Bücher mit dem Tag "untergang"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "untergang" gekennzeichnet haben.

70 Bücher

  1. Cover des Buches Buddenbrooks (ISBN: 9783596712731)
    Thomas Mann

    Buddenbrooks

    (2.426)
    Aktuelle Rezension von: HarryPlotter

    Die Buddenbrooks ist kein optimistischer Roman. Im Mittelpunkt stehen Johann Buddenbrook und später seine Kinder Thomas und Tony; am Ende bleibt nur noch Hanno. Man erlebt, wie die Familie nicht nur an gesellschaftlichem Ansehen verliert, sondern allmählich zerfällt.

    Schon zu Beginn wird deutlich, dass alles auf einen Niedergang hinausläuft. Während sich gesellschaftliche Verhältnisse und Machtstrukturen verändern, versuchen Thomas und Tony, den Namen und die Würde der Familie zu bewahren – doch die neuen Zeiten sind unerbittlich. Viele Nebenfiguren verstärken dieses Bild einer Welt, die zunehmend überholt wirkt.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn einige Passagen – besonders um Hanno – etwas schwerfällig waren. 

  2. Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783446270749)
    Umberto Eco

    Der Name der Rose

    (1.634)
    Aktuelle Rezension von: MH41197

    Man kann mir mit Recht nachsagen, dass ich historische Romane nicht mag. Das hat seine Gründe - das Genre ist meiner Ansicht nach weder Fisch noch Fleisch, meist trivial, neolibreal dazu auffordernd, sich gleichzeitig an vergangenen Brutalitäten zu ergötzen und dabei dankbar zu sein, heute in der "besseren Welt" (die - Ironie! - natürlich frei von jedem Unrecht ist ... Nicht!) leben zu dürfen, und außerdem überfüllt mit sinnentleerten Gewalt- und Sexszenen.

    Mit anderen Worten: Ich hätte vielleicht nicht gedacht, dass ich jemals einem historischen Roman eine volle Punktzahl geben würde, hätte ich Umberto Ecos "Der Name der Rose" nicht gekannt. Denn dieser Roman ist in jeder Hinsicht perfekt - obwohl in vergangenem Setting.

    Im Italien des Jahres 1327 reist der englische Franziskanermönch und Ex-Inquisitor William von Baskerville (eine von Ecos humoristischen Anspielungen auf andere Literaten - der Nachname ist klar aus Sherlock Holmes entlehnt) mit seinem jugendlichen deutschen Gehilfen Adson von Melk in eine abgelegene, düstere Abtei in den Appenninen, um dort an einer theologischen Debatte zwischen den zerstrittenen Mönchsorden teilzunehmen. Aufgrund seiner Berühmtheit als früherer Inquisitor - vor allem als einer, der diese Tätigkeit mehr als Richter und Detektiv, denn als Hexenverbrenner verstand -, wird William vom Abt gebeten, den sonderbaren Tod eines jungen Mitgliedes des Klosters aufzuklären. William beginnt zu ermitteln - und stößt dabei schon bald an die Grenzen der Weltbilder seiner Zeit, und zwischen die Machenschaften der Post-Kreuzzugs-Ära der spätmittelalterlichen religiösen Extremisten, die für ihre Überzeugungen zu morden und zu sterben bereit sind und jedem Andersdenkenden keinerlei Existenzrecht zugestehen - sei er Wissenschaftler, Freigeist, kritisch denkender Theologe, Katharer, Jude, Muslim ... oder einfach nur eine Frau zur falschen Zeit am falschen Ort.

    Spannend ist dieser Roman allemal - aber nicht im klassischen Stil eines Krimis (der "Der Name der Rose" zweifelsohne ist), dafür ist die Handlung sehr viel dichter gepackt, fast schon eine Milieustudie eines (spätmittelalterlichen) Klosters oder: einer religiös fundamentalistischen (oder wie wir es heute nennen würden: "evangelikalen") Gesellschaft - und damit hat der Roman trotz seines fernen Themas auch noch etwas: Aktualität. Wenn wir die Extremisten in Ecos Kloster über "die Ketzer" reden hören und über den Niedergang der Welt, dann fühlt man sich nicht wenig erinnert an moderne Eiferer, deren Ersatzwort für den Begriff Ketzer "die Woken" geworden sind, wenn man die Selbstherrlichkeit des letztendlichen Antagonisten erlebt, der im Bewusstsein vollkommener Rechtschaffenheit seine Mitbrüder zu einem höheren Ziel tötete und als Kollateralschäden in Kauf nahm, so hat man die Worte von selbstgerechten, brutalen Machtmenschen wie Putin oder Netanyahu im Ohr, und mit dem Selbstmord des Antagonisten und seinem Versuch, dabei alles mit sich zu vernichten, so denkt man unweigerlich an die Selbstmordattentate des ISIS. Umberto Eco hat einen Roman in der Vergangenheit geschrieben, der uns etwas über seine Gegenwart, und aus Ecos Perspektive, der ihn in den 1970er Jahren schrieb, sogar über Ecos damalige Zukunft, die heutige Gegenwart, erzählt. Und darin besteht bereits die Genialität des Namen der Rose - und in seinem Schreibstil: Denn Eco schreibt einen Plot im Plot - macht sich selbst zum zweiten Protagonisten, der im "heute" (oder eben: in den 1970ern) die französische Übersetzung der lateinischen Niederschrift des alten Mönches Adson von Melk ins zeitgenössische Italienische übersetzt - und begibt sich in dieser Eigenschaft dann in die Haut des alten Adson von Melk, der im Rahmen seines mittelalterlich-klösterlichen Weltbildes rückblickend die Geschichte seines jugendlichen Ichs an der Seite von William von Baskerville erzählt.

    Der Name der Rose ist ein stilistisch, thematisch, plottechnisch und handwerklich ein Werk der Superlative: Der beste und der EINZIGE historische Roman, der nicht als "Märchen für Erwachsene" daher kommt, sondern einen Plot erzählt, der in tieferer Bedeutung von der erzählten Zeit in die Gegenwart seiner Niederschrift und bis ins Heute übergreift. Der Name der Rose ist kein "alter Schinken". Keine Mittelalterromantik. Er ist relevant - damals wie heute. Und auch morgen - solange es religiösen Extremismus und Machtgefälle in der Welt gibt. 

  3. Cover des Buches Eragon - Das Erbe der Macht (ISBN: 9783734162190)
    Christopher Paolini

    Eragon - Das Erbe der Macht

    (1.620)
    Aktuelle Rezension von: LiJen

    Mit diesem Teil ist Christopfer ein episches Finale gelungen. 

    Die entscheidende Schlacht. Wer wird siegen

    Wer wird fallen? 

    Werden Familienbande bestehen. 

    Werden Freunde zusammen bleiben oder sich trennen? 

    Was passiert nach der Schlacht? 

    Viele fragen die beantwortet werden. 

    Wieder sehr schön und visuell geschrieben. 


    Sehr zu empfehlen

  4. Cover des Buches Scythe – Der Zorn der Gerechten (ISBN: 9783733503659)
    Neal Shusterman

    Scythe – Der Zorn der Gerechten

    (697)
    Aktuelle Rezension von: Bianca_Books

    Was für ein genialer 2. Band der Reihe. Die Geschichte macht echt süchtig und ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Einerseits ist es echt beängstigend wie diese Welt mit KI und dem Thunderhead ist, andererseits aber genauso faszinierend. Absolut geniale Welt die hier erschaffen wurde und das ganze Worldbuilding ist einfach nur genial. Es ist so ausgereift und wird so toll beschrieben, als ob man wirklich in der Welt ist. Die Geschichte war wieder absolut spannend und fesselnd. Es ist wieder so viel passiert und wir lernen wieder neue Teile der Welt kennen, sodass es zu keiner Zeit langweilig wurde. Citra ist mir mittlerweile wirklich ans Herz gewachsen, genauso wie Scythe Curie und Rowan. Teilweise war es wirklich wieder sehr brutal und emotional, andererseits aber auch wieder sehr schön zu sehen, welche Entwicklungen die Charaktere durchmachen. Es gab wieder einige Wendungen die ich so nicht erwartet hatte und die mich echt schockiert haben. Ich bin jetzt so gespannt wie es im finalen Band aus geht.

    Der Schreibstil war sehr angenehm. Obwohl es so viele POVs gibt, war es überhaupt nicht verwirrend, sondern eher schön so viel von der Welt und den Charakteren mitzubekommen.

    Fazit: Absolut genial und empfehlenswert.

  5. Cover des Buches Die Seiten der Welt – Nachtland (ISBN: 9783596198535)
    Kai Meyer

    Die Seiten der Welt – Nachtland

    (683)
    Aktuelle Rezension von: anila

    Die Seiten der Welt – Nachtland von Kai Meyer hat mich komplett begeistert. Schon nach den ersten Kapiteln war ich wieder mitten in dieser magischen Welt aus Bibliotheken, Geschichten und literarischen Geheimnissen gefangen. Nachtland schafft es, Spannung, Fantasy und Emotionen so miteinander zu verbinden, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

    Besonders beeindruckt hat mich die Atmosphäre: düster, geheimnisvoll und gleichzeitig voller Wunder. Kai Meyer schreibt unglaublich bildhaft – jede Szene fühlt sich lebendig an, als würde man selbst durch die verborgenen Gänge und zwischen den Seiten uralter Bücher wandern. Die Ideen rund um die Macht der Bücher und Geschichten sind kreativ und faszinierend umgesetzt.

    Auch die Figuren haben mir richtig gut gefallen. Sie wirken glaubwürdig, entwickeln sich weiter und machen die Geschichte emotional greifbar. Vor allem die Mischung aus Abenteuer, Magie und einer leicht melancholischen Stimmung hat das Buch für mich besonders gemacht.

    Nachtland ist für mich ein perfekter Fantasyroman für alle, die Bücher lieben und gerne in außergewöhnliche Welten eintauchen. Spannend, atmosphärisch und voller Magie – definitiv ein Highlight!

  6. Cover des Buches These Broken Stars. Lilac und Tarver (Band 1) (ISBN: 9783551317742)
    Amie Kaufman

    These Broken Stars. Lilac und Tarver (Band 1)

    (878)
    Aktuelle Rezension von: butterflyinthesky

    2.5 stars.


    i put this book onto my wish list around 10 years ago. back then i was really into YA / sci-fi and couldn’t wait to read it (i’ve also known amy kaufman from other books / series) so when i finally got it, i started it immediately. it’s super fast paced and interesting: a rich girl and a „rags-to-riches“ army major are stranded on an empty planet. but is it really empty? however, while it as a fn read i also realized that YA is just too young for me these days. couldn’t really connect with the characters (there were only two major ones so the story is limited to begin with) and overall the story was very far fetched at times. will not continue with the rest of the series. 

  7. Cover des Buches Dark Elements 3 - Sehnsuchtsvolle Berührung (ISBN: 9783365004722)
    Jennifer L. Armentrout

    Dark Elements 3 - Sehnsuchtsvolle Berührung

    (1.010)
    Aktuelle Rezension von: Bianca_Books

    Leider hat mir der 3. Band der Reihe nicht so gut gefallen wie die ersten beiden Teile. Irgendwie war es mir zu sehr schnulzig zwischen Layla und Roth. Ich fand die Liebesgeschichte ja echt toll, aber es hätte auch um einiges weniger kitschig sein können. Die Geschichte rund um "den Feind" fand ich sehr spannend und vor allem was wir da noch alles für Geheimnisse enthüllt bekommen haben. Da war einiges dabei, mit dem ich so nicht gerechnet hätte. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Entwicklung der Nebencharaktere, da freu ich mich schon drauf sie in den nächsten Bänden wieder zu treffen. Alles was wir zu der Welt noch erfahren haben fand ich richtig gut und es kam nochmal einiges mehr zum Vorschein. Ich bin echt gespannt was da alles noch so auftaucht und was wir darüber noch erfahren werden.

    Der Schreibstil hat mir, wie immer, gut gefallen. Er war einfach und man ist sehr schnell in die Geschichte rein gekommen.

  8. Cover des Buches Secret Fire 1. Die Entflammten (ISBN: 9783841505095)
    C. J. Daugherty

    Secret Fire 1. Die Entflammten

    (508)
    Aktuelle Rezension von: Lenny

    Geheimes Feuer - ich finde es sehr schade, dass jetzt so viele Bücher englische Titel haben. Manches hört sich im englischen besser an, das verstehe ich schon. Vielleicht muss ich einfach mein Englisch verbessern, damit ich alles verstehe. 

    Das Cover finde ich etwas lahm, doch die Geschichte nicht. Der Klappentext hat mir gefallen. Und deshalb musste ich das Buch unbedingt lesen. Und ja! Es ist sehr gut geschrieben. Magische Kräfte außer Kontrolle. Ein uralter Fluch, der Sascha nur noch wenig Zeit lässt.... Sehr sehr spannend und am Ende des Buches komplett turbulent. Ich habe mich sofort an Band 2 gemacht. Viel Spaß beim lesen, es lohnt sich! 

  9. Cover des Buches Krieger des Feuers (ISBN: 9783641074777)
    Brandon Sanderson

    Krieger des Feuers

    (232)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Ein Jahr ist vergangen, seit Kelsiers Diebesbande den obersten Herrscher gestürzt haben und damit die Skaa im letzten Reich aus ihrer Unterdrückung befreit haben. Elant Wager ist der neue König und Vin, die mächtigste Nebelgeborene des Landes, an seiner Seite. Elant steht eine große Aufgabe bevor, denn Luthadel wird gleich von zwei Armeen belagert. Einen Adligen aus dem westlichen Dominium und von seinem Vater Straff Wager. Beide wollen die Stadt erobern, denn es hat sich herumgesprochen, dass die Stadt einen großen Vorrat an Atium bewahrt, das mächtigste Metall, was es gibt.

    Vin sieht eine weitere Gefahr. Seit dem Tod des obersten Herrschers verändert sich der Nebel und sie befürchtet, dass der Dunkelgrund zurückkehrt, welcher der oberste Herrscher vor so vielen Jahren eigentlich besiegt hatte.

     

    Wie schon der erste Band erwartet dem Leser hier auch eine epische, fantastische Reise. Der Schreibstil des Autors hat mich direkt wieder eingezogen und die bildhaften Beschreibungen lassen die Welt vor meinem inneren Auge entstehen. Man trifft auf liebgewonnen Figuren wieder. Nur hat mir eine Figur schmerzlich gefehlt. Kelsier empfand ich als so gute Figur im ersten Band und habe so gern aus seiner Sicht gelesen. Ich fand es sogar schade, dass er weniger Anteil als Vin hatte. Und irgendwie habe ich ihn im zweiten Band sehr vermisst, wenn er auch zu Legende geworden ist und somit irgendwie auch weitergelebt hat. Denn sein Name und sein Andenken werden oft erwähnt.

     

    Die beiden Hauptperspektivenfiguren waren hier Vin und Elant. Aus Vins Sicht habe ich wieder gerne gelesen, auch wenn ich sie ab und an etwas schwierig fand. Sie hat oft an sich gezweifelt und sich immer wieder gesagt, dass sie nicht gut genug für Elant ist. Dazu kam, dass sie einen anderen Nebelgebornen kennengelernt hat, der ihre eine andere Sichtweise eröffnet hat, als in der sie gerade lebt. Sie hat sich gegen seine Ansichten gewährt, aber er hat immer weitere seinen Stachel in sie getrieben.

    Von ihm gab es auch ein paar Abschnitte aus seiner Perspektive. Ich fand ihn recht interessant, aber bei weiten nicht so wie Kelsier. Dafür war mir der Typ dann doch zu seltsam.

    Mit Elant konnte ich ja im ersten Band weniger anfangen, wenn ich ihn auch nicht schlecht fand. Es war hier ganz interessant zu erfahren, wie er sich als König macht. Denn man hat deutlich seine Entwicklung miterlebt, wie er anfangs eigentlich wenig für dieses Amt geeignet war, aber dann durch Hilfe und inneren Wachstum darin aufgegangen ist. Durch seine Perspektive kann ich ihn inzwischen besser verstehen und konnte deshalb auch mehr mit ihm anfangen. Manchmal habe ich über seine idealistischen Ansichten zwar die Augen verdreht, aber das gehört zu seiner Figur und er weiß es selbst.

    Als dritte wichtige Perspektivenfigur ist Sazed aufgetreten – der Bewahrer aus Terrisien. Er hat in dem Buch auch eine immer wichtigere Rolle eingenommen. Anfangs fand ich seine Perspektive ziemlich langweilig, weil er sich erneut mit der Prophezeiung um dem Helden aller Zeiten beschäftigt hat. Es fühlte sich wiederholend, langwierig und nicht sonderlich gehaltvoll an. Zumal man ja immer vor dem Kapitel einen kurzen Ausschnitt in Kursiv von einem früheren Bewahrer hatte, der über den damaligen Helden gesprochen hat. Nicht nur, dass ich die Texte verwirrend fand, fand ich sie auch sehr wiederholend. Die haben mich mehr gestört, alles andere. Und dann kam noch Saze mit seinen Studien dazu… es wurde erst spannend, als man gemerkt hatte, dass irgendwas mit dem Nebel nicht stimmt und dies noch einmal einen ganz neuen Plot herausgekommen ist.

     

    Demensprechend muss ich erneut als Kritikpunkt anbringen, dass ich es manchmal etwas langatmig fand. Es gab Abschnitte, wo gefühlt nicht viel passiert ist oder die sich sogar wiederholt haben.

    Ich fand zum Beispiel den Handlungsstrang mit dem Verräter, der in Form eines Kandras unter die Mannschaft sich gemischt hat, spannend. Aber einerseits wurde das nur halbherzig verfolgt und führte auch zu wenigen Ergebnissen. Als dann schließlich herauskam, wer es war, war das einerseits zwar ziemlich gerissen vom Autor gemacht, aber trotzdem nicht umhauend. Irgendwie musste es am Ende darauf hinauslaufen. Ich hätte mir gewünscht, dass etwas mehr und Konkreteres in die Richtung passiert. Vin hat zwar versucht einige auszuschließen und ermittelt, indem sie mit diesen redet, aber so wirklich etwas dabei rausgekommen, ist nicht.

     

    Fazit: Das Ende macht auf jeden Fall neugierig, wie es nun weitergeht. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, aber es kein Highlightgefühl in mir ausgelöst. Irgendwie fehlt mir der letzte Funke dazu. Ich mag die Geschichte sehr, besonders die Figuren, die Idee mit der Magie und den Schreibstil, aber es überzeugt mich nicht komplett. 4 Sterne.

  10. Cover des Buches Ophelia Scale - Die Sterne werden fallen (ISBN: 9783570314609)
    Lena Kiefer

    Ophelia Scale - Die Sterne werden fallen

    (512)
    Aktuelle Rezension von: Vimpsy

    Ich war direkt wieder drin und wollte einfach wissen, wie es ausgeht.


    Man merkt schnell, dass jetzt alles zusammenläuft. Die Story zieht nochmal an und ich hab die ganze Zeit mitgelesen, ohne groß Pause machen zu wollen.


    Die Entscheidungen waren teilweise echt hart, aber genau das fand ich gut. Es hat sich nicht künstlich angefühlt, sondern einfach passend zur Geschichte.


    Am Ende hatte ich das Gefühl: passt so. Ein runder Abschluss, der für mich genau richtig war.


  11. Cover des Buches Extinction (ISBN: 9783328100096)
    Kazuaki Takano

    Extinction

    (252)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Ich glaube, ich muss meinen Stapel ungelesener Bücher mir öfter vornehmen. Dieses Buch habe ich nun schon einige Zeit (Jahre) und hatte es immer für andere Romane zurückgelegt. Was für ein Fehler!

    Extinction ist ein exzellenter Wissenschaftsthriller, der mit einer ganz eigenen Idee aufwarten kann und wo ich mich frage, wo bleibt die Verfilmung? Wie schon andere in ihrer Rezi geschrieben, würde eine Darstellung des Inhaltes viel vom Lesevergnügen verderben.

    Meinung

    Der Roman ist über weite Strecken äußerst spannend geschrieben, wobei allerdings die Teile, die sich um Pharmazie und die Entwicklung von Medikamenten drehen,  den Lesefluß einbremsen. Nicht falsch verstanden, die Teile sind notwendig und hervorragend geschrieben, aber ich konnte den theoretischen Überlegung oftmals nicht folgen.

    Wie schon gesagt, die Idee hinter dem Buch hat mir sehr gut gefallen. Das Ende ist absolut gelungen. 

    Sehr gefallen haben mir die vielen Seitenhiebe auf den ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush. 

    Fazit

    Lesen!

  12. Cover des Buches Apocalypsia (ISBN: 9783000532337)
    Andreas Izquierdo

    Apocalypsia

    (165)
    Aktuelle Rezension von: Insider2199

    Wenn Gott im Sterben liegt und die Engel um ihr Überleben kämpfen...

    Der 1968 in Euskirchen, Nordrhein-Westfalen geborene Autor sammelte nach dem Abitur erste Erfahrungen bei Zeitungen und Rundfunk und gewann einen Preis für Nachwuchsjournalisten, bevor er 1995 seinen ersten Kriminalroman veröffentlichte. Nach „Romeo und Romy“ ist dies mein zweites Buch von ihm.

    Inhalt (Klappentext): Es heißt, sobald ein Kind zur Welt kommt, legt ihm ein Engel seinen Finger auf den Mund: so vergisst es augenblicklich alle göttlichen Geheimnisse. Nur die kleine Furche zwischen Nase und Mund bleibt als Spur zurück. Die Engel sind in Aufruhr, denn Gott liegt im Sterben, und mit ihm die gesamte Schöpfung. Die Erkenntnis über seine Vergänglichkeit: ein Schock. Das Versprechen ewigen Lebens: eine Lüge. Das Heer der Engel spaltet sich. Wer die Freiheit will, folgt Luzifer, dem mächtigsten unter ihnen. Sein Plan ist so schlicht wie verführerisch: Sind erst die missratenen Menschen vernichtet und er auf dem Thron, ist der Urzustand allen Seins wiederhergestellt. Die kleine Schar derer, die entschlossen die alte Ordnung verteidigt, ist ganz auf sich allein gestellt. Intrigen, Verrat und Mord führen schließlich in die Katastrophe.

    Meine Meinung: Die Idee des Buches und die dahinterliegende Botschaft gefiel mir sehr gut, obwohl mir diese Prämisse eine Spur zu oft wiederholt wurde, aber da kann man getrost ein Auge zudrücken. Die Fantasy-Welt der Engel – der junge Engel und Held Nathanael, der durch seinen Mentor Iax zum Mann und Kämpfer wird, um sich gegen Luzifer in den Kampf zu begeben – hat mir überaus gut gefallen, da geht es auf sehr eindringliche Weise um den Kampf von Gut und Böse. Jedoch kam mir dabei die Welt der Menschen etwas zu kurz, Esther, die dortige Heldin, hätte meines Erachtens mehr Einfluss am Geschehen erhalten sollen, da ja immer betont wurde wie sich die beiden Welten gegenseitig bedingten und das Schicksal voneinander abhing.

    Ein weiterer Kritikpunkt für mich war das Ende, das mir für meinen Geschmack leider ein wenig zu sehr von Kampf dominiert und überschattet war. Im Film mag so etwas durch die Bilder einfach besser wirken, aber wenn man das lesen muss, dann wird es finde ich schnell etwas langweilig. Und gerade in der Welt der Engel hätte ich schon erwartet, dass nicht alles über den Kampf allein entschieden wird, sondern mehr magische Elemente integriert sind.

    Fazit: Eine beeindruckende Fantasy-Welt, in der Engel und Menschen ums Überleben kämpfen, allerdings hätte ich mir ein größeres Gleichgewicht der Welten gewünscht und am Ende weniger Kampf, dafür aber mehr Magie. Dafür ziehe ich einen halben Stern ab und spreche eine Leseempfehlung aus.

  13. Cover des Buches Young World - Die Clans von New York (ISBN: 9783423761215)
    Chris Weitz

    Young World - Die Clans von New York

    (170)
    Aktuelle Rezension von: BookLooker


    "Young World", verfasst von dem Oscar nominierten Drehbuchautor und Ressiseur von "About a Boy","Twilight","Cinderella", handelt von New York in dem nur Jugendliche eine Krankheit überlebt haben und nun um ihr Leben kämpfen.

    Natürlich waren die Erwartungen an das Buch sehr hoch. Und diese wurden auch weitgehend erfüllt.
    Von außen macht der Roman einen interessanten Eindruck. Das Cover ist passend zum Inhalt gestaltet und der Klapptext lädt zum Lesen ein.
    Die gesamte Geschichte wird abwechselnd in der Sicht der beiden Hauptpersonen Jefferson und Donna. Dies macht den Text interessanter und zeigt subjektiv beider Meinung.
    Man ist vom Anfang an von der Thematik fasziniert und möchte wissen wie es weiter geht. Dabei wird man von dem leichten Schreibstil des Autors begleitet. Spannung tritt im gesamten Buch auf, doch es gibt auch langweilige Stellen, die den Lesefluss etwas (aber nur minimal) behindern.
    Die beiden Hauptcharactere sind gut gewählt und helfen dem Leser sich in die Geschichte reinzufühlen

    Insgesamt ein sehr gelungener Roman
    Für alle "Tribute von Panem" und "Die Bestimmung" Fans!

  14. Cover des Buches Das Floß der Medusa (ISBN: 9783442717194)
    Franzobel

    Das Floß der Medusa

    (96)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Reichmann

    Ich hatte einen "historischen Roman" befürchtet - aber das war es nicht: bekommen habe ich etwas, das ich sprachliches Kunstwerk nennen möchte, und zwar deshalb, weil es Franzobel durch seine Art der Beschreibung gelingt, dass ich den Hafen von Rochefort (und das ländliche Frankreich) und die Kombüse und die engen Quartiere au dem Schiff förmlich riechen kann. Das gelingt ihm, obwohl der Erzählton durchaus etwas Ironisches hat.

    Riechen und Spüren konnte ich auch die letzten Tage auf dem Floss - mit allen Schrecklichkeiten. Ja, das Buch ist grauslich - genauso wie die reale Situation, um die es geht. Die Vorgeschichte, wie es dazu kam (ein Versagen vieler Menschen auf vielen Ebenen) ist grotesk und ebenso brilliant erzählt.

    Ein Buch, dass ich mit Sicherheit irgendwann wieder lesen werde!

  15. Cover des Buches Bourbon Lies (ISBN: 9783736304031)
    J.R.Ward

    Bourbon Lies

    (182)
    Aktuelle Rezension von: Lyjana

    Meine Meinung
    Gerade habe ich nach vielen Jahren endlich den zweiten Teil dieser Reihe gelesen, da wollte ich die Gelegenheit nutzen auch gleich diesen dritten und finalen Band meinen gelesenen Schätzen hinzuzufügen. Ich will ehrlich mit euch sein, ich bin positiv überrascht worden. Was schlichtweg der Tatsache zuzuschreiben ist, dass ich bereits seit vielen Jahren Bücher von J. R. Ward lese und die letzten fünf, sechs Bücher leider nur noch sehr unterdurchschnittlich fand. Den zweiten Teil dieser Bourbon Kings Reihe fand ganz gut, war aber trotzdem unsicher, ob ich letztlich überzeugt werde. Offenbar muss ich davon ausgehen, dass J. R. Wards ältere Werke mir mehr zusagen, zumindest von dem was ich aktuell und in den letzten paar Monaten gelesen habe.
    Weiterhin erleben wir die Reihe aus vielen unterschiedlichen Sichtweisen, die aber alle die Familie Bradford betreffen. Da haben wir die vier Erben: Lane, Edward, Gin und Maxwell, deren Partner sowie einige andere Nebencharaktere, die den Verlauf der Geschichte positiv wie negativ beeinflussen. Ich hatte durchaus den Eindruck, dass einige Erzählstränge mehr Zeit gebraucht hätten, um mich zu überzeugen. Es gibt viele Momente, wo sich die Geschehnisse überschlagen und ebenso das Verhalten der Protagonisten. Ich hätte mir gewünscht, dass gewisse Momente länger ausgekostet worden wären, mehr Raum gebraucht hätten um zu strahlen und die Tiefe der Geschichte und der Charaktere zu verdeutlichen. Beispielsweise die Offenbarung des Mörders, Max Wiederkehr, Edwards Liebesgeständnis oder auch andere viele kleine Elemente, die absolut in die richtige Richtung gehen.
    Manche Sachverhalte, gerade was die Gedankenwelt der Männer angeht wirkten auf mich sehr plump. Gerade wenn Frauen sowie der scheinbar immer präsente und im Vordergrund stehende Geschlechtstrieb in den Gedanken auftauchten, saß ich manchmal vor diesem Buch und musste das Augenrollen echt unterdrücken, weil ich mir schlichtweg weniger Fokus auf das Körperliche gewünscht hätte.
    Eigentlich mag ich den Schreibstil der Autorin in vielen Punkten wirklich gerne. Die Dialoge sind dynamisch, authentisch und humorvoll. Es gibt schöne Beschreibungen des Anwesens und der Umgebung und doch nagt an meiner Meinung die Tatsache, dass am laufenden Band irgendwelche Vergleiche herangezogen werden, die ich – wahrscheinlich – durch die Übersetzung aus dem Amerikanischen so nicht verstehen konnte und die Tatsache, dass sie es offenbar nie müde wird irgendwelche Marken zu nennen. Es ist mir egal, ob die Zahnpasta von Colgate oder XYZ ist, es interessiert mich nicht, dass jemand zum zweimillionsten Mal seine Ray-Ban-Sonnenbrille aufsetzt oder dergleichen.
    Darüber hinaus? Gab es tatsächlich einige Momente, die mich zu Tränen rühren konnten. Gerade Miss Aurora – quasi die Ziehmutter der Bradfords - war so eine herzliche und großartige Seele, dass alle Gespräche, alle Geständnisse, alle Personen egal wie sehr involviert mich begeistert haben. Und da zeigt sich auch deutlich das Talent der Autorin Gefühle authentisch und ehrlich zu vermitteln.

    Fazit
    Ein schöner Abschlussband, wenngleich immer noch weit von einem persönlichen Highlight entfernt. Ich möchte behaupten, dass mir dieser Band von allen dreien am besten gefallen hat, auch wenn der Inhalt doch sehr schnelllebig und kurzweilig ist.

    Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  16. Cover des Buches Das Muschelessen (ISBN: 9783867891806)
    Birgit Vanderbeke

    Das Muschelessen

    (170)
    Aktuelle Rezension von: Lassmallesen_chris

    orab muss ich jeden warnen, der diese Erzählung lesen möchte. Sie lässt sich wirklich ganz schwer lesen. Die Tochter, die als Ich-Erzählerin fungiert, ist zwar (vermutlich) etwa 18 Jahre alt. Doch abgesehen vom Vokabular erzählt sie wie eine Fünfjährige. Fast ohne Punkt und Komma, in ewig-lang verschachtelten Sätzen und mit vielen Wiederholungen und ohne Absätze. Das war anstrengend und ich musste mich durch jede einzelne Seite kämpfen.

    Zugleich war das, was die Tochter berichtet, auf der einen Seite inhaltlich schockierend, aber zugleich so witzig geschrieben, dass ich ganz oft zumindest grinsen musste, etwa bei allem um das Thema „Umstellerei“.

    So wie die Tochter über ihren (abwesenden) Vater schreibt, bekommt man regelrecht Hass auf ihn: Gewalttätig, wenig liebevoll, besserwisserisch, überheblich, beleidigend. Alle leiden unter diesem Tyrannen, trauen sich aber nicht gegen ihn aufzubegehren. Vermutlich war ein solches Verhalten in den 1970er-Jahren – in dieser Zeit soll die Handlung angeblich spielen - gar nicht so ungewöhnlich. Aber auch heutzutage gibt es sicherlich noch Familien, in denen es so abläuft. Man kann jedem nur wünschen, nicht in einer solchen Familie aufzuwachsen.

    Den Schluss fand ich gut gewählt und regt zum Nachdenken an. Inhaltlich ein wirklich tolles Buch, das schwere Kost mit einer humorvollen Schreibe transportiert. Wäre doch nur nicht die Satzgestaltung…die hat einiges in der Bewertung gekostet.

  17. Cover des Buches Wir gegen euch (ISBN: 9783442493920)
    Fredrik Backman

    Wir gegen euch

    (148)
    Aktuelle Rezension von: Marigold

    „Wir gegen euch“ von Fredrik Backman ist für mich ein unglaublich starker zweiter Teil der Björnstadt-Reihe. Nach allem, was im ersten Band passiert ist, liegt über der kleinen Stadt wieder eine spürbare Spannung. Es geht zwar immer noch um Eishockey, aber eigentlich um viel mehr: um Stolz, Loyalität, Zusammenhalt – und darum, wie schnell ein „Wir“ zerbrechen kann. Die Atmosphäre in der nordschwedischen Kleinstadt ist so dicht beschrieben, dass ich beim Lesen komplett eingetaucht bin.

    Besonders gefallen haben mir die vielen unterschiedlichen Figuren. Sie wirken so echt und nahbar, mit all ihren Fehlern, Ängsten und Hoffnungen. Ich fand es spannend, dass man plötzlich auch Charaktere besser versteht, die man vorher vielleicht unsympathisch fand. Die Emotionen gehen richtig unter die Haut, und es gibt viele starke Momente über Mut und Zusammenhalt. Man muss aber sagen: Die Stimmung ist stellenweise ziemlich düster – das war manchmal schwer auszuhalten, aber es passt einfach zur Geschichte.

    Für mich ist dieser Roman ein absolutes Highlight. Die klare Sprache, die kurzen Kapitel und dieser besondere Erzählton, der das Geschehen immer wieder einordnet, haben mich total begeistert.

  18. Cover des Buches Rain – Das tödliche Element (ISBN: 9783733500726)
    Virginia Bergin

    Rain – Das tödliche Element

    (262)
    Aktuelle Rezension von: jils_buecherparadies

    Der Klappentext des Thrillers "Rain-Das tödliche Element" hat mich sehr angesprochen, weshalb ich entschied dieses Buch zu lesen. Jedoch hätte ich vorher lieber eine Leseprobe gelesen oder in das Buch hineingeschaut, denn bereits auf der ersten Seite wurde ich negativ überrascht vom Schreibstil. Mir war bewusst, dass es ein Jugendbuch war, weshalb ich mit nicht sehr hoher Erwartung daran, angefangen habe zu lesen. Doch der Schreibstil wirkt gezwungen jugendlich, ergänzt wird das ganze noch mit zum Großteil unnötigen Ausrufen.

    Doch nach einer Weile hatte ich mich an den Schreibstil gewöhnt. Das dargestellte Phänomen des tödlichen Regens und dessen primären und sekundären Folgen empfand ich als sehr realistisch dargestellt. 

    Die Idee an sich war unglaublich gut, gäbe es dort nicht Ruby... Mit der Protagonistin konnte ich mich gar nicht anfreunden, sie handelt unüberlegt, was ich noch aushalten konnte, aber ihre Prioritäten angesichts der beschriebenen Weltlage sind einfach nur unglaubwürdig, anstatt sich mit Nahrungsmitteln zu versorgen, geht sie lieber shoppen und das öfters, und verwendet ihre letzten Getränke zum Abschminken, eine Charakterentwicklung war nur kaum merklich.


    Insgesamt ist die Idee und die Umsetzung im Bezug auf die Beschreibung der "neuen Welt" gut gelungen, jedoch hindert der Schreibstil das Leseerlebnis und die Protagonistin ist meines Erachtens nicht wirklich nahbar.

  19. Cover des Buches TAKEOVER. Und sie dankte den Göttern ... (ISBN: 9783423218450)
    Jussi Adler-Olsen

    TAKEOVER. Und sie dankte den Göttern ...

    (113)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Das Original dieses Romans, der vor der Erfindung von Carl Mørck geschrieben wurde, erschien 2008 unter dem Titel „Og hun taggede guderne“, was übersetzt „Und sie dankte den Göttern“ und damit dem deutschen Untertitel entspricht. Dieses „Original“ scheint jedoch eine überarbeitete (?) Version der 2003 erschienenen Urfassung „Firmaknuseren“ („Firmenzerstörer“) zu sein. So jedenfalls deute ich die etwas rätselhaften Angaben zur Veröffentlichungsgeschichte im Buchinneren. Die Protagonisten der Geschichte sind der Geschäftsmann Peter de Boer, Gründer und Chef der Firma Christie N.V., spezialisiert darauf, erfolgreiche Unternehmen im Auftrag der Konkurrenz zu zerstören, und seine frisch eingestellte Trainee Marlene „Nicky“ Landsaat, die aus prekären Verhältnissen kommt, aber extrem ehrgeizig ist.

    Bereits zu Beginn ein seltsamer Widerspruch: da kommt Peter de Boer zu einem Meeting eine Stunde zu spät und niemand sagt dazu ein Wort und nur einer wagt es, ihn anzusehen, obwohl doch ausweislich der Zeilen kurz vorher, weil sich alle lange kennen, „ein entsprechend legerer Umgangston“ herrscht.(dtv Tb, 3. Aufl. 2020, S. 20)

    Leider ziehen sich diese logischen Fehler durch den gesamten Roman. Sie werden nur übertroffen von der Realitätsferne der Handlung. Besonders krass habe ich das erstmals empfunden bei der Einstellung von Nicky bei Christie, was, man muss es so hart sagen, nur der Auftakt zu einer Art Stakkato an Realitätsverweigerung war. Selbst wenn man bei einem Thriller keine allzu hohen Maßstäbe an Logik und Realitätsnähe anlegt, ist dieser Roman schwer zu ertragen, es sei denn, man ist Fantasy-Fan. Aber das ist eigentlich eine andere Literaturgattung. In der Gattung Fantasy ist es wahrscheinlich völlig normal, dass ein Mann seine Mutter nach 10 Jahren erstmals wieder besucht und dabei im Keller stante pede das Familiengeheimnis entdeckt. Alle diese Fauxpas aufzuzählen ist fast eine Lebensaufgabe, denn es folgt einer auf den anderen. Da fällt es schon fast nicht mehr, dass der Leiter der Finanzabteilung, Hans Blok (ebd., S. 26), binnen knapp 200 Seiten zum Vertriebschef (ebd., S. 191) und später wieder zurück mutiert. Ächz!!

    Insofern muss man den Gestaltern des Umschlags einen großartigen Sinn für Humor attestieren, die sich nicht scheuten, darauf die Worte „Ein beängstigend realistisches Schreckensszenario“ zu drucken, denn das in dem Buch enthaltene Szenario ist ungefähr so realistisch wie die bevorstehende Übernahme der Weltherrschaft durch die Reptiloiden. Will sagen: man kann der Story beliebig viele Eigenschaften zuerkennen, aber eine in keinem Fall: realistisch zu sein!

    Ich hätte die Lektüre der Romane des Autors mit dem letzten Teil der Carl Mørck Reihe beenden sollen. Diesen letzten mir noch unbekannten Roman Adler-Olsens auch noch zu lesen, war ein Fehler. Er ist schlicht schlecht! Ein Stern.

  20. Cover des Buches Der Untergang der Könige (ISBN: 9783608963410)
    Jenn Lyons

    Der Untergang der Könige

    (164)
    Aktuelle Rezension von: Lese_Beere

    Kihirin sitzt in einer dunklen, engen Gefängniszelle, bewacht von einem Ungeheuer in Menschenform. Als dieses Ungeheuer Kihirin nun bittet, oder vielmeher zwingt, seine Geschichte zu erzählen, tut er dies. Und so beginnt die Geschichte eines Jungen aus den ärmsten Vierteln der Stadt und erzählt von der Misere des Jungen Mannes, von seinem Weg vom Dieb zum vermeintlichen Sohn eines Prinzen bis hin zum Grund, weshalb Kihirin nun in dieser Gefängniszelle ausharren muss.

    Die Handlung ist in einer spannenden, neuen Erzählweise geschrieben. Die Geschichte beginnt damit, dass sich Kihirin und das Ungeheuer unterhalten, und die Geschichte von Kihirin erzählen. Das jedoch immer abwechselnd, sodass man die Kapitelüberschriften immer lesen muss um gleich zu wissen, wo die Geschichte gerade weiter geht, da jeder der beiden einen unterschiedlichen Teil des Lebens von Kihirin erzählt. Die Erzählungen der beiden wurden allerdings durch einen magischen Stein aufgenommen und später von einer dritten Person zu Papier gebracht, die den Seiten stellenweise Fußnotizen hinzugefügt hat. Liest man das Buch aus diesem Blickwinkel, also als Manuskript einer dritten Person, die die Geschichten des Erzählsteins aufgeschrieben und mit eigenen Fußnoten versehen hat, ist diese recht leicht zu verstehen und liest sich sehr gut. Wer dieses Detail vergisst wird sich allerdings über die scheinbar unnötigen Fußnotizen ärgern oder schnell den Faden verlieren. Mir persönlich hat diese Schreibweise sehr gut gefallen und für mich auch dem Buch noch mehr Charme verliehen.

    Die einzelnen Charaktere im Buch werden schön beschrieben, allerdings bleibt hier oft noch vieles offen, sodass man sich lediglich in Kihirin gut hineinversetzen kann. 

    Von der Handlung selbst kann ich sagen, dass mir diese sehr gut gefallen hat und auch toll geschrieben ist. Hier ist definitiv viel Potential für einen wunderbaren High-Fantasy-Epos. Leider war jedoch der Klappentext nicht nur ein Teaser zur Geschichte, sondern die ganze Geschichte, lediglich ohne die Details. Man hätte so locker das Buch halbieren können, ohne viel Schaden anzurichten, schöner wäre es allerdings gewesen, wenn der Klappentext nicht so viel verraten hätte.

    Ich habe das Gefühl das die Autorin extrem gute und große Bücher schreiben kann, hier hat aber vieles nicht ganz gepasst. Den nächsten Band habe ich noch nicht gelesen, bin aber schon sehr gespannt, wie es weiter geht und wie sich die Autorin hier weiterentwickelt.


    Bewertung: (3,5 von 5)

    Handlung: 🐳🐳🐳

    Handlungsaufbau: 🐳🐳🐳🐳

    Schreibstil: 🐳🐳🐳🐳

    Charaktere: 🐳🐳🐳

  21. Cover des Buches Der Junge auf dem Berg (ISBN: 9783733502706)
    John Boyne

    Der Junge auf dem Berg

    (306)
    Aktuelle Rezension von: AtschiB

    Der Autor schafft es in leichter Weise die Botschaft zu vermitteln, wie leicht Menschen, insbesondere junge Menschen, beeinflusst werden können und welche Gefahr darin liegt. Mit seiner angenehmen Schreibweise regt er zum Nachdenken an und die Seiten flogen nur so dahin. Die Dialoge wirken so unglaublich authentisch und mein Kopfkino war in vollem Gange. Die Figur Pierrot/Peter wirft bei mir Fragen auf. Ich konnte sein Verhalten nicht immer nachvollziehen. Klar, im Alter 6-7 Jahren stellt er viele Fragen und überraschender Weise hinterfragt er den „Herrn“ nicht. Vielleicht lässt es damit erklären, dass die anderen Personen, die auch im Hause leben oder arbeiten voller Respekt dem „Herrn“ gegenüber handeln und nicht widersprechen. Die Vergangenheit von Pierrot ist erschreckend, jedoch für die damalige Zeit sicherlich nicht ungewöhnlich. Es ergreift mich, wie sich das Leben von Pierrot verändert, als in das Haus auf dem Berg zieht. Ab sofort heißt er Peter. Er muss seine Herkunft, seine Freundschaft zu Anshem verleugnen und seine Lebenseinstellung verändert sich drastisch – schockierend! Die Begeisterungsfähigkeit und auch der Stolz den Pierrot zeigt als er seine erste Uniform erhält, hat mich bewegt. Ich verstehe den kleinen, liebenswerten Jungen, dennoch hätte ich ihn gern gewarnt und aufgeklärt. Das war schon aufwühlend für mich. Schockierend ist seine weitere persönliche Entwicklung und welche Wege er geht -mir fehlen die Worte. 

    Das Buch lässt mich nachdenklich zurück und ich freue mich auf weitere Bücher von John Boyne.

  22. Cover des Buches Die andere Seite (ISBN: 9783499255564)
    Alfred Kubin

    Die andere Seite

    (53)
    Aktuelle Rezension von: frischelandluft

    Ich mag Kubin als Maler. Dieser Roman ist wie eine umfassende Bildbeschreibung eines Hieronymus Bosch Gemäldes – ich mag Bosch, aber visuell, nicht sprachlich. Im Roman verwischen Traum und Wirklichkeit, Gut und Böse, die Handlung ist eher minimal, dafür seitenweise wirre apokalyptische Szenarien voller Grausamkeit, Blut und Absurdität. Ich bin vom Gruseln ins Lachen gekommen, letztendlich war der Roman jedoch ohne bleibenden Wert für mich. Ich kann verstehen, dass in der Zeit, in der er geschrieben wurde, Surrealisten inspiriert wurden. Ich kann auch verstehen, dass man den Roman als wilde Jagd faszinierend findet. Mir ist er zu abgedreht, zu konstruiert mit zu undefiniertem Ziel.

  23. Cover des Buches Die Zarin (ISBN: 9783453878075)
    Ellen Alpsten

    Die Zarin

    (40)
    Aktuelle Rezension von: vipfoto

    Mein neuester Roman „Die Zarin“ von Elen Alpsten lässt mich lesetechnisch tief in die russische Geschichte eintauchen. Mit einem süffigen Vodka/O-Saft sitze ich gemütlich, mit meinem Lieblingsmenschen Karsten, auf dem Sofa und plaudere ein wenig. Großfürstin Anastasia von Russland sowie die Legendenbildung um sie fand ich schon als junges Mädchen faszinierend. Um so spannender ist jetzt für mich, den Auftakt zur historischen/fiktiven Saga um „Die Zarin“ rund zweihundert Jahre zuvor zu erhaschen. Das Cover sieht ansprechend und hübsch gestaltet aus. Man sieht die Rückensicht einer vornehmen Dame in einem roten Kleid, mit übergeworfenem Pelzmantel. Unter dem Ärmel kann man Teile eines Palastes mit vorgelagerten Springbrunnen erahnen. Geheimnisvoll wird das Ganze dadurch, das der Kopf der Trägerin nicht im Bild ist. Neugierig fange ich an zu lesen. Der gut recherchierte Plot hat es in sich. Das flächenmäßig größte Land der Erde steht damals entwicklungstechnisch noch ganz am Anfang quasi in den Kinderschuhen. Die Tundra, riesige Waldgebiete, Sümpfe und mitten drin Zar Peter der Große, der mit Hilfe von Zwangsarbeitern Sankt Petersburg sowie der barocken Winterpalast erbauen lässt. Ob die Arbeiter wohl auch schon aus Deutschland kamen? Leider steht das nirgendwo. Großes Leid bei den einen, Verschwendung und Luxus bei den anderen. Das Gefälle arm/reich wird nach und nach besonders deutlich. Der Adel hatte alle Vorrechte, wie zum Beispiel die Aufhebung des Standes, was wie ich finde, auch gut in diesem Roman deutlich wird. Die Autorin hat die zweite Ehefrau des Zaren (Katharina I., den Zaren Peter I. sowie die zahlreichen Nebenprotagonisten, wie zum Beispiel: Anna, Elisabeth I., Menschikow, Darja Arsentjewa oder Warwara eindrucksvoll und detailreich beschrieben. Auch von der ersten Ehefrau, Ewdokia sowie deren Sohn Alexej I. erfährt der Leser schockierendes. In meiner Fantasie könnten sie so tatsächlich gelebt haben. Toll finde ich auch die große Übersichtskarte von St. Petersburg zu Beginn der Lektüre, aber auch den Stammbaum zur Übersicht am Ende des dicken Wälzers, das ist bei so vielen Personen und so einem großen Land sehr hilfreich. Schillernd, extravagant, rücksichtslos der Zar und sein Gefolge. Arm und unterdrückt, ohne Rechte die Bevölkerung. Der Spagat wird fantastisch von Ellen Alpsten beschrieben. Der Schreibstil, der mir vorher unbekannten Autorin, ist flüssig und die Wortwahl treffend. Man lernt nach und nach sogar ein paar russische Begriffe, was ich ganz nett finde. Ich mag das Buch kaum aus der Hand legen. Die über 700 Seiten fliegen vor meinen Augen nur so dahin. Eine starke Frau, die für das was sie möchte kämpft und es auch bekommt. Jedenfalls fast immer. Grins , an Schlaf ist kaum zu denken. Auch in diesem Buch gibt es - ähnlich wie auch schon bei „Paracelus – auf der Suche nach der unsterblichen Seele“ - wieder einige Sexszenen. Allerdings fühle ich mich lesetechnisch hier nicht mehr so gestört. Und daher tue ich der anderen Autorin nun innerlich Abbitte, denn historisch-fiktives auf so vielen Seiten spannend zu halten, ist schon eine Kunst. Und „Sex sells“, das ist auch in diesen Romanen zu merken. Ich fiebere mit Marta/Katharina bis zur letzten Seite mit und bewundere ihren grenzenlosen Mut und auch ihre Energie, all das was sie sich vorgenommen hat, umzusetzen. Diese Erzählung hat mich nach und nach in den Bann gezogen und wie ein Strudel seine Sogwirkung entwickelt. Ich warte nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung dieser melodramatischen Geschichte, die mich gedanklich eine spannende Zeitreise antreten lassen hat.

    Zum Inhalt:

    Leibeigene, Liebende, Zarin - der bewegende Aufstieg von Zarin Katharina I.

    Sankt Petersburg, 1725. Es ist eine stürmische Nacht, in der Peter I. stirbt. Für seine Frau Katharina I. steht alles auf dem Spiel: Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin in der Geschichte Russlands erklärt? Sie hält Totenwache und reist in Gedanken zurück. Zu den zwölf Kindern, die sie Peter schenkte, und von denen die meisten starben. Zur Ehe mit dem Zaren, den sie geliebt und verachtet, gefürchtet und umworben hat. Zu dieser Stadt, Sankt Petersburg, Peters Stadt, die sie zusammengebaut haben. Und in die Zeit, als sie noch Marta hieß und die uneheliche Tochter eines Leibeigenen war – bevor ihr unaufhaltsamer Aufstieg an die Spitze der russischen Gesellschaft begann.

    Mehr über die Autorin:

    Ellen Alpsten wurde 1971 in Kenia geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend dort und studierte dann in Köln und Paris. Sie arbeitete in der Entwicklungshilfe an der Deutschen Botschaft Nairobi und als Moderatorin bei Bloomberg TV. Heute ist sie freie Schriftstellerin und Journalistin, u.a. für die FAZ, Vogue und Spiegel Online. "Die Zarin" - erstmals 2002 in Deutschland erschienen - ist ihr Debüt. Heute ein internationaler Bestseller, liegt der erste und einzige Roman über Katharina I. nun in überarbeiteter Neuausgabe vor.

    Weitere Bücher:

    Die Tochter der Zarin

    Fazit: 4 Sterne**** Der Roman „Die Zarin-Saga, Band 1“ ist im Heyne Verlag erschienen. Er hat 736 Seiten, die den rasanten Aufstieg von Katharina der I sehr unterhaltsam in Szene setzen.

  24. Cover des Buches Das Inferno (ISBN: 9783453675827)
    Richard Laymon

    Das Inferno

    (105)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Laymon - man liebt ihn, oder man hasst ihn....!  Dieses Buch ist mal wieder typisch dafür. Wie schon in der Überschrift bemerkt gibt Isa kaum eine Grausamkeit, die der Autor auslässt. Dazu kommen die vielen sexuellen Anspielungen - da wippen haufenweise die Brüste vor den sabbernden Augen der Figuren. Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge, die erst zum Finale hin zusammenlaufen. Logik sucht man hier vergebens - aber wer will schon Logik, wenn man einen Laymon liest.

    Das Buch hat mir wieder sehr gut gefallen. Aber nach zwei Büchern des Autors in Folge ist jetzt erstmal eine längere Pause angesagt. Von dem Trip muss man dann erstmal wieder runterkommen.....!

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