Bücher mit dem Tag "umgang mit dem tod"
30 Bücher
- John Green
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
(12.823)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrIch wünschte mir, ich hätte das Buch gelesen, bevor ich den Film gesehen hatte... Damit entging mir der "plott twist" komplett.
Dem Buch konnte ich leider nicht viel abgewinnen. Es war mir zeitweise zu philosophisch und ich bezweifle, dass 2 krebskranke Teenager sich wirklich so tiefgründig mit philosophischen Fragen und Metaphern beschäftigen.
- Jojo Moyes
Ein ganz neues Leben
(1.955)Aktuelle Rezension von: Lunacat.
"Ich suchte umsonst nach den richtigen Worten. Wie sollte ich diesem Mädchen erklären, was Will und ich einander bedeutet hatten? Oder das Gefühl, dass mich kein Mensch auf der Welt jemals so gut verstanden hatte wie er und mir nie wieder jemand begegnen würde, bei dem es so war. Wie sollte sie verstehen, dass ihn zu verlieren war, als hätte mir jemand ein Loch durch den Körper geschossen; eine schmerzvolle, ständige Erinnerung, eine Leere, die ich niemals würde ausfüllen können?"
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Auch wenn dieses Buch enorm tiefgründig war und herzzerreißend und gefühlvoll und extrem deeeeeep und real, war es leider teilweise schon oft....langweilig. 🙈
Es war extrem laaaang und.....lang.
Die Handlung war nicht langweilig-langweilig, aber es hat sich einfach gezogen.
Stellenweise kam große Spannung auf, vor allem am Anfang, aber letzten Endes hat damit meine Leseflaute angefangen, die jetzt schon einen Monat geht! 🙈
Der Schreibstil war schön, deep, literary, gefühlvoll und einfach gut.
Mit Band 1 hat es kaum mehr viel zu tun, aber es ist ein schöner, deeper Zusatz.
Tiefgründig war es halt extrem! Es hat auch extrem viele Gefühle in mir ausgelöst, von rasender, extremer Wut, abstoßendem Ekel und tiefer Trauer. Die Gefühle kamen an.
Außerdem beinhaltet es extrem wichtige Lebensweisheiten und Lebenssichtweisen und Denkanstöße.
Lou war sympathisch und verständlich, Lily hat mich so oft so zur Weißglut gebracht, aber das muss man auch erst mal schaffen!
Endlich habe ich eine Reihe weitergelesen. Ich merke, Literary Fiction mag ich extrem gern, aber ich brauche darin mehr Action! 🙈
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Fazit:
Lebensweisheiten und tiefgründige Gefühle etwas langweilig verpackt...🙈🥺
- Cecelia Ahern
P.S. Ich liebe dich
(8.804)Aktuelle Rezension von: Christines_lesetagebuchDiese Frage muss sich Holly stellen, als bei ihrem Mann ein Hirntumor diagnostiziert wird und er Monate später stirbt. Holly fällt in ein Loch aus Trauer und Antriebslosigkeit. Sie weiß nicht mehr, wie sie ohne Gerry weiterleben soll. Ihr Alltag besteht nur noch aus Schlafen und Träume, in denen sie mit ihrem Mann zusammen ist.
Nach ca. 2 Monaten und einem ehrlichen Gespräch mit ihrer besten Freundin Sharon, beginnt Holly sich ihrem neuen Alltag zustellen. Als dann auch noch ein mysteriöser Umschlag bei ihren Eltern auftaucht und dieser 10 kleine Umschläge mit Gerry´s Handschrift enthält, beginnt Holly endlich nach vorne zusehen. Gerry hat ihr eine Liste erstellt, wie sie ohne ihn leben kann.
Was zu Beginn als kleine Hilfestellung mit Aufgaben, Herausforderungen und kleinen Liebesbotschaften gedacht ist, wird zwischendrin zum Lebenselixier für Holly. Gerade am Anfang lebt sie nur von Monat zu Monat. Doch es Hilft ihr auch, auf dem Weg raus aus dem dunklen Loch und hinein in ein neues Leben ohne Gerry. Aber mit Freunden an ihrer Seite, die immer zu ihr stehen.
Ich habe diese Geschichte das erste Mal vor über 15 Jahren schon einmal gelesen und damals schon sehr berührend und emotional gefunden. Heute mit ähnlichen Erfahrungen wie Holly, war die Geschichte nochmal emotionaler für mich und ich musste an einigen Stellen weinen, da ich Holly´s Gefühle so nachempfinden konnte.
Cecelia Ahern ist es gelungen, die Emotionen die bei einer Trauerbewältigung dazugehören gefühlvoll einzufangen und deutlich zu machen, das es Gute aber auch oft Schlechte Tage geben wird. Das man Weinen darf um dann wieder nach vorne schauen zu können.
- Ava Dellaira
Love Letters to the Dead
(1.013)Aktuelle Rezension von: rose7474Ich fand das Buch im Bücherschrank und hatte keine Erwartungen daran. Dieses Jugendbuch hatte ein sehr interessantes Thema und war gefühlvoll geschrieben. Der Schreibstil war sehr flüssig und gut zu lesen.
Mich hat es berührt. Doch es gab immer mal kleine Längen. Daher 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
- Rachel Joyce
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
(1.388)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Vollkommen überraschend erhält Harold einen Brief von Queenie, die er seit über zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat, obwohl die beide früher Freunde gewesen sind. In dem Brief teilt sie ihm mit, dass sie todkrank ist. Statt eines Antwortbriefs entscheidet sich Harold für eine große Geste: Er will sich zu Fuß auf den Weg zu Queenie machen, obwohl es eine Strecke von rund 800 km ist. Während Harold unterwegs ist lässt er sein bisheriges Leben mit all seinen Höhen und Tiefen Revue passieren…
„Unser Geist ist viel größer, als wir begreifen. Wenn wir fest an etwas glauben, können wir alles schaffen.“ (S. 23)
Er maß die Entfernung nicht mehr in Kilometern, sondern in Erinnerungen. (S. 119)
Meine Meinung:
Meine Meinung zu diesem Buch hat sich während des Lesens sehr stark verändert. Ich fand den Anfang des Buches zwar gut, aber ich hatte einige Kritikpunkte und deshalb hat es mich positiv überrascht wie sehr sich das Buch im weiteren Verlauf gesteigert hat und wie bewegend ich das Ende fand. Es handelt sich um ein Buch, das ein bisschen Zeit braucht um seine volle Wirkung zu entfalten.
Die Grundidee ist eine sehr schöne und besondere: Seiner Freundin Queenie zuliebe entscheidet Harold sich für eine große Geste, die ihr Hoffnung schenken soll. Das soll ihr helfen noch etwas länger durchzuhalten und ihr beweisen, dass er sie nicht vergessen hat und sie ihm noch immer viel bedeutet.
Harolds Reise wird sehr lebendig beschrieben. Was er auf seiner Reise erlebt vermittelt einerseits Abenteuer und Lebensfreude, aber zugleich werden auch die physischen und psychischen Strapazen anschaulich beschrieben. Harold kommt mehrfach an seine Grenzen und steht auch einmal kurz davor aufzugeben. Es wird einfühlsam beschrieben wie Harold auf seiner Reise beginnt über sein Leben nachzudenken und wie ihn das emotional aufwühlt. Harold lässt die Höhen und Tiefen seines Lebens Revue passieren, denkt über verpasste Chance nach und setzt sich mit den Fehlern auseinander, die er in der Vergangenheit begangen hat. Man kann sich in diesen Momenten sehr gut in ihn hineinversetzten und fühlt sich ihm nahe.
Den Beginn des Buches fand ich noch recht mittelmäßig. Am Anfang war mir die Distanz zu Harold noch zu groß und ich fühlte mich ihm nicht besonders nahe. Das liegt daran, dass man zunächst nicht genügend Einblick in Harolds Gedanken und Gefühle erhält und dadurch fiel es mir schwer seine Beweggründe richtig nachzuvollziehen. Zudem fand ich die Freundschaft zwischen Harold und Queenie lange Zeit nicht wirklich greifbar, weil es im Anfangsteil an Rückblenden gefehlt hat, die einem vor Augen führen was die beiden einander bedeutet haben. Das hätte es aber gebraucht um nachvollziehen zu können warum Harold ihr zuliebe die lange und beschwerliche Reise antritt. Es gab entscheidende Fragen auf deren Antwort man beim Lesen relativ lange warten muss: Wie sind Harold und Queenie Freunde geworden und wie sah diese Freundschaft aus? Wieso hatten Harold und Queenie jahrelang keinen Kontakt mehr, wenn sie doch so gut befreundet waren? Wieso ist Harolds Verhältnis zu seiner Frau und zu seinem Sohn so belastet und distanziert? Warum hat Harold in all den Jahren keinen Versuch unternommen um die Beziehung zu seinem Sohn zu verbessern, wenn ihm das so schwer auf der Seele liegt?
Zum Glück haben sich diese Kritikpunkte dann aber in der zweiten Buchhälfte erledigt. Je weiter man im Buch kommt desto mehr offene Fragen werden beantwortet und desto tiefer taucht man auch in die Vergangenheit ein. Dadurch wird die Geschichte tiefgründiger, emotionaler und bewegender als erwartet. Man kann sich besser in Harold und Maureen hineinversetzten, gewinnt die beiden lieb, entwickelt Verständnis und Mitgefühl für die beiden und hofft, dass sich die Dinge für die beiden letztlich doch noch zum Besseren wenden.
Es wird eine gelungene Mischung aus fröhlichen, hoffnungsvollen, traurigen und dramatischen Momenten geboten. Besonders die Szenen in denen man in Harolds Vergangenheit reist und von den guten und schlechten Zeiten seines Lebens erfährt bleiben in Erinnerung. Harolds schwierige Kindheit, seine Liebe zu Maureen und die spätere Entfremdung zwischen Harold und seinem Sohn David werden mit sehr viel Feingefühl und sehr berührend beschrieben. Beim Lesen muss man tatenlos „mitansehen“ wie sich allmählich ein unüberbrückbar erscheinender Abgrund zwischen Harold und David auftut und schließlich auch zwischen Harold und seiner Frau Maureen. Es geht einem nahe wie jeder von ihnen alleine im Stillen leidet und es ihnen an den richtigen Worten fehlt um sich einander wieder anzunähern. Es gibt vor allem was Harolds Sohn David betrifft einige herzzerreißende Momente, die furchtbar traurig und dramatisch sind. Auch wie Harold die todkranke Queenie nach all den Jahren wiedertrifft ist sehr traurig. Ihr Zustand wird schonungslos beschrieben.
Das Ende des Buches ist trotz zutiefst trauriger und dramatischer Momente aber nicht nur wehmütig, sondern auch etwas hoffnungsvoll und es gibt ein bisschen was fürs Herz. Harolds Leben hat sich durch seine Reise in mancher Hinsicht zum Besseren gewendet. Das tröstet einem zumindest etwas darüber hinweg, dass es Queenie bei Harolds Besuch schon so furchtbar schlecht geht. Von der fröhlichen Person, die Harold einst kannte ist fast nichts mehr übriggeblieben und Queenie nimmt seinen Besuch kaum noch wahr und stirbt kurze Zeit später.
Fazit:
Das Buch wirkt zunächst wie ein durchschnittliches Wohlfühlbuch. Zudem gab es einige offene Fragen und es besteht beim Lesen zunächst noch eine gewisse Distanz zu Harold, aber das gibt sich zum Glück im weiteren Verlauf. Es lohnt sich dranzubleiben, denn nach diesem meiner Meinung nach etwas holprigen und mittelmäßigen Beginn wir man mit einer besonderen, bewegenden, emotionalen und dramatischen Geschichte belohnt, die mich dann doch noch in ihren Bann ziehen konnte.
Zum Schluss noch einige besonders berührende Zitate aus dem Buch:
Manchmal glaubte er, er lebte mehr in der Erinnerung als in der Gegenwart. Er spielte Szenen aus seinem Leben noch einmal ab, als Zuschauer, der im Draußen gefangen blieb. Er sah die Fehler, die Widersprüche, die falschen Entscheidungen, und konnte doch nichts dagegen tun. (S. 193)
„Ich vermisse sie die ganze Zeit. Ich weiß im Kopf, dass sie nicht mehr ist, aber ich halte immer noch nach ihr Ausschau. Geändert hat sich nur eines: Ich gewöhne mich an den Schmerz. Es ist, wie wenn sich im Boden ein großes Loch auftut. Anfangs vergisst man, dass es da ist, und stolpert dauernd rein. Nach einer Weile ist das Loch zwar noch da, aber man hat gelernt, außen herum zu gehen.“ (S. 254)
Es war zu spät, um Vergangenes wiedergutzumachen. Aber sie wollte wenigstens einen letzten Anlauf unternehmen, ihn zum Heimkommen zu bewegen. (S. 289)
Und es wäre auch etwas gewesen, wenn er David in die Arme genommen und ihm versprochen hätte, dass es besser werden würde. Nun quälte er sich unendlich wegen Dingen, an denen nichts mehr zu ändern war. (S. 308)
- Fredrik Backman
Ein Mann namens Ove
(855)Aktuelle Rezension von: LotteliestEin Mann, der jeden Morgen seine Wohnsiedlung kontrolliert, der über Parkvergehen Buch führt, der Saab fährt und nicht viel redet - das ist Ove.
Er lebt allein, ist verbittert und will nach dem Tod seiner Frau und dem Verlust seiner Arbeit nur noch eines: in Ruhe sterben. Doch das Leben - oder besser gesagt seine neuen Nachbarn - haben da ganz andere Pläne.
Ein Mann namens Ove war mein erstes Buch von Fredrik Backman und ich wusste ehrlich gesagt nicht so recht, was mich erwartet. Ove als Protagonist ist sperrig - seine sture, abweisende Art machte es mir schwer, wirklich mit ihm mitzufühlen. Gleichzeitig hatte die Geschichte aber auch ihre starken Momente. Besonders die Rückblicke auf die Beziehung zu seiner Frau Sonja haben mich berührt und für etwas emotionale Wärme in einer ansonsten kühlen Welt gesorgt. Die Szenen mit den Nachbarskindern waren ebenfalls herzerwärmend - eine zarte Annäherung, die zeigt: hinter der harten Schale steckt ein weicher Kern.
Was mir besonders gefiel, war die leise Botschaft zwischen den Zeilen - über Einsamkeit, Zugehörigkeit, Verlust und die kleinen Begegnungen, die ein Leben verändern können.
Einige Zitate aus dem Buch werde ich definitiv nicht vergessen.
- Nora Melling
Schattenblüte - Die Verborgenen
(458)Aktuelle Rezension von: meine_fantastische_bibliothekLuisa lebt mit ihrer Familie in Hamburg als ihr kleiner Bruder an Krebs stirbt. Natürlich ist die Verzweiflung groß und ihre Eltern beschließen, sofort nach Berlin umzuziehen, weil sie das Haus nach dem Tod ihres Sohnes nicht mehr ertragen können. Luisa findet das unerträglich. Sie kann nicht mehr zum Grab ihres Bruders und um ihn trauern. Ihre Eltern, selber unfähig über den Verlust zu sprechen und die Trauer offen zuzulassen, sind Luisa keine Stütze und so verfällt sie in eine tiefe Depression. Sie schwänzt die Schule, redet mit niemandem und vergräbt sich in ihrem Zimmer oder streift durch den Grunewald. Bis sie eben so verzweifelt ist, dass sie sich das Leben nehmen will.
Von Beginn an herrscht in diesem Jugendbuch eine düstere Stimmung und diese zieht sich auch durch die gesamte Geschichte. Trotzdem ist die Atmosphäre sehr dicht und stimmig.
Luisas düstere Gedanken und ihre vermeintliche Ausweglosigkeit wurde glaubhaft geschildert, gerade wenn man bedenkt, dass sie selbst noch ein Teenager ist und in diesem Alter die Welt sowieso recht kompliziert erscheint. Aber die Tatsache, dass ihre Eltern nicht in der Lage sind, gemeinsam als Familie den Tod von Fabian zu verarbeiten, macht ihr das Leben wirklich schwer.
Insgesamt hat mir die Darstellung der Protagonisten gut gefallen, sie wirkten durchaus authentisch.
Sehr gut gefallen haben mir die Schilderungen im Grunewald und der Umgebung, weil ich diese Gegend selbst gut kenne und es Erinnerungen bei mir geweckt hat. Aber auch ohne je dort gewesen zu sein, sind die Beschreibungen sehr bildlich und man kann sich selbst in diesem Wald gut vorstellen.
Die Liebesgeschichte zwischen Luisa und Thursen ist durchaus kompliziert, wie auch sonst? Mädchen und Werwolf kann nur kompliziert sein. Und auch diese Schilderungen der Autorin fand ich gut gelungen. Gut gefallen hat mir auch, dass Nora Melling immer wieder für Spannung sorgen konnte und ich so das Buch an zwei Abenden zu Ende gelesen hatte.
Gewöhnungsbedürftig fand ich eine ganze Weile den Schreibstil in diesem Buch. Er wirkte auf mich eine Zeitlang doch etwas hakelig und auch die teilweise sehr kurzen Sätze waren nicht ganz mein Fall. Das gibt es aber öfter in Jugendbüchern, vor allem, wenn eine bestimmte Stimmung erzeugt werden soll und das ist ja letztlich auch gelungen.
Ich habe mich manchmal dabei ertappt, wie ich mit den Augen gerollt habe. Das passierte bei jeder unnötigen Frage von Luisa, vor allem im Wald. Kurzes Nachdenken oder Zuhören hätten all diese Fragen überflüssig gemacht und so war ich zeitweise leicht genervt.
Die Bezeichnung Werwölfe in dieser Geschichte fand ich falsch. Der Vollmond hatte keine zwangsläufige Verwandlung zur Folge und auch sonst waren diese Wölfe/Menschen für mich einfach nur Gestaltwandler. Sie konnten zwar durchaus gefährlich sein aber doch nur eher selten und dann im Rudel. Umso häufiger sich die Menschen in Wölfe verwandelten, umso näher waren sie dabei, endgültig zum Werwolf zu werden. Gut und schön, doch durch welch banale Sache sie wieder endgültig zu Menschen zurück verwandelt werden können, das empfand ich als geradezu lächerlich.
Dieses Buch hatte eine durchaus atmosphärische Stimmung, die Charaktere waren gut ausgearbeitet und größtenteils authentisch. Die Liebesgeschichte war kompliziert und die Gefühle füreinander tief. Die Beschreibungen im großen Berliner Grunewald und der Umgebung sehr bildlich und haben mir gut gefallen. Mit der Bezeichnung Werwölfe konnte ich mich gar nicht anfreunden und auch mit der Art von Luisa kam ich nicht immer gut zurecht. Der Schreibstil war mir persönlich zu abgehackt, obwohl es vermutlich ein Stilmittel ist. Die Zurückverwandlung der Werwölfe war für mich einfach banal und zum Ende der Geschichte wurde für mein Empfinden nochmal eine Art von Spannung erzeugt, die ich unglaubwürdig fand.
- Patrick Ness
Sieben Minuten nach Mitternacht - Filmausgabe
(834)Aktuelle Rezension von: Bianca_JahnsEin Buch,dass mich zum perfekten Zeitpunkt getroffen hat. Sprachlich ist es leicht zu lesen, die Thematik jedoch nicht und liegt schwer im Magen
( CW ua Krebs, Mobbing) Es geht um Loslassen und aber auch Hoffnung.
Realität und Phantasie verschmelzen wunderbar miteinander. Mich hat die Geschichte nicht losgelassen, pausieren musste ich es mehrere Male, da ich vor lauter Tränen nichts mehr lesen konnte.
Mir hat es einen Denkanstoß gebracht, den ich gerade gebraucht habe.
- Terry Pratchett
Alles Sense
(541)Aktuelle Rezension von: NadjaSchwendemannIch liebe die Bücher von Pratchett. Sie sind allerdings Geschmacksache! Entweder man mag sie oder man schüttelt nur mit dem Kopf!
Ich liebe vor allem die Bücher, in denen Gevatter Tod eine Rolle spielt. Wenn ich früher eines seiner Bücher gekauft habe, habe ich immer erst mal geschaut ob Tod eine Rolle hat. :-) Einfach Buchseiten durchblättern und wenn odt und viele Textzeilen mit GROSSBUCHSTABEN sind weiß man Bescheid. Lach!
Tod wird in Rente geschickt!
Als BILL Tür sucht er sich einen Job und hilft einer Bäurerin, die von seiner Arbeitsweise sehr angetan ist.
Dadurch, dass Tod nun aber nicht mehr seinem eigentlichen Gewerbe nachgeht, entstehen so einige Probleme:
Die Leute nicht mehr sterben, sondern werden zu Untoten.Die Revisoren beschließen einen neuen Tod zu erschaffen der TOD endgültig töten soll, was natürlich nicht funktioniert!
Witzig ist dass nun, da Tod durch "Abwesenheit glänzt" es zu einer Anomalie kommt und weitere Tode entstehen!
Ich persönlich liebe den Rattentod! Der gefällt mir richtig gut :-)
Mehr wird nun aber nicht verraten! Ihr sollt euch das Buch ja selbst durchlesen!
- Peter Bognanni
Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente
(159)Aktuelle Rezension von: buchundteeA L L G E M E I N E S
Autor: Peter Bognanni
Verlag: Hanser (Carl Hanser Verlag)
Seitenzahl: 272
Erscheinungsdatum: 29.01.2018
Preis: 18,00€
ISBN 978-3-446-25863-1
Das Buch wurde mir von vorablesen.de als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst aber in keinster Weise meine Meinung!
I N H A L T
Getroffen haben sich Tess und Jonah nur ein einziges Mal. Obwohl sie sieben Monate zusammen waren. In dieser Zeit haben sie alles miteinander geteilt per Chat, Facebook, Tweets, haben sich herzzerreißende E-Mails geschrieben, ihr Innerstes preisgegeben, sich gegenseitig ihre Liebe erklärt. Und trotzdem hat Tess es nicht kommen sehen: Jonahs Selbstmord. Doch Tess sendet weiter Nachrichten an Jonah, ihre erste Liebe. Es ist ihre Art, die Trauer zu verarbeiten. Und eines Tages erhält sie tatsächlich Antwort … Ein außergewöhnlicher Roman über Tod und Abschied in Zeiten von Social Media und darüber, dass jedem Ende ein neuer Anfang – und vielleicht sogar eine neue Liebe – innewohnt.
EIGENE MEINUNG
Ich wurde durch das wundervolle Cover auf dieses Buch aufmerksam und nachdem mich schon der Klappentext überzeugt hat, musste ich natürlich sofort die Leseprobe lesen. Und WOW! Der Schreibstil des Autors hat mir wahnsinnig gut gefallen. Er ist mal was anderes, denn man erfährt viel mehr Detaills von den Gedankengängen der Protagonistin, als in so manch anderen Büchern. Auch die Charaktere konnten mich vollkommen überzeugen. Jeder hat seine Ecken und Kanten. Auch die Story hatte etwas besonderes an sich. Ich möchte nicht spoilern, weshalb ich nicht näher auf die Geschichte eingehen kann. Was ich sagen kann ist, dass der Tod eine tragende Rolle in der Geschichte spielt und außerdem auch die eigentliche Thematik des Buches iat. Sie wurde sehr gut umgesetzt und ich kann für mich persönlich sagen, dass ich mir jetzt ein ganz anderes Bild von dem Tod gemacht habe.
FAZIT UND EMPFEHLUNG
Ich kann dieses Buch wirklich JEDEM empfehlen. Es ist meiner Meinung nach ein wirkliches Meisterwerk.
- Sebastian Niedlich
Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens
(26)Aktuelle Rezension von: SunsyHumorvolle Fantasy-Geschichte über den leibhaftigen Tod, diesmal nicht mit Sense, sondern Schmetterlingsnetz und Martin, der bereits als Kind den Tod sehen kann. Die beiden werden ein sonderbares Gespann aus Freunden.
Im Laufe der Zeit ändert sich Martins Haltung zu diesem Thema und auch zu seinem Freund. Er ist überzeugt davon, durch die Gaben, die er von Tod übernimmt, Menschen vor ihrem Schicksal retten zu können und bekommt sich mit Tod mächtig in die Wolle.
Von Matthias Keller wirklich sehr glaubhaft und gut nuanciert gelesen. In der Tat hat dieser Sprecher für mich den Ausschlag gegeben, dem Hörbuch mehr als 6/10 Sternen zu geben, denn die "Trotzphase" Martins war mir einfach zu lang, und mehr als ein leichtes Grinsen war bei mir nicht zu spüren.
Meine Bewertung: 75/100 bzw. 08/10 Punkte.
https://sunsys-blog.blogspot.com/2025/11/gehort-der-tod-und-andere-hohepunkte.html
- Tom Malmquist
In jedem Augenblick unseres Lebens
(73)Aktuelle Rezension von: uli123Diesen autobiografischen Roman über einen eigenen Schicksalsschlag sollte besser nur lesen, wer gesundheitlich stabil ist, damit er nicht runtergezogen wird.
Toms hochschwangere Lebensgefährtin Karin verstirbt urplötzlich an Leukämie. Ihre gemeinsame Tochter Livia überlebt die Kaiserschnittgeburt. Über die nachfolgenden Monate der Trauer, die über den Tod hinaus fortbestehende Liebe und das Zusammenleben mit seiner kleinen Tochter schreibt der Autor, immer wieder unterbrochen durch Rückblicke auf seine Jugend, als er ein vielversprechender Eishockey-Spieler war, sein Studium, seine Neigung zum Schreiben, das Kennen- und Liebenlernen Karins, die schon mehrere schwere Krankheiten durchgemacht hat.
Die Geschichte ist nicht einfach zu lesen. Wörtliche Reden werden weder durch Anführungszeichen noch Spiegelstriche kenntlich gemacht, sondern stehen nebeneinander, so dass sich die jeweiligen Sprecher manchmal nur schwer ausmachen lassen. Auch die Zeitsprünge geschehen unvermutet und es lässt sich nicht immer nachvollziehen, in welchem Jahr wir uns befinden. Einige Insider-Informationen werden nur schwedische Leser verstehen, wie den Wettskandal oder die Arbeitsweise der Behörden. Dem Thema Trauer widmet sich der Autor jedoch wirklich gelungen. Er als der Trauernde durchläuft alle Phasen – Verzweiflung, Wut, Unverständnis, Müdigkeit, Leere. Berührend sind auch die kleinen Kämpfe, die er mit seinen Schwiegereltern über die Verstorbene und das hinterbliebene Baby austrägt. Als Lehre vermittelt das Buch, dass man schwere Schicksalsschläge überleben kann.
Insgesamt durchaus lesenswert.
- S.D. Robertson
Solange ich in deinem Herzen bin
(50)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerWill ist gerade einmal 35 Jahre alt als er stirbt, er war gerade auf dem Weg zur Grundschule seiner sechs jährigen Tochter.
Doch nun kann er nicht mehr, obwohl er ihr doch versprochen hat, immer für sie da sein.
Und genau dort beginnt die Geschichte: Als die Autofahrerin den Radfahrer übersieht. Doch es ist nicht auf einmal einfach schwarz um ihn, nein; er sieht wie die Sanitäter noch um sein Leben kämpfen.
Seine Seele hat sein Körper verlassen, und so begleitet er seine Tochter, aber auch seine über alles geliebte Familie jeden Tag.
Das Problem ist jedoch, dass sie ihn nicht sehen können. Und so beginnt sein verzweifelter Kampf darum, dass vor allem seine Tochter ihn endlich wahrnehmen kann und er sich von ihr verabschieden kann.
Auf diesem Weg passiert jedoch viel in der Familie, und Will greift in das Geschehen teilweise auch noch ein und verändert es so.
In diesem Buch begleitet man einen Vater auf dem Weg sich von seiner Tochter zu verabschieden und durch viele Lebenslage der Familie.
Man hat sich schnell eingelesen in die Geschichte, man fühlt mit, trauert mit und fiebert mit.
Es ist so geschrieben, dass die Handlunsstränge am Ende alle wieder zu einander führen.
- Stephan Lohse
Ein fauler Gott
(95)Aktuelle Rezension von: gstJonas ist tot. Mami und Ben sind sehr traurig. Der Elfjährige glaubt, „Gott selbst ist faul in seiner Allmacht, und es bereitet ihm Freunde, den Brüdern die Brüder zu stehlen und den Müttern ihre Kinder. Er ist unersättlich. Es gibt im Himmel immer mehr Tote als Lebende auf der Erde.“ (Seite 8)
Der deutsche Schauspieler und Theaterregisseur Stefan Lohse ist 1964 in Hamburg geboren und veröffentlichte mit „Ein fauler Gott“ 2017 seinen ersten, mit guten Kritiken überhäuften, Roman.
Darin nähert er sich dem Schmerz von Mutter und Bruder an und zeigt, wie sich das Leben durch den Tod verändert. Doch der Alltag fordert weiterhin seinen Tribut. Ben findet neue Freunde, die ihm beim Weiterleben helfen, was schließlich auch seiner Mutter zugute kommt.
Dieser Entwicklungsroman spielt zu einer Zeit, als es noch Fotoapparate mit Blitzwürfeln gab und sich Jungs zu Weihnachten noch Plattenspieler wünschten. Und Reisen in die Ostzone gab es auch noch. Dieser Rückblick hat mir persönlich sehr gefallen, da er mich in meine eigene Jugend zurückgeführt hat.
Das Buch ist zwar oft traurig, es enthält jedoch auch zahlreiche Stellen, die zum Schmunzeln und Lachen einladen. Noch nie war ich den Gedanken eines Jungen so nah wie in diesem Buch. Was mich beim Lesen allerdings etwas überforderte, waren die Erinnerungen der Mutter an die eigene Kindheit während der Nazizeit. Sie passten in meinen Augen nicht so recht zum sonstigen Buch, weshalb ich einen Stern von der Höchstpunktzahl abziehe.
- Patrick Ness
Sieben Minuten nach Mitternacht
(71)Aktuelle Rezension von: LiteraturbegeistertMich hat die Geschichte sehr getroffenen vorallem das Ende, da ich ähnliche Situationen erlebt habe. Ich würde dieses Buch jedem ans Herz legen. - Mariella Heyd
Als der Tod die Liebe fand
(47)Aktuelle Rezension von: Ida_DietzelEinfach so traurig schön! Konnte überhaupt nicht aufhören zu lesen! Eigentlich wollt ich gar kein Buch über das Sterben mehr lesen und bin nur per Zufall drauf gekommen und dacht mir Na wenn der Tod sich schon verliebt kann man ja ma rein schauen und ich hab es absolut nicht bereut! - Johannes Mario Simmel
Ich gestehe alles
(23)Aktuelle Rezension von: Jens65James Elroy Chandler, erfolgreicher Autor vieler Hollywood-Filme, arbeitet in Deutschland an einem neuen Drehbuch. Das Einvernehmen mit dem Produktionschef wird von Intriganten gestört, seine Ehe droht zu zerbrechen, die Beziehung zur exzentrischen, leidenschaftlichen Geliebten nimmt bedrohliche Züge an. Da erfährt Chandler, daß er unheilbar krank ist. Er hat nur noch ein Jahr zu leben... - Elisabeth Kübler-Ross
Über den Tod und das Leben danach
(45)Aktuelle Rezension von: mabuerele„… Ich möchte Ihnen nun ganz summarisch erläutern, was jeder Mensch im Moment des Todes erleben wird...“
Die Autorin war Ärztin. Sie hat sich lange um Sterbende gekümmert. Gleichzeitig hat sie wesentlichen Anteil an der Entwicklung der Hospizbewegung. Ihr Buch allerdings lässt mich sehr zwiegespalten zurück.
Im Buch sind drei ihrer Vorträge enthalten. In der Einleitung wird darauf hingewiesen. Das hat allerdings zur Folge, dass es häufige Wiederholungen gibt.
Im Buch erläutert die Autorin die Phasen des Sterbens. Dann analysiert sie eine Vielzahl von Nahtoderfahrungen und zieht daraus konkrete Schlussfolgerungen. So weit, so gut. Bis dahin kann ich ja noch mitgehen.
Die Nahtoderfahrungen allerdings auf den endgültigen Sterbeprozess zu übertragen und daraus Schlussfolgerungen für das Leben in der Ewigkeit zu sehen, erscheint mir nicht seriös.
Hinzu kommt die Feststellung, dass wir durch unser Leben entscheiden, wann wir sterben.
„...Sobald Sie Ihr Pensum erledigt und bestanden haben, dürfen Sie nach Hause gehen...“
Das Zitat möchte ich einfach so stehen lassen. Es ist für mich nicht nachvollziehbar.
Ab und an werden esoterische Theorien aufgegriffen. Es gibt aber Stellen, die gar nicht gehen. Das ist die Inszenierung einer Nahtoderfahrung ohne Grund oder das plötzliche Erscheinen einer gestorbenen Person.
Eine Leseempfehlung gibt es von mir nicht. Das Buch ist eher verwirrend als hilfreich. Wer sich bisher nicht mit dem Thema beschäftigt hat, für den mag es trostreich sein. Wer allerdings einen religiösen Hintergrund hat, wird auf Widersprüche stoßen.
- Gail Giles
Tote Mädchen schreiben keine Briefe
(54)Aktuelle Rezension von: MsChiliDas Buch verspricht einen Psychothriller, doch ich hatte irgendwie mehr erhofft. Sunny bleibt mit ihren Eltern zurück, denn ihre von allen geliebte Schwester Jazz ist tot. Die Mutter stürzt in tiefe Depressionen, der Vater verfällt komplett seiner Alkoholsucht. Doch dann taucht Jazz wieder auf. Diese Ausgangssituation klang für mich spannend und ich fragte mich, ob man in dem dünnen Büchlein eine richtige Geschichte mit Thrill finden kann. Teilweise ist die Antwort. Die Grundidee ist gut gewählt und man rätselt mit, was wirklich mit Jazz passiert ist und wie sich das Ganze verhält. Doch mir persönlich war es nicht ausgebaut genug und mir fehlte ein bisschen der Zugang, da man wenig von der Situation vor Jazz´ Tod erfährt. Hier hätte ich mir mehr Informationen gewünscht. Ansonsten hat mir das Ende gut gefallen, auch das es keinen kompletten Abschluss gibt, denn so bleibt es offen und man hat diese unterschwellige Anspannung. Das mag ich gern. Es hätte gut und gerne ausführlicher geschrieben sein können, denn ein paar Seiten und Erklärungen mehr hätten der Spannung gut getan.
Interessante Idee, nur etwas zu kurz. Dennoch werde ich mich nach anderen Büchern der Autorin umsehen.
- Claire Zorn
Klippen springen
(23)Aktuelle Rezension von: steinchen80Inhalt:
Es war nur ein kleiner, dummer Zwischenfall auf einer Party und trotzdem verändert er Hannahs Leben schlagartig. Von einem Tag auf den anderen wird sie gemobbt – immer fieser werden die Attacken. Doch dann sind die Angriffe plötzlich vorbei, aber sie bleibt misstrauisch. Auch als der neue Schüler Josh ein echtes Interesse an ihr zu haben scheint. Er spricht sie auf das Buch an, das sie gerade liest, möchte mit ihr gemeinsam Mittagspause machen, bringt sie zum Lächeln. Wird Hannah es wagen, ihm und dem Leben wieder zu trauen?
Meinung:
In dem Buch geht es um Hannah, die wegen einer Kleinigkeit zum Mobbingopfer ihrer Mitschüler wird. Jeder Tag in ihrer High-School wird seither für sie zu einer Tortur. Bis zu dem Tag, als ihr Vater sie zusammen mit ihrer älteren Schwester Katie mit dem Auto zur Schule fährt und sie einen schlimmen Autounfall haben. Nach diesem Tag ist nichts mehr wie bisher. Katie kommt bei dem Unfall ums Leben, der Vater hat sich beide Beine so verletzt, dass er nicht mehr ohne Schmerzen laufen kann und auch dies nur mit Hilfe von Krücken. Die Mutter verkriecht sich in einer tiefen Depression, liegt den ganzen Tag im Bett, kümmert sich um nichts mehr. Der Haushalt wird vernachlässigt, es geht niemand mehr einkaufen und anscheinend nimmt sie nichteinmal mehr wahr, dass sie noch eine Tochter hat. Dazu kommt noch, dass die Eltern sich sehr häufig streiten und Hannah Angst hat, dass sie sich scheiden lassen. Das einzig Positive in Hannahs Leben nach dem Unfall ist, dass das Mobbing endlich ein Ende hat. Jedoch traut sie niemand mehr und geht jedem ihrer Mitschüler aus dem Weg.
Hannah ist also quasi immer auf sich gestellt und alleine. Man leidet extrem mit ihr und möchte sie am liebsten ständig in den Arm nehmen und vor all diesen schlimmen Dingen beschützen. Denn das ist wirklich viel was so ein junges Mädchen aushalten muss.
Bis sich ein paar kleine Lichtblicke auftun. Nach einigen Therapeuten gerät sie an die Schulpsychologin Anne, die ihr endlich hilft mit ihrem jetzigen Leben ein bisschen besser klarzukommen. Dann lernt sie noch Josh, einen neuen Mitschüler kennen, der versucht sie nach und nach aus ihrem Schneckenhaus zu locken. Ganz zaghaft fängt sie wieder an, am Leben teilzunehmen.
Das Buch an sich, besteht ständig aus Zeitsprüngen, die meiner Meinung nach, ein bisschen besser hätten gekennzeichnet werden können. Hannah erinnert sich an viele Situationen mit ihrer Schwester Katie. Jedoch macht das Verhalten von Katie aus ihr eine wirklich unsympathische große Schwester. Vielleicht hätte sie sogar mit kleinen Handlungen dafür sorgen können, dass Hannah nicht zur Zielscheibe für ihre Mitschüler wird. Sehr detailreich beschreibt das Buch, wie sich Hannah als Mobbingopfer fühlt und was in ihr vorgeht. Es beschreibt auch die verzweifelten Gefühle und Ängste die zusätzlich die Trauer um einen geliebten Menschen mit sich bringt und auch die unterschiedlichen Arten wie Menschen unter einem so schweren Verlust leiden.
Was mir an dem Buch nicht gefällt ist das Cover. Dieses wirkt eher als würde es sich um ein leichtes Jugendbuch handeln, die Kurzbeschreibung lässt dies eigentlich auch eher vermuten. Dem ist jedoch nicht so. Man hat es hier mit einem sehr ernsten und tiefgründigen Buch zu tun.
Fazit:
Eine sehr berührende Geschichte, die einem noch lange im Gedächtnis bleibt. Absolut lesenswertes Buch!
- Steven Rowley
Lily und der Oktopus
(8)Aktuelle Rezension von: buchstabensammlerinRund ums Buch:
Titel: Lily und der Oktopus
Autori Steven Rowley
Deutsch von Sibylle SchmidtVerlag: Goldmann
Buch: Hardcover, Schutzumschlag
Erschienen: 17.04.2017
Seiten: 352
ISBN13: 978-3442314331
Preis: 18,00 €Ihr Lieben, ich habe mich ja im letzten Jahr bereits geoutet, dass ich kitschige Hundebücher mag, sogar sehr mag und immer mal wieder fällt mir beim Stöbern in Buchhandlungen eines in die Hand. Lily und der Oktopus ist ein bezauberndes Buch über die Dackeldame Lily, die seit ihrer zwölften Lebenswoche bei Ted, der in Los Angeles Drehbücher schreibt, wohnt und mit ihm durch Dick und Dünn geht.
Lilly ist immer an Teds Seite und stärkt ihn vor allem nach der Trennung von seinem Partner. Sie ist Teds Lebenselixier. Doch dann wird Lilly krank, sehr krank und beide treten das letzte gemeinsame große Abenteuer an.
Puh, die ersten Tränen liefen auf Seite 34 und ich glaube, dass dieses Buch ein echtes Hundeliebhaberbuch ist, denn nur, wer mal einen Hund so intensiv geliebt hat, kann Ted und sein Verhalten verstehen.
Ted redet mit Lily und Lily liebt das Leben. Sie liebt es den Augenregen aus seinem Gesicht zu lecken, wenn er wieder traurig von seiner Therapiestunde kommt, sie mag es mit ihm Monopoly zu spielen und sie sitzen gemeinsam am Tisch beim Essen....
„Wie gewöhnlich habe ich ihr ein Kissen untergelegt, damit sie über den Tischrand schauen kann, aber sie kommt mir heute Abend kleiner vor. Vielleicht war sie immer schon so klein – soweit ich weiß, hat sie nie mehr als knapp neun Kilo gewogen , aber ihre Präsenz in meinem Leben war stets gigantisch.“ (Seite 37)
Ja, die Fellnasen nehmen einen gewaltigen Platz in unserem Leben ein, haben sie sich einmal ins Herz geschlichen, umso schlimmer ist es, wenn man weiß, dass sie gehen, krank sind, man nicht helfen kann.
Das Gute ist, dass wir bei Tieren diese Entscheidung treffen können, sie erlösen, wenn es einfach nicht mehr geht und ihnen damit auf barmherzige Art helfen, sich nicht länger quälen zu müssen.
Dieser Weg wird auf berührendste Art in diesem herzzerreißenden Buch beschrieben und ich warne jeden, der leicht am Wasser gebaut ist oder ein geliebtes Tier daheim im Herzen hat, vor: dieses Buch ist voller Tränen, wenn man es zuschlägt. Aber schööööön.... hach Lily, ich liebe das Wort Augenregen.
„Lilys ganzer Körper ist wie eine Sprungfeder, die sich immer wieder in die Luft befördert. Ihre Schlappohren fliegen bei jedem Sprung hoch und flattern manchmal so lange im Wind, als führten sie ein Eigenleben. Wenn Lily dann zu mir gepest kommt, werden ihre Ohren umgedreht an ihrem Nacken haften. Mein halbes Leben bringe ich damit zu, die Ihren dieses Hundes auf Werkseinstellung zu bringen. DIESER! SAND! IST! So! WUNDERBAR! WEICH! UNTER! MEINEN! PFOTEN! UND! SCHAU! NUR! WIE! GROSS! DAS! MEE! IST! GUCK! WIE! ICH! RENNEN! KANN! OHNE! MEINE! LEIN...
Doch bevor sie „Leine“ sagen kann, gischtet eine Welle heran und umgibt ihre Pfötchen mit glitschigem Seetang. Ein Ausdruck des Grauens tritt auf Lilys Gesicht.
SCHLANGE! SCHLANGE! SCHLANGE! (Seite 111)
Ja, was denken die Fellnasen manchmal so? Das frage ich mich fast jeden Tag, wenn mich die großen bernsteinfarbenen Augen meiner Hündin anschauen, wenn ich abends auf dem Sofa liege und sie davor sitzt und hoch möchte und ich 10 Minuten später nur noch eine kleine Ecke habe...
Ja, ein Leben mit Hund ist jeden Tag ein Abenteuer! - Jenna Strack
Splitterleben
(82)Aktuelle Rezension von: oliverDieses Buch habe ich innerhalb von 2 Tagen verschlungen. Der Schreibstiel war gut und flüssig. Die Story war einfach nur emotional und traurig. Zum Schluss kam sogar die ein oder andere Träne bei mir und das hatte ich noch nie bei einem Buch. Absolute Kaufempfehlung von mir.
- Christiane Lind
Phillips letztes Geschenk
(50)Aktuelle Rezension von: AndreaDusEin wunderschöner Roman
Es ist der beste und schönste Roman den ich seit langem gelesen habe.
Es ist ein trauriger Roman mit ganz viel Herz und schnell habe ich mich in die Hauptdarsteller einfinden können. Es ist ein Roman der immer wieder ans Herz geht und der nicht ohne Tränen gelesen werden kann.
Zuerst habe ich gedacht so eine doofe Carolin, aber ihren Wandel im Laufe des Buche mitzuerleben ist so schön und aus der anfänglichen doofen Carolin wird am Ende des Buches eine tolle Frau die ich gerne zur Freundin hätte. In der heutigen Zeit ein schöner Roman in dem es um Freundschaft und Zusammenhalt geht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Zwei Tage und ich war traurig als ich den letzten Satz gelesen habe.
Vielen Dank liebe Christiane Lind für diesen schönen Roman - Petra Hillebrand
Kostbares Dasein
(11)Aktuelle Rezension von: DieBertaKostbares Dasein von Petra Hillebrand
- Gebundene Ausgabe: 48 Seiten
- Verlag: Tyrolia (9. Januar 2013)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3702232419
- ISBN-13: 978-3702232412
- Größe und/oder Gewicht: 15,6 x 1,2 x 18,5 cm
Klappentext:
In Zeiten schwerer Krankheit, z. B. nach einer Krebsdiagnose, beginnt für viele Betroffene eine intensive Auseinandersetzung mit ihrer Endlichkeit. Angst, Trauer, Zorn und Mutlosigkeit wechseln sich ab mit aufkeimender Hoffnung und dem Willen, es mit der Krankheit aufzunehmen und irgendwann vielleicht wieder völlig gesund zu werden. In diesen schwierigen Phasen können Büchlein mit den "besten Wünschen zur Genesung" viel zu oberflächlich anmuten; der Patient fühlt sich nicht ernst genommen. Dieses Geschenkbuch, das aus der Erfahrung mit KrebspatientInnen entstanden ist, nimmt die vielen großen und kleinen Abschiede und das Sterben zum Thema. Die behutsamen Texte, in denen trotz allem die Hoffnung spürbar ist, und einfühlsame Fotos bringen die Gefühlsebene der Betroffenen mit ihren Höhen und Tiefen zum Ausdruck.
Ich habe ein kleines wunderbares Buch lesen dürfen, dass zum Nachdenken anregt. Es enthält 22 wunderbare Gedichte und auch 22 wunderschöne Bilder, die sehr bedacht zu den Gedichten ausgesucht wurden. Obwohl es sich hier um ein Buch mit (nur) 48 Seiten handelt ist es kein Buch für eine halbe Stunde. Sicher kann man es in einer halben Stunde oder gar weniger durchlesen und anschauen, aber es berührt doch wesentlich länger und man kann es immer wieder zur Hand nehmen. In schwierigen Momenten des Lebens kann es sicher für Betroffene, egal auf welcher Seite, ob es nun diejenigen sind, die gehen oder diejenigen, die bleiben Hilfestellung leisten. Aber ich denke es ist nicht nur ein Buch für Sterbende und deren Angehörige. Man kann das Buch zu jeder Zeit zur Hand nehmen und sich bewusst machen, wie schön das Leben ist oder war ...
Ich würde das Buch natürlich Betroffenen empfehlen, aber es ist auch für Menschen in jeder Lebenssituation eine Bereicherung.























