Bücher mit dem Tag "tübingen"
17 Bücher
- Antonia Michaelis
Nashville
(176)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaEines vorerst: Wenn man einen total realistischen Jugendthriller sucht, bei dem absolut alles Sinn ergibt und die Charaktere zu jeder Zeit nachvollziehbar handeln, dann sollte man von diesem hier vielleicht lieber die Finger lassen. Ebenso, wenn man mit poetischen und verspielten Schreibstilen nichts anfangen kann. Sollte man allerdings in ein märchenhaftes Jugendbuch mit kuriosen Charakteren und einer spannenden Geschichte eintauchen wollen, dann muss man hier zugreifen, auch, wenn das Buch nicht mehr allzu neu ist.
Die Geschichte beginnt dabei schon recht skurril, nämlich mit einem offensichtlich verstörten Jungen, der in Svenjas Küchenschrank auf dem Kopf steht, wird aber immer skurriler, als sich Svenja diesem Jungen auch noch annimmt, ohne die Polizei oder das Jugendamt einzuschalten. Als dann immer mehr Morde an Obdachlosen geschehen, wird es richtig spannend. Zwischenzeitlich entstehen Freundschaften, es geschehen unerwartete Dinge und die Beziehung zwischen Svenja und Nashville wird immer unumstößlicher, selbst als es für sie immer weiter den Bach heruntergeht. Genau diese Freundschaften und die sich entwickelnde, ehrliche Liebe zwischen den beiden macht dieses Buch so toll und märchenhaft. Dazu kommen dann noch die Mordfälle und die lauernde Gefahr, welche das Buch super spannend macht. Außerdem wird man immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt. Jeder könnte der Täter sein, es ist also wie das Wolfsspiel.
Passend zu dieser besonderen Geschichte sind auch die einzelnen Charaktere sehr besonders, allen voran Svenja, die sich aufopfernd um Nashville kümmert, was keine leichte Aufgabe ist. Dennoch findet sie einen Draht zu ihm und tut ihr Bestes. Nashville selbst ist ein zutiefst verstörter Junge, der komische Dinge tut und sich nicht einfangen lässt. Dann gibt es da noch die eher alternativen Jungs aus dem besetzten Haus Nummer drei. Friedel, der wie Svenja Medizin studiert, aber das eigentlich gar nicht will, der Spanier Kater Carlo, welcher ständig die Worte durcheinander bringt und Thiery, der eher unauffällige Franzose. Es gibt Katleen, die gerne kocht und backt und ihr Gemüse, Fleisch und Fisch am liebsten auf einer Bank an der frischen Luft schneidet. Ebenso wichtig für die Geschichte ist der junge Arzt Gunnar und auch die Gruppe Obdachloser, die irgendetwas mit Nashville zu tun haben, lernt man besser kennen. Alle sind dabei absolut unterschiedliche Charaktere, die durchaus nicht ganz normal sind und oftmals absolut nicht so handeln, wie man es erwarten würde.
Geschrieben ist das Buch zudem gar nicht einmal so einfach, sondern sehr verschnörkelt und künstlerisch, mit vielen Metaphern und sonstigen Stilmitteln. Deshalb habe ich auch anfangs etwas gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Mit der Zeit wurde es aber immer besser und als ich mich einmal an den interessanten Schreibstil gewöhnt hatte, war ich mitten in der Geschichte drin und wurde von ihr bis zum Ende mitgerissen.
Alles in allem ist dieses gesamte Buch etwas Besonderes, nichts was man in kürzester Zeit durchliest, aber dafür märchenhaft, skurril und irgendwie großartig. Allerdings sollte man sich auch bewusst sein, dass es hier ziemlich viele Sexszenen gibt und es auch ab und zu recht brutal zugeht, weshalb ich das Buch nicht unbedingt ab vierzehn empfehlen würde. Insgesamt kann ich es aber absolut empfehlen, wenn man sechzehn und älter ist.
- Sofia Mai
Herzklopfen im Ländle
(5)Aktuelle Rezension von: black_snapperLeonie ist Richterin am Amtsgericht in Ulm. Sie ist gerade auf dem Weg zu einem Arbeitseinsatz in Helsinki, als ihre alleinerziehende Schwester Sabine überraschend ins Krankenhaus muss. Selbstlos sagt Leonie zu, sich so lange um Sabines Haus, den Hund, das Wochenend-Cafe und ihre Tochter Amelie zu kümmern.
Daß der Alltag chaotisch wird und vieles nicht glatt läuft, ist klar. Vieles fand ich lustig oder hatte gehörigen Respekt vor Leonies Courage. Was mir aber ziemlich auf die Nerven gegangen ist, war das Pubertier Amelie. In meinen Augen hatte sie einen zu großen Raum im Buch. Dafür kam die Liebesgeschichte zwischen Nachbar Max und Leonie zu kurz. Schade, ich hätte es mir umgekehrt gewünscht. Auch mag ich es lieber, wenn die Protagonisten mehr miteinander reden und weniger Missverständnisse schüren.
Sehr schön fand ich das Setting. Baden-Württemberg hat so tolle Ecken. Und das kommt hier auch wirklich gut rüber. Ob Stadt oder kleine Ortschaft auf dem Land, grüne Felder, Weinberge, die Bilder sind sofort in meinem Kopf aufgeploppt.
- Silvia Stolzenburg
Die Salbenmacherin
(50)Aktuelle Rezension von: Daniela_WeigelDie sechzehnjährige Oliviera hat sich unsterblich in Laurenz verliebt. Er ist ein Handelspartner ihres Vaters. Ihre Yiayia versucht sie davon abzuhalten, bedeutet es doch, dass Oliviera ihre Heimat Konstantinopel verlassen muss, um mit ihrem Gemahl nach Tübingen zu reisen. Die verliebte Oliviera kann nicht anders, mit einer List gelingt es ihr, ihren Vater dazu zu bringen, sie mit ihm zu verheiraten. Schon auf der Reise beginnt Laurenz, sich zu verändern. In Tübingen angekommen, lässt das Hochgefühl schnell nach. Die Tübinger tuscheln hinter ihrem Rücken und schon bald schlägt ihr offener Hass entgegen. Laurenz ist ihr keine Hilfe, er wird ihr immer fremder und vernachlässigt sie.
Bei ihrem Wunsch Salben und Arzneien herzustellen, wie sie es von ihrer Großmutter gelernt hat, findet sie Unterstützung bei Götz, ihrem Schwager. Die beiden Brüder verstehen sich nicht besonders gut. Als ihr einziger Verbündeter wird ihr Götz immer wichtiger. Als sie das dunkle Geheimnis von Laurenz herausfindet, gerät ihre Welt ins Wanken.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Oliviera und Laurenz geschildert, so kann man tief in die Seele der beiden schauen, ist sehr nahe an den Charakteren dran und kann die Gefühle sehr gut nachvollziehen. Es gibt noch einen weiteren Erzählstrang, der Charakter ist düster und erschreckend und mich hat es oft gegruselt.
Silvia Stolzenburg schreibt sehr bildlich und wortgewaltig, sie hat hier eine Spannung aufgebaut, die mich oft mit schnell klopfendem Herzen hat weiterlesen lassen. Diese Geschichte vereint Historie und Krimi. Interessant war für mich die Heilkunde, das fand ich sehr spannend. Ich freue mich auf die weiteren Teile, denn ich muss unbedingt erfahren, wie es mit Oliviera weitergeht.
Von mir gibt es 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung
- Sophia Langner
Die Herrin der Lettern
(30)Aktuelle Rezension von: Mary2Die Leser werden von Sophia Langner in das 16. Jahrhundert geführt und tauchen tief in das Alltagsleben einer Handwerker-Familie ein.
Schauplatz ist eine Drucker-Werkstatt in Tübingen sowie weitere Städte des Herzogtums Württemberg.
Protagonistin ist Magdalena Morhart, eine außerordentlich starke Frau im 16. Jahrhundert.
Im Alter von knapp fünfzig Jahren ist sie zwei Mal verwitwet. Ihr zweiter Mann hinterlässt ihr die Drucker-Werkstatt, die sie gemeinsam mit ihren fünf Kindern fortan selbst betreibt.
Sie setzt sich in einem Erbstreit gegen ihren Stiefsohn durch und bleibt über viele Jahre erfolgreiche Leiterin der Buchdruckerei.
Diese Erfolgsgeschichte basiert auf historischen Tatsachen und die gründliche Recherche ist diesem Buch auch jederzeit anzumerken. Persönlichkeiten der Zeitgeschichte werden genau wie einschneidende Ereignisse (z.B. die Pest im Jahr 1555) geschickt eingearbeitet und behutsam um Handlungsträger der fiktiven Ereignisse ergänzt.
So kann man am Schicksal der Protagonistin genau so teilnehmen wie am Leben ihrer Kinder und am Universitäts-Leben der Stadt Tübingen.
Der Erzählstil ist sehr plastisch, das Buch passend in Abschnitte und Kapitel untergliedert und ergänzt durch ein einordnendes Nachwort sowie ein Glossar. Die über 500 Seiten Lektüre lassen sich leicht lesen und haben mich bis zum Ende beeindruckt.
Fazit:
Ein erstklassig recherchierter und lehrreicher historischer Roman aus der Feder einer jungen Wissenschaftlerin, die hier unter einem Pseudonym veröffentlicht hat.
Volle Leseempfehlung für alle Freunde des Genres.
- Silvia Stolzenburg
Blutfährte
(42)Aktuelle Rezension von: Rose75Mit Blutfährte startet Frau Stolzenburg eine neue Krimi/Thriller Reihe um den Feldjäger Mark Becker. Ich kenne von der Autorin schon ein paar historische Romane und war neugierig wie sie einen Thriller schreibt. Sie kann wirklich beides.
Dem Sanitätsfeldwebel Tim Baumann fällt in der Notaufnahme des BWK Ulm ein seltsames Verhalten seines Vorgesetzten im Umgang mit Unfalltoten auf. Er hat einen Verdacht, klaut Akten und taucht unter. Das bedeutet für die Bundeswehr, dass er 'eigenmächtig abwesend' ist und das ist ein Fall für die Feldjäger, die ihn suchen und zurück zur Truppe bringen müssen.
Den Auftrag bekommt Mark Becker und gemeinsamen mit dem Kameraden Müller macht er sich auf die Suche. Erst als ein Toter in einem Hotelzimmer gefunden wird gibt es eine Spur von Tim Baumann. Mark Becker muss mit der Kripo Stuttgart zusammenarbeiten und lernt dadurch die eifrige Lisa Schäfer kennen. Die beiden sind wie Feuer und Eis.
Die Autorin hält die Spannung mit kurzen Kapiteln und wechselnden Perspektiven hoch und man ist schnell mittendrin in dieser Hetzjagd. Da ich die Gegend,in der die Handlung spielt, kenne, hatte ich die Szenen meist vor Auge. Das Ende war ein Showdown wie man ihn von Hollywood kennt.
Zusammengefasst: Ein toller Thriller im Umfeld der Bundeswehr mit eigenwilligen Protagonisten, von denen man gerne noch mehr lesen möchte.
- Nathalie Schaller
Der Stoff, aus dem die Freiheit ist
(11)Aktuelle Rezension von: BuchperlentaucherTue das, was du willst für dein Leben. Beende ungesunde Beziehungen. Mach etwas, worauf du Bock hast, auch wenn es verrückt erscheint. Vertraue deinen Gefühlen, wage Beziehungen. Lasse dich von deinen eigenen Fähigkeiten überraschen. (Seite 37 + 38)
Diese Tipps zum Glücklich sein stammen nicht aus einem der vielen Ratgeber-Bücher. Es ist das, was Nathalie Schaller immer gelebt hat. Mit gleicher Konsequenz hat sie ihr Ziel verfolgt, nicht dem Mainstream der Mode-Branche zu folgen.
Faire Mode ist deshalb teuer, weil beim Anbau von biologischer Baumwolle auf giftige Pestizide und chemischen Dünger verzichtet wird. Die Zulieferer garantieren existenzsichernde Löhne, eine feste Anstellung, Gesundheitsschutz, keine Kinder- und Zwangsarbeit und vernünftige Arbeitszeiten. (Seite 59)Wie man auch mit einem solchen Konzept erfolgreich arbeiten kann, zeigt Nathalie Schaller eindrücklich auf.
- Veit Müller
Zwischen den Zeilen lauert der Tod
(5)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDer erste Teil der Luka Blum - Reihe. Ein Regionalkrimi aus der Feder des freien Journalisten und Autor, Veit Müller. Seine Krimis vermitteln immer den Eindruck, als wäre er selber Luka Blum, zumindest was bei der Darstellung seines Protagonisten. Eine Frau wird nachts kaltblütig in ihrem Schlafzimmer ermordet. Einige Tage später wird Luka Blums Bekannte, Vanessa entführt, dabei kommt sie fast ums Leben. Bei der Frage nach dem Täter ermittelt Luka gemeinsam mit seiner Freundin, Nelly, auf eigene Gefahr. Leider entpuppt sich dies als ein Fehler, den Luka Blum später bitter bereuen wird. Doch als endlich der entscheidende Fehler passiert, bugsiert sich Luka Blum selber in eine brenzlige Situation. Wird er sich und seine irischen Freundin aus den klauen des Killers befreien können? Der Autor, Veit Müller beschreibt nahezu jedes einzelne Detail und lässt einem völlig an Luka Blums Ermittlungen teilhaben. Dieses Genaue gibt dem Buch das gewisse Extra! Man sollte am besten gleich mit dem zweiten Teil, Tod im Schönbuch kaufen, denn nach dem ersten Band dieser Reihe, hat man absolut Lust auf mehr! Wer also auf den Geschmack gekommen ist, sollte jetzt unbedingt zuschlagen! Diese Buch alles was Krimis brauchen: Blut und Spannung! Einen Ermittler mit eigenem Charme und ab und an einer kleinen prise Witz. © 2010 bei Wolfbooks. Geschrieben von Marcel Rahn. - Michael Wanner
Madonnenmord
(3)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerInhalt: Im Ammertal westlich von Tübingen treibt ein Einbrecher sein Unwesen. Als Hanna Kirschbaum, Professorin an der Tübinger Uni, eines Abends nach Hause kommt, hat der Täter offenbar wieder zugeschlagen. Der Einbruch passt nahtlos in die Serie - mit einem Unterschied: Dieses Mal wurde das Opfer, Hannas Nachbarin, ermordet. Für den Tübinger Kriminalhauptkommissar Friedrich Holzwarth, Hannas Exmann, ist die Sache klar: Witwe Mathilde Häußler hat den Einbrecher auf frischer Tat ertappt und dies mit dem Leben bezahlt. Doch Hanna glaubt nicht so recht an diese »einfache Lösung«. Plötzlich tauchen überall Verdächtige auf, die die alte Häußler lieber tot als lebendig gesehen hätten. Und im Ammertal-Dorf Reusten geht das Gerücht um, die ansonsten so sittenstrenge Katholikin habe doch weit weniger »keusch« gelebt als sie vorgab ... Hanna Kirschbaum ist in ihrem zweiten Fall einem abgrundtiefen Verbrechen auf der Spur. Meinung: Madonnen-Mord ist der zweite Krimi, den ich von Michael Wanner gelesen habe. Mit großer Vorfreude habe ich mich auf diese Buch gestürzt und wurde nicht enttäuscht. Geemeinsam mit Ihrem Ex-Mann Friedrich ermittelt Hanna in dem vorliegenden Krimi. Auch sie ist es wieder, die ihren Mann auf dierichtige Lösung bringt. Michael Wanner hat einen erfrischenden Schreibstil. Ich würde mich freuen, wenn bald ein neues Buch von ihm raus käme. - Michael Wanner
Totgeschrieben
(5)Aktuelle Rezension von: graEine türkische Studentin wird erschossen. Ein Ehrenmord? Oder war es der eifersüchtige Verlobte, oder die erboste Frau ihres verheirateten Liebhabers? An Verdächtigen herrscht kein Mangel. Hanna Kirschbaum, die Professorin der Ermordeten ermittelt sehr zum Verdruß ihres Ex-Mannes, des Hauptkommissars der Polizei. Mit Engagement und Intelligenz löst unsere Professorin den Fall, findet nebenbei noch einen neuen Verehrer und gründet eine Mädchenmannschaft im örtlichen Fußballverein. . Viel zu sagen gibt es nicht über die Geschichte, da sie leider ziemlich dünn ist. Die Wendungen waren vorhersehbar und ich wusste recht bald, wer der Täter ist. Unglücklicherweise sind auch die Figuren nicht besonders gelungen. Insbesondere Prof. Kirschbaum ist eine derart stereotype Emanze, dass ich manchmal überlegen musste, ob ich tatsächlich einen Krimi oder nicht doch eine Satire lese: sie ersetzt konsequent alle männchlichen Begriffe durch weibliche (die Zeugin, die Täterin, die Studentin etc) auch das Wörtchen "man" wird immer zu "frau", was auf die Dauer etwas nervig ist. Sie macht zu Konzentrationszwecken Kopfstand, was sie sich auf einer Indienreise angewöhnt hat und natürlich kann sie virtuos mit Werkzeugen umgehen und ist eine tolle Fußballerin. Die anderen Personen sind ähnlich eindimensional, einzig das Opfer scheint etwas interessanter gewesen zu sein. Ist aber leider tot und darf nicht mehr mitspielen. Auch die Sprache und der Stil können nicht wirklich überzeugen. Zwar ist das Buch sehr flüssig zu lesen, doch werden zu oft Wendungen wiederholt und die Entdeckungen der ermittelnden Dozentin folgen immer dem gleichen Muster. Außerdem gibt es in diesem Buch keine Statisten. Ausnahmslos jede Person, die irgendwann einmal auftaucht, ist für die Lösung von Bedeutung. Das lässt die Handlung unrealistisch erscheinen und erleichtert das Erraten des Täters ungemein, da der Plot einfach nicht raffiniert genug für eine derart begrenzte Personenzahl ist. . Einziger Pluspunkt des Buches und letztendlich auch der Grund, warum ich es gelesen habe, ist das Vergnügen, einen Krimi in der eigenen Stadt zu lesen. Fazit: keinem, der nicht in Tübingen wohnt zu empfehlen und Tübingern auch nur sehr bedingt. - Leonie Müller
Tausche Wohnung gegen BahnCard
(9)Aktuelle Rezension von: CumuluscitrusTitel und Klappentext klangen vielversprechend, auch die ersten Seiten waren noch spannend.
Spätestens ab Seite 100 war das Buch für mich nur noch Quälerei. Erwartet hatte ich eher ein Buch, das authentisch ist, Begegnungen oder Situationen beschreibt. Es gibt es zwar einige wenige, die wirken für mich aber immer etwas abgehoben und verlieren sich schnell wieder in den philosophischen Gedankengängen der Autorin. Auch gute Grundsätze, wie die Themen Konsum oder Minimalismus werden oberflächlich angesprochen, jedoch holt mich dieses Buch dazu einfach null ab.
Wie es nun war, "nirgendwo zu wohnen und überall zu leben" - das wusste ich am Ende immer noch nicht. Wer eine Art Reisebeschreibung oder Erfahrungsbericht erwartet, liegt hier völlig falsch. Wer sich knapp 250 Seiten mit Fragen über Nicht-Orte, Nicht-Existenzen, gedankliche Selbstgespräche und philosophischen Ergüssen über To-Do und Not-To-Listen beschäftigen möchte, der findet es vielleicht gut.
- Silvia Stolzenburg
Die Fliege
(53)Aktuelle Rezension von: KerstinThAnna Benz ist Mitte dreißig und Kommissarin im Stuttgarter Dezernat 11. Sie kommt gerade aus einem zweiwöchigen Urlaub zurück, als das Dezernat einen neuen Fall bekommt. Es wurde eine in Müllsäcke eingewickelte Leiche gefunden. Die Beamten wissen lange nicht, wer die Leiche ist. Der Leser hingegen weiß es seit der ersten Seite, auf der der Mord an Tobias Hofmann detailliert beschrieben wurde. Die Beamten stehen vor einem großen Rätsel. Ihr einziger Zeuge ist fünf Jahre alt. Schnell finden sie sich in der Hackerszene wieder. Doch worum geht es bei diesem Mord – warum musste Tobias sterben?
Anna Benz ist die Hauptakteurin in diesem Krimi. Der Leser erfährt zwar nicht allzu viel über sie – sie ist in einer Beziehung mit dem Lehrer Jens und sie fahren gern Rad – aber trotzdem ist Anna Benz durch ihre Art sehr sympathisch. Der Krimi scheint sehr gut recherchiert zu sein. Vor allem die Szenen in der Gerichtsmedizin kamen mir sehr realistisch vor. Man hatte das Gefühl, als wäre man selbst im Obduktionssaal dabei. Die Handlung startet schon zu Beginn sehr rasant. Leider fehlten mir aber die große Spannung und der Nervenkitzel. Schnell war klar, wer hinter allem steckt und wie es zu den Morden kam. Rausgerissen haben es dann aber die Handlungsorte, da diese mir alle bekannt waren. Letztendlich erhält dieser Stuttgart-Krimi von mir drei von fünf Sternen. Er ist gut recherchiert, angenehm geschrieben und er hat eine sympathische Kommissarin, aber er ist leider nicht spannend genug. - Sophia Langner
Das Haus der Buchstaben
(8)Aktuelle Rezension von: Kathrin_SchroederDas Haus der Buchstaben von Sophia Langner gelesen dank Netgalley
Die Geschichte der Buchdruckerin Magdalena Morhart, einer der ersten erfolgreichen Buchdruckerinnen im 16. Jahrhundert.
Leider war mir bei der Auswahl nicht bewusst, dass es ein zweiter Teil ist. Es funktioniert zwar auch ohne den ersten Teil, nimmt aber in der Geschichte doch oft Bezug auf das „Vorher“.
Frau Morhart ist mit ihren Kindern vor der Pest geflohen und überlegt zurück nach Tübingen zu gehen. Zeitgleich macht sich ein katholischer Spion auf, der in den „evangelischen Landen“ Unfrieden stiften und das Land zurück zum wahren Glauben bringen soll.
Er erkennt schnell die wichtige Rolle der Druckerei und setzt ihr die Konkurrenz in Form des Stiefsohns vor die Tür, dessen Hass eine gute Grundlage zu sein scheint.
Die Geschichte ist gut recherchiert, ich habe viel Wissenswertes über den frühen Buchdruck und die Rechtslage darum erfahren. Das Buch liest sich wie ein mittlerer Band einer Trilogie – es bleibt noch genug offen, dass ein dritter Band passen würde. Dieses Gefühl des mittleren Buchs ist auch zugleich meine einzige Kritik. Ein wenig verbleibt die Geschichte, auch wenn der größte Konflikt geklärt ist, in der Schwebe und einige Fragen offen, deren Klärung man erwartet hat. Insgesamt war das Buch eine Lesefreude
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- Sybille Baecker
Vermisst im Ammertal
(5)Aktuelle Rezension von: LesezeichenfeeSybille Baecker Vermisst im Ammertal Emons 2025
Das Buch der Autorin erschien schon 2016 beim Silberburgverlag. Meinem ersten Lieblingsverlag für Krimis, den es heute so nicht mehr gibt.
Zunächst finde ich das Cover vom Emonsverlag sehr viel schöner als jenes vom Silberburgverlag. Allerdings finde ich beim Silberburgverlag „die Landkarte vom Ländle“ schön, weil man dann gleich weiß, in welchem Bundesland der Krimi spielt. Jedenfalls ist das Cover ein wunderschönes Bild vom Steinbruch in Reusten. Bisher bin ich da nur vorbei gefahren, aber man kann da scheinbar auch laufen. Das steht nun auf meiner „Liste“.
Bis Seite 222 geht das Drama des verschwundenen Kindes, Niko. Kommissar Brandner vermutet einen Entführungsfall, viel früher als alle anderen. Da Brandner nun in Esslingen arbeitet, ist Hendrik der Chef, der früher sein Untergebener war. Dies führt natürlich zu Reibereien, weil Brandner alle kennt und Hendrik gerne mal übergeht.
In diesem Band ist Nathalie fast ein mustergültiges Mädle und man erfährt von ihren guten Seiten. Die Charaktere sind wieder gut gezeichnet, so dass man sich alle gut vorstellen kann. Die Whisky-Auszeiten sind hier wirklich nötig, denn unwillkürlich hält man des öfteren die Luft an. Man fühlt sich selber schon sehr verzweifelt, bis man ahnt wo Niko sich befindet. Der Rest des Buches befasst sich mit der Tatsache, dass die Beteiligten behaupten, es wäre alles ein Missverständnis gewesen. Wenn man einen ganzen Polizeiapparat nutzt um ein verschwundenes Kind zu finden, das kann kein Missverständnis sein! Somit gestaltet sich der Krimi auch hier noch spannend, wie überführt man jetzt die mutmaßlichen Täter. Und dann ist da noch Stephan Klein, der nicht möchte, dass seine monatelangen Beschattungen vergeblich waren. Also müssen Henrik und Brandner auch schauen, dass sie bei Stephans Fall helfen.
Die letzte Szene, bevor der Vorhang fällt, gefällt mir sehr gut. Stephan ist jetzt in den Krimis integriert. Das wird sicher noch sehr spannend. Ein Charakter, der hintergründig ist und auch wiederum sehr sympathisch mit vielen Geheimnissen. Und vor allem Peppi und er, eine Zündschnur, mal sehen, wie lange die brennt, bis es wirklich knallt. Toll finde, ich dass man die Esslinger „Besatzung“ nun besser kennen lernt.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
„Vermisst im Ammertal“ ist eine deutliche Steigerung zu „Schwabendbrand“. Immerhin spielt er noch im Ammertal. Spannend, mit tollen (neuen) Charakteren, sehr emotional und einfach klasse. 10 Feensternchen für den tollen Krimi.
- Maria Stich
Tübinger Fieberwahn
(2)Aktuelle Rezension von: HelgasBücherparadies
Ein Mann wird am Tobel unterhalb der Burg Hohenneuffen tot aufgefunden. Kriminalhauptkommissar Wotan Wilde und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Kurze Zeit später geschieht erneut ein Mord und das ausgerechnet in einem Neubau in Tübingen. Dort hat Wilde erst kürzlich eine Wohnung bezogen. Nach einigen Recherchen gibt es erste Hinweise. Hängt es womöglich mit dem Einsturz des Daches eines Hallenbades zusammen?
Dies ist der erste Fall mit dem Ermittler Wotan Wilde. Kaum in seine noch halbfertige Wohnung eingezogen, wird er mit einem Fall konfrontiert, der unmittelbar in seiner Umgebung geschah. Wotan ist sympathisch, hört gerne EAV und das Team arbeitet gut zusammen, ohne jegliche Zickereien. Sie haben es nicht nur mit Mord, sondern auch mit einem Kunstraub zu tun.
Tübingen als Kulisse fand ich klasse, da ich viele Örtlichkeiten wiedererkannte.
Fazit: Ein spannender Krimi mit viel Lokalkolorit und sympathischen Charakteren haben mir schöne Lesestunden bereitet.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐
Vielen Dank an die Mörderischen Schwestern auf der Frankfurter Buchmesse. Dort konnte ich mir dieses Buch aussuchen und mitnehmen.
Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter https://helgasbuecherparadies.com/2023/04/20/stich-maria-wolfgang-grund-%f0%9f%93%96-tuebinger-fieberwahn/
https://helgasbuecherparadies.com/
Link zum Buch https://amzn.to/3ovVSwu
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