Bücher mit dem Tag "unterbewusstsein"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "unterbewusstsein" gekennzeichnet haben.

80 Bücher

  1. Cover des Buches Das Paket (ISBN: 9783426199206)
    Sebastian Fitzek

    Das Paket

     (2.402)
    Aktuelle Rezension von: thebookseekinggirl

    Diese Geschichte von Sebastian Fitzek war mein erster Thriller und ich war bis zur letzten Seite regelrecht gefesselt und konnte nicht aufhören. Der Schreibstil lässt sich sehr schön lesen und die Spannung ist ein ständiger Begleiter. Man denkt sich oft, dass man weiß wer der Täter ist, wird dann aber richtig durchgerüttelt und steht wieder bei Null. (Oder ich bin einfach nur dämlich 😂) Emma, die Protagonistin, hat eine starke Persönlichkeit, handelt jedoch meines Empfindens nach oft ein wenig naiv und unüberlegt. Jedoch wäre es sonst vermutlich auch nicht so spannend, weswegen es sich auch irgendwie wieder ausgleicht. Die Nebencharaktere waren halt da, eine Bindung konnte man zu keinem aufbauen, wobei ich denke, dass dies sowieso nicht der Fall sein sollte in diesem Genre. 

    Ich finde das Buch gut gelungen und kann es jedem empfehlen, der sich mal an Thriller versuchen will.

  2. Cover des Buches Die Achse meiner Welt (ISBN: 9783426515396)
    Dani Atkins

    Die Achse meiner Welt

     (934)
    Aktuelle Rezension von: Malka_Draper

    Stell dir vor, du wachst nach einem Unfall auf uns befindest dich in einem anderen Leben. Dein bester Freund lebt, du bist glücklich verheiratet, dein Vater ist nicht krank. Nur kannst du dich an all diese Dinge nicht erinnern und niemand will dir glauben. Was würdest du tun?

    Genau das passiert Rachel. Sie erwacht nach einem Unfall in einem Krankenhaus und weiß nicht, wie ihr geschieht – ihr bester Freund Jimmy lebt! Sie kann es kaum glauben. Sie hat ihren Traumjob, ihr Gesicht ist nicht entstellt und sie hat einen wundervollen Ehemann. Und doch will sie nur eines: Zurück in ihre Welt!

    Über manche Bücher fällt es mir schwer, eine Rezension zu schreiben und dieses ist eines davon. Das liegt nicht einmal daran, dass das Buch mir nicht gefallen hätte, ich habe nicht einmal viel auszusetzen. Das Buch war gut, besser als erwartet, aber es hat mich auf nicht total gefesselt, mitgenommen oder berührt. Die Geschichte war interessant und der Schreibstil angenehm, dass man gut durch die Seiten kam und das Buch mal „zwischendurch“ lesen konnte.

    Die Charaktere fand ich auch sympathisch, aber der Lovestory wurde mit dem Klappentext schon sehr weit vorgegriffen und die wenigen dramatischen Wendungen waren dadurch nicht mehr überraschend. Das offene Ende lässt viel Interpretationsspielraum, was mir sehr gut gefallen hat.

    Ich war positiv überrascht, da ich die Autorin noch gar nicht kannte. Eine Lektüre, die ich genossen habe, die aber auch nicht übermäßig gefühlvoll war oder mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Perfektes Buch für ein paar heiße Sommertage, an dem man eh schon keine Konzentration hat und einfach nur ein bisschen abschalten will!

  3. Cover des Buches Das Kind (ISBN: 9783426512173)
    Sebastian Fitzek

    Das Kind

     (2.344)
    Aktuelle Rezension von: Sarah31

    Strafverteidiger Robert Stern staunt nicht schlecht, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, mit dem er sich auf einem abgelegenen und heruntergekommenen Industriegelände treffen soll: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank - und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Robert Sterns Erstaunen wandelt sich in Entsetzen und Verwirrung, als er in jenem Keller, den Simon beschrieben hat, tatsächlich menschliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Und dies ist erst der Anfang. Denn Simon berichtet nicht nur von weiteren, vor Jahren hingerichteten Opfern, schon bald wird auch die Gegenwart mörderisch...

  4. Cover des Buches Die dunkle Seite des Mondes (ISBN: 9783257233018)
    Martin Suter

    Die dunkle Seite des Mondes

     (671)
    Aktuelle Rezension von: janaobrist

    Das ist jetzt  das 2. Buch das ich von Martin Suter gelesen habe. Ich weiss nicht ob ich das, oder das letztere als besser bewerten könnte. Ich finde das Buch hat wie gesagt eine ganz eigene Energie. Damit meine ich, dass wenn man liest in eine Welt eintaucht die sehr mystisch, dunkel und auch ein wenig eigenartig wirkt. Ich hatte recht Probleme in das Buch reinzukommen. Wie beim letzten mal finde ich, dass sehr viele verschieden, gleichklingende Namen vorkommen und es schwierig ist da den Durchblick zu behalten. Allgemein halte ich seine Bücher für recht anspruchsvoll zum Lesen. Es wird irgendwie immer davon ausgegangen dass man sich in dem Thema, indem sich das Buch befindet, auskennt. Viele Begriffe waren für mich unklar und das machte das Lesen nicht unbedingt angenehm. Der Protagonist war mir sehr unsympathisch, das lag daran dass er einfach ein richtiger Psycho war. Die ganze Geschichte ist schon ein wenig ein Psychothriller. Das machte dafür den Schluss echt spannend. Auch das ganze mit den Drogenpilzen war extrem spannend und ich habe wirklich was gelernt. Es ist sehr gut beschrieben und man kann es sich richtig gut vorstellen. Ich finde es ein wichtiges Thema und es hat mich schon recht aufgeklärt, ich hatte solche Pilze als recht harmlos im Kopf (da kommt es ja auch wieder auf die Sorte draufan). Aber ich bin jetzt schon ein wenig abgeschreckt. Die Storyline mit Lucille fand ich auch sehr gut, wegen dem habe ich auch anfangs weitergelesen, weil um ehrlich zu sein war es manchmal schon ein bisschen ein Kampf. Der ganze Schreibstil ist schon sehr trocken und manchmal viel zu aussführlich für mein Geschmack.

  5. Cover des Buches Das Erbe der Macht - Ascheatem (ISBN: 9783958342705)
    Andreas Suchanek

    Das Erbe der Macht - Ascheatem

     (99)
    Aktuelle Rezension von: SaintGermain

    Während Max sich als Agent und vermeintlicher Verräter bei den Schattenkriegern behaupten muss, versuchen Alex, Jen, Chris und Chloe den 3. Splitter vor der Schattenfrau zu bekommen. Dazu müssen sie allerdings eine Traumwelt durchschreiten, die sie mit ihren Ängsten und Vergangenheiten konfrontiert.

    Das Cover ist wie immer der Hammer - detailreich, passend zur Reihe, passend zum Buch und absolut genial gemacht.

    Der Schreibstil ist - wie schon bei den vorangegangenen 9 Teilen - genial. Charaktere und Orte werden ausgezeichnet dargestellt. Die Spannung ist von Beginn bis zum Ende auf sehr hohem Niveau.

    Eine Zusammenfassung am Beginnt hilft dabei gleich wieder in die Welt der Lichtkämpfer einzutauchen. Die Serie baut sich immer mehr auf, die Charaktere entwickeln sich weiter, sodass man nicht mehr von der Serie loskommt, wenn mal einmal damit begonnen hat. Einsteigen kann man nicht wirklich; man sollte definitiv mit dem ersten Band beginnen.

    Einige Fragen werden gelöst, viele neue tauchen auf - dies ist man von der Reihe schon gewohnt. Einige neue Personen werden vorgestellt, die "alten" Bekannten sind natürlich auch wieder dabei.

    Zwischen diesem Band und dem nächstem gibt es übrigens eine (die zweite) Bonusgeschichte (mit 3 Ministories), die kleine Lücken zwischen den Teilen füllen und so ein kleines Bonuswissen erzeugen.

    Im nächsten Band haben ja die Zwillinge die Haupthandlung und es werden sicher Geheimnisse gelüftet.

    Der erste Zyklus neigt sich dem Ende zu (noch 2 Bücher) und ich bin megagespannt.

    Fazit: Spannung non-stop in dieser Urban-Fantasy-Reihe. 5 von 5 Sternen

  6. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.264)
    Aktuelle Rezension von: Lillyliebtthriller

    Was soll man zu diesen #horrorroman groß sagen, außer das es der Klassiker schlechthin ist ❤.
    Der King kann einem das Gruseln lehren und mit seinem Schreibstil zieht er einem förmlich nach Derry und seinem #pennywise.
    Ich liebe Bill und seine Freunde einfach und trotz der beachtlichen Seitenanzahl war ich irgendwie traurig, dass es jetzt endgültig vorbei ist.
    Das Cover mit der Clown-Version von #it finde ich richtig schön schaurig und ist für mich die beste Ausgabe 👍.
    Die Handlung zieht sich manchmal etwas, aber dafür bekommt man eine detaillierte Vorstellungen der Charaktere und langweilig wird es ganz bestimmt nicht. 😉

    Fazit: Dieses Buch gehört zusammen mit “Shining“ zu meinen Lieblingsbüchern von #stephenking, da es bis zum Schluss verdammt spannend, fesselnd und natürlich #gruslig ist. Als #horrorfan muss man es auf jeden Fall gelesen haben 🎈.

  7. Cover des Buches Ich hab dich im Gefühl (ISBN: 9783596297191)
    Cecelia Ahern

    Ich hab dich im Gefühl

     (1.209)
    Aktuelle Rezension von: GothicQueen

    "Ich hab dich im Gefühl" ist ein typischer Cecelia Ahern-Roman. Ich hab ihn damals als er herauskam direkt als Hardcover gekauft.  Wie ich es mit quasi allen neuen Büchern der Autorin mache, da mich bislang noch keins ihrer Bücher enttäuscht hat. So auch dieses nicht. Zwischenzeitlich habe ich das Glück gehabt Cecelia Ahern zu einer Signierstunde in einem Hugendubel-Laden persönlich zu treffen. Meine Ausgabe des Buches habe ich mir an diesem Tag von ihr signieren lassen.

    In diesem Liebesroman geht es um Justin und Joyce, die sich näher sind als es ihnen bewusst ist. Sie treffen sich und fühlen sich einander direkt verbunden. Denn Joyce überlebte nur recht knapp einen Unfall, bei dem sie viel Blut verlor. Die Blutspende, die sie im Krankenhaus bekam, ist das von Justin. Nach dem Unfall verändert sich ihr Leben blitzartig. Viele Dinge erscheinen Joyce sehr merkwürdig. Vor allem die, wo sie plötzlich fremde Sprachen versteht und Erinnerungen in ihrem Kopf auftauchen, die ihr gänzlich unbekannt erscheinen. Und dann begegnet sie Justin, der als Gastdozent in Dublin ist und sich oft einsam fühlt Die romantische Liebesstory ist nicht mehr aufzuhalten. 

    Als Leser wird man direkt mitgerissen und fiebert mit den beiden. Das Ende des Buches kommt viel zu schnell. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und kann es, wie immer, allen Cecelia Ahern- und auch Liebesromanliebhabern empfehlen.

  8. Cover des Buches Stark (Dark Half) (ISBN: 9783453433984)
    Stephen King

    Stark (Dark Half)

     (464)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Leider teile ich die vielen guten Meinungen zu diesem Buch nicht. Zum Inhalt wurde bereits viel geschrieben, daher werde ich hier keine neue Zusammenfassung posten.

    Die Story hört sich erstmal gut und spannend an. Eine typische Stephen King Idee das symbolisch beerdigte Pseudonym eines Schriftstellers zu neuem Leben zu erwecken. Die Geschichte zeigt aber rasch Längen und hat mich nicht in ihren Bann gezogen. Überraschende Wendungen Fehlanzeige. 

    Auch die Rolle der Sperlinge ist ziemlich bald klar und der Leser kämpft sich Seite für Seite zum Finale vor, das gelungen ist. 

    Für mich eines der schwächeren Stephen King Bücher, dass von mir keine Leseempfehlung erhält. Es gibt bessere! 

  9. Cover des Buches Teufelsherz (ISBN: 9783843210430)
    Sabrina Qunaj

    Teufelsherz

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Yomi

    Band 1 einer Dilogie.

    Tja, zu diesem Buch lässt sich gar nicht so viel sagen. Durch Zufall bin ich in der Bücherei darüber gestolpert und der Klappentext sowie das Cover waren ziemlich ansprechend.
    Bei Teufelsherz handelt es sich um eine Liebesgeschichte mit Fantasyelementen. Allerdings handelt es sich um eher religiöse Fantasyelemente und einen Hauch von griechischer Mythologie. Der Schreibstil ist Jugendbuchtypisch einfach gehalten und lässt sich gut und flüssig lesen. Das besondere an dem Buch ist wohl, das es aus der 3. Person geschrieben ist und das wir hin und wieder die Perspektiven wechseln. Hauptsächlich begleiten wir aber die 17 -jährige Emily. Diese muss mit dem Verlust ihrer besten Freundin umgehen. Emily zeichnet für ihr Leben gerne und schläft äußerst wenig. Das hat zur Folge, das sie in der Schule oft mit einem Vampir verglichen wird. Grundsätzlich ist Emily aber eine symphatische Jugendliche, die man schnell ins Herz schließen kann. Auf der anderen Seite hätten wir Damian. Er ist Emily's Schutzengel und er hält es nicht wirklich für Notwendig sich an Regeln zu halten. Aus diesem Grund holt er Emily's Bewusstsein nachts in eine andere Dimension. Dort kommen die beiden sich näher und die Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf. Auch Damian hat mir sehr gut gefallen. Er ist der freche, gut aussehende Bad Boy und in den Auseinandersetzungen zwischen ihm und Emily fallen öfter mal unterhaltsame Sprüche.
    Grundsätzlich hat mir die Liebesgeschichte gut gefallen. Hin und wieder waren zwar die Gefühlsduseleien von Emily etwas nervig, aber das konnte ich verkraften. Was mich hingegen wirklich aufgeregt hat, war das Ende. Es ist einfach zum heulen!  Da verfolgt man diese ganze Liebesgeschichte von Emily und Damian und dann denkt sich die Autorin so "Ätsch! Ich hau noch eine Dreiecksbeziehung raus". Das letzte Kapitel hat für mich diese wirklich süße Liebesgeschichte zwischen Damian und Emily kaputt gemacht. Absolut nicht nachvollziehbar!
    Da wir gerade von Dreiecksbeziehung sprechen. Es gibt noch einen weiteren wichtigen Charakter im Buch, nämlich Will. Er ist Emily's bester Freund und die beiden kennen sich von klein auf. Will ist eigentlich ein wirklich toller Charakter, bis die Autorin anfängt ihn in diese Dreiecksbzeihung einzuweben. Ab da wurde er mir einfach nur noch unsymphatisch.

    Abschließende Meinung: Teufelsherz kann ich jedem Liebesroman-Fan ans Herz legen. Selbst ich habe teilweise das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollen. Trotzdem fehlte mir irgendwie das gewisse Etwas und das Ende hat das ganze für mich versaut, weswegen ich nur 3 von 5 Sterne vergeben kann.
  10. Cover des Buches Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen (ISBN: 9783442313471)
    E. L. James

    Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen

     (10.263)
    Aktuelle Rezension von: Happynesssoso

    Ich muss zugeben bevor  ich das Buch gelesen habe, habe ich den Film geguckt. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass wie es meistens ist, das Buch um weiten besser ist. Mit 600 Seiten zwar nicht gerade kurz aber der Schreibstil macht es einem erstaunlich einfach das Buch in Rekordzeit durchzulesen. Es war alles sehr detailliert beschrieben aber trotzdem nicht langweilig. Durch die spicy stellen wurde es auch nie langweilig und der  Humor der Protagonisten hat mich des Öfteren zum Schmunzeln gebracht.

    Negativ zu bemängeln gab es für mich absolut nichts, mich hat das buch nun umso mehr  angeregt auch den nächsten Band zu verschlingen.

    Empfehlen kann ich das Buch für diejenigen die einen einfachen Schreibstil  suchen und eine herzzerreißende Geschichte mit ein bisschen spice. 

    ;)

  11. Cover des Buches alias Grace (ISBN: 9783492313476)
    Margaret Atwood

    alias Grace

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Pantoffeltier

    Ende des 19. Jahrhunderts bewegt das Schicksal der Grace Marks die Gemüter. Im Alter von 16 Jahren wurde sie der Mithilfe am Mord ihres Dienstherren und dessen Haushälterin verdächtigt. Die Todesstrafe wird im letzten Moment in lebenslange Haft umgewandelt, obwohl die Umstände der Morde alles andere als klar sind..

    Der Nervenarzt Simon Jordan versucht Licht in die Sache zu bringen.

    Ist sie eine kaltblütige Mörderin? Verführte sie ihren Komplizen? Ist sie selbst unschuldiges Opfer des wahren Mörders? Ist sie psychisch krank oder spielt sie nur die Wahnsinnige?

    Margret Atwood legt trotz des Themas keinen klassischen Kriminalroman vor. Es geht nicht so sehr darum, was wirklich passiert ist, als um eine Darstellung der Gesellschaft und des Menschenbildes des 19. Jahrhunderts.

    Atwood verzichtet auf Dramatisierungen und Romantisierung. Sie bemüht sich um ein lebendiges und detailliertes Bild der Zeit, angereichert mit Zitaten aus Gerichtsprotokollen und literarischen Bearbeitungen des Themas. Es geht nicht nurn um den Mord, sondern auch die Geschichte der Erforschung und Therapie von Geisteskrankheiten, die Beziehungen zwischen den Geschlechtern, die Situation von Bediensteten. Man kann sich gut in Graces Lage hineinfühlen auch wenn ihre Handlungen nicht immer nachzuvollziehen sind. Zugleich blickt man aus der Sicht des behandelnden Arztes Simon auf Grace. Es gibt kaum schwarz und weiß, stattdessen gibt es sehr viele Schattierungen von grau. Es gibt durchaus Längen und am Ende entzieht sich die Autorin auf unbefriedigende Weise der Notwendigkeit sich endgültig festlegegen zu müssen, aber dafür entschädigt die wunderbar atmosphärische Darstellung.

    Im Anhang geht Atwood auf die realen Hintergründe und ihre Quellen ein. Mir hat sehr gut gefallen, dass sie auf Unklarheiten eingeht, ohne eine Lösung zu präsentieren. Ein sehr eindrückliches, intensives Leseerlebnis.

    4,5 Sterne

  12. Cover des Buches Vakuum (ISBN: 9783827054371)
    Antje Wagner

    Vakuum

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Rajet
    Zitat:
    »Jeder Mensch bekommt die Möglichkeit, den tiefen Bruch in seinem Herzen zu überwinden. Eine Brücke über diese Albtraum zu bauen. Und darüberzusteigen. Aber während man im wirklichen Leben manchmal nur eine einzige Chance hat, die man auch verpassen kann, darf man die Reise im wahren Leben wiederholen. Man muss es sogar. So lange, bis man über die Brücke gegangen ist, so lange, bis man dem Nebel ins Auge gesehen hat.«

    Zum Inhalt:
    Kora. Tamara. Alissa. Leon. Hannes. Sie alle haben einen dunklen Fleck in ihrer Vergangenheit und erleben, was es heißt, allein zu sein. Denn am 17. August um 15.07 Uhr passiert das Undenkbare: Die Zeit bleibt stehen, und alle Menschen um sie herum sind plötzlich verschwunden.
    In diesem beängstigenden Vakuum finden die fünf Jugendlichen nach und nach heraus, dass sie auf geheimnisvolle Weise miteinander
    verbunden sind ...

    Der Schreibstil mitreißend und spannend, nicht nur für die Zielgruppe 14-17 Jahre. Auch darüber ist es gut zu lesen und macht Spaß.

    Das Cover in grau-weiß gehalten, zeigt Menschen an einem Strand. Aber sehr wenige – als ob sie die letzten wären – wie in einem Vakuum. Passt perfekt zum Inhalt des Romans.

    Der Klappentext macht neugierig auf einen spannenden Roman.

    Fazit:
    Schon nach kurzer Zeit – diese bleibt stehen und man weiß nicht passiert es real oder nur im Kopf der Protagonisten. Unfassbar und zugleich doch erschreckend realistischer Roman. Zeit und Gefühle – mitreißend geschrieben, sehr intensiv und doch voller überraschender Wendungen. Erzählt aus der Sicht der Jeweiligen Protagonisten – was hat jeder aus seinem Leben mitgebracht, wie wirkt sich das auf sein Handeln aus? Stillstand ist immer auch eine Herausforderung vor allem wenn es die Zeit betrifft? Was ist wenn die Zeit stehen bliebe? Was würde bleiben und was sich verändern? Warum sind gerade sie noch hier?
    Nur das Ende war leider nicht so meins – aber trotzdem verdiente 5 Sterne.
  13. Cover des Buches Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt (ISBN: 9783442713974)
    Haruki Murakami

    Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt

     (525)
    Aktuelle Rezension von: Aischa

    Nachdem mir "Kafka am Strand" gut gefallen hatte, wollte ich mich nun eigentlich an "1Q84" wagen, aber ein Freund empfahl mir, zuvor unbedingt "Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt" zu lesen, es sei quasi ein Schlüsselroman Murakamis, mit dem sich folgende Werke viel besser verstehen lassen würden.

    Anfangs konnte mich das Buch auch durchaus begeistern. Die Geschichte spielt in zwei Ebenen, gleichzeitig, aber räumlich getrennt. Der Plot ist hochkomplex und fordert die ganze Aufmerksamkeit des Lesers, vor allem, wenn es um die geschilderten Hirnmanipulationen und Datenverschlüsselungen geht. Aber Murakami schreibt unterhaltsam und durchaus witzig. Leider geht im weiteren Verlauf die Spannung verloren, die Schilderung der unterirdischen Flucht des Protagonisten dehnt sich über mehrere Kapitel, ohne dass es die Geschichte wirklich voran bringt. Schade auch, dass kaum zu merken ist, dass Murakami ein japanischer Autor ist. Außer dass "Hard-boiled Wonderland" im futuristischen Tokio spielt, sind kaum japanische Anklänge im Roman zu finden, dafür mehr als genug Zitate der europäischen und amerikanischen Kultur, von Bachs Brandenburger Konzerten über die Popgruppe Duran Duran bis zu Hollywoodfilmen. Desweiteren sind zahlreiche sexuelle Abenteuer des Protagonisten eingestreut. Nichts gegen (guten) Sex, aber was es in diesem Plot damit auf sich hat, erschließt sich mir leider nicht. 

    Murakami hat sich große Themen vorgeknöpft: Wie manipulierbar sind wir, was macht unsere Seele aus, wie wertvoll sind unsere Erinnerungen, welchen Preis sind wir bereit, für die Unsterblichkeit zu zahlen? Aber der Roman schafft es nicht, mich wirklich zu fesseln, im Gegenteil, zum Schluss kam ich mir vor wie in einer Mischung aus drögem Märchen für Erwachsene und der Beschreibung eines online-Fantasy-Spiels. Überladen mit Symbolik, seltsam distanzierte Dialoge, einfach nicht mein Ding.

  14. Cover des Buches Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst (ISBN: 9783518374504)
    Alice Miller

    Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Wortsalat
    Millers Theorie gibt durchaus wertvolle Denkanstöße, um die Kindesentwicklung besser verstehen zu können - für die damalige Zeit jedenfalls revolutionär und nicht umsonst ein Meilenstein der psychologischen Literatur. 

    Allerdings sticht sie mit einer auffälligen Einseitigkeit heraus, lässt andere Faktoren, die ebensolchen Einfluss auf die Kindesentwicklung haben, außen vor. Ob das so gewollt ist und dem Leser diese Tatsache von vorne rein bewusst zu sein hat, lässt sich schwer sagen. Ihr Fokus liegt einzig und allein auf den Kindeseltern, die nach Millers Ansicht wohl mit nahezu jedem Atemzug Ungerechtigkeiten am Kinde verüben. Mir genügt das nicht und es fehlt mir an der Komplexität angesichts dieses umfangreichen Themas. 

    Für mich eine nette Ergänzung, eine Anregung, allerdings keine ausgereifte umfangreiche Theorie. 

    Zum Schreibstil: Für ein Sachbuch in Ordnung, darin liegt aber nicht mein Hauptaugenmerk. 

  15. Cover des Buches Mind Control (ISBN: 9783453438934)
    Stephen King

    Mind Control

     (230)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee


    Zum Thriller kommt jetzt ein von King viel geliebter Mystery Aspekt dazu, was das ganze noch einen Tick mysteriöser und spannender macht :D

    Auch der dritte Band beginnt mit einem kurzen Rückblick auf das Attentat aus dem ersten Teil der Trilogie, denn Brady Hartsfield spielt hier wieder eine entscheidende Rolle. Jeder Band ist an sich in sich abgeschlossen, trotzdem sollte man sie der Reihe nach lesen, damit man die Zusammenhänge besser versteht. Wobei der Autor hier viele Erinnerungsstützen eingewoben hat.

    Nachdem man bisher im Bereich Thriller unterwegs war, kommt hier ein mystischer Aspekt mit in die Geschichte, den Stephen King ja sehr gerne in seinen Büchern einbringt und mit Parapsychologie zu tun hat. Manchen scheint das nicht so gefallen zu haben, aber wenn man ein regelmäßiger Leser von King ist, erwartet man sowas eigentlich :)

    Bill Hodges geht mittlerweile auf seinen 70. Geburtstag zu, ist aber immer noch tatkräftig mit seiner Agentur "Finders Keepers" beschäftigt und hat mit Holly eine perfekte Unterstützung. Ich mag die beiden sehr und hab sie im Laufe der Fälle ins Herz geschlossen, denn sie geben mittlerweile ein eingespieltes Team! Eine tolle Entwicklung die man durch die Trilogie wunderbar mitverfolgen kann.

    Trotz fehlender Action oder großer Dramatik war ich sehr gefesselt und die Seiten sind nur so dahingeflogen. King hat sich hier ausnahmsweise auf das wesentliche beschränkt und die Spannung ergab sich dann von selbst. Bradys Fähigkeit macht es den beiden Privat-Detektiven besonders schwer, ihm auf die Schliche zu kommen und deshalb es ist beinahe unmöglich für sie, Unterstützung zu bekommen. Aber sie beißen sich auch gekonnte alleine durch. Jerome bekommt aber auch noch seinen Auftritt, der durfte im letzten Band natürlich nicht fehlen!

    Gefallen hat es mir richtig gut, auch wenn es noch einen Tick mehr Aufregung vertragen hätte.

    Im Fokus steht dieses Mal das Thema Suizid. Das wird auch oft erwähnt und teilweise in sehr deutlicher Offenheit und Animation, was für diejenigen, die sensibel dafür sind, sich vor dem Lesen bewusst machen sollten.
    Was ich interessant fand, weil es mir selbst nicht bewusst war:

    "Jeder jugendliche Suizid, der es in die sozialen Medien schafft, löst sieben weitere Versuche aus, von denen fünf danebengehen und zwei klappen."
    Zitat Seite 448


    Dass das der Grund ist, warum man in den Medien nie etwas darüber hört, war mir nicht klar, ist aber nachvollziehbar. Der Autor hat in seinem Nachwort betont, dass diese Geschichte Fiktion ist, die hohe Suizidrate in Amerika allerdings reale Tatsache. Ebenfalls ist eine Telefonnummer für Suizidprävention angegeben.
    Trotzdem das Thema "nur" eingebettet ist in die Mörderjagd, sollte man vielleicht doch etwas sensibler werden, wenn es darum geht, wie man mmit anderen Menschen umgeht. Man weiß nie, was in diesen vorgeht und mit welcher Bemerkung man die psychischen Verletzungen noch schlimmer macht. Spott und Hänseleien können tiefer gehen als man denkt und nicht alles, was man denkt, muss immer ausgesprochen werden.
    Seid nett zueinander :)


  16. Cover des Buches Hypnose (ISBN: 9783453436367)
    Sina Beerwald

    Hypnose

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Buderballa
    Ein sehr spannendes Buch, bei dem jeder der böse hätte sein können. Konnte ich sehr schlecht aus der Hand legen
  17. Cover des Buches Ich weiß, was du denkst (ISBN: 9783499625206)
    Thorsten Havener

    Ich weiß, was du denkst

     (103)
    Aktuelle Rezension von: EmelyAurora
    Das Buch ist voller Informationen, Tipps, Tricks und Versuchen. Havener erklärt, wie man Körpersprache besser deuten kann, was mir persönlich nicht vollkommen neu war, mich jedoch in meiner Meinung bestärkt hat, es doch etwas mehr zu versuchen. Er erklärt die Grundregeln des Körper- oder Gedankenlesens ausführlich und füttert den Leser mit kleinen Anekdoten und Geschichten, die zu dem jeweiligen Thema passen. Die Körpersprache steht in diesem Buch im Vordergrund und nachdem man dieses Buch gelesen hat kann man sein Wissen gleich ausprobieren. Und das kann im Alltag wirklich sehr von Vorteil sein. Ein anderer Punkt, den Havener hier anspricht ist das eigene Denken, das das eigene Handeln beeinflusst und umgekehrt. Das ist ebenfalls sehr informativ und hilfreich, vor allem, wenn man sein Selbstbewusstsein etwas auf Vordermann bringen möchte. Was mir persönlich am meisten geholfen hat war, dass man sich besser mit anderen unterhalten kann, wenn man erst die Körpersprache der anderen ein wenig deuten kann. Denn wenn man den Anderen versteht, dann kann man mit ihm auf einer Ebene reden. Außerdem kann man nach dieser Lektüre besser darauf achten, wie man sich selbst in schwierigen oder nervigen Situationen verhält und dieses Verhalten "verbessern".
    Alles in allem also eine sehr empfehlenswerte Lektüre!

    Wollt ihr jetzt einfach so ohne die wertvollen Tipps dieses Buches weiterleben, oder...
  18. Cover des Buches Sternenschatten (ISBN: 9783453525535)
    Sergej Lukianenko

    Sternenschatten

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Jari
    In diesen beiden zusammengehörenden Büchern macht Autor Sergej Lukianenko genau das, was die Sci-Fi so ausgezeichnet kann: anhand einer zukünftigen Welt und ferner Planeten über unsere eigene Welt reflektieren.

    Die Titel, die eigentlich ein einziges Buch darstellen, sollten man am besten nahe aufeinander folgend gelesen werden, damit man als Leser nicht den Bezug zu dieser Welt verliert. Getrennt lesen geht hier fast nicht, da sie ein Ganzes bilden. Band eins hätte ansonsten kein richtig befriedigendes Ende und Band zwei wäre sehr schwer verständlich.

    "Sternenspiel" und "Sternenschatten" sind nicht das, was man typischerweise unter Sci-Fi versteht. Oh, es gibt Aliens, fremde Planeten und selbstverständlich geht um die Rettung der Erde, doch sind diese Bücher enorm philosophisch und nachdenklich. Wer Schlachten im Sinne von "Star Wars" erwartet, wird mit dieser in sich gekehrten, eher ruhigen Geschichte wahrscheinlich wenig anfangen können, obwohl es natürlich auch zu Kampfszenen kommt.

    Pjotr macht enorme Entwicklungen und Veränderungen durch, immer wieder stellt er sich selbst und seine Welt in Frage, hintersinnt, kommt zu einem Entschluss, nur um sich dann zu fragen, ob das richtig wäre. Doch wirkt er dabei nicht wankelmütig, sondern eher verhält es sich so, dass Pjotr dermassen oft mit anderen Ansichten und neuem Gedankengut konfrontiert wird, dass er stets seine eigene Sichtweise überdenken muss.

    Auch der Leser wird in diese Gedanken Pjotrs hineingezogen. Zwar fragt er sich selbst, doch der Leser kommt nicht umhin, für sich selbst Antworten finden zu müssen. Im Gegensatz zu Pjotr können wir dies jedoch in aller Seelenruhe tun, während stets in Situationen steckt, in denen er rasch handeln muss. Mehr als einmal steht dabei sein Leben auf dem Spiel. Und damit natürlich auch immer das Schicksal des Planeten Erde.

    Ich fand mich oft staunend wieder, ab der unerwarteten Tiefe, die diese Bücher aufweisen. Einige Szenen haben sich unwiederbringlich im mein Gedächtnis gebrannt. So etwa der alte Historiker, der in ein Arbeitslager geschickt wurde, weil er zu tief nach der Wahrheit gesucht und diese dann eben auch gefunden hat. Eine Wahrheit, die keiner wissen möchte. Dies spielte auf einem fernen Planeten, klingt aber dennoch irgendwie bekannt, nicht wahr? Ebenso die Aufteilung aller Lebewesen in starke und schwache Rassen lässt uns aufhorchen. Die Geschichte der Menschheit intergalaktisch verpackt.

    Dabei sind die Werke nicht nur tiefgründig, sondern auch sehr komplex aufgebaut. Ebenfalls ein Grund, beide Bände möglichst zeitnah zu lesen. Details spielen hier eine wichtige Rolle und ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich wirklich alles verstanden habe, was Lukianenko uns mitteilen wollte. Wahrscheinlich eher nicht, die "Sternen-"Bücher schreien geradezu nach einem Re-Read.

    Lukianenko hat ein weiteres Mal sein Können bewiesen und Welten und Wesen geschaffen, die mir völlig neu waren. Die Bücher haben mich in ihren Bann gezogen, mich (heraus)gefordert und vollkommen für sich eingenommen.

    Ausserdem habe ich im Reptiloid Karel eine neue Lieblingsfigur gefunden.
  19. Cover des Buches Alsterwasser (ISBN: 9783839218464)
    Werner Färber

    Alsterwasser

     (15)
    Aktuelle Rezension von: CanisLibrum
    Für dieses Buch habe ich mich aus mehreren Gründen entschieden. Zum einen hat mich das Cover sofort angesprochen. Die Farbkombination des hellblauen Himmels, der leicht ins rötliche übergeht,  die Wellen der Nordsee und die Schlichtheit, die dieses Cover ausmacht, haben mich eingeladen dieses Buch zu lesen. Zweitens ist Hamburg definitiv eine meiner Lieblingsstädte. Viel Wasser (als leidenschaftlicher Angler liebe ich dieses Element), ein atemberaubender Hafen und herzliche, weltoffene Bewohner.

    Autor

    Werner Färber wurde 1957 in Wassertrüdingen geboren und verbrachte seine Kindheit auf der Schwäbischen Alb. Nach weit über 100 Kinder- und Jugendbücher, ist er nun mit seinen Kriminalromanen auch bei den Erwachsenen angekommen. Derzeit lebt Werner Färber gemeinsam mit seiner Frau in Hamburg.

    Handlung

    Lea  Mertens ist eine hervorragende Hobby-Köchin.  Sie veranstaltet für ihre Freunde, die sie aus ihrer Umweltaktivistengruppe kennt, ein gemeinsames Abendessen. Die gemütliche Party wird durch den Besuch von dem Kriminalkommissar Lennard Fahnenberg gestört. Lea und ihre Gäste kennen den Kommissar bereits aus dem ersten Teil. Lennard berichtet, dass man in der Alster eine Tote gefunden hat, bei der Frau handelt es sich im Iris Becker. Die Person ist den Gästen bekannt, in der Vergangenheit hat sich Iris Becker undercover als Polizei-Spionin in die Umweltaktivistengruppe eingeschleust. Scheinbar lag die Tote schon längere Zeit in der Alster. Erstaunlicherweise ist sich Lea sicher, noch am Tag zuvor, Iris Becker lebend gesehen zu haben. Diese Tatsache lässt ihr keine Ruhe und sie stellt eigene Ermittlungen an.

    Meinung

    Endlich mal wieder ein Genuss-Kriminalroman. Bei diesem Buch handelt es sich um einen ruhigen Regionalkrimi, der in der wunderschönen Stadt Hamburg spielt. Da Alsterwasser bereits der zweite Fall von Lea Mertens ist, hatte ich zu Beginn des Buches ein wenig Schwierigkeiten die Charaktere kennenzulernen. Das erste Buch Baumkiller muss man aber nicht unbedingt gelesen haben um in die Geschichte reinzukommen.
    Lea ist nicht nur eine sehr gute Köchin, sie ist auch eine Frau die es ermittlungstechnisch mit jedem Kriminalkommissar aufnehmen kann. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht Lea es auch durch, selbst wenn sie das eine oder andere Mal das Recht zu ihren Gunsten auslegen muss. Andererseits hat sie auch eine esoterische Seite. Ihre Meinung, dass beispielsweise chronische Rückenschmerzen nichts mit einem Schaden am Bewegungsapparat zu tun haben, sondern ein Zeichen dafür sind, dass man im Unterbewusstsein Dinge nicht richtig im Kopf verarbeiten kann, fand ich amüsant. Vielleicht sollte ich zukünftig auch eher zum Psychologen als zum Orthopäden gehen.
    Als Bonus hat uns der Autor für die im Buch vorkommenden Gerichte die Rezepte im Anhang bereitgestellt. Dies fand ich eine tolle Idee und ist mir so noch nicht untergekommen. Die Sauerkrautlasagne werde ich aber vermutlich nicht nachkochen. Gut gefallen haben mir persönlich auch die zum Teil im norddeutschen Dialekt geführten Dialoge. Diese haben mich ein wenig an meine Großmutter erinnert, welche aus Norddeutschland stammte und diesen Dialekt auch nach Jahrzehnten in Österreich nicht gänzlich ablegen konnte.

    Alles in Allem ein toller Krimi der Spaß macht. Es hat sich gezeigt, dass die Hamburger Polizei ohne Lea aufgeschmissen wäre. Ohne der Hilfe von Lea hätte Lennard Fahrenberg den Fall womöglich nicht lösen können.

    Fazit

    Genussvoller Regionalkrimi mit einer hartnäckigen Hobbyköchin als Ermittlerin – Leseempfehlung. Diese Art von Kriminalromanen finde ich persönlich toll.

    Lieben Gruß
    Canis Librum
  20. Cover des Buches Denken Sie jetzt nichts! (ISBN: 9783453200869)
    Andrea Jolander

    Denken Sie jetzt nichts!

     (11)
    Aktuelle Rezension von: SagMal
    Bei diesem Buch ist der Titel Programm, doch seien wir ehrlich! Damit verhält es sich in etwa so, als würde jemand sagen: „Denk jetzt bloß nicht an einen rosa Elefanten!“ Du denkst natürlich trotzdem die ganze Zeit an exakt dieses Tier in rosa. Und so kam es auch, dass mir beim Lesen von „Denken Sie jetzt nichts!“ zumute war, als würde mein Bewusstsein wie ein kleines Männlein die ganze Zeit über meiner Schulter hängen und mir die Frage ins Ohr flüstern: „Und wie ist das bei dir so?“

    Im Buch der Psychotherapeutin (Achtung Pseudonym!) Andrea Jolander geht es um das Unbewusste, um Instinkte. Wir benennen das häufig auch als Intuition. Im ersten Teil zeigt sie auf, warum unser Unterbewusstsein dem bewussten Denken häufig überlegen ist. Warum es „im Bereich des menschlichen Verhaltens nichts Sinnloses gibt, zumindest nichts, das keine Ursachen hat.“ Und warum es sich lohnt, exakt dort, einmal genauer hinzuschauen. Im zweiten Teil geht es darum, warum Menschen überhaupt den Kontakt zu ihrem Unbewussten verlieren und welche Rolle dabei unter anderen Normen spielen. Warum die ersten Monate unseres Lebens wichtige Weichen für unser gesamtes Leben stellen und was das Bindungsverhalten der Eltern damit zu tun hat, nimmt sich der dritte Part vor. Im vierten Teil wiederum geht es um Maßnahmen zum Gegensteuern, wenn man also merkt, dass etwas scheinbar nicht stimmt und welche Hilfestellungen Psychotherapien in diesen ganzen Erkenntnis- und Lernprozessen geben können. 

    Gleichzeitig räumt Jolander noch mit einigen Vorurteilen gegen Psychologen und Psychiater auf. Alles in ungezwungener Sprache – an kritischen Stellen mit Nachdruck, an anderen in lockerer Form. Das hat mir gut gefallen.

    Gefallen hat mir insgesamt auch die Ansprache des Buches. Natürlich sollte man das wohl auch von einer guten Psychotherapeutin erwarten können. Trotzdem, die Empathie, das Mitgefühl – einfach die Zugewandtheit für die Sorgen, Nöte und das Leid der Menschen und wie es hier aufgegriffen und beschrieben wird, hat mir sehr zugesagt. Es hat mir beim Lesen irgendwie ein Gefühl des gut-aufgehoben-seins gegeben und den Impuls, dass ich mich gern mal mit der Autorin intensiver unterhalten würde. 😊 Deshalb sehr zu empfehlen.
  21. Cover des Buches Schachnovelle (ISBN: 9783328106739)
    Stefan Zweig

    Schachnovelle

     (1.272)
    Aktuelle Rezension von: EllaEsSteff

    𝐾𝑢𝑛𝑠𝑡 meets 𝑒𝑙𝑖𝑡𝑎𝑒𝑟𝑒𝑛 𝑍𝑒𝑖𝑡𝑣𝑒𝑟𝑡𝑟𝑒𝑖𝑏 meets 𝐹𝑙𝑢𝑐ℎ𝑡 𝑢𝑛𝑑 𝑅𝑒𝑡𝑡𝑢𝑛𝑔

    Wem das Damengambit schon gefallen hat, dem sollte die Schachnovelle von Stefan Zweig nicht entgehen.
„Auf dem großen Passagierdampfer, […] von New York nach Buenos Aires […]“ treffen drei Charaktere aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können, deren Geschichten so eindringlich beschrieben werden und alle in der Welt des Schachs zusammen kommen.
Dieser kurzweilige Klassiker sollte in keinem Bücherregal fehlen.

    🚢♟📖

  22. Cover des Buches Das Lazaruskind (ISBN: 9783442446780)
    Robert Mawson

    Das Lazaruskind

     (220)
    Aktuelle Rezension von: katzekatzekatze
    Ben muss den tragischen Autounfall seiner Schwester Frankie mit ansehen. Frankie liegt daraufhin rettungslos im Koma, Ben ist zutiefst traumatisiert. Da kann nur noch eine ganz besondere Spezialistin helfen...

    Zuerst möchte ich das Buch auf seine zwischenmenschliche Komponente loben. Der Autor greift wirklich feinsinnig die Tragik und die Konflikte auf, die nach so einem Unfall auftreten können, wenn ein Kind plötzlich im Koma liegt. Das kann eine Familie zerrütten und das hat der Autor hier wirklich mit aller zwischenmenschlichen Kompetenz und großem Einfühlungsvermögen dargestellt.
    Die Geschichte liest sich gut, ist weder zuviel, noch zu wenig.

    Spannend wird es dann als die Familie Kontakt zu Dr. Chase aufnimmt, die sich dem Zurückholen von Kindern aus dem Koma verschrieben hat, für die es keine Hoffnung mehr gibt. Zugegeben, ihre Methoden sind etwas sonderbar und erst gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich darauf einlässt, wird man in eine faszinierende alternative Realität entführt, die einen total mitreißt und mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurücklässt.
  23. Cover des Buches Null (ISBN: 9783499256486)
    Adam Fawer

    Null

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Tea_Loewe

    "Null" ist ein Thriller, den ich bis heute wärmsten all jenen weiterempfehle, von denen ich denke, dass sie dieses Genre lesen. Es ist kein klassischer Thriller, sondern vielmehr ein wissenschaftsgestütztes Szenario, das mehr und mehr ins Übersinnliche abdriftet, ohne dabei abgedroschen oder wirr zu werden.

    Für mich als Fan von Fantasyromanen ein gelungener Genrewechsel. Ganz nebenbei habe ich gelernt, was es heißt, auf einen Variablenwechsel zu setzen. Ich mochte das Buch wirklich gern, die Story war actionreich, strebte vorwärts, hatte spannende Wendungen in sich und eben das Fünkchen Übersinnliche.

    Klare Empfehlung!

  24. Cover des Buches Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten! (ISBN: 9783499626098)
    Thorsten Havener

    Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!

     (56)
    Aktuelle Rezension von: PhaedrusBold

    Ich habe das Buch innerhalb von kürzester Zeit gelesen und fand es äußerst interessant. Der Autor arbeitet viel mit Versuchen und Beispielen um die erklärten Phänomene noch verständlicher zu machen, was auch funktioniert hat. Ich als absoluter Laie hatte zumindest das Gefühl, das meiste zu verstehen.

    An manchen Stellen geht er biologisch auch sehr in die Tiefe, was ich jetzt nicht so interessant fand. Zudem verweist er ein paarmal auf sein erstes Buch, was für jemanden, wie mich, der dieses nicht gelesen hat nicht so praktisch ist.

    Insgesamt kann ich das Buch nur empfehlen, ich fand es sehr gut.

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