Bücher mit dem Tag "überlebende"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "überlebende" gekennzeichnet haben.

173 Bücher

  1. Cover des Buches Der Übergang (ISBN: 9783442469376)
    Justin Cronin

    Der Übergang

     (1.216)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

                


     😫Ich bin sooo enttäuscht. Es fing wirklich richtig toll an, aber dann hat der Autor sich leider auf die völlig falschen Charaktere und uninteressante Settings fokussiert und mich dabei total verloren 😔. Ich habe nur durchgehalten, weil ich es für den Buchclub las und das Hörbuch zu Hilfe nahm. Wirklich schade, denn hatte soviel Potential.              
  2. Cover des Buches Die 100 (ISBN: 9783453269491)
    Kass Morgan

    Die 100

     (625)
    Aktuelle Rezension von: Peter_Pilz

    Dystopie, in welcher die Menschen in einer Raumschiffkolonie leben, welche militärisch brutal geführt wird. Die dort getroffenen harten Maßnahmen sind für mich teilweise kaum nachvollziehbar. Eine Gruppe Jugendlicher wird auf die ehemals atomverseuchte Erde verfrachtet als Alternative zur Todesstrafe, um Überlebensmöglichkeiten zu testen. Auch hier ist manche Stümperhaftigkeit schwer zu ertragen. Interessant wird es, als die Jugendlichen versuchen, auf der Erde sich einzurichten. Gewürzt wird das Ganze mit diversen Liebesgeschichten, die alle sehr absolut sind. Die Geschichte entwickelt sich aus der Sicht mehrerer Jugendlicher, was gut geschildert ist. Allerdings gibt es zusätzlich ständig Rückblenden, was insgesamt zu einer zerfaserten Erzählstruktur führt. 

    Fazit: der viel zu unruhige Schreibstil, die teilweise kaum nachvollziehbaren Aktionen, und die große Härte, die sich durch alle Erzählfäden zieht, macht für mich das Buch nicht empfehlenswert. 

  3. Cover des Buches Die Überlebenden (ISBN: 9783442479085)
    Alexandra Bracken

    Die Überlebenden

     (417)
    Aktuelle Rezension von: Addicted2Books_ela

    Alexandra Bracken hat eine Welt geschaffen, die eine beklemmende Atmosphäre schafft, in der es kaum eine Möglichkeit gibt, dieser zu entrinnen. Auch musste ich mich als Leser entscheiden, auf welche Seite ich mich schlage, denn es ist nicht ganz klar, was die einzelnen Parteien wollenund wo es hinführen wird.


    Mir gefällt der Schreibstil der Autorin, der mich durch dieses Abenteuer führt und mir alle Aspekte näherbringen konnte. Es ist einfach ein großartiges Jugendbuch. Ich hatte die Hoffnung, dass mir ein paar Fragen während des Lesens erklärt werden. Aber irgendwie ist alles viel verstrickter und komplizierter, als ich dachte. Es ist eine verworrene Welt und ihn dieser steckt Ruby, eine fabelhafte Protagonistin, die mich von Anfang an begeistern konnte. Man fühlt all ihre Verwirrung und auch jeden Schmerz, den sie durchlebt. Man fiebert jede Sekunde mit und fragt sich, was als Nächstes auf sie und ihre Begleitung Liam zukommt. Ich konnte sie verstehen und im Rahmen dieses dystopischen Fantasy Romans absolut nachvollziehbar. 


    Die Seiten flogen nur so dahin und es war eine Freude, dass man sich bei der Verfilmung sehr nah an der Romanvorlage gehalten hat. So wurde nicht nur meine eigene Phantasie angeregt, sondern hatte ich die Bilder aus dem Film vor meinen inneren Auge. 

    Es ist auch wesentlich spannender, als der Film da es doch Einzelheiten gibt, die im Film etwas untergehen. Für mich hatte es auch viel mehr Dramatik und Nervenkitzel während des Lesens und ich kann euch sagen, dass ein wenig mein Herz brach. 


    Der Cliffhanger ist ähnlich böse, wie im Film. Nur habe ich diesen hier als viel schwerwiegender empfunden und bin ziemlich gespannt, wie es weitergehen wird.


    Das Cover ist cool, aber eher unscheinbar.


    Fazit


    Es ist eine fantastische Geschichte, die mich wirklich extrem gut unterhalten hat und für den nötigen Nervenkitzel gesorgt hat. Ich werde die Reihe weiterverfolgen, da ich unbedingt die vielen aufgeworfenen Fragen beantwortet haben möchte.

  4. Cover des Buches Schnee wie Asche (ISBN: 9783570309698)
    Sara Raasch

    Schnee wie Asche

     (310)
    Aktuelle Rezension von: LisaBeiersmann

    „Schnee wie Asche“ handelt von der sechzehnjährigen Meira. Das Königreich Winter wurde vom benachbarten Frühling zerstört, seine Einwohner versklavt. Lediglich eine kleine Gruppe von acht Winterianern, zu denen Meira gehört, lebt im Verborgenen im Exil. Unter ihnen Prinz Mather, in den sie ihre Hoffnung setzen: er soll die Macht und Magie von Winter wiederherstellen. Dabei helfen soll ein Medaillon, dessen eine Hälfte plötzlich zum Greifen nah scheint.

     

    Mit Meira als erlebenden Ich-Erzähler kann man sich als Leser sehr gut in sie hineinfühlen. Linear folgt man ihr durch die Geschichte. Obwohl sie erst sechzehn ist, merkt man ihr an, dass sie ihr Leben lang auf der Flucht und schließlich im Exil war: sie ist eine Kämpferin, die sich nicht unterkriegen lässt und ihren Stolz mit Würde vertritt. Meira möchte für das Königreich Winter von Bedeutung sein; sie möchte für etwas kämpfen, dass sie nur aus Erzählungen anderer kennt, auf das jedoch ihr ganzes Leben ausgelegt ist.

    Ihre Sturheit bringt sie nicht weniger in Schwierigkeiten als ihr gutes Herz. Sie bringt sich selbst in große Gefahr, kämpft sich allerdings auch wieder heraus. Dennoch ist auch sie nicht perfekt: obwohl sie seit ihrer Kindheit in der Kampfkunst ausgebildet wird, ist sie zwar eine sehr gute Kämpferin mit dem sogenannten chakram, einer Fernkampfwaffe, hat aber ihre Schwierigkeiten im Nahkampf mit dem Schwert. Obwohl Meira sehr gutherzig ist, kennt sie gegenüber dem unbelehrbaren Bösen wenig Gnade. Gleichzeitig merkt man ihr an, dass es ihr keine Freude bereitet und mehr eine Notwendigkeit für ihr Überleben darstellt. Ihr Mut befreit sie allerdings auch nicht von ihrer Angst.

    Ihre fein ausgearbeitete Persönlichkeit ist für den Leser geradezu greifbar, ihr Trotz nicht kindlich, sondern verständlich, ihre Einsicht zur rechten Zeit und ihr Kampfwille bewundernswert. Sie verkörpert somit einen typisch 16jährigen Teenager, dem man gleichzeitig die Strapazen des Krieges anmerkt.

     

    Ein weiterer wichtiger Charakter ist Prinz Mather. Seine schwierige Last trägt er erhobenen Hauptes, lernt früh nicht alle Gefühle nach außen zu lassen und ergibt sich seinem Schicksal. Wie man es von einem zukünftigen König erwarten würde, schiebt er seine persönlichen Bedürfnisse und Empfinden zurück. Er wirkt stark und manchmal geradezu unbezwingbar.

     

    Schreibstil und Tempo waren sehr flüssig und angenehm zu lesen, ich bin durch die Seiten nur hindurchgeflogen. Die Spannung zieht sich durch das gesamte Buch und macht an den richtigen Stellen kleine Pausen, ohne jemals ganz abzuflachen.

     

    Besonders gut gefallen hat mir die Harmonie der Charaktere. Alle haben ihre Stärken und Schwächen, ihre eigene Geschichte und trotzdem gehören sie zusammen. Sie geraten aneinander und streiten sich, wie sie einander unterstützen. Mein Lieblingscharakter ist Meira, da ich mich hervorragend mit ihr identifizieren kann und sie, meiner Meinung nach, eine rundum gelungene Protagonistin ist.

    Ebenso spannend fand ich die Idee um die Jahreszeiten- und Rhythmus-Königreiche. Das Königreich Winter zählt ebenso wie Frühling zu den Jahreszeiten-Königreichen. Dort herrscht die jeweilige Jahreszeit, ihre Bewohner haben sich den Gegebenheiten angepasst. Die Rhythmus-Königreiche hingegen erleben einen stetigen Wechsel der Jahreszeiten, wie man ihn aus der realen Welt kennt.

     

    Fazit: Das Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung an Jugendliche wie Erwachsene und ich bin sehr gespannt auf den Rest der Trilogie. Wer Fantasie liebt, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

  5. Cover des Buches Die 100 - Tag 21 (ISBN: 9783453269507)
    Kass Morgan

    Die 100 - Tag 21

     (351)
    Aktuelle Rezension von: _sommerrose_

    Wie auch den ersten Band der Reihe von Kass Morgan, fand ich "Die 100 - Tag 21", sehr unterhaltsam und gut geschrieben.

    Die Bücher weisen durchaus parallelen zur Serie "The 100" auf, aber das ist ja auch logisch. :)

    Auf Grund der recht geringen Seitenzahl habe ich das Buch relativ flott durchgelesen und bin jetzt mehr als gespannt auf den dritten teil.

    Die Protagonisten mag ich alle sehr gerne, sie sind gut ausgearbeitet und jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Die Beziehungen unter den Protagonisten werden gut beschrieben und sind logisch.

    Handlungen sind gut durchdacht und beschrieben. Es zieht sich ein roter Faden durch das Buch.

    Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, sodass man immer ein klares Bild im Kopf hat (sei es von Figuren, Orten oder auch Handlungen).

    Für alle Sci-Fi Fans eine klare Leseempfehlung!

  6. Cover des Buches Die Chirurgin (ISBN: 9783442360673)
    Tess Gerritsen

    Die Chirurgin

     (1.953)
    Aktuelle Rezension von: Moina

    Ich bin eigentlich nur durch Zufall auf dieses Buch gestoßen, da ich selbst im Pflegebereich arbeite.
    Ich finde dass Buch ist sehr realistisch und spannend geschrieben. Es sind keine langatmigen Stellen enthalten sondern fließt richtig.
    Für Thrillerfans bestens geeignet!!

  7. Cover des Buches Die Blutlinie (ISBN: 9783404169368)
    Cody McFadyen

    Die Blutlinie

     (4.518)
    Aktuelle Rezension von: Sarah31

    Das Leben der FBI-Agentin Smoky Barrett scheint völlig zerstört zu sein: Der grausame Doppelmord an ihrem Mann und ihrer Tochter hat die ehemals beste und erfolgreichste Agentin derart geprägt, dass an die Fortsetzung ihrer Polizeikarriere nicht zu denken ist. Alles ändert sich an dem Tag, da eine von Smokys besten Freundinnen getötet wird. Doch dieser Mord ist erst der Beginn einer Serie von grausamen Bluttaten, die eine ganze Nation erschüttern wird. Der Täter betont immer wieder, dass es nur einen Menschen gibt, der ihm das Handwerk legen könne: Smoky Barrett.

  8. Cover des Buches Cupido (ISBN: 9783942656177)
    Jilliane Hoffman

    Cupido

     (2.755)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra_Wagner

    Das Buch wird ja immer wieder gehyped und empfohlen, ich hatte also sehr hohe Erwartungen, die in Richtung Psychothriller gingen. Das Buch behandelt aber vor allem einen Strafprozess, was ich nicht so spannend fand. Die Autorin hat aber jedenfalls einen angenehmen Schreibstil.

  9. Cover des Buches Evolution - Die Stadt der Überlebenden (ISBN: 9783401601670)
    Thomas Thiemeyer

    Evolution - Die Stadt der Überlebenden

     (220)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Schon vor einiger Zeit habe ich gemerkt, dass Jugendbücher so langsam nicht mehr meinen Geschmack treffen, doch dieses hier fand ich richtig gut, denn es konnte mich von der ersten Seite an packen und war größtenteils extrem spannend.


    Dazu hat auch der flüssige und mitreißende Schreibstil des Autors beigetragen, welcher mit bildlichen Beschreibungen daher kam, die mir halfen, direkt in die Geschichte abzutauchen und obwohl die Welt, in welcher sie spielt, eine ganz andere ist, konnte ich sie mir super gut vorstellen.

    Ebenso mochte ich den Sprecher des Hörbuches super gern. Er hat eine sehr ruhige aber perfekt passende Stimme und eine super Betonung. Am meisten haben mir dabei allerdings die verschiedenen Effekte gefallen, die bei der Vertonung des Hörbuches genutzt wurden.


    Und auch die Geschichte mochte ich sehr gern. Diese ist mal nicht diese nullachtfünfzig Fantasygeschichte im Jugendbuchformat, sondern zumindest für mich einmal etwas ganze anderes. So vereint sie alles mögliche zwischen Zeitreise-, Fantasy-, Science Fiction- und Abenteuergeschichte, gut geschüttelt und dann auf Papier gebracht, mit einen Schuss Liebesgeschichte, wobei diese aber recht unschuldig und kindlich ist. Allerdings konnte ich sie mir auch gut vorstellen und sie erzeugte bei mir irgendwie eine Erinnerung an die eigene erste Liebe. Dazu kommt das sehr interessante und spannende Worldbuilding einer zerstörten Zukunft, in welcher die Tiere wieder die Oberhand gewonnen haben. Dadurch und auch auf andere Art und Weise gibt es immer wieder sehr spannende Wendungen und es kommt zu recht nervenzehrenden Szenen, die wirklich gut geschrieben waren. Dennoch wirkte dieser erste Band der Trilogie eher wie ein Einführungsband und endet dementsprechend auch mit einem recht großen Cliffhanger, so dass ich gleich zum zweiten Band greifen werde.


    Die Charaktere in diesem Band sind zum größten Teil Jugendliche um die fünfzehn Jahre, wobei ich diese aber sehr greifbar geschrieben finde. So verhalten sie sich auch wie Teenager, sind mal ängstlich, mal aufbrausend, mal selbstbewusst und mal unsicher oder auch alles gleichzeitig. Aber genau das machte sie eben auch sehr menschlich und realistisch. Ebenso mochte ich, dass sich der Autor bei seinem Protagonisten Jem für einen Jungen mit dunkler Haut entschieden hat. 


    Für mich ist dieser erste Band jedenfalls ein richtig guter und spannender Auftakt einer hoffentlich weiterhin spannenden und interessanten Jugendbuchtrilogie, bei welchem ich riesige Lust habe, direkt weiterzulesen, beziehungsweise zu hören und ich freue mich schon auf weitere Abenteuer mit Lucie, Jem und den anderen. 

  10. Cover des Buches Abendruh (ISBN: 9783442374830)
    Tess Gerritsen

    Abendruh

     (410)
    Aktuelle Rezension von: schnad

    In diesem Fall der Rizzoli & Isles Reihe treffen wir erneut auf einige Protagonisten aus früheren Fällen und ich fand die Story wirklich sehr spannend. Diesmal handelt es sich um drei Pflegekinder, die unabhängig voneinander eine Reihe von brutalen Mordanschlägen jeweils als einzige überleben - und das nicht zum ersten Mal. Zwei Jahre zuvor überlebten sie schon einmal  - und verloren dabei ihre Familien.

    Schon bald ist klar: das kann kein Zufall sein, irgendwo muss ein Zusammenhang zwischen diesen Kindern bestehen - nur wo?

    Maura und Jane machen sich auf die Suche und decken ein Geheimnis auf, welches am Anfang niemand ahnen konnte...

    Ich fand sowohl die Idee hinter dem Buch, als auch die Umsetzung sehr gelungen und spannend. Sicherlich wirkt die ein oder andere Szene etwas konstruiert, aber das kann den Gesamteindruck des Buches meiner Meinung nach nicht schmäleren. Schön fand ich, dass auch einige bekannte Gesichter wieder einen Platz in der Geschichte fanden (u.a. Julien mit seinem Bear und Anthony Sansone).

    Da man hier keine halben Sterne abziehen kann und ich 4 zuwenig finde, bekommt das Buch die volle Punktzahl. Ich bin jetzt schon auf den Nachfolgeband gespannt.

  11. Cover des Buches Das Labyrinth ist ohne Gnade (ISBN: 9783401067902)
    Rainer Wekwerth

    Das Labyrinth ist ohne Gnade

     (302)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Die Odyssee hat ein Ende, aber dann ist doch alles offen. Mehr als gemein!


    Inhalt: Drei Jugendliche landen in einer Wasserwelt. Sie suchen nach wie vor die Tore, die sie ihrem Ziel näher bringen sollen: ihr wahres Leben. - Doch das vermeintlich rettende Schiff entpuppt sich als Falle im Sturm. Auf einer Rettungsinsel können zwei eine Insel erreichen, wo die letzte ihrer Gefährtin noch hilft.
    Nach dem letzten Tor ist Mary allein. Ihre Freunde und Weggefährten helfen ihr noch nach und nach zum Ziel. - Völlig erschöpft gelangt Mary durch das finale Tor. Aber diese Welt erscheint ihr auch nicht wie ihre. - Stück für Stück deckt sie ein fürchterliches Geheimnis auf.


    Fazit: Band 3 knüpft direkt an den zweiten Band an. Ein Stück der Handlung wird aus anderer Sicht wiederholt. Das reicht allerdings so gar nicht als Erklärung, was genau hier los ist und worum es geht. Steigt man also mittendrin in die Handlung ein, hat es leider absolut keinen sinn, weil man keine Chance hat hier noch irgendwie verständlich einzusteigen. In dem Fall wäre die Handlung wohl nur eine unverständliche Aneinanderreihung von Ereignissen.
    Die handelnden Personen haben sich inzwischen auf drei reduziert und somit hatte auch ich eine Chance, die Namen zu behalten. Ich bin auch gleich um einiges besser hinterher gekommen und hatte wesentlich mehr Kopfkino vor meinem geistigen Auge, als bei den Bänden zuvor. In diesem Band hatte ich wirklich den meisten Lesespaß und das ganze Buch an nur einem Wochenende durch.
    Endlich hat die komplette Trilogie auch einen Sinn für mich ergeben. Ich habe endlich erfahren, wie die Jugendlichen in diesen Schlamassel geraten sind. - Das Finale war natürlich hochdramatisch und hat der Story noch einmal einen vollkommen neuen Aspekt verliehen. Wobei das Ende offen bleibt. Das fand ich mal wirklich gemein. Da scheint wenigstens eine von den sieben zu überleben, nur um sich dann erneut in Gefahr zu begeben. Warum? Das wirkt für mich so, als wollte sich Herr Wekwerth noch Stoff für mindestens ein weiteres Buch offen halten.


    Der ganze Schreibstil ist typisch eines Jugendbuches sehr einfach gehalten. An manchen Stellen schon zu einfach, wenn alles bis ins kleinste Detail beschrieben ist, dass kaum noch Raum für eigene Vorstellungskraft und Fantasie bleibt. - In diesen Fällen stoppte die Handlung leider. Lag wohl auch daran, dass ich das Interesse verloren habe.
    Den Spannungsbogen muss man hier in jedem Fall über alle drei Bände betrachten. Das baut sich langsam auf und spitzt sich mehr und mehr zu. Schon allein in der Form, dass man sich eine der sieben Personen heraus filtert, zu der man hält und von der man will, dass sie überlebt.


    Ich habe keine Ahnung, ob ich dieses Buch empfehlen soll. Es ist in jedem Fall das Finale einer Trilogie, die man unbedingt der chronologischen Reihenfolge nach lesen sollte. Nur so ergibt sich wirklich die volle Tragweite der ganzen Handlung.

    Die Längen zwischendurch verderben den Spaß leider etwas

  12. Cover des Buches The Stand - Das letzte Gefecht (ISBN: 9783453438187)
    Stephen King

    The Stand - Das letzte Gefecht

     (783)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Natürlich erinnert das Szenario mit dem Virus an unser derzeitiges Problem und es gibt so kleine Details, die einen an die jetzige Situation denken lassen - aber im Buch ist die Anzahl der Überlebenden so hoch, wie bei uns die Verstorbenen - die Welt erscheint hier also nahezu leer.
    Bis Amerika allerdings "entvölkert" ist, dauert es schon eine Weile, denn King lässt sich hier mal wieder sehr viel Zeit, um die Protagonisten, die eine Rolle spielen, gut kennenzulernen.

    Bis dahin beschreibt King aber sehr gut, wie das ganze abläuft. Es startet mit der Flucht aus einem Militär-Stützpunkt, einer Flucht aus Angst, die jedoch über das Schicksal der Menschen auf der ganzen Welt bestimmen wird. Der Virus kommt hier aus dem Labor, das er nie hätte verlassen sollen und breitet sich unglaublich schnell aus: Überlebenschance so gut wie Null.
    Wie das ganze seine Kreise zieht und sich ausbreitet erlebt man mit einigen Figuren, wie dem Musiker Larry, dem taubstummen Nick, der schwangeren Frann oder dem jungen Mann Stu. Deren Leben und die Veränderungen werden detailliert geschildert, wie man es von dem Autor kennt, das macht er ja sehr gerne - und dadurch lernt man jeden von ihnen auch sehr gut kennen. King´s Gespür fir seine Figuren ist schon jedes Mal wieder phänomenal!

    Diese Überlebenden haben eigentlich eine perfekte Chance, wieder zusammen zu finden und das Leben der Menschen von Grund auf neu zu organisieren. Natürlich gibts da auch ein paar irre Schläger und Waffenfanatiker, die das für sich ausnutzen wollen und denen man lieber nicht über den Weg laufen sollte. Vor allem auch das Fehlen medizinischer Versorgung ist wohl der schlimmste Faktor. Ein Gruppe, die ohne Arzt unterwegs ist, hat auch bei kleinen Infektionen wenig Chancen.
    Ansonsten könnte es aber eine Chance auf einen Neuanfang sein. Die Umwelt erholt sich, die Menschen finden sich, Techniker können den Strom wieder hochfahren und die kleinen Städte neu bewohnbar gemacht werden.
    Bei The Walking Dead kamen hier ja noch die Gefahr der Zombies dazu; und für King war das Drama wohl auch noch zu wenig, denn er stellt den Überlebenden einen Gegenspieler: den "dunklen Mann", den "eitlen Geck", eine Art Handlanger des Teufels, der seine ganz eigenen Vorstellungen hat, wie die Zukunft auf Erden aussehen soll. Und natürlich strömen auch zu ihm die Menschen - jene, die sich von der dunklen Aura der Macht und des Bösen angezogen fühlen.
    Dabei geht er teilweise auf sehr subtile und brutale Weise vor, um sich seine Anhänger gefügig zu machen und auch hier lernt man einzelne Charaktere näher kennen um zu verstehen, wie sie in seine Fänge geraten sind.

    Zum einen ist es wieder mal eine genial erzählte Geschichte, zum anderen gibt es aber auch wieder einige Längen. Mit 1400 Seiten kann man es schon als Mammutwerk betrachen, umso mehr fand ich es etwas schade, dass dieses "letzte Gefecht" auf die letzten 200 Seiten runtergebrochen worden ist und auch nicht das Spektakel war, das ich mir darunter vorgestellt hatte. Im Fokus steht das über- und weiterleben und die Bildung der Gruppen und wie sich diese miteinander verhalten.
    Andererseits hat er mit den Figuren wieder großartige Charaktere geschaffen, zum Beispiel mit dem taubstummen Nick, der sich nur mithilfe von Notizen verständigen kann - oder gerade auch mit Tom, der geistig zurückgeblieben ist, aber gerade dadurch eine besonders liebenswerte Art hat und dem zwischendurch die besten Gedanken kommen:

    Gerade das hatte ihm in [...] gefehlt, überlegte er: einfach Liebe. Gewiss, es gab genug nette Leute, aber in ihnen war wenig Liebe. Sie waren zu sehr mit ihrer Angst beschäftigt. Und dort, wo es nur Angst gab, gedieh Liebe nicht so besonders gut, ebenso wenig wie Pflanzen an Stellen wuchsen, wo es immer dunkel war.
    -Zitat-

    Dem "Bösen" hat King Mutter Abagail gegenübergestellt. Eine alte, wirklich sehr alte Frau, von der die Menschen träumen. Mit Träumen, Visionen und "dem Shining" spielt der Autor auch hier wieder und stellt die Menschen vor die Frage nach Gottes Glauben und Führung.

    Das wird auch einmal in einem Gespräch vertieft, das ich sehr berührend fand. Im Raum stand die Frage nach dem Sinn ihrer Aufgabe:

    "Vielleicht, um durch einen Reinigungsprozess Kraft und Frömmigkeit zu erlangen", sagte Glen. "Ihr müsst wissen, dass es hier symbolisch darum geht, Dinge abzuwerfen. Es ist eine Art Magie. Wenn man Dinge abwirft, wirft man auch andere Dinge ab, die symbolisch mit ihnen verbunden sind. Man beginnt einen Reinigungsprozess. Man beginnt, das Gefäß zu entleeren."
    -Zitat-

    Glen erklärt hier, wie man durch zeitweiligen Verzicht eine andere Sicht auf das Leben bekommt. Er spricht auch über die Initiationsriten von Stämmen, bei denen gefastet wird und bestimmte Aufgaben erfüllt werden müssen. Eine Tradition, die schon über tausende von Jahren den Menschen begleiten.
    Für mich betrifft es eher den "häuslichen" Gebrauch, mich von "Dingen" zu lösen, die ich nicht unbedingt brauche, die mich eher fesseln als befreien und je mehr ich mich von diesem Ballast lossage, desto mehr Raum schaffe ich für anderes.
    Übrigens ja auch heute noch praktiziert im Sinne der Fastenzeit, wobei mir der eigentliche Zweck nicht mehr so ganz überlebt hat.
    Glen beschreibt es auch wie eine Batterie, die sich nicht voll aufladen kann, wenn sie nicht entladen wird. Den Vergleich fand ich sehr treffend.

    Was so ein "Neustart" wirklich bewirken würde ist schon eine Überlegung wert. Wie King hier die positive Seite des Wiederaufbaus mit kleinen negativen Steinchen spickt, die einem beim weitergehen immer wieder in die Füße stechen, hat er sehr gut gemacht!

    Insgesamt ein wirklich fesselndes und sehr wirklichkeitsnahes Endzeit Szenario, das an einigen Stellen zu ausufernd ins Detail geht. Mit dem Ende hatte ich mir etwas anderes erwartet, aber vielleicht muss ich das einfach auch noch etwas sacken lassen, denn ich hab so eine leise Ahnung, das ich noch nicht ganz erfasst habe, was King hier wirklich damit aussagen wollte.

  13. Cover des Buches Das Mädchen mit den blauen Augen (ISBN: 9783352008764)
    Michel Bussi

    Das Mädchen mit den blauen Augen

     (202)
    Aktuelle Rezension von: TheCoon

    Im Jahr 1980 stürzt ein Flugzeug über Frankreich ab und alle Passagiere bis auf ein dreimonatiges Baby sterben. Doch an Bord waren zwei Babys in diesem Alter. Um wen handelt es sich also? In einer Zeit, in der DNA Tests noch nicht an der Tagesordnung sind, stellt diese Tatsache die Hinterbliebenen vor ein großes Problem und ein Streit um das Sorgerecht des Kindes bricht los. Ein Detektiv wird engagiert, der Licht ins Dunkle bringen soll. Zum 18. Geburtstag des Mädchens will er ihr seine Ergebnisse präsentieren.

    Ein Fall voller Rätsel, Fragen und verdrehter Tatsachen. Denn die Familien beider Babys wollen daran glauben, dass ausgerechnet ihr Schützling überlebt hat. Während der Spurensuche bekleckert sich niemand mit Ruhm, jeder wird zur Schachfigur. Das Mädchen wächst währenddessen mit dem Zweifel an ihrer eigenen Identität auf, was ihr Leben logischerweise bestimmt und schwierig gestaltet.

    Obwohl die Ängste und Konflikte der Protagonisten ausführlich beschrieben werden, fehlt es mir doch an Tiefe und Charakter. Die Verteilung, wer nun der Böse und wer der Gute ist, ist offensichtlich und nicht sehr einfallsreich gestaltet.

    Wie man es sich von Thrillern erhofft, kommt es zu Wendungen und Enthüllungen, die gleichermaßen spannend und unvorhersehbar sind. Bis zum Schluss ist man hin- und hergerissen um welches der beiden Mädchen es sich nun handeln soll. Der flüssige Schreibstil trägt außerdem dazu bei, dass Seite für Seite dahinfließt bis man plötzlich des Rätsel Lösung gegenübersteht.

  14. Cover des Buches Die Saat (ISBN: 9783453435186)
    Guillermo del Toro

    Die Saat

     (380)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

     Inhalt: New York, Flughafen. Eine Maschine aus Europa landet – und bleibt plötzlich stehen. Die Lichter gehen aus, nichts rührt sich mehr. Was ist geschehen? Ein Terroranschlag? Eine Seuche? Oder etwas ganz und gar Unvorstellbares ... Für Ephraim Goodweather, den Chef des New Yorker Seuchenpräventionsteams, ist es keine Nacht wie jede andere. Für die gesamte Menschheit ist es keine Nacht wie jede andere. In dieser Nacht kommt auf dem John-F.-Kennedy-Flughafen eine gerade gelandete Maschine unvermittelt zum Stehen, der Pilot bricht den Funkverkehr ab, alle Lichter erlöschen. Goodweather trommelt seine Leute zusammen, und gemeinsam betreten sie das Flugzeug. Es bietet sich ihnen ein gespenstisches Bild: Die Passagiere sitzen aufrecht in ihren Sesseln und rühren sich nicht. Als Goodweather näher herangeht, bemerkt er bei allen einen kleinen Schnitt am Hals. Und er macht eine weitere unglaubliche Entdeckung: Die Passagiere leben – aber sie sind keine Menschen mehr ... Nein, es ist keine Nacht wie jede andere: In dieser Nacht beginnt der epische Kampf gegen das Böse, das gekommen ist, um New York zu erobern. Und nicht nur diese Stadt, sondern die ganze Welt. 

    Daten: Herausgeber: Heyne Verlag Sprache: Deutsch Gebundene Ausgabe: 528 Seiten ISBN-103453266390 ISBN-13978-3453266391 

    Meinung: Am Anfang habe ich mir gedacht, okay. Da wird ein Unwesen gejagt. Dann kamen die ersten Verwandelten und ich dich, ok, so ein Zombiebuch. Ich fand es etwas grausam und dann wurde ich überrascht, als ich erfahren habe, dass es Vampire sind. Wenn man sie tötet kommen kleine Würmer raus. Die Vampire haben auch einen Stachel. Vollkommen anders als andere Vampirebücher und deshalb auch so großartig. Kann das Buch nur jedem empfehlen.

  15. Cover des Buches Die Wolke (ISBN: 9783473580149)
    Gudrun Pausewang

    Die Wolke

     (918)
    Aktuelle Rezension von: Frank2

    Ich kennen Eltern, die ihren Kindern die Lektüre dieses Buches untersagen. Nachdem ich mich im Zuge des Deutschunterrichts meiner Tochter mit dem Buch beschäftigt und es gelesen habe, muss ich zugeben, dass die besagten Eltern aus meiner Sicht gute Gründe dafür haben.

    Ich will diese Auffassung begründen.

    Das Buch ist Fiktion, und darf deshalb auch fiktionale, sprich spekulative Inhalte haben. Die Autorin setzt diese fiktive Handlung aber bewusst in einen 100% realen Rahmen. Der Reaktor, die Orte und der Zeitrahmen sind Realität. Damit wird ein Umfeld geschaffen, dass die Handlung sehr plastisch macht und denkbar erscheinen lässt.

    Das ist sie mitnichten. Dafür gibt es 2 wesentliche Gründe:


    1. Das Bild der technischen Katastrophe ist haarsträubend überspitzt, die Darstellung der unmittelbaren Folgen ebenfalls (auf Spätfolgen wird im Buch nicht weiter eingegangen).


    Die Autorin benennt einen Reaktorunfall, der schlimmer sei als der 1986 in Tschernobyl. Sie bleibt aber jedwede Erklärung schuldig, wie ein solcher Unfall einhergehen könnte. Es ist auch schwer vorstellbar, was folgenschwerer sein soll, als, dass der Reaktor eines Kernkraftwerks samt aller ihn umgebenden Hüllen gesprengt wird und der Inhalt des Reaktors in die Umwelt freigesetzt wird – so geschehen in Tschernobyl. Falls man eine thermonukleare Kettenreaktion wie bei einer Kernwaffe in Betracht zieht, so sei gesagt, dass die physikalischen Voraussetzungen dafür in einem Kernkraftwerk nicht gegeben sind, und auch nicht durch die Umstände eines wie auch immer gearteten Unglücksfalls entstehen können.

    Dennoch beschreibt die Autorin unmittelbare Folgen, die ihrer Fernwirkung z.T. weit über die des Atombombenabwurfs über Hiroshima hinaus gehen. So wird z.B. der Protagonistin Janna-Berta eine schwere Strahlen-Krankheit attestiert (Erbrechen und Haarausfall – Strahlenbelastung 2-4 Gy), die sie in 87 km Entfernung zum Unglücksort erlitten haben soll. Das ist vollkommen unrealistisch. In Tschernobyl erlitten nur Menschen diese Schwere der Strahlenkrankheit, die für Aufräumarbeiten unmittelbar am verunglückten Reaktor eingesetzt waren. In Hiroschima war der Radius um den Mittelpunkt der Bombenexplosion, innerhalb dessen man dieser Belastung durch Primär-Strahlung ausgesetzt war, 1 - 2 km. Die Autoren verortet solche Erkrankungen bis 100 km Luftlinie vom Kernkraftwerk entfernt. Auch wenn man den radioaktiven Fallout als Ursache in Betracht zieht, sei darauf hingewiesen, dass es in Hiroshima nur innerhalb des inneren Stadtgebietes, und in Tschernobyl nirgends außerhalb des Kraftwerks selbst zu derartigen Belastungen durch den Fallout kam.

    Nach der Autorin waren ferner die Menschen in der sogenannten Todeszone so verstrahlt, dass sie eine Gefahr für andere Menschen darstellten, weshalb sie den Unglücksort nicht verlassen durften. Eine solche Verstrahlung ist nicht möglich. Eine Strahlungsdosis, die die Elemente im Körper eines Menschen derart aktiviert, dass er selbst zur Strahlungsquelle wird, wäre tausendfach tödlich, und wird weder bei einem Kernwaffeneinsatz, geschweige denn bei einem Reaktorunglück freigesetzt. Die Radioaktivität, die bei einem Reaktorunglück freigesetzt wird, speist sich nahezu ausschließlich aus radioaktiven Nukleiden der Brennstäbe, die an Stäuben durch die Luft transportiert werden, dem Fallout. Dieser haftet oberflächlich an, und kann abgewaschen werden. Damit wären die betroffenen Menschen, unabhängig von der Strahlungsdosis, die sie erlitten haben, selbst „strahlungsfrei“.

    Weiter: In der 10 km entfernten Stadt Schweinfurt hätte keiner überlebt – das ist ebenfalls eine Folgewirkung, die nicht einmal die Hiroshima-Bombe im entferntesten hätte bewerkstelligen können.

    Insgesamt sind alle Beschreibungen der Folgen des Unglücks entweder hoffnungslos übertrieben oder frei erfunden, so gut wie immer aber sachlich falsch.


    2. Der Staat und seine Organe werden durchgehend als korrupt, unfähig oder lächerlich abqualifiziert, die Bevölkerung als weitgehend asozial.


    Die Autorin benennt als Schuldigen an der Katastrophe den Staat und seine korrupte Bürokratie. Dabei bleibt sie jedwede Erklärung schuldig, welches korrupte Verhalten genau zur Katastrophe geführt haben soll. Die Vorwürfe sind immer diffus – sowohl inhaltlich als auch in ihrer Zielrichtung. Dabei werden dem Leser diese Vorwürfe in einem Dauer-Stakkato präsentiert, das eher kindisch als dramatisch wirkt.

    Den Behörden und den ausführenden Kräften wird ferner so weitreichende Unfähigkeit im Umgang mit dem Unglück unterstellt, dass den Beamten der Befehl erteilt wird, die Menschen, die die „Todeszone“ verlassen wollen, zum Schutz der anderen zu erschießen. Abgesehen davon, dass aus o.g. Gründen, vereinfacht gesprochen, eine gründliche Dusche genügt hätte, um diese Menschen zu dekontaminieren und damit die Gefahr für andere zu beseitigen, ist ein solcher Befehl in einem Rechtsstaat wie dem unseren auch in Katastrophenfällen nicht möglich.

    In jeder Situation im Buch, in der Kräfte der Polizei oder des Staatsschutzes auftauchen, werden diese als vollkommen unfähig dargestellt und damit Gewalt gegen diese Kräfte legitimiert.

    Vom Autofahrer, der den kleinen Bruder der Protagonistin überfährt und ungerührt Fahrerflucht begeht bis zu der alten Frau, die Janna-Berta mit Hinweis auf ihre mögliche Verstrahlung ein Glas Wasser verweigert, begegnen dem Leser eine ganze Reihe von egoistischen und kaltherzigen Mitbürgern, die den Eindruck erwecken, die ganze Gesellschaft hätte sich im Angesicht der Katastrophe weitgehend entsolidarisiert. Wer Berichte aus Katastrophengebieten oder auch aus den Weltkriegen kennt, weiß, dass im Allgemeinen das Gegenteil der Fall ist: Extremsituationen führen bei den meisten Beteiligten zur Solidarisierung. Ausnahmen gibt es immer, aber warum die Autorin der deutschen Gesellschaft asoziales Verhalten in einem solchen Ausmaß unterstellt, bleibt unklar. Tendenziell werden zudem die eher hilfsbereiten Mitmenschen in der Gruppe der Kernkraftgegner verortet, die Egoisten (Großeltern - bleiben im Urlaub, während die Familie in höchster Not ist) in die Gruppe der Kernkraftbefürworter. Ebenfalls ein ärgerlicher, billiger, tendenziöser „Kunstgriff“.


    Fazit


    Beim Lesen des Buches wird man das Gefühl nicht los, die Autorin versucht eher, dem Leser Ihre politische Meinung zu oktroyieren, als eine aufrüttelnde Geschichte zu erzählen. Dafür konstruiert sie ein in fast jeder Hinsicht völlig überzogenes Katastrophenszenario in eine reale Umgebung. Sie bleibt dem Leser jede Erklärung für das Unglück und die seltsame Entsolidarisierung der Mitmenschen schuldig. Sie teilt die Menschen in inakzeptabler Weise entlang ihrer jeweiligen Positionierung zum Thema Kernkraft in gut und böse ein. Sie nimmt sich nicht die Zeit, die Charaktere der Hauptprotagonisten zu entwickeln, sondern wirft sie direkt ins Geschehen, was dazu führt, dass der Leser zu den Figuren im Buch kaum eine Beziehung aufbauen kann. Sie schimpft in einer fast grotesken Frequenz auf Politik und Staat, ohne auch nur einmal konkrete Verfehlungen im Zusammenhang mit der Katastrophe näher zu beleuchten.

    Es heißt in vielen Rezensionen, dass das Buch den Zeitgeist widerspiegelt. Das ist nach meiner Meinung viel zu allgemein gesprochen. Es mag der Zeitgeist aus Sicht bestimmter Gruppen sein, sicher aber nicht die Empfindungslage der gesamten Gesellschaft.

    Insgesamt bleibt der Eindruck, dass dieses Buch für Heranwachsende ungeeignet ist. Es polemisiert, polarisiert und zeichnet das Bild einer kaputten Gesellschaft, wie wir sie Deutschland zum Glück nicht haben. Es ist durchzogen von Misstrauen gegen Staat und Mitmenschen. Wäre es eine klassische Dystopie in einer fiktionalen Gesellschaft mit fiktionalem super-gefährlichen Mega-Industriekomplex, in dem es zur Katastrophe kommt – geschenkt, aber hier geht es ganz klar darum, eine politische Botschaft zu transportieren, indem diese völlig unrealistische Katastrophe in das reale Deutschland an reale Orte gesetzt wird.

    Ich bin der Meinung, dass Heranwachsende, die gerade beginnen, sich mit politischen Themen auseinanderzusetzen, und damit noch kaum in der Lage sind, einen neutralen Standpunkt einzunehmen, ein solches Buch nicht lesen sollten. Es ist ein Paradebeispiel für einen unsachlichen, meinungsdiktatorischen Diskurs.


  16. Cover des Buches Die Brut - Die Zeit läuft (ISBN: 9783596035830)
    Ezekiel Boone

    Die Brut - Die Zeit läuft

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Read1ngl0ver

    Der zweite Teile der Thriller-Trilogie "Die Brut" von Ezekiel Boone "Die Zeit läuft" ist in 2017 im Fischer Taschenbuchverlag erschienen. 

    Nachdem sich die erste Welle der Spinnen-Invasion zurückgezogen hat, schnauft die Welt, insbesondere Amerika durch. Wahlloses Niederbrennen von Brutstätten,  Quarantänebestimmungen und das Vorgehen bei einer erkannten Infizierung, die an Maßnahmen aus dem zweiten Weltkrieg erinnern scheint das Spinnenproblem mitterweile beherrschbar zu sein. Neue Erkenntnisse aus Asien zeigen jedoch, dass es noch nicht zu Ende gibt und etwas viel größeres entsteht, was noch niemand erklären kann. Aufgrund der direkten Vernichtung der Entdeckung bleiben Melanie und ihrem Team nichts mehr übrig, was sie erforschen könnten. Was aber klar wird ist, dass es neue Generation von Spinnen langsam das Licht der Welt erblicken, keine blutrünstigen Monster, sondern taktisch viel weiter entwickelte Spinnen. 

    Inhaltlich überzeugt mich der zweite Teil leider nicht.  Das Thema der Apokalypse durch Spinnen, die Vernichtung der Menschheit ist generell zwar immer wieder mitreisend, dieses Buch ist leider aber von Plot zu Plot gesprungen, ohne dass wirklich viel passiert wäre. 

    Das liegt zum Einen daran, dass sich immer noch keine Verbindungen zwischen den einzelnen Handlungssträngen erkennen lassen (Schottland, Peru, diverse Punkte in Amerika,...). Außerdem bleiben die größeren Entdeckungen aus Asien und diversen Beschreibungen aus Amerika, die mit Spinnen übersät waren, sehr vage beschrieben. Häufige Beschreibungen der Kokons und Brutstätten, die immer wieder ähnlich sind, ziehen die Handlung unnötig in die Länge.  

    Zum anderen hat man immer mehr das Gefühl, dass die Darstellung der Präsidentin auf "die arme Frau" hinausläuft. Immer wieder werden Anspielungen gemacht, dass sie mit Kleinigkeiten und Emotionen zu kämpfen hat. Leider wirkt sie dadurch in Summe nicht authentisch. 

    Was mich aber überzeugen konnte war in jedem Fall der Schreibstil. Dieser war sehr flüssig zu lesen, die Kapitel waren kurz und einige der Charaktere haben mich dann doch zum Schmunzeln bringen lassen. 

    Zusammenfassend lässt sich sagen, der zweite Teil war keine Meisterleistung und hängt dem ersten Teil sehr nach. Ein grundlegend spannendes Thema, aber nur für die geeignet, für die es ok ist, wenn gewissen Handlungsstränge ins Nichts laufen

  17. Cover des Buches Maze Runner: Die Auserwählten - Im Labyrinth (ISBN: 9783551313485)
    James Dashner

    Maze Runner: Die Auserwählten - Im Labyrinth

     (1.674)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Die Auserwählten - Im Labyrinth von James Dashner

    Wow, ich muss ja mal sagen, dass ich echt Begeistert bin von dem Buch. Der Text ist flüssig geschrieben worden und man kommt gut in die Geschichte hinein.

    Vor Jahren habe ich mal den Film gesehen. Als dann das Buch im Angebot war, musste ich gleich zuschlagen. Ich wollte wissen, wie nah der Film an dem Buch es.

    Die Charaktere sind alle gut beschrieben worden und fast alle sympathisch. Die Beschreibung der Orte ist sehr detailliert und man kann sich das ganze sehr gut vorstellen.

    Freue mich schon auf den nächsten Teil. Klasse Buch.

  18. Cover des Buches Rain – Das tödliche Element (ISBN: 9783733500726)
    Virginia Bergin

    Rain – Das tödliche Element

     (248)
    Aktuelle Rezension von: secretworldofbooks

    Eigentlich ist Ruby mit ihren Leben fast zufrieden. Sitzt sie gerade ihren Traummann gegenüber. Bis es plötzlich anfängt zu regnen. Kein normaler Regen. Er ist tödlich. Sie hat nur noch ein Gedanken an ihre Familie. Sie will unbedingt nach Hause, obwohl sie ihren Stiefvater nicht mag. Als sie endlich ankommt ist nichts mehr wie es war. Sie verliert ihre Mutter und den kleinen Bruder. Nun bleibt ihr nur noch der Stiefvater und der Wille zu überleben. Bei ihren Beschaffungsgängen wird er ihr auch noch genommen. Sie beschließt sich zu ihren Vater durchzuschlagen und eine eigenwillige sowie skurille Suche beginnt. 


    Man braucht ein wenig um sich mit der eigenwilligen Protagonisten zurecht zu finden. Benimmt sie sich in manchen Situationen komisch und nicht nachvollziehbar. Sonst ist es ein gutes Buch was auch zum Nachdenken anregt. 

  19. Cover des Buches Monument 14 (1) (ISBN: 9783453411630)
    Emmy Laybourne

    Monument 14 (1)

     (164)
    Aktuelle Rezension von: EmiLilie

    Inhalt:
    Durch eine Naturkatastrophe und dessen Folgen landen 14 Jugendliche alle Altersklassen in einem Einkaufszentrum. Doch damit ist nicht genug, denn zudem entweicht ein Kampfgas einer nahen Chemiefabrik. So muss der schüchterne Dean über sich herauswachsen und muss schwierige Entscheidungen treffen.

    Cover:
    Das Cover scheint zunächst schlicht gestaltet, sodass der Titel in den giftgrünen Farben hervorsticht. Mir gefällt hierbei sehr gut, dass tatsächlich genau 14 Personen dort stehen und man den oder die ein oder andere sogar möglicherweise identifizieren kann. Mich wundert jedoch, dass alle relativ jugendlich aussehen, wo da doch auch kleine Kinder bei sind...

    Charaktere:
    Im Vordergrund steht Dean, der zu Beginn alles andere als ein Held ist. Doch nach und nach entwickelt er sich zu einem ordentlichen Charakter, der immer wieder beweist, wie fürsorglich er ist. Er ist dadurch sehr realitätsnah, was auch einige Gedanken gegenüber seinem Bruder offenbaren, die womöglich jedem Geschwisterkind in so einer Situation durch den Kopf gehen.
    Auf jeden anderen Charakter wird gut eingegangen, sodass es gerade durch deren Vielfalt nie langweilig wird, denn jeder und jede hat seine Eigenarten. Ich finde es super, dass man hier die unterschiedlichen Altersklassen mit reingemacht hat! Dadurch wird alles nochmal herausforderner.

    Handlung:
    Da ich persönlich Weltuntergangsbücher liebe, finde ich diese Reihe wirklich klasse! Es vereint mehrere Katastrophen in einem und macht es so unheimlich spannend und einzigartig! Dass so viel darauf eingegangen wird, wie sie die Kinder beschäftigen, finde ich nicht langweilig, sondern viel mehr wunderbar interessant! Denn bei dieser Bande weiß man wirklich nie, was passiert.....
    Dabei gibt es sowohl spannende als auch lustige oder gar traurige Momente, sodass von allem etwas dabei ist. Der Plot Twist ist meiner Meinung nach auch sehr gelungen und lässt sich aus einem überraschten und einem weinenden Auge sehen...
    Dennoch muss man gewahr sein, dass es an einigen Stellen nicht gerade zimperlich zu geht. Ein Kinderbuch ist es demnach nicht, aber der Weltuntergang ist eben kein Ponyhof.

    Fazit:
    Mir hat das Buch sehr zugesagt, sowohl bei den Charakteren als auch bei der Handlung. Man muss sich auf ein wenig Brutalität einstellen, d.h. inwiefern man damit klar kommt, muss jeder für sich entscheiden. Überhand nimmt dies dennoch nie.

  20. Cover des Buches Schiffbruch mit Tiger (ISBN: 9783596196982)
    Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger

     (1.013)
    Aktuelle Rezension von: Adrian00021

    Worum geht's

    Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoodrektors und praktizierender Hindu, Moslem und Christ erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Schiffbruch. Bald stehen sich nur noch zwei gegenüber - Pi und der Tiger

    Cover

    Ein schönes Cover, wobei ich die ältere Ausgabe des Covers schöner finde.

    Meine Meinung

    Eins vorweg: Ich habe dieses Buch bei Seite 280 abgebrochen. Ich hatte so meine Probleme mit diesem Buch, was 1.) daran lag, dass die ersten 120 Seiten nur über Zoo und Religion geredet wird und dadurch 2.) kaum Spannung in diesen ersten 120 Seiten und auch in den folgenden ist kaum Spannung vorhanden. Yann Martel schreibt alles so genau, was mich bei einigen Sachen einfach gar nicht interessiert. Auch seine Vergleiche mag ich nicht.

    Fazit

    Ich empfehle dieses Buch nicht, da sich das Vorgeplänkel einfach sehr lange zieht und der eigentliche Schiffbruch (worum es ja eigentlich geht) eher Nebensache in diesem Buch ist.

    1 von 5 Sternen!


  21. Cover des Buches Die Wand (ISBN: 9783548288123)
    Marlen Haushofer

    Die Wand

     (847)
    Aktuelle Rezension von: jeanne1302

    Plötzlich ist sie da, aus heiterem Himmel, die Wand.

    Und sie verschwindet nicht. Niemals mehr. Kein Entkommen. Bis zum bitteren Ende. Keine Erklärung warum, keine Hoffnung. 

    Man blättert vorsichtig im Buch weiter, ob man sich mit dieser Vermutung vielleicht täuscht und fragt sich, woher die Protagonistin ihren Lebenswillen nimmt. Schafft sie es raus? Gibt es ein raus? Nein. Warum dann weiterleben? Einsam. Eingesperrt? 

    Und dann wurde mir klar. Ich kann das nicht lesen. Mir zog es die Kehle zusammen. Abbruch. 

    Mir hat ja schon die Pandemie an Isolation gereicht. Nee...😢

  22. Cover des Buches Karolinas Töchter (ISBN: 9783746632971)
    Ronald H. Balson

    Karolinas Töchter

     (97)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Karolinas Töchter ist ein Roman von Ronald H. Balson, einem Autor, der mich mit jedem Buch erneut begeistert.

     

    Zwei habe ich schon gelesen - nun habe ich die wahre Geschichte gelesen von einer Frau und deren Preis für das Überleben - in Romanform gepackt, extrem spannend und lebendig.

     

    Wir lernen Lena Woodward kennen, die ein Versprechen erfüllen möchte, welches sie vor vielen Jahren ihrer Freundin gab - Karolina. Mehr als 50 Jahre ist es her. Liam und Catherine ermitteln zum ersten Mal. In dieser Geschichte lernt man die beiden kennen, die mir mittlerweile ein lieb gewonnenes Duo geworden sind.

     

    Karolins Zwillingstöchter möchte Lena finden, die einst in Polen verschollen waren und bisher nicht wiedergefunden wurden. Warum aber nach so vielen Jahren ??? Wir gehen auch zurück in die Vergangenheit ins jüdische Ghetto und erleben alles noch einmal hautnah und lebendig. Die Geschichte Polens während des 2. Weltkrieges und die der Charaktere wird aufgerollt.

     

    Das es eine wahre Geschichte ist, macht das Ganze noch wirklicher - bringt Gänsehaut und geht emotional ans Herz. Wir lesen aus dem 2013 in Chicago und aus dem Jahr 1939 in Polen, wandeln zwischen den Zeiten, aber das ist nicht schwierig zu lesen, im Gegenteil, sehr vorteilhaft, um alles komplett zu verstehen. Lenas Vater kämpft gegen die Besatzungsmächte. Die Familie wird schließlich verhaftet, nur Lena nicht - die mit ihrer Freundin Karolina im Ghetto versucht zu überleben. Lena geht in den Widerstand und Karolina .... - nein, das verrate ich nicht - es ist eine zu Herzen gehende Geschichte, die man glaubt, sie ist ja auch wirklich passiert, aber bestimmt nicht nur einmal, ich denke, vielfach ist sie ähnlich geschehen. 2013 ist Lena eine alte Dame und sucht die Töchter Karolinas. Ob sie sie finden kann, auch das lasse ich mal offen, in jedem Fall ist das Buch extrem lesenswert - hat mich fasziniert und ich konnte es aufgrund seiner lebendig authentischen fesselnden Schreibweise nicht aus der Hand legen.

  23. Cover des Buches Battle Royale (ISBN: 9783453437210)
    Koushun Takami

    Battle Royale

     (193)
    Aktuelle Rezension von: Raiden

    Leider ist die Ausgabe exterm fehlerhaft. Vor allem gramatikalisch. Und wenn so was sogar mir auffällt heisst das was ; )

    Die Übersetzung ist auch nur mäßig gelungen.

    Dafür ist die Geschichte sehr gut. Vor allem im Zusammenhang, wie der Battle-Royal-Hype seit der Veröffentlichung immer mehr wird. Tribute von Panem sind Inhaltlich z.B. ziemlich stark hier abgekupfert.

    Am Beginn tat ich mir etwa schwer, da der Leser gleich mit an die 40 japanischen Vor- und Nachnamen inkl. kurzer Beschreibung überladen wird.

    Das wird aber deutlich besser. Es wäre ein tolles Lesevergnügen aber hier hat Heyne leider viel falsch gemacht mMn.

  24. Cover des Buches Klammroth (ISBN: 9783785761076)
    Isa Grimm

    Klammroth

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Lottchen

    ‚Klammroth‘ von Isa Grimm bzw. Kai Meyer hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte schon einiges über das Buch gehört und wollte es schon seit einer Weile lesen, was ich jetzt endlich geschafft habe. Es hat sich gelohnt.

    Die Geschichte handelt sich um Anais, die mit ihrer Tochter Lily nach Klammroth fährt, nachdem ihr elterliches Haus abgebrannt ist und ihre Stiefmutter dabei ums Leben gekommen ist. Da ist die Frage: Was ist genau passiert? War es ein Unfall, Selbstmord oder vielleicht Mord? Aber dabei bleibt es nicht. Als Leser merkt man ziemlich schnell, dass das nur der Aufhänger der Handlung ist und in Klammroth viel mehr los ist. Von Anfang an wird klar, dass der unheimliche Tunnel eine sehr große Rolle spielen wird und natürlich die Vergangenheit von Anais. Sofort wird eine bedrohliche Atmosphäre dargestellt, in der man als Leser ziemlich schnell gefangen wird.

    Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Man kann sich alles ganz gut vorstellen und das Buch liest sich wie einem Film. Das hat auch mit der Geschwindigkeit der Geschichte zu tun. Die Kapitel sind kurz gehalten und erhöhen deswegen das Tempo. Es gibt keine Seite, wo nichts passiert. Als Leser wird man auch ständig dazu gezwungen mitzudenken. Auf der eine Seite möchte man entdecken, was mit Anais‘ Stiefmutter passiert ist, anderseits ist es aber noch viel spannender herauszufinden, was genau während des großen Busunfalls passiert ist, wovon man die Spuren bei den Bewohnern in Klammroth noch deutlich sehen kann.

    Anais war für mich eine interessante Protagonistin. Dazu muss ich sagen, dass die anderen Protagonisten eher weniger ausgearbeitet wirkten. Sie waren da, weil man sie für die Geschichte gebraucht hat, aber eine tiefere Emotionalität habe ich während des Lesens nicht gespürt. Trotzdem hat es mich nicht so gestört, weil Anais ganz klar im Vordergrund stand und die ganze Handlung sich um sie gedreht hat. Sie will eigentlich gar nicht in Klammroth sein, hat aber keine Wahl, und wird durch die Geschehnisse gezwungen sich ihre Vergangenheit zu stellen. Man merkt schnell, dass sie schwerwiegende Probleme hat, und das wird auch in der Geschichte immer deutlicher. Der Autor versucht, den Leser zu verwirren, in dem er den Eindruck erweckt, dass Anais durch ihre psychische Erkrankung, die Welt manchmal anders wahrnimmt und man deswegen nicht genau sagen kann, ob das, was man als Leser aus ihren Augen erfährt, echt ist oder doch eher Wahnvorstellungen sind. Das erhöht meiner Meinung nach die Spannung, weil man nicht mehr weiß, ob man sie, die Hauptprotagonisten, vertrauen kann oder nicht.

    Insgesamt eine sehr tolle Horror-Geschichte, wo man als Leser richtig gut mitfiebern kann. Durch das Setting: Klammroth, ein kleines Dorf, inzwischen still und vergessen, dass aber viele alten Wunden mit sich schleppt, und dazu noch das dunkle Regenwetter, dass sich durch die ganze Geschichte zieht, wird eine düstere Atmosphäre hervorgerufen, die das Bedrohliche noch verstärkt. Auf jeden Fall eine lesenswerte Geschichte.

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