Bücher mit dem Tag "true crime"

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180 Bücher

  1. Cover des Buches Auris (ISBN: 9783426307182)
    Vincent Kliesch

    Auris

    (802)
    Aktuelle Rezension von: Thess12345

    Inhalt:

    In Auris begleitet man die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge, die sich auf Fälle spezialisiert hat, bei denen es um mögliche Justizirrtümer geht. Als sie auf den Fall des verurteilten Phonetikers Matthias Hegel stößt, wird sie sofort misstrauisch.

    Hegel, der aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten selbst kleinste Nuancen in Stimmen und Geräuschen analysieren kann, sitzt wegen Mordes im Gefängnis, obwohl vieles darauf hindeutet, dass mehr hinter dem Fall steckt.

    Während Jula beginnt, tiefer zu recherchieren, gerät sie immer weiter in ein Netz aus Geheimnissen, Gefahren und Ungereimtheiten. Dabei wird schnell klar, dass dieser Fall weit größer ist, als er zunächst scheint.

    Eigene Meinung:

    Die Grundidee des Buches hat mich sofort begeistert. Das Thema rund um forensische Phonetik ist unglaublich spannend und für mich etwas Neues gewesen. Ich fand es faszinierend, was man allein durch Stimmen, Sprachmuster oder Hintergrundgeräusche alles herausfinden kann. Genau dieser Aspekt hebt das Buch für mich von vielen anderen Thrillern ab.

    Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass dieser Bereich noch etwas stärker im Fokus steht. Die Ansätze waren sehr interessant, aber an manchen Stellen hätte ich gerne noch mehr Einblicke in diese besondere Fähigkeit bekommen.

    Der Fall selbst war durchgehend spannend aufgebaut und hat mich zum Miträtseln eingeladen. Ich wollte unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt und habe das Buch wirklich schnell durchgelesen.

    Jula fand ich als Protagonistin sehr gelungen. Sie ist sympathisch, mutig und bringt durch ihre Vergangenheit eine emotionale Tiefe mit. Ihr Weg zur True-Crime-Podcasterin und ihre Motivation fand ich nachvollziehbar. Besonders spannend fand ich, wie ihr persönliches Schicksal immer wieder mitschwingt.

    Auch die Dynamik zwischen ihr und Matthias Hegel hat mir gut gefallen. Hegel bleibt lange rätselhaft und sorgt dafür, dass man sich ständig fragt, was wirklich hinter ihm steckt.

    Der Schreibstil ist angenehm flüssig, die Kapitel sind kurz gehalten und sorgen dafür, dass man immer weiterlesen möchte. Gerade die vielen kleinen Cliffhanger am Kapitelende tragen dazu bei, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

    Das Ende hat viele Fragen offen gelassen und sorgt definitiv dafür, dass man direkt zum nächsten Band greifen möchte.

    Fazit:

    Ein spannender Thriller mit einer außergewöhnlichen und sehr interessanten Thematik, die definitiv im Gedächtnis bleibt. Auch wenn mir stellenweise noch das gewisse Etwas und etwas mehr Tiefe im Bereich der Phonetik gefehlt haben, konnte mich die Geschichte gut unterhalten. Das offene Ende sorgt für große Neugier auf die Fortsetzung.

  2. Cover des Buches Verbrechen (ISBN: 9783492053624)
    Ferdinand von Schirach

    Verbrechen

    (775)
    Aktuelle Rezension von: Glenn_Harrow

    Schirach braucht keine Spannung im herkömmlichen Sinne. Er braucht nur einen Fall und die Stille danach. „Verbrechen" ist kein Thriller – es ist ein Buch über die erschreckende Normalität des Außergewöhnlichen. Jede Geschichte endet dort, wo die meisten Autoren erst anfangen würden. Das ist seine Stärke.

  3. Cover des Buches EVIL (ISBN: 9783453677005)
    Jack Ketchum

    EVIL

    (930)
    Aktuelle Rezension von: Leseknopf

    Ich musste das Buch mehrmals weglegen, weil ich das Geschehen so unangenehm empfand. Unfassbar zu was Menschen in der Lage sind, vorallem warum muss man Kinder in sowas mitreinziehen? Was sind das für Kinder, denen sowas auch noch Spass macht? Das schlimmste für mich war, zu wissen das die Geschichte auf einer wahren Begebenheiten beruht.  Ich fand das Buch schonungslos und sehr brutal. Nichts für schwache Nerven. 

  4. Cover des Buches Good Girl, Bad Blood (ISBN: 9783846602461)
    Holly Jackson

    Good Girl, Bad Blood

    (305)
    Aktuelle Rezension von: JuliaJK82

    A Good Girls Guide To Murder ist der neue True Crime Podcast von Pip, der für den Leser zu Beginn eine gute Zusammenfassung von Band 1 bietet. Aufgrund ihres Erfolgs sowie des Podcasts wird Pip von einem Freund gebeten, ihm bei einem aktuellen Vermisstenfall zu helfen. Pip hatte eigentlich geschworen, sich und ihre Familie nie wieder in Gefahr zu begeben, aber da die Polizei keine Hilfe ist, beginnt sie erneut eine Dokumentations- und Ermittlungsreihe.

    Der Roman wird zwischenzeitlich wieder von Ausschnitten wie Zeitungsartikeln oder Recordingaufnahmen/Interviews unterbrochen, was viel Abwechslung bietet und sich super schnell weglesen lässt.

    Wie schon im Auftaktband gefiel mir, dass es wieder um aktuelle Probleme wie Gefahren im Netz geht, was den Thriller sehr modern und zeitgemäß macht.

    Band 2 ist eine gute Kombination aus Miträtseln, Momenten zum Schmunzeln, Nervenkitzel und Emotionen. Vor allem bietet Good Girl, Bad Blood in meinen Augen ein sehr starkes Ende und ist noch intensiver als Band 1 schon!

  5. Cover des Buches Witches, Bitches, It-Girls (ISBN: 9783499011160)
    Rebekka Endler

    Witches, Bitches, It-Girls

    (47)
    Aktuelle Rezension von: SternchenBlau

    Dieses Buch hatte ich vorbestellt und nun doch etwas gebraucht, um es zu lesen. Ich glaube, ich hatte Angst, dass ich bei der Lektüre so wütend werden würde über die Sachen, die Endler hier erzählt. Und ja, ich wurde wütend, aber gleichzeitig unterhält Endlers pointierter Humor hervorragend. Und: Bei der Lektüre fühlt ihr euch als Feminist*innen und als Menschen, die sich nach Gerechtigkeit sehnen, nicht alleine. Und das tut soooo gut.

    Wie schon Endlers erstes Buch „Das Patriarchat der Dinge“ liefert sie wieder unzählige, grandios recherchierte und dargestellte Fakten. Wie wurden und werden Frauen und queere Menschen dargestellt, vorgeführt, sexualisiert, herabgewürdigt, etc.. Kanonisierung bzw. fehlende Kanonisierung ist oftmals das Mittel der Wahl. Die Wrestlerin Chyna zeigt auf ganz tragische Weise und dennoch idealtypisch, wie Frauen Geld und Ruhm verwehrt werden. Bigott und letztlich perfide wurden bei Chyna unterschiedliche Maßstäbe an Männer und FLINTAs angewendet. Gleichzeitig führte die Nichterfüllung vermeintlicher Geschlechternormen zu gesellschaftlicher Stigmatisierung führen.

    Dazu denkt Endler Feminismus immer intersektional, das beginnt schon beim Vorwort, das einen Publikumskommentar bei einer Lesung zu der angeblichen Verdrängung von Frauen durch trans Frauen zum Einstieg nimmt. In „Witches, Bitches, It-Girls“ erzählt Endler noch häufiger von ihren persönlichen Erfahrungen, entweder in kleinen Episoden oder ihrer klareren Haltung. Dabei gelingt ihr die Kunst, von ihrem persönlichen Erfahrungen auf die allgemein gültige Ebene zu verweisen und umgekehrt. Ihr beißender und doch leichter, beschwingter Humor ließ mich immer wieder laut auflachen. So lassen sich die historischen „WTF???“-Momente ebenso gut ertragen, wie der Backlash, den aufmerksame Menschen nicht nur täglich mit Manosphere, Trump und Tradwives erleben, sondern der selbstverständlich im Buch thematisiert wird. Popkultur schildert Endler als Trägerin und Katalysator von misogynen Vorstellungen, ob das nun ein Film wie „Miller’s Girl“ ist oder die Leidensgeschichte von Britney Spears, die ihr Vater ohne die Haltung der Öffentlichkeit vermutlich nicht hätte entmündigen können. Endler hinterfragt dazu tradierte Vorstellungen, wie dass Hebammen die Hauptopfergruppe der Hexenverfolgungen gewesen sein sollen. Dass hier höchstwahrscheinlich weibliche Unternehmerinnen aus dem Markt gedrängt wurden, ist eigentlich nochmal fieser.

    Ich kann diese Fülle an Beispielen in der Kürze nicht annähernd so gut schildern, wie Endlers in ihrem tollen Buch. Darum lest es! Ich selbst nehme mir fest vor, das Buch demnächst ein zweites Mal als Print zu lesen, damit ich mir die vielen Aspekte nochmal tiefer in mein Gedächtnis verankere, um sie bei den passenden Gelegenheiten zum Argumentieren benutzen kann.

    Jetzt beim ersten Mal hörte ich die Lesung der Autorin, der ich schon im Podcast mit Annika Brockschmidt „Feminist Shef-Control“ total gerne zuhöre. Endler transportiert beim Lesen eine gelungene Mischung aus Schalk, Nüchternheit und Empörung. Die bitteren Stellen zeigen Einfühlung und Respekt. (Nur manchmal fiel mir auf, dass an einigen Stellen neu beim Lesen angesetzt wurde. Aber das ist Kritik auf ganz hohem Niveau.)

    Lest/hört selbst! „Witches, Bitches, It-Girls“ hilft Muster zu erkennen und ihre Wiederholungen. Und macht zudem wirklich Spaß zu lesen. 5 von 5 Sternen.

  6. Cover des Buches Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht. (ISBN: 9783846602591)
    Katie Kento

    Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.

    (307)
    Aktuelle Rezension von: larareads_

    "Hotel Ambrosia" hat sich für mich angefühlt wie ein Fiebertraum aus True Crime Podcast, düsterem Horrorhotel und diesem einen Fensterblick, bei dem man plötzlich etwas sieht, das man niemals hätte sehen sollen. Die Geschichte dreht sich um Robyn, die wegen ihrer Krankheit ihre Wohnung kaum verlassen kann und deshalb fast ihre komplette Zeit damit verbringt, das geheimnisvolle Hotel gegenüber zu beobachten. Dort passieren seit Jahren seltsame Dinge und als sie plötzlich Zeugin einer Entführung wird, kippt alles komplett. Weil sie selbst nicht ermitteln kann, schickt sie kurzerhand A.J. ins Hotel und ab da wird es einfach nur noch intensiv, creepy und richtig suchterzeugend. Dieses Buch hatte für mich so krasse "nur noch ein Kapitel"-Vibes, obwohl ich eigentlich schlafen wollte.

    Was ich wirklich geliebt habe, war diese bedrückende Atmosphäre. Dieses Hotel wirkte beim Lesen fast lebendig. Die dunklen Flure, die seltsamen Gäste, diese unterschwellige Gefahr die die ganze Zeit über allem hängt…ich hatte dauerhaft das Gefühl, irgendetwas Schlimmes passiert gleich. Dazu kommt, dass Robyn als Hauptfigur so anders war als viele andere Thriller-Protagonistinnen. Sie sitzt nicht einfach nur herum, sondern versucht trotz ihrer Krankheit alles zusammenzusetzen und das fand ich irgendwie richtig stark. Auch die Dynamik zwischen ihr und A.J. mochte ich total gern, weil sie sich so natürlich entwickelt hat und nicht künstlich erzwungen wirkte. Besonders cool fand ich außerdem die ganzen Nachrichten, Notizen und kleinen Einschübe zwischendurch. Dadurch hat sich alles noch echter angefühlt und man war komplett mitten im Geschehen.

    Was man aber sagen muss ist, dass sich das Buch zwischendurch schon etwas gezogen hat. Vor allem am Anfang dauert es ein bisschen, bis die Handlung richtig eskaliert und manche Szenen hätten für mich ruhig kürzer sein können. Mich persönlich hat das nicht komplett gestört, weil ich die Atmosphäre so gefeiert habe, aber ich glaube wenn man eher schnelle Thriller ohne langsamen Aufbau mag, könnte das zwischendurch anstrengend werden.

    Trotzdem war das für mich ein richtig starkes Thriller-Erlebnis und definitiv eines dieser Bücher, bei denen man nachts um zwei noch sagt "okay jetzt wirklich nur noch ein Kapitel". Vor allem wenn man Bücher von Holly Jackson liebt oder auf dieses Mischung aus Mystery, Spannung, creepy Setting und True Crime steht, sollte man "Hotel Ambrosia" wirklich lesen. Für mich war es genau die Art von Jugendthriller, die man komplett verschlingt.

  7. Cover des Buches Kaltblütig (ISBN: 9783036959030)
    Truman Capote

    Kaltblütig

    (349)
    Aktuelle Rezension von: FranGoldsmith

    Kaltblütig von Truman Capote ist ein Tatsachenroman über den Mehrfachmord an der Familie Clutter, begangen von dem Verbrecher-Duo Dick und Perry. Kaltblütig trifft das Handeln der beiden Täter genau - ohne Reue und ohne mit der Wimper zu zucken wird eine ganze Familie ausgelöscht. Auch wenn man bereits weis, was geschehen wird und wie alles aus geht, ist der Roman fesselnd und das Geschehene ging mir richtig nahe. Nichts für schwache Nerven. 

    Der sachliche, etwas distanzierte Schreibstil von Capote macht das ganze irgendwie noch realer. 

    Von mir klare 5/5 Sterne. 

  8. Cover des Buches Zerschunden (ISBN: 9783426522219)
    Michael Tsokos

    Zerschunden

    (430)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der Rechtsmediziner Dr. Fred Abel vom BKA muss einen Serienmörder fassen, der Frauen in der Nähe europäischer Flughäfen tötet und jede Tat mit einer geheimnisvollen Botschaft versieht. Durch eine spezielle DNA-Analyse gerät sein alter Freund und Ex-Soldat Lars Moewig unter Verdacht, jemand, dem Abel solche Verbrechen nie zugetraut hätte. Moewig hat keine Alibis und wird deshalb in Untersuchungshaft genommen. Währenddessen stirbt seine kleine Tochter an Leukämie. Abel versucht verzweifelt, den wahren Täter zu finden. Die Suche führt ihn quer durch Europa, gefährdet sein eigenes Leben und lässt ihn immer mehr an der Unschuld seines Freundes zweifeln.

    Fred Abel ist ein erfahrener Rechtsmediziner beim BKA. Er wirkt kompetent, ruhig und analytisch, aber man spürt, dass ihn die Fälle emotional stark belasten. Besonders die Verbindung zu seinem alten Freund Lars bringt ihn an seine Grenzen. Seine Mischung aus Professionalität und Mitgefühl macht ihn für mich zu einem sehr starken, glaubwürdigen Protagonisten. Er ist ein harter Charakter, der sich voll auf die Arbeit konzentriert. Gleichzeitig zeigt er Herz, besonders als es um Moewigs Tochter geht. Abel ist emotional nahbar und man leidet richtig mit ihm mit. Für mich ist er einer der besten Ermittlercharaktere, die ich in einem Thriller gelesen habe.

    Lars ist ein Ex-Soldat und Abels alter Freund. Er wirkt zunächst stark und loyal, doch die Anschuldigungen gegen ihn setzen ihm enorm zu. Man spürt, wie hilflos er zwischen Verdacht, Haft und der Krankheit seiner Tochter ist. Trotz der schwierigen Situation zeigt er Durchhaltevermögen und Mut, was ihn sehr sympathisch macht. Er ist zugleich Opfer und Verdächtiger, was ihn zu einer spannenden Figur macht. Seine Sorgen und Ängste sind sehr nachvollziehbar. Lars wächst einem im Laufe der Geschichte ans Herz. Die emotionale Verbindung zu Fred Abel macht ihre Beziehung besonders intensiv.

    Der Schreibstil von Michael Tsokos war für mich nicht neu, da ich bereits ein anderes Buch von dem Autoren gelesen habe. Michael Tsokos schreibt spannend, fesselnd und sehr detailliert. Besonders die kriminalistischen Abläufe und die Rechtsmedizin werden anschaulich erklärt, ohne dass es langweilig wird. Die Spannung hält sich von der ersten bis zur letzten Seite. Die Mischung aus Action, emotionalen Momenten und realistischen Ermittlungen sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Beschreibungen sind anschaulich, die Kapitel kurz und flüssig. Tsokos schafft es, sowohl Fakten als auch Emotionen überzeugend zu verbinden.

    ,,Zerschunden“ ist ein packender, emotionaler Thriller, der spannende Ermittlungen mit authentischer Rechtsmedizin verbindet. Die Figuren sind glaubwürdig und stark gezeichnet, man leidet und hofft mit ihnen mit. Die Geschichte ist temporeich, intensiv und überraschend, gleichzeitig emotional tiefgründig. Für mich ist es ein Thriller, der sowohl mit Spannung als auch mit Gefühl überzeugt. Wer Krimis liebt, wird von diesem Buch begeistert sein.

  9. Cover des Buches Abgeschlagen (ISBN: 9783426524398)
    Michael Tsokos

    Abgeschlagen

    (259)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Spannend, bildhaft und absolut lesenswert!


    Inhalt: Paul Herzfeld ist nicht überrascht, als sich sein Vorgesetzter bei dem anstehenden Interview so in den Fordergrund spielt. Dass er allerdings so ausrastet, als sich Herzfeld ertreistet, eine andere Meinung zu haben, überrascht ihn dann doch.

    In einem Kieler Park muss eine Frau eine wirklich schlimme Entdeckung machen. Sie wollte dem Obdachlosen doch nur helfen und findet ihn jetzt ermordet und mit einem Frauenarm in seinen eigenen Armen. - Die Leichen kommen ins rechtsmedizinische Institut und zu Paul Herzfeld, der eine Obduktion vornimmt. Sein Vorgesetzter ist es wieder, der scheinbar aus dem Blauen heraus eine Mordwaffe festlegt, die dann später auch gefunden wird.

    Noch mysteriöser wird der Fall, als der Hausmeister des Institutes Ungereimtheiten feststellen muss, die wirklich mehr als seltsam sind. Nicht nur, dass die Tatwaffe eigentlich in der Asservatenkammer hätte liegen müssen, sondern auch in den Entsorgungbehältern tauchen wirklich seltsame Dinge auf, die da nicht sein dürfen.

    Paul Herzfeld kommt dem eigentlichen Täter unbewusst immer näher und bringt dadurch seine eigene Familie in eine ungeahnte Gefahr. Das Ganze gipfelt in einem wirklich bitterbösen Finale, welches auch hätte schief gehen können.


    Fazit: Ein schwarzes Buch. Ein rabenschwarzes Cover mit einer Machete und einem weißen Titel, sowie roten Zusatzinformationen. Der Name des Autors, welcher seltsamerweise nur als Nachname dargestellt ist, ist aufgeworfen und schimmert leicht. Was mich hier erwarten sollte, war vom Prinzip her klar. Herr Tsokos ist ein Mann vom Fach und baut seine Bücher auf seiner realen Arbeit auf. Aber dass das Ganze dann so perfide und fast schon erschreckend realitätsnah wird, damit hätte ich nicht gerechnet.


    Am Anfang beginnt die Handlung seicht, fast schon alltäglich. Wir haben hier einen Chef, der sich profilieren will, einen Angestellten, der es mit sich machen lässt und ganz nebenbei noch seine Familie mit managen will. Es kommt sicherlich nicht alle Tage vor, dass ein Fernsehteam im Sektionssaal mit zugegen ist. Aber dass der Mann dann bei einer sachlich vorgetragenen anderen Meinung dermaßen ausrastet, kam mir von Anfang an seltsam vor.

    Die Geschichte entwickelt sich weiter und ein weiterer Mordfall kommt ins Haus, der erst einmal nichts mit dem Chef und seinem Ausraster zu tun hat. - Doch im Laufe der Handlung verdichten sich die Verdachtsmomente wirklich gewaltig und haben zwischendrin sogar dazu geführt, dass ich an meinem eigenen Verstand gezweifelt habe. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass hier wirklich ein Mann, der Karriere wegen, so weit gehen würde.

    Es hat nicht lang gedauert, da hatte mich die Handlung komplett in ihrem Bann und ich habe beim Lesen die Realität fast komplett aus den Augen verloren. Ich war wirklich komplett von dem fasziniert, was hier so realitätsnah und doch so spanend beschrieben war. - Es war klar, dass der Täter hier komplett den Verstand verloren haben muss.

    Am Ende kommt die Handlung zu einem Finale, was mich schon gleich gar nicht mehr losgelassen hat. Ich konnte wirklich erst dann aufhören, als wirklich alles so abgeschlossen war, dass ich mir sicher sein konnte, dass die Opfer außer Gefahr waren.


    Ich hatte hier das Taschenbuch und habe einmal mehr gemerkt, dass Ebooks eigentlich viel bequemer sind. Die Seitenaufteilung fand ich nicht ganz so gelungen. Die Schrift hätte gern größer sein können, was man mit einem einfachen Zeilenabstand sehr gut wieder wett hätte machen können. Außerdem fand ich den inneren Rand etwas knapp bemessen. Meine Meise, keine Leserillen in den Buchrücken zu machen konnte hier wirklich nur unter sehr schwierigen Umständen umgesetzt werden.

    Erzählt ist das Ganze aber in einem sehr gut lesbaren Stil. Ich habe immer gleich und schnell kapiert, wo der Hase langläuft und hatte ein wirklich sehr intensives Kopfkino vor meinem geistigen Auge. - So etwas hatte ich schon lang nicht mehr so intensiv.

    In den Protagonisten konnte ich mich sehr gut einfühlen und hätte dem Mann am liebsten öfter mal helfend unter die Arme gegriffen. Ich habe mich sogar dabei erwischt, wie ich lauthals ihm etwas zurufen wollte. - man man man

    Ein gelungenes Buch, was ich gern gelesen habe. Ich werde also auch die nächsten Bände definitiv noch kaufen. Immer schön der Erscheinungsreihenfolge nach.


    Ich kann das Buch ruhigen Gewissens wirklich allen Thrillerfans empfehlen. Völlig egal, ob der Autor bekannt ist, oder eben nicht. Aber hier bin ich wirklich sehr gut unterhalten gewesen.

  10. Cover des Buches Mörderhotel (ISBN: 9783785725481)
    Wolfgang Hohlbein

    Mörderhotel

    (93)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Klappentext:

    230 Menschen gehen auf sein Konto: Herman Webster Mudgett, den unglaublichsten Serienmörder aller Zeiten. In Chicago errichtet er eigens ein Hotel, um seine Taten zu begehen. Ein Hotel, in dem es Falltüren, verborgene Räume, Geheimgänge, einen Foltertisch, ein Säurebad und eine Gaskammer gibt. Seine Opfer erleichtert er um ihr Geld und verkauft ihre Leichen an Mediziner. Niemand weiß, was im Kopf dieses Menschen vor sich geht. Bis die Polizei ihm auf die Spur kommt und eine gnadenlose Jagd beginnt.

    Meinung:

    Der Anfang der Geschichte war sehr stark, aber zwischendurch hatte es leider auch einige Schwächen, weshalb das Buch teilweise sogar etwas langweilig war. Aber beginnen wir von vorne.

    Hermann Webster Mudgett war ein Serienmörder, der in der USA aufgrund seiner Morde erhängt wurde. Wolfgang Hohlbein hat diesen Serienmörder zum Hauptcharakter seines Buches gemacht und mit seiner Fantasie angereichert. Das heißt, nicht alles, was hier umschrieben wurde, ist tatsächlich damals so passiert. Irgendwie doch ein beruhigender Gedanke.

    Die Idee des Mörderhotels war für mich der Grund nach dem Buch zu greifen, denn es klang unheimlich interessant aber auch enorm gruselig. Leider wurde darüber sehr wenig erzählt und auch die einzelnen Räume wurden kaum näher beleuchtet. Aufgrund des Klappentextes hätte ich diesbezüglich viel mehr erwartet. Ich wollte mittels Falltür in die düsteren Gefilde hinabfallen, durch die grässlichen Räume wandern und sehen, welche Foltervorrichtungen sich Mudgett in seinem kranken Hirn ausgedacht hat. Leider wurde davon nur sehr wenig vermittelt. Stattdessen wird teils langatmig und zäh die Lebensgeschichte von Mudgett erzählt und kapitelweise immer wieder aufgegriffen und weitererzählt. Die Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart waren für mich manchmal etwas verwirrend und auch anstrengend, da man oft aus dem Lesefluss gerissen wird. Dadurch gab es auch Längen im Buch, die man meiner Meinung nach hätte kürzen können – insbesondere, wenn man auch die Wiederholungen bedenkt.

    Der Schreibstil ist sehr lebendig und bildhaft, weshalb das Buch wohl eher nichts für Zartbesaitete ist. Die Mordbeschreibungen im Buch sind brutal, blutig, schmerzhaft und sehr ausführlich & lebendig beschrieben. Ich möchte mir die Höllenqualen überhaupt nicht ausmalen, es hat mir völlig ausgereicht, dies zu lesen. Jedoch ist es gerade das lebendige und bildhafte, dass dem Leser das Gefühl gibt mittendrin im Geschehen zu sein.

    Über die Charaktere kann ich durchweg nur Positives berichten. Sie waren allesamt authentisch und wurden gut beschrieben, sodass man sich ein angemessenes Bild machen konnte. Besonders faszinierend war Mudgett – nicht, weil er ein spannender, angenehmer und sympathischer Zeitgenosse ist, sondern weil seine Psyche intensiv und gut durchleuchtet wurde. Diesem Menschen möchte ich nicht mal in meinem schlimmsten Albtraum begegnen. 

    Fazit/Empfehlung:

    Das Buch hat mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, jedoch hatte es einige Längen zu verzeichnen. Meiner Meinung nach hätte es dem Buch gutgetan, wenn einiges gekürzt worden wäre. 

    Die Charaktere und der Schreibstil des Autors haben mich hingegen sehr begeistert, auch wenn es manchmal sehr brutal und blutig war. 

  11. Cover des Buches Aus der Dunkelkammer des Bösen (ISBN: 9783404607440)
    Mark Benecke

    Aus der Dunkelkammer des Bösen

    (136)
    Aktuelle Rezension von: käutzchen

    Wer gerne true crime bücher liest kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen, Mark Benecke und seine Ex Frau nehmen in diesen Buch verschiedene Taten und Tätertypen aufs Korn... Sie klären zb auf was Pädophile und nekrophile sind , wo ich selbst ein völlig anders Bild von hatte ... Es werden Morde unter die Lupe genommen , die gelöst aber auch ungelöst sind . 

    Es kommen fälle vor die man mehr gehört hat wie zb der von Natascha Kampusch, dieser Fall nehmen wie auch wie bereits andere fälle von Mark und Lydia auseinander genommen , was Recht interessant ist ..das man selbst bei täter eine Vergangenheit aufzufinden ist die selbst nicht einfach wahr , aber trotzdem keine Entschuldigung wert ist .. 

    Recht interessant fand ich das erste Kapitel um Hitlers zähnen wo ich einiges erfahren habe , was auch die meisten nicht wissen werden .. wo Mark Benecke mit an den Fall beteiligt wahr ... 

    Auch wenn das Buch mir zwischen durch Gänsehaut bereitet hatte , hatte es mich gut unterhalten... 

  12. Cover des Buches Im Kopf des Bösen - Ken und Barbie (ISBN: 9783734114977)
    Axel Petermann

    Im Kopf des Bösen - Ken und Barbie

    (199)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Ich mag True-Crime Geschichten.

    Das Buch hat mich aus diesem Grund auch gleich angesprochen. Der Klappentext klang vielversprechend und das Buch hat mich in dieser Hinsicht nicht enttäuscht. 

    Die Geschichte beginnt gleich voller Spannung im Rhein werden in Beton eingegossen Leichenteile einer jungen Frau gefunden, ist es die seit einem Tag vermisste junge Frau? Der Rechtsmediziner gibt Entwarnung es ist nicht die vermisste junge Frau. Sophie Kaiser und Leonhard Michels vom BKA Wiesbaden werden informiert und begleiten die Suche nach der Vermissten. 

    Der Fall war von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur spannend und hat mich absolut gefesselt. Sophie, die unter dem Asperger Syndrom leidet ist eine sehr fokussierte und trotzdem sehr sympathisch Ermittlerin, Leonhard Michels macht sie zu einem tollen Ermittlerteam. 

    Der Schreibstil ist flüssig und man fliegt nur so durch die Seiten. 

  13. Cover des Buches Zersetzt (ISBN: 9783426520055)
    Michael Tsokos

    Zersetzt

    (220)
    Aktuelle Rezension von: schnegge1998

    Auch der 2. Band hat es in sich. Schon ab der ersten Seite, geht es sehr intensiv zur Sache: Leichenfunde in Kalkfässer, Waterboardingopfer, politische Verstrickung und skrupellose Täter. Der sehr erfahrende Rechtsmediziner Dr. Fred Abel geht wie immer sehr kompetent seiner Arbeit nach und lässt sich von niemandem einschüchtern, auch wenn es für ihn selbst sehr gefährlich wird.

    Trotz allen Drohungen, gibt er seine Einschätzung und alle Berichte zu dem Kalkfassmorden ab. Die Sache mit den Waterboarding kann aufgeklärt werden und auch die Ermittlungen mit den brutal gefolterten und unter krassen Umständen umgebrachten Frauen, konnten abgeschlossen werden. Diese 3 Erzählungsstränge laufen in dem Buch parallel und man kann zwischenzeitlich überhaupt nichts in Verbindung stellen. Das Buch ist sehr gut, dennoch habe ich in der Mitte eine kleine Lesepause gebraucht, weil die Spannung zwischendurch ein wenig nachgelassen hat. Deswegen wird es für mich nur die 4/5 Bewertung. Erst zum Ende holt die Spannung noch mal richtig auf und die Kapitel greifen ineinander. 

    Der Schreibstil gefällt mir wie auch im ersten Teil sehr gut. Man merkt, dass es von jemanden geschrieben wird, der weiß worüber er schreibt. Die forensischen Details sind sehr konkret und detailgetreu beschrieben, für mich super interessant und es macht die Fälle sehr greifbar. Manche Szenen in diesem Buch sind nichts für schwache Nerven. Ich freue mich auf den nächsten Teil.


  14. Cover des Buches Psychopathinnen (ISBN: 9783431039962)
    Lydia Benecke

    Psychopathinnen

    (110)
    Aktuelle Rezension von: DianaE

    Lydia Benecke – Psychopathinnen, Die Psychologie des weiblichen Bösen


    Warum werden Frauen zu Serienmörderinnen?

    In "Psychopathinnen, Die Psychologie des weiblichen Bösen" widmet sich die Kriminalpsychologin Lydia Benecke genau dieser Frage und analysiert das verhalten mehrerer Serientäterinnen.

    Diane Downs ist eine dieser Frauen. Von der Geburt an porträtiert die Autorin Dianes Lebensweg inklusive Missbrauch, mehreren Liebesbeziehungen/Hochzeiten und die Geburt der eigenen Kinder. Dabei werden die Gewalt und später auch die Morde zwar sachlich, aber detailliert beschrieben.

    Es gibt kleinere Auszüge aus Interviews mit den Täterinnen.

    Ein weiteres Beispiel ist der Lebensweg von Marybeth Tinning, die einen ähnlichen Weg wie Diane geht.

    Es gibt Ähnlichkeiten in den auslösenden Ereignissen, was die Frauen dazu bewogen hat, ihre Kinder zu töten oder auch, in anderen Beispielen im Buch, krank zu machen und zu misshandeln, bis die Kinder den Tod fanden.

    Dabei gehen die Frauen oft methodisch vor, scheinen einer eigenen inneren Logik zu folgen und sehen den Akt des Tötens oft als Gnadenakt oder als Mittel, um das eigene Ziel zu erreichen und sich in den Fokus zu rücken, sei es um Liebesbeziehungen zu retten oder sich in den Medien zu präsentieren.

    Der Blick in die Psyche der Täterinnen war interessant, dazu die Erklärungen zu Cluster B Persönlichkeitsstörungen und/oder Münchhausen py proxy Syndrom, die einen weiteren Einblick gewähren.


    Ich habe von der Autorin bereits "Auf dünnem Eis" gelesen. Mir gefällt der sachliche, nicht wertende Erzählstil. Zwar hätte man vielleicht in der Analyse noch tiefer gehen können, aber insgesamt konnte ich die Gedankengänge nachvollziehen und ein wenig hinter die Oberfläche der Täterinnen schauen.

    Das Buch ist erschreckend, denn man muss die kalte Gewalt aushalten können.


    Das Cover zeigt die Autorin.


    Fazit: interessante Fallbeispiele mit einer nachvollziehbaren Analyse der genannten Fälle. 4 Sterne. 

  15. Cover des Buches Dunkle Momente (ISBN: 9783103976694)
    Elisa Hoven

    Dunkle Momente

    (141)
    Aktuelle Rezension von: Emili

    Der Roman Dunkle Momente von Elisa Hoven erzählt aus der Perspektive der Strafverteidigerin Eva Herbergen, die auf prägende Stationen ihres Berufslebens von 30 Jahren zurückblickt. Anhand von neun Fällen schildert sie Situationen, in denen eindeutige Schuldzuweisungen ins Wanken geraten und moralische Gewissheiten brüchig werden. Ihre Mandanten stammen aus sehr unterschiedlichen Lebensrealitäten – darunter etwa eine überforderte Frau in einem familiären Konflikt ebenso wie Angeklagte in schweren Gewaltdelikten.

    Was auf den ersten Blick wie ein vielschichtiges Konzept wirkt, zeigt jedoch schnell Schwächen in der Umsetzung. Die einzelnen Episoden stehen oft zu sehr für sich, sodass kaum ein zusammenhängender Erzählfluss entsteht. Es ist keineswegs ein Roman, sondern eine Ansammlung von episodischen Kurzgeschichten. Eva Herbergen bleibt trotz ihrer Rolle als Erzählerin überraschend konturlos und dient häufig eher als Verbindungselement zwischen den Fällen als als eigenständige, tief ausgearbeitete Figur. Auch ihr innerer Konflikt, der eigentlich das emotionale Zentrum bilden könnte, wird nur angerissen und entwickelt nicht die notwendige Intensität.

    Sprachlich prägt Hovens juristischer Hintergrund den Text deutlich. Die Fälle sind nachvollziehbar und sachlich sauber konstruiert, auch sehr interessant. Viele Passagen sind in ihrer Dardtellung analytisch, und spiegeln emotionale und seelische Einstellung der Autorin dazu wider.

    Die Dramaturgie leidet ein wenig unter der episodischen Struktur: Kaum beginnt man, sich für einen Fall zu interessieren, ist er schon wieder abgeschlossen. Die ständigen Wechsel verhindern Bindung an Figuren oder Situationen. Regen jefoch zum Nachdenken über Moral, Rechtsprechung und Ethik an.

    Unterm Strich ist Dunkle Momente ein interessantes Konzept. Die Stärke liegt klar in den juristischen Fragestellungen und den moralischen Dilemmata, während Figurenzeichnung, Sprache und erzählerische Tiefe deutlich schwächer ausfallen. Wer sich für Rechtsethik interessiert, wird hier Denkanstöße finden und bleibt ganz sicher nicht unberührt.

  16. Cover des Buches Zerbrochen (ISBN: 9783426519714)
    Michael Tsokos

    Zerbrochen

    (148)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Ein wilder Fall, der ins private geht und ein Buch, in dem zu viel hineingepackt war, als es für den Stoff gut war.


    Inhalt: Fred Abel ist Vater und seine Kinder kommen ihn in Berlin besuchen. Eigentlich ist die Zeit ganz angenehm und die Familie hat ihren Spaß. Dieser wird jedoch durch die Entführung der Kinder stark getrübt.

    Nachdem der Entführungsfall zunächst nicht wirklich ernst genommen wird, läuft dann doch irgendwann der komplette Apparat an und die Suche und Ermittlungen beginnen.

    Fred Abel selber braucht eine ganze Weile, um den Zusammenhang zu dem vergangenen Fall in Transnistrien zu verstehen und zu sehen. Hat er das dann aber begriffen, rollen auch bei ihm die Ermittlungen auf eigene Faust an. Er vertraut seinen Kollegen nicht und macht mit einem befreundeten Privatdetektiv sein eigenes Ding, was sich für ihn als nicht so günstig herausstellen soll.


    Fazit: Ein Taschenbuch aus dem Jahr 2017. - Hier hatten Papier und Buch selber noch Qualität und das Gewicht für ein Taschenbuch ist relativ hoch. Wen wundert es, wenn das Papier so qualitativ hochwertig ist, wie wir es schon lang nicht mehr haben. Es handelt sich bei “Zerbrochen” um den dritten Band aus der Reihe “Fred Abel” von Michael Tsokos. Jedes Buch ist in sich abgeschlossen, ich rate trotzdem dazu, die Bände der chronologischen Reihenfolge nach zu lesen, da die Fälle 2 und 3 schon aufeinander aufbauen.


    Leider war es in diesem Buch so, dass es wirklich stark, hochgradig interessant und absolut abwechslungsreich anfing, dann aber kontinuierlich zu einem ganz normalen und langweiligen Krimi wurde.  -  Allein die Familienkonstellation von Abel war ja schon hochgradig interessant, das erste Aufeinandertreffen der Kinder mit der aktuellen Lebenspartnerin, wie das alles harmoniert und wie sich die Kids so typisch Teenager verhalten und hier und da ihre Macken zeigen, aber nach der Entführung wurde es mehr als uninteressant. Es drehte sich nur noch um die Ermittlungen. Schön starr nach Vorschrift, ein Vater der bald durchdrehte und selber was angeleiert hat und sich dann selber in Gefahr gebracht hat.

    Dieses Buch baut sehr stark auf den Vorgängerband und den dazugehörigen Fall auf, sodass es stark von Vorteil ist, wenn man das Buch gelesen hat.


    Die Handlung konnte mich leider so gar nicht catchen, da die Ermittlungen einfach zu sehr nach Krimi rochen. Die Anknüpfungspunkte zu der Tropeninsel, dieser Kunstbetrug, der da eingebaut war und die mal wieder betrogene Künstlerin, haben überhaupt nicht da rein gepasst. Auch das Ende war viel zu offensichtlich gestaltet. Man hat richtig gemerkt, dass man von Herrn Abel wohl nichts mehr lesen wird. Diese Reihe ist abgeschlossen und in Zukunft hat Herr Tsokos dann wohl andere Protagonisten.

    Ein Kopfkino hatte ich nur zum Teil und das nur bei den Szenen, wo es wirklich ans Eingemachte ging. Diese ganzen polizeilichen Besprechungen und Planungen habe ich am Ende nur noch überflogen.

    Ich will das Buch nicht komplett verreisen, denn es hatte durchaus seine Daseinsberechtigung, aber Herr Tsokos hat durchaus schon bessere Werke abgeliefert.


    Ich kann das Buch zwar empfehlen, muss aber warnen, dass man hier stellenweise einen wirklich stabilen Magen braucht. Für Fans von Dr. Tsokos sollte es keine Frage sein, ob man das Buch liest, oder nicht. Aber ich rate, gerade bei der Abel-Reihe, zur chronologischen Reihenfolge.

  17. Cover des Buches Bachelorette Party (ISBN: 9783423264556)
    Camilla Sten

    Bachelorette Party

    (216)
    Aktuelle Rezension von: lese_hummel

    Das Buch dreht sich um einen Junggesellinnenabschied auf einer einsamen Schäreninsel. Dort, wo vor einem Jahrzehnt schon einmal 4 Frauen verschwunden sind. Wir folgen der Protagonistin Tessa, die an dem JGA nur teilnimmt, weil sie herausfinden möchte, was damals wirklich passiert ist. Sie merkt schnell, dass auch dieses Mal etwas nicht stimmt und sie alle in Gefahr sind... 

    Den Schreibstil von Camilla Sten fand ich gut, ich könnte recht gut in die Story reinfinden und Tessa irgendwie kennenlernen. Auch das Setting fand ich sehr gelungen, eine einsame Insel und ein begrenzter Personenkreis eignen sich hervorragend für Spannung und Angst. Das Setting wurde gut beschrieben und man konnte sich die Location und die Atmosphäre gut vorstellen. Zusätzlich wird zwischen zwei Perspektiven geswitcht: vor 10 Jahren und aktuell. Schritt für Schritt lernt man mehr über die jeweiligen Frauengruppen und die Abläufe.

    Weniger überzeugend fand ich die Charaktere und den Plot. Tessa ist keine Sympathieträgerin und fühlt sich wegen einem beruflichen Fehltritt schuldig. Gerade am Anfang wird man damit angefixt, dann aber sehr lange hingehalten, was mich irgendwann genervt hat. Generell ist lange nicht viel passiert und während die Atmosphäre davon gut untermalt wurde, kam beim Lesen dann doch irgendwann leichte Langeweile auf. Die restlichen Charaktere sind blass und so wenig lebendig, dass man sie leicht verwechseln kann. Ich habe für die Gruppe kein wirkliches Gefühl bekommen. Auch bei der Geschichte vor 10 Jahren kam bei mir kein richtiges Gefühl für die Frauengruppe an. Die Charaktere der aktuellen Erzählung haben sich meiner Meinung nach alle seltsam verhalten und auch irgendwie klischeehaft oder eben wenig durchdacht... 

    Die Handlung war am Anfang zu seicht und am Ende irgendwie etwas übertrieben. Ich hab mir auch generell spannender Motive vorgestellt und einen logischeren Showdown gewünscht. 

    Alles in allem eine super Idee, die Umsetzung war aber leider blass und am Ende etwas platt. Ich nach dem Lesen etwas enttäuscht vom Plot, dabei ist das Buch noch Recht spannend gestartet.

  18. Cover des Buches Wenn Kinder töten (ISBN: 9783426301869)
    Stephan Harbort

    Wenn Kinder töten

    (57)
    Aktuelle Rezension von: KarenAydin

    Morde, die von Kindern, d.h. Personen unter 14 Jahren ausgeübt werden, nehme ich in den Medien äußerst selten wahr (eigentlich nur in Zusammenhang mit Schulmassakern). Nun habe ich neulich im Rahmen einer Recherche gesehen, dass es pro Jahr in Deutschland etwa 11-13 Fälle sind. 

    Harbort stellt in diesem Buch sieben Fälle aus unterschiedlichen Ländern (Deutschland, USA; Kanada) vor. Er beleuchtet die Tat, beschreibt Vorgeschichte und Aussagen der Täter und am Schluss gibt er eine höchst spannende Zusammenfassung jenseits von "ach die Armen, die sind doch selbst Opfer" und "sperrt sie bloß weg, diese Bestien". 

    Ich habe das Buch als fundiert, sehr gut recherchiert empfunden, dabei spannend geschrieben, ohne irgendwie komisch sentimental oder melodramatisch zu werden. Sehr spannend für mich zu lesen war, dass Kinder oft ohne Grund töten, es eigentlich nicht wissen, nichts empfinden, ihnen fehlt Einsicht. Harbort beschreibt dies als Zwischenwelt, die Angst macht. Da hat er recht. Mir machen mordende Kinder Angst. Das ist ein Fazit, ein weiteres ist, dass ich nun gern noch nach weiteren Büchern von Harbort Ausschau halten möchte. 

  19. Cover des Buches Die Toten vom Djatlow-Pass (ISBN: 9783442716043)
    Alexej Rakitin

    Die Toten vom Djatlow-Pass

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Angelsammy

    Neun junge, sowjetische Menschen fanden in der Nacht vom 1. auf den 02.02.1959 am nordöstlichen Hang des Cholat Sjachl (Toter Berg 1097 m) den gewaltsamen Tod. 

    Dieser Berg ist im nördlichen Ural zwischen der Republik Komi und der Oblast Swerdlowsk. 

    Sie wollten nur eine harmlose Bergwanderung unternehmen. Wirklich? 

    Die Toten wurden barfuß gefunden, halb nackt, einige hatten gebrochene Rippen und zertrümmerte Schädel. 

    Das Mysterium gilt bis heute als ungelöst. Diverse Theorien kursieren aber, die jede für sich schlüssig klingt. 

    Alexej Rakitin soll Zugang zu Akten des KGB gehabt haben. Drei der Wanderer sollen mit dem KGB liiert gewesen sein, in besonderer Mission unterwegs, eben als Wanderer getarnt. 

    Aber jene Mission ist dann aus gewissen Gründen absolut schief gelaufen ....

    Das Buch ist sachlich geschrieben, vermeidet Reißerisches und enthält auch Bilder. 

    Es ist sehr spannend und auch unheimlich, was der Autor hier präsentiert. Durchaus plausibel klingend, aber natürlich ist nicht klar, ob das der Weisheit letzter Schluss ist. 

    Infraschall, eine Lawine und Indigene werden ebenso verantwortlich gemacht. Jede für sich ist ebenso hypothetisch möglich. Wahrscheinlich wird man nie die Wahrheit erfahren. 

    Yetis und Außerirdische kann man wohl getrost ausschließen. Oder? Superbes Buch. 

  20. Cover des Buches Höllenjazz in New Orleans (ISBN: 9783492232678)
    Ray Celestin

    Höllenjazz in New Orleans

    (132)
    Aktuelle Rezension von: phantastische_fluchten

    In New Orleans treibt ein Mörder sein Unwesen. Er wird Axeman genannt, denn er tötet seine Opfer mit einer Axt.  Zwischen den Opfern kann keine Gemeinsamkeit festgestellt werden und die Polizei steht vor einem Rätsel. Unabhängig voneinander ermitteln drei verschiedene Gruppen. Michael Talbot ist Detective bei der Mordkommission. Er und sein Schützling Kerry, frisch aus Irland eingetroffen, übernehmen die offiziellen Ermittlungen.

    Die junge und ehrgeizige Ida Davies arbeitet in einer Pinkerton Agentur. Ihr Wunsch war es immer zu ermitteln, doch ihr werden lediglich die Aufgaben einer Sekretärin zugewiesen. Also beginnt sie, zusammen mit ihrem Freund Louis Armstrong, im Fall des Axtmörders zu ermitteln.

    Und Luca D`Andrea. Frisch aus dem  Gefängnis entlassen, bekommt er von dem Chef der ortsansässigen Mafia den Auftrag, den Axeman zu finden. Die Mafia hat Angst, dass man ihr diese Morde in die Schuhe schiebt, obwohl bekannt ist, dass sie weder Kinder noch unschuldige Frauen umbringen. Luca hat mit Michael Talbot noch eine Rechnung offen, denn dieser hat ihn ins Gefängnis gebracht. D´ Andrea war damals ein bekannter und erfolgreicher Polizist und Michael sein Protegé, bis Micheal gegen Luca ausgesagt hat.

    Die Art und Weise wie diese drei unterschiedlichen Parteien den Fall angehen ist sehr verschieden Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Axtmörder kündigt weitere Taten an.

     Kommentar:

    Ich habe das Buch eher zufällig gelesen. Mein Bruder hat es aussortiert und es mir mitgebracht. Ich wollte immer schon einmal nach New Orleans und diese Geschichte katapultiert den Lesenden mitten hinein. Es ist der Beginn der 20er Jahre, Obwohl es keine Sklaverei mehr gibt, werden die Schwarzen oft noch wie Sklaven gehalten und behandelt. Sie dürfen im Bus nur in bestimmten Bereichen mitfahren. Kneipen, Hotels und Geschäfte sind ihnen meistens verboten. 

    Die Stadt ist aufgeteilt in verschiedene Viertel, in denen sich die Einwanderer ihre eigene kleine Oase geschaffen haben. Fremde sind nicht gerne gesehen. Das  müssen Louis und Ida am eigenen Leib erfahren, als sie sich in das irische Viertel verirren. Ida ist eine Octoroon, das bedeutet, sie ist zu einem Achtel afroamerikanischer Herkunft. Da sie sehr hellhäutig ist, kann sie sich oft als Weiße durchmogeln und hat mehr Möglichleiten, Fragen zu stellen, als Louis.

    Louis arbeitet als Musiker in verschiedenen Jazzclubs und als Unterhaltungskünstler auf einem Mississippi Dampfer, so dass er vieles hört und sieht was anderen entgeht. So bilden die beiden ein perfektes Team.

    Die Geschichte wird aus Sicht der drei Ermittlungsebenen geschildert. Luca ist ein alter, gebrochener Mann ohne Zukunft. Als Polizist hat er sich von der Mafia bestechen lassen, Tipps über bevorstehende Razzien weitergegeben oder auch mal Leute verschwinden lassen. Trotzdem war er unter seinen Kollegen sehr beliebt und angesehen, so dass es Michael Talbot sehr schwer hat, seine Stelle einzunehmen. Zumal er es war, der den Kollegen zu Fall gebracht hat. Als Luca vom Boss der Familie gebeten wird, herauszufinden wer der Axeman ist, hat er kaum eine Wahl. Er hat weder Geld noch Familie und so nimmt er den Auftrag an, in der Hoffnung, genug Geld zu bekommen, um zurück nach Italien zu gehen. Doch noch nie hat es jemand geschafft, sich aus den Fängen der Mafia zu befreien.

    Ida möchte beweisen, dass sie mehr kann und ist als eine Tippse. Sie ist eine der ersten Frauen, die von Pinkerton eingestellt wird und sie ist sich sicher, dass Frauen in dem Beruf einer Ermittlerin durchaus Chancen haben. Sie und Louis sind seit ihrer Kindheit miteinander befreundet und Louis ist bereit, Ida zu helfen und sie zu begleiten. Beide sind erst Anfang 20 und sie ahnen nicht, auf welch gefährliches Terrain sie sich begeben. Ihre Naivität und ihr Glaube an das Gute werden auf eine harte Probe gestellt.

    Und dann ist da noch Michael Talbot. Er hütet ein Geheimnis, dass ihn zu Fall bringen könnte. Daher muss er vorsichtig sein, wem er auf die Füße tritt. Der Bürgermeister und sein Chef sitzen ihm im Nacken. Erfolglosigkeit wird unweigerlich Entlassung nach sich ziehen.

    Während sich Luca und Michael ab und an begegnen, bleiben sich Ida und Michael fremd und ihre Wege kreuzen sich nicht.

    Wer heute auf political correctness Wert legt, der darf dieses Buch nicht lesen. Es spielt in 1919/1920 und das Weltbild war damals anders. Zum Glück hat der Autor nicht versucht, dies an die heutige Zeit anzupassen. Es wird geraucht (sogar in einem Krankenhaus) gehurt, diskriminiert und geflucht. Es ist der Beginn eines aufstrebenden Zeitalters mit Autos, der Eisenbahn und Elektrizität. Der erste Schritt ins Moderne. Die geschichtlichen Fakten, vor allem über Louis Armstrong, sind nicht ganz korrekt, aber es könnte durchaus so gewesen sein. Und man wird mitgerissen von der Musik und der Atmosphäre, taucht hinein eine Welt, wie man sie hier nicht kennt.

    Das Buch enthält ein ausführliches Glossar, in dem die Begriffe des kreolischen und die Begriffe der Cajun erklärt werden. Ich habe es anschließend gelesen, weil ich die dort genannten Fakten sehr interessant fand.  

     Fazit:

    Ein Überraschungsbuch, das mir sehr gut gefallen hat. Eine dichte und betörende Atmosphäre und ein Fall, der mehr bietet als ein gewöhnlicher Mord.

  21. Cover des Buches Der goldene Handschuh (ISBN: 9783499271274)
    Heinz Strunk

    Der goldene Handschuh

    (311)
    Aktuelle Rezension von: Danny0812

    Der Roman beschreibt das Leben und die Taten des Serienmörders Fritz Honka der mehrere Frauen bestialisch ermordet hat.Ein wunderbar geschriebenes Buch über menschliche Abgründe die selbst eingefleischte Fans von Krimis und dergleichen an Ihre Grenzen bringen dürfte. Ich selber hab viele Bücher gelesen die durchaus blutig und brutal waren aber das hier ist dann doch nochmal eine andere Dimension die dem Magen einiges abverlangt beim Lesen. Hier kommt natürlich noch hinzu das die Geschichte auf einem realen Fall beruht.

    Tiefer kann man wohl kaum in Perversionen und abartige Phantasien eintauchen. Die Schilderung der Morde und auch der Beseitigung der Leichen ist mehr als plastisch und lässt wenig Raum für Interpretationen.

    Was man aber definitiv sagen kann ist, dass das Buch deutlich besser ist als der daraus resultierende Film, auch wenn der Ekelfaktor im Buch deutlich höher ist.

    Es wirft einen ungeschönten Blick auf das innerste eines schwer gestörten Menschen und sollte meiner Ansicht nach mit Vorsicht genossen werden.

  22. Cover des Buches Sadie (ISBN: 9783407785091)
    Courtney Summers

    Sadie

    (137)
    Aktuelle Rezension von: Gin_a

    TW: Child Abuse, teils Spoiler in Rezension: 


    ja was lernen wir aus den Buch? Traue keinem Mann deine Tochter an, es gibt viele Pädophile, von denen man es vielleicht nicht erwartet. Krasse Storyline und schrecklich wie das für manche wirklich ihr Leben ist und sowas wirklich oft vorkommt.


    Geschichte war gut zu lesen und da ich irgendwie heute mal Zeit hab, habe ich die 350 Seiten am Stück durchgelesen. Das das Ende teils offen ist ergibt nur Sinn weil "Stirbt sie, wird niemand die Wahrheit erfahren". Und so ist es nun auch. Oder man kann als Leser hoffen, Sadie hat es doch irgendwie geschafft, we will never know.

  23. Cover des Buches Die Judenbuche (ISBN: 9783872910141)
    Annette von Droste-Hülshoff

    Die Judenbuche

    (479)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Seit jeher strebt Friedrich nach Höherem und hofft auf ein bessers Leben. Auf einem Fest überschlagen sich die Ereignisse und er gerät in Streit mit dem Juden Aaron. Einige Tage später findet man Aaron aufgehänt an einer Buche. Sogleich fällt der Verdacht auf Friedrich und die Ermittlungen beginnen. Friedrich verschwindet aus dem Dorf und keienr weiß, wohin seine Spur führt. Erst viele Jahre später gibt es nähere Hinweise. Eine spannende Geschichte über Schul und Sühne, über dunkle Vergangenheit und den Ausbruch eines Schwächeren.

  24. Cover des Buches True Crime Starnberger See (ISBN: 9783962333805)
    Ulrike Claudia Hofmann

    True Crime Starnberger See

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Wildpflanzenliebe

    True Crime Starnberger See von Ulrike Claudia Hofmann erzählt den mysteriösen und bis heute nicht aufgeklärten True Crime Fall der Sonja Bletscher im Hause Adlon.

    Das Buch ist sehr gut strukturiert. Anfangs gibt es auch eine Übersicht der mehr oder weniger involvierten Personen und ihre Beziehung zum Opfer. Es folgen interessante Zeugenaussagen sowie Original-Auszüge aus den Ermittlungsakten und Fotos vom Tatort, der Umgebung und des Opfers zu Lebzeiten.

    Die Autorin hat es mit ihrem Buch geschafft, trockene Vernehmungen und den kompletten Sachverhalt aufzulockern und verständlich zu machen. Ein roter Faden ist bei solchen Fällen immer von Vorteil und den konnte man hier klar erkennen.

    Ein sehr spannendes Buch, das am Ende, wie zu erwarten, einige Fragen offen lässt. 

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