Bücher mit dem Tag "umweltverschmutzung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "umweltverschmutzung" gekennzeichnet haben.

85 Bücher

  1. Cover des Buches Noah (ISBN: 9783404178780)
    Sebastian Fitzek

    Noah

    (2.126)
    Aktuelle Rezension von: Jaqueline_Ivanovi_

    Noah war für mich eher durchschnittlich. Die auf realen Fakten basierende Thematik ist interessant und regt zum Nachdenken an. trotzdem hätte ich das Buch vermutlich nicht gelesen. wenn mir das Thema vorher bewusst gewesen wäre Der Schreibstil ist gut und flüssig, aber wirklich interessiert hat es mich leider nicht... Ich habe hauptsächlich weitergelesen, um das Ende zu erfahren.

  2. Cover des Buches Ein gutes Omen (ISBN: 9783492281669)
    Terry Pratchett

    Ein gutes Omen

    (289)
    Aktuelle Rezension von: Series-Magic

    Schon nach wenigen Seiten war für mich klar, dass dieser Roman einen ganz besonderen Ton trifft: herrlich schräg, klug, witzig und gleichzeitig überraschend warmherzig. Genau diese Mischung hat mich beim Lesen durchgehend begleitet und immer wieder begeistert.

    Da ich die Serie Good Omens bereits gesehen hatte, war ich besonders neugierig darauf, wie nah die Buchvorlage an der Umsetzung ist. Und ich muss sagen: Die Serie hält sich tatsächlich erstaunlich eng an den Roman, auch wenn es natürlich kleinere Änderungen gibt. Diese haben für mich aber überhaupt nicht gestört, sondern eher gezeigt, wie stark die Geschichte schon in ihrer ursprünglichen Form funktioniert.

    Besonders gefallen hat mir der feine, oft wunderbar absurde Humor. Ich musste beim Lesen immer wieder schmunzeln oder lachen, weil Neil Gaiman und Terry Pratchett es schaffen, eine Geschichte rund um Weltuntergang, Engel und Dämonen mit so viel Charme und Leichtigkeit zu erzählen. Gerade diese skurrile, pointierte Erzählweise macht den Roman so besonders und hebt ihn für mich von vielen anderen Büchern ab.

    Auch die Figuren tragen unglaublich viel zur Wirkung der Geschichte bei. Sie sind eigenwillig, lebendig und mit viel Gefühl für das Absurde geschrieben. Gleichzeitig steckt in der Geschichte aber mehr als nur Humor. Zwischen all den schrägen Momenten finden sich auch immer wieder nachdenkliche Töne, die dem Roman zusätzliche Tiefe geben, ohne dass er seinen lockeren Charme verliert.

    Für mich ist Ein gutes Omen deshalb weit mehr als nur die Vorlage zu einer bekannten Serie. Das Buch funktioniert vollkommen eigenständig und besitzt eine ganz eigene Magie. Es ist unterhaltsam, originell und auf eine sehr besondere Weise klug erzählt.

    Insgesamt hat mich der Roman wirklich positiv überrascht. Wer humorvolle, ungewöhnliche und charmant-chaotische Geschichten mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Ein gutes Omen verbindet Witz, Abenteuer und feine Zwischentöne zu einer Geschichte, die einfach auf ihre ganz eigene Art im Kopf bleibt.

  3. Cover des Buches Die Welt ohne uns (ISBN: 9783492319393)
    Alan Weisman

    Die Welt ohne uns

    (189)
    Aktuelle Rezension von: chipie2909

    Was wäre die Welt ohne uns? Eine spannende Frage, die sich der Autor Alan Weisman annimmt. Bereits 2007 wurde dieses Werk veröffentlicht und ich muss gestehen, wäre mir dies vor dem Kauf aufgefallen, hätte ich das Werk wahrscheinlich nicht in meinen Besitz gebracht. Zeiten und Forschung ändern sich schnell und mit Sicherheit ist nicht alles brandaktuell, was der Autor zu Papier gebracht hat. Dennoch ist es spannend zu sehen, welche Folgen es hätte, wäre die Spezies Mensch plötzlich weg. Das Buch umfasst einige Bereiche und es wird erörtert, wie denn z. B. die Wälder und das Meer auf den „Wegfall“ der Menschheit reagieren würden. Aber auch die Anorganik wird beleuchtet, wie auch die Auswirkungen auf Atomkraftwerke und noch vieles vieles vieles mehr! Alan Weisman hat einen unterhaltsamen Schreibstil und es macht Spaß, ihm zu folgen. Ebenso beindruckt hat mich, mit welch Leidenschaft er sich dem Thema gewidmet hat. Erkennbar wird dies durch die Vielzahl an Menschen, mit deren Hilfe er dieses Werk schrieb. Dennoch waren mir auch ein paar Dinge zu wissenschaftlich erläutert, weswegen ich ein Sternchen abziehe.

  4. Cover des Buches Das große Los (ISBN: 9783328110859)
    Meike Winnemuth

    Das große Los

    (256)
    Aktuelle Rezension von: schokobook

    Meike Winnemuth hatte 2010 bei Günther Jauch eine halbe Million Euro in der Sendung Wer wird Millionär gewonnen.

    Was macht man mit 500.000 Euro? Meike packt ihren Koffer . Nicht in die Luxushotels Europas, sondern sie reist, ein Jahr lang und jeden Monat ein anderes Land und  wohnt in airbnb. Alleine! Mit einem Koffer und nur das nötigste. Ihre Erlebnisse hält die Journalistin in einem Blog fest und per Mails an ihre Freunde und Bekannten. Am Ende stellt sie fest, dass sie das Geld nicht unbedingt brauchte, da sie ja weiter gearbeitet hatte, als Journalistin ist das sicher auch so machbar. Aber das Geld hat den Mut gegeben JETZT. Und ich finde das Buch ist inspirierend und das nochmals anders als Eat,Pray Love. Was sich für Möglichkeiten auf tun ist absolut interessant. Das Buch ist locker geschrieben. Hat immer mal wieder Bildmaterial und macht nachdenklich. 

  5. Cover des Buches Die Wolke (ISBN: 9783473544011)
    Gudrun Pausewang

    Die Wolke

    (954)
    Aktuelle Rezension von: Perse
    • Details:

    Ausgabe: Taschenbuch 

    Erscheinungsjahr: 1987

    Altersempfehlung: ab 12 Jahren

    Verlag: Ravensburger 

    Genre: Jugendliteratur

    Seitenanzahl: 223

    • Inhalt:

    Was niemand wahrhaben wollte, passiert: Deutschland erlebt einen atomaren Unfall. Die 14 Jährige Janna-Berta verliert ihre Familie und ist auf sich allein gestellt.

    • Wie das Buch zu mir gefunden hat:

    Das Buch hat mich über ein Verschenke - Regal gefunden. Ich habe damals den Film im Schulunterricht gesehen und wollte schon immer das Buch dazu gelesen haben, jetzt habe ich es endlich getan...

    • Meinung:

    Das Thema dieses Buches ist nicht ohne. Gudrun Pausewang erzählt klar, hart und authentisch. Ich finde, dass einen beim Lesen der harte Realismus dieser Welt trifft. Es ist nicht alles "Friede, Freude, Eierkuchen" in der Welt, in dieser Gesellschaft und Politik.

    • Fazit:

    Zu Recht den Jugendliteraturpreis 1988 gewonnen. Dieses Werk gehört für mich zur Pflichtlektüre!

    • Empfehlung:

    Für alle, die qualitativ hochwertige Jugendliteratur suchen und/oder Fans von Gudrun Pausewang sind.

    Eine Kauf- und Leseempfehlung von mir!

    • Tipp:

    Schaut euch den gleichnamigen Film von 2006 an.

    • Lieblingszitate:

    "Kein Ton von den Herren, die so gerne reden."

    Prolog - Seite 7

    "Versagen ist menschlich. Mit Versagen nicht zu rechnen, ist verantwortungslos und unmenschlich.''

    Prolog - Seite 9

    "»Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.«"

    Kapitel 1 - Seite 23

    "»Handeln Sie mit Verantwortungssinn!«"

    Kapitel 2 - Seite 33

    "Das also würde der neue Unterschied zwischen Arm und Reich sein."

    Kapitel 8 - Seite 127

    "»Die Leute fangen schon wieder an zu vergessen«,..."

    Kapitel 10 - Seite 153

    "»Menschen sind zu allem fähig«,..."

    Kapitel 10 - Seite 154

  6. Cover des Buches Zugvögel (ISBN: 9783596523221)
    Charlotte McConaghy

    Zugvögel

    (295)
    Aktuelle Rezension von: Elina_moro

    Dieser Roman ist unglaublich facettenreich. Allein die Themen wie Heimat und Zugehörigkeit, die hier behandelt werden, haben mich schon ziemlich beeindruckt. Die starke und unabhängige Franny, die keine Angst vom Leben und Tod hat und trotzdem so zerbrechlich und traumatisiert ist, fand ich überhaupt nicht sympathisch und trotzdem hat ihr Schicksal mich berührt. Die Liebe zur Natur, die roh und unberührt wirkt wie die Hauptfigur, zeigt uns nochmal wie wichtig heutzutage unser Lebenstil ist. Manche Leute brauchen halt nur frische Luft und ein Ziel vor Augen. Es ist so viel mehr in der Geschichte als ein bloßer Kampf gegen eigenen Dämonen. Wanderlust und alles drum herum wie es sich gehört kann man prima an Frannys Beispiel erkennen. Ich kenne keinen, der Wanderlust hat, aber wie es hier dargestellt wird, hat mich fasziniert. Mehrere Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart, Heimat und Fernweh, Schuldgefühle und Motivation und vieles mehr findet man in diesem Werk. Ich kann dieses Buch ohne Zweifel ganz herzlich empfehlen diejenigen, die es noch nicht gelesen haben. 

  7. Cover des Buches Aus schwarzem Wasser (ISBN: 9783423230193)
    Anne Freytag

    Aus schwarzem Wasser

    (240)
    Aktuelle Rezension von: Tanias_Bookparadise

    „Aus schwarzem Wasser hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Anne Freytag schafft es, eine dichte und bedrückende Atmosphäre aufzubauen, die perfekt zu der düsteren Grundidee passt. Besonders spannend fand ich, wie Realität und etwas Mystisches miteinander verwoben wurden – das macht das Buch besonders und hebt es von klassischen Thrillern ab.


    Die Protagonistin wirkt verletzlich und gleichzeitig stark, ihre innere Zerrissenheit ist spürbar. Das hat mir sehr gefallen und dafür gesorgt, dass ich beim Lesen emotional nah dran war.


    Für mich ist es ein starkes Buch mit ungewöhnlicher Spannung und einer ganz eigenen Stimmung. Wer einen typischen Thriller erwartet, mit viel Action und einem klaren roten Faden, könnte sich an manchen Stellen schwerer tun – aber gerade diese Mischung aus Psychologie, Mystery und Thriller-Elementen hat mich überzeugt.


    👉 Fazit: Ein atmosphärisch dichter Roman, der mich sehr gut unterhalten hat. Düster, bedrückend, anders – und genau deshalb empfehlenswert.“


  8. Cover des Buches Alea Aquarius - Das Geheimnis der Ozeane (ISBN: 9783789147494)
    Tanya Stewner

    Alea Aquarius - Das Geheimnis der Ozeane

    (180)
    Aktuelle Rezension von: CRRSamy10

    Alea Aquarius Bücher sind Supergut und sehr empfehlenswert für Jugendliche die gerne Magie haben. Auch die anderen Bücher dieser reihe sind mega spannend und empfehlenswert!! Woher hat Tanja Stwener nur diese Ideen? Die Charaktäre sind super erfunden und haben einen perfekten Charakter. Einfach toll!!!

  9. Cover des Buches Zoo (ISBN: 9783442484294)
    James Patterson

    Zoo

    (84)
    Aktuelle Rezension von: Nephilimleser

    Inhalt:

    Jackson Oz, ein junger Biologe mit abgebrochenem Studium, beobachtet das Verhalten bei Tieren: seit einiger Zeit fallen sie über Menschen her und töten sie. Als er eine Reise nach Afrika macht, filmt er dabei einen furchtbaren Angriff; ganze Safaricamps sind hingemetzelt von riesigen Löwenrudeln. Nur mit knapper Not überleben er und die Umweltforscherin Chloe und können zurück nach Amerika. Verbissen versuchen beide zusammen mit anderen Biologen sowohl die Politiker zu überzeugen als auch eine Lösung zu finden. Doch sie müssen sich beeilen...auch Haustiere sind bald befallen.

    Das Buch:

    Ich habe die Taschenbuchoriginalausgabe von 2015. Das Titelbild stammt von der Fernsehserie, die auf diesem Buch beruht. Das Buch ist 379 Seiten stark und lässt sich durch den starken Spannungsbogen schnell lesen.

    Meine Meinung:

    Ich habe tatsächlich zuerst die Serie gesehen. Daraufhin habe ich mir das Buch besorgt. James Patterson macht im Buch immer wieder Zeitsprünge. Auch in den verschiedenen Kapiteln schreibt er abwechselnd in Vergangenheit und Gegenwart. Es wird hauptsächlich aus der Perspektive von Oz geschrieben, aber auch von anderen Charakteren. 

    James Patterson schafft mit diesem Buch einen faszinierenden Spannungsbogen. Einerseits die wirklich brutalen und dabei sehr bildhaft beschriebenen Tierangriffe, andererseits will man den Ursprung und die Lösung des Problems mit den Protagonisten finden. Mit Oz und seiner Familie leidet man mit, auch dies schafft der Autor.

    Das Ende des Buches sollte für uns alle ein Denkanstoß sein. 

    4 Sterne gibt es von mir für das tolle Buch, das aber eben auch sehr brutal ist. Dies sollte man vor dem Lesen definitiv beachten.

  10. Cover des Buches Gehen, um zu bleiben (ISBN: 9783442176724)
    Anika Landsteiner

    Gehen, um zu bleiben

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Zugegeben, der Titel hat mich gelockt und da ich viel Gutes über das Buch gehört hatte, habe ich es schließlich gelesen und das sehr gerne. Mit einem wundervollen Schreibstil wird ein Reisebericht geschildert, Länder erkundet und Erfahrungen geteilt.

    Es handelt vom Mut loszugehen und das kam in den einzelnen Kapiteln wirklich sehr schön rüber.

    Einzig beim “Ankommen” hat mir ein wenig Spiritualität gefehlt, den der Titel verspricht. Die Autorin selbst weist im Buch darauf hin, dass es ein Reisebericht ist und er als solcher gelesen werden soll. Schade eigentlich, da ich noch mehr in ihm gesehen hätte.

    Das Buch ist trotzdem absolut empfehlenswert und wirklich gut geschrieben!

  11. Cover des Buches Libellensommer (ISBN: 9783401509105)
    Antje Babendererde

    Libellensommer

    (673)
    Aktuelle Rezension von: Armillee

    268 Seiten.

    Am Windigo See / Minnesota / USA

    Jodie ist 15 Jahre alt, hat eine jüngere Schwester. Als ihr Vater arbeitslos wird, die Ehe der Eltern stressig + der Vater dann abhaut, weil die Mutter immer nörgelt, da wird es auch für Jodie schwierig. Und sie hat Gewichtsprobleme. Wie gut, dass sie seit ein paar Monaten einen Internetkontakt zu einem Jungen hat, der sie versteht. Eines Tages kommt sie nach der Schule nach hause und der Laptop wurde von der Mutter verkauft, für eine Autoreparatur. Ende des Streites ist eine Ohrfeige für Jodie. Jodie packt ihren Rucksack + haut früh morgens ab. Sie will zu ihrem "Freund". Ihre Reise endet ziemlich schnell in einer brenzlichen Situation mit einem Trucker mitten im Nirgendwo. Knapp entkommt sie mit Hilfe von Jay - einem Indianerjungen - und er nimmt sie mit in das Lager wo er lebt, mitten in der Pampa.

    *   *   *

    Ich mag es total gerne, wenn sich zwei ganz unterschiedlich Charaktere treffen und ganz langsam zusammen wachsen. Die kulturellen Unterschiede, das Leben im Lager, Vorurteile, die neuen Eindrücke + Erfahrungen, die auf Jodie einprasseln, das hat mich sehr berührt. Auch ich bin als Jugendliche ein paarmal abgehauen., mit Flausen im Kopf. Ich konnte ganz viel nachempfinden. Von mir aus hätte die Geschichte noch 200 Seiten mehr aus dem Leben der Indianer berichten können. Wundervoll anders, ohne Klischees + platte Sprüche. Viel Gefühl + erlebnisreiche Natur. Viel zum Thema Misstrauen + Jungfrau / Sex.. Ich fand es einfach klasse ! Auch das Ende. ;o)

  12. Cover des Buches Amanda und das Herz aus Schrott (ISBN: 9783734847295)
    Ruth Rahlff

    Amanda und das Herz aus Schrott

    (30)
    Aktuelle Rezension von: Fantasticfox

    Das Cover ist ansprechend und kindgerecht.

    Auch der Schreibstil und die Schriftgröße sind altersangemessen.

    Der Inhalt hingegen hat mir gar nicht gefallen und war meiner Meinung nach an manchen Stellen auch für die Altersgruppe eher unangemessen.

    Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um überhaupt in das Buch reinzukommen, was mir bis zuletzt nicht recht gelingen wollte.

    Es hat sich für mich persönlich einfach unendlich in die Länge gezogen und hatte definitiv nichts mehr von einem Lesevergnügen.

    Ab der Hälfte etwa habe ich das Buch dann mehr oder weniger nur noch überflogen, um herauszufinden, ob die Geschichte nur zu Beginn holprig verläuft und gegen Ende besser wird - das habe ich jedoch nicht so empfunden und bis zum Schluss das ganze eher halbherzig über mich ergehen lassen...

    Das Buch hatte für mich echt Potenzial als 'ungelesen' in den Tiefen meines Regals zu enden. Daher für mich absolut keine Leseempfehlung...

  13. Cover des Buches Mengele Zoo (ISBN: 9783982052205)
    Gert Nygårdshaug

    Mengele Zoo

    (64)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Im Wikipedia-Eintrag zum Roman heißt es:"Obwohl der Roman die Welt durch die Augen eines der meist gesuchten Terroristen beschreibt, fällt es dem Leser leicht Minos (= Oberterrorist) Standpunkt einzunehmen." Das klingt ganz harmlos, steht aber in einem Buch, in dem Erzähler und Hauptfigur meinen, dass es doch ganz schön wäre, 200 Millionen "nutzlose" Gringos umzubringen. Einige dutzend Seiten später wird sogar gesagt, das es schön wäre, die Menschheit auf zwei Milliarden Menschen zu reduzieren. 

    Das Buch des Norwegers Nygardshaug beginnt recht poetisch bei einer Familie im südamerikanischen Regenwald, deren Existenz durch landgierige Firmen vernichtet wird. Der Sohn der Familie, Mino, entgeht der Vernichtung. Zunächst verübt er Rache an Einzelnen, aber dann lässt ihn der Autor eine Terrorgruppe gründen, die Mino unter dem wohl nicht zufälligen Decknamen "Carlos" führt. Die zweite Hälfte des Buches schildert dann wie in einer Sportreportage (jeder Mord wird bejubelt wie ein Tor), wie die Gruppe auf raffinierte Weise beginnt, die Macht- und Wirtschaftseliten der westlichen Welt zu töten, mal Dutzende, mal Hunderte, mehr geht (siehe oben) "leider" nicht. All das geschieht im Namen des Regenwaldes, ja der Natur, der Erde. Deshalb erscheint dem Erzähler und der Hauptfigur auch alles Tun der Ökoterooristen gerechtfertigt. 

    Warum in Norwegen 400.000 Exemplare dieses blutrünstigen Gesinnungsschmökers verkauft wurden, erschließt sich mir nicht. Passend wäre ein nachträglicher Stalin-Preis für besonders dumpfe und hasserfüllte Propaganda.

  14. Cover des Buches Abgefackelt (ISBN: 9783426524411)
    Michael Tsokos

    Abgefackelt

    (226)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte

    Der Rechtsmediziner Paul Herzfeld wird vorübergehend versetzt, da er von seinem letzten Fall noch sehr angeschlagen ist. In der neuen Stelle ist der Vorgänger durch ein Feuer umgekommen. Die Umstände des Feuers sind äußerst dubios. Herzfeld beginnt auf eigene Faust der Sache auf den Grund zu gehen. Dann wird eine Leiche am Strand gefunden. Ist der Mann Schneider, jener Mörder der Pauls Leben für immer verändert hat?

    Der Thriller wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Schnell ist klar, der Tod von Herzfelds Vorgänger war kein Suizid, sondern Mord. Durch seine Nachforschungen gerät Paul schnell selbst in das Visier des Mörders. Denn die eiskalte Auftragskillerin schreckt vor nichts zurück.


    Fazit: Die Sektionen der Leichen werden sehr detailliert beschrieben, somit nichts für schwache Nerven. Kurze, knackige Kapitel, spannender Schreibstil. Der Leser hetzt von einem Ort zum nächsten. Actionreicher Showdown inklusive. Also ein sehr lesenswerter Thriller. Ich bin schon sehr gespannt auf das nächste Buch.

  15. Cover des Buches Umweltliebe (ISBN: 9783492316934)
    Jennifer Sieglar

    Umweltliebe

    (19)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena

    [Rezension - unbezahlte Werbung] 

    Um was geht es in diesem Buch: Jennifer Sieglar nimmt uns mit auf eine Reise, auf der man bestimmte Challenges bestreiten muss und hier lädt sie uns ein, einfach mitzumachen. Jede Herausforderung geht ca 4 Wochen und sie befasste sich u.a mit der Mikroplastik-Challenge, Auto-Challenge, Kleider-Challenge, und auch Reise-Challenge. Natürlich gibt es noch einige mehr. Sie erzählt dabei wie es ihr in den jeweiligen 4 Wochen ergangen ist und nach jedem Kapitel gibt es auch einen von ihr vorgeschlagenen Lösungsweg (spricht damit auch die Politik ganz direkt an).

    Per se hat mir das Buch ganz gut gefallen, ich habe vieles selbst schon gewusst, aber habe trotzdem noch ein bisschen was dazugelernt bzw mehr erfahren. Arg gestört habe ich mich am Aufbau des Buches. Register, Überschriften und Kapitel waren an sich übersichtlich gestaltet, im Text herrschte für mich persönlich etwas Chaos. ein Beispiel anhand des ersten Kapitels: hier geht es um Plastik bzw Mikroplastik: Sie schreibt von ihren Erfahrungen und Lösungswege was alles gut ist, allerdings werden zB auch Rezepte beschrieben die im Text nicht hervorgehoben wurden, sondern einfach im Fließtext weiter beschrieben. Dies zieht sich leider durch das ganze Buch, So musste ich (nicht umweltfreundliche) Post-its verwenden, was ich nicht gerne mache. 

    Für mich persönlich sind einige Lösungsansätze nicht umsetzbar. Auf das Auto kann ich die meiste Zeit nicht verzichten, denn meine Arbeitsstelle liegt ein gutes Stück von meinem Wohnort entfernt. Ich lebe nicht in der Großstadt, in meinem Ort fährt nicht mal eine Bahn und die Busse fahren erst morgens ab 7.15h,  da müsste ich allerdings schon fast auf der Arbeit sein (7.30h). Andere Ansätze wie Bio und loses Obst- & Gemüse kaufen klappt recht gut, auch kaufe ich schon seit mehreren Jahren immer nur mit Stoffbeutel ein. Auch was das Thema Mikroplastik in Kosmetika betrifft bin ich weit vorne mit. Seit über 3 Jahren verwende ich schon Haarseife, Stückseife für die Hände schon ungelogen 25 Jahre. Wir haben Flüssigseife wirklich nur für Gäste im Haus. Auch Produkte für den Körper habe ich entdeckt die mir gut gefallen. Wie auch die Autorin komme ich mit den Zahnpasta Pastillen nicht so zurecht, mir fehlt einfach der Schaum im Mund ;)

    Man kann schon wirklich viel machen. Am Anfang ist es vielleicht etwas aufwändiger und teurer, weil man auch vieles anschaffen muss, aber es lohnt sich. 100 Zero Waste sind auch wir nicht, versuchen aber alles mögliche um klima-und umweltfreundlich zu leben :D


    Das Buch fand ich gut, es hat mir schöne Lesestunden gebracht und das ist für mich das wichtigste :)

  16. Cover des Buches Creature - Gefahr aus der Tiefe (ISBN: 9783473401505)
    Morton Rhue

    Creature - Gefahr aus der Tiefe

    (51)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92

    Ismael weiß, dass er von der Erde verschwinden muss. Die Natur ist komplett zerstört, durch die dicke Smogwolke dringt schon lange kein Sonnenlicht mehr und die Luft reicht kaum zum Atmen. Als ihm ein Job auf dem fernen Planeten Cretacea angeboten wird, ergreift er die Chance und heuert dort auf einem Walfangschiff an. Doch seine Arbeit ist viel riskanter als gedacht. Denn sein Schiff macht Jagd auf das gefährlichste Lebewesen des Planeten: eine riesige blutrünstige Kreatur, die in den Tiefen des Meeres lauert. Für Ismael und den Rest der Besatzung geht es ums nackte Überleben …

    Mein Fazit:

    Mir fehlte ernsthaft die Spannung. Ja, es war spannend, bzw. die Spannung wirkte sehr künstlich und konnte mich nicht abholen, Die Charaktere waren mir zu blass, der Sprecher ganz ok, aber alles in allem, war es nicht meins.

    Moby Dick ist spannender, Dystopie ist auch immer spannend, aber die Kombi der beiden unter diesem Titel ist leider nicht wirklich gelungen. Schade

  17. Cover des Buches Atherton - Das Haus der Macht (ISBN: 9783440128152)
    Patrick Carman

    Atherton - Das Haus der Macht

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Vanessa_Booklove

    Dieses Buch ist zwar schon etwas älter, aber mega gut geschrieben, man möchte wissen wie es bei Edgar weiter geht und das Ende des ersten Teils lässt da leider sehr viel offen, dass einem nichts anderes übrig bleibt, als mit dem nächsten Teil weiter zu lesen. Zumal ist das Buch mit ein paar Skizzen bestückt um sich die Fanatsiewelt besser vorstellen zu können. Ich kann es wirklich nur empfehlen und manche Stellen zeichnen sich für mich nicht als reines Kinderbuch aus! Also auch sehr gut für Erwachsene gedacht, die ein Abenteuer erleben wollen. ⭐️⭐️⭐️⭐️,5 Sterne verdient

  18. Cover des Buches Drachenspiele (ISBN: 9783453421479)
    Jan-Philipp Sendker

    Drachenspiele

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Achtung, dies ist der zweite Teil einer Trilogie, Spoiler sind nicht auszuschließen...


    Paul hat sich endlich richtig auf Christine eingelassen und die beiden verbringen eine sehr schöne, intensive Zeit zusammen, von der Paul nie gedacht hätte, dass sie ihn sogar über die lange Trauer des viel zu frühen Todes seines Sohnes helfen kann.

    In China ist es weit verbreitet, dass die Menschen zu Wahrsagern gehen und so macht sich auch Christine regelmäßig auf den Weg zu einem ihr bekannten Propheten. Dieser hält düstere Zukunftsaussichten für sie bereit und sie will weniger Zeit mit Paul verbringen. Als dann auch noch ein Brief auf einer lang verstrichenen Zeit bei ihr eintrifft, wirft das ihre Welt gänzlich aus den Fugen. Paul will helfen und macht sich mit Christine auf den Weg ins „richtige“ China. Er war Christine zu Liebe bei dem gleichen Wahrsager, der auch ihm eher negative Aussichten prophezeite, und muss nach und nach feststellen, dass seine eigenen Gewissheiten nicht länger Bestand zu haben scheinen.

    Dieser Teil hat mir noch besser gefallen als der erste. Es wird ziemlich spannend und auch die Geschichte der Kulturrevolution, die Christine nach wie vor solche Angst bereitet und ihre Skepsis der Polizei und der Politik gegenüber nach wie vor befeuert, wird dem Leser noch einmal näher gebracht. Ich finde die sprachlichen Talente, die Paul an den Tag legt faszinierend und kann mir kaum vorstellen, dass ausgerechnet ein Ausländer zwischen Familienangehörigen vermitteln muss bzw. kann. In die Geschichte eingebettet ist ein ungehöriger Umweltskandal. Menschen sterben durch Fischen in einem See. Gleich in der Nähe steht eine Fabrik, die offenbar unter dem Schutz der chinesischen Regierung steht und unantastbar scheint. Hier wird auch der Unterschied zwischen westlichem und östlichem Denken deutlich. Paul war Journalist. Er will die Wahrheit zu Tage fördern, den Menschen helfen, die Machenschaften der Regierung aufdecken. Christine sieht den Sinn dahinter nicht und würde sich nur einmischen, wenn sie unmittelbar selbst davon profitieren würde. Diese unterschiedlichen Kulturen, die da aufeinanderprallen, sind sehr interessant und machen einen großen Reiz dieser Reihe aus. Ich freue mich schon auf das Ende, da auch die Sprache von Jan-Philipp Sendker wirklich toll ist.

  19. Cover des Buches Leben (ISBN: 9783453439634)
    Uwe Laub

    Leben

    (119)
    Aktuelle Rezension von: Konfettiregen

    Tagtäglich verschwinden etwa 150 Tier- und Pflanzenarten von unserem Planeten, doch was passiert, wenn es eines Tages auch uns Menschen betrifft? Mit dieser interessanten und erschreckenden Frage setzt sich Uwe Laub in dem Buch "Leben" auseinander. 

    Der Anfang des Buches ist etwas verwirrend gestaltet. Die Handlung des Buches "springt" ziemlich stark zwischen mehreren einzelnen Geschichten und Schauplätzen hin und her, die auf den ersten Blick nichts oder nur wenig miteinander zu tun haben. Erst nach einer Weile sind die einzelnen Verbindungen dazwischen entstanden.
    Lässt man sich jedoch am Anfang nicht entmutigen, das Buch zu lesen, findet man einen spannenden, sehr gut recherchierten Thriller, der einem nicht nur Einblicke in die Biodiversität gibt, sondern auch in die Medizin und die Abgründe der menschlichen Psyche.

    Zweifellos handelt es sich um ein sehr wichtiges Thema. Der Autor des Buches schafft es meiner Meinung nach hervorragend, die wichtigsten Aspekte des Themas in den Vordergrund zu legen, ohne, dass beim Leser Fragen offen bleiben.  

  20. Cover des Buches Darwins Failure 1: Das Unglück Mensch (ISBN: 9783958342941)
    Puljic Madeleine

    Darwins Failure 1: Das Unglück Mensch

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Chronikskind

    Ich muss gestehen, dass ich von der Geschichte nicht viel erwartet hatte. Von der Autorin kenne ich bereits eine High Fantasy-Dilogie, die mich leider nicht so abholen konnte. Umso überraschter war ich, dass ich hier absolut gefesselt wurde.

    Das beschriebene Szenario fand ich einerseits faszinierend, andererseits aber auch unfassbar erschreckend. Haben möchte ich es nicht, aber spannend zu lesen war es durchaus. Durch die sehr verschiedenen Erzählsichten, manche auch nur für wenige Kapitel, konnte man einen sehr guten Eindruck von den verschiedenen Meinungen erhalten. Und feststellen, dass man trotz des glerichen Typus unterschiedliche Meinungen haben kann - sehr spannend umgesetzt und ein sehr umfassender Blick auf die gesamte Thematik!

    Die verschiedenen Charaktere haben mich nicht nur durch ihre Meinungen überzeugt. Einige von ihnen haben einen größeren Erzählanteil, wodurch wir sie besser kennenlernen können. Ob ich ihre Überzeugungen teile, steht dann aber doch auf einem anderen Blatt. Manche Entwicklungen fand ich nicht ganz gelungen - aber andererseits kann ich mir sowas leider auch zu gut realistisch vorstellen.

    Die Handlung an sich macht gerade am Anfang einige Sprünge in die Zukunft, um die Entwicklung einiger Charaktere zu zeigen. Fand ich gut gemacht, war aber auch froh, als wir dann im "jetzt" angekommen waren und keine Alterssprünge mehr dabei waren. Ansonsten wusste die Geschichte mich gut zu unterhalten und hat immer wieder mit kleinen Höhepunkten neugierig auf den weiteren Verlauf gemacht.

    Die Entwicklungen zum Ende waren sehr interessant - und lassen großen Spielraum für den weiteren Verlauf im nächsten Band. Ich bin auf jeden Fall sehr neugierig, hab aber auch ein wenig Angst. Es mutet schon sehr nach Brutalität an, die dort dann herrschen wird. Aber ich lasse mich da einfach mal überraschen.

    Mein Fazit
     Ein spannendes und zugleich erschreckendes Szenario, das die Autorin hier aufwirft. Die Geschichte konnte mich gut unterhalten und gerade die verschiedenen Sichtwechsel brachten viele unterschiedliche Meinungen auf den Tisch. Nach den Entwicklungen am Ende bin ich sehr gespannt, wie die Geschichte fortgesetzt wird - und worin es am Ende gipfeln wird.

  21. Cover des Buches Die Siliziuminsel (ISBN: 9783453319226)
    Qiufan Chen

    Die Siliziuminsel

    (17)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    In naher Zukunft angesiedelt strotzt dieses Buch vor digitalen Visionen, sowie düsteren Perspektiven auf die Umwelt und unser Verhalten mit dem Massenkonsum. Neben diesen erschreckenden Ansichten und futuristischen Innovationen zeugt das Werk auch von einer gelungenen Sprache und interessanten Einblicken in die Welt derjenigen, die schon heute von dem Müll der konsumierenden Staaten leben. Die Sprache ist überzeugend, manche der technischen zukünftigen Entwicklungen naheliegend. Allerdings sind manche Passagen auch äußerst brutal, nahezu ins Abartige ausufernd geschrieben. Neben sich anreihenden Vergleichen, die sich durch das gesamte Buch hinziehen, lässt dies die wirklich potentielle, mit etwas mehr Weitsicht wünschenswerte Geschichte immer wieder ins Holpern geraten. Der Einblick in die bereits heutzutage herrschende Welt des Mülls lässt sich anhand dieses Buches aber durchaus kennenlernen.

  22. Cover des Buches Die Detektive vom Bhoot-Basar (ISBN: 9783499000850)
    Deepa Anappara

    Die Detektive vom Bhoot-Basar

    (94)
    Aktuelle Rezension von: FrancieNolan

    „Die Reichen meinen, sie könnten alles kaufen, sogar uns.“

    “Glücklich sind diejenigen, die alt werden in der Überzeugung, dass sie Kontrolle über ihr Leben haben, aber auch sie werden eines Tages erkennen, dass alles ungewiss ist und man irgendwann für immer verschwindet. Wir sind nur Staubkörner in dieser Welt, leuchten einmal kurz in der Sonne auf, und dann verschwinden wir im Nichts. Du musst lernen, deinen Frieden damit zu machen.“

    ….aus dem Nachwort der Autorin: „…angeblich verschwinden in Indien jeden Tag etwa 180 Kinder. Normalerweise erfährt man in den Nachrichten nur dann davon, wenn die Kidnapper gefasst oder besonders grausige Einzelheiten der Verbrechen bekannt werden.“ …“wie lebt man mit täglicher Ungewissheit? Wie schöpft man Hoffnung, wenn einem erklärt wird, dass es keine gibt?“


    Das indische „Emil und die Detektive“, nach einer wahren Geschichte, heißt es - ich würde es nicht so bezeichnen, da es dafür zu realistisch ist, aber nichtsdestotrotz weht ein Hauch Kästner durch das Buch, gepaart mit ganz viel buntem Indien, aber auch mit der Gewalt und der Armut, die dort herrschen. Und vor allen Dingen konnte es mich mindestens genauso begeistern, denn ich habe es durchweg sehr gerne gelesen, bei aller Brutalität der Tatsachen.

    Die Autorin nimmt hier sehr geschickt die Perspektive von drei Kindern ein, wodurch die Geschichte eine Leichtigkeit erhält, die die allgegenwärtige Armut ertragbar macht. Die Kinder Jai, Pari und Faiz, die in einem städtischen Slum leben, und sich, angeregt durchs Fernsehen, als Detektive auf die Suche nach vermissten Klassenkameraden machen, erleichtern durch ihren unschuldigen Blick auf die Dinge dem Leser die Akzeptanz eines Daseins, das ähnlich wie in dem Film Slumdog Millionärs dargestellt, aber eben in keinster Weise romantisiert oder verkitscht wird.

    Wie die Autorin im Nachwort erklärt, ging es ihr vor allem darum zu ergründen, wie sich Menschen in völlig aussichtslosen, ungerechten Verhältnissen zurechtfinden und trotzdem sogar Lebensfreude bewahren, und wie gleichzeitig aber alleine die Armut immer wieder auch Gewalt gebiert.  
    Das ist ihr gut gelungen, und so ist es Buch weniger ein Kriminalroman, als vielmehr eine großartige Reflexion über die tägliche Gewalt in Indien, dabei aber auch eine eindrucksvolle Geschichte, die zwischen Magie und trauriger Realität – wie Polizeikorruption, religiöse Konflikte/Unterdrückung & Armut und das Leben in einem Slum – schwankt. Es gibt auch noch ein weiteres schreckliches Thema, das ich hier aber nicht verrate, weil es ein Spoiler wäre.

    Der Schreibstil von Anappara ist fesselnd und sprachlich humorvoll-leicht, und sie schafft es, eine dichte Atmosphäre zu erschaffen, die den Leser sowohl in die indische Kultur als auch in die dunklen Aspekte der indischen Gesellschaft, die harten Gegensätze, eintauchen lässt. Besonders bemerkenswert ist die Art und Weise, wie die Autorin das mystische Element des „Bhoot-Basar“ - übersetzt der „Markt der Geister“ - und eine Welt der Dschinns einfließen lässt, was der Geschichte eine besondere, beinahe phantastische Dimension verleiht.


    Was die Bewertung mit 4 statt 5 Sternen angeht, ist das lediglich der Tatsache geschuldet, dass es ein paar wenige Längen gibt, die Konstruktion der Geschichte, insbesondere mit dem Ende etwas unausbalanciert daherkommt - der eigentlichen Lösung wird zu wenig Zeit gewidmet und das wichtige Thema des Endes kommt etwas abrupt. Das darauf weniger eingegangen wird, als am Anfang auf diverse Themen, fand ich etwas schade.

    Dennoch bleibt das Buch insgesamt sehr empfehlenswert, besonders für jene, die sich für soziale Themen und ein Indien jenseits touristischer Prospekte interessieren.


    Fazit

    „Die Detektive vom Bhoot-Basar“ ist eine außergewöhnliche Geschichte mit Tiefgang, die die Leichtigkeit von Kästners Detektiven, ein bisschen magischen Realismus & viel Indienatmosphäre mit einer fesselnden Reflektion zu Ungerechtigkeit und Armut in unserer Welt verbindet, ohne die Romantisierung eines Films wie Slumdog millionaires oder gar der Bollywoodstreifen. Ein rundum sehr lesenswertes Buch. 

  23. Cover des Buches Anklage (ISBN: 9783453438422)
    John Grisham

    Anklage

    (71)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Samantha Kofer arbeitet in New York in einer Großkanzlei und auch ihre geschiedenen Eltern sind Anwälte, auch wenn jeder auf seine Weiße arbeitet. Die Finanzkrise verändert die Geschäftswelt und so verliert auch Samantha erstmal ihren Job. Die Kanzlei bietet an, dass die Anwälte ein Jahr in einer Pro Bono Kanzlei arbeiten und dann wieder zurück kehren können. Samantha hat anfangs nicht viel Erfolg und dann verschlägt es sie tief nach Virginia in den Ort Brady. So gerodet wie die Felder, so abgeholzt wie die Wälder, so abgebrannt und zum Teil auch verzweifelt sind die Menschen. Große Kohlewerke beuten das Land, die Natur und vor allem die Menschen aus. In einer kleinen Kanzlei findet Samantha allmählich ihren Platz und in Brady auch neue Freunde. Die Arbeit ist ganz anders, als alles was sie bisher gekannt hat und sie ist erschüttert, wie schlecht es manchen Menschen geht. Durch einen Zufall kommt sie an geheime Unterlagen und gemeinsam mit ihren neuen Freunden und Kollegen versucht sie etwas bombastisches ans Tageslicht zu fördern, aber auch im kleinen gibt es viel Arbeit für Samantha Kofer und die Anderen. Ich habe alle John Grisham Bücher verschlungen und bin schon immer ein großer Fan. Bei Anklage musste ich aber einige Längen überstehen. Der Anfang ist gut und man kommt wie immer bei Grisham prima in die Geschichte hinein. Aber dann trudelt er leider etwas. Es ist eine großartige Recherchearbeit was Pro Bono Kanzleien angeht und das Buch greift ein heikles Thema auf und klagt ganz offen die Machenschaften mancher Großbetriebe an, aber die Geschichte leidet dadurch auf weiten Strecken. Mir kamen zu viele Info, zu viele kleine Fälle, zu viele Randnotizen dazu. Die eigentliche Story leidet darunter. Samantha ist eine großartige Figur, aber hier hätte Grisham lieber etwas mehr auf ihre eigene Geschichte gesetzt. Das letzte Drittel ist wieder großartig, spannend und ich finde an manchen Stellen wirklich überraschend. Aber leider gab es ein Drittel, dass mir zu lang war. Auf den nächsten Grisham freue ich mich trotzdem, denn es war erst der Zweite, der mich nicht so gut gefallen hat.

  24. Cover des Buches Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben (ISBN: 9783423351904)
    Eckart Hirschhausen

    Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben

    (89)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Wir wissen ja - bis auf ein paar extremistische Anbeter der heiligen Kuh namens Wirtschaft - eigentlich alle bescheid, wie das mit dem Klimawandel, der Umwelt und unserer Gesundheit ist. Trotzdem lohnt es sich sehr, dieses Buch zu lesen. Es ist unterhaltsam, man lernt noch mehr dazu und es macht Mut. Hirschhausen schreibt sehr persönlich, er wirkt sehr nachdenklich, aber vor allem bin ich immer wieder begeistert, wie elegant er Sprache verwendet, um mit viel Humor diese Themen so zu behandeln, dass man überraschende Zusammenhänge begreift und sich auch merken kann.

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