Bücher mit dem Tag "türkische autorin"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "türkische autorin" gekennzeichnet haben.

9 Bücher

  1. Cover des Buches Ehre (ISBN: 9783036959320)
    Elif Shafak

    Ehre

     (90)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    In der Hoffnung ein besseres, erfüllteres oder sichereres Leben führen zu können, verlassen viele Menschen ihre Heimat und versuchen sich in einem anderen Land eine neue Existenz aufzubauen. Ein sehr aktuelles Thema – jedoch spielt der Roman in einer früheren Zeitepoche. Wie schwierig eine Migration sein kann und welche kulturellen Unterschiede oft unüberbrückbar sind, zeigt dieses Buch sehr eindrücklich.


    Die Autorin, sie ist selbst Kennerin verschiedener Kulturen, erzählt die Geschichte eines Ehrenmordes. Sie vermag, den dramatischen Inhalt zu dieser archaischen Tradition offen anzusprechen. Der Roman wirkt aber nie anklagend, sondern vermittelt atmosphärisch dicht tiefe Einblicke in den nahöstlichen Kulturkreis, in dem andere Traditionen und Gesellschaftsnormen als in London den Alltag vieler Menschen bestimmen.


    Elif Shafak ist eine kluge und sensible Autorin und ich bin gespannt auf weitere Bücher von ihr.

  2. Cover des Buches Der Geruch des Paradieses (ISBN: 9783036957524)
    Elif Shafak

    Der Geruch des Paradieses

     (51)
    Aktuelle Rezension von: kaelle

    Die Frage nach Gott ist so etwas wie der Überbau zu diesem Roman. Wir begegnen der türkischen Protagonistin auf zwei Zeitebenen: einmal in der Jetztzeit und einmal während ihrer Jahre zurückliegender Studienzeit.

    In der Gegenwart ist sie auf dem Weg zu einem Essen mit Bekannten. Dieser Erzählstrang wird beinahe in Echtzeit erzählt.

    Ihre Studienzeit verbringt die Protagonistin in Oxford. Dort freundet sich die strebsame und introvertierte junge Frau mit zwei Mädchen an, die sie etwas aus der Reserve locken wollen. Eine davon bringt sie dazu, ein Seminar bei einem umstrittenen Professor zu besuchen. Inhalt: Gott.

    Die beiden Erzählstränge wechseln sich ab und werden schließlich zusammengeführt. Das Erzählte ist ganz interessant. Aber das eigentlich Spannenden, zahlreiche angedeutete Fragen zu Gott, Religion und Gesellschaft werden mir zu wenig vertieft. Daraus hätte Shafak mehr machen können.

  3. Cover des Buches Die vierzig Geheimnisse der Liebe (ISBN: 9783036959122)
    Elif Shafak

    Die vierzig Geheimnisse der Liebe

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Stella_Stellaris

    Es handelt sich um einen Buch-im-Buch-Roman, bei dem das Thema Sufismus im Vordergrund steht. 

    Die vierzigjährige Ella führt ein wohlgeordnetes Leben mit Mann, Kindern, Haus und Hund. An der Oberfläche erscheint alles perfekt. Tief in ihrem Inneren ist Ella jedoch unglücklich. Durch ihre Arbeit lernt sie Aziz kennen und führt mit ihm einen regen Mailkontakt. Noch bevor sie sich zum ersten Mal gegenüberstehen, hat Ella sich in Aziz verliebt.

    Das Buch-im-Buch handelt von dem Gelehrten und späteren Dichter Rumi und seinem Freund Schams-e Tarizi, einem Sufi und Wanderderwisch.

    Ich habe mich vor Jahren schon einmal kurz mit Sufismus beschäftigt. Dann hat das Leben andere Themen nach oben gespült. Deshalb war es nun eine Freude für mich Rumi, dessen Gedichte mich stets auf´s Neue tief berühren, beim Lesen zu begegnen. Sein Gefährte Schams-e Tarizi war ein persischer Mystiker und Wanderderwisch; er lebte im 12./13. Jahrhundert. 

    Das Buch steckt voller Liebe und regt zum Nachdenken an.

    Obwohl mir das Buch-im-Buch sehr gefallen hat, hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin der Liebesgeschichte von Ella und Aziz mehr Raum gegeben hätte.

    Mein Fazit: Absolut lesenswert (und nicht nur einmal)!


  4. Cover des Buches Der Architekt des Sultans (ISBN: 9783036959467)
    Elif Shafak

    Der Architekt des Sultans

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Moni2506

    Elif Shafak erzählt in „The Architect‘ Apprentice“ vom Leben Jahans, der im 16. Jahrhundert zusammen mit einem weißen Elefanten nach Istanbul kam und Lehrling Sinans wurde, der als berühmtester Architekt des osmanischen Reiches in die Geschichte einging. Erschienen ist der Roman bei penguin im November 2014. Das Buch ist auf Deutsch unter dem Titel „Der Architekt des Sultans“ erhältlich. 


    Istanbul im 16. Jahrhundert: Jahan erreicht als 12jähriger Junge Istanbul an Bord eines Schiffes zusammen mit einem weißen Elefanten, der ein Geschenk für den Sultan ist. Während eines Feldzuges des Sultans trifft er auf den Architekten Sinan, der ihn fortan unter seine Fittiche nimmt. Auch Chota, der weiße Elefant, ist auf den künftigen Baustellen gerne gesehen und so bauen sie gemeinsam Moscheen, Aquädukte, Paläste und Mausoleen, die viele Jahrhunderte überdauern sollen. Doch nicht alles läuft so gut wie es den äußeren Anschein hat. Jahan muss lernen mit den Unwägbarkeiten des Lebens zurechtzukommen und nicht jeder ist ihm auf seinem Weg wohlgesonnen. 


    2019 auf der Buchmesse hatte ich mir vorgenommen ein Buch von Elif Shafak zu lesen und nun habe ich dieses Vorhaben endlich umgesetzt. Während der Literaturgala hat sie mich sehr beeindruckt und auch die kurze Lesung aus einem anderen Buch hatte mir sehr gefallen. Meine Wahl ist auf Grund der Zeit, in der es spielt, auf „The Architect’s Apprentice“ gefallen. 

    Der Schreibstil zieht einen sofort in seinen Bann. Ich konnte mir Istanbul und seine Bauten sowie die Leute, die in dieser Stadt leben, sehr gut vorstellen. Mit dem Englisch im Buch kam ich gut zurecht. Ich habe aber auch neue Worte gelernt, für die ich bisher andere englische Begriffe im Kopf hatte. 

    Der Erzählstil hat mir gut gefallen. Die Geschichte wird chronologisch erzählt, aber es gibt auch jederzeit etwas fürs Leben zu lernen. Jahan kommt mit 12 nach Istanbul und die Geschichte endet am Ende seines Lebens mit fast 100 Jahren. Wir wachsen mit Jahan mit, mit seinen Erfahrungen, seinen Erfolgen, seinen Rückschlägen. Welchen Menschen kann er trauen und wem nicht. Ich habe Jahans Weg gerne verfolgt und mochte seine Freundschaft mit dem weißen Elefanten sehr. Es ist aber nichts, wo man total mitfiebert. Man verfolgt das Geschehen, genießt die tolle Sprache Elif Shafaks und versucht seine eigenen Schlüsse aus den Ereignissen zu ziehen. Ich glaube, jeder, der das Buch liest, wird etwas ganz eigenes für sich mitnehmen, je nachdem welchen Erfahrungshorizont diese Person besitzt. 

    Chota, den weißen Elefanten, mochte ich sehr gern. In jedem Teil der Geschichte hat er eine wichtige Rolle gespielt, war dabei aber nie Mittelpunkt der Geschichte. Er hat Krieg gesehen, auf Baustellen gearbeitet, Geheimnisse beobachtet, wurde von Jahan umsorgt und war ihm in allen Lebenslagen eine wichtige Stütze. Lediglich eine Sache fand ich sehr schade. Oft wurde Chota als Biest bezeichnet, selbst von Jahan, was ich sehr respektlos empfand. Es mag zu der Zeit so gewesen sein, dass man Elefanten oder große Tiere allgemein so bezeichnet hat und 1-2 mal im Buch hätte mich das in bestimmten Situationen auch nicht gestört. Meiner Meinung kam das zu häufig vor und hätte so manches Mal auch anders gelöst werden können. 

    In die Geschichte rund um Jahan und Chota ist die Stadt Istanbul und das Leben in dieser Stadt im 16. Jahrhundert eingewoben. Wir erfahren etwas über die Sultane jener Zeit und deren Kriege. Wir erleben, was es bedeutet, in einer Stadt zu wohnen, in der die unterschiedlichsten Menschen zusammen kommen und in der verschiedene Religionen ihren Platz finden müssen und dann ist da noch die Geschichte Sinans, des berühmtesten Architekten des osmanischen Reiches. Wir lernen etwas über seine Bauten, mit welchen Hindernissen er umgehen musste und wie lange er gelebt hat. Es ist viel Wissen in das Buch eingeflossen, dennoch werden nur selten Jahreszahlen genannt. Das hat mir gezeigt, dass man zwar viel Wissen für sich mitnehmen kann, es aber nicht so darauf ankommt, wann etwas genau stattgefunden hat. Dies wird im Nachwort so auch bestätigt. 

    Die Kultur des osmanischen Reiches wurde in diesem Buch zum Leben erweckt mit all seinen Facetten. Dazu gehören Bräuche und Verhaltensweisen, die einem eher fremd sind, aber man erkennt auch einiges wieder, was man in historischen Romanen liest, bei denen die Personen im Buch überwiegend christlich sind. So kommt in kleineren Abschnitten des Buches Antisemitismus und Hass gegenüber Roma zur Sprache, insbesondere in Situationen, wo ein Schuldiger für bestimmte Ereignisse gefunden werden muss. Es gibt aber auch Personen im Buch, die die unterschiedlichsten Menschen zusammenbringen und gerade denen helfen, die es am schwersten im Leben haben. An mancher Stelle wirkte mir einiges ein wenig zu konstruiert und mit zu viel Glück im Spiel, insgesamt wurde ich von der Geschichte gut unterhalten. 

    Viel Zusatzmaterial gibt es nicht. So werden einige arabische Begriffe eingebracht, die über Fußnoten erklärt werden und zum Schluss gibt es noch ein kurzes Nachwort sowie eine Danksagung. Ein Personenverzeichnis sucht man hingegen vergeblich, was einem verraten könnte, welche Personen historisch verbürgt sind und welche nicht. Ein wenig wird das im Nachwort aufgenommen und ich denke, dass man in der Geschichte auch gut erkennt, wen es wirklich gab und wen nicht. 


    Fazit: Eine Geschichte, die mich gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt hat. Ich habe die Geschichte Jahan uns Chotas gerne verfolgt und mochte es sehr Gast im Istanbul des 16. Jahrhunderts zu sein. Empfehlenswert für Personen, die sich für Istanbul und seine Historie interessieren und es mögen, wenn Geschichten gleichmäßig dahinfließen und ein paar Weisheiten fürs Leben bereithalten.

  5. Cover des Buches Unerhörte Stimmen (ISBN: 9783036961095)
    Elif Shafak

    Unerhörte Stimmen

     (48)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die sonst von mir ausserordentlich geschätzte Autorin vermag mich mit diesem Roman nicht zu begeistern. Der Plot wirkt sehr konstruiert, abgründig bis ins Skurrile und weist trotz vielen weitsichtigen und klugen Gedanken eine fremdartige Sprache und Atmosphäre auf. Schade finde ich, dass die Protagonisten mit ihren aufgesetzten Dialogen ihre eigenen Werte und Vorstellungen der Gesellschaft, in der sie leben, wenig glaubwürdig verkörpern. Insofern ist absurderweise der Titel des Buches ganz stimmig.


    Die früheren Romane ‚Ehre‘ und ‚Der Geruch des Paradieses‘ sind dichter, überzeugender und offenbaren wesentlich mehr Tiefgang.


  6. Cover des Buches Schau mich an (ISBN: 9783036958293)
    Elif Shafak

    Schau mich an

     (12)
    Aktuelle Rezension von: kaelle

    Dieser Roman kreist um das Sehen in all seinen Facetten. Außerdem geht die Autorin der Frage nach, was schön und was hässlich ist und spielt mit der berühmten "Was wäre wenn"-Frage, die dem Buch im letzten Teil eine weitere, pointierte Ebene verleiht.

    Die Handlung ist indes schwierig zu beschreiben. Mehrere Handlungsebenen an verschiedenen Handlungsorten zu unterschiedlichen Zeiten sind kunstvoll ineinander geschachtelt. Dabei arbeitet die Autorin viel mit parallel aufgebauten Handlungssträngen sowie mit immer wiederkehrenden Motiven (z.B. Lippen, Schalen, Luftballons).

    Eine zentrale - wenn nicht gar DIE zentrale - Figur ist eine namenlose Ich-Erzählerin, die extrem dick ist, wodurch sie gleichzeitig von allen gesehen, aber auch absichtlich übersehen wird. Sie führt eine Beziehung mit einem kleinwüchsigen Mann, der ihre Probleme aufgrund seines Körperbaus perfekt nachvollziehen kann. Er verfasst ein Lexikon der Blicke, dessen Einträge in die Erzählhandlung eingestreut werden.

    Diese Lexikoneinträge regen stark zum Nachdenken an, sodass man den Roman schlecht einfach so runterlesen kann. Hinzu kommen die unzähligen Metaphern. Eine so bildreiche Sprache ist mir in einem Buch lange nicht mehr begegnet.

    Mir hat die Lektüre großen Spaß gemacht, wenn ich mir auch nicht anmaße, alles verstanden zu haben. Dazu müsste man das Buch wohl mehrmals lesen (oder deutlich mehr Zeit mitbringen). Aber auch mit nur einem Lesedurchgang empfand ich das Buch als Bereicherung mit guten Denkanstößen.

  7. Cover des Buches Der Bastard von Istanbul (ISBN: 9783036959245)
    Elif Shafak

    Der Bastard von Istanbul

     (32)
    Aktuelle Rezension von: LeaBeck

    Ein Roman über zwei Familien, eine türkische und eine armenische, verbunden durch eine in Vergessenheit geratene, geleugnete und nie aufgearbeitet Vergangenheit. Armanoush, eine amerikanische Armenierin, ist Anfang zwanzig als sie nach Instanbul zu der Familie ihres türkischen Stiefvaters reist, um sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Aufgewachsen zwischen zwei Kulturen, unfähig eine der beiden die ihre zu nennen, trifft sie in Istanbul auf eine Familie die keinerlei Kenntnisse über die grausame Vergangenheit des eigenen Landes zu haben scheint. Gemeinsam mit Asya, dem jüngsten Familienmitglied, begibt sie sich auf die Suche nach Antworten. 


    Ein unglaublich wortgewaltiger, wunderschöner und gleichzeitig herzzerreißender Roman. Elif Shafak thematisiert unaufgearbeitete Traumata des armenischen Völkermordes, wodurch ihr drei Jahre Haft in der Türkei drohten. Ein beeindruckendes Buch über Familie, den Wunsch zu Vergessen, die Unfähigkeit zu Verzeihen, Liebe und Schuld. Nicht ohne Grund gilt Shafak als eine der bedeutendsten Autorinnen der Türkei. Dieses Buch muss man einfach gelesen haben.

  8. Cover des Buches Der Bonbonpalast (ISBN: 9783036959771)
    Elif Shafak

    Der Bonbonpalast

     (27)
    Aktuelle Rezension von: EdeFijter

    Fesselnder Anfang, in der Mitte hat die Geschichte in meinen Augen an Fahrt verloren, zum Ende hin kamen die Fäden dann doch noch zusammen und das auf geniale und wiederum fesselnde Weise. Gefallen haben mir die Analogien ( _ I O ) und Lebensweisheiten der sehr unterschiedlichen Charaktere. Vielleicht sollte ich es nochmal lesen.

  9. Cover des Buches Einmal Hans mit scharfer Soße (ISBN: 9783641151560)
    Hatice Akyün

    Einmal Hans mit scharfer Soße

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Leserin_Buchfan

    Es war wundervoll, so erzählt, als erlebe man es selbst. Die Einblicke in eine türkische Familie zu erhalten, war sehr spannend.

    Mich hat das Buch überzeugt und es bekommt 5 Sterne. Toll!!!

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