Bücher mit dem Tag "turin"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "turin" gekennzeichnet haben.

40 Bücher

  1. Cover des Buches Die Seiten der Welt (ISBN: 9783596198528)
    Kai Meyer

    Die Seiten der Welt

     (1.472)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Man stelle sich vor, die Macht der Worte und Geschichten, die den Büchern innewohnt, ließe sich nutzen. Nicht nur, um seine grauen Zellen in Wallung zu bringen, sondern um diese Macht auch in physischer Form zu nutzen oder die Geschicke der Welt zu verändern.

    Und was würde geschehen, wenn Figuren aus den Büchern entkämen? Kai Meyer gibt uns auf diese Fragen einige eindrucksvolle und faszinierende Antworten und ich werde meine Bücher künftig mit Argusaugen bewachen, denn eine Entschreibung brauche ich nun wirklich nicht!

    Das Buch hat sich locker und entspannt weglesen lassen, die Story wusste mich zu fesseln und hat mich immer wieder dazu aufgefordert doch noch ein weiteres Kapitel zu lesen.

    Einige Charaktere sind mir bisweilen etwas zu oberflächlich geblieben, was aber bei der Dynamik der Geschichte durchaus leicht zu verzeihen ist.

    Insgesamt ein richtig gutes Buch, dass ich jedem Phantasten mit einer Leidenschaft für Bücher empfehlen kann. Band 2 steht bereits hier, und das ist gut so! 

  2. Cover des Buches Der Friedhof in Prag (ISBN: 9783423142274)
    Umberto Eco

    Der Friedhof in Prag

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch

    Das Konzept des Romans ist schon originell und auch teilweise ironisch geschrieben.

    Aber man hätte das ruhig auf 300 Seiten zusammenstreichen können.

    Und bei Eco hab ich immer das Gefühl, mir entgeht alles, weil ich kein Historiker bin.

  3. Cover des Buches Die Fäden des Glücks (ISBN: 9783426226551)
    Julia Fischer

    Die Fäden des Glücks

     (34)
    Aktuelle Rezension von: aly53

    Julia Fischer hat mich schon mit ihrem Roman „Die Galerie der Düfte“ unglaublich beeindruckt. Sie hat eine einzigartige und besondere Art, die mir durch und durch ging. Denn sie legt so unglaublich viel zwischen die Zeilen,was ich für so wichtig erachte.

    Ihr Roman „Die Fäden des Glücks“ ist definitiv anders, aber nicht schlecht anders.

    Sondern einfach anders

    Ich hab mir dazu auch das Hörbuch angehört.

    Diese Frau schreibt nicht nur toll, sie schafft es mit ihrer Stimme, Emotionen und ein ganz besonderes Erlebnis zu transportieren.


    Ihr Schreibstil ist einfach einnehmend, fesselnd und wahnsinnig atmosphärisch.

    Ich mochte die Figuren sofort.

    Besonders Vincenzo und Carlotta haben mich ganz tief beeindruckt und nicht losgelassen.

    Carlotta ist eine ganz besondere Frau.

    Feinfühlig, stark, mutig, aber auch sehr verletzlich und sanft.

    Ich mochte das unglaublich gern.

    Vincenzo wirkte auf mich oft verloren, einsam und in sich gekehrt.

    Zu Daniele hingegen fand ich leider nie einem Draht, was ich aber nicht als schlimm erachte, denn das was wirklich zählt und die Menschen ausmacht, wird so unglaublich schön transportiert.

    Insgesamt empfand ich sie als sehr authentisch und greifbar. Mich in sie hineinzuversetzen und ihre Gedankengänge nachzuvollziehen, fiel mir sehr leicht.


    La Dolce Vita.

    Ich liebe das Setting, es weckt Fernweh und ich hätte mich zu gern an Carlottas Seite teleportiert.

    Ich mochte die Beschreibungen sehr ,es hatte etwas prachtvolles und sanftes und daneben ist die Atmosphäre sehr bittersüß, oft auch melancholisch und ein Hauch Romantik liegt dazwischen.

    Ich rate hier, nicht den Klappentext zu lesen, denn der nimmt einfach schon zuviel vorweg.

    Wodurch für mich die Story leider vorhersehbar wurde.

    Ich glaub, es hat nicht lange gedauert und ich wusste bereits, wie es endet.

    Aber kein Drama. Mir hat es trotzdem unglaublich gut gefallen.

    Denn die Poesie, die Einfühlsamkeit und Schwere hat mir sehr gut gefallen.

    Es ist eine eine leise Melodie, die dir nicht mehr aus dem Kopf geht und du permanent dranbleiben musst.


    Julia Fischer legt den Fokus auf die zwischenmenschlichen Aspekte, was mir sehr gut gefallen hat.

    Sie dreht ihr Innerstes nach außen und man wird mit Dingen konfrontiert, die man nicht unbedingt sehen möchte, die aber trotzdem für ordentlich Zündstoff sorgen.

    Und manchmal sind genau diese Dinge wichtig, damit man endlich die Wahrheit dahinter erkennen kann.

    Manchmal mit Schmerz und Sehnsucht verbunden, manchmal bittersüß, ehrlich und heilsam.


    Julia Fischer hat hier eine wunderschöne Liebesgeschichte erschaffen, die mich ganz tief drinnen berührt hat.

    Zwar blieben Überraschungen aus, dafür wird man mit einem wunderbaren Setting belohnt.

    Es gibt Intrigen, es gibt Arroganz und es gibt eine Reise zu sich selbst, in der man erkennen muss, wer man wirklich ist, um sich auch für andere öffnen zu können.

    Und dann haben wir Charaktere, die einfach zum lachen bringen und das Herz auf der Zunge tragen.

    Es hat mir richtig gut gefallen, auch wenn ich am Anfang etwas brauchte, um mich der Story hinzugeben


    Fazit:

    Julia Fischer hat mit „Die Fäden des Glücks“ einen romantischen, bittersüßen und einfach wunderschönen Roman erschaffen, in dem es um mehr als Liebe geht.

    Ein wunderschönes Setting, das Fernweh weckt ,Charaktere die zum lachen bringen und so die leichte Schwere nehmen.

    Ein besonderer Roman voller Intensität, Poesie und Melancholie, der mich ganz tief drinnen berührt hat.

  4. Cover des Buches Die Kinder Húrins (ISBN: 9783608937626)
    J. R. R. Tolkien

    Die Kinder Húrins

     (216)
    Aktuelle Rezension von: Raiden

    Eine sehr schöne Überarbeitung und Interpretation eines Abschnitts des Silmarillions von Christopher Tolkien mit wundervollen Illustrationen.

    Vor allem durch das Vor- und Nachwort erhält das buch eine schöne Tiefe.

  5. Cover des Buches Die Einsamkeit der Primzahlen (ISBN: 9783499291289)
    Paolo Giordano

    Die Einsamkeit der Primzahlen

     (795)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Treffender könnte ein Buchtitel nicht sein. Es geht um die einsame Lebensgeschichte zweier junger Menschen, die nach einem tragischen Ereignis in früher Kindheit das Vertrauen in andere Menschen verlieren. Soziale Beziehungen aufzubauen und zu erhalten, bleibt für beide eine ausserordentliche Herausforderung. Wie viel kann ein Mensch ertragen, um am eigenen Schicksal nicht zu zerbrechen? Wie weit gehen Selbstbestimmung und die Verantwortung für das eigene Lebensglück? Diese Themen sind verwoben in der anrührenden Liebesgeschichte von Alice und Mattia.


    Das Buch liest sich angenehm und leicht trotz dramatischer Handlung, ich würde es literarisch jedoch nicht allzu hoch bewerten.

  6. Cover des Buches Die Geschichte der Kinder Hurins (ISBN: 9783423085878)
    J. R. R. Tolkien

    Die Geschichte der Kinder Hurins

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Tobias_Damaschke
    Die Kinder Húrins ist eines jener Werke, die Tolkien zu seinen Lebzeiten zwar geschrieben, aber nicht fertiggestellt und veröffentlicht hat. Sein Sohn Christopher bemühte sich jedoch stets, so viele Werke seines Vaters noch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wie es ihm möglich war.

    Dazu gehört auch diese kurze, etwas zu detailverliebte aber dennoch stets hochinteressante Story aus dem Ersten Zeitalter Mittelerdes (also einige tausend Jahre bevor die Handlung des Herrn der Ringe überhaupt einsetzt).
    Es ist die Zeit, in der der wahre dunkle Herrscher Morgoth seinen Schatten über das Land legt und Elben wie Menschen und andere Geschöpfe den Kampf gegen Orks, Drachen und Co. aufnehmen müssen. Besonders der Mensch Túrin, ein Kind des Húrin, wird dabei eine entscheidende Rolle spielen und mehr will ich gar nicht verraten, weil man die Geschichte am besten mit so wenig Wissen wie möglich lesen sollte :D

    Dabei macht es einem das Buch nicht immer leicht, es wirklich zu mögen. Einfach durch die Entstehungszeit und Tolkiens Stil bedingt gibt es sehr oft zähe Stellen, ausschweifende Beschreibungen und Erläuterungen. Mich persönlich stört das nicht zu sehr, denn wer durch das Silmarillion kommt, für den ist das hier leichte Kost xD

    Insgesamt ist es einfach eine nette Fantasygeschichte aus einer längst vergangenen Zeit einer Welt, die wir alle lieben. Für Tolkienfans sehr zu empfehlen, für Nicht-Mittelerde fans allgemein wohl eher schwere Kost, trotz der Kürze.
  7. Cover des Buches Gewundene Pfade (ISBN: 9783963620720)
    Irma Joubert

    Gewundene Pfade

     (15)
    Aktuelle Rezension von: LEXI

    Das Leben verläuft manchmal auf seltsamen, gewundenen Pfaden.

    „Das Leben verläuft manchmal auf verschlungenen Pfaden, aber trotzdem passiert immer das, was Gott im Himmel vorherbestimmt hat.“

    Die vier Freundinnen Aletta „Lettie“ Louw, Christine le Roux, Klara Fourie und Annabel de Vos wachsen im Bosveld in Südafrika auf, absolvieren die Schule, erleben ihre erste Liebe und sind einander bei all den kleinen und größeren Enttäuschungen des Lebens eine Stütze. 

    „Ich werde die bestmögliche Ärztin werden. Ich gehe ins Bosveld zurück, um meinen eigenen Leuten zu helfen, sodass irgendwann alle von Lettie Louw sprechen werden, der Ärztin des Bosveldes.“

    Während die intelligente Lettie schon in jungen Jahren den Wunsch verspürt, Medizin zu studieren und die Hausarztpraxis ihres Vaters zu übernehmen, geht ihre beste Freundin Christine zur Armee, um mit kranken Menschen zu arbeiten. Klara wiederum verliebt sich in einen attraktiven italienischen Kriegsgefangenen, die verführerische Schönheit Annabel zieht es als Journalistin nach London. Irma Jouberts Beschreibung der Geschicke dieser vier unterschiedlichen Frauen umfasst einen Zeitraum von fünfzig Jahren. Politische Turbulenzen, der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, unerfüllte Hoffnungen und zerplatzte Träume bilden die Rahmenhandlungen dieses Buches. Kriegsereignisse, insbesondere die Judenverfolgung, sowie die damals dramatisch verlaufende Polioerkrankung werden geschickt mit der Lebensgeschichte der vier Frauen verwoben. Wer „Hinter dem Orangenhain“ aus der Feder dieser grandiosen Autorin kennt, wird sich über das Wiedersehen mit bekannten Figuren freuen. Den vier Protagonistinnen wird die größte Aufmerksamkeit zuteil, ihre Ehemänner und Kinder fungieren gemeinsam mit weiteren interessanten Charakteren als Nebenfiguren dieser Geschichte. Das Beiwohnerkind Pérsomi Pieterse spielt als intelligente und erfolgreiche Anwältin eine relevante Nebenrolle, ebenso wie Klaras Brüder Boeli und De Wet Fourie und die Geschwister Marco, Antonio und Lorenzo Romanelli. Ein Personenregister zu Beginn des Buches erleichtert die Orientierung und erläutert die Verwandtschaftsverhältnisse der einzelnen Familien.

    Die gelungenen Charakterzeichnungen und der einnehmende Schreibstil Irma Jouberts sorgten dafür, mich regelrecht an das Buch zu fesseln und mich mit den handelnden Figuren zu identifizieren. Besonders Letties und Marcos Leben verläuft wie ein gewundener Pfad, sie werden auf Wege geführt, die nicht so einfach zu gehen sind. Tragische Verluste, prägende Erfahrungen, Hürden, die sie zu überwinden haben und der lange Weg zu ihrem Glück werden vortrefflich beschrieben.

    „Manchmal bricht deine ganze Welt zusammen und es bleibt nichts von ihr über, aber man bekommt immer wieder die Kraft, aufzustehen. Manchmal ist der Weg einfach nur zu steil. Du darfst nur nie mit dem Laufen aufhören. Auch die elendste Zeit geht irgendwann vorbei.“

    Der christliche Glaube nimmt bei Irma Joubert stets einen hohen Stellenwert ein, die christliche Botschaft wird in die Handlung eingeflochten und zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. 

    Fazit: „Gewundene Pfade“ hat mir durch die interessante Handlung, einen wunderschönen Schreibstil, tiefsinnige Einsichten, große Emotionen sowie facettenreiche Charaktere großes Lesevergnügen bereitet. Der Roman hat mir ausgezeichnet gefallen. Fünf Bewertungspunkte und eine begeisterte Leseempfehlung dafür!


  8. Cover des Buches Der Hügel des Windes (ISBN: 9783746631004)
    Carmine Abate

    Der Hügel des Windes

     (44)
    Aktuelle Rezension von: HeikeG
    Philoktetes, ein vortrefflicher Bogenschütze und einer der Argonauten, wird auf dem Zug gegen Troja von einer Schlange in den Fuß gebissen. Die Wunde eitert heftig und verbreitet einen so unerträglichen Gestank, dass er auf den Rat von Odysseus auf der Insel Lemnos ausgesetzt wird. Hier verlebt er unter großen Qualen und Schmerzen neun Jahre in völliger Isolation. Doch ohne seinen Bogen und die Pfeile des Herakles, in dessen Besitz er ist, kann Troja nicht erobert werden. So holt man ihn im zehnten Jahr wieder zurück, heilt seine Wunde und die Vorsehung des Orakels trifft ein: Paris wird durch ihn tödlich getroffen und Philoktetes genießt fortan hohes Ansehen. So erzählt es die griechische Mythologie. Doch: "Das Unrecht kann man bekämpfen, die Einsamkeit aber ist eine heimtückische Krankheit, die nicht leicht heilt."

    Um Einsamkeit, Freiheit, um Familie und deren seelenstärkende Zusammengehörigkeit, aber auch um die mythische Vergangenheit eben jener griechischen Sagengestalt geht es in Carmine Abates neuem Roman, der tief im italienischen Süden angesiedelt ist. Dort in der Stiefelspitze liegt eine hügelige, wilde und noch immer kaum berührte Landschaft mit versteckten Buchten, einzigartigen Stränden und kristallklarem Wasser. Doch in dieser Region des Mezzogiorno ist nicht alles golden was glänzt. Denn Kalabrien ist äußerst kontrastreich und keine leichte Kost. Schönes und Hässliches liegen oft dicht nebeneinander. Bausünden an den Küsten, wirtschaftlich schlecht entwickelt und mafiöse Strukturen sind die andere Seite der Medaille. Aber so vielgestaltig wie das Land, ist seine jahrtausendealte Geschichte. Und diese verknüpft der in eben dieser Region geborene Carmine Abate in seinem 2012 mit dem "Premio Campello" ausgezeichneten Roman auf wundervolle Art und Weise.

    Angesiedelt hat er seine Familiensaga auf dem Rossarco, einem Hügel im Hinterland von Marina, der vielleicht gar eine der Städte unter sich begraben hält, die eben jener Philoktetes nach dem Trojanischen Krieg gründete, um von seiner Einsamkeit zu genesen. Denn "immer wählte er Orte von betörendem Duft, er, der zehn Jahre lang den fauligen Todesodem geatmet hatte.", weiß Michelangelo Arcuri seiner Schwester Ninabella zu berichten. Erzählt wird aus der Sicht Arturo Cesares - genannt Rino - dem Sohn Michelangelos, der sicher viele Züge Carmine Abates trägt, die Geschichte der Familie Arcuri und ihres umkämpften Landbesitzes über vier Generationen, ausgehend vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Immer die geheimnisvolle Aura einer realen Erhebung in der Nähe seines Heimatdorfes Carfizzi vor Augen, entspannt der Autor in wunderbaren Bildern und Sequenzen eine weitreichende Geschichte des schweren Überlebenskampfes der ländlichen Bevölkerung im Besonderen und der Geschichte Italiens im Ganzen. Abate zeichnet in wunderschönen Sätzen und Beschreibungen ein "mediterranes Gemälde, in einem Rahmen aus blendendem Licht", dessen Düfte und Gerüche der Leser fast authentisch spürt, wo aber auch blutige Fingerabdrücke auf der Oberfläche zu finden sind. Er versteht es großartig, Geschichte, Tradition und Landschaft in einen kohärenten Zusammenhang sowie den inneren und äußeren Reichtum dieser Gegend in Szene zu setzen und daraus eine in sich geschlossene literarische Einheit zu bilden.

    Fazit: "Der Hügel des Windes" erweist sich als äußerst genussvolle "Mischung aus Ginster und blühendem Holunder, aus Oregano und Süßholz, aus Zistrose, Minze und wilder Malve, die die Meeresbrise in Kreisen über den Hügel blies wie eine unsichtbare Aureole", vortrefflich von Esther Hansen ins Deutsche übertragen, die den Ton des italienischen Autors kongenial übernimmt. "Orte haben eine Anziehungskraft wie Menschen, sie verführen dich mit ihrem leuchtenden Blick, der Sprache des Windes, ihrem ungeahnten Duft." Carmine Abate hat diese Essenzen in wunderschöne Sprache verwandelt, welche italienische Vergangenheit und Gegenwart gekonnt verbindet. Ein Buch, das berührt und überrascht, dessen prall gefüllte Seele man atmen und dessen Geruch zwischen den Zeilen erspüren kann.
  9. Cover des Buches Emils wundersame Reise (ISBN: 9783442746774)
    Fabio Geda

    Emils wundersame Reise

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Maerchenbuch

    Der dreizehnjährige Emil flüchtet mit seinem Vater Gheorge illegal von Rumänien nach Italien. In Turin lernen die beiden schon bald die junge Frau Assunta kennen, doch das Glück zu dritt währt nicht lange, denn Gheorge wird von der Polizei aufgegriffen und prompt abgeschoben.

    Während er zunächst in Abschiebehaft und später in einem rumänischen Gefängnis landet, ist Emil auf sich alleine gestellt, denn die Behörden wissen nichts von seiner Existenz. Gheorge schreibt seinem Sohn Briefe und bittet den Jungen in Italien bei seiner Freundin Assunta zu bleiben und auf seine Rückkehr zu warten. Gemeinsam finden die beiden schließlich bei einem italienischen Architekten ein Dach über dem Kopf.

    Als ihm der Mann eines Tages ungewollt zu nahe kommt, flüchtet Emil schlagartig aus der Stadt. Er packt seine wenigen Habseligkeiten und begibt sich zum Bahnhof, wo er zufällig das Mädchen Asia und deren Hund Lufthansa kennenlernt. Der Teenager ist mit ein paar Jugendlichen auf dem Weg nach Berlin und obwohl Emil anfänglich zu seinem Vater nach Rumänien reisen wollte, schließt er sich nun der bunten Truppe an, denn in der deutschen Hauptstadt lebt sein Großvater Viorel.

    Seinen geliebten Opa hat Emil noch nie persönlich kennengelernt, doch er erhält regelmäßig Briefe von ihm. Die letzte Nachricht lässt ihn wissen, dass sein Großvater mit einer Theatergruppe durch Europa tingelt und sich momentan in Berlin aufhält. Hoffnungsvoll macht sich der Junge, ohne Papiere und in einem alten VW Bus versteckt, mit Asia, Cora, Leon und Nerone auf den Weg nach Deutschland. Die Jugendlichen beziehen ein Zimmer in einem Abbruchhaus am Berliner Ostbahnhof und Emil begibt sich sofort auf die Suche nach seinem Großvater.

    Nach einigen Tagen und vielen Erlebnissen in der Großstadt, erfährt der Junge, dass sein Opa nach Madrid weitergezogen ist und so schlägt er sich zusammen mit dem Fotografen Sebastiano zunächst nach Frankreich und dann bis nach Spanien durch. Wird er schließlich seinen Großvater aufspüren?

    Nachdem ich schon viel Gutes über Fabio Gedas bekannten Roman „Im Meer schwimmen Krokodile“ gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf sein Buch „Emils wundersame Reise“, das er noch vor dem beliebten Bestseller geschrieben hat. Meine Erwartungen waren groß, doch leider muss ich sagen, dass mich das Buch schlussendlich sehr zwiespältig zurückgelassen hat.

    Der Leser begleitet das Schicksal des dreizehnjährigen Flüchtlingsjungen Emil, der mir sofort ans Herz gewachsen ist. Einerseits stellt sich Emil seinen schwierigen Lebensumständen sehr tapfer und erwachsen, andererseits wurde auch seine kindliche Phantasie sehr schön herausgearbeitet und Momente der Angst wurden authentisch beschrieben. So flüchtet sich Emil in bedrohlichen Situationen oftmals in die Welt seines Comic-Helden „Tex“ und identifiziert sich mit seinem fiktiven Vorbild.

    Bis zum Ende der Geschichte wurde der Spannungsbogen aufrecht erhalten, denn man konnte als Leser bei Emils Suche nach Sicherheit und einem besseren Leben stets mitfiebern und gespannt sein ob der Junge seinen Großvater schlussendlich aufspüren wird.

    Leider konnte ich nur schwer in die Geschichte finden, denn ich war von der Erzählweise und dem Schreibstil des Autors enttäuscht. Die kurzen Sätze, die barsche Wortwahl und die wechselnden Perspektiven und Rückblicke haben mich stellenweise sehr irritiert und haben den Lesefluss unterbrochen. Der Autor kreiert zwei Ich-Perspektiven. Einerseits erzählt er die Geschichte aus Emils Sichtweise und andererseits aus der des Architekten, wobei die beiden Blickwinkel viel zu abrupt wechseln. Gelegentlich bekommen wir Einblicke in die Briefe von Gheorge und Viorel, doch ich konnte der Schreibweise des Großvaters nur sehr angestrengt folgen.

    Obwohl die stilistische Umsetzung des Romans leider nicht meinen Erwartungen entsprochen hat, verströmte die Geschichte Abenteuergeist, Optimismus und Hoffnung aber war gleichzeitig auch sehr traurig, denn Emil erlebt Dinge, die einem dreizehnjährigen Kind definitiv nicht widerfahren sollten.

  10. Cover des Buches Der Friedhof in Prag: Roman von Eco. Umberto (2011) Gebundene Ausgabe (ISBN: B00FNATFNU)

    Der Friedhof in Prag: Roman von Eco. Umberto (2011) Gebundene Ausgabe

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Kurzrezi über ein zunächst abgebrochenes Buch.

    „Der Friedhof in Prag“ von Umberto Eco gehört sicherlich zu einem der am häufigsten rezensierten und tiefgründig besprochenen Büchern der Weltliteratur. Und Eco gehört zweifelsohne zu den anspruchsvollen Autoren. Die Buchgestaltung nenne ich hier einmal exquisit zusammen mit dem Schutzumschlag und dem selbstverständlich dazugehörigen Seitenbändchen. Die für die verschiedenen Protagonisten genutzten Schrifttypen sind eine hervorragende Idee und die genutzten Bilder und Skizzen unterstützen die Phantasie der Leserschaft ohne Frage.

    Wer mich und meine Rezensionen kennt, merkt sicher schon, ich habe meine Probleme mit dem Buch. Und ich schreibe es vorweg, ich musste es abbrechen. Obschon auf den letzten Seiten der Hinweis auf die chaotische Handlung hingewiesen wird, ist nicht das der Grund dafür. Nicht alles ist der Phantasie des Autors entsprungen, von dem ich bereits mehrere Bücher gelesen habe. Ich bin noch gar nicht soweit gekommen, dass ich den Inhalt des Klappentextes erreichen konnte. Dabei war ich schon im dreistelligen Seitenzahlbereich gelandet, als ich dann doch vorerst aufgehört habe zu lesen.

    Ja, es ist historisch geschichtliches Erzähltes. Doch zurzeit habe ich das Gefühl, dass die Historie mich überrannt, dass ich mitten in ihr lebe. Der Grund dafür liegt in den, ja ich weiß, schon immer währenden Hassreden gegenüber anderen Personengruppen, Ländern und so weiter und so weiter. Vielleicht reagiere ich darauf in diesen Monaten der Corona-Pandemie besonders empfindlich. Ich kann es nicht mehr ertragen. Die mit Rückblenden versehene Geschichte eines Mannes, Simon Simonini, der von seinem Großvater erzogen wird, seinen Vater nur sporadisch sieht und seine Mutter erst gar nicht, spielt zwischen 1830 und 1898 (ich lasse mich gerne verbessern). Simon darf nicht zur Schule und sein Zimmer bis zur Studienzeit im Hause des Großvaters nur selten verlassen. Seine Kindheit besteht aus Lernen, seine Lehrer sind Priester. Freundschaften und Kinderspiele sind ihm fremd. 

    Unfassbar viele verschiedene Priesterschaften werden aufgezählt, man verwirrt und verirrt sich zwischen denen, die ihn unterrichten, denen, die gerade an der Macht sind oder an die Macht wollen. Europa ist im Umbruch, Kaiserreiche werden gestürzt, Republiken gegründet, alles wieder verworfen und aufs Neue versucht. Zwischendrin unser Protagonist, der Juristerei studiert und letztlich bei einem Gauner landet, der sich das Vermögen nach dem Tod des Großvaters unter den Nagel reißt. Doch Simonini bekommt seine Chance es ihm heimzuzahlen. 

    Am Anfang aber sind da zwei Männer, einer ein Priester, einer ein Gauner, der sich Notar nennt und Urkunden fälscht. Ihre Wohnungen sind miteinander verbunden und sie tasten sich aneinander heran, indem sie ein gemeinsames Tagebuch führen, sich ergänzen. Was der eine nicht mehr weiß, ist dem anderen bekannt. Mich faszinierten die Rezepte, die mich alle paar Seiten reizten darüber zu recherchieren. Und wer weiß, was ich in dieser Richtung nun erst einmal verpasse. Irgendwann nehme ich das Buch wieder in die Hand und lese weiter. Dann beende ich meine Rezension. Versprochen.

  11. Cover des Buches Der Buchladen der verlorenen Herzen (ISBN: 9783426523186)
    Elisabetta Lugli

    Der Buchladen der verlorenen Herzen

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Jule_Owl

    LB Themenchallenge 2021 (33)


    Eigentlich könnte Anna mit ihrem Leben vollauf zufrieden sein. Ihr Job in der kleinen Buchhandlung "Stella Polaris" macht ihr Spaß, sie hat ihre Freunde täglich um sich und einen liebevollen Partner. Doch von einer Sekunde auf die andere ändert sich alles, als sie von einem Verrat aus der Vergangenheit erfährt und sie kurz darauf ihrer großen Liebe Luca wieder über den Weg läuft...


    Ich bin ja sowieso immer ein Fan von Büchern, die mich in ein anderes Land entführen, besonders, wenn die Reise nach Italien geht. Ich mochte den Schreibstil von Elisabetta Lugli und mochte auch die zahlreichen, schrägen Charaktere. Musste über den schrägen Schwager lachen, den Kopf über die seltsamen Freunde ihrer Mutter schütteln und vieles mehr.

    Außerdem liebe ich diesen Gedanken, der sich durch das ganze Buch zog. "Jeder Mensch hat eine Melodie im Kopf, angepasst an die momentane Situation." Man hat viel Einblick in die Gedanken und Gefühle erhalten und ich hatte am Schluss wirklich das Gefühl, die Menschen sehr gut zu kennen. Auch, dass jeder Mensch ein Schicksal hat und doch sämtliche Türen offen stehen können. Und was würde ich geben, um "Stella Polaris" selbst einmal zu besuchen!


    Das einzige kleine Detail, welches mich ein klein wenig während des Lesens gestört hat: manchmal waren die Konversationen zwischen 2 Protagonisten zwar gut formuliert, aber für mich nicht nachvollziehbar, weil niemand im Dialog so reden würde. Natürlich ist es nicht wirklich schlimm, es hat mich lediglich ein bisschen irritiert.

    Und (natürlich nur eine persönliche Präferenz) das Ende hat mich auch etwas frustriert - Spoileralarm! Denn im vorletzten Kapitel war ich zufrieden mit der Situation, dass es wahrscheinlich noch zu einem letzten Treffen zwischen Anna und Luca kommt. Und dann wurde ich im Epilog bitter enttäuscht. Ich kann es schon nachvollziehen, da Schicksal immer ein zentrales Motiv der Geschichte war, aber für mein kleines Romantiker - Herz ein kleiner Stich.

    Letztendlich mochte ich das Buch sehr und kann es nur empfehlen. ❤😊

  12. Cover des Buches Die stumme Bruderschaft (ISBN: 9783442374991)
    Julia Navarro

    Die stumme Bruderschaft

     (71)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost
    Zu viel Wissen, was in den Text einfließt und ihn so fast zur wissenschaftlichen Abhandlung macht. Ein Buch zum NICHT lesen

    Inhalt:
    Eine Kirche, welche gerade saniert wird, brennt. Darin war eigentlich das Grabtuch von Turin als heilige Reliquie der Kirche in einer Vitrine ausgestellt. Schnell ist der Polizei klar, dass auch dieser Brandanschlag das Ziel hatte, das Grabtuch zu entwenden.
    Seltsam ist nur, dass eine verbrannte Leiche gefunden wird, die schon zu Lebzeiten keine Zunge mehr hatte. Genau so, wie der seltsame Gefangene im Gefängnis. Auch er ist stumm, da er keine Zunge mehr hat und scheint sich seinem Schicksal zu ergeben.
    Was steckt hinter dieser Serie von Brandanschlägen und warum haben die Täter die Fähigkeit zu sprechen verloren?
    Die Turiner Polizei tappt im Dunkeln, während die Täter des letzten Anschlages Buße tun, da sie das große Ziel auch dieses Mal nicht erreicht haben. Sie können entkommen, doch die Polizei kommt ihnen, trotz ihres Schweigens, dann doch irgendwann auf die Schliche.

    Der erstes Satz:
    ¨» Abgarus, König von Edessa, wünscht Jesu dem guten Heilande, der im Lande um Jerusalem erschienen ist, alles Heil!¨

    Der letzte Satz:
    ¨Die Gegenwart ist bloß der Widerschein dessen, was wir waren, sonst nichts, und es gibt nur eine Zukunft, wenn man nicht einen einzigen Schritt zurück macht.¨

    Fazit:
    Oh man, die Autorin hat es doch tatsächlich geschafft, ein so interessantes Thema komplett zu zerschreiben. Da war rein gar nichts mehr interessant. Weder die Ermittlungen, die sich seitenlang in sinnlosen Dialogen dargestellt haben, noch die Geschichte über das Grabtuch an sich. Die Autorin ist wild in der Zeit umher gesprungen. Man hat gemerkt, dass sie gut und ausgiebig recherchiert hat, aber ob man dieses Wissen jetzt so intensiv hätte breit treten müssen, steht ja auch noch in den Sternen. - Ich jedenfalls habe das Buch nur noch zu Ende gelesen, weil ich Bücher nie nur anlese und dann weg lege. Was ich angefangen habe, bringe ich auch zu Ende. Auch dann, wenn es eine so relative Quälerei wie dieses Machwerk hier ist.
    Die Namen in der Handlung sind alle samt so dermaßen italienisch, dass ein deutscher Leser, ohne Kenntnisse dieser Sprache, mal eben komplett verloren hat. Ich habe schon ab dem Zeitpunkt nicht mehr wirklich aufmerksam gelesen, als der fünfte Name ins Spiel kam und ich die Personen sowieso nur noch nach Männlein und Weiblein unterschieden habe.
    Eigentlich bin ich entsetzt. So ein interessantes Thema. Und ich bin mir sicher, dass da ein wahrer Kern dahinter steckt. Ich bin mir sicher, dass der entgültige Besitz in diesem Fall noch nicht geklärt ist. Aber das hätte man auch wesentlich besser schreiben können. Die ganzen Ausflüge in die Vergangenheit haben mich eigentlich mehr verwirrt, als dass sie zur Aufklärung der Geschichte beigetragen hätten.

    Drei Sterne, mehr bekommt diese Schreibe von mir nicht. Und damit ist dieses Machwerk eigentlich auch noch ziemlich gut bedient. Wobei ein Stern von mir nur die Bücher bekommen, die ich wohl nich mal aufschlagen würde...
  13. Cover des Buches Der Kalligraph des Bischofs (ISBN: 9783453471375)
    Titus Müller

    Der Kalligraph des Bischofs

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Lia_Kira
    Titus Müller erzählt so aufregend und lebensnah, dass ich immer mitten drin war, mitgefühlt und mitgelitten habe. Tolle Charaktere und spanendes geschichtliches Thema. Hier wird Geschichte lebendig! 
  14. Cover des Buches Frauen, die alles wissen (ISBN: 9783492253635)
    Carlo Fruttero

    Frauen, die alles wissen

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Janne Ahonen (ISBN: 9783939978060)
    Janne Ahonen

    Janne Ahonen

     (20)
    Aktuelle Rezension von: MrsFoxx
    Finnlands Nationalheld Janne Ahonen, der als einziger Skispringer bisher die Deutsch-Österreichische Vier-Schanzen-Tournee fünf mal gewonnen hat lässt in seiner Biografie tief in den Skisprung-Zirkus blicken. 
    Ganz nebenbei erfährt man auch einiges Private von dem sonst öffentlich äußerst zurückhaltenden Spitzensportler. Ahonen, der neben Martin Schmitt, Sven Hannawald, Andi Goldberger und Adam Malysz Jahrelang an der eisigen Spitze im Skispringen zählte, hat bis auf eine Olympia-Einzelmedallie alles gewonnen, was es in seiner Disziplin zu gewinnen gab. 
    Diese Biografie ist daher auch geprägt von seinen sportlichen Erfolgen und den damit verbunden psychischen und physischen Anstrengungen, die es zu ertragen gilt, möchte man in der Skisprung-Szene erfolgreich sein. 
    Zu Wort kommen in Jannes Biografie seine Teamkollegen Matti Hautamäki, Risto Jussilainen, Ville Kantee sowie die Konkurrenten Martin Schmitt, Andi Goldberger und Jannes Frau Tiia. 

    Wer regelmäßiger Zuschauer der Skisprung-Wettbewerbe ist, wird von den aufgelisteten Erfolgen Ahonens sicher nicht überrascht werden. Die Hintergründe sind die, die hier das Gewisse Etwas ausmachen. 

    Die deutsche Übersetzung des Finnischen Bestsellers ist jedoch grauenhaft. Unzählige Rechtschreibfehler und oftmals Fehlen ganzer Wörter lassen den Lesefluss immer wieder Stocken. Zum Schluss hin, scheint dies sogar noch zuzunehmen. 
    Hinzu kommt, dass der Autor es mit Zeitlichen Sprüngen eindeutig übertreibt. Beinahe jede Seite enthält einen solchen Zeitsprung, was mich beim Lesen sehr angestrengt hatte. 

    Für Fans beinhaltet das Buch einige Seiten mitunter Privater Fotos des Stars und auch Auszüge aus seinen Trainingstagebüchern. 

    Fazit: Die vielen Rechtschreibfehler und das allgemein verwirrende Zeitliche Durcheinander der Biografie machen das Lesen nicht gerade einfach. Dennoch ein wirklich spannender Einblick in die Welt des Skispringens.
  16. Cover des Buches Der geheimnislose Junge (ISBN: 9783442741359)
    Stephan Brüggenthies

    Der geheimnislose Junge

     (40)
    Aktuelle Rezension von: belisha97
    Auf jeder, wirklich jeder Seite wir mehrfach! der Name des Ermittlers erwähnt. Das nervt und von Lesegenuß keine Spur!
  17. Cover des Buches Ein Sonntag mit Elena (ISBN: 9783446270602)
    Fabio Geda

    Ein Sonntag mit Elena

     (99)
    Aktuelle Rezension von: mariafederico

    „Ein Sonntag mit Elena“ ist eine berührende Familiengeschichte, erzählt von der Tochter, Giulia, des Protagonisten.

    Dieser ist seit einigen Monaten verwitwet und hat sich bislang treiben lassen und den Kontakt zu seinen Kindern vernachlässigt. Nun möchte er wieder Leben ins Haus bringen und lädt eines seiner Kinder, Sonia, mit Familie zum Essen ein.
    Als diese nicht kommen kann, er aber bereits unter Mühe mithilfe des Rezeptbuches seiner verstorbenen Frau gekocht hat, lädt er Elena, eine Frau die er am Fluss getroffen hat, mit ihrem Sohn zum Essen ein, was namensgebend für den Roman ist.

    Einige Kapitel erzählen nicht von besagtem Sonntag, sondern sind Erinnerungen der Ich-Erzählerin an vergangene Erlebnisse mit ihrem Vater. Diese helfen dabei, die Figur besser kennnenzulernen und einzuschätzen.

    Insgesamt gefiel mir der Roman sehr gut, auch wenn er in Teilen etwas träge wirkt und wenig Spannung erzeugt wird - was natürlich kein Muss ist.
    Die Hauptperson wirkt nicht immer sympathisch, was sie im Endeffekt aber paradoxerweise wieder sympathisch macht, da man sich gut mit ihr identifizieren kann.
    Mir persönlich hat auch der Schreibstil zugesagt, was nicht bei jedem der Fall sein wird, da die Sätze oft verschachtelt und kompliziert sind.

    Um zusammenzufassen, eine ruhige und sehr schöne (wenn auch teils leicht traurige) Familiengeschichte.

  18. Cover des Buches Die Operation (ISBN: 9783442368266)
    Robin Cook

    Die Operation

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    interessante Ausführungen zum Thema Gentechnik, Klonen und neue Verfahren im DNA Bereich und der Stammzellenforschung - die Handlung ließ leider sehr zu wünschen übrig, nach anfänglicher Spannung endet alles in unfreiwillig komischem Klamauk - schade, da hätte man mehr draus machen können.
  19. Cover des Buches 3 Bücher: Feanors Fluch / Tuor und seine Ankunft in Gondolin / Die Geschichte der Kinder Hurins (ISBN: B00A1O245Y)
    John R. R. Tolkien

    3 Bücher: Feanors Fluch / Tuor und seine Ankunft in Gondolin / Die Geschichte der Kinder Hurins

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Bookreader34

    Diese Bücher sind besonders für Fans von Herr der Ringe und Der Hobbit empfehlenswert, die mehr über Mittelerde und seine Geschichte erfahren wollen. 

    Alle drei Geschichten spielen im Ersten Zeitalter, Jahrtausende vor den Ereignissen in Der Hobbit und Herr der Ringe.

    Feanors Fluch handelt von dem Elben Feanor, der Verbannung von ihm und seinen Anhängern durch die Valar aus Aman nach Mittelerde, der Erschaffung von Sonne und Mond und dem Erwachen der ersten Menschen. 

    Tuor und seine Ankunft in Gondolin handelt von Tuor, einem Angehörigen eines der drei Häuser der mit den Elben verbündeten Menschen und seiner Reise zur Elbenstadt Gondolin. Ist leider nur fragmentarisch vorhanden, aber Christopher Tolkien beschreibt im Anschluss an das Ende den von seinem Vater geplanten weiteren Verlauf der Handlung.

    Die Geschichte der Kinder Húrins ist die tragische Geschichte von Túrin Turambar und seiner Schwester, den Kindern Húrins, des Anführers eines drei Häuser der Menschen.

    Alle drei Bücher enthalten ein Personen- und Sachregister im Anhang. Der Schreibstil ist leider etwas dröge. Besonders Die Geschichte der Kinder Húrins und Feanors Fluch sind eher was für ältere Leser.


  20. Cover des Buches Die Wiese der Toten (ISBN: 9783546000109)
    Cesare Pavese

    Die Wiese der Toten

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Der Tod kommt nur einmal (ISBN: 9783453350915)
    Margherita Oggero

    Der Tod kommt nur einmal

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Christus kam nur bis Eboli (ISBN: 9783905811063)
    Carlo Levi

    Christus kam nur bis Eboli

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Alice-33
    Der als Confinato politico in den Mezzogiorno verbannte  Autor schildert in ungemein fesselnder und anschaulicher Weise, das Leben der Ärmsten der Armen im Süden Italiens.  Als ich das Buch vor etwa 50 Jahren zum ersten Mal las, gelang es mir nicht, mich auf  die so genau und einfühlsam beobachteten Menschen und ihre Lebensumstände in einer von der  Zivilisation scheinbar  übersehenen Region einzustellen. Dieses Mal  aber war ich  - um vieles älter und  reifer geworden - zutiefst berührt von Levis Schilderung des für die Mitte des 20. Jahrhunderts fast unvorstellbaren Elends  in einem europäischen Land und von der Hingabe  mit der  er sich  diesen  "Ausgeschlossenen"  gewidmet und ihrem  Schicksal  in seiner literarisch-zeitgeschichtlichen  Dokumentation ein bewundernswertes Denkmal gesetzt hat
  23. Cover des Buches Die Turiner Komödie (ISBN: 9783518458761)
    Michael Krüger

    Die Turiner Komödie

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Mord zum Aperitivo (ISBN: 9783492259910)
    Margherita Oggero

    Mord zum Aperitivo

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

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