Bücher mit dem Tag "unschuld"
97 Bücher
- Anna Todd
After love
(2.704)Aktuelle Rezension von: Gina_1234Im dritten Band werden die Konflikte und Versöhnungen zwischen Tessa und Hardin vielschichtiger, die Figuren wachsen an ihren Entscheidungen und erleben Momente der Selbstreflexion und des Neuanfangs. Der Wechsel zwischen Verletzung, Aufbruch und tiefer Verbundenheit entfaltet echten Lesesog, unterstützt von modernen Erzählelementen wie Chats und Tagebucheinträgen. Auch Nebenhandlungen und die Entwicklung der Familie verleihen „After Love“ besonders viel Tiefe und Authentizität, sodass das Buch einen bedeutenden Zwischenschritt in der Reihe markiert
- Oscar Wilde
Biblioteca Obscura: Das Bildnis des Dorian Gray
(2.020)Aktuelle Rezension von: FriekeOscar Wildes Roman ist ein glänzendes Spiel mit Schönheit, Moral und Verführung. Die Geschichte des jungen Dorian, dessen Portrait an seiner Stelle altert und seine Sünden sichtbar trägt, entfaltet eine düstere Faszination.
Wilde verbindet elegante Sprache mit scharfem Witz und zeichnet eine Gesellschaft, die äußere Perfektion über innere Schönheit stellt. Besonders eindrucksvoll ist die Dynamik zwischen Dorian, dem zynischen Lord Henry und dem idealistischen Künstler Basil.
Der Roman wirkt wie ein ästhetisches Märchen, das langsam in eine moralische Tragödie kippt. Er bleibt zeitlos, weil er die Frage stellt, was passiert, wenn Genuss, Narzissmus und Verantwortungslosigkeit die Oberhand gewinnen.
Ein kurzer, aber intensiver Klassiker, der sowohl sprachlich als auch thematisch nachhallt.
- Joël Dicker
Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
(966)Aktuelle Rezension von: JewegoNormalerweise bewege ich mich eher bei den typischen 400-Seiten Romanen, daher hat mich der Umfang dieses Romans (320 Seiten mehr) zunächst etwas eingeschüchtert - ich mag keine Bücher, in denen stundenlang über die Umgebung gesprochen wird. Es interessiert mich nicht, wie GENAU der Raum aussah, aus welchem Holz der Wohnzimmertisch geschnitzt ist und ich brauche auch keine ganze Seite, die mir das Wetter beschreibt. Bei langen Romanen habe ich oft die Sorge, genau das vorzufinden: ausschweifende Länge. In diesem Roman war das allerdings gar nicht der Fall. Mit unglaublichem Geschick hat Dicker es geschafft, verschiedene Perspektiven und verschiedene Zeiten miteinander zu vereinen, Wahrheiten zunächst zu verschleiern oder nach und nach preiszugeben, ohne auch nur ein an den Leser gerichtetes Versprechen nicht zu halten. Alle offenen Fragen wurden bis zum Ende erklärt und haben einem bis dahin eine tolle Lesereise beschert.
Der Umfang des Buchs geriet beinahe in Vergessenheit, so schnell wie man die Seiten umgeschlagen hatte und darin verschwunden war. Ich bin definitiv positiv überrascht und froh, mich nicht abschrecken lassen zu haben.
Ich verstehe zwar nicht, worauf diese Beziehung genau beruht und was sie so wunderbar macht (vor allem für einen erwachsenen Mann), aber das heißt ja nicht, dass es sowas nicht trotzdem genauso gegeben haben könnte oder sogar auch gibt.
Viele kritisieren die verschiedenen Erzählperspektiven, da dadurch Dopplungen auftauchen, aber ich denke, das ist die falsche Betrachtungsweise. Es sind quasi Aussagen verschiedener Leute und oft verändert sich auch mal ein Detail, was einen als Leser dazu ermutigt, wachsam zu bleiben und dem Ganzen auf die Spur zu kommen. Darüber hinaus kam es mir jetzt aber auch nicht übermäßig gedoppelt vor und wenn doch (zum Beispiel, wenn eine Aufnahme nochmal abgespielt wurde) dann überfliegt man den Text eben, wenn man sich noch so gut dran erinnert. Wer vielleicht mehr als ein paar wenige Tage an dem Buch sitzt findet die kurzen Erinnerungen dann auch ganz hilfreich. Aber wie gesagt, es kam nicht ständig vor und war eher die Ausnahme - so oder so. - Kai Meyer
Die Seiten der Welt – Nachtland
(682)Aktuelle Rezension von: Christin87Die Umgarnte und ihre Auftraggeberin, Mater Antiqua, sind vernichtet, doch der Kampf geht weiter. Sechs Monate sind vergangen, das Faerfax Anwesen ist nun Unterschlupf für zahlreiche Exlibri und Furia, Cat und Finnian sind bereits wieder im Einsatz. Das neue Ziel lautet das Sanktuarium zu vernichten - das Heiligtum der Adamitschen Akademie. Wir begegnen neuen Gegnern, wie Marduk, einem Siebenstern-Exlibri, der der "König des Exlibri-Ghettos" in Libropolis ist. Wir bekommen einen ausführlichen Einblick in die Familie Himmel, eine der drei führenden Familien der Akademie. Und wir treffen Summerbelle und Duncan, die Furias und Isis` Crew in ihrem Kampf unterstützen. Doch die Gegner kommen nicht nur von außen - auch innerhalb der Clique entstehen Zwietracht und Misstrauen.
Mit "den Ideen" gibt es neue Gegner, die aber wohl erst in Band 3 ihren großen Auftritt erhalten werden. Und zahlreiche Protagonisten bezahlen die Geschehnisse dieses Bandes mit ihrem Leben.
Mit dem Vorwissen aus Band 1 bin ich diesmal schneller mit der Story zurechtgekommen. Ich habe auch was zu biblischer Geschichte gelernt und hatte ein paar Aha-Momente, was die komplizierten Namenswahlen angeht.
Ich mochte sehr Duncan als neuen Charakter und fand die gruseligen Tintlinge wirklich schaurig.
Insgesamt ist auch in diesem Band der Kampf um gut gegen böse mit extrem kreativen Ideen durchzogen. Und jeder Fantasy-Liebhaber sollte seine helle Freude hieran haben.Irgendwann, wenn Band 3 mich bei einer Schnäppchenaktion anlacht, werde ich auch diesen noch lesen.
Aber vorerst freue ich mich darauf wieder in eine realere Buchwelt abzutauchen.
Auch Band 2 bekommt von mir 4 Sterne.
- Tomi Adeyemi
Children of Blood and Bone
(496)Aktuelle Rezension von: marie_dIch habe lange Zeit dieses Buch gesucht ohne dass ich es wusste. Ich konnte es nicht weglegen und war froh mir direkt die beiden weiteren Teile gekauft zu haben. Eine Welt in die man eingetaucht sein muss. So magisch war für mich ein Buch schon lange nicht mehr. Die Geschichte von Zélie war genau das was ich brauchte. Genau die Art von Fantasy Buch. Eine Welt die so fantastisch ist, aber unserer Welt nicht ähnlicher sein könnte.
- Fjodor Michailowitsch Dostojewski
Der Idiot
(286)Aktuelle Rezension von: HenrikeSchwennIn den 1860ern kehrt der junge Fürst Myschkin nach Sankt Petersburg zurück, nachdem er aufgrund seiner Epilepsie lange in einer Schweizer Klinik gelebt hat. Er bemüht sich, Kontakte zu knüpfen und sich eine Existenz aufzubauen, doch sein Mitgefühl für die umschwärmte und verachtete Nastssja Filipowna wird ihm schließlich zum Verhängnis.
Dieses Buch war in mehrerer Hinsicht schwere Kost. Ich fand es größtenteils sehr schwer und langatmig zu lesen, da für die fast 900 Seiten kaum etwas passiert. Myschkin ist ein eher passiver Protagonist, der die Dinge meist einfach geschehen lässt. Genau diese Tatenlosigkeit vermittelt aber sehr gut das allgegenwärtige Gefühl von Ohnmacht. Myschkin glaubt an das Gute im Menschen und will ihnen helfen, doch weder hat er die Fähigkeit dazu, noch wollen die Betroffenen überhaupt Hilfe annehmen. So fängt das Buch perfekt das Gefühl ein, hilflos der Selbstzerstörung eines Menschen zusehen zu müssen, der einem am Herzen liegt. Dabei ist nur schade, dass fast alle wichtigen Momente zwischen Myschkin, Nastassja, und ihrem Verehrer Rogoschin im Hintergrund stattfinden und ich keine richtige Beziehungen zu ihnen aufbauen konnte.
Was mich bei der Stange gehalten hat und mir am stärksten im Gedächtnis geblieben ist, ist die dichte, beunruhigende Stimmung. Die russische Oberschicht verbirgt unter ihrem trägen Luxusleben eine hässliche Fratze: Alles läuft über Beziehungen und jeder will sich mit den richtigen Leuten gutstellen, um seine Position zu sichern. Wer Pech hat oder in Ungnade fällt, kann jederzeit abstürzen, was buchstäblich zum Tod führen kann. Menschen, die nicht hineinpassen, werden wie die Pest gemieden, weil der Umgang mit ihnen wie ein Makel abfärbt. Das bekommt auch Myschkin aufgrund seiner geistigen Behinderung zu spüren, wenn es ihm auch nicht bewusst wird. Am schlimmsten wird aber Nastassja Filipowna mitgespielt. Ihr reicher Ziehvater hat ihre Notlage als Waise ausgenutzt, um sie zu manipulieren und zu missbrauchen, was sie schwer traumatisiert hat. Während er ungestraft bleibt, wird die von der Gesellschaft verachtet, weil sie keine Jungfrau mehr ist.
Die besondere Verbindung zwischen Myschkin und ihr entsteht dadurch, dass er sie als einziger als das Opfer in dieser Geschichte erkennt, das Hilfe braucht. Anstatt andere zu verurteilen, hat er Mitgefühl mit allen. Sein Vertrauen in das Gute macht ihn unvorsichtig. In der Oberschicht hat er keine Chance.
Vor diesem Hintergrund hat mich beeindruckt, wie mitfühlend Dostojewski über seine Hauptfiguren schreibt, die unter der Unwissenheit und Verachtung ihrer Umgebung leiden. Myschkin erkennt zwar, dass Nastassja unter einer psychischen Krankheit leidet, kann aber natürlich nicht wissen, welche das ist und was man dagegen tun könnte.
Insgesamt eine traurige Geschichte von Figuren, die von Anfang an keine Chance hatten. Sie hätte mir wahrscheinlich besser gefallen, wenn sie die wichtigen Handlungspunkte in den Vordergrund gerückt hätte. Außerdem vermisse ich die pure Bosheit und Düsternis, die ich an Dostojewskis anderen Büchern so geliebt habe. Seine charakteristische Stimmung, die jede Szene jederzeit eskalieren lassen könnte, gibt es aber auch hier.
- Stephen King
Der Outsider
(306)Aktuelle Rezension von: schnegge1998Dies war das erste Buch was ich von Stephen King gelesen habe. Der Klappentext hat mich total neugierig gemacht und auch die ersten Seiten waren sehr interessant. Anfangs dachte ich, ich kann gar nicht aufhören zu lesen. Ab der Buchmitte war es etwas langatmig, dennoch habe ich weiterhin an die spannung geglaubt. Man denkt es ist ein skrupelloser Killer, der sich sehr gut zu tarnen weiß. Dass er sich von dem Grauen der Opfer ernährt, ist sehr krank aber es hat das Buch spannend gemacht. Aber als es dann mit dem Verwandeln in andere Personn anfing und diese übernatürlichen Geschehen passiert sind, war ich echt raus. Als die Auflösung sich in Richtung Jack zu schlagen drohte, habe ich gedacht es wird doch noch richtig spannend. Dass es dann doch anders kam mit dieser Kreatur in der Höhle, war ich echt enttäuscht. Ich musste mich leider sehr durch die letzten Seiten quälen.
- John Boyne
Der Junge im gestreiften Pyjama
(2.381)Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessinDer Junge im gestreiften Pyjama wurde rund 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs veröffentlicht und wird oft als sensible Annäherung an ein schweres Thema beschrieben. Mich persönlich konnte das Buch jedoch nicht überzeugen.
Die Geschichte wird bewusst aus der Perspektive des jungen Bruno erzählt, der extrem naiv wirkt. Der Autor erklärt im Nachwort, dass diese Naivität eine bewusste Entscheidung war, um dem Thema mit Respekt zu begegnen. Ich verstehe diesen Ansatz und die Intention dahinter dennoch hat er für mich nicht funktioniert.
Gerade die stark vereinfachte Sichtweise nahm der Geschichte für mich viel von ihrer Ernsthaftigkeit. Begriffe wie „Auschwitz“ oder „Führer“ werden verfremdet geschrieben, vermutlich um sie kindgerecht wirken zu lassen oder ihre Bedeutung Stück für Stück erfahrbar zu machen. Für mich hatte das jedoch den gegenteiligen Effekt: Es wirkte verharmlosend und nahm dem historischen Kontext seine Schwere.
Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, dass das Buch eher symbolisch als realistisch erzählen will. Das kann funktionieren, doch gerade bei diesem Thema hätte ich mir mehr Tiefe, Genauigkeit und Sensibilität in der Darstellung gewünscht. Es gibt andere Bücher, die sich mit dem Holocaust befassen und dabei für mich deutlich eindringlicher, respektvoller und nachhaltiger wirken.
Fazit:
Die Intention des Autors ist nachvollziehbar, die Umsetzung für mich jedoch zu vereinfacht. Der Junge im gestreiften Pyjama ist gut gemeint, erreicht aber nicht die Tiefe, die dieses Thema meiner Meinung nach braucht. - Juli Zeh
Corpus Delicti: erweiterte Ausgabe
(587)Aktuelle Rezension von: Barbara_NeltingWieder mal eine Schullektüre einer meiner Töchter, die es in sich hat - inhaltlich wie stilistisch. Eine Dystopie (Utopie?), die nach Durchleben der Coronazeit realistischer und bitterer schmeckt als manche andere, gerade in ihrer Unsicherheit und ihrem Schwanken glaubhafte und spürbare Charaktere sowie intelligente "Tricks" des Handlungsaufbaus (bspw. die "Person" der "idealen Geliebten" oder folgende Einleitung eines Rückblicks: "Wir haben ein paar Augenblicke Zeit, um zu begreifen, wer wirklich vor der Tür steht: Die Mordnacht. Vergangenheit") machen dieses Buch zu einem literarischen Leckerbissen.
- Jane Austen
Mansfield Park
(553)Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeowMeine Sammlung an Schmuckausgaben ist immer noch recht lückenhaft, sodass die guten Stücke mittlerweile einen festen Platz auf meiner Geschenke-Wunschliste haben. Zu meinem Geburtstag ist es „Mansfield Park“ geworden, Jane Austen Roman Nr. 4 für mich.
Ich bin ganz unvoreingenommen an das Buch heran gegangen und auch der Klappentext schien mir vielversprechend. Hätte ich mal vorher gewusst, dass dies der allgemein unbeliebteste Austen Roman ist….Unsere Protagonistin Fanny Price ist eines von vielen Kindern und da ihre Eltern mit der Rasselbande heillos überfordert sind, wird das Töchterlein zur wohlhabenden Tante nach Mansfield Park geschickt.
Dort erfährt sie allerdings nur wenig familiäre Nähe. Einzig Cousin Edmund wird dem schüchternen Mädchen ein treuer Gefährte.
Als Jahre später die weltgewandten Geschwister Crawford die Nachbarschaft unsicher machen, wird das Gefühlsleben der Bewohner von Mansfield Park ordentlich durcheinander gewirbelt. Für die zurückhaltende Fanny ein einziger Graus. Erst nur Zuschauer, wird sie bald selbst Teil ungewollter Umwerbung und Aufmerksamkeit.Klingt doch eigentlich ganz gut, oder?
Leider muss ich mich den vielen Meinung anschließen, es ist auch für mich das bisher schwächste Buch der Autorin. Sogar Leser ihrer Zeit waren nicht gerade begeistert von dem Werk, wie eine der Beilagen mit kleinen Kritiken zeigt.Zunächst einmal ist das Buch schrecklich langatmig. Es ist fast 500 Seiten lang, aber gerade in den ersten beiden dritteln passiert so gut wir gar nichts. Es wird seitenlang über irgendwelche Belanglosigkeiten lamentiert.
Regency Romane haben es zwar an sich, dass der Alltag der Personen recht unspektakulär verläuft und das hat auch seinen ganz eigenen Charme, aber hier fand ich es fast unerträglich.Kaum eine Person ist sympathisch, selbst mit Fanny konnte ich nicht warm werden. Sie ist in einem Maße schüchtern und unterwürfig, dass es einem nur auf den Keks geht.
Ihr striktes Ablehnen eines Heiratsangebotes, wirkte auf mich nicht heldenhaft und emanzipiert, sondern erinnerte mich vom Verhalten her an ein bockiges, undankbares Mädchen.
Auf Besuch bei den Eltern und Geschwistern verhält sie sich aufgrund ihres bisher privilegierten Lebens ziemlich verwöhnt. Oh Gott, ich kann dies nicht ertragen und das ist mir zu viel und wo ist die nächste Bank? 5 Minuten spazieren gehen ist so anstrengend. Meine Güte…Kommen wir nun zu der obligatorischen Romanze unserer „Heldin“. Romantische Verwicklungen gibt es in diesem Buch zu Genüge. Fanny‘s Lovestory hat allein schon deswegen einen faden Beigeschmack, weil sie ein leichter Hauch von Inzest umgibt. War ja zu der Zeit nicht ungewöhnlich, aber in einem Jane Austen Roman? Damit hätte ich nicht gerechnet.
Fanny‘s Herzbube ist in meinen Augen absolut kein Traumprinz, da er das ganze Buch über jemand anderen anhimmelt und Fanny scheinbar nur die Notlösung ist. Aber es ist genau das, was sich Fanny die ganze Zeit gewünscht hat.Das letzte Kapitel ist sowieso ein Witz. Hier spricht plötzlich die Autorin zu uns und fasst im Schnelldurchlauf zusammen, wer wen geheiratet und wer alles sein verdientes Ende bekommen hat. In Anbetracht der Langatmigkeit dieses Romans, überrascht so ein flottes Ende dann schon.
„Mansfield Park“ bekommt von mir leider nur 3 Sterne.
Spaß hatte ich nur an der furchtbar gemeinen Mrs. Norris und den unverschämten Geschwistern Crawford. Kurz: Ausgerechnet die unausstehlichsten Charaktere haben den Roman für mich etwas gerettet.In der Annahme, nun den schwächsten ihrer Romane hinter mir zu haben, freue ich mich richtig auf „Emma“ und „Überredung“.
- Beth O'Leary
Love to share – Liebe ist die halbe Miete
(734)Aktuelle Rezension von: thewonderlandofbooksDieses Buch lag viel zu lange auf meinem SuB. Die Idee fand ich cool, aber ich habe es trotzdem immer wieder vor mir hergeschoben. Jetzt bin ich so froh, dass ich es endlich gelesen habe!
Erzählt wird abwechselnd aus Leons und Tiffys Sicht und genau das hat die Geschichte für mich so besonders gemacht. Beide Figuren haben ihre eigenen Baustellen, ihre Emotionen sind so greifbar und ehrlich. Dieser Perspektivwechsel hat der Story enorm viel Tiefe gegeben.
Die Ausgangssituation ist super: Zwei Menschen teilen sich eine Wohnung sehen sich aber nie und kommunizieren nur über kleine Zettel. Tiffy ist frisch getrennt und kämpft noch mit dem Liebeskummer Leon ist anfangs noch in einer Beziehung das hat mich zuerst kurz zögern lassen. Ich dachte das fühlt sich vielleicht komisch an. Aber meine Zweifel waren komplett unbegründet. Es war richtig authentisch und hat mich emotional total abgeholt.
Besonders berührt hat mich Leons Job auf der Palliativstation. Die Nebenfiguren dort und Leons Bruder haben der Geschichte eine tolle Tiefe verliehen. Auch Tiffys Alltag und der Plot mit ihrem Ex habe ich so nicht erwartet das hat die Story nochmal spannender gemacht.
Am Anfang brauchte ich ein paar Seiten um richtig reinzukommen und es gab ein, zwei ruhigere Stellen die ich nicht unbedingt gebraucht hätte. Aber insgesamt bin ich nur so durch die Seiten geflogen.
Die kleinen Zettel die Gesten und das langsame Kennenlernen das war so schön erzählt und hat mich total gepackt. Die Story wird mit jeder Seite besser ernster und auch witziger. Die Nebenhandlungen vor allem rund um Leons Bruder haben mich echt berührt.
Fazit:
Eine wunderschöne Liebesgeschichte mit viel Herz und berührenden Momenten. Charmant tiefgründig witzig und emotional ich bin so froh dass ich das Buch eine Chance gegeben habe.
4,5/5 - Steve Cavanagh
Thirteen
(442)Aktuelle Rezension von: TTurtleVorab: Es war mein erster Thriller des Autors, daher kann ich es nicht mit anderen bewerten und beziehe mich nur auf dieses Buch: Auch wenn ich die Story-Line und die Perspektive der Arbeit des Gerichts und der Anwälte beider Seiten durchaus spannend fand, war doch sehr viel vorhersehbar und dadurch fehlte ein fesselnder Twist. Vielleicht hätte es geholfen, nicht direkt zu viel zu verraten und auch den Leser längere Zeit im unklaren zu lassen. Allerdings ist es definitiv eine neue Art von Thriller und Geschichte und dadurch zu loben. Ich fand den Schreibstil sehr gut und man konnte sich in die verschiedenen Perspektiven einfühlen. Daher würde ich es auch weiterempfehlen - rate allerdings jedem, keine zu hohen Anforderungen zu haben.
- William Golding
Herr der Fliegen
(898)Aktuelle Rezension von: Adrian_SchmelzenbartKinder und Jugendliche, gestrandet auf einer menschenleeren Insel, völlig außerhalb des Einflussbereichs moralischer Vorgaben und Richtlinien der Erwachsenenwelt. Was wird passieren?
Hier die zivilisierte Vernunft, verkörpert durch den Jungen Ralph - dort die wilde zügellose Barbarei, verkörpert durch den Jungen Jack, der sich selbst als Jäger bezeichnet.
Sind Kinder im eigentlichen Wesen "unschuldig", oder, ganz im Gegenteil, zu schlimmsten Grausamkeiten fähig, wenn man ihnen keinen moralischen Kompass mit auf den Weg gibt?
"Herr der Fliegen" ist eine zeitlos aktuelle Parabel zu diesem Thema.
- Anna Romer
Das Rosenholzzimmer
(211)Aktuelle Rezension von: Petra_DreDer Inhalt handelt von einer sehr spannenden Familiengeschichte in der auch eine Liebesgeschichte mit vorkommt. Man fiebert schon auf die nächsten Seiten. Es liest sich flüssig und man verliert auch nicht den Faden beim Lesen. Ein Muss für Leser die Spannung und prickelnde Gefühle beim Lesen lieben.
- Ferdinand von Schirach
Strafe
(236)Aktuelle Rezension von: jacky_liestStrafe ist weit mehr als ein Werk über Straftaten, sondern eröffnet für alle ein Fenster zum Gerichtshof, das für die Mehrheit verschlossen bleibt. Schirach erzählt auf wenigen Seiten und mit juristisch-narrativer Distanz zwölf Geschichten über Menschen, Erfahrungen, Gefühle und Abgründe. Die Erzählungen sind kurz, aber keineswegs kurzweilig. Der literarische Kniff von Schirach ist hierbei, dass er auf wenigen Seiten existentielle Fragen sowie Emotionen anhand der Einzelschicksale aufwirft und erzählt. Im Vordergrund steht hier nicht das Fragen nach der Schuld oder die Suche nach schuldigen Personen, sondern der Blick auf Lebensrealitäten und menschliche Vorgänge, die alle von uns (mehr oder minder) betreffen oder betreffen werden.
Mittels seiner gewohnt ruhigen und distanzierten Erzählweise kann auch dieses Werk wieder glänzen und führt die Rezipient:innen (scheinbar) neutral in die menschliche Erfahrungswelt ein. Die Schilderungen mögen zwar neutral sein, aber die Subjektivität der Erfahrungen und Emotionen führen ständig zu einem selbst zurück.
Schirach erzählt hier mehr als Einzelschicksale und öffnet in seinem Werk wieder den kritischen Diskurs des Justizsystems. Angeklagte sind hier nicht die Menschen, sondern das System in dem sie leben und selbst aufrechterhalten - nach der Manier: das Gesetz ist hart, aber es ist das Gesetz. Besonders das juristische Setting und der juristische Blick eröffnen ein Fenster für alle, die nicht hinter die Fassade blicken können.
Fazit: Strafe ist ein weiteres gelungenes Werk von Schirach, das tiefer reicht als der Umfang vermuten lässt. Hier werden Blickwinkel und Diskurse auf nur wenigen Seiten eröffnet, die aber lange nachwirken werden.
- Romy Hausmann
Perfect Day
(438)Aktuelle Rezension von: Anja2024Romy Hausmanns Perfect Day besticht durch ihren gewohnt präzisen, atmosphärischen Stil. Die Figuren sind klar gezeichnet, die Sprache packt sofort und trägt mühelos durch die Handlung. Zwar könnte die Spannung an einigen Stellen stärker anziehen, doch die dichte Atmosphäre macht vieles wett. Einzelne Entwicklungen wirken etwas unrealistisch, bleiben aber im vertretbaren Rahmen und mindern den Gesamteindruck kaum. Insgesamt ein sehr gelungenes, gut geschriebenes Buch, das trotz kleiner Schwächen überzeugt.
- Kelly Moran
Redwood Dreams – Es beginnt mit einem Knistern
(290)Aktuelle Rezension von: lockes_plannerlifeWas soll ich sagen, ich bin nach wie vor ein großer Redwood Fan. Die Love Reihe mit den O'Grady Brüdern fand ich super schön und Cosy. Doch auch der zweite Band der Dream Reihe hat mehr Spannung und ist weniger vorhersehbar. Was diese beiden zu meinen Redwood Lieblingen macht.
Sunyboy Parker, der bereits aus der Love Reihe bekannt ist trifft auf Maddie seine Mobberin aus Schulzeiten. Auf den ersten Blick eine sehr seltsame Kombie für ein Pärchen, aber nur wenn noch alles beim alten wäre. Parker ist einfach ein super Typ den man einfach nur mögen kann. Bei Maddie ist Mißtrauen vorprogrammiert, das aber in der genau richtigen Dosies Seite um Seite abgebaut wird. Die Geschichte hat für mich unerwartete Wendungen genommen und an so mancher Stelle unheimlichen Tiefgarage an den Tag gelegt. Alles in allem eine Geschickte die einiges an Überlegungen bereit hält. - John Boyne
Der Junge auf dem Berg
(304)Aktuelle Rezension von: AtschiBDer Autor schafft es in leichter Weise die Botschaft zu vermitteln, wie leicht Menschen, insbesondere junge Menschen, beeinflusst werden können und welche Gefahr darin liegt. Mit seiner angenehmen Schreibweise regt er zum Nachdenken an und die Seiten flogen nur so dahin. Die Dialoge wirken so unglaublich authentisch und mein Kopfkino war in vollem Gange. Die Figur Pierrot/Peter wirft bei mir Fragen auf. Ich konnte sein Verhalten nicht immer nachvollziehen. Klar, im Alter 6-7 Jahren stellt er viele Fragen und überraschender Weise hinterfragt er den „Herrn“ nicht. Vielleicht lässt es damit erklären, dass die anderen Personen, die auch im Hause leben oder arbeiten voller Respekt dem „Herrn“ gegenüber handeln und nicht widersprechen. Die Vergangenheit von Pierrot ist erschreckend, jedoch für die damalige Zeit sicherlich nicht ungewöhnlich. Es ergreift mich, wie sich das Leben von Pierrot verändert, als in das Haus auf dem Berg zieht. Ab sofort heißt er Peter. Er muss seine Herkunft, seine Freundschaft zu Anshem verleugnen und seine Lebenseinstellung verändert sich drastisch – schockierend! Die Begeisterungsfähigkeit und auch der Stolz den Pierrot zeigt als er seine erste Uniform erhält, hat mich bewegt. Ich verstehe den kleinen, liebenswerten Jungen, dennoch hätte ich ihn gern gewarnt und aufgeklärt. Das war schon aufwühlend für mich. Schockierend ist seine weitere persönliche Entwicklung und welche Wege er geht -mir fehlen die Worte.
Das Buch lässt mich nachdenklich zurück und ich freue mich auf weitere Bücher von John Boyne.
- Jodi Picoult
Das Herz ihrer Tochter
(392)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderJune Nealon hat nach dem Tod ihres Mannes erst langsam mit ihrer kleinen Tochter wieder ins Leben zurück gefunden. Der nette Polizist Kurt hilft ihr dabei und was für June unmöglich schien, wird wahr. Die Beiden heiraten und bekommen eine Tochter, Claire. Es scheint alles perfekt zu sein bist Shay Bourne bei ihnen vor der Haustür steht. Er bietet seine Hilfe bei Reperaturen an und was als nette Geste beginnt, endet in einer Tragödie. Er tötet Kurt und Junes Tochter Elizabeth. June scheint den Boden unter den Füßen zu verlieren, auch als Shay von einer Jury zum Tode verurteilt wird, kann sie nur schwer an Gerechtigkeit glauben. Elf Jahre nach der Tat macht sich June erneut große Sorgen, denn die kleine Claire hat einen Herzfehler und braucht dringend Hilfe. Shay Bourne erfährt davon und bietet sein Herz zur Spende an. Mit seinem Seelsorger dem Geistlichen Michael versucht er sein Vorhaben umzusetzen. Kann June das Herz des Mannes annehmen, der ihren Mann und ihre Tochter ermordet hat? Jodi Picoult schreibt gewohnt spannend, berührend und einfühlsam. Auch ihr Weschsel zwischen den Protagonisten ist sehr gelungen und so kommt jeder zu Wort und die Geschichte wird von mehreren Seiten erzählt. Was mich bei diesem Buch etwas gestört hat war die Tatsache, dass Shay Bourne durch seinen Glauben und durch Gott zu einem guten Mensch werden will und deshalb sein Herz anbietet. Dieser Teil ist manchmal etwas an den Haaren herbei gezogen, aber dies ist der einzige Makel an diesem Buch von Jodi Picoult.
- Pierre Ambroise François Choderlos de Laclos
Gefährliche Liebschaften
(122)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderSie schreiben sich Briefe und es geht um Liebe, Verrat und Hintergehen. Man gibts ich Aufgaben und möchte den Anderen damit ins Bett bekommen und man benutz unschuldige junge Frauen und Männer, um deren Verlangen zu schüren. Skandalös damals und wirkt immer noch und ist so vielschichtig und auch spannend. Dabei, auf der anderen Seite, aber auch so richtig bitter Böse. Gebrochene herzen und Sehnsucht nach dem Tod sind Ergebnisse ihres Tuns.
- Gilly Macmillan
Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit
(184)Aktuelle Rezension von: _jamii_Niemals darf Zoes Stiefvater erfahren, was vor drei Jahren geschehen ist. Das hat ihre Mutter Maria der 18-Jährigen wieder und wieder eingetrichtert. Nichts darf die Idylle ihres perfekten neuen Lebens zerstören. Doch als die hochbegabte Pianistin Zoe gemeinsam mit ihrem Stiefbruder ein Konzert gibt, taucht im Publikum ein Mann auf, der Zoe als Mörderin beschimpft. Wenige Stunden später ist ihre Mutter tot. Und es zeigt sich, dass Zoe nicht die einzige ist, die ein dunkles Geheimnis hütet ...
Der Schreibstil ist ganz in Ordnung, nicht überragend aber dennoch interessant. Da immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit abgewechselt wird, erfährt man mit der Zeit immer mehr, was damals passiert ist und warum der Mann Zoe als Mörderin beschimpft. Natürlich immer nur gerade so viel, dass man unbedingt weiterlesen muss. Es wird aus mehreren Perspektiven geschrieben, so dass man ein rundes Gesamtbild hat, wobei nicht jeder Charakter gleich wichtig ist bzw. gleich viel zum Verlauf der Geschichte beiträgt.
Zoe ist grundsätzlich ein gutes Mädchen, dem das Schicksal übel mitgespielt hat. Sie ist mir sympathisch und ich fiebere mit ihr mit, sowohl damals, wie auch jetzt. Die anderen Familienmitglieder mag ich weniger. Während mir Chris vollkommen unsympathisch ist, geht mir Zoes Mutter mit ihrer rundum künstlichen Art auf die Nerven. Generell kann ich nicht viel mit der nach aussen getragenen perfekten Familie anfangen.
Es handelt sich hierbei viel mehr um ein trauriges Familiendrama, für mich ist das ganz und gar kein Thriller, dafür fehlt einfach die Brisanz. Generell ist es wohl eher für jugendliche Lesende gedacht, als für Erwachsene.
Das Ende ist irgendwie überraschend und irgendwie doch nicht. Obwohl ich alles aus der Sicht der Charaktere nachvollziehen kann, ist es moralisch doch ein bisschen bedenklich.
Alles in allem gutes Buch, eher für Zwischendurch.
- Margaret Atwood
alias Grace
(137)Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeowNeben dem lesen schaue ich außerdem noch unheimlich gerne Serien. Irgendwann dachte ich mir dann, es wird Zeit mir Netflix zu gönnen, denn dort findet man Serien im Überfluss, manche gut, manche schlecht. Eine sehr gute Serie, die ich nur durch Zufall entdeckt habe, war 𝐀𝐥𝐢𝐚𝐬 𝐆𝐫𝐚𝐜𝐞. 6 Folgen die ich verschlungen habe und als ich las, dass es sich um eine Romanvorlage handelt, habe ich mich schon ein bisschen geärgert, dass ich nicht zuerst das Buch gelesen habe. Aber manchmal ist es gar nicht schlecht, sich visuell auf ein etwas anspruchsvolleres Buch vorzubereiten.
1843, Toronto: Das schöne Dienstmädchen Grace wird zu lebenslanger Haft verurteilt, weil sie am Mord ihrer beiden Vorgesetzten beteiligt gewesen sein soll. Aber Grace beteuert ihre Unschuld und gibt sich als Opfer.
Jahre später versucht der Psychologe Dr. Jordan hinter die Fassade zu blicken. In mehreren Sitzungen kommt er Grace immer näher, hört ihre Geschichte, ihre Version und verfällt der angeblichen Mörderin dabei immer mehr. Aber ist sie wirklich die Unschuld in Person oder ist alles nur gespielt?Sobald man das Buch anfängt, merkt man schon, wie gut die Serie umgesetzt bzw. wir gut gecastet wurde und wie gut sich die Schauspieler vorbereitet haben. Das hat mir sehr geholfen, denn der Roman ist mitunter etwas anstrengend, dicht bedruckt und recht lang.
Es gibt wenig Dialoge und viele Monologe. Grace habe ich immer gern „zugehört“. Sie hat eine so ruhige und bedächtige Art zu erzählen. Etwas einfach gehalten mit sehr vielen „und’s“, aber ohne dass es dabei stupide wirkt. Von Margaret Atwood kenne ich bisher nur noch „The Handmaids Tale“ als Serie und vom Stil her erinnern Grace’s Monologe auch sehr an die von Offred.
Jedenfalls hing ich genau wie Dr. Jordan an ihren Lippen, wenn sie vom Alltag und den kleinen Freuden einer Dienstmagd erzählte. Aber auch von harten Zeiten, von Tod und Verlust.Mit Dr. Jordan hat man es schon etwas schwerer, da man auch seinen Gedanken folgt und die sind oft nicht nett. Zudem quält er sich immer wieder mit erotischen Fantasien herum, von denen man nicht unbedingt Zeuge sein will. Dennoch blitzt der gute Wille hin und wieder durch. Und trotzdem ist es schwer ihn sympathisch zu finden.
Generell kommen die Männer hier nicht gut weg. Frauen sind die Opfer der Männer und Männer sind die Opfer ihrer Lust. Allerdings geht es Atwood komplexer an als viele andere.
Während manche Männer ohne Umschweife richtige Mistkerle sind, sind andere nicht offensichtlich böse.
Am besten kommt noch der Hausierer Jeremiah weg, der ehrlich zu Grace ist, ihr eine Chance anbietet, sie aber nicht drängt. Der aber auch nicht den Helden spielt und sich selbst der Nächste ist.Schließlich ist es vor allem die Frage nach Grace’s Schuld oder Unschuld die einen auch als Leser umtreibt. Dabei kommt sowohl eine fantastische, als auch eine psychologische Erklärung zum Einsatz. Für mich war der Fall am Ende relativ klar, während andere Leser hier und da noch versteckte Hinweise erkannt haben wollen. Aber der Roman ist meiner Meinung nach nicht weniger raffiniert, nur weil man am Ende eine relative klare Auflösung bekommt.
Ob Grace’ weiteres Leben nun ein glückliches ist, darüber lässt sich sicher streiten. Für mich war sie am Ende jemand, der seinen Frieden gemacht und sich ihrem Schicksal ergeben hat. Welches das im weiteren Verlauf werden würde, bleibt im Dunkeln. Obwohl man als Leser gerne alles restlos erfahren hätte. Und so bleibt sich der Roman bis auf den letzten Seiten treu. Ich fand das Ende ganz passend.
Das Buch ist für mich sicher eines meiner Jahreshighlights und mir trotzdem nicht ganz 5 Sterne wert. Es ist mitunter anstrengend und es gibt Stellen, die schleppen sich dahin, mögen sie auch noch so wichtig für die Handlung sein. Ansonsten ein großartiger Roman, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.
- Wendy Wunder
Flamingos im Schnee
(143)Aktuelle Rezension von: Kleeblatt2804Die junge Campbell Cooper hat Krebs. Sie weiß, dass sie sterben muss. Den Lebensmut hat sie bereits verloren. Ihre Mutter führt sie nach Maine. Sie rettet Flamingos im Schnee, kümmert sich um ein Flamingobaby und findet die Liebe ihres Lebens, als sie nicht damit gerechnet hat. - Lea-Lina Oppermann
Was wir dachten, was wir taten
(248)Aktuelle Rezension von: Lulu123456In dem Buch geht es um einen Amoklauf, bei dem eine Person in einen Klassenraum eindringt und Aufgaben stellt.
Die Aufgaben waren immer wieder sehr interessant und bei jeder neuen Aufgabe, habe ich den Atem angehalten. Auch die unterschiedlichen Perspektiven fande ich gut. Aber an dem Buch haben mir besonders die Psychischen Aspekte gefallen, die Gedanken hinter den Aufgaben und die Wahrheit die durch diese Aufgaben ans Licht kommt.
Die Handlung war spannend und das Ende hat mich tatsächlich auch berührt. Dieser Amoklauf hat alles in der Klasse verändert und das fande ich am Ende sehr interessant und spannend.
Die Charaktere mochte ich gerne, aber weil es eben eine ganze Klasse war, war es teilweise für mich schwer mir alle Namen zu merken. Ihre Handlungen konnte ich gut nachvollziehen, leider konnte ich sie nachvollziehen, denn manche Handlungen waren fürchterlich, aber eben menschlich und genau dieses menschliche zeigt diese Buch.
Deswegen habe ich tatsächlich auch aus dem Buch gelernt, dass Menschen, auch wenn sie es nicht wahr haben wollen, schreckliche Dinge tun können, z. B. Um ihr Überleben zu sichern...
Am Ende würde ich das Buch allen Jugenbuch-Lesern empfehlen und allen, die Thriller mit Tiefgang mögen. Dieses Buch ist auf jeden Fall lesenswert.























