Bücher mit dem Tag "trockener humor"
32 Bücher
- Eckart von Hirschhausen
Die Leber wächst mit ihren Aufgaben
(722)Aktuelle Rezension von: Crazygirl1Das Buch ist absolut nicht witzig! Ganz im Gegenteil, ich habe mich zu Tode gelangweilt. Und informativ war es natürlich auch nicht....
Sorry aber das war so dermaßen schlecht, dass dies das zweite Buch in meinen Leben ist welches ich abgebrochen habe
- John Green
An Abundance of Katherines
(172)Aktuelle Rezension von: AlineCharlyWhen we are talking about girls, Colin has only one type that he likes. Girls named Katherine. But he does not seem to be very successful with that, because each time he’s the one who gets dumped. So far there were 19 girls named Katherine who dumped him. To get over his broken heart he goes on a road trip with his best fried Hassan. Now he’s also on a mission to write a theorem that predicts how likely someone will dump someone. This is supposed to help predict any relationship and finally win him the girl.
As a math geek myself I really liked the idea of a guy trying to find a theorem to predict relationships. Never would I have thought that the guy doing so is this annoying. Colin Singleton must be the most whiny person you can find. He knows that he is annoying and whiny but that does not make it any better. His best friend Hassan was only a small improvement. Supposedly he is the funny guy but most of his jokes were just truly bad. I mean he had his fun moments but there could definitely have been more of them. The plot itself was just plain boring. Nothing really exciting happened and I could not really see the characters evolve in any way. However I did enjoy some of the „useless knowledge“ that Colin provided and I also did like the theorem that he created. The rest was just not for me and so I can’t really recommend this book to anyone who’s looking for an enjoyable YA story.
- Susann Pásztor
Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster
(124)Aktuelle Rezension von: AbnunchaNachdem ein Mensch gestorben ist, wird das Fenster des Sterbezimmers geöffnet oder gekippt. Dieser Brauch entstand aus der Vorstellung, dass die menschliche Seele durch den Mund des Verstorbenen in den Himmel entweicht. Fred Wiener und Karla Jenner-Garcí könnten unterschiedlicher nicht sein, aber eines tragen sie eine Weile zusammen. Karla ist schwer krank und die Frau, die ihr Leben unabhängig und in vollen Zügen genossen hat wird sterben, Fred ein eher unscheinbarer Mann möchte seine neue Berufung in der Begleitung sterbender finden. Nach einem etwas holprigen Anfang finden zunächst Fred und Karla irgendwie zusammen und schließlich auch Freds Sohn Phil. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn plätschert so dahin möchte man sagen, beide essen und schweigen. Karlas Leben war laut und schrill, den tot vor Augen muss sie vom Leben Abschied nehmen, aber Fred hatte sie sich nicht dabei vorgestellt, ein Sterbebegleiter, was genau möchte er begleiten, ist er den schon einmal gestorben? Erst als Phil in Karlas Leben kommt wird die Beziehung schließlich ein wenig wärmer, der eigensinne junge Mann, der sich für Gedichte begeistert schließ Karla in ihr Herz, ohne viele Worte ist er da und archiviert ihre Konzertfotos, archiviert ihr Leben. Wie das Buch endet sagt ja der Titel, aber wie endet es wirklich, Klara stirbt, aber der Leser hat den Eindruck sie stirbt und ist mit sich im Klaren, hat aufgeräumt und ausgemistet, also bis zu Letzt ihr Leben selber gestaltet. Habe alle in diesem Sterbeprozess etwas gelernt, ich denke schon, jeder auf seine Weise. Dieses Buch ist sehr warmherzig geschrieben und zeigt das auch Unterschiede zusammengehören können. Alle müssen wir lernen zu Leben und letztendlich zu sterben und dann ist es gut, wenn jemand da ist und für uns das Fenster öffnet. Vielen Dank.
- Anne Tyler
Die störrische Braut
(77)Aktuelle Rezension von: JulitraumShakespeares Klassikder "Der Widerspenstigen Zähmung" wurde hier auf moderne und lebensnahe Weise sehr unterhaltsam umgesetzt. Am Anfang noch etwas langatmig, nimmt das Buch schnell humoristische Fahrt auf und ich habe es dann an einem Stück ausgelesen. Herzerwärmend, humorvoll und sehr unterhaltsam gestaltet sich die Geschichte.
Kate Battista ist 29 Jahre alt und recht frustiert. Ihre Mutter verlor sie schon früh, kann sich kaum an sie erinnern. Ihr Vater ist ein exentrischer Professor, der eigentlich 7 Tage die Woche arbeitet. Nachdem Kate nach der Schule vom College wegen einer unbedachten Äußerung geflogen ist, kümmert sie sich seitdem rund um die Uhr um die 15 Jahre alte aufmüpfige Schwester, die ganz im Gegensatz zu Kate vom männlichen Geschlecht umschwärmt wird, um Haushalt und Garten und arbeitet nebenbei - und das auch nur durch die Vermittlung ihrer Tante - in einer Kita, wo sie kleine Kinder mehr recht als schlecht und eher genervt als fröhlich beaufsichtigt. Derzeit scheint es auch, als ob dieser Job, der Kate in keinster Weise ausfüllt, begrenzt ist. Denn durch ihre unverblümte und wenig diplomatische Art eckt Kate gerne bei den eher neurotischen Eltern an, zudem ist sie schnell genervt und mag sich den üblichen Konventionen von Smalltalk und Ähnlichem nicht beugen.
Ihr Vater hingegen hat andere Sorgen. Das Visum für seinen hochbegabten ausländischen Assistenten Pjotr läuft in Kürze ab, außer er könnte durch Heirat eine Greencard erhalten und im Land bleiben. Professor Battista ist seit Jahren mit einem Forschungsprojekt betraut, deren Durchbruch noch immer nicht stattfand, er ist sich jedoch sicher, dass ihm dieser mit Pjotr endlich gelingen könnte. Was liegt daher näher, als dass Kate ihm hier aus der Patschef hilft, und Pjotr durch Heirat zu einer Aufenthaltserlaubnis verhilft. Doch als Kate diesem Plan auf die Schliche kommt, sieht diese mehr als rot...
- Sven Regener
Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt
(89)Aktuelle Rezension von: FortiDas Buch über Karl Schmidt, die tragische Nebenfigur in Sven Regeners "Herr Lehmann", die wohl am stärksten in Erinnerung blieb. Es sind fünf Jahre nach "Herr Lehmann", nach dem Mauerfall, nach Karls psychischem Zusammenbruch vergangen. Karl lebt jetzt in Hamburg und hat sich mit seinem Leben zwischen Drogen-WG und Hilfshausmeister- und Hilfstierpflegerjob in einem Kinderheim arrangiert. Aus dieser ruhigen Welt, in der es schon rebellisch ist heimlich einen Eisbecher zu essen und in der ihm niemand allzu viel zutraut, wird er von seinem alten Freunden aus Berliner Zeiten Ferdi und Raimund gerissen, die ihn als Fahrer für eine Tour durch Techno-Clubs engagieren. Karl wird (wieder) zu Charlie und zum Tourmanager. Ohne viel Aufhebens übernimmt die neue Rolle und managet souverän den Kindergarten bestehend aus neun DJs unter Drogeneinfluss und zwei Meerschweinchen, mit dem er quer durch Deutschland unterwegs ist. Statt dass jemand auf ihn, den Verrückten, den Ex-Multitoxer, aufpasst, passt er nun auf andere auf. Erinnerungen an alte Zeiten werden wach und im Hintergrund lauert immer die Angst vor einem Rückfall.
Die Handlung ist überschaubar und ohne große Überraschungen, stattdessen viele absurde Gespräche und Einblicke in Karl Schmidts Gedanken. Das könnte öde sein, ist bei Sven Regener sehr kurzweilig und oft sehr witzig. Dabei trifft er genau das richtige Maß und den richtigen Ton zwischen dem (Wahn-)Witz dieser Tour und den persönlichen, nicht ganz einfachen Befindlichkeiten von Karl Schmidt. - J. Jefferson Farjeon
Geheimnis in Weiß
(92)Aktuelle Rezension von: TripleACharmantes Setting, Spannung, interessante Figuren und ein rätselhafter Mord, der sich erst zum Schluss klärt.
Trotz des überschaubaren Umfangs ist ein sehr unterhaltsamer Krimi gelungen. Das Setting aus den 1920er Jahren schafft eine gewissen Nostalgie. Der Sprachstil ist zwar etwas altmodisch, aber meiner Meinung nach sehr charmant.
Ein echtes Lesevergnügen, wenn’s denn mal kein dicker Schmöker sein soll.Idealerweise zu Weihnachten
- Matthias Ernst
Schwabenmord
(8)Aktuelle Rezension von: Angeliques_Leseecke*Inhalt*
Kriminalkommissarin Inge Vill fängt nach einer Auszeit wieder an zu Arbeit, wenn auch erstmal nur stundenweise. Die Hoffnung auf ihren alten Posten wird gleich am ersten Tag zunichtegemacht. Zwei Fälle beschäftigen das Kommissariat zurzeit, der Mord an dem örtlichen Heilpraktiker und jemand sprengt Radarfallen in die Luft. Da sie in der Wiedereingliederungszeit nur halbe Tage arbeitet, bekommt sie den nicht so spektakulären Fall der Radarfalle aufs Auge gedrückt.
Bei den Dienstbesprechungen werden beide Fälle besprochen und langsam dämmert es Inge, dass die beide irgendwie miteinander verknüpft sind. Kann sie ihre Kollegen von ihrer Intuition überzeugen?
*Meine Meinung*
"Schwabenmord" von Matthias Ernst ist bereits der zweite Band um die Kommissarin Inge Vill. In diesem Band erlebt der Leser, wie Inge langsam aber sicher wieder zurück ins Berufsleben findet.
Der Schreibstil ist spannend und fesselnd, locker und humorvoll. Ich finde es gut, dass man als Leser auch einiges aus dem Privatleben von Inge erfährt.
Die Ermittlungsarbeit wird gut und interessant beschrieben, das Über-die-Schulter-schauen bei Inge bringt richtig Spaß und so erfährt man als Leser auch ziemlich schnell von ihrer Ahnung, dass die beiden Fälle miteinander verknüpft sein könnten.
Mir ist Inge sehr sympathisch und ich bewundere ihre Stärke. Langsam erholt sie sich von dem traumatischen Ereignis und es kehrt Ruhe in ihrem Privatleben ein. Ihre Suche nach einem Therapeuten ist humorvoll und hat mich zum Schmunzeln gebracht, auch wenn es eine wirklich ernste Sache ist. Ich kann davon auch ein Lied singen, sie ist mühsam und nicht immer von Erfolg gekrönt.
*Fazit*
Diesen spannenden Krimi kann ich jedem empfehlen, der klassische Krimi mag, die Überraschungen beinhalten. Von mir gibt es 4 Sterne und die Empfehlung erst den ersten Teil "Die Spur des Jägers" zu lesen. - Sven Stricker
Sörensen hat Angst
(63)Aktuelle Rezension von: Sebastian1Vielen Dank Herr Stricker für dieses wunderbare Buch.
Es zeigt mir wieder mal, dass man über sich hinauswachsen kann und alles schaffen kann.
Der Sörensen (den Vornamen erfährt man ja leider nicht ;-) ist ein äußerst sympathischer Typ. Voller Probleme und mit einer Angststörung im Gepäck. Und trotz aller Probleme schafft er es, die äußerst unschönen Verbrechen in Katenbüll aufzuklären.
Ich selber habe auch mit einer Angststörung zu kämpfen gehabt. Nun habe ich sie größtenteils überwunden und bin an dem Punkt an dem es mir schon ziemlich gut geht und es immer besser wird.
Leute, lest dieses Buch, denn dadurch erfahrt ihr, wie unheimlich schwer es ist so etwas zu durchleben. Wie schwer es ist morgens aufzustehen, obwohl man in der Nacht kein Auge zugetan hat. In meinem Fall kam starke Appetitlosigkeit hinzu, so dass ich in den schlimmsten Zeiten körperlich und geistig an der Grenze zur Ohnmacht gewesen bin. Aber ich habe gekämpft, immer weiter und weiter, jeden kleinen Sieg ausgekostet als wäre es der edelste Wein der Welt.
Man darf niemals aufgeben, denn irgendwann wird es besser, irgendwann findet man eine Möglichkeit, sei es durch eigene Hand oder durch die Hilfe anderer.
Nochmals danke für dieses wunderbare Buch, welches zusätzlich noch einen tollen Humor hat und eine absolut spannende und schockierende Geschichte bietet. Besser geht es eigentlich nicht.
- Belinda Bauer
Der Beschützer
(27)Aktuelle Rezension von: NiWaEs ist tiefer Winter im englischen Shipcott, als eine alte, wehrlose Frau ermordet wird. Während Beamte aus London die Ermittlungen aufnehmen, erreichen Dorfpolizist Jonas bedrohliche Botschaften. Ihm wird vorgeworfen, seiner Pflicht nicht nachzukommen. Können diese Nachrichten vom Mörder sein?
Bei „Der Beschützer“ handelt es sich um einen leisen Spannungsroman, der meiner Meinung hart an der Grenze zum Psychothriller schabt.
Shipcott ist ein kleiner Ort beziehungsweise schon eher ein richtiges Kaff. Jeder kennt jeden, die Menschen gehen ihren täglichen Gewohnheiten nach, und beschützt wird dieser rustikale Landstrich vom eigenen Dorfpolizisten: Jonas Holly.
Jonas Holly mag seinen Job und geht mit Enthusiasmus seinen Aufgaben nach. Er zeigt Präsenz, macht das Beste aus der Situation, und weiß als Einheimischer, wie die Bewohner zu nehmen sind. Privat kümmert er sich um seine schwerkranke Frau. Die Sorge um sie bringt ihn an den Rand der Verzweiflung, weil er nicht weiß, wie ihr zu helfen ist.
Zu allem Überfluss geht ein Mörder in Shipcott um. Zuerst tötet er eine alte, wehrlose Frau. Und der Killer hat weitere Opfer ausgewählt.
Beschrieben wird dieser Thriller anhand mehrerer Perspektiven. An erster Stelle ist Jonas zu nennen. Durch ihn lernt man Shipcott, die Bewohner und natürlich seine private Situation kennen. Die Abschnitte mit ihm geben ein Gefühl für den Ort, lassen seine Sorgen lebendig werden und rücken die Ermittler aus London ins rechte Licht.
Die Beamten aus der Stadt sind von der Winteridylle des Örtchens gar nicht angetan. Sie tappen im Dunkeln, werden langsam eingeschneit, und trotz aller Bemühungen haben sie nicht den Hauch einer Ahnung, wer der Mörder ist. Angeführt von einem böswilligen und rechthaberischen Polizeibeamten namens Marvel, ergeben die städtischen Ermittler ein grobschlächtiges Bild, das bei der hiesigen Bevölkerung wenig Sympathie findet.
Wenn man kurz über die Handlung fliegt, dann ist sie nicht neu. Allerdings wird sie von Belinda Bauer fesselnd und originell erzählt.
Bezeichnend für die Ereignisse sind der Winter, das Kaff mit Jonas Holly und die Opfer. Sämtliche Opfer sind schutzbedürftig und allein nicht lebensfähig. Diese Tatsache stachelt das Entsetzen der Bevölkerung richtig an. Dazu kommt die Vermutung, dass es jemand von ihnen sein muss, weil ein Außenstehender die Umstände der Ermordeten nicht gut genug kennt.
So geht Jonas Holly die Ermittlungen an, obwohl er von den Kollegen aus der Stadt zur Türwache degradiert ist. Er sieht nicht tatenlos zu, wie ein Mörder Unheil über seinen Ort bringt!
An und für sich ist die Handlung ruhig erzählt. Nachdem man Hollys Lebensumstände und den aggressiven Führungsstil Marvels kennenlernt, plätschert das Geschehen vor sich hin. Abwechselnd rücken unterschiedliche Verdächtige in den Fokus, alte Fehden wärmen sich auf, aktuelle Brandherde kühlen ab, und mittendrin stapft man mit Holly munter durch den kräfteraubenden Schnee, weil man denkt, dass man dem Killer auf der Fährte ist.
Stimmungsvoll und im dörflichen Ambiente, geht Belinda Bauer den üblichen Krimi-Weg, nur um den Leser mit einer gnadenlosen Wendung zu konfrontieren. Während ich dieses Buch bis zur Hälfte als durchschnittlichen Krimi betrachtet habe, nimmt er ab dann überragend spannende Züge an, und überrascht mit einem unerwarteten Ende, das mich durchwegs für sich eingenommen hat.
„Der Beschützer“ ist ein leiser Thriller, der bis zur Mitte jedem Regional-Krimi die Ehre macht, ab dann auf Psychothriller-Niveau agiert, und durch den ausgefallenen Abschluss zum beachtlichen Lesevergnügen wird. - Daniel Depp
Nächte in Babylon
(8)Aktuelle Rezension von: RichardTrainhier Zeigt Spandau wieder Gefühle, sogar naiv und Blind stampft er in die Gefahr, er bleibt sich treu aber dennoch sieht er das Risiko nicht mehr so klar kommen wie im ersten band. ihr sind zwar auch wieder Gangster dabei doch nehmen sie nicht mehr soviel raum ein wie in dem vorlänger und im nächsten band.. mag zwar schade sein, doch auf die Spannung nimmt es kein Einfluss. schön erzählt von Depp... - Claus Vaske
Gustaf. Alter Schwede
(45)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerWürde Gustaf noch leben, wäre er inzwischen weit über 400 Jahre alt. Doch Gustaf ist ein Geist, und als solcher spukt er in seinem alten Heim, aus dem er sich partout nicht vertreiben lassen will. Vielmehr treibt er sich des nächtens durchs Haus, schaut fern oder treibt Unfug. Das bekommen auch die neuen Besitzer schnell zu spüren, denn beim Kauf des Hauses war von dem schwedischen Untermieter natürlich nicht die Rede. Doch obwohl es schwerfällt Gustaf ins Herz zu schließen, so ist er doch maßgeblich dafür verantwortlich, dass bei Familie Baumann positive Veränderungen eintreten.
Man kann es nicht anders sagen, Gustaf ist ein wahrlich anstrengender Zeitgenosse, dabei weilt er schon seit einer ganzen Weile nicht mehr unter den Lebenden. Was ihn jedoch nicht davon abhält die Nervenkostüme aller Beteiligten aufs Äußerste zu strapazieren. Sowohl Protagonisten wie auch Leser müssen sich auf einen Trunkenbold und wahrhaftigen Schwerenöter gefasst machen, der das Wort Privatsphäre vermutlich noch nie gehört hat, und selbst wenn, sich von solchen Nichtigkeiten nicht von seinem Vorhaben abbringen lässt. Trotz all dieser eigentlich negativen Eigenschaften kann man nicht anders, in gewisser Weise bringt man Gustaf Sympathien entgegen und kann auch sein Handeln nachvollziehen. Es lohnt sich definitiv einmal hinter die Fassade zu schauen, denn auch ein Geist verbirgt Dinge in seinem Inneren, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind.
Tiefgründige und hochtrabende Literatur darf man nicht erwarten, aber durchaus gute und humorvolle Unterhaltung, denn mit (anzüglichen) Witzen wird nicht gegeizt. Hin und wieder besteht die Gefahr ins Lächerliche abzudriften, zumeist kann die Waage jedoch gehalten werden, zeitweise entsteht sogar ein kleiner Spannungsbogen. In weiten Teilen mag die Geschichte vorhersehbar erscheinen, einige Überraschungsmomente kann der Autor dann aber doch noch anbringen, ebenso wie unfassbar komische Elemente, obwohl man dachte in diesem Bereich bereits ausgelastet zu sein.
Im Großen und Ganzen kann man für einige Stunden abschalten und dem Alltag entfliehen, man muss sich nur auf das Experiment einlassen und immer im Hinterkopf behalten, dass man eine fiktive Geschichte vor sich hat, die nur eins will: gute Laune verbreiten. - Nina Stibbe
Ein Mann fürs Haus
(36)Aktuelle Rezension von: NympheInhalt:
Lizzie Vogel lebt mit ihrer wohlhabenden Familie im London der 70er Jahre, inklusive Fahrer, Kindermädchen und Hausmädchen. Doch plötzlich ändert sich ihr ganzes Leben dramatisch. Die Eltern lassen sich scheiden (weil der Vater eine Affäre mit einem Mann hatte), der Vater verpflanzt seine abgelegte Familie in ein Dorf weit ab vom Schuss und die Mutter versinkt in Depression und Medikamentensucht. Doch Lizzie und ihre Schwester haben einen Plan: Ein neuer Mann muss her um das Ruder zu übernehmen. Doch so einfach ist das nicht: Die Dorfbewohner hassen die reichen Neuankömmlinge (die aber gar nicht mehr so reich sind) und finden allgemein einen Haushalt ohne Mann suspekt. Die Kinder werden in der Schule gehänselt, weil ihre Mutter sich nicht um den Haushalt kümmert und es sind wenig gute Heiratskandidaten in Aussicht. Doch die beiden Schwestern geben nicht auf und schreiben fleißig Männer von ihrer „Liste“ an, damit ihre Mutter wieder ins Leben zurück findet.
Meinung:
Ich muss zugeben, dass mir das Lesen oft schwer viel. Wie ein Vögelchen flattert Lizzie (als Ich-Erzählerin) von Thema zu Thema und versinkt oft in der Beschreibung absoluter Nichtigkeiten. Die Dramatik der Entwicklung (gesellschaftlicher Abstieg, Medikamentensucht, Abtreibungen und Finanzprobleme) wird unter lustigen Geschichten und heiteren Episoden versteckt. Das ist natürlich ein interessantes Stilmittel, aber ich hatte ständig das Gefühl, dass die Geschichte einfach nicht vorankommt.
Allerdings sind die Personen sehr gut gezeichnet. Die Mutter, die als Tochter eines reichen Hauses noch nicht viel Schlimmes in ihrem Leben sehen musste, fällt in ein sehr tiefes Loch, aus dem sie sich Mühsam selbst und mit Hilfe ihrer Kinder wieder hocharbeitet. Ich habe sehr mit ihr gelitten. Die Kinder, die unter Aufbringung ihrer ganzen Kraft und kindlichen Phantasie versuchen ihrer Mutter zu helfen. Die Dorfbewohner, die in ihren Vorurteilen feststecken. All das fand ich glaubwürdig gestaltet.
Fazit:
Alles in allem ist es ein starkes Buch mit einer guten Aussage: Kämpfe für dein Leben und deine Träume. Mich stören nur ein paar textliche Längen in der Mitte, die aber durch das tolle Ende absolut ausgeglichen werden. - Robyn Peterman
BY Peterman, Robyn ( Author ) [ FASHIONABLY DEAD: BOOK ONE OF THE HOT DAMNED SERIES ] Feb-2014 [ Paperback ]
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Torsten Sträter
Schnee, der auf Ceran fällt
(21)Aktuelle Rezension von: pardenWORTSPIELE UND CHAOS...
Guten Tag, Sträter hier. Mein drittes Programm. Titel: SCHNEE, DER AUF CERAN FÄLLT . Und das gibt es jetzt auch als Hörbuch. Worum geht’s? Nun ja. Ich bringe ganz ganz frische Geschichten mit, nichts, was Sie vorab schon aus dem TV kennen, und zwischendurch erzähle ich Ihnen, was sonst noch war. Eine Führung durch die ganze Welt der Idiotie, die Einsicht, dass nichts menschlicher ist als das Missgeschick, seltsame Berichte vom Rand der schiefen Ebene, dann ergänze ich den Abend noch mit Schilderungen, die ich mir auf gar keinen Fall verkneifen kann, mache den Sack zum Ende hin mit einer sehr guten Geschichte zu, und wenn Sie dann noch können, hagelt’s Zugaben. Ein seriöses Konzept. Und ich gelobe, es sehr lustig zu gestalten. Und mich so gut zu amüsieren wie Sie. Klingt erstmal ein bisschen krude. Wird aber verhältnismäßig überwältigend. Beste Grüße, Torsten Sträter (Verlagsbeschreibung)
Torsten Sträter ist mir schon länger ein Begriff, ein ganzes Bühnenprogramm habe ich von ihm jedoch noch nie gesehen. Irgendwann begegnete mir die Sendung LOL (Last One Laughing), und da wurde ich wirklich aufmerksam auf den deutschen Komiker und Kabarettisten. Sehr trocken und immer für einen Wortwitz gut, also genau mein Geschmack. Bei diesem Live-Mitschnitt seines Bühnenprogramms (2 Stunden und 28 Minuten) wurde ich deshalb neugierig.
Es war zu merken, dass Torsten Sträter selbst viel Spaß an seinem Programm hatte, ebenso wie das Publikum. Beim Hören fehlen natürlich Gesichtsausdrücke und Gesten, aber die Lacher der Zuschauer kommen trotzdem an. Ich hatte den Eindruck, dass es zwar irgendwie einen roten Faden gab, an dem sich der Comedien orientierte, dass er ansonsten aber auch spontanen Einfällen folgte und dadurch zuweilen vom Höcksken aufs Stöksken kam. ADHS-Gewitter im Kopf oder so, jedenfalls war es so manchesmal erstaunlich, dass Torsten Sträter irgendwann tatsächlich wieder auf den ursprünglichen Gedankengang zurückkam. Den hatte ich zwischenzeitlich nämlich schon wieder vergessen.
Die Wortspiele haben mir wie erwartet gut gefallen, der trockene Humor ebenso, und daher war dies für mich ein sehr kurzweiliges Hörvergnügen. Chaos aber lustig, lautet denn auch mein Fazit. Gerne mehr davon!
© Parden
- Katie MacAlister
Vampire sind zum Küssen da
(275)Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooksPortia macht mit ihrer Freundin eine Reise durch Schottland, wo sie ein altes Hexenritual auf einem alten Hexenring rezitieren. Jedoch hat Portia nie gedacht, dass dabei wirklich etwas passieren könnte. Denn ein magisches Wesen erscheint und verleiht ihr eine Gabe, womit sie das Wetter kontrollieren kann. Und dann entführt sie auf noch einen gutaussehenden Mann und alles geht jetzt erst richtig los. Portia ist nämlich die einzige Person, die Theo retten kann…
Ich bin ja ein total großer Fan von Vampir Geschichten, weshalb auch diese Buchreihe nun einen Platz in meinem Regal gefunden hat. Ich war so neugierig und gespannt auf diese Reihe, weshalb ich mir den fünften Band einfach so rausgeschnappt habe und einfach begonnen habe. Hierbei muss ich sagen, dass man die Bücher unabhängig voneinander lesen kann und man sie dementsprechend nicht in der richtigen Reihenfolge lesen muss, es hat nichts gefehlt!
Der Einstieg in das Buch ist mir total leicht gefallen und man kommt richtig gut in die Handlung rein. Bereits auf den ersten Seiten ist es witzig und lustig aufgebaut, weshalb ich zwischendurch oftmals auflachen musste. Portia und ihre Freundin Sarah denken so unterschiedlich, was die Magie und die Welt darum angeht, sodass sie öfters mal witzige Diskussionen haben, die einen nur zum Lachen bringen können. Das ist für mich schon mal ein sehr großer Pluspunkt, ich habe es geliebt!
Portia war mir total sympathisch und ich mochte sie bereits von Anfang an richtig gerne und habe sie direkt ins Herz geschlossen. Manchmal ist sie jedoch recht stur, aber das hat mich nicht gestört und auch der Geschichte keinen Abbruch getan. Außerdem finde ich die Entwicklung von Portia wahnsinnig spannend, denn sie als Physikerin glaubt nicht an all diese Dinge. Und das sie dann nach und nach diese Dinge für sich entdeckt und merkt, dass sie doch existieren, fand ich richtig cool.
Natürlich haben auch die anderen Charaktere eine tolle Aufgabe in dem Buch gehabt. Sarah war ebenfalls total cool und ich habe es geliebt, dass sie so eine offene und herzliche Person ist, ich habe sie auch gleich in mein Herz geschlossen. Auch Theo mochte ich richtig gerne. Natürlich muss man erst einmal eine Verbindung zu ihm aufbauen, aber wenn man das geschafft hat, kann man ihn, seine Handlungen und natürlich auch seine Gefühle und Gedanken nachvollziehen.
Der Schreibstil von Katie MacAllister war für mich neu, da ich noch gar kein Buch von ihr gelesen hatte, jedoch konnte sie mich mit diesem Buch komplett überzeugen. Sie hat einen flüssigen, leichten, fesselnden und spannenden Schreibstil, der dafür sorgt, dass man das Buch einfach verschlingen muss. Das Buch ließ sich total angenehm und flüssig lesen und auch der Lesefluss wurde hierbei in keiner Weise gestört.
,,Vampire sind zum Küssen da‘‘ war mein erstes und definitiv nicht das letzte Buch der Autorin und ich bin sehr neugierig darauf, was sie sich in den anderen Bänden ausgedacht hat, denn ich glaube, dass es auch dort ziemlich coole Geschichten gibt, die man entdecken kann. Das Buch ist spannend von Anfang an bis zum Ende hin und man möchte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung für das Buch, ich fand es unglaublich toll.
- Dieter Nuhr
Nuhr die Ruhe
(6)Aktuelle Rezension von: Buecherwurm1973Für mich das Beste Programm bisher von Dieter Nuhr. - Maren Uthaug
Und so kam es
(4)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerUnd so kam es hat mich besonders mit seiner Thematik gelockt: Eine Samin, die aus der Reihe tanzt, weil sie einen von den Samen verachteten Norweger heiratet. Und ein Mädchen, das mit diesem Konflikt ringen muss. Das Buch hat viel Magisches. Es hat mich in eine Welt entführt, die zu dem herannahenden Winter passt.
Zum Inhalt: Risten lebt gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn in Kopenhagen, sie steht kurz vor ihrer ersten Reise zurück nach Norwegen, wo sie endlich ihre Mutter Rhitta wiedersehen wird – die alte Frau, die dicke Scheiben Käse in ihren Kaffee tunkt, den sie literweise trinkt. Und die Risten so sehr an ihre Großmutter erinnert, eine alte Samin, die sie vor den gefährlichen Wesen der Unterwelt gewarnt hat, die ihre Enkelin ihr ganzes Leben lang verfolgen werden. Von ihrer Mutter will die Tochter nun wissen, was damals geschehen ist, als ihr Vater mit ihr abgehauen ist, in ein neues Land, zu einer neuen Frau, in ein neues Leben. Warum hat sie sie einfach gehen lassen?
(Quelle: Random House Bloggerportal)
Meine Meinung: Ich bin sehr froh darüber, dieses Buch gelesen zu haben. Nicht nur habe ich viele Erkenntnisse über ein Volk gewonnen, dass vielen gar nicht bekannt ist, sondern merke ich auch, dass ich immer noch über die Geschichte nachdenke. Und das heißt für mich, dass mich die Geschichte entweder bereichert oder erschrocken hat. Ich denke, dass eher ersteres der Fall ist, auch wenn ich stellenweise schon schockiert war. Uthaug erzählt ohne Scham. Es werden auch Themen angesprochen, mit denen eigentlich nicht so offen umgegangen wird. Auch die Figuren zeugen von Besonderheit. Jede Figur ist speziell und hat gute sowie schlechte Seiten – was sie sehr authentisch erscheinen lässt. Während mir zwischendurch kurz etwas langweilig wurde, kam gegen Ende der große Gau. Die letzten 50 Seiten sind spannend und unerwartet. Sie stellen die ganze Geschichte auf den Kopf und lassen uns das Gelesene wieder reflektieren.
20. Satz: Er wollte Silvester so feiern, wie er es von zu Hause in Oslo kannte.
Kurz und knapp:
#Familiensaga #Skandinavien #Samen #Lebensgeschichte
Für 9,99 Euro beim btb-Verlag erhältich.
- Raymond Chandler
Playback
(37)Aktuelle Rezension von: Holden"Die harte Schule des amerikanischen Kriminalromans" und Philip Marlowes letzter Fall, und wenn das hier wirklich der schlechteste sein soll, dann immer her mit den anderen bitte: Knallhart Marlowe wird vom Anwaltsbüro Clint Unmey beauftragt, eine bestimmte Dame zu beschatten und ihren Aufenthaltsort zu dokumentieren. Wer hinter Umney steht, möchte dieser nicht verraten, jemand aus Washington D.C. auf jeden Fall. Marlowe folgt der Dame per Zug und Taxi, und alles wird immer mysteriöser, die Dame wird wegen ihrer Vergangenheit erpreßt, sie wechselt den Namen, und Marlowe besteht darauf, daß diese ihm die Wahrheit sagt. Alles schön oldschool geschrieben, die badass Ermittler damals, die den Kriminalroman voran gebracht haben. Und mit den coolen trockenen Sprüchen, die für humorvolle Abwechslung sorgen.
das vergnügen, dekadent zu sein. von der kunst, in england zu leben. aus dem englischen von dr. klaus machold
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenGoerge Mikes ist England-Zugereister ungarischer Herkunft und beschreibt das den Übrigen-Länder-Angehörigen seine neue Wahlheimat. MAn befindet sich Ende der 70er Jahre in einer veritablen Wirtschaftskrise, das pound sterling liegt am Boden, aber gleiehwohl bseteht kein Grund zur Panik, oder eben the british way. Man beschwert sich nie (NIEMALS!), steht brav Schlange an, wer das nicht tut, muß Ausländer sein, und Homosexuelle haben bekanntermaßen keinen Humor. Mit letztgenannter Aussage würde der Autor heutzutage einen ziemlichen Shitstorm auslösen, aber nichts anmerken lassen (wieder very british). Mir fehlen noch die Teppichböden in den englischen Bädern, darüber kann man sich auch trefflich amüsieren. Ein schönes Portrait des "typisch" Englischen, dazu empfehle ich die Fotos von Martin Parr (RIP).
- Mario Lars
Nullen und Einsen
(4)Aktuelle Rezension von: LovelyBastiSpaßig, analog intelligente Cartoons von Mario Lars, der mir schon mit seinen herrlichen Ostsee-Cartoons den Urlaub nach Hause gebracht hat.
Wer im Supermarkt noch immer lieber einen Bogen um die Selbstscannerkasse macht, mit seinen Smart-Phone-Apps und den integrierten KI-Funktionen zahlreicher PC-Programme eigentlich doch nicht wirklich klarkommt und sich insgeheim ein Stück mehr bekannte Menschlichkeit der guten alten Zeit zurückwünscht – für den ist dieses hochwertige Humor-Buch »Nullen und Einsen. Cartoons vom digitalen Wahnsinn« vom Eulenspiegel Verlag der ultimative Volltreffer! - Schmunzeln oder auch brüllend Lachen über 80 kleinen Meisterwerken der Karikatur macht locker und trainiert nebenbei wohltuend sogar die Buchmuskulatur! Ob aus gewisser voyeuristischer Schadenfreude oder der erleichternden Erkenntnis: Du bist nicht allein. - Andere stellen sich noch viel blöder an, ist das Buch das das ideale Geschenk für Jedermann. Ob privat oder beruflich, Digitalisierung betrifft uns alle. Ein ideales Geschenkbuch und eine kleine Entspannungspause für geplagte Büroangestellte, unverstandene IT-Ler im First-Level-Support, den Boomer-Chef, ...
- Andreas Pittler
Die Spur der Ikonen
(3)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisKlappentext:
Zwischen den Wiener Bezirken Margareten und Wieden verläuft die Wiener Mauer, ein von der Staatspartei der ÖDR errichteter "Antifaschistischer Schutzwall" nach Vorbild der Berliner Mauer. An ihm werden zwei Schmuggler vom Grenzschutz gestellt. Hauptwachtmeister Peter Landsrait beginnt mit der Aufklärung des Falls. Die politische Großwetterlage erweist sich dabei als ebenso hinderlich wie die Interventionen der allmächtigen Staatspartei.
Meine Meinung:
Historiker und Autor geschichtsträchtiger Bücher Andreas Pittler zeigt wieder einmal sein Können. Doch diesmal, darf es ein Krimi mit viel schwarzem Humor sein. Die Krimihandlung ist nicht das Kernstück dieses Buches.
Nein, vielmehr ist es eine Art Dystopie, die allerdings entgegen der Definition (negativer Ausgang, Zukunft) eine Rückschau und einen guten Ausgang anbietet. Oder ist es vielleicht ein Albtraum, aus dem wir erwacht sind?
Nein, ist es auch nicht. Dazu ist der Krimi mit viel zu viel Ironie und Wortwitz gespickt. Ich habe mich amüsiert und musste dennoch die eine oder andere Passage ernsthaft nachdenken. Ich bin für den Begriff „Persiflage“, der – aus der sicheren Entfernung der Jahre – die ehemalige DDR und ihre Schranzen aufs Korn nimmt. Einiges wird ins Wienerische übertragen und ist lange nicht so gefährlich wie damals in der Wirklichkeit. Wir in Wien leben ja nach dem Motto „ein bisserl was geht immer“.
Aber, bitte lest selbst! - Eckart von Hirschhausen
Die bessere Hälfte
(15)Aktuelle Rezension von: was_mit_buechernIch bin ein riesiger Hirschhausen-Fan und lese deshalb grundsätzlich jedes Buch von ihm – auch die, die nicht mich als primäre Zielgruppe ansprechen. Es geht nämlich um das Älter werden und das Leben in der zweiten Hälfte, sagen wir so ab 50.
Schreibstil: Der Stil dieses Buches ist ganz besonders hervorzuheben, denn es ist nicht im normalen, bekannten Fließtext geschrieben. Das Buch ist vielmehr ein Gespräch zwischen zwei Ärzten, nein sagen wir zwischen zwei Freunden, die sich einfach über den Sinn des Lebens unterhalten. Der eine ist kursiv gedruckt, der andere nicht, so dass man nicht durcheinanderkommt. So ist jedes Kapitel, als würde man zwei Ärzte bei (ehrlichen) Gespräch belauschen – einfach großartig!
Meinung: Ich finde das Thema für jeden spannend, egal ob man in der zweiten Hälfte des Lebens steckt, kurz davor ist oder noch weit entfernt. Es trifft ja doch jeden von uns – umso besser, wenn man sich auf etwas Gutes freuen kann! Hirschhausen und Esch beschreiben die verschiedenen Bereiche des Lebens und Älterwerdens: sein schlechter Ruf, das Auf und Ab im Laufe des Lebensalters, Glück und Zufriedenheit, daneben aber auch Stress, Depressionen und Schmerzen, Selbstheilung und seine Wirkung und schließlich das Ankommen bei der inneren Zufriedenheit. Es ist so spannend das Leben mal auf eine ganz andere Weise zu betrachten und (obwohl das Alter natürlich meist mit körperlichen Gebrechen und Krankheiten verbunden wird) scheint es daneben noch etwas zu geben, das diese Dinge vielleicht sogar aufwiege kann?!
Fazit: Wieder einmal ein gelungenes Buch von Hirschhausen, diesmal gemeinsam mit Freund Tobias Esch. Die beiden sind sympathisch, halten quasi mit dem Leser ein kleines Pläuschchen und erzählen, wie es sonst kein Arzt tut. Unbedingt lesenswert – für jeden von uns!













![BY Peterman, Robyn ( Author ) [ FASHIONABLY DEAD: BOOK ONE OF THE HOT DAMNED SERIES ] Feb-2014 [ Paperback ] Cover des Buches BY Peterman, Robyn ( Author ) [ FASHIONABLY DEAD: BOOK ONE OF THE HOT DAMNED SERIES ] Feb-2014 [ Paperback ] (ISBN: B00Q4CIK50)](https://images.lovelybooks.de/img/90x/lb-cover/B00Q4CIK50_1454435313039_xxl.jpg)









