Bücher mit dem Tag "unruhe"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "unruhe" gekennzeichnet haben.

36 Bücher

  1. Cover des Buches Lord of Shadows (ISBN: 9783442489008)
    Cassandra Clare

    Lord of Shadows

    (506)
    Aktuelle Rezension von: tines_bookworld

    "Dann brich mir das Herz. Brich es in tausend Stücke. Du hast meine Erlaubnis."

    Für "Lord of Shadows" habe ich wirklich ewig gebraucht und das ist auch mein allergrößter Kritikpunkt in diesem Buch. Ein 850-Seiten-Buch sollte keine 250 Seiten Einstieg benötigen, bevor es mit der Handlung und der Spannung überhaupt losgeht. Ernsthaft, warum sind Clares Bücher alle immer solche Wälzer?! Da muss ich von Anfang an gepackt sein und nicht hingehalten werden. Auch zwischendurch gab es immer mal wieder Längen, so dass ich max. 100 Seiten am Stück lesen konnte. 

    Es war nicht ganz so schlimm wie "Clockwork Prince", denn die Geschichte nahm nach dem ersten Drittel wirklich gut Fahrt auf und an Handlung ist einiges passiert. Die Charaktere haben sich in diesem Buch toll entwickelt und auch an Liebesgeschichten mangelt es nicht. Ich musste grad nochmal nachzählen, wir bekommen hier neben Emma & Julian (die mir in diesem Buch erneut das Herz zerrissen haben, weil sie nicht zusammen sein dürfen, obwohl alles in ihnen nach dem anderen ruft! Immerhin haben sie sich nun endlich die Wahrheit gesagt und können zusammen an einem Strang ziehen...) noch mind. 3 weitere Beziehungsstarts präsentiert und ich bin echt gespannt, wo das Ganze noch hinführt! Tatsächlich empfand ich das nicht als too much, sondern gab den Personen weitere Tiefe und auch eigenständige Handlungsstränge.

    Das Ende war für alle Beteiligte (inklusive mir) absolut beschissen, wenn nicht sogar unnötig für zu viel Drama. Neben dem Trauma wurden noch zwei weitere rote Fäden gestartet, so dass ich wenigstens hoffe, dass sich dieser Figurentod auch gelohnt hat und hier nicht einfach nur geliebte Charaktere gekillt wurden, weil die Autorin es kann.

    "Lord of Shadows" bringt die Gesamthandlung der "Die dunklen Mächte"-Reihe ein ganzes Stück voran, schafft es aber selten, die Spannung zu halten. Ich vergebe 3,5/5 Sterne.

  2. Cover des Buches Lady Midnight - Die Dunklen Mächte (ISBN: 9783442487042)
    Cassandra Clare

    Lady Midnight - Die Dunklen Mächte

    (874)
    Aktuelle Rezension von: FreyaJueptner

    Ich habe nahezu alles aus der Schattenjägerwelt verschlungen. Trotzdem wähle ich bewusst „Die Dunklen Mächte“ für meine Rezensionen aus, denn hier verlässt Cassandra Clare für mich erstmals deutlich ihre vertraute Komfortzone und wagt sich an einige heiße Eisen.

    Vordergründig erzählt „Lady Midnight“ von einer verbotenen Teenagerliebe. Darunter liegt jedoch das Porträt der schwer traumatisierten Emma Carstairs. Ihre Besessenheit vom Tod ihrer Eltern und ihr unermüdliches Training lassen sich für mich als Ausdruck einer posttraumatischen Belastungsstörung und ihrer Verdrängungsmechanismen lesen. Emma kämpft, sucht und funktioniert, weil sie sich andernfalls ihrem Verlust stellen müsste. Gerade diese innere Zerrissenheit macht sie für mich zu einer interessanteren Hauptfigur als die berühmte Clary Fairchild.

    Auch Julian Blackthorn musste viel zu früh erwachsen werden. Gemeinsam mit Emma trägt er die Verantwortung für seine jüngeren Geschwister, weil der erwachsene Vormund seiner Aufgabe nicht gewachsen ist. Cassandra Clare zeigt damit Kinder und Jugendliche, denen eine Verantwortung aufgebürdet wurde, die niemals ihre hätte sein dürfen. Dass sie diese Last scheinbar selbstverständlich tragen, macht ihre Situation nicht weniger erschütternd.

    Zugleich erleben wir eine Schattenjägerwelt, die sich nach einem verheerenden Krieg wieder aufzubauen versucht. Der Krieg ist offiziell vorbei, doch weder die Menschen noch ihre Institutionen haben ihn wirklich überwunden. Aus Angst und dem Wunsch nach Sicherheit werden Maßnahmen ergriffen, die kaum gerecht und nur schwer nachzuvollziehen sind. Cassandra Clare spiegelt darin politische Mechanismen wie Ausgrenzung, Kollektivstrafen und den Versuch, gesellschaftliche Konflikte durch Verbote zu lösen. Schon in diesem ersten Band erzeugt diese Ordnung ein deutliches Unbehagen.

    All das verbirgt sich unter einer ebenfalls nicht unumstrittenen Romanze. Emma und Julian sind Parabatai, und nach den Gesetzen sowie der magischen Ordnung der Schattenjäger ist ihre Liebe verboten. Dadurch ist die Liebesgeschichte nicht bloß schmückendes Beiwerk, sondern eng mit den Regeln und Konflikten dieser Welt verbunden.

    Wer nur die Teenagerromanze sieht, übersieht deshalb einen großen Teil dieses Romans. „Lady Midnight“ erzählt ebenso von Trauma, viel zu früher Verantwortung, politischer Kurzsichtigkeit und einer Gesellschaft, die aus ihrem letzten Krieg offenbar nicht genug gelernt hat.

  3. Cover des Buches Vom Ende der Einsamkeit (ISBN: 9783257261554)
    Benedict Wells

    Vom Ende der Einsamkeit

    (1.134)
    Aktuelle Rezension von: Noemi_Sievert

    Dieses Buch hat mich auf eine ganz besondere, stille Art berührt. Benedict Wells schreibt so sentimental, melancholisch und gleichzeitig wunderschön, dass ich mich in manchen Gedanken und Gefühlen selbst wiedererkannt habe.

    Vom Ende der Einsamkeit braucht keine grosse Spannung und keine dramatischen Wendungen, um einen mitzureissen. Es sind vielmehr die Schicksalsschläge, die leisen Momente und die inneren Kämpfe der Charaktere, die diese Geschichte so besonders machen.

    Vor allem das Thema Einsamkeit hat mich beeindruckt: wie sie einen Menschen prägt, wie schwer es sein kann, wieder ins Leben zurückzufinden – und wie trotz Verlust, Schmerz und Vergangenheit irgendwann wieder etwas wie Frieden entstehen kann.

    Benedict Wells beschreibt all das mit einer unglaublichen Feinfühligkeit. Die Geschichte ist traurig, ohne nur traurig zu sein. Melancholisch, ohne hoffnungslos zu wirken. Und tiefgründig, ohne sich darin zu verlieren.

    Für mich ist es eines dieser Bücher, die nicht laut sein müssen, um lange nachzuhallen.

    Ein Buch voller Stille und gleichzeitig voller Tiefe. Wunderschön geschrieben und für mich eine klare Empfehlung. Ich werde es definitiv immer wieder weiterempfehlen. 

  4. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783733507275)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    (2.398)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Selbst wenn dieses Buch nicht auf Zustände zurückgreifen würde, wie sie in Deutschland einmal gewesen sind, wäre es eine der mitreißendsten Geschichten, die ich bisher gelesen habe. Das Buch fängt die kindliche Unschuld auf besondere Weise ein. Bruno, der Hauptprotagonist, kann weder „Führer“ noch „Auschwitz“ richtig aussprechen. Wir erleben die Nazizeit aus Kinderaugen – aus der Sicht eines Jungen, dessen Vater SS-Offizier ist und damit beauftragt wird, eines der bekanntesten Konzentrationslager zu leiten.


    Anfangs ist die Geschichte sehr rührend, und man muss sogar leicht lächeln, wenn man die kindliche Naivität und Hoffnung sieht, die Bruno trotz dieses bitteren Umfelds in sich trägt. Die Augen eines Kindes sind einfach dazu berufen, noch das Gute in der Welt zu sehen. Dann folgt die Begegnung mit Schmuel, dem Jungen auf der anderen Seite des Zauns, der angeblich nicht gut genug war, um mit Bruno spielen zu dürfen.


    Bruno, der gesunde Junge, der im Buch im Gegensatz zu Schmuel sogar etwas dicklich beschrieben wird, trifft auf den Jungen im gestreiften Pyjama, dessen Hände nur noch aus Knochen zu bestehen scheinen, dessen Haut grau geworden ist und dessen Adern deutlich hervortreten. Trotzdem entwickelt sich zwischen ihnen eine Freundschaft. Denn wie könnte es anders sein? Kinder entwickeln Freundschaften ganz selbstverständlich – es sind die Erwachsenen, die Unterschiede zwischen Menschen sehen.


    Obwohl einige Situationen entstehen, in denen Bruno erkennen könnte, dass er und Schmuel nicht gleich behandelt werden, bewahrt er bis zum Schluss seine kindliche Unschuld. Und dann folgt das Ende. Es hat mir schlichtweg die Sprache verschlagen. Für Kinder ist es ein unglaublich ungerechtes Ende. Doch für einen Vater, der verantwortlich ist für den Tod so vieler Menschen, der so viele Kinder zu Waisen und so viele Eltern kinderlos gemacht hat, wirkt es vielleicht sogar wie eine gerechte Strafe.


    „Der Junge im gestreiften Pyjama“ steht zwar auf dem Lehrplan vieler Schulen, doch eben nicht an jeder. Dabei sollte es Pflichtlektüre sein – bundesweit vereinheitlicht, sodass jeder dieses Buch einmal in seinem Leben lesen muss. Nicht nur wegen der Geschichte selbst, sondern um zu verhindern, dass sich solche Taten jemals wiederholen.


    Denn auch wenn dies eine fiktive Geschichte ist, wissen wir anhand der Videoaufnahmen und Berichte aus jener Zeit alle, dass die dargestellten Ereignisse keineswegs weit hergeholt sind, sondern der Realität erschreckend nahekommen.

  5. Cover des Buches Turtles All the Way Down (ISBN: 9780141346045)
    John Green

    Turtles All the Way Down

    (154)
    Aktuelle Rezension von: Eliza_Koopmann

    Ehrlich gesagt habe ich ziemlich lange gebraucht um die Geschichte reinzukommen, was bei insgesamt knapp unter 300 Seiten, mit über 100 schon fast die Hälfte des Buches ausmacht. Allerdings bin ich froh, dass ich dran geblieben bin, denn als ich erstmal im Lesefluss war hat es sich wirklich gelohnt. Es war die perfekte Balance zwischen Realität und Hoffnung und dabei euch ein bisschen Liebe. Es wird nichts romantisiert, aber auch keine Hoffnung verbannt, was mir sehr gut gefallen hat. An einige der Charaktere konnte ich mich schnell gewöhnen, während ich bei anderen ziemlich lange brachte oder immer noch nicht ganz warm mit bin.

    Insgesamt ist Turtles all the way down ein sehr schönes Buch, was es allerdings nicht unter meine Highlights geschafft hat. Vielleicht auch einfach, weil meine Erwartungen von Anfang an zu hoch gesetzt waren.

  6. Cover des Buches Sonne und Beton (ISBN: 9783548066943)
    Felix Lobrecht

    Sonne und Beton

    (133)
    Aktuelle Rezension von: Rabenprinzessin

    Der Roman ist inzwischen längst Schullektüre und meine Klasse hat sich diese Lektüre gewünscht. Für mich hat die Sprache es sehr anstrengend gemacht, da das ganze "Dings" etc. mich beim Lesen ganz aggressiv gemacht hat. Aber natürlich weiß ich, dass Jugendlich lieber so sprechen und sie dafür bei der Lektüre älterer Texte wie z.B. Faust leiden. 

    Also ausgleichende Gerechtigkeit. Die Hauptfigur Lukas wird zwar beschrieben, war für mich aber keine richtige Identifikationsfigur. Dafür enthält der Roman sehr viele Themen wie Rassismus, Jugendkriminalität, Armut, Gewalt und Perspektivlosigkeit. Damit werde ich auf jeden Fall viele Anknüpfungspunkte finden, um im Unterricht sinnvoll zu dem Buch zu arbeiten. Ich bin gespannt auf das Feedback der Klasse, denn natürlich ist mir klar, dass ich nicht die Zielgruppe des Buches bin. 

  7. Cover des Buches Blauer Montag (ISBN: 9783328102458)
    Nicci French

    Blauer Montag

    (259)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Der Roman handelt von zwei Kindesentführung, die im Abstand von 22 Jahren in London geschehen, wobei die erste Entführung, die der kleinen Joanna, nicht geklärt werden konnte. Und von der Psychologin Dr. Frieda Klein, die durch einen Patienten in den Fall involviert wird. 

    Der Roman ist an sich nicht schlecht geschrieben und einige Idee sind innovativ, aber er mich nicht gepackt. Das liegt vor allem an den beiden extrem seltsamen - ich will nicht sagen unsympathischen - Hauptfiguren Frieda Klein und Inspektor Karlson (dessen Vorname, wenn ich mich irre, nie genannt wird). Mit keinem von beiden kann ich mich identifizieren oder gar mit fiebern. Hinzu kommen einige Unstimmigkeiten, was die Logik des Plots betrifft. Handlungen sind sprunghaft und/oder unmotiviert.

    Fazit:

    Auftaktroman einer Reihe, die ich nicht verfolgen werde. Eine Leseempfehlung will ich weder in die eine noch in die andere Richtung aussprechen, dafür sind meine Gründe, warum ich das Buch nicht mochte, zu persönlich.
    Der/Die Nächste mag es toll finden.

  8. Cover des Buches Blutsühne - Nachtahn 4 (ISBN: 9789963531745)
    Sandra Florean

    Blutsühne - Nachtahn 4

    (20)
    Aktuelle Rezension von: YvetteH
    Klappentext:

    Innere Unruhe plagt die junge Vampirin Louisa. Der Hunger äußert sich bei jedem Vampir anders und ist schwerer zu kontrollieren als die Blutgier. Auch wenn ihr geliebter Dorian alles unternimmt, um ihr diese letzte quälende Last zu nehmen, ahnt Louisa, dass nur einer ihr helfen kann. Der ist allerdings weit entfernt. Sie hat ihn aus ihrem Leben verbannt und ist sich nicht sicher, ob er je zurückkehren wird … Der 4. Band entführt Sie in die düstere Welt der Nachtahne, in der der Vampir noch Vampir ist!

    Meine Meinung:

    Sandra Florean konnte mich mit ihrer Reihe um Dorian, Louisa und den Fitzgerald-Clan in ihren Bann ziehen und hat mich total überzeugt.

    Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und einfühlsam und es macht einfach Spaß, ihre Bücher zu lesen.

    Altbekannte Protagonisten habe ich liebgewonnen und sie noch besser kennen und verstehen gelernt. Sie sind liebevoll beschrieben und ich konnte sie mir gut vorstellen. Auch die neue "Gefahr" war sehr plastisch beschrieben und hat mir teilweise den Atem geraubt.

    Für die Handlung ist es sinnvoll die Vorgängerbände zu kennen, dann kann man sich auch uneingeschränkt darauf einlassen und ihr folgen. Es gibt Liebe, Gewalt, Tod und auch jede Menge Spannung bis zum Schluss.

    Mein Fazit:

    Ich finde es sehr schade, dass die Reihe hier zu Ende geht, kann sie aber uneingeschränkt empfehlen für alle Fantasy- und Vampirfans.
    Von mir gibt es auch für den Abschluss verdiente

    5 Sterne.
  9. Cover des Buches Shutter Island (ISBN: 9783257243352)
    Dennis Lehane

    Shutter Island

    (290)
    Aktuelle Rezension von: Pascal_Maess

    Ich kannte Shutter Island bereits durch den Film und hatte deshalb zunächst etwas Sorge, dass mir das Buch zu wenig Spannung bieten könnte. Die Story war mir grundsätzlich bekannt, auch wenn ich mich längst nicht mehr an jedes Detail erinnern konnte.

    Diese Sorge war völlig unbegründet.

    Dennis Lehane schafft es schon auf den ersten Seiten, eine unglaublich dichte und düstere Atmosphäre aufzubauen. Regen, Kälte, Ostküste, die Überfahrt – noch bevor man überhaupt richtig angekommen ist, liegt bereits dieses bedrückende Gefühl über der Geschichte.

    Interessanterweise war mein Vorwissen beim Lesen teilweise sogar ein Vorteil. Bestimmte Gespräche, Reaktionen und Gedanken liest man anders, weil man weiß, dass nicht alles so sein muss, wie es auf den ersten Blick erscheint. Dadurch entsteht eine zweite Ebene der Spannung. Man achtet stärker auf Zwischentöne und fragt sich ständig, was tatsächlich passiert und was möglicherweise nur aus der Wahrnehmung der Hauptfigur heraus entsteht.

    Genau hier zeigt Lehane seine große Stärke: Er streut Hinweise, ohne sie einem aufzudrängen. Viele Szenen wirken zunächst seltsam, teilweise fast wirr, bekommen aber im weiteren Verlauf immer mehr Gewicht. Wenn man das Ende kennt, erkennt man plötzlich, wie sorgfältig vieles vorbereitet wurde.

    Und trotzdem verliert das Buch dadurch nicht seine Wirkung.

    Im Gegenteil: Gerade weil man ahnt, worauf alles hinauslaufen könnte, entsteht stellenweise eine ganz eigene Spannung. Man wartet nicht nur auf eine Auflösung, sondern beobachtet, wie sich die Geschichte Stück für Stück zusammensetzt.

    Besonders stark ist dabei, dass das Ende nicht einfach nur als Überraschung funktioniert. Es verändert rückwirkend die Bedeutung vieler vorheriger Szenen. Plötzlich passen Ereignisse, Gespräche und kleine Details zusammen und ergeben ein Gesamtbild, das bereits die ganze Zeit vorhanden war.

    Genau so muss ein Twist funktionieren.

    Nicht, indem ein Autor am Ende plötzlich neue Informationen aus dem Nichts zieht, sondern indem er dem Leser zeigt, dass die Wahrheit die ganze Zeit vor ihm lag.

    Und obwohl ich das Ende bereits kannte, hat es mich erneut aufgewühlt. Das zeigt für mich, dass Shutter Island weit mehr ist als nur ein Thriller mit einem berühmten Twist. Die emotionale Wirkung bleibt bestehen, weil die Geschichte auch unabhängig davon funktioniert.

    Fazit:
    Atmosphärisch dicht, psychologisch spannend und hervorragend konstruiert. Shutter Island ist eines dieser Bücher, bei denen das Ende den gesamten Roman rückwirkend noch einmal verändert.

    Ein Buch, das sowohl ohne Vorwissen als auch mit Kenntnis der Geschichte hervorragend funktioniert.


  10. Cover des Buches Von Liebe und Schatten (ISBN: 9783518743584)
    Isabel Allende

    Von Liebe und Schatten

    (124)
    Aktuelle Rezension von: Gertrud_Keller

    Wieder schreibt Frau Allende die Geschichte einer starken Frau Südamerikas, wie sie es alle sind. Irene Beltran, die Hauptfigur, die aus der oberen Schicht stammt und mutig ihren Weg in die Wirklichkeit von Diktatur, Gewalt und Willkür bis ins Exil geht. Ein sehr nachvollziehbarer Weg. Als Allwissende erzählt sie auch sehr nachvollziehbar die Schicksale der an der Geschichte mitbeteiligten Figuren, die genauso das Bild der damaligen Zeit vervollständigen. 

  11. Cover des Buches Der jüdische Patient (ISBN: 9783462047042)
    Oliver Polak

    Der jüdische Patient

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Oliver Polaks Bericht aus der Psychiatrie, vielen Dank für die Lesung im Alten Schlachthof in Lingen! Was die psychischen Leiden angeht und einem diese Krankenhäuser auch nicht ganz fremd sind,  hat man einiges wiedererkannt, so schlimm wie Oliver hatte es mich damals aber zum Glück nicht erwischt. Die Beschreibungen der Verwirrungen, Angstzustände usw. sind schon sehr treffend, mutig so was öffentlich zu machen. Und man ist natürlich nach wie vor sprachlos, mit welchen Gedanken- bzw. Taktlosigkeiten bis hin zu offenen Vorurteilen und Antisemitismen jüdische Menschen in Deutschland klarkommen müssen, wunderbar daß der Autor diese Menschen als das "Dreckspack" bezeichnet, das sie sind. Nur bei der Udo-Jürgens-Verehrung gehe ich nicht mit, auch wenn ich seine sozialkritischen Texte natürlich kenne. Toller Autor, sehr gelungenes Buch!

  12. Cover des Buches Pflegers Struggle (ISBN: 9783745923926)
    Metin Dogru

    Pflegers Struggle

    (43)
    Aktuelle Rezension von: Melli_00

    Das Cover, passend mit Bild von Metin, ist seinem Genre entsprechend gewählt. Es handelt sich um ein zweites Buch von Metin, ich selbst habe sein erstes nicht gelesen und dieses hier ist auch ohne das andere lesbar.
    Metin "kenne" ich schon eine Weile von seinem Instagram Account und dort folge ich ihm sehr gern. Da auch einige aus Familien- und Freundeskreis in der Pflege arbeiten, war ich sehr gespannt auf das Buch.
    In dem Buch erzählt Metin von seinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen aus der Pflegewelt, unterstützt mit Berichten von anderen und Einschüben der bekannten "Schwester Rabiata". Es klingt nach einer tollen Mischung, doch leider fehlte für mich an manchen Stellen der rote Faden bzw. der Zusammenhang. Dies tat dem Lesefluss leider einen Abbruch, da im Gegenzug passend dazu der Schreibstil sehr leicht zu folgen war.
    Dennoch einen riesen Respekt an Metin, dass er so offen und schonungslos über die Pflegewelt berichtet.
    Fazit: ein ehrliches Buch über die Pflege, was ich jedem nur empfehlen kann mal zu lesen.

  13. Cover des Buches Das Böse unter der Sonne (ISBN: 9783455650273)
    Agatha Christie

    Das Böse unter der Sonne

    (164)
    Aktuelle Rezension von: Sabrrina

    Hercule Poirot verbringt seinen Urlaub auf einer Ferieninsel. Doch natürlich bleibt es nicht lange ruhig: Eine weitere Hotelgästin, eine ehemalige Schauspielerin, wird ermordet. Und so findet sich Poirot kurzerhand mitten in den Ermittlungen wieder. Wer hatte ein Motiv und wer von den Hotelgästen könnte für den Mord verantwortlich sein?

    Tja, was soll ich sagen? Wieder ein angenehmer und gelungener Poirot-Fall. Da ich mich beim Lesen selbst im Urlaub befunden habe, hat das Setting natürlich recht gut gepasst. Es gibt wieder einige Charaktere, bei denen man sich als Leser fragt, ob sie etwas zu verbergen haben und welche Rolle sie tatsächlich in der Geschichte spielen. Genau dieses Rätselraten hat für mich wieder einen großen Teil des Unterhaltungswerts ausgemacht.

    Es ist zwar kein neuer Lieblingsfall für mich, aber insgesamt einfach ein guter und unterhaltsamer Krimi, den ich sehr gerne gelesen habe. Gerade bei den Poirot-Bänden mag ich inzwischen auch dieses vertraute Gefühl: ein Kreis an Verdächtigen, ein Mord und Poirot, der versucht, die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen. Kein Highlight der Reihe, aber definitiv ein weiterer Fall, den ich gerne gelesen habe.

  14. Cover des Buches Der Reisende (ISBN: 9783608981544)
    Ulrich Alexander Boschwitz

    Der Reisende

    (141)
    Aktuelle Rezension von: Pikamads

    Gerade weil es eine so authentische Geschichte ist, werden alle Emotionen bildgewaltig nähergebracht. Ich musste das Buch doch tatsächlich öfter aus der Hand legen, weil es einfach so überwältigend war. Das Wissen, dass die Behandlung der Menschen in Bezug auf Otto Silbermann in so vielen Fällen einfach so falsch ist und doch aus der damaligen Überzeugung heraus geschieht, macht es einfach umso bedrückender seinem Schicksal zu folgen.

  15. Cover des Buches Eine allgemeine Theorie des Vergessens (ISBN: 9783406713408)
    José Eduardo Agualusa

    Eine allgemeine Theorie des Vergessens

    (84)
    Aktuelle Rezension von: Julietta89

    Der Einstieg gelingt schnell – man ist sofort mitten im Geschehen, auch wenn anfangs unklar bleibt, wohin die Geschichte führt. Gerade die Protagonistin, die sich in ihrer Wohnung eingeschlossen hat, fand ich bemerkenswert. Auch der kleine Sabulu war ein Highlight.

    Was mich beeindruckt hat, war, wie viel man über die Geschichte Angolas mitbekommt. Gleichzeitig war es nicht immer einfach, der Handlung zu folgen. Viele Stränge, Zeitsprünge und Figuren haben es stellenweise verwirrend gemacht, wer gerade eigentlich im Mittelpunkt steht.

    Die Figuren wirkten glaubwürdig, auch wenn manches ein wenig überzogen war. Besonders hängen bleibt das Wissen um die portugiesische Kolonialzeit und den schwierigen Bürgerkrieg in Angola – ein Hintergrund, der dem Buch viel Tiefe gibt.

  16. Cover des Buches Unrast (ISBN: 9783311150169)
    Olga Tokarczuk

    Unrast

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Lesekosmos

    Wer dieses Reisebuch liest, muss über Leichen gehen können…
    Eine „Erzählerin, die unentwegt auf Wanderschaft ist, zu Fuß, im Auto, im Flugzeug und in Gedanken (…), ‚Unrast‘ ist eine Wundertüte voller Mythen, Bekenntnisse, Notizen und Gedanken über das Reisen“, so die verheissungsvolle Zusammenfassung des Kampa-Verlages.
    Selten wichen die Stichworte eines Exposés so gravierend vom tatsächlichen Inhalt ab wie bei diesem Buch.
    Dabei erschien auf Anhieb alles vielversprechend. Jemand, der wie ich das Reisen liebt und mittlerweile zu seinem Lebensunterhalt gemacht hat, musste sich von all dem angesprochen fühlen. Dazu eine polnische Autorin, die 2018 den Nobelpreis für Literatur erhalten hatte, da konnte fast nichts schief gehen.

    Fakt ist jedoch, dass das Reisen und fremde Länder in dieser Sammlung von Kurzgeschichten nur extrem selten repräsentiert sind (Griechenland, Island, Niederlande), und dann sogar manchmal in weit zurückliegenden Jahrhunderten.
    Was in den Erzählungen überraschenderweise eindeutig dominiert ist ein völlig anderes Genre. Olga Tokarczuk hat offensichtlich eine abgrundtiefe Faszination für alles, was mit Leichen, Gliedmaßen von Verstorbenen oder deren Organen zu tun hat. Immer wieder wird der Leser bis ins Detail mit allen Verfahren der Konservierung von verstorbenen Menschen als Ganzes oder in Teilen konfrontiert. An dieser Stelle muss ich vielleicht erwähnen, dass ich bis vor kurzer Zeit als Mediziner mit dieser Materie bestens vertraut war und mir Berührungsängste dahingehend völlig fremd sind. Sich in einem Buch übers Reisen mit dieser Thematik wieder und wieder auseinandersetzen zu müssen, ist allerdings befremdlich und mehr als gewöhnungsbedürftig. Gunther von Hagen hätte mit Sicherheit größte Freude beim Lesen der Ausführungen nicht nur über die Plastination, sondern auch über Lagerungsverfahren in Formalin und über diverse Vivisektionen.

    Da drängt sich fast zwangsläufig die Frage auf – was hat die Autorin Olga Tokarczuk für ein Problem? Aber die Beantwortung und Analyse kann man ihr als Psychologin sicherlich getrost selbst anheim stellen.
    Mindestens genau so fragwürdig bleibt, welche Gründe der Verlag hatte, seine potentiellen Leser so zu täuschen, indem er all diese Kurzgeschichten unter diesem Reise-Label veröffentlichte. Die Antwort ist naheliegend. Die Geschichtensammlung erschien 2019, in dem Jahr, in dem Olga Tokarczuk rückwirkend der Nobelpreis für 2018 verliehen wurde. Also offensichtlich mal wieder rein merkantile Gründe, auf die Schnelle etwas zusammenzustellen und auf den Markt zu werfen. Und Reisen zieht immer.
    Bleibt der letzte Strohhalm – immerhin ist sie doch Nobelpreisträgerin. Wer dieses Buch gelesen hat, fühlt sich in seiner Ahnung bestärkt, dass die Verleihung in Schweden leider all zu oft keine qualitativen, sondern rein politische Hintergründe hat.
    Was bleibt ist eine Mogelpackung, eine literarische Irreführung.

  17. Cover des Buches Die Tote im Wannsee (Wolf Heller ermittelt 1) (ISBN: 9783548061139)
    Lutz Wilhelm Kellerhoff

    Die Tote im Wannsee (Wolf Heller ermittelt 1)

    (88)
    Aktuelle Rezension von: Caro.booklover

    Die politischen Umstände in Berlin 1968 insbesondere mit wechselseitiger Spionage, Protesten und Auflehnung werden gut dargestellt. Auch das Privatleben des Ermittlers gewährt hier gute Einblicke in den Alltag vieler Menschen. Im Zuge der Ermittlungen erfährt man mehr über verschiedenste gesellschaftliche Gruppen. Insgesamt konnte ich mich dadurch sehr gut in die damalige Atmosphäre einfühlen. Den Fall an sich fand ich allerdings eher mäßig spannend. So richtig gepackt hatte es mich nicht, aber insgesamt ist es als Kriminalroman dennoch lesenswert, was vor allem am Schreibstil liegt. Bei drei Autoren kann man hinsichtlich einer kongruenten ja skeptisch sein, aber es passte wunderbar und las sich sehr gut. 

    Fazit:

    Mich hielten hier vor allem das Privatleben des Ermittlers und die gut beschriebenen Einblicke in den damaligen gesellschaftlichen Alltag bei Laune. Der Fall selbst war eher nur mäßig spannend. Ich runde 3,5 Sterne auf, weil mir außerdem der Schreibstil gut gefallen hat.

  18. Cover des Buches Ellin (ISBN: 9783931989835)
    Christine Millman

    Ellin

    (124)
    Aktuelle Rezension von: Shunima

    Kurzer Inhalt:

    Seit Ellin als Einzige aus ihrer Familie einen räuberischen Überfall überlebt hat, muss sie ihren Lebensunterhalt als Leibdienerin des grausamen Lord Wolfhards bestreiten. Als Ellin sich ihm verweigert, prügelt er sie beinahe zu Tode. Getrieben von einem unbändigen Überlebenswillen gelingt ihr die Flucht in die Wildnis, wo sie auf Kylian und seine Gefährten trifft, die sie aufnehmen und gesund pflegen. Doch ihre Retter sind mehr, als sie vorgeben zu sein, und auch Ellin hütet ein Geheimnis, das nur Lord Wolfhard kennt und das sie alle in Gefahr bringt. 


    Was ich erwartet habe:

    Fantasy gespickt mit Romance: Ellin wirkte im Klappentext wie eine starke Protagonistin (was ich sehr mag), die ihren Weg gehen wird. Dabei trifft sie auf Kylian, dem ich den üblichen Trope geheimnisvoll = verletzt unterstellte und natürlich werden sie ein Paar! Dabei erkunden sie ihre Vergangenheit und entdecken, dass auch sie zufälligerweise ein besonderes / mächtiges Fabelwesen ist wie Kylian mit seinem Gefolge. 

     

    Was ich bekommen habe:

    Eine Liebesgeschichte habe ich bekommen. Diese steht zwar gewissermaßen als treibende Kraft zwischen den Protagonisten im Vordergrund, ist dabei aber nicht aufdringlich. Das finde ich prinzipiell sehr gut, da mir in einigen Büchern aus dem Romantasy Genre die eigentliche Rahmenhandlung neben der Liebesgeschichte zu kurz kommt. Jedoch haben die beiden Protagonist*innen in „Ellin“ wenig Handlungszeit zusammen. Oft sind sie getrennt oder aber nicht alleine, sodass ich Schwierigkeiten hatte, Herzklopfen zu bekommen und ihre Entwicklung nachzuvollziehen.

    Ellin ist tatsächlich eine starrsinnige, aber doch recht schwache Protagonistin. Sie möchte ihren eigenen Weg gehen, sie widersetzt sich Gepflogenheiten und adaptiert sich an neue Orte und Gesellschaften – es ist ihre große Stärke, sich nicht unterkriegen zu lassen. Ihre Naivität passt zu ihr und ihrer Entwicklung. Sie versucht, für sich einzustehen, scheitert aber oft und andere entscheiden, was mit ihr geschieht. Sie wird gejagt, entführt, entwurzelt und es wird viel über ihren Kopf hinweg bestimmt. Es passt zwar zu ihrer Entwicklung, aber würde sie sich am Ende nicht doch weiterentwickeln, dann hätte ich hier einen Punkt abgezogen.

    Kylian wiederum ist mir zu sehr ein wandelndes Klischee. Er ist der düstere Love Interest mit tragischer Vergangenheit. Der Retter in strahlender Rüstung, der leidet für „seine“ Frau. Er ist stark, männlich, gutaussehend und wortkarg und ein Fabelwesen, über das man aber nicht viel erfährt. Da fehlte mir etwas. 

     

    Die Handlung war durchdacht und es zog sich bis zum Ende ein roter Faden, dem sich gut folgen ließ. Leider wirken einige Etappen aber eher so, als ob sie als Füllmaterial gedacht sind, z.B. als Ellin zum x-ten Mal von Kylian getrennt wird und sie sich zufällig mal wieder verpassen… da hätte ich mir mehr Originalität gewünscht. Auch fehlten mir Hintergrundinformationen, z.B. zu Kylians Vergangenheit, aber auch zu anderen Fabelwesen. Keins hat Tiefe bekommen, selbst die antagonistischen Wesen waren halt einfach… da. Warum? Woher?

    Der Schreibstil war ruhig, aber mitreißend und ließ mich trotz meiner Kritik durch die Seiten fliegen. Natürlich muss man sich auch bewusst machen, dass das Buch 2013 veröffentlicht wurde – das ist doch schon eine Zeit her und seitdem hat sich gesellschaftlich doch mehr getan als man denken mag. Leider fehlte dem Buch trotz Verlagsveröffentlichung ein gutes Korrektorat, sodass ich viele Fehler gefunden habe, die ich nicht verzeihen kann (dass / das, Groß-/Kleinschreibung etc). Bei einer Verlagsveröffentlichung erwarte ich ein besseres Korrektorat und Lektorat – allerdings steckte der Verlag 2013 auch noch in den Kinderschuhen, heute ist das anders.

    Der Schreibstil  von Christine Millmann rettet, was ein paar Plotlöcher und Rechtschreibfehler zu wünschen übrig lassen. Letztendlich ist er auch der Grund, warum das Buch letztendlich 4 und nicht nur 3 Sterne bekommt.

  19. Cover des Buches Als die Stadt in Flammen stand (ISBN: 9783570314630)
    Kimberly Jones

    Als die Stadt in Flammen stand

    (62)
    Aktuelle Rezension von: he20nni

    Lena und Campbell, zwei Mädchen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Mir haveb beide Charaktere sehr gefallen, obwohl ich zwischendurch von Lenas Leichtgläubigkeit im Bezug auf Black genervt war🤯 

    Ich habe bisher eher weniger Bücher gelesen, in denen Black Lifes Matter thematisiert wird, deshalb war das Neuland für mich. Ich muss aber sagen, ich bin positiv überrascht und habe auch einiges gelernt. 

    Die Storyline ist sehr spannend und ich bin nur so durch die Seiten geflogen, es ging wirklich Schlag auf Schlag weiter und ich konnte das Buch wirklich kaum aus der Hand legen. 

    Toll fand ich auch, dass wir hier beide Perspektiven, also von Lena und Campbell, bekommen.

    Das einzige, was ich hier zu kritisieren habe, ist, dass ich von dem Schreibstil genervt war, weil viel zu viel Jugendsprache verwendet wurde. Außerdem wurden so so viele Wörter durch einen Apostroph abgekürzt, das hat mich beim Lesen total gestört. (Bspw. 'nen Nebenjob, 'ne Nachricht, etc.) Das ist mir tatsächlich gleich in den ersten Seiten aufgefallen. Außerdem ist die Handlung teilweise etwas überspitzt und klischeehaft.

    Insgesamt ein tolles Buch, sehr empfehlenswert!👍

  20. Cover des Buches Der Komet von Palling (ISBN: 9783897059566)
    René Paul Niemann

    Der Komet von Palling

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Xavi Birnbaum vom Mooshamer-Hof entdeckt beim Entfernen einer störrischen Linde von seinem Weizenfeld einen Kometen, der mutmaßlich vor Jahrhunderten über Oberbayern im Rahmen des Chiemgau-Impakt niedergegangen ist. Schon bald rangeln sich Wissenschaftler aus ganz Deutschland um den Fund, die ihre bisherigen Theorien über den Haufen geworfen sehen, und allerlei zwielichtige Gesellen scheinen auch Verbrecherisches mit dem Stein vorzuhaben. Birnbaum möchte nur möglichst viel aus dem Stein rauszuschlagen, immerhin ist seine Frau die Birnbaumerin unerwartet schwanger und der Passat machts auch nicht mehr lange. Bald gibts den ersten Toten... Ob meine Verwandten in Palling das Buch so toll finden, weiß ich nicht (Palling ist übrigens der Nachbarort von Petting!), einige Einwohner werden ja doch als arg schwatzsüchtig und leichtgläubig dargestellt. Der erste Teil des Buches hat mir bedeutend besser gefallen als der Rest, so eine lauwarme Sektengeschichte hat man ja schon tausendmal gelesen.

  21. Cover des Buches Einladung in die kleine Pension im Weinberg (ISBN: 9783404193431)
    Barbara Erlenkamp

    Einladung in die kleine Pension im Weinberg

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Heide_Rietenbach

    Auch in diesem zweiten Teil der Moselpension Reihe passieren wieder spannende Sachen in und um die Pension.Neue interessante Gäste checken ein und auch bei Theo,Katies rechter Hand und gutem Freund gibt es ein unschönes Erlebnis,als er seine Frau mit einem anderen erwischt und dadurch auch noch sein Zuhause verliert.Da Katie ihn bei sich aufnimmt,kommt es zu Missverständnissen zwischen ihr und Oliver. 

    Bob ist ein geheimnisvoller Gast aus Amerika,der sich sehr merkwürdig verhält und die Dorfbewohner gegen sich aufbringt.

    Und dann sind da auch noch die drei Freundinnen,die sich nach langer Zeit wieder treffen und dann ihrer Freundin Jule helfen,die durch Zufall im Sollensbacher Bruch eine seltene Orchideenart entdeckt, die sie gerne erforschen möchte. 

    Das Autorenduo erschafft aus diesen Einzelgeschichten ein stimmiges Wohlfühlbuch, das macht für mich den Charme der Erlenkamp Romane aus. 

    Zusammenhalt und Freundschaft spielen eine große Rolle und eine große Prise Humor ist auch dabei.Ich habe mich wieder sehr wohl gefühlt in der kleinen Pension und freue mich schon auf weitere Erlebnisse aus Wümmerscheid-Sollensbach. 

    Absolute Leseempfehlung!

  22. Cover des Buches Nordland 2059 (ISBN: 9783948700805)
    Gabriele Albers

    Nordland 2059

    (25)
    Aktuelle Rezension von: claireb

    Das Buch "Nordland 2059" ist ein spannender dystopischer Roman, der in Hamburg spielt. Es hilft sicherlich, einige Orte in Hamburg vor dem inneren Auge zu haben. Doch es werden auch für Menschen, die weniger Bezug zur Stadt haben, die Schauplätze gut erklärt. 

    Ich habe ein wenig gebraucht, um mit den Figuren warm zu werden, habe das Buch letztlich dann aber doch ganz gerne gelesen. 

  23. Cover des Buches Leona (ISBN: 9783453420670)
    Jenny Rogneby

    Leona

    (11)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

     Oslo steht unter Schock, als ein Mann eine Bombe im Parlamentsgebäude zündet. Dieser hat war schwer verletzt überlebt, will jedoch nur mit einer einzigen Person über die Hintergründe sprechen: Leona Lindberg. Pflichtbewusst übernimmt diese zwar den Fall, ist wegen ihres turbulenten Privatlebens aber nicht immer voll bei der Sache. Denn neben dem Scheidungskrieg mit ihrem Mann hat sie auch Geldsorgen, die sie auf unkonventionelle Weise lösen will…

    „Der Zweck heiligt der Mittel“ ist als Titel des zweiten Bandes um die schwedische Polizistin Leona Lindberg ziemlich clever gewählt, lässt es sich doch in mehrerlei Hinsicht auf die Handlung beziehen. Dabei spielt die oben beschriebene Szenerie um das Sprengstoffattentat zwar eine gewichtige Rolle, nimmt aber bei weitem nicht den ganzen Raum ein. Im Gegenteil, in vielen Szenen entfernt sich Autorin Jenny Rogneby stark von diesem Teil der Geschichte und widmet sich dafür ausführlich dem ziemlich turbulenten Leben ihrer Hauptfigur, die noch mehr an Komplexität hinzugewinnt. Charakterlich ist sie ja bereits im ersten Band alles andere als makellos dahergekommen, Scheidung und Geldnöte lassen sie hier aber noch einmal weiter von dem rechtschaffenen Weg abweichen. Mehr über das Seelenleben der Figur erfährt der Leser in einigen Therapiesitzungen, gespickt mit Details aus ihrer Vergangenheit, was einerseits Mitleid erweckt, aber eben doch nicht entschuldigt, wie sie derart auf die schiefe Bahn gekommen ist. Mir gefällt, wie komplex die Figur mit ganz eigenen Wertevorstellungen und moralischem Gewissen ausgestattet ist – dass das aber vielleicht ein paarmal zu oft dick aufgetragen wirkt, muss man mögen.

    Die verschiedenen Elemente der Handlung sind hier eng aneinander getaktet, die einzelnen Handlungsstränge werden zwar konsequent und spannend weitererzählt. Da es aber derer viele gibt, wirkt das Tempo trotz aufkommender Dynamik etwas gebremst. Erst später merkt man, warum dies genau so sein musste und kein Teil ausgelassen oder verkürzt werden konnte, am Ende wird alles zu einem stimmigen und packenden Finale zusammengeführt. Die Stimmung ist wieder dicht und prägnante, die Handlung wirkt aber insgesamt noch überladener als in ersten Band.

    „Der Zweck heiligt die Mittel“ ist spannend und unterhaltsam – besonders wegen der komplexen und durchaus zwiespältigen Hauptfigur. Auf ihr liegt der Fokus, auch wenn der eigentliche Fall fintenreich geschrieben ist. Ihr Privatleben und einiges an krimineller Energie nehmen einen großen Teil der Handlung ein, was sich am Ende zu einem geschickt erzählten Finale verdichtet.   

  24. Cover des Buches Kräuter bei Stress (ISBN: 9783958833630)
    Dr. Anja Schemionek

    Kräuter bei Stress

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Das Büchlein ist recht klein und passt tatsächlich in die Hosentasche. Der Bucheinband ist aus unbeschichtetem Karton. Das Format ist praktisch und auch wieder nicht, da das Büchlein nicht aufgeschlagen liegenbleibt, wenn man etwas direkt nach Rezept zubereiten möchte. Das Bändlein ist ansprechend bebildert. Es ist in nicht mal einer ¾ Stunde durchgelesen.

    Inhaltlich:

    Zunächst eine kurze Einführung zu Kräutern im Allgemeinen. Dann eine kleine Abhandlung zum Thema Stress und die Unterscheidung in Disstress (müsste eigentlich Distress heißen) und Eustress.

    Im Anschluss werden die 6 ausgewählten Pflanzen vorgestellt.

    Lavendel, Zitronenmelisse, Baldrianwurzel, Hopfen und Passionsblume waren mir bereits als beruhigend wirkende Mittel bekannt, Rosenwurz hingegen nicht. Zunächst erfährt man Wissenswertes über die Pflanze selbst, ihren Anbau und Ernte, sowie die Gewinnung der Wirkstoffe. Dann folgen verschiedene Rezepte für die Anwendung (z.B. als Tee, Likör, Tinktur oder Bad) und die Verwendung in der Küche.

    Ergänzt wird mit Hinweisen auf Unverträglichkeiten und möglichen Dosierungsfehlern.

    Nur Hopfen ist tatsächlich wild zu sammeln. Baldrian habe ich hier in der Gegend noch nicht entdeckt. Wer einen Garten hat, kann die anderen Pflanzen kultivieren.

    Fazit: Für Neueinsteiger sicherlich empfehlenswert. Für mich selbst, als gelegentlichen Kräutersammler, fand ich nicht wirklich viel Neues. Die Rezepte sind meist sehr einfach gehalten und dienen vor allem als Richtschnur bezüglich der Dosierung (klar macht man einen Tee mit Blüten oder Blättern und heißem Wasser).


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