Bücher mit dem Tag "unruhen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "unruhen" gekennzeichnet haben.

82 Bücher

  1. Cover des Buches Wie Blut so rot (ISBN: 9783551582874)
    Marissa Meyer

    Wie Blut so rot

     (981)
    Aktuelle Rezension von: Li-La-Lupsi

    Wie Blut so rot ist der 2. Teil der Luna- Chroniken und eine absolut gelungene Fortsetzung. 

    Marissa Meyer entführte mich und viele andere Leser in eine Welt wo Cyborgs und gemeine Königinnen Alltag sind und Cinder, die Prinzessin von Luna und die rechtmäßige Königin lebt. 

    Die Autorin führt uns mit ihrer Genauigkeit und dem charmanten Schreibstil in eine tolle Welt. Die Handlung ist verständlich und gut miteinander verknüpft. Die Geschichte ist gut umgesetzt und spannend. 

    Man sollte bei dieser Reihe die Bücher nach dem Erscheinungsdatum lesen. In diesem Buch wird ein Märchen völlig neu interpretiert und es hat mich absolut fasziniert.  

    Nach dieser Reihenfolge sollte man die Bücher lesen: 

                                                    - Wie Monde so silbern

                                                    - Wie Blut so rot

                                                    - Wie Sterne so golden

                                                    - Wie Schnee so weiß




  2. Cover des Buches Die Teerose (ISBN: 9783492242585)
    Jennifer Donnelly

    Die Teerose

     (884)
    Aktuelle Rezension von: ElfiJ

    Ein wunderbares Buch über eine mutige und starke Frau.

    Ich habe diese Geschichte geliebt, mit der Protagonistin gelacht, geweint und ihr das größte Glück gewünscht. 

    Was will man mehr?

  3. Cover des Buches Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (ISBN: 9783596510979)
    Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

     (1.128)
    Aktuelle Rezension von: Novella_Romana

    In Anbetracht der Tatsache, dass Geschichten mit ihren Figuren stehen und fallen, kann man diesem Roman nur 5 Sterne geben. Er ist sehr poetisch gechrieben und gespickt mit sinnvollen Weisheiten und Reflexionen. Zwar wird er für meinen Geschmack gegen Ende hin zu politisch, eine solche subjektive Empfindung zieht ihm aber bestimmt keinen Stern ab.

  4. Cover des Buches Selection – Die Kronprinzessin (ISBN: 9783733501389)
    Kiera Cass

    Selection – Die Kronprinzessin

     (2.051)
    Aktuelle Rezension von: buchstabenwald

    Nachdem ich die ersten 3 Teile im Sommer verschlungen habe, hat mich nun die Muse endlich wieder für Band 4 und 5 gepackt… Joooaa hätt ich mir sparen können.

    Diesmal erleben wir das Casting aus der Sicht von Americas und Maxons Tochter Eadlyn, Kronprinzessin und Oberzicke von Illeá, die sich unter 35 schnuckligen Männern einen aussuchen darf. 

    Vorab: Ein toller Ansatz, das Casting mal von der anderen Seite zu betrachten und diesmal eine Frau bei der Qual der Wahl zu begleiten… leider hat die Geschichte dadurch aber einige Schwächen. 

    Fangen wir mal bei Eadlyn an. Ich konnte sie leider von Anfang an nicht ausstehen. Empathielos, herablassend, aufbrausend und gleichzeitig super sensibel. Ein Mädchen, das alles haben will, aber null Gespür dafür hat, wie man es erreicht. Das Motto „Man erntet was man sät“ hat sie leider auch am Ende des Buches noch nicht überrissen, dafür gilt ständig „Eadlyn first“.

    Die vielen jungen Männer.. das ist mein Hauptmanko. Dadurch, dass man Eadlyn beim Casting begleitet, werden alle Bewerber gleichgestellt. Man kriegt von einigen ein bisschen was mit, von einigen gar nix und ich hab das Gefühl, dass sie eigentlich alle dieselben Puppis mit verschiedenen Namen sind. Aber klar, der Fokus kann halt nicht nur bei einem liegen. 

    Eadlyn und ich werden keine Freundinnen mehr. Die Jungs sind bis jetzt ganz nett, ich hoffe man kriegt jetzt dann mal mehr von ihnen mit. Die Geschichte drum herum finde ich allerdings ganz gut, das Familienkonstrukt im Palast, der Status der Monarchie in Illeá, der Werdegang einiger Charaktere aus den ersten Bänden.. reicht aber für mich nicht. Das Nebenher-Blabla kann ja nicht besser sein als der Hauptplot. 

    Ich habe mit Band 5 bereits angefangen und ich fühle mich in dem bestätigt, was ich von Anfang an vermutet habe. Band 4 ist eine Katastrophe, schafft aber eine richtig gute Basis für den nächsten Teil. Schade, dass es dafür ein ganzes Buch braucht.


  5. Cover des Buches Unterwerfung (ISBN: 9783832163594)
    Michel Houellebecq

    Unterwerfung

     (285)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    In Frankreich werden die extremistischen Parteien immer stärker, als im Jahr 2022 die Muslimische Partei gewinnt kommt das Gleichgewicht im Land zum Schwanken.
    Der Professor François hat mit dieser Veränderung zum kämpfen.

    Das Buch hat mich leider überhaupt nicht überzeugen können.
    Mir war der Protagonist und Erzähler total unsympathisch und ich habe ihn und seine Gedanken überhaupt nicht nachvollziehen können, außerdem hat mich die Handlung auch überhaupt nicht überzeugt.

    Das Buch ist leider keine Empfehlung von mir.

  6. Cover des Buches Lord of Shadows (ISBN: 9783442489008)
    Cassandra Clare

    Lord of Shadows

     (406)
    Aktuelle Rezension von: Lu_071203

    An sich ist die Geschichte eine gute Idee, aber der Kern der Story geht verloren, da zu viele Nebenstränge aufgezogen werden, die alles unnötig in die Länge ziehen

  7. Cover des Buches Just Kids (ISBN: 9783596188857)
    Patti Smith

    Just Kids

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Cornelia_Ruoff

    „Just Kids“ von Patti Smith

    Mit diesem Buch habe ich bei MonerlS-bunte-Welt auf der Linkparty Juli mitgemacht!

    Wer sind Patti Smith und Robert Mapplethorpe?

    Das Oeuvre des Künstlers ist mit den Begriffen Sex und Exzess, Begierde und Dominanz untrennbar verbunden, was ihn auch heute noch zu einem der höchst umstrittenen, aber dennoch größten Fotografen unserer Zeit macht.

    Wikipedia

    Robert Mapplethorpe (1946 – 1989)

    Robert Mapplethorpe ist ein amerikanischer Fotograf und bildender Künstler. Es begann mit einer Polaroid Kamera. Zu Beginn der Achtzigerjahre ließen sich viele Prominente von ihm fotografieren: Andy Warhol, Paloma Picasso, Peter Gabriel, Richard Gere und einige andere.

    Robert Mapplethorpe wählte oft kontroverse Themen. Berühmt wird er durch seine Akte, die oft homoerotischen Motive, klassisch aber auch aus dem BDSM-Bereich, die oftmals mit der Zensur zu kämpfen hatten. Seine Schwarz/Weiß Fotografien sind ästhetisch, wenn auch oft mit einem polarisierenden Hintergrund. 


    Im Dezember 1988, als bekannt geworden war, dass er sich mit dem HIV-Virus infiziert hatte, verkaufte er Fotos im Wert von 500.000 US-Dollar. Mit dem Geld gründete er die Robert Mapplethorpe Fundation. 

    „Es wurde vieles über Robert gesagt, und so vieles ist noch zu sagen. Junge Männer werden seinen Gang imitieren. Junge Mädchen in weißen Kleidern werden um seine Locken weinen. Man wird ihn verdammen oder verehren. Seine Exzesse geißeln oder romantisch überhöhen. Am Ende wird man die Wahrheit in seinem Werk finden, der eigentlichen Verkörperung des Künstlers. Sein Werk wird nicht vergehen. Es entzieht sich dem menschlichen Urteil. Denn die Kunst besingt Gott und ist letztlich sein.“

    Smith, Patti. Just Kids (German Edition). Kiepenheuer & Witsch eBook. Kindle-Version. Robert Mapplethorpe (1946 - 1989)

    Patti Smith

    Patti Smith gilt heute als Godmother des Punks. Tatsächlich aber hat sie in den Sechzigerjahren als Lyrikerin begonnen. Erst 1975 hat sie mit ihrer Band das erste Album „Horses“ aufgenommen. Das war der Anfang! Es folgte „BecauseThe Night belongs to Lovers“, eine Singleauskopplung von Easter, die in Zusammenarbeit mit Bruce Springsteen entstand. Für Tribute of Panem nahm sie den Song „Capitol Letter“ auf.

    In vielen ihrer Texte verarbeitet sie ihr Leben und auch ihre Verluste. Ja, die ist Eine Lyrikerin, die ihre Worte mittels Rockmusik transportiert.

    Sie ist Lyrikerin, Punk- und Rockmusikerin, Singer-Songwriterin, Fotografin und Malerin.

    Sie las Charles Baudelaire und Arthur Rimbaud. Musikalische Vorbilder waren Jimi Hendrix, Brian Jones und Jim Morrison.

    Sie kannte sie alle, Janis Joplin, Jimi Hendrix, Alan Ginsberg, Kurt Cobain oder John Coltrane, Andy Warhol. Aber nur wenige ihrer Helden leben noch.

    Ihr Mann – der MC5-Gitarrist Fred Sonic Smith starb 1994. Patti Smith kehrte nach Jahren der Zurückgezogenheit zurück auf die Bühne und dort findet man sie heute noch.

    Übrigens gibt es zwei ganz tolle Coverversionen den Rockklassikern „Smells Like Teen Spirit“ der Band Nirvana und „Gimme Shelter“ der Rolling Stones.

    Mein Lieblingslied ist „Hey, Joe“.

     



    REZENSION "JUST KIDS" VON PATTI SMITH


    Wie wurde ich auf „Just Kids“ aufmerksam?

    Ich habe „Eine Frau schaut auf Männer, die auf Frauen schauen. Essays über Kunst, Geschlecht und Geist“ von Siri Hustvedt gelesen und rezensiert. Dieses Buch animierte mich, den Spuren der einzelnen Essays zu folgen. Insbesondere das Essay, „Mapplethorpe / Almodóvar: Punkte und Kontrapunkte“ weckte den Wunsch in mir, mich eingehender damit zu beschäftigen. Im Rahmen der Recherche zu Robert Mapplethorpe kam ich zu Patti Smith und diesem Buch.


    „JESUS DIED FOR SOMEBODY’S SINS BUT NOT MINE.“

    Aus „Gloria“ Written by Patti Smith and Van Morrison



    Als Patti Smith Robert Mapplethorpe begegnete, waren die beiden noch weit davon entfernt Ikonen der Kunst oder Musik zu sein. Beide waren aber schon mit der Leidenschaft zur Kunst durchdrungen. Die Kunst war ihr Leben. Ohne Kunst war ihr Leben für die beiden nicht zu meistern.

    Robert Mapplethorpe hatte seine sexuelle Identität noch nicht gefunden. Sex war in dieser Beziehung nicht der Bezugspunkt. Ihre Beziehung hatte etwas viel Tiefgründigeres. Sie waren für einander Ankerpunkte, die einander erdeten.

    Einer von beiden passte immer auf den anderen auf. Lange Zeit wohnten die Beiden im legendären Chelsea Hotel. Robert Mapplethorpe dröhnte sich oft mit psychedelischen Drogen wie LSD zu. Ohne Patti Smith wäre er weitaus früher gestorben.

    Später würde er sagen, dass die Kirche ihn zu Gott, das LSD aber zum Universum geführt habe. Er sagte auch, Kunst habe ihn zum Teufel geführt, und Sex habe dafür gesorgt, dass er dort blieb.

    Smith, Patti. Just Kids (German Edition) . Kiepenheuer & Witsch eBook. Kindle-Version.

     

    Künstlerhotel

    Im Chelsea Hotel übernachteten beziehungsweise wohnten zahlreiche Musiker, Schriftsteller und Künstler wie Salvador Dalí, Thomas Wolfe, Arthur Miller, Dylan Thomas, Charles R. Jackson, Nico, Bob Dylan, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Catherine Leroy, Falco, Valerie Solanas und Leonard Cohen (der dem Hotel mit dem Lied Chelsea Hotel #2 auf dem Album New Skin for the Old Ceremony ein musikalisches Denkmal setzte).

    Das Chelsea ist vor allem in den 1960er-Jahren durch die New Yorker Underground-Kunstszene (unter anderem Andy Warhol) bekannt geworden, die das Hotel als „Spielwiese“ für ihre Film- und Kunstaktivitäten entdeckt hatten.

    Das Hotel wurde durch Andy Warhols Experimentalfilm The Chelsea Girls (1966) weltweit bekannt. Viele Maler haben ihre Hotelrechnungen mit ihren Bildern bezahlt, die teilweise noch heute im Foyer hängen. Für Patti Smith war das Hotel „wie ein Puppenhaus in der Twilight Zone, mit Hunderten von Zimmern, von denen jedes ein eigenes kleines Universum barg.“

    In die Schlagzeilen kam das Hotel, als im Oktober 1978 mutmaßlich der Punk-Musiker Sid Vicious im Zimmer Nummer 100 seine Freundin Nancy Spungen erstach und im folgenden Februar im selben Zimmer an einer Überdosis verstarb. 

    Wikipedia

    Because The Night Belong To Lovers

    Because the Night belong to Lovers - Take me now, baby, here as I am - Pull me close, try and understand - Desire is hunger is the fire I breathe - Love is a banquet on which we feed -

    Patti Smith und Bruce Springsteen

    Die Jahre ziehen vorüber und hinterlassen viele Opfer. Menschen, wie Martin Luther King wurden ermordet. Menschen, wie Jim Morrison und Janis Joplin töteten die Drogen. Andere töteten sich selbst. Die Lebenden müssen mit den Erinnerungen an die, die es nicht geschafft haben, weiterleben.


    Mein letztes Bild von ihm glich also dem ersten. Ein schlafender Junge, von Licht umspielt, der seine Augen aufschlug und mir mit seinem Lächeln sagte, dass wir niemals Fremde füreinander gewesen waren.

    Smith, Patti. Just Kids (German Edition) . Kiepenheuer & Witsch eBook. Kindle-Version.

    Eigentlich möchte ich gar nicht mehr viel dazu sagen – das Buch spricht für sich selbst.

    Der Schreibstil von Patti Smith hat mich beeindruckt. Patti Smith hat mich als Mensch bewegt. Ihr Leben und wie sie ihr Leben reflektiert und annimmt. Sie hält ihre Person in diesem Buch ganz zurück und dient oft als Nebendarstellerin. Es geht in erster Linie, um die gemeinsame Zeit mit Robert Mapplethorpe.

    Patti Smith schreibt genauso, wie man sie aus ihren Songs kennt. Manchmal mit staunender Ehrfurcht, manchmal mit unnachahmlicher Begeisterung, die fast schon kindlich wirkt, düster, aber vor allem mit Hingabe. „Hingabe“ lautet auch der Titel ihres 2019 erschienenen Buchs, das soeben auf meiner Leseliste landete.

    Ich fühle mich bereichert, Patti Smith nicht nur als Musikerin, sondern auch als Lyrikerin kennengelernt zu haben.“

    Connie Ruoff schreibblogg.de



  8. Cover des Buches Die Jury (ISBN: 9783453417908)
    John Grisham

    Die Jury

     (507)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-
    Band 1 um Anwalt Jake Brigance

    Die 10-jährige Tonya Hailey ist gerade auf dem Heimweg, als sie von zwei Männern überfallen und brutal misshandelt wird. Das Mädchen ist schwer verletzt, die Täter bald darauf gefasst. Doch Carl Lee Hailey, der Vater von Tonya, ist eine Verurteilung nicht genug: Nach einer Anhörung vor Gericht erschießt er die beiden Täter noch im Gerichtsgebäude. War es Mord oder Hinrichtung? Rache oder Gerechtigkeit? Die Verteidigung von Carl Lee Hailey übernimmt der junge Anwalt Jake Brigance, der damals auch schon dessen Bruder in einer anderen Anklage erfolgreich verteidigt hat. Das Verfahren wird schließlich zum Sensationsprozess: Denn Richter und Staatsanwalt sind Weiße, Hailey ist ein Schwarzer. Alte Rassenkonflikte brechen auf, die Menge brodelt…Wie wird die Jury entscheiden?

    Kurz vor zwei Uhr am Montagnachmittag trat er durch die Verandatür und zündete sich eine Zigarette an. Eine seltsame Stille umhüllte das Zentrum von Clanton im Staat Mississippi.“ – Seite 91

    „Die Jury“ erschien erstmals im Jahr 1989 (die deutsche Ausgabe im Jahr 1992) und ist John Grishams erster Roman. Er gehört neben „Die Firma“ und „Der Regenmacher“ mit zu seinen besten Justiz-Thrillern. Die Geschichte spielt im fiktiven Ort Clanton in Mississippi und ist von Anfang an ergreifend und dramatisch: Nachdem zwei weiße Männer seine Tochter brutal vergewaltigt haben, erschießt der Vater Carl Lee Hailey die beiden Täter. Der Prozess gegen ihn schlägt große Wellen – Medien aus dem ganzen Land reisen an und es wird schnell klar, dass sich die Lage in dem kleinen Ort bald dramatisch zuspitzen wird. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite flüssig zu lesen –die Dialoge der sehr gut ausgearbeiteten Charaktere sind packend geschrieben, auch die Abschnitte der Gerichtsverhandlungen sind unheimlich interessant zu verfolgen. Es wird oft erschreckend, wenn man liest, was in machen Menschen vorgeht - gerade die ersten Seiten sind schockierend – doch es gibt auch immer wieder Hoffnung. Der Prozess gegen Carl Lee Hailey selbst ist packend, dramatisch und überraschend.

    „Die beiden Gruppen musterten sich gegenseitig und warteten darauf, dass irgend etwas geschah. Alle wollten vermeiden, was sich nun anbahnte. Die einzigen Geräusche waren das Schluchzen des Mädchens, der Mutter und des jüngsten Bruders.“ – Seite 94

    Mein Fazit: John Grishams Debüt ist nun schon über fünfundzwanzig Jahre alt und hat von seiner Intensität bis heute nichts verloren. „Die Jury“ ist detailreich ausgearbeitet, Dialoge und die Gerichtsverhandlungen sind packend zu verfolgen. Es wird zwar dramatisch, oft erschreckend und traurig, aber auch die Hoffnung kommt nicht zu kurz. Ein packender Justizthriller, der mit zu John Grishams besten Werken gehört – sehr lesenswert!
  9. Cover des Buches Das Spiel des Engels (ISBN: 9783596512645)
    Carlos Ruiz Zafón

    Das Spiel des Engels

     (1.363)
    Aktuelle Rezension von: glasratz

    Während ich Der Schatten des Windes eines meiner Lieblingsbücher ist,  kann ich bei der Fortsetzung nicht mehr als zwei Sterne springen lassen. Dies hat drei Hauptgründe: Die einseitige Handlung, die übernatürlichen Elemente und zu guter Letzt den Film "Angel Heart" von 1987. Auch wenn vermutlich der letzte Punkt die meisten Ausführungen nötig hat, so möchte ich doch von Anfang an mit der Bewertung beginnen.

    Der erste Punkt ist vermutlich der Schwächste, denn er ist nur zu berücksichtigen, wenn man Der Schatten des Windes als Vergleich heran zieht. Ich tue dies, weil ich sehr wohl finde, dass sich eine Fortsetzung an ihrem Vorgänger messen lassen muss. Um so mehr, wenn dieser ein so grandioses Werk war. Der Schatten des Windes brachte dem Leser eine kleine Anzahl an sehr verschiedenartigen Charakteren mit ihren eigenen Geschichten, alle mit einer eigenen Stimmung - zumeist düster und melancholisch, doch nicht ohne den hin und wieder aufflammenden Funken an Humor. Das Spiel des Engels bietet so gut wie nichts dergleichen. Die Sicht auf die Geschehnisse wird auf den Blickwinkel des Protagonisten eingeengt.

    Die vielen Geschichten des ersten Teils vereinten sich am Schluss des Buches zu einer schlüssigen, wenn auch sehr unwahrscheinlichen und fast übernatürlichen Lösung. Dies ist im Spiel des Engels nicht der Fall. Das Buch bleibt dem Leser eine echte Erklärung schuldig, das Ende ist offen und die losen Enden der Geschichte flattern traurig im Wind. Mag sein, dass es oft ein gutes Stilmittel sein kann, zu verschleiern, was real ist und was der Fantasie des Protagonisten entspringt - jedoch nicht hier, nicht im Vergleich zum Schatten des Windes und nicht im Vergleich zu Angel Heart.

    Ja, Angel Heart. Der Titel ist bereits so ähnlich. Und so ist es auch mit dem einzigen Plotstrang, welcher mehr als andeutungsweise aufgeklärt wird - er ist zu einem nicht geringen Teil so weit identisch, dass jeder, der entweder das Buch oder den Film kennt, ab der Hälfte von beidem sagen können wird, wie der Hase läuft.
    Um zu sagen, Zafon hätte sich von diesem Film inspirieren lassen, sind die Ähnlichkeiten meiner Ansicht nach zu groß. Eher schon könnte man von einer Hommage reden - doch dann hätte sie nicht einen so großen Teil des Buches ausmachen dürfen.
    Kurz: Zafon hat abgekupfert. Ob bei dem Film Angel Heart mit (immerhin mit Rourke und DeNiro, als kein unabhängiger Nischenfilm, bei welchem es nicht aufgefallen wäre) oder direkt bei der Romanvorlage "Falling Angel" von William Hjortsberg aus dem Jahr 1978 ist relativ irrelevant. Ich schließe eher auf Ersteres, da verschiedene Kritiker im Internet zwar eine Nähe zwischen "Das Spiel des Engels" und "Falling Angel" erkennen, aber keine solchen vorwürfe erheben. Titel und Komposition lassen darauf schließen, dass es sich nicht um einen reinen Zufall handeln kann.

    Interessant finde ich, dass ich mir bereits beim Schatten des Windes -vor allem beim "Showdown"- dachte, dass sich der Autor wohl gerne eine Verfilmung wünschen würde, beschreibt er doch viele Szenen so, dass man meint, sie schon einmal in einem Hollywood-Film gesehen zu haben. Diese Vorstellung bleibt im ersten Band jedoch generell und ist mehr in Stilmittel - im zweiten Band leider nicht mehr.

  10. Cover des Buches Fegefeuer (ISBN: 9783442742127)
    Sofi Oksanen

    Fegefeuer

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Mein erstes Buch von Sofi Oksanen, meine erste Finnin. Eine heftige Geschichte, die ich leider auch ein wenig genau so erwartet habe: Stalinismus, Missbrauch, Propaganda, Parteizugehörigkeit, Verrat. Der Familie Pekk bleibt nichts erspart.

    Aliide Truu lebt in einem alten Bauernhaus mitten in der Provinz von Estland. Sie hat ein schweres Leben hinter sich, von dem sie stark gezeichnet ist. Eines Tages taucht ein Mädchen vor ihrer Tür auf. Obwohl Aliide skeptisch ist und stets das Schlimmste befürchtet, nimmt sie das Bündel von Mensch mit in ihr Haus.

    Das Bündel Mensch entpuppt sich als eine junge, russische Frau namens Zara, die auf Grund scheinheiliger Versprechungen in den Westen geflohen ist und dort ein leider sehr übliches Schicksal erleiden musste: Sie gerät in die Prostitution. Die beiden Frauen haben Schwierigkeiten miteinander zu kommunizieren, dabei verbindet sie eine recht ähnliche Leidensgeschichte. Während Zara sich also bei Aliide versteckt, versucht sie gleichzeitig herauszufinden, ob es sich bei Aliide tatsächlich um die Schwester ihrer Großmutter handelt.

    Ein Buch, bei dem mich das Gefühl beschleicht bestimmte Nationalitäten schreiben stets über bestimmte Themen. Gab es tatsächlich nichts anderes als politisch auf der richtigen Seite zu stehen? Macht? Unterdrückung? Folter und Missbrauch? Es scheint wohl so.

    Die Geschichte beider Frauen erscheint mir so typisch. Warum trifft es immer die Gleichen? Warum setzen sich diese Leiden in der gesamten Familie fort? Ist es wie ein Teufelskreis, dem man einfach nicht entfliehen kann?

    Eindringlich beschrieben bleibt man doch betroffen zurück und ich kann wirklich nicht sagen, ob es am Ende ein gutes Buch war.

  11. Cover des Buches Das Geisterhaus (ISBN: 9783518463857)
    Isabel Allende

    Das Geisterhaus

     (787)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese

    Das Geisterhaus von Isabel Allende erscheint im Suhrkamp Verlag.


    Isabell Allende erzählt die Geschichte der Truebas, einer Großgrundbesitzerfamilie aus Chile, über vier Generationen hinweg. Es ist eine spannende Familiensaga, die alle Themen in sich vereint. So gibt es Liebesgeschichten, politisches Geschehen und Alltagsleben, aber auch eine übersinnliche Geistergeschichte.    

    Schon gleich vorab mein Kritikpunkt, das Geisterhaus liest sich durch den Wechsel der Erzählperspektive, mal ist es die  auktoriale Perspektive, dann wieder die Ich-Perspektive, etwas kompliziert. Dadurch hatte ich immer wieder Probleme, mich von dem Erzählten richtig fesseln zu können. 

     

    Diese Familiensaga  besitzt autobiografische Züge der Autorin, sie beschreibt die Geschichte Chiles im 20. Jahrhundert. Die verschiedenen Protagonisten werden vorgestellt, sie alle haben auch als Nebenrollen eigene Handlungsstränge und alle werden mit politischen Stimmungen und familiärem Hintergrundwissen zu einer komplexen Geschichte verbunden. Der Leser ist bei diesem Buch wirklich gefordert und muss sich den vielen Figuren und ihren Lebenswegen stellen. Doch das lohnt sich, denn die einzigartige Sprache, die spürbare Fantasie und das Zeitgeschehen bringen den Leser in eine besondere Story voller Liebe, Gewalt und auch Hass. Dieses Buch zeigt uns das Leben in Südamerika

    Interessant ist, dass Allende nicht nur politisch gesehen Machtmissbrauch aufzeigt, sondern auch die Macht eines Familienoberhauptes über seine Familie. Die Familie funktioniert wie ein Staat im kleinen, der durch den Spiritismus der Ehefrau allerdings beeinflusst wird. 


    Diese vielschichtige und fantasievolle Familiensaga illustriert die Geschichte Chiles und lässt uns die Autobiografie Isabell Allende nachspüren.  

     

  12. Cover des Buches Die falsche Frau (ISBN: 9783492272582)
    Wolfgang Burger

    Die falsche Frau

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Ich bin wirklich sehr gespannt, wie Sie die Lage im Griff behalten wollen, wenn hier ein paar Tausend Anarchos aufkreuzen – und sie werden kommen, darauf können Sie Gift nehmen. Angenommen, die ziehen vors Tagungshotel, um es in Brand zu stecken?«
    Ich hielt es für eine ausgemachte Schnapsidee, diese Wirtschaftsgespräche ausgerechnet mitten in Heidelberg abzuhalten.

     

    Kein Wunder, dass Kriminaloberrat Alexander Gerlach so erbost ist. Sein schönes Heidelberg soll also der Austragungsort der in Kürze anstehenden Deutsch-Amerikanischen Wirtschaftsgespräche werden. Vor allem der erwartete amerikanische Wirtschaftsminister ist für nicht wenige Menschen wie das berühmte rote Tuch! Neben den befürchteten Ausschreitungen und Demonstrationen gilt die Sorge der in großer Zahl angerückten Sicherheitskräfte der Vermeidung eines Terroranschlags. Und dann ist da noch eine Zielfahnderin vom BKA, die seit Jahren hinter einer abgetauchten RAF-Terroristin her ist, deren Spur ebenfalls nach Heidelberg führt.

    Schon nach kurzer Zeit weiß Alexander nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Wie soll man sich dabei noch um „normale“ Fälle kümmern, wie die beiden völlig verkohlten Leichen, die in einem abgebrannten Haus gefunden wurden? Und wie mit der Entdeckung umgehen, dass seine 16jährigen Zwillingstöchter offenbar die Pille nehmen?

     

    Die Krimireihe rund um Alexander Gerlach mag ich ja ohnehin, aber dieser Band gefiel mir besonders. Vermutlich, weil er auf mich so überaus realistisch wirkte.

    Es ist alles drin, was ständig die Medien beherrscht. Skrupellose Politiker, umstrittene Staatsbesuche, Terrorangst, Demonstrationen, Geheimdienste… Das Szenario, das hier in Heidelberg dargestellt wird, könnte genauso passieren. Diesmal wird der Leser aber zudem mit einem Thema konfrontiert, über das sich womöglich so mancher noch nie Gedanken gemacht hat.

    Alexander hat nämlich – abgesehen von der Sicherheitslage und der Aufklärung des Doppelmordes – noch ein weiteres Problem. Ständig muss er sich seinen Töchtern und seiner Geliebten gegenüber dafür rechtfertigen, dass er seine Arbeit macht, die hier unter anderem darin besteht, für den Schutz des amerikanischen Politikers zu sorgen. Dieser hat vermutlich reichlich Dreck am Stecken, weshalb auch viele Polizisten eigentlich selber gerne mitdemonstrieren würden. Nur können sie es sich leider nicht aussuchen, müssen ihre Pflicht tun, selbst wenn es der eigenen Auffassung widerspricht. Alexander jedenfalls befindet sich wochenlang im Dauerkonflikt und leidet sehr darunter, auf so viel Unverständnis zu stoßen. Mir gefiel sehr, dass diese Position hier mal deutlich herausgearbeitet wurde.

    Darüber hinaus bleibt es durchgehend spannend, immer wieder tauchen neue Spuren oder Erkenntnisse auf, laufen Fäden zusammen. Das Ganze wird recht umfangreich, trotzdem passt alles zusammen und wirkt logisch und nachvollziehbar.

     

    Alexander ist ein interessanter Charakter, den ich sehr mag. Genau wie die übrigen Mitglieder seines Teams, die alle grundverschieden, aber jeder einzelne unverzichtbar sind. Und ohne Sekretärin Sönnchen geht ohnehin gar nichts!

    Für Erheiterung sorgen auch in diesem Band die stetigen größeren und kleinen Probleme, die Alexander mit seinen mittlerweile 16jährigen, im Grunde herrlich normalen, Zwillingstöchtern hat. Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn er auf verlorenem Posten kämpft – und das auch sehr genau weiß ;-)

     

    Fazit: Hier stimmte alles. Spannung, Realismus, ein bisschen was zum Nachdenken und wie immer ein guter Schuss Humor. Klasse!

  13. Cover des Buches Skulduggery Pleasant - Rebellion der Restanten (ISBN: 9783785575871)
    Derek Landy

    Skulduggery Pleasant - Rebellion der Restanten

     (334)
    Aktuelle Rezension von: frigg_bookworld

    Genial.
    Unterhaltsam.
    Fesselnd.
    Tiefe.
    Witzig.
    Sarkastisch.
    Dramatisch.
    All das und viel mehr beinhalten die Bücher von Skulduggery Pleasant und seiner Partnerin Walküre.
    Derek Landy schafft es, was nur wenige Autoren schaffen: Eine Buchreihe zu schreiben, ohne sie auszuschlachten und das Niveau zu verlieren. Mit gleichbleibender Spannung und vielen anderen Dingen, verschlinge ich die Bücher des Skelettdetektives.
    Ich kann die Bücher nicht aus der Hand legen und ich bin so froh, dass ich die Folgebände auch schon zu Hause hatte. In jeden Band haut der Autor eine Schippe drauf und toppt das vorherige Buch. Ich liebe den Stil, ich liebe die Charaktere, das Design und den Humor!
    Derek Landy schafft es die Geschichte am Laufen zu halten. Immer wieder passieren Wendungen und Neuerungen. Auch merkt man, dass die Geschichte düsterer, erwachsener wird. Im Gegensatz zu den Vorgängern ist er brutaler und man merkt auch, dass die Protagonistin älter wird und zum Teenager mutiert.
    Es werden viele Fragen aus den vorherigen Bänden beantwortet und viele neue Fragen bekommen wir als Leser vor die Nase gesetzt.
    Der Autor hat es wirklich drauf. Mehr kann ich dazu einfach nicht sagen!
    Und ich bin froh, dass dieses Buch nicht wieder mit einem Cliffhanger endet. Das kann der Autor auch sehr, sehr gut!
    Es ist einfach ein Must-Read. Ich bin so froh diesen Autoren entdeckt zu haben und ich mag seinen Humor.


  14. Cover des Buches Hunde von Riga (ISBN: 9783423212137)
    Henning Mankell

    Hunde von Riga

     (675)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92
    Henning Mankell hat hier meinen liebsten Band der Wallander Reihe geschaffen.

    In "Die Hunde von Riga" geht es um ein kleines Boot, dass an die schwedische Küste geschwemmt wird. Die beiden toten Männer legen eine Spur bis nach Riga. So dass Kurt Wallander kurzerhand dort hin reist, um den Fall aufzuklären. Als er die wunderschöne Ermittlerin Liepas kennen. Gemeinsam versuchen sie den Fall zu lösen.


    Ich liebe dieses Buch. Es ist wahnsinnig spannend und man kann nicht aufhören zu lesen!
  15. Cover des Buches Der katholische Bulle (ISBN: 9783518465233)
    Adrian McKinty

    Der katholische Bulle

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Gekonnt gelingt es dem Autor Zeitgeschichte der 1980er Jahre in Belfast mit einem raffinierten Krimiplot zu verknüpfen. Getragen wird das Ganze durch seinen Hauptprotagonisten Sean Duffy, der katholische Bulle. Dieser kommt nicht ohne Makel daher, besitzt aber Moral, Tatkraft und ist durchaus stur und verbissen, wenn es darum geht seinen polizeilichen Pflichten nachzukommen. In seinem ersten Fall ermittelt Duffy in alle Richtungen (wortwörtlich), was nicht jedem gefällt. Immer wieder werden ihm Steine in den Weg gelegt. Aber er bleibt hartnäckig. Die Darstellung der politisch motivierten Zustände (Straßenschlachten etc.) verbindet McKinty geschickt mit dem Berufsalltag seiner Hauptfigur, und bringt dem Leser so nicht nur die aufgeladene Atmosphäre sondern auch den Charakter des Sean Duffy näher. Kurzum: Dies ist ein gesellschaftskritischer historischer Roman mit Krimiplot und einem sympathischen Hauptprotagonisten. Mir hat der Roman/Krimi sehr gut gefallen und möchte eine absolute Leseempfehlung aussprechen und vergebe für das Buch 5 von 5 Sterne.

  16. Cover des Buches Der Klang der Zeit (ISBN: 9783104031675)
    Richard Powers

    Der Klang der Zeit

     (194)
    Aktuelle Rezension von: lenchen0712

    Der Klang der Zeit von Richard Powers war eine wirklich schöne Geschichte, welche die Gegenwärtigen und die ehemaligen dinge verbindet. Der Schreibstil war wirklich anspruchsvoll, aber dies hat die Geschichte nur großartiger gemacht, da man in die passende Stimmung kam, welche etwas melancholisches hatte.

  17. Cover des Buches Der Metropolist (ISBN: 9783453320147)
    Seth Fried

    Der Metropolist

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    Der Metropolist von Seth Fried aus dem Heyne Verlag

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    🚧 Inhalt 

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    Jemand wird entführt. Bomben explodieren in der Stadt. Ein Ermittlerteam wird zum Ermitteln nach Metropolis geschickt. Das Ermittlerdeo besteht aus einem rechtschaffenen Beamten und einer künstlichen Intelligenz.

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    🚧 Was hat mir gefallen?

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    Das Ermittlerduo war mal etwas anderes... auf der einen Seite ein verklemmter und ordentlicher Beamter und dann die Künstliche Intelligenz... eher neugierig, kindisch und verrückter.

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    🚧 Was hat mir nicht so gut gefallen?

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    Da bin ich mit einer ganz falschen Vorstellung mit dem Buch gestartet... der Klappentext und das Cover haben bei mir die Hoffnung auf eine Stadt in der Zukunft geweckt... auf eine neue Welt... auf eine andere mögliche Zukunft... auf neue Ideen. Hatte mich auf neue Erfindungen ( des Autors) und viel viel Phantasie gefreut. Aber das habe ich hier nicht gefunden. Das einzige phantastische war eine künstliche Intelligenz, die mit Hilfe einer Krawattennadel Protektionen erzeugen konnte. Aber sonst hätte das Buch auch in unserer Zeit spielen können.

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    Dann fehlten mir zum Anfang irgendwie  mehr Informationen ... um die Stadt vor meinen Augen entstehen zu lassen.... um Henry (dem Beamten) näher zu kommen... um die Entführung besser verstehen zu können.

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    Vielleicht lag es auch dadran, dass ich die Geschichte falsch angegangen bin... aber ich fand es wurde viel Potenzial nicht genutzt... dadurch wurde ich nicht richtig warm mit den Protagonisten... dadurch habe ich nicht richtig mitgefiebert oder mitgerätselt... dadurch hat mich das Buch nicht umgehauen. Bitte nicht falsch verstehen... ich habe mich nicht gelangweilt... aber viel wird auch nicht in Erinnerung bleiben.

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    🚧 Fazit

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    Wenn man mit anderen Erwartungen an das Buch herangeht... und einem eher die eventuellen Möglichkeiten einer KI interessieren... oder man ein ungewöhnliches Ermittlerduo sucht... und auch etwas Sozialkritik in Romanen mag... ist hier gut aufgehoben.


  18. Cover des Buches Chicagoland Vampires - Sehnsuchtsbisse (ISBN: 9783802593949)
    Chloe Neill

    Chicagoland Vampires - Sehnsuchtsbisse

     (83)
    Aktuelle Rezension von: coala_books

    Es handelt sich hier um Band 8 der Chicagoland Vampires. Es ist unbedingt zu empfehlen, erst die Vorgängerbände zu lesen, um ein Vorausgreifen der Handlung zu vermeiden!


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    In Chicago kommt es gehäuft zu Protesten gegen Vampire. Die Leute ziehen mit Fackeln durch die Straßen und machen ihrem Unmut Luft. Als eine Fabrik für Vampirblut zerstört wird, fangen Merit und Ethan an zu ermitteln. Doch die Hintergründe sind alles andere als einfach. Zudem gibt das Greenwich Präsidium immer noch keine Ruhe, obwohl sich House Cadogan mittlerweile erfolgreich von Ihnen gelöst hat. Und auch ihr alter Freund McKettrick macht immer noch Ärger, sodass Merit und Ethan mal wieder mehrere Feuer gleichzeitig im Zaum halten müssen.


    Merit und Ethan kommen einfach nicht zur Ruhe und schaffen es zwischen Ihren vielen Verpflichtungen kaum, Zeit für sich und ihre Beziehung zu finden. Trotzdem schafft es dieser Band etwas mehr auf das Zwischenmenschliche einzugehen. Ethan ist weiterhin mürrisch und lässt zu gerne den Chef raushängen. Merit auf der anderen Seite bietet ihm weiterhin die Stirn und besticht durch ihre Stärke und ihren tollen Sarkasmus, und verliert trotzdem nicht ihre Menschlichkeit. Es ist schön zu lesen, wie die beiden Höhen und Tiefen gemeinsam bestreiten. Gut ergänzt wird dies durch die vielen tollen Nebencharaktere, die man nach so vielen Bänden mittlerweile ins Herz geschlossen hat. Auch nach vielen Bänden schafft es Chloe Neill, die Gesamtgeschichte weiter voran zu treiben und neue Wendungen einzubauen.


    Ein weiterer Band der Reihe, welcher begeistern konnte. Kleine Längen stören nicht so sehr wie in manch anderem Band. Die Geschichte weiß zu unterhalten und besonders Merit begeistert wieder einmal durch ihre erfrischend unkonventionelle Art.
  19. Cover des Buches Anfang und Ende allen Kummers ist dieser Ort (ISBN: 9783551311115)
    Siobhan Dowd

    Anfang und Ende allen Kummers ist dieser Ort

     (36)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Der 18-jährige Fergus McCann fährt im ersten Licht des Tages zusammen mit seinem Onkel Tally über die Grenze von Nord- nach Südirland, um die freigelegten Torfschichten einer Baustelle zu nutzen. In Tüten abgefüllt bringt ihnen alles was sie an Torf verladen können einen schönen kleinen Nebenverdienst. Als Fergus noch ein letztes Mal in die Grube steigt, bevor der Bautrupp anrückt, schimmert im ersten Tageslicht plötzlich etwas auf. Beim näheren Hinsehen erkennt Fergus seinen grausigen Fund; ein goldener Armreif am ledrigen Handgelenk einer scheinbaren Kinderleiche. Fergus ist wie paralysiert und magisch angezogen von seinem Fund. Er will mehr über Schicksal und Alter des Kindes erfahren, von dem er aufgrund traumhafter Visionen annimmt, dass es sich um ein Mädchen handelt. Der durch den Torf gut konservierte Leichnam wird im Grenzgebiet durch Vertreter beider Seiten vorerst gesichert und soll zu weiteren Untersuchungen geborgen werden. Unter den Experten, die zur Bestimmung und Analyse des Leichnams herangezogen werden, befindet sich auch die Archäologin Felicity, die zusammen mit ihrer hübschen Tochter Cora bei Fergus‘ Eltern ein Gästezimmer bezieht.

    Fergus, der nicht nur mitten im Prüfungsstress um seinen so wichtigen Schulabschluss steht, sondern sich auch viele Gedanken um seinen inhaftierten Bruder Joey macht, ist ein Kind Nordirlands. Katholisch, heimat- und familienverbunden. Jedoch im Gegensatz zu seinem älteren Bruder Joey tendiert Fergus nicht dazu die „Provos“, die provisorische IRA bei ihren extremistischen Aktionen zu unterstützen. Bei seinen morgendlichen Joggingläufen überschreitet Fergus regelmäßig die Grenzbereiche und lernt dabei den gleichaltrigen schottischen Soldaten Owain kennen. Eine Annäherung, beinahe Freundschaft, entwickelt sich, da beide jungen Männer sich auf Augenhöhe begegnen und den alten schwelenden Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten bei ihren kurzen Gesprächen über Sport, Musik und ihre Hobbies vergessen.

    Als Joey sich im Gefängnis dem Hungerstreik der politisch Inhaftierten anschließt, scheint sein Schicksal besiegelt und Fergus‘ Familie droht am Gewissenskonflikt zu zerbrechen.

    Siobhan Dowd legt ihrer Geschichte um Fergus den Hungerstreik im Gefängnis Long Kesh, auch genannt Ihrer Majestät Gefängnis, Maze, zugrunde. Dabei kämpften im Jahr 1981 die politischen Häftlinge um die Anerkennung ihres Sonderstatus. Tatsächlich hungerten sich zehn Männer zu Tode, andere wurden während ihrer Bewusstlosigkeit auf Veranlassung ihrer Familien zwangsernährt und somit vor dem Tod gerettet.

    Doch die Geschichte um Fergus erzählt viel mehr. Da ist die Moorleiche, die ihm immer wieder in Träumen und Visionen mitzuteilen versucht, welches Schicksal sie erleiden musste. Der Kontakt zu Cora, der sich zu einer zarten Liebesgeschichte am Rande der Geschehnisse entwickelt. Und Fergus, der sich quasi als Neutron mitten im Strudel der politischen Ereignisse und menschlichen Beziehungen befindet, in einem Land, welches um Unabhängigkeit und Anerkennung kämpft. Eine bis zum Ende spannend erzählte Geschichte, die sich, wie ein keltischer Knoten, magisch wieder und wieder zu verranken scheint.

  20. Cover des Buches Das Gleichgewicht der Welt (ISBN: 9783596512621)
    Rohinton Mistry

    Das Gleichgewicht der Welt

     (215)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Ein Klassiker der, wie ich finde sehr gelungen ist. Rohinton Mistry schlägt in diesem starken Buch einen sehr weiten Bogen. In den ersten Kapiteln wird das bisherige Leben der Hauptcharaktere ausführlich dargestellt. Dabei beginnt er jeweils mit der Elterngeneration und endet in der Zeit, zu der der Roman spielt. Hierdurch gelingt ihm eine atmosphärische Dichte, die den Leser schnell in seinen Bann zieht. Die Charaktere sind sehr überzeugend und authentisch. Die politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse in Indien werden plastisch beschrieben, so dass es auch einem Mitteleuropäer leicht fällt, sich in die indischen Verhätlnisse zu dieser Zeit hineinzudenken. Eines der besten Bücher, das ich je gelesen habe. Schonungslos, grausam, rührend, humorvoll und so fesselnd wie kaum ein anderes Buch. Immer wenn man glaubt es kann nicht schlimmer werden, jetzt wird alles gut, setzt Mistry noch einen drauf. Ohne Erbarmen erzählt er vom Leben im Indien der 70'er Jahre während des Ausnahmezustandes. Dabei wird der Autor weder politisch noch rührselig. Die letzten Kapitel waren für mich kaum zu ertragen und doch war ich traurig Abschied zu nehmen. Am Ende war mir nur eines klar: Diese Welt ist nicht im Gleichgewicht.

  21. Cover des Buches Scarlett (ISBN: 9783453406421)
    Alexandra Ripley

    Scarlett

     (175)
    Aktuelle Rezension von: Susann82

    Der Roman kommt zwar nicht ganz an den Vorgänger ran aber die Geschichte ist trotz allem spannend und authentisch geschrieben. Schade nur ,dass der Schluss so platt geraten ist und dass doch eher wenig auf die Figuren vom Vorgänger eingegangen worden ist. Aber ansonsten leidet und fiebert man wie im ersten Teil mit Scarlett mit und vergisst die Welt um sich herum beim lesen.

  22. Cover des Buches Das Kreidekreuz (ISBN: 9783442372409)
    Ulrike Schweikert

    Das Kreidekreuz

     (79)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Der historische Roman "*Das Kreidekreuz*" ist die Fortsetzung von "*Die Tochter des Salzsieders*" von Autorin "*Ulrike Schweikert*"  aus dem "*Blanvalet Taschenbuch Verlag*" im Jahr 2009.

    Schwäbisch-Hall im 16. jahrhundert: Nur auf Drängen ihrer Familie und nicht aus Liebe hat Anne Katharina Vogelmann den Salzsieder und Ratsherrn Michel geheiratet. Die bis in ihren Heimatort führenden Unruhen der Bauernkriege bringen Rugger, Katharinas große Jugendliebe zurück. Als er ihr plötzlich begegnet, merkt sie erneut die große Leidenschaft für diesen Mann. Bald gerät Anne Katharina zwischen die Fronten der verfeindeten Parteien. Sie muss sich entscheiden – nicht nur, auf welcher Seite sie steht, sondern auch zwischen ihrem Ehemann und ihrer Jugendliebe.

    In diesem Band ist Anne Katharina Vogelmann nach einer arangierten Ehe an Michel gebunden. Sie hat drei Kinder, die Ehe ist  aber ziemlich unglücklich. Auch hat sie nun eine böse Schwiegermutter, die ihr das Leben schwer macht. Das Auftauchen ihrer großen  Jugendliebe Rugger macht ihr schwer zu schaffen, denn die alte Liebe entflammt erneut. Da Rugger und Michel während der Aufstände auf verschiedenen Seiten kämpfen, gerät auch Anne zwischen die Fronten. Einige Beschreibungen sind schwülstig genau beschrieben, dafür gibt es sicher Fans, mir erschien es streckenweise recht übertrieben.
    Neben der ziemlich ausführlich ausgeführten Liebesgeschichte geht es aber auch um historische Belange, die in vielen Schlachten beschrieben werden. Die soziokulturellen Gegebenheiten im Mittelalter und der gelebte Alltag der Menschen wird klar deutlich gemacht.
    Man merkt, wie umfangreich sich die Autorin mit den Gegebenheiten auseinandersetzt und sieht sich bildhaft in die Zeit der Bauernkriege versetzt. Auch hier muss ich die Menge der Kampfhandlungen kritisieren.
    Wobei mich die Autorin jedoch wieder völlig gepackt hat, sind ihre authentisch wirkenden Charaktere, deren Schicksal mich unglaublich fesselten und in die ich abgetaucht bin.
     

    Die Autorin hat durch ihre überzeugende Schreibleistung einen historisch interessanten Roman geschrieben, der mir trotz einiger Übertreibungen von Klischees gut gefallen hat.
     

  23. Cover des Buches Das Haus an der Moschee (ISBN: 9783548289397)
    Kader Abdolah

    Das Haus an der Moschee

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Es war ein sehr beeindruckendes Buch voller geschichtlicher, religiöser und menschlicher Fakten und Geschehnissen. Der Leser begleitet über viele Jahre die Großfamilie von Agha Djan, die an der Moschee lebt und die Moschee beschützt und pflegt und den Imam unterstützt. Es ist lange eine friedliche und aufgeklärte Zeit, die jedoch immer mehr Risse bekommt. Es folgt die islamische Revolution, die das Land in Aufruhr bringt und die Familie auseinander reißt.

    Der Autor Kader Abdolah beschreibt die Orte des Geschehens so realistisch und in allen Farben (fast schon blumig), dass man sich ohne Probleme Bilder im Kopf aufbauen kann. Dies gilt sowohl für die schönen Momente auf dem Basar, in der Moschee oder im Hause Djan, aber auch für die dunklen Momente auf der Flucht, der Verfolgung und der Verschleppung und dem Krieg. Beides beschreibt er sehr detailliert und authentisch. Man erlebt den politischen Wandel in diesem Land und dem damit verbundenen Wandel in der Kultur, der Politik und sogar innerhalb der Familien.

    Es ist eine berührende Familiengeschichte, die einen tiefen Einblick in das Land Iran, deren Politik und die Religion sowie das Leben der Menschen gibt.


  24. Cover des Buches Wer schön sein will, muss reisen (ISBN: 9783502151975)
    Tine Wittler

    Wer schön sein will, muss reisen

     (5)
    Aktuelle Rezension von: dieFlo
    Tine Wittler -wir alle kennen sie aus dem TV - ich kannte schon vor 10 Jahren ihre Romane. Jetzt hat sie sich getraut und einen Bericht geschrieben, sehr persönlich, sehr emotional. Obwohl ich keine Sorgen habe,dass ich wegen meiner Figur vielleicht schief angeschaut werde, finde auch ich mich in diesem Buch wieder. Tine berichtet, wie der Alltag für die meisten von uns ist. Wir stehen vor dem Spiegel, mäkeln an diesem oder jenen und sind doch sowieso niemals zufrieden. Wir finden uns nicht schön aber wir kennen immer jemanden der toll ausschaut. Was ist aber schön? Warum sind wir so wie wir sind? Tine Wittler hat sich auf die Suche begeben, in einem Land wo dünn sein als hässlich gilt - eine wunderbare Reise mit wunderbaren Erkenntnissen! Danke Tine!

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