Bücher mit dem Tag "unkonventionell"

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67 Bücher

  1. Cover des Buches Erbarmen (ISBN: 9783423212625)
    Jussi Adler-Olsen

    Erbarmen

     (4.069)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Sehr, sehr spannend, interessante Charaktere, flüssige Sprache, überraschende Wendungen. Also alles, was ein guter Thriller braucht. Anfangs habe ich mich nicht so recht rangetraut, weil ich nicht lesen will, wie die Opfer leiden und der Titel war schon abstoßend, aber ich bereue es nicht. Die Story, jemanden in einem Betongefängnis über Monate gefangen zu halten, war doch zu unrealistisch um bei mir Abscheu auszulösen. Ich arbeite ja mit traumatisierten Opfern und bin daher etwas empfindlich. Aber das Groteske der Situation tat dem Buch keinen Abbruch. Es war im Kontext stimmig und ich habe das Buch regelrecht verschlungen. 

    Carl Mørck, bei einem Einsatz selbst traumatisiert und auch vorher schon etwas verschroben, wird in den Keller der Polizei verbannt um dort eine eigens für ihn gegründetes  Sonderdezernat zu leiten. Als ein Mann Betrieb sozusagen. Da er aber dort auch selbst putzen und Kaffee kochen soll, verlangt er einen Assistenten und bekommt  Hafez el-Assad, der sich äußerst engagiert zeigt und dem Carls schroffes Verhalten und dessen Eigentümlichkeiten nicht aufzufallen scheinen. Carl soll sich alten unaufgeklärten Fällen widmen, hat aber keinen Bock dazu. Notgedrungen greift er sich dann doch eines Tages eine der Akten und legt los, wobei eigentlich sein Assistent die treibende Kraft ist. Eine Parallelgeschichte, die 5 Jahre zuvor spielt, macht das Ganze richtig spannend und das Buch entwickelt sich zu einem wahren Pageturner, der die Abgründe der Menschlichen Seele offenbart.

    Auch wenn die Titel plakativ grausam sind, werde ich die Reihe weiterlesen, denn die Bücher sind echt gut. Und ich möchte wissen, wie es mit dem ungleichen Duo im Keller der Kopenhagener Polizei weiter geht. 

  2. Cover des Buches Schändung (ISBN: 9783423214278)
    Jussi Adler-Olsen

    Schändung

     (1.492)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Teil II einer Reihe (Sonderdezernat Q)

    „Sie wollten wie die Bande in >Clockwork Orange< sein. Gleichgültig gegenüber ihrer Umgebung. Permanent auf der Jagd nach Nervenkitzel und Grenzüberschreitungen. Verwegen und gnadenlos.“ (S. 102)

    Lange stand dieses Buch ungelesen in meinem Regal, offensichtlich hat mich der Titel abgeschreckt, denn am Autor liegt es definitiv nicht. Jussi Adler-Olsen ist ein Meister seines Fachs und seine Carl Mørck-Reihe besteht durchweg aus Bestsellern.

    FASANENTÖTER lautet der wörtlich aus dem Dänischen übersetzte Titel. Von diesem harmlos klingenden Titel darf der Leser sich nicht verwirren lassen. Dieser Psychothriller ist alles, aber nicht harmlos. TRIGGER-Warnung: Sadismus ist der Themenschwerpunkt in diesem Thriller!

    Eine Gruppe Eliteschüler, die für ihre Gewaltorgien aller „Uhrwerk Orange“ aufgefallen ist, steht unter Mordverdacht. 20 Jahre später: Eine Frau mit zerstörter Seele. Drei mächtige Männer, die ihr nach dem Leben trachten. Der zweite Fall für Carl Mørck.

    Inhalt

    Carl Mørck findet nach seinem wohlverdienten Urlaub auf seinem Schreibtisch plötzlich eine Akte – einen Cold Case, der aber scheinbar aufgeklärt ist. Zwei Jugendliche wurden vor 20 Jahren in einem Sommerhaus tot aufgefunden, neun Jahre später gibt ein Mann zu, die beiden ermordet zu haben. Der Fall scheint gelöst. Doch warum taucht die Akte nun wieder auf? Wer glaubt nicht an die Geschichte des Verurteilten?

    Carl Mørck und sein Assistent Hafez el-Assad fangen an zu ermitteln. Eine Gruppe junger Internatsschüler wurde damals verdächtigt. Heute bekleiden drei von ihnen hochrangige Posten in Politik und Wirtschaft mit Beziehungen zu höchsten Polizeikreisen. Kein Wunder, dass die Ermittlungen des Sonderdezernats bald darauf von oberster Stelle verboten werden. Wie soll Carl unter diesen Voraussetzungen den Cold Case auflösen?

    Protagonisten

    Carl Mørck und sein Sonderdezernat Q haben durch ihren ersten Fall, um die verschollene Merete Lyngaard, an Prestige gewonnen. Das Team bekommt Zuwachs – eine junge Sekretärin namens Rose Knudson, die anfängt ihren Chef Carl gehörig zu nerven. Bald merkt sie aber, dass fehlende Tische und Stühle in den Kellerräumlichkeiten nur ein untergeordnetes Problem darstellen.

    Das Ermittlerteam ist durchweg sympathisch. Die schroffe Kalter-Hund-Natur des Vizekriminalkommissars Carl Mørck wird durch die liebenswürdige, lebensfrohe Art von Assad kontrastiert. Es ist ein Fest, den beiden bei ihren Unterhaltungen „lauschen“ zu können.

    Die Jugendclique um Kirsten-Marie Lassen, Bjarne Thøgersen, Kristian Wolf, Ditlev Pram, Torsten Florin und Ulrik Dybbøl Jensen steht im Mittelpunkt der Ermittlungen. Die letzten Drei vergnügen sich beim Jagen in einem privaten Wald zusammen mit anderen hochrangigen Persönlichkeiten der High-Society Dänemarks (daher der Name Fasanentöter). Die Machenschaften der Freunde haben mich erschüttert. Sie agieren brutal, ungnädig und sadistisch. Kirsten-Marie Lassen, genannt Kimmie, nimmt einen Hauptpart in diesem Roman ein. Eine starke Frauenfigur, ähnlich der Merete Lyngaard aus dem ersten Teil. Sie ist geprägt durch ihre, alles andere als normale, Jugendzeit. Wegen dieser Figur bezeichne ich diesen Roman als Psychothriller. Kimmie ist eine Protagonistin, die einen Knacks weg hat. Beim Lesen schüttelte ich oft den Kopf über ihre Gedanken und Handlungen, doch ich habe auch mitgelitten.

    Schreibstil

    Jussi Adler-Olsen konstruiert seinen Roman, wie den Vorgänger, mit mehreren Perspektiven, die einander ergänzen. Doch im Unterschied zu „Erbarmen“ findet sich im Nachfolger ein komplexeres Konstrukt aus Sichtweisen. Im Stile des Allwissenden Erzählers erzählt Adler-Olsen die parallelen Handlungsstränge vom Ermittler Mørck; von einer selig geschundenen Frau; und von den drei befreundeten Männern, deren Vergangenheit sie nie losgelassen hat.

    Fazit

    SCHÄNDUNG von Jussi Adler-Olsen ist ein Psychothriller, der mir nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird. Man stelle sich die Clique aus „Clockwork Orange“ vor, die ihren Sadismus ausleben und ungestraft davonkommen, da sie Angehörige der dänischen Oberschicht sind. Zwar geht es in diesem Thriller weder um Beethovens Kompositionen noch um eine Kritik der Medien, aber dafür besticht er mit nachvollziehbaren Charakteren, einer erschütternden Thematik & einem gelungenen Plot. Gerade als Frau hat mich dieser Psychothriller bewegt und erschüttert, ich konnte ihn nicht mehr aus der Hand legen & finde das Ende sehr befreiend, wenn auch vorhersehbar. Ein Thriller der Marke: Zu was können Menschen fähig sein?!

     

    SCHÄNDUNG| Jussi Adler-Olsen| 2. Teil der Carl-Mørck Reihe| übersetzt aus dem Dänischen von Hannes Thiess| dtv Verlag| 2010| 459 Seiten| 14,99€

  3. Cover des Buches Sommer bei Nacht (ISBN: 9783869712086)
    Jan Costin Wagner

    Sommer bei Nacht

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Katha-mon

    Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch durch meine Arbeit in einem Literaturverein. Bei dem Cover gefällt mir, dass es schlicht und dunkel gehalten wurde. Den Schmetterling deute ich als ein Tabusymbol. Da sich das Thema um Pädophilie handelt, würde ein kleines Kind zusammen mit einem Erwachsenen besser eigenen. Aber das ist nur eine subjektive Empfindung.

    In Wagners Roman zeigt er zwei Personen auf, welche unter der pädophilen Neigung leiden. Dabei werden zwei signifikante Unterschiede aufgezeigt. Den einen, der diese Neigung auslebt und den anderen, der weiß, dass es falsch ist und diese Neigung nicht auslebt. Es wird bei dieser Person aufgezeigt, dass das Pädophil sein wie einen Fetischismus zu haben ist. Zum Beispiel gibt es Fußfetischisten, Menschen, die auf lange Haare stehen usw.

    An den Schreibstil hat es gedauert, bis ich mich daran gewöhnt habe. Für mich existieren zu viele Hypotaxen und zu viele alleinstehende Wörter. Mir fehlt das Prosahafte, aber das alles beruht auf meiner subjektiven Empfindung. Die Wortwahl ist einfach gehalten und leicht verständlich.

    Der Spannungsbogen zieht sich durch das Buch durch. Am Anfang war es etwas schleppend, weil ich mich noch mit den Erzählstil auseinandersetzen musste. Ist aber bis zum Schluss durchgehend spannend. Insgesamt ist es ein gelungener Roman.

  4. Cover des Buches Oxen. Das erste Opfer (ISBN: 9783742402042)
    Jens Henrik Jensen

    Oxen. Das erste Opfer

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Anna0807

    Nils Oxen wird Zeuge eines Mordes. Doch dieser Mord ist nicht so, wie man es sich jetzt denken würde. Er findet einen ermordeten Hund als er sich nachts auf einem Grundstück umschaut, auf dem er nichts verloren hat. Neben dem toten Hund fallen ihm noch sehr viel Personen auf, die irgendwie wie Security wirken, aber irgendwie auch nicht. Das kommt ihm seltsam vor, deshalb verschwindet er schleunigst. 

    Doch Nils Oxen ist nicht einfach irgendjemand. Oxen ist einer der höchst dekorierten Soldaten Dänemarks. Und als klar wird, dass er irgendwie in diese Geschichte verwickelt sein könnte versucht die Polizei auch gegen ihn und irgendwann mit ihm zu ermitteln. Doch nichts scheint so zu sein, wie es auf den ersten Blick wirkt. Und so befindet sich Oxen bald in seinen eigenen Ermittlungen wieder, in denen er verzweifelt versucht sich zu entlasten und das Geheimnis des Danehofs zu lüften. Doch hinter dem Danehof steckt weitaus mehr als anfangs ersichtlich!

     

    Der Klappentext zu diesem Hörbuch hat mich direkt angesprochen. Ein bisschen Krimi, ein bisschen Action und irgendwie auch ein kleines bisschen Drama! Das klang nach einer tollen Mischung.

    Leider konnte mich diese Geschichte dann nicht ganz von sich überzeugen.

     

    Bereits der Start in die Geschichte fiel mir nicht leicht. Ich habe sehr lange gebraucht um die Situation einzuordnen, da der Schauplatz oft gewechselt wird und dabei immer neue Personen in den Vordergrund gerückt werden. Besser wurde es dann mit dem ersten Auftritt von Oxen.

     

    Oxen war mir direkt irgendwie sympathisch. Der Autor schafft es mit dieser Figur einen sehr starken und eindrucksvollen Hauptcharaktere in einer sehr schwierigen Lage darzustellen. Aber Oxen besitzt nicht nur einen starken Willen. Er trägt auch einige Dämonen aus seiner Zeit als Soldat mit sich rum. Und diese Soldaten sind es, die ihm immer wieder das Leben zur Hölle machen. Auch in diesen Ermittlungen. Diese verletzliche Seite in Kombination mit der harten Schale hat Oxen definitiv zu etwas besonderem gemacht.

     

    Die Ermittlerin Magarete Franck, die Oxen für die Ermittlungen an die Seite gestellt wird besitzt ähnlich Fähigkeiten. Zum einen wirkt sie sehr taff, aber mit der Zeit erkennt man auch bei ihr eine verletzliche Seite. Leider bin ich mit ihr nicht so ganz warm geworden. Sie war mir unter anderem einfach zu ehrgeizig.

     

    Die weiteren Figuren sind mir auch nicht weiter in Erinnerung geblieben. Sie waren zwar nicht uninteressant, aber auch nicht herausragend.

     

    Die Handlung hat mir dann im Laufe der Geschichte doch einige Schwierigkeiten bereitet. War schon der Einstieg schwierig für mich gab es dann eine Phase, in der ich mich richtig in die Geschichte fallen lassen konnte. Aber umso weiter Oxen in die Suche nach der Wahrheit eingestiegen ist, desto unlogischer und weniger nachvollziehbar wurden das Ganze. Zudem haben mich die vielen Namen besonders im Anfangs- und im Beginn des Mittelteils zunehmend verwirrt. 

    Die Auflösung des Ganzen ist dann für mich etwas zu offen. Aber es bleibt noch genug offen sodass ich mich wohl noch einmal am zweiten Teil der Reihe versuchen werde.

     

    Positiv zu erwähnen ist der Sprecher. Dieser hat es auch in den etwas spannungsärmeren Abschnitten geschafft mich in der Geschichte zu halten. Ich freue mich tatsächlich ein bisschen auf ein Wiederhören im nächsten Teil.

     

    Insgesamt eine interessante Thematik mit leider doch deutlichen Schwächen im Spannungsaufbau. Aufgrund der spannenden Idee und der einzigartigen Charaktergestaltung sehe ich aber durchaus Potential für die Folgebände. 

  5. Cover des Buches Der Knochenjäger (ISBN: 9783734101311)
    Jeffery Deaver

    Der Knochenjäger

     (402)
    Aktuelle Rezension von: CeciliaBook

    Ich bin durch die Serien Lincoln auf das Buch gestoßen. Das Buch ist wie gewohnt anders und im Längen besser als die TV-Serie. Ich kann diesen Thriller wirklich uneingeschränkt empfehlen. Ein Nägelbeisser! 

  6. Cover des Buches Ragdoll - Dein letzter Tag (ISBN: 9783548060224)
    Daniel Cole

    Ragdoll - Dein letzter Tag

     (413)
    Aktuelle Rezension von: Woerterkatze

    “Ragdoll” lässt einen nicht kalt, überhaupt nicht, gelegentlich laufen einem Schauer über den Rücken. Der Prolog spielt vier Jahre vor dem eigentlichen Geschehen und hat es bereits in sich. Ein Polizist, namens Fawkes, schlägt den Angeklagten zusammen, und wird daraufhin vom Dienste suspendiert. Ist natürlich nur richtig, allerdings das Medienecho danach, hat es in sich und auch die Tatsache, dass nicht alles rund lief.

    Vier Jahre später geht es dann direkt spannend weiter und “Ragdoll” entwickelt sich zu einem wahren Pageturner. Direkt im ersten Kapitel fällt man in die Geschichte rein und man ist in ihr gefangen, da direkt eine Leiche auftaucht und ich mich gefragt habe, ob es nun ein Splatter-Thriller wird.  Vorweg er ist nicht geworden. Gut es geschehen Grausamkeiten, aber sie werden in keiner Weise detailliert dargestellt und dementsprechend konnte ich den Thriller auch gut lesen.


    Der Plot ist spannend und rasant, man fiebert direkt mit den Ermittlern mit und ich habe oft gehofft, dass sie schneller sind als der Täter, der wirklich ein perfides Spiel mit Wolf, Baxter und Edwards treibt.


    Wobei ich nun zum Personal der Handlung komme. Wolf ist der Ermittler schlechthin, ein verschrobener und eigensinniger Kauz, der für die Tat im Prolog zunächst mal aus dem Verkehr gezogen wurde und nun auch den Mittelpunkt der Handlung spielt. Daniel Cole verwendet verschiedene Namen für ihn und ist dabei nicht immer stringent:  So heißt er einmal Wolf, dann Fawkes, dann mal William oder Willi – das kann den Leser verunsichern, aber wenn man dann mal den langen Namen im Klappentext gelesen hat, dann passt wirklich alles: William Oliver Layton-Fawkes oder kurz Wolf. Auch wenn er tragender Charakter der Handlung ist, warm geworden bin ich nie mit ihm.


    Irgendwie auch nicht unbedingt mit den anderen Charakteren. Da wäre noch Emily Baxter, Kollegin von Wolf, und die beiden haben auch ein herzliches Verhältnis zueinander, dass natürlich auch wieder Wolfs Ex auf dem Plan ruft.  Baxter ist schwierig zu charakterisieren, am ehesten als hart, dickköpfig und sie weiß sich durchzusetzen, dabei hat sie auch ihre schwache Seiten, die nur Wolf kennt.

    Der Dritte im Bunde ist der junge Edwards. Ein Besserwisser par excellence, aber auch ein hartnäckiger Ermittler, der mir imponiert hat. Er setzt sich über Anweisungen von Baxter und Wolf hinweg, geht seinen eigenen Weg und verplempert damit in den Augen der anderen Zeit.

    Daniel Cole versucht alle drei gut darzustellen, dazu greift er auch immer auf ihr Privatleben zurück und versucht uns so die Protagonisten näher zu bringen. Es gelingt ihm auch, aber bis auf Edwards, der mir leicht sympathisch ist, fällt es mir bei den anderen Charakteren schwer Sympathie zu empfinden. Sei es bei den Protagonisten in der Poilzei, bei den Opfern oder auch bei den Leuten vom Fernsehsender, bei denen Wolfs Ex Amanda arbeitet.

    Daniel Cole hat es tatsächlich auf 480 Seiten fertiggebracht keinen einzigen sympathischen Charakter unterzubringen. Auch so etwas ist eine Kunst!


    Unsympathische Charaktere bedeuten allerdings nicht, dass das Buch kein Lesevergnügen war. Denn das war es ohne Weiteres. Grund dafür ist die rasante Handlung, die eingebauten Wendungen, das immer wieder Auftauchen von neuen Erkenntnissen, der Wechsel in den Handlungsorten und auch die Rückblicke auf 2010. Peu à peu erfuhr ich mehr und waren die ersten beiden Drittel der Handlung noch völlig undurchsichtig, so wurde es im letzten Drittel immer spannender und eindeutiger.

    Zunächst war ich am Ende völlig irritiert, das kann doch nicht wahr sein. War mein Gedanke und ich schüttelte den Kopf, das musste ich erst einmal sacken lassen. Gelinde gesagt, ich war einfach nur baff. Denn Daniel Cole hat einen Schluss inszeniert, mit dem man noch nicht mal nach vierhundertdreißig Seiten rechnet.


    Fazit

    “Ragdoll” von Daniel Cole ist ein spannendes, beklemmendes und düsteres Debüt. Mit einem überraschenden Ende, dass mich auch heute noch sprachlos zurücklässt. Eine klare Leseempfehlung für Thriller-Fans.

  7. Cover des Buches Ich erwarte die Ankunft des Teufels (ISBN: 9783150112564)
    Mary MacLane

    Ich erwarte die Ankunft des Teufels

     (51)
    Aktuelle Rezension von: simone_richter

    Das schmale Buch von Mary MacLane erschien schon 1902 in Butte, Montana und war ein Skandal. Über 100 Jahre später gibt es nun erst die deutsche Übersetzung, und es hat sich gelohnt diese Wiederentdeckung. Ein sprachgewaltiges Pamphlet, wütend, selbstbewusst und manchmal verzweifelt. MacLane war damals erst 19 Jahre alt und ihr liebstes Forschungsobjekt war sie selbst als unglückliches Genie und sie wünscht sich am besten gleich den Teufel als Liebhaber. Sie hadert mit ihren häuslichen Pflichten und der öden Landschaft.

    Dieses lebenshungrige Tagebuch ist wunderschön verlegt von Reclam. Schön, dass der Verlag dieses Debüt als Hardcover mit einem purpurnen Umschlag, worauf uns eine junge trotzige Frau ansieht, gewählt hat. Die Umschlaggestaltung ist ebenso furios mit mit der herausfordernden Frau als stilsichere s/w-Aufnahme und dunkelblauem Lesebändchen. Eine Würdigung der r rebellischen jungen Frau mit dem Ansinnen nach Glück und Ruhm. Ansonsten muss man die Ekstase lieben und das Seelenleben der kaprizösen jungen Frau, die jedoch alles genauestens betrachtet und sprachgewaltig einnimmt. Ein Statement gegen die Mittelmäßigkeit und für die Einzigartigkeit.
     Ein Organ der die heutige Selbstinszenierung auf Facebook, Instagram und Co.  in nichts nachsteht und wortgewandt daherkommt. Außergewöhnlich, wenn auch nicht leicht.

  8. Cover des Buches Englischer Harem (ISBN: 9783257239409)
    Anthony McCarten

    Englischer Harem

     (281)
    Aktuelle Rezension von: j_XuPa

    Das Buch verlief anders als ich es beim Kauf erwartet hatte. Die Polygamie spielt eine eher untergeordnete Rolle in dem Buch, was ich zu Nächst enttäuschend fand. 

    Jedoch regt das Buch auf so viele unterschiedliche Weisen zum nachdenken und hinterfragen der eigenen Standpunkte an, dass ich ihm das am Ende sehr zufrieden bin. Über Heimat, über Familie, Liebe und Glauben. Der Autor ermöglicht einen faszinierenden Blick auf die Gesellschaft und ihre Vorurteile und Starrheit in verschiedenen Modellen. Dabei kommen sowohl sozialisierte als auch persönliche Probleme zur Sprache. Über Liebe, Freundschaft, Rassismus, Trauer, Monogamie, Gemeinschaft, Neid, Unwissenheit und Vorurteile. Über die Angst nichts zu tun und die Angst etwas zu tun. 


    Der Autor verbindet hier simplere und ungewöhnliche Charaktere auf eine wundervolle Weise, die den Teil von mir anspricht der sich zu anderen abgrenzt und dabei mit Witz und Gefühl auf die Unsinnigkeit der Vorurteile der Gesellschaft hinweist. 

    Alles in Allem bin ich mit den Charakteren, der Handlung sehr zufrieden. 

    Die Beleuchtung der hintergründigen Themen ist in Teilen sehr differenziert. Jedoch konnte mich der Stil des Autors nur teilweise so fesseln, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Kann mich nicht ganz zu 5 Sternen durchringen, daher 4!

    Trotzdem hat es mir sehr gefallen und ich kann es nur weiterempfehlen!

  9. Cover des Buches Gefährliche Begegnungen (ISBN: 9780988391369)
    Kerstin Frashier

    Gefährliche Begegnungen

     (30)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Anna Zaires entführt ihre Leser in der deutschen Übersetzung ihres internationalen Bestsellers Close Liaisons in die nahe Zukunft der Erde. Die schönen aber gefährlichen Krinar haben sich auf der Erde niedergelassen und den Menschen ihre Alleinherrschaft entzogen. Die offizielle friedliche Koexistenz der beiden Rassen wird allerdings durch verschiedene Interessengruppen auf beiden Seiten untergraben, was zu unvorhersehbaren Verwicklungen führt.

    Von diesem Strudel der Ereignisse wird auch die schüchterne und introvertierte Studentin Mia Stalis erfasst, als sie eines Tages im Central Park dem geheimnisvollen aber höchst faszinierenden Krinar Korum begegnet. Für Korum ist es Begierde auf den ersten Blick und nichts und niemand kann ihn von seinem Vorhaben abbringen, Mia ganz für sich allein zu haben. Als Mia sich dagegen wehrt, setzt Korum all seine Verführungskünste ein, um der unerfahrenen Mia einen Einblick in die für sie völlig neue Welt der erotischen Leidenschaft zu geben. Allerdings hat diese unkonventionelle Beziehung der Beiden weit größere Auswirkungen auf die Zukunft ihrer Rassen, als sie denken...

    Wird Korum über Leidenschaft sein Ziel erreichen und Mia für sich gewinnen können? Wird Mia in Korum mehr als nur den Feind sehen können? Werden beide ihre persönlichen Interessen über die ihrer Rassen stellen, oder verfolgen sie ein höheres Ziel
    Inhaltsangabe auf amazon

    Über diese Trilogie bin ich durch Zufall bei audible gestolpert und habe mir da gleich alle 3 Folgen für 1 Guthaben bestellt.
    Das es sich hier um einen sehr erotischen Roman handelt war mir da noch gar nicht klar.
    Mir hat das Buch sogar sehr gut gefallen, eigentlich erstaunlich bei so viel Erotik, normalerweise langweilt mich das sonst schnell. Aber da mir der Schreibstil der Autorin sehr gut hefällt wird mir auch der allgegenwärtige Sex bisher nicht langweilig.

    Die Geschichte mit den Ausserirdischen, die die Erde übernommen haben, hat mir aucn gut gefallen.
    Überraschend interessant und eben auvh sehr gut erzählt.
    Fantasievolle Einzelheiten und Kleinigkeiten, besonders was so die Technik der Krinar und ihre Möglichkeiten betreffen, die sie haben.
    Was mich aber fast das ganze Buch über gestört hat, war die "Dämlichkeit" der Hauptperson Mia.
    Sie verhält sich manchmal extrem kindisch, eben dämlich.
    Schade, alles andere hat mir sehr gut gefallen.

    Und das die Sexszenen einfach nur ganz normalen spießigen Sex beinhalten, hat mir auch gut gefallen.
    Keine Peitschen,, Fesseln, Tiere oder andere abartigen Praktiken, sehr gut und beruhigend zu erleben, dass eben ganz normaler Sex sehr angenehm und erotisch sein kann.
    Na ja, Blümchensex ist es nun auch nicht gerade und es gibt mehr als die übliche Missionarsstellung...
    Dieser Teil trifft genau meinen Geschmack.
  10. Cover des Buches Der katholische Bulle (ISBN: 9783518465233)
    Adrian McKinty

    Der katholische Bulle

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Gekonnt gelingt es dem Autor Zeitgeschichte der 1980er Jahre in Belfast mit einem raffinierten Krimiplot zu verknüpfen. Getragen wird das Ganze durch seinen Hauptprotagonisten Sean Duffy, der katholische Bulle. Dieser kommt nicht ohne Makel daher, besitzt aber Moral, Tatkraft und ist durchaus stur und verbissen, wenn es darum geht seinen polizeilichen Pflichten nachzukommen. In seinem ersten Fall ermittelt Duffy in alle Richtungen (wortwörtlich), was nicht jedem gefällt. Immer wieder werden ihm Steine in den Weg gelegt. Aber er bleibt hartnäckig. Die Darstellung der politisch motivierten Zustände (Straßenschlachten etc.) verbindet McKinty geschickt mit dem Berufsalltag seiner Hauptfigur, und bringt dem Leser so nicht nur die aufgeladene Atmosphäre sondern auch den Charakter des Sean Duffy näher. Kurzum: Dies ist ein gesellschaftskritischer historischer Roman mit Krimiplot und einem sympathischen Hauptprotagonisten. Mir hat der Roman/Krimi sehr gut gefallen und möchte eine absolute Leseempfehlung aussprechen und vergebe für das Buch 5 von 5 Sterne.

  11. Cover des Buches Das Paradies (ISBN: 9783596192847)
    Barbara Wood

    Das Paradies

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Nala73
    Khadija, Amira und Jasmina – drei ägyptische Frauen erzählen von ihren verschlungenen Lebenswegen zwischen Fundamentalismus und westlicher Lebensart:

    Khadija hat einen unbeugsamen Willen, mit dem sie bis ins hohe Alter einen Fünfzig-Personen-Haushalt regiert. Ihre Vergangenheit liegt tief unter dem Wüstensand begraben.

    Amira ist die Tochter eines ägyptischen Vaters und einer englischen Mutter. Die Entwurzelte studiert Medizin und wird Ärtzin in Amerika.

    Jasmina ist als Bauchtänzerin im ganzen arabischen Raum berühmt. Durch ihr unkonventionelles Leben bringt sie ihre Familie in Verruf.
  12. Cover des Buches Engelsblut (ISBN: 9783442733392)
    Julia Kröhn

    Engelsblut

     (13)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Alles Sehen kommt von der Seele (ISBN: 9783935036627)
    Katja Behrens

    Alles Sehen kommt von der Seele

     (3)
    Aktuelle Rezension von: ARTsunnyBooks
    Ein großartiges Buch, das den Leser das Faszinierdene an der Sprache entdecken lässt. Das liegt insbesondere daran, dass es Katja Behrens gelingt, die Lebendigkeit, die Helen und ihre Lehrerin Annie bei ihren Entdeckungen empfinden, an den Leser, zu transportieren.
  14. Cover des Buches Watch Me - Ich werde es wieder tun (ISBN: 9783423215954)
    James Carol

    Watch Me - Ich werde es wieder tun

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Angelsammy

    Das ist das erste Buch, das ich von James Carol lese. Das Vorliegende ist zwar das zweite aus der Jefferson Winter - Reihe, aber eben mein Winterdebüt und ich bin restlos begeistert. 

    James Carol ist Schotte, 1969 eben im Lande des Single Malt Whiskys geboren. Er hat bereits als Gitarrist, Toningenieur, Journalist und Pferdetrainer gearbeitet. Er lebt mit Frau Karen und den Kindern Niamh und Finn in Hertfordshire ( Hartfordshör ausgesprochen, Har! Har! )/ Merry old England. 

    Er hat exzellent recheriert und viel Arbeit für den Background geleistet, damit sein Buch authentisch ist und das ist ihm vollauf gelungen. 

    Jefferson Winter ist ein unkonventioneller Profiler, Anfang Dreißig ( Stand 2014 ) und aufgrund einer genetischen Besonderheit verfügt er über komplett weiße Haare. Daß er sie sich nicht färbt hat seinen speziellen Grund, den man im Laufe der Handlung erfährt. Er hatte einst für FBI gearbeitet, ist aber nun freiberuflich tätig. 

    Diesmal wird er in Nordlouisiana benötigt. Sam Galloway, ein Anwalt einer Kleinstadt wird bei lebendigem Leibe verbrannt. Die Tat wurde gefilmt und online gestellt. Ein neuer Countdown läuft im Netz und wenn dieser abgelaufen ist, droht es einen neuen Toten zu geben.

    Denn Winter ist sich sicher, daß ein neuer Serienkiller kurz vor seiner "Geburt" steht. Er traut keinem in dem kleinen, ach so idyllischen blitzsauberen Städtchen. Nur Taylor, ein Polizist, der erst vor kurzem seinen Dienst angetreten hat und Hannah, die junge, sehr aufgeweckte Pensionsbesitzerin genießen sein volles Vertrauen. 

    Und bald schon beginnen sich die Ereignisse gefährlich zu überschlagen ...

    Winter ist ein ungewöhnlicher und exzeptioneller Protagonist. Nicht nur, daß er exzentrisch ist im Auftreten und durch sein Äußeres, nein, er ist hochintelligent. Er ist natürlich nicht allwissend, aber schaltet schnell und registriert Dinge, die andere nicht einmal ansatzweise wahrnehmen. 

    Vor allem möchte er nicht Jefferson, oder Mr Winter genannt werden, sondern nur Winter. Durch seine unkonventionelle Art hat er schnell meine Sympathie gewonnen, aber ebenso auch Taylor und Hannah.

    Der Plot selbst ist sehr raffiniert von James Carol konstruiert worden. Nichts ist, wie es zunächst scheint. Wenn man als Leser denkt, ah, jetzt habe ich's! Denkste! Ein neuer Haken wird geschlagen, die nächste Kapriole läßt einen aufs Angenehmste schwindlig werden. 

    Deswegen war ich am Ende ziemlich überrascht. Denn erst schien die Auflösung klar zu sein, um dann doch wieder kontrapunktisch ausgestochen zu werden. Verblüffend! Ein Labyrinth in einem Labyrinth in einem Labyrinth! Der Autor führt einen kongenial an der Nase herum.

    Die Atmosphäre ist unheimlich, verdichtet und so spannend, daß die Nerven wie Gitarrensaiten vibrieren! Hauptsache, man wird man selbiger oder gar einer Klaviersaite stranguliert! Bruhahahaha!

    Großartiger Pageturner, bei welchem man sich wundert, wo die Zeit abgeblieben ist, weil man derart in die Handlung vertieft ist! Die anderen muß ich mir ebenfalls noch zu Gemüte führen! Phantastisch!!!

  15. Cover des Buches Dornentöchter (ISBN: 9783548285900)
    Josephine Pennicott

    Dornentöchter

     (122)
    Aktuelle Rezension von: MissNorge

    ✿ Kurz zur Geschichte ✿

    Als Sadie in das alte Cottage ihrer Familie in Tasmanien zieht, hofft sie auf einen Neubeginn. Doch das schöne Haus hat ein Geheimnis. Vor Jahrzehnten starb dort Sadies Großmutter auf mysteriöse Weise. Ist die Zeit reif, das Rätsel zu lösen? Über Generationen hinweg hat die Familie geschwiegen, nun will Sadie endlich die Wahrheit ans Licht bringen. Sie dringt tief in die Vergangenheit ein und kommt dabei auch ihrem Traum von einem Leben voller Liebe und Vertrauen näher.

    (Quelle: Amazon.de)

    ✿ Meine Meinung ✿

    Och menno, das war aber leider nichts. Ich hatte mich so sehr auf ein spannendes und faszinierendes Familiengeheimnis gefreut, welches so nach und nach ans Tageslicht kommt. Doch die Autorin kommt mir da mit Teufeln und Geistern um die Ecke. Hätte ich das gewusst, dann ... Der Plot teilt sich in zwei Erzählungen auf, die mir aber beide zu träge und öde waren. Die Charaktere, egal ob damals oder heute, konnten mich nicht überzeugen. Sie waren mir alle zu eintönig und zu nervig. 

    ✿ Mein Fazit ✿

    Schade, sehr enttäuschend.

  16. Cover des Buches Wild Duck (ISBN: 3540482482)
    Gunter Dueck

    Wild Duck

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Schäfers Qualen (ISBN: 9783423213424)
    Georg Haderer

    Schäfers Qualen

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Christin87
    Major Johannes Schäfer wird zur Aufklärung eines Mordes in seine verhasste Heimatstadt Kitzbühel beordert. Aus einem Mord werden schnell drei und Schäfer stößt mit seiner unkonventionellen Art zu ermitteln nicht bei all seinen Kollegen auf offene Arme. Und dann ist da auch noch die Vergangenheit in Form seiner Exfreundin Marie und die Erinnerungen an seine wilden Zeiten, in einem vor Dekadenz strotzendem Ort, mit denen er konfrontiert wird.

    Eine dicke Portion Lokalkolorit und Humor sind die Essenz, von dem die Geschichte lebt. Die Figuren hingegen erfüllen die gängigen Klischees: der unangepasste, coole aber etwas kaputte Ermittler; eine handvoll kleingeistiger Kollegen; der spießige Chef im Wiener Büro usw. Trotzdem ist Schäfer ein recht sympathischer Zeitgenosse.
    Den Fall an sich fand ich trotz insgesamt 6 Morden und Ermittlungen, die weit in die Vergangenheit reichen, irgendwie nicht so recht mitreisend.
    Zwischenzeitlich habe ich mal zurückgeblättert, weil ich das Gefühl hatte etwas überlesen zu haben, denn das gesamte Konstrukt wurde irgendwann etwas unübersichtlich. Letztendlich war die Lösung eine, die ich nicht vorausgesehen hatte. Aber ob das nun an der Schreibkunst lag oder an meiner zwischenzeitlichen Verwirrtheit, weil es eben zu verschachtelt gestrickt wurde, da bin ich mir nicht so sicher. Insgesamt gibt es hierfür von mir leider nur drei Sterne.



  18. Cover des Buches Frühlings Erwachen (ISBN: 9783963450600)
    Frank Wedekind

    Frühlings Erwachen

     (330)
    Aktuelle Rezension von: Hikari
    Am Anfang hatte mich das Stück von Wedekind etwas irritiert. Immerhin wird es eine Kindertragödie genannt. Die dann aber erst mit dem voranschreitenden Ende wirklich ans Licht kommt.

    Ich muss sagen, dass es mir schwer fällt, über dieses Werk eine Rezension zu verfassen. Der Inhalt ist nicht ganz einfach und zu viel möchte ich ja auch nicht verraten.

    Frühlings Erwachen erzählt scheinbar zunächst von der Pubertät einiger Jugendlicher, die sich immer größeren Problemen ausgesetzt sehen, bis sie schließlich vor dem traurigen Finale stehen. Was zunächst fast als humorvolle Variante der beginnenden Sexualität zu sein scheint schlägt schnell um.

    Das Stück ist definitiv eines, das ich noch einmal lesen werde. Es stimmt einen nachdenklich und schockiert, auch wenn man solche Geschichten schon gehört hat und sie auch der Realität entsprechen. Ich dneke, mit wiederholtem Lesen werden einem noch viel feinere Züge auffallen und mehr und mehr Details ans Licht kommen.

    Doch auch so entwickelte die Geschichte einen immer größeren Sog und hat eine große Wirkung. Es liest sich gut und leicht und man kommt in die Geschichte rein, auch wenn einige der sprachlichen Wendungen nicht mehr so geläufig sind.
  19. Cover des Buches Die Macht der Alten (ISBN: 9783492269193)
    Richard Schwartz

    Die Macht der Alten

     (63)
    Aktuelle Rezension von: ThePassionOfBooks
    Nachdem der vorherige Band wieder eine Art Zwischenband war, hat es mich sehr gefreut Havald und seine Gefährten nun wieder zu treffen. Für mich sind sie schon wie alte Freunde, solange begleite ich sie nun schon. 

    Dieses mal gab es einige Spannungen zwischen Havald und einer der Sera's und hier konnte ich an beiden Figuren eine neue Seite entdecken, eines haben aber beide auf jeden Fall gemeinsam, sie sind stur bis zum geht nicht mehr. 
    Man merkt deutlich, wie sehr die anderen sich auf Havald verlassen und das sie über die lange Zeit, die sie bereits verbindet zu einem eingeschweißten Team geworden sind. 

    Man merkt, dass sich die Geschichte langsam einem Ende nähert, wobei es noch viele ungeklärte Fragen gibt. Auch müssen die Helden an vielen Fronten gleichzeitig kämpfen und ich bewundere sie sehr für ihre Willenstärke und ihren Ehrgeiz nicht aufzugeben, egal was auch kommt. 

    Meine liebsten Fantasywesen bekommen in diesem Band auch etwas Raum, worüber ich mich sehr gefreut habe. Ich möchte an dieser Stelle allerdings nicht verraten um welche Kreaturen es sich handelt, da ich sonst etwas Spannung vorweg greifen würde. 

    Zum Ende hin hielt der Band für mich zwei große Überraschungen bereit, die sehr schnell abgehandelt wurden. Das hat mich ziemlich überrumpelt und ich hätte mit diesem Umgang der Ereignisse überhaupt nicht gerechnet. Aber auch hier kann ich leider nicht mehr sagen, da ich sonst extrem spoilern würde.
  20. Cover des Buches Ellas Schmetterlinge (ISBN: 9789963537075)
    Eva-Maria Obermann

    Ellas Schmetterlinge

     (12)
    Aktuelle Rezension von: YH110BY
    Miri ist Anfang Zwanzig und mit ihrem Freund Jan von der Großstadt in ein kleines Dorf gezogen. Der Grund dafür war, dass Jan dort in einer Niederlassung zu arbeiten angefangen hat. Miri wurde kurz vorher entlassen und hat im Moment noch keine Stelle. Sie lehnt das Dorf und die Bewohner total ab und hat zu allem eine vorgefertigte Meinung. Auch zu Ella, ihrer Nachbarin, die eine Studentin ist, einen kleinen 3jährigen Sohn hat und schon wieder schwanger ist. Doch nach und nach entwickelt sich alles zum Besten. Ella gelingt es, Miri die schönen Seiten des Dorfes schmackhaft zu machen und Miri beginnt ein unbezahltes Praktikum bei der Bank. Doch dann passiert etwas, was Miris Liebesleben total durcheinander bringt....Obwohl Miri eine Frau ist, die es einem nicht leicht macht, sie zu mögen, habe ich sie nach einiger Zeit trotzdem in mein Herz geschlossen. Besonders ihre Freundin Ella war mir sehr sympathisch und hat Miri ganz schön umgekrempelt. Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Er ließ sich kurzweilig und angenehm lesen und hat mir einige schöne Lesestunden bereitet. Das Ende war ganz anders, als ich es erwartet habe und hat mich sehr überrascht.
  21. Cover des Buches Undank ist der Väter Lohn (ISBN: 9783442482887)
    Elizabeth George

    Undank ist der Väter Lohn

     (209)
    Aktuelle Rezension von: MartinaSchein

    Zu Beginn des Buches Undank ist der Väter Lohn wird Havers nach den Vorfällen gegenüber ihrer Kollegin Barlow auf dem Schiff ( Denn sie betrügt man nicht) zunächst suspendiert und danach vom Sergant zum Constable degradiert. Ihr oberster Vorgesetzter, Assistant Commissioner Sir David Hillier lässt es sich - seinem miesen Charakter entsprechend - auch nicht nehmen, sie in einem Gespräch so richtig fertig zu machen. In diesem Moment habe ich Barbaras Selbstbeherrschung wirklich bewundert. Mir wäre das nicht gelungen, ich wäre ihm wohl verbal mit dem nackten Arsch mitten ins Gesicht gesprungen.


    Havers vermutet Lynley als Fürsprecher, dass sie ihren Job überhaupt behalten hat, ist hiermit jedoch auf dem Holzweg. Ihr direkter Chef ist mit den gegen sie eingeleiteten Maßnahmen voll und ganz einverstanden und setzt mit dem – sie soll froh sein, überhaupt noch einen Job zu haben und für ihr »Vergehen« nicht verurteilt worden zu sein - noch eins drauf.
    Entgegen ihrer Vermutung ist Superintendent Webberly ihr Fürsprecher gewesen, der alle möglichen Strippen für sie gezogen hat.


    Nachdem Scotland Yard auf Wunsch eines ehemaligen Mitarbeiters der Abteilung SO11 zu einem Doppelmord in Derbyshire hinzugezogen wird, bezieht Lynley Constable Winston Nkata als Mitarbeiter ein und weist Barbara hingegen nur stupide Anfänger-Aufgaben zu.


    Bezüglich SO11 erfährt man im Laufe der weiteren Handlung interessante Dinge zu Lynleys Anfangszeiten im Yard.


    Irgendwie kann ich sowohl Lynley als auch Havers verstehen. Doch von der Denkweise her tendiere ich eher zu  Barbaras Einstellung. ›Weshalb soll man sich an Regeln halten, wenn es anders besser funktioniert?‹
    Lynley reagiert gegenüber Barbara in meinen Augen entschieden zu krass. Auch denke ich, dass man sich immer beide Seiten anhören sollte, um zu einem Urteil zu kommen.


    Havers Verbissenheit, den Fall zu lösen, um sich zumindest etwas zu rehabilitieren, kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch Nkatas Kollegialität, sie mehr mit einzubeziehen, als gegenüber Lynley offenbart, finde ich klasse. Auch erfährt man im Zuge der Handlung in diesem Buch etwas mehr über ›Winnie‹.


    Im weiteren Verlauf haben sowohl Lynley als auch sein Kollege in Derbyshire Scheuklappen auf den Augen, der im Endeffekt einem weiteren Menschen das Leben kostet. Barbara hingegen überführt mit ihrer Beharrlichkeit und Winstons Hilfe den wahren Täter.


    Für Lynley spricht, nachdem er auch die wahren Hintergründe der oben angesprochenen Vorkommnisse auf dem Schiff erfahren hat, Barbara Abbitte leistet. Allerdings müsste er mittlerweile doch wissen, dass es kein ausschließliches Schwarz oder Weiß gibt. Ich hoffe, dass er in Zukunft, nachdem er inzwischen ja auch die Ursache seiner Einstellung gegenüber Frauen erkannt hat, speziell in dieser Hinsicht lernfähiger wird und auch seine Emotionen besser in den Griff bekommt.


    Die einzelnen Handlungsebenen hat die Autorin meiner Ansicht nach wieder sehr gut und spannend heraus gearbeitet sowie auch mit dem entsprechenden Lokalkolorit versehen. Die unterschiedlichen Erzählstränge hat Elizabeth George wieder geschickt und teilweise sehr unerwartet miteinander verknüpft.


    Auch dieser Band hat mich von den ersten Seiten bis zum Schluss gefesselt.
  22. Cover des Buches Die Kunst, anders zu leben (ISBN: 9783868828184)
    Chris Guillebeau

    Die Kunst, anders zu leben

     (9)
    Aktuelle Rezension von: R_Manthey
    Der Titel dieses Werkes wird nicht jeden ansprechen, denn die meisten Menschen streben nach Konformität. Wenn man schon nicht die Kunst, anders zu leben, erlernen möchte oder auch darauf verzichten will, eigene Regeln zu erschaffen, wie es uns der erste Untertitel des Buches empfiehlt, dann würden wir doch sicher alle gerne das Leben führen, das wir uns wünschen. Das ist nämlich die dritte Verheißung, die uns versprochen wird, wenn wir den Ratschlägen des Autors folgen.

    Gibt es außer diesen diffusen Marketingsprüchen aber vielleicht doch ein Geheimnis, von dem wir noch nie etwas gehört haben und das in diesem Buch steht? Die ersten paar Seiten lesen sich noch ganz spannend, aber dann wird zunehmend deutlicher, dass sich der Autor an eine sehr kleine Gruppe von Menschen wendet, die in der Tat ein Leben führen wollen, das recht ungewöhnlich aussieht, den meisten anderen aber kaum gefallen wird.

    Meister Guillebeau reist sehr gern durch die Welt, hilft ab und zu in Afrika aus, spielt in einer Jazz-Band und betreibt kleinere Geschäfte, die er Unternehmen nennt. Für deren Gründung reichen nach seiner Auskunft jeweils hundert Euro. Vorrangig aber ist er Betreiber einer Internetseite und Autor. Mit anderen Worten: Er finanziert sein nonkonformistisches Leben durch Berichte darüber und Ratschläge für Nachahmungswillige. Und offensichtlich funktioniert dies ziemlich gut.

    Neben einigen interessanten Gedanken, auf die ich gleich komme, fällt dem gewöhnlichen Leser sicher auf, dass sich der Autor vielleicht unbewusst, vielleicht auch nicht, gerne selbst erhöht und recht selbstgefällige Ansichten besitzt. Im Kapitel 6 ("Universität versus Blogosphäre") stellt er eine Tabelle auf, über die man je nach Laune lächeln oder den Kopf schütteln kann, denn mit ihr will er dem Leser einreden, dass im Gegensatz zur Universität, die alternative Methode, Fachkenntnisse zu erwerben, das Verfassen von Texten fürs Internet wäre, was darüber hinaus wesentlich billiger, schneller und effektiver sei.

    Mit solchen Aussagen werden das Niveau des Textes und seine Zielgruppe ziemlich deutlich beschrieben. Auf der anderen Seite enthält dieses Buch zahlreiche Anregungen zum Hinterfragen eigener Lebensmodelle.

    Im ersten Teil rät uns der Autor ein besonderes Leben zu führen. Er bringt dazu eine Reihe von Beispielen von Menschen, die ihrem Leben schlagartig eine andere Richtung gegeben haben, nachdem die Einsicht zu ihnen durchgedrungen war, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann. Er appelliert an uns, die Angst vor Veränderungen zu überwinden, uns von zu viel überflüssigem Besitz zu verabschieden und den großen Sprung zu wagen.

    Berichte und Empfehlungen aus dem Arbeitsleben des Autors füllen den zweiten Teil ("Selbstbestimmtes Arbeiten"). Während der erste Teil noch relativ allgemein gehalten war, dominiert nun die spezielle Arbeitswelt des Autors in seiner "Blogosphäre". Das setzt sich auch im dritten Teil fort ("Die Macht der Konvergenz"). Er beginnt mit einigen Ideen zur Entrümpelung des eigenen Daseins, der Erstellung einer "Nicht-Erledigungs-Liste" und anderen minimalistischen Grundsätzen.

    Dann folgen Hinweise für Leute, die es dem Autor nachmachen und möglichst billig und lange durch die Welt reisen wollen. Schließlich lernen wir noch, dass wir unsere Arbeitszeit nicht nach Stunden, sondern nach ihrem Ergebnis messen sollten. Am Ende geht es dann noch um Glück und das Verändern der Welt.

    Das Buch enthält einige interessante Anhänge zu den Online-Aktivitäten des Autors und seiner Tätigkeit in Äthiopien.

    Besonders aufschlussreich fand ich seine Antworten auf "häufig gestellte Fragen". Da erfahren wir, dass Nonkonformität für den Autor die Alternative zum "Schlafwandeln" der meisten Leute sei. Auch sei es gut, wenn man beginnt, Autoritäten infrage zustellen. Dass der gesamte Text mit Zitaten von solchen Menschen bepflastert ist, würde Freud sicherlich hintergründig lächeln lassen.

    Fazit.
    Im Gegensatz zu seinem recht allgemeinen Titel bietet dieses Buch außer einigen Fragestellungen im Grunde nur einen Einblick in den sehr speziellen Nonkonformismus seines Autors. Dies tut es allerdings sehr konsequent und reichlich selbstgefällig. Diejenigen, die dem Autor nacheifern wollen, würden es wohl mit fünf Sternen benoten. Ich würde ihm drei geben, also hat es wohl vier verdient.
  23. Cover des Buches Emma Roth und die fremde Hand (ISBN: 9783990403709)
    Erika Urban

    Emma Roth und die fremde Hand

     (23)
    Aktuelle Rezension von: efell

    Ein seltsame Kindesentführung am Brunnenmarkt, die sehr an solche Entführungen in Südfrrankreich vor 20 Jahren erinnert.
    Ich hätte gar nicht gedacht, dass dieser Krimi sich so leicht lesen ließ - ich habe ihn immer wieder wegen der kleinen unübersichtlichen Schrift beiseite gelegt. Aber gleich nach den paar ersten Sätzen war ich in der Geschichte und Spannung drinnen. Einige Fragen hätte sich die Roth schon noch stellen können - wer hat gewusst, dass Maria und ihre Mutter am Brunnenmarkt gehen wird? Oder über den Fingerabdruck im Kindergarten...

     Liebesszenen fanden auch kurz Platz. Das Ende mit dem Selbstmord fand ich etwas überstürzt, wie wenn der Autor schnell zu ein Schluss kommen musste.

    Trotzdem habe ich nette und erholsame Lesestunden mit diesem Buch verbracht.


  24. Cover des Buches Eine Spur von Tod (Keri Locke Mystery--Buch #1) (ISBN: B06X99Z1GJ)
    Blake Pierce

    Eine Spur von Tod (Keri Locke Mystery--Buch #1)

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    Keri Locke ermittelt im Vermissten-Fall von Ashley Penn, einer Senatoren-Tochter, die auf offener Straße in einem schwarzen Van entführt wurde. Auch, wenn zwischenzeitlich von anderer polizeilicher Seite die Meinung besteht, dass Ashley freiwillig von zu Hause weggelaufen ist, so ist sich Keri sicher, dass hier ein Verbrechen vorliegt.... Dabei ermittelt sie mit unkonventionellen Methoden und agiert auch teilweise gegenüber Verdächtigen übertrieben heftig, was daran liegen mag, dass ihre eigene Tochter Evie vor 5 Jahren selbst in einem Van entführt wurde. Keri ist immer noch von diesen Ereignissen traumatisiert, befindet sich zwar in psychologischer Behandlung, aber meint ihre verschwundene Tochter immer noch an verschiedenen Orten zu sehen, was diesen Fall sehr persönlich für sie macht. 

    An ihrer Seite ermittelt Ray Sands, mit dem sie gut harmoniert und ein dynamisches Team bildet, auch wenn Keri oft zu Alleingängen neigt....Mit ihrem Vorgesetzten Hillman existieren allerdings ein paar Spannungen und teilweise hat Keri es schwer, im polizeilichen Rahmen als Frau akzeptiert zu werden.....

    Die Verdächtigen befinden sich überwiegend im privaten Umfeld von Keri und ihrer Familie und nach und nach kommt Keri der richtigen Fährte auf die Spur. Dabei ist Ashley nicht ganz das brave Teenager-Mädchen, wie man es sich vorstellt.... Vor allem die Auflösung des wahren Täters, sein Motiv und insbesondere den Showdown am Ende fand ich richtig gut gelungen....

    Die insgesamt 31 Kapitel sind kurzweilig gehalten, sodass ich das Buch innerhalb von 2 Tagen ausgelesen hatte. Allerdings trüben zwischenzeitlich ein paar formale Fehler zu viel den Lesefluss.... 

    Insgesamt eine Empfehlung für Leser, die weniger auf blutige Mordfälle und Folter stehen (wobei der Showdown am Ende doch ziemlich brutal ist), sondern sich für die Ermittlung in Vermisstenfällen begeistern können und zudem auch Interesse daran haben, wenn Fall und persönliches Schicksal der Protagonistin miteinander verbunden werden, was ich in diesem Fall äußerst gelungen fand. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzungen mit Keri Locke! 

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