Bücher mit dem Tag "uno"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "uno" gekennzeichnet haben.

55 Bücher

  1. Cover des Buches Qube (ISBN: 9783462054408)
    Tom Hillenbrand

    Qube

     (115)
    Aktuelle Rezension von: kleine_welle

    Doyle ist Investigativjournalist und wird auf offener Straße Opfer eines Attentats. Da er sich vorher anscheinend mit KIs beschäftigt hat, schaltet sich UNANPAI mit ein und so wird Fran Bittner auf den Fall angesetzt. 

     

    Das Cover gefällt mir sehr gut, obwohl ich nicht zu lange darauf schauen kann, sonst wird mir schwindelig. Aber das hatte ich auch schon bei Hologrammatica. ;)

    Qube spielt in derselben Welt wie Hologrammatica, nur ein paar Jahre später. Man begegnet alten Bekannten, wie Fran, aber auch viele neue Gesichter sind dabei. Und ich war wieder total begeistert von dem Buch. 

    Natürlich geht es wieder um KIs, aber das macht es durchaus nicht langweilig. Diese Welt die Tom Hillenbrand da erschaffen hat, ist einfach so spannend und interessant, ich bin einfach total fasziniert davon. 

    Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge und es war sehr spannend mitzuerleben, wie der Autor diese dann am Ende zu einem gemeinsame verknüpft. Obwohl ich mich doch bei einem besonders gewundert habe und mich gefragt habe, wie das in die Geschichte passen soll. Keine Angst, es wird erklärt und es passt auch in die Geschichte, aber meiner Meinung nach hätte er trotzdem nicht unbedingt sein müssen. 

    Aber auch hier zeigt Tom Hillenbrand wieder sein ganzes können, wenn er eine Welt entstehen lässt, die so möglich wäre und doch so Science Fiktion ist. Man ist nämlich nicht nur im Jahr 2091 auf der Erde und erlebt wie weit die Menschen mit der Technologie gekommen ist und wie zerstört der Planet gleichzeitig ist. Sondern reist auch mit den Protagonist*innen ins All, das schon längst nicht mehr nur für Astronaut*innen zugänglich ist. 

    Besonders mochte ich im Buch Persia, die eine sehr taffe Frau ist und auch wenn sie keine Hauptperson ist, doch einen großen Anteil an der Geschichte hat. Ach, generell hat der Autor alle seine Charaktere sehr gut beschrieben, auch die nicht so netten. Man nimmt ihnen einfach ihre Rollen ab und das ist das Schöne an dem Buch, man lebt in dieser Welt und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es nicht mehr so fern ist, das wir vielleicht das eine oder andere bald selber erleben dürfen. 

    Einfach sehr realitätsnah und so spannend erzählt. :)

    Obwohl ich eine Vermutung hatte, was noch kommen könnte, konnte ich noch längst nicht alles durchblicken. Aber meine Vermutung kam auch daher, weil ich etwas wusste was zum Beispiel Fran nicht wusste. 

    Das Ende ist einfach sehr genial und es bleibt einfach weiterhin spannend. Ich bin mir sicher, dass das nicht das letzte Buch aus dieser tollen Welt war und ich möchte unbedingt weiterlesen. 

     

    Mein Fazit: Ich war schon von Hologrammatica total begeistert und Qube konnte meine Begeisterung nicht bremsen. Auch dieser Roman ist einfach wieder so gut gelungen, denn man kann sich einfach alles so gut vorstellen. Außerdem ist die Story sehr spannend geschrieben und so bin ich einfach nur so durch die Seiten geflogen und habe es sehr schnell beendet. Wenn man Hologrammatica nicht kennt ist es nicht schlimm, denn auch wenn man alten Bekannten wieder begegnet und kleiner Bezüge auf das Buch genommen werden sind beide doch auch einzeln genießbar. Allerdings wenn man voll auf seine Kosten kommen möchte in dieser Welt, dann sollte man zuerst mit Hologrammatica starten und dann mit Qube weitermachen. Ich wünsche auf jeden Fall viel Lesevergnügen! :)

  2. Cover des Buches Der Knochenjäger (ISBN: 9783734101311)
    Jeffery Deaver

    Der Knochenjäger

     (408)
    Aktuelle Rezension von: CeciliaBook

    Ich bin durch die Serien Lincoln auf das Buch gestoßen. Das Buch ist wie gewohnt anders und im Längen besser als die TV-Serie. Ich kann diesen Thriller wirklich uneingeschränkt empfehlen. Ein Nägelbeisser! 

  3. Cover des Buches Eine Geschichte von Liebe und Finsternis (ISBN: 9783518467268)
    Amos Oz

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Jari
    Eigentlich hatte ich nie vor, dieses Buch zu lesen. Schlussendlich tat ich es trotzdem und zwar für die Weltreise-Challenge. Also liess ich mich von Amos Oz durch Jerusalem und seine Geschichte führen. Es war kein Flop, obwohl ich mich doch etwas durch das Buch quälen musste, und das ist schon mal nicht schlecht.

    Grundsätzlich bin ich nun froh, sagen zu können, dass ich ein Buch von Amos Oz gelesen habe. Dazu auch noch sein wohl bekanntestes. Am meisten gefielen mir die einzelnen Passagen, in denen es um die Literatur und Amos' intellektuelle Familie ging. Also vor allem der Anfang hat es mir doch sehr angetan.

    Doch schlussendlich hat sich das Buch für mich zu sehr verzweigt, aber damit hatte ich schon gerechnet. Vielleicht war meine Lektüre somit eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, wobei ich wie schon gesagt, vom Anfang sehr begeistert war. Aber mit der Zeit liess meine Faszination merklich nach und ich blieb eigentlich nur wegen ein bisschen Faktenwissen und der Challenge dabei.

    Sprachlich bewegt sich Oz auf einem Niveau, das seinem Ruf gerecht wird. Ein präziser Schriftsteller, sehr begabt, ein Talent, welches aus seinem familiären Umfeld gewachsen ist. Wer in eine solch akademische Familie hineingeboren wird, dem liegt das Spielen mit den Worten wahrscheinlich im Blut. Dennoch war es ermutigend zu erfahren, dass auch jemand wie ein Amos Oz Mühe hatte. Deshalb war es auch wieder das Ende, das mich nach längerer Durststrecke wieder mitnahm.

    Ich bin froh, dass ich das Buch durch habe. Trotz meines Mühsals war die Lektüre nicht vergebens. Viele schöne Textzeilen warten darauf, niedergeschrieben zu werden. Ausserdem habe ich einiges über die Geschichte Jerusalems und Israels lernen können. Kein Buch ist vergebens und dieses schon gar nicht.

    Bücher wie "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" tun gut, auch wenn man sich durch sie durchkämpft. Auch dann, wenn man die Handlungen der Figuren nicht versteht. Nicht versteht, wie sie oft nicht zufrieden sein können, wenn sie doch ein Leben leben, das ich auch gerne hätte. Aber jeder kämpft mit seinen Geistern, auch das lehrt uns Oz. Manchmal sind sie auch zu stark, dies zeigt das prägende Erlebnis des Todes der Mutter, das an unterschiedlichen Stellen thematisiert wird.

    Ein eindrückliches Buch mit starkem Charakter. Ein Buch, das sich nicht so leicht unterkriegen lässt, trotz aller Unwirtlichkeiten. Deshalb prädestiniert wie kein zweites, um Israel zu repräsentieren.
  4. Cover des Buches Wüstenblume (ISBN: 9783426789858)
    Waris Dirie

    Wüstenblume

     (1.528)
    Aktuelle Rezension von: angeltearz

    Zwischendurch mag ich es ganz gerne mal ein Buch über das Leben eines anderen Menschen zu lesen. Aber auch nur, wenn es auch eine Aussage hat. Ich höre auch unheimlich gerne meinen Großeltern und auch früher meiner Urgroßmutter zu, wie sie von ihrem Leben erzähl(t)en. Irgendwie hat doch jeder sein Päckchen zu tragen, die einen mehr und die anderen weniger. Und ich bin leider sehr neugierig und frage nach – wenn es mich interessiert.

    Waris Dirie ist ein Mensch, der sehr viel in seinem Leben durchmachen musste und ich freue mich darüber sehr, dass sie ihre Geschichte niedergeschrieben hat. Und ja, ich bin absolut davon überzeugt, dass sie dieses Buch selber geschrieben hat. Denn der Schreibstil ist einfach – stellenweise sogar sehr einfach. Aber das passt einfach zu dem Buch und zu ihrer Geschichte. Es macht das Ganze direkt noch glaubwürdiger. Waris möchte hier nicht Geld machen mit dem Buch, wie es dann doch einige Promis machen. Nein, sie möchte von ihrem Leben erzählen und sie möchte aufklären. Ganz weit oben die Beschneidung von Frauen. Immer noch ein absolutes Tabu-Thema und auch nicht wirklich real. Leider!

    Waris musste es selber durchstehen unter ganz schlimmen Bedingungen, die mir gar nicht in den Kopf gehen wollen. Es ist so schrecklich, was ihr angetan wurde. Es ist fast noch schrecklicher, dass es immer noch gemacht wurde, weil es zu einer Tradition gehört. Es gehört sich einfach so in Somalia, wo Frauen als Gegenstand bzw. als Besitz angesehen werden. Es ist einfach unglaublich und so unreal. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr es mich belastet.


    Ich finde, dass jeder dieses Buch gelesen haben sollte. Waris Dirie ist ein Mensch, auf den man aufsehen kann. Sie hat so viel durchgemacht und ist heute eine Frau, die für ihr Recht einsteht. Sie ist gewachsen mit ihrem Leben und hat das Beste daraus gemacht. Auch wenn sie es nicht schreibt, ist sie sicherlich das eine oder andere Mal zusammengebrochen und hat an dem gezweifelt, was sie getan hat. Aber letztendlich ist sie von Grund auf eine starke Frau und das sollte ein Vorbild sein. Für mich ist sie es jedenfalls.


    Von mir gibt es für dieses Buch eine ganz dicke Leseempfehlung.

  5. Cover des Buches Voodoo (ISBN: 9783442463367)
    Nick Stone

    Voodoo

     (230)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Von diesem Thriller war ich mehr als überrascht. Dieses Buch stand fast ein Jahrzehnt lang in meinem Regal und fand dann vor einigen Wochen endlich mal wieder in meine Hand.

    Der Klappentext besteht aus einem Dialog aus dem Buch, der sich zwischen dem Hauptprotagonisten Max Mingus und seinem Auftraggeber Allain Carver abspielt:

    „Eines sollte ich noch erwähnen“, sagte Carver zum Schluss. „Die Aufgabe ist nicht ganz ungefährlich. Sagen wir eher – sehr gefährlich.“ 
    „Soll heißen?“, fragte Max.
    „Ihre Vorgänger sind… Es ist nicht gut für sie gelaufen.“
    „Sie sind tot?“
    Carver schwieg einen Augenblick. Sein Gesicht war fahl geworden.  
    „Nein. Nicht tot, viel schlimmer."

    Und damit beginnt ein richtig guter Thriller um Max Mingus. Ich hätte beim Buchtitel nicht erwartet, so ein gutes Buch zu lesen und ich habe bis heute nicht verstanden, warum ich es fast 10 Jahre im Regal stehen lassen habe, um dann festzustellen, dass das einer der besten Thriller war, die ich seither gelesen habe.
    Die Geschichte handelt von dem ehemaligen Polizisten und Privatdetektiv Max Mingus, der eines Tages einen verlockenden Auftrag eines haitianischen Milliardärs bekommt. Max Mingus eilt sein Ruf als Privatdetektiv voraus und er wird von Allain Carver angeworben, seinen Sohn Charlie zu finden. Dieser Auftrag ist ihm zehn Millionen Dollar wert. Aber eben auch nicht ungefährlich. Eine Reise in ein fernes Land voll schwarzer Magie und Voodoo wartet auf Max und die Menschen auf der Insel meinen es nicht alle gut mit ihm. Seine Auftraggeber haben so manches düstere Familiengeheimnis und so beginnt eine spannende, gefährliche und brutale Suche nach einem Kind, die ihn arg herausfordert und ihn verstehen lässt, dass der Tod nicht das Schlimmste ist, was ihm passieren kann.

    Der Schreibstil von Nick Stone ist wirklich herausragend. Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden durchgesuchtet und war traurig, als es zu Ende ging.

    Die Charaktere im Buch sind sehr authentisch. Nick Stone bedient sich unserer Sprache des 21. Jahrhunderts. Also kein gehobenes „Snob-Gequatsche“. Da sind Wörter wie „Scheiße“ noch harmlos ^^

    Ich hatte auch gewiss keine Probleme in die Story reinzufinden. Der Prolog, der die Geschichte einleitet, ist schon sehr viel versprechend und hat bei mir sofort dazu geführt, weiterzulesen. Die Dinge, die dem Protagonisten auf Haiti passieren sind teilweise beängstigend und seine Beobachtungen abscheulich. Aber sie führen ihn auf die richtige Spur und so kommt er seinem Ziel Stück für Stück näher.

    Ein wirklich gelungener Thriller und ich bin echt gespannt, was die anderen beiden Bände um Max Mingus für Fälle bereithalten. Für mich ein 🌟🌟🌟🌟🌟 Buch.
  6. Cover des Buches Vom Anfang bis heute (ISBN: 9783328100065)
    Loel Zwecker

    Vom Anfang bis heute

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Loel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten. 

    Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen. 

    Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.

    Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten. 

    Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.

    Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat

  7. Cover des Buches Illegale Kriege (ISBN: 9783280056318)
    Daniele Ganser

    Illegale Kriege

     (11)
    Aktuelle Rezension von: wsch

    Das Buch von Daniele Ganser kam zwar 2016 auf den Markt. Dass das Buch mittlerweile in der 10. Auflage erschienen ist, ist bei den Fakten, die der Historiker und Friedensforscher akribisch zusammen gestellt und die er nicht minder akribisch nachprüfbar beschreibt,  wundert in keiner Weise.

    Um Missverständnisse von vorneherein zu vermeiden: ALLES, was der Autor (be)schreibt, entspricht den Tatsachen. Ein einziges kleines von vielen möglichen Beispielen: nicht nur bei dem an den zahlreichen aktuell geführten Kriegen interessierten Nachrichtenhörer,- zuschauer und Zeitungsleser dürfte bekannt sein, dass die USA den Kampf der Mudschahedin in Afghanistan zwar verdeckt, aber massiv unterstützt haben. Solange Russland sein 'Vietnam' in Afghanistan erlitt. Nach dem Abzug der russischen Truppen waren die Mudschahedin dann plötzlich die Feinde des US-Militärs. Derartige Beispiele sind auf den 333 Seiten zuhauf zu finden. Ebenso Angaben darüber, wie viele der weiteren NATO-Mitglieder dazu beitragen, das Imperium der USA aufrecht zu erhalten beziehungsweise auszubauen.

    Was das Buch fast zu einem Krimi macht: die nachgewiesenen Lügen der verschiedenen Präsidenten, um die Öffentlichkeit in die Irre zu führen. Die Methoden, die sich die Geheimdienste vor allem der USA haben einfallen lassen, um speziell Fidel Castro ermorden zu können.

    Ob nun im US-Alleingang oder mit Unterstützung anderer NATO-Mitglieder durchgeführt, das sei bei der folgenden Aufzählung ausser Acht gelassen. Der Kernpunkt ist die Tatsache, wie die NATO unter Missachtung der UNO, unter Verwendung der dreistesten Lügen gegenüber der Öffentlichkeit, die Welt mit ihren us-geführten Kriegen überzogen hat. Und noch immer überzeiht:

    1953 - Sturz des demokratisch gewählten Premierministers des ölreichen Iran Mohammad Mossadegh

    1954 - der us-geführte verdeckte Krieg in Guatemala 

    1956 - der Krieg von Israel, Frankreich und Großbritannien am und um den Suez-Kanal wegen der von Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser ausgesprochenen Verstaatlichung des Kanals

    1961 - Kuba-Krise

    1964 - die Lüge wegen eines angeblich angegriffenen US-Kriegsschiffes im Golf von Tonkin, die dazu diente, den von den USA geführten und schlussendlich verlorenen Vietnam-Krieg zu begründen

    1986 - die Bombardierung Libyens durch die USA-Air Force, um nach Möglichkeit Muammar al-Gaddafi zu ermorden

    1989 - der Krieg der USA gegen Panama

    1990 - ausnahmsweise mit UNO-Legitimation der Krieg gegen den Irak wegen dessen Besetzung Kuweits

    1991 - die Bombardierung Kroatiens und Sloweniens durch NATO-Mitglieder, wie bei den allermeisten kriegerischen Handlungen ohne UNO-Mandat

    1999 - das selbe nicht gerechtfertigte und von der UNO legitimierte Vorgehen der NATO in Serbien

    2001 - der von den USA ausgerufenen 'Krieg gegen den Terror' in Afghanistan, von anderen NATO-Mitgliedern massiv unterstützt

    2003 - der nächste US-geführter Krieg gegen den Irak unter dem Deckmantel 'Krieg gegen den Terror'

    2011 - der nächste US-geführte Krieg in und gegen Libyen

    2014 - der durch verdeckte Aktionen, Waffenlieferungen und finanzieller Unterstützung durch die USA eskalierende Krieg im Osten der Ukraine

    2015 - der Krieg Saudi-Arabiens gegen den Jemen

    Der immer noch andauernde Krieg in Syrien wurde 2011 durch Provokateure ausgelöst. Er dauert bekanntermassen noch immer an. Wie der Krieg gegen und im Jemen. Wie der Krieg in der Ost-Ukraine. Wie der Krieg im Irak. Wie der Krieg in Afghanistan. Und weitere hier nicht genannte kriegerische Auseinandersetzungen. Mit zig-tausenden unbeteiligter, ziviler Opfer.

    Zitat, Seite 285: "Die NATO-Propaganda gibt immer wieder vor, dass alle Länder, die keine Demokratien sind, aus diesem Grund bombardiert werden dürfen. Dies ist völliger Unsinn und würde die Welt in Flammen aufgehen lassen. Die UNO-Charta verbietet Angriffskriege klar, jedes Land darf seine Regierungsform gemäß dem Prinzip der Souveränität selber bestimmen. Die NATO kann Regierungen stürzen, aber NATO-Bomben können keine Demokratie erschaffen, wie die tragischen Beispiele Afghanistan, Irak und Libyen in aller Deutlichkeit zeigen."


  8. Cover des Buches Empört Euch! (ISBN: 9783550088834)
    Stéphane Hessel

    Empört Euch!

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin-Scheuer

    Über dieses Buch, das monatelange auf der Bestsellerliste stand, wurde bereits viel gesprochen und geschrieben. Für einige ist es wohl sogar zu einer Art "Bibel" geworden. Es geht zurück auf eine Rede Hessels, die viel Beachtung fand.
    Klar, dass ich dieses Werk auch einmal lesen wollte, um herauszufinden, was so besonders daran ist.

    Leider kann ich die allgemeine Euphorie nicht so ganz teilen.
    Bei dem dünnen Heftchen - ich würde es eher eine "Schrift" als ein "Buch" nennen - handelt es sich um den Aufruf eines 94jährigen an die jüngeren Generationen, sich endlich wieder mehr zu engagieren. Mich erinnerte dies etwas an das ewige "Früher war alles besser" und die ständigen "die Jugend von heute"-Klagen, die mich immer ärgern, weil sie schlicht und ergreifend falsch sind.
    Die Dinge, für wir uns engagieren sollen, liefert Hessel gleich mit. Neues hat er dabei nicht zu bieten: für Umwelt und soziale Gerechtigkeit, gegen die Macht der Banken und des Geldes, in Israel und den arabischen Ländern. Nunja.

    Was mich allerdings wirklich stark beeindruckte, war der Lebensweg von Hessel, von dem man das ein oder andere innerhalb der Schrift; wesentlich mehr jedoch in einem Nachwort erfährt. Hessel wurde in Deutschland geboren und flieht mit seinen Eltern während des Zweiten Weltkriegs nach Frankreich aus, nachdem es der jüdischen Familie gelang aus dem KZ "Buchenwald" zu entkommen. (Schon allein DAS finde ich zu tiefst beeindruckend; es geht aber noch weiter) Als Jugendlicher und junger Mann engeagiert er sich in der Resistance gegen Nazideutschland und schreibt schließlich nach Ende des Zweiten Weltkriegs an der Menschenrechtscharta mit. Später ist er als Botschafter für Frankreich an den unterschiedlichsten Orten weltweit im Einsatz. Wow!
    Mit diesem Hintergrund, finde ich, bekommt die Schrift doch gleich eine ganz andere Perspekitve. Wer sich stets so sehr für die eigenen Ideale und eine bessere Welt einsetzte, hat meiner Meinung nach alles Recht, sich über die heutigen Verhältnisse und die scheinbare Letargie der Jugend zu beschweren. Denn - sind wir mal ehrlich - so stark engagiert sind die wenigstens von uns. Natürlich sind die offensichtlichen Bedrohungen auch - gottseidank - geringer. Gründe, um sich zu engagieren - gibt es aber noch immer genug. Schön, dass uns so ein außergewöhnlicher Mensch hieran erinnerte.

    Unmittelbar nach der Lektüre dieses Werkes habe ich die Autobiografie von Stephane Hessel "Mein Tanz mit dem Jahrhundert" auf meine Wunschliste gesetzt. Ich bin wirklich schwer beeindruckt.

  9. Cover des Buches Kommando Flächenbrand (ISBN: 9783960290025)
    Markus Heitz

    Kommando Flächenbrand

     (7)
    Aktuelle Rezension von: benfi
    KURZBESCHREIBUNG:
    In der Kurzgeschichten-Sammlung 'Kommando Flächenbrand' geht der deutsche Fantasy-Autor Markus Heitz andere Wege - er ist gesellschaftskritisch unterwegs. In den vier Kurzgeschichten beschäftigt er sich unter anderem mit der Flüchlingspolitik oder revolutionären Gedanken. Grundliegend ist bei diesen Stories die Frage: was wäre, wenn? Hier die Geschichten im einzelnen:

    'Der Nachbar':
    Der Redner für die Organisation 'Ärzte ohne Grenzen' Ghandi King Zulu bittet vor dem zuständigen Ausschuss des europäischen Parlaments um Unterstützung gegen die Hungersnot und Verarmung in Afrika. Lächelnd wird dieses Problem beiseite geschoben - bis eines Tages Hunderte von Flüchtlingsschiffen vor den Küsten der Mittelmeer-Ländern der EU stehen und eine regelrechte Flüchltingswelle über Europa hinweg schwappt. Befangen wie gelähmt weiß der Rat damit nicht umzugehen und dem Druck der Öffentlichkeit gerecht zu werden. Als die zweite Welle an Flüchtlingen in Europa ankommt und es erste Konfrontationen gibt, spitzt sich die Lage mehr als dramatisch zu!

    'Kommando Flächenbrand':
    Nicht nur Hinnehmen und Reden; das ist das Motto von Tim Grandmann alias Flächenbrand, dem sein Leben als Sohn des Vorstandvorsitzenden eines Immobilienunternehmens und Doktor in Betriebsmanagement zuviel wird und mit dem Tod seines Vaters anfängt zu handeln. Er sammelt einige Interessen-Genossen um sich, um mit seinem geerbten Geld etwas Bewegung in die deutsche Politik zu bringen. Ohne Gewalt - mit reiner Überzeugungskraft! Allerdings nimmt die Sache schneller ungeahnte Ausmaße an, als es ihm lieb ist - doch zum Zurückrudern ist es längst zu spät!

    'Germany's Next Auswanderer':
    Überraschend werden der arbeitslose Ingo Rusnici und seine Familie für die neue Serie 'Germany's Next Auswanderer' ausgewählt. Innerhalb kürzester Zeit packen er, seine Frau Domenica und seine Kinder die wichtigsten Sachen und sitzen im Hubschrauber zu einem exotischen Ziel transportiert, um dort 24 Stunden auszuharren. Wie tödlich exotisch dieses jedoch ist, müssen Ingo und seine Familie sehr schnell erfahren!

    'Die Letzte':
    Oberfeldwebel Hektor Alois Burg hat es überlebt: als Minenräumer kann er nach 7000 entschärften Todbringern endlich aus dem Kosovo nach Hause und ein neues Leben beginnen. Da fällt ihm eine vergessene Mine in einem namenlosen Ort in der Nähe von Prizren ein. Diese will er noch unschädlich machen. Allerdings ahnt der Oberfeldwebel nicht, dass diese Mission schwieriger sein wird, als wie die vorherigen - mit ungewissem Ausgang...

    KOMMENTAR:
    Die Kurzgeschichten-Sammlung 'Kommando Flächenbrand', welche schon im Jahre 2015 lediglich als e-Book auf den Markt gebracht wurde, beinhaltet erschreckend aktuelle Visionen, obwohl die Stories teils über zehn Jahre alt sind. In dieser Bündelung von vier Geschichten aus der Feder des deutschen Autors Markus Heitz befasst sich eben jener mit den teils politischen Themen wie Flüchtlinge, Kriege und Revolution. Diese Themen packt Heitz in düstere, beängstigend realistische sowie zynische Geschichten. Beginnend mit 'Der Nachbar', in dem der Autor sich mit der Frage beschäftigt, was wäre, wenn die afrikanischen Länder beschließen würden, gezielt vielfache Flüchtlingsboote in Tanker-Größe nach Europa zu senden. Dasselbe Thema in einer spiegelverkehrten Variante weist die Story 'Germany's Next Auswanderer' auf; einzig mit dem Hinweis - der Krieg ist fern ... und doch so nah! Heitz zieht den Leser aus seinem warmen Lese-Sessel und weist ihn auf beängstigend faszinierende Weise auf die Problematiken in der heutigen Welt hin - Problematiken, die schon viele Jahre anhalten und wegen der Handlungsverweigerung der Mächtigen wie eine Mine unter unser aller Füße schlummern. 'Kommando Flächenbrand' hat einen Hauch des Romans 'Die Welle' von Morton Rhue, welcher in einer deutschen Produktion erfolgreich verfilmt wurde und sogar den Einzug in den Unterricht unserer Schulen fand. Ganz ehrlich: diese Kurzgeschichten haben eigentlich auch das Zeug dazu! Dabei denke ich besonders an die Geschichte 'Die Letzte', welche mich zwar schon mit ihrem Ende ein klein wenig enttäuschte, allerdings genau dieses den Raum für anregende Diskussionen geben könnte. Wer die Horror- und Fantasyromane des Autors mag und einfach mal über den Tellerrand lesen möchte, wird hier auf überraschend tiefschürfende Fiktionen stoßen, die doch zum Nachdenken anregen - sehr gelungen!
    8,2 Sterne
  10. Cover des Buches Der Hass auf den Westen (ISBN: 9783442156498)
    Jean Ziegler

    Der Hass auf den Westen

     (13)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Adler und Engel (ISBN: 9783641242671)
    Juli Zeh

    Adler und Engel

     (260)
    Aktuelle Rezension von: Naikomi

    "Adler und Engel" ist ein Werk, das aus formaler Sicht durchaus positiv zu bewerten ist. Die Erzählung ist verwirrend, sperrig, seltsam und eine lange Zeit unverständlich - genauso wie ihre Charaktere und die zugrundeliegende Handlung. Juli Zeh hat es geschafft, Figuren zu kreieren, denen man nicht häufig begegnet und die alle einzigartig sind. Sie malt Bilder, die ich noch nirgendwo anders gesehen habe. Doch da entsteht auch das Problem: Sie sind wirklich eklig. Wer das Buch lesen möchte, braucht eine dicke Haut. Ich musste das Buch mehrere Male beiseite legen. Nicht nur, weil ich die Handlung verdauen musste, sondern vor allem weil die Charaktere unerträglich sind. Ja, sie passen in die Story. Nein, keine einzige Figur ist sympathisch. Es gibt niemanden, mit dem man sich identifizieren kann, niemanden, dessen Handlungen ich nachvollziehen kann. Das macht die Lektüre schwierig, denn weiterlesen wollte ich eigentlich nicht, obwohl die Handlung spannend und die Erzählung ein Meisterwerk ist.

  12. Cover des Buches Hologrammatica (ISBN: 9783838788678)
    Tom Hillenbrand

    Hologrammatica

     (16)
    Aktuelle Rezension von: oromis23

    Stellt euch vor, ihr lebt im Jahr 2088. Die Leute tragen Holotexturen statt Kleidung, laden ihre Gehirndaten in Klonkörper hoch und reisen auf Autositzen durchs All. Das ist die Welt von Hologrammatica! Quästor (=Detektiv) Galahad Singh soll die verschwundene Programmiererin Juliette Perrotte finden, die an skurrilen Techniken wie Mind Uploading geforscht hat. Nebenbei gibt es schillernde Holo-Partys, Lovestories, große moralische Fragen und einiges an Verfolgungsgeballer.

    Meinung
    Hologrammatica macht Spaß. Das Europa der Zukunft (inklusive bewohntem Asteroidengürtel) ist wahnsinnig originell und detailliert geschildert. Hauptfigur Galahad mit trockenem Humor und einer Extraportion Coolness verfolgt mal alleine, mal mit seinem Lover Francesco die eine oder andere heiße Spur. Der zweite Strang wird aus Juliettes Sicht erzählt. Der Mix aus SciFi und Krimi lädt nicht nur zum Miträtseln ein, sondern auch zu Gedankenspielen über Gesellschaft und Moral in der Zukunft.

    Im letzten Drittel des 16-stündigen Hörbuchs kam ich allerdings teils nicht mehr mit, da ich oft nur nebenbei lauschen konnte und die Stränge und Hinweise sich immer mehr verflochten. Die Story ist sicherlich meisterhaft geplottet, zum gelegentlichen Nebenbeihören aber echt ungeeignet. Vielleicht wäre eine gekürzte Fassung eine gute Idee.

    Fazit
    Ein buntes, actionreiches Kopfkino, das in Erinnerung bleibt - lieber lesen als hören!

  13. Cover des Buches Schutzzone (ISBN: 9783518471142)
    Nora Bossong

    Schutzzone

     (30)
    Aktuelle Rezension von: renee

    Ein Buch aus der Longlist des Deutschen Buchpreises von 2019. Kann gut sein. Oder auch nicht. Am Anfang dachte ich nur: Was für eine wirre Schreibe! Immer wieder springt die Handlung recht zusammenhanglos zu verschiedenen Geschehnissen im Leben des Hauptcharakters Mira. Und dann diese Sprache. Ellenlange Schachtelsätze. Schwierig zu lesen. Und insgesamt zu sehr gewollt! Denn diese Gestaltung macht dieses Buch in meinen Augen nicht besser, eher viel schlechter! Dann klang es anfangs so, als würde die UNO in den Himmel gehoben werden. Will ich das hören? Nach den damaligen Geschehnissen in Ruanda! Den zähen Verhandlungen damals in der UNO, wo es einzig darum ging die Geschehnisse in Ruanda jetzt Völkermord zu nennen oder halt nicht !?!?!? Und in Ruanda starben Menschen, viele Menschen! Das macht mich heute noch wütend!!! Aber nach und nach ändert sich das Geschriebene. Das Buch wird zu einem Blick auf die Natur des Menschen und einem Blick auf die UNO und ihre Taten, ein nach dem Sinn fragender Blick. Einerseits steckt ja ein guter Gedanke hinter der UNO, andererseits ist es aber auch ein Aufspielen, man darf ja auch die wirtschaftliche Macht des Westens nicht vergessen. Und dann kommt der mit Fehlern behaftete Mensch dazu und seine fehlerhaften Erinnerungen. Hier noch die Verbindung zu Mira und ihren Gefühlen, ihren Gefühlsverirrungen und -wirrungen zu ziehen, ist ebenso ein kluger Gedanke. Insgesamt ist also das Buch thematisch nicht schlecht gemacht. Allerdings stößt man auf diesen Sinn im Buch erst recht spät, etwas zu spät in meinen Augen. Vorher quält man sich durch eher unwegsames und holpriges Terrain. Dennoch kommt eigentlich nichts wirklich Neues und dann die Longlist ??? Bei diesem wirren Aufbau und dann dieser sehr eigenen Sprache. Nun ja. Einigen gefällt dieses Buch ja, also auch der Aufbau. Denn den Inhalt fand ich nach und nach auch gut, er verdient eigentlich vier Sterne. Aber der Aufbau und die sprachliche Gestaltung minimiert leider diese Bewertung. Denn mehr als drei Sterne werden es bei mir hier leider nicht. 

  14. Cover des Buches Engagiert Euch! (ISBN: 9783550088858)
    Stéphane Hessel

    Engagiert Euch!

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Vorweg: ich bin Pessimist. Und unter diesem Gesichtspunkt muss man wohl auch meine Rezension verstehen. . Nach „Empört euch“ ist „Engagiert euch!“ Stéphane Hessel’s zweite Streitschrift zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Problemen. Es knüpft an die erste Streitschrift thematisch an und ist auch – so mein Eindruck – sinnvollerweise nach dieser zu lesen. Hessel konkretisiert in dem Interview mit Gilles Vanderpooten seine in „Empört euch!“ aufgestellten Thesen. . Hessels Kritik ist berechtigt. Das Buch ist ebenso dringend notwendig gewesen, doch werden seine Nachwirkungen (leider) begrenzt bleiben. Hessel selbst bleibt skeptisch, pessimistisch. Zwar fordert er die Jugend auf, sich mehr für aktive Veränderungen (also nicht nur philosophischen Disput) einzusetzen, doch man sieht bereits heute, wie beschränkt die Einflussmöglichkeiten tatsächlich sind. Erneue-rungsbewegungen und kritische Reflektionen gibt es zuhauf, gerade durch das Internet haben sie eine Omnipräsenz erlangt und eine Erleichterung bei der globalen Verbreitung gefunden. Erschreckend ist nur, dass selbst einmal als kritisch begonnene Bewegungen wie die Öko-Bewegung in vielerlei Hinsicht eine Massenkultur geworden sind, die sich kommerzialisiert hat und mittlerweile – wenn auch verdeckt – nach den gleichen Marktgesetzen abläuft, wie das Altbekannte, was durch sie abgelöst werden sollte. Zwar engagieren sich immer mehr Menschen aktiv für Umweltschutz, aber was nützt eine saubere Umwelt vor Ort (sicher viel), langfristig hat jedoch keiner geschafft, sich gegen den Regenwaldabbau, globale Verschmutzung und Versteppung sowie das stetige Auseinanderklaffen der sozialen Verhältnisse andernorts nachhaltig zu kümmern, die global wesentlich weitreichendere Auswirkungen auf Klima und politische Verhältnisse (Stichwort Klimakriege) haben werden, als wir annehmen. Mir scheint, dass sich der Kopf unserer Welt vom Rest abzulösen begonnen hat; vielleicht hat er es auch schon. Die schier unkontrollierbare Finanzindustrie scheint ein Beispiel. Es bleibt fraglich, ob Politiker ernsthaft Regelungswerke aufstellen können, die langfristig präventiv funktionieren. Der Mensch als System ist weder sozial noch nachhaltig denkend. Nur in sehr kleinen Gruppen ist der Mensch aus reinem Selbstschutz, ein wenig emotionaler Gebundenheit und Empathie daran interessiert, Gerechtigkeit und Kontrolle durchzusetzen – zum eigenen, individuellen Vorteil wohlgemerkt. Dass dies global geschieht und dauerhaft etablierbar ist, halte ich für eine Illusion, der wir schon seit der Antike nachjagen. Hessel mag ein kritischer Zeitgenosse sein, ob aber die Jugend als Ganzes mobilisierbar sein kann / wird, halte ich für sehr fragwürdig.
  15. Cover des Buches Mordshunger (ISBN: 9783938060537)
    Jean Feyder

    Mordshunger

     (3)
    Aktuelle Rezension von: savanna
    Zu diesem Buch sollte man sich besser keine Knabbereien zurechtlegen, denn sie werden einem im Halse stecken bleiben. Die sehr komplexen und weltumspannenden Themen Hunger und Unterernährung stehen im Mittelpunkt der Neuerscheinung „Mordshunger. Wer profitiert vom Elend der armen Länder?“. In Form eines populärwissenschaftlichen Fachbuches widmet sich der luxemburgische Autor Jean Feyder einer Fülle brisanter Aspekte rund um die weltweite Ernährungssicherheit. Als ständiger Vertreter Luxemburgs bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf und als Vorsitzender des Komitees für die am wenigsten entwickelten Länder der Welt sind ihm die Ausmaße des weltweiten Hungers leider nur zu gut bekannt. Als Aufhänger für sein hochaktuelles Buch nutzt Feyder die sogenannten Millenniums-Entwicklungsziele, an Hand derer die Anzahl der Hungernden und Unterernährten bis zum Jahr 2015 um die Hälfte reduziert werden sollen. Die Tendenz bis heute zeigt jedoch, dass der Hunger in der Welt tatsächlich leider sogar noch zugenommen hat. Die Finanzkrise der vergangenen Jahre hat in mehreren Regionen der Welt eine Ernährungskrise nach sich gezogen, die auch mit den Massen internationaler Hilfsgüter kaum abzumildern ist. Die Effektivität und Zukunft der internationale Entwicklungszusammenarbeit wird von Feyder ebenso kritisch unter die Lupe genommen, wie eine ganze Reihe internationaler Akteure, die im Zusammenhang mit dem weltweiten Hungerproblem überhaupt irgendetwas ausrichten könnten. Um zu verhindern, dass täglich (!) rund 25.000 Menschen an den Folgen von Hunger und Unterernährung sterben, sind zweifellos gewaltige politische Anstrengungen nötig. „Mordshunger“ bringt dem Leser unerbittlich ein herrschendes Problem globalen Ausmaßes nahe, welches man in seinem typischen Alltag mit gut gefülltem Kühlschrank nur allzu gern verdrängt. Das Themenfeld 'Hunger' an sich ist schon schwere Kost für einen Leser, der wahrscheinlich in seinem ganzen Leben noch nie Hunger gelitten hat. Hinzu kommt, dass Feyder die Hintergründe des Hungerproblems mit einer Reihe von Zahlen belegt, die dem Buch den Charakter von Fachliteratur verleihen. Die Fülle an aktuellen Fakten und die Verbitterung über herrschende Ungerechtigkeiten verlangt vom Leser über alle Kapitel hinweg vollste Aufmerksamkeit. Dennoch lohnt die Lektüre sehr: Die Gründe und Lösungswege zum Thema Hunger sind wahrscheinlich in keiner anderen Form derzeit so prägnant und hochaktuell zusammen gestellt worden.
  16. Cover des Buches Kleine Weltgeschichte (ISBN: 9783596167210)
    Alexander Demandt

    Kleine Weltgeschichte

     (7)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Das Imperium der Schande (ISBN: 9783442155132)
    Jean Ziegler

    Das Imperium der Schande

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Migmar
    Jean Ziegler ist ein Schweizer Intelektueller, der sich einen Namen gemacht hat mit seinen politischen Berichten über Länder, die an Hunger leiden. Er ist immer 100%ig leidenschaftlich und glaubhaft. Vorallem seine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse haben mich tief beeindruckt, da er ja als UNO Sonderbotschafter für das Recht auf Nahrung überall auf der Welt unterwegs war. Er betrachtet in diesem Buch viele Facetten des Hungers und beschäftigt sich mit der Frage, warum gerade diese Länder hungern? Das Buch gibt politische und wirtschaftliche Antworten, die heute wieder aktuell sind. In seinem Schreiben ist er mutig und fürchtet sich nicht davor, auch einzelne CEO's und Konzerne namentlich zu nennen. Wegen seinen Bücher hat er schon über 5 Klagen am Hals. Trotzdem schreibt er weiter und steht ein für seine Botschaft. Die Botschaft einer Welt, wo niemand hungert und wo soziale Gerechtigkeit herrscht. Das Buch muss man gelesen haben!
  18. Cover des Buches Die Welt ist eine Börse: Warum Sie sich in der Weltpolitik auskennen müssen um Ihr Vermögen aufzubauen (ISBN: 9783945794999)
    Markus Gürne

    Die Welt ist eine Börse: Warum Sie sich in der Weltpolitik auskennen müssen um Ihr Vermögen aufzubauen

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Isador

    Die Antwort auf diese Frage findet man in dem Buch "Die Welt ist eine Börse" von Markus Gürne .

    In 16 Kapiteln erfährt der Leser, wie er sich dafür sensibilisieren kann, um die Geschehnisse auf dieser Welt bewusst wahrzunehmen. Es werden die Zusammenhänge erklärt und Denkanstöße dafür geliefert, wann man in welche Firmen erfolgreich investieren könnte.

    Neben allen interessanten Informationen fand ich besonders die Checkliste am Ende des Buches sehr hilfreich, in der alle möglichen Geldanlagen mit ihren Vor- und Nachteilen aufgelistet sind.

    Ich empfehle dieses Buch gerne weiter für Menschen, die sich als Laien auf dem Gebiet der Finanzen bezeichnen, aber daran interessiert sind, sich unabhängig von Banken darüber zu informieren, wie sie ihr Geld jenseits von Sparbuch & Co. vermehren können.

  19. Cover des Buches Windows on the world (ISBN: 9783548262413)
    Frédéric Beigbeder

    Windows on the world

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Buch war das erste von einem bedeutenderen Autor, das nach 9/11 erschienen ist und die Terroranschläge thematisiert (2003 genaugenommen): Ein Immobilienmakler nimmt seine beiden Söhne mit in das Restaurant unter dem Dach des Nordtrums des World Trade Centers, als kurz danach die Hölle ausbricht und Rettung unmöglich ist. Beigbeder erspart keine grausigen Details, er selbst sagt, man kann sich nur vorstellen, was wirklich an diesem Morgen in dem Hochhaus passierte.
  20. Cover des Buches Hundert Tage (ISBN: 9783835323261)
    Lukas Bärfuss

    Hundert Tage

     (43)
    Aktuelle Rezension von: SCHULZ

    Ein politischer Roman, der die Entwicklungshilfe kritisch beleuchtet und den Völkermord in Ruanda hautnah beschreibt.

    Lukas Bärfuss wurde 2019 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

  21. Cover des Buches Ein Pegasus für Mrs. Bullitt (ISBN: B002O4HK5S)

    Ein Pegasus für Mrs. Bullitt

     (1)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    36.Folge der deutschen Ausgabe des Magazine of fantasy and Science Fiction mit teilweise sehr gemischten Geschichten. Von sehr gut bis grottig
  22. Cover des Buches Geheimsache BRD (Dokumentation) (ISBN: 9783000209291)
    Sven B Büchter

    Geheimsache BRD (Dokumentation)

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches 11 drohende Kriege (ISBN: 9783442713608)
    Andreas Rinke

    11 drohende Kriege

     (3)
    Aktuelle Rezension von: TAndres
    Das Buch ist sehr gut geschrieben, zu jedem Szenario gibt es etwas Science Fiction, wie dieses Szenario ablaufen könnten und einen wissenschaftlichen Teil, der die aktuelle Sachlage über das Thema beschreibt. Die Szenarien sind gut ausgewählt, auch wenn ich nicht alle für realistisch halte. Man sollte unbedingt unvoreingenommen an das Buch rangehen. Als ich es das erste Mal gelesen habe, fand ich es übertrieben und habe es früh zur Seite gelegt. Beim zweiten Mal lesen und diesmal auch intensiver fand ich das Buch richtig gut. Auch wenn das Buch Ende 2011 fertiggestellt wurde, ist es immer noch aktuell.

    Genauere Erklärungen zu den Szenarien gibt es in meinem Blog unter:
  24. Cover des Buches Warum die Sache schiefgeht (ISBN: 9783869711003)
    Karen Duve

    Warum die Sache schiefgeht

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Karen Duve schreibt sich dir ganze Wut von der Seele, wie wir von engstirnigen und machtbesessenen MÄNNERN in die globale Krise getrieben wurden, von den gleichen Typen, die seit 5000 Jahren das Sagen haben und wegen denen es jetzt 2 vor 12 auf der Weltuntergangsuhr ist. Sie nennt die Probleme beim Namen (gefühllose, dressierte Entscheidungsträger, die beratungsreistent sind und selbst jetzt vor dem abzusehenden Untergang nicht bereit sind, zu tun, was jetzt unbedingt getan werden muß. Allen Entscheidungsträgern landauf landab sei das Buch vor die Stirn getackert, aber Frau Duve sieht die Rettung ja auch nur in einer Revolution, selbst die Vereinten Nationen scheinen eine Nummer zu klein für das Anliegen zu sein. Das Buch zur rechten Zeit.

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