin extrem ambivalent. Einerseits liebe ich es beim Hören in fremde Welten und Geschichten eintauchen zu können. Erinnert mich entfernt an die vielen Stunden, die ich mit Hörspielen zugebracht habe und wo ich Abenteuerer und Helden begeleitet habe. Hörbücher sind da durch nur einen Vorlesenden schon deutlich weniger komplex in der Gestaltung und nein das ist keine Kritik am Vorlesenden in diesem Fall, dieser versteht es sehr gut mit Stimme und Modulation vorzutragen. Aber das Buch spielt auf so vielen verschiedenen Ebenen, dass es mir teilweise schwer gefallen ist dem Geschehen zu folgen, bei einem Buch blättere ich einfach ein paar Seiten zurück und finde den roten Faden wieder, das ist mir bei Hörbüchern leider nicht so leicht möglich. Und ja dieses Buch war ziemlich komplex und das über viele Stunden und Minuten.

    Mir hat es gefallen, aber sicherlich hätte ich es als Buch noch mehr genießen können...


  22. Cover des Buches Der Tod wirft lange Schatten (ISBN: 9783552056237)
    Veit Heinichen

    Der Tod wirft lange Schatten

     (12)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    Proteo Laurenti ermittelt in zwei politisch brisanten Fällen und lässt sich tief hineinziehen. Er lässt sich mit der Hochfinanz des Balkans und dem Malteserorden ein.

    Proteos vierter Fall. Ich kann mich immer mehr in den Stil hineinversetzten. Kann flüssiger lesen, die Spannung und die Sucht geniessen. Was mich ein bisschen ärgert. Krimi Serien gibt es viele. Viel zu viele. Ich bin mir gewöhnt, dass jeweils die private Geschichte des Ermittlers weitergeht, der Fall jedoch abgeschlossen ist. Bei Veit Heinichen ist das leider nicht der Fall. Immer wieder tauchen bekannte Protagonisten von den vorangehenden Bänden vor. Das zwingt den Leser, die Serie komplett zu lesen. Ich persönlich finde solche Taktiken gegenüber dem Leser unfair.

    Fazit: Ein spannender und süchtig machender Krimi - wenn man sich einsaugen lässt, einfach ein Genuss. 
  23. Cover des Buches Die Ruhe des Stärkeren (ISBN: 9783423212359)
    Veit Heinichen

    Die Ruhe des Stärkeren

     (10)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    Proteo Laurenti wird gefordert. Drogenschmuggel, Finanzgeschäfte und eine EU Sicherheitskonferenz. Alles auf einem Haufen und seine Assistentin, Pina, ist auch noch privat involviert.

    Die Fälle von Veit Heinichen behandeln immer ein heikles, unausgesprochenes Thema. Gut verpackt in einen spannenden Krimi. Diese "Nebenstory" hat es in sich und hat mich sprachlos gemacht.

    Fazit: Einfach gute brisante Krimis - wenn sie an einem anderen Ort handeln würden wären sie einfach perfekt.
  24. Cover des Buches Schuld vergisst nicht (ISBN: 9783492311069)
    Roberta De Falco

    Schuld vergisst nicht

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Commissario Ettore Benussi hat nun endlich seinen Krimi fertiggeschrieben und fiebert einer Veröffentlichung entgegen. Da kommt ihm die Verleihung der Ehrenprofessur an Autor Ivo Radek gerade richtig, um Radeks Agentin von seinem Werk zu überzeugen.
    Doch bevor es dazu kommt, wird Radek in der Universitätsbibliothek niedergeschlagen und schwer verletzt. Ettore wird mit den Ermittlungen betraut. Doch was soll das Motiv sein? Ist es Radeks Herkunft aus Istrien? Ist es die mürrische und selbstherrliche Art eines beinahe 90-Jährigen oder spielen doch familiäre Hintergründe eine Rolle?

    Benussi und sein Team graben in alten Geheimnissen und entdecken Dramatisches.

    Wie schon in den beiden Vorgängerbänden treffen wir auf den Pfarren, der in unermüdlicher Kleinarbeit den Flüchtlingen die an der adriatischen Stadt gestrandet sind, weiter hilft. Wir begegnen Violeta wieder und erstmals Salvatore „Napoli“ Gargiulo leicht versnobten Eltern, die seine Kollegin und Freundin Elettra kennenlernen (wollen).

    Dieser dritte Teil hält auch für Elettra Morin eine Überraschung bereit, deren weitere Auflösung nach einem vierten Fall schreit.

    Dieser Krimi hat mir wieder besser gefallen als Teil zwei. Die Autorin verknüpft geschickt Schickale der Vergangenheit mit aktuellen.

    Gut gefallen hat mir auch die Darstellung des Zustandekommens eines Verlagsvertrages. Benussi geht da (wie die meisten Debütautoren) ziemlich blauäugig an die Sache heran. Sehr elegant und einfühlsam erklärt ihm Radeks Agentin, wie ein Manuskript zum Bestseller wird.


    Triest, die alte Hafenstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie ist Schmelztiegel unterschiedlichster Menschen und Kulturen. Beim Lesen konnte ich das Flair des alten Triests so richtig spüren. 

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