Bücher mit dem Tag "überbevölkerung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "überbevölkerung" gekennzeichnet haben.

57 Bücher

  1. Cover des Buches Inferno (ISBN: 9783404169757)
    Dan Brown

    Inferno

     (1.474)
    Aktuelle Rezension von: BuecherwurmNZ

    Brown schafft eine außergewöhnliche, nachdenkliche und gut ausgearbeitete Geschichte. Zu Beginn baut er gleich Spannung auf. Am Ende der Kapitel bin ich immer gespannt, wie es weitergeht und mag das Buch gar nicht aus der Hand legen. Die Geschichte ist in der dritten Person aus Sicht Robert Langdons geschrieben. Jedoch geben einige Kapitel Einblicke in andere Perspektiven von Personen, die für die Geschichte unersetzlich sind. Auf diese Weise erhält der Leser ein paar ergänzende Informationen über die Situation, was die Spannung noch zusätzlich steigen lässt. Was diese Personen aber mit dem Rätsel zu tun haben und was das alles zu bedeuten hat, erfährt der Leser erst später. 

    Die Protagonisten Robert Langdon und Sienna Brooks waren mir gleich sympathisch. Die Gedanken Langdons sind durch den Kursivdruck klar von der Handlung abgegrenzt. Dan Browns Schreibstil ist leicht zu lesen und man fliegt regelrecht durch die Seiten. Durch die genauen Beschreibungen ist die Handlung leicht nachzuvollziehen, was durch die anschaulichen Vergleiche noch unterstützt wird:
     „Die Erinnerungen kehrten nur langsam zurück … wie Blasen, die aus den Tiefen eines bodenlosen Brunnens an die Oberfläche steigen.“

    Die Geschichte wirkt durch zahlreiche italienische Sätze realistischer. Trotzdem ist alles zu verstehen, weil die wichtigen Aussagen noch einmal übersetzt wiedergegeben werden. 

    Allerdings gibt es zu Beginn vieler Kapitel und auch zwischendurch eine lange Erklärung über Dante, ein Kunstwerk oder einen Raum. Einerseits sind einige Erläuterungen interessant und wichtig, um das Rätsel zu verstehen und zu lösen, andererseits kommen sie so oft vor und sind ausufernd, dass sie mich nervten und langweilten. So zieht sich das Buch in die Länge und durch diese Beschreibungen schreitet die Handlung nur schleppend voran.

    Was mir neben den ausufernden Beschreibungen des Umfelds und deren Gegenstände ebenfalls nicht gefiel ist, dass zu Ende zwei Dinge ungeklärt bleiben. Das eine ist nicht wichtig, um die Geschichte zu verstehen, allerdings hätte ich mir eine Erklärung gewünscht, um meine Neugierde zu stillen und da es für mich unerklärlich und ein bisschen weit hergeholt ist. Die andere Sache ist von Bedeutung und lässt für mich das Verhalten von Sienna Brooks gegen Ende des Buches unglaubwürdig erscheinen. Aus diesem Grund finde ich die Handlung um Sienna Brooks am Ende nicht so gut gelungen. 

    Fazit:

    Trotz zweier Unklarheiten und den manchmal zu langen Beschreibungen von Kunstwerken ist Dan Brown ein spannendes, außergewöhnliches und rasantes Meisterwerk gelungen, das zum Nachdenken anregt. "Inferno" ist von diesem Autor mein erstes Buch, aber nach diesem kann ich sagen, dass Brown definitiv ein sehr guter Schriftsteller mit besonderem Schreibstil ist. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen!

  2. Cover des Buches Cryptos (ISBN: 9783743200500)
    Ursula Poznanski

    Cryptos

     (285)
    Aktuelle Rezension von: Hexenlady70

    Leseeindruck zu Cryptos von Ursula Poznanski 


    Ich bin mitlerweile bekennender Ursula Poznanski Fan aber dieses Buch hat es tatsächlich geschafft noch einen drauf zu setzen. Mal abgesehen von dem immer zuverlässig, tollen schreibstil hat mich die Geschichte so sehr gepackt das ich kaum aufhören wollte zu lesen. 

    Was ist Cryptos? 

    Ich sage mal auf jeden Fall eine Dystopie mit Fantasy Elementen und  ganz wichtig und hoch aktuell ein Klima Buch. 


    Es geht in diesem Buch um die nicht aufhaltbare Klimaerwärmung und die Folgen die sich Jahrhunderte später daraus ergeben haben. Welches Leben ist noch wie möglich. 

    Hier kommt das faszinierende an diesem Buch ins Spiel. Es gibt Welten Designer die neue virtuelle Welten erschaffen in dem man nicht real ist aber alles real erlebt wärend der Körper in einer Kapsel liegt und schläft. Leider braut sich in der realen Welt ordentlich was zusammen was ausgeschaltet werden muss.  Ich sage nur mega spannend und unglaublich einfallsreich die Geschichte. Ich werde nicht mehr erzählen und gebe das Buch als ultimativen Lesetipp, für alle die Dystopien und Fantasy mögen, weiter.

    Ein Jugendbuch das wie ich es finde in sich hat.

    Volle 5 von 5 Sternen bekommt es auf jeden Fall.

  3. Cover des Buches Scythe – Die Hüter des Todes (ISBN: 9783737356985)
    Neal Shusterman

    Scythe – Die Hüter des Todes

     (1.019)
    Aktuelle Rezension von: Yuria
    • "Hoffnung im Schatten von Angst ist die stärkste Motivation auf der Welt."


    "Scythe - Die Hüter des Todes" ist der erste Band und somit der Auftakt zur "Scythe"-Trilogie vom amerikanischen Erfolgsautor Neal Shusterman. Die Reihe steht schon länger auf meiner Want-To-Read-Liste und hat mich definitiv nicht enttäuscht, auch wenn ich mich an den Schreibstil des Autors erst gewöhnen musste.

    Inhalt: Citra und Rowan haben nicht viel gemeinsam, außer Eines: Sie wurden von einem der berühmtesten Scythe der Welt als Lehrlinge ausgewählt. Die Scythe sind in einer scheinbar perfekten Welt, in der die Bevölkerung bereits alle Ziele und somit die Unsterblichkeit erreicht hat, die Hüter des Todes. Denn auch wenn Krankheit, Armut und Hunger besiegt wurden und die Menschheit praktisch nicht sterben kann, so muss die Bevölkerung doch auf einem bestimmten Stand bleiben, damit sich die Erde nicht überbevölkert. Die Scythe sorgen dafür, dass willkürlich Menschen für den Tod auserwählt werden. Doch nicht alle Scythe halten sich noch an die uralten Regeln der Gilde und Citra und Rowan stehen vor der größten Entscheidung ihres Lebens.

    Cover und Design: Das Cover des broschierten Taschenbuchs ist einfach und modern gehalten, hat aber dennoch eine bedrückende Stimmung. Am Vordergrund ist ein Scythe mit roten Umhang und dem Sensensymbol zu sehen. Die Sense und Figur haben zum Teil auch eine abstrakte Wirkung, die ich sehr ansprechend finde. Der Titel des Buches hätte gerne auch fühlbar hervorgehoben werden können. Insgesamt erinnert mich das Buch stark an ein Computerspiel, weshalb ich es für so eine düstere Dystopie eher mäßig gut gewählt finde.

    Meine Meinung: Die Geschichte rund um die Hüter des Todes hat mir sehr gut gefallen, vor allem weil es mal etwas völlig Anderes war und auch völlig anders endete. An den Schreibstil des Autors musste ich mich aber erst gewöhnen. Neal Shusterman hat zwar ein Talent dafür die Geschichte richtig spannend werden zu lassen, jedoch springt er innerhalb eines Kapitels von einer Erzählperspektive in die Nächste. Zuerst erleben wir die Geschichte aus der Sicht von Citra, wenige Zeilen später dann aus Rowans Perspektive. Dieses switchen war für mich sehr anstrengend, weil ich dafür doppelt Konzentration brauchte und bis zum Schluss habe ich mich noch nicht ganz daran gewöhnt. Ansonsten war der Schreibstil aber leicht verständlich und sehr spannend.

    Der Einstieg in die dystopische Zukunfts-Welt ist mir sehr leicht gefallen. Der Autor hat eine leicht verständliche und gut beschriebene Einführung in die Welt der Scythe geschaffen und nach wenigen Kapiteln ist man schon mitten im Geschehen. Wir befinden uns in einer dystopischen Zukunft, in der die Bevölkerung mittels Technologie den Tod besiegt hat. Krankheiten, Altersschwäche, Armut und Hunger wurden ausgelöscht und die Menschen können praktisch nicht mehr sterben. Wenn sie ein gewisses Alter erreicht haben, können sie sich "resetten" und auf z.B. 30 Jahre rückführen lassen. Bei Unfällen und Verletzungen regeneriert sich der Körper in kurzer Zeit wieder. Damit aber keine Überbevölkerung entsteht, wurden die Scythe ins Leben gerufen. Die Scythe sind berufen sogenannte "Säuberungen" durchzuführen, was nichts anderes ist als willkürlicher und statistischer Mord. Die Scythe sind öffentlich anerkannt und werden von der Bevölkerung als Engel der Todes verehrt. Jeder Scythe hat eine gewisse Sterbensquote zu erfüllen um eine Überbevölkerung zu verhindern. Wie und womit sie diese Quote erfüllen, ist aber den Scythe selbst überlassen, sie dürfen dabei aber nicht ungerecht handeln. Rassismus, unnötige Gewalt und Diskriminierung werden bei der Gilde der Scythe nicht geduldet. Natürlich hält sich aber nicht jeder an diese Regeln und Größenwahn ist bekanntlich ein Nebeneffekt von zu viel Macht. Es kommen in der Geschichte also sehr viele ethische Probleme und Fragen auf und ich kann sehr gut verstehen, dass das Buch nicht für Jedermann geeignet ist. Ich kann es durchaus verstehen, wenn jemand Probleme mit kalkuliertem Mord hat, auch wenn es in dieser dystopischen Welt ein notwendiges Übel ist.

    Die Geschichte ist in fünf Teile aufgeteilt und jedes Kapitel beginnt mit einem Auszug aus dem Tagebuch eines berühmten Scythe. Diese Auszüge fand ich sehr interessant und machten die Geschichte noch um einiges spannender. Viele Fragen kamen dabei auf, und man lernte die Scythe dadurch um einiges besser kennen.

    Unsere beiden Protagonisten Citra und Rowan waren mir Beide auf Anhieb sehr sympathisch und ich konnte ihre Ansichten sehr gut verstehen, auch wenn ihre Charaktere und Persönlichkeiten von Grund auf sehr verschieden sind. Citra erinnerte mich immer ein wenig an den Charakter von Hermine Granger. Sie ist lernwillig und saugt das Wissen nur so auf - ein typischer "Streber" also. Ihre Persönlichkeit ist unschuldig und sie hat zu Anfang große Probleme mit der Berufung der Scythe und den damit verbundenen "Säuberungen" umzugehen. Für die Gilde der Scythe ist sie somit der perfekte Lehrling, denn am besten als Scythe geeignet sind diejenigen, die es nicht sein wollen.
    Rowan ist komplett anders. Unter seinen vielen Geschwistern und Familienmitgliedern wurde er stets von seinen Eltern vernachlässigt und ist alles andere als ein beliebter High-School-Schüler. Als er von den Scythe ausgewählt wurde, wirkte er zu Beginn noch als perfekter Kandidat. Die Dunkelheit lockt ihn aber zu sich und sein "unperfekter" Charakter konnte mich sofort einnehmen. Doch auch wenn er einen Hauch von Düsternis aufweist, sind seine Ansichten und Gedankengänge stets nachvollziehbar. Die Welt ist eben nicht nur Schwarz oder Weiß und Rowan kann perfekt in die Kategorie GRAU zugeordnet werden. Ich habe jede Seite aus Rowans Sicht sehr gerne verfolgt und vor allem am Ende wurde er zu einem wahren Lieblingscharakter.

    Die eingebaute Liebesgeschichte war in meinen Augen etwas unnötig und konnte mich nicht wirklich überzeugen. Der erste Kuss hat mich sehr überrascht, aber nicht gerade in positivem Sinn. Es gab zuvor keine wirklichen Andeutungen auf eine Liebesgeschichte und ich konnte somit auch keinerlei Gefühle dafür entwickeln. Wenn es bei inniger Freundschaft geblieben wäre, hätte mich das sehr viel glücklicher gemacht.

    Die Geschichte ist am Anfang noch recht ruhig. Der Autor nimmt sich sehr viel Zeit damit die LeserInnen gut in die Welt einzuführen. Dann nimmt die Story aber sehr schnell Fahrt auf und viele ethische und moralische Fragen kommen auf und geben der Geschichte das gewisse Etwas. Zwischendurch hat das Buch zwar seine Längen aber gegen Ende hin gibt es dann einen blutigen Plotttwist, der mich wirklich überrascht und beeindruckt hat. Ich war völlig von den Socken und das Ende hat mich sehr mitgenommen. Nach Beenden des Buches war ich eine Zeit lang einfach nur perplex und musste ständig an dieses Ende zurückdenken und mir bereits zusammenreimen wie es wohl in Band 2 weitergeht. Ein tolles, düsteres Ende, wie ich es bisher noch nie erlebt habe.

    Das Buch und vor allem die Plotttwist haben mich beeindruckt und ich wurde mehrmals sehr positiv überrascht. Der Schreibstil war zwar nicht ganz meins aber die Geschichte ist wirklich einzigartig. Ich könnte mir "Scythe" wegen der düsteren Story auch sehr gut als Serie vorstellen. Ich kann das Buch Dystopie-Fans empfehlen, die gerne düstere und blutige Geschichten mögen. Wer Sympathien für die Dunkelheit hat und keine geradlinigen Geschichten mag, der ist mit "Scythe" auf jeden Fall bestens bedient.

  4. Cover des Buches Noah (ISBN: 9783785747841)
    Sebastian Fitzek

    Noah

     (110)
    Aktuelle Rezension von: noras_buchwelt

    Noah kann sich nicht daran erinnern wer er ist, auch seinen Namen weiß er nicht. Doch da in seiner Hand ein Tattoo mit dem Namen Noah gestochen ist, nimmt er sich zunächst diesen an. -zusammen mit seinem Freund Oscar versucht er herauszufinden, wer er eigentlich ist und geht seiner Vergangenheit auf die Spur.

    Typisch für Fitzek sind mehrere Erzählstränge. Während es hauptsächlich um die Figur Noah geht, wird in der Nebenhandlung die Geschichte einer sich ausbreitenden Pandemie beschrieben. 

    Zum letzten Drittel des Buches hin treffen beide Erzählstränge aufeinander und die verschiedenen Welten vermischen sich. Erst zum Ende hin erfährt man, wie Noah nun mit einer Pandemie im Zusammenhang steht. 

    Mehr verate ich nicht, dafür müsst ihr das Buch schon selbst lesen ;)

  5. Cover des Buches Scythe – Der Zorn der Gerechten (ISBN: 9783737357586)
    Neal Shusterman

    Scythe – Der Zorn der Gerechten

     (569)
    Aktuelle Rezension von: Livlil

    -könnte Spoiler enthalten-

    So spannend, wie Band 1 endete, so geht es hier weiter. Citra ist inzwischen eine ehrenwerte Juniorscythe und unter Curies Lehre. Rowan streift als "illegaler" Scythe Luzifer durch die Welt und erledigt Scythe, die ihre Macht missbrauchen (da hat er echt viel zu tun). Alles wäre in Ordnung, wenn nicht die Wahl zum neuen High Blade anstehen würde. Dies nutzt ein alter Feind, der buchstäblich wieder von den Toten aufersteht (auf welche Weise, lassen wir hier mal außen vor, denn das war schon heftig). Goddard tritt in der Wahl gegen Curie an und Rowan und Citrta sind mitten drin im Machtkampf ihrer alten Mentoren. Wird es ihnen gelingen, Goddard davon abzuhalten?

    Fazit: Schon Band 1 fesselte mich mit dieser ungewöhnlichen Thematik. Wenn die Menschen alles erreicht haben, unsterblich sind, dann brauchen sie den Tod in Form eines Berufes, der immer wieder Menschen nachliest (alias tötet). Nachdem es in Teil 1 vor allem um die Welt ging, wie sie funktioniert und was die Scythe machen, ist es in Teil 2 die Intrige, die langsam gesponnen wird und in einem furiosen Finale endet (mal wieder mit überraschendem Cliffhanger). Nun bin ich sehr gespannt, wie die Reihe in Band 3 enden wird. Klare Leseempfehlung!

  6. Cover des Buches Noah (ISBN: 9783404178780)
    Sebastian Fitzek

    Noah

     (1.986)
    Aktuelle Rezension von: JasMin

    Klappentext übernommen

    Er kennt seinen Namen nicht. Er hat keine Ahnung, woher er kommt. Er kann sich nicht erinnern, warum er in Berlin ist, seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah: Dieser Name ist in seinen rechten Handballen tätowiert. Für Noah wird die Suche nach seiner Identität zu einem Alptraum. Denn wie es scheint, ist er das wesentliche Schlüsselelement einer globalen Verschwörung, die bereits zehntausende Opfer gefordert hat und nun die gesamte Menschheit bedroht ... 

    Noah ist, meines Erachtens, kein typischer Fitzek. Ich empfand das Buch aber trotzdem als eines seiner besten - eben mal was ganz anderes und, zur Zeit (2020, 2021), brisant und erschreckend aktuell. 

    Grundsätzlich möchte ich über den Verlauf der Geschichte, bzw. über die Geschichte an sich nicht viel erzählen, da hier wahrscheinlich schon der kleinste Hinweis spoilern würde. 

    Die Geschichte an sich wird aus diversen Perspektiven erzählt und Fitzek bringt die einzelnen Stränge, die zunächst wie lose Enden wirken, grandios zusammen. 

    Unser Hauptprotagonist hat mir in diesem Buch besonders gut gefallen. Er lässt sich nicht für dumm verkaufen und das, obwohl er sich an nichts aus seiner Vergangenheit erinnern kann. Er hinterfragt und empfindet für andere Charaktere Sympathien - etwas, das ich teilweise bei anderen Fitzek-Büchern vermisst habe. Auch die anderen Protagonisten, die im Buch vorkommen, sind gut gezeichnet und haben den Leser tiefer in die Geschichte eintauchen lassen. 

    Die typischen, meist recht kurzen Fitzek-Kapitel waren dieses mal eher etwas reduziert, sodass man die Geschichte flüssig lesen konnte. Der Schreibstil hat mir, wie immer, in seinen Bann gezogen. 

    Letztendlich glaube ich, dass das übliche Thriller-Gefühl etwas in den Hintergrund gerückt ist. Mich persönlich hat das aber überhaupt nicht gestört, v.a. weil das Buch auf eine ganz andere Art und weise spannend war. 

    Somit gebe ich eine klare Leseempfehlung für alle, die vielleicht nicht zwingend die typischen Psycho-Elemente in einem Fitzek-Roman brauchen. 

  7. Cover des Buches Last Haven – Tödliche Geheimnisse (ISBN: 9783492500098)
    Lisbeth Jarosch

    Last Haven – Tödliche Geheimnisse

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Sakle88
    Inhalt:
    Last Haven ist der einzige Ort auf der Welt der Sicherheit und Lebensqualität bietet. Was vor über 200 Jahren als Projekt zur Lösung der Überbevölkerung der Erde gegründet wurde scheint heute gewaltige Risse zu bekommen. Die 18-jährige Aida hat einen Arbeitsunfall mit weitreichenden Folgen. Da sie ihre Tätigkeit nicht mehr aufnehmen kann, muss sie sich nun prüfen lassen. Sie muss ihren Wert unter Beweis stellen. Zum Glück bekommt sie Hilfe von unerwarteter Seite, um dies hinzubekommen. Denn Last Haven ist gnadenlos, wenn du deinen Beitrag nicht leisten kannst.

    Meine Meinung:
    Auch wenn auf dem Cover "Dystopischer Roman" drauf steht, habe ich zuerst an einen Krimi denken müssen. Nichtsdestotrotz finde ich das Cover schön. Es passt sehr gut zum Inhalt.
    Der Schreibstil ist flüssig zu lesen.
    Wir lesen aus der Ich-Perspektive in der Aida uns mit in ihre Welt nimmt.

    Last Haven sowie seine Stärken und Schwächen werden gut beschrieben. Nein natürlich hat Last Haven keine offensichtlichen Schwächen. Denn diese darf es gar nicht geben. Alles was zu schwach, alt oder kank ist, ist es nicht wert zu leben.

    Die Charaktere haben mir nicht alle gefallen. Aber so muss das auch!
    Doch Aida fand ich ganz gut dargestellt. Denn das Leben in Last Haven scheint perfekt und jeder hat seinen Platz. Aber Aida ist alles andere als perfekt. Durch einen Arbeitsunfall verliert sie eben diesen Platz und muss in einem neuen Bereich irgendwie reinpassen. Ihre Entwicklung finde ich wirklich toll. Anfangs noch freundlich und hilfsbereit wird sie nach und nach zickiger. Auch eine gewisse Droge trägt seinen Teil dazu bei, aber ich finde das ganz interessant.

    Die Spannung konnte sich in meinen Augen sehr gut halten und nimmt zum Schluss noch mal ordentlich Fahrt auf.
    Auch eine Art Liebesgeschichte finden wir hier. Doch es ist nicht so wie man es normalerweise kennt. Dies hat mir sehr gut gefallen, denn für so typische Liebesgeschichte oder Romanzen bin ich nicht gerade zu begeistern.

    Das Thema Überbevölkerung finde ich sehr gut auch wenn die Ansätze, um dies in den Griff zu bekommen moralisch nicht vertretbar sind ;)
    Aber so ein Projekt wie Last Haven ist nicht so abwegig. Was wäre wenn wir alle unseren Platz haben und das einzige was gilt, ist diesen so füllen wie es nötig ist? Was wäre wenn wir dann plötzlich krank werden?

    Fazit:
    Mir hat der Auftakt der Last Haven Trilogie sehr gut gefallen. Ich wurde fortgerissen und sehr gut unterhalten, daher gebe ich fünf Sterne und eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

    Vielen lieben  Dank an die Autorin Lisbeth Jarosch und an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar. 
    Dies hat keinen Einfluss auf meine ehrliche und persönliche Meinung!
  8. Cover des Buches Freiheit (ISBN: 9783499252549)
    Jonathan Franzen

    Freiheit

     (261)
    Aktuelle Rezension von: Kaffeesatz19
    Es ist das Lieblingsbuch meines Bruders und wurde mir von mehreren Seiten wärmstens empfohlen. Doch trotz des großartigen Erzählstils, konnte mich der Roman nicht überzeugen. Es passiert so wenig, dass ich jetzt nicht mal sagen könnte, worum es eigentlich geht. Ehrlich gesagt, habe ich mich schrecklich gelangweilt!
  9. Cover des Buches New Earth Project (ISBN: 9783961291700)
    David Moitet

    New Earth Project

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Lobelia192

    Ich bin auf das Buch durch das Internet aufmerksam geworden. Es ist ein Jugendroman in dem die schlimmen Folgen des Klimawandels und der Umweltverschmutzung noch einmal sehr gut verdeutlicht werden. An sich ist das Buch gut und sehr spannend jedoch fand ich das Ende mit Hasards Armee etwas unrealistisch und das Geheimnis des New Earth Projects einfach nur  schrecklich und brutal.

  10. Cover des Buches Die Saat (ISBN: 9783404164110)
    Fran Ray

    Die Saat

     (129)
    Aktuelle Rezension von: Tintenklecks98
    In einem Labor wird ein Wissenschaftler grausam hingerichtet...
    In einem Krankenhaus sterben Menschen an einer rätselhaften Krankheit...
    Im Gefängnis sagt eine Umweltaktivistin eine schreckliche Katastrophe voraus...
    All dies ist erst der Anfang eines Geschehens, das das Leben auf der Erde für immer verändern kann.

    Einer meiner ersten, wenn nicht sogar mein erster Thriller überhaupt. Und ich bin angefixt. Und warum? Weil das beschriebene Geschehen rund um genmanipulierte Lebensmittel Realität werden könnte. Wenn man sich überlegt, was da alles möglich ist... Schrecklich.
    Aber das Buch ist spannend und hält, was es verspricht. Ich habe es zügig gelesen, deshalb kam ich auch nicht mit den vielen handelnden Personen, Orten und Handlungssträngen durcheinander. Andernfalls kann das problematisch werden. Und auch habe ich auf den wirklich großen Knall gewartet, allerdings schleicht das Ende etwas vor sich hin. Zwar fügt sich alles, aber die größte Dramatik spielt sich nicht unbedingt auf den letzten Seiten ab.
    Dennoch bin ich wirklich angetan von der Idee, zumal einem diese Realitätsnähe einen Schauer einjagen kann...
  11. Cover des Buches Wenn das Schlachten vorbei ist (ISBN: 9783423216258)
    T. C. Boyle

    Wenn das Schlachten vorbei ist

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Der von vielen Kritikern angekündigte «furiose» Roman war das aus meiner Sicht nicht. Boyle kann fantastisch schreiben, keine Frage! Er verschachtelt viele Sätze, aber das mag ich durchaus, zumal sie auch beim Punkt noch Sinn ergeben.

    Nur leider plätschert die Geschichte, trotz der vielen Perspektiv- und Zeitwechsel enorm dahin. Teilweise kommt eine Form von fast greifbarer Spannung auf, nur um zügig wieder zu versanden. Ich habe bis zur letzten Seite auf einen Knall gewartet, darauf, dass etwas passiert, womit ich nicht gerechnet hätte. Vielleicht war meine Erwartungshaltung auch eine andere, denn das Buch ist kein Öko-Thriller, sondern eine Erzählung, eine Geschichte, wie sie realistischer kaum sein könnte. Mir fehlte das Besondere. Das Buch lässt mich mit gespaltenen Gefühlen zurück, denn das Thema an sich bietet viel Potenzial zum Nachdenken oder eben für einen Roman. Aber irgendwie wurde das hier nicht genutzt.

  12. Cover des Buches Last Haven – Die Liga der Mutigen (ISBN: 9783492501712)
    Lisbeth Jarosch

    Last Haven – Die Liga der Mutigen

     (24)
    Aktuelle Rezension von: tintenwelt

    Ich habe mich nach dem ersten Teil sehr auf dieses Buch gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht. 

    Es ist ein Buch, was eine gesamte Fassette aufbietet. 

    Ich habe es sehr geliebt und empfehle es wirklich weiter. 

  13. Cover des Buches Inferno (ISBN: 9781846573811)
    Dan Brown

    Inferno

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Koakuma
    Das war mein erster Dan Brown Roman.
    Ich fand ihn sehr cinematisch geschrieben.
    Ich konnte viel lernen, auch über Dante - aber so riiiichtig spannend fand ich die Geschichte jetzt auch nicht. Bis auf einen Plot Twist war die Geschichte doch recht vorhersehbar.
  14. Cover des Buches Future (ISBN: 9783453317581)
    Dmitry Glukhovsky

    Future

     (37)
    Aktuelle Rezension von: bookish_autumn
    Das Leben in Europa, so wie wir es kennen, existiert in der Zukunft nicht mehr. Der Kontinent ist zu einer einzigen großen Stadt  zusammengewachsen, die maßlos überbevölkert ist. Der Mensch hat es nämlich geschafft, den Tod zu übergehen. Wohnraum ist in der gigantischen Metropole so gut wie gar nicht mehr vorhanden - einzige Möglichkeit: Wohntürme, die in den Himmel ragen. In den oberen Stockwerken leben die Reichen und Mächtigen, während die Mehrheit in den unternen Ebenen ihr Dasein fristet. Auch wenn die Menschen ewig jung und gesund bleiben, haben einige den Wunsch Nachwuchs zu bekommen. Doch dieser ist streng reglementiert und der Preis dafür ist hoch - das Leben eines Elternteils gegen das des Kindes. 
    In dieser Zukunft lebt Jan Nachtigall, Mitglied einer Sondereinheit des Sicherheitsministeriums, die über die Einhaltung der Fortpflanzungsgesetze wacht. Seine Aufgabe besteht darin illegale Kinder und nicht gemeldete Schwangerschaften aufzuspüren. Eines Tages bekommt er einen Sonderauftrag, der als Sprungbrett für seine Karriere dient. Doch leider läuft die Mission nicht nach Plan und Jan ist kurz darauf selbst auf der Flucht...

    Der Klappentext klingt interessant und hat mehr versprochen als gehalten. Der Protagonist Jan Nachtigall ist gewalttätig, vulgär und äußerst unsympathisch. Viele seine Entscheidungen sind fragwürdig, da er sich selbst oft widerspricht. Die Szene, in der die Kirche als Bordell missbraucht wird, ist für mich ein absolutes No-Go.
    Der Schreibstil des Autors ist flüssig und man kommt schnell voran, wenn man sich motivieren kann weiterzulesen. Viele Textpassagen werden öfters wiederholt und streckenweise ist der Roman langatmig. Die Geschichte hätte man ohne Bedenken um paar hundert Seiten kürzen können.

    Die Erwartungen an das Buch waren hoch, allerdings wurde ich bitter enttäuscht.
  15. Cover des Buches Strahlend schöner Morgen (ISBN: 9783548609997)
    James Frey

    Strahlend schöner Morgen

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Buchstabenliebhaberin

    In L.A. scheint immer die Sonne, ob für den Obdachlosen Old Man Joe am Strand, der täglich auf eine Antwort wartet, oder den Filmstar Amberton, der auf seiner Terrasse frühstückt und in Luxusproblemchen schwelgt, Einwanderin und Hausmädchen Esperanza auf dem Weg zu ihrer herrischen Chefin oder Dylan, der Rockern ihre Motorräder repariert, Golftaschen trägt oder Maddie, die im 99 Cent Laden an der Kasse sitzt.

    Ich habe diese Figuren sofort ins Herz geschlossen und konnte nicht genug von ihnen bekommen!

    Die 5 Personen treffen sich nicht, es sind in sich geschlossene Geschichten, die sich häppchenweise der Leserschaft erschließen. Zwischen jeder Episode gibt es einen kurzen historischen Einwurf zur Entstehung von L.A, in der Regel eine halbe Seite lang, chronologisch aufgebaut, bis zur Jetztzeit. 

    Gegen Ende des Buches häufen sich Aufzählungen von Menschen, die den amerikanischen Traum leben wollen, der Autor zeichnet ein Bild von Heerscharen junger, schöner Menschen, die in L.A. erfolgreich werden wollen und innerhalb weniger Jahre in weniger glamorösen Jobs landen, als Kellner, Pornodarsteller oder wechselnden, unterbezahlten Jobs. L.A. steht für Sehnsüchte und Hoffnungen, ist ein beliebter Ort für Touristen, und damit auch für Obdachlose, die sich aus den Mülltonnen der Fressbuden ernähren und sich dort Geld für Alkohol und Drogen erbetteln. Man bekommt ein gutes Bild von den verschiedenen Stadtteilen, den aufgeräumten, sauberen, wo die Menschen leben, die es geschafft haben, und den weniger guten Vierteln, wo die Mieten zwar billig, Gewalt und Drogen aber allgegenwärtig sind.

    Insgesamt ergeht es den Personen des Buches nicht besonders gut, sie kämpfen täglich ums Überleben, selbst die Filmstars, die zwar finanziell ausgesorgt haben, deren Hunger nach Anerkennung und Liebe aber nicht gestillt werden kann, zahlen einen hohen Preis für, ja wofür? Für das was sie brauchen um sich halbwegs glücklich zu fühlen. 

    Ich habe mitgelitten und mitgefiebert, habe gehofft und war entsetzt und traurig. James Frey schreibt intensiv und besonders, ich habe seinen Stil sofort geliebt, er hat eine Art, Wiederholungen einzusetzen, die sich einbrennen, die eindrücklicher sind als jedes Argument, und damit auch eine Emotionalität schaffen, ohne viel Aufhebens zu machen. The american dream of life, diese Sehnsucht bekommt man hier perfekt vermittelt. Bei den Wenigsten erfüllt sich dieser Traum ...

  16. Cover des Buches Der neunte Arm des Oktopus (ISBN: 9783404185429)
    Dirk Rossmann

    Der neunte Arm des Oktopus

     (63)
    Aktuelle Rezension von: raeubertochter

    Die Motiv ist löblich, der Klappentext wirkt vielversprechend, auch der Einstieg gelingt noch gut, doch insgesamt haperte es dann leider doch in der Umsetzung der eigentlich sehr guten Idee.

    Anfangs liest sich Der neunte Arm des Oktopus fast wie ein populäres Sachbuch zum Thema Klimapolitik. In einigen in weiter Zukunft spielenden Kapiteln, die im Verlauf der Handlung eingestreut werden, vermittelt Rossmann auf mehr oder weniger unterhaltsame Art ehrgeizige Ideen zum Thema nachhaltiger technologischer Entwicklungen in den nächsten 80 Jahren.

    Die Geschichte bezieht genug reale Personen in die Geschehnisse mit ein, um politische Ereignisse fast real erscheinen zu lassen und wirkt so dank einiger sehr detailreich (fast schon übertrieben) beschriebener Szenen extrem gut recherchiert. Erzählt wird sie aus mehreren Perspektiven an verschiedenen Schauplätzen mit der Wirkung, dass die Zeit fast wir im Zeitraffer von Szene zu Szene zu vergehen scheint. Leider führen diese vielen Perspektivwechsel auch dazu, dass man keine tiefere Verbindung zu den Figuren aufbaut und der Spannungsbogen sich eher in einer gleichbleibenden nicht besonders hohen Geraden verliert, da leider zu viele Handlungsstränge etwas plump abgehandelt werden.

    Insgesamt aus klimaaktivistischer Sicht zwar absolut empfehlenswert, da sein Politthriller provokant zum Nachdenken anregen soll, aus Lesersicht aber leider eher mittelmäßige Lektüre.

  17. Cover des Buches Soylent Green (ISBN: 9783939212362)
    Harry Harrison

    Soylent Green

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Blaustern
    New York im Jahre 1999: Die Welt geht dem Ende entgegen. Die Erde ist überbevölkert, und es ist längst nicht mehr genug Nahrung und Wasser da für alle. Ebenso fehlt es an Wärmequellen. Dürre herrscht, es kann nichts mehr angebaut werden. Dadurch entstehen katastrophale Zustände, die ein jedem um das Leben bangen lassen, da jeder nur noch an sich denkt, denn ums blanke Überleben kämpft. Kommissar Andy Rush kommt nicht mehr hinterher mit all der Arbeit. Und dann wird auch noch der Gangster Michael O`Brien ermordet, und es wird von ihm verlangt, unbedingt diesen Mord schnellstens aufzuklären. Wie soll das gehen bei all dem Chaos?!
    „Soylent Green“ erschien unter dem Autor Harry Harrison bereits im Jahre 1966 und wurde später auch verfilmt. So stellte man sich die Fiction damals bereits vor, und auch wenn es 1999 noch lange nicht so weit war, kann es doch noch irgendwann passieren, und das sollte uns alle zum Nachdenken anregen. Heute nennt man diese Romane Dystopie, das Grauen, das irgendwann eintreten kann und nichts besser wird. Die Menschen werden immer älter, so sollte man wohl dann die Geburten etwas eindämmen. In manchen Ländern wird ja so gar nicht darüber nachgedacht, obwohl die Leute heute schon hungern und dursten. Wenn man so sieht, von welchen letzten Resten sich die Menschen in dem Roman nur noch ernähren müssen, wie die Atmosphäre irgendwann sein würde, wenn kein Platz mehr auf der Erde ist und alles verdörrt, der Sand einem um die Ohren weht. Eine grauenhafte Vorstellung, und das möchte man seinen Nachfahren nicht wünschen. Den Schreibstil kann man auch heute noch gut lesen, der hört sich jetzt nicht altertümlich an, und es geht fließend voran.
  18. Cover des Buches Planetenwanderer (ISBN: 9783453317567)
    George R. R. Martin

    Planetenwanderer

     (85)
    Aktuelle Rezension von: buchstabenwald

    Planetenwanderer ist zweifellos eines dieser Bücher, die neben dem bekanntesten Werk eines herausragenden Autors, einfach untergehen. Falls man Game of Thrones überhaupt damit vergleichen kann, denn Planetenwanderer ist pure Science Fiction. Und obwohl ich selbst kein Si-Fi Fangirl bin, war ich Feuer und Flamme!

    Worum gehts? Kurz gesagt: Man begleitet Haviland Tuf, einen interplanetaren Händler, der mit seinem Saatschiff durch das Weltall reist. Die Menschheit hat sich im unendlichen All ausgebreitet, überall gibt es neue Siedlungen und Zivilisationen und somit auch Schwierigkeiten. Und da tritt Tuf als Retter auf und löst allmögliche Probleme. 

    Ich war anfangs sehr skeptisch, denn Si-Fi ist eigentlich nicht so mein Ding. Aber gleich nach der ersten Kurzgeschichte war ich hin und weg. Tuf ist ein außergewöhnlicher Charakter, intelligent und kühl, aber nicht unsympathisch.. und irgendwie langweilig und trotzdem interessant. Und George R. R. Martin ist nicht ohne Grund ein erfolgreicher Schriftsteller mit einem Talent, einen vom ersten Satz an zu fesseln, und Ideen, dass es mir oft die Sprache verschlägt. 

    Der Aufbau des Buches: viele Kurzgeschichten rund um Tuf und seine Reisen. Auch das fand ich sehr ansprechend.. es gibt keine "große" Geschichte, sondern es dreht sich alles nur um Tuf und seine Art des Umgangs und der Problemlösung. Großes Kino! 


  19. Cover des Buches Eine Billion Dollar (ISBN: 9783431041286)
    Andreas Eschbach

    Eine Billion Dollar

     (681)
    Aktuelle Rezension von: Sonja_Schmitz1

    Eines meiner Lieblingsbücher, das ich immer wieder lesen könnte. 

    Was wäre wenn morgen jemand käme und man um 1 Billionen Dollar reicher wäre? Was tut man mit dem Geld? Was fängt man mit der Zeit an? Und vor allem: wie kommt so eine große Summe Geld zusammen?

    Es ist spannend, diesen Fragen im Buch nachzugehen und festzustellen, das sich alles etwas anders entwickelt, als man vielleicht für sich gedacht / gewünscht hätte.

    Sehr empfehlenswert und man lernt noch einiges über die Geschichte sowie über Finanzwirtschaft dazu. 



  20. Cover des Buches Göttin des Todes (ISBN: 9783453532946)
    Dan Simmons

    Göttin des Todes

     (30)
    Aktuelle Rezension von: glasratz

    Eine kurze Zusammenfassung, da jene vom Klappentext Unsinn ist. Ein Kulturjournalist wird nach Kalkutta geschickt, denn ein seit langem verschwundener indischer Dichter, dessen Werke  international großen Anklang gefunden haben, ist plötzlich wieder aufgetaucht. Allen Warnungen zum Trotz nimmt er den Auftrag an. Doch nichts funktioniert so wie es soll. Was anfangs noch nach schlechter Organisation riecht, wird langsam immer mysteriöser, denn in der Literaturszene scheint man der Ansicht zu sein, dass der Dichter eigentlich vor Jahren gestorben sei.

    Ich lese ab und zu Horrorliteratur und neige dazu sie in die Kategorien "archaisch" (für alte Klassiker, deren Stil ihnen leider viel von ihrer Wirkung nimmt) und "Schund" (so ziemlich alles Moderne) einzuteilen. Dieser Roman war erfrischend anders. Simmons schafft es eine sich kontinuierlich verdichtende, bedrohliche Atmosphäre aufzubauen, die sich gegen Ende zu einem Alptraum aufschaukelt. Diese bestimmten Kapitel sind in ihrem Schrecken so durchdringend, dass man ab und zu meint, nicht zu Atem zu kommen. Dies wird mit einem Paukenschlag beendet, der zwar vorhersehbar ist, nicht aber in dieser stärke. Man kann dem Autor sehr dankbar sein, dass er das Buch dort nicht beendet - was sehr wirkungsvoll gewesen wäre - sondern einen langen Epilog anhängt.
    Zugegeben, dieser Epilog ist fahrig und wirkt aufgesetzt, aber er führt dazu, dass einem die Lektüre des Buches nicht den Tag verdirbt, trotz der Ereignisse die hinter einem liegen.
    Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, besonders der in seiner Cholerik nicht sonderlich sympathische Protagonist. Es ist nicht oft, dass die Fehler, die ein Charakter in einem Horrorroman begeht, durch seine Eigenschaften absolut schlüssig erscheinen. Eigentlich denkt man sich nie, wie es in einem schlechten Horrorfilm der Fall wäre "Warum macht dieser Depp das nur?", sondern sieht ein, dass er eben ein solcher Mensch ist, der genau das tun würde. Dabei ist er aber nicht so ein schlechter Typ, dass sein Schicksal und besonders das seiner Familie den Leser kalt lässt.


    Kritisch zu sehen ist der inhärente Rassismus des Buches. Indien, besonders eben Kalkutta, wird als Höllenloch beschrieben und jeder einzelne indische Charakter wird als faul, hinterhältig, schmutzig, oder ignorant gezeichnet. Natürlich ist dies zum Teil dem Genre und dem notwendigen Aufbau einer bedrohlichen Umgebung geschuldet. Eine bedrückende Atmosphäre funktioniert nun einmal nur, wenn der Protagonist auf sich allein gestellt ist. Die entschuldigt das Ganze aber nicht. Hier hat sich der Autor zu sehr aus der Trickkiste der Pulp-Literatur der ersten Hälfte des 20. Jahrunderts bedient. Lovecraft hätte sicher seine Freude an diesen Klischees gehabt.

    Besonders hässlich wird es dadurch, dass der Autor der indischstämmigen Frau seines Hauptcharakters deutliche Abscheu gegen die indische Kultur in den Mund legt. In der Welt des Buches, sind ihre Aussagen aufgrund der Herkunft der Frau über den Vorwurf des Rassismus erhaben und wirken praktisch als Selbstkritik objektiver als die Meinung ihres amerikanischen Mannes. Da ihre Worte jedoch am Ende von Simmons selbst stammen, hat dies einen schalen Beigeschmack. Der Autor selbst zieht über die indische Kultur her, gibt diesen Behauptungen einen objektiven Anstrich und stellt die indische Kulisse dann auch noch genau so dar. Das ist weder fair noch zeitgemäß.

  21. Cover des Buches Inferno (ISBN: 9780593072493)
    Dan Brown

    Inferno

     (63)
    Aktuelle Rezension von: °bluemoon°
    Das Buch "Inferno" von Dan Brown handelt wieder von Robert Langdon, dem berühmten Symbolologen.
    Dieses Mal wacht er in einem Krankenhaus auf einem anderen Kontinent auf, nachdem er einen Kopfschuss erlitten hat und an einer Amnesie leidet. Nicht, dass das schon schlimm genug wäre, nein, es scheint auch noch, als haben es sich einige Leute in den Kopf gesetzt, ihn umzubringen. So flüchtet er gemeinsam mit der Ärztin Sienna Brooks durch Florenz und versucht zum einen, Hinweise für seine missliche Lage und seine verlorenen Erinnerungen zu finden, zum anderen hat er ein verunstaltetes Bildnis von Botticellis Mappa dell'Inferno, dessen Rätsel er ergründen möchte.

    Da er als Professor dieses Fachgebiets immer weitere und immer neue Teile des Rätsel lösen kann, kommt so auch die Geschichte immer weiter in Fahrt und ein schreckliches Ereignis für die ganze Weltbevölkerung zeichnet sich ab....

    Ein äußerst spannender Roman mit einem Ende, dass echt gewaltig ist. Ich bin wirklich gespannt, wie Dan Brown dies in seinen weiteren Robert Langdon-Romanen weiterentwickeln möchte. Dieser Roman hier hat sich auf jeden Fall seine fünf Sterne gesichert.
  22. Cover des Buches unglauliche Kurzgeschichten: von Zukunftsentwurf bis ... (ISBN: 9783745022803)
  23. Cover des Buches Das Geheimnis der Covevirol-Höhle (ISBN: 9783981470819)
    Janus Junavorg

    Das Geheimnis der Covevirol-Höhle

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Viele interessante Ansetze, wie wir Menschen wirklich einiges auf dieser Welt verbessern könnten. Sehr spannend geschrieben.
  24. Cover des Buches The Declaration (ISBN: 9780747587743)
    Gemma Malley

    The Declaration

     (26)
    Aktuelle Rezension von: SolarisAmaterasu
    Kapitelanzahl: 27
    Seitenanzahl: 320
    Erscheinungsdatum: Mai 2008
    ISBN: 978-1-59990-295-1

    Weitere Bücher: The Resistance (Der Widerstand), The Legacy

    Cover:

    Es gibt, denke ich, drei verschiedene Cover. Am Ansprechendsten fand ich das Cover mit dem roten Schmetterling, dem schwarzen Hintergrund und der weißen Schrift. Das deutsche Cover finde ich ehrlich gesagt ein wenig langweilig.

    Blerp:

    In the year 2140, it is illegal to be young. Children are all but extinct. The world is a better place.

    Longevity drugs are a fountain of youth. Sign the Declaration, agree not to have children and you too can live forever. Refuse, and you will live as an outcast. For the children born outside the law, it only gets worse - Surplus status.
    Not everyone thinks Longevity is a good thing, but you'd better be clear what side you're on. Surplus Anna is about to find out what happens when you can't decide wheter you should cheat the law or cheat death.

    Klappentext:

    Anna kennt weder den Himmel noch das Leben hinter den Mauern des Überschuss-Heims. Doch Peter macht ihr klar, dass Schmetterlinge auch mal fliegen müssen. Anna ist Überschuss. Sie lebt in dem Heim "Grange Hall", um die Sünde, die ihre Eltern begangen haben, indem sie sie zeugten, durch Fleiß und Disziplin wiedergutzumachen. Kinder zu bekommen ist laut dem Pakt von 2080 verboten. Doch Annas Eltern haben sich nicht daran gehalten. Deshalb hasst Anna sie und bemüht sich, eine nützliche Dienerin zu sein - das ist immer noch besser, als eingeschläfert zu werden. Dann kommt ein neuer Überschuss hinzu: Peter. Er ist anders - rebellisch und unerschrocken. Und er kennt Annas Eltern und Annas schmetterlingsförmiges Muttermal. Sie will nichts mit ihm zu tun haben, doch er ist hartnäckig [...]

    Note: Ich habe die letzten Sätze des deutschen Klappentextes entfernt, da sie meiner Meinung nach zu weit vorgreifen.

    Charaktere:

    Außer Sheila, Julia und Peter mochte ich keinen der Charaktere.

    Anna ist Überschuss. Sie hält sich an die Regeln und tut was ihr gesagt wird, denn sie will einmal eine nützliche Dienerin sein. Sie bricht nie eine Regel und hinterfragt nicht was die Lehrer ihr beibringen und ist der Meinung, dass Peter sich fügen sollte.

    Peter ist ein Rebell von Natur aus und sagt Anna immer wieder, dass sie einen Nachnamen hat. Er legt sich absichtlich mit allen und jedem an und nimmt dafür auch gerne Schläge in Kauf. Er hat ein reines Herz und bleibt auf seinem Weg, obwohl er von Anna abgewiesen wird.

    Mrs Pincent ist die Leiterin von Grange Hall, einem Ort an den alle die den Titel Überschuss tragen hinkommen. Sie ist eine kalte Frau und labt sich an dem was sie den Kindern und Jugendlichen antut.

    Sheila hat eine starke Persönlichkeit und wünscht sich nichts weiter als aus Grange Hall hinaus zu kommen. Obwohl jeder ihr sagt, dass ihre Eltern sie hassen, glaubt sie kein einziges Wort davon und versucht Anna zu überzeugen, dass sie kein Überschuss ist.

    Mr. and Mrs Covey sind die Eltern von Anna und lieben sie aus ganzem Herzen.

    Julia ist eine Unsterbliche mit edlen Prinzipien und einem guten Herz, die Anna kennen gelernt hat. Anders als die meisten in ihrem Alter, hat sie keine Angst vor den Jugendlichen, sondern findet es schade, dass so viele ihr Dasein an Orten wie Grange Hall fristen müssen.

    Gestaltung:

    Ich finde, sobald man ein paar Vokabeln kann, ist es ein leichtes dem Text zu folgen. Vieles ergibt sich aus dem Kontext, weswegen ich es für solche, die ein etwas anspruchsvollere Lektüre bevorzugen, empfehlen kann.
    Die Geschichte an sich ist ziemlich fad und eintönig. Es gibt nur einen möglichen Handlungsverlauf und es gibt nicht so etwas wie einen Plan B, sondern Plan A ist immer der, der ausgeführt werden muss. Es ist vorhersehbar was passiert und die Handlung könnte auch in einem Dorf stattfinden (aufgrund von Entwicklungen später im Buch), aber nicht auf der ganzen Welt.
    Für meinen Geschmack gab es zu viele Zufälle und die gesamte Geschichte verläuft zu einfach, ohne ein wirkliches Hindernis, das sich in den Weg der Protagonisten stellt, oder diesen auch einmal blockiert.
    Es gab auch ein oder zwei Plotholes, bei denen nicht nachvollziehbar war, warum die Personen genau so handelten, oder warum die angebotene Lösu ng des Problems am Ende so ohne weiteres geklappt hat, obwohl Seiten davor in eine andere Richtung erzählt wurde. Für diejenigen die es wissen wollen: Ihr könnt mich diesbezüglich gerne anschreiben.
    ABER der Grund warum dieses Buch gut ist, liegt nicht an dem Storytelling der Autorin, sondern an dem Hintergrundgedanken und wie sie verpackt sind: Was wäre wenn jeder ewig leben könnte? Welche Probleme würden auftreten? ... Denn das ist der Autorin wirklich einmalig gelungen.
    Nicht die Textstellen aus Annas Sicht waren interessant, sondern die aus den Sichten der anderen Charaktere. Man hat einen Einblick in das Leben der Einzelnen bekommen und das war es, was das Buch um so vieles bereichert hat.
    Auch wenn man im Bereich der Geschichtserzählung noch einiges tun hätte können um es ansprechender, spannender oder interessanter zu machen, so hat die Autorin definitiv verstanden, die Nachricht die sie ihren Lesern geben will, so zu verpacken, dass sie auch super ankommt.
    Obwohl es nicht so herüberkommt, da ich einiges an der Geschichte auszusetzen hatte, habe ich das Lesen doch genossen.

    Fazit:

    Dieses Buch hat mir wenig gefallen, was nicht daran lag, dass ich es auf Englisch gelesen habe. Es ging nicht um die Welt in der Anna lebt, sondern einzig und allein um den Hintergrund des Buches, also was passieren würde, wenn ein Unsterblichkeitsserum erzeugt werden würde. Darunter leidet auch die Geschichte. Der Verlauf ist viel zu einfach, wodurch die Spannung oft weggenommen wird.

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