Bücher mit dem Tag "tunesien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "tunesien" gekennzeichnet haben.

62 Bücher

  1. Cover des Buches Piccola Sicilia (ISBN: 9783596702619)
    Daniel Speck

    Piccola Sicilia

     (133)
    Aktuelle Rezension von: countrywoman

    Nach Bella Germania hatte ich eine Erwartungshaltung an das Buch und wurde leider enttäuscht. An sich fand ich die Geschichte gut und interessant. Ich wollte wissen wie alles zusammen passt, was mit Victor passiert ist, was mit Moritz ist. Aber leider gab es war zwischendurch immer wieder langatmige Passagen. Ich habe mich durch diese durchgequält und bin irgendwann auch nur noch drüber geflogen. Die Überlegung das Buch wegzulegen war da. Letztendlich hat dann das Interesse doch gesiegt. Aber das Buch weder Gefühle erzeugt noch hinterlassen. Es gab kein Mitfiebern, keine Spannung. Dabei hätte es dazu schon Situationen gegeben,

    Auch war ich von Nina und Yasemina irgendwann etwas genervt. Die Gedanken von Nina, teilweise wiederholend, depressiv, runterziehend. Und auch Yasmina fand ich übertrieben.

    Für mich ein Buch der Kategorie „Hätte ich mir sparen können“. 

  2. Cover des Buches Frühling der Barbaren (ISBN: 9783442748235)
    Jonas Lüscher

    Frühling der Barbaren

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Daniela8
    Ich mag ja Novellen, auch wenn jeder sie heutzutage tot redet. 
    Diese hier ist ganz exquisit. 
    Und der Autor schafft es mit seiner wundervollen Sprache, fein beobachteten Einsichten in die Figuren und dem regelmäßigen Perspektivwechsel innerhalb der Erzählung, mich für eine Geschichte zu begeistern, deren Themen (Tunesien, Staatsbankrott in England, zwei unterschiedliche Familien, die auf einer Hochzeit aufeinandertreffen) mich eigentlich überhaupt nicht ansprechen. 
    Ich kaufte das Buch nach längerem Abwägen dann doch, da die Leseprobe Lust auf mehr machte und ich blieb dran, ja ich muß sogar sagen, ich konnte mich gar nicht lösen von der immer absurder werdenden Geschichte. 
  3. Cover des Buches Schwarzer Jasmin (ISBN: 9783711720979)
    Manfred Rumpl

    Schwarzer Jasmin

     (37)
    Aktuelle Rezension von: xuscha01

    Der Klappentext des Buches hatte mich begeistert, da ich selbst als Sozialarbeiterin mit Flüchtlingen arbeite. Deshalb habe ich mir erhofft, mich an einigen Stellen wiederfinden zu können und etwas aus dieser Story für mein Berufsfeld mitnehmen zu kennen. 


    Ich habe das Buch bei der Hälfte leider abgebrochen, da ich mich mit der Story zurückgelassen gefühlt habe. Der Schreibstil ist gut, jedoch der Aufbau und der Zusammenhang der einzelnen Geschichten ist mir zu lange zu weit auseinander. Es ist eine Erzählung von vielen kleinen Schicksalen, die am Ende wahrscheinlich zusammenlaufen, wo mir die Schnittpunkte zwischendurch gefehlt haben. 


    Die verschiedenen Charaktere sind in der Idee gut, aber mMn nicht tief genug ausgearbeitet, sodass sie nur oberflächlich angerissen werden. Hier fehlte mir mehr Lebensgeschichte und -erfahrungen, die erzählt werden.


    Der von mir gelesene Teil beschreibt eine gute Idee, ist für mich jedoch nicht ausreichend ausgearbeitet, um das Buch zu Ende zu lesen. 

            

  4. Cover des Buches Annette, ein Heldinnenepos (ISBN: B08G8KRQR2)
    Anne Weber

    Annette, ein Heldinnenepos

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Annette126

    ❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤


    Rezension zu: "Annette, ein Heldinnenepos"

    von Anne Weber


    Wunderschön


    Hier wird die lebhafte Geschichte der lieben Anne Beaumanoir, auch Annette genannt, erzählt. Eine Biografie, wie sie gelebt hat und was sie in früheren Jahren alles bewegt hat.


    Ich finde ihr Leben dabei sehr schön und exquisit. Die Harmonie in ihrem Familienleben habe ich bereits beim Lesen bemerkt, da sie sich mit ihrer Schwester dabei auch sehr gut verstanden hat. Und ihren Pfarrer fand ich dabei auch sehr höflich - ein sehr guter Menschenkenner in meinen Augen.


    Ein mir unbekanntes Buch darin, die "Sonnenfinsternis" habe ich mir per Leseprobe mal angesehen und ich fand es schon hart, was ich da las. Es ist nur etwas für starke Nerven. In meinen Augen ist es dabei auch sehr exquisit.


    Die CDs spielen sich einwandfrei ab - es ist wirklich eine gute Hörqualität. Und mich hat ihr Leben wirklich sehr beeindruckt und tief  bewegt. 


    Von mir bekommt es daher herzensgerne die goldenen 5 Sterne dafür.


    💚Sehr liebevoll empfehlen kann ich es Jedem von Euch💚


    ❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤

  5. Cover des Buches Die Pest (ISBN: 9783499006166)
    Albert Camus

    Die Pest

     (484)
    Aktuelle Rezension von: Nickmeh

    Mit Vorbehalten fing ich an "die Pest" zu lesen. Albert Camus schätze ich zwar, als einen großen und vor allem spannenden Schriftsteller, allerdings wusste ich nicht, wie mir dieses nervige Infektionsthema gefallen würde, denn mit Corona sind wir nun alle vorbelastet - permanent. 

    Letztlich war ich jedoch froh, dass ich mir das Buch doch kaufte. Eindrücklich erzählt Camus die Geschichte der Bürger einer Stadt in Algerien, die der Pest ausgeliefert sind. Gefühlvoll, allerdings nicht zu melodramatisch gelingt es Albert Camus Einzelschicksale in bildhafter Sprache zu veranschaulichen. Auch die positiven Seite des Lebens in der Stadt werden erläutert, z.B. wird die Freundschaft der Hauptfiguren, mit den Wochen/Monaten, trotz der widrigen Umständen, immer stärker. Auch Oran beschreibt er eindrücklich: Es ist wohl nicht die anschaulichste/schönste Stadt, aber eine Hafenstadt, die ihre sehr schönen Seiten hat, so bleiben während der Pestzeit der Strand weiterhin begehbar. 

  6. Cover des Buches Der Dieb der süßen Dinge (ISBN: 9783404270828)
    Andrea Camilleri

    Der Dieb der süßen Dinge

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Karin_Kehrer
    Zwei Morde geschehen in Vigáta, einem malerischen Städtchen an der sizilianischen Küste, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Commissario Montalbanos Ermittlungen führen jedoch zu einem Bindeglied – der schönen Tunesierin Karima, die verschwunden ist und ihren kleinen Sohn zurückgelassen hat. Dieser Junge ringt dem Commissario ein folgenschweres Versprechen ab.

    Die Reihe um den mürrischen, bindungsscheuen Commissario Salvo Montalbano und seiner Vorliebe für gutes Essen ist mittlerweile Kult. Dies ist der dritte Band, in dem der Commissario einen Entschluss fasst, der sein Privatleben gehörig umkrempeln wird.
    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich diesen Charakter mag, der durch seine unvermuteten Gefühlsausbrüche und verbalen Spitzen nicht wirklich sympathisch ist.
    Der Schreibstil ist ebenfalls ein wenig gewöhnungsbedürftig – oft fragmentarisch in Dialogform, ohne Überleitungen, muss man sich die Informationen auch selbst zusammensuchen.
    Die Atmosphäre in dem kleinen sizilianischen Städtchen ist allerdings gut geschildert, ebenfalls die vielen kulinarischen Köstlichkeiten, auf die man beim Lesen Appetit bekommt.
    Der Fall selbst verläuft eher unspektakulär und ruhig. Krimifans, die Spannung lieben, werden hier nicht auf ihre Kosten kommen.


  7. Cover des Buches Durch die Wüste (Taschenbuch) (ISBN: 9783780211019)
    Alexander Röder

    Durch die Wüste (Taschenbuch)

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde
    Bei diesem Buch war ich sehr gespannt. Denn ich habe als Jugendliche sehr gerne Karl May Romane gelesen, und das ist bis heute geblieben. Darum hat es mich sehr intressiert, ob man Karl May‘s Orient mit magischen Fantasy Elementen kombinieren kann. Und wie ich finde, geht es ohne Probleme. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig am Anfang, aber so nach und nach verschmilzt es miteinander. Dadurch verliert es aber nicht an Spannung. Sondern ganz im Gegenteil, es wird dadurch sogar noch eine Prise Action hinzugefügt. Und die überraschenden Wendungen machen das Buch erst so richtig intressant.
    Ich würde allen Fantasy Fans empfehlen, das Buch wenigstens mal in die Hand zu nehmen und reinzublättern.
  8. Cover des Buches Erdenrund (ISBN: 9783596187140)
    Oliver Uschmann

    Erdenrund

     (24)
    Aktuelle Rezension von: jeanne1302

    Ich hatte mir das Buch vorgenommen, weil ich mir eine heitere Lektüre erhoffte und schaute erst später genau auf die Inhaltsangabe.


    Zunächst wollte ich dann das Buch garnicht lesen, hatte es doch so ein trauriges Thema wie Kindestod. 

    Nachdem ich mich durch die ersten wirklich sehr traurigen Seiten durchgekämpft hatte, stets mit dem Gedanken - ich breche ab, ich kann nicht mehr - schlug irgendwann das ganze um. Ich glaube, es war der Moment, in dem Khaled die Bühne dieses Stücks betrat. 


    Und als klar wurde, dass es keinen Sinn hat, vor der Trauer bis nach Sibirien zu fliehen, sich mit täglicher Pizza, Ballerspielen und Arbeit abzulenken, sich in die nächste Affaire zu stürzen und sich entfernt von der Heimat kreativ auszutoben oder in Neuseeland ein Aussteigerleben zu führen, sondern dass man sich irgendwann aufrappeln muss.


    Aufrappeln, um eine Ehe zu retten, aufrappeln, um einen suizidgefährdetes Leben zu retten, aufrappeln, um eine Freundschaft zu retten, aufrappeln, um seinen Job zu retten, aufrappeln, um eine Frau vor Gewalt zu retten. 


    Trotz des schweren Themas fehlt es den Autoren nicht an Humor und köstlich amüsanten Szenen.


    Zum Schluß war ich froh, dass ich das Buch gelesen hatte, denn es hat wirklich noch einmal deutlich gemacht, dass Trauern wichtig ist, aber genauso wichtig ist das Zurückkommen, selbst wenn der Schmerz vielleicht nie ganz vergeht. Es hat deutlich gemacht, wie wahnsinnig wichtig GUTE Freunde sind und das es immer gut ist, einen Khaled in seiner Nähe zu haben….

  9. Cover des Buches FREI! (ISBN: 9783492274449)
    Emmanuel Todd

    FREI!

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Der Prometheus-Verrat (ISBN: 9783453436268)
    Robert Ludlum

    Der Prometheus-Verrat

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Gerade für Verschwörungsliebhaber in der realen Welt ist dieses Buch zu empfehlen. Denn wem ist die Verbindung aus Politikern, Parteien, Waffenhändlern, Industriemagnaten und multinationalen Konzernen nicht ein wenig unheimlich? Alles in allem eine nette Geschichte, ein kurzweiliger Roman.
  11. Cover des Buches Un foulard pour Djelila (ISBN: 9783125922440)
    Amélie Sarn

    Un foulard pour Djelila

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Emotionen
    "Un foulard pour Djelila", geschrieben von Amélie Sarn war unsere Französisch Klassenlektüre für dieses Schuljahr. Das Buch spricht eine Problematik an, die vor allem in Frankreich hochaktuell ist.

    Handlung
    Das Buch spielt in einem Pariser Vorort. Die beiden Schwestern Djelila und Sohane entstammen einer tunesischen Familie, die nun im modernen Frankreich lebt. Das ist für alle nicht leicht, aber vor allem die beiden Teenager tun sich schwer. Sie sind hin und her gerissen zwischen zwei Welten. Einerseits sind da die Kultur und die Religion ihres Heimatlandes, die ihnen vorgeben, was sie tun sollen, anziehen sollen, wie sie sich verhalten sollen, andererseits wollen sich auch in ihrer neuen Heimat integrieren. Sohane ist eher konservativ eingestellt, während ihre Schwester großen Gefallen an den Freiheiten, die Frankreich ihnen bietet, findet. Erst kleidet sie sich nur modebewusst, dann beginnt sie sich auffällig zu schminken, fängt an zu rauchen und geht mit ihrer Clique etwas trinken. Sohane ist konservativer, will da nicht mitziehen und trägt schließlich sogar ein Kopftuch um endlich einen Weg zu finden sich selbst darstellen zu können. Eine Gruppe radikaler Jugendlicher aus der Nachbarschaft beginnt Djelila immer mehr zu belästigen und auszugrenzen und Sohane muss sich entscheiden - wird sie ihrer Schwester helfen?

    Charaktere
    Ich fand die beiden Schwestern Sohane und Djelila sehr gut dargestellt. Ich konnte mich in beide hineinversetzen, allerdings habe ich mit Djelila sehr viel eher identifizieren können als mit ihrer Schwester. Sie war zwar auch mir in manchen Punkten zu weit - mit ihrem Rauchen und Trinken - aber ihre Schwester hat mir schon manches Mal Kopfzerbrechen bereitet. Klar, man sollte die Kultur und Religion seiner Heimat nicht vergessen, aber manchmal muss man auch Neues wagen. Ich hatte den Eindruck, dass sich hinter ihrem Kopftuch eher vor der Welt versteckt, um sich nicht mit deren Problemen oder denen ihrer Schwester auseinandersetzen zu müssen. Ich weiß nicht, inwieweit es zu ihrer Selbstfindung beigetragen hat.
    Interessant finde ich den Aspekt, dass vor allem die Eltern nicht die diejenigen waren, die mit dem Finger auf die Kinder gezeigt haben. Sie wussten zwar vieles nicht über ihre Tochter Djelila, aber sie haben ihr immer versucht ihre Freiheit zu lassen. Stattdessen haben die Nachbarn Djelila bedrängt und sie verunsichert.

    Schreibstil
    Hier muss ich leider die deutsche Bearbeitung kritisieren. Teilweise waren schwierige Vokabeln zwar angeführt, aber sie waren nicht mit Fußnoten versehen, was es relativ schwer machte, die deutschen Wörter den Französischen zuzuordnen. Außerdem wurden einfache Wörter oft mehrmals erklärt, gerade aber bei französischen Abkürzungen und Umgangssprache hätte ich mir mehr Erklärungen gewünscht. Deshalb gibt es an dieser Stelle einen Stern Abzug von mir.

    Fazit
    Das Buch zeigt auf erschreckende Art und Weise auf, wohin religiöser Extremismus führen kann. Gerade in Frankreich, das ein Land der Einwanderer ist, ist die Problematik der Integration hochaktuell. Die Regierung arbeitet darin, aber oft sind es die Menschen selber, die mit sich hadern, inwieweit sie sich anpassen sollen, ohne sich selbst zu verlieren.
  12. Cover des Buches CETERVM CENSEO (ISBN: 9783902837035)
    Bertel O. Steen

    CETERVM CENSEO

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Sonne1960

    Ich übersetze erst mal ganz kurz die Worte ceterum censeo,

    „ceterum“ – ‚außerdem‘, ‚übrigens‘

    censeo“ – ‚ich meine‘, ‚ich rate‘, ‚ich beantrage’

    „Ceterum Censeo“ Cato soll all seine Reden mit diesem Ausspruch beendet haben.

    Heute spricht man von Ceterum censeo, wenn eine Forderung beharrlich wiederholt wird.

    Ich habe schon Latein in der Schule geliebt und lese auch gerne historische Geschichtsbücher.


    Dieses Buch ist sehr interessant, da es doch eine Ideenvorstellung beschreibt,  was denn passiert sein würde, wenn diese Herrscher die Zeiten irgendwie überlebt hätten und als HEUTIGE HERRSCHER ihre Ziele verfolgen würde. Und Cato würde als Gegner auch noch leben bzw. existieren. Eine interessante Vorstellung. Man muss sich schon sehr auf den Wechsel zwischen den zeitlichen Erzählsträngen konzentrieren, was das Buch aber sehr spannend macht, da die Charaktere sehr gut beschrieben sind. Das Buch ist ein Mix aus Historie gepaart mit Fantasy, so wie ich bisher noch kein Buch gelesen habe. Doch gerade das macht das Buch so spannend. Mehr erzählen möchte ich her nicht.

     

    Von mir bekommt das Buch 4 Sterne, da ich persönlich finde, eine Chronologie wäre hier doch nicht schlecht gewesen.

     

  13. Cover des Buches Die Großmächtigen (ISBN: 9783351036812)
    Hédi Kaddour

    Die Großmächtigen

     (10)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    ‚[...] sie erregten Aufsehen, aber das störe vor allem die Franzosen, die es nicht leiden könnten, wenn man Leute bestaunte, die größer und reicher waren als sie selbst [...]‘

    Anfang der 1920er Jahre im nordafrikanischen Nahbès: Einheimische und Franzosen leben hier recht friedlich miteinander, doch eines Tages wird die alltägliche Routine durch das Eintreffen eines amerikanischen Filmteams erschüttert. Dieses ist nach Nahbès gekommen, um hier den Film ‚Der Wüstenkrieger‘ zu drehen, und binnen kürzester Zeit mischen die offenen, lebensfrohen, unkonventionellen, kurzröckigen Amerikaner das Leben der Bewohner Nahbès‘ auf.

    Fünf Personen spielen eine zentrale Rolle in Hédi Kaddours Roman:
    Raouf, der von seinem Vater Si Ahmad gebeten wurde, sich um den Regisseur und seine Frau, die Schauspielerin Kathryn Bishop, zu kümmern, verfällt bald der allseits umschwärmten, offenherzigen Schauspielerin. Auch das Leben von Ganthier, einem französischen Siedler und dem größten Grundbesitzer der Region, der Raoul zum Lesen gebracht hat, gerät durcheinander, als er auf die Journalistin Gabrielle trifft. Und Raoufs Cousine Rania, die früh verwitwet ist und nach Nahbès gekommen ist, um ihrem Onkel Abdesslam den Haushalt zu führen, versucht, ein eigenständiges Leben zu leben und sich mehr von der Beeinflussung ihres Vaters und ihres Bruders loszusagen.

    Ich hatte mich sehr auf ‚Die Großmächtigen‘ gefreut, da ich gerne maghrebinische Autoren lese, und der Einstieg ins Buch versprach eine gelungene Lektüre. Leider empfand ich den weiteren Verlaufs des Romans oft als ermüdend, auch wenn einzelne Passagen immer wieder spannend zu lesen waren und mich zur weiteren Lektüre animierten.

    Ich habe mittendrin sogar eine Pause von mehreren Wochen eingelegt, was ich eigentlich nie mache, und beim Wiedereinstieg hatte ich die Hoffnung, dass ich beim zweiten Anlauf gefesselter von dem Roman sein würde. Leider war dies nicht so, und ich musste mich stellenweise durch die Seiten quälen,, obwohl mir die Beschreibungen der Protagonisten und der Handlungsorte, die Schilderung des Aufeinanderprallens der Kulturen und der blumige Schreibstil gut gefallen haben. Auch die Einblicke in die Zeit des Umbruchs, die historische Epoche zwischen den beiden Weltkriegen, das Leben in Nordafrika vor der Unabhängigkeit der maghrebinischen Länder und in die Entwicklung der Emanzipierung der Frau fand ich gelungen.

    Nichtsdestotrotz war mir der Roman im Ganzen betrachtet zu episodenhaft und zu zerfahren erzählt, wodurch er auf mich oft unzusammenhängend wirkte und eher anstrengend zu lesen war, was durch die Bandwurmsätze noch verstärkt wurde.

    Ich bin mir sicher, dass ich eines Tages nochmals zu ‚Die Großmächtigen‘ greifen werde, denn die fast durchweg positiven Kritiken vermitteln mir den Eindruck, dass ich möglicherweise zur falschen Zeit zu diesem Roman gegriffen habe.
  14. Cover des Buches Vernetzt Euch! (ISBN: 9783550088933)
    Lina Ben Mhenni

    Vernetzt Euch!

     (12)
    Aktuelle Rezension von: dangeroushero
    Dieses Büchlein habe ich schon 5x gelesen, weil es erstens nur 46 Seiten hat UND weil es einfach gut und hart verfasst wurde. Wir sind zurzeit einfach mit dabei, wie es bei den Islamisch/Arabischen Ländern zu aufständen kommt und obwohl ich selber Moslem bin, bekommt ich wenig mit, weil ich halt in Deutschland lebe. Durch Lina Ben Mhenni, die diesen Buch verfasst hat, bin ich näher an die Personen in Tunesien gekommen, die ein riesen Leiden mit sich trugen. Dieses Buch erklärt, wie man durch Social Media bzw. Internet, eine diktatorische Regime zum Fall bringen kann. Sehr gut verfasst, aber halt sehr kompakt natürlich. Bei 46 Seiten darf man keine riesen Beschreibung erhoffen. Die beste Stelle finde ich immer noch, wo sie bei einer Demo sind und alle sich in der Innenstadt versammeln haben und in Café saßen und ihre Freunde Kuchen gebracht haben und sie erst DANN gemerkt hat, dass sie Geburtstag hat. Einfach unglaublich traurig, dass man sowas sogar vergisst, bei einem Kampf, die man gewonnen hat. Wer mehr nähe erhofft, bekommt sie, darf sich aber, wie schon gesagt, nicht auf große Beschreibungen erhoffen, denn dafür ist das Buch zu kurz. Aber trotzdem hammer Büchlein =)
  15. Cover des Buches Pauschaltourist (ISBN: 9783746625331)
    Tom Liehr

    Pauschaltourist

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Ingrid-Konrad
    aber nicht berauschend. Immer wenn einem gerade langweilig wird, geht es dann doch wieder voran. Gut, wenn man im Flughafen festhängt und einem die Beschäftigungsideen ausgehen. 
  16. Cover des Buches Rückkehr nach Thyna (ISBN: 9783927069497)
    Hédi Bouraoui

    Rückkehr nach Thyna

     (1)
    Aktuelle Rezension von: CharlieKaya
    Dieses schon etwas ältere Buch kann auf Grund der geschichtlichen Ereignisse Tunesiens mit jeglicher Aktualität mithalten.
    Der Sprachstil ist anfangs etwas schwer, sobald man sich jedoch hineingelesen hat, wird man mit einer reichhaltigen Konstruktivität belohnt.
    Die Geschichte entwickelt sich um den jungen Mann Mansour, der durch den Generationskonflikt getrieben sich in einem Unabhängigkeitskrieg über das französische Protektorat wiederfindet. Seine Gedankengänge und die seiner Freunde sind dabei verstrikt in Politik, Tradition, nicht abschüttelbarer Religion und Philosophie. Auf der verzweifelten Suche und dem ebenso zerreißendem Kampf, wie man mit dem Erbe seines Landes respektvoll und gleichzeitig revolutionierend umzugehen hat, gelangen unsere Helden an den Scheidepunkt der Frage, ob sich die Bedürfnisse des Einzelnen noch mit dem des Gemeinwohls und damit der eigentlichen Revolution decken.
    Die Spannungsklimax entwickelt sich auf eine angenehm und mitreißende Art. Ein sehr authentischer und lehrreicher Roman.

  17. Cover des Buches Das Kreuz der Kinder (ISBN: 9783548269191)
    Peter Berling

    Das Kreuz der Kinder

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Rissa
    Inhalt
    Mahdia, 1221: Um die Fragen seines Sohnes nach dessen verstorbener Mutter Melusine beantworten zu können, bittet der Emir von Mahdia seinen Freund Rik van den Bovenkamp darum, eine Chronik über den “Kreuzzug” zu verfassen, der Rik, Melusine und Tausende weiterer junger Menschen Richtung Süden geführt hat.
    Frankreich, neun Jahre zuvor: Der Hirte Niklas hat eine Vision, in der ihm aufgetragen wird, junge Menschen um sich zu sammeln und mit ihnen Jerusalem friedlich einzunehmen. Bald schließen sich ihm immer mehr Kinder und junge Erwachsene an, die in ihrer Heimat keine Zukunft sehen.
    Auch in der Nähe von Köln hält kurze Zeit später ein anderer Junge ähnliche Reden und sammelt Anhänger um sich.
    Beide Gruppen ziehen gen Süden, einer ungewissen Zukunft entgegen…

    Meine Meinung
    Dieser Roman behandelt mit dem sogenannten Kinderkreuzzug ein Thema, das ich sehr spannend und interessant finde. Leider konnte er mich nicht so fesseln, wie ich es mir gewünscht hätte.
    Dies liegt zum einen daran, dass ständig zwischen den Handlungssträngen hin- und her gesprungen wird, zum Teil mehrmals auf einer Seite, die spätere Handlung bildet also nicht nur den Rahmen für die Chronik, sondern ist selbst wesentlicher Bestandteil des Romans. Allerdings passiert hier über lange Zeit wenig. Gelegentlich streiten sich die ehemaligen Gefährten, die Rik helfen, die Chronik zu verfassen, mal kommt jemand hinzu, dann reist jemand anders wieder ab. Über viele Seiten war dies für mich eher uninteressantes Beiwerk, das von der eigentlich wichtigen Handlung abgelenkt hat, so dass ich mich manches Mal gefragt habe, ob denn dieser Handlungsstrang tatsächlich notwendig ist.
    Zum anderen ist der Roman recht trocken geschrieben. Die Chronik ist eine Nacherzählung, die im Präsens gehalten wird. Nie hatte ich das Gefühl, dabei zu sein, die Ereignisse wurden mir nur erzählt. Selbst wenn Rik über seine eigenen Abenteuer berichtet, spricht er über sich in der dritten Person. Vielleicht hatte ich deshalb auch so meine Schwierigkeiten mit dem anderen Handlungsstrang, in dem gelegentlich Emotionen hochkochen, die ich nicht nachvollziehen konnte.
    Die Sprache Berlings trägt nicht unbedingt zum Verständnis bei, da es doch sehr häufig Bandwurmsätze gibt, die schon mal über viele Zeilen gehen. So muss man sich teilweise stark konzentrieren, um die Sätze zu entwirren. Gelegentlich falsch gesetzte Kommas erschweren das Verständnis zusätzlich.
    Die Charaktere finde ich schwierig zu beurteilen. Dadurch, dass es recht viele Personen gibt, zwischen denen ständig hin und her gewechselt wird, konnte ich für niemanden echte Sympathien entwickeln oder gar Entscheidungen nachvollziehen, der Erzählstil hat dies nur begünstigt. Einige Charaktere sind auch stark stereotyp, so dass ich mir schon gleich von ihrem ersten Auftreten an ihre Rolle vorstellen konnte, andere scheinen zwar vielschichtiger zu sein, doch wird dies meiner Meinung nach nicht deutlich.
    Trotz all der Kritikpunkte fand ich den Roman interessant. Von mir aus hätte der zweite Handlungsstrang weggelassen werden können, dafür hätte ich gerne mehr über Rik und seine Weggefährten und über die Reise selbst gelesen, insbesondere, wenn es tiefere Einblicke gegeben hätte.

    Fazit
    Ein Roman mit viel Potenzial, das aber durch die Umsetzung nicht genutzt wurde. Der zweite Handlungsstrang hat in meinen Augen wenig beigetragen. Wer sich für das Thema der Kinderkreuzzüge interessiert kann einen Blick riskieren.
  18. Cover des Buches Jaffa Road (ISBN: 9783596703852)
    Daniel Speck

    Jaffa Road

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Suszi

    Der Tod von Maurice Sarfati/Moritz Reincke führt drei Menschen familiär zusammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: seine deutsche Enkelin Nina, seine jüdische Tochter Jöelle sowie seinen palästinensischen Sohn Elias. Nach anfänglichem Gegeneinander versuchen sie gemeinsam die Puzzlestücke zusammenzusetzen, um zu erklären warum ihr deutscher Vater und Großvater drei Familien hatte, die voneinander nichts wussten, was wiederrum nach und nach das jeweilige Bild von ihm zum Einstürzen und zu der Frage führt: wer war er wirklich?

     

    Aufmerksam geworden bin ich auf „Jaffa Road“ durch das Cover als auch den Klappentext, der die Story um einen untergetauchten Nazi versprach, aber letztendlich nicht das war, was ich erwartet hatte, sondern viel mehr!

    Ich gebe zu, dass mich die 550 Seiten etwas „abschreckten“ und ich deshalb das Buch länger vor mir hergeschoben habe – doch damit habe ich ihm völlig Unrecht getan und mich beim Lesen immer wieder darüber geärgert. 

    Meines Erachtens ist es Daniel Speck nicht nur hervorragend gelungen, die Lebensgeschichten der unterschiedlichen Akteure stimmig darzulegen, sondern diese gleichzeitig auch noch mit deren schwierigen politischen Ansichten und daraus resultierenden Problemen zu verknüpfen. Ich habe schon oft versucht, den Nah-Ost-Konflikt zu verstehen.  Dank der Schilderungen im Buch habe ich den bis heute schwelenden Konflikt in Israel endlich verstanden, vielleicht auch, weil Schicksale Einzelner plastischer wirken, als die Reduzierung auf die Nationalität/den Glauben.

    In dieser Beziehung ist „Jaffa Road“ nicht nur ein interessantes und lehrreiches Buch, sondern zugleich im Aufbau in mehrere Zeitebenen UND Ansichten doch eher ungewohnt. Und trotz dieser Vielzahl von Aspekten bzw. Geschichten in der Geschichte, welche leicht den Überblick verlieren lassen könnten, zieht sich der rote Faden sicher durch das ganze Buch. 

     

    Ein absolut lesenswertes Buch, was noch Lange in mir nachklingt. Definitiv werde die die Vorgängerbände auch noch lesen!

  19. Cover des Buches Die faszinierende Naturwelt Afrikas (ISBN: 9783867260732)
    Giovanni G. Bellani

    Die faszinierende Naturwelt Afrikas

     (3)
    Aktuelle Rezension von: BeautyBooks
    Zwischen Mittelmeer und Kap der Guten Hoffnung erstrecken sich großartige Landschaften: Gebirgsregionen, Wüsten und Halbwüsten, Savannen und Regelnwälder bedecken die gewaltige afrikanische Landmasse. In diesen wilden Naturregionen mit ihren riesigen Naturparks tummelt sich eine Tierwelt, zu der einige der seltensten Arten der Erde gehören.. Auf den farbgelwatigen, großformatigen Aufnahmen zeigt sich Afrika in all seiner Schönheit, von den Löwen- und Elefantenherden in der Masai Mara, über die bis zu 2000 Jahre alten Zypressen im Tassili-n-Ajjer Nationalpark und den rosa Falmingos im Nakurusee bis hin zu den unberührten Tropenwäldern im Odzala-Reservat in der Republik Kongo.. Ein traumhaftes Buch, dass ich zu Weihnachten von meinem besten Freund geschenkt bekommen hab.. Für jeden Afrika Liebhaber auf jeden Fall ein MUSS =) ..
  20. Cover des Buches Moppel wär gern Romeo (ISBN: 9783423706230)
    Kirsten Boie

    Moppel wär gern Romeo

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Mein Sommer mit Kalaschnikow (ISBN: 9783036956879)
    André Aciman

    Mein Sommer mit Kalaschnikow

     (20)
    Aktuelle Rezension von: lesebiene27
    Der Ich-Erzähler besucht mit seinem Sohn Universitäten, was ihn in die Vergangenheit zurückversetzt: Sommer 1977, als er selber noch Havard-Student war. In diesem Sommer lernte er in einem Café einen Taxifahrer kennen, der auf den Namen Kalaschnikow hört. Die beiden erleben eine einzigartige Freundschaft, die den Ich-Erzähler sehr geprägt hat.

    Der Ich-Erzähler war für mich zwar sehr interessant, aber leider nicht wirklich greifbar. Dadurch hatte ich leider auch keine Geschichte vor Augen beim Lesen und habe mich statt als Beobachter mehr als Zuhörer gesehen. Kalaschnikow habe ich teilweise nicht ganz so gut verstehen könne, allerdings ist er mir mit der Zeit sympathisch geworden und ich hatte ein Bild vor augen.

    Der Sprachstil hat mir nur bedingt gut gefallen. Auf der einen Seite war er sehr ausführlich gehalten und hat mich neugierig gemacht, auf der anderen Seite blieb alles so leicht verschwommen, wie hinter einer Dunstschicht, weshalb ich mich teilweise wirklich anstrengen musste, das Buch weiter zu lesen.

    Grade zu Beginn hat mir das Buch wunderbar gefallen und mich voller Neugier mit sich gerissen, doch diese Neugier wich irgendwann einfach nur der Hoffnung, dass bald noch mal etwas passieren sollte. Daher würde ich dem Buch 3 von 5 Sternen geben.
  22. Cover des Buches Krieg oder Frieden (ISBN: 9783426275580)
    Hamed Abdel-Samad

    Krieg oder Frieden

     (5)
    Aktuelle Rezension von: michael_lehmann-pape
    Nun gilt Kooperation! Hamed Abdel-Samad ist einer der profiliertesten islamischen Intellektuellen im Land und hat bereits durch einige Veröffentlichungen (u.a. „Mein Abschied vom Himmel“) von sich reden gemacht, ebenso, wie er mit Henryk M. Broder in intensiver Form in „Entweder Broder“ zusammenarbeitet und auch dort jederzeit seine weltoffene Toleranz und seine Abneigung gegen dogmatische Verhärtungen aufzeigt. Zu Zeiten der „arabischen Revolution“ war Abdel-Samad vor Ort, befand sich unter den Demonstranten in Kairo, hat die umwälzenden Ereignisse auch der Nachbarstaaten hautnah mitverfolgt und redlich reflektiert. In seinem Buch teilt er seine Schlüsse aus den Ereignissen mit und zieht Folgerungen für ein notwendiges Handeln des Westens in der Zukunft. Intensiv vermag es zu beschreiben, dass die Aufbrüche vor allem auf zwei Säulen ruhen, die ineinander übergehen. Das Erwachsenwerden einer neuen Generation, gepaart mit einem breiten Zugang zu neuen Medien. Gerade die Jugend Ägyptens, ganz Arabiens, ist vertraut mit modernen Kommunikationsmitteln, ein fast natürlicher Zustand der Abschottung, wie er über Jahrhunderte und auch die letzten Jahrzehnte hinweg bestand, löst sich in dieser Generation vollständig auf, auch eine Politik der Abschottung war und ist nicht mehr in der Lage, sämtliche Informationskanäle zu verschließen. „Eine neue, arabische Mittelschicht ist erwachsen geworden“, globalisiert und informiert und dadurch in der Lage, informiert zu vergleichen. Auf der Basis dieser grundlegenden Entwicklungen schildert Abdel-Samad die konkreten Folgen der Aufstände, beleuchtet die Stellung der Muslim Bruderschaft und des militanten Islamismus, gerade nach dem Tod Bin Ladens und wendet sich zum Abschluss seinen Folgerungen für die Zukunft zu. Kurzfristig sieht Abdel-Samad kein „Schneeballsystem“ der arabischen Welt, zu unterschiedlich sind die geprägten Gesellschaften und, vor allem, die Loyalitäten des Militärs verteilt. Aus überwiegend friedlichen Aufständen wie in Ägypten entwickeln sich so gewalttätige Revolutionen wie in Lybien, Syrien, oder dem Jemen mit wechselhaftem Erfolg. Um die Chance auf eine Befriedigung der Region zu wahren und möglichen radikalen (oder restaurativen) Tendenzen entgegen zu steuern, empfiehlt Abdel-Samad, nicht in erster Linie finanzielle Unterstützungen (obwohl diese eine Rolle spielen werden, aber eben nur zielgerichtet Wirkung zeigen können), sondern verweist auf eine mögliche Befruchtung durch Erfahrungsaustausch. Hier einerseits eine lange Praxis demokratischer Strukturen und politischer Arbeit, dort eine Vielzahl junger, ambitionierter und neugieriger Menschen, große Ressourcen und Möglichkeiten wirtschaftlicher Entwicklung. Eine wirtschaftliche Perspektive, die für Europa ebenso Nutzen in sich tragen kann wie für die arabischen Staaten. Im Gesamten bietet das Buch nicht unbedingt bahnbrechend neue Erkenntnisse, fasst aber Ursache, Umsetzung und Perspektiven des „arabischen Frühlings“ gut zusammen und warnt in vernünftiger Weise vor zu wenig oder falschem Engagement des Westens. Durchaus interessant zu lesen und mit bedenkenswerten Ansätzen, innerhalb derer Abdel-Samad klarstellt, dass die Chancen nun differenziert und mit Energie ergriffen werden müssen.
  23. Cover des Buches Die Dinge (ISBN: 9783037346495)
    Georges Perec

    Die Dinge

     (8)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Die Studenten Jérôme und Sylvia werden derart von den Dingen, die sie für erstrebenswert erachten und deren Beschaffung beherrscht, dass es ihnen unmöglich zu sein scheint, ihr Studium fortzusetzen. Wenige fundamentale Kenntnisse in Soziologie, Psychologie und der Statistik erlauben es ihnen für Werbeagenturen Meinungsumfragen und Marktanalysen anzustellen. Diese Aufgabe lässt ihnen die Freiheit, die sie sich für ihre Tage wünschen. Ungebungen, ungetaktet, gestalten sie ihre Tage relativ frei und doch sind sie nicht frei. Die kleine Zweizimmerwohnung aus Studententagen soll durch eine großzügiger geschnittene, besser ausgestattete Wohnung ersetzt werden. Es gilt Teppiche, Vorhänge, Tische, Besteck, Dinge, Dinge, Dinge zu erstehen, aber woher soll das Geld für all diese Dinge kommen? Eine Erbschaft käme genauso gelegen, wie der Fund einer Geldtasche, eines gut gefüllten Geldbeutels oder der Kauf eines wertvollen Gegenstandes weit unter Wert, um diesen gewinnbringend weiterzuverkaufen.

    Georges Perec beobachtet in „Die Dinge – Eine Geschichte der sechziger Jahre“ diese beiden jungen Menschen distanziert und berichtet einer Inventur gleich über Anschaffungen und Veräußerungen. Exemplarisch für eine Generation, die kein Leben außerhalb der Verwaltung ihres Besitzes verzeichnen kann. Jérome und Sylvia sind gefangen in Wünschen, die sich lediglich auf Dinge beziehen und besitzen neben diesen unendlichen ungeschriebenen Listen, bislang nichts. Der Wunsch nach einer befreiten Ungebundenheit, die nur vermögende Menschen besitzen, lähmt die beiden jungen Menschen, wie viele ihrer befreundeten Pärchen. Nach und nach jedoch müssen sie erkennen, dass die Zeit voranschreitet und sich nicht mit Leben füllt.

    Nicht nur eine Geschichte der sechziger Jahre, sondern eine Geschichte unserer Zeit. Für alle vom Konsum Getriebenen oder die, die sich bereits befreien konnten und lieber ihre Zeit mit Leben erfüllen, als ihre Schränke mit Dingen in allen Farben, Formen und Strukturen.

  24. Cover des Buches Auf fremden Pfaden (ISBN: 9783847256533)
    Karl May

    Auf fremden Pfaden

     (19)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    8 Geschichten von Karl May teils humoristisch, teils missionarisch, aber immer spannend umgesetzt. Viele Länder, viele bunte farbige schillernde Geschichten.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks