Bücher mit dem Tag "unternehmen"
84 Bücher
- Mona Kasten
Save Me: Special Edition
(3.574)Aktuelle Rezension von: HollabeereRuby ist 17 Jahre alt und schon jetzt eine echte Kämpfernatur. Sie tut alles in ihrer Macht stehende, um es zum Studium nach Oxford zu schaffen. Dabei unterstützt sie ihre kleine Streberfreundin Lin auf allen Wegen. Ruby ist sehr darauf bedacht, ihr Privat- und Schulleben strickt voneinander zu trennen. Doch als sie versehentlich ihre Mitschülerin Lydia und ihren Lehrer Mr Sutton bei einem Stelldichein erwischt, stehen ihre Zukunftschancen plötzlich sehr schlecht. Denn Lydias Zwillingsbruder ist der charismatische Beaufort-Imperiums-Erbe James, der den Ruf seiner Schwester in Gefahr sieht. Während Rubys Strategie auf Schweigen basiert, hat James sich vorgenommen Ruby zu belagern und mürbe zu machen. Als James und seine Kumpels jedoch die von Rubys Veranstaltungskomitee organisierte Back-to-School-Party sprengen, wird James sein geliebtes Lacrossetraining durch Mithilfe beim Komitee ersetzt.
Nun ist vorprogrammiert, dass Ruby und James sich regelmäßig zumindest verbal an die Gurgel gehen. Die Geschichte wird gut aufgebaut, bleibt spannend und steuert auf einen romantisches Kipppunkt hin. James und Ruby erleben ihn bei der Anprobe historischer Kleider in London, doch James Vater ist absolut gegen diese Beziehung. James will Ruby vor seiner Familie beschützen und stößt sie deshalb von sich. Doch spätestens bei den Bewerbungsgesprächen in Oxford läuft ihr beider Emotionsfass über. Leider kann James seinen anschließenden Höhenflug nur kurzzeitig genießen, bis ein schwerer Schicksalsschlag ihn auf den Boden der Tatsachen zurückholt und ganz weit weg von Ruby katapultiert.
Aber auch seine Zwillingsschwester Lydia hat mit ihren Dämonen zu kämpfen: die Beziehung, die sie will, ist einfach nicht möglich und dann findet sie ausgerechnet in Ruby eine gute Freundin, die sie durchschaut, versteht und emotional auffängt.
Was für eine Achterbahnfahrt war dieses Buch bitte. Gerade als man dachte "na, jetzt kommen die beiden sich näher", dann passierte wieder etwas völlig unerwartetes und die beiden mussten von vorn mit ihren Annäherungen beginnen. Ich finde Ruby total authentisch, wie akribisch sie ihr Ziel verfolgt in Oxford zu studieren und dann kommt ihr einfach eine unerwartet Liebe dazwischen und wirft ihre Planungen über den Haufen. Aber auch James' Sicht auf das Leben oder viel mehr sein vorherbestimmtes Leben ist sehr interessant und gut beschrieben. Seine emotionale Kälte gegenüber anderen und der Schutz seiner Gefühle haben mich direkt Mitleid mit ihm und seinem Schicksal fühlen lassen. Ich habe dieses Buch ziemlich schnell weggelesen, weil es nicht nur locker und authentisch verfasst wurde, sondern weil die Geschichte so mitreißend war. Es gab ständig Höhen und Tiefen und dennoch lies sich alles, als könnte sowas echten Menschen widerfahren.
- Stieg Larsson
Verblendung
(6.244)Aktuelle Rezension von: Neytiri888Als ich angefangen habe dieses Buch zu lesen, war ich direkt drin. Die Charaktere waren mir sympathisch und die Handlung spannend. Ich war so begeistert, dass ich noch während des Lesens die zwei Nachfolgebände gekauft habe, damit ich nahtlos weiter lesen kann, wenn ich mit dem ersten Teil fertig bin.
Larsson hat mich einfach mit der Geschichte um Harriet Vanger und der düsteren Familienchronik gepackt. Die akribische Recherche von Blomkvist fühlte sich an, wie echte Detektivarbeit. Die Beziehung zwischen Blomkvist und Salander und wie sie zueinander finden, einfach toll beschrieben. Der Schreibstil atmosphärisch und packend.
Leider war der Schluss, nachdem das Vangersche Familienrätsel gelöst war, ein echter Stilbruch. Sowohl der Schreibstil änderte sich plötzlich massiv und war nur noch ein einziges Heruntergerattere der Geschehnisse, als auch die Geschichte, die sich nun mit dem Wennerström-Rachefeldzug in einen staubtrockenen Wirtschaftskrimi verwandelte. Die Vorgänge die beschrieben wurden waren teilweise kaum nachvollziehbar (vllt lag es auch daran, dass ich mich mit dem Thema nicht wirklich gut auskenne und nur noch wenige Seiten pro Tag gelesen habe, sodass ich die Handlung erst recht nicht mehr nachvollziehen konnte). Aber alles in allem führte es dazu, dass ich für den kleinsten, letzten Teil des Buches mehrere Wochen gebraucht habe, während ich den spannenden Hauptteil in wenigen Tagen verschlungen habe.
Die Nachfolgebände sind nun hier und ich werde sie lesen, aber meine Motivation hält sich momentan in Grenzen. Ich hoffe sehr, dass Larsson dort wieder zu seinem "guten" Schreibstil zurück findet!
- Dave Eggers
Der Circle
(838)Aktuelle Rezension von: HenriLMatosThe Circle ist die präziseste literarische Auseinandersetzung mit dem Silicon-Valley-Utopismus, der Überzeugung, dass vollständige Transparenz die Welt verbessert. Mae Holland gibt ihre Privatsphäre nicht unter Zwang auf; sie tut es aus Überzeugung, weil das System sie gelehrt hat, dass Sichtbarkeit eine Tugend ist. Was Eggers zeigt: Die erschreckendste Dystopie ist die, die sich als Fortschritt verkleidet. Erschreckend aktuell.
- John Strelecky
The Big Five for Life
(207)Aktuelle Rezension von: paulkretzschmarLeider ist dieses Buch für mich nicht zu vergleichen mit der Weltbestsellerreihe vom "Cafe am Rande der Welt", die mir gut gefallen hat.
Zufällig lernst Joe, ein mit dem Job und dem Leben unzufriedener Angestellter, den höchst erfolgreichen Geschäftsmann Thomas kennen, dessen Unternehmensstrategie darin besteht, alle seine Mitarbeiter zu befähigen und zu motivieren stets ihr Bestes zum eigenen Wohl, und gleichzeitig zur ganzen Firma zu geben.
Als Thomas sterbenskrank wird, übernimmt Joe die Aufgabe seines Mentors, viele Menschen am Wissen und dem Erfolgsgeheimnis teilhaben zu lassen. Führungskräfte und Firmeninhaber dürften davon sicher profitieren, aber für Otto Normalleser bietet die Lektüre keine weltbewegenden Neuigkeiten.
Der typisch amerikanische, anspruchslose Schreibstil sprudelt regelrecht über vor Binsenweisheiten, die langatmig, seicht und trivial daherkommen, samt überbewerteten Kernaussagen.
Interessant ist das Thema allenfalls für Marketingzwecke.
Mich persönlich hat es enttäuscht und ist mir keine Leseempfehlung wert.
- Dave Eggers
The Circle
(296)Aktuelle Rezension von: mcfly0In The Circle entwirft Dave Eggers ein fesselndes Bild einer Welt, in der ein mächtiger Tech-Konzern mit sozialer Transparenz, Kontrolle und ständiger Vernetzung das Leben seiner Mitarbeitenden dominiert. Protagonistin Mae Holland taucht zunehmend in eine Welt ein, die die persönliche Freiheit für Likes und Anerkennung aufgibt. Eggers zeigt eindrucksvoll, wie soziale Medien und Überwachung verschmelzen könnten – eine beunruhigende Dystopie, die heutige Entwicklungen aufgreift.
- Audrey Carlan
Calendar Girl - Begehrt (Calendar Girl Quartal 3)
(529)Aktuelle Rezension von: Wanda_OsbourneCalender girl Teil 3. Mia Saunders’ ungewöhnliche Reise als Escort im dritten Abschnitt ihrer zwölfmonatigen Mission fort. Auch in diesen Monaten nimmt sie neue Aufträge an, lernt unterschiedliche Männer kennen und wird mit deren Lebensgeschichten, Problemen und Sehnsüchten konfrontiert.
Während Mia weiterhin versucht, das nötige Geld für die Schulden ihres Vaters zu verdienen, entwickelt sie sich emotional immer stärker weiter. Die Begegnungen sind nicht nur leidenschaftlich, sondern bringen sie auch dazu, ihre eigenen Wünsche, Werte und Zukunftspläne zu hinterfragen. Gleichzeitig bleibt die Verbindung zu Wes ein wichtiger emotionaler Anker, der ihre Entscheidungen beeinflusst.
Teil 3 verbindet Romantik, Sinnlichkeit und persönliche Reifung und zeigt deutlich, dass Mias Reise längst nicht mehr nur finanziell motiviert ist, sondern zunehmend zu einer Suche nach echter Liebe und Selbstbestimmung wird.
Ich hatte mich wirklich drauf gefreut, da mir die ersten beiden Teile gut gefallen haben. Dieser Teil war meines Erachtens etwas drüber. Künstlerische Freiheit okay und das ich dieses Genre nicht mit Realismus lese ist klar, doch hier musste ich wirklich mit dem Kopf schütteln. Trotz allem, ist der Schreibstil angenehm zu lesen und die Neugier hat mich zwar ein paar Seiten Querlesen lassen, mich aber dennoch bis zum Ende kommen lassen. Mia hat wirklich eine Menge erlebt und auch viel negatives durchgemacht. Wie es weitergeht? Ich bin gespannt. Allerdings werde ich zunächst ein anderes Buch und nicht die Fortsetzung lesen. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben.
- Simona Ahrnstedt
Die Erbin
(437)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Als sich Natalia de la Grip in David Hammar verliebt ahnt sie nicht, dass er ihr etwas Entscheidendes verheimlicht: Viele Jahre zuvor hat Natalias Familie Davids Leben zerstört und er setzt daher alles daran die Familie de la Grip zu ruinieren und sich für das erlittene Unrecht zu rächen. Um dies zu erreichen plant David einen der größten Coups, die die schwedische Finanzwelt bislang gesehen hat. Mit einem hat David jedoch nicht gerechnet: Er muss sich eingestehen, dass er Natalia liebt und seine Rachepläne stehen einer gemeinsamen Zukunft mit ihr entgegen…
Dieser Coup wäre ein Meilenstein, der die Geschichte der schwedischen Wirtschaft für alle Zeit in ein Davor und ein Danach teilen würde. Aus diesem Grund musste er einen kühlen Kopf bewahren. […] Und deswegen durfte ihm nicht andauernd Natalia im Kopf herumschwirren. (S. 235)
Meine Meinung:
Das erste was ich diesem Buch zugutehalten muss ist, dass ich ihm die rund 600 Seiten kaum angemerkt habe und stattdessen den Eindruck hatte ein deutlich kürzeres Buch zu lesen. Das liegt daran, dass eine richtig mitreißende Geschichte erzählt wird, die einem relativ schnell in ihren Bann zieht und einem durch die Seiten fliegen lässt. Es werden große Gefühle und eine Menge Drama und Herzschmerz geboten. Außerdem werden Intrigen gesponnen und es kommen einige Geheimnisse ans Licht. Man fragt sich was David in seiner Vergangenheit widerfahren ist und in ihm den Wunsch nach Rache geweckt hat. Außerdem ist man gespannt wie genau der von ihm geplante unternehmerische Coup aussehen wird mit dem er die Familie de la Grip ruinieren will. Darüber hinaus wird eine wirklich schöne und rührende Liebesgeschichte erzählt, die einem mitfiebern lässt.
Natalia und David schließt man schnell ins Herz und es wird richtig schön beschrieben wie sich die beiden näherkommen und feststellen, dass sie mehr Gemeinsamkeiten haben als es zunächst den Anschein hat. Man bekommt sowohl Einblicke in Natalias als auch in Davids Gefühls- und Gedankenwelt, weshalb man sich in beide sehr gut hineinversetzen kann. Einerseits bangt man mit Natalia, weil sie ihr Herz an David verliert ohne zu ahnen, dass er ihr mit seinem Geheimnis schon bald das Herz brechen könnte. Andererseits geht einem aber auch Davids Schicksal nahe und man kann verstehen, dass er Rachepläne hegt.
Die Liebesgeschichte zwischen Natalia und David wird sehr berührend beschrieben und geht zu Herzen. Zwar verheimlicht David ihr seine Pläne bzgl. der Unternehmensübernahme mit der er ihrer Familie schaden will, aber er nutzt Natalia nicht aus um durch sie an Insiderinformationen zu gelangen. Davids Liebe für Natalia ist aufrichtig und es ist klar, dass sie ihm wirklich etwas bedeutet. Allein deshalb trifft er sich weiterhin mit ihr. Umso herzzerreißender ist es, dass einem trotz der gegenseitigen Zuneigung der beiden klar ist, dass alles unweigerlich auf ein großes Drama hinausläuft, denn sobald David seine Pläne in die Tat umgesetzt haben wird wird Natalia erfahren, dass er ihr Vertrauen missbraucht hat und sie wird seine Gefühle ihr gegenüber in Frage stellen. Diese Situation stützt auch David zunehmend in einen Gewissenskonflikt, denn er will zwar seine Rachepläne um jeden Preis in die Tat umsetzen, aber er beginnt zugleich auch von einer gemeinsamen Zukunft mit Natalia zu träumen, die dadurch bedroht ist.
In einem Nebenhandlungsstrang wird noch eine weitere Liebesgeschichte erzählt, die ebenfalls richtig schön und vor allem auch ziemlich amüsant ist: Die Liebe zwischen Natalias bester Freundin Asa und Davids Geschäftspartner Michel. Diese beiden haben eine etwas komplizierte gemeinsame Vergangenheit. Seit Jahren haben sie Gefühle füreinander, aber Michel und vor allem Asa haben Probleme damit zu diesen Gefühlen zu stehen. Aus Angst verletzt zu werden erscheint es beiden zunächst undenkbar dem jeweils anderen die eigenen Gefühle zu offenbaren. Dementsprechend kracht es mehrmals als die beiden Sturköpfe aufeinandertreffen, aber es fliegen auch die Funken. Vor allem Asa treibt Michel mit ihrer arroganten, provozierenden und aufbrausenden Art in den Wahnsinn. Michel lässt sich davon aber nicht abschrecken und kämpft um sie, denn sie ist für ihn auch nach all den Jahren noch immer seine große Liebe. Er setzt alles daran ihre abweisende und harte Schale zu durchdringen um ein Teil ihres Lebens zu werden.
Es gibt eine Reihe sehr bewegender Momente. So ist es richtig traurig und herzzerreißend wie sehr sich Natalia hintergangen und gedemütigt fühlt als sie hinter Davids Geheimnis kommt. Sie muss befürchten, dass er ihr auch seine Gefühle nur vorgespielt hat und das stürzt sie in tiefste Verzweiflung. Umso schöner und emotionaler ist es dann zu verfolgen wie David später alles gibt um sie von der Aufrichtigkeit seiner Gefühle zu überzeugen und ihr Vertrauen zurückzugewinnen. Natalia macht es ihrem David verständlicherweise nicht ganz leicht als er voll Reue zurückkehrt. Ein weiterer richtig bewegender Moment ist die Enthüllung dessen was David in seiner Vergangenheit zugestoßen ist. Er vertraut Natalia schließlich an welchen Schikanen, Demütigungen, und körperlichen Angriffen er während seiner Internatszeit hilflos ausgeliert war und wie schließlich auch noch seine Schwester ein Opfer seiner grausamen Mitschüler wurde. Das ist umso erschütternder wenn man bedenkt, dass 2013 tatsächlich ein schwedisches Eliteinternat in die Schlagzeilen geraten ist, weil Schüler dort misshandelt wurden (wenn man die Schlagwort „Eliteinternat“, „Bügeleisen“, „Schweden“ und „Anklage“ im Internet eingibt findet man die entsprechenden Zeitungsartikel).
Positiv möchte ich auch noch hervorheben, dass dieses Buch (anders als die vielen anderen dieses Genres) zur Abwechslung mal in Schweden spielt. Neben den Städtenamen fällt einem das dadurch auf, dass sich die Charaktere zuweilen mit „hej“ begrüßen bzw. sich mit „hejdå“ verabschieden. Darüber hinaus bekommt man einen interessanten Einblick in die schwedische Finanzwelt, der sehr gut in die Handlung eingewoben wird, einem zu keinem Zeitpunkt langweilt und auch nicht zu ausführlich geraten ist. Die Pläne rund um die Unternehmensübernahme werden auf für Laien leicht verständlich erklärt. Auch die Einblicke in das Leben der schwedischen High Society haben die Geschichte bereichert.
Die Geschichte hat ein emotionales, versöhnliches und hoffnungsvolles Ende mit einem perfekten Happy End für die Protagonisten. Vielleicht hätte der Drama- und Unterhaltungsfaktor an der einen oder anderen Stelle ein kleines bisschen heruntergefahren werden können. Außerdem ist das Happy End schon fast zu perfekt. Das finde ich aber nicht weiter schlimm, weil einem das Buch richtig schöne Lesestunden schenkt und man manchmal eben einfach eine unterhaltsame Geschichte fürs Herz braucht.
Fazit:
Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieses Buch derart gut unterhält. Wer auf der Suche nach einer spannenden und dramatischen Liebesgeschichte mit viel Gefühl, Herzschmerz und Drama ist wird dieses Buch sehr gerne mögen. Man schließt die Protagonisten schnell ins Herz und ihre Liebesgeschichte lässt einem sehr mitfiebern. Außerdem bereichern auch die Nebenfiguren die Geschichte sehr.
Ich werde dem zweiten Band auf jeden Fall auch noch eine Chance geben!
Zum Schluss noch zwei der schönsten Zitate aus dem Buch:
„Du kennst den Spruch, dass es besser ist, geliebt und verloren zu haben, als nie geliebt zu haben? […] Das ist Blödsinn. Nichts ist schlimmer, als diejenigen zu verlieren, die man liebt.“ (S. 471)
„Aber zwischen uns kann doch nie etwas werden“, sagte sie und hörte, dass ihre Stimme nicht recht trug. […] „Nur weil es keine Zukunft für uns gibt, bedeutet es nicht, dass es im Hier und Jetzt nicht gut sein kann“, murmelte er. (S. 421/422)
- Ana Huang
King of Wrath
(250)Aktuelle Rezension von: Wispers_of_pages„King of Wrath“ hat mich von der ersten Seite an komplett gefesselt. Ich bin nur so durch das Buch geflogen und habe jede Sekunde davon genossen. Ana Huang hat mal wieder ein Meisterwerk und damit den perfekten Auftakt für die „King of Sin“ Reihe erschaffen.
Das ganze Buch lebt von der großartig umgesetzten Chemie zwischen Dante und Vivian, die sich durch die ganze Geschichte nur steigert. Ebenfalls ist die Umwandlung von den anfänglichen Feinden bis hin zu Liebenden langsam und damit realistisch dargestellt. Ihre gegenseitige Abneigung ist auch auf Gründe aufgebaut und damit nachvollziehbar. Ein Punkt, den ich schon oft in anderen Büchern vermisst habe.
Vivian und Dante waren faszinierende und sehr ausgearbeitete Charaktere.
Vivian als sehr starke Protagonistin, die wusste, was sie will hat mir besonders gefallen. Sie ist elegant und hatte kein Problem damit, Dante Parole zu bieten. Ein Ereignis, dass ich jedes Mal vielleicht ein bisschen zu viel genossen habe.
Dante dagegen spielt den unnahbaren und mächtigen Millionär, der nichts als seine Firma im Kopf hat. Erst nach und nach kriegen wir sein wahres Ich zu sehen, dass er vorher versucht zu verstecken. Vor allem der Moment, wo er mir Viv Milchshakes trinken gegangen ist hat sich bei mir eingebrannt. DARF MAN SO SÜẞ SEIN?!
Anas Schreibstil war mal wieder spitzenmäßig. Diese Frau weiß einfach, wie man schreibt. Wenn ich eine ihrer Geschichten anfange, bin ich meist nach wenigen Stunden fertig und kriege von den angeblich 400 Seiten nichts mit. Und vor allem ihre Spice Szenen sind jedes mal erste Klasse!!
Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass dieses Buch für mich ein absolutes Jahreshighlight ist. Ana Huang hat mich emotional komplett abgeholt, zum Lachen und weinen gebracht. Also alles, was ein gutes Romance Buch machen sollte. ;)
Wer auf der Suche nach einer Enemies to Lovers Story ist, mit nicht gerade wenig Leidenschaft, sollte „King of Wrath“ auf jeden Fall lesen!!
Ich werde die Reihe auf jeden Fall fortführen und freue mich schon weitere Bücher in Anas Universum zu lesen.
- L. J. Shen
Scandal Love
(262)Aktuelle Rezension von: ZeilenprismaDie „Sinners of Saints“-Reihe geht mit „Scandal Love“ in die dritte Runde, und dieses Mal dreht sich die Geschichte um Trent und Edie. Erneut hat mich L. J. Shen mit ihrem Schreibstil direkt in die Geschichte der beiden hineingezogen und dort gehalten.
Trent ist ein Single Dad und, mit Ausnahme seiner süßen Tochter Luna, eher kalt und ernst. In den vorherigen Teilen war er für mich nicht besonders präsent, doch seine Hingabe zu seiner Tochter zieht sich konsequent durch die Geschichten, sodass er mich in diesem Teil schnell für sich gewinnen konnte. Edie hingegen ist ein ganzes Stück jünger und wurde charakterlich als perfekter Gegenpart angelegt. Sie ist entspannt und hat auf den zweiten Blick mehr Tiefe (aus Gründen, die ich nicht Spoilern möchte) zu bieten. Luna ist mein absolutes Highlight der Geschichte. Seitdem sie von ihrer Mutter verlassen wurde, spricht sie nicht mehr, und es war unglaublich herzerwärmend zu sehen, wie sie und Edie eine so besondere Verbindung aufbauen. Auch die Entwicklung der drei zu einer Einheit hat mir sehr gefallen.
Bis auf ein bis zwei kleine Längen hatte ich eine wunderbare Lesezeit mit diesem Teil und freue mich schon sehr auf den nächsten Band „Broken Love“.
Abschließend möchte ich noch die erneut wunderschöne Gestaltung des Buches hervorheben, die mir wieder sehr gut gefallen hat.
Wertung: 4,5/5
*Rezensionsexemplar* - Anthony Ryan
Das Erwachen des Feuers
(148)Aktuelle Rezension von: ReiShimuraAnthony Ryans „Draconis Memoria“ Reihe stand schon sehr lange auf meiner Leseliste, doch hat mich der Umfang der Werke ein klein wenig abgeschreckt. Nicht das ich etwas gegen seitenstarke Bücher hätte. Ganz im Gegenteil, aber bei sehr begrenzter Lesezeit ist es schwer so eine Reihe anzufangen und dann auch noch in halbwegs akzeptabler Zeit zu beenden.
Der Autor hat mich dem Auftaktband seiner Reihe mehr als nur ein klein wenig überrascht. Denn erwartet hatte ich mir einen mehr oder weniger klassischen Drachen-Fantasy-Roman mit Abenteuerkomponenten. Bekommen habe ich allerdings Steampunk, Seeräuber und Spione. Die Zutaten für einen Abenteuerroman waren auch vorhanden und gewürzt war das ganze mit ein wenig Drachenblut. Denn ja, über den Großteil des Buches hinweg, geht es weniger um Drachen, sondern nur um deren Blut, um das Produkt, dass die Welt am Laufen hält. Im ersten Augenblick war ich fast ein wenig enttäuscht, denn das war nicht das, worauf ich mich gefreut habe, doch dann hat mich diese irrsinnige Mischung in seinen Bann gezogen.
Wobei ich schon anmerken muss, dass mich Anthony Ryan zwischendurch immer mal wieder verloren hat und ich meine Entscheidung das Buch zu lesen mehrmals bereut habe. So interessant seine Mischung an Genres auch ist und so sehr er sich bemüht alles unter einen Hut zu bringen, für mich haben die Zahnräder nicht immer perfekt ineinandergegriffen.
Die Geschichte teilt sich in drei große Handlungsstränge ein und werden jeweils aus einer anderen Perspektive erzählt. Da gibt es Lizanne Lethridge, die Agentin der Abteilung Außergewöhnliche Maßnahmen, Clay Torcreek, ein Krimineller und Blutgesegneter und Leutnant Hilmore, Offizier auf der „Guten Gelegenheit“. Während Lizanne und Clays Geschichten sich von Anfang an verweben und ineinandergreifen, schwebt der Teil um Hilmore wie ein loser Faden im Wind. Durch die doch sehr komplexe Welt und die vielen Details, die der Autor einstreut, habe ich mir beim Perspektiven- bzw Kapitelwechsel manchmal etwas schwergetan.
Ich würde nicht so weit gehen und sagen, dass Anthony Ryan hier ein Meisterwerk erschaffen hat, doch muss ich ihm meine Hochachtung aussprechen, welche komplexe Welt er sich ausgedacht hat. Gerade die Steampunk Komponenten waren für mich in einem Fantasyroman eher Neuland haben sich aber sehr gut in das Gesamtbild eingefügt und meine Neugier geweckt. Auch die Kombination aus Drachen und Piraten fand ich eine spannende Sache. Die ganzen politischen Komponenten waren mir dafür an manchen Stellen ein wenig zu viel und zu prominent. Gerade an diesen Stellen hat sich das Buch für mich ein wenig gezogen. Dennoch muss ich sagen, dass es eine akzeptable Spannungskurve in dem Buch gibt. Diese erreicht natürlich am Ende des Buches ihren Höhepunkt. Wenig überraschend bei Auftaktband einer Trilogie, endet das Buch mit einem Cliffhanger.
Meiner Meinung nach muss man sich für dieses Buch wirklich Zeit nehmen. Wie oft im Fantasy Genre ist dies kein Buch für schnell, schnell zwischendurch. Dafür ist sowohl die Welt als auch die Handlung zu komplex. Auch bin ich mir nicht sicher, ob dies das richtige Buch für einen Neuling in dem Genre ist. Man braucht für dieses Buch definitiv Durchhaltevermögen, denn gegen Ende hin, wenn sich die Lage mehr und mehr zuspitzt und alles so richtig ins Rollen kommt, wird es erst so richtig interessant. Und auch die Drachen werden gegen Ende immer präsenter.
- Vi Keeland
Bossman
(332)Aktuelle Rezension von: Kers_Tin4Ein weiteres Buch der Autorin, das sehr gut zu lesen ist und wo ich das Buch nicht mehr weglegen konnte.
Ihre Storys, der Schreibstil und bisher fast alle Protagonisten gefallen mir sehr gut.
Auch in diesem Buch war ich von der ersten Seite an in der Story drin. Außerdem hat das Buch eine sehr angenehme Länge, so dass ich es an einem Tag (am Wochenende geht das 😉) durchgelesen habe.
Die Dialoge von Reese und Chase habe ich sehr gemocht, denn sie waren sehr „erwachsen“. Wenn sie etwas beschäftigt hat, dann haben sie den anderen direkt gefragt und nich lange drum herum geredet.
Mir gefiel auch der Spice Anteil und die Art wie er beschrieben wurde sehr gut. Nur leider war ich etwas enttäuscht, dass ich in einem ihrer Bücher zum ersten Mal wiederholt das Wort „Muschi“ in den Spiceszenen lesen musste. Ich mag diesen Ausdruck leider absolut nicht, zumal es in diesem Buch auch für mich zum Stil der restlichen Konversation passt. Ok es kann natürlich auch an der deutschen Übersetzung liegen, macht es aber trotzdem nicht besser.
Deswegen ist es für mich leider kein 5 Sterne Buch.
- Yvy Kazi
A Curse Unbroken
(181)Aktuelle Rezension von: Himbeere16Als die liebe Yvy letztes Jahr, ihr Buch in einem Interview vorgestellt hat, wusste ich muss es lesen, alleine schon wegen dem wunderschönen magischen Cover
Das Cover ist so besonders und spricht mich unglaublich an. Ich liebe die 7 Mondphase und wie sie miteinander harmonieren, so fazinierend. Einfach alles passt perfekt zur Geschichte.
Aber nicht nur das Cover ist perfekt gestaltet, sondern auch die einzelnen Kapitel, die jeweils mit Mondphasen geschmückt sind.
Ich finde " A Curce Unbroken" ist von vorne bis hinten wunderschön gestaltet und ein absolutes Meisterwerk. Da hat sich der Lyx Verlag und der Grafiker, was ganz besonderes einfallen lassen.
Der Schreibstil von Yvy ist absolut fesselnd. Die Art wie sie schreibt ist so einzigartig und so magisch. Sie schreibt mit so viel Gefühl und liebe zum Detail. Ich habe jede Seite verschlungen und wollte nicht aufhören zu lesen.
Darren und Gemma haben sich sehr mit ihrere nicht perfekten Art in mein Herz geschlichen. Beide haben was ganz besonderes an sich und haben mich sehr faziniert. Auch die Harmonie zwischen den beiden Protagonisten hat perfekt gepasst und man spürte die Anziehungskraft gewaltig. Aber auch Taro und Hazel haben mich sehr faziniert und ich freue mich schon sehr auf deren Geschichte.
Die Handlung von "A Curce Unbroken" war sehr gut umgesetzt und nichts war vorhersehbar. Die Autorin hat die Geschichte so lebhaft beschrieben,das ich manchmal ganz vergessen habe, dass es "nur" eine Geschichte ist.
Die Magie der verschiedenen Kristallen fand ich besonders fazinierend sowie die Tarokarten . Aber auch das Thema Witchtok, Hexerei, weiße und schwarze Magier wurde perfekt beschrieben.
Man hat gemerkt,dass die Autorin sich mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Was ich persönlich immer gut finde.
Für mich hat Yvy Kazi eine ganz besondere , magische Geschichte geschrieben. Nicht nur die Charaktere waren besonders, sondern auch die Handlung. Einfach alles hat für mich gestimmt und ich freue mich schon so auf den zweiten Band,vor allem nach diesem gemeinen Cliffhänger.
Ich kann euch das Buch nur empfehlen,ich bin verzaubert worden und habe jede Seite geliebt.
Danke für diese wunderschöne einzigartig Geschichte.
- J. Lynn
Fire in You
(238)Aktuelle Rezension von: Maura99"Ich war an diesem Samstagabend bereit gewesen zu ändern, was zwischen uns war. Nur dass diese Nacht damit geendet hatte, dass er das Mädchen traf, das seine Verlobte werden sollte, und ich im Krankenhaus landete. Halb tot." - S.98 Jillian
"Ich habe dich an jedem verdammten Tag vermisst, Jillian, mit jeder Faser meines Körpers." - S. 180 Brock
Ja ich hab wieder eine #jlabook für euch und ich habe es heiß und innig geliebt.
Jillian hat ein Trauma und die Gegebenheit dazu hat sie sehr verletzt. Aber sie hat sich entschieden wieder richtig zu leben und bringt dafür enorm viel Mut auf. Sie gibt nicht auf egal was kommt, sie überwindet ihre Angst. Jillian ist liebevoll, ambitioniert und klug.
Brock ist ein hartnäckiger und sehr positiver Mann. Er weiß was er will, aber auch er hat etwas mitgemacht was nicht einfach ist. Dazu war er auch bei Jillians Trauma dabei. Dennoch Brock ist loyal, aber bereut. Er aufrichtig und ein absoluter Kämpfer.
Ich war einfach begeistert und auch tief getroffen. Die Thematik und gerade was Jillians so traumatisiert hat war einfach nur schwer und hat echt weh getan. Umso besser war es ausgearbeitet genauso wie bei Brock.
Beide haben eine Verbindung die nur so vor Funken sprüht und dabei fängt man selbst Feuer.
Ihre Beziehung ist sehr schön aber auch verdammt schwer denn vergangenes wiegt schwer. Ich habe mit ihnen gelacht, geweint und wurde auch etwas wehmütig.
Es war bewegend, tief und ich habe mit den Beiden gelernt wieder zu leben, zu vertrauen und zu kämpfen.
Das kleine I-Tüpfelchen waren dabei noch die ganzen alten Bekannten die auftauchen und die ich so ins Herz geschlossen habe.
Ach einfach toll
- Camilla Läckberg
Golden Cage
(336)Aktuelle Rezension von: PrettyDarkNach außen wirkt Fayes Leben perfekt: Sie hat einen einflussreichen Ehemann, eine Tochter, die sie über alles liebt, und eine luxuriöse Wohnung im schönsten Viertel Stockholms. Doch sie wird von dunklen Erinnerungen aus ihrer Kindheit verfolgt. Und ihr Ehemann Jack bringt ihr nichts als Verachtung entgegen. Faye war einmal eine mutige, starke junge Frau, die ihre Träume verfolgte. Bis sie für Jack alles aufgab.
Als Jack sie betrügt, steht Faye vor dem Nichts. Doch dann beschließt sie, sich zurückzuholen, was ihr gehört – und schmiedet einen Racheplan, der seinesgleichen sucht.
Faye scheint alles zu haben: einen erfolgreichen Ehemann, eine Tochter und ein Leben im Luxus. Doch hinter der perfekten Fassade steckt eine Frau, die ihre eigenen Träume für einen Mann geopfert hat, der ihr längst nur noch Verachtung entgegenbringt. Als Jack sie schließlich verrät und demütigt, beschließt Faye, nicht länger das Opfer zu sein. Was folgt, ist ein ebenso raffinierter wie kompromissloser Rachefeldzug.
💥 düsterer Racheplot mit hohem Unterhaltungsfaktor
💥 kurze Kapitel sorgen für starken Lesefluss
💥 Faye ist faszinierend und gleichzeitig schwer zu mögen
💥 Mittelteil zieht sich spürbar in die Länge
💥 einige Entwicklungen wirken sehr konstruiert
Das Buch schafft es mühelos, Hassliebe zu erzeugen. Einerseits fiebert man mit Faye mit, weil Jack ein wandelndes Argument für eine Scheidung ist. Andererseits fragt man sich immer wieder, wie dieselbe Frau gleichzeitig so brillant und so naiv sein kann. Die Rückblicke auf ihre Vergangenheit sollen vieles erklären, für mich haben sie aber nicht alle Widersprüche aufgelöst. Vor allem fiel es mir schwer zu glauben, dass jemand, der als Jugendliche bereits so strategisch und vorausschauend handelt, sich später derart irreführen lässt. Dazu kommen einige Zufälle und Entwicklungen, die sehr bequem wirken. So kommt Fayes Geschäftsidee genau dann, wenn sie gebraucht wird und der Erfolg stellt sich erstaunlich schnell ein. Auch manche Racheaktionen scheinen verdächtig reibungslos zu funktionieren. Trotzdem entwickelt die Geschichte einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann.
Kein perfekter Spannungsroman, aber eine unterhaltsame Mischung aus Drama, Manipulation und Rachefantasie. Inhaltlich nicht immer glaubwürdig, emotional aber durchaus fesselnd.
- Artur Dziuk
Das Ting
(72)Aktuelle Rezension von: Ralf-M-RuthardtZum Buch: Junge Visionäre gründen ein Start-Up. Natürlich in Berlin, wie chic. Sie entwickeln zusammen die App "Ting", welche körperbezogene Daten seiner Nutzer sammelt, auswertet und auf dieser Grundlage Handlungsempfehlungen gibt. Irgendwie ein sehr passendes Thema, im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.
Die App hat großen Erfolg - und jetzt beginnt ein Erzählungsstrang der "nett" und unterhaltsam ist, aber irgendwie auch erwartbar bzw. vorhersehbar. Es ist ein Buch, dass man lesen kann, aber nicht gelesen haben muss.
- Dave Eggers
Every (deutsche Ausgabe)
(101)Aktuelle Rezension von: MiiaAchtung! 2. Teil einer Reihe!
Meine Meinung:
Bei "Every" handelt es sich theoretisch um die Fortsetzung von "The Circle", auch wenn man die Bücher unabhängig voneinander lesen kann. Ich muss aber direkt vorweg sagen, dass mir "The Circle" tausend Mal besser gefallen hat. "Every" dagegen ist sehr sehr zäh, ist überladen mit vielen Details, die am Ende zu nichts führen und viel zu sehr in die Länge gezogen. Das was der Autor sagen wollte, hätte er auch in sehr viel kürzerer Zeit geschafft. An sich ist das Endzeitszenario wieder wirklich sehr gut und gruselig nah an einer möglichen Realität, aber Dave Eggers hängt sich an zu vielen Kleinigkeiten auf um sicherzugehen, dass auch wirklich jeder versteht, was er sagen will.
Die letzten 100 Seiten habe ich nur noch überflogen und fand es wirklich sehr langweilig. Dadurch bekommt die Geschichte eine sehr nichtssagende Richtung und bleibt nicht lang im Kopf.
Mein Fazit:
Der Autor verliert sich in Details, zieht die Geschichte unnötig in die Länge - und das, obwohl alles gesagt ist. Schade: 2 Sterne!
- Layla Hagen
Diamonds For Love – Verlockende Nähe
(116)Aktuelle Rezension von: Kristina_RitterDas Cover passt perfekt in die Reihe und ist nur farblich anders als beim ersten gestaltet.
Es geht diesmal um den 2ten Bennett Bruder Logan und die beste Freundin von Ava Nadine. Schon früh zu Anfang ist klar, dass die anderen die beiden verkuppeln wollen. Nadine möchte sich aber auf ihre Ladeneröffnung konzentrieren und nicht ablenken lassen.
Ich weiß nicht so recht was ich sagen soll. Die beiden geben relativ schnell zu, dass das verkuppeln keine schlechte Idee ist und sie sich nett finden. Irgendwie kommt bei dieser Reihe kein wirkliches Drama zwischen den Protas auf. Und wenn Drama auftaucht ist das ganz leicht wieder vergessen. Ich habe für mich auch keine wirkliche Entwicklung wahrgenommen. Nadine will eigentlich eigenständig Sachen erreichen, lässt sich aber sehr schnell darauf ein, doch Hilfe anzunehmen. Ich habe ewig gebraucht für dieses Buch, habs auch lange unterbrochen. Ich habe es auch nur zu Ende gelesen, weil ich keine abgebrochenen Bücher haben möchte.
Für mich leider nicht lesenswert. Bin unsicher ob ich die anderen beiden noch lesen soll, die ich davon habe.
- Heidi Swain
Frühling im Kirschblütencafé
(46)Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebeSüße, frühlingshafte Geschichte über die Liebe, das Leben und sich selbst zu finden, die allerdings manchmal etwas viel möchte!
"Frühling im Kirschblütencafé" war die perfekte Lektüre für die aktuelle Jahreszeit, die ersten Sonnenstrahlen und die ersten warmen Tage. So zuckersüß wie das Cover ist, ist auch die Geschichte in dem bezaubernden kleinen Örtchen Wynbridge.
Lizzie als Protagonistin mochte ich sehr gern. Sie ist sympathisch und authentisch, auch wenn manche Entscheidungen und Sinneswandel etwas plötzlich kamen. So ähnlich ging es mir auch mit ihrer Mutter, die von einem Moment auf den anderen ihr Verhalten ändert, was mir durch die Schnelligkeit etwas unglaubwürdig erschien.
Auch die anderen Charaktere, allen voran Jemma, Tom, Ella und Ben, konnte man nur ins Herz schließen.
Auch die Geschichte an sich war perfekt für entspannte Lesestunden zwischendurch. Leider zog sich die Geschichte an der ein oder anderen Stelle etwas, was meiner Meinung daran gelegen habe mag, dass die Autorin möglichst viel und damit manchmal zu viel in die Geschichte bringen wollte.
Trotzdem hat es sich locker flockig lesen lassen und hat sehr viel Spaß gemacht! - Virginia Nelson
The Diamond Prince
(28)Aktuelle Rezension von: Nardi_Da_VinciDie ganze Story war irgendwie sehr seltsam. So etwas habe ich zuvor noch nicht gelesen. Das hat mir gefallen. Die Idee hinter der Geschichte ist etwas Neues.
Die Idee mit der Ablenkung, die ja nachhinten losgeht, so viel sei verraten, ist wirklich lustig.
Die Charaktere sind wirklich sympathisch und der ganze Roman angenehm zu lesen. Das richtige Feuerwerk bleibt aber leider aus.
Trotzdem ein schöner Abschluss der Reihe
- Brigitte Riebe
Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus
(185)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
Im Juni 1932 wird das Modekaufhaus der Thalheims am Berliner Ku’damm eingeweiht und eröffnet. Die 13jährige Rike Thalheim weiß nun, wo ihre Zukunft liegt, in diesem Hause, auch wenn der Vater seinen Sohn bevorzugt!
Mai 1945: Berlin liegt in Schutt und Asche. Der Zweite Weltkrieg ist vorbei und die Menschen kämpfen ums nackte Überleben. Die Villa der Thalheims wird erst von den russischen, dann von den britischen Besatzern beschlagnahmt. Das glanzvolle Kaufhaus ist den Bomben zum Opfer gefallen und der Vater ist noch immer in russischer Gefangenschaft.
Rike Thalheim fühlt sich inzwischen für die Familie verantwortlich, auch wenn ihre Mutter noch vor dem Krieg verstorben ist und sie mit einer Stiefmutter und einer Halbschwester beseelt ist. Und dann ist da noch Miriam, die als Jüdin irgendwie den Krieg in Berlin überlebt hat.
Aus ihren Verstecken holen sie Nähmaschine und Stoffe. In einer kleinen zugigen Wohnung planen und basteln sie an ihrer Zukunft, aber kleine und größere Schicksalsschläge machen ihnen immer wieder einen Strick durch die Rechnung.
Mein Fazit:
Brigitte Riebe kann historische Romane schreiben – das steht ohne Zweifel für mich fest. Ich habe schon einige Romane aus dieser Epoche gelesen, aber dieser Roman gibt mir noch einmal Einblicke in Bereiche, die ich nur vom Hören kann: Trümmerfrauen, Spruchkammer etc. Mir war nicht bewusst, wie beschwerlich das Leben nach dem Krieg war. Ständiger Hunger, strenge Winter, kaum Arbeit und überall verwundete Seelen und Körper.
Die Atmosphäre wurde von der Autorin wunderbar eingefangen, die Nöte und Sorgen, aber auch kleine Hoffnungsschimmer, Durchhalteparolen und kleine Freuden, die den harten Alltag etwas auflockerten und von den Problemen ablenkten. Es war auch eine Zeit der politischen Unsicherheiten. Berlin in vier Sektoren eingeteilt – wie würden die Siegermächte mit dem Volk umgehen? Wie sah die Zukunft der Stadt und ihrer Menschen aus?
Diese Unsicherheiten kamen immer wieder zum Vorschein. Rike ist mit ihren 26 Jahren schon das Familienoberhaupt, solange der Vater aus der Gefangenschaft nicht zurückgekehrt ist. Er gehörte noch zum Volkssturm, zum letzten Aufbegehren des Führers, ehe Berlin endgültig fiel. Die Verantwortung lasten auf ihr und die Umstände machen es ihr nicht gerade leicht. Aber die Familie hält auch zusammen, machen Pläne und arbeiten bis zum Umfallen. Fast vergisst sie ihre eigene Zukunft dabei.
Ich möchte nicht allzu viel verraten, aber es gibt viele interessante Szenen, die mir eine ganze Menge über die damalige Zeit erzählten. Bedauerlich ist das auch so ein Punkt, den ich zu kritisieren habe. Der Spannungsbogen fehlte so ein bisschen, als Leserin wusste ich nicht so recht, wohin die Reise geht und was da noch kommen mag.
Die Fortsetzung werde ich zu dieser Geschichte nicht lesen. Trotz der interessanten Details konnte es mich nicht mitnehmen und packen, deshalb gibt es nur eine Sterne.
- Hannah Reynolds
The Summer of Lost Letters
(36)Aktuelle Rezension von: FirebeeThe Summer of lost letters ist die Geschichte von Abby, die Liebesbriefe ihrer verstorbenen Großmutter findet. Da sie in den Sommerferien als einzige Ihrer Clique in ihrer kleinen Heimatstadt verbleibt, beschließt sie dies zu ändern und den Briefeschreiber zu finden. Sie möchte mehr über die Vergangenheit ihrer Großmutter und deren Herkunftsfamilie herausfinden. Die Großmutter hat diesbezüglich wenig erzählt.
Also sucht sie sich einen Ferienjob und eine Unterkunft auf der Insel Nantucket in der Hoffnung den Briefeschreiber persönlich sprechen zu können. Dort lernt sie den Enkel kennen und verliebt sich in diesen.
Witzige Monologe und identische Gefühle zeichnen dieses Buch aus. Die zarte Liaison zwischen den beiden entwickelt sich langsam. Die Nebengeschichte der Großmutter und tiefe Verbundenheit von Abby zu Ihrer Mutter geben dem Buch einen gelungen dezenten Tiefgang ohne die Leichtigkeit zu zerstören.
Von mir eine absolute Leseempfehlung auch wenn das Teenageralter schon deutlich überschritten ist.
- Rebecca Timm
Stockholm Love Story
(34)Aktuelle Rezension von: ReiShimuraDer Titel des Buches beschreibt bereits ziemlich gut, worum es in dem Buch geht. Es handelt sich hierbei um einen leichten, romantischen Roman, mit den üblichen Irrungen und Wirrungen. Hauptschauplatz des Buches ist hierbei Stockholm.
Das Buch unterscheidet sich wenig von anderen Büchern des gleichen Genres. Der Erzählstil ist angenehm leicht und man findet schnell in die Geschichte hinein. Manche Teile der Handlung klingen ein klein wenig unrealistisch, aber dies finde ich nicht dramatisch. Die Protagonisten Lisa und Matthias sind Großteils sympathisch und man kann ihre Handlungen, die meiste Zeit nachvollziehen.
Die Beschreibungen der Umgebung und vor allem Stockholms sind sehr gut, aber hier gibt es meiner Meinung nach noch Luft nach oben. Andere Autorinnen haben diesen Punkt deutlich besser absolviert. Trotzdem fand ich die Beschreibungen ansprechend und man hat ein gutes Gefühl für die Stadt bekommen, auch wenn man diese noch nie besucht hat.
Positiv anmerken möchte ich, dass man bei allen Hauptpersonen, vor allem bei Matthias Tochter Sophie und Lisa eine deutliche Charakterentwicklung im Laufe des Buches feststellen konnte. Dies ist mir persönlich immer sehr wichtig.
„Stockholm Love Story“ ist ein schöner, leichter Liebesroman, der im Gegensatz zu vielen anderen Büchern auch ohne die expliziten Szenen auskommt. Für mich ein großer Pluspunkt.
- Traci Hall
Mörderische Verstrickungen: Ein schottischer Cosy Crime (Cashmere, Tartan und ein Mord 1)
(45)Aktuelle Rezension von: eule2206Leider hat mich dieses Buch nicht unbedingt eingefangen. Es ist etwas langatmig geschrieben. Die Autorin nimmt den Leser mit in eine typische Kleinstadt Schottlands. Die Protagonisten sind gut beschrieben und man kann sie sich gut vorstellen.
Paislee ist selbständig mit einem Strickwarengeschäft, das sie leider räumen muss. Alleinerziehend mit einem 10jährigen aufmüpfigen Jungen schlägt sie sich mit einigen Problemen herum. Die Polizei setzt zu allem Überfluss noch ihren unbekannten Großvater bei ihr ab. Das Krönchen setzt aber der Tod ihrer jungen Aushilfe auf, die Parislee tot in deren Wohnung findet. Paislee macht sich auf die Suche nach dem mutmaßlichen Mörder.
Auch wenn das Buch nicht unbedingt meines war, wird es seine Leser finden.
- Austin Taylor
Das Gefühl von Unendlichkeit
(66)Aktuelle Rezension von: Luncaes war eine dieser Geschichten, die sich langsam in einem entfalten, Schicht für Schicht, bis man plötzlich merkt: Man fühlt mit, denkt mit, leidet mit – und wird dieses Buch so schnell nicht mehr vergessen.
Ein vielschichtiger Roman über Herkunft, Erfolg und das, was uns innerlich prägt
Im Zentrum der Geschichte stehen zwei sehr unterschiedliche Charaktere – und genau diese Gegensätze machen den Roman so stark. Die Hauptfiguren stammen aus völlig verschiedenen Welten: Die eine Seite geprägt von Sicherheit, Struktur und einem unterstützenden Umfeld; die andere von Verlust, Unsichtbarkeit, finanziellen Sorgen und emotionalen Wunden, die tief sitzen.
Die Autorin zeigt eindrucksvoll, wie stark die eigene Herkunft unsere Sicht auf die Welt prägt – selbst dann, wenn man auf den ersten Blick das Gleiche erlebt oder die gleichen Chancen bekommt. Was passiert, wenn man plötzlich im Rampenlicht steht, etwas Großes erreicht, aber die inneren Zweifel, das alte Selbstbild oder die „unsichtbare“ Geschichte einen immer wieder zurückzuziehen scheint? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.
Charaktere, die im Kopf bleiben
Die Protagonistin (deren Name ich hier nicht spoilern möchte) ist ein echtes Kunstwerk: Sie wirkt nach außen stark, vielleicht sogar kühl – aber in ihrem Innersten tobt ein Sturm aus Erinnerungen, Selbstzweifeln und der Frage, ob sie sich diesen Erfolg überhaupt verdient hat. Sie trägt eine schwere Last mit sich, die sie nur selten nach außen zeigt. Ihre Entwicklung im Laufe des Romans ist schmerzhaft, ehrlich und zugleich unglaublich inspirierend.
Im Kontrast dazu steht eine Figur, die aus einer privilegierteren Welt stammt – deren Selbstverständnis von Erfolg, Zugehörigkeit und Stabilität ganz anders geprägt ist. Doch auch hier kratzt der Roman bewusst an der Oberfläche und zeigt: Auch dort, wo vermeintlich alles leicht aussieht, brodeln Ängste und Unsicherheiten.
Diese Gegenüberstellung ist niemals plakativ, sondern feinfühlig und tiefgründig erzählt. Man versteht beide Seiten – und erkennt, wie leicht Missverständnisse entstehen können, wenn man nicht hinter die Fassade blickt.
Wie unterschiedlich fühlt sich Erfolg an – je nachdem, woher man kommt?
Einer der zentralen Gedanken des Romans ist die Frage, wie sehr der eigene Hintergrund beeinflusst, wie man mit Erfolg umgeht. Für manche ist er ein natürlicher Schritt, eine logische Konsequenz. Für andere ist er mit Schuldgefühlen verbunden, mit Angst, den „falschen Leuten“ zu gefallen oder den alten Wurzeln zu entgleiten. Die Autorin zeigt diesen inneren Konflikt mit großer Sensibilität – und das macht das Buch so besonders.
Sprachlich stark und emotional tief
Was mich besonders beeindruckt hat, ist der Stil: Die Sprache ist mal nüchtern, mal poetisch, mal brutal ehrlich – je nachdem, was die Situation verlangt. Sie hat mich durch Höhen und Tiefen geführt, mich zum Nachdenken gebracht und an vielen Stellen tief bewegt. Manche Absätze habe ich mehrmals gelesen, weil sie so viel Wahrheit und Schmerz in sich trugen.
Fazit
„Das Gefühl von Unendlichkeit“ ist kein Buch, das man mal eben nebenbei liest. Es fordert, berührt und bleibt. Die Kontraste zwischen den Charakteren, die sozialen Unterschiede, die inneren Kämpfe – all das wird so fein und klug erzählt, dass man sich lange damit beschäftigen kann.
Für alle, die nicht nur konsumieren, sondern wirklich erleben wollen – absolute Leseempfehlung.























