Bücher mit dem Tag "umgang mit dem tod"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "umgang mit dem tod" gekennzeichnet haben.

44 Bücher

  1. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783423086417)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

    (12.802)
    Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessin

    Dieses Buch war für mich ein absolutes Highlight. Es hat bei mir unglaublich viele Emotionen ausgelöst ich konnte gleichermaßen lachen und weinen. John Green gelingt es, mit viel Feingefühl und gleichzeitig einem besonderen Humor ein so schweres Thema wie Krebs zu behandeln, ohne jemals in Kitsch oder Übertreibung abzurutschen.

    Die Hauptfigur Hazel ist 16 Jahre alt und lebt mit der Diagnose Krebs. Ihr Leben ist geprägt von Behandlungen, Ängsten und der ständigen Präsenz der Krankheit. In einer Selbsthilfegruppe, die sie zunächst eher widerwillig besucht, begegnet sie Augustus („Gus“). Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte, aber tiefgehende Jugendliebe, die trotz oder vielleicht gerade wegen der ständigen Nähe des Todes umso intensiver wirkt.

    Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Mischung aus Schmerz, Hoffnung und Nachdenklichkeit. Das Buch ist voller Metaphern und zeigt sehr eindringlich, wie es ist, mit einer unheilbaren Krankheit zu leben und dass selbst gute Prognosen nicht immer etwas bedeuten. Trotz der Schwere des Themas finden sich viele lichte Momente, in denen Hazel und Gus mit ihrem Humor und ihrer Sicht auf die Welt das Leben feiern.

    Für mich war dieses Buch ein unvergessliches Leseerlebnis. Es hat mir gezeigt, wie zerbrechlich das Leben ist, aber auch, wie viel Schönheit in Liebe, Freundschaft und gemeinsamen Augenblicken steckt.

  2. Cover des Buches Ein ganz neues Leben (ISBN: 9783499012860)
    Jojo Moyes

    Ein ganz neues Leben

    (1.942)
    Aktuelle Rezension von: LeoLorisLife

    Was habe ich Lilly gehasst in diesem Buch. Auch wenn sie viel durchgemacht hat, irgendwie konnte ich sie nicht ausstehen. Die Leben von Lou und Wills Eltern sind auch in komplett verschiedene Richtungen verlaufen, die ich zum Teil so nicht erwartet hatte. Und die Sache mit Sam. 😂🫣🙈


    (Wer beim ersten Zeil geheult hat, braucht hier kaum bis gar keine Taschentücher)

  3. Cover des Buches Eine wie Alaska (ISBN: 9783446246676)
    John Green

    Eine wie Alaska

    (2.549)
    Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_book

    Bevor ich gemeinsam mit @linhelest für unser Leseprojekt „2 Leseblicke“ in „Eine wie Alaska“ eingetaucht bin, habe ich ein paar Rezensionen überflogen - von überschwänglichem Lob bis hin zu harscher Kritik war alles dabei. Umso neugieriger war ich, wie wir zwei dieses viel diskutierte Jugenddrama einordnen würden. Jetzt, nach dem Lesen, bin ich mir noch immer nicht sicher …

    Schon die ersten Seiten fühlten sich an wie der Beginn eines klassischen Entwicklungsroman - ein Coming-of-Age wie man heute so schön sagt. Jugendliche, die sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden, sich ausprobieren, Grenzen austesten - das kennt man. Themen wie Rauchen, Sex und das bewusste Überschreiten von Regeln ziehen sich wie ein roter Faden durch den Anfang der Geschichte. Nichts, was mich zunächst besonders gefesselt hätte. Ich konnte den Hype nicht wirklich nachvollziehen.

    Und dennoch: Ich wollte herausfinden, warum dieses Buch an unserer Schule - entweder im Deutsch- oder im Englischunterricht - manche Jahre zur Pflichtlektüre gehört. Also blieb ich dran.

    Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Die Struktur des Romans - eingeteilt in ein „Davor“ und ein „Danach“ - ist mehr als nur eine stilistische Entscheidung. Aus dem Klappentext auf meinem Exemplar geht mit keiner Silbe hervor, was passieren wird. Ich hatte mich, wie viele andere Lesende vermutlich auch, völlig unbedarft in die Geschichte gestürzt - und wurde ab „Danach“ emotional komplett überrollt.

    War das Lesen bis dahin eher unbeschwert möglich, änderte sich mein Empfinden schlagartig. Mein Herz schlug bei jedem neuen Kapitel im Galopp. Als würde ich selbst Teil der Geschichte sein. Besonders der zweite Part des Romans hat mich tief getroffen. Das lag nicht nur an Greens intensiver Sprache oder seiner authentischen Darstellung von Trauer und Schuld, sondern auch an persönlichen Umständen: Diese Woche jährt sich der Tod meiner Oma zum ersten Mal - und ihr plötzlicher Verlust hallt in mir bis heute nach. Die Szene mit Alaskas Mutter war für mich daher kaum zu ertragen.

    John Greens Stärke ist die Fähigkeit, die komplexe Gefühlswelt von Jugendlichen greifbar zu machen. Erwachsene wirken in ihrer Funktion oft hilflos oder abwesend, während die Jugendlichen zwischen Rebellion, Selbstfindung und echter Verzweiflung schwanken. Diese Dynamik bringt Green mit bemerkenswerter Feinfühligkeit auf den Punkt.

    Das offene Ende des Werkes lädt zum Nachdenken und Diskutieren ein - ein Aspekt, der besonders im schulischen Kontext wertvoll ist. Es gibt keine einfache Antwort, keine klaren Linien, aber viele Impulse, die einen auch nach dem Zuklappen des Buches noch beschäftigen.

    „Eine wie Alaska“ hat mich unerwartet tief bewegt. Es ist keine Lektüre, die man einfach durchliest und weglegt. Sie fordert - emotional und gedanklich.

    ©2025 adlatb

  4. Cover des Buches P.S. Ich liebe dich (ISBN: 9783492320818)
    Cecelia Ahern

    P.S. Ich liebe dich

    (8.799)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Hoppe

    Dies war mein erstes Buch der Autorin Cecelia Ahern und was soll ich sagen?!?! WOW! Einfach eine Achterbahn der Gefühle. Die Autorin erfasst ein sehr sehr wichtiges und emotionales Thema und das auf eine sehr sympathisch Weise. Ich habe viel lachen können und gleichzeitig geheult wie ein Schlosshund. Ich habe mich ab der ersten Seite vollkommen rein stürzen können und es ließ sich super flüssig lesen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen und bin sehr auf weitere Bücher der Autorin gespannt.  

  5. Cover des Buches In jedem Augenblick unseres Lebens (ISBN: 9783608983128)
    Tom Malmquist

    In jedem Augenblick unseres Lebens

    (73)
    Aktuelle Rezension von: uli123

    Diesen autobiografischen Roman über einen eigenen Schicksalsschlag sollte besser nur lesen, wer gesundheitlich stabil ist, damit er nicht runtergezogen wird.

    Toms hochschwangere Lebensgefährtin Karin verstirbt urplötzlich an Leukämie. Ihre gemeinsame Tochter Livia überlebt die Kaiserschnittgeburt. Über die nachfolgenden Monate der Trauer, die über den Tod hinaus fortbestehende Liebe und das Zusammenleben mit seiner kleinen Tochter schreibt der Autor, immer wieder unterbrochen durch Rückblicke auf seine Jugend, als er ein vielversprechender Eishockey-Spieler war, sein Studium, seine Neigung zum Schreiben, das Kennen- und Liebenlernen Karins, die schon mehrere schwere Krankheiten durchgemacht hat.

    Die Geschichte ist nicht einfach zu lesen. Wörtliche Reden werden weder durch Anführungszeichen noch Spiegelstriche kenntlich gemacht, sondern stehen nebeneinander, so dass sich die jeweiligen Sprecher manchmal nur schwer ausmachen lassen. Auch die Zeitsprünge geschehen unvermutet und es lässt sich nicht immer nachvollziehen, in welchem Jahr wir uns befinden. Einige Insider-Informationen werden nur schwedische Leser verstehen, wie den Wettskandal oder die Arbeitsweise der Behörden. Dem Thema Trauer widmet sich der Autor jedoch wirklich gelungen. Er als der Trauernde durchläuft alle Phasen – Verzweiflung, Wut, Unverständnis, Müdigkeit, Leere. Berührend sind auch die kleinen Kämpfe, die er mit seinen Schwiegereltern über die Verstorbene und das hinterbliebene Baby austrägt. Als Lehre vermittelt das Buch, dass man schwere Schicksalsschläge überleben kann.

    Insgesamt durchaus lesenswert.

  6. Cover des Buches Love Letters to the Dead (ISBN: 9783570311295)
    Ava Dellaira

    Love Letters to the Dead

    (1.011)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Ich fand das Buch im Bücherschrank und hatte keine Erwartungen daran. Dieses Jugendbuch hatte ein sehr interessantes Thema und war gefühlvoll geschrieben. Der Schreibstil war sehr flüssig und gut zu lesen. 

    Mich hat es berührt. Doch es gab immer mal kleine Längen. Daher 4 Sterne und eine Leseempfehlung. 


  7. Cover des Buches Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (ISBN: 9783596033744)
    Rachel Joyce

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

    (1.381)
    Aktuelle Rezension von: Annis_Buecherregal

    Die unglaubliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce hat mich tief berührt. 

    Anfangs wirkt die Geschichte sehr unscheinbar: Ein Rentner, der einfach nur einen Brief einwerfen will. Doch aus dieser kleinen Geste entwickelt sich eine unglaubliche Reise, die ihn mit seiner Vergangenheit konfrontiert. 🚶‍♂️

    "Auf seiner Reise begegnet er den unterschiedlichsten Menschen – von seiner oft übersehenen Frau Maureen über Fremde, die ihm helfen, bis hin zu einem Nachbarn – und jeder von ihnen ist ein Spiegel für sein eigenes Leben. Es sind diese Begegnungen, die ihm helfen, seine inneren Dämonen zu verstehen und zu akzeptieren."

    Was das Buch so besonders macht, ist die Mischung aus Hoffnung und Melancholie. Es zeigt eindringlich, wie die Vergangenheit die Zukunft bestimmt und dass man sich seinen Fehlern stellen muss, um weiterzukommen. Harold versucht, seine Fehler "wegzumachen", lernt aber, dass es viel wichtiger ist, die eigenen und die Narben anderer zu akzeptieren. 

    Eine der stärksten Botschaften für mich war, dass man den Wert einer Person oft erst erkennt, wenn sie nicht mehr da ist. Das hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Aber es gibt auch hoffnungsvolle Momente, wie die Begegnung mit dem Mädchen, das sagt: "Du musst nur stark genug an das Positive denken, dann wird es auch wahr." ✨


    Ein sehr schönes, gut lesbares Buch, das voller Menschlichkeit steckt und zeigt, wie man auch im hohen Alter mutige Schritte machen kann. Absolut lesenswert!


    Ich glaube fest daran, dass die Kraft des positiven Denkens viel verändern kann. Aber hat diese Idee wirklich keine Grenzen? Was denkt ihr: Wann hört positives Denken auf zu wirken?

  8. Cover des Buches Ein Mann namens Ove (ISBN: 9783442493951)
    Fredrik Backman

    Ein Mann namens Ove

    (842)
    Aktuelle Rezension von: Namie_Lorentz

    Ein Mann namens Ove, hat klare Wertvorstellungen, ist eigenbrötlerisch, grummelig, hält an Ritualen fest – es muss ja alles seine Ordnung haben - und will ansonsten eigentlich einfach seine Ruhe und vor allem endlich Sterben, um wieder bei seiner Frau Sonja zu sein. 

     

    Irgendwie schaffen es jedoch alle Menschen und Tiere um Ove herum, sich irgendwie in sein Leben zu stehlen und sein Projekt des Sterbens zu untergraben.

    Angefangen mit einer Katze, die eher ein Flickenteppich aus Haut und Fell ist und vor seinem Haus nichts zu suchen hat. 

    Über die schwangere Parvaneh, ihre zwei Kinder und ihr Mann „der Trottel“ der nicht einmal einen Hänger rückwärts einparken kann, ohne den Briefkasten von Ove zu demolieren.

    Hin zu weiteren Menschen aus der Reihenhaussiedlung und der Stadt die in Ove´s leben spazieren und dieses Gründlich durcheinanderbringen. 

     

    Ich habe Ove sehr schnell in mein Herzgeschlossen, mit seinen Werten, Klarheit und Ehrlichkeit, die vor allem in seinen Handlungen zu Tage tritt:

    „Männer sind, was sie sind, weil sie Dinge tun. Nicht weil sie Dinge sagen."

    Einfach ein Charakter der mich direkt mitnimmt. 

    Trotz seiner rauen Schale zeigt sich sein liebevoller und tiefgründiger Kern - manchmal mehr zwischen den Zeilen -.

    Durch den Schreibstil schafft der Autor für mich einen direkten Zugang zu dem Hauptcharakter und den Nebenprotagonisten und treibt mich durch eine Vielzahl von Emotionen.

    Oft begegnen wir auf ein und derselben Seite gegensätzlichen Emotionen und Aussagen, die sich so eine eigene tiefe verschaffen oder vergleiche die im ersten Moment seltsam wirken, sich aber als absolut treffend herausstellen und zum Nachdenken anregen: „Jemanden zu lieben, ist als würde man in ein Haus einziehen…“

     

    Zwischen Eigenbrötler Alltag, Freundschaft, Tragik und einer tiefgehenden Liebesgeschichte war es für mich an vielen Stellen zwischen Lachen und Weinen nicht weit und manchmal fand beides zur gleichen Zeit statt. 

     

     

    Es ist einfach eins dieser Bücher das Jeder mal gelesen haben sollte und das nachwirkt.

    Nachwirkt in den vielen kleinen Aussagen zum Nach- und Überdenken anregt. 

    Es ist eins dieser Bücher, dass man immer mal wieder zur zur Hand nehmen kann. 

    In dem man sich Zitate markiert oder rausschreibt.  

    Ich werde es sicher nicht das letzte Mal gelesen haben und empfehle es ganz klar weiter!

    Ich habe gleich nach beenden des Buches weitere Werke des Autors auf meine Wunschliste geschrieben.

     

  9. Cover des Buches Schattentraum - Hinter der Finsternis (ISBN: 9783847617990)
    Mona Kasten

    Schattentraum - Hinter der Finsternis

    (499)
    Aktuelle Rezension von: dieyeni
    Eigentlich fand ich das Buch ganz gut. Flüssiger Schreibstil, gut zu lesen. Nur die Gedanken und Empfindungen der Charaktere war mir oft nicht ausformuliert genug, sodass ich manche Reaktionen und Entwicklungen etwas oberflächlich fand und nicht so gut nachempfinden konnte. Obwohl die beiden Hauptprotagonisten keine häufigen und intensiven Gespräche geführt haben, bindet sich Emma schnell an Gabriel und spricht sogar von Liebe. Das hätte ich gern gefühlt statt nur gelesen.
    Also insgesamt nicht so intensiv wie einige andere Bücher, aber trotzdem ganz schön.
  10. Cover des Buches Schattenblüte - Die Verborgenen (ISBN: 9783499254468)
    Nora Melling

    Schattenblüte - Die Verborgenen

    (458)
    Aktuelle Rezension von: meine_fantastische_bibliothek

    Luisa lebt mit ihrer Familie in Hamburg als ihr kleiner Bruder an Krebs stirbt. Natürlich ist die Verzweiflung groß und ihre Eltern beschließen, sofort nach Berlin umzuziehen, weil sie das Haus nach dem Tod ihres Sohnes nicht mehr ertragen können. Luisa findet das unerträglich. Sie kann nicht mehr zum Grab ihres Bruders und um ihn trauern. Ihre Eltern, selber unfähig über den Verlust zu sprechen und die Trauer offen zuzulassen, sind Luisa keine Stütze und so verfällt sie in eine tiefe Depression. Sie schwänzt die Schule, redet mit niemandem und vergräbt sich in ihrem Zimmer oder streift durch den Grunewald. Bis sie eben so verzweifelt ist, dass sie sich das Leben nehmen will.

    Von Beginn an herrscht in diesem Jugendbuch eine düstere Stimmung und diese zieht sich auch durch die gesamte Geschichte. Trotzdem ist die Atmosphäre sehr dicht und stimmig.

    Luisas düstere Gedanken und ihre vermeintliche Ausweglosigkeit wurde glaubhaft geschildert, gerade wenn man bedenkt, dass sie selbst noch ein Teenager ist und in diesem Alter die Welt sowieso recht kompliziert erscheint. Aber die Tatsache, dass ihre Eltern nicht in der Lage sind, gemeinsam als Familie den Tod von Fabian zu verarbeiten, macht ihr das Leben wirklich schwer.

    Insgesamt hat mir die Darstellung der Protagonisten gut gefallen, sie wirkten durchaus authentisch.

    Sehr gut gefallen haben mir die Schilderungen im Grunewald und der Umgebung, weil ich diese Gegend selbst gut kenne und es Erinnerungen bei mir geweckt hat. Aber auch ohne je dort gewesen zu sein, sind die Beschreibungen sehr bildlich und man kann sich selbst in diesem Wald gut vorstellen.

    Die Liebesgeschichte zwischen Luisa und Thursen ist durchaus kompliziert, wie auch sonst? Mädchen und Werwolf kann nur kompliziert sein. Und auch diese Schilderungen der Autorin fand ich gut gelungen. Gut gefallen hat mir auch, dass Nora Melling immer wieder für Spannung sorgen konnte und ich so das Buch an zwei Abenden zu Ende gelesen hatte.

    Gewöhnungsbedürftig fand ich eine ganze Weile den Schreibstil in diesem Buch. Er wirkte auf mich eine Zeitlang doch etwas hakelig und auch die teilweise sehr kurzen Sätze waren nicht ganz mein Fall. Das gibt es aber öfter in Jugendbüchern, vor allem, wenn eine bestimmte Stimmung erzeugt werden soll und das ist ja letztlich auch gelungen.

    Ich habe mich manchmal dabei ertappt, wie ich mit den Augen gerollt habe. Das passierte bei jeder unnötigen Frage von Luisa, vor allem im Wald. Kurzes Nachdenken oder Zuhören hätten all diese Fragen überflüssig gemacht und so war ich zeitweise leicht genervt.

    Die Bezeichnung Werwölfe in dieser Geschichte fand ich falsch. Der Vollmond hatte keine zwangsläufige Verwandlung zur Folge und auch sonst waren diese Wölfe/Menschen für mich einfach nur Gestaltwandler. Sie konnten zwar durchaus gefährlich sein aber doch nur eher selten und dann im Rudel. Umso häufiger sich die Menschen in Wölfe verwandelten, umso näher waren sie dabei, endgültig zum Werwolf zu werden. Gut und schön, doch durch welch banale Sache sie wieder endgültig zu Menschen zurück verwandelt werden können, das empfand ich als geradezu lächerlich.

    Dieses Buch hatte eine durchaus atmosphärische Stimmung, die Charaktere waren gut ausgearbeitet und größtenteils authentisch. Die Liebesgeschichte war kompliziert und die Gefühle füreinander tief. Die Beschreibungen im großen Berliner Grunewald und der Umgebung sehr bildlich und haben mir gut gefallen. Mit der Bezeichnung Werwölfe konnte ich mich gar nicht anfreunden und auch mit der Art von Luisa kam ich nicht immer gut zurecht. Der Schreibstil war mir persönlich zu abgehackt, obwohl es vermutlich ein Stilmittel ist. Die Zurückverwandlung der Werwölfe war für mich einfach banal und zum Ende der Geschichte wurde für mein Empfinden nochmal eine Art von Spannung erzeugt, die ich unglaubwürdig fand.

  11. Cover des Buches Sieben Minuten nach Mitternacht - Filmausgabe (ISBN: 9783570403471)
    Patrick Ness

    Sieben Minuten nach Mitternacht - Filmausgabe

    (831)
    Aktuelle Rezension von: Buchspinat

    Zum Inhalt: Jede Nacht kehrt er zurück. Um sieben Minuten nach Mitternacht. Der Albtraum, den der dreizehnjährige Connor jede Nacht aus dem Schlaf hochschrecken lässt, seitdem seine Mutter ihre Krebsdiagnose erhalten hat.

    Eines Nachts begegnet Connor in seinem Traum ein Monster. Vor dem Monster hat er keine Angst, dass stellt er schnell fest. Das Monster begleitet ihn von nun an jede Nacht. Bei seinem Albtraum. Und es erzählt ihm Geschichten. Und danach – nach den Geschichten wird es von ihm das Schwerste verlangen, dass Connor sich überhaupt vorstellen kann: die Wahrheit über seinen Albtraum….

    Meine Meinung:

    Ich glaube, das wird eine sehr persönliche Rezension. Und vielleicht sollte ich den Leser vorab vor Spoilern warnen, denn vermutlich wird es mir nicht gelingen, in dieser Rezension ohne Spoiler auszukommen.

    Seit Connors Mutter krank geworden ist, ist sein Leben ein anderes. Er kümmert sich um sich und er kümmert sich um seine Mutter. Denn sie selbst kann das gerade nicht. In der Schule schleichen die meisten Lehrer und Mitschüler um ihn herum. Wobei – eine Jungsgang macht ihm das Leben schwer und lauert ihm jeden Tag nach der Schule auf. Aber er verpetzt sie nicht.

    Zuhause ist es still, seitdem seine Mutter so krank geworden ist. Und auch, wenn sie ihm jeden Tag versichert, dass sie den Kampf gegen den Krebs gewinnen wird, so weiß Connor doch tief in seinem Inneren, dass die Chancen dafür nicht allzu gutstehen.

    Als das Monster auftaucht, verwischen die Träume Connors allmählich mit der Realität. Das Monster will ihm helfen, sagt es. Connor willigt ein. So hofft er doch, dass das Monster seine Mutter retten kann. Doch das Monster hat anderes im Sinn. Es will Connor retten. Es erzählt ihm Geschichten. Geschichten mit einem Ende, dass Connor so niemals erwartet. Und als es bei der letzten Geschichte ankommt, verlangt es von Connor, ihm seine Geschichte zu erzählen. Seinen Albtraum. Den ganzen Albtraum. Auch das Ende. Connor will nicht, doch letztendlich willigt er ein….

    „Ich bin nicht gekommen, um sie zu heilen, sagte das Monster. Ich bin gekommen, um dich zu heilen“ – Seite 181

    Connor dabei zu begleiten, wie er sich durch seinen Albtraum kämpft, hat mich tief berührt. Ich kann seine Gedanken und seine Emotionen so sehr nachfühlen. Seine Ängste, Seine Trauer. Und den Wunsch danach, dass es einfach endlich vorbei sein sollte. Und das schlechte Gewissen, dass unweigerlich mit diesem Gedanken einhergeht. Weil er seine Mutter liebt. Und weil er will, dass sie bei ihm bleibt. Aber weiß dass es nicht so sein wird.

    Als klar war, dass meine Mutter sterben wird, waren mein Mann und ich gerade auf Lanzarote angekommen. Unsere Flitterwochen. Es war der erste Abend, als meine Mutter zuhause ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Am dritten Tag war klar, dass wir so schnell wie möglich zurückfliegen mussten. Der Sterbeprozess selbst hat dann neun lange Tage gedauert. Tage, in denen mir sehr bewusst war, dass niemand mehr etwas tun kann, um diesen Prozess aufzuhalten. Hilflosigkeit. Liebe. Angst davor, wenn es so weit ist, aber auch irgendwann der Moment, an dem ich diese Gefühlsachterbahn nicht mehr gut aushalten konnte und ich mir in manchen Momenten wünschte, es wäre vorbei. Und auch da ging es mir wie Connor… wie kann ich das nur denken…. Ich habe sie doch so sehr lieb. Und ich will nicht, dass sie geht. Mein Leben ohne sie ist schwer. Ein Stück dunkler. Jeden Tag.

    Ich hatte kein Monster, was mich an die Hand genommen hat, um mich dadurch zu begleiten. Dass mir im richtigen Moment gesagt hat „Hier ist das Ende der Geschichte“ – Seite 212
    Dieser Moment im Buch hat mir das Herz gebrochen.

    Das endgültige Loslassen eines Menschen ist das Schwerste, was man im Leben tun muss. In jeder Sekunde. Und auch das Nichtwissen, wann dieser Moment gekommen ist, ist schwer. Zu hoffen, dass der geliebte Mensch bleibt. Gleichzeitig zu sehen, wie er mit jeder Sekunde ein Stück weit mehr verschwindet. Ihm zu sagen, dass man ihn liebt. In dem Wissen, das in naher Zukunft der Moment kommt, an dem man diese Worte zwar noch sagen kann, er sie aber nicht mehr hören wird, weil er nicht mehr da ist.

    Connors Geschichte – die im Übrigen mit jeder Menge Illustrationen versehen ist und das Buch auch optisch zu einem wahren Schatz macht – ist ein wunderbares Buch über Liebe, Familie und über das Sterben und Loslassen eines geliebten Menschen. Es ist ein seltenes Juwel, dass gleichermaßen für junge und erwachsene Leser geeignet ist. Es ist traurig und tröstlich zugleich.

    Ich habe mich verstanden gefühlt mit meinen vielen Emotionen, als ich es gelesen habe. Ich habe geweint, weil ich so sehr mit Connor mitgefühlt habe. Weil es so viele Erinnerungen wieder hochgeholt hat. Und weil es mir wieder sehr deutlich gemacht, dass da jemand ist, der jeden Tag schmerzlich vermisst wird.

    Das Buch wurde auch unter dem gleichen Titel verfilmt und auch der Film ist wunderbar und sehr am Buch angelehnt. Leider wird er derzeit nirgends kostenlos gestreamt, aber selten war eine Leihgebühr für einen Film mehr gerechtfertigt als für „Sieben Minuten nach Mitternacht“.

    Ganz, ganz großes Kino.

    Legt Euch Taschentücher bereit und dann taucht ein in die Geschichte von Connor und dem Monster. Ich kann Euch das Buch nur ans Herz legen.

    Meine Rezension findet Ihr auch unter www.buchspinat.de

  12. Cover des Buches Alles Sense (ISBN: 9783442483778)
    Terry Pratchett

    Alles Sense

    (541)
    Aktuelle Rezension von: NadjaSchwendemann

    Ich liebe die Bücher von Pratchett. Sie sind allerdings Geschmacksache! Entweder man mag sie oder man schüttelt nur mit dem Kopf!

    Ich liebe vor  allem die Bücher,  in denen Gevatter Tod eine Rolle spielt. Wenn ich früher eines seiner Bücher gekauft habe, habe ich immer erst mal geschaut ob Tod eine Rolle hat. :-) Einfach Buchseiten durchblättern und wenn odt und viele Textzeilen mit GROSSBUCHSTABEN sind weiß man Bescheid. Lach!

    Tod wird in Rente geschickt!

    Als BILL Tür sucht er sich einen Job und hilft einer Bäurerin, die von seiner Arbeitsweise sehr angetan ist.

    Dadurch, dass Tod nun aber nicht mehr seinem eigentlichen Gewerbe nachgeht, entstehen so einige Probleme:
    Die Leute nicht mehr sterben, sondern werden zu Untoten. 

    Die Revisoren beschließen einen neuen Tod zu erschaffen der  TOD endgültig töten soll, was natürlich nicht funktioniert!

    Witzig ist dass nun, da Tod durch "Abwesenheit glänzt" es zu einer Anomalie kommt und weitere Tode entstehen!

    Ich persönlich liebe den Rattentod! Der gefällt mir richtig gut :-)

    Mehr wird nun aber nicht verraten! Ihr sollt euch das Buch ja selbst durchlesen!

  13. Cover des Buches Nachruf auf den Mond (ISBN: 9783426304372)
    Nathan Filer

    Nachruf auf den Mond

    (153)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der preisgekrönte Bestseller aus Großbritannien wurde von Nathan Filer geschrieben, dem einstigen Krankenpfleger einer psychiatrischen Klinik. Heute ist er Schriftsteller und Filmemacher. Für sein Debüt gewann er den Costa Book Award und den Betty Trask Prize. Allein diese Umstände waren es, die ich als bemerkenswert empfand. Unter neuen erfolgreichen Autoren gibt es oftmals Journalisten, Germanistik-Studenten oder hauptberufliche Lektoren, selten jedoch Menschen aus, sagen wir, "normalen" Ausbildungsberufen. Nathan Filer hatte somit schon allein durch diesen Umstand meinen Respekt und mein Interesse geweckt. Vielleicht ist es die Magie des echten Talents hinter jemandem, der eigentlich etwas "ganz anderes" beruflich macht, was mich daran so fasziniert.

    *Nachruf auf den Mond* ist ein fiktiver Roman über den Patienten einer Psychiatrie in Bristol, der zum einen begnadet erzählen und schreiben kann, zum anderen seinen Bruder mit Down-Syndrom, der im Alter von elf Jahren ums Leben kam, immer sieht, sobald er seine Medikamente absetzt. In Rückblicken wird dem Leser nach und nach offenbart, was den beiden Jungen damals wirklich geschah und wie Matthew heute gegen seine eigenen Dämonen kämpft. Mehr möchte ich Euch von der Story gar nicht verraten. ;)

    Obwohl der Roman mit wenigen Spannungselementen auskommt, hat er mich von Anfang an so gefesselt, dass ich ihn in wenigen Tagen zwischen Arbeit und Verpflichtungen durchgelesen hatte, ohne mich auch nur einmal zum Weiterlesen anhalten zu müssen. Jeder kennt diese Bücher, zu denen man sich hingezogen fühlt, die sich quasi von selber lesen, ganz ohne Anstrengung. Nachruf auf den Mond war für mich so ein Buch und das ist umso eindrücklicher, als  ich es nicht wirklich als spannend, sondern eher interessant beschreiben mag. 

    Dabei kommt es weder traurig, noch tragisch daher und ließ mich auch nicht übertrieben emotional oder gar deprimiert zurück. Gerade diese recht einzigartige Mischung bewegt mich dazu dem Buch 5 Sterne zu geben und Euch den Rat es auf Eure Leseliste zu setzen. 




  14. Cover des Buches Wer braucht schon Liebe? (ISBN: 9783570307922)
    Denise Deegan

    Wer braucht schon Liebe?

    (84)
    Aktuelle Rezension von: lovebooks0401
    Eine tolle fesselnde Geschichte über schlechte Familienverhältnisse, Verluste durch einen Tod und Liebe
  15. Cover des Buches Weiß der Himmel von dir (ISBN: 9783596191949)
    Alicia Bessette

    Weiß der Himmel von dir

    (129)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Zell lebt zurück gezogen, spricht viel mit ihrem Hund und ihre einzige Ansprache ist Gladys Knight, die ihr mit ihren Liedern aus der Seele spricht. Nick war ihre große Liebe und bei Aufräumarbeiten in New Orleans nach dem verheerenden Sturm Katrina, kam er ums Leben. Erst als ihr Hund weg läuft und sie raus muss, kommt wieder etwas Schwung in ihr Leben. Nach einem Backversuch kommt die Feuerwehr und sie lernt ihre Nachbarn kennen. Ein kleines Mädchen, dass ihr Herz erwärmt und ein überforderter Vater, der eigentlich ganz nett ist. Zell hört im Fernsehen, dass wenn man bei einer bekannten Kochsendung mitmacht und gewinnt, dann bekommt man 20000Dollar. Diesen Betrag würde sie sofort an die Opfer in New Orleans spenden, denn das war immer das Ziel von Nick. Das Nachbarsmädchen Ingrid hilft ihr in der Küche und gemeinsam wollen sie gewinnen. Zell das Geld und Ingrid die Liebe der Starköchin, denn sie glaubt fest daran, dass ist ihre Mutter. Ein ganz wunderbares Buch. Freundschaft und Liebe sind keine Frage des Alters, der Herkunft oder der Zeit. Wer dein Herz berührt, der ist ein wahrer Freund oder sogar Liebe. Großartig!

  16. Cover des Buches Kostbares Dasein (ISBN: 9783702232412)
    Petra Hillebrand

    Kostbares Dasein

    (11)
    Aktuelle Rezension von: DieBerta
    Kostbares Dasein von Petra Hillebrand

    - Gebundene Ausgabe: 48 Seiten
    - Verlag: Tyrolia (9. Januar 2013)
    - Sprache: Deutsch
    - ISBN-10: 3702232419
    - ISBN-13: 978-3702232412
    - Größe und/oder Gewicht: 15,6 x 1,2 x 18,5 cm

    Klappentext:
    In Zeiten schwerer Krankheit, z. B. nach einer Krebsdiagnose, beginnt für viele Betroffene eine intensive Auseinandersetzung mit ihrer Endlichkeit. Angst, Trauer, Zorn und Mutlosigkeit wechseln sich ab mit aufkeimender Hoffnung und dem Willen, es mit der Krankheit aufzunehmen und irgendwann vielleicht wieder völlig gesund zu werden. In diesen schwierigen Phasen können Büchlein mit den "besten Wünschen zur Genesung" viel zu oberflächlich anmuten; der Patient fühlt sich nicht ernst genommen. Dieses Geschenkbuch, das aus der Erfahrung mit KrebspatientInnen entstanden ist, nimmt die vielen großen und kleinen Abschiede und das Sterben zum Thema. Die behutsamen Texte, in denen trotz allem die Hoffnung spürbar ist, und einfühlsame Fotos bringen die Gefühlsebene der Betroffenen mit ihren Höhen und Tiefen zum Ausdruck.

    Ich habe ein kleines wunderbares Buch lesen dürfen, dass zum Nachdenken anregt. Es enthält 22 wunderbare Gedichte und auch 22 wunderschöne Bilder, die sehr bedacht zu den Gedichten ausgesucht wurden. Obwohl es sich hier um ein Buch mit (nur) 48 Seiten handelt ist es kein Buch für eine halbe Stunde. Sicher kann man es in einer halben Stunde oder gar weniger durchlesen und anschauen, aber es berührt doch wesentlich länger und man kann es immer wieder zur Hand nehmen. In schwierigen Momenten des Lebens kann es sicher für Betroffene, egal auf welcher Seite, ob es nun diejenigen sind, die gehen oder diejenigen, die bleiben Hilfestellung leisten. Aber ich denke es ist nicht nur ein Buch für Sterbende und deren Angehörige. Man kann das Buch zu jeder Zeit zur Hand nehmen und sich bewusst machen, wie schön das Leben ist oder war ...
    Ich würde das Buch natürlich Betroffenen empfehlen, aber es ist auch für Menschen in jeder Lebenssituation eine Bereicherung.

  17. Cover des Buches Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens (ISBN: 9783785752982)
    Sebastian Niedlich

    Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Sunsy

    Humorvolle Fantasy-Geschichte über den leibhaftigen Tod, diesmal nicht mit Sense, sondern Schmetterlingsnetz und Martin, der bereits als Kind den Tod sehen kann. Die beiden werden ein sonderbares Gespann aus Freunden. 

    Im Laufe der Zeit ändert sich Martins Haltung zu diesem Thema und auch zu seinem Freund. Er ist überzeugt davon, durch die Gaben, die er von Tod übernimmt, Menschen vor ihrem Schicksal retten zu können und bekommt sich mit Tod mächtig in die Wolle. 

    Von Matthias Keller wirklich sehr glaubhaft und gut nuanciert gelesen. In der Tat hat dieser Sprecher für mich den Ausschlag gegeben, dem Hörbuch mehr als 6/10 Sternen zu geben, denn die "Trotzphase" Martins war mir einfach zu lang, und mehr als ein leichtes Grinsen war bei mir nicht zu spüren.

    Meine Bewertung: 75/100 bzw. 08/10 Punkte.


    https://sunsys-blog.blogspot.com/2025/11/gehort-der-tod-und-andere-hohepunkte.html

  18. Cover des Buches Sophia, der Tod und ich (ISBN: 9783462010923)
    Thees Uhlmann

    Sophia, der Tod und ich

    (206)
    Aktuelle Rezension von: bookol

    „Sophia, der Tod und ich“ von Thees Uhlmann ist ein außergewöhnliches Buch, das mich mit seinem ganz eigenen Ton sofort gepackt hat. Uhlmann schafft es, ernste Themen wie Leben, Liebe und Vergänglichkeit mit einem wunderbaren, oft unerwarteten Humor zu verbinden. Hinter den skurrilen Dialogen und absurden Situationen steckt eine große emotionale Tiefe, die mich immer wieder berührt hat. Es ist ein Buch, das einen lachen, nachdenken und fühlen lässt – leichtfüßig und tiefgründig zugleich.


  19. Cover des Buches Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente (ISBN: 9783446258631)
    Peter Bognanni

    Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente

    (159)
    Aktuelle Rezension von: buchundtee

    A L L G E M E I N E S

    Autor: Peter Bognanni
    Verlag: Hanser (Carl Hanser Verlag)
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 29.01.2018
    Preis: 18,00€
    ISBN 978-3-446-25863-1


    Das Buch wurde mir von vorablesen.de als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst aber in keinster Weise meine Meinung!

    I N H A L T

    Getroffen haben sich Tess und Jonah nur ein einziges Mal. Obwohl sie sieben Monate zusammen waren. In dieser Zeit haben sie alles miteinander geteilt per Chat, Facebook, Tweets, haben sich herzzerreißende E-Mails geschrieben, ihr Innerstes preisgegeben, sich gegenseitig ihre Liebe erklärt. Und trotzdem hat Tess es nicht kommen sehen: Jonahs Selbstmord. Doch Tess sendet weiter Nachrichten an Jonah, ihre erste Liebe. Es ist ihre Art, die Trauer zu verarbeiten. Und eines Tages erhält sie tatsächlich Antwort … Ein außergewöhnlicher Roman über Tod und Abschied in Zeiten von Social Media und darüber, dass jedem Ende ein neuer Anfang – und vielleicht sogar eine neue Liebe – innewohnt.


    EIGENE MEINUNG

    Ich wurde durch das wundervolle Cover auf dieses Buch aufmerksam und nachdem mich schon der Klappentext überzeugt hat, musste ich natürlich sofort die Leseprobe lesen. Und WOW! Der Schreibstil des Autors hat mir wahnsinnig gut gefallen. Er ist mal was anderes, denn man erfährt viel mehr Detaills von den Gedankengängen der Protagonistin, als in so manch anderen Büchern. Auch die Charaktere konnten mich vollkommen überzeugen. Jeder hat seine Ecken und Kanten. Auch die Story hatte etwas besonderes an sich. Ich möchte nicht spoilern, weshalb ich nicht näher auf die Geschichte eingehen kann. Was ich sagen kann ist, dass der Tod eine tragende Rolle in der Geschichte spielt und außerdem auch die eigentliche Thematik des Buches iat. Sie wurde sehr gut umgesetzt und ich kann für mich persönlich sagen, dass ich mir jetzt ein ganz anderes Bild von dem Tod gemacht habe.


    FAZIT UND EMPFEHLUNG


    Ich kann dieses Buch wirklich JEDEM empfehlen. Es ist meiner Meinung nach ein wirkliches Meisterwerk. 

  20. Cover des Buches Solange ich in deinem Herzen bin (ISBN: 9783959671606)
    S.D. Robertson

    Solange ich in deinem Herzen bin

    (50)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Will ist gerade einmal 35 Jahre alt als er stirbt, er war gerade auf dem Weg zur Grundschule seiner sechs jährigen Tochter.

    Doch nun kann er nicht mehr, obwohl er ihr doch versprochen hat, immer für sie da sein.


    Und genau dort beginnt die Geschichte: Als die Autofahrerin den Radfahrer übersieht. Doch es ist nicht auf einmal einfach schwarz um ihn, nein; er sieht wie die Sanitäter noch um sein Leben kämpfen.

    Seine Seele hat sein Körper verlassen, und so begleitet er seine Tochter, aber auch seine über alles geliebte Familie jeden Tag.

    Das Problem ist jedoch, dass sie ihn nicht sehen können. Und so beginnt sein verzweifelter Kampf darum, dass vor allem seine Tochter ihn endlich wahrnehmen kann und er sich von ihr verabschieden kann.

    Auf diesem Weg passiert jedoch viel in der Familie, und Will greift in das Geschehen teilweise auch noch ein und verändert es so.


    In diesem Buch begleitet man einen Vater auf dem Weg sich von seiner Tochter zu verabschieden und durch viele Lebenslage der Familie.


    Man hat sich schnell eingelesen in die Geschichte, man fühlt mit, trauert mit und fiebert mit.

    Es ist so geschrieben, dass die Handlunsstränge am Ende alle wieder zu einander führen.


     

  21. Cover des Buches Sieben Minuten nach Mitternacht (ISBN: 9783844523119)
    Patrick Ness

    Sieben Minuten nach Mitternacht

    (70)
    Aktuelle Rezension von: Literaturbegeistert
    Mich hat die Geschichte sehr getroffenen vorallem das Ende, da ich ähnliche Situationen erlebt habe. Ich würde dieses Buch jedem ans Herz legen.
  22. Cover des Buches Capital (ISBN: 9780571234622)
    John Lanchester

    Capital

    (17)
    Aktuelle Rezension von: porte-bonheur

    In diesem Roman geht es um GELD! Und das stellt der Autor am Beispiel der Bewohner einer Straße in London dar, der Pepys Road. Wer hier ein Haus nicht nur bewohnt, sondern es auch noch sein Eigentum nennt, hat es geschafft: er ist reich und ein sehr anerkanntes Mitglied der Gesellschaft.

    Der Autor knüpft mit seinem Werk an die großen Gesellschaftsromane des 19. Jahrhunderts und nimmt sich, ganz ähnlich diesen Romanen, das Schicksal einiger mit der Pepys Road verbundenen Charaktere vor. Petunia Howe wohnt seit langer Zeit bereits in der Straße, hat ihren Mann längst verloren und beobachtet jetzt einfach nur, zurückgezogen, ihre Mitbewohner. Dann ist da der Banker Roger Yount, den nichts mehr im Leben fesselt als sein nächster Jahresbonus und dieses Jahr muss dieser mindestens eine Million betragen, denn sonst würde er sich und seiner Familie das aufwändige Leben bald nicht mehr leisten können. Daneben spielen aber auch die Menschen eine tragende Rolle, die in der Straße nur ihre tägliche Arbeit verrichten, wie die Politesse Quentina Mkfesi, die aus Zimbabwe stammt und als Asylbewerberin, deren Antrag bereits abgelehnt wurde, jetzt nur noch Angst vor der Abschiebung hat. Der polnische Handwerker Zbigniew verrichtet für den Investmentbanker und dessen Frau immer wieder kleinere Arbeiten und träumt von einem besseren Leben in seiner Heimat. Das Kindermädchen der Younts, Maty Balatu, aus einer ungarischen Kleinstadt stammend, ist auch nach London gekommen, um ordentlich Geld zu machen. Der senegalesische Fußballspieler Freddy Kamo, der gerade erst auf dem Weg ist, ein großer Fußballgott zu werden, wohnt zwar auch in der Pepys Road, aber erst einmal dort nur bei seinem Manager Mickey Lipton-Miller. Und dann ist da noch der Konzeptkünstler Smitty, dessen Großmutter eben jene Petunia Howe ist. 

    Wie in einer Gesellschaft niemand für sich allein ist und mit vielen anderen zusammenhängt, von diesen auch abhängt und mit ihnen verbunden ist, so ist das eben auch in einer Straße und ihrer begrenzten Anzahl der in ihr lebenden und tätigen Menschen. Und genau das verdeutlicht Lanchester überaus geschickt und unpathetisch, eher schildert er die Ereignisse nüchtern, ähnlich einem Reporter, und überlässt es dem Leser, sich ein eigenes Urteil zu machen. Was denkt man denn über einen Handwerker, der etwa bei Renovierungsarbeiten 500.00. Pfund findet und jetzt damit hadert, ob er das Geld behalten und damit den Eltern ein schönes Haus finanzieren soll?

    Bedroht wird das Leben der Bewohner nicht nur durch die ganz "normalen" äußeren Lebenseinflüsse, sondern eben auch durch absichtliche Angriffe, wie etwa dem Schreiben, das einige Hausbewohner, bzw. -besitzer erhalten und in dem einfach nur in Blockbuchstaben steht: WE WANT YOU HAVE. Wir wollen, was ihr habt!

    Lanchester ist ein Roman gelungen, der uns unser derzeitiges kapitalistisches Leben anhand weniger Figuren deutlich vor Augen führt, in seinen positiven aber eben auch negativen Auswirkungen. "Capital" steht im englischen Original nicht nur für eben das Kapital sondern auch für Hauptstadt. Und es ist ein typischer Hauptstadt-Roman, der so auch in Berlin oder München spielen könnte.

    Das Buch spielt im Jahr 2008, doch ist die Geschehnis-Grundlage seitdem keine andere geworden, hat sich eher noch manifestiert. Und so bleibt das Buch für mich eine ganz wunderbar detaillierte Schilderung der Zustände unserer Gesellschaft und die dringende Aufforderung an uns zum Nachdenken, ob wir denn in diese Richtung weitergehen wollen. Und das in einem Stil, wie ihn der "Observer" für mich bestens beschreibt: "Effortlessly brilliant - hugely moving and outrageously funny".



  23. Cover des Buches Ein fauler Gott (ISBN: 9783518468722)
    Stephan Lohse

    Ein fauler Gott

    (95)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Jonas ist tot. Mami und Ben sind sehr traurig. Der Elfjährige glaubt, „Gott selbst ist faul in seiner Allmacht, und es bereitet ihm Freunde, den Brüdern die Brüder zu stehlen und den Müttern ihre Kinder. Er ist unersättlich. Es gibt im Himmel immer mehr Tote als Lebende auf der Erde.“ (Seite 8)


    Der deutsche Schauspieler und Theaterregisseur Stefan Lohse ist 1964 in Hamburg geboren und veröffentlichte mit „Ein fauler Gott“ 2017 seinen ersten, mit guten Kritiken überhäuften, Roman.

    Darin nähert er sich dem Schmerz von Mutter und Bruder an und zeigt, wie sich das Leben durch den Tod verändert. Doch der Alltag fordert weiterhin seinen Tribut. Ben findet neue Freunde, die ihm beim Weiterleben helfen, was schließlich auch seiner Mutter zugute kommt. 

    Dieser Entwicklungsroman spielt zu einer Zeit, als es noch Fotoapparate mit Blitzwürfeln gab und sich Jungs zu Weihnachten noch Plattenspieler wünschten. Und Reisen in die Ostzone gab es auch noch. Dieser Rückblick hat mir persönlich sehr gefallen, da er mich in meine eigene Jugend zurückgeführt hat.

    Das Buch ist zwar oft traurig, es enthält jedoch auch zahlreiche Stellen, die zum Schmunzeln und Lachen einladen. Noch nie war ich den Gedanken eines Jungen so nah wie in diesem Buch. Was mich beim Lesen allerdings etwas überforderte, waren die Erinnerungen der Mutter an die eigene Kindheit während der Nazizeit. Sie passten in meinen Augen nicht so recht zum sonstigen Buch, weshalb ich einen Stern von der Höchstpunktzahl abziehe.

  24. Cover des Buches Klippen springen (ISBN: 9783522202206)
    Claire Zorn

    Klippen springen

    (23)
    Aktuelle Rezension von: steinchen80

    Inhalt:

    Es war nur ein kleiner, dummer Zwischenfall auf einer Party und trotzdem verändert er Hannahs Leben schlagartig. Von einem Tag auf den anderen wird sie gemobbt – immer fieser werden die Attacken. Doch dann sind die Angriffe plötzlich vorbei, aber sie bleibt misstrauisch. Auch als der neue Schüler Josh ein echtes Interesse an ihr zu haben scheint. Er spricht sie auf das Buch an, das sie gerade liest, möchte mit ihr gemeinsam Mittagspause machen, bringt sie zum Lächeln. Wird Hannah es wagen, ihm und dem Leben wieder zu trauen?

    Meinung:

    In dem Buch geht es um Hannah, die wegen einer Kleinigkeit zum Mobbingopfer ihrer Mitschüler wird. Jeder Tag in ihrer High-School wird seither für sie zu einer Tortur. Bis zu dem Tag, als ihr Vater sie zusammen mit ihrer älteren Schwester Katie mit dem Auto zur Schule fährt und sie einen schlimmen Autounfall haben. Nach diesem Tag ist nichts mehr wie bisher. Katie kommt bei dem Unfall ums Leben, der Vater hat sich beide Beine so verletzt, dass er nicht mehr ohne Schmerzen laufen kann und auch dies nur mit Hilfe von Krücken. Die Mutter verkriecht sich in einer tiefen Depression, liegt den ganzen Tag im Bett, kümmert sich um nichts mehr. Der Haushalt wird vernachlässigt, es geht niemand mehr einkaufen und anscheinend nimmt sie nichteinmal mehr wahr, dass sie noch eine Tochter hat. Dazu kommt noch, dass die Eltern sich sehr häufig streiten und Hannah Angst hat, dass sie sich scheiden lassen. Das einzig Positive in Hannahs Leben nach dem Unfall ist, dass das Mobbing endlich ein Ende hat. Jedoch traut sie niemand mehr und geht jedem ihrer Mitschüler aus dem Weg.

    Hannah ist also quasi immer auf sich gestellt und alleine. Man leidet extrem mit ihr und möchte sie am liebsten ständig in den Arm nehmen und vor all diesen schlimmen Dingen beschützen. Denn das ist wirklich viel was so ein junges Mädchen aushalten muss.

    Bis sich ein paar kleine Lichtblicke auftun. Nach einigen Therapeuten gerät sie an die Schulpsychologin Anne, die ihr endlich hilft mit ihrem jetzigen Leben ein bisschen besser klarzukommen. Dann lernt sie noch Josh, einen neuen Mitschüler kennen, der versucht sie nach und nach aus ihrem Schneckenhaus zu locken. Ganz zaghaft fängt sie wieder an, am Leben teilzunehmen.

    Das Buch an sich, besteht ständig aus Zeitsprüngen, die meiner Meinung nach, ein bisschen besser hätten gekennzeichnet werden können. Hannah erinnert sich an viele Situationen mit ihrer Schwester Katie. Jedoch macht das Verhalten von Katie aus ihr eine wirklich unsympathische große Schwester. Vielleicht hätte sie sogar mit kleinen Handlungen dafür sorgen können, dass Hannah nicht zur Zielscheibe für ihre Mitschüler wird. Sehr detailreich beschreibt das Buch, wie sich Hannah als Mobbingopfer fühlt und was in ihr vorgeht. Es beschreibt auch die verzweifelten Gefühle und Ängste die zusätzlich die Trauer um einen geliebten Menschen mit sich bringt und auch die unterschiedlichen Arten wie Menschen unter einem so schweren Verlust leiden.

    Was mir an dem Buch nicht gefällt ist das Cover. Dieses wirkt eher als würde es sich um ein leichtes Jugendbuch handeln, die Kurzbeschreibung lässt dies eigentlich auch eher vermuten. Dem ist jedoch nicht so. Man hat es hier mit einem sehr ernsten und tiefgründigen Buch zu tun.

    Fazit:

    Eine sehr berührende Geschichte, die einem noch lange im Gedächtnis bleibt. Absolut lesenswertes Buch!


Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks