Bücher mit dem Tag "umdenken"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "umdenken" gekennzeichnet haben.

53 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.370)
    Aktuelle Rezension von: FreieFreya

    schöner klarer direkter appell an die menschen am ende. man braucht bisschen durchhaltevermögen. aber wenn man zwischendurch auf das hörbuch umsteigt ist es perfekt. sehr unheimlich und packend.

  2. Cover des Buches Das Jahr, in dem ich dich traf (ISBN: 9783596193349)
    Cecelia Ahern

    Das Jahr, in dem ich dich traf

     (371)
    Aktuelle Rezension von: daydreaming_in_Paris

    Dieses Buch ist etwas ganz besonderes! 

    Es steht schon lange in meinem Regal, aber es sind Jahre vergangen, bis ich es schließlich gelesen habe. Das ist nicht das erste Buch das ich von Cecilia Ahern lese und ich hatte somit gewisse Vorstellungen, aber dieses Buch hat mich überrascht. 

    Es ist so persönlich geschrieben, man hat das Gefühl Jasmine, die Protagonistin, spricht einen direkt an und lässt einen ungefiltert an all ihren Gefühlen teilhaben. Dabei adressiert sie immer ein "Du", und schon früh erfährt man, dass es sich dabei um ihren Nachbarn Matt handelt. Ohne zu spoilern kann ich sagen, dass sich die Handlung in eine ganz andere Richtung entwickelt als ich urspünglich erwartet habe. Dabei vergeht, wie der Titel andeutet, ein volles Jahr und man begleitet Jasmine durch die vier Jahreszeiten, in die das Buch gegliedert ist. Den Anfang macht der Winter.

    Die Charaktere, die in dem Buch vorkommen, sind authentisch und ich konnte mich gut in einige von ihnen hineinversetzen. Sie sind alles andere als perfekt - vielleicht macht gerade diese Tatsache sie glaubwürdig.          Es werden viele Themen angesprochen, die zum Leben dazugehören, wie Familie, Beruf, Verlust und Krankheit. 

    Das ist kein Buch für Leser, die nach viel Action suchen. Es geht viel mehr um die innere Entwicklung. Wer sich darauf einlässt, kommt vielleicht auch selbst zum Denken - und Überdenken - der eigenen Verhaltensmuster. 

    "Die meisten Menschen in unserem Leben müssen nicht aktiv etwas tun, um uns zu verändern, sie müssen einfach nur da sein." (S.381)


  3. Cover des Buches Tiere essen (ISBN: 9783596512850)
    Jonathan Safran Foer

    Tiere essen

     (521)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Um es gleich vorweg klarzustellen: Jonathan Safran Foer liefert in „Tiere essen“ nicht die Lösung für all die Probleme, die die Massentierhaltung mit sich bringt. Er hat nicht diesen einen genialen Einfall, der alle Missstände wie durch Magie aus der Welt schafft. Und viele Fakten, die Foer in seinem Buch zusammenstellt, hat man so oder so ähnlich schon mal irgendwo gelesen oder in Dokumentationen gesehen.

    Und trotzdem bin ich fest davon überzeugt, dass „Tiere essen“ zu den Büchern gehört, die jeder in seinem Leben mal gelesen haben sollte. So komprimiert findet man all diese Infos sonst nirgends – und vor allem so empathisch. Denn Foer hebt nicht mahnend den Zeigefinger oder spielt sich als aktivistischer Veganer auf. Es geht nicht darum, ein schlechtes Gewissen zu erzeugen oder Fleischesser als Monster abzustempeln.

    Foer zeigt in eindringlichen, gut verständlichen Worten, was Massentierhaltung und Aquakultur bedeutet. Was es für die Tiere bedeutet, aber auch, was es für die Menschen bedeutet, die dieses Fleisch kaufen und essen – und diese Maschinerie damit unterstützen. Ich habe beim Lesen oft Pausen gemacht, weil ich über viele Dinge nachdenken musste und bei anderen Infos richtig fassungslos war.

    „Tiere essen“ ist kein Aufruf zu Vegetarismus oder Veganismus. Foer will seine Leser auch nicht erziehen und nach seinen Moralvorstellungen formen. Es ist ein Plädoyer dafür, Tiere nicht wie leblose Waren zu behandeln und verlorene Empathie wiederzuentdecken. Und es ist eine Bitte, nicht die Augen zu verschließen vor dem Leid, das unsere moderne Ernährung den Tieren und unserer Umwelt antut.

  4. Cover des Buches Die Kunst des klaren Denkens (ISBN: 9783423348263)
    Rolf Dobelli

    Die Kunst des klaren Denkens

     (169)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Denkfehler und Dummheiten passieren uns allen. Wenn wir jedoch nur ein wenig darauf sensibilisiert sind - und das sind viele Menschen in aller Regel zu wenig - lassen sich ein paar davon vielleicht vermeiden. Gerade dazu regt diese spannende und geistreiche Lektüre an, auch wenn man nicht immer alles todernst sehen oder lesen muss. Oftmals zaubert das Buch einem einfach ein Lächeln aufs Gesicht, weil man merkt, wie oft man selber in die Denkfehler-Fallen tappt.

    Im Anhang werden ausführliche Literaturverweise und Referenzen angegeben, die eine weiterführende Vertiefung in einzelne wissenschaftliche Themen möglich machen.

    Ein kluges und erheiterndes Buch, dass viele Denkanstösse gibt und dem ich noch viele Leser wünsche.

  5. Cover des Buches Zoo (ISBN: 9783442484294)
    James Patterson

    Zoo

     (78)
    Aktuelle Rezension von: LaseyS

    Jackson Oz, ein junger New Yorker Evolutionsbiologe, beobachtet seit einiger Zeit ein ungewöhnliches Verhalten bei Tieren: Überall auf der Welt fallen sie über Menschen her, und töten diese mit einer nie zuvor dagewesenen Brutalität. Oz fürchtet, dass sich das Problem zu einer massiven Bedrohung für die gesamte Menschheit ausweiten könnte. Zunächst nimmt ihn niemand mit dieser Theorie ernst, doch dann häufen sich die Vorfälle. Gemeinsam mit der Umweltforscherin Chloe setzt Oz alles daran, die Mächtigen dieser Erde zu überzeugen, dass sie handeln müssen. Doch die Tiere werden immer aggressiver …


    Ich persönlich finde das Buch super!

    Es geht um unseren Lebenswandel (der der Menschen), prinzipiell darum, wie wir unser Überleben immer wieder sichern wollen und dafür auch Grenzen überschreiten, wie z.B. das im Buch genannte Abstellen des Stroms auf der ganzen Welt, und dann doch immer wieder ins alte Denkmuster zurückkehren, den Reichen und Privilegierten besondere Rechte zukommen lassen und somit die Wut der Tiere wieder zurück ins Haus holen.

    Des Weiteren werden auch einige Wissenschaftliche Aspekte wie z.B. das der Pheromone aufgegriffen und erklärt, mehrmals sogar, sodass die gesamte Situation und das Ausmaß für den Leser besser verständlich ist.

    Ich liebe es und es ist für alles besonders empfehlenswert!

  6. Cover des Buches Agatha Merkwürdens Racheblumen (ISBN: 9783748800033)
    Nicola Skinner

    Agatha Merkwürdens Racheblumen

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Layla-23

    Ich kann euch dieses Buch absolut empfehlen! Das Cover sieht einfach so schön aus, vor allem die ganz vielen Blumen! Und der Klappentext hat sich auch super spannend angehört! Der Schreibstil der Autorin @skinnernic hat mir auch richtig gut gefallen! Er war auf jeden Fall fesselnd! Auch die Charaktere waren mir von Anfang an super sympathisch! Die Geschichte ist spannend, lustig und einfach nur super! Es ist wirklich eine außergewöhnliche Geschichte, die ich jeden besonders empfehlen kann!

  7. Cover des Buches Keine Zeit für Arschlöcher! (ISBN: 9783548377162)
    Horst Lichter

    Keine Zeit für Arschlöcher!

     (69)
    Aktuelle Rezension von: NorbertGroos

    In seinem Buch beschreibt Horst Lichter in seiner ihm eigenen Art einen entscheidenden Abschnitt seines Lebens. Den Tod seiner Mutter und wie er ihn zum Nachdenken gebracht hat. Dabei taucht er immer wieder in Rückblenden aus seinem Leben ein, von seiner Jugend bis zur Gegenwart vor Erscheinen des Buches. 

    Horst Lichter hat seinen eigene Stil, den ich vor allem aus seiner Sendung "Bares für Rares" kenne, seine Art macht süchtig, nicht nur im Fernsehen. Das Buch geht amüsant und tieftraurig mit den Rückblenden seines Lebens um. Mit seinem rheinischen Humor sind auch die tieftraurigen Momente, wo man auch als Leser den Tränen nahe ist zu verarbeiten. Viele auf den ersten Blick lasch hingeworfene Aussagen führen bei näherem Nachdenken zu einer Auseinandersetzung mit den Essentials des eigenen Lebens. Allein dafür verdient das Buch die Höchstwertung.

    Das Buch ist locker und leicht geschrieben, sehr gut zu lesen.

    Eine 100% Leseempfehlung für Fans von Horst Lichter. Zudem hat er sich am Ende bei dem  "Ghoastwriter," bedankt. Der sehr offene Umgang damit ist mehr als lobenswert.

    Alles in Allem ein sehr gut zu lesendes Buch, bei dem man viel Lachen kann, dass aber auch sehr nachdenklich macht.

  8. Cover des Buches Das hier ist Wasser / This is Water (ISBN: 9783462044188)
    David Foster Wallace

    Das hier ist Wasser / This is Water

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Dekanda
    Wie schreibe ich eine Rezension über ein Buch, das so schön an Sinn und Worten ist, dass es (meiner Meinung nach) wirklich jeder lesen sollte? Ich meine so wirklich. Jeder.
    Es dauert auch nicht lang, höchstens, für Langsamleser, ein Stündchen.

    Dieses Buch beinhaltet eine Rede, die ein Autor, Mathematiker, Künstler, Professor ... schlicht Lebenskünstler vor Studienabsolventen hielt. Das sie in ein Buch gepackt und in viele Sprachen übersetzt wurde, sagt schon einiges aus.

    In kurzen prägnanten Sätzen, gespickt mit Alltagshumor und fern von moralinsaurem Getue, geht es um Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber.
    Der Autor ruft dazu auf die Fähigkeit des Denkens wirklich zu nutzen, egal wie anstrengend es ist. Dem Alltag nicht die vollkommene Macht über sich zu geben und auszubrechen aus den Widrigkeiten des Lebens, für die man die anderen verantwortlich macht (Staus, Schlangen an der Kasse, Unfreundlichkeit)
    Es geht darum, das Leben zu nutzen und sich jeden Tag aufs neue bewusst zu machen, eine Wahl zu haben.

    Ich nehme mir vor, dieses Buch einmal im Jahr zu lesen. Am besten an Neujahr, wenn das Gefühl etwas Neues zu beginnen am Stärksten ist ;-P


    Fazit:
    Investiert die Zeit und lasst euch inspirieren.
  9. Cover des Buches Was tue ich hier eigentlich? (ISBN: 9783499628610)
    Nicolas Dierks

    Was tue ich hier eigentlich?

     (17)
    Aktuelle Rezension von: JDaizy
    „Kennen Sie das, beim Lesen eines Buches plötzlich das Gefühl zu haben, einige Sätze seien direkt für Sie geschrieben? Oder wenn Sie auf einer Autofahrt im Radio plötzlich etwas hören oder beim Lesen eines Interviews auf Sätze stoßen, die Sie im Innersten wachrütteln? Ich meine keine Momente der Einsicht, in denen man zustimmend nickt │…│Ich meine jene seltenen Momente, in denen wir uns durch einen Satz regelrecht ertappt und im tiefsten Sinne berührt fühlen.“


    Während meiner Studienzeit habe ich die Philosophiestudenten immer belächelt. Eigenbrödler ohne Freunde, dafür mit vielen schwierigen Büchern und verdammt klugen Sprüchen; Menschen, die alles in Frage stellen und nicht zum Punkt kommen, sie haben mich einfach verwirrt und ehrlich gesagt auch überfordert.
    Warum also greife ich zu einem Buch, das verspricht, mir (dem (Noch-)Nicht-Philosoph) das philosophische Denken zu lernen und nebenbei das Leben zu verstehen?! Vielleicht bin ich älter geworden? Klüger? (Bestimmt nicht!) Aber ich will es wirklich verstehen.

    Eins gleich vornweg: Wer von diesem Buch erwartet, kurz und prägnant in die (un-)ergründlichen Tiefen der Philosophie einzutauchen und danach (all-)wissend voranzugehen, der sollte gleich die Finger davon lassen. Denn „Was tue ich hier eigentlich?“ kann ein wahrer Wegbegleiter, ein (Lebens-)Freund werden, wenn man ihn lässt. Der Autor schreibt von einem „besonderem Platz“ im Bücherregal. Und den sollte dieses Buch auch bekommen, weil man es immer wieder zur Hand nehmen und immer wieder neu entdecken wird.

    Der Autor schafft es mit seinem Werk, das „Verstehen des Lebens“ aus dem philosophischen Elfenbeinturm zu holen. Auf 232 Seiten in neun Kapiteln erklärt er (meist) sehr anschaulich, trotzdem wissenschaftlich fundiert und mit einer guten Brise Humor, warum es im Leben ein „Nebenbei-Philosophieren“ geben sollte.

    „ „Nebenbei das Leben zu verstehen“ heißt für mich, zu leben und dabei zu überlegen, was man will, was man tun soll, was man weiß - und was für einen wirklich zählt.“

    Man braucht Zeit und Geduld, wenn man die Philosophie und ihre Lebensfragen besser verstehen können möchte. Aber dieses Buch ist es jede Minute Lesezeit wert.
    Für mich persönlich gab es viele interessante Fragen: Zum Beispiel, die Frage nach dem heute überstrapazierten Lebensmotto „Lebe deinen Traum“, oder was bedeutet es „auf sich selbst zu hören“. Wie kann man innere Erfüllung finden und wo ist das richtige Maß zwischen heile Welt und unbarmherziger Wirklichkeit. Natürlich kommt man auch an der Frage nach dem „Wer bin ich?“ und der Liebe und dem „Tod und was kommt danach“ nicht vorbei.
    Manches war für mich (anfangs) schwer zu greifen, weil es nicht konkret wurde, sondern irgendwie abstrakt geblieben ist. Zu einigen Themen habe ich leichter Zugang und Zeit gefunden, um innehalten.


    Fazit:
    „Was tue ich hier eigentlich?“ ist eine Einladung zum (Um-)denken, für ein neues Verständnis der Situation und für einen Wandel der inneren Einstellung. Anschaulich, übersichtlich und humorvoll gibt der Autor einen nachhaltigen Einblick in die „Philosophie für nebenbei“.

    „Ach, und übrigens: Die „Würmer“ in Äpfeln sind gar keine Würmer. sondern Raupen eines Schmetterlings - des Apfelwicklers.“  
  10. Cover des Buches Schwarzpulver (ISBN: 9783406755569)
    Laura Lichtblau

    Schwarzpulver

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Das Buch hat mich mich nicht gepackt. Die drei Charakteren plätschern vor sich hin und einen tieferen Sinn hat sich mir nicht daraus ergeben. . 

  11. Cover des Buches Sorge dich nicht - lebe! (ISBN: 9783596512812)
    Dale Carnegie

    Sorge dich nicht - lebe!

     (180)
    Aktuelle Rezension von: Npk711

    Ein Buch, welches mir sehr geholfen hat. 

  12. Cover des Buches Die Essensvernichter (ISBN: 9783462043495)
    Stefan Kreutzberger

    Die Essensvernichter

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Miamou
    Ein Buch das wachrüttelt und jedem Leser zeigt, wie sorglos wir eigentlich mit unserem Essen umgehen. Wir leben hier im Überfluss und dürfen natürlich dafür dankbar sein. Das Buch zeigt allerdings auf, dass unser Überfluss auch auf Kosten der Länder geht, wo Essen Mangelware ist.

    Die beiden Autoren gehen dabei sehr akribisch und schonungslos vor und zeigen die Essensvernichtung aller Länder der sogenannten 1. Welt auf. Sowohl in statistischen Werten als auch durch Beobachtungen und Interviews mit Bauern, Einzelhandelskaufläuten und Wissenschaftler, die mit diesem "Phänomen" täglich hautnah in Berührung kommen.

    Im letzten Teil jedoch gibt es den Funken Hoffnung, dass jeder dazu seinen Beitrag leisten kann, der Verschwendung unserer Lebensmittel entgegenzuwirken.

    Ich habe auch den dazugehörenden Film gesehen. Und ich muss sagen, wenn man diese Bilder sieht und auch das Buch gelesen hat, dass man dann schon nachdenkt und viel bewusster mit seinen Lebensmittel umgeht.
  13. Cover des Buches Die Kunst des klugen Handelns (ISBN: 9783446432055)
    Rolf Dobelli

    Die Kunst des klugen Handelns

     (72)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Denk- und daraus abgeleitete Handlungsfehler sind ärgerlich und können dumme Folgen haben. Darum sollten sie wenn möglich vermieden werden.

    Wie bereits im 1. Band werden in diesem Buch weitere 52 Denkfehler beleuchtet. Anhand konkreter Situationen zeigt der Autor auf, wo die meisten Irrtümer passieren. Sehr gut gefallen haben mir persönlich die Beispiele der einfachen Logik 'Glauben Sie nicht jeden Mist, der Ihnen spontan einfällt', aber auch die 'Begründungsrechtfertigung' oder 'Warum Sie keine News lesen sollten' geben Hinweise darauf, wie leicht wir in die Falle tappen.

    Wiederum eine sehr kurzweilige, amüsante und einsichtige Lektüre !

  14. Cover des Buches Die Uhr, die nicht tickt (ISBN: 9783716040133)
    Sarah Diehl

    Die Uhr, die nicht tickt

     (22)
    Aktuelle Rezension von: lenih

    In „Die Uhr, die nicht tickt“ befasst sich die Autorin Sarah Diehl mit dem Thema gewollte Kinderlosigkeit und damit, wie Frauen, die sich für diesen Lebensweg entschieden haben, noch immer von vielen Seiten für diesen Entschluss getadelt und verurteilt werden. Welche Vorurteile und teilweise sogar Abfälligkeiten eine Frau sich anhören muss, die sich bewusst gegen Kinder entschieden hat, habe ich selbst schon oft genug erlebt. Von „egoistisch“ über „gedankenlos“, „verantwortungslos“ und  „gefühlskalt“  bis hin zu dem Satz „Dann bist du ja gar keine richtige Frau“ war wirklich alles dabei. Und besonders oft bekam ich diese Dinge ausgerechnet von anderen Frauen zu hören (meistens von Müttern). Wie oft ich mir selbst schon die Frage gestellt habe, warum mich kein Kinderwunsch überkommt und ob mich das verunsichert, spielt dabei natürlich keine Rolle. Vielleicht wäre ich ja auch gar keine gute Mutter?  „Erst mal machen, das kommt dann schon“, lautet dann gern die Antwort, als wäre klar, dass nur die Mutterrolle natürlich und befriedigend für eine Frau sein kann. Darum war das Lesen dieses Buches für mich auch eine echte Wohltat. Denn Frau Diehl argumentiert hier nicht nur selbst dafür, dass Menschen sich durchaus gegen eigenen Nachwuchs entscheiden dürfen, sie lässt auch viele Frauen zu Wort kommen, die diesen Lebensweg ebenfalls eingeschlagen haben. Und meistens sind diese Frauen eben genau das Gegenteil von dem, was auch mir an Vorurteilen entgegengeschlagen ist. Viele von ihnen lieben Kinder, engagieren sich sogar in ihrem Umfeld, um Familien oder auch älteren Menschen zu helfen. Und nicht nur Frauen entscheiden sich gegen Kinder, es gibt wesentlich mehr kinderlose Männer als Frauen. Doch noch immer wird die Frau als die Bewahrerin der Familie, ja sogar als die Verantwortliche für den Weiterbestand unserer Gesellschaft angesehen. Männern wird ihre Kinderlosigkeit selten bis nie vorgeworfen, selbst wenn diese auf egoistischen Gründen fußt. Na klar, der Körper der Frau kann nun einmal Kinder gebären, der des Mannes nicht. Aber ich bezweifle stark, dass die Zahlen andere wären, wäre die Gebärmutter bei der Verteilung an das andere Geschlecht gegangen.

    In diesem Zusammenhang fand ich es auch besonders spannend  zu lesen, dass die heute hochstilisierte Kleinfamilie (Vater-Mutter-Kind) eine „Erfindung“ der Neuzeit ist. In früheren Zeiten war es ganz normal, dass sich ganze Familienverbünde um den Nachwuchs und auch die alten Familienmitglieder kümmerten. Heute wird in vielen Fällen vorausgesetzt, dass die Frau und Mutter diese Aufgaben allein tragen muss. Und dabei kann sie es noch nicht einmal jedem recht machen. Bleibt sie bei den Kindern und lebt einen Hausfrauenalltag ist sie eine Glucke, die sich auch noch wirtschaftlich vom Ehemann abhängig macht. Geht sie nach der Geburt schnell wieder arbeiten und lässt ihr Kind in der Kita betreuen, ist sie karrieregeil und eine Rabenmutter. Ein Zwischenweg ist dann natürlich auch nichts Halbes und nichts Ganzes und von Alleinerziehenden fange ich gar nicht erst an. Allein dies sind Gründe, warum manche Frauen sich bewusst gegen eigene Kinder entscheiden. Aber (und das finde ich besonders wichtig und dieser Aspekt hätte gern noch viel deutlicher im Buch hervortreten dürfen) einige Frauen spüren diese ominöse biologische Uhr, die ich eher als von außen ausgeübten und nach innen übernommenen Druck beschreiben würde, einfach nicht ticken. Sie entscheiden sich also noch nicht einmal gegen Kinder, sie bekommen einfach keine, weil sie den Wunsch nicht verspüren. Ich bin fest davon überzeugt, dass einfach nicht jede Frau einen natürlichen Kinderwunsch hat. Und das ist in Ordnung. Es bedarf keiner Rechtfertigung, solange man mit sich selbst im Reinen ist. Und auch die „späte Reue“, die häufig das letzte Argument ist, halte ich, genau wie die Autorin, für ein Druckmittel von außen oder manchmal sogar für das Einreden von Schuldgefühlen von jenen, die mit ihrer eigenen Entscheidung, Kinder zu bekommen, hadern (was übrigens auch ein absolutes Tabuthema ist). Ich bin mir sicher, wenn ich nie den Wunsch nach etwas bestimmten hatte, bereue ich es auch später nicht, das nicht gehabt zu haben. Von dem Mythos, dass Kinder später einmal ihre alten Eltern pflegen, brauchen wir in der heutigen Zeit auch gar nicht mehr reden. Was für uns Menschen wichtig ist, sind gesunde Beziehungen. Darum können, meiner Meinung nach, Freunde und andere soziale Kontakte einer eigenen Familie gegenüber absolut gleichwertig sein.

    Sehr gut fand ich, dass die Autorin auch das Thema „Alternative Familienmodelle“ angesprochen hat, wie etwa Regenbogenfamilien, Patchworkfamilien, Familienverbünde aus Freunden usw. Wer sich für Kinder entscheidet, sollte ihnen ein liebevolles Umfeld bieten können. Das funktioniert eben nicht nur in der typisch deutschen Kleinfamilie. Andere Familienmodelle verdienen noch viel mehr Beachtung.

    Ich ziehe, trotz meiner Begeisterung für das Buch, in meiner Bewertung einen Punkt ab, weil ich finde, Frau Diehl betont ein paarmal zu oft, dass auch Frauen ohne Kinder keine unsozialen Wesen sind, sich engagieren und trotzdem kinderliebend sein können.  Das ist eine Rechtfertigung des Entschlusses, keine Kinder zu bekommen, die es eigentlich gar nicht geben muss. Ich bin eine Frau, es ist mein Körper, mein Leben - niemand außer mir hat zu bestimmen, was damit geschieht. Fertig!

    Kinder bekommen - das ist wirklich ein sehr persönliches und oft auch emotionsgeladenes Thema und das darf es auch sein. Kinder verlangen einem viel ab. Aber diese kleinen Menschen sind auch wirklich ganz besonders in ihrer Art, ihrer Auffassungsgabe und in ihrer Fähigkeit, uns Erwachsene ständig zu überraschen. Natürlich kann ein Kind das Leben bereichern, es muss aber nicht unbedingt das eigene sein. Ich kann Tante, Patentante, Freundin, „große Schwester“ und damit ebenfalls eine Bereicherung im Leben eines Kindes sein. Und es in meinem. Ich würde mich freuen, wenn die Gesellschaft in Zukunft wertfreier über dieses Thema diskutieren könnte und verschiedene Lebenswege besser akzeptieren könnte. Wer weiß, wie sich dann die Geburtenrate entwickeln würde… Dieses Buch ist jedenfalls eine sehr gute Diskussionsgrundlage dafür.

  15. Cover des Buches Ist öko immer gut? (ISBN: 9783828838444)
    Ann-Kristin Mull

    Ist öko immer gut?

     (9)
    Aktuelle Rezension von: nordfrau
    Gestaltung
    Dieses Buch fällt gleich durch seine besondere Aufmachung ins Auge. Der Umschlag besteht aus Recyclingkarton und liegt angenehm in der Hand und die Seiten sind aus umweltfreundlichem Papier mit mineralölfreien Druckfarben bedruckt. Es ist insgesamt sehr übersichtlich gestaltet und man merkt, dass die Herausgeberin Ann-Kristin-Mull aus dem Grafikbereich kommt.

    Inhalt
    "Wie kann man als einzelner die Welt besser machen? Und wie können wir sicher sein, dass es wirklich gut ist, was wir tun?" Diese zwei zentralen Fragen stellt die Herausgeberin 16 Experten verschiedener Fachgebiete bezüglich Nachhaltigkeit. 

    Die kurzweiligen Interviews behandeln die wichtigsten Aspekte eines nachhaltigeren Lebens, wie zum Beispiel Konsumverhalten, Abfall und Abwasser, Energie, Transport, Geld und Entwicklungshilfe. Vor dem jeweiligen Interview findet man noch einen kurzen Steckbrief des Experten, sehr aufschlussreich, um zu sehen, aus welcher "Ecke" er kommt. Am Ende des Buches ergänzen eine Zusammenfassung, ein Saisonkalender für Obst und Gemüse, Abbildungen der gängigsten vertrauenswürdigen Siegel und weiterführende Links und Buchtipps die Experteninterviews.

    Fazit
    Dieses Buch ist für mich ein solides Einsteigerbuch ins Thema Nachhaltigkeit, besonders für jene, die gerne "etwas tun" möchten, aber noch nicht so genau wissen, wo sie anfangen könnten. Es deckt viele verschiedene Bereiche ab und macht es somit leicht, den Lebensbereich herauszupicken, in dem für einen persönlich eine Veränderung am leichtesten oder auch am wichtigsten durchzuführen ist. Und es ermutigt auch, einfach mit ganz kleinen Schritten zu beginnen!







  16. Cover des Buches Das hier ist Wasser (ISBN: B005T1R34Q)
    David Foster Wallace

    Das hier ist Wasser

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose
    Der US-amerikanische Schriftsteller und Hochschullehrer David Foster Wallace (1962 – 2008) wurde 2005 darum gebeten, vor Absolventen des Kenyon College eine Abschlussrede zu halten. Die Vorfreude war hoch, denn alle wussten von der Sprachgewalt seiner Romane und Kurzgeschichten. Was dann folgte übertraf alle Erwartungen. Wallace hielt vor den in schwarzen Roben gehüllten jungen Leuten und ihren Angehörigen eine flammende Rede, ein Leitfaden für das Leben, eine Anstiftung zum Denken, eine Anleitung zum eigenen Entscheiden. Mit einigen einfachen Parabeln versuchte er, das egozentrische Denken junger Menschen in empathische Bahnen zu lenken.

    Nach Martin Luther Kings Rede von 1963, „I have a Dream“, ist dies wohl die zweitbekannteste Rede, die je in den USA gehalten wurde. Sie ist dort mittlerweile Pflichtlektüre für alle Abschlussklassen, eine kleine Anleitung für das Leben, die man jedem Jugendlichen mitgeben möchte. Besondere Bedeutung erhält die Rede wenn man weiß, dass David Foster Wallace ständig gegen seine Alkoholabhängigkeit kämpfte und unter schweren Depressionen litt. Während einer dieser depressiven Phasen, im Alter von nur 46 Jahren, sah er nur noch einen Ausweg, er erhängte sich.

    Fazit: Ein kleines Büchlein mit gewichtigem Inhalt, das in keinem Bücherschrank fehlen sollte und das man getrost öfter zur Hand nehmen kann. 
  17. Cover des Buches Denken heilt! (ISBN: 9783426301463)
    Albert Kitzler

    Denken heilt!

     (22)
    Aktuelle Rezension von: katze267

    Albert Kitzler geht in seinem Buch „Denken heilt!“ von der schon seit Jahrhunderten von Philosophen in Ost und West propagierten These aus, dass geistiges Wohlbefinden auch das körperliche beeinflusst, dass also seelisches Ungleichgewicht, geistige Belastungen wie Ängste, Sorgen, das Gefühl der Überanstrengung, heftiger Zorn , Trauer u.s.w deutliche Auswirkungen auf das körperliche Wohlbefinden haben..

    Nach und nach nimmt er sich alle negativen Geisteshaltungen vor, analysiert sie und gibt anhand der klassischen Philosophielehren von Ost und West (Seneca, Platon, Konfuzius... um nur einige zu nennen) Anregungen, wie diese nicht unterdrückt sondern an der Entstehung gehindert werden sollen. Er weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Schritt für Schritt erklärten, individuell auf das negative Gefühl angepassten Strategien nicht um Sofortmaßnahmen handelt,sondern dass die erstrebten Ziele ähnlich wie bei körperlicher Ertüchtigung nur durch kontinuierliche , möglichst tägliche Übung zu erreichen sind.

    Auch wenn das Buch gespickt ist mit Zitaten aus bestimmt nicht leicht zu verstehenden philosophischen Überlegungen, so gelingt es Herrn Kitzler doch, diese schwierige Thematik anschaulich und für den Leser verständlich darzulegen. Zu jedem Kapitel , das jeweils einem negativen, das geistige Wohlbefinden beeinträchtigenden Gefühl gewidmet ist, gibt es eine Kurzfassung der jeweiligen mehrschrittigen Übung , passend dazu ebenfalls eine ausführlichere Erläuterung.

    Ein beeindruckendes Buch, quasi eine Anleitung zur Herstellung des seelischen Gleichgewichtes mit praktischen Übungsanleitungen, die in den Alltag integriert werden können

  18. Cover des Buches Artgerecht ist nur die Freiheit (ISBN: 9783492308441)
    Hilal Sezgin

    Artgerecht ist nur die Freiheit

     (23)
    Aktuelle Rezension von: was_mit_buechern

    Über dieses Buch bin ich durch Zufall gestolpert, weil ich mich zurzeit mit dem Thema Tierhaltung beschäftige. Daher musste ich es natürlich sofort lesen.

    Cover: Ich finde das Cover sehr gelungen, da ein (scheinbar) glückliches Schwein mit Strohresten im Fell in die Kamera „lächelt“ und dabei (zumindest bei mir) schon Mitgefühl, Liebe und das Gefühl es einfach lieb haben zu müssen im Betrachter aufsteigt.

    Schreibstil: Hilal Sezgin schreibt in einem sehr überzeugenden sachlichen Stil, der dennoch flüssig zu lesen ist. Einzelne persönliche Eindrücke – die jedoch nie rein subjektiv sind – unterstreichen ihre überzeugenden Argumente. Pro und Contra und sogar mögliche Kompromisslösungen werden angesprochen und diskutiert. So kann sich der Leser stets selbst eine Meinung überlegen und die bisherigen Ansichten überdenken.

    Meinung: Ich finde das Buch sehr gelungen, da Hilal Sezgin eine sehr klare Struktur verfolgt. Bei dem Thema werden ja viele Menschen (ob pro oder contra Tiernutzung) schnell sehr persönlich und argumentieren völlig planlos. Sie hingegen gliedert das Buch in deutliche Kapitel: die Definition von Tierethik und schließlich die drei Fragen, ob wir Tiere quälen, töten oder überhaupt nutzen dürfen und sie schließt mit dem Kapitel, wie wir mit Tieren leben können. Es werden überzeugende Argumente geliefert und sachlich erklärt, ohne jemanden anzugreifen oder überzeugen zu wollen. Dennoch ruft sie zum Umdenken auf – liefert aber überzeugende Argumente dafür. Es werden viele Themen aufgegriffen, die man vielleicht beim ersten Gedanken (es geht nicht nur ums Fleischessen) gar nicht berücksichtigt. So erhält der Leser einen umfassenden und sachlichen Einblick in die Tierethik unsrer heutigen Welt.

    Fazit: Das Buch ist leicht zu lesen, ob wohl es viele ethische und komplexe Themen behandelt. Hilal Sezgin holt den Leser dort ab, wo er ist – und das können durchaus verschiedene Standpunkte sein. Das Buch ist geeignet für alle Menschen, die sich mit Tierethik beschäftigen wollen, die die Nutzung von Tieren in unserem Alltag hinterfragen wollen und sinnvolle Argumente lesen möchten. Lesenswert und bereichernd – ohne belehrend und beschuldigend wirken zu müssen.

  19. Cover des Buches Von allen guten Geistern (ISBN: 9783865325754)
    Andreas Kollender

    Von allen guten Geistern

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Mauela

    Aristoteles hat einmal gesagt: „Es gibt kein großes Genie  ohne einen Schuss Verrücktheit.“ 


    Dieses Zitat ist mir in den Sinn gekommen, als ich den ungewöhnlichen Roman „Von allen guten Geistern“ von Andreas Kollender gelesen habe. Der Roman handelt vom Psychiater Ludwig Meyer, der als Kind miterleben musste, dass psychisch gestörte Menschen wie zum Beispiel seine Mutter nicht tragbar für die Gesellschaft sind und weg geschlossen werden anstatt dass ihnen geholfen oder sie therapiert werden. Friedrich lässt das Erlebte nicht los und er versucht als erwachsener Mann und Psychiater die Unterbringung der psychisch Kranken, ihre Versorgung und ihr bis dato menschenunwürdiges Leben in den Anstalten zu verändern und zu verbessern. Dabei stößt er in einer Zeit, in der psychisch kranke Menschen gesellschaftlich geächtet werden und lieber weg geschlossen als therapiert werden auf große Widerstände. Und auch  von einigen seiner Arztkollegen, die die Kunst der psychiatrischen Behandlung eher als Hexenwerk und unseriöse Wissenschaft beurteilen, bläst Ludwig ein kalter Gegenwind ins Gesicht.


    Der Roman hat mich fasziniert. Einerseits ist die Geschichte an den historischen Psychiater Ludwig Meyer und seine Reformversuche angelehnt, zum anderen bietet er tiefe Einblicke in das Psychiatriewesen und die mitunter menschenunwürdige Behandlung der psychisch kranken Menschen bis ins späte 19. Jahrhundert.


    Die Protagonisten, allen voran Meyer sind gut ausgearbeitet und ihre Handlungen sind nachvollziehbar und schlüssig. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Autor tatsächlich Meyer in seiner Genialität und Weitsicht auch etwas verrückt und manchmal sogar leicht psychisch gestört erscheinen lässt. Und auch sprachlich ist der Roman wunderbar zu lesen. Klare Worte, schnörkellos, direkt, aber doch eben sehr gut ausformuliert. Das hat das Lesen für mich zum Genuss gemacht.


    Der Roman ist sicherlich keine einfache Kost und auch nicht geeignet um ihn zur reinen Unterhaltung einfach so nebenbei zu lesen. Trotzdem,  das Buch hat mich begeistert. Darum gibt es von mir eine Leseempfehlung für alle die Leser, die anspruchsvolle, interessante und auch durchaus informative Romane zu schätzen wissen und sich nicht scheuen sich mit einem eher unpopulären Thema, zumindest im Roman, auseinander zu setzten.

  20. Cover des Buches Wie wir leben wollen (ISBN: 9783518467107)
    Matthias Jügler

    Wie wir leben wollen

     (6)
    Aktuelle Rezension von: vivreavecdeslivres
    Wie wir leben wollen ist definitiv ein neues Lieblingsbuch mit einer Botschaft, die - wie wir Jugendlichen heute so schön sagen - slayt (eigentlich erschreckend, dass die Übersetzung vom Englischen 'to slay' jemanden umbringen / erschlagen / ermorden heisst und wir es trotzdem mit etwas durchaus positivem assoziieren). Dieses Werk, ist echt etwas besonders. Ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem einfach alles gestimmt hat. Noch viel wunderschöner machte dieses Buch der Fakt, dass es von vielen verschiedenen Autoren und Autorinnen verfasst wurde. Jede(r) hat mit seinen Texten etwas in mir ausgelöst. Einige sind mir mehr geblieben als andere, aber alle haben sie irgend einen Zauber hinterlassen. 
    Von unserem einzigen Holländer, dem Michel, der mal bei einer Polizeikontrolle auf die Frage, 'Geboren?' mit 'Ja' geantwortet hatte. - Saša Stanišić
    In allen fünfundzwanzig Kapiteln ist das Grundthema die Fremde, die Flüchtende verspüren, wenn sie in einem anderen Land ankommen. Das Buch spricht also die aktuelle Flüchtlingskrise an, lässt aber auch genug Platz für andere Themen. Einmal geht es um China, ein anderes Mal um Burundi. Auf die Flüchtlingskrise wird teilweise direkt Bezug genommen, doch in manchen Geschichten sind  auch nur Parallelen mit diesem "Grundthema" zu erkennen. Es geht um Heimweh, das Ankommen in einem fremden Land, Fremdenhass, Angst vor dem Fremden und wie wir und wie die "Fremden" damit konfrontiert werden. 

    Sei es, wir selbst in einem anderen Land, in dem wir fremd sind und abwertend angestarrt werden - einmal nicht die Macht in der Hand haben, oder sei es die Schwierigkeit als Mutter mit einem adoptierten nicht grünäugigen Kind zu reisen. Das Buch ist so vielfältig und sticht genau durch diesen zu bietenden Reichtum heraus. In diesem grandiosem Werk berichten auch Autoren, die aus der Fremde flüchten mussten, aus eigenen Erfahrungen und von ihren Ängsten. Ich finde es beeindruckend, dass nur ein Buch es schafft, mir eine neue Sicht auf die Geschehnisse der Welt zu geben. Dieses Buch hat es geschafft mich völlig in einen Bann zu ziehen, mich zu belehren, mich in meinem Denken zu bescheinigen und mich zu motivieren - in jeglicher Hinsicht: Ich bedürfe selber solche Texte zu verfassen, selber mehr zu tun - zu helfen, zu reden und zu überzeugen, dass es blödsinnig ist, sich vor dem Fremden zu fürchten. Das Buch macht einem fertig und zeigt einmal mehr wie ohnmächtig wir eigentlich gegenüber allem sind, was in der Welt passiert. Gleichzeitig aber zeigt es uns auch, dass wir eben etwas gegen diese Umstände tun müssen, dass es wichtig ist einzugreifen, dass es wichtig ist zu helfen und dass es wichtig ist in Freiheit zu leben und Solidarität gegenüber anderen zu zeigen. 
    Die eine Person heisst ich, die andere du. Vielleicht ist alles auch ganz anders, und du bist ich und ich bin du, und die Realität ist Fiktion und die Fiktion Realität. Und es gibt weder literarische Elemente noch diese Strassenbahnhaltestelle in Dresden, und vielleicht gab es auch keinen Spätsommer 2015. -Micul Dejun
    Ich verspüre die unglaubliche Lust von jedem dieser fünfundzwanzig Autoren und Autorinnen ein Buch zu lesen. Matthias Jügler sagt es bereits im Vorwort und er hat ja so recht: Kann schreiben solidarisch sein? Die Antwort lautet: Ja, unbedingt. 
    http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2017/01/wie-wir-leben-wollen-buchbesprechung.html
         
  21. Cover des Buches Sei doch kein Jainhorn (ISBN: 9783752976939)
    Carola Käpernick

    Sei doch kein Jainhorn

     (8)
    Aktuelle Rezension von: heartbeat-for-books

    Die Autorin zeigt uns auf, welche verschiedenen Methoden es gibt, um eine Entschiedung zu treffen. Manche kannte ich hiervon, aber manche waren mir neu. Natürlich muss jeder seine Entscheidungen selber treffen, dies nimmt die Autorin mit diesem Buch nicht ab, aber sie gibt Ratschläge, wie man die Entscheidung treffen kann. Denn eine Entscheidung muss getrofen werden, denn wir wollen ja keine Jainhörner sein! Für die Zukunft habe ich mir so manche Methoden vorgenommen, um Entscheidungen zu treffen. Manchmal braucht man eben auch etwas Zeit für eine Entscheidung und das ist auch in Ordnung.

  22. Cover des Buches Verschwendungsfreie Zone (ISBN: 9783453605312)
    Sandra Krautwaschl

    Verschwendungsfreie Zone

     (9)
    Aktuelle Rezension von: strickleserl

    Die österreichische Grünen-Politikerin Sandra Krautwaschl beschreibt in diesem Buch den Weg ihrer Familie zu einem reicheren Leben mit weniger Kram.


    Ihr Weg zur Öko-Aktivistin beginnt 2009. Bei einem Urlaub in Kroatien wunderen sich ihre Kinder über den angeschwemmten Plastikmüll. Daraufhin versucht die Familie ein Monat lang ganz ohne Plastik auszukommen. Was mit dem Problem Plastik beginnt, weitet sich im Laufe der Zeit auf andere Problemfelder unserer heutigen Gesellschaft aus. Sei es unser Umgang mit Medien, das Fliegen oder unnötige Verpackungen beim Einkauf, es gibt sehr viele Bereiche, in denen wir bewusstere Entscheidungen treffen können, von denen nicht nur die Umwelt profitieren würde, sondern auch wir selbst.


    Doch eigentlich, so reflektiert die Autorin, beginnt ihre Auseinandersetzung mit diesem Thema schon viel früher. Von ihren Eltern bekommt sie gute Werte mit, und so lernt sie früh wie wichtig die Bewahrung der Natur und ein nachhaltiges Leben ist.


    Wer einen Ratgeber erwartet, wird hier vielleicht enttäuscht. Die Autorin beschreibt ihren persönlichen Weg und den Weg ihrer Familie zu einem nachhaltigeren Lebensstil. Manche Themen fehlen im Buch, denn die Autorin schreibt über das, was sie kennt und was sie besonders wichtig findet.


    Die Bilder im Innenteil des Buchs sind eine gute Ergänzung zum Text. So ist, zum Beispiel die Familie bei der Gartenarbeit zu sehen und man bekommt einen Eindruck vom alternativen Einkauf.


    Das Buch enthält viele persönliche Erlebnisse und Beispiele, die teilweise vielleicht zu ausführlich erzählt werden. Eine gute Zusammenfassung wichtiger Tipps und Ideen fehlt leider. So muss der Leser sich durch viele Seiten kämpfen, um die passenden Tipps für die eigene Familie zu finden. Andrerseits sind manche Überlegungen auf jeden Fall interessant und lesenswert, gerade wenn es um grundsätzliche Überlegungen zum Thema Umweltschutz geht.


    Fazit: Ein Erfahrungsbericht über das Leben mit einem einfacheren Lebensstil, mit weniger Sachen, einfachere Reisen, nachhaltigeres Einkaufen und mehr. Empfehlenswert für die Menschen, die wissen wollen, wie sich ein solcher Lebensstil praktizieren lässt.


  23. Cover des Buches Das geringste Nachlassen der Aufmerksamkeit (ISBN: 9783748524007)
    Klaus Ulaszewski

    Das geringste Nachlassen der Aufmerksamkeit

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Frollein_von_Kunterbunt
    Tommy ist Hildes Zieh-Enkel und wurde auf dem Internat mit rechtem Gedankengut konfrontiert. Statt sich daraus zu winden versinkt er immer weiter darin. Mit wachsender Besorgnis beobachtet Hilde seine Entwicklung und beschließt, etwas daran zu ändern und ihm mit ihrer letzten Aufführung die Augen zu öffnen.
    Mehr mag ich an dieser Stelle gar nicht zum Inhalt der Geschichte sagen, da alles andere zu viel von der Handlung vorweg nehmen würde.
    Der Konflikt, dass Überlebende der NS-Zeit auf neue Anhänger rechten Gedankenguts treffen ist traurige Realität. Mit dem Mut der Überlebenden haben wir nicht gerechnet, und mit ihrer Vehemenz auch nicht. Ulaszewskis Geschichte mag am Ende ein wenig over the top sein, aber das sei dem Genre der Literatur verziehen. Denn mit der leichten Übertreibung der Geschichte verdeutlicht der Autor nur, was im wahren Leben wichtig ist: das Zeitzeugen zu Wort kommen und von ihren Erlebnissen erzählen. Das wir ihnen zuhören und aus ihrer Geschichte lernen. Das sich die Geschichte nicht wiederholen darf.
    Ein wirklich bedrückendes, und gleichzeitig Mut machendes Buch.
  24. Cover des Buches Das Geheimnis der Covevirol-Höhle (ISBN: 9783981470819)
    Janus Junavorg

    Das Geheimnis der Covevirol-Höhle

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Viele interessante Ansetze, wie wir Menschen wirklich einiges auf dieser Welt verbessern könnten. Sehr spannend geschrieben.

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