Bücher mit dem Tag "umweltzerstörung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "umweltzerstörung" gekennzeichnet haben.

62 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783462005103)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

    (5.448)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    An der Küste von Peru verschwindet plötzlich ein Fischer spurlos. Zeitgleich stoßen Ölexperten in Norwegen auf einen merkwürdigen Organismus, der große Teile des Meeresbodens bevölkert und somit in Besitz genommen hat. Auch parallel greifen Wale an der Küste von British Columbia ein Schiff an und viele Fische werden Tod an einer Küste angeschwemmt. Dies ist nur der Beginn einer ökologischen Katastrophe die nach und nach, verdeutlicht das sich die Natur zusammen rottet um sich allmählich an der Menschheit zu rächen…

    Ein nach wie vor unheimlich gutes Buch, das damals als es herauskam und heute noch ziemlich aktuell ist. Da es sich eindeutig um eine fiktive Geschichte handelt, ist sie doch so realistisch und nachvollziehbar beschrieben, dass man sich nicht wundern würde, wenn man diese Ereignisse morgen in den Nachrichten hören würde. Sehr empfehlenswert und regt zum Nachdenken an. Zudem ist es unheimlich bildlich beschrieben so das man die Szenarien unheimlich gut vor Augen hat, was die Situation noch viel schlimmer macht.

  2. Cover des Buches Cryptos (ISBN: 9783743216730)
    Ursula Poznanski

    Cryptos

    (461)
    Aktuelle Rezension von: Magische_Buchwelt

    Meine Meinung:

    Der Roman regt zum  Nachdenken über unsere Erde und ihre Ressourcen an. 
    Was wäre, wenn wir durch den Klimawandel immer mehr Lebensraum verlieren würden? Mit dieser Frage beschäftigt sich Bestsellerautorin Ursula Poznanski in ihrem dystopischen Fantasythriller Cryptos.

    Die Handlung wird aus der Perspektive von Jana erzählt. 

    Die Kraft der Fantasie in einer alternativen Realität
    Kerrybrook ist Janas Lieblingswelt: Ein idyllisches Fischerdorf mit viel Grün, geduckten Häuschen und einer Burgruine. Manchmal lässt Jana es regnen. Meistens dann, wenn es an ihrem Arbeitsplatz mal wieder so heiß ist, dass man kaum mehr atmen kann.
    Jana ist Weltendesignerin. An ihrer Designstation entstehen alternative Realitäten, die sich so echt anfühlen wie das reale Leben: Fantasyländer, Urzeitkontinente, längst zerstörte Städte. Doch dann passiert ausgerechnet in Kerrybrook, der friedlichsten Welt von allen, ein Verbrechen. Und Jana ist gezwungen zu handeln...

    Ursula Poznanski, entführt uns hier in atemberaubenden alternative Welten die sie mit viel Fantasie und Liebe zum Detail bildhaft beschreibt. Mich hat dieses Wordbuilding sehr beeindruckt. Und ich hatte großen Spaß diese mit Jana zu erkunden. Obwohl ich zugeben muss das ich etwas Zeit brauchte, bis ich völlig in die Geschichte eingetaucht bin. Jede Welt ist auf ihre Weise einzigartig und hält neue Herausforderungen und Rätsel über eine gefährliche Verschwörung bereit. So baut sich die Spannung über den gesamten Verlauf hinweg bis zum Showdown auf. 

  3. Cover des Buches Die Geschichte des Wassers (ISBN: 9783442718313)
    Maja Lunde

    Die Geschichte des Wassers

    (398)
    Aktuelle Rezension von: MayaB

    Ich habe das Buch jetzt in zwei Tagen verschlungen, und einerseits fand ich es unglaublich spannend und bewegend und richtig gut, andererseits auch sehr deprimierend und hoffnungslos, und ich weiß gar nicht so recht, wohin mit diesen ganzen Gefühlen. Ich habe mit nichts anderem gerechnet, weil ich meine, dass Die Geschichte der Biene auch eher niederschmetternd ist (das habe ich nie in den Händen gehalten, aber Leute haben davon erzählt) und nach den ersten zwei Kapiteln habe ich erst recht nicht mehr mit einer "schönen" Geschichte gerechnet, aber das ganze hat mich noch mal viel mehr runtergezogen als so viele andere Bücher, und ich kann es gar nicht so richtig verstehen.
    Aber vermutlich, weil die Geschichte so realistisch ist (nicht zwingend auf eine "das wird auf jeden Fall so eintreffen"-Art, sondern eher, dass es auf jeden Fall so kommen könnte). Es liest sich nicht wie eine fantasievolle Geschichte, oder irgendein Thriller, es liest sich nicht mal wie Blackout, das ja auch eher realistisch war, wo immer dieser kleine Hoffnungsschimmer war, dass am Ende alles noch gut werden kann. Es liest sich einfach nur sehr endgültig, und als wäre von Anfang an klar, dass es egal ist, was passiert, weil die Lage so aussichtslos ist, dass es dann doch keinen Unterschied macht.
    Und das ganze mit in meinen Augen durchaus realistischen Figuren. Nicht zwingend Allerwelts-Leute, von denen es überall unglaublich viele gibt, aber eben solche, die es auch gibt, und so normalen Menschen dabei zuzusehen, wie sie in dieser Welt leben/zu überleben versuchen, war schon irgendwie ziemlich ... tragisch?
    Was nicht heißt, dass das Buch komplett grauenhaft endet, oder dass alles nur immer schlechter wird, ich würde sogar behaupten, dass gewisse Hoffnungsschimmer auf jeden Fall vorhanden sind, nur für mich persönlich ist die Situation am Ende irgendwie doch nur die gleiche wie am Anfang, und ich habe einfach nicht das Gefühl, dass irgendwas einen Unterschied machen würde. Zumindest nicht 2041.
    Fand ich die Figuren sympathisch? Nicht wirklich. Aber kamen sie mir mit ihren Fehlern und Ansichten und ihrem Handeln menschlich vor? Zu 100%. Und ich glaube, genau das trägt auch dazu bei, wie sehr mich das alles mitgenommen hat, einfach weil ich denke, das tatsächlich alle so gut gehandelt haben, wie sie konnten, und könnte ich es besser? Nein. Und würde es einen Unterschied machen? Auch nein.
    Es gab im Buch auf jeden Fall einige Handlungsstränge oder Dinge, die ich persönlich nicht gebraucht hätte, und ich fand auch auf jeden Fall nicht alles super, was den Stil oder die Geschichte anging, aber die Geschichte im großen und ganzen, und wie laut sie auf ein Wasser-Problem aufmerksam macht, und wie egal es Menschen ist, was um sie herum in der Welt passiert: das hat mich wirklich sehr bewegt, und (vermutlich auch weil ich nicht so viel besser bin, auch wenn ich mir Gedanken mache) mitgenommen.
    Entsprechend ein in meinen Augen ziemlich fantastisches Buch, aber trotzdem nicht die beste Lese-Erfahrung, egal wie sehr ich's mochte, weil ich glaube, für meine Psyche hätte ich es vermutlich nicht alles an zwei Tagen verschlingen sollen, das war doch sehr viel deprimierendes auf einmal.

  4. Cover des Buches Das Flüstern der Bäume (ISBN: 9783328107842)
    Michael Christie

    Das Flüstern der Bäume

    (149)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Viele Wälder sind abgeholzt, die restlichen Bäume sterben, die Luft ist voller Staub und der Kampf um die letzten Ressourcen und ungiftigen Lebensraum hat begonnen. Eine der letzten Oasen ist die Insel Greenwood vor Vancouver. In diesem Urwald arbeitet Jake als Touristenführerin. Mit ihr beginnt für uns im Jahr 2038 die Geschichte einer Familie, die eng mit den Wäldern verbunden ist. Immer weiter geht es in der Familiengeschichte zurück, bis wir zu ihren Wurzeln kommen, die sich 1908 in die nordwestliche Erde von Kanada gruben.

    Was für ein faszinierender Roman. Das Buch ist in erster Linie ein Generationenroman, der die wechselvolle, tragische und außergewöhnliche Geschichte einer Familie erzählt und zwischendurch immer wieder Haken schlägt, die wirklich überraschend sind. Voller Naturmetaphern begleiten wir die einzelnen Familienmitglieder durch ihre Leben, die auch die amerikanische Geschichte widerspiegeln. Wie die Schichten eines Baumstammes jedes Jahr einen Baum wachsen lassen, eine Schicht über der anderen, so sind auch wir gewachsen. Nichts bleibt ohne Folgen. Böse und gute Menschen, richtige und falsche Entscheidungen ziehen sich durch diesen spannenden Text, der uns nach der Lektüre die Bäume und Wälder mit anderen Augen sehen läßt.

    "In einem Wald gibt es keine Einzelwesen.Tatsächlich verhält er sich eher wie eine Familie." (S. 512)

    Ich habe ein bisschen gebraucht, um in den Text reinzukommen, aber dann konnte ich das Buch praktisch nicht mehr aus der Hand legen. Wie sich nach und nach alles in der Handlung zusammenfügt, um dann doch immer wieder eine andere Richtung einzuschlagen, entwickelt einen erstaunlichen Sog.

  5. Cover des Buches Zugvögel (ISBN: 9783596523221)
    Charlotte McConaghy

    Zugvögel

    (295)
    Aktuelle Rezension von: Elina_moro

    Dieser Roman ist unglaublich facettenreich. Allein die Themen wie Heimat und Zugehörigkeit, die hier behandelt werden, haben mich schon ziemlich beeindruckt. Die starke und unabhängige Franny, die keine Angst vom Leben und Tod hat und trotzdem so zerbrechlich und traumatisiert ist, fand ich überhaupt nicht sympathisch und trotzdem hat ihr Schicksal mich berührt. Die Liebe zur Natur, die roh und unberührt wirkt wie die Hauptfigur, zeigt uns nochmal wie wichtig heutzutage unser Lebenstil ist. Manche Leute brauchen halt nur frische Luft und ein Ziel vor Augen. Es ist so viel mehr in der Geschichte als ein bloßer Kampf gegen eigenen Dämonen. Wanderlust und alles drum herum wie es sich gehört kann man prima an Frannys Beispiel erkennen. Ich kenne keinen, der Wanderlust hat, aber wie es hier dargestellt wird, hat mich fasziniert. Mehrere Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart, Heimat und Fernweh, Schuldgefühle und Motivation und vieles mehr findet man in diesem Werk. Ich kann dieses Buch ohne Zweifel ganz herzlich empfehlen diejenigen, die es noch nicht gelesen haben. 

  6. Cover des Buches Aus schwarzem Wasser (ISBN: 9783423230193)
    Anne Freytag

    Aus schwarzem Wasser

    (240)
    Aktuelle Rezension von: Tanias_Bookparadise

    „Aus schwarzem Wasser hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Anne Freytag schafft es, eine dichte und bedrückende Atmosphäre aufzubauen, die perfekt zu der düsteren Grundidee passt. Besonders spannend fand ich, wie Realität und etwas Mystisches miteinander verwoben wurden – das macht das Buch besonders und hebt es von klassischen Thrillern ab.


    Die Protagonistin wirkt verletzlich und gleichzeitig stark, ihre innere Zerrissenheit ist spürbar. Das hat mir sehr gefallen und dafür gesorgt, dass ich beim Lesen emotional nah dran war.


    Für mich ist es ein starkes Buch mit ungewöhnlicher Spannung und einer ganz eigenen Stimmung. Wer einen typischen Thriller erwartet, mit viel Action und einem klaren roten Faden, könnte sich an manchen Stellen schwerer tun – aber gerade diese Mischung aus Psychologie, Mystery und Thriller-Elementen hat mich überzeugt.


    👉 Fazit: Ein atmosphärisch dichter Roman, der mich sehr gut unterhalten hat. Düster, bedrückend, anders – und genau deshalb empfehlenswert.“


  7. Cover des Buches Der Wald (ISBN: 9783426309179)
    Tibor Rode

    Der Wald

    (194)
    Aktuelle Rezension von: AnnabelleR

    Dieses Buch hat mich total fasziniert, das war mal etwas völlig Neues . Besonders die  Goethe-Verbindung war extrem gelungen und spannend. Ich werde definitiv noch die anderen Bücher des Autors lesen, der Schreibstil war sehr packend. Kann es nur jedem empfehlen, der gern spannende Thriller liest, aber nicht immer unbedingt Mord und Totschlag dabei haben will.

  8. Cover des Buches Generation Weltuntergang (ISBN: 9783426301982)
    Stefan Bonner

    Generation Weltuntergang

    (39)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Ich hatte es einmal unterbrochen, aber ich erinnere ich mich nicht warum. Jetzt wollte ich dieses Buch endlich weiterlesen. Schnell habe ich gemerkt warum ich nicht weitergelesen habe. Manche Passagen sind schon recht trocken und voller Fakten, teilweise wurde sehr tief in die Materie eingetaucht. Das war mir persönlich zu viel, denn ich muss und will auch nicht immer jede Kleinigkeit wissen. Interessant, waren teilweise die Jahreszahlen, wann die Bewegung begonnen hat. Sogar die Prognose für 2021, da konnte ich aus dem Fenster schauen und sagen, ja, ihr hattet recht. Aus diesem Buch habe ich viel gelernt und auch viel zum Nachdenken mitgenommen. Aber es ist kein Buch einfach mal zum Durchlesen. Denn es regt einen zum Denken an und dazu gibt es einen viele Fakten, Daten und Informationen. Manche davon waren sogar sehr interessant und andere waren nur einfach nervig.

  9. Cover des Buches Aderunita: Das Seelenband (ISBN: 9783740776022)
    Ela Bellcut

    Aderunita: Das Seelenband

    (35)
    Aktuelle Rezension von: Blog_Geschichten

    Ich durfte ein Rezi Exemplar lesen, meine Rezi kommt vielleicht etwas spät aber das lag absolut nicht am Buch.

    Der Schreibstil und die Wortwahl der Autorin sind fließend und lassen den Leser flüssig durch die Geschichte gleiten.

    Die Geschichte um Natura ist einfach schön. Wer Feen mag und sich in einen Teenager versetzen kann, für den ist es auf jeden Fall ein tolles Buch. 


  10. Cover des Buches Mengele Zoo (ISBN: 9783982052205)
    Gert Nygårdshaug

    Mengele Zoo

    (64)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Im Wikipedia-Eintrag zum Roman heißt es:"Obwohl der Roman die Welt durch die Augen eines der meist gesuchten Terroristen beschreibt, fällt es dem Leser leicht Minos (= Oberterrorist) Standpunkt einzunehmen." Das klingt ganz harmlos, steht aber in einem Buch, in dem Erzähler und Hauptfigur meinen, dass es doch ganz schön wäre, 200 Millionen "nutzlose" Gringos umzubringen. Einige dutzend Seiten später wird sogar gesagt, das es schön wäre, die Menschheit auf zwei Milliarden Menschen zu reduzieren. 

    Das Buch des Norwegers Nygardshaug beginnt recht poetisch bei einer Familie im südamerikanischen Regenwald, deren Existenz durch landgierige Firmen vernichtet wird. Der Sohn der Familie, Mino, entgeht der Vernichtung. Zunächst verübt er Rache an Einzelnen, aber dann lässt ihn der Autor eine Terrorgruppe gründen, die Mino unter dem wohl nicht zufälligen Decknamen "Carlos" führt. Die zweite Hälfte des Buches schildert dann wie in einer Sportreportage (jeder Mord wird bejubelt wie ein Tor), wie die Gruppe auf raffinierte Weise beginnt, die Macht- und Wirtschaftseliten der westlichen Welt zu töten, mal Dutzende, mal Hunderte, mehr geht (siehe oben) "leider" nicht. All das geschieht im Namen des Regenwaldes, ja der Natur, der Erde. Deshalb erscheint dem Erzähler und der Hauptfigur auch alles Tun der Ökoterooristen gerechtfertigt. 

    Warum in Norwegen 400.000 Exemplare dieses blutrünstigen Gesinnungsschmökers verkauft wurden, erschließt sich mir nicht. Passend wäre ein nachträglicher Stalin-Preis für besonders dumpfe und hasserfüllte Propaganda.

  11. Cover des Buches Wunderbare Jahre (ISBN: 9783423146364)
    Sibylle Berg

    Wunderbare Jahre

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Kreuz und quer durch die Welt nimmt uns Sibylle Berg mit. Ihre Reisen haben immer einen Sinn, der weitab von den gängigen Urlaubsreisen angesiedelt ist. Obwohl sie natürlich auch irgendwie besichtigt, aber mehr als Beobachterin und Bearbeiterin der Eindrücke, die sie gewinnt. Sie verbindet ihre Reisen auch mit Themen, die sich entweder ergeben oder ganz konkret vorgegeben sind. Ob das nun die Filmfestspiele in Cannes sind, die Bayreuther Festspiele oder das Kriegsgebiet im Kosovo. Sie macht auch Reisen, die ihrer ganz privaten Befindlichkeit geschuldet sind, eine Frachtschiffüberquerung von Hongkong nach Amerika etwa, auf der sie einen Liebeskummer auskuriert. Eine Italienreise, auf der sie ihre Erinnerungen an ihre erste Reise in des Deutschen erstes Traumland abruft. Jede Reise ist auch eine persönliche Betrachtung, ein Blick in die Vergangenheit, eine Bestandsaufnahme und das Registrieren der schnellen Veränderung der Welt. Ihre ganz privaten Emotionen lässt sie dabei ebenso heraus wie die Empfindungen, die sie hat, wenn sie sich im Rahmen dieser Reisen ihrer eigenen Veränderung gewahr wird.

    Das alles ist keinesfalls nostalgisch, denn zu hart ist manche Realität geworden. Hier berichtet ein Mensch mit offenen Augen und offenem Herz mit einer erfreulichen Fähigkeit zum schonungslosen Umgang mit sich selbst von Erlebnissen und Zuständen, vor denen die Mehrheit die Augen verschließt. Die Wahrheiten, die man auf Reisen erleben kann, werden häufig verdrängt, um sich die kurze Zeit der Flucht aus dem Alltag nicht zu verderben. Aber gerade unterwegs kann man lernen, dass Träume eben Träume sind, und dass die Realität immer stärker ist als die Illusion.

    Die Autorin schreibt emotional, aber in einem Ton, der sie glaubwürdig macht und der eindrücklich ist. Ihre Gedanken und die Schilderung ihrer Erlebnisse und Eindrücke sind, so wenig man das auch erwartet, fast logisch, denn die Welt ist nicht das, was wir uns von ihr erträumen oder erhoffen. Sie kann auf verschiedenen Ebenen gnadenlos sein und Sibylle Berg schildert das wie es ist.

    Wer ein Reisebuch mit üblichen kleinen Episoden erwartet, wer vielleicht noch ein paar lustige Erlebnisse aus fremden Ländern gerne liest, der sollte dieses Buch nicht weglegen. Wer allerdings die Reisen in Gegenden, in die der normale Tourist vielleicht eher nicht fahren würde, nachvollziehen will und sich dabei auch noch mit den großartig geschilderten Eindrücken einer am Leben gereiften Beobachterin auseinandersetzen will, um sich und seinen Blick auf die Welt zu überdenken, der wird hier ein großartiges Buch lesen, das in der Reiseliteratur einen gänzlich anderen Weg einschlägt.

    Unbedingte Leseempfehlung!

  12. Cover des Buches Das Flüstern der Bäume (ISBN: B08GM8N3BY)
    Michael Christie

    Das Flüstern der Bäume

    (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Der perfekte Kreis (ISBN: 9783832166441)
    Benjamin Myers

    Der perfekte Kreis

    (137)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwurm

    Da ich schon das erste Buch " Offene See" von Benjamin Myers gelesen hatte und ich dieses sehr toll fand, musste ich auch das zweite Buch von ihm unbedingt lesen.
    Schon das Cover ist eine Kunst für sich. Hellblau mit einem goldenen (dem perfekten Kreis) Kreis und sonst nichts außer dem Titel und dem Autor auf dem Cover.
    Die zwei Freunde Redbone und Calvert, die sich zufällig kennen gelernt haben, wollen den perfekten Kornkreis schaffen. Sie ziehen von Feld zu Feld und suchen eine Möglichkeit frei von allen Zwängen und Obrigkeiten zu sein. Auch sind sie der Natur sehr verbunden und wollen diese erhalten wissen. Wenn sie den perfekten Kreis schaffen, dann können sie ihre Welt verändern...
    Wieder bedient sich der Autor einer philosophischen Schreibweise, die den Leser aber nicht anstrengt, sondern von Seite zu Seite weiterträgt.
    Redbone und Calvert sind zwei unterschiedliche Typen, aber gerade das trägt den Roman. Auch, dass sie beide negative Erfahrungen gemacht haben schweißt sie zusammen.
    Durch die eindringlichen Landschaftsbeschreibungen merkt man, wie wichtig dem Autor die Umwelt ist und fängt auch selbst über das eigene Verhalten mit dem Umgang der Natur zu reflektieren.


    Dieses Buch ist ein ruhigeres, aber nichts desto trotz ein ebenso gut geratenes wie der Erstling.

  14. Cover des Buches Zivilcourage 2.0: Vorkämpfer für eine gerechte Zukunft (ISBN: 9783473553488)
    Kira Vinke

    Zivilcourage 2.0: Vorkämpfer für eine gerechte Zukunft

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Weltensucher
    Hermann und Kira Vinke stellen in ihrem gemeinsamen Buch "Zivilcourage 2.0 - Vorkämpfer für eine gerechte Zukunft" eine Vielzahl von Menschen aus aller Welt vor, die allesamt eines verbindet: der friedliche Kampf, der Wille zur Veränderung und das Sähen der Hoffnung. Von Menschenrechtsaktivisten über Tier- und Umweltschützern bis hin zu Regimekritikern und Künstlern sind alle dabei, darunter sowohl weltweit berühmte als auch weniger bekannte, aber nicht unbedeutendere Persönlichkeiten aus allen Teilen der Erde. Gerade ihren Mut, ihr Durchhaltevermögen und ihre Unnachgiebigkeit beleuchten Hermann und Kira Vinke vor dem Hintergrund der globalen, stetig zunehmenderen Probleme. "Zivilcourage 2.0" berichtet somit von Weltverbesserern, die auch nur Menschen sind, und doch einen unglaublichen Kapmf mit großer Wirkung und Bedeutsamkeit führen.

    Ich habe mir für dieses Jahr, quasi als Lese-Neujahresvorsatz, vorgenommen, insgesamt mehr Sachbücher über politische, globale und gesellschaftliche Themen zu lesen. Mein erster Griff dieses Jahr, "Zivilcourage 2.0" war hierfür der perfekte Einstieg in ein Genre, das mich jetzt umso mehr anzieht. Hermann und Kira Vinke stellen in ihrem Buch ein breites Spektrum an Theman dar, darunter Armut, Hunger, Krieg, Klimawandel, aber auch Big Data und Korruption im Finanzgeschäft. Es sind keine neuen Themen, sondern Probleme, die im Allgemeinen bekannt und doch immer wieder bei der Rückkehr in den Alltag vergessen werden. Deshalb lohnt sich auch die Erinnerung, wie sie Hermann und Kira Vinke betreiben, allemal - vor allem, wenn sie von den Portraits von Menschen begleitet werden, die tatsächlich gegen diese Probleme vorgehen und kämpfen.

    Mir hat besonders der Aufbau des Buches gefallen. Jedem der sieben Kapitel ist ein umfassender Informationstext und Situationsüberblick zum jeweiligen Thema vorangestellt. Anschließend folgen Darstellungen zu bestimmten Persönlichkeiten, die in diesem Feld aktiv handeln. Dabei werden bekannte Namen wie Edward Snowden oder Malala Yousafzai ebenso wie - zumindest mir - vorher eher unbekannte Persönlichkeiten vorgestellt. Zahlreiche Bilder, kurze Lebensläufe, berühmte Zitate, Interviews, Fakten oder Zusatzinformationen am Rand ziehen sich durch das gesamte Buch und bereichern die behandelten Themen. Ingesamt eine äußerst gelungene Aufmachung!

    Auch der Inhalt konnte mich überzeugen. Manches war natürlich schon bekannt, und doch der Wiederholung wert, vieles war mir aber auch neu oder nur öberflächlich bewusst, sodass ich auch einiges dazulernen konnte. Dabei ist der Text nicht allzu schwierig formuliert und eignet sich für Jugendliche (ab ca. 13 Jahren) und Erwachsene gleichermaßen. Und natürlich sind auch die unterschiedlichen Lebensläufe und Tätigkeiten der vorgestellten "Vorkämpfer für eine gerechte Zukunft" äußerst interessant, inspirierend und aussagekräftig. Ich bin ständig zwischen Erschütterung und Zuversicht, zwischen Pessimismus und Optimismus, zwischen Skepsis und Tatendrang geschwankt - auf der einen Seite das riesige Ausmaß der Probleme, auf der anderen Seite all die tatkräftigen und erfolgreichen Weltverbesserer vor Augen.

    Zweifellos regt das Buch zu einem intensiven Nachdenken an. Es bietet Zugang zu vielen hochaktuellen Themen und eignet sich in dieser Funktion auch wunderbar für Jugendliche. Das sehr breit gefasste Spektrum regt dazu an, sich mit dieser oder jener Frage näher auseinanderzusetzen und möglicherweise selbst aktiv zu werden. Ein Buch mit vielen, bedeutsamen und nicht zu vernachlässigenden Botschaften!

  15. Cover des Buches American War (ISBN: 9783596299447)
    Omar El Akkad

    American War

    (79)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Selbstmordattentäter sprengen sich an Grenzübergängen in die Luft oder reißen unzählige Unschuldige auf belebten Plätzen in den Tod. Autonome Drohnen werfen ihre Bomben und Raketen über vermeintlichen Feinden ab. Heckenschützen verbreiten Angst und Terror. Todesschwadronen verwüsten ganze Landstriche. Massaker an Zivilisten und Flüchtlingen, Vergewaltigungen, Kriegsverbrechen jeder Art, brutalste Folter – der neue Bürgerkrieg der USA spart nicht mit Grausamkeiten. Selbst biologische Kampfstoffe werden eingesetzt. Millionen und Abermillionen Tote wird der American War fordern.

    Omar El Akkad hat „keine Geschichte über den Krieg“ geschrieben, sondern „eine Geschichte über Zerstörung“. Die Zerstörung physischen wie psychischen Lebens. Die Zerstörung des Feindes und damit in Umkehr auch immer die Zerstörung des Eigenen. Zerstörung und Vernichtung sind das Wesen des Krieges und damit ist American War selbstverständlich auch eine Geschichte über Krieg. Noch mehr ist es aber eine Geschichte zum Verständnis des Menschen. Krieg und Zerstörung sind ein Teufelskreis aus dem es kein Entrinnen gibt. 80 Millionen Tote des Zweiten Weltkrieges haben nicht gereicht, um Kriege überhaupt zu beenden. Im Gegenteil, die einen werden traumatisiert zu Gewalttätern und die anderen feiern die „Schule der Gewalt“ aus der Nationen hervorgehen. Mit Blut und Eisen werden die großen Fragen der Zeit geklärt, raunen die Militaristen und Bellizisten. Aktueller kann ein Roman kaum sein.

    There is no such thing as society

    American War spielt in der nahen Zukunft, beginnend mit dem Jahr 2074. Der rasend voranschreitende Klimawandel hat die Küstenstädte und sogar ganz Florida unter den Wassermassen begraben. Als späte Reaktion sollen endlich die fossilen Brennstoffe verboten werden. Dies wird zum Auslöser des zweiten Bürgerkrieges. Die Vereinigten Staaten von Amerika, oder was davon über ist, gegen die Freien Südstaaten: Mississippi, Alabama, Georgia, South Carolina und Texas. Dazu erobert Mexico noch einen erheblichen Teil der südlichen USA, was Texas gleich wieder aus den Reihen der Rebellen tilgt. Zusätzlich wird South Carolina, die ausgemachte Keimzelle des Widerstandes, von der US-Regierung bereits in den ersten Kriegstagen mit einem Virus infiziert, der die Bevölkerung hoffnungslos lethargisch macht. Lebende Tote. Damit sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet, wird South Carolina mit einer Mauer umzogen und mit Wachposten versehen. Wer der grausamen Infektion entfliehen will, wird gnadenlos erschossen. Die verbleibenden Südstaaten liefern sich einen kurzen heftigen Krieg mit den „Nordstaaten“ und anschließend jahrelange Guerillakämpfe.

    Die Protagonistin des Romans, die in diese unwirtliche Welt geboren wird, ist Sarat Chestnut. Wir begleiten sie über die gesamte Distanz des Bürgerkrieges von 2074 als Kind, bis zum Ende 2095 als junge Frau. Der Vater von Sarat wird gleich zu Beginn bei einem Bombenanschlag ermordet, während die Familie nun Einkommenslos vor den Kampfhandlungen flüchtet und in einem Flüchtlingslager unterkommt. Von hier aus nimmt die Zerstörung seinen Lauf. Die Zerstörung Sarats. Die Zerstörung der USA.

    Die späten Barbaren

    American War ist grausam und brutal. Und das scheint mir auch der Grund zu sein, warum so vieles an diesem Roman abgewehrt werden muss. Natürlich wird El Akkad bejubelt. Er habe geradezu seherische Fähigkeiten. Eine mögliche Zukunft Amerikas könne so aussehen. Trump macht’s möglich. American War sei eine äußerst düstere Dystopie. Und so kategorisiert, kann die Kritik folgen. Die Gesellschaft sei nicht ausreichend beschrieben. Warum wird der Rassismus nicht thematisiert? Wo sind Internet und Handys hin? Zum ersten lässt sich sagen, dass es sehr wohl eine Rolle spielt nur eben eine äußerst geringe. Die Konzentration auf Rassismus hätte das eigentliche Thema verdeckt. Hier geht es um menschliche Universalien und nicht um das scheinbar Trennende. Erst auf Seite 58 wird überhaupt erwähnt, dass es sich bei den Chestnuts um People of Colour handelt. Akkad spielt hier mit den Erwartungen des Lesers.

    Wer in American War eine Dystopie sieht, wird unzufrieden zurückbleiben. Als ob die literarische Darstellung zugleich die reale Deutung wäre. Denn Omar El Akkad hat keine Dystopie, sondern eine Allegorie geschrieben. Nichts davon findet in der Zukunft statt. Alles was Akkad macht, ist das Gegenwärtige literarisch zu verdichten und es in den fiktiven zweiten Bürgerkrieg in den USA zu verfrachten.

    „Ich habe ja die Drohnen nicht erfunden. Ich habe überhaupt sehr vieles nicht erfunden, von dem ich erzähle. In den USA wurde kritisiert, dass mein Buch zu hart sei. Zu grauenvoll. Das ist vollkommen richtig. Aber nachdem ich mich einmal entschieden hatte, über Dinge zu schreiben, die tatsächlich in der Welt passieren, da blieb mir gar nichts anderes übrig als ein grausames Buch zu schreiben. Denn für die Menschen, denen es jetzt schon passiert, ist es grausam, “ erklärt der Autor. Quelle

    Im Westen was Neues

    Während die Grausamkeiten für unzählige Menschen bereits jetzt Gegenwart sind, igelt sich der Westen unter einem Deckmantel aus Konsum ein, um die Folgen seines Lebensstiles nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen. Dabei ist die westliche Art zu Leben bereits eine Form von Kriegsführung. Wir haben dem Rest der Welt den Krieg erklärt. Wir konsumieren die Welt zu Tode. Und die Sprache des Krieges verstehen alle, die in ihm involviert sind.

    „Und sie verstand etwas, […] – nämlich dass das Leid des Krieges die einzige wirklich universale Sprache der Menschheit war. Man sprach und verstand sie an allen Enden der Erde, nicht wie die Gebete, die überall verschieden waren, nicht wie der leere Aberglaube, an den sie sich so verzweifelt klammerten. Diese Sprache hingegen, die hatten sie alle gemein. Der Krieg zerbrach sie überall auf dieselbe Art, machte sie überall ängstlich und wütend und rachsüchtig. In glücks- und Friedenszeiten waren die Unterschiede groß, doch nahm man ihnen Glück und Frieden, dann sah man, wie sehr alle Menschen sich glichen. Der weltweite Schlachtruf des Krieges war, das hatte sie gelernt, ganz einfach: Wenn du an seiner Stelle gewesen wärest, hättest du es nicht anders gemacht.“

    Und damit befindet sich Akkad auf dem aktuellen Stand der Täter- und Gewaltforschung. Es kommt kaum auf die individuellen Persönlichkeitsstrukturen an, sondern auf die Situationen in die die Menschen involviert werden. Diese Situationen und Erlebnisse, diese Gruppendynamik die daraus resultiert, entwickelt eine Wirkmächtigkeit, der man sich nicht entziehen kann. Phillip Zimbardo hat mit seinem Standardwerk Der Luzifer-Effekt: Die Macht der Umstände und die Psychologie des Bösen ebenso wie Harald Welzer mit seinem Täter: Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden auf genau diese Zusammenhänge hingewiesen. Akkads American War ist deshalb keine Dystopie, es ist Gegenwart. Es ist nicht einmal wirklich ein Roman. Es ist eine grausame Reportage über aktuelle Lage in der Welt, lediglich literarisch verdichtet und ins Land des Hegemonen verlegt.

    Dabei hält sich Akkad ziemlich zurück. Die Realität ist weitaus brutaler und schrecklicher. Akkad hat einen der bedeutendsten aktuellen Antikriegs-Romane geschrieben. Wer liest schon den CIA-Folterreport oder beschäftigt sich überhaupt mit Staatsterrorismus, Tyrannei und Folter? Wer beschäftigt sich mit den Opfern der Kriege gegen den Terrorismus? Wer fragt nach den Ursachen für Terror? Die Opfer unserer Kriege sind Unpersonen, sie sind zu weit entfernt von uns, interessieren uns nicht. Akkad holt diese Opfer aus der Verleugnung und Verdrängung hervor, indem er Krieg und Terror, die Folgen von Hass und Vernichtung direkt vor die Haustür der Leser holt. Der Krieg spielt sich nicht mehr im gesellschaftlichen nirgendwo ab, sondern in Amerika. Ein neuer Bruderkrieg. Hier identifizieren sich die Menschen noch miteinander. Hier interessieren die Opfer. Akkad schafft es so, die wichtigsten Themen der Gegenwart, über die häufig ein Mantel des Schweigens gelegt ist, in den Mittelpunkt zu rücken. Aber vor allem macht er die Themen einem breiten Publikum zugänglich, dass sich ansonsten der Realität verschließt.

  16. Cover des Buches Unser kostbares Leben (ISBN: 9783426308387)
    Katharina Fuchs

    Unser kostbares Leben

    (160)
    Aktuelle Rezension von: Painiapulu

    ,,Unser kostbares Leben" war mein drittes Buch von Katharina Fuchs. Von ,,Zwei Handvoll Leben" und ,,Neuleben" war ich hellauf begeistert, leider konnte ich mich mit ,,Unser kostbares Leben" nicht ganz so anfreunden. 

    Dieses Mal hatte ich Schwierigkeiten, mit den Charakteren warm zu werden und brauchte generell viel Zeit, um mich einzulesen. Minka und Caro sowie deren Familien verwechselte ich immer wieder, wodurch ich einige Passagen oft nochmal lesen musste. Die Politik und die Rivalität zwischen SPD und CDU nahm für meinen Geschmack in diesem Roman zu viel Raum ein - was sicher spannend sein mag, wenn man ein vertiefendes Interesse für diese Themen mitbringt. Ich persönlich fand dadurch einige Kapitel sehr trocken und zäh zu lesen, die Spannung hat mir hier gefehlt.

    Sehr interessant hingegen fand ich jene Handlungsstränge, die die Themen Umweltschutz, Tierversuche und Medikamentenmissbrauch an Minderjährigen behandelten. Hier pausierte ich auch immer mal wieder und googelte aus Interesse im Buch beschriebene Begriffe oder Ereignisse.

    Ab dem letzten Drittel des Buches, als sich einige Situationen zuspitzten und die Handlung etwas Fahrt aufnahm, war mehr Spannung vorhanden und ich wollte gerne wissen, wie es endet. Bis dorthin musste ich mich aber etwas durchbeißen, was ich mir von einem Buch eben nicht erwünsche. Daher 3 / 5 ⭐. Da ich die Autorin und ihren Schreibstil aber grundsätzlich sehr gerne mag, werde ich ,,Lebenssekunden" zu gegebener Zeit auf jeden Fall eine Chance geben.

  17. Cover des Buches Unter Wasser kann man nicht weinen (ISBN: 9783492307406)
    Hanni Münzer

    Unter Wasser kann man nicht weinen

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Medea22

    Emilys größtes Ziel ist es, die Menschen zu einem bewussteren Umgang mit ihrer Umwelt und den Tieren zu bewegen. Dabei überschreitet sie jedoch öfters Grenzen und bringt damit sich und ihren Bruder Stephen in Gefahr. Als dies wieder einmal passiert ist, ist auf einmal Stephen verschwunden und Jason und Emily beginnen einen spannenden Kampf gegen Emilys größten Feind Henoch.


    Ich fand das Buch war in jeder Hinsicht perfekt. Besonders gut haben mir die überraschenden Wendungen gefallen und dass es oft nicht "voraussagbar" war. Die Handlung war sowohl spannend als auch berührend. Man konnte die emotionale Entwicklung der Charaktere mitfühlen und doch gab es spannende Szenen, und Szenen, die so berührend waren, dass man weinen konnte.

    Die Aktionen der Charaktere waren für mich gut nachzuvollziehen und das Buch leitet einen an, für das zu kämpfen, was einem wichtig ist und sich doch dabei nicht kaputt zu machen.


    Es ist etwas für jeden, der gerne spannende und berührende Elemente vereint sieht, sowie jeden, dem der Umweltschutz am Herzen liegt.

  18. Cover des Buches Noch haben wir die Wahl (ISBN: 9783608505207)
    Luisa Neubauer

    Noch haben wir die Wahl

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Schroeder

    Intelligentes Streitgespräch zwischen Luisa Neubauer (Klimaaktivistin) und Bernd Ulrich (Journalist) über Freiheit, Ökologie und den Konflikt der Generationen. So habe ich das Setting verstanden.

    Real kann ich das Wort "Streit" aus der Diskussion herausnehmen. Es gibt zwar kleinere Unstimmigkeiten, elegantes Reden auch um wechselseitige Vorurteile doch grundlegend Einigkeit und ähnliche Sichtweisen aus den Perspektiven zweier intelligenter Menschen mit unterschiedlich viel Lebenserfahrung.

    Wer viel zum Thema gehört und gelesen hat, wird naturgemäß nur wenig Neues, dieses aber auf eine erfrischende Art verpackt finden. 

    Für mich hat sich dieses Buch gelohnt.

    Auch wenn ich wenig Hoffnung habe wünsche ich uns allen, dass Luisas Beruf sich tatsächlich selbst abschafft.

    #NochhabenwirdieWahl #Netgalleyde #Klimaaktivist #LuisaNeubauer #BerndUlrich #KathrinliebtLesen #Bookstagram

  19. Cover des Buches 2084 (ISBN: 9783404070039)
    James Lawrence Powell

    2084

    (47)
    Aktuelle Rezension von: wordworld

    In seinem fiktiven Sachbuch "2084" entwirft der Geochemiker James Lawrence Powell ein düsteres, aber aufrüttelndes Bild unserer möglichen Zukunft. Dafür nimmt der Autor die fiktive Perspektive eines wehmütigen Klimawissenschaftlers ein, der im Jahr 2084 über die zerstörte Welt sinniert, sich an die Zeiten seines Vaters und Großvaters zurückerinnert und sich fragt, was für einen Grund die Menschen Anfang des Jahrhunderts hatten, die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage nicht zu verhindern. Eingeteilt in die Überkapitel "Dürre und Feuer", "Überschwemmung", "Anstieg des Meeresspiegels", "Eis", "Krieg", "Faschismus und Migration", "Gesundheit", "Artensterben" und "Ein Ausweg" schildert er, wie die Zukunft der Menschheit aussehen könnte, wenn wir auf dem bisher eingeschlagenen Weg der Klimazerstörung bleiben. Mit Hilfe von Interviews, Ortsberichten und Essays von erfundenen WissenschaftlerInnen und JournalistInnen wird so ein globales Bild der Zerstörung gezeichnet. 

    "Wir Menschen rühmen uns für unser vernunftbestimmtes Denken, aber wenn die menschliche Zivilisation auf dem Spiel steht, entscheiden wir uns für Ideologie und Ignoranz."

    Auch wenn es sich hier also strenggenommen nicht um ein Sachbuch, sondern um einen dystopischen Roman handelt, verzichtet der Autor weitgehend auf literarische Ausschmückungen. Sein Stil ist sachlich nüchtern, repetitiv und nicht in der Lage, die einzelnen Kapitel, Orte und vorgestellten Personen mit belletristischem Leben zu füllen. Allerdings hat der studierte Geochemiker es aber auch eigentlich gar nicht nötig, die Fakten in eine mitreißende Geschichte zu verpacken - denn die Zustände, die er beschreibt sprechen für sich und zeichnen ein erschreckendes Bild. Man darf hier also keinen packenden Roman im klassischen Sinne erwarten und das Buch eher als extrapolierendes Sachbuch verstehen, das gegenwärtigen Entwicklungen in alarmierende Szenarien weiterdenkt.

    "Es ist keine Frage des Ob, sondern nur des Wann. Für die Menschen auf dieser Welt gibt es keine sichere Zuflucht vor der Erderwärmung.“

    Das Buch ist auf englischer Sprache erstmals 2011 erschienen, was bedeutet, dass es mittlerweile durchaus neuere Daten gibt. Allerdings sind die grundlegenden Erkenntnisse der Klimaforschung schon weitaus älter und das Buch erhebt auch nicht den Anspruch einer exakten Vorhersage. Von Beginn an ist klar: Nicht alle Schreckensvisionen, die in den 25 Kapiteln über den ganzen Globus hinweg geschildert wurden, werden genauso eintreten, manche sind aus wissenschaftlicher Sicht strittig, ein paar übertrieben, manche vielleicht auch untertrieben. Aber der Grundtenor, dass eine globale Erwärmung um 4 (oder mehr) Grad Celsius eine gigantische Zerstörung der ökologischen und meteorologischen Gleichgewichte auf unserem Planeten verursachen wird, was sich in Zerstörungen ganzer Landstriche sowie einer Vielzahl menschlicher Krisen niederschlagen wird, ist aber nicht von der Hand zu weisen. 

    "Die Menschen waren bereit, für eine Vielzahl von Gründen zu protestieren und zu streiken, und haben oft gewonnen. Warum also haben sich diejenigen, die wussten, dass die Zukunft ihrer Enkelkinder auf dem Spiel stand - möglicherweise samt der Zukunft der Zivilisation selbst - nicht erhoben und von ihren Regierungen Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes gefordert und, falls sich die Regierung geweigert hätte, ihr Leben in die Waage geworfen, um sie abzulösen? Waren sie menschliche Wesen oder Schafe?"

    Als ich das Buch 2020 zum ersten Mal gelesen habe, musste ich einige Abschnitte auslassen – die Wucht der Zukunftsvision war für mich damals schwer zu ertragen. Auch beim erneuten Lesen wirkt die Darstellung nach: Sie geht unter die Haut, macht Angst und betont einmal mehr, wie dringend gehandelt werden muss. Das wird besonders im letzten Kapitel nochmal deutlich, in dem der Autor Strategien vorstellt, die Klimakaterstrophe noch abzuwenden. Allerdings hinterlässt die Tatsache einen bitteren Beigeschmack, dass der Autor das Jahr 2020 als Point of no Return benennt und ausgerechnet die Atomkraft als Allheilmittel anpreist. So bleibt ein starkes Warnsignal zurück, dass es für vieles bereits zu spät sein könnte, es sich deshalb aber umso mehr lohnt, aktiv zu werden und sich für eine lebenswerte Zukunft für alle einzusetzen. 

    "Irgendetwas stimmt nicht mit uns. Wir besitzen die intellektuellen Fähigkeiten, die Mittel zu unserer eigenen Vernichtung zu erfinden, aber nicht die Vernunft, die uns davon abhält, sie zu benutzen" - Walter Miller.

     

    Fazit

    "2084" ist keine angenehme Lektüre – und will es auch nicht sein. James Lawrence Powell entwirft ein erschütternd realistisches Zukunftsszenario, das weniger Fiktion als eine warnende Fortschreibung der Gegenwart ist. Auch wenn nicht jede Prognose eintreffen wird, ist die Botschaft klar: Die Klimakrise ist real, global und dringlich. Wer nicht nur verstehen, sondern fühlen will, was auf dem Spiel steht, sollte dieses Buch lesen – und danach handeln.

  20. Cover des Buches Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch (ISBN: 9783522185202)
    Michael Ende

    Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

    (968)
    Aktuelle Rezension von: lakita

    Der unaussprechliche Titel ist eigentlich das einzig nicht so Gute an diesem Kinderbuch. Dafür ist er jedoch so einmalig, wie es normalerweise nie ein Titel schafft Solostellung zu haben. Aber ansonsten ist alles klasse an diesem Buch. Der Plot um den Raben Jakob und Kater Maurizio, die Hexe bzw. Zauberin und den alten Hexer ist total spannend. Alle vier Figuren sind wunderbar gezeichnet und haben ihre ureigenen Charaktere und es zieht sich durch die ganze Geschichte hindurch ein Spannungsmoment nach dem anderen und klar, wie es sich bei einem Kinderbuch gehört, obsiegen am Ende die Guten. Der Widerstreit von Rabe und Kater ist so herrlich dargestellt, dass man fast davon am liebsten noch einen Band 2 hätte lesen können, aber im Laufe des Buches gehen die beiden ja immer deutlicher aufeinander zu und sind am Ende ein gutes Team. Das Buch von Michale Ende kommt ohne jeglich erhobenen Zeigefinger aus und bringt doch den Kindern viel nahe, nämlich, dass Gegensätzlichkeit kein Hindernis ist, dass man auch, wenn alles aussichtslos erscheint, trotzdem seinen Prinzipien treu bleiben soll und es nie unversucht lassen soll, die Welt zu retten. Ein zeitloses Buch, das Kinder in seinen Bann zu ziehen vermag. 

  21. Cover des Buches Schiff oder Schornstein (ISBN: 9783218011549)
    Andrea Stift-Laube

    Schiff oder Schornstein

    (21)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna
    Das Cover eines Buches ist sicher eines der Kriterien, nach denen man ein Buch - auch - aussucht. Ist es nichtssagend, übersieht man es gerne; ist es aber ein Blickfang, wie das Buch, um das es hier geht, verleitet es zum Geöffnetwerden, zum Hineinlesen, am Ende vielleicht auch dazu, es zu kaufen.
    Ja, das Cover mit der schwarzen Katze, die einen da direkt anschaut, spricht an - und es gibt auch einen Hinweis auf die Geschichte, wenn man sich dann den Klappentext durchliest.
    Um ein Kunstprojekt soll es da gehen, um "ein Statement gegen die Massentierhaltung und Fleischkonsum", das da zwei junge Leute machen, die scheinbar einen Online-Versand für Katzenfleisch gründen.
    Ja, das kann man wohl lesen in diesem Roman - Hauptthema jedoch ist es nicht! Hauptsächlich geht es hier um die Umweltaktivistin Franziska, die verschwunden ist und deren Verbleib unbekannt bleibt. Zurück bleiben ihre Schwester Ila und ein gewisser Konstantin, Franziskas Mitstreiter oder treffender Mitläufer und heimlicher Verehrer.
    Durch beider Sichtweisen wird zum einen die Geschichte der beiden Schwestern aufgerollt, zum anderen das Verschwinden Franziskas verarbeitet in einem Wust von Informationen, mit denen der recht unbedarft wirkende Konstantin über sie, ihre Aktivitäten und seine eigene Rolle dabei in naiv-blauäugigen Sätzen den Leser speist.
    Die Handlung spielt sich ab vor der weiten Kulisse von Klimawandel, Umweltzerstörung, gnaden- und rücksichtsloser Verschwendung der Ressourcen, ungebremst weiter wachsender Bevölkerung, krassester Tierquälerei, von Massentierhaltung bis hin zum Töten und Verspeisen von nahezu allem, was da kreucht und fleucht, und einer scheinbar unsensiblen Menschheit, die all dem tatenlos zusieht oder gar ihr Übriges dazu beiträgt, um dem blauen Planeten endgültig den Garaus zu machen.
    Ila und Franziska haben sich rückhaltlos der Rettung und Bewahrung der Umwelt und ihrer Geschöpfe verschrieben, wobei vor allem Franziska mit äußerster Konsequenz und völlig kompromisslos handelt - was letztlich auch zu ihrem Verschwinden führen wird...
    Man muss sie bewundern, diese Unerschrockene, die zu dem kleinen Häuflein der Aufrechten gehört, die ihre Überzeugungen tatsächlich leben, anstatt sie wie ein Banner vor sich herzutragen und bei passender Gelegenheit sinken zu lassen.
    Mögen sie auch gegen Windmühlenflügel kämpfen, mögen sie schier verzweifeln an der Ignoranz der Gesellschaft - sie verzagen dennoch nicht und kämpfen weiter!
    Auf der anderen Seite stehen diejenigen, die sich passiv verhalten oder die gar ihre hehren Ideale verraten, wenn jener Faktor ins Spiel kommt, von dem man sagt, dass er die Welt regiert: Geld nämlich!
    Einen Vertreter letzterer Gruppe finden wir auch wieder in diesem Buch! Um Konstantin handelt es sich, wie man vielleicht schon ahnen konnte; er konnte letztendlich den Verlockungen des Geldes nicht widerstehen und - sehr realistisch, denn Typen wie ihn gibt es zuhauf - und zieht das "gute Leben", das also, das seine Gier befriedigt, dem anständigen und aufrichtigen vor...

    "Schiff oder Schornstein" ist, obwohl der Klappentext anderer Meinung ist, ein ernster Roman, in dem das Lachen nicht einmal bis zur Kehle vordringt, um darin stecken zu bleiben. Er macht traurig und wütend und verzagt zugleich. Man fühlt sich ohnmächtig angesichts des Zugrunderichtens der Erde und seiner unschuldigen Kreaturen, wofür immer wieder erschreckende Beispiele herhalten müssen.
    Gleichzeitig erkennt man, dass man allein mit dem - wenn auch unbändigen - Willen, die Welt zu retten, nicht weiterkommt.
    Angesichts des Scheiterns oder des Umkippens und Aufgebens so vieler mutigen Kämpfer wird langsam klar, dass der sinnvollste Weg, den Wahnwitz, dem sich die Gesellschaft hingegeben hat, zu stoppen der der kleinen Schritte ist, nämlich das Realistische, das Machbare zu tun anstatt das Unrealistische, das von Beginn an zum Scheitern verurteilt ist, zu versuchen.
    Doch frage ich mich am Ende des Romans etwas unsicher, ob es das ist, was die Autorin dem Leser mitteilen wollte, oder ob es ihr nicht vielmehr um Aufklärung, um die Bloßlegung himmelschreiender Missstände geht. Oder vielleicht um etwas ganz anderes?
    So bleibe ich in der Tat einigermaßen ratlos und auch ein wenig unbefriedigt zurück...
  22. Cover des Buches Enia und der Regenzauber (ISBN: 9783751202596)
    Antonia Michaelis

    Enia und der Regenzauber

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Tanzmaus

    Die 11jährige Enia und ihr Vater reisen nach Madagaskar, nachdem Enia Hinweise auf einen ganz besonderen Lemuren gefunden hat. Er soll nicht nur winzig klein sein und Flügel besitzen, auch kann er angeblich Wasser finden.

    Die Bewohner in einem kleinen Dorf im Süden des Landes wären sehr dankbar für einen solchen Lemuren, denn es hat bereits seit sehr langer Zeit nicht mehr geregnet und das Wasser ist ein sehr kostbares Gut geworden. Der Dorfchef trägt sich mit dem Gedanken, alles zu verkaufen und wegzuziehen. Aber noch besteht Hoffnung. Kann Enia den Lemuren finden und das Dorf retten?

    Das Buch entpuppte sich schnell als eine Mischung aus Fantasy, Abenteuergeschichte und Sachbuch. Enia sieht die Welt in Madagaskar, wie auch die Autorin Antonia Michaelis sie erlebt hat. Ich durfte die Autorin auf der Frankfurter Buchmesse 2024 kennenlernen, bei der sie auch Bildmaterial von ihrer Reise nach Madagaskar gezeigt hat. Die Lebensumstände sind daher nicht nur lebensnah beschrieben, sondern spiegeln die Erfahrungswerte der Autorin wider. Das macht dieses Buch so besonders, denn es zeigt auf, wohin der Klimawandel führt und was manche Regionen der Erde erwarten wird.

    Die Geschichte ist spannend erzählt, sie ist eine Mischung aus fanstatischen Elementen mit der Gegenwart und wird durch ihren beständigen Perspektivenwechsel aufgelockert. Enia und die anderen Kinder sind gut von einander zu unterschieden, denn jedes Kind hat eigene Eigenschaften und ist dabei doch stark, mutig und facettenreich.

    Meine kleine Tochter (9) hatte der Kurzlesung auf der Buchmesse zugehört und konnte sich schnell für das Buch und die Geschichte mit Enia begeistern. Der Schreistil ist der Zielgruppe angemessen und lediglich bei manchen Namen musste ich ein wenig unterstützen.

    Fazit:
    Ein fantasievolles Kinderbuch, das eine wichtige Botschaft enthalt und in dem sehr viel Herzblut der Autorin steckt.


  23. Cover des Buches Zehn Milliarden (ISBN: 9783518470848)
    Stephen Emmott

    Zehn Milliarden

    (23)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick


     

    „Das kennen wir doch alles und die Zahlen sind seit langem bekannt“, werden die sagen, die schon immer alles wussten und es auf irgendeine Art geschafft haben, dieses Wissen über den Zustand unseres Planeten mit ihrem alltäglichen Leben in Einklang zu bringen. Doch das ist nur eine Art von Verdrängung. Denn die nackten Zahlen und vor allen Dingen die meist exponentiellen Kurven und Schaubilder, die Stephen Emmott in seinem ungewöhnlichen Buch benennt, sprechen eine andere, eine deutliche Sprache.

     

    Es ist der dramatische Anstieg der Weltbevölkerung noch in diesem Jahrhundert, der die Welt an den Abgrund und darüber hinaus führen wird. Auch alle möglichen neuen und alternativen Energien und Technologien werden da nicht weiterführen.

     

    „Wenn wir eine globale Katastrophe verhindern wollen, müssen wir irgendetwas Radikales tun – und ich meine wirklich tun. Aber ich glaube nicht, dass wir das machen werden. Ich glaube, wir sind nicht mehr zu retten.“

     

    Was das sein könnte, was wir „wirklich tun“ könnten, sollten müssten – darüber schweigt Stephen Emmott. Vielleicht, weil er es auch nicht weiß. Das Ende des Buches ist erschütternd. Er erzählt, dass er einem der klügsten und nüchternsten Forscher in seinem Labor die Frage gestellt habe, welche einzige Sache er in einer solchen Situation tun würde. Und er antwortete:

    „Ich würde meinem Sohn beibringen, wie man mit einem Gewehr umgeht.“

     

    Wollen wir in einer solchen Welt leben?

  24. Cover des Buches 102 grüne Karten zur Rettung der Welt (ISBN: 9783518470831)

    102 grüne Karten zur Rettung der Welt

    (8)
    Aktuelle Rezension von: dunis-lesefutter

    Ob die Welt noch zu retten ist, steht in den Sternen. So manches Mal möchte man doch die Hoffnung verlieren. Wie einfach es doch manchmal wäre zeigen die Karten in diesem Buch.


    Wie gewohnt hat Katapult überschaubar mit Karten und Grafiken ein Buch herausgebracht, dass uns mit wenig Text und großer Wirkung zeigt, wie einfach es eigentlich wäre, wenn wir Menschen nicht so dumm wären. Dabei bekommen wir zum Beispiel Informationen darüber, wie wir Deutsche unsere Umweltqualität einschätzen, wie hoch der jährliche CO2 Ausstoß nach Ländern und wie hoch die Feinstaubbelastung in Europa ist und wie Portland einen Weg zur Fahrradstadt fand.

    Das ist nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was euch in diesem Buch erwartet. Ich schaffe es ja regelmäßig eins dieser Karten Bücher an einem Abend durchzulesen. Ich stoße dabei immer wieder auf Dinge, die ich nicht wusste oder die mich in Erstaunen versetzen. Wisst ihr was Auberginen mit Zigaretten gemeinsam haben? Oder welche Recyclingquote einzelne Staaten haben? Sehr interessant, es lohnt sich wirklich, diese Bücher einziehen zu lassen und als Geschenk sind sie prima geeignet.

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