Bücher mit dem Tag "tudor"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tudor" gekennzeichnet haben.

69 Bücher

  1. Cover des Buches Die Seelen der Nacht (ISBN: 9783442377190)
    Deborah Harkness

    Die Seelen der Nacht

     (1.159)
    Aktuelle Rezension von: Yukiomishima

    Das Buch hat ganz gut angefangen, aber es hat sich für mich kein erkennbarer Spannungsbogen aufgebaut. Die Geschichte plätschert so vor sich hin und fing irgendwann an mich zu langweilen. 

    Leider werden die Nebencharaktere nie richtig beschrieben, sie sind eindimensional und man hat den Eindruck dass sie nur als Deko da sind und im Grunde unwichtig sind. Man lernt eigentlich nur Matthew und Diane kennen. 

    Auch die Orte werden nie detailliert beschrieben, was schade ist da Oxford sich wirklich dazu anbietet. Ich musste die Schauplätze googlen um mir etwas darunter vorstellen zu können. 

    Der Grund warum ich das Buch abgebrochen habe ist der, dass es mich extrem aufregt dass Diane von Matthew wie ein Kind behandelt wird. Das ist bei den meisten Vampirgeschichten so. Matthew entscheidet wann Diane schläft, isst, trinkt, überhaupt irgendwas tut. Er entscheidet ständig über ihren Kopf hinweg. Gut, das Buch ist 10 Jahre alt und die Autorin gehört zur älteren Generation, da ist alles etwas anders als bei uns. Trotzdem altert das Buch inhaltlich überhaupt nicht gut. 


    Alles in allem ein Durchschnittsschmöker. 

  2. Cover des Buches Wo die Nacht beginnt (ISBN: 9783442381388)
    Deborah Harkness

    Wo die Nacht beginnt

     (481)
    Aktuelle Rezension von: Charlea

    Auch der zweite Teil der Reihe hat mich nach wenigen Seiten wieder in seinen Bann gezogen und ich habe ihn gelesen, als würde er noch zum ersten Band gehören. Generell hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass die Geschichte einfach konsequent weiter gedacht und weiter erzählt wurde, so dass man fast nicht mal auf den Gedanken kommt, dass es unterschiedliche Teile sind.
    Am Ende des ersten Teils entscheiden sich Diana und Matthew, den Reise in die Vergangenheit - in das London Elizabeth I. zu wagen, da sie in der Gegenwert scheinbar ihren Widersachern nichts entgegen zu setzen haben.
    Doch obwohl Diana Historikerin ist, hat sie zunächst große Anpassungsschwierigkeiten - Etikette, Tonfall und Aufführen einer Dame von Stand lassen sich nicht so ohne Weiteres aus Büchern erlernen. Und auch Matthew erscheint ihr verändert, gerade im Kreis seiner Freunde.

    Zu diesem Buch kann ich wirklich nur sagen - es war einfach nur gut, ich habe es geliebt, es wird mein Haus nicht mehr verlassen und ich werde es wieder lesen. Es gab Szenen, bei denen ich richtig schluchzen musste, vor allem wenn es um die Familie von Diana ging. Mir  beweist das einfach, dass die Geschichte mich absolut gefesselt hat und bisher ist der zweite Teil der Reihe mein Lese-Highlight des Jahres



  3. Cover des Buches Das Spiel der Könige (ISBN: 9783404163076)
    Rebecca Gablé

    Das Spiel der Könige

     (646)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    Der dritte Teil der Waringham-Saga ist meiner Meinung nach der beste: das Wechselspiel zwischen Blanche und Julian gibt dem ganzen etwas mehr Dynamik. Gablé erzählt wie immer spannend und detailreich, ohne im Wirrwarr von gefühlt hunderten Henrys und Edwards verloren zu gehen. Der beste deutsche historische Roman, den ich je in die Finger bekommen habe.

  4. Cover des Buches Der dunkle Thron (ISBN: 9783404168439)
    Rebecca Gablé

    Der dunkle Thron

     (441)
    Aktuelle Rezension von: Lesemaus85

    "Vielleicht sind Männer wie ich so überholt und überflüssig geworden wie die Schlachtrösser, die meine Vorfahren einst gezüchtet haben. Aber kein Waringham hat sich je einem Tyrannen unterworfen. Und ich schwöre bei Gott, ich werde nicht der erste sein!" (Nick of Waringham)

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    England, 1529: Als sein Vater im Tower zu Tode gefoltert wird, erbt Nick die Baronie und damit auch den unversöhlichen Groll König Henrys.

    Dieser will sich von der Kirche lossagen und sich von der Königin scheiden lassen. In diesen wirren Zeiten setzen die Enländer ihre Hoffnung in Prinzessin Mary. 

    Und ausgerechnet Nick fällt es zu, Mary zu beschützen. Und sei es auch gegen ihren eigenen Vater...

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    Der vierte Teil der Waringham-Saga knüpft wunderbar an seine Vorgänger an. Allerdings ist es recht verwirrend an manchen Stellen, wer denn nun mit wem wie verwandt ist.

    Der Spannung, dem flüssigen Lesen und dem fantastischen Einblick in das damalige England tut dies aber keinen Abbruch

    Der Roman ist wieder sehr sehr gut recherchiert und die Autorin bettet die fiktiven Personen perfekt und nahtlos in die wahren Begebenheiten ein.

    Natürlich ist ihr Hauptcharakter wieder sehr ehrenvoll, moralisch einwandfrei so wie immer. 

    Und da sich diese Charaktere und Bücher immer recht ähnlich sind, ist der Leser ob einer Wendung dann doch nicht soooo sehr überrascht.

    Dennoch: 

    Alles was ein historischer Roman braucht. Wahrheit und Fiktion glaubwürdig transportiert und sehr kurzweilig erzählt.

  5. Cover des Buches Wölfe (ISBN: 9783832161934)
    Sabine Roth

    Wölfe

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Das Königreich England im Jahr 1520 hat immernoch keinen männlichen Erben. Sollte der König sterben würde dem Land ein Bürgerkrieg bevorstehen. Henry VIII. möchte Anne Boleyn heiraten und seine bestehende Ehe annulieren lassen. In dieser Zeit wird aus Thomas Cromwell ein wohlhabender Mann. Cromwell arbeitet sich von ganz unten nach oben und gehört irgendwann sogar zum engsten Beraterkreis des Königs. 

    Hilary Mantel hat hier einen wirklich tollen historischen Roman geschrieben. Ganz anders als andere verliert sie sich nicht in Beschreibungen der Zustände, Kleidung, Orte etc. sondern beschränkt sich eher auf die Vielschichtigkeit der Charaktere, Machenschaften, Intrigen und politischen Wendungen. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, da manchmal zunächst nicht erkennbar ist wer spricht und auch Szenenwechsel nicht deutlich gemacht werden. Nach einiger Zeit bin ich aber gut damit klar gekommen. Cromwell ist für mich eine faszinierende historische Persönlichkeit und ich habe seinen Weg durch dieses Buch besser nachvollziehen können. Sehr gelungen finde ich, dass die Autorin diesen mitunter sicherlich zweifelhaften Menschen nicht bewertet. Jeder Leser darf sich hier sein eigenes Bild schaffen.

    Fazit: Ein Buch für das man sich Zeit nehmen muss und sollte. Nichts um es "mal eben nebenbei" zu lesen. Ein historischer Roman mit literarischem Anspruch. Ein anspruchsvolles und spannendes Zeitportrait. Wirklich empfehlenswert aber bestimmt nichts für Jedermann.


  6. Cover des Buches Die Hüter der Rose (ISBN: 9783404156832)
    Rebecca Gablé

    Die Hüter der Rose

     (779)
    Aktuelle Rezension von: Norbert_H

    Ich habe es endlich mal geschafft an der Waringham-Saga weiterzulesen und es nicht bereut. 

    Zur Geschichte des zweiten Teils:

    Die Hüter der Rose beginnt im Jahre 1413 kurz nach dem Tod von Lancasters Sohn König Heinrich IV. und umspannt den Zeitraum bis 1445.  Sein Sohn Heinrich V. entfacht den Krieg gegen Frankreich von Neuem, um verlorene Ländereien zurückzugewinnen. John of Waringham nimmt als junger Knappe zusammen mit seinen Freunden Owen Tudor und John Beaufort an diesem Feldzug Teil und erlebt unter anderem die Schlacht von Agincourt, wo er zum Ritter geschlagen wird. Zurück in Waringham muss er 1415 seinen Vater beerdigen. Sein Halbbruder Raymond wird Earl of Waringham, den Titel in Burton hatte schon vorher der älteste Sohn Robins, Edward inne. John wird Stewart in Waringham. Im weiteren Verlauf des Buches ist John ein treuer Gefolgsmann des Königs und vor allem auch von dessen Onkel Henry Beaufort, dem Bischof von Lincoln und Winchester, der wie sein Vater John of Gaunt im Hintergrund die Fäden zieht. Kurz vor seinem Tod ernennt Heinrich V. John zum Erzieher und Beschützer seines Sohnes, Heinrich VI., eine Aufgaben, die er bis zum Ende des Buchs wahrnimmt.(Quelle: Wikipedia)

    Wie auch schon im ersten Teil „Das Lächeln der Fortuna“ gibt es jede Menge Protagonisten im Buch. Von daher ist eine Agenda, sowie ein komplettes Verzeichnis aller im Buch vorkommenden Personen wieder hilfreich. So kann ich immer wieder nachschauen. 

    Rebecca Gablés Schreibstil gefällt mir und ist ebenso spannend, wie der erste Teil, auch wenn ich bei über 1100 Seiten die Befürchtung hatte, es könnte langweilig werden.

    Aber durch die exzellente Recherche der Autorin bleibt dafür keine Zeit. Es ist eine brutale, aber auch eine spannende und interessante Zeit.

    Der Krieg zwischen England und Frankreich zieht sich fast durch das gesamte Buch.

    John, aus meiner Sicht der Hauptprotagonist, wenn man dies bei der Vielzahl an Personen überhaupt kategorisieren kann, ist aus meiner Sicht eine tolle Person. Er erlebt Höhen aber auch extrem viele, dunkle und vor allem schmerzhafte Tiefen.  Ich habe mir immer wieder beim Lesen gedacht: „wieviel Schmerz kann ein Mensch ertragen“? 

    Ein für mich wunderbarer Nebenschauplatz ist das Pferdegestüt der Waringhams. Vor allem ihr Umgang mit den Pferden. 

    Leider scheint es in jedem Band einen Waringham zu geben, der aus dieser Art schlägt. Das ist für mich ganz klar Robert of Waringham.

    Die Frauen in der Geschichte sind weiß Gott nicht beneidenswert, was leider der damalige Zeit geschuldet gewesen ist. Rechte für Frauen, gab es so gut wie keine und die Männer wurden leider nicht wirklich für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen.

    Aus meiner Sicht gelingt es Rebecca Gablé diese dunkle, für mich grausame und brutale Zeit, überzeugend ehrlich, hervorragend recherchiert und doch auch an den richtigen Stellen mit einem Quäntchen Humor zu erzählen. Und so ist es für mich ein insgesamt gelungener zweiter Teil dieser Waringham-Saga.

    Mein Fazit:

    Für alle Fans historischer Romane ist das Buch ein absolutes Muss, allein schon aufgrund des geschichtlichen Hintergrunds, der Intrigen, des Facettenreichtums des Romans und der hervorragenden historischen Recherche. 

  7. Cover des Buches Die Königin der Weißen Rose (ISBN: 9783499254840)
    Philippa Gregory

    Die Königin der Weißen Rose

     (99)
    Aktuelle Rezension von: KruemelGizmo


    England 1464: Die Adelshäuser York und Lancaster kömpfen um den englischen Thron. Als der Erbe der weißen Rose König Edward der jungen Witwe Elizabeth Woodville kennenlernt, kann er ihr nicht widerstehen. Doch Elizabeth ist nicht bereit Edwards Mätresse zu werden, aber er wil, sie um jeden Preis und so heiratet er sie gegen alle Standesschranken. Damit löst er einen Skandal aus. Elizabeth Woodville stehen mächtige Feinde entgegen, und so kämpft sie gegen Neid, Missgunst und Intrigen, dabei ist sie und ihre Familie in ständiger Gefahr...

    Die Königin der weissen Rose von Philippa Gregory ist der erste Teil der Rosenkrieg-Reihe. 

    Ich war sehr gespannt auf die Reihe, denn die Zeit interessiert mich und das die Frauen/Königinnen hier im Mittelpunkt stehen sprach mich direkt an. Leider konnte mich der Reihenauftakt nicht so wirklich für sich einnehmen. 

    Die Geschichte wird zum größten Teil aus Elizabeth Woodvilles Sicht geschildert, erst im späteren Verlauf wird dies ein klein wenig aufgelockert, was mir deutlich besser gefallen hat. Elizabeth ist keine wirklich sympathische Protagonistin, der ich gerne durch die Geschichte folge. 

    Durch den Erzählstil bekam ich kaum ein Gefühl für die Zeit und die Ereignisse zu dieser Zeit. Man erfährt zum größten Teil immer nur die Auswirkungen auf Elizabeth und es wirkt bald nur noch auf mich wie eine Aneinderreihung. Hier fehlte mir wirklich das Umfeld um richtig in die Zeit eintauchen zu können. 

    Auch der leicht mystische Touch, konnte mich nicht überzeugen, hier hätte ich mir  eine intensivere Ausarbeitung gewünscht, damit es nicht nur immer zur rechten Zeit erwähnt wird und es realistischer rüberkommt. 

    Mein Fazit:

    Für mich leider nicht der gelungene Reihenauftakt, den ich so gerne gehabt hätte. Interssante Zeit, aber für die Umsetzung war ich nicht so ganz die richtige Leserin. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich die Reihe weiter verfolgen werde.

  8. Cover des Buches Wolfsschwestern (ISBN: 9783499291159)
    Philippa Gregory

    Wolfsschwestern

     (35)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Inhalt:

    Herrscherinnen, Rivalinnen, Liebende

    Ein kurzer Blick in die Augen von Katharina von Aragón genügt, und Margaret Tudor weiß: Auf ewig wird ihr Schicksal miteinander verbunden sein - ob in Aufstieg oder Fall. Wenig später ist Katharina Königin von England. Margaret heiratet den schottischen König und sichert so den Frieden zwischen beiden Ländern. Doch das Bündnis hält nicht lang. Margarets Mann fällt in der Schlacht, Katharina verschleppt seine Leiche als Trophäe nach England - und beide Frauen werden zu Feindinnen. Ein leidenschaftlicher Reigen voller Ränkespiele entspinnt sich, und nur eines ist sicher: Nie lässt sich das Band, das die beiden Herrscherinnen verbindet, lösen.


    Meine Meinung:

    Dieser Klappentext und Titel hatten es mir von Anfang an angetan und mich unheimlich neugierig gemacht. Ganz besonders, da ich die turbolente Geschichte von Henry VIII. und seinen Ehefrauen kenne, aber von seinen Schwestern mir bisher nur wenig bekannt war. Daher war ich umso gespannter auf dieses Buch von einer meiner liebsten Autorinnen für historische Romane.

    Zu Beginn der Geschichte war eher Margaret Tudor eine unsympathische Protagonsitin, wie sie über ihre Schwägerin spricht. Doch im Laufe des Buches, vor allem als wir uns schließlich in Schottland aufhielten und Margaret immer älter und reifer wurde, wuchs mein Bewundern für diese starke, unabhängige Frau, die für sich und ihre Stellung kämpfte. ALs ich nun am Ende angekommen war, wollte ich mich gar nicht mehr von ihr und Schottland trennen.

    Ich liebe den Aufbau von Philippa Gregorys Romanen. Durch die ständige Angabe der Zeit und des Ortes behält man immer den Überblick und auch wenn die Ereignisse überschlagen, hat man immer Anhaltspunkte wann man sich wo befindet. Auch das Einbetten von Briefen zwischen den beiden Königshöfen hat mir sehr gut gefallen.

    Über die Geschichte Katharina von Aragons ist viel bekannt, über sie wird immer wieder gesprochen und geschrieben. Dies war hier anders und der Blick einer anderen Protagonistin, welcher Katharina und dem englischen Hof trotzdem sehr nahe stand, eröffnete mir noch einmal eine ganz neue Perspektive auf diese Frau. Genauso erging es mir mit dem König Henry VIII.

    Die Dritte im Bunde war mit Prinzessin Mary, der Königinnenwitwe von Frabkreich, eine mir ebenso unbekannte Person wie Margaret es war. Auch wenn man über ihr Leben beiweiten (aber logischerweise) nicht so viel erfuhrt wie über Margarets gefiel mir unheimlich gut, wie Philippa Gregory die Verbindungen und Parallen in den Leben der drei Königinnen und Schwestern darstellte und beschrieb. Ihr Kommentar dazu im Nachwort ergänzte den Roman perfekt.


    Fazit:

    Ich bin von je her begeistert und fasnizinert von den Tudors und ihrer turbolenten Geschichte. Diese beschränkte sich bisher auf das Zentrum des englischen Königshofes Henry VIII. Dieses Buch hat mir eine völlig neue, aber nicht weniger spannende Perspektive eröffnet und meinen Wunsch, möglichst viel über diese Zeit und die Personen zu erfahren, nur noch größer gemacht. Ich hätte mich am liebsten gar nicht von diesem Buch, Margaret, Schottland, England, den Tudors getrennt - doch das muss ich auch nicht, schließlich gibt es genug Romane dieser großartigen Autorin.

  9. Cover des Buches Die Schwester der Königin (ISBN: 9783746633701)
    Philippa Gregory

    Die Schwester der Königin

     (241)
    Aktuelle Rezension von: BookishJulii
    Als absoluter geschichtlicher Fan von Anne Boleyn und ihrer Schwester und allen Film- und Serienadaptionen die es zu diesen historischen Figuren gibt, musste ich natürlich auch das Buch dazu lesen. Der Film zu diesem Roman hat mich schon auf ganzer Länge überzeugt und auch das Buch konnte ich kaum aus der Hand legen.

    Die Geschichte ist sicher bekannt: Obwohl zuerst Anne Boleyn für den König Heinrich VIII auserwählt wurde, verliebt sich dieser in ihre Schwester Mary. Er nimmt sie als seine Mätresse mit zu sich in den Palast, wo sie streng nach Protokoll und den Anweisungen ihrer Familie dem König dienlich sein muss. Doch als sie schwanger wird und ihm eine Tochter gebärt, verliert er das Interesse an ihr. Danach tut Anne alles in ihrer Macht stehende, um den König um ihren Finger zu wickeln. 

    Die Geschichte ist voller Intrigen und Ränkespiele innerhalb des Palastes. Die Familie verschachert ihre beiden Töchter als Lustgespielinnen für den König, ganz egal wie viel sie dafür aufs Spiel setzen. Der König ist wie ein verzogener Bengel, Anne dagegen wie ein störrisches Kind, das solange bockt bis sie bekommt was sie will.
    Marys Geschichte ist herzergreifend und zeigt Wendungen und Schicksalsschläge, die mir im Film verborgen blieben.

    Ich habe dieses Buch verschlungen und fand es grandios. Es ließ mich nicht nur einmal mit absoluter Gänsehaut zurück. Ein Muss für alle, die englische Geschichte lieben.
  10. Cover des Buches Der Kreidemann (ISBN: 9783442489398)
    C.J. Tudor

    Der Kreidemann

     (302)
    Aktuelle Rezension von: wanderer-of-words

    Die Geschichte ist aus Eddies Sicht und auf zwei Zeitebenen erzählt, einmal im Jahr 1986, als er 12-jahre alt ist und einmal im Jahr 2016, wo Eddie bereits Anfang 40 ist. Der Wechsel aus kindlichem und erwachsenem Erzähler gelingt der Autorin ausgesprochen gut. Wenn der junge Eddie erzählt hat man nie das Gefühl, dass da gerade ein Erwachsener spricht, in seinem Fokus stehen ganz andere Dinge als später beim erwachsenen Eddie. ⠀

    Der Roman erhält seine Spannung aus der Stimmung, eine sich zuspitzende Handlung gibt es nicht. Durch die Erzählung zieht sich eine beklemmende Stimmung, man weiß, dass hier noch etwas Schlimmes passieren wird. Der Klappentext verrät bereits eine Menge zu den Geschehnissen und auch auf die Auflösung wer der „Kreidemann“ ist muss der Leser nicht allzu lange warten. An vielen Stellen deutet die Autorin auch an was später noch passieren wird und nimmt so natürlich einiges an Überraschung raus. Meiner Meinung nach, hätte sie ein paarmal darauf verzichten und uns überrumpeln sollen. Mein Interesse an der Geschichte bestand so „nur“ an der Auflösung der damaligen Geschehnisse und der Ungewissheit was auf der gegenwärtigen Zeitschiene noch passieren wird. 

    Die Auflösung des Mordes fand ich etwas enttäuschend. Zwar werden die losen Enden miteinander verknüpft, aber das Mordmotiv war mir zu schwach und das große Finale erinnerte zu sehr an Hollywood. Absolut großartig ist aber wiederum, wie ganz am Ende des Buches eine letzte offene Frage noch geklärt wird. Mit dieser Auflösung hatte ich nicht gerechnet, das entsprach genau meinem Geschmack. Um nicht zu spoilern verrate ich an dieser Stelle nicht mehr dazu. :)

  11. Cover des Buches Von Ratlosen und Löwenherzen (ISBN: 9783404642427)
    Rebecca Gablé

    Von Ratlosen und Löwenherzen

     (167)
    Aktuelle Rezension von: 65_buchliebhaber

    Rebecca Gablé konnte mich schon mit ihren historischen Romanen überzeugen, ich lese sie immer wieder gerne. Nach der Lektüre von Teufelskrone wurde ich auf ihr Sachbuch aufmerksam, das sich mit der Zeit des Mittelalters beschäftigt. Und ich habe die Lektüre nicht bereut. Ich kann mich nicht an eine so unterhaltsame Geschichtsstunde erinnern, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Anekdoten enthält und an geeigneten Stellen Bezug zur heutigen Zeit herstellt.

    Ihr unverwechselbarer Schreibstil macht das Lesen zu einem wahren Vergnügen. Zudem vermittelt der Buchinhalt das tiefgehende Wissen der Autorin zum Thema. Unterstützend und informativ sind die Zeittafel mit den wichtigsten Ereignissen und eine Liste der englischen Könige in dieser Zeitspanne einschließlich Stammbaum.

    Kurz zusammengefasst handelt es sich um ein Sachbuch mit vielen interessanten historischen Details, humorvoll und verständlich erklärt, das sich liest wie ein Roman. Ein schöneres Kompliment gibt es wohl nicht für ein Sachbuch zum Thema Geschichte. Mit diesem Buch schafft es Rebecca Gablé, das Interesse an Geschichte zu wecken bzw. zu verstärken. Ihre kurzweilige Geschichtsstunde möchte ich historisch interessierten Lesern und denjenigen, die sich in das Thema einlesen möchten, ans Herz legen.

  12. Cover des Buches Das Erbe der weißen Rose (ISBN: 9783499267130)
    Philippa Gregory

    Das Erbe der weißen Rose

     (28)
    Aktuelle Rezension von: LiveReadLove

    INHALT

    Nach seinem Sieg in der Schlacht von Bosworth 1485 wird Henry Tudor König von England. Doch der Frieden ist sehr fragil: um die Häuser Lancaster und York endlich zu vereinen, heiratet er Elizabeth of York, die älteste Tochter des verstorbenen König Edward IV. Die beiden arrangieren sich nur langsam mit ihrer Ehe und als ein junger Mann auftaucht, der Anspruch auf den Thron erhebt muss sich Elizabeth entscheiden, wem ihre Treue gilt: ihrem Gemahl, den sie langsam zu lieben lernt oder dem Mann, der behauptet ihr Bruder zu sein.


    Das letzte Buch auf meinem Philippa Gregory SuB war „Das Erbe der weißen Rose“. Ich habe die Reihe von der Autorin ja völlig durcheinander gelesen, da mir die einzelnen Ereignisse schon bekannt waren und ich deshalb die Chronologie nicht unbedingt gebraucht habe. Dieses Buch markiert das Ende der Rosenkriege und der Beginn der Tudor-Zeit und ich war sehr gespannt darauf, wie Philippa Gregory die junge Elizabeth of York darstellen würde.

    Zu Beginn der Geschichte war ich recht angetan von Elizabeth. Sie hat ihre große Liebe verloren. Es gab zeitgenössische Spekulationen, dass Elizabeth mit ihrem Onkel Richard III. eine Affäre gehabt haben soll, was allerdings nie bestätigt wurde und Philippa Gregory flicht dieses Gerücht gekonnt in ihre Geschichte ein. Durch den Tod von Richard ist erneut ungewiss, wie es mit Elizabeth weitergehen wird, doch ihre Mutter, ist sich sicher: sie wird Königin von England, denn Henry Tudor hat ein Versprechen gegeben. Höchst widerwillig heiraten die beiden und vereinen somit die Häuser Lancaster und York. Die Ehe zwischen Henry und Elizabeth ist zunächst sehr lieblos und starr. Henry fürchtet um sein fragiles Königreich, das er nur durch Krieg errungen hat und Elizabeth macht sich wenig Mühe, ihn zu unterstützen. Außerdem wirkt er nicht wie ein Mann, der auf seine junge Frau hören würde. Überall sieht er Intrigen, Verrat und er vertraut nur Jasper Tudor und seiner Mutter, Margaret Beaufort.

    Ich fand es teilweise recht anstrengend, diesen historischen Roman zu lesen. Elizabeth bemüht sich nach einiger Zeit wirklich, ihren Mann besser verstehen zu können und eine gute Königin zu sein. Spätestens nachdem sie zwei Kinder von ihm bekommen hat, ist ihr klar, dass sie wirklich versuchen muss mit Henry glücklich zu werden. Letztlich tun beide genau das: sie beginnen sich gegenseitig zu vertrauen, führen Gespräche und lernen sich nach und nach zu lieben. Doch auch diese Liebe ist sehr brüchig, denn als ein Thronprätendent auftaucht, wittert Henry direkt Verrat. Womit er auch nicht ganz unrecht hat, jedoch hat Elizabeth damit überhaupt nichts zu tun. Sie würde niemals ihren Sohn Arthur der Gefahr aussetzen, seinen Thron zu gefährden, denn gäbe es wirklich noch einen ihrer verschwundenen Brüder, dann hätte ihr eigener Sohn kein Anrecht auf den Thron. Das möchte Elizabeth, genauso wie Henry, verhindern. Doch ihr Ehemann glaubt ihr nicht wirklich und das mühsam aufgebaute Vertrauen ist wieder dahin.

    Ich denke es ist sehr realistisch dargestellt, wie ängstlich Henry Tudor tatsächlich war. Er ist für die englische Bevölkerung ein völlig Fremder. Er hat zwar einen Thronanspruch, durch seine Familie, doch er lebte fast sein gesamtes Leben im Ausland. Er kennt weder die Gepflogenheiten Englands, noch das Volk. Gleichzeitig ist er durch seine Erfahrungen im Asyl sehr ängstlich, denn er weiß, wie schnell man sein Reich verlieren kann. Es muss nur eine starke Armee mit einem Thronanwärter auftauchen, genau wie er es einmal war.
    Und es ist auch irgendwo verständlich, dass Henry seine Ehefrau, der angeblichen Schwester des Thronprätendenten nicht sofort glauben schenkt. Doch er lässt sich immer und überall beobachten. Er lässt sie nicht aus den Augen und glaubt ihr trotzdem nicht? Und das, obwohl ihm doch auch klar sein muss, dass Arthur nicht nur sein Sohn ist, sondern auch der seiner Ehefrau. Würde Elizabeth wirklich seinen Anspruch auf den Thron opfern, für jemanden, der lediglich behauptet ihr Bruder Richard zu sein?

    Letztlich ist es so, dass über das gesamte Buch hinweg, Elizabeth eigentlich diejenige ist, die gar nichts weiß. Sie wird über nichts informiert, sie erfährt alles über Dritte und sie bleibt von Anfang bis Ende komplett ahnungslos. Sie wird nie richtig ins Vertrauen gezogen, hat kaum Kampfgeist und setzt sich nur wenig für sich selbst ein. Sie bleibt eine eher blasse, fast schon duckmäuserische Königin, die alles tut, um ja keinen Verdacht zu erregen. Selbst von ihrer eigenen Mutter wendet sie sich ab, um keinen Verdacht zu erregen. Überhaupt kommt Elizabeth Woodville, die Witwe von Edward IV. sehr schlecht weg. Ich bin eigentlich ein sehr großer Fan von ihr und bewundere ihren Mut und ihre große Intelligenz. Doch in „Das Erbe der weißen Rose“ wirkt sie so, als würde sie ihre eigene Tochter hintergehen und nur darauf warten, dass sie und ihre Familie stürzt, um jemanden auf den Thron zu setzen, der möglicherweise ihr Sohn sein könnte. Ehrlich gesagt, kann ich es mir nicht richtig vorstellen, dass Elizabeth Woodville ihre Tochter derart hintergehen würde und weiß auch nicht wie die Quellenlage hierzu ist. Doch in dem Roman von Philippa Gregory kommt die ehemalige Königin, in meinen Augen, nicht sehr gut weg.
    Überhaupt kommen die Frauen in diesem Roman nicht so gut weg. Elizabeth wird letztlich immer übergangen und gibt mir als Leserin keinerlei wichtigen Informationen. Sie hat nicht das Geschick ihrer Mutter geerbt, irgendwie in die Geschäfte des Königs einzuwirken und das fand ich sehr schade. Es war fast schon anstrengend hören zu müssen, dass Elizabeth überhaupt nichts weiß und das betonte sie immer wieder auf verschiedene Arten. Hier fand ich die Serie „The White Princess“ deutlich gelungener. Denn nicht nur ihr Mut wird hier etwas herausgestellt, sondern auch die Zweifel, die sie hatte, bezüglich des Thronprätendenten. In der Serie war sich Elizabeth gar nicht mal so sicher, dass er tatsächlich ein Lügner ist. Im Buch jedoch wurde deutlicher, dass sie sich von ihm abwendet. Wie es wirklich war, lässt sich bis heute nicht sagen, denn die Prinzen im Tower bleiben weiterhin verschwunden und womöglich für immer eines der größten Rätsel überhaupt.

    FAZIT

    Eigentlich gibt diese Geschichte sehr viel her, denn das Ende der Rosenkriege und der Beginn der Tudor-Zeit ist sehr aufregend gewesen. Doch Philippa Gregory hat es in meinen Augen etwas versäumt, die Spannung zu halten und weiter voran zu treiben. Elizabeth ist als Protagonistin in meinen Augen nicht so stark, wie sie hätte sein können. Sie hat viel zu wenig Einfluss in diesem Buch und deshalb habe ich oft den Fokus etwas verloren. Das Buch ist wie alle historischen Romane der Autorin, wunderbar geschrieben, doch ich denke, Gregory hätte noch mehr heraus holen können.

  13. Cover des Buches Maria Stuart (ISBN: 9783518188538)
    Friedrich Schiller

    Maria Stuart

     (550)
    Aktuelle Rezension von: Woerterschloss_

    Schulbuch, Pflichtlektüre... Naja, normalerweise kann mich das, was ich für die Schule lesen "muss" tatsächlich nicht so überzeugen. Nicht, dass ich die Romane/Dramen schlecht finde, auch kann ich bis zu einem gewissen Grad verstehen, warum vieles "älteres" heutzutage noch gelesen werden soll, aber die Geschichten konnten nie dieses brennende Begeisterung in mir wecken, die mich privat dazu bringt, Seite um Seite umzublätter, ohne zu merken wie die Zeit vergeht, gar zu vergessen, dass ich überhaupt lese, und die Figuren nicht nur vor meinem inneren Auge lebending werden, sondern tatsächlich neben mir zu stehen scheinen. "Maria Stuart" war aber wider Erwarten anders als die Schullektüren, die ich bisher gelesen habe. 

    Zugegebenermaßen war ich anfangs recht skeptisch, denn das Lesen von Schillers "Die Räuber" war wirklich ein Kraftakt für mich und auch als ich die ersten Szenen dieses Dramas gelesen habe, hat mir die nicht so leicht zugängliche Sprache zu schaffen gemacht und vor allem wie unfassbar lang ich fürs Lesen gebraucht habe. Auch dass Figuren an verschiedenen Stellen anderes genannt wurden oder über sie gesprochen wurde, während sie nicht anwesend oder überhaupt noch nicht aufgetreten waren, hat es kompliziert gemacht. Das fehlende geschichtliche Hintergrundwissen hat das Ganze nicht vereinfacht.

    Mit diesen Schwierigkeiten bin ich allerdings zunehmend gut zurecht gekommen, was den Lesefluss natürlich ungemein verbessert hat. Ich habe angefangen, weit über die vorgegebenen Szenen hinauszulesen, weil ich tatsächlich wissen wollte, wie es weiter geht. 

    Auch für die Figuren sind immer lebendiger geworden, sodass ich nicht wie anfangs verwirrt war, sondern ein Gefühl für sie bekommen habe, sie einschätzen konnte und gespannt war, welche Entscheidungen sie treffen würden.

    Was auch zu meinem Vorteil war, war, dass mir Schauplatz und Handlungszüge nicht so fremd waren, da ich auch sonst sehr gerne Romane lese, die an Königshöfen spielen, in denen Intrigen und Macht, Familie und Liebe eine große Rolle spielen. 

    Auch das sie Emanzipation der Frau eine so große Rolle gespielt hat, hat mir sehr gut gefallen, da ich das nicht erwartet hätte - gerade da es sich um so ein "altes" Drama handelt. Jedoch waren Maria und Elisabeth beides starke Frauenfiguren und insbesondere erstere auch in anderen Bereichen ein Vorbild. 

  14. Cover des Buches Der Thron der roten Königin (ISBN: 9783499256721)
    Philippa Gregory

    Der Thron der roten Königin

     (54)
    Aktuelle Rezension von: MaryKate

    Inhalt: Mit kaum zwölf Jahren wird Margaret Beaufort aus dem Hause Lancaster 1455 mit Edmund Tudor verheiratet. Die Familie wartet ungeduldig auf einen Thronfolger. Tatsächlich bekommt Margaret, selbst noch ein Kind, einen Sohn: Henry.
     Als mit dem Rosenkrieg ein tödlicher Kampf um die Krone entbrennt, gilt Margarets ganzes Streben einem einzigen Ziel: Ihr Sohn soll König von England werden. Denn in einem ist Margaret sich sicher: Gott steht auf ihrer Seite. 


    Meine Meinung: Auch im zweiten Band geht es um eine starke Frau die nur ein  Ziel hat ihr Sohn Henry muss auf Englands Thron. Margaret  weiß schon als Kind das sie an ihrer Seite hat. Sie heiratet mit zwölf Jahren Edmund Tudor und bekommt einen Sohn.  Der Rosenkrieg ist in vollem Gange und der Kampf um Englands Thron beginnt erneut. Allerdings steht das Haus Lancaster im Vordergrund der Geschichte. Vor allem Margarets Entwicklung im Buch hat  gut gefallen sie entwickelt sie zu einer starken und selbstbewussten Frau. Die sich auch gegen die Männer behaupten kann egal in welcher Situation.  Eine Geschichte die einem zeigt  wer eigentlich wirklich die Fäden im Kampf um Englands Thron in den Händen hält.

  15. Cover des Buches Der Anwalt des Königs (ISBN: 9783596175673)
    C.J. Sansom

    Der Anwalt des Königs

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Gray

    Der König ist mit seinem Gefolge auf dem Weg nach York, dort hatte es vor ein paar Jahre eine Rebellion gegeben die niedergeschlagen wurde. Die Bewohner sind immer noch gegenüber dem König misstrauisch. Matthew Shardlake bekommt von Erzbischof Cranmer den Aufrag noch York zu reisen um dort die Petitionen zu sammeln und sie dann dem König zu übergeben. Matthew Shardlake macht sich mit seinem Gehilfen Barak auf den Weg. In York gibt es einen Anführer der Rebellion der im Kerker sitzt. Dieser soll jetzt nach London.gebracht werden da es dort die besten Folterer gibt um Geheimnisse  aus dem Mann zu holen. Shardlake soll nun in einem weitern Auftrag dafür sorgen das der Mann auch lebend nach London kommt. In York wird er Zeuge eines Mordes und Shardlake findet heraus das er etwas mit der Verschwörung zu tun hat. Doch nun wird auch er Opfer eines Mordanschlages. Doch wer sind der oder die Täter? Es gib mehrere Verdächtige und niemanden ist zu tauen.  

    Auch das dritte Buch ist ein Genuss zu lesen. Die ausführliche Beschreibung der Landschaft, der Städte, der Gebäude und der Bewohner lässt einem Bildlich die Tudorzeit erscheinen. Man merkt das der Autor auch Historiker ist. Ich freue mich schon auf schon nächsten Teil!

  16. Cover des Buches Die Tudor-Verschwörung (ISBN: 9783442477340)
    Christopher W. Gortner

    Die Tudor-Verschwörung

     (33)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    England, 1553: Brendan Prescott, ein junger Mann der als Waisenjunge unbekannter Herkunft aufwuchs, wird an den englischen Hof  geschickt, um Robert Dudley, dem Sohn, einer der reichsten und mächtigsten Adelsfamilien des Reiches, zu dienen. Doch schon bald droht der junge Mann im Strudel aus Intrigen um den Thron zu versinken. Auch weiß er nicht, wem eigentlich seine treue gehört, bis er der intelligenten Prinzessin Elizabeth begegnet, die ihn in seinen Bann zieht. Von nun an beschließt der junge Mann der Prinzessin als Doppelagent zu dienen, um das dichte Geflecht der lügen und Verschwörungen um den Thron zu entwirren, und auch, um etwas über seine eigene Vergangenheit herauszufinden, die im Dunklen liegt. Doch dabei macht er sich immer mehr zur Zielscheibe der Reichen und Mächtigen des Landes. 

    Der Schreibstil war sehr flüssig und angenehm zu lesen und trotz einiger kurzer langatmiger Stellen fehlt es die ganze Geschichte über nicht an Spannung. Allerdings muss ich sagen, dass mir viele Stellen äußerst unlogisch und an den Haaren herbeigezogen erschienen, wie beispielsweise der Erfolg im Leben von Brendan oder dessen Begegnungen mit Prinzessin Elizabeth. Außerdem erschien mir die Figur des Brendan oft als übertrieben und unglaubwürdig. Oft wirkte er mehr wie ein Agent oder Superheld aus einem amerikanischen Actionfilm. Andererseits fand ich es sehr interessant, wie die Falschheit des höfischen Lebens beschrieben wird.

    Schlussendlich kann man sagen, dass das Buch trotz seiner wenigen Schönheitsfehler, die jedoch Geschmackssache sind, durchaus lesenswert ist. 

  17. Cover des Buches Die letzte Gemahlin des Königs (ISBN: 9783499272202)
    Philippa Gregory

    Die letzte Gemahlin des Königs

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Gartenkobold
    Klappentext: Heimlich unterhält die Witwe Kateryn Parr eine Affäre mit ihrer großen Liebe, dem Baron Thomas Seymour. Doch als König Henry VIII. um ihre Hand anhält, hat sie keine Wahl: Sie muss das Angebot annehmen und darf Thomas nie wiedersehen.
    Kateryn weiß genau, in welche Gefahr sie sich begibt – schließlich wird sie die sechste Gemahlin des launischen Königs. Von zwei ihrer Vorgängerinnen trennte er sich, zwei ließ er hinrichten. Mit der Zeit wähnt sie sich aber in Sicherheit: Im Herzen des Hofes gründet sie einen Studierzirkel und bestimmt als Regentin die Geschicke des Landes in Henrys Abwesenheit. Doch als Befürworterin religiöser Reformen zieht sie schließlich doch Henrys Zorn auf sich …

    Dieser historische Roman war der erste Roman, den ich von der Autorin Philippa Gregory gelesen habe, es handelt von der siebten und letzten Ehefrau von König Henry VIII, Kateryn Parr, einer eher unscheinbaren Persönlichkeit, die nicht die Bekanntheit und Berühmtheit einer Anne Boleyn hatte, oder einer Jane Seymour. Der Schreibstil ist flüssig, gut lesbar, allerdings fehlt es dem Roman an Spannung. Kateryn befasst sich sehr viel mit Religion und ich empfand gerade diese Passagen als sehr langatmig, es ist sicherlich eine sehr gute Recherche, allerdings hätte es mir persönlich gereicht, die Passagen knapper zusammenzufassen, es ging dadurch recht viel Spannung verloren.
    Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Schilderungen über das überaus komplizierte Leben am Hof des Königs, seine Stimmungsschwankungen, sein Machtspiel, alles und jeden gegeneinander auszuspielen um damit seine Macht zu demonstrieren. Selbst vor Kateryn schreckt er nicht zurück und demütigt sie auf herabwürdigende Art und Weise. Emotional beschrieben und einfühlsam ebenfalls die Annäherung an die Kinder des Königs, das Knüpfen zarter Bande zu einer Familie.
    Ein interessanter, gut geschriebener historischer Roman, wenn man die langatmigen und auch langweilig werdenden Passagen außer Acht lässt.
  18. Cover des Buches Anne Boleyn (ISBN: 9783548063102)
    Alison Weir

    Anne Boleyn

     (20)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Über den Inhalt muss man hier wohl nicht viel schreiben, schon am Titel und Cover lässt sich erkennen, dass sich das Buch um die berühmte Frau von Henri dem achten, Anne Boleyn, handelt. Schon in der Kindheit wird ihr Leben und ihr Charakter geprägt und geformt von Frauen wie Margarete von Österreich, die ihrer Zeit voraus und emanzipiert sind. Über den französischen Hof an der Seite von Königin Claudia gelangt sie schließlich wieder zurück nach England, um dort Hofdame von Königin Katharina zu werden. Mehr und mehr fällt das Auge König Henris auf die junge Frau und er tut alles um sie für sich zu gewinnen. So wird er sich sogar von seiner Frau Katharina scheiden lassen und bricht mit der katholischen Kirche...

    Ich habe diesen historischen Roman sehr gern gelesen, der Fakten und Fiktion perfekt miteinander kombiniert. Sehr unterhaltsam und spannend zu lesen! Der Schreibstil ist bildhaft und lebendig, ich hatte den königlichen Hof, die Räume und die Essensgelage schön vor meinen Augen! Seit ich damals "Die Schwester der Königin" im Fernsehen gesehen habe, war ich fasziniert von der Frau Anne Boleyn. Wie hat sie es geschafft das ein König mit der Kirche bricht um an sein Ziel zu kommen!? Welche Stärke und welche Macht gehen von ihr aus? In Büchern ist dies natürlich alles nochmal detaillierter zu lesen und so habe ich es genossen mehr über Anne Boleyn zu erfahren, zum Beispiel auch  von ihrer Kindheit am Hof von Königin Maragarete. 

    Anne selbst wird von der Autorin sehr lebendig und authentisch beschrieben, schon früh kommen die emanzipierten Gedanken der jungen Frau zum Vorschein! Aber auch Henri und ihre Schwester Mary kann man im Buch besser kennen lernen sowie natürlich auch einige geschichtliche Hintergründe.  Bei so einer hohen Seitenzahl kann es mal zur ein oder anderen Länge kommen, aber insgesamt war das Buch sehr lehrreich, interessant und spannend. Ich kann es Interessierten und Fans des Genres nur weiter empfehlen !  

  19. Cover des Buches Um Reich und Krone (ISBN: 9783499274602)
    Philippa Gregory

    Um Reich und Krone

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Nicola89

    Inhalt:

    Drei Schwestern. Drei Leben. Drei Wege zur Macht.
    Jane
    Königin von England für neun Tage, wird die junge Jane Grey von der Halbschwester des Königs Mary in den Tower gesperrt und bezahlt für die Machtgier ihres Vaters auf dem Schafott.
    Katherine
    Lerne zu sterben, schreibt Jane an ihre lebensfreudige Schwester Katherine – der die unfruchtbare Königin Mary und dann Königin Elizabeth niemals zugestehen werden, einen Tudor-Sohn zu gebären. Als ihre Schwangerschaft entdeckt wird, steht sie nur noch wenige Schritte von Janes Los entfernt.
    Mary
    Missachtet zu Hofe, meidet die kleinwüchsige Mary die misstrauischen Blicke der Königin. Nach dem Schicksal ihrer Schwestern wird ihr nur allzu bewusst, in welcher Gefahr sie schwebt. Was wird geschehen, wenn die Letzte aus dem Geschlecht der Tudors der skrupellosen Königin Elizabeth die Stirn bietet?


    Meine Meinung:

    Das Buch ist in drei Teile geteilt, wovon sich jeder einer Schwester widmet. Gleichzeitig erfährt man in jedem Teil aber auch etwas über die beiden anderen Schwestern und natürlich über Königin Elisabeth I.

    Ein sehr gelungener und packender Roman über die Tudors, der nie langatmig oder langweilig war.


  20. Cover des Buches Katharina von Aragón (ISBN: 9783548063058)
    Alison Weir

    Katharina von Aragón

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Bella5
    • Katharina von Aragón: Die wahre Königin (Die Tudor-Königinnen 1) 
    • Anne Boleyn: Die Mutter der Königin (Die Tudor-Königinnen 2)

     

    Heinrich VIII war lange eine dominierende Figur in der populärwissenschaftlichen Darstellung & in der Unterhaltungsliteratur. In den Film – und Serienadaptionen waren es ferner Anne Boleyn und Jane Seymour, die in den Fokus gerückt wurden, etwa in der Serie „The Tudors“ oder im Film „Die Schwester der Königin“.

     

    Im Jahr 2019 stand endlich auch einmal König Heinrichs erste Frau Katharina im Mittelpunkt, in der TV – Serie „The Spanish Princess“ (nach einer Vorlage von Philippa Gregory, die auch „Die Schwester der Königin“ verfasste).

    Grund genug, Alison Weirs biographischen Roman „Katharina von Aragon: Die wahre Königin“ zu lesen.

    Es ist der erste Band der Tudor - Königinnen - Reihe. Der historische Roman ist formal in drei Teile gegliedert, dann gibt es noch den Anhang mit den dramatis personae und einer Zeittafel. Den Anhang fand ich besonders interessant, auch der im Buch enthaltene Stammbaum ist für ein historisches Thema unverzichtbar. Da die Autorin eigentlich Geschichtslehrerin ist, kann man eine saubere Recherche erwarten, obwohl das Ganze natürlich in gewisser Weise dem Genre „Biographische Fiktion“ zuzuordnen ist.

    Katharinas Lebensweg wird beschrieben, die spanische Prinzessin wird zur Königin von England und ist, im Nachhinein betrachtet, die „wahre Königin“, auch wenn ihr Ehemann sie auf grausame Art und Weise verstoßen soll. Alison Weir gelingt das Kunststück, Katharina von Aragon auch für eine nicht-akademische Leserschaft greifbar zu machen.

    1501 setzt Katharina den Fuß auf englischen Boden. Eigentlich ist sie Prinz Arthur versprochen, dieser verstirbt jedoch. Daher wird sie mit dem Thronerben Prinz Heinrich verlobt und verheiratet. Doch es soll keine glückliche Ehe werden.

    Als Leser/in fühlt man mit Katharina. Sie wird als starke, tiefgläubige, prinzipientreue Frau porträtiert. „Die wahre Königin“ ist ideal, um sich der historischen Figur zu nähern. Alison Weirs Stil (bzw. die deutsche Übersetzung) war jedoch nicht immer mein Fall, weswegen ich einen Stern abziehe. Ich finde es jedoch gut, dass die Autorin keine Ich-Erzählerin auftreten lässt & sich so nicht wilden Spekulationen hingibt (wie es andere Autorinnen, die mit historischen Versatzstücken arbeiten, manchmal tun).

    Der Roman ist insgesamt eine „runde Sache“, aufgrund gewisser Längen muss man   bei der Lektüre jedoch „am Ball bleiben“.

    Viel zu lange stand die Protagonistin im Schatten ihres berüchtigten Ehemannes, Alison Weir bringt Katharina buchstäblich an’s Licht und sie verleiht der Tudor – Königin die Würde und Anerkennung, die sie verdient.

     

  21. Cover des Buches Die Schrift des Todes (ISBN: 9783596296842)
    C.J. Sansom

    Die Schrift des Todes

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Gray

    Der Königin wurde ein von ihr geschriebenes Buch gestohlen. Die religiösen Ansichten in diesem Buch würden ihr wenn es an die Öffentlichkeit käme sehr schaden und sie würde beim König in Ungnade fallen. Nun bitte sie verzweifelt Matthew Shardlake heraus zu finden wer das Buch gestohlen hat. Der erste Hinweis führt ihn in eine Druckerei, dessen Besitzer ermordet wurde. Bei seinen Ermittlungen geschieht ein weiter Mord. Wem die ersten 5 Bücher gefallen hat kommt hier wieder voll auf seine Kosten! Einfach fantastisch wie der Autor seine Geschichte in historische Fakten einbaut.

  22. Cover des Buches Feuer der Vergeltung (ISBN: 9783596158454)
    C.J. Sansom

    Feuer der Vergeltung

     (69)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    ... und die Umwälzungen der englischen Reformation sind immer wieder ein spannendes Thema und eine spannende Zeit.

    Matthew Shardlake - der Protagonist dieser Reihe - soll für Lord Cromwell das Geheimnis des griechischen Feuers lösen und Lord Cromwell steht mit dem Rücken zur Wand. Gelingt es Shardlake nicht das Rätsel binnen von 10 Tagen zu lösen, besteht die Gefahr das sein Förderer in königliche Ungnade fallen wird. Shardlake findet sich schnell in einem Intrigen und Ränkespiel auf oberster Ebene wieder. 

    Soweit in groben Zügen die Rahmenbedingungen des historischen Krimis. 

    Der Roman beschreibt die Zeit Heinrich VIII sehr schön und plastisch. Man hat den Eindruck im mittelalterlichen London zu stehen. Der Leser tappt wie sein Held lange Zeit im Dunkel und ein jeder ist verdächtig und doch wieder nicht.

    Leider zieht sich die Geschichte um die Buchmitte doch deutlich und gewinnt erst wieder auf den letzten 150 - 200 Seiten deutlich an Fahrt, wird zum Pageturner.

    Fazit:

    Gute Buchreihe und durchaus lesenswert. Man braucht halt ein wenig Ausdauer.

    Des Wegen 4 statt 5 Sterne.

  23. Cover des Buches Das Buch des Teufels (ISBN: 9783596186716)
    C.J. Sansom

    Das Buch des Teufels

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Gray

    Shardlake übernimmt das Mandat eines jungen Mannes der wohl wahnsinnig geworden ist und sich nun in einer Irrenanstalt befindet. Er ist gerade dabei herauszufinden  was mit ihm los ist, da wird ein sehr guter Freund von ihm ermordet. Er findet heraus das es einen weitern Mord gab. Alles deutet auf einen grausamen Serienmörder hin. Es gibt einen Verdächtigen aber der ist unauffindbar. Wieder eine unfassbare spannende Geschichte aus der Tudor-Zeit. Toll erzählt von C.J.Sansom.

  24. Cover des Buches Im Schatten der Königin (ISBN: 9783426636312)
    Tanja Kinkel

    Im Schatten der Königin

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Der Roman, der 2010 erschien, spielt in der Zeit von Elizabeth I., die im Hintergrund auch eine Hauptrolle spielt, um 1560 in England. Die Ehefrau ihres Oberstallmeisters Robert Dudley, Amy Robsart, ist tot am Fuße einer Treppe gefunden worden. Es kommen starke Gerüchte auf, dass Robert seine Frau ermordet habe, um Königin Elizabeth heiraten zu können. Robert schickt seinen Vetter und Vertrauten Thomas Blount nach Cumnor Place. Er soll klären, wie Amy ums Leben kam. Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht Thomas Blounts erzählt, unterbrochen immer wieder durch Abschnitte aus der Sicht Kat Ashleys, der Gouvernante der Königin.

    Die Handlung und die Dialoge sind natürlich im Wesentlichen erfunden, jedoch sind fast alle Personen historisch, ebenso wie das Hauptereignis, nämlich der frühe Tod Amy Robsarts, und die enge Beziehung zwischen der Königin und Robert Dudley. Daraus einen Roman zu stricken, der unterhält und andererseits ungeklärt Historisches so darstellt, dass der Leser sagt, es könnte so gewesen sein, ist aller Ehren wert und der Autorin sehr gut gelungen. Der Rechercheaufwand ist sicherlich um ein Vielfaches höher als bei einem rein erfundenen Stoff. Insgesamt hat sich die Autorin penibel in den bekannten historischen Rahmen eingefügt.

    Die Datumsangaben über den Anfangskapiteln sind eher irreführend bis falsch als hilfreich. Das ändert sich dann aber ab Kapitel 4. Von da an geht es nur noch tageweise voran. Das ist aber nur ein kleines Ärgernis.

    Beeindruckend gut gelingt es Kinkel Etikette und Hierarchien sprachlich abzubilden. Die vagen, höflichen Andeutungen, die bisweilen gewechselt werden sind doch oft nichts anderes als Drohungen und/oder Einschüchterungen, stets aber so formuliert, dass auch der Leser den wirklichen Sinn versteht.

    Gut herausgearbeitet ist der Intrigenreichtum der damaligen Zeit, in der man sehr schnell mit einer Hinrichtung zur Hand war, wer verschiedene Herrscher „überlebte“ war ein Könner. Ein Zitat beschreibt das exemplarisch: “Wenn man unter Henry VIII. groß geworden war und danach erlebt hatte, wie erst sein protestantischer Sohn und dann sein katholische Tochter regierten, hatte man nicht nur gelernt, sein Mäntelchen nach dem Wind zu hängen, sondern auch, dass der Wind schon morgen umschlagen konnte und man es sich lieber mit keiner Partei ganz und gar verscherzen sollte.“ (Droemer Erstauflage 2010, S.272)

    Mir hat dieser Roman außerordentlich gut gefallen. Fünf Sterne.

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