Bücher mit dem Tag "truman capote"

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23 Bücher

  1. Cover des Buches Die wundersame Geschichte der Faye Archer (ISBN: 9783453529922)
    Christoph Marzi

    Die wundersame Geschichte der Faye Archer

     (186)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Lies die vollständige Rezension auf meinem Blog Papiermosaik. 

    Leider hat mir das Buch nicht so gut gefallen.  Gleich am Anfang hat es mich gestört wie unrealistisch Fayes Leben ist. Da der Autor aus Deutschland kommt, nehme ich an, dass er nicht viel Ahnung vom Leben in New York hat. Jedenfalls gibt es dort weder malerische kleine Reihenhäuser, noch Studienabbrecher, die sich eine ganze Wohnung leisten können mit einem Job als Aushilfe im Buchladen. Fayes Leben erschien mir zu sorgenfrei und einfach. Sie hat also einfach einen tollen Job und eine tolle Wohnung bekommen, indem sie mit dem richtigen Kerl bei ihrem Yoga-Kurs geredet hat? Wenn das bloß im realen Leben so wäre! Trotzdem gibt es einen Punkt für Fayes Charakter, sie war in meinen Augen eine sehr liebenswerte Person mit vielen kleinen Macken und Vorlieben, die sie einzigartig gemacht haben. Den anderen Punkt gibt es für den poetischen und atmosphärischen Schreibstil des Autors, der mir gut gefallen hat.

    Für mich scheiterte das Buch vor allem an der Handlung.  Auf den ersten 100-200 Seiten passierte praktisch nichts außer einem extrem awkward geschriebenen Austausch von Facebook-Chat-Nachrichten. Vor allem Alex' ewige Logbuch-Nachricht war so langweilig, dass ich sie nur überfliegen konnte. Und die Chat-Nachrichten klangen so gestelzt, dass ich mich echt zwingen musste sie zu lesen. Es wurde interessanter nach der ersten Hälfte des Buches, denn dann begann Alex sich seltsam zu verhalten. Vor allem als Faye dann einen anderen Mann kennengelernt hat, wurde das Buch stellenweise richtig spannend.

    Aber was echt alles kaputt gemacht hat, war das Ende.  Nichts wurde erklärt. Allem Anschein nach ist Alex ein Zeitreisender. Warum? Keine Ahnung. Es ist eben so. Vielleicht hat seine Firma heimlich einen Wurmlochgenerator im Keller gebaut, vielleicht ist er ein Halb-Alien von einem anderen Stern. Es interessiert weder Faye noch Alex noch Fayes beste Freundin Dana, die von den Zeitreisen wusste, es aber Faye nicht gesagt hat weil sie eine gemeine Ziege (und ein einziger Stereotyp) ist. Die gesamte Spannung, die im Laufe der 500 Seiten aufgebaut wurde, verpuffte auf den letzten zwei Seiten mit einem  Es ist einfach so . Und dazu gab es kaum romantische Spannung zwischen Faye und Alex. Um ehrlich zu sein, war mehr Spannung und realistische Beziehung zwischen Faye und Aaron am Ende. Eigentlich war es sogar richtig beschissen von Faye eine feste Beziehung mit Aaron zu haben und dann plötzlich zu sagen: "Oh ich fühle mich aber gerade richtig mies behandelt. Gut, dass Alex eben an die Tür geklopft hat, und was von mir will. Lass uns keinen weiteren Gedanken mehr an den anderen verschwenden. The Happy End!"

    In dem Sinne kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen.  Die Handlung hätte einfach besser überdacht werden müssen, denn das Ende ist so enttäuschend, dass es sich meiner Meinung nach nicht lohnt die Geschichte zu lesen.
  2. Cover des Buches Kaltblütig (ISBN: 9783036959030)
    Truman Capote

    Kaltblütig

     (315)
    Aktuelle Rezension von: Surari

    Die Clutters sind eine Farmerfamilie aus Kansas. Sie haben viele Freunde und sind gut angesehen in der Gemeinde. Zwei  der vier Kinder sind bereits ausgezogen als die Eltern und die verbliebenen zwei Kinder ermordet werden. Aber wer hat es auf die Clutters abgesehen gehabt. Vor allem da Mr. Clutter so gut wie alles mit Schecks bezahlt und nie groß Bargeld im Haus hat? Später wird es heißen wir haben zwischen 40 und 50 Dollar erbeutet. Dafür musste vier Menschen sterben.

    Dieses Buch ist schon etwas älter und beruht auf einer wahren Begebenheit. Es wurde 1965 von Truman Capote geschrieben, der beweisen wollte, dass ein auf Tatsachen basierender Roman genauso spannend sein kann wie eine erdachte Geschichte. Allein deshalb hat es mich interessiert und weil es damals ein Bestseller wurde. Mich hat das Buch leider nicht überzeugt. Ich habe jetzt zwei Monate benötigt um es zu beenden. Capote erzählt sehr viel was einfach nicht relevant ist für die eigentliche Handlung. Z.b. sind oft Erzählungen wie die Städte aussehen und ich brauch nicht jeden Grashalm der im Wind weht als Bild erzählt. Auch wenn Nebenfiguren erwähnt werden sind da oft Monolog oder Dialoge die einfach nicht benötigt werden für die Geschichte. Ich fand es für 350 Seiten sehr mühsam zu lesen. Schade, war es doch eines meiner 21 für 21 Bücher.

  3. Cover des Buches Frühstück bei Tiffany (ISBN: 9783036959344)
    Truman Capote

    Frühstück bei Tiffany

     (625)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Ich bin ein großer Audrey-Hepburn-Fan und kenne natürlich den Film "Frühstück bei Tiffany" und liebe ihn. Als ich nun das Buch las, habe ich nicht die Erwartung gehabt, dass sich vieles gleicht. 

    Zu meiner großen Freude wird Holly Golightly im Buch sehr ähnlich der Figur beschrieben, wie sie im Film dargestellt wird, vielleicht sogar etwas weniger liebenswert könnte man sagen. Ein sehr egozentrischer Mensch ist sie, nutzt Vor allem Männer zu ihrem Vorteil, heuchelt kein Interesse, wenn sie etwas langweilt. Und doch ist da auch die zarte, verletzliche Seite, die im Buch schön umrissen wird und, wer sie eigentlich ist, ihre Vergangenheit. 

    Das Buch ist teils amüsant erzählt, teils lässt es aber auch Tragik durchscheinend, teils macht Holly einen unschuldigen und naiven Eindruck, dann wieder hält man sie für durchtrieben und selbstsüchtig. 

    Truman Capote schreibt mit schöner Sprache, die einem letztendlich keine andere Wahl lässt, als zu hoffen, dass Holly Golightly ihren Platz, wo sie hingehört, gefunden hat. 

  4. Cover des Buches Baum der Nacht (ISBN: 9783036959207)
    Truman Capote

    Baum der Nacht

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Als großer Truman Capote Fan gehe ich meist davon aus - dass ihn viele Leser kennen - allerdings ist das nicht immer der Fall und so bin ich immer wieder entzückt - wenn andere Leser ihn und seine Werke für sich selbst entdecken. Neben großartigen Werken wie Kaltblütig und Frühstück bei Tiffanys - die beide verfilmt wurden und deswegen er auch international berühmt geworden ist - gibt es auch etliche Kurzgeschichten - dehnen oft - meiner Meinung nach - zuwenig Tribut gezollt wird. Zeit dies zu ändern.


    In - Baum der Nacht - hat man einige seiner Kurzgeschichten versammelt und zwei davon sind mit besonders in Erinnerung geblieben. Weihnachtserinnerungen und - Der Thanksgiving Gast - in beiden spielen Miss Sook und eine Hund namens Queenie eine Rolle. Die Protagonisten beruhen auf realen Personen und in - Weihnachten mit Vater - geht er näher auf die Personen ein. Mir fällt keine Geschichte ein - in der mir die handelnden Personen nicht gefallen hätten und alle ein etwas besonderes: Sie sind mit viel Gefühl, mit viel Liebe fürs Detail gezeichnet und dies schafft der großartige Truman Capote meist mit wenigen Worten. Hier wird ein Teil seines Könnens offenbart - die capotsche Beobachtungsgabe - die er wohl bereits als kleines Kind hatte. Im zarten Alter von 8 Jahren begann er zu schreiben. Hier behaupte ich nun, dass nur wenigen Literaten es so wie ihm gelingt, mit wenigen und so subtilen Worten soviel Tiefe und Lebendigkeit zu kreieren.


    Der geneigte Leser meiner Rezensionen wird mir diese Lobhudelei verzeihen, allerdings möchte ich zu meiner Verteidigung vorbringen dass der jugendlichen Schriftsteller im Alter von 23 Jahren, für die Erzählung Miriam, eine etwas surreale Erzählung, den O'Henry-Award, eine amerikanische und jährlich stattfindende Auszeichnung für Kurzgeschichten, bekommen hatte. Die Liste der Schriftsteller, die den Preis bekommen haben, kann sich sehen lassen und unter anderem stehen auch Dorothy Parker, William Faulkner, John Updike und Joyce Carol Oates darauf.


    Wem nun die literarische Leidenschaft gepackt hat und sich Truman Capote als Person und als Femme fatale der Literatur nähern möchte - dem empfehle ich das zu Papier gebrachte Interview mit Lawrence Groebel - Ich bin schwul. Ich bin süchtig. Ich bin ein Genie.
  5. Cover des Buches Sommerdiebe (ISBN: 9783036959382)
    Truman Capote

    Sommerdiebe

     (155)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Vom ersten Satz an entsteht in meinem Kopf so ein facettenreiches, farbiges Bild des Geschriebenen, dass ich einfach nur fasziniert bin. Da ist kein Wort überflüssig, die Sprache ist präzis und absolut tödlich. Ohne dass das Unheil je beim Namen genannt wird, spürt man es näher kommen, bis es dann unversehens da und das Buch zu Ende ist.
  6. Cover des Buches Soundcheck (ISBN: 9783257244663)
    Christine Stemmermann

    Soundcheck

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Zen-Cola

    Mit »Soundcheck« hat der Diogenes Verlag eine Anthologie zum Thema Musik zusammengestellt, die 19 Geschichten zum Thema vorstellt, dabei aber eine ziemlich wilde Mixtur ist. Nicht nur thematisch (in vielen Texten geht es eher um klassischen Rock, aber nicht nur), sondern auch hinsichtlich der Autoren. Von Haruki Murakami (Geschichte ist ansonsten im Band »Männer ohne Frauen«) über Benedict Wells bis hin zu Truman Capote.


    Insgesamt ist die Zusammenstellung gelungen, aber wie es bei Anthologien mit vagem thematischen Rahmen nun mal so ist: Einige gefallen einem gut, andere weniger. Toll ist jedenfalls die große Bandbreite an Stilen. Einige Texte sind übrigens nur Auszüge aus Romanen, dennoch wirken sie nicht lieblos für die Anthologie zusammengeschnitten.


    Für Musikliebhaber und Freunde von Kurzgeschichten zu empfehlen.

  7. Cover des Buches Die Grasharfe (ISBN: 9783036951607)
    Truman Capote

    Die Grasharfe

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Viv29
    Die Geschichte, die Capote in "Die Grasharfe" erzählt, ist ein wenig skurril. Collin wächst bei seinen Tanten auf, die in ihrem Wesen grundverschieden sind - die rationale, fast schon kalt wirkende, Verena, die ein gutes Auge für das Geldverdienen hat, und die weltfremde Dolly. Dolly verdient ein wenig Geld mit einer Kräutermedizin, Verena erkennt das Potential dieser Medizin und möchte sie im großen Stil vermarkten. Hier prallen die verschiedenen Lebensansichten der Schwestern aufeinander und Dolly verläßt mit Collin und ihrer Freundin Catherine das schwesterliche Haus und zieht in ein Baumhaus. Hier spielt sich nun allerlei ab, es kommt zu Begegnungen mit ihnen Wohlgesinnten aus dem Ort, leider aber auch immer wieder zu Auseinandersetzungen mit den sogenannten respektablen Bürgern, die in Verenas Auftrag Dolly wieder zurückholen möchten.

    Es sind gar nicht so sehr diese äußeren Geschehnisse, die das Buch so besonders machen, sondern die Charaktere, die sich hier entfalten. Capote erweckt sie alle ganz hervorragend zum Leben, flechtet Hintergrundinformationen über sie ein, ebenso wie kleine Details über Aussehen und Charakter - humorvoll, hintergründig, gelungen. So merkt man gerade bei den Hauptpersonen, wie vielschichtig sie sind. Da ist zum Beispiel Riley Henderson, der uns zuerst auf der Jagd begegnet, eine Kette blutiger Eichhörnchen um sich herum geschlungen, und so bei mir schon mal einen denkbar ungünstigen ersten Eindruck hinterläßt. Er wird von Collin mit einer Mischung aus Neid und Bewunderung beschrieben und wirkt auf den Leser zuerst wie ein rauhbeiniger Egoist, aber schon schnell bemerkt man, daß hinter Riley viel mehr steckt und gerade er ist mir dann richtig ans Herz gewachsen. Der vom Leben enttäuschte Richter ist auch hervorragend gezeichnet, der alte Südstaatengentleman, unkonventioneller, als man denken würde, auf bezaubernd unschuldige Weise in Dolly verliebt. Dolly selbst, die zu Beginn arg beschränkt wirkt, sich aber auf eine entrückte Weise als durchaus lebensklug entpuppt.

    Auch das kleine Südstaatenstädtchen  wird bildhaft geschildert, man sieht sowohl die liebenswerten Leute mit den Werten des Alten Südens, wie auch die bigotten Rassisten, die jede Abweichungen von der Norm verteufeln und verfolgen. Schließlich entdecken wir sogar bei der fast im ganzen Buch recht vage gebliebenen kühlen Verena noch andere Seiten. Es macht Spaß, all diese Charaktere kennenzulernen und dazu schreibt Capote in einer wundervollen Sprache - elegant und humorvoll, scharfsinnig und poetisch. Es ist ein Genuß, eine solche Sprache zu lesen.

    Auch das Buch selbst (die Suhrkamp Ausgabe) ist sehr ansprechend gestaltet, schlicht und hochwertig. Alleine das Papier ist so herrlich, daß man immer darüberstreichen möchte. So ist "Die Grasharfe" auf ganzer Linie ein Vergnügen.
  8. Cover des Buches Die Affäre (ISBN: 9783746625447)
    Gill Paul

    Die Affäre

     (30)
    Aktuelle Rezension von: vienna
    Hollywood meets Italy

    das Cover

    Es ist anders. Fällt irgendwie aus der Reihe.

    Die farblose und leicht verschwommene Kulisse Roms im Hintergrund und das farblich gestaltete Liebespärchen im Vordergrund, lässt erstmal vermuten, dass es sich um einen typischen Liebesroman handelt. Amore in Italia.

    Andererseits wird dieser Eindruck durch die fehlenden Farben des ansatzweise verwaschenen Hintergrunds auch wieder getrübt.

    Die Kleidung der Verliebten legt den Schluß nahe, dass uns die Geschichte in die 60er Jahre entführt.

    Das Cover hat meine Neugierde geweckt, insofern: Daumen hoch!

    die Story

    Diana ist Museumsangestellte und führt ein beschauliches Leben an der Seite ihres viel älteren Ehemannes Trevor.

    Ein berühmter Filmproduzent, Walter Wagner, lockt Diana nach Rom. Als historische Beraterin soll sie an dem Film "Cleopatra" mitarbeiten.

    Gegen Trevors Willen nimmt sie dieses Angebot an und verliebt sich, verzaubert und unter Einfluß der selbstbewussten und weiblichen Liz Taylor, in den rätselhaften Ernesto.

    das Fazit

    Es ist kein klassischer Liebesroman, keine heile Hollywoodschmonzette, die zum Träumen einlädt.

    Viel mehr wird ein Blick hinter die Kulissen gewagt, nicht nur hinter die schmutzigen Kulissen der Filmindustrie, sondern auch in die wenig glamouröse Welt ihrer handelnden Protagonisten.

    Betrug, Drogen und Mauscheleien sind an der Tagesordnung und der naiv anmutenden Diana fällt es schwer, sich in dem ganzen Schlamassel nicht aus den Augen zu verlieren. Sie verliebt sich in den falschen Mann und setzt ihre Ehe aufs Spiel.

    Einer Frau des 21. Jahrhunderts tut ihr Rollenverständnis in der Ehe, ihre Denke und ihr leichtgläubiges Handeln manchmal richtig weh, man muss sich halt wieder und wieder ermahnen, dass der Roman in den 60er Jahren spielt.

    Diana erkennt im Laufe des Buchs, dass nicht alles Gold ist, was in Hollywood glänzt. Dass auch ein umjubelter Weltstar wie Liz Taylor, von Männern und Filmmenschen umschwärmt, im Grunde ein kreuzunglücklicher Mensch ist.

    Die Reise nach Rom ist für Diana vielmehr eine Reise zu sich selbst und es ist schön zu lesen, dass sie am Ende des Romans wagt, auf eigenen Füßen stehen zu wollen.

    Ausgesprochen gut gefallen haben mir die Beschreibungen und Ausführungen rund um das Filmset und die Dreharbeiten zu dem Film Cleopatra. An Dianas Hand alten Hollywoodgrößen über den Weg zu laufen und aus ihrem Privatleben zu erfahren, ob nun fiktiv oder auf Tatsachen beruhend, hat irre Spaß gemacht.

    Für den weiteren Handlungsstrang rund um Scott und die italienische Mafia konnte ich mich nicht so erwärmen, dennoch werden die Handlungsstränge am Ende verknüpt, was mich wieder etwas versöhnt hat.

    Schlußendlich driftet der erwartete Liebesroman ein wenig in Richtung Krimi ab, was zu einem Sterneabzug führt.

    Auch der flüssig lesbare, aber wenig anspruchsvolle Schreibstil konnte dies nicht mehr korrigieren.

    Dennoch eine runde Sache, 4 Sterne...

  9. Cover des Buches Breakfast at Tiffany's (ISBN: 9780141182797)
    Truman Capote

    Breakfast at Tiffany's

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Aniday

    Holly Golightly ist ein faszinierendes Mädchen - Bekannt, beliebt und geheimnisvoll. Nachdem der Erzähler nach Jahren an sie erinnert wird erzählt er von ihrem Kennenlernen.

    Ebenso faszinierend wie Holly ist diese kurze Geschichte. Es fällt mir schwer etwas zum Inhalt zu sagen, deshalb nur diese zwei Sätze. Es geht ganz um Holly, die anfangs nicht greifbar ist, nur ein junges, gedankenloses Ding. Und doch scheint die Welt sich um sie zu drehen, sie selbst veranlasst dies scheinbar mühelos und kommt vor allem in der Männerwelt mit allem durch. Doch nach und nach lernt man Holly besser kennen. Es ist keine Fassade, die sie aufrecht erhält, was es umso faszinierender macht. Aber auch hier steckt mehr dahinter als offensichtlich ist.

    Zudem gefällt mir der Stil des Autors sehr gut, es kommt mir vor als hätte ich weit mehr als nur 100 Seiten gelesen. Man malt sich unweigerlich aus, was wohl in der Zwischenzeit passiert ist, wer und wo Holly wohl heute (zum Zeitpunkt des Erzählens) ist. Es war nicht mein erstes Buch von Truman Capote, doch es ist das Buch wegen dem ich gerne mehr von ihm lesen möchte!

  10. Cover des Buches Erhörte Gebete (ISBN: 9783036959276)
    Truman Capote

    Erhörte Gebete

     (11)
    Aktuelle Rezension von: CarosLiteraturWelt

    Stellen Sie vorm Lesen der 232 Seiten Hochglanzthemen am besten eine Flasche Roederer Cristal kalt. Und dann hinein in den High Society-Dschungel voll genialer Bos- und Frechheit.

    "Ich mag ein schwarzes Schaf sein, doch meine Hufe sind aus Gold", sagt der ungezügelte und wenig fiktive Ich-Erzähler P.B. Jones in Truman Capotes Schlüsselroman. Schon als die ersten Kapitel in der US-Zeitschrift "Esquire" erschienen, gab es in der Jetset-Szene einen Aufschrei. Das neugierige Schoßhündchen der Reichen und Mächtigen hat plötzlich zugebissen und seine eigene Egozentrik demonstriert. Doch auf genialische Weise, die eben Weltliteratur ausmacht. Ein Buch wie "Erhörte Gebete" kann nur von einer dekadenten verruchten Schwuppe kommen, die sich für keinen Millionärsdreck-Fick zu schade ist. Selbst eine arg sexuelle Besudelung seines Beines von einer englischen Bulldogge des einflussreichsten Dramatikers der 1950er/60er findet in Capotes Schlüsselroman Raum und Ausdruck. Und die Nachwelt dankt dem Autor seinen Mut, fast alle Hohen Tiere beim echten Namen zu nennen, auch wenn er dafür von der Schickeria verbannt wurde.

    Bewusst indiskrete Fragmente mit äußerster Authentizität

    Mit äußerster Authentizität und bewusst indiskret plaudert Capote in seinem fragmentarischen Enthüllungsroman über vertuschte Morde, halsbrecherische Seitensprünge und intimste Geheimnisse der Reichen und Schönen. Es sollte Capotes Opus Magnum werden, das den Vergleich mit Marcel Prousts "Recherche" suchte. Über Jahrzehnte hinweg angekündigt, schob der als Genie gefeierte Autor jedoch die Veröffentlichung immer weiter hinaus. Hatte er Angst vor seinem eigenen Verrat? Schamlos bis zur Obszönität und blitzgescheit werden Mitglieder der internationalen Jetsetszene entlarvt – egal ob die Garbo, Jackie Kennedy oder ein Enkel Woodrow Wilsons, der den Ich-Erzähler als Callboy engagiert. Wissenswertes erfährt man zudem über das Sexleben der Gouverneursgattin von New York, einen deutschen Ölmagnaten, die Ehefrau eines "Late-Night-Kaspers" und einen wahnsinnig gewordenen Pferde-Erben. 

    Skandalöse Chronik

    Von fein gestrickten Sätzen durchzogen, kennt die skandalöse Chronik keine moralischen Grenzen. Der Stil Capotes ist präzise und tödlich, trotz der Unmengen von Alkohol und Koks, die das verwöhnte Kind der Gesellschaft zu sich genommen haben muss, um "Erhörte Gebete" zu schreiben. "Von ganzem Herzen, jedenfalls mit dem, was davon noch übrig geblieben ist" charakterisiert Capote auch Hollywoodbosse und deren Erzfeinde, die auf der Beerdigung offen bekunden: "Ich wollte nur sichergehen, dass der Scheißkerl tot ist." Und dann ist da noch die Heroine des Buches: Kate McCloud. Über sie sagt der Erzähler: "Kate! McCloud! Meine Liebe, meine Qual, meine Götterdämmerung, mein ganz eigener Tod in Venedig: unentrinnbar, gefährlich wie die Viper an Cleopatras Busen." Warum das so ist, kann man alles in "Erhörte Gebete" nachlesen. Ja ja, "die meisten Geheimnisse sollten nicht ausgeplaudert werden, besonders nicht jene, die für den Zuhörer bedrohlicher sind als für den Erzähler." Doch gerade das macht den Genuss dieses erstklassigen erfrischenden Klatsches aus, der hervorragend von Heidi Zerning ins Deutsche übersetzt wurde. Truman Capote hat sich geradezu selbstmörderisch in sein letztes Werk "Erhörte Gebete" gestürzt. Der Titel ist einem Satz der Theresia von Avila entnommen: "Es werden mehr Tränen über erhörte Gebete vergossen als über nicht erhörte."

  11. Cover des Buches Die Hunde bellen (ISBN: 9783036959672)
    Truman Capote

    Die Hunde bellen

     (9)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Nurejews Hund (ISBN: 9783898309424)
    Elke Heidenreich

    Nurejews Hund

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62

    Man könnte meinen, ein schöner, graziler Mann wie der Tänzer Rudolf Nurejew hätte sich einen ebenso eleganten Vierbeiner ausgesucht. Doch der Hund, der sich ihm eines Abends bei einer Party von Truman Capote anschloss, war kurzbeinig, plump, unförmig, träge und hässlich. Nurejew taufte ihn „Oblomow“ und das Tier dankte ihm die Zuneigung, die es von Nurejew bis zu dessen frühem Tod im Alter von 54 Jahren im Jahr 1993 empfing, sowie die Tatsache, dass er ihn darüber hinaus bei einer Freundin hingebungsvoll versorgt unterbrachte, mit lebenslanger hündischer Ergebenheit und einem schier unglaublichen Beweis der Verbundenheit.

    Elke Heidenreich liest die Geschichte Nurejews Hund, die aus ihrer und Bernd Schröders Geschichtensammlung Rudernde Hunde stammt und eigens für diese Hörversion erweitert wurde, einfühlsam, aber nicht rührselig, mit ihrer unverwechselbaren Stimme, der ich immer sehr gerne zuhöre. Zusammen mit der russischen Klaviermusik, die den Text für meinen Geschmack allerdings zu häufig unterbricht, ergeben sich knapp 60 bewegende Hörminuten, in denen ich zwischen Lachen und Weinen geschwankt habe und auf jeden Fall sehr berührt war.

  13. Cover des Buches Ich bin schwul. Ich bin süchtig. Ich bin ein Genie. (ISBN: 9783036959610)
    Truman Capote

    Ich bin schwul. Ich bin süchtig. Ich bin ein Genie.

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Lawrence Grobel, ein Journalist der bereits einige Interviews mit Prominenten veröffentlicht hat, hat in den frühen 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts, mehrere Gespräche mit Truman Capote geführt. Sie bilden die Grundlage für dieses Werk, dass der Diogenes Verlag im Jahr 2009 das letzte Mal veröffentlichte. Dabei ist der englische Titel – Conversations with Capote – nicht so aufreißerisch wie der deutsche: Ich bin schwul. Ich bin süchtig. Ich bin ein Genie. Brisant ist dessen Inhalt allemal, aus dem einfachen Grund, weil Capote ziemlich freizügig über Zeitgenossen herzieht und lästert. Eigentlich möchte man glauben, dass Lawrence, den erfolgreichen amerikanischen Literaten Truman Capote auf seine Liebhaber, seine Drogen und Alkoholabhängigkeit festnagelt. Sicherlich werden auch diese Dinge thematisiert, aber schnell wird klar auf was es der Journalist eigentlich abgesehen hat.


    Capote erzählt eben nicht nur freimütig aus seinem Leben, sondern auch aus dem Leben von Zeitgenossen, ehemaligen Freunden und Kollegen, so nennt er Hemingway eine Hinterzimmer-Schwuchtel, aber auch Jackie Kennedy – Onassis, Gore Vidal und Norman Mailer bekommen ihr Fett weg. Lawrence erkennt hier seine Chance und beginnt häufig nur noch bestimmte Namen abzufragen und Capote steigt ihm bereitwillig ein und erzählt und erzählt. Manch einer mag nun den Kopf schütteln und sich Fragen, weshalb sich der große amerikanische Literat, für solche Lästereien eigentlich hergibt. Ich unterstelle hier den großen Romancier, der wenn man Gerüchten glauben schenken mag, der eigentliche Schaffer von - To kill a mockingbird - ist, Taktik und Kalkül, und weniger Größenwahn, der ihm sonst immer so unterstellt wurde und wird. Klatsch und Tratsch, vor allem wenn es sich um solchen von Prominenten Menschen handelt, ist wohl ein Element der Unterhaltung die auch heute noch funktioniert. Das hatte der großartige Romancier verstanden, und das hat er auch in seinem unvollendet gebliebenen und posthum erschienenen Roman – Erhörte Gebete – bewiesen. Darin erzählte er pikante und intime Details der Highsociety. Letztere hat ihm empört den Rücken zugewandt und in verstoßen. Wer sich nun mit seinem literarischen Werk auseinander setzen möchte, dem kann ich nun dieses und alle anderen von ihm wärmstens empfehlen.

  14. Cover des Buches Wo die Welt anfängt (ISBN: 9783036957319)
    Truman Capote

    Wo die Welt anfängt

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der Verleger des Schweizer Kein & Aber-Verlages reiste 2014 zusammen mit seiner Frau in die USA, um in Archiven nach den letzten Kapiteln des unvollendeten Capote-Romans "Erhörte Gebete" zu suchen. Was sie aber durch Zufall fanden, waren etliche Kurzgeschichten, die Capote im Alter zwischen 14 und 16 Jahren geschrieben und die seinerzeit (zum Teil) in einer Schülerzeitung abgedruckt worden waren und danach in Kisten verpackt für viele Jahrzehnte verschwanden.

    Die vorliegenden 14 Stories zeigen, dass Truman Capote schon als Teenager die geradezu unheimliche Fähigkeit besaß, sich in Erwachsene und deren Sorgen, Nöte und Lebensbedingungen hineinzudenken, und dies auf einem sprachlichen, poetischen Niveau, wie es viele andere Schriftsteller in ihrem ganzen Leben nicht erreichen.
    Truman Capote entwirft realistische Charaktere, gute Plots, mitreissende Geschichten...und schreibt dermaßen stilsicher und metaphernreich, dass man als Leser vollkommen vergißt, in welchem Alter der Autor diese kleinen Wunderwerke schuf.

    Die Kurzgeschichten behandeln vielfältige Themen wie Einsamkeit, Rassismus, Trauer, Tod und Hoffnung. Sie sind oft melancholisch und von einer wirklich erstaunlichen Klug- und Weisheit. Keine Ahnung, woher Capote schon in jungen Jahren diese Lebenserfahrung hernahm, jedenfalls sind die Stories psychologisch und atmosphärisch unglaublich stimmig. Und...keine Geschichte gleicht der anderen, das Buch besticht durch eine wunderbare Vielfalt.

    Meine fünf Favoriten:

    1. Das hier ist von Jamie
    2. Louise
    3. Verkehr nach Westen
    4. Der vertraute Fremde
    5. Hilda

    Fazit: Poetisch, hervorragend geschrieben, erstaunlich erwachsen - Capotes erste Erzählungen sind eine absolute literarische Überraschung und zeigen deutlich, welch stilistisches Genie sich hier bereits zu entwickeln beginnt. Definitiv lesenswert.
  15. Cover des Buches Kaltblütig - Wahrheitsgemäßer Bericht über einen mehrfachen Mord und seine Folgen (ISBN: B001G6BXXU)
  16. Cover des Buches New York. Eine Stadt in Biographien (ISBN: 9783834212511)
    Bettina Winterfeld

    New York. Eine Stadt in Biographien

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Daniela8
    Dieses Buch habe ich in einem Zug durchgelesen und es hat mir richtig Lust auf New York gemacht. Die Biographien sind interessant zusammengestellt und geben einen guten Überblick über die Vielfalt der Stadt finde ich. 
  17. Cover des Buches Andere Stimmen, andere Räume (ISBN: 9783036959436)
    Truman Capote

    Andere Stimmen, andere Räume

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Nach dem Tod seiner Mutter, kommt der erst 13 jährige Joel Knox bei einer Freundin der Verstorbenen unter. Schließlich bleibt er dort nicht lange, denn er soll zu seinem, ihn bisher völlig unbekannten Vater, nach Alabama ziehen. Dort angekommen fehlt von ihm jede Spur und seine Stiefmutter Amy lässt es anfänglich nicht zu, dass er ihn sieht.


    Andere Stimmen, andere Räume ist der Debütroman von Truman Capote, obwohl er bereits seit seiner Kindheit geschrieben hatte und auch für die eine oder andere Kurzgeschichte, Preise und Anerkennungen bekommen hat. 2004 tauchte überraschend das Manuskript zu - Sommerdiebe - auf und 2015 erschien - Wo die Welt anfängt - eine Reihe von Kurzgeschichten, die er als 14-17 jähriger geschrieben hatte, und die erst kurz vorher in der Public Library in New York gefunden worden waren.


    Dieser Roman sorgte bereits ungelesen für Furore, schuld daran trug das Portrait-Foto am Umschlag. Es zeigte den 15 jährigen in einer lasziven und zu einladenden, und sexuell unterschwelligen Körpersprache. Es war im Jahr 1948 der am meisten diskutierte Roman und stand 9 Wochen auf der Bestsellerliste des New Yorkers. In der Biografie - Ich bin schwul. Ich bin süchtig. Ich bin ein Genie. - von Lawrence Grobel, nahm er Bezug auf dieses Bild und wollte sich wohl deswegen, ein wenig die Hände in Unschuld waschen:


    "Das Buch bekam sehr gute Kritiken. Es war ein Bestseller. Aber seltsamerweise, weckte ein Foto von mir, auf dem Umschlag des Buches, eine Menge Kontroversen. Es erschien zwölft Wochen lang, kein "Time", ohne dass etwas Boshaftes über mich darin stand. Alle möglichen schrecklichen Dinge wurden gesagt und geschrieben.(...) Ich hatte damit nichts zu tun. Es war einfach eine Fotografie, die ein Freund von mir gemacht hatte, sie sollte nirgends veröffentlicht werden. Man wollte ein Foto von mir und ich war in Kalifornien, also sagte ich zu Mir. Linscott, meinem inzwischen verstorbenen Lektor, er solle doch in meine Wohnung gehen, in der Schreibtischschublade seien eine Menge Fotografien von mir(...)"


    Heutzutage kann man es sich kaum vorstellen, dass ein Roman nur wegen eines Portrait-Fotos so eine große Publicity zu teil wird. Gerade wenn mir ein Schriftsteller so gut gefällt, wie es Truman Capote tut, setze ich mich meist mit der Entstehung seiner Werke und auch mit der Biografie des Schaffers auseinander. Für die Leser die das nun nur wenig interessiert hat, nun meine Meinung zum Werk:


    Ich musste den Roman erst ein wenig sacken lassen, bevor ich diesen besprechen konnte. Natürlich hab ich mir Gedanken darum gemacht. Er hat insgesamt sehr wenig Handlung, es ist ein Coming of Age Roman und lebt von den Beschreibungen und der Stimmung und der stilistischen Erzählung, die Truman Capote sein eigen nennt. Joel, der Hauptprotagonist, ist sich anfänglich noch ziemlich unsicher. Ihm gegenüber steht eine unbekannte ländliche Welt der Südstaaten, der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts, eigenartige Menschen und sein Vater, der ihm ein Unbekannter ist. Hier würde ich behaupten, dass auch biografisches mit eingeflossen ist, denn für den Schriftsteller, war auch sein Vater ein Unbekannter. Und auch Truman Capote hat seine Kindheit in den Südstaaten verbracht. Ab Mitte des Romans bleibt vieles nur Angedeutet. Vage verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Surrealität. Diese metaphernschwere Erzählung muss man schon mögen, ihm allerdings nun Langeweile vorzuwerfen, grenzt schon an einem Sakrileg. Nachdem ich - Wo die Welt anfängt - mit Begeisterung gelesen habe, war ich mir sicher, dass mir auch eine restlichen Werke gefallen. Dieser Roman ist Teil der neu editierten Werke Truman Capotes, im achtbändigen Schmuckschuber, den der Kein&Aber Verlag 2008 herausgebracht hat. Für jeden Fan, kann ich dieses Schmuckstück, wärmstens empfehlen.

  18. Cover des Buches Truman Capote Werke (ISBN: 9783036992600)
    Truman Capote

    Truman Capote Werke

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Truman Capote (ISBN: 9783036992969)
    Gerald Clarke

    Truman Capote

     (7)
    Aktuelle Rezension von: JohannesGroschupf
    Truman Capote war ein Phänomen - unglaublich begabt und zugleich furchtbar eitel und divenhaft. Gerald Clarke erzählt seine Lebensgeschichte so feinfühlig und detailliert, dass man meint, einen Roman zu lesen. Zugleich ist das Buch eine kleine Kulturgeschichte der New Yorker Schickeria der 50er und 60er Jahre. Truman Capote war immer mittendrin.
    Was mich beim Lesen besonders fasziniert hat, war die unverrückbare Überzeugung Capotes, der größte Schrftsteller seiner Zeit zu sein. Auf gewisse Weise war er das tatsächlich - niemand hat einen so meisterhaften Stil geschrieben.
    Sein Absturz durch Alkohol, Drogen und vor allem die soziale Ächtung seiner Schickeria-Freunde war allerdings wirklich bitter.
    Lesenswertes Buch!
  20. Cover des Buches Glanz und Schatten (ISBN: 9783938740903)
    Alexandra Lavizzari

    Glanz und Schatten

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Loretello
    Zufällig ist mir dieses Büchlein in die Hände gekommen und lange Zeit stand es unbeachtet im Regal. Nun habe ich es endlich gelesen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. "Wer die Nachtigall stört" ist eines der wenigen Bücher, das ich zweimal gelesen habe. Auch "Kaltblütig" hatte ich schon vor vielen Jahren gelesen und natürlich auch die Verfilmungen dieser beiden Bücher gesehen. Daher bestand Interesse, mehr über die beiden Schriftsteller zu erfahren.
    Alexandra Lavizzari versteht es, die Freundschaft der beiden erfolgreichen Schriftsteller, die sich aus einer Kinderfreundschaft heraus bis ins Erwachsenenalter fortsetzte, spannend und glaubhaft darzustellen, dabei werden auch Charaktereigenschaften der beiden deutlich, die später ihre Beziehung trübten. Auf jeden Fall kann ich das Buch als sehr lesenswert empfehlen. Interessant war auch zu erfahren, dass sowohl Harper Lee in ihrem einzigen Werk Ähnlichkeiten mit dieser Kinderfreundschaft aufgenommen hat, als auch Truman Capote mit "Andere Stimmen, andere Räume" ein Frühwerk geschrieben hat, in dem Erlebnisse aus dieser gemeinsamen Zeit vorkommen.
  21. Cover des Buches Marilyn Monroe, Photographien 1945-1962 (ISBN: 9783888143854)
    Truman Capote

    Marilyn Monroe, Photographien 1945-1962

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Cosmogirl
    Schöner Bildband mit einem Vorwort von Truman Capote
  22. Cover des Buches Marilyn & Co. (ISBN: 9783036955483)
    Truman Capote

    Marilyn & Co.

     (8)
    Aktuelle Rezension von: metalmel
    Also es ist so: Ich finde Truman Capote seltsam. Immer, wenn ich ihn sehe, dann habe ich dieses Bild im KOpf, aus den 1950er Jahren auf dem er mit Marilyn Monroe in einem Nachtclub ist. Sie sehr platinblond, zuckersüß, strahlendes Kind, er verschwitzt und hektisch, mit fettigen Haaren. Da bin ich jedesmal wieder erstaunt, wie er es geschafft hat überall im Mittelpunkt zu sein. Mir fällt dann nicht viel ein, außer seiner Brillanz und Einzigartigkeit mit dem geschriebenen Wort. Und schreiben konnte er wirklich. Das beweist auch wiederl dieses wunderschöne kleine Buch aus dem Kein & Aber Verlag: Marilyn & Co. Kurze, wie hingeworfen wirkende Essays präsentiert er uns Lesern, mit einer Präzision, die kaum zu glauben ist. Auf teilweise nur 2-3 Seiten fängt Truman Capote ganze Persönlichkeiten ein, lässt sie lebendig werden, ja machmal meint man sogar deren Stimmen zu hören. So treffen wir nicht nur auf Marilyn Monroe (den bekannten Text "Ein wunderschönes Kind" kennen vielleicht sogar einige), sondern auch auf Liz Taylor, Coco Chanel, Humphrey Bogart, Louis Armstrong und Marlon Brando. Außer MM findet sich nur noch ein längerer Text im Buch, nämlich der über Brando. Passend betitelt "Der Fürst in seinem Reich" erzählt er von einer Begegnung der beiden Männer Mitte der 1950er Jahre. Capote besucht Brando während der Dreharbeiten zu "Sayonara" und begegnet einem noch jungen Mann, der in seiner Suite Hof hält, Unmengen an Essen vertilgt und sich verwöhnen läßt, einfach weil er es kann. Wir erhalten einen frühen Blick auf den Menschen, der er später einmal werden wird und Capote beschreibt dieses Treffen mit einer Intensität, die man kaum findet. Und immer wieder die Monroe. So wahrhaftig und lebensnah wie in Capotes Text wurde sie nie wieder porträtiert. Auch Liz Taylor oder Humphrey Bogart bekommen Leben eingehaucht und man sieht die Menschen hinter den Stars. Das ist immer faszinierend und so eignet sich das keine Buch hervorragend zum Wiederlesen und Schmökern.
  23. Cover des Buches Truman Capotes turbulentes Leben (ISBN: 9783954030668)
    George Plimpton

    Truman Capotes turbulentes Leben

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Mir hat diese Biografie - Truman Capotes turbulentes Leben - sehr gut gefallen, widmet sie sich doch einem Schriftsteller, dessen Werke mir sehr gut gefallen. Allerdings ist dieses Werk, dass unter anderem vom Mitbegründer der Literaturzeitschrift - The Paris Reviews - George Plimpton herausgebracht worden ist, nicht nach Schema F geschrieben. Sie ist eine ganz besondere, weil in kurzen und in längeren Kommentaren und Interviews, Zeitzeugen, Kollegen, Freunde und Bewunderer Capotes zu Wort kommen und ihre Sicht auf den genialen Schriftsteller kundtun. Dadurch wird - Truman Capotes turbulentes Leben - sehr facettenreich und ist auf keiner Seite langweilig oder trocken erzählt. Zwischen den Zeilen offenbart sich dem geneigten Leser zumindest in Ansätzen seine Persönlichkeit und beinahe glaubt man ihn auch persönlich gekannt zu haben.


    Im Kein&Aber Verlag, in dem auch Truman Capotes sämtliche Werke auf Deutsch erhältlich sind, erscheint im April 2017 ein Buch von Lawrence Grobel mit dem Titel: Ich bin schwul. Ich bin süchtig. Ich bin ein Genie. Grobel hat in den letzten Lebenstagen von Truman Capote, mehrere Interviews geführt. Hier kommt Truman Capote selbst zu Wort und teilt, wie man es nicht anders erwarten würde, ziemlich aus. Jene Interviews bildeten dann die Grundlage für dieses Buch. Diese intimen Gespräche sehe ich als Pendant zu - Truman Capotes turbulentes Leben - und ist ebenfalls sehr lesenswert. Ebenfalls im Kein&Aber Verlag, ist eine weitere Biografie, geschrieben von George Clark, von Truman Capote erschienen und ist etwas umfangreicher als erstere. Für Fans seiner Werke und für Leser die außergewöhnlichen Biografien etwas abgewinnen können, ein absolutes "Musthave". Wer sich nun den Werken Capotes nähern möchte, dem empfehle ich die Kurzgeschichtensammlung - Wo die Welt anfängt - und oder der Roman mit dem er seinen durschlagenden Erfolg als Schriftsteller hatte: Kaltblütig.

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