Bücher mit dem Tag "umweltzerstörung"

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104 Bücher

  1. Cover des Buches Eve of Man - die letzte Frau (ISBN: 9783423640558)
    Tom Fletcher

    Eve of Man - die letzte Frau

     (224)
    Aktuelle Rezension von: miah

    Inhalt:
    Eines Tages werden nur noch Jungen geboren. Doch nach 50 Jahren kommt endlich wieder ein Mädchen zur Welt: Eve. Sie soll die Menschheit retten. Jetzt ist sie 16 Jahre alt und soll drei Kandidaten kennen lernen, von denen einer mit ihr zusammen neues Leben in die Welt bringen soll.

    Meine Meinung:
    Ich fand die Idee sehr spannend. Eine Welt voller Männer. Eine Welt, in der nur noch Jungen zur Welt kommen. Bis endlich eine Frau mit einem Mädchen schwanger ist und die Schwangerschaft nicht vorzeitig endet, so wie es bisher immer war. Etwas unglaubwürdig war allerdings die Zeitspanne. In welchem Alter die Frauen hier noch auf natürlichem Wege schwanger werden, ist recht unrealistisch. Auch die Wissenschaft wirkt dabei etwas rückschrittlich. Aber für das Setting kann ich darüber hinwegsehen.

    Aber mir ist auch die Fixierung auf den Frauen, die untersucht werden und auf ihre Rolle als Gebärende reduziert werden, negativ aufgefallen. Es hat den Eindruck, dass man hier den Frauen die Schuld gibt und sie erniedrigt, in dem man sie zu Untersuchungen zwingt und zudem zwingt, schwanger zu werden. Was ist mit den Männern?

    Lange war auch die Rolle von Eves Vater unklar. Immerhin hat er es geschafft, ein Mädchen zu zeugen. Wo ist er? Genau wie Eves Mutter. Warum hat man nicht alles versucht, sie zu retten?

    Nach und nach kommen dann doch ein paar Hintergründe ans Licht. Eve wächst sehr behütet auf und beginnt erst jetzt, die Dinge zu hinterfragen. Ihr ganzes bisheriges Leben verbrachte sie isoliert und "beschützt" vor den Männern, was ihr ein völlig falsches Bild der Realität vermittelte. Erst mit dem Kennenlernen der potenziellen Kandidaten werden Ereignisse in Gang gesetzt, die Eve zum Nachdenken bringen.

    Die Geschichte lässt sich gut lesen. Sie wird wechselnd aus der Perspektive von Eve und Bram erzählt. Bram steckt hinter einem Hollogram, das Holly darstellt. Sie ist Eves beste Freundin und wurde entwickelt, um ihr seit ihrer Kindheit Gesellschaft zu leisten und Austausch mit einer Gleichaltrigen zu ermöglichen. Hinter Holly stecken drei junge Männer, die sich abwechseln.

    Immer wieder stellt sich mir auch die Frage, wer die Mütter von all diesen jungen Männern sind. Bram ist im gleichen Alter wie Eve. Über seine Eltern erfahren wir einiges, aber auch hier bleiben viele Fragen offen. Die Eltern seiner Altersgenossen bleiben ein Geheimnis.

    Alles in allem sind einige Dinge unlogisch. Manches wirkt nicht komplett durchdacht. Vor allem Brams Rolle in der Befreiungsaktion von Eve fand ich doch sehr unrealistisch. Kaum ist er da, gibt es Erfolge. Allen vorher soll da gar nichts gelungen sein?

    Am Ende gibt es einen fiesen Cliffhanger, weswegen ich Band 2 nun auch noch lese. Vielleicht gibt es doch noch logischere Erklärungen. Zumindest hoffe ich auf einige Antworten.

  2. Cover des Buches Wir waren hier (ISBN: 9783473401390)
    Nana Rademacher

    Wir waren hier

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Liesi_We

    Also ich kann mich wirklich nur schwer durchringen, dem Buch vier Sterne zu geben. Eigentlich hätte es 5 Sterne verdient. Da ich normalerweise nicht viele Dystopien lese, fand ich diese eigentlich sehr gut - vor allem als Jugendbuch. Zu Beginn wird in Blog Einträgen geschrieben, was ich als lockeren Einstieg empfunden habe und man so viel über Annas Heimat und Familie erfährt. Jedoch habe ich erstmal nicht gewusst, in welcher Zeit das Geschehen spielt. Das kam dann mit der Zeit so raus. Den zweiten Teil fand ich dann wirklich flüssig zu lesen, die Spannung baute sich auf, Ben kam ins Spiel und somit auch ein bisschen Romantik. Diesen Teil fand ich auch am besten. Dort hat man viel mitgefiebert und hinterfragt. Anna ist oft auf Menschen getroffen, die ihr geholfen haben was auch nicht als selbstverständlich anzusehen ist und konnte sich deshalb durchschlagen. Der dritte Teil hat mich jedoch verzweifeln lassen. Das Ende ist relativ gut, das mit ihrer Luki habe ich nicht ganz verstanden und auch das mit Ben missfiel mir etwas. Aber was mich völlig zerstört hat war der letzt Blogeintrag am Ende.... Ich habe ungefähr drei Mal vor und zuruckgeblättert, um das Datum zu überprüfen und frage mich: War der zweite Teil dann nur ein Traum??? 

    Alles in allem ist es ein gutes Buch, es beschreibt eine Thematik, wie es bei uns in zwanzig Jahren aussehen kann, welchen Lebensumständen die Menschen zu dieser Zeit ausgesetzt werden und wie glücklich man selbst sein kann, dass man warmes fließendes Wasser hst, genug zu Essen, Familie und einen sicheren Schlafplatz. 

  3. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.406)
    Aktuelle Rezension von: DallingerAlois

    Was für eine Handlung. Wie hängt alles auf der Welt zusammen. 

    Frank Schätzing hat ein Meisterwerk geschaffen das ich persönlich jedem RATE zu lesen. Am Anfang sind es eine kurze Kapitel- die jeweils für sich einen neuen Anfang bilden- doch schnell geht es zu Sache. Nach diesem Buch sieht man die Welt durch andere Augen. Vor einigen Jahren habe ich es schon gelesen und jetzt erneut - um auf die Verfilmung zu warten. 


  4. Cover des Buches Alterra: Die Gemeinschaft der Drei (ISBN: 9783426513064)
    Maxime Chattam

    Alterra: Die Gemeinschaft der Drei

     (443)
    Aktuelle Rezension von: buecher_liebe21
    Die Gestaltung des Buches ist wunderschön. Das Cover spiegelt den Inhalt der Geschichte wieder und ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden. Genauso wie das Innere des Buches. Es hat eine wunderschöne Aufmachung. Jedes Kapitel ist mit Verschnörkelungen verziert. Die Geschichte ist in drei größere Kapitel aufgeteilt, welche auch sehr schön gestaltet wurden.

    Die Geschichte ist von Anfang an interessant und wird nach und nach immer spannender, sodass man es irgendwann gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Auch empfand ich manche Stellen als gruselig, bei denen ich mir wirklich überlegt habe, ob ich weiterlesen soll oder nicht.
    Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm, das Buch lässt sich dadurch unglaublich schnell lesen.
    Obwohl unser Hauptprotagonist Matt 14 Jahre alt ist, ist die Schreibweise nicht kindlich gehalten, sondern eher wie in einem normalen Jugendbuch.

    Wie eben schon erwähnt ist Matt Carter der Hauptprotagonist in der Geschichte. Er ist mir sehr sympathisch und ein wirklich angenehmer und wie ich finde für sein Alter sehr reifer Charakter. Er entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter und wird immer mutiger.
    Tobias, Matt's bester Freund ist ebenfalls ein sehr angenehmer Charakter. Er hält sich manchmal etwas mehr im Hintergrund und ist öfters etwas ängstlicher als seine Freunde, trägt aber sein Herz am rechten Fleck.
    Ambre, die dritte im Bunde, ist ein sehr schlaues und kluges Mädchen. Auch sie mochte ich sehr und konnte mich mit ihr das ein oder andere Mal auch identifizieren.

    Insgesamt enthielt die Geschichte einige Protagonisten, wobei die einen eine etwas größere und die anderen eine etwas kleinere Rolle gespielt haben. Nach kurzer Zeit kann man alle Protagonisten recht gut untereinander unterscheiden, da sie gut ausgearbeitet worden sind und jeder charakterlich natürlich anders ist.

    Da in der Geschichte der Klimawandel, woraufhin alles weitere passiert, was in der Geschichte erzählt wird, behandelt wird, ist diese auch heute noch sehr aktuell, wenn auch nicht ganz real.

    In der Geschichte entstehen viele Rätsel und Ungereimtheiten, die nicht sofort alle aufgeklärt werden. Nur nach und nach erfährt man mehr. Trotzdem bleiben am Ende Unklarheiten offen, was mich doch etwas störte. Die Geschichte endet mit einem kleinen Cliffhanger und ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht.
  5. Cover des Buches Das Eis (ISBN: 9783608503524)
    Laline Paull

    Das Eis

     (87)
    Aktuelle Rezension von: tine1211

    Das Eis von Laline Paull

    Als ein Schiff mit Luxustouristen die Antarktis entlangschippert und dabei in geschützte Gebiete vordringt, auf der Suche nach einem ultimativen Foto, „kalbt“ ein Gletscher. Ein riesiger Eisbrocken bricht ab und gleitet ins Meer und legt dabei eine Leiche frei. Hierbei handelt es sich um Tom Harding, einen bekannten Umweltaktivisten.

    Harding kam ein paar Jahre zuvor bei einer Expedition ums Leben und galt seither als vermisst. Seinem Freund, Sean Cawson, überlebte diese Expedition und ist mittlerweile Eigentümer der Midgard Lodge auf Spitzbergen. Ein Traum, den er gemeinsam mit Tom verwirklichen wollte. Während Tom die Verbindung zwischen Umweltschutz und Geschäft ein Anliegen war, ging es Sean nur um Geld. Doch er nutzte Tom gerne als Aushängeschild.

    Nach dem Fund von Toms Leiche werden die Ermittlungen zum Tod von Hardings Tod aufgenommen und Sean rückt in den Fokus der Ermittlungen. War die gemeinsame Eröffnung der Lodge vielleicht doch von zu gegensätzlichen Interessen?

     

    Mit diesem Roman schuf Laline Paull einen Ökothriller, der sich mit den aktuellen Themen in der Arktis beschäftigt. Die Kombination aus Thriller und ökologischen Idealen machen dieses Werk besonders.

    Zu Beginn kam ich nicht leicht in die Geschichte, da mir der Lesefluss einfach etwas diffus war, dies änderte sich aber recht schnell, sodass ich dem Faden folgen konnte.

    Obwohl das Buch einen stetigen roten Faden hatte und ich die Thematik grundsätzlich interessant fand, konnte mich das Buch leider nicht ganz überzeugen. Daher von mir drei von fünf Sternen.

    448 Seiten

    ISBN 978-3608503524

    Erschienen beim Tropen Verlag im März 2018

     

     

     

  6. Cover des Buches Die Reinsten (ISBN: 9783946503903)
    Thore D. Hansen

    Die Reinsten

     (81)
    Aktuelle Rezension von: tala-t-alsted

    Das Thema des Buchs ist immer noch brandaktuell – sowohl was die Entwicklung von künstlichen Intelligenzen und die Dominanz von technischen Eliten angeht, als auch hinsichtlich der Klimaproblematik. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, denn die zukünftige (von neuen Techniken geprägte) Welt wird sehr detailverliebt und technisch beschrieben.

    Auch hat es etwas länger gedauert, bis ich mit Hauptperson Eve und ihren Freunden warm geworden bin. Das ist aber nicht so verwunderlich, denn die Künstliche Intelligenz Askit, die die Geschicke der Menschheit steuert, hat die Reinsten speziell dahingegen trainiert, dass sie unnütze Emotionen unterdrücken. Denn diese Überreaktionen hat die KI als eins der Probleme der Menschheit ausgemacht, welche in der Vergangenheit zu Missgunst und Kriegen geführt hatten.

    Umso eindrucksvoller wirkt dann Eves spätere Entwicklung und allmähliche Veränderung im weiteren Handlungsverlauf. Für meinen Geschmack hätte die kleine Romanze, die es ebenfalls gibt, einen größeren Platz einnehmen können. Trotzdem habe ich Eves Recherche mit großem Interesse mitverfolgt. Auch wenn das Buch kein „Pageturner“ in dem Sinne war, blieb es immer spannend.

    In Erinnerung bleiben wird es mir vor allem wegen der Zukunftsversion, die es zeichnet. Ich hoffe, dass es nie so kommen wird und wir Menschen stattdessen in den kommenden Jahren noch die Kurve kriegen. Die Hoffnung stirbt zuletzt – und Zukunftsforscher sind sich sicher, dass die Zukunft besser wird als die Gegenwart.

  7. Cover des Buches Fuchs 8 (ISBN: 9783630876207)
    George Saunders

    Fuchs 8

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Leselampe_

    Ein Fuchs hat was sagen, und zwar zum Thema Nettigkeit. Also schreibt er einen Brief und adressiert ihn an uns Menschen, die selbsternannte Krone der Schöpfung. Fuchs 8, wie er sich selbt nennt, erzählt uns von sich und seinen Freunden. Davon, wie sie eines Tages mitansehen müssen, wie ein Shoppingcenter in der Nähe des Fuchsbaus hochgezogen wird und dafür ein Teil ihres Waldes weichen muss. Und er erzählt davon, wie er sich aufmacht zu den Menschen, auf der Suche nach Antworten über den Raubbau an seinem Zuhause.

    Fuchs 8 ist ein kleiner Träumer und ziemlich klug zugleich. Er hat die Menschen studiert und sich unsere Sprache angeeignet, indem er heimlich den Gutenacht-Geschichten der Menschenkinder gelauscht hat. Die Rechtschreibung im Buch ist daher auch kindlich und zudem in füchsisch falscher Rechtschreibung - man kommt aber trotzdem sehr gut zurecht. Die in Briefform verfasste, fabelhaft anmutende Erzählung ist auch optisch total liebevoll illustriert und hat mir ein warmes sowie rundum bezauberndes Leseerlebnis beschert. George Saunders Buch ist wahrscheinlich eines der besondersten Geschichten, die ich je gelesen habe und deren Protagonist sich ganz tief in mein Herz geschlichen hat. Ich hätte nicht gedacht, dass auf so wenigen Seiten so viel Charme entfaltet werden kann. "Fuchs 8" ist ein dünnes Büchlein von lediglich knapp 50 Seiten, mit aber umso größerer und wichtiger Message. Ein kleiner Schatz sowohl für junge Leser als auch für Erwachsene. Für mich ein unerwartetes Highlight, ich bin komplett begeistert.

  8. Cover des Buches Mengele Zoo (ISBN: 9783982052205)
    Gert Nygårdshaug

    Mengele Zoo

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Im Wikipedia-Eintrag zum Roman heißt es:"Obwohl der Roman die Welt durch die Augen eines der meist gesuchten Terroristen beschreibt, fällt es dem Leser leicht Minos (= Oberterrorist) Standpunkt einzunehmen." Das klingt ganz harmlos, steht aber in einem Buch, in dem Erzähler und Hauptfigur meinen, dass es doch ganz schön wäre, 200 Millionen "nutzlose" Gringos umzubringen. Einige dutzend Seiten später wird sogar gesagt, das es schön wäre, die Menschheit auf zwei Milliarden Menschen zu reduzieren. 

    Das Buch des Norwegers Nygardshaug beginnt recht poetisch bei einer Familie im südamerikanischen Regenwald, deren Existenz durch landgierige Firmen vernichtet wird. Der Sohn der Familie, Mino, entgeht der Vernichtung. Zunächst verübt er Rache an Einzelnen, aber dann lässt ihn der Autor eine Terrorgruppe gründen, die Mino unter dem wohl nicht zufälligen Decknamen "Carlos" führt. Die zweite Hälfte des Buches schildert dann wie in einer Sportreportage (jeder Mord wird bejubelt wie ein Tor), wie die Gruppe auf raffinierte Weise beginnt, die Macht- und Wirtschaftseliten der westlichen Welt zu töten, mal Dutzende, mal Hunderte, mehr geht (siehe oben) "leider" nicht. All das geschieht im Namen des Regenwaldes, ja der Natur, der Erde. Deshalb erscheint dem Erzähler und der Hauptfigur auch alles Tun der Ökoterooristen gerechtfertigt. 

    Warum in Norwegen 400.000 Exemplare dieses blutrünstigen Gesinnungsschmökers verkauft wurden, erschließt sich mir nicht. Passend wäre ein nachträglicher Stalin-Preis für besonders dumpfe und hasserfüllte Propaganda.

  9. Cover des Buches Die Vertriebenen - Flucht aus Camp Eden (ISBN: 9783453596450)
    Kevin Emerson

    Die Vertriebenen - Flucht aus Camp Eden

     (53)
    Aktuelle Rezension von: mvlvssv
    Ich war irgendwie nicht so ganz bei der Sache beim Lesen des Buches. Es war interessant und man hat sich schon drinnen wiedergefunden, aber so ganz mit Herz war ich nicht dabei. Den zweiten Teil habe ich aber trotzdem gelesen und der war wirklich toll. Also lesen!!!
  10. Cover des Buches Gier (ISBN: 9783492303101)
    Arne Dahl

    Gier

     (106)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

           Die großen Wirtschaftsmächte der G20 haben sich in London zu einem Gipfel zusammengefunden. Die Polizei ist in großer Alarmbereitschaft, auch die Mitglieder der international agierenden Ermittlergruppe Ocop sind im Einsatz. Als ein junger Chinese in dem Armen eines Mitglieds der Truppe stirbt und im Umfeld eine grausam zugerichtete Leiche einer Frau gefunden wird, wird klar, dass ein groß angelegtes Komplott im Gange ist…

    Arne Dahl hat mit seinem Roman „Gier“ die Buchreihe um Ocop gestartet, einer international aufgestellten Ermittlergruppe, die sich aus Personen aus verschiedenen Ländern zusammensetzt. Und da diese in dem ersten Band „Gier“ recht gleichberechtigt nebeneinandergestellt werden und jeder seinen Beitrag zur Lösung des Falles leistet, wird auch jeder von ihnen ausführlich vorgestellt. Mir gefällt, wie ihnen durchaus länderspezifische Eigenschaften zugeschrieben werden, sie aber weitab von klischeebeladener Darstellung sind. Jeder von ihnen hat eigene Charakterzüge und bringt eine individuelle Stimmung mit ein was sehr abwechslungsreich wirkt. Denn auch die Atmosphäre in den Städten und Ländern kommt sehr gut zur Geltung. Die Beschreibungen sind eingängig, sodass man sich in dem Konstrukt gut zurechtfindet.

    Das ist auch nötig, denn durch die Vielzahl der verschiedenen Handlungsstränge ist die Handlung reichlich komplex geraten. Jeder Strang für sich ist sinnvoll aufgebaut und lässt sich leicht nachvollziehen – auch weil der Fokus auf den Ermittlungen liegt und private Momente zwar vorkommen, aber eher als kleine Verzierung am Rande dienen. Doch durch das Zusammenspiel und dem Wissen, dass alles einen gemeinsamen Fall beschreibt, dass es enge Verwebungen gibt, die man aber nicht so leicht durchschauen kann, macht das Ganze schon etwas unübersichtlich. Doch es lohnt sich sehr, denn auch wenn anfangs durch die vielen Vorstellungen der Situationen, aber auch durch die noch unzusammenhängenden Ermittlungen alles noch recht unsortiert wirkt, wird am Ende alles stimmig und spannend zusammengeführt. Das Komplott, das dabei aufgedeckt wird, hat es in sich und ist bedrückend, heftig und überraschend umgesetzt, wobei die Skrupellosigkeit der Täter schockiert und auch nach dem Lesen noch nachhallt.

    „Gier“ ist ein sehr gelungener Auftakt zu der neuen Thriller-Serie von Arne Dahl mit einer Vielzahl wichtiger Charaktere. Jeder bringt seine eigene Note mit ein und trägt zur Aufdeckung der Taten bei, das sorgt aber auch für eine sehr große Komplexität. Das ist spannend und intensiv umgesetzt, besonders wenn der Autor gegen Ende die Fäden sehr geschickt zusammenführt. Lesenswert!   

  11. Cover des Buches Der Mann, der vom Himmel fiel (ISBN: 9783257071979)
    Walter Tevis

    Der Mann, der vom Himmel fiel

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Belladonna

    Beschreibung

    Aus dem Nichts taucht ein seltsamer Fremder in Kentucky auf. Thomas Jerome Newton wurde, nachdem sein eigener Planet zu einem Ödland geworden ist und das Überleben dort nicht mehr länger möglich ist, völlig auf sich alleine gestellt, auf einer Rettungsmission zur Erde geschickt. In Zusammenarbeit mit seinem Patentanwalt Farnsworth vermarktet Newton die fortgeschrittene Technologie der Antheaner und fährt mit seinem Unternehmen millionenschwere Gewinne ein.

    Die Technologie und das mysteriöse Wesen von Newton ziehen das Interesse des Wissenschaftlers Nathan Bryce und der aufgeweckten Betty Jo auf sich, welche schließlich für ihn arbeiten und zu Freunden werden. Newtons Rettungsplan gerät jedoch durch eine von der Einsamkeit auf der Erde hervorgerufene Depression und Alkoholmissbrauch in Gefahr…

    Meine Meinung

    Nachdem ich von Walter Tevis Romanvorlage »Das Damengambit« zur erfolgreichen Netflixserie mit Anya Taylor‑Joy so begeistert war, habe ich mich riesig gefreut, dass mit »Der Mann, der vom Himmel fiel« ein weiterer Roman von Tevis in neuer Übersetzung veröffentlicht wurde.

    Die Science-Fiction-Story mit stark philosophischen Vibes wurde bereits Ende der 1970er Jahre cineastisch umgesetzt, mit David Bowie in der Hauptrolle des außerirdischen Thomas Jerome Newton. In den späten 1980er Jahren wurde der Romanstoff unter dem Titel ›Der Mann, der auf die Erde fiel‹ neu interpretiert und ist jüngst als Serie aufgelegt worden.

    Alle Vorbereitungen konnten den von Anthea stammenden Thomas Jerome Newton nicht auf die Realität auf der Erde mit ihren Bewohnern und Bewohnerinnen vorbereiten. Er ist fassungslos, wie hemmungslos die Menschheit mit den Wundern der Natur umgeht und zugleich fasziniert von den überwältigenden Gefühlen, die er für seine neu gefundenen Freunde Betty Yo und Nathan Bryce empfindet und das, obwohl die Menschen mit ihrem zurückgebliebenen Intellekt im Vergleich zu seiner Spezies eher Affen gleichkommen.

    Von den Lastern der Menschen verführt, und die endgültige Einsamkeit als Einziger seiner Art auf der Erde verspürend, kommt Newton von seinem Rettungsplan schließlich ab und fällt angesichts der zerstörerischen Art unserer Spezies zunehmend depressiv.

    Als Newtons Andersartigkeit nicht länger ein Geheimnis ist, wird er von FBI und CIA immer wieder verhört, gründlichst untersucht und schlussendlich verletzt. Jahre später findet ihn sein ehemaliger Freund und Wissenschaftler Nathan Bryce und bittet ihn darum, die Menschen zu retten. Ob Newton uns als würdig erachtet, um gerettet zu werden, liest man am besten einfach selbst im großartigen Roman von Walter Tevis nach.

    Fazit

    Ein absolut atmosphärischer Zukunftsroman aus den 1960er Jahren, der heute immer noch Aktualität besitzt und somit ein zeitloses Werk ist. Walter Tevis gelingt es, mit seiner Story die eigene Gedankenwelt anzuregen wie kein anderer.

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    © Bellas Wonderworld; Rezension vom 06.09.2022

  12. Cover des Buches Aderunita: Das Seelenband (ISBN: 9783740776022)
    Ela Bellcut

    Aderunita: Das Seelenband

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Blog_Geschichten

    Ich durfte ein Rezi Exemplar lesen, meine Rezi kommt vielleicht etwas spät aber das lag absolut nicht am Buch.

    Der Schreibstil und die Wortwahl der Autorin sind fließend und lassen den Leser flüssig durch die Geschichte gleiten.

    Die Geschichte um Natura ist einfach schön. Wer Feen mag und sich in einen Teenager versetzen kann, für den ist es auf jeden Fall ein tolles Buch. 


  13. Cover des Buches American War (ISBN: 9783596299447)
    Omar El Akkad

    American War

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    Omar El-Akkad hat einen sehr amerikanischen Roman über einen - scheinbar - amerikanischen Krieg geschrieben. Was allerdings an einem unversöhnlichen Bürgerkrieg so amerikanisch sein soll, erschließt sich bis zum Ende nicht. Das ganz spielt in einer Zukunft der 2070er bis 2090er Jahre, in der Umweltkatastrophen und der besagte Bürgerkrieg die Welt verändert haben. Immer wieder überrascht in diesem Endzeitszenario, dass die Menschen immer roch Computerspiele spielen oder sich über schlechte Netzabdeckung beklagen, weil es ansonsten immer so postapokalyptisch wirkt. Protagonistin ist Sar T. Chestnut, genannt Sarat, die mit ihrer Familie im separatistischen Süden wohnt und die Härten des Krieges von klein auf erlebt.

    Ein Großteil der Handlung spielt in einem Flüchtlingslager, in dem sich Sarat zunehmend radikalisiert in ihrem Hass auf den Norden. Hier stehen "die Roten" (Süden( gegen "die Blauen"), was eine gelungen Farbumkehrung ist, die (fast)  jede Rassenfrage aus der Gleichung nimmt. Dafür kommt eine Schwarz-Weiß-Zeichnung der Bürgerkriegsparteien, die auf Dauer enerviert: Sind die Blauen nur deshalb solche menschenverachtenden Schweinehunde, weil Sarats Erzählstimme nur die eine Seite mit ihrer Grausamkeit darstellen möchte, oder ist El-Akkad da das Gleichgewicht verrutscht?

    Was genau so nervt - und hier ist der Bürgerkrieg womöglich "amerikanisch" -. ist die Bezeichnung "meine Leute". Für "meine Leute" tut Sarat alles, weil "ihren Leuten" ja so viel widerfahren ist, Der posaunenumtöste Pathos kulminiert in Sarats Dreckiger-Superhelden-Attitüde, der nur Bruce Willis' durchgeschwitztes Unterhemd fehlt, wenn sie durch die Trümmer taumelt und verkündet: "Ich werde meine Leute begraben." (S. 223) Pathetischer Scheiß, der nicht endet: "In diesem Teil der Welt geht es (...) nur darum, was man für die eigenen Leute tut." (S. 438) Kennedy würde rückfragen: "Und was tun deine Leute für dich?" Aber in diesem Roman der Gewalteskalation hat Kennedy nichts zu suchen.

    Sarats Radikalisierung funktioniert trotzdem nicht so gut, vielleicht weil er eine Spiegelfigur fehlt, die zeigt, dass Sarats charakterlicher Abstieg nicht zwangsläufig ist.  Vielleicht auch, weil El-Akkad eigentlich nur mit dem >Holzhammer arbeitet? Vor allem aber funktioniert es nicht, weil Sarat eine zutiefst unsympathische Figur ist, deren Handlungen und Denkweisen so lange immer weniger nachvollziehbar werden, bis sie einem egal sind. 

    Am Ende der Eskalationsstufen-Lehre steht der letzte Schritt: "Gemeinsam in den Abgrund", und den müssen wir dann auch noch mitgehen, Um danach was zu wissen? Dass Kriege Menschen brechen können? Dass es die gewaltbereiten Verführer und Kriegstreiber gibt, die die unschuldigen Seelen verderben? Dass pubertierende Besserwisser zerstörerische Trotzköpfe sein können? Dass Bürgerkriege total scheiße sind? Oder Kriege überhaupt? Dass wir die Umwelt besser hätten schützen sollten, damit die Verteilungskämpfe kein Land entzweien?

    Von allem wohl ein bisschen.


  14. Cover des Buches Malé (ISBN: 9783103972214)
    Roman Ehrlich

    Malé

     (22)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Roman Ehrlich (*1983) entführt uns mit seinem Roman in die Hauptstadt der Malediven. Das Urlauberparadies, vor allem bei Honeymoonern beliebt, ist durch den Klimawandel dem Untergang geweiht. Schon jetzt stehen Bereiche der Stadt unter Wasser. Schlammig ist es dort, schmutzig. Die Ur-Einwohner sind auf andere Atolle ausgewichen, hier halten sich fast nur noch Aussteiger auf.

    Roman Bauch ist einer der Besucher. Der verzweifelte Vater von Mona Bauch, einer Schauspielerin, die hier verschollen ist, will nicht an ihren Tod glauben. Er sucht nach seiner Tochter, die angeblich mit einem deutschen Lyriker liiert war. Die amerikanische Literaturwissenschaftlerin Frances Ford unterstützt ihn bei der Suche.

    Nach und nach lernen wir Leser die verschiedensten Menschen kennen, die es auf das Atoll verschlagen hat. Wir erleben ihren Drogenrausch mit und erfahren von Versorgungsengpässen.

    „Gerüchte und Geschichten, Berichte von Sichtungen, von Spuren, Schemen und Schatten unmenschlicher, ungebetener Erscheinungen häufen sich unter den Ausgestiegenen auf der Insel der ehemaligen Hauptstadt.“ (Seite 76)


    Dieses Buch ist nicht einfach zu lesen. Nicht enden wollende Sätze mit einer Unmenge von Aufzählungen verleiteten mich dazu, auch mal ein paar Zeilen zu überspringen. Trotzdem ist der Aufbau so gestaltet, dass die Hoffnung auf weiterbringende Szenen mich nicht aufgeben ließen. Wobei ich im Nachhinein zugeben muss, dass mich die Lektüre nicht schlauer gemacht hat.

    Auch wenn das Buch 2020 für den Deutschen Literaturpreis nominiert war, hat sich das Lesen für mich nicht gelohnt.

  15. Cover des Buches Cryptos (ISBN: 9783743200500)
    Ursula Poznanski

    Cryptos

     (368)
    Aktuelle Rezension von: Lotti_Lotta

    Jana ist Weltendesignerin. An ihrer Designstation entstehen alternative Realitäten, die sich so echt anfühlen wie das reale Leben: Fantasyländer, Urzeitkontinente, längst zerstörte Städte. Doch dann passiert ausgerechnet in Kerrybrook, der friedlichsten Welt von allen, ein Verbrechen. Und Jana ist gezwungen zu handeln...

    Ich war von Anfang an verliebt. Alleine die Beschreibung der einzelnen Welten und deren Möglichkeiten war einfach faszinierend. Man konnte ohne Probleme einfach eintauchen und war mitten drin.
    Auch die Story ist einfach super (vor allem, wenn man sich die Entwicklung der Technik und unserer Gesellschaft genau ansieht, mehr als aktuell und die Problematik dahinter beklemmend echt) und die Charaktere wundervoll geschrieben.

    Einen weiteren Pluspunkt gibt es auf jeden Fall für den Schreibstil der Autorin Ursula Poznanski und ihren stetigen Aufbau der Spannung.

    Nach dem Zuklappen des Buches, habe ich das Buch noch einige Momente in den Händen gehalten und habe es Revue durch den Kopf gehen lassen. Es ist eins dieser tollen Bücher, die definitiv im Gedächtnis bleiben. Es hat mich etwas an Girl in a strange land erinnert.

    Das Ende war für mich persönlich etwas zu schön, aber trotzdem gut.

  16. Cover des Buches Unten am Fluss - 'Watership Down' (ISBN: 9783548290157)
    Richard Adams

    Unten am Fluss - 'Watership Down'

     (265)
    Aktuelle Rezension von: A_Kaiden

    Inhalt: Dunkle Visionen suchen den seherisch begabten Hasen Fiver heim - die große Kaninchenkolonie wird zerstört werden. Hazel, sein Bruder und bester Freund, rät zur Flucht. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einem Ort, an dem sie ungestört leben können. Die Reise ist gefährlich und voller Hindernisse: Raubvögel und wilde Hunde, reißende Flüsse, ein despotischer Kaninchengeneral, Intrigen und Treuebruch - Die berühmte Sage vom langen Weg in die Freiheit.

    Ich kannte die Geschichte bereits aus Kindheitstagen - damals konnte ich mich an dem Film nicht sattsehen. Nun habe ich tatsächlich das Buch in einem Bücherschrank gefunden und musste es unbedingt mitnehmen. Das Buch begeistert mich noch mehr als der Film. Es wird mehr auf die Charaktere der Hasen eingegangen, man versteht das Handeln und Denken besser, und es wird viel auf das Naturell der Hasen eingegangen. Ganz große Klasse finde ich auch das Glossar am Ende der Kaninchensprache.

    Der Schreibstil des Autors ist flüssig und gut verständlich. Man sieht die Bilder und Abenteuer der Kaninchen direkt vor sich. Das Buch unterscheidet sich nur minimal, aber in schönen Details vom Film, was es umso besser macht. Wer den Film mag wird das Buch lieben. 



  17. Cover des Buches Ruf der Tiefe (ISBN: 9783407743367)
    Katja Brandis

    Ruf der Tiefe

     (154)
    Aktuelle Rezension von: DottiRappel

    Ich liebe dieses Buch, weil man einen schönen Eindruch über die Tiefsee bekommt. Außerdem hat es ein tolles und spannendes Ende mit einer überraschenden Wendung. 

  18. Cover des Buches Der Koffer der tausend Zauber (ISBN: 9783789115080)
    Antonia Michaelis

    Der Koffer der tausend Zauber

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Caye14

    Inhalt

    Der elfjährige Rabé lebt auf den Straßen von Madagaskars Hauptstadt und kämpft dort täglich ums Überleben. Als er eines Tages einen alten Koffer voller Geheimnisse erbt, macht er sich auf die Suche nach dem Schatz, zu dem eine Karte aus dem Koffer führt. Begleitet wird er dabei von dem deutschen Jungen Benja. Dabei werden sie jedoch von einem fremden Mann verfolgt und begegnen immer wieder einer geheimnisvollen buckligen Frau. 


    Gestaltung

    Das Cover passt sehr gut zur Geschichte, da die Suche nach dem Schatz die beiden Jungen in den madagassischen Dschungel führt. Der Koffer und der Maki im Mittelpunkt des Bildes spielen auch in der Geschichte eine wichtige Rolle. 

    Außerdem gibt es im Buch weitere Bilder, die den Anfang von jedem Kapitel schmücken und sehr gelungen sind. 


    Schreibstil

    Die Geschichte ist in der Ich-Form aus Sicht des Straßenjungen Rabé geschrieben, was ich für eine sehr interessante Perspektive halte, da man auf diese Art viel über das Leben, insbesondere der Straßenkinder, in Madagaskar erfährt. 

    Die Sprache ist, wie bei der Autorin üblich, sehr bildhaft und magisch. Da es sich um ein Kinderbuch handelt, sind die Formulierungen entsprechend einfach und auf die Zielgruppe angepasst. 


    Meine Meinung zur Geschichte

    Antonia Michaelis ist es mal wieder wunderbar gelungen, Magie und Realität miteinander zu verbinden. Ich finde es immer toll, wie sie es schafft, dass man entweder an die Magie glauben oder eine wissenschaftliche Erklärung finden kann. Gleichzeitig nimmt die logische Erklärung der Erzählung aber nichts von ihrer Magie, was sie zu etwas Besonderem macht. 

    Die Geschichte ist dabei sehr unterhaltsam und spannend, spricht aber auch wichtige Themen wie Armut, Geldgier und Umweltzerstörung an. Der Autorin gelingt es dabei hervorragend, diese Dinge realistisch und gleichzeitig kindgerecht darzustellen. 

    Da die Autorin selbst für längere Zeit in Madagaskar gelebt hat, konnte sie ihre eigenen Erlebnisse und Eindrücke gut in für die Geschichte nutzen, was sie umso bildhafter macht. Es sind immer mal wieder Begriffe in der Landessprache Malagasy eingeflochten, was das Ganze sehr authentisch macht. Die fremden Wörter erklären sich in der Regel aus dem Kontext, zusätzlich gibt es aber auch noch eine Erklärung zu Aussprache und Bedeutung am Ende des Buches. Dort erfährt man auch einiges über ein Schulprojekt in Madagaskar, bei dem die Autorin mitgeholfen hat. 


    Es handelt sich also um ein tolles Buch für Kinder ab 10 Jahren. Ich als junge Erwachsene habe mich aber auch unterhalten gefühlt und konnte noch etwas dazulernen. Ich empfehle das Buch also sehr weiter.

  19. Cover des Buches Apocalypsia (ISBN: 9783000532337)
    Andreas Izquierdo

    Apocalypsia

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Insider2199

    Wenn Gott im Sterben liegt und die Engel um ihr Überleben kämpfen...

    Der 1968 in Euskirchen, Nordrhein-Westfalen geborene Autor sammelte nach dem Abitur erste Erfahrungen bei Zeitungen und Rundfunk und gewann einen Preis für Nachwuchsjournalisten, bevor er 1995 seinen ersten Kriminalroman veröffentlichte. Nach „Romeo und Romy“ ist dies mein zweites Buch von ihm.

    Inhalt (Klappentext): Es heißt, sobald ein Kind zur Welt kommt, legt ihm ein Engel seinen Finger auf den Mund: so vergisst es augenblicklich alle göttlichen Geheimnisse. Nur die kleine Furche zwischen Nase und Mund bleibt als Spur zurück. Die Engel sind in Aufruhr, denn Gott liegt im Sterben, und mit ihm die gesamte Schöpfung. Die Erkenntnis über seine Vergänglichkeit: ein Schock. Das Versprechen ewigen Lebens: eine Lüge. Das Heer der Engel spaltet sich. Wer die Freiheit will, folgt Luzifer, dem mächtigsten unter ihnen. Sein Plan ist so schlicht wie verführerisch: Sind erst die missratenen Menschen vernichtet und er auf dem Thron, ist der Urzustand allen Seins wiederhergestellt. Die kleine Schar derer, die entschlossen die alte Ordnung verteidigt, ist ganz auf sich allein gestellt. Intrigen, Verrat und Mord führen schließlich in die Katastrophe.

    Meine Meinung: Die Idee des Buches und die dahinterliegende Botschaft gefiel mir sehr gut, obwohl mir diese Prämisse eine Spur zu oft wiederholt wurde, aber da kann man getrost ein Auge zudrücken. Die Fantasy-Welt der Engel – der junge Engel und Held Nathanael, der durch seinen Mentor Iax zum Mann und Kämpfer wird, um sich gegen Luzifer in den Kampf zu begeben – hat mir überaus gut gefallen, da geht es auf sehr eindringliche Weise um den Kampf von Gut und Böse. Jedoch kam mir dabei die Welt der Menschen etwas zu kurz, Esther, die dortige Heldin, hätte meines Erachtens mehr Einfluss am Geschehen erhalten sollen, da ja immer betont wurde wie sich die beiden Welten gegenseitig bedingten und das Schicksal voneinander abhing.

    Ein weiterer Kritikpunkt für mich war das Ende, das mir für meinen Geschmack leider ein wenig zu sehr von Kampf dominiert und überschattet war. Im Film mag so etwas durch die Bilder einfach besser wirken, aber wenn man das lesen muss, dann wird es finde ich schnell etwas langweilig. Und gerade in der Welt der Engel hätte ich schon erwartet, dass nicht alles über den Kampf allein entschieden wird, sondern mehr magische Elemente integriert sind.

    Fazit: Eine beeindruckende Fantasy-Welt, in der Engel und Menschen ums Überleben kämpfen, allerdings hätte ich mir ein größeres Gleichgewicht der Welten gewünscht und am Ende weniger Kampf, dafür aber mehr Magie. Dafür ziehe ich einen halben Stern ab und spreche eine Leseempfehlung aus.

  20. Cover des Buches Pip rettet den Wald (ISBN: 9783473408542)
    Rebecca Reed

    Pip rettet den Wald

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Nynaeve04

    Pip ist der beste und mutigste Springer unter allen Eichhörnchen. Und er hat eine gefährliche Aufgabe: Er soll mitten in der Nacht auf den uralten Hüterbaum klettern und dort die letzte Eichel pflücken. Aber auch die räuberischen Dachse vom Dunklen Volk sind hinter der Eichel her, denn wer sie besitzt, ist der Herrscher des Waldes. Pip hat jedoch ein ganz anderes Ziel: Er will mit der Eichel seinen bedrohten Lebensraum retten ...


    Dieses Kinderbuch hat eine Freigabe ab 8 Jahren. Ich muss jedoch sagen, dass es recht düster gehalten ist. Die Grundstimmung ist durchgehend gedrückt und düster. Das finde ich für ein Kinderbuch sehr schade, denn auch wenn der Klimawandel ein schwieriges Thema ist, sollte doch nicht vergessen werden, das Kinder in dem Alter auch positives sehen müssen. Das ist hier nicht unbedingt der Fall. Pips Vater gilt als Verräter, die Mutter ist tot. Die Tiere kämpfen gegenseitig um die Eichel. 

    Sprachlich ist das Buch relativ anspruchsvoll, es kommen auch einige Schimpfwörter vor. Nichtsdestotrotz lässt sich das Buch flüssig (vor-)lesen und ist nicht zu dick. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, das Buch gemeinsam mit dem Kind zu lesen um alle Fragen, die beim Lesen kommen, beantworten zu können. 

    Am besten ist das Thema Freundschaft dargestellt, das hat uns sehr gefreut, ist die Freundschaft doch so wichtig. 

    Der Cliffhanger am Ende ist für Kinder schwierig, auch wenn das bei einer Reihe normal ist, so wäre es doch schöner gewesen, ihn etwas abzumildern.

    Ich kann das Buch bedingt empfehlen. Für Kinder, die düstere Geschichten gut weg stecken ist es eine tolle, spannende Geschichte. Zart besaitet sollten das Buch unbedingt mit den Eltern lesen. Von mir gibt's 3,5 Sterne mit Tendenz zu 3. 

  21. Cover des Buches Schiff oder Schornstein (ISBN: 9783218011549)
    Andrea Stift-Laube

    Schiff oder Schornstein

     (21)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna
    Das Cover eines Buches ist sicher eines der Kriterien, nach denen man ein Buch - auch - aussucht. Ist es nichtssagend, übersieht man es gerne; ist es aber ein Blickfang, wie das Buch, um das es hier geht, verleitet es zum Geöffnetwerden, zum Hineinlesen, am Ende vielleicht auch dazu, es zu kaufen.
    Ja, das Cover mit der schwarzen Katze, die einen da direkt anschaut, spricht an - und es gibt auch einen Hinweis auf die Geschichte, wenn man sich dann den Klappentext durchliest.
    Um ein Kunstprojekt soll es da gehen, um "ein Statement gegen die Massentierhaltung und Fleischkonsum", das da zwei junge Leute machen, die scheinbar einen Online-Versand für Katzenfleisch gründen.
    Ja, das kann man wohl lesen in diesem Roman - Hauptthema jedoch ist es nicht! Hauptsächlich geht es hier um die Umweltaktivistin Franziska, die verschwunden ist und deren Verbleib unbekannt bleibt. Zurück bleiben ihre Schwester Ila und ein gewisser Konstantin, Franziskas Mitstreiter oder treffender Mitläufer und heimlicher Verehrer.
    Durch beider Sichtweisen wird zum einen die Geschichte der beiden Schwestern aufgerollt, zum anderen das Verschwinden Franziskas verarbeitet in einem Wust von Informationen, mit denen der recht unbedarft wirkende Konstantin über sie, ihre Aktivitäten und seine eigene Rolle dabei in naiv-blauäugigen Sätzen den Leser speist.
    Die Handlung spielt sich ab vor der weiten Kulisse von Klimawandel, Umweltzerstörung, gnaden- und rücksichtsloser Verschwendung der Ressourcen, ungebremst weiter wachsender Bevölkerung, krassester Tierquälerei, von Massentierhaltung bis hin zum Töten und Verspeisen von nahezu allem, was da kreucht und fleucht, und einer scheinbar unsensiblen Menschheit, die all dem tatenlos zusieht oder gar ihr Übriges dazu beiträgt, um dem blauen Planeten endgültig den Garaus zu machen.
    Ila und Franziska haben sich rückhaltlos der Rettung und Bewahrung der Umwelt und ihrer Geschöpfe verschrieben, wobei vor allem Franziska mit äußerster Konsequenz und völlig kompromisslos handelt - was letztlich auch zu ihrem Verschwinden führen wird...
    Man muss sie bewundern, diese Unerschrockene, die zu dem kleinen Häuflein der Aufrechten gehört, die ihre Überzeugungen tatsächlich leben, anstatt sie wie ein Banner vor sich herzutragen und bei passender Gelegenheit sinken zu lassen.
    Mögen sie auch gegen Windmühlenflügel kämpfen, mögen sie schier verzweifeln an der Ignoranz der Gesellschaft - sie verzagen dennoch nicht und kämpfen weiter!
    Auf der anderen Seite stehen diejenigen, die sich passiv verhalten oder die gar ihre hehren Ideale verraten, wenn jener Faktor ins Spiel kommt, von dem man sagt, dass er die Welt regiert: Geld nämlich!
    Einen Vertreter letzterer Gruppe finden wir auch wieder in diesem Buch! Um Konstantin handelt es sich, wie man vielleicht schon ahnen konnte; er konnte letztendlich den Verlockungen des Geldes nicht widerstehen und - sehr realistisch, denn Typen wie ihn gibt es zuhauf - und zieht das "gute Leben", das also, das seine Gier befriedigt, dem anständigen und aufrichtigen vor...

    "Schiff oder Schornstein" ist, obwohl der Klappentext anderer Meinung ist, ein ernster Roman, in dem das Lachen nicht einmal bis zur Kehle vordringt, um darin stecken zu bleiben. Er macht traurig und wütend und verzagt zugleich. Man fühlt sich ohnmächtig angesichts des Zugrunderichtens der Erde und seiner unschuldigen Kreaturen, wofür immer wieder erschreckende Beispiele herhalten müssen.
    Gleichzeitig erkennt man, dass man allein mit dem - wenn auch unbändigen - Willen, die Welt zu retten, nicht weiterkommt.
    Angesichts des Scheiterns oder des Umkippens und Aufgebens so vieler mutigen Kämpfer wird langsam klar, dass der sinnvollste Weg, den Wahnwitz, dem sich die Gesellschaft hingegeben hat, zu stoppen der der kleinen Schritte ist, nämlich das Realistische, das Machbare zu tun anstatt das Unrealistische, das von Beginn an zum Scheitern verurteilt ist, zu versuchen.
    Doch frage ich mich am Ende des Romans etwas unsicher, ob es das ist, was die Autorin dem Leser mitteilen wollte, oder ob es ihr nicht vielmehr um Aufklärung, um die Bloßlegung himmelschreiender Missstände geht. Oder vielleicht um etwas ganz anderes?
    So bleibe ich in der Tat einigermaßen ratlos und auch ein wenig unbefriedigt zurück...
  22. Cover des Buches Noch haben wir die Wahl (ISBN: 9783608505207)
    Luisa Neubauer

    Noch haben wir die Wahl

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Schroeder

    Intelligentes Streitgespräch zwischen Luisa Neubauer (Klimaaktivistin) und Bernd Ulrich (Journalist) über Freiheit, Ökologie und den Konflikt der Generationen. So habe ich das Setting verstanden.

    Real kann ich das Wort "Streit" aus der Diskussion herausnehmen. Es gibt zwar kleinere Unstimmigkeiten, elegantes Reden auch um wechselseitige Vorurteile doch grundlegend Einigkeit und ähnliche Sichtweisen aus den Perspektiven zweier intelligenter Menschen mit unterschiedlich viel Lebenserfahrung.

    Wer viel zum Thema gehört und gelesen hat, wird naturgemäß nur wenig Neues, dieses aber auf eine erfrischende Art verpackt finden. 

    Für mich hat sich dieses Buch gelohnt.

    Auch wenn ich wenig Hoffnung habe wünsche ich uns allen, dass Luisas Beruf sich tatsächlich selbst abschafft.

    #NochhabenwirdieWahl #Netgalleyde #Klimaaktivist #LuisaNeubauer #BerndUlrich #KathrinliebtLesen #Bookstagram

  23. Cover des Buches Empört Euch! (ISBN: 9783550088834)
    Stéphane Hessel

    Empört Euch!

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin-Scheuer

    Über dieses Buch, das monatelange auf der Bestsellerliste stand, wurde bereits viel gesprochen und geschrieben. Für einige ist es wohl sogar zu einer Art "Bibel" geworden. Es geht zurück auf eine Rede Hessels, die viel Beachtung fand.
    Klar, dass ich dieses Werk auch einmal lesen wollte, um herauszufinden, was so besonders daran ist.

    Leider kann ich die allgemeine Euphorie nicht so ganz teilen.
    Bei dem dünnen Heftchen - ich würde es eher eine "Schrift" als ein "Buch" nennen - handelt es sich um den Aufruf eines 94jährigen an die jüngeren Generationen, sich endlich wieder mehr zu engagieren. Mich erinnerte dies etwas an das ewige "Früher war alles besser" und die ständigen "die Jugend von heute"-Klagen, die mich immer ärgern, weil sie schlicht und ergreifend falsch sind.
    Die Dinge, für wir uns engagieren sollen, liefert Hessel gleich mit. Neues hat er dabei nicht zu bieten: für Umwelt und soziale Gerechtigkeit, gegen die Macht der Banken und des Geldes, in Israel und den arabischen Ländern. Nunja.

    Was mich allerdings wirklich stark beeindruckte, war der Lebensweg von Hessel, von dem man das ein oder andere innerhalb der Schrift; wesentlich mehr jedoch in einem Nachwort erfährt. Hessel wurde in Deutschland geboren und flieht mit seinen Eltern während des Zweiten Weltkriegs nach Frankreich aus, nachdem es der jüdischen Familie gelang aus dem KZ "Buchenwald" zu entkommen. (Schon allein DAS finde ich zu tiefst beeindruckend; es geht aber noch weiter) Als Jugendlicher und junger Mann engeagiert er sich in der Resistance gegen Nazideutschland und schreibt schließlich nach Ende des Zweiten Weltkriegs an der Menschenrechtscharta mit. Später ist er als Botschafter für Frankreich an den unterschiedlichsten Orten weltweit im Einsatz. Wow!
    Mit diesem Hintergrund, finde ich, bekommt die Schrift doch gleich eine ganz andere Perspekitve. Wer sich stets so sehr für die eigenen Ideale und eine bessere Welt einsetzte, hat meiner Meinung nach alles Recht, sich über die heutigen Verhältnisse und die scheinbare Letargie der Jugend zu beschweren. Denn - sind wir mal ehrlich - so stark engagiert sind die wenigstens von uns. Natürlich sind die offensichtlichen Bedrohungen auch - gottseidank - geringer. Gründe, um sich zu engagieren - gibt es aber noch immer genug. Schön, dass uns so ein außergewöhnlicher Mensch hieran erinnerte.

    Unmittelbar nach der Lektüre dieses Werkes habe ich die Autobiografie von Stephane Hessel "Mein Tanz mit dem Jahrhundert" auf meine Wunschliste gesetzt. Ich bin wirklich schwer beeindruckt.

  24. Cover des Buches Die dritte Ebene (ISBN: 9783442470549)
    Ulrich Hefner

    Die dritte Ebene

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Hornita

    Das Buch ist gut geschrieben und hat mich viele Stunden unterhalten. Es gibt viele Szenenwechsel und kurze Kapitel, die jederzeit eine Lesepause möglich machen. Am Anfang haben sie mich etwas überfordert, bis ich die Personen und Handlungsstränge richtig einordnen konnte. Das Buch ist spannend und die Handlungsstränge führen am Ende sinnvoll zusammen. Für meinen Geschmack wird die Klimaschutzthematik ein bisschen zu breit getreten und ist zu belehrend präsent. Insgesamt aber ein guter Thriller.

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