Bücher mit dem Tag "übergewicht"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "übergewicht" gekennzeichnet haben.

175 Bücher

  1. Cover des Buches Dumplin' (ISBN: 9783841422422)
    Julie Murphy

    Dumplin'

     (261)
    Aktuelle Rezension von: Armorel_Lovegood

    Willowdean fühlt sich in ihre Körper wohl, ist von Herzen Dolly Parton-Fan, trauert um ihre Tante Lucy und schwärmt für den sportlichen und unfassbar attraktiven Bo. Doch als Bo sie unerwartet küsst. Banen sich in ihr Zweifel an. Er ist schlank und sie ist dick. Das hat sie bisher nie gestört. Doch jetzt ist sich die sonst so selbstsichere Will unsicher, die mit ihrer besten Freundin Ellen eigentlich immer unschlagbar war. Um ihre Selbstzweifel in den Griff zu bekommen, beschließt Will am Schönheitswettbewerb teilzunehmen, um allen - vor allem sich selbst -  zu beweisen, dass egal ob dick, dünn, picklig, mit hinkendem Beim oder mit schiefen Zähnen JEDER SCHÖN IST SO WIE ER IST!

    Direkt auf der ersten Seite viel mir dieser einzigartige Schreibstil auf. Er hat mich sofort in seinen Bann gerissen, genauso wie die Charaktere, die alle ihre Makel und Fehler hatten und doch einem sofort sympathisch waren. Ich habe dieses Buch mit einer Leichtigkeit gelesen, wie ich sie nur bei eine wirklich flüssigen Schreibstil habe. 

    Die Protagonisten Will ist stärker als man denkt, als sie denkt. Doch man kann ihren Mut, ihre Selbstsicherheit zwischen den Zeilen lesen. Generell konnte ich hier sehr viel zwischen den Zeilen lesen, was mir sehr gefallen hat. 

    Das Ende... dazu kann ich jetzt nicht viel sagen, außer dass es mich überrascht hat und trotzdem wunderbar zum Stil des Buches gepasst hat. Es war so schlüssig und hat mich einfach hier sitzen lassen, mit meinen Gedanken allein gelassen, als hätte sich das Buch einfach gedacht. So jetzt höre ich auf und lasse die Leser*innen damit jetzt alleine, mal sehen was sie daraus machen. 

    Die Message war unglaublich wichtig und hat mich (als schlankes Mädchen) sehr ergriffen. Ich finde das möglichst viele Menschen dieses Buch lesen sollten. Ich denke, dass das klassische Schönheitsbild so viel mehr hinterfragt werden würde!

  2. Cover des Buches After Work (ISBN: 9783736305595)
    Simona Ahrnstedt

    After Work

     (287)
    Aktuelle Rezension von: ckfree

    Vom Klappentext ausgehend erwartet man eine genretypische Liebesgeschichte. Doch es soll anders kommen, denn die Autorin stellt mal kein dummes Size-Zero-Frauchen in den Mittelpunkt, sondern eine intelligente Frau, die etwas mehr Pfunde mit sich herumträgt. Allerdings passt das Cover dann nicht völlig zu Lexia, da es wieder dem „Standard“ entspricht, und macht es schwer, sie sich vorzustellen - ist sie nur etwas molliger oder adipös?

    Lexia weiß in vielerlei Hinsicht, was sie möchte und setzt sich dafür ein, insbesondere hat sie sich dem Trend Body Positivity verschrieben. Allerdings hadert sie an vielen Stellen wiederum mit ihrem Gewicht, bringt es so auch zu oft als Thema, und macht ihre Stärken durch Selbstzweifel und Lamentieren kaputt. Auch dass sie sich nicht von der Clique, die sie seit Jahren mobbt, trennt und ihnen z. B. auf Social Media entfolgt, macht sie für mich zu widersprüchlich und schwer greifbar.

    Ähnlich geht es mir mit Adam. Er entspricht dem Klischee, sexy Aussehen, erfolgreich, ein Macher, dem die Welt zu Füßen liegt. Zwar bekommt auch er eine düstere Vergangenheit verpasst, die vermutlich erklären soll, weshalb seine Stimmungen so schnell wechseln von warmherzig und fürsorglich zu eiskalt und arrogant. Doch fehlt mir dabei die Verbindung und Entwicklung von dem unsicheren kleinen Jungen, der noch in ihm zu stecken scheint, und dem geradlinigen Erfolgsmenschen, als der er jetzt rüberkommt. „Denn er hatte eine Schwäche für Kurven“ – nur seltsam, dass seine Ex ein Model war/ist, ist auch so ein Widerspruch.

    Eigentlich eine schöne Geschichte, die aus neutraler Sicht abwechselnd in den Perspektiven von Lexia und Adam erzählt wird und sich gut und flüssig lesen lässt. Das Beschäftigen mit aktuellen Themen wie Mobbing, Body Positivity, Sexismus oder überholten Rollenbildern kommt in solchen Romanen so gut wie nie vor, was definitiv ein Positivum ist, selbst wenn sie oft nur oberflächlich angerissen werden. Aber gerade diese Botschaften hätten am Ende auch dezenter rübergebracht werden können, denn das Finale fand ich too much.

    Ebenso gibt es Abzug für die vielen Wiederholungen gleicher Gedanken, oder wer wie aussieht oder wer wem verfallen ist. Dadurch hätten locker einige Seiten eingespart werden können.
    So kann ich mich gerade noch zu 4* durchringen.

  3. Cover des Buches Tage wie Salz und Zucker (ISBN: 9783499268670)
    Shari Shattuck

    Tage wie Salz und Zucker

     (154)
    Aktuelle Rezension von: sydneysider47

    Im Mai 2016 war ich unterwegs nach Zürich mit der Bahn. Um mir die Fahrtzeit angenehm zu gestalten, habe ich folgendes Buch gelesen:

    Tage wie Salz und Zucker

    Wie mir das Buch gefallen hat, kann man jetzt nachlesen.

     

    Die Freundschaft zweier ungleicher Frauen – oder: die Handlung:

    Ellen Homes ist stark übergewichtig und findet sich unattraktiv. Deswegen freut sie sich, einen Job zu haben, bei dem sie nachts arbeiten muss. Sie putzt in einem Supermarkt.

    Selten kommt sie unter Menschen. Dafür verschanzt sie sich gerne in ihrer kleinen Wohnung und beobachtet durch ein Fenster, was ihre Nachbarn machen.

    Eines Tages verändert sich ihr Leben schlagartig. Sie lernt Temerity kennen, eine junge charismatische Frau, die blind ist. Ein Mann entreißt ihr ihre Handtasche, will fliehen – und Ellen stellt ihm ein Bein, als sie das gesehen hat. Der Mann stürzt, und Temerity bekommt ihre Handtasche wieder. Sie ist interessiert zu wissen, wer den Handtaschenraub verhindert hat. Ellen und Temerity unterhalten sich miteinander und beginnen von da an, sich immer wieder zu treffen.

    Von da an versuchen sie, ihre Welt und die Welt ihrer unmittelbaren Umgebung etwas angenehmer zu gestalten. Ellen weiß beispielsweise, dass Nachbarin Cindy ein Kind erwartet, aber nicht für das Kind wird sorgen können. Ein wohlhabendes Anwaltsehepaar ist interessiert daran, das Kind zu adoptieren – möchte aber einen Rückzieher machen, als sie erfahren, dass das Kind einen Vater mit afrikanischem Migrationshintergrund hat. Und hier kommen Ellen und Temerity ins Spiel, die versuchen, Cindy zu helfen, aus ihrer Ausweglosigkeit herauszukommen.

    Auch in Ellens Job läuft nicht alles zum Besten. Kollegin Irina kümmert sich um ein Kind, um das sie sich nicht kümmern will – und wird noch zusätzlich vom Chef erpresst. Als Ellen bemerkt, dass der Chef in zwielichtige Geschäfte verwickelt wird, startet sie eine Aktion, um Irina zu helfen…

     

    Fast schon ein modernes Märchen – oder: meine Leseerfahrung:

    Das Buch lässt sich leicht lesen, dank der vielen Dialoge und der oft spannenden Handlung. Einen Ich-Erzähler findet man nicht in dem Buch, und alles ist in der Vergangenheit verfasst – so wie viele Leser es gerne haben.

    Sympathisch sind auch beide Hauptcharaktere – Ellen und Temerity – und ihr näheres Umfeld. So hat Temerity einen Bruder, namens Justice, und einen Hund, namens Wicht. „Wicht“ – diesen Namen für einen Hund finde ich außergewöhnlich. Genauso wie den Namen „Maus“ für den Kater von Ellen.

    Sicherlich läuft vieles in dem Roman zu glatt, zu berechenbar – und ich sagte mir oft beim Lesen, dass manche Ereignisse nicht so laufen können, wie sie im Buch laufen. Wie können beispielsweise wildfremde Menschen andere Menschen in einem Krankenhaus besuchen, ohne dass andere Leute Verdacht schöpfen?

    Andererseits sehe ich diesen Roman als modernes Märchen. Die Freundschaft zwischen Ellen und Temerity hat Auswirkungen auf das Leben der beiden. Und zwar im positiven Sinne. Ellen merkt auf einmal, dass üppiges Essen nicht alles ist im Leben, und man auch von Obst und Gemüse  satt werden kann. Das hat sie durch Temerity gelernt, die sie zum Essen eingeladen hat. Ellen merkt auch, dass sie sich nicht verstecken muss – es gibt durchaus Menschen, die sie als sympathischen Menschen wahrnehmen, ohne zu sehr auf Äußerlichkeiten zu achten. Sie lernt viel durch die Gespräche mit Temerity, die zwar nicht sehen kann, aber deren andere Sinne so gut ausgeprägt sind, dass sie Menschen sehr gut beurteilen kann.

    Mir hat dieses Buch gut gefallen – es ist kurzweilig, hat aber doch auch Tiefgang. Die Idee, wie man das Leben anderer ein bisschen glücklicher machen kann im Rahmen seiner Möglichkeiten, ist zwar schon alt – aber immer noch aktuell. Man sollte sie auf sein ganzes Leben anwenden.

     

    Mein Fazit:

    Das Buch „Tage wie Salz und Zucker“ von Shari Shattuck ist ein gut und leicht zu lesender Roman über zwei unterschiedliche Frauen, die versuchen, das Leben einiger Nachbarn im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein bisschen besser und glücklicher zu machen.

    An einigen Stellen war mir die Handlung in dem Buch jedoch zu glatt und zu unwahrscheinlich – deswegen ziehe ich auch einen Stern ab.

    Ich vergebe dem Buch „Tage wie Salz und Zucker“ vier Sterne und empfehle es weiter.

     

     

     

  4. Cover des Buches Die Welt wär besser ohne dich (ISBN: 9783473401352)
    Sarah Darer Littman

    Die Welt wär besser ohne dich

     (143)
    Aktuelle Rezension von: Kleoriva

    Die Welt wär besser ohne dich fiel mir in die Hände, als ich nach einem Nachfolger für Tote Mädchen lügen nicht suchte.

    Vorweg: einen wirklichen Nachfolger habe ich mit dem Buch nicht gefunden, da sie auf den ersten Blick zwar in die gleiche Richtung zu gehen scheinen, aber dann doch grundverschieden und nicht wirklich vergleichbar sind.

    Die Welt wär besser ohne dich war für mich das erste Buch, dass nicht nur die Seite des Opfers, sonder auch die Seite des Täters ein wenig beleuchtet und nahe bringt was es bedeuten kann Täter zu sein, was für mich der Grund ist, warum ich finde, dass jeder Schüler dieses Buch einmal gelesen haben sollte. Denn es zeigt auf kurzweilige, teilweise schmerzhafte Art das nicht alles, was man als pubertärer Jugendlicher lustig findet auch wirklich lustig ist und nicht alles, was man cool findet, auch von anderen für cool gehalten wird und was aus vermeintlich witzigen Aktionen erwachsen kann. 

  5. Cover des Buches Holding Up the Universe (ISBN: 9780141357058)
    Jennifer Niven

    Holding Up the Universe

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Diiana

    Libby lebt nach dem Tod ihrer Mutter in völliger Isolation und nimmt zunehmend an Gewicht an, bis sie schließlich "Americas fattest teen" wird. Nach und nach kehrt sie in das normale Leben zurück und in die Highschool zurück. Dort hat sie es nicht leicht, denn sie wird von vielen Mitschülern  aufgrund ihres Gewichts grausam beleidigt. Libby kämpft jedoch mit ihrem starkem Selbstbewusstsein dagegen an. Eines Tages trifft sie auf Jack, der an Prosopagnosie leidet und Gesichter nach wenigen Sekunden vergisst. Er ist aufgrund seines guten Aussehens sehr beliebt auf der Schule, doch erst die Begegnung mit Libby macht ihm klar, dass davor niemand seine inneren Werte und Gefühle sieht, außer Libby. Beide machen im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durch und finden mehr und mehr zueinander.

    Der Schreibstil war für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Mit der englischen Sprache in dem Buch hatte ich allerdings keine Probleme, da kein schweres Vokabular verwendet wurde. Libby war mir von Anfang an sehr sympathisch, auch aufgrund ihres großen Selbstbewusstseins. Viele Aussagen und Taten haben mich zum Nachdenken angeregt. Sie lässt sich eben nicht aufgrund ihres Gewichts schlechter behandeln und zeigt ihren Stolz  und Mut ihren Mitschülern. Libby macht dem Leser deutlich, dass jeder, egal wie man aussieht oder woher man kommt, gewollt ist. "You are wanted". Jack bewundert ihr Selbstbewusstsein. Er hat zwar keine Probleme in der Schule, doch seine Krankheit macht ihm den Alltag schwer. Niemand von seinen Freunden weiß von seiner Krankheit, sie sehen nur seine Fassade. Durch Libby erkennt er seine inneren Werte und lernt zu seiner Krankheit zu stehen. Er ist nicht nur der beliebte Footballspieler mit der gut aussehenden Freundin, er ist viel mehr als das. Als er Gefühle für Libby entwickelt, wird er von seinen Freunden gehänselt, doch Jack erlangt viel Mut und steht zu seiner Liebe. Das Buch bis zum Ende hin sehr berührend. 

    Deswegen empfehle ich diese Buch auf jeden Fall weiter, denn am Ende hat man gefühlt ein Stück mehr Selbstbewusstsein gewonnen.

  6. Cover des Buches Wolken wegschieben (ISBN: 9783492307963)
    Rowan Coleman

    Wolken wegschieben

     (64)
    Aktuelle Rezension von: martina400
    "Spukschuhe, in denen der Geist von irgendeiner Turboschönheit herumspukt, die Männer dazu bringen kann, sie zu lieben, wenn sie es gar nicht wollen ..." S. 283

    Inhalt:
    Willow lebt alleine und bekommt ihr Leben seit der Scheidung nicht mehr richtig in Gang. Die Kilos werden immer mehr, die cholerische Chefin kommt auf immer verrücktere Ideen und die Männer sind sowieso ein Kapitel für sich. Doch eines Tages wird ihr Leben richtig aufgewirbelt und sie muss weit in der Vergangenheit ihre Dämonen besiegen.

    Cover:
    Das Cover ist ansprechend gestaltet und passt zum Titel. Am Cover kann man schon vermuten, dass es sich um einen leichten, lockeren Roman handelt.

    Meine persönliche Meinung:
    Diese Geschichte hat mich nicht so sehr gepackt. Die Zauberschuhe, der Mantel und das Medaillon verändern Willow und geben ihr unbewusst Kraft. Einerseits ist es etwas kitschig und wie im Märchen dargestellt, andererseits ist es doch im wirklichen Leben auch ein bisschen so. Hat man einen wichtigen Termin trägt man Kleidung oder Schmuck, der für einen bedeutsam ist und man sich irgendwie sicher fühlt. Also davon abgesehen, wie bewusst einem diese Handlung in dem Buch wird, ist es eine nette Geschichte, die beweist wie wichtig Familie und der Zusammenhalt ist. Die Wurzeln prägen fürs Leben und unverzichtbar ist die Liebe, die man innerhalb einer Familie erfährt. Das merken sowohl Willow als auch Chloe. Dieser schöne Grundgedanke macht das Buch zu einem netten Roman für Zwischendurch.

    Fazit:
    Ein netter Roman für Zwischendurch, der zeigt wie wichtig Familie ist
  7. Cover des Buches Bridget Jones - Verrückt nach ihm (ISBN: 9783442482672)
    Helen Fielding

    Bridget Jones - Verrückt nach ihm

     (201)
    Aktuelle Rezension von: catly

    Meine Meinung
    Ich kenne bereits die vorherigen Bände der Serie, sowie die Filme. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an ein unterhaltsames, kurzweiliges Leseerlebnis. Ich wurde absolut nicht enttäuscht.

    Der Erzählstil ist in gewohnten mehr oder weniger kurzen Tagebucheinträgen verfasst, sowie der Schreibstil relativ einfach und schlicht, sodass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen hatte. Die Figur der Bridget Jones bleibt absolut authentisch und gewohnt chaotisch-tollpatschig, mit Wiedererkennungswert.
    Viele Szenen ließen mich laut auflachen oder schmunzeln; in mehreren erkannte ich mich selbst wieder. So lässt einen das Buch auch mitunter einen kritischen Blick auf die eigenen Handlungsweisen werfen.

    Fazit
    Für Bridget Jones Fans und Kenner der bisherigen Serie, eine absolute Pflichtlektüre.

  8. Cover des Buches Das bisschen Kuchen (ISBN: 9783746628271)
    Ellen Berg

    Das bisschen Kuchen

     (145)
    Aktuelle Rezension von: MissJaneMarple

    Meine Meinung:

    Ellen Berg nimmt uns mit auf einen Selbstfindungstrip der lustigen Art.

    Ines möchte mit der Abnehmkur ja eigentlich ihre Ehe retten. Do da hat sie die Rechnung nicht mit Walburga, Tamara, Alexis und Leo gemacht. Jeder dieser Charaktere war mir unglaublich sympathisch und besonders die Klamotten derselben waren göttlich. 


    Natürlich ist die Geschichte vollkommen überdreht und überzogen, aber trotzdem steckt eine tolle Botschaft darin. 

    "Man sollte für das kämpfen, was man liebt. Aber man kann nicht darum kämpfen, geliebt zu werden "

    Und in erster Linie sollte man sich zuerst selbst lieben, um für andere liebenswert zu sein. Genau das möchte die Geschichte vermitteln. Aber nicht mit erhobenem Finger, sondern mit ganz viel Humor. 


    Der Schreibstil war herrlich lustig, teilweise auch etwas derb, aber immer passend zu den Personen. 


    Fazit:

    Ein unterhaltsamer Roman mit durchaus wichtiger Botschaft! 


  9. Cover des Buches Die Fettlöserin (ISBN: 9783499631160)
    Nicole Jäger

    Die Fettlöserin

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Sam1980

    Wer hier nach Diätrezepten sucht ist falsch. Wer lachen, leben und mitfühlen mag, der sollte Nicoles Abnehm-Weg  lesen.
    Ich fand das Buch von Anfang bis Ende mehr als unterhaltsam und wunderbar geschrieben. Man fühlte sich mitgenommen und in der Problematik verstanden.
    Dieses Buch macht Mut das eigene Gewicht selbst in die Hand zu nehmen oder es auch einfach sein zu lassen, wenn man meint dass man auch so schön sein könnte.

  10. Cover des Buches Lügen, die von Herzen kommen (ISBN: 9783404169566)
    Kerstin Gier

    Lügen, die von Herzen kommen

     (587)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Schon seit längeren habe ich dieses Buch in meinem Regal stehen. Da ich etwas lockeres, leichtes und kurzes für zwischendurch brauchte, griff ich dazu.

    Schon nach wenigen Seiten habe ich gelacht ohne Ende. In Hannas Schwester Antonia konnte ich mich vor allem sehr gut hineinversetzen. Ich selbst weiß, wie man sich als Mutter fühlt, wenn die Kinder noch im Baby- bzw Kleinkindalter sind.

    Hanna mochte ich von Anfang an. Sie hat mich an meine erste Zeit im Tennageralter erinnert, wie das mit dem Chats lief. Das dauert natürlich eine Weile, bis man die Kniffe kannte.

    Auch wenn ich nach gut einem Drittel wusste, was in etwa auf mich zukommen würde, hatte mich das Buch doch sehr mitgenommen und mich den Alltag vergessen lassen. Witz und Humor hat Kerstin Gier auf alle Fälle.

  11. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.259)
    Aktuelle Rezension von: flower2

    Leider hat mich der dicke Schinken nicht überzeugt. Ich bin enttäuscht, man sagt Stephen King ist einer der besten Thriller- Autoren Ever.

    Habe habe es versucht es zu lesen und abgebrochen.

    Es war keine Spannung und habe immer weiter darauf gewartet, die nicht kam.

    Sorry, vielleicht sind andere von ihm begeistert, aber ich finde die Bücher nur fade und zum einschlafen.

  12. Cover des Buches Der Todeszauberer (ISBN: 9783442374939)
    Vincent Kliesch

    Der Todeszauberer

     (220)
    Aktuelle Rezension von: nightchanges1308

    Der wieder zum festen Team des LKA Berlin gehörende Hauptkommisar Julius Kern, hat nun endlich seinen neuen Fall. 

    Irgendwie passen alle Morde zusammen, das spürt Kern. Denn alle Opfer wurden mit einem Hammer erschlagen. Nur das Drumherum passt nicht... 

    . 📚

    Das Buch ist in Kapiteln unterteilt und wird aus der Sicht von 3 Personen erzählt. Unter anderem der, des Julius Kerns. Durch die Erzählweise aus mehreren Perspektiven bekommt man eine gute Sichtweise auf die Geschichte und man erlebt sie quasi von allen Seiten.

    Vor allem die Art und Weise von Kern wird ausgiebig und sehr gut erklärt, das man ein richtiges Gespür dafür entwickelt wie er tickt. Auch wird viel von ihm aus in die Vergangenheit geblickt, was die Geschichte noch interessanter macht. 

    Die Spannung ist ab Kapitel 1 zu 100% gegeben und zieht sich so durchs komplette Buch. Was mir unglaublich gut gefällt, denn so gibt es auch zwischendurch keine ewigen Längen und dem Leser wird es nicht langweilig. 

    Der Schreibstil ist direkt und flüssig, welcher sich gut lesen lässt. 

    Beim "Todeszauberer" handelt es sich um den 2ten Fall des Hauptkommisars Julius Kern. 

    . 📚

    Fazit:  Ein toller Thriller, welcher dem 1.Teil absolut würdig ist. Eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐


  13. Cover des Buches Changers - Kim (ISBN: 9783440151143)
    T Cooper und Allison Glock-Cooper

    Changers - Kim

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Silliv

    Leider ist es zu lange her, dass ich noch Details aus Band 2 kenne, deshalb war ich nicht  ganz drin, aber spannender Schluss,  so dass ich jetzt keinen Fehler mache und gleich Band 4 lese. Aber es wurde sehr viel hinterfragt und philosophiert, etwas zu viel Geschwafel. 

    Kim lernt selbstbewusst zu sein. Wohnt bei den RaChas und merkt, was Haushalt bedeutet, dass war ganz gut so.


  14. Cover des Buches Liebe geht immer (ISBN: 9783746633930)
    Myriam Klatt

    Liebe geht immer

     (47)
    Aktuelle Rezension von: czytelniczka73

    "Klammern Sie sich nicht an Ihre Ängste-leben Sie lieber Ihre wahre Stärke"



    Inhalt:

    " Gerade war Charlottes Leben noch ein rosarotes Zuckerwatteparadies, dann ist sie vor allem eins: ex. Exfreundin, Exredakteurin, exglücklich. Aus dem Paradies gekickt von einer Frau, die zu perfekt ist, um wahr zu sein. Und so nimmt Charlotte den Kampf auf – gegen Hüftspeck und Schweinehunde. Nach Lauftraining, No-Carb, Mind-Coaching und minus 15 Kilo stellt sie fest: Ein Leben ohne kleine Sünden ist möglich, aber sinnlos. Außerdem hat sie Lars kennengelernt, und der hat nicht nur wunderbare Grübchen, sondern macht auch die besten Schokoküchlein der Welt."


    Meinung:

    Ein romantischer Abend und der Freund (und gleichzeitig der Chef) gibt sich besonders viel Mühe-das macht Charlotte stützig und lässt ihre Erwartungen wachsen.Was kommt jetzt?Die längst ersehnte Beförderung oder doch der Heiratantrag?Mit der Möglichkeit ,dass sie am nächsten Morgen arbeitslos und Single ist hat Charlotte allerdings nicht gerechnet...sie beschliesst aber um ihre Träume zu kämpfen (und das fängt mit einer Diät an),bis sie irgendwann feststellt,dass nicht alle Träume die in Erfühlung gehen auch glücklich machen.
    Mir bleibt schleierhaft warum das hier ein Liebesroman sein sollte,da die Liebe in der Geschichte nur eine Randrolle spielt.Viel mehr geht es um die Lebenseinstellung,Selbsfindung und -verwirklichun,aber ohne Verbissenheit...Also eigentlich ein Ratgeber in Romanform...Die ganzen Lebensweisheiten sind nett in einer humorvollen Geschichte verpackt,kurzweilig,aber leider auch ziemlich belanglos.Wahrscheinlich ist das eine angenhme Lektüre für Zwischendurch,aber da ich doch was anderes erwartet habe,bin ich von dem Buch ziemlich enttäuscht.
  15. Cover des Buches Wenn das Glück anklopft (ISBN: 9783548286075)
    Kerstin Hohlfeld

    Wenn das Glück anklopft

     (45)
    Aktuelle Rezension von: luckytimmi

    4 Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein können, die aber eins alle miteinander verbindet: es dreht sich um die glückliche oder unglückliche Liebe und Veränderungen im Leben. Sie lernen sich bei einem Rückenschulkurs kennen und freunden sich an, auch wenn die eine oder andere sich nicht sofort sympathisch ist. Zwischendurch kriselt es auch mal zwischen ihnen, aber natürlich geht fast alles gut aus. Das ist das einzige,  was mich an dem Buch etwas "genervt" hat: eine der Freundinnen leistet sich etwas, was ihre Freundinnen ohne große Aufruhr ihr wieder verzeihen. Da hätte man etwas mehr Krise draus machen können. Ansonsten fand ich, dass das Buch sehr schön und leicht zu lesen war. Eine nette und angenehme Freundschaftsgeschichte. 

  16. Cover des Buches VERITAS: Du bist nicht allein (ISBN: 9781075015243)
    Mica Fox

    VERITAS: Du bist nicht allein

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Sophia_81

    Die 17-jährige Becks kämpft sich durch ihren Schulalltag mit Mobbing und Selbstzweifeln. Sie ist weder dünn, noch sonderlich beliebt und ist, wenn ihr bester Freund Pila nicht zur Stelle ist, täglich Opfer fieser Attacken von Schulkameraden. Diese nagen an ihr bis sie nicht mehr kann. Doch dann geschieht etwas, das ihr Leben für immer verändert … sie findet Freunde und nun müssen sie gemeinsam der Gewalt an der Schule ein Ende setzen.


    Veritas ist kein gängiger Jugendroman aufgrund seiner tiefen Dramatik: Es geht um Terroranschläge, Mobbing, Loyalität, Vertrauen und Vergeben. Zwar spielt die Liebe auch eine entscheidende Rolle, dennoch bleibt die individuelle Verantwortung des Einzelnen für sich und für Andere der Fokus. Intelligent, einfühlsam und eindringlich schafft es Fox dem Leser die Augen zu öffnen für alltägliche Gefahren, die sich leicht übersehen lassen. Man liest dieses Buch und will sich selbst zu mehr Zivilcourage und Mut erziehen. Für mich ein absolut erhellendes Buch für Jung und Alt, das noch lange nachhallt.
    Ein Muss an Lektüre für alle Lehrer, Schüler, Eltern und alle, die mit jungen Menschen leben und arbeiten! Unbedingt lesen!

  17. Cover des Buches Der Fluch (ISBN: 9783453435780)
    Stephen King

    Der Fluch

     (198)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Ja, was soll ich sagen? Es ist ein King, und der Meister hat mich noch nie enttäuscht. Manchmal nicht ganz so gut unterhalten wie normalerweise, aber ich liebe einfach seinen Schreibstil. Die ausufernden Beschreibungen, die so viel Atmosphäre erzeugen. Die interessanten und oft sehr komplexen Figuren und wie er sie darstellt. Und die Dialoge, die authentisch, kurzweilig und manchmal auch ziemlich witzig sind.

    Als Richard Bachman hat Stephen King tatsächlich eine leichte Veränderung in seinem Stil. Er erscheint mir hier ein bisschen direkter, ein bisschen trockener und auch gemeiner. Aber so richtig zu fassen bekomme ich es nicht. Und im Endeffekt ist es auch egal.

    „Der Fluch“ hat eine fiese Ausgangssituation: Billy, der abgesehen vom Übergewicht ein prima Leben genießt, muss sich einem Fluch stellen, der weit über seine Vorstellungskraft hinausgeht. Es passiert noch gar nicht mal so ewig viel, aber trotzdem nimmt einen die Story mit, man beobachtet das Zusammenspiel der Figuren und Billys zunehmende Verzweiflung. Und wie Billy versucht, sein normales Leben zurückzubekommen, liest sich zwar ein bisschen nach Deus Ex Machina, aber auch sehr unterhaltsam.

  18. Cover des Buches The way to find love (ISBN: 9783906829883)
    Carolin Emrich

    The way to find love

     (43)
    Aktuelle Rezension von: jani_jacis_books

    Ich bin total in dieses Cover verliebt. Es ist einfach schlicht und harmonisch mit der Schrift und macht sofort Lust auf den Inhalt. 


    Das Setting ist richtig toll beschrieben und ich mochte diesen Ort echt gern. 

    Sowie den flüssigen und total lockeren Schreibstil der Autorin, die übrigens meinen Humor voll getroffen und oft zum Lachen gebracht hat. 

    Die Seiten fliegen einfach nur dahin und zum Schluss möchte man gar nicht dass es aufhört. 


    Mareike und Sebastian waren echt sympathische Protagonisten, die ihre Gefühle immer hautnah spüren haben lassen. Was das mitfiebern und die Spannung mit sich brachte. Genauso waren auch die Nebencharaktere wunderbar eingesetzt und hatten ihre Rolle in der Geschichte. Die Autorin hat hierbei ebenso diese Mischung aus Tiefsinnigkeit und Spaß sehr gut einfließen lassen. 


    Auch die Entwicklung der beiden war für mich soo schön und rührend mitanzusehen, dass ich es wirklich genossen habe. 


    Mein Fazit: 

    Ich bin total hin und weg von dem Buch und kann es jedem empfehlen, der sich gerne mal fallen lässt und gemütlich ein Buch lesen möchte, was berührt und auch erreicht.

  19. Cover des Buches Weizenwampe (ISBN: 9783442173587)
    William Davis

    Weizenwampe

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Taehti
    Wer viel Weizen ist, nimmt zu. Klar - Kohlenhydrate.
    Dass Weizen hochgezüchtet und verändert ist, das weiß auch so ziemlich jeder.
    In diesem Buch werden von einem amerikanischen Arzt die Folgen vom Weizenkonsum aufgedeckt. Ob und was davon ein Leser mitnimmt, ist einem selbst überlassen.
    Fakt ist auf jeden Fall, dass er mit der Aussage nicht ganz unrecht hat: Weizen wurde die letzten Jahrzehnte verändert und es gibt immer mehr Intoleranzen. 
    Für uns wird Weizen/Gluten zukünftig noch eingeschränkter auf dem Speiseplan stehen - ganz verzichten wird wohl eher weniger funktionieren. Zwar nicht aufgrund des Buches, aber aufgrund der Probleme in der Familie.
    Abzug der Sterne gibt es, da es sehr sehr wissenschaftlich gehalten ist und ich irgendwann auch die Seiten mit den Abhandlungen überblättert habe. Eine kurze Info darüber ist gut, zu viel ist aber auch hier nicht gut. V.a., weil man sich vorher echt gut mit Biologie und Chemie auseinandersetzen müsste.

    Aber vielleicht hilft das Buch auch ein wenig zum Umdenken!
  20. Cover des Buches Dicke Freunde (ISBN: 9783453437289)
    Stephan Bartels

    Dicke Freunde

     (64)
    Aktuelle Rezension von: irishlady

    Nachdem seine Freundin fremd gegangen ist und sie ihm auch noch Vorwürfe macht, dass er ja auf sich nicht acht gibt, will er nun mit seinem Kumpel 20kg abspecken - mithilfe von Weight Watchers. Dabei verändert sich nicht nur sein Körper...

    Sehr unterhaltsam geschrieben, ich konnte es in einem Rutsch lesen. Bei einer Abnahme verändert sich halt nicht nur das Gewicht. Ich habe es geliebt und mich unterhalten gefühlt!

  21. Cover des Buches Butter (ISBN: 9783499212444)
    Erin Jade Lange

    Butter

     (39)
    Aktuelle Rezension von: DerMedienblogger
    In Deutschland nimmt die Übergewichtigkeitsrate weiter rasant zu. Der Großteil der Bevölkerung, etwa die Hälfte der Frauen und fast zwei Drittel der Männer, bringt laut Aussage der Welt ein zu großes Gewicht auf die Waage. Dieses Phänomen zieht vor allem bei Vorkommnissen in der Jugendphase Ausgrenzung und Mobbing nach sich. Die Thematik des Debutromans der US-amerikanischen Autorin Erin Jade Lange, „Butter“, ist demnach noch immer außerordentlich aktuell. Im Folgenden möchte ich näher auf genanntes Werk eingehen und seine Stärken und Schwächen herausarbeiten.

    Dass die Autorin schreiben kann, beweist sie ihrer Leserschaft bereits in der Exposition ihres Romans. Ihr Schreibstil wirkt jederzeit ehrlich und lebendig, sodass man schnell in die Handlung einsteigen kann. Das Szenario ist dabei genauso schockierend wie realistisch, verliert dabei über die dreihundert Seiten Länge niemals an Anziehungskraft und Reiz. Das Ende jedoch möchte sich nicht ganz stimmig in die Geschichte einfügen und fühlt sich unbefriedigend, fast kitschig an – und ist doch auf seine eigene Weise genial, dazu später mehr.

    Die Hauptfigur, die den Spitznamen „Butter“ trägt und somit auch als Namensgeber für das Buch fungiert, wird gelungen vorgestellt und dem Leser ist es möglich, einen Eindruck über die innere als auch äußere Handlung des Protagonisten zu gewinnen. Dabei agiert dieser mit nachvollziehbaren Motivationen; die Entwicklung, die der Charakter im Laufe des Romans durchschreitet, erscheint glaubwürdig. Die Figur lernt während der sich überschlagenden Ereignisse wichtige Komponenten, durch die ihm der Wert des Lebens klarwerden, und bietet der Leserschaft eine Fülle von Argumenten, die gegen jegliche Art von Selbstverletzung und Suizid sprechen, sodass sich die Lektüre sicherlich gut für die Verwendung im Unterricht eignet.

    Die rasante Geschwindigkeit, mit der sich die Ereignisse fortentwickeln, lässt nicht nur die Hauptperson selbst stutzig werden, sondern reißt den Leser mit einer ungeheuren Wucht mit, dass man sich dieser Sogwirkung nicht selbst entziehen kann. Ich ertappte mich selbst in dem Gedankengang, dass ich mit diesem Internetphänomen mitgefiebert und auf ein explosives Finale gehofft habe, bis man selbst wieder zur Vernunft kommt und einem die moralische Verwerflichkeit der Umgebung, in der man sich bewegt, deutlich wird. Und genau das ist die absolute Stärke des Buches: Die Leserschaft wird selbst Teil der Geschichte!

    Ich stelle mir selbst während des Lesens immer wieder die Frage: Wie würde ich mich verhalten? Was, wenn so etwas wirklich geschieht? Würde irgendjemand eingreifen? Ich, zum Beispiel? Die Autorin baut geschickt verschiedene Anekdoten von großer Aktualität in die Geschichte ein, ohne zu sehr mit erhobenem Zeigefinger zu erzählen. Die Aufgabe des Lesers ist es, die Balance zwischen bloßem Beobachter und der Einhaltung moralischer Regeln zu halten. Und das ist gar nicht so einfach.

    Einige Ungereimtheiten trüben das bis dato so rein positiv gewaschene Bild, die ich hier nicht ungenannt lassen kann. Das würde sonst meiner Position als abwägender und fairer Rezensent widersprechen. Zum einen finde ich, dass einige Geschichtenstränge, die dem Vorantreiben der gesamten Handlung nicht viel Essenzielles hinzuzufügen haben, zu viel Erzählzeit zum Entfalten erhalten. Ohne diese wäre „Butter“ ein wenig knackiger gewesen, hätte vermutlich nicht diese von Kapitel zu Kapitel Spannung aufbauende Atmosphäre gehabt. Ich denke, dass man einen größeren Fokus auf die falschen Freundschaften, die entstehen, hätten legen können, um so die Dramatik und Folgenschwere eines voranstehenden, öffentlichen Suizids zu intensivieren.

    Mehr noch, obwohl die Autorin das Innenleben ihres Protagonisten so wunderbar erläutert, stört mich die Tatsache, dass dieser in Klarheit solchen Ausmaßes denkt und handelt, sodass man gar nicht denken würde, dass er die Freude am Leben verloren hat. Diese Darstellung erweist sich meiner Meinung nach als bedenklich, da Lange diese Denkweise somit beschönigt und nicht als falsch betitelt. Die restliche Figurenkonstellation bleibt größtenteils passiv – den Teil, dass man gegen Suizid vorgehen sollte, dass diese Entscheidung kein Ausweg ist, muss man sich also meist selbst dazu denken! Für ein zu junges Publikum ist „Butter“ daher auf keinen Fall geeignet.

    Wie oben schon kurz angeschnitten, konnte mich das Ende des Romans nicht hundertprozentig überzeugen. Es wirkt zu kitschig, zu unrealistisch. Es ist, als würde die Autorin dreihundert Seiten lang sparen und dann in ihrem Finale voll auf die Tränendrüse drücken – dabei trägt sie viel zu dick auf. Zwar ist das Ende eines, das den Leser entlastet, und eines, das den ewigen Teufelskreis, in dem man sich als Leser befindet, konsequent zu Ende führt, bleibt aber doch nicht zufriedenstellend. Vielleicht ist es genau das, was uns die Autorin wie ein Spiegel vor das eigene Gesicht halten will. Wir dürsten nach einem spannenden, schockierenden und die eigenen Triebe befriedigenden Ende, nehmen also die Rolle der passiven Zuschauer ein: Wir reden uns ein, wir könnten selbst nichts daran ändern, weil wir ja nur darüber lesen, irgendjemand wird schon irgendwann eingreifen. Das ist aber die falsche Herangehensweise, wie uns Erin Jade Lange mit ihrem Debut „Butter“ eindrucksvoll beweist.

    Wenn auf dem Klappentext groß vermerkt ist, dass laut einer Fachzeitschrift ein Buch besonders lesenswert, oder in diesem Beispiel laut Publishers Weekly „Butter“ „düster, komisch, herzzerreißend und eindringlich“ sei, dann ist meistens die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass es diese positive Resonanz aus der Sicht des Lesers nicht einhalten kann. Wie ich hoffentlich mit meiner Bewertung kundgetan habe, stehe ich diesem Buch jedoch sehr positiv entgegen und kann dieser Kurzmeinung Recht geben. Für alle, die sich von diesem Werk angesprochen fühlen, sei hiermit eine große Leseempfehlung ausgesprochen.

    „Butter“ is(s)t ein vielschichtiges Menü aus unterschiedlichen Zutaten, die zusammen einen auf der Zunge zergehenden Gaumenschmaus kreieren, dessen Nachgeschmack noch lange nachwirken wird. 

    P.S.: Die originale Rezension und noch vieeel mehr findest du hier. Ich freue mich über deinen Besuch! ;-)
  22. Cover des Buches Mittsommermord (ISBN: 9783423212182)
    Henning Mankell

    Mittsommermord

     (736)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Drei Jugendliche, die ein vergnügliches Fest zur Mittsommernacht samt mittelalterlichen Verkleidungen feiern wollten, werden Wochen später ermordet in einem Waldstück aufgefunden. Der Täter hat sich alle Mühe gegeben, die Tat zu vertuschen, sind doch in regelmäßigen Abständen Grußkarten an die Familien versendet worden, die einen Urlaub der Teenager vortäuschen. Doch das ist nicht der einzige Fall, mit dem sich Kurt Wallander beschäftigen muss, auch der grausame Mord an seinem Kollegen Svedberg macht ihm zu schaffen – und offenbart einige Geheimnisse, die der Ermittler lange Zeit gehütet hat…

    Henning Mankells Romane um seinen depressiven Ermittler Kurt Wallander haben das Genre des Nordic Noir vielleicht nicht begründet, mit seinen unglaublich erfolgreichen Bänden aber sicherlich zum großen Durchbruch und die immer noch anhaltende Popularität essentiell beigetragen. Auch der achte Band der Reihe „Mittsommermord“ zeigt eindrucksvoll, wie geschickt der Autor verschiedene Fäden webt und diese dann nahtlos ineinanderfügen kann – von einem überzeugenden sprachlichen Anspruch mal ganz abgesehen. So ist es auch hier wieder die Figur des Kurt Wallander mit seinen verschrobenen Eigenheiten, der fast manischen Ermittlungsarbeit und den depressiven Stimmungen, der eine sehr eindringliche persönliche Ebene einbringt und dabei eine faszinierende Ausstrahlung hat – nicht immer sympathisch, nicht einmal sonderlich nahbar, aber genau deswegen umso facettenreicher. Auch die Nebenfiguren sind ausdrucksstark geschildert, wobei interessanterweise besonders der tote Svedberg ein sehr scharfes Profil bekommt. Die Atmosphäre des Romans ist sehr düster geprägt, bezieht die Landschaft und die Stimmung in Schweden gekonnt mit ein und sorgt so für eine sehr markante Wirkung.

    Der Verlauf der Handlung ist sehr spannend geraten und überzeugt mit seinen vielen Geheimnissen und Wendungen. Dabei werden von Anfang an zahlreiche Rätsel eingebaut, die auch nach und nach wieder aufgelöst werden, dann aber mit neuen Unstimmigkeiten und Verknüpfungen versehen werden. Das ist sehr clever aufgebaut, besonders da mehrere unterschiedliche Themen miteinander verbunden werden. Die Spannung ist schnell sehr dicht und packend, durch den steten Informationsfluss ist ein wahrer Pageturner entstanden. Überzeugend ist auch die Rolle der Presse, die die Ermittlungsarbeiten immer wieder behindert und so die Handlung entscheiden beeinflusst.

    „Mittsommermord“ ist ein packender Krimi, der mit vielen starken Bildern, markanten Charakteren und insbesondere einem spannenden und eindringlichen Verlauf überzeugt. Die Stimmung ist dicht und packend, die einzelnen Motive und Themen sehr stimmig miteinander verknüpft, sodass ein beeindruckendes Gesamtbild mit vielen spannenden Momenten entsteht. Sehr lesenswert, auch wegen des sehr stimmigen sprachlichen Ausdrucks.   

  23. Cover des Buches Kalte Asche (ISBN: 9783866107250)
    Simon Beckett

    Kalte Asche

     (119)
    Aktuelle Rezension von: lesehaeschen

    Auch wenn ich mir nach dem ersten tollen Band gleich die ganze Buchreihe geholt habe, wollte ich den Nachfolger unbedingt auch wieder als Hörbuch hören. Synchronsprecher Johannes Streck konnte mich schon beim ersten Band mit seiner variantenreichen Stimme überzeugen. David Hunter wird für mich immer die warme Stimme von Johannes Streck tragen. Wie auch schon beim ersten Teil schafft er es aber gleichzeitig, weibliche oder nervige und unfreundliche Figuren fantastisch darzustellen.
    Becketts nüchterner und detaillierter Stil beruhigt die teilweise expliziten und ekligen Szenen der Leichenschau. Die Länge der Kapitel, die Menge an Action und Becketts Stil harmonieren perfekt miteinander und machen die ganze Geschichte sehr spannend. Die vielschichtigen Charaktere, die stürmische Landschaft der schottischen Insel und die Zuspitzung des Falls enden in einem überraschenden Ende mit einem krassen Cliffhanger. Ich musste natürlich gleich mit dem 3. Teil weitermachen, den ich übrigens auch wieder höre. 🎧
    .
    Mein Fazit: Eine ebenso gelungene Fortsetzung rund um den charismatischen Forensiker David Hunter mit einem düsteren Setting auf einer einsamen schottischen Insel. Eine Lese- und Hörempfehlung an alle! Und Anwärter auf eine neue Lieblings-Krimi-Buchreihe. 🤩

  24. Cover des Buches Der Untertan (ISBN: 9783423002561)
    Heinrich Mann

    Der Untertan

     (371)
    Aktuelle Rezension von: dot
    Im Roman " Der Untertan" von Heinrich Mann geht es um Diederich Heßling, der zur Zeit des Kaiserreichs am Ende des 19. Jahrhundert lebt. Diederich wächst in einem strengen Elternhaus in Netzig auf, wodurch er früh einen Einblick in die Machtverhältnisse bekommt und sie zugleich zu bewundern beginnt. Durch seinen Werdegang  im Schul- und Militärdienst, sowie im Studium und der Übernahme der Papierfabrik seines Vaters, wird aus ihm ein sehr selbstbezogener Mensch, der seine Vorteile auf Kosten anderer ausspielt und nur jene respektiert, die ihm übergeordnet zu sein scheinen. [...]


    " Der Untertan" ist ein Klassiker, der sehr gut die politischen Verhältnisse des 19. Jahrhunderts verdeutlicht, der aber teilweise wohl auch noch immer als zeitgemäß betrachtet werden kann.

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