Bücher mit dem Tag "ulm"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ulm" gekennzeichnet haben.

59 Bücher

  1. Cover des Buches Post Mortem - Tränen aus Blut (ISBN: 9783596031429)
    Mark Roderick

    Post Mortem - Tränen aus Blut

     (290)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ein sehr spannender Thriller mit einem Grundthema, das unter die Haut geht. Sehr gut haben mir die beiden wechselnden Perspektiven gefallen. Das brachte noch zusätzliche Abwechslung und Spannung ins Geschehen. Weniger gefallen hat mir die Anziehung zwischen Emilia und ihrem neuen Partner. Irgendwie passte das für mich nicht in diesen brutalen Thriller. Dennoch ein sehr gutes Buch; ich freue mich auf die Fortsetzung!

  2. Cover des Buches Die Fliege (ISBN: 9783956690532)
    Silvia Stolzenburg

    Die Fliege

     (51)
    Aktuelle Rezension von: KerstinTh

    Anna Benz ist Mitte dreißig und Kommissarin im Stuttgarter Dezernat 11. Sie kommt gerade aus einem zweiwöchigen Urlaub zurück, als das Dezernat einen neuen Fall bekommt. Es wurde eine in Müllsäcke eingewickelte Leiche gefunden. Die Beamten wissen lange nicht, wer die Leiche ist. Der Leser hingegen weiß es seit der ersten Seite, auf der der Mord an Tobias Hofmann detailliert beschrieben wurde. Die Beamten stehen vor einem großen Rätsel. Ihr einziger Zeuge ist fünf Jahre alt. Schnell finden sie sich in der Hackerszene wieder. Doch worum geht es bei diesem Mord – warum musste Tobias sterben?

    Anna Benz ist die Hauptakteurin in diesem Krimi. Der Leser erfährt zwar nicht allzu viel über sie – sie ist in einer Beziehung mit dem Lehrer Jens und sie fahren gern Rad – aber trotzdem ist Anna Benz durch ihre Art sehr sympathisch. Der Krimi scheint sehr gut recherchiert zu sein. Vor allem die Szenen in der Gerichtsmedizin kamen mir sehr realistisch vor. Man hatte das Gefühl, als wäre man selbst im Obduktionssaal dabei. Die Handlung startet schon zu Beginn sehr rasant. Leider fehlten mir aber die große Spannung und der Nervenkitzel. Schnell war klar, wer hinter allem steckt und wie es zu den Morden kam. Rausgerissen haben es dann aber die Handlungsorte, da diese mir alle bekannt waren. Letztendlich erhält dieser Stuttgart-Krimi von mir drei von fünf Sternen. Er ist gut recherchiert, angenehm geschrieben und er hat eine sympathische Kommissarin, aber er ist leider nicht spannend genug.
  3. Cover des Buches Der Teufelsfürst (ISBN: 9783937357751)
    Silvia Stolzenburg

    Der Teufelsfürst

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Thunderdreamer

    Kein Roman über Vampire und Untote, dafür ein historischer Roman, der im fünfzehnten Jahrhundert angesiedelt ist und die Geschichte des „wahren“ walachischen Fürsten Vlad Draculea erzählt, der wohl als Vorbild des Vampirromans diente. Dieser erlitt in seiner Jugend, als Geisel am türkischen Sultanshof, unglaubliche Brutalität, wurde geschlagen, gefoltert und zum Kriegsdienst gezwungen. Eine Jugend, die ihn prägte und später, als Fürst der Walachei, ebenso grausam handeln ließ.

    Zugleich wird hier die Geschichte der Ulmer Kaufmannstochter Zehra von Katzenstein erzählt, die in ihrer Heimatstadt einer Intrige zum Opfer fällt und daraufhin als Hexe verurteilt und verbannt wird. Auf abenteuerlichen Wegen gelangt sie schließlich an den Hof des Fürsten Vlad  und wird seine Geliebte.

    Ein weiterer Strang der Geschichte widmet sich Zehras Bruder Utz, der als Kaufmann in Ulm und auf weiten Handelsreisen gen Osten, ebenfalls einige Abenteuer zu bestehen hat.

    Die von der Autorin gewählte Erzählweise ist für den Leser ein wenig anstrengend. Ständig springt man vom Sultanshof in der Türkei nach Ulm, von der Walachei nach Transsylvanien etc. Da ist es schon eine Herausforderung, all die handelnden Personen im Blick zu behalten und dem Handlungsstrang zu folgen. Zudem muss man ein gehöriges Maß an Unerschrockenheit mitbringen, um die doch recht detaillierten Schilderungen der verschiedenen Foltermethoden zu ertragen. Man fragt sich manchmal, ob es wirklich sein kann, dass ein einzelner Herrscher derart in seinem Land wütet … Rechnet man einmal die damalige Bevölkerungszahl gegen, müsste Vlad Draculea die ihm gehörenden Ländereien fast entvölkert haben. Aber nur so viel dazu. Sicher, die Zeiten waren vermutlich um einiges härter als das heute der Fall ist. Aber dennoch, da geben ich einem meiner Vorrezensenten Recht, wäre eine etwas weniger detaillierte Schilderung ausreichend gewesen. Nach dem zwanzigsten Pfählen eines Gegners reicht es eigentlich, wirklich vorstellen möchte man es sich nicht.

    Insgesamt vermag die Geschichte durchaus zu fesseln, und wer sich nicht an detaillierten Schilderungen mittelalterlicher Folter stört, bekommt eine historisch recht gut recherchierte Story geboten, die auch sprachlich ausgefeilt ist. Von mir bekommt „Der Teufelsfürst“ vier Sterne …

  4. Cover des Buches Blutfährte (ISBN: 9783839220696)
    Silvia Stolzenburg

    Blutfährte

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Mit Blutfährte startet Frau Stolzenburg eine neue Krimi/Thriller Reihe um den Feldjäger Mark Becker. Ich kenne von der Autorin schon ein paar historische Romane und war neugierig wie sie einen Thriller schreibt. Sie kann wirklich beides.

    Dem Sanitätsfeldwebel Tim Baumann fällt in der Notaufnahme des BWK Ulm ein seltsames Verhalten seines Vorgesetzten im Umgang mit Unfalltoten auf. Er hat einen Verdacht, klaut Akten und taucht unter. Das bedeutet für die Bundeswehr, dass er 'eigenmächtig abwesend' ist und das ist ein Fall für die Feldjäger, die ihn suchen und zurück zur Truppe bringen müssen.

    Den Auftrag bekommt Mark Becker und gemeinsamen mit dem Kameraden Müller macht er sich auf die Suche. Erst als ein Toter in einem Hotelzimmer gefunden wird gibt es eine Spur von Tim Baumann. Mark Becker muss mit der Kripo Stuttgart zusammenarbeiten und lernt dadurch die eifrige Lisa Schäfer kennen. Die beiden sind wie Feuer und Eis.

    Die Autorin hält die Spannung mit kurzen Kapiteln und wechselnden Perspektiven hoch und man ist schnell mittendrin in dieser Hetzjagd. Da ich die Gegend,in der die Handlung spielt, kenne, hatte ich die Szenen meist vor Auge. Das Ende war ein Showdown wie man ihn von Hollywood kennt.

    Zusammengefasst: Ein toller Thriller im Umfeld der Bundeswehr mit eigenwilligen Protagonisten, von denen man gerne noch mehr lesen möchte.

  5. Cover des Buches Alles schläft, einer wacht! (ISBN: 9783839219188)
    Katrin Rodeit

    Alles schläft, einer wacht!

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Seehase1977
    Privatdetektivin Jule Flemming hat es mit einem neuen Fall zu tun. Tobias Kohler sucht seine Frau und ist sich sicher, diese auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt gesehen zu haben. Das Problem ist, dass Kohlers Frau im Sommer bei einem Tauchunfall am Bodensee ums Leben gekommen ist. Jule möchte dem verzweifelten Mann jedoch helfen und die Identität der vermeintlichen Ehefrau aufklären. Die Privatdetektivin ahnt nicht, in welche gefährlichen Verstrickungen sie bei ihren Ermittlungen hinein gerät…

    Meine Meinung:
    „Alles schläft, einer wacht!“ von der aus Ulm stammenden Katrin Rodeit ist der vierte Teil einer Krimi-Reihe rund um die Privatdetektivin Jule Flemming. Beim Kauf des Buches war mir dies leider nicht bewusst, eine unglückliche Tatsache, denn beim Lesen hatte ich definitiv das Gefühl, dass mir Vorkenntnisse aus den vorherigen Teilen fehlen. Das hat leider meinen Lesefluss etwas beeinträchtigt, auch wenn die Autorin hier eine solide Kriminalgeschichte abgeliefert hat.

    Katrin Rodeits Krimi bietet auf den ersten Blick alles, was ein unterhaltsamer und vorweihnachtlicher Kriminalroman benötigt. Eine spannende Story, in diesem Fall eine tote Ehefrau, die angeblich von den Toten auferstanden ist, ein grausamer Mord, Erpressung, Drogen, ein kleines bisschen Liebe, Feuerzangenbowle auf dem Weihnachtsmarkt und eine taffe Protagonistin. 

    Doch die explosive und Spannung versprechende Kombination konnte bei mir nicht so recht punkten. Zwar gibt es immer wieder spannende Passagen und aufregende Momente, auch der Lokalkolorit kommt definitiv nicht zu kurz, doch der Funke ist einfach nicht übergesprungen. Manches ist vorhersehbar und bei Anderem wiederum fehlt es an aufklärenden Fakten und Hintergrundwissen. So wirkt der Krimi auf mich nicht wirklich rund und schlüssig, was sicherlich auch der Ermangelung an Vorkenntnissen aus den vorherigen Büchern geschuldet ist.

    Die Protagonisten haben mir gut gefallen. Allen voran die Privatdetektivin Jule Flemming, die einen ganz besonderer Charakter auszeichnet und dadurch zu einer interessanten und charakterstarken Persönlichkeit wird. Aber auch die anderen Akteure sind der Autorin gut gelungen.

    Mein Fazit:
    „Alles schläft, einer wacht!“ von Katrin Rodeit konnte mich mit ihrem vorweihnachtlichen Kriminalroman nicht so recht fesseln. Dafür, dass ich die ersten Teile der Reihe nicht gelesen habe und mir somit die Vorkenntnisse fehlten, kann die Autorin nichts. Dennoch war mir Manches nicht schlüssig und der Spannungsbogen nicht hoch genug. Allerdings hat die Story viel Lokalkolorit und interessante Charaktere zu bieten. Für Fans der Reihe um Privatdetektivin Jule Flemming sicherlich ein Muss, ich empfehle deshalb allen Neugierigen, die Reihe von Anfang an zu lesen.
  6. Cover des Buches Das Reich des Teufelsfürsten (ISBN: 9783937357867)
    Silvia Stolzenburg

    Das Reich des Teufelsfürsten

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Lerchie
    In diesem Buch ist Vlad erwachsen und sein Kampf gegen den Sultan des osmanischen Reiches wird fortgeführt. Immer wieder hat er Probleme, seine Bojaren bei der Stange zu halten. Und entsprechend werden sie dann auch bestraft. Zehra, die Schwester Utz von Katzensteins, wartet in einem Kloster auf ihn, wo sich auch sein Sohn bei seiner Mutter aufhält. Das Aussehen seines Sohnes erschreckt ihn und er nimmt ihn mit, um einen richtigen Krieger aus ihm zu machen. Man erfährt, wie der Junge zusehen muss, was sein Vater so alles tut. Dann holt Vlad Zehra zu sich, denn er will sie heiraten. Doch alles kommt anders als gedacht. Und Vlad wird noch grausamer, als er es vorher schon war.
    Utz von Katzenstein hat gezwungenermaßen Sophia geheiratet, die ihm auch zwei Söhne – Zwillinge – geboren hat. Als er den einen der Zwillinge mit auf eine Handelsreise Richtung Walachei nimmt, geht einiges schief.

    Meine Meinung
    Das Buch ließ sich ganz gut lesen, obwohl auch hier etliche Längen vorhanden waren. Und die haben die Spannung immer wieder unterbrochen, denn es ging immer um das Gleiche: Orte bzw. Städte überfallen – denn die Bewohner waren ja gegen Vlad – und die überlebenden Bewohner pfählen. Und das immer wieder, das wird langweilig. Genauso langweilig, wie die Eifersucht Radus, wenn sein Geliebter der Sultan, sich mal mit einer Frau abgibt, die ihm ein Kind schenkt, statt sich mit ihm zu vergnügen. Einmal ja, aber nicht immer wieder! Das heißt es hat sich teilweise doch sehr gezogen, auch wenn es insgesamt trotzdem noch spannend war. Auch wollte ich natürlich wissen, wie es mit Vlad ausgehen würde. Laut Buchende, war dies der letzte Band, doch hatte ich irgendwo mal gelesen, dass es noch einen gäbe, der ‚Das Ende des Teufelsfürsten‘ heißt. Es ist mir jetzt leicht unklar, ob da noch was kommt. Was mir am noch gefallen hat, war das Personenregister bzw. Namensverzeichnis in welchem die historisch verbrieften Figuren kursiv geschrieben waren. Ich finde zwar, dass dies zu einem solchen Roman ganz einfach dazugehört, aber trotzdem ist es nicht immer vorhanden. Alles in allem hat mir dieses Buch noch so gut gefallen, dass ich knappe vier von fünf Sternen vergebe bzw. knappe acht von zehn Punkten.

  7. Cover des Buches Die Henkerin (ISBN: 9783404166329)
    Sabine Martin

    Die Henkerin

     (105)
    Aktuelle Rezension von: sina_liest

    Zunächst ein kleiner Hinweis: Ich habe "Die Henkerin" als Hörbuch gehört und dieses ist anscheinend gekürzt gewesen.


    Ich habe mich ein bisschen schwer getan in die Geschichte zu finden, doch dann fand ich "Die Henkerin" von Sabine Martin (übrigens keine Autorin, sondern ein Autorenduo) wirklich unterhaltsam. Ich mochte die Protagonistin sehr gerne und fand ihre Entwicklung ziemlich interessant. Ob ihre Handlungen alle realistisch sind wage ich zwar zu bezweifeln, aber das finde ich in diesem Fall gar nicht mal so schlimm.

    Ich möchte die Reihe auf jeden Fall fortsetzen und freue mich schon auf Teil 2.

  8. Cover des Buches Die falsche Patrizierin (ISBN: 9783839215784)
    Susann Rosemann

    Die falsche Patrizierin

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Die falsche Patrizierin von Susann Rosemann, spielt im Jahre 1524 in Ulm. Mein erster Gedanke war, die Patrizier waren doch erst viel später und nicht in dieser Zeitspanne, also bin ich dem Buch gegenüber schon mal sehr skeptisch gewesen.

    Wobei ich mich hier auch bei der Autorin bedanke, die am Ende des Buches meine Gedanken bzgl. des Begriffes bestätigt und erklärt hat, dass dies nur ein kleiner Trick war, um es - wie soll ich sagen - flüssiger für den Leser zu beschreiben.

    Komme ich nun also einmal zu dem Buch. Susann Rosemann schafft es, eine sehr spannende Geschichte zu beschreiben, wie eine Gauklerin zu einer Patrizierin werden kann. Da sie einen wirklich sehr schnell auf die Reise in das alte Ulm mitnimmt. Auch werden die Intrigen, die gesponnen werden, sehr plastisch beschrieben und man kann sich einfach vorstellen, dass es genauso abgelaufen ist.

    Sie beschreibt die Figuren mit einfachen Mitteln aber trotzdem nicht eindimensional. Man kann sich in Laila sehr schnell hineinversetzen. Man spürt ihre Ängste, ihre Nöte.

    Ich hätte mir gewünscht, wenn sie die Geschichte um Ihren Vater noch etwas genauer beschrieben hätte und am Ende musste ich für mich feststellen, dass das Buch zu schnell zu Ende ging. Man kann sagen 100 Seiten mehr wären mir persönlich sehr recht gewesen aber ich denke, dass dieses Buch für Menschen die historische Romane aus der Zeit mögen, ein schönes Buch für trübe Tage mit einer Tasse Tee in der Hand genau das richtige ist.

    Und man sollte es einfach als einen flüssig und schnell erzählten Roman sehen, der auf alle Fälle lesenswert ist, und ruhig ein wenig mehr Beachtung bekommen sollte.

    Literaturlounge

  9. Cover des Buches Die Begine von Ulm (ISBN: 9783839225523)
    Silvia Stolzenburg

    Die Begine von Ulm

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Weigel

    Anna eine junge Begine ist im Dienst in einem Spital in Ulm. Eines Tages wird ein junger Mann eingeliefert, der übel zugerichtet ist. Plötzlich stirbt der Mann trotz allen Bemühungen, und obwohl er bereits auf dem Weg der Besserung war.

    Was ist mit dem Mann passiert ? War es wirklich ein Unfall ? Und ist er jetzt wirklich seinen Verletzungen erlegen ?

    Anna glaubt an Mord, und überzeugt Lazarus das sie herausfinden müssen was wirklich passiert ist. Doch es steckt mehr als gedacht dahinter, und die beiden bringen sich in große Gefahr.

    Dieses Buch spielt 1412 in Ulm, das Ulmer Münster wird gerade gebaut.

    Man erfährt wie die Beginen früher gelebt haben und welchen Anfeindungen sie ausgesetzt waren.Aber auch welche Machtkämpfe es unter den Menschen mit verschiedenen gesellschaftlichen Stand gab.

    Diese Mischung  aus Historischem Roman und Krimi ist wirklich super gelungen. Ich war komplett im Bann, habe mit geraten was das ganze auf sich haben könnte.Wer wirklich dahinter steckt, darauf bin ich nicht gekommen.

    Silvia Stolzenburg hat eine unglaublich faszinierende Art zu schreiben, einmal angefangen zu lesen, kann ich nicht mehr aufhören. Die Protagonisten sind sehr lebendig dargestellt das ich sie vor dem inneren Auge sehen kann.

    Durch die gute Recherche bekommt man beim lesen einen guten Blick in die damalige Zeit.

    Ich hatte tolle Lesestunden und freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin.


    Von mir gibt es 5 ⭐⭐⭐⭐⭐ und eine klare Leseempfehlung! 

  10. Cover des Buches Tote Schwaben leben länger (ISBN: 9783740812331)
    Max Abele

    Tote Schwaben leben länger

     (21)
    Aktuelle Rezension von: dreamlady66

    Eugen Querlinger, Hauptkommissar von der Kripo Ulm, soll einen Fall aufklären, der schon Jahrzehnte zurückliegt.
    Es wurden damals zwei Männer ermordert und ihre Leichen im FederSee versenkt. Aber, dann erfolgt eine MordSerie an Obdachlosen und die Ermittler entdecken, dass diese Morde miteinander verbunden sein könnten, zumal alle Opfer ein gleiches Tattoo aufweisen.
    Somit beginnt für das ErmittlerTeam eine schwere Arbeit...
    Trotz allem verlieren sie nicht ihren schwäbischen Humor und die angewandten schwäbischen Ausdrücke lassen den Leser so manchmal Mal schmunzeln...

    Der mir bereits bekannte Autor verwendet einen flüssigen und gut lesbaren Schreibstil.
    Die Geschichte hat ihre Verwicklungen und auch Spannungen, die in 44 Kapiteln gut dargestellt werden.
    Dialekt und Humor dazu habe ich genossen.
    Gerne vergebe ich für das stimmige GesamtPaket 5*!

  11. Cover des Buches Die Begine und der Siechenmeister (ISBN: 9783839228142)
    Silvia Stolzenburg

    Die Begine und der Siechenmeister

     (28)
    Aktuelle Rezension von: ann-marie

    Im zweiten Band um den Mönch und Siechenmeister Lazarus und die junge Begine Anna, stellen nicht nur mysteriöse grausame Ereignisse im Ulm des beginnenden 15. Jahrhunderts eine tragende Rolle, sondern auch das äußerst merkwürdige, kalte und abweisende Verhalten, das Lazarus nach seiner Rückkehr aus Rom Anna gegenüber zeigt.

    Anna steht vor einem großen Rätsel, lässt sich doch keine Erklärung für das neue Desinteresse von Lazarus ihr gegenüber finden. Gut, dass ihre Tätigkeit im Spital Ablenkung bietet und zudem Konzentration erfordert. Vor allem der Tod von Gertrud, einer kurz zuvor eingetroffenen schwerkranken Reisenden, deren Betreuung Anna übernommen hatte und die ihre Neugier mit der Frage nach einem bestimmten Mann und einem besonderen Schmuckstück geweckt hat. Nicht nur das Geheimnis um diese unbekannte Tote sondern auch den Tod mehrerer Kinder, die zudem auf grausame Weise verstümmelt wurden.

    Erneut gelingt es der Autorin, nicht nur einen detailreichen und informativen Blick in die Stadt Ulm und deren Bewohner gegen Ende des Mittelalters zu werfen. Sondern auch konfrontiert zu werden mit damals üblichen und heute undenkbaren Heilmethoden und der Allmacht der Kirche, mit ihrem großen Einfluss auf die Zivilbevölkerung. Hinzu kommt das wachsende Machtinteresse der neuen und zu Reichtum gelangten Zunftmeister, was nicht ohne Konflikte im städtischen Rat bleibt. All dies in einem leichten und verständlichen Schreibstil zu einem spannenden Roman verwoben. Wobei sich, einem roten Faden gleich, die Beziehung von Lazarus und Anna weiterentwickelt und als überzeugend, realistisch und nachvollziehbar zu bezeichnen ist. Ich mag solche mehrbändigen Romane, in denen auch dem "Privatleben" der romantragenden Hauptfiguren Raum gibt. Ermöglicht dies doch eine Identifikation und eine besondere Realitätsnähe

  12. Cover des Buches Nur tote Schwaben schweigen (ISBN: 9783740807559)
    Max Abele

    Nur tote Schwaben schweigen

     (22)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    …so sind die Botschaften eines Mörders an die Kripo unterschrieben. Dazu Verse in Reimform , denn die Opfer werden mit Vogelnamen belegt und eben mit diesen Gedichten, einem Kinderlied nachempfunden, angekündigt.

    Kein einfacher Fall für Eugen Querlinger, denn die Morde sind schon wirklich bizarr. Dazu hängt bei ihm daheim auch noch der Haussegen schief und die alten Bekannten im Team fetzen sich nach wie vor….

    Die Dialoge sind manchmal witzig, aber manchmal auch zu viel und zu bemüht. Zudem blitzt immer wieder die Ähnlichkeit mit Kommissar Kluftiger durch.. 😊

    Zwischendurch erzählt auch die „Schwarze Henne“ einiges – was aber nicht unbedingt hilft, hinter den Täter zu kommen…

    Da die Ermittlungen endlos dauern, werden sie auch lang und breit und breit und lang ausgeführt – für meinen Geschmack nun doch etwas ZU ausführlich. Trotzdem ist das Buch gut zu lesen und ich bin gespannt, ob es noch weitere Bände geben wird….

     

     

     

     

  13. Cover des Buches Mein wirst du sein (ISBN: 9783839214572)
    Katrin Rodeit

    Mein wirst du sein

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Gut, es ist immer eine Sache, wenn man jemanden rezensiert, den man schon Interviewt hat und zu schätzen gelernt hat. Und wenn man schon das zweite Buch einer Serie gelesen hat, ist es besonders schwer nun den ersten Teil zu bewerten, da man immer wieder Vergleiche zieht.
    Also habe ich versucht während dem Lesen alles auszublenden und ich denke, es ist mir mehr oder weniger gut gelungen. Katrin Rodeit, verstand es bereits in Band eins der Jule Flemming einen zu fesseln, eine sehr gute Art und Weise Spannung aufzubauen. Sie nimmt einen wieder sehr gut an die Hand und erklärt einem die verschiedenen Charaktere. Einige Situationen, die ich im Band zwei als unvollständig empfunden habe, erhielten durch die Handlung im ersten Band eine neue Tiefe. Obwohl es eigenständige Romane sind. Man fiebert von der ersten Seite an, mit der etwas verpeilten Jule Flemming mit. Mit ihr zusammen gerät man immer tiefer in dunkle Machenschaften.
    Irgendwie, hat man immer wieder das Gefühl, dass sie dem Mörder der Frau sehr nahe ist - nur wie nahe, das wird einem erst kurz vor Schluss klar. Frau Rodeit versteht es mit verschiedenen Möglichkeiten zu spielen, wer denn nun der Mörder sein könnte.
    Aber nicht nur das, macht den Krimi von Frau Rodeit aus. Es ist auch die Art wie sie ihre Stadt beschreibt, die ihr so am Herzen liegt. Ich selbst war schon in Ulm und musste ein wenig grinsen bei einigen Passagen, wo sie den Rathausplatz oder andere Gegenden von Ulm beschrieben hat. Und ich habe mich auch dabei erwischt zu überlegen, welches Haus, welches Café etc. sie wohl gemeint haben könnte.
    Ich kann euch diesen wirklich gelungenen Krimi nur ans Herz legen. Er hat zwar ein paar Kleinigkeiten, wo es eine Unstimmigkeit oder mangelnde Tiefe gibt, aber er weiß einfach zu fesseln, man kann dabei die Zeit sehr gut vergessen und man wird auf einem hohen Niveau unterhalten. Aber wer den zweiten Band zuerst gelesen hat, so wie ich, der stellt doch fest, dass sich die Autorin weiterentwickelt hat, was ja auch erstrebenswert ist.
    Aber man sollte dieses Buch auf alle Fälle gelesen haben, da es ein gelungener Start in die Welt von Jule Flemming ist. Ich werde auf alle Fälle versuchen, weiterhin an dieser Welt teilzuhaben, und kann euch die Autorin und ihre Bücher bis jetzt bedingungslos ans Herz legen. 

    Literaturlounge

  14. Cover des Buches Die Pilgerin (ISBN: 9783426633977)
    Iny Lorentz

    Die Pilgerin

     (256)
    Aktuelle Rezension von: DanielaN

    Der Vater der jungen Tilla nimmt am Sterbebett seinen Kindern das Versprechen ab, sein Herz nach Santiago de Compostela zu bringen und dort zu begraben. Eigentlich soll der Sohn diese Reise übernehmen. Doch da er keine Anstalten macht, sondern sich im Gegenteil als intrigantisch und ruchlos erweist und seine Schwester zur Heirat mit einem Geschäftsfreund zwingt, befreit Tilla sich schließlich aus ihrer Situation durch Flucht – als Pilgerin nach Santiago und mit dem Herzen des Vaters im Gepäck, um seinen letzten Wunsch zu erfüllen.

    Den größten Teil des Buches nimmt nun Tillas Reise von Ulm nach Santiago mit einer Pilgergruppe ein. Erzählt werden die Abenteuer, die auf einer solchen nicht ungefährlichen Reise zu bestehen sind, und die Leserin lernt neben Tilla einige weitere Charaktere kennen.

    Das Buch ist ein netter Zeitvertreib und angenehm zu lesen, wenn auch nichts Besonderes, da recht vorhersehbar. Die Männer sind (wie immer bei Iny Lorentz?) reichlich triebgesteuert und Frauen ihre Objekte, die „benutzt werden“. Und natürlich wirft sich die Heldin mutig in alle Herausforderungen und besteht diese. Trotzdem begleitet man Tilla und ihre Gefährten gern auf der Reise und möchte wissen, wie sich alles entwickelt, auch wenn man das Ende von Anfang an kennt.

    3,5 Sterne von mir.

  15. Cover des Buches Die Bank unter der Linde (ISBN: 9783865917157)
    Dorothea Morgenroth

    Die Bank unter der Linde

     (13)
    Aktuelle Rezension von: lieblingsleben
    Dorothea Morgenroth zieht mit ihrer Familie in einen alten Bauernhof, den sie mit viel Liebe renovieren. Durch puren Zufall findet sie eines Tages auf dem Dachboden ein uraltes Tagebuch, welches der ehemaligen Bewohnerin und Inhaberin des Hofes Marie Kremeter-Schwartz gehört. Dorothea ist von dem Buch wie gefesselt und trotz, dass sie nur bruchstückhafte Erinnerungen aus Maries Leben erfährt, beschließt sie, dieses zu rekonstruieren und aufzuschreiben. Dabei hilft ihr Benedikt Rathenberger, ein älterer Herr, der Maries Urenkel ist, und durch seinen Großvater einige Geschichten über dessen Mutter erfahren hat.

    Der Roman wechselt immer wieder zwischen diesen zweihundert Jahren hin und her, sodass man sowohl über Dorothea auf dem Laufenden bleibt als auch in Maries Lebensgeschichte eintaucht. Die junge Frau muss selbst für damalige Verhältnisse viele Schicksalsschläge und herbe Verluste verkraften. Doch sie findet Trost in Gott und schafft es so, trotzdem positiv durchs Leben zu gehen und den Mut nicht zu verlieren.

    Am Ende wendet sich für sie alles noch zum Guten und sie verbringt ein glückliches Leben an der Seite ihrer Kinder und ihres Ehemannes.

    Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl mein Glaube an Gott nicht der stärkste ist. Trotzdem gefällt mir die Art und Weise wie beide Protagonistinnen zu ihrem Glauben finden und Gott näher kommen. Es ist also meiner Meinung nach nicht nur ein Buch für unerschütterliche Gläubige, sondern vor allem auch diejenigen, die daran interessiert sind, wie andere Menschen ihren Glauben ausleben.

  16. Cover des Buches Verkaufte Erleuchtung (ISBN: 9783842520868)
    Peter Schwendele

    Verkaufte Erleuchtung

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Stephan_Schwendele
    Wie man am Namen eventuell unschwer erkennen kann, bin ich bei der nun folgenden Rezension nicht ganz unvoreingenommen. Bei dem Autor handelt es sich nämlich um meinen lieben Cousin Peter, der mir gefühlt seit 10 Jahren (wenn es denn reicht !) erzählt, dass er ein Buch schreiben möchte. Einen Krimi sogar ! Und dann im Jahr 2018 ist es dann aus heiterem Himmel soweit. Es kommt eine kurze Ankündigung. Ach übrigens, ab nächste Woche im Handel ! Und siehe da, beim Buchhändler meines Vertrauens, am Erscheinungstag (!), ohne dass ich es bestellen musste, womit ich eigentlich gerechnet habe - lag es mitten im Verkaufsraum. Und konnte gekauft werden ! Nun, der Stoff den er sich rausgesucht hat - Sannyasins, Bhagwan, schwäbische Provinz - klang dazu auch erst mal sehr exotisch. Und dieses Gemisch, eingebettet in die „alte Heimat“ wo wir Schwendeles herstammen, nämlich die Gegend rund ums Lautertal im Alb-Donau-Kreis ist vor allem erst mal eins - außergewöhnlich ! Was dabei raus gekommen ist, lässt sich nur mit einer sehr positiven Rezension beschreiben. Eine packende Geschichte mit vielen Wendungen und Höhepunkten - der Spannungsbogen bis zum Schluss auf sehr hohem Niveau. Der Schreibstil sehr angenehm und kurzweilig, und immer wieder aufgelockert mit Rückblicken in die Zeit Bhagwans in den 1980er Jahren. Und hier steckt, wie mir Peter versicherte, auch einiges an Recherche und vielleicht auch persönlicher Erfahrung aus dieser Zeit mit drin. Ich empfehle euch dieses Buch wärmstens, und ich hoffe, dass Peter uns auf sein zweites Buch nicht allzu lange warten lässt. Denn „Verkaufte Erleuchtung“ macht definitiv Lust auf mehr !
  17. Cover des Buches Schuhhaus Pallas. Wie meine Familie sich gegen die Nazis wehrte (ISBN: 9783446209831)
    Amelie Fried

    Schuhhaus Pallas. Wie meine Familie sich gegen die Nazis wehrte

     (39)
    Aktuelle Rezension von: beowulf
    Ich kenne Frau Fried vorallem als Fernsehschaffende, als Frau mit dem losen Mundwerk und den flotten Sprüchen, die auch mal knapp daneben ist auch vorbei spielen. Das Buch fand ich seinerzeit zur Buchmesse recht heftig beworben und es hat mich sehr interessiert, ich wollte aber zu dem Hype erst wieder den gebührenden Abstand finden, bevor ich es jetzt in wenigen Stunden Gelsen habe. Was mich verwundert hat ist der rein sachliche Stil- an einer Stelle erklärt Amelie Fried die extreme Sachlichkeit in der Opfer des Nationalsozialismus erzählen mit der Notwendigkeit das Grauen nicht emotional erneut erleben zu müssen/können. Es erscheint fast, sie hat dieses Rezept auch auf sich angewandt. Amelie Fried verarbeitet in diesem Buch ein Kindheitstrauma, das Gefühl einen dominanten, unnahbaren und gefühlsarmen Vater zu haben. Ein Vater, der nie erzählt hat, was er an schrecklichem erdulden musste in der Zeit des Rassenwahns. Ein Vater von dem sie nicht wußte, dass für ihn KZ keine Abkürzung aus dem Geschichtsbuch oder Lexikon war, sondern eigenes Erleiden, eigene verbogene Seele. Dieses Kindheitstrauma schreibt sich die Autorin von ihrer Seele in dem sie beschreibt, wie sie Schritt für Schritt, sozusagen Schicht für Schicht die Familiengeschichte erforscht und aufdeckt, wie sie auf ihr unbekannte und beeist verschwiegene Verwandte stößt, solche die die Shoa überlebt haben und mehr noch solche, die dieses Glück nicht hatten. Eine Familiengeschichte, die gerade weil sie sich so auf das Familienschicksal beschränkt um so plastischer das konkrete Schicksal des Einzelnen mit allen Unwägbarkeiten beschreibt und dadurch exemplarisch wirkt. Ein wirklich wichtiges Buch.
  18. Cover des Buches Die Stadtärztin (ISBN: 9783426503157)
    Ursula Niehaus

    Die Stadtärztin

     (20)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Hier wird das Leben der Agathe Streicher erzählt, die in jungen Jahren schon viel erlebt hat. Ihr Vater verstirbt früh, ihre älteste Schwester wird schwer verletzt und hat ein entstelltes Gesicht. Ihre fast gleichalte Schwester stirbt klein durch eine Verletzung des Kopfes, als die beiden im Ulmer Münster sind und die Kirche geplündert wird. 

    Ihr Bruder wird Arzt und Agathe möchte es ihm gleichtun und stibitzt sich heimlich seine Bücher, um diese zu lesen. Heimlich geht sie ins Siechenhaus um den armen Menschen dort zu helfen.  Ärger ist vorprogrammiert....

    Am besten gefallen hat mir, dass alle Facetten des damaligen Lebens beleuchtet wurden und man sich gut in die Personen hineinversetzen konnte.

    Am Ende ist der geschichtliche Hintergrund nochmal geschrieben, damit man abschätzen kann, was Wahrheit und was Dichtung ist.

    Sehr gutes Buch für Leser, die an gut recherchierten Büchern interessiert sind!

  19. Cover des Buches Das Buch von Eden (ISBN: 9783785714300)
    Kai Meyer

    Das Buch von Eden

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    In einer Mischung aus Fantasy und historischem Roman erzählt Kai Meyer in diesem Buch die Geschichte der letzten Pflanze aus dem Garten Eden. Dabei platziert er den Plot glücklicherweise (hauptsächlich) in Deutschland.

     

    Gelungenes Setting

    Ich persönlich finde es ausgesprochen gut, wenn Autoren mit ihrem Plot in heimischen Gefilden verweilen, auch wenn es unablässlich für die Geschichte ist, dass die Protagonisten Europa verlassen.

    Die Idee hinter der erzählten Geschichte ist herrlich unverbraucht und macht allein deswegen schon Spaß. Die Intrigen und der Machthunger der Mächtigen des Mittelalters kommen dabei nicht zu kurz, so dass sich die Fantasyelemente sehr gut in das Mittelaltersetting einzugliedern wissen.

     

    Gekürzt

    Ohne das Buch zu kennen, weiß ich natürlich nicht, an welchen Stellen das Buch gekürzt wurde. Allerdings hatte ich zwischenzeitlich immer wieder den Eindruck, als ob wesentliche Stellen gekürzt worden wären, weil ich mich nicht auf Anhieb in einem neuen Absatz zurechtfand.

    Zudem scheint die Spieldauer von knapp acht Stunden für eine massive Kürzung zu sprechen, denn Bücher mit über 700 Seiten werden für gewöhnlich in über 20 Stunden eingesprochen.

    Eventuell wurde dadurch den Nebenfiguren nicht der Raum geschenkt, wie er in der ungekürzten Fassung vorhanden ist. Das gilt auch für die Nebenerzählung, die im Orient angesiedelt ist.

     

    Sprecher

    Es hört sich merkwürdig an, wenn man einen Sprecher nur als Kinderbuch-Sprecher kennt und dieser ein Buch für Erwachsene einspricht. Philipp Schepmann kannte ich bisher von “Der kleine Drache Kokosnuss”, den meine Söhne in verschiedensten Varianten hören.

    Selbstverständlich ist die Stimme die gleiche, allerdings ist es gewöhnungsbedürftig, wenn eine Protagonistin aus diesem Buch die gleiche Stimme verliehen bekommt wie das kleine Stachelschwein (aus den Kokunuss-Geschichten).

    Davon abgesehen macht Schepmann einen hervorragenden Job und kann sich hören lassen. Facettenreich und mit viel Abwechslung spricht er das Buch mit angenehmer Stimme ein.

     

    Fazit

    Die Mischung aus Fantasy und Mittelalter ist Kai Meyer sehr gut gelungen. Leider ist das Buch stark gekürzt, so dass ich den Eindruck gewonnen habe, als wären einige Facetten der ungekürzten Erzählung verloren gegangen.

    Wer den Sprecher Philipp Schepmann aus Kinderhörbüchern kennt, muss sich ein wenig umgewöhnen. Danach macht es durchaus Spaß, ihm zuzuhören. Somit kann ich dem Hörbuch durchaus eine Empfehlung aussprechen, denn sie weiß trotz Kürzung ihre Hörer zu unterhalten.


    Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

  20. Cover des Buches Ulm - Trilogie: Das Erbe der Gräfin / Die Heilerin des Sultans / Die Launen des Teufels (ISBN: 9783955697716)
    Silvia Stolzenburg

    Ulm - Trilogie: Das Erbe der Gräfin / Die Heilerin des Sultans / Die Launen des Teufels

     (1)
    Aktuelle Rezension von: UweGriessmann
    Die Plots:
    »Die Launen des Teufels« - Die Tochter des Glockengießers liebt den Lehrling ihres Vaters. Doch dem skrupellosen Mann sind seine Ziele wichtiger. Er will Anabel als willenlose Schachfigur einsetzen, um seine Ziele zu erreichen. Eines davon ist, ein ehrbares Mitglied im Stadtrat zu werden, der den Bau des Ulmer Münsters teilweise sehr skeptisch betrachtet. Und so bleibt es nicht aus, dass in diesem Roman gnadenlos taktiert und gewissenlos gemeuchelt wird. Als wäre das nicht genug, beginnt auch noch eine jahrelange Pestilenz.

    »Der Erbe der Gräfin« - Die Geschichte setzt nicht nahtlos am Vorgänger an, sondern beschreibt eine Generation später das Leben von Wulf Steinhauer, dem »Sohn« der Protagonisten aus »Die Launen des Teufels«. Doch er ist kein leibliches Kind, sondern ein Adoptivkind mit »blauem Blut«. Wulf, der das alles noch nicht weiß, ist ein guter Steinmetzlehrling (eher ein begnadeter Künstler). Er kommt nach Ulm, um am Bau des Münsters mitzuarbeiten. Dort verliebt er sich in die Tochter des Baumeisters. Damit beginnen auch in diesem Werk die Probleme. Wie schon im ersten Teil kennen die Antagonisten keinerlei Skrupel, ihre Ziele durchzusetzen. Auch die Pest hat immer mal wieder ein Wort mitzureden, wenn es um das Ende eines Lebens geht.

    »Die Heilerin des Sultans« - Die Geschichte spielt in der nächsten Generation. Der Sohn von Wulf Steinhauer züchtet Pferde. Im Orient soll es die besten Rösser geben, die viele Münzen Gewinn versprechen. Also begibt sich Falk von Katzenstein auf eine gefährliche Reise. Begleitet wird er von einem netten Onkel, der aber nur eines will: Falks komplettes Vermögen. Währenddessen wird eine junge Frau in den Harem des Sultans verkauft. Dort wird sie unter anderem in der Heilkunst unterrichtet. Ihre Lehrerin stellt fest, dass Sapphira eine besondere Gabe besitzt, und bildet sie zu ihrer Nachfolgerin aus. Klar, dass sich Falk und Sapphira ineinander verlieben. Auch, wenn auf dieser illegitimen Liebe die Todesstrafe steht.

    Die Charaktere:
    Die Hauptprotagonisten, ob gut oder böse, sind in allen drei Werken sehr gut ausgearbeitet. Lesende können sich gut in sie hineinversetzen, leiden mit ihnen, wenn die Antagonisten skrupellos ihre Interessen vorantreiben. In Einzelfällen sind die Bösen allerdings etwas stereotyp geraten. Dies stört den Lesefluss - und damit das Lesevergnügen - in keiner Hinsicht!

    Die Historie:
    In den Anhängen schreibt die Autorin, dass sie z.B. den Bau des Ulmer Münsters um ein paar Jahre vorverlegt hat. Des Weiteren stimmen auch ein paar andere historische Fakten nicht 100%ig. Es handelt sich jedoch um Romane, in denen Fakten mit Fiktion verwoben werden. Das ist vollkommen legitim, zumal dies ja in den meisten Fällen damit begründet werden, dass es zuerst darauf ankommt, Lesende zu unterhalten. Gewissenhafte und umfangreiche Recherchen zeichnen die Werke dennoch aus. Sei es über den Bau des Münsters, über die Pest, über das Venedig des frühen 15. Jhd. oder über Sultan Bayezid I. Dies sind nur ein paar wenige Beispiele. Gelungen!

    Zusammenfassung:
    Mit der Ulm Trilogie entführt Silvia Stolzenburg die Lesenden über 1.600 eBook-Seiten in das ausgehende Mittelalter. Obwohl ich eigentlich kein Freund von Liebesromanen bin, hatten mich alle drei Romane in den Bann gezogen.
    Dies lag daran, dass eben nicht (nur) die übliche Story (reiche Frau liebt armen Mann oder reicher Mann liebt arme Frau, egal, irgendwer hat immer etwas dagegen) erzählt wurde, sondern mit Pest, Intrigen und erzählerisch gelungenen Wendungen, interessante Geschichten entstanden sind. Ebenfalls trugen unter anderem die bildhafte Sprache, die aufwendige Recherchearbeit, und die durchweg hohe Spannung dazu bei, dass ich trotz Zeitmangels relativ schnell mit dem digitalen »Wälzer«, der als Urlaubslektüre gedacht war, durch war. Wobei ICH unbedingt die gebundenen Ausgaben empfehle, da ich häufig zurückblättere, um noch mal etwas nachzulesen.
    Nun bleibt mir nur noch die Verteilung der Sternchen. Für diese gelungenen und lesenswerten Bücher gibt es - ohne wenn und aber - die Höchstzahl.
    Danke für ein paar spannende Wochen.

  21. Cover des Buches Verzehrende Flammen (ISBN: 9783761564189)
    Reiner Strunk

    Verzehrende Flammen

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Mattder

    Habe das Buch hier gewonnen, danke dafür.


    In Pfarrei wird ein Brandanschlag verübet und dann wird ein seine Vikarin bei ein Brandschlag auf die Kirche verübt und sie kommt uns leben. Es wird sehr aus der Bild Rezeptiert und es ist gut schrieben das man gut lesen kann.   
  22. Cover des Buches Sophie Scholl (ISBN: 9783868738070)
    Heiner Lünstedt

    Sophie Scholl

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Schaut euch unbedingt meine Rezension an:
    https://www.youtube.com/watch?v=h6CwVVH4Zi8
  23. Cover des Buches Beifang (ISBN: 9783442741625)
    Ulrich Ritzel

    Beifang

     (21)
    Aktuelle Rezension von: hproentgen
    „Wenn ich dazu etwas sagen darf ...“, meldete sich Kuttler zu Wort. „Wir haben mit großem Nachdruck versucht, den Verbleib der Kette zu klären. Es ist mit allen in Betracht kommenden Aufkäufern gesprochen worden. Mit wirklich allen. Mit Goldschmieden, Antiquitätenhändlern, mit den uns bekannten Hehlern.“ Kuttler hob die Hände, die Handteller nach oben gekehrt. „Alles Fehlanzeige.“ „Alles Fehlanzeige“, echote Eisholm. „Kann man nichts machen. Aber darf ich noch festhalten“ – Eisholm blickte nach links, wo die Protokollführerin des Gerichts saß – „dass hier eine Frage, die in engem Zusammenhang mit dem Verbrechen steht, unbeantwortet geblieben ist.“ Ein wertvolles Schmuckstück fehlt in einem Mordprozess und der Mann, der kurz vor dem Mord mit dem Opfer noch zusammen Sex hatte. Trotzdem erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Mann der Frau, die mit einem Handkantenschlag umgebracht wurde. Der Major war in Afghanistan, hatte sich bei der Rückkehr sinnlos betrunken, weiß nicht mehr, was vorgefallen war und ist der einzige aus der Umgebung des Opfers, der die Technik des tödlichen Handkantenschlags beherrscht. Der Anwalt Eisholm ist ein Staranwalt und beauftragt den pensionierten Kripomann Berndorf mit der Ermittlungen. Doch bevor der mit dem Anwalt sprechen kann, stürzt dieser vor einen Zug. Selbstmord? Oder wurde er doch gestoßen? Und wie lässt sich dieser unbekannte Sexkontakt finden und was hat das mit dem Mord zu tun? Eine ganze Menge erfahren wird. Dann taucht die junge Anwältin auf, die Eisholms Mandat übernimmt, der Kripobulle Kuttler wird von seinem Chef zurückgepfiffen und über die Ermordete wird so manches bekannt, dass im Ländle eher hätte unbekannt bleiben sollen. Ritzel schildert die Ländle unter der allgegenwärtigen "Staatspartei", vor dem großen Umbruch durch die Wahl 2011 und damit wird unter anderem deutlich, wie diese Staatspartei ihren Staat verlieren konnte. Er schildert uns Personen, die selten schwarz oder weiß sind, aber jeder hat seine Geheimnisse und Lebenslügen. Das Schmuckstück entpuppt sich als alter jüdischer Hochzeitsring und damit bekommt der Roman eine historische Komponente, die weit in die Vergangenheit zurückreicht und in ein jüdisches Altersheim im dritten Reich. Dieser Strang der Erzählung wäre für den Krimi nicht unbedingt nötig gewesen, Leser, die eher auf Action stehen, werden sich damit harttun. Mir hat dieser Strang dennoch gefallen, obwohl ich sonst die endlosen Erklärungen in deutschen Regiokrimis eher störend finde. Doch Ritzel versteht es, diesen Strang spannend auszuerzählen. Zum Schluss zu verfranzt sich der Roman ein bißchen, kommt gar zu sehr vom Hölzchen aufs Stöckchen. Und das Sexleben der jungen Anwältin wirkt auch etwas aufgesetzt. Dennoch: Spannender Krimistoff. Homepage des Autors: http://www.amazon.de/gp/reader/3442741629/ref=sib dppt#reader-link Beifang, Krimi, Ulrich Ritzel, btb, März 2011 ISBN-13: 978-3442741625, Tb, 462 Seiten, Euro 9,99
  24. Cover des Buches Forellenquintett (ISBN: 9783442738373)
    Ulrich Ritzel

    Forellenquintett

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Der Roman und Krimi-Bestseller von Ulrich Ritzel „Forellenquintett“ hat mich nicht restlos überzeugt.
    Da versteckt ein Mann einen in einer Tüte versteckten Kopf unter einer Kirchenbank in Polen, wird anschließend bei seiner Flucht in Berlin überfallen, wobei er eine schwere Kopfwunde davonträgt. Fortan verhält er sich so, als ob er sich seiner Stimme und Sprache nicht mehr bewusst ist. Doch wie lange kann ein Mensch seine Umwelt, seine Ärzte und Pfleger, Psychologen darüber täuschen, dass er angeblich nichts versteht?
    Das nun kopflose Opfer, eine Frau im Zeugenschutzprogramm, musste ausgerechnet in der Wohnung einer Freundin der nun ermittelnden Kommissarin Wegenast zu Tode kommen. Was es mit dem Verhältnis zu dieser Freundin auf sich hat, dazu muss man wohl die vorhergehenden Bände über die Fälle der Kommissarin lesen, ohne dieses Wissen ist es schwierig dem zu folgen.
    Dazu kommen jetzt noch Eltern, die auf der Suche nach ihrem lange verschollenen Sohn sind. Er soll eines Tages nach einem Unwetter ertrunken sein. Ausgerechnet er, ein Genie am Klavier. Als der verstummte Mann aus Berlin sich während einer Therapiestunde an ein solches Instrument setzt, wird darüber in einer Zeitung berichtet. Die Mutter des seit 17 Jahren Vermissten, die am Bodensee lebt, ist überzeugt, das kann nur ihr Junge sein. Nun kommen noch etliche frühere Schulkameraden ins Spiel, holen doch die Eltern den vermeintlichen Sohn nach Hause. Der sagt weiterhin kein Wort! Wer mit wem nun welches böses Spiel in dem Dorf treibt, das ist ein munteres hin und her. Gewürzt wird das alles noch mit anonymen Briefen, die bei vielen Dorfbewohnern im Postkasten liegen.
    Die Kommissarin muss nun zwischen der kopflosen Leiche, dem schweigsamen Vielleichtsohn und ihren eigenen anonymen Briefen, die sie wegen eines alten Falles erhält, ermitteln,wie alles zusammenhängt.
    Doch das sind noch längst nicht alle Protagonisten, die im Buch auftauchen. Man muss schon am Ball bleiben beziehungsweise das Buch zügig lesen und nicht lange aus der Hand legen, sonst verliert man vollends den Faden. Nicht nur die Freundin, die ich anfangs erwähnt habe, scheint bereits in alten Fällen eine Rolle gespielt zu haben. Es werden zwar keine der zahlreichen Protagonisten „vergessen“, doch für meinen Geschmack sind es zu viele. Dabei sind die Anekdoten einer Wahrsagerin, oder eines Wirtshauses sehr erfrischend. Nicht zu vergessen die Figur des „Musikprofessors“, der dem Dorf einen Chor und viele Musikabende ermöglicht sowie für manch eine Überraschung gut ist. Und: bei dem der seit 17 Jahren verschollene Sohn Klavierunterricht genossen hat. Ob dieser nun wieder auftaucht?
    Weitere Informationen über den Autor und seine Werke finden sich zum Beispiel unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Ritzel

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