Bücher mit dem Tag "tudors"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tudors" gekennzeichnet haben.

51 Bücher

  1. Cover des Buches Der dunkle Thron (ISBN: 9783404168439)
    Rebecca Gablé

    Der dunkle Thron

     (441)
    Aktuelle Rezension von: Lesemaus85

    "Vielleicht sind Männer wie ich so überholt und überflüssig geworden wie die Schlachtrösser, die meine Vorfahren einst gezüchtet haben. Aber kein Waringham hat sich je einem Tyrannen unterworfen. Und ich schwöre bei Gott, ich werde nicht der erste sein!" (Nick of Waringham)

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    England, 1529: Als sein Vater im Tower zu Tode gefoltert wird, erbt Nick die Baronie und damit auch den unversöhlichen Groll König Henrys.

    Dieser will sich von der Kirche lossagen und sich von der Königin scheiden lassen. In diesen wirren Zeiten setzen die Enländer ihre Hoffnung in Prinzessin Mary. 

    Und ausgerechnet Nick fällt es zu, Mary zu beschützen. Und sei es auch gegen ihren eigenen Vater...

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    Der vierte Teil der Waringham-Saga knüpft wunderbar an seine Vorgänger an. Allerdings ist es recht verwirrend an manchen Stellen, wer denn nun mit wem wie verwandt ist.

    Der Spannung, dem flüssigen Lesen und dem fantastischen Einblick in das damalige England tut dies aber keinen Abbruch

    Der Roman ist wieder sehr sehr gut recherchiert und die Autorin bettet die fiktiven Personen perfekt und nahtlos in die wahren Begebenheiten ein.

    Natürlich ist ihr Hauptcharakter wieder sehr ehrenvoll, moralisch einwandfrei so wie immer. 

    Und da sich diese Charaktere und Bücher immer recht ähnlich sind, ist der Leser ob einer Wendung dann doch nicht soooo sehr überrascht.

    Dennoch: 

    Alles was ein historischer Roman braucht. Wahrheit und Fiktion glaubwürdig transportiert und sehr kurzweilig erzählt.

  2. Cover des Buches Wölfe (ISBN: 9783832161934)
    Sabine Roth

    Wölfe

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Das Königreich England im Jahr 1520 hat immernoch keinen männlichen Erben. Sollte der König sterben würde dem Land ein Bürgerkrieg bevorstehen. Henry VIII. möchte Anne Boleyn heiraten und seine bestehende Ehe annulieren lassen. In dieser Zeit wird aus Thomas Cromwell ein wohlhabender Mann. Cromwell arbeitet sich von ganz unten nach oben und gehört irgendwann sogar zum engsten Beraterkreis des Königs. 

    Hilary Mantel hat hier einen wirklich tollen historischen Roman geschrieben. Ganz anders als andere verliert sie sich nicht in Beschreibungen der Zustände, Kleidung, Orte etc. sondern beschränkt sich eher auf die Vielschichtigkeit der Charaktere, Machenschaften, Intrigen und politischen Wendungen. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, da manchmal zunächst nicht erkennbar ist wer spricht und auch Szenenwechsel nicht deutlich gemacht werden. Nach einiger Zeit bin ich aber gut damit klar gekommen. Cromwell ist für mich eine faszinierende historische Persönlichkeit und ich habe seinen Weg durch dieses Buch besser nachvollziehen können. Sehr gelungen finde ich, dass die Autorin diesen mitunter sicherlich zweifelhaften Menschen nicht bewertet. Jeder Leser darf sich hier sein eigenes Bild schaffen.

    Fazit: Ein Buch für das man sich Zeit nehmen muss und sollte. Nichts um es "mal eben nebenbei" zu lesen. Ein historischer Roman mit literarischem Anspruch. Ein anspruchsvolles und spannendes Zeitportrait. Wirklich empfehlenswert aber bestimmt nichts für Jedermann.


  3. Cover des Buches Wolfsschwestern (ISBN: 9783499291159)
    Philippa Gregory

    Wolfsschwestern

     (35)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Inhalt:

    Herrscherinnen, Rivalinnen, Liebende

    Ein kurzer Blick in die Augen von Katharina von Aragón genügt, und Margaret Tudor weiß: Auf ewig wird ihr Schicksal miteinander verbunden sein - ob in Aufstieg oder Fall. Wenig später ist Katharina Königin von England. Margaret heiratet den schottischen König und sichert so den Frieden zwischen beiden Ländern. Doch das Bündnis hält nicht lang. Margarets Mann fällt in der Schlacht, Katharina verschleppt seine Leiche als Trophäe nach England - und beide Frauen werden zu Feindinnen. Ein leidenschaftlicher Reigen voller Ränkespiele entspinnt sich, und nur eines ist sicher: Nie lässt sich das Band, das die beiden Herrscherinnen verbindet, lösen.


    Meine Meinung:

    Dieser Klappentext und Titel hatten es mir von Anfang an angetan und mich unheimlich neugierig gemacht. Ganz besonders, da ich die turbolente Geschichte von Henry VIII. und seinen Ehefrauen kenne, aber von seinen Schwestern mir bisher nur wenig bekannt war. Daher war ich umso gespannter auf dieses Buch von einer meiner liebsten Autorinnen für historische Romane.

    Zu Beginn der Geschichte war eher Margaret Tudor eine unsympathische Protagonsitin, wie sie über ihre Schwägerin spricht. Doch im Laufe des Buches, vor allem als wir uns schließlich in Schottland aufhielten und Margaret immer älter und reifer wurde, wuchs mein Bewundern für diese starke, unabhängige Frau, die für sich und ihre Stellung kämpfte. ALs ich nun am Ende angekommen war, wollte ich mich gar nicht mehr von ihr und Schottland trennen.

    Ich liebe den Aufbau von Philippa Gregorys Romanen. Durch die ständige Angabe der Zeit und des Ortes behält man immer den Überblick und auch wenn die Ereignisse überschlagen, hat man immer Anhaltspunkte wann man sich wo befindet. Auch das Einbetten von Briefen zwischen den beiden Königshöfen hat mir sehr gut gefallen.

    Über die Geschichte Katharina von Aragons ist viel bekannt, über sie wird immer wieder gesprochen und geschrieben. Dies war hier anders und der Blick einer anderen Protagonistin, welcher Katharina und dem englischen Hof trotzdem sehr nahe stand, eröffnete mir noch einmal eine ganz neue Perspektive auf diese Frau. Genauso erging es mir mit dem König Henry VIII.

    Die Dritte im Bunde war mit Prinzessin Mary, der Königinnenwitwe von Frabkreich, eine mir ebenso unbekannte Person wie Margaret es war. Auch wenn man über ihr Leben beiweiten (aber logischerweise) nicht so viel erfuhrt wie über Margarets gefiel mir unheimlich gut, wie Philippa Gregory die Verbindungen und Parallen in den Leben der drei Königinnen und Schwestern darstellte und beschrieb. Ihr Kommentar dazu im Nachwort ergänzte den Roman perfekt.


    Fazit:

    Ich bin von je her begeistert und fasnizinert von den Tudors und ihrer turbolenten Geschichte. Diese beschränkte sich bisher auf das Zentrum des englischen Königshofes Henry VIII. Dieses Buch hat mir eine völlig neue, aber nicht weniger spannende Perspektive eröffnet und meinen Wunsch, möglichst viel über diese Zeit und die Personen zu erfahren, nur noch größer gemacht. Ich hätte mich am liebsten gar nicht von diesem Buch, Margaret, Schottland, England, den Tudors getrennt - doch das muss ich auch nicht, schließlich gibt es genug Romane dieser großartigen Autorin.

  4. Cover des Buches Die Schwester der Königin (ISBN: 9783746633701)
    Philippa Gregory

    Die Schwester der Königin

     (241)
    Aktuelle Rezension von: BookishJulii
    Als absoluter geschichtlicher Fan von Anne Boleyn und ihrer Schwester und allen Film- und Serienadaptionen die es zu diesen historischen Figuren gibt, musste ich natürlich auch das Buch dazu lesen. Der Film zu diesem Roman hat mich schon auf ganzer Länge überzeugt und auch das Buch konnte ich kaum aus der Hand legen.

    Die Geschichte ist sicher bekannt: Obwohl zuerst Anne Boleyn für den König Heinrich VIII auserwählt wurde, verliebt sich dieser in ihre Schwester Mary. Er nimmt sie als seine Mätresse mit zu sich in den Palast, wo sie streng nach Protokoll und den Anweisungen ihrer Familie dem König dienlich sein muss. Doch als sie schwanger wird und ihm eine Tochter gebärt, verliert er das Interesse an ihr. Danach tut Anne alles in ihrer Macht stehende, um den König um ihren Finger zu wickeln. 

    Die Geschichte ist voller Intrigen und Ränkespiele innerhalb des Palastes. Die Familie verschachert ihre beiden Töchter als Lustgespielinnen für den König, ganz egal wie viel sie dafür aufs Spiel setzen. Der König ist wie ein verzogener Bengel, Anne dagegen wie ein störrisches Kind, das solange bockt bis sie bekommt was sie will.
    Marys Geschichte ist herzergreifend und zeigt Wendungen und Schicksalsschläge, die mir im Film verborgen blieben.

    Ich habe dieses Buch verschlungen und fand es grandios. Es ließ mich nicht nur einmal mit absoluter Gänsehaut zurück. Ein Muss für alle, die englische Geschichte lieben.
  5. Cover des Buches Das Fundament der Ewigkeit (ISBN: 9783404177707)
    Ken Follett

    Das Fundament der Ewigkeit

     (196)
    Aktuelle Rezension von: Erwin-Reader

    Das fiktive Kingsbridge und die englische Handlung sind hier zu eng gefasst. Meisterhaft versteht es Follett, die Zusammenhänge und Verbindungen aufzuzeigen zwischen den Protestanten in ganz Europa. So unterschiedlich die Motive auch sind, in "Das Fundament der Ewigkeit" werden alle Handlungsstränge in England zusammengeführt. Der Kampf gegen die spanische Armada ist hier fast schon ein vorweg genommener Höhepunkt des Plots.

    Wenngleich Ned Willard der Protagonist der Geschichte ist, so wird er doch stark von tollen Frauenfiguren herausgefordert, bzw. unterstützt.

    Eindeutig lesenswert.

  6. Cover des Buches Der Anwalt des Königs (ISBN: 9783596175673)
    C.J. Sansom

    Der Anwalt des Königs

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Gray

    Der König ist mit seinem Gefolge auf dem Weg nach York, dort hatte es vor ein paar Jahre eine Rebellion gegeben die niedergeschlagen wurde. Die Bewohner sind immer noch gegenüber dem König misstrauisch. Matthew Shardlake bekommt von Erzbischof Cranmer den Aufrag noch York zu reisen um dort die Petitionen zu sammeln und sie dann dem König zu übergeben. Matthew Shardlake macht sich mit seinem Gehilfen Barak auf den Weg. In York gibt es einen Anführer der Rebellion der im Kerker sitzt. Dieser soll jetzt nach London.gebracht werden da es dort die besten Folterer gibt um Geheimnisse  aus dem Mann zu holen. Shardlake soll nun in einem weitern Auftrag dafür sorgen das der Mann auch lebend nach London kommt. In York wird er Zeuge eines Mordes und Shardlake findet heraus das er etwas mit der Verschwörung zu tun hat. Doch nun wird auch er Opfer eines Mordanschlages. Doch wer sind der oder die Täter? Es gib mehrere Verdächtige und niemanden ist zu tauen.  

    Auch das dritte Buch ist ein Genuss zu lesen. Die ausführliche Beschreibung der Landschaft, der Städte, der Gebäude und der Bewohner lässt einem Bildlich die Tudorzeit erscheinen. Man merkt das der Autor auch Historiker ist. Ich freue mich schon auf schon nächsten Teil!

  7. Cover des Buches Die Tudor-Verschwörung (ISBN: 9783442477340)
    Christopher W. Gortner

    Die Tudor-Verschwörung

     (33)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    England, 1553: Brendan Prescott, ein junger Mann der als Waisenjunge unbekannter Herkunft aufwuchs, wird an den englischen Hof  geschickt, um Robert Dudley, dem Sohn, einer der reichsten und mächtigsten Adelsfamilien des Reiches, zu dienen. Doch schon bald droht der junge Mann im Strudel aus Intrigen um den Thron zu versinken. Auch weiß er nicht, wem eigentlich seine treue gehört, bis er der intelligenten Prinzessin Elizabeth begegnet, die ihn in seinen Bann zieht. Von nun an beschließt der junge Mann der Prinzessin als Doppelagent zu dienen, um das dichte Geflecht der lügen und Verschwörungen um den Thron zu entwirren, und auch, um etwas über seine eigene Vergangenheit herauszufinden, die im Dunklen liegt. Doch dabei macht er sich immer mehr zur Zielscheibe der Reichen und Mächtigen des Landes. 

    Der Schreibstil war sehr flüssig und angenehm zu lesen und trotz einiger kurzer langatmiger Stellen fehlt es die ganze Geschichte über nicht an Spannung. Allerdings muss ich sagen, dass mir viele Stellen äußerst unlogisch und an den Haaren herbeigezogen erschienen, wie beispielsweise der Erfolg im Leben von Brendan oder dessen Begegnungen mit Prinzessin Elizabeth. Außerdem erschien mir die Figur des Brendan oft als übertrieben und unglaubwürdig. Oft wirkte er mehr wie ein Agent oder Superheld aus einem amerikanischen Actionfilm. Andererseits fand ich es sehr interessant, wie die Falschheit des höfischen Lebens beschrieben wird.

    Schlussendlich kann man sagen, dass das Buch trotz seiner wenigen Schönheitsfehler, die jedoch Geschmackssache sind, durchaus lesenswert ist. 

  8. Cover des Buches Das Lächeln der Fortuna (ISBN: 9783732584321)
    Rebecca Gablé

    Das Lächeln der Fortuna

     (1.377)
    Aktuelle Rezension von: Smarty

    Inhalt - Klappentext:

    England 1360. Nach dem Tod seines Vaters, des ehemaligen Earl of Waringham, reißt der zwölfjährige Robin aus der Klosterschule aus und verdingt sich als Stallknecht auf dem Gut, das einst seiner Familie gehörte. Als Sohn eines angeblichen Hochverräters zählt er zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt.Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earl, schikaniert Robin, wo er nur kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft.


    Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancester erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe - und er begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind.


    Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber ...


    Meine Meinung:


    Das Lesen dieses Buches hat mir viel Freude gemacht. Man durchlebt fast das gesamte Leben von Robin und kann in diese Welt richtig eintauchen. Man kann seine Entwicklung mitverfolgen und merkt auch, dass er sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt.  Ich konnte nicht jede Meinung oder Entscheidung wirklich nachvollziehen, aber vielleicht soll so auch die damalige Zeit widergespiegelt werden.

    Die meisten Charaktere sind sympathisch und das Buch hat im großen und ganzen einen harmonischen Anklang. Natürlich gibt es auch die klassischen Bösewichte. 

    Manche Entwicklungen sind vorhersehbar.

    Gerne hätte ich noch mehr über den ein oder anderen Nebencharakter erfahren z.B. fand ich den Charakter von Agnes, Robins Schwester sehr interessant und hätte gerne mehr über sie und ihre Gedanken erfahren.

    Auch hätte ich gerne mehr darüber erfahren wie Mortimer die Zeit erlebt hat, in der er "nicht er selbst" war. Aber wie dick soll dieses Buch werden?

    Weiterhin finde ich es schade, dass doch recht wenig über Robins Gabe bekannt wird. Wo kommt sie her? Warum hat er diese Gabe und Agnes eine ganz Andere? Es wird ein großes Geheimnis darum gemacht, seine Feinde wundern sich nur und nutzen so ein Wissen nicht gegen ihn, was in dieser Zeit durchaus einfach gewesen wäre. 

    Fazit:

    Ich habe es geliebt dieses Buch in die Hand zu nehmen und immer wieder in die mittelalterliche Welt einzutauchen. Es wird mit Sicherheit nicht das letzte Buch von Frau Gablé werden. Leider haben sich manche Geschehnisse wiederholt, deshalb gibt es einen Stern Abzug. 


  9. Cover des Buches Feuer der Vergeltung (ISBN: 9783596158454)
    C.J. Sansom

    Feuer der Vergeltung

     (69)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    ... und die Umwälzungen der englischen Reformation sind immer wieder ein spannendes Thema und eine spannende Zeit.

    Matthew Shardlake - der Protagonist dieser Reihe - soll für Lord Cromwell das Geheimnis des griechischen Feuers lösen und Lord Cromwell steht mit dem Rücken zur Wand. Gelingt es Shardlake nicht das Rätsel binnen von 10 Tagen zu lösen, besteht die Gefahr das sein Förderer in königliche Ungnade fallen wird. Shardlake findet sich schnell in einem Intrigen und Ränkespiel auf oberster Ebene wieder. 

    Soweit in groben Zügen die Rahmenbedingungen des historischen Krimis. 

    Der Roman beschreibt die Zeit Heinrich VIII sehr schön und plastisch. Man hat den Eindruck im mittelalterlichen London zu stehen. Der Leser tappt wie sein Held lange Zeit im Dunkel und ein jeder ist verdächtig und doch wieder nicht.

    Leider zieht sich die Geschichte um die Buchmitte doch deutlich und gewinnt erst wieder auf den letzten 150 - 200 Seiten deutlich an Fahrt, wird zum Pageturner.

    Fazit:

    Gute Buchreihe und durchaus lesenswert. Man braucht halt ein wenig Ausdauer.

    Des Wegen 4 statt 5 Sterne.

  10. Cover des Buches Spiegel und Licht (ISBN: 9783958625525)
    Hilary Mantel

    Spiegel und Licht

     (15)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Im Jahr 1536 wird Anne Boleyn hingerichtet. An ihrem Sturz war auch Thomas Cromwell beteiligt. Am nächsten Tag frühstückt Thomas Cromwell mit den Siegern, wie es im Klappentext heißt. Doch auch der Gedanke ist nicht fern, was geschehen kann, wenn er selbst die Gunst des Königs verliert. Cromwell jedoch macht einfach weiter und versucht seine Pläne umzusetzen. Dabei hat er durchaus das Wohl des Herrschers und des Reiches im Sinne. Der König ist allerdings ein wankelmütiger Charakter, so dass immer die Gefahr besteht, dass sein Vertrauen schwindet. 


    In dieser dritte Band um das Leben und Wirken Thomas Cromwells beginnt mit dem Tod von Anne Boleyn und endet mit dem Tod Cromwells selbst. Hat man die beiden anderen Bände gelesen, ist man natürlich neugierig, wie sich Hilary Mantel den letzten Jahren dieses frühen Politikers widmet. Nachdem die vorherigen Bände sich beim Lesen als etwas sperrig erwiesen, weil die Autorin eine selten verwendete Form der Darstellung gewählt hat, kann man zum Hörbuch sagen, dass auch dank des Sprechers der Stil wesentlich besser funktioniert und die handelnden Personen viel lebendiger wirken. Was sich allerdings schon als gewisse Schwierigkeit erweist, ist die Länge der Hörbuchfassung. Da man im Leben halt nicht unbegrenzt Zeit hat, braucht man eine Weile, um das Buch zu beenden und da man beim Hörbuch auch nicht einfach so zurückblättern kann, um sich schnell nochmal zu erinnern, wo man stehengeblieben war, ist es nicht so einfach, der Handlung zu folgen. Es ist eben eine Lebensbeschreibung und kein Krimi, folglich ist es fast vorprogrammiert, dass es mal zu Längen kommen kann. Doch wie vorher schon erwähnt, gewinnt der Roman eine große Lebendigkeit durch die Art wie der Vorleser Frank Stieren ihn interpretiert.

  11. Cover des Buches Im Schatten der Königin (ISBN: 9783426636312)
    Tanja Kinkel

    Im Schatten der Königin

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Der Roman, der 2010 erschien, spielt in der Zeit von Elizabeth I., die im Hintergrund auch eine Hauptrolle spielt, um 1560 in England. Die Ehefrau ihres Oberstallmeisters Robert Dudley, Amy Robsart, ist tot am Fuße einer Treppe gefunden worden. Es kommen starke Gerüchte auf, dass Robert seine Frau ermordet habe, um Königin Elizabeth heiraten zu können. Robert schickt seinen Vetter und Vertrauten Thomas Blount nach Cumnor Place. Er soll klären, wie Amy ums Leben kam. Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht Thomas Blounts erzählt, unterbrochen immer wieder durch Abschnitte aus der Sicht Kat Ashleys, der Gouvernante der Königin.

    Die Handlung und die Dialoge sind natürlich im Wesentlichen erfunden, jedoch sind fast alle Personen historisch, ebenso wie das Hauptereignis, nämlich der frühe Tod Amy Robsarts, und die enge Beziehung zwischen der Königin und Robert Dudley. Daraus einen Roman zu stricken, der unterhält und andererseits ungeklärt Historisches so darstellt, dass der Leser sagt, es könnte so gewesen sein, ist aller Ehren wert und der Autorin sehr gut gelungen. Der Rechercheaufwand ist sicherlich um ein Vielfaches höher als bei einem rein erfundenen Stoff. Insgesamt hat sich die Autorin penibel in den bekannten historischen Rahmen eingefügt.

    Die Datumsangaben über den Anfangskapiteln sind eher irreführend bis falsch als hilfreich. Das ändert sich dann aber ab Kapitel 4. Von da an geht es nur noch tageweise voran. Das ist aber nur ein kleines Ärgernis.

    Beeindruckend gut gelingt es Kinkel Etikette und Hierarchien sprachlich abzubilden. Die vagen, höflichen Andeutungen, die bisweilen gewechselt werden sind doch oft nichts anderes als Drohungen und/oder Einschüchterungen, stets aber so formuliert, dass auch der Leser den wirklichen Sinn versteht.

    Gut herausgearbeitet ist der Intrigenreichtum der damaligen Zeit, in der man sehr schnell mit einer Hinrichtung zur Hand war, wer verschiedene Herrscher „überlebte“ war ein Könner. Ein Zitat beschreibt das exemplarisch: “Wenn man unter Henry VIII. groß geworden war und danach erlebt hatte, wie erst sein protestantischer Sohn und dann sein katholische Tochter regierten, hatte man nicht nur gelernt, sein Mäntelchen nach dem Wind zu hängen, sondern auch, dass der Wind schon morgen umschlagen konnte und man es sich lieber mit keiner Partei ganz und gar verscherzen sollte.“ (Droemer Erstauflage 2010, S.272)

    Mir hat dieser Roman außerordentlich gut gefallen. Fünf Sterne.

  12. Cover des Buches Die Rivalin der Königin (ISBN: 9783328103387)
    Elizabeth Fremantle

    Die Rivalin der Königin

     (37)
    Aktuelle Rezension von: _yvee_

    Wie die beiden vorherigen Tudor-Romane von Elisabeth Frementale, ist auch hier der Einblick ... diesmal aus Sicht der Hauptprotagonistin Penelope Devereux sehr mitreißend. Die Autorin hat auch viele wahre Begebenheiten einfließen lassen. Eine grausame Welt, die aus Intrigen und Lügen bestand und einer mutigen Penelope. 

  13. Cover des Buches Die zwölfte Nacht (ISBN: 9783734101250)
    Charlotte Lyne

    Die zwölfte Nacht

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Fornika

    Henry VIII ist für vieles bekannt, v.a. aber auch für seinen Verschleiß an Ehefrauen. Charlotte Lyne hat sich Ehefrau Nummer Sechs vorgenommen und erzählt von Catherine Parrs Leben vor, mit und nach Henry. Immer an ihrer Seite stehen die Seymours, die ebenfalls die englische Geschichte prägten.

     Im damaligen England gab es den Brauch, die zwölfte Nacht nach Heiligabend groß zu feiern. Lyne nimmt immer wieder Bezug auf diese Nacht, lässt Catherine Aufregendes und Aufwühlendes erleben, erzählt ihre Geschichte in zwölf Kapiteln. Dieser Kniff hat mir sehr gut gefallen, denn der Geschichte wird so ein sehr schöner Rhythmus gegeben. An den Schreibstil musste ich mich erst ein wenig gewöhnen, Lyne schreibt hier etwas altmodisch. Trotzdem habe ich mich bald eingefunden und bin Catherine gerne durch die Seiten gefolgt. So ganz nah kam man ihrem Charakter nicht, trotzdem fand ich sie sehr sympathisch und bin jetzt etwas schlauer, was die letzte von Henrys Frauen an begeht. Man merkt die gründliche Recherche, denn das gezeichnete Bild dieser Epoche ist sehr lebendig und authentisch gelungen. Von kleinen Längen mal abgesehen, hat mich Die zwölfte Nacht sehr gut unterhalten.

  14. Cover des Buches Im Schatten der Königin (ISBN: 9783328101888)
    Elizabeth Fremantle

    Im Schatten der Königin

     (49)
    Aktuelle Rezension von: _yvee_

    Ein Roman, der sich hauptsächlich um die Grey-Schwestern dreht, mit sehr gut recherchierten, getreuen Inhalten, sowie auch Fiktion. Die Geschichte ist sehr spannend und lässt einen auch erschaudern. Mir ist in dem Roman Mary Grey sehr ans Herz gewachsen. Man kann sich in heutiger Zeit kaum vorstellen, damals so gelebt zu haben. Auch diese Abhängigkeiten und Intrigen an jeder Ecke. Mitunter wurde einfach nur gute Miene zu bösen Spiel gehalten, um sein Leben zu schützen.

  15. Cover des Buches Maria Stuart (ISBN: 9783746745558)
    Stefan Zweig

    Maria Stuart

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Neeeele


    Wer kennt sie nicht, Maria Stuart, Königin von Schottland und von Frankreich mit Anspruch auf den englischen Thron? Und auch die "Hassliebe" zwischen Maria Stuart und Elizabeth I. dürfte hinlänglich bekannt sein.

    Stefan Zweig beschreibt hier sehr eindrücklich die Lebensgeschichte von Maria Stuart von der Geburt bis zu ihrem Tod 1587. Dabei beleuchtet er auch die Verbundenheit der beiden starken Frauen der Geschichte. Da mich das elizabethanische Zeitalter Englands schon immer sehr interessiert hat, waren mir doch die meisten Dinge bekannt, aber trotzdem konnte mich Stefan Zweig mit dem ein oder anderen geschichtlichen Hintergrund doch überraschen. In diesem biografischen Roman geht es hauptsächlich um die Intrigen, Verschwörungen und politischen Ränkespiele am schottischen und englischen Hof.

    Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und mir hat der Sprecher, Jan Koester, sehr gut zum Buch gefallen. Die Sprache ist der Zeit gemäß, allerdings nicht zu hochgestochen und unverständlich. Auch gut fand ich, dass Stefan Zweig unparteiisch und unaufgeregt schreibt und die geschichtlichen Fakten ohne Wertung wiedergibt. Sicher kennen viele von euch Maria Stuart und Elizabeth I. aus einschlägigen und bekannten Serien und Filmen. Die haben mir persönlich auch sehr gut gefallen. Trotzdem kann man jedem dieses Buch zusätzlich empfehlen, weil es eben sachlicher und weniger effekthaschend ist. Hier kommen dann die Faktenlieberhaber eher auf ihre Kosten.

    Mir hat das Buch sehr sehr gut gefallen und ich kann es nur jedem empfehlen der Interesse an diesem Teil der Geschichte hat. Den Schreibstil von Stefan Zweig fand ich auch super und so werde ich mir noch andere Biografien von ihm (er hat einige geschrieben) ansehen.

    Für Maria Stuart von Stefan Zweig vergebe ich volle 5*/5*.

  16. Cover des Buches Das Erbe der Königin (ISBN: 9783732567027)
    Philippa Gregory

    Das Erbe der Königin

     (78)
    Aktuelle Rezension von: LiveReadLove

    Inhalt

    Mittlerweile weiß jeder, dass die Frauen Heinrichs VIII. gefährlich leben. Wenn er einmal seinen Blick auf eine andere gerichtet hat, schwebt seine aktuelle Königin in Lebensgefahr.
    Die deutsche Anna von Kleve kommt als vierte Gemahlin des Königs nach England. Die schüchterne junge Frau verliebt sich in das Land, in das sie einheiratet und ist vom höfischen Leben fasziniert. Allerdings bemerkt sie recht schnell, dass fast alles nur Fassade ist, denn nach Katharina von Aragon und den Boleyn-Schwestern versucht neben Anna selbst, nun auch die junge und bildhübsche Hofdame Katherine Howard, sich bei Heinrich beliebt zu machen. Und so ist keine der jungen Frauen wirklich sicher, was ihre Zukunft bringen wird…

    Nachdem ich „The Spanish Princess“ gesehen habe und das dazugehörige Buch „Die ewige Prinzessin“ gelesen habe, wollte ich die Welt der Tudors noch nicht verlassen. Aus diesem Grund habe ich nach „Das Erbe der Königin“ gegriffen und es nicht bereut. Das Buch beleuchtet nicht nur die kurze Ehe zwischen Anna von Kleve und Heinrich VIII. sondern auch die Ehe mit Katherine Howard. Von beiden Ehefrauen wusste ich nicht sehr viel und war deshalb umso gespannter, wie Philippa Gregory die Geschichte dieser beiden Frauen geschrieben hat.

    Das Buch ist aus der Sicht von Anna von Kleve, Katherine Howard und Jane Boleyn (Lady Rochford) geschrieben. Man lernt die junge Anna noch in Kleve kennen, wie sie für das Portrait Modell stehen muss, welches Heinrich VIII. gezeigt werden soll. Über ihre Kindheit ist kaum etwas bekannt und doch schafft es Philippa Gregory mir näher zu bringen, wie sie hätte aufwachsen können. Der Vater starb an einer Krankheit und ihr Bruder war unglaublich herrschsüchtig und ihr gegenüber recht gleichgültig. Trotzdem hat sie sich zu einer sehr mutigen jungen Frau entwickelt, denn sie besteht am englischen Königshof. Allerdings geht bereits die erste Begegnung zwischen dem König und Anna gehörig schief und somit ist der Weg, den sie dann in Zukunft gehen würde, bereits vorgezeichnet. Eine Beziehung zum König aufzubauen ist Anna so gut wie unmöglich. Er behandelt sie schlecht, beleidigt sie und kümmert sich überhaupt nicht darum, dass es eine Krönung geben soll. Anna lernt jedoch eifrig die englische Sprache und bemüht sich eine gute Königin und Ehefrau zu sein. Doch gegen Heinrich VIII. hat sie kaum eine Chance.

    Vor allem dann nicht mehr, als Katherine Howard als ihre Hofdame den englischen Hof zu verzaubern beginnt. Das Mädchen ist gerade 14 Jahre alt als sie in die Löwengrube geworfen wird, um die Howards wieder zu mehr Macht zu verhelfen. Ihr Onkel, der einflussreiche Herzog Norfolk hat große und ehrgeizige Pläne mit Katherine, kaum dass der König ein Auge auf zu geworfen hat. Sie soll sein Herz gewinnen, ihn verliebt machen und damit Anna von Kleves Untergang herbeiführen. Gleichzeitig soll natürlich der Stern der Howards wieder aufgehen, der durch die Exekution von Anne Boleyn sehr stark ins Wanken kam. Katherine hat Spaß am königlichen Hof, sie liebt es zu flirten und von jungen Männern angeschaut und bewundert zu werden. Sie ist sich ihrer Schönheit durchaus bewusst und es gibt nur einen Menschen, dem sie wirklich gefallen will: sich selbst. Ihr wird erst spät klar, was für Folgen ihr Betragen haben kann und so steuert auch sie unweigerlich in eine Falle hinein, die ihr Leben bedrohen kann.

    Ganz anders erscheint es Jane Boleyn zu gehen. Sie ist, nach der Hinrichtung ihres Mannes George Boleyn und ihrer Schwägerin Anne Boleyn in Ungnade gefallen. Doch der Herzog von Norfolk holt sie als Hofdame zurück, um Anna von Kleve zu dienen und ihm Bericht zu erstatten. Norfolk möchte alle Fäden in der Hand halten und hat deshalb eine treue Dienerin genau dort platziert, wo sie ihm am meisten helfen kann. Jane, die unbedingt wieder eine Aufgabe von Bedeutung haben möchte, tritt die Stelle bereitwillig an und tut genau das, was der Herzog ihr aufträgt. Sie beobachtet, manipuliert zu seinen Gunsten und hilft dabei Anna zu stürzen und Katherine Heinrich VIII. zuzuführen. Ohne schlechtes Gewissen macht sie eine Aussage, die Anna von Kleve in ernste Schwierigkeiten bringen könnte und als sich die Schlinge um Annas Hals immer weiter zuzieht besinnt sich der König und beschließt lediglich eine Scheidung von der deutschen Königin. Er bezahlt ihr eine Abfindung, sie bekommt Häuser, Land und Dienerschaft und dennoch weiß Anna, dass sie niemals sicher sein wird. Jane jedoch fühlt sich sehr sicher in ihrer Rolle, denn schließlich beschützt der Herzog von Norfolk sie. Immerhin erfüllt sie all seine Aufgaben mit Bravour. Denn sie hat Katherine nun erfolgreich auf den Thron gebracht und tut nun ihr Bestes, um diesen Thron zu sichern, auch wenn dies nur mit sehr unkonventionellen Mitteln möglich zu sein scheint. Lady Rochford sieht zwischen all diesen Intrigen und Verstrickungen jedoch nicht, dass auch sie ins Kreuzfeuer geraten könnte, sollte sich das Blatt erneut wenden.

    Philippa Gregory weiß einfach wie man historische Romane schreibt. Obwohl mir die geschichtlichen Ereignisse bereits bekannt waren, habe ich von der ersten Seite an mitgefiebert. Ich wusste, was mit Anna geschehen würde und mir war auch klar, welches Schicksal Katherine und Jane ereilen würde, dennoch konnte ich vor Spannung das Buch kaum zur Seite legen. Die drei Frauen, so unterschiedlich sie nur sein konnten, haben mich, auf ihre jeweilige Weise, fasziniert. Die eine, wollte nur ihrem Bruder entkommen und hat sich unverhofft in ein Land verliebt, das ihren Tod bedeuten könnte. Die andere liebt nur sich selbst, Geld und Liebeleien, ohne auch nur eine Sekunde über die Konsequenzen nachzudenken, schließlich ist sie erst 14 Jahre alt und hat ihr ganzes Leben noch vor sich. Und schließlich die letzte der drei, die nur auf ihren Machterhalt und ihren Vorteil bedacht ist. Keine von ihnen bekommt das, was sie verdient haben und doch sind sie der Willkür des Königs ausgeliefert gewesen. Philippa Gregory hat diese tragische Geschichte großartig zu Papier gebracht. Man spürt, dass sie die geschichtlichen Ereignisse perfekt mit ihrer eigenen Fantasie und Vorstellung verwebt und aus diesen historischen Fakten einen genialen Roman macht.

    Fazit

    Für eingefleischte Tudor-Fans ist diese Geschichte absolut zu empfehlen! Ich liebe es, wie Philippa Gregory die historischen Fakten in einen Roman verpackt und glaubhaft darstellen kann, was geschehen ist und möglicherweise geschehen ist. Die Charaktere, die zu Wort kommen, wirken unglaublich authentisch und man fiebert jede Seite des Buches mit und das, obwohl den meisten wohl der Ausgang der Geschichte klar sein wird. Als Einstieg in die Welt der Tudors ist das Buch vielleicht nicht ganz geeignet, da es eben die 4. und 5. Ehe von König Heinrich VIII. beleuchtet aber nach der Lektüre von „Die ewige Prinzessin“ und „Die Schwester der Königin“ kann ich es aufjedenfall empfehlen!

  17. Cover des Buches Die ewige Prinzessin (ISBN: 9783732567010)
    Philippa Gregory

    Die ewige Prinzessin

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Wer sich ein wenig mit der Geschichte der Tudor-Familie auskennt, der weiß natürlich auch, was für einen harten und steinigen Weg Katharina von Aragón gehen musste, um ihre Ziele zu erreichen. Ich gehe hier jetzt nicht auf die historischen Details ein. Obwohl die meisten, die sich für das Buch interessieren, sicher auch den Aufstieg und Fall der „ewigen Prinzessin“ im Groben kennen, möchte ich nicht zu sehr spoilern.

    Fakt ist aber: Mit jeder Zeile merkt man, dass Philippa Gregory weiß, wovon sie schreibt. Sie lässt die Tudor-Zeit und das historische England auferstehen. Die großen Persönlichkeiten der Geschichte werden lebendig und authentisch dargestellt, allen voran natürlich die junge Katharina. Man fühlt mit dem einsamen Mädchen mit, das von seiner Familie Abschied nehmen muss, um in einem fremden Land, umgeben von fremden Menschen, eine neue Heimat zu finden. Gefühlvoll, aber nie kitschig schildert Gregory den langen Weg Katharinas, ihre Sorgen und Nöte, ihren unbändigen Willen, Königin zu werden.

    Auch die übrigen Figuren bestechen durch Glaubwürdigkeit. Sei es der verzogene, launische junge Prinz Harry, sei es die eifersüchtige Schwägerin Margaret, sei es der taktierende König Henry. So entsteht durch diese wunderbare Figurenzeichnung ein großartiges Bild der damaligen Zeit. Mir persönlich waren die inneren Monologe der „ewigen Prinzessin“ manchmal ein bisschen zu viel des Guten, den Lesespaß hat das aber kaum getrübt.

  18. Cover des Buches Heinrich VIII. - Mein Leben (ISBN: 9783442097463)
    Margaret George

    Heinrich VIII. - Mein Leben

     (64)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros

    Er hatte sechs Frauen und ließ zwei von ihnen köpfen; er brach mit dem Papst, der ihm die Scheidung von Katharina von Aragon verweigerte, und er gründete die englische Staatskirche, zu deren Oberhaupt er sich erklärte; er ließ seinen Freund Thomas Moore, den Lordkanzler und Humanisten, hinrichten und wünschte sich verzweifelt einen Thronerben: Heinrich VIII., Englands faszinierendster König und Vater von Elisabeth I. 

    Dieser Roman ist der zweite aus der Feder von Margaret George, den ich bisher gelesen habe. Wie auch das erste Buch, hat mich die Lebensgeschichte von Heinrich VIII in Bann gezogen.

    Die Autorin versteht es, dem Leser historische Persönlichkeiten näher zu bringen, indem sie eine wunderbare Mischung aus eigenen Ideen und historischen Fakten verwendet, die ihre Handelnden schnell realistisch und liebenswert erscheinen lassen. Sogar der englische König Heinrich, welcher hauptsächlich bekannt für seine sechs Ehen, die fast alle tragisch endeten, und seinen Jähzorn, der heutzutage diversen Krankheiten zugeschrieben wird, erscheint in diesem Buch sympathisch und freundlich. 

    Der gesamte Roman ist in Form eines Tagebuchs geschrieben, welches der König selbst verfasst hat. Unterbrochen wird die Geschichte von Anmerkungen und teilweise spitzen Kommentaren seines einstigen Hofnarren Will. 
    Dass zwischen den nachweisbaren geschichtlichen Tatsachen viele eigene Gedanken der Autorin verstrickt sind, fällt beim Lesen überhaupt nicht auf, wie ich finde. Es scheint fast so, als lese man wirklich das geheime Tagebuch eines Regenten. Dies gibt dem Buch eine besondere Note.
    Jetzt, nachdem ich den Roman ausgelesen habe, bleibt fast das Gefühl, als hätte man den König tatsächlich durch sein Leben begleitet.

    Mit einer tollen Wortgewandtheit und wunderbarem Ausdruck, hat die Autorin hier das Portrait eines interessanten Mannes gezeichnet, der die Geschichte seines Landes, eines Königreichs geprägt hat. 

    Mir hat dieser historische Roman ausgesprochen gut gefallen, daher vergebe ich fünf Sterne. 

  19. Cover des Buches Die Tudors: Eine schrecklich tödliche Familie (ISBN: B01LHFSA6M)
    Stefanie Norden

    Die Tudors: Eine schrecklich tödliche Familie

     (2)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    Als Tudors-Fan bin ich immer auf der Suche nach verständlicher Lektüre, um mein Wissen über die berühmt berüchtigte Familie zu erweitern. Bücher über historische Persönlichkeiten können zuweilen jedoch sehr trocken und anstrengend sein und daher freue ich mich immer, wenn ein Buch damit wirbt, all das nicht zu sein. So auch hier. Natürlich habe ich mal wieder nicht auf die Seitenanzahl geachtet, weswegen ich etwas überrascht war, kein Buch, sondern vielmehr einen Katalog in den Händen zu halten. Für den Preis hatte ich eigentlich ein richtiges Buch erwartet. Immerhin: Schönes, samtweiches Finish.
     Dass inhaltlich nicht so viel drin stehen kann, war ab da eigentlich schon klar. Sind die Fakten aber gut und verständlich, ist das ja kein Problem. Los geht es mit Margaret Beaufort, ihrerseits Mutter von Heinrich VII., seinerseits Vater von Heinrich VIII. Das Schlusslicht bildet die letzte echte Tudor, Elisabeth I.. Und dazwischen natürlich die sechs Ehefrauen, Kinder sowie ein paar andere Verwandte Heinrichs VIII.. Jedem werden im Schnitt fünf Seiten zugedacht, was bedeutet, dass deren Geschichte so ziemlich runtergekürzt wurde und es hätten durchaus noch weniger Seiten werden können, was mich zum größten Kritikpunkt bringt. Alles wird etliche Male wiederholt. Etwas dass wir beispielsweise schon im Kapitel über Arthur gelesen haben, wird dann genauso noch einmal im darauffolgenden Kapitel bei Heinrich erwähnt. Immer und immer wieder. Einerseits gut zum auffrischen, auf dass es auch wirklich hängen bleibt, andererseits natürlich nervig, besonders wenn man das Buch in einem Rutsch liest. Viel ist es ja nicht. Am Schluss werden noch einige lustige wie schockierende Fakten rund um Heinrich, Elisabeth und die Tudorzeit aufgezählt und auch auf das Mysterium, ob Elisabeth vielleicht ein Mann war, wird eingegangen. Viel neues habe ich nicht dazu gelernt, aber da ich auch bereits bekannte Fakten über die Tudors immer wieder gern lese bzw. Dokus zu dem Thema auch nach dem dritten mal gebannt verfolge, ist es für mich dennoch kein Fehlkauf. Jetzt habe ich immerhin ein Buch, in dem der Werdegang der Tudors kurz und knapp zusammengefasst wurde. Kann man gern neben sich liegen haben, wenn man mal wieder eine historisch nicht ganz korrekte Serie über die Tudors schaut. Dazu gibt es auf den letzten Seiten übrigens auch ein Verzeichnis.

    Alles in allem sicher nicht das was ich mir gewünscht hätte, aber 4 Sterne sind es mir dennoch wert.

  20. Cover des Buches Pforte der Verdammnis (ISBN: 9783104037066)
    C.J. Sansom

    Pforte der Verdammnis

     (93)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Leider habe ich den Teil 1 der Reihe um den buckligen Anwalt Matthew Shardlake erst nach den Teilen 3 und 4 gelesen. 

    Dieser erste Roman spielt vor der Kulisse der englischen Reformation durch Thomas More, Thomas Cromwell und Heinrich VIII. in einem fiktiven Kloster an der englischen Südküste. Matthew Shardlake soll als königlicher Kommissar den Mord an seinem Vorgänger aufklären und eine Auflösung des Klosters erreichen.

    Ähnlich wie in Umberto Ecos grandiosen Roman "Der Name der Rose" gerät Shardlake in einen Sumpf verschiedener Interessen und Intrigen und der Mord an Kommissar Singleton wird nicht der einzige aufzuklärende Mord bleiben.

    Nebenbei zeichnet Sansom einen differenzierten Blick auf die englische Reformation, ihre Ziele und die Gewinner der Bewegung. Shardlake, anfangs ein erklärter Anhänger Cromwells und der Reformation, verschiebt seinen Blickwinkel immer mehr und lässt den Helden zweifelnd zurück.

    Das Finale ist meiner Meinung nach gelungen. Die Auflösung der Mordfälle birgt die ein oder anderer Überraschung. Gefallen hat mir, der bittersüße Blick zurück, nachdem Cromwells Schergen das Kloster Scarnsea übernommen haben.

    Fazit:
    Von meiner Seite eine klare Leseempfehlung. Den Vergleich mit Eco's "Der Name der Rose" muss das Werk verlieren. Aber es ist eine absolut gelungene Unterhaltung.

    Warum 4 und nicht 5 Sterne?
    4,5 hätten es für mich perfekt getroffen. 0,5 Abzug weil der Spannungsborgen zeitweise abbricht.



  21. Cover des Buches Wolf Hall (ISBN: 9780805080681)
    Hilary Mantel

    Wolf Hall

     (24)
    Aktuelle Rezension von: histeriker
    Inhalt:
    Das Buch ist der erste Teil einer Trilogie um Thomas Cromwell, ein Staatsmann in der regierungszeit von Heinrich VIII. In diesem Teil spielt die Heirat von Heinrich mit Anne Boleyn eine große Rolle.

    Bewertung:
    Es ist mir bekannt, dass einige Leute das Buch für unlesbar halten und nicht verstehen, wieso es so gefeiert wird. Ich kann diese Kommentare schon nachvollziehen, was mich nicht daran gehindert hat, das Buch zu genießen.
    Der Schreibstil ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig. Ich brauchte meine Zeit zu begreifen, dass "he" fast immer als Bezeichnung von Cromwell selbst gedacht war. In Dialogen erschwert dieser Punkt das Verständnis, vor allem da sich sehr oft zwei oder mehrere Männer unterhalten und "he" hätte jeder von ihnen sein können. Nach dem ich mich daran gewöhnt habe, hat mir dieser Stil sogar ganz gut gefallen, da es wirklich ungewöhnlich ist. Wer schriebt sonst in dieser Perspektive?
    Der andere Problempunkt ist die wechselnde zeitlich Ebene, da es nicht wirklich linear abläuft. Die Sprünge können natürlich die Verstädnis erschweren, mir haben sie aber gefallen, weil man so die Gedankengänge des Hauptcharakters klasse nachvollziehen konnte. Manchmal habe ich mich zwar auch gefragt, wann war das denn?, dies hat für mich aber oft die Spannung erzeugt.
    Diese Gedankengänge sind eine wirkliche Bereicherung des Buches. Der Protagonist ist so vielschichtig und kommt gar nicht wirklich positiv rüber, wobei man ihn schon als Leser ziemlich nahe kommt. Er ist total menschlich dargestellt, seine moralischen Werte muss man nicht teilen, man kann sie aber sehr oft nachvollziehen.
    Was ich wirklich klasse fand, war die Perspektive, aus der die Geschichte erzählt wird und diesmal meine ich es inhaltlich. Wer hat vor diesem Buch etwas über Thomas Cromwell gehört? Wahrscheinlich wirklich nur die Geschichtsfreaks. Ich kenne mich in der Geschichte gut aus, aber über diese Person hatte ich vorher nur minimale Informationen. Jetzt ist mir seine Bedeutung klar und ich würde ihm schon zu den wichtigsten Personen der Zeit zählen.
    Hier wurde für mich Geschichte wirklich lebendig.
  22. Cover des Buches Der Geliebte der Königin (ISBN: 9783732552863)
    Philippa Gregory

    Der Geliebte der Königin

     (17)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Der scharlachrote Löwe (ISBN: 9783641162351)
    Elizabeth Chadwick

    Der scharlachrote Löwe

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Bellexr

    Als König Richard stirbt, tritt sein Bruder John die Nachfolge auf dem englischen Thron an. Auch ihm schwört William Marshal seine Treue, die im Verlauf seines weiteren Lebens mehrmals auf eine harte Probe gestellt wird. König Johann ist zwar auf die Unterstützung des Earls angewiesen, doch hat ihm William Marshal zu viel Macht, die er mit allen Mitteln stutzen will. Als William auch König Philipp von Frankreich die Treue schwört, um seine Ländereien in Frankreich nicht zu verlieren, scheint die Situation zu eskalieren. Zusammen mit seiner Familie zieht sich William nach Irland zurück, sicher ist er hier jedoch nicht vor der machtgierigen wie skrupellosen Hand des Königs.

     

    Mit „Der Ritter der Königin“ begann Elisabeth Chadwick ihre Geschichte um den englischen Ritter William Marshall (1144 – 1219), der im Verlauf seines Lebens mehreren Königen diente und selbst die Regentschaft über England erhielt. Der vorliegende zweite Teil steigt kurz vor dem Tod von König Richard – auch bekannt als Richard Löwenherz – im Frühjahr 1197 in die Geschichte ein und beginnt genauso opulent, farbenprächtig und hervorragend recherchiert wie der erste Teil endete.

     

    Es ist ein ereignisreiches wie schwieriges Leben, welches William Marshall bis zu seinem Tod im Jahre 1219 führt, durchsetzt mit Intrigen und Machtkämpfen. Der ehrbare, geradlinige Earl hat im Verlauf seines Lebens viele Anhänger gefunden und wird als edler Ritter verehrt. Doch der intrigante König John sieht in dem mächtigen Earl eine Bedrohung. Um sich dessen Treue zu sichern, verlangt er zuerst Williams ältesten Sohn Will, schließlich auch dessen zweiten Sohn Richard als Geisel. William hat keine Wahl als seine beiden Söhne dem König zu überlassen.

     

    Was die Autorin im ersten Band begonnen hat, führt sie genauso kraftvoll und lebendig im vorliegenden Roman weiter. Von der ersten Seite an ist man gefesselt von dem prallen wie packenden Schreibstil der Autorin und fühlt sich sofort in das England des 12. Jahrhunderts zurückversetzt. Natürlich geht die Autorin auch ausführlich auf die politischen Verhältnisse ein, zwangsläufig durch Williams starke Mitwirkung daran. Dies erzählt Elisabeth Chadwick jedoch immer sehr kurzweilig und verständlich.

     

    Aber auch das Privatleben von William kommt während des Romans bei weitem nicht zu kurz. In jungen Jahren eher rastlos, von einem Turnier zum anderen reisend, ist er mit zunehmenden Alter zwar nicht unbedingt ruhiger geworden, genießt es aber jedes Mal aufs Neue einige Zeit bei seiner Familie zu verbringen. Bei seiner selbstbewussten, energischen Ehefrau Isabelle de Clark, welche ihm die Stellung eines Earls einbrachte, findet William die nötige Ruhe. Ihre Ehe verläuft sehr liebevoll und ist geprägt von beiderseitigem Respekt.

    Fazit: Opulent erzählter Roman über das aufregende Leben von William Marshal, dem besten Ritter seiner Zeit, der fünf Königen Englands loyal diente.

  24. Cover des Buches Englands Königinnen (ISBN: 9783492236829)
    Marita A. Panzer

    Englands Königinnen

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Linda-Odd
    Da ich ein großer Fan der letzten beiden Staffeln von "The Tudors" war und mich sowieso für Englands Geschichte interessiere, fand ich dieses Buch äußerst spannend. Jeder Königin ist ein Kapitel gewidmet. Es wird [je nach Geburtsstand] entweder ihre Geschichte von Geburt an erzählt. Oder ab dem Zeitpunkt, in dem sie für das Land wichtig wurde. Ich habe allerdings "nur" den ersten Teil über das Haus Tudor gelesen und den letzten Teil über die aktuelle Königin von England. Mir hat das Buch sehr gefallen. Gut geschrieben und absolut nicht langweilig! Edit: Hab ich vergessen: In dem Buch sind auch Porträts der Königinnen abgebildet. Die meisten sogar farbig. Einige davon findet man in der Londoner National Portrait Gallery.

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