Bücher mit dem Tag "ungarische literatur"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ungarische literatur" gekennzeichnet haben.

16 Bücher

  1. Cover des Buches Roman eines Schicksallosen (ISBN: 9783499253690)
    Imre Kertész

    Roman eines Schicksallosen

    (239)
    Aktuelle Rezension von: dasbuchzuhause

    In "Roman eines Schicksallosen" geht es ums Überleben, ums Überleben der Schrecken von Ausschwitz und Buchenwald.


    Der ungarische Autor Imre Kertész erzählt die Geschichte eines 14-Jährigen, der erst nach Ausschwitz und dann nach Buchenwald und ins Arbeitslager Zeitz deportiert wird und die Lager überlebt. 


    Der Roman beginnt damit, dass der Vater des Jungen, György Köves, Vorbereitungen trifft, da er weiß, dass er in eines der Arbeitslager kommen wird. Schon bald wird auch der Junge zum Arbeitsdienst eingeteilt und irgendwann nach Ausschwitz verschleppt, wo er sich als 16-Jähriger ausgibt, der arbeiten kann. So kommt er dann nach Zeitz.


    György ist ein Junge, dessen Beschreibungen erst einmal sehr naiv und angepasst wirken. Er ist sehr gehorsam und es wirkt so, als ob er vieles, was um ihn herum passiert nicht versteht. Nach und nach wird die Situation auch im Arbeitslager schlimmer - die sowieso nicht gute Versorgung schlechter und es besteht immer die Möglichkeit körperlicher Gewaltanwendung. Der Junge wird krank und schafft es wie durch ein Wunder auf die Krankenstation in Buchenwald und bleibt dort bis zur Befreiung.


    Das Buch geht an menschliche Grenzen und beschreibt das Überleben des Unsagbaren, des Schicksals, das nicht das eigene ist, sondern ein von außen aufgezwungenes Schicksal. Und darum dreht es sich. Wie damit leben, wie es überleben? 


    Es ist keine leichte Kost, aber ein wichtiges Buch, großartig übersetzt von Christina Viragh. Imre Kertész beschreibt die Grenzen, an die der Junge György gebracht wird und lässt auch die Zeit nach der Befreiung nicht außen vor. Denn da beginnt ein neuer Kampf für ihn - die, die zuhause überlebt haben, wollen alles vergessen und auch ihn davon überzeugen, aber wie soll das gehen? 


    Das Buch hat mich emotional mitgenommen und ich habe es zum Glück nicht alleine gelesen, sondern hatte jemanden, mit dem ich mich dazu austauschen konnte. 


    Trotzdem, oder besser gerade deshalb empfehle ich es, denn mehr denn je gilt Hashtag#NieWiederIstJetzt und dieses Buch macht das noch einmal sehr deutlich.

  2. Cover des Buches Reise im Mondlicht (ISBN: 9783423219044)
    Antal Szerb

    Reise im Mondlicht

    (95)
    Aktuelle Rezension von: Aleksandra

    Klappentext: "Mit feiner Ironie erzählt Antal Szerb in diesem wahrhaft europäischen Roman die Geschichte einer jungen Ehe. Er beleuchtet den Weg des frischvermählten Paars Erzsi und Mihály wie der helle Mond eine venezianische Gasse. Bereits auf der Hochzeitsreise in Italien wird Mihály durch die unerwartete Begegnung mit einem alten Freund von melancholischen Erinnerungen an seine rebellische Jugend überwältigt, und erste Phantasien über das Ende ihrer Beziehung beschleichen ihn. Als er seine Frau auf der Weiterreise an einem kleinen Bahnhof aus Versehen »verliert«, begreift Mihály dies als ein Zeichen, und eine ganz andere Reise beginnt, eine Schattenreise zum Selbst."

    Das Cover zeigt eine Frau, ganz alleine auf einem Sofa sitzend und lesend. Das Cover ist in wenigen Farben, jedoch einigen Schattierungen der Farben sehr einfach gehalten. 

    Die Erzählweise ist etwas gehobener, jedoch anschaulich und vermittelt Bilder, Emotionen sowie die Atmosphäre. Der Leser landet direkt in den Gefühlswirrungen des jungen Mihaly und kann sie sehr leicht nachempfinden.

    Charaktere sind wenige beschrieben, man lernt sie einfach durch die Geschichte wirklich kennen. Erst nach dem ich mit dem Buch fertig war, konnte ich sagen, dass Erszi für mich die besten Protagonistin ist. Still und weise geht sie diesen Weg zur Selbsterkenntnis.

    Mihaly ist sehr launenhaft, melancholisch oder depressiv. Seine Gedanken sind teilweise wirr, teilweise einleuchtend. Genauso gibt er sich auch im Buch.

    Spannend ist der Handlungsort, zum Großteil Italien. Dieses Land wird nicht nur als tolles Urlaubsziel dargestellt, sondern wird auch teilweise als düsteres, ärmliches, nostalgisches Erdteil beschrieben.

    Wir reisen aber nicht nur nach Italien, sondern auch in die Vergangenheit von Mihaly, mit der er nicht ganz fertig wird. Der Leser bekommt das Gefühl, dass die Vergangenheit der einzige Ort sowie die einzige Zeit ist, in der der Hauptprotagonist lebt. Lange ist sein Weg, bis er damit abschließt. Lang und sehr mühsam.

    Dieses Buch beschreibt die Geschichte einer Freundschaft und einer Liebe sowie deren Zerfall.

    Melancholisch, aber schön, wirr, aber interessant ist das Leseerlebnis. Spannende Gespräche und interessante Philosophien verleihen noch extra Würze.


  3. Cover des Buches Die jungen Rebellen (ISBN: 9783492960045)
  4. Cover des Buches Seiobo auf Erden (ISBN: 9783596183975)
  5. Cover des Buches Leni weint: Essays (ISBN: 9783498046996)
  6. Cover des Buches Der Lebensläufer (ISBN: 9783499225840)
    Péter Nádas

    Der Lebensläufer

    (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  7. Cover des Buches Heimkehr - Vom Schreiben am "Buch der Erinnerung" (ISBN: B0055H20LA)
  8. Cover des Buches Befreiung (ISBN: 9783492272094)
    Sándor Márai

    Befreiung

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Die Ich-Erzählerin Erzsébet verharrt über drei Wochen dicht gedrängt mit anderen Hausbewohnern, aber auch fremden Menschen in einem Keller zum Jahresübergang von 1944 nach 1945. Die Russen belagern ihre Heimatstadt Budapest. Die Deutschen hatten sie fast ein Jahr zuvor eingenommen und ihre Schreckensherrschaft aufgerichtet. Erzsébets Vater musste in den Untergrund, sie selber eine fremde Identität annehmen. Kurz vor der 'Befreiung' wird der Keller jedoch zwangsgeräumt. Nur Erzsébet und ein mysteriöser Gelähmter bleiben zurück. Dann endlich taucht ein junger Mann in russischer Uniform auf. Zunächst ist es die sprachliche Barriere, die ein Übereinkommen verhindert. Doch dann kommt es anders, als von Erzsébet herbeigesehnt...

    Weder vor noch nach der 'Befreiung' durch die Rote Armee war Ungarn wirklich frei im demokratischen Sinne. Márai selber hat diesen Übergang in Budapest miterlebt. Seine Protagonistin zählt zu der Menschengruppe, die tatsächlich den Tod zu befürchten hatten unter der deutschen Besatzung. So konnte es für sie nur besser werden. Der Roman schildert in Rückblicken die schrecklichen Zustände in der Stadt für Andersdenkende und wie die Unterschlupfmöglichkeiten immer rarer wurden.

    Vom Stil er habe ich auch in diesem Buch wieder eindeutig den von Màrai erkennen können. Er legt nicht so sehr den Fokus auf die äußeren Geschehnisse, sondern auf die inneren Bilder und Interpretationen seiner Figuren. Mitunter verliert er sich in den Gedankengängen der Hauptperson und schafft somit eine innige, fast schmerzlich nahe Verbindung. Manche Ansichten erscheinen aus heutiger Sicht etwas antiquiert, schaffen aber gemeinsam mit den geschilderten Vorurteilen einen authentischen historischen Rückblick.

    Schleierhaft bleibt mir jedoch, wie das jüdische Mädchen aus Auschwitz in den Keller gelangen konnte, da die Bereifung dort zeitlich erst später stattgefunden hat. Doch diesen Fauxpas mag man Màrai gerne nachsehen.

    Ergänzt wird das Buch durch ein aufschlussreiches Nachwort von Lázló F. Földényi, einem Kenner der ungarischen Literatur.

    Fazit: Nicht mein erstes Werk von Márai, sicherlich nicht mein letztes. Er versteht es, eine vergangene Zeit wieder aufleben zu lassen und uns an den Gedanken der Menschen, die damals lebten intensiv teilhaben zu lassen.

  9. Cover des Buches Im Norden ein Berg, im Süden ein See, im Westen Wege, im Osten ein Fluss (ISBN: 9783104020884)
  10. Cover des Buches Der eigene Tod (ISBN: 9783882438383)
  11. Cover des Buches Behutsame Ortsbestimmung (ISBN: 9783827004024)
    Péter Nádas

    Behutsame Ortsbestimmung

    (2)
    Aktuelle Rezension von: zwischentoener

    Obwohl ich auch ihn für bedenkenswert halte, möchte ich den nicht als nostalgisch misszuverstehenden titelgebenden Text über verlöschende althergebrachte Muster kollektiven Handelns einer ungarischen Dorfgemeinschaft, welche sich scheinbar mit den Totalitarismen der jüngeren Geschichte eher vereinbaren ließen als mit dem Versuch einer pluralistischen Demokratie, mit diesen wenigen Worten übergehen und besonders auf den zweiten Text, den Bericht „Der eigene Tod“, hinweisen. Über diesen, den Moment des eigenen Todes nämlich, schreibt Péter Nádas: „Was eigentlich als traurige Vergänglichkeit aufzufassen wäre, beurteilt mein Intellekt mit größtmöglicher Kontemplation, denn es ist mit der Erfahrung der anderen nicht mehr zu vergleichen.“ - Entgegen der Einschätzung des Moments vermag der Autor die Geschichte eines erlittenen Herzinfarkts mit seinen Lesern zu teilen, vom ersten Unwohlsein über die äußerste Beklemmung bis zur Nahtoderfahrung und darüber hinaus. Unter dem Eindruck großer Genauigkeit und Aufrichtigkeit meine ich, es ist bei aller Reflexion zudem ein enorm packender, bisweilen auch leicht ironischer Text, der eine aufmerksame Lektüre nicht schwer macht.

  12. Cover des Buches Agnes Nemes Nagy . Dennoch schauen - Gedichte. Insel Bücherei 1068 (ISBN: B00UXGAF6K)
  13. Cover des Buches Buch der Erinnerung (ISBN: 9783644023611)
  14. Cover des Buches Ende eines Familienromans (ISBN: B00BBNXLQA)
    Péter Nádas

    Ende eines Familienromans

    (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Ich - ein anderer (ISBN: 9783499225734)
    Imre Kertész

    Ich - ein anderer

    (9)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Opfer und Henker (ISBN: 9783887472207)
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