Bücher mit dem Tag "urteil"
80 Bücher
- Jilliane Hoffman
Cupido
(2.845)Aktuelle Rezension von: PrettyDarkDer Albtraum jeder Frau: Du kommst abends in dein Apartment in Miami. Du bist allein. Alles scheint wie immer, nur ein paar Kleinigkeiten lassen dich stutzen. Du kümmerst dich nicht darum. Du gehst schlafen. Und auf diesen Moment hat der Mann, der unter deinem Fenster lauert, nur gewartet …
Du kommst nach Hause, alles wirkt normal… bis es das eben nicht mehr ist. Genau so beginnt dieser Thriller und zog mich direkt in einen Albtraum. Zwölf Jahre nach einer brutalen Vergewaltigung ist C.J. Townsend inzwischen erfolgreiche Staatsanwältin in Florida. Als der Serienkiller „Cupido“ sein Unwesen treibt und ein Verdächtiger vor Gericht landet, erkennt C.J., dass es der Mann ist, der ihr eigenes Leben fast zerstört hätte. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Gerechtigkeit, sondern um eine persönliche Abrechnung.
🔪 extrem packender, brutaler Einstieg mit Sogwirkung
🔪 der Täter ist relativ früh klar, der Fokus liegt auf dem Gerichtsdrama
🔪 viele juristische Details statt klassischem Nervenkitzel
🔪 kurze Kapitel sorgen für schnellen Lesefluss
🔪 moralisch fragwürdige Entscheidungen der Protagonistin
Was hier wirklich funktioniert, ist der emotionale Konflikt. Die Frage, wie weit man gehen darf, um Gerechtigkeit zu erzwingen, hat echtes Potenzial und sorgt für einige spannende Momente im Gerichtssaal. Der Einstieg beginnt mit einem ordentlichen Knall und macht klar, dass dies nichts für Zartbesaitete wird. Aber danach zieht sich die Story leider und statt Thrill gibt es Zuständigkeitsgerangel, FBI-Ego-Kämpfe und gefühlt ein halbes Jurastudium. C.J. selbst ist dabei auch schwierig. Zwischen Selbstjustiz-Fantasien und fragwürdigen Entscheidungen fragt man sich öfter, ob sie wirklich auf der richtigen Seite steht. Der Twist am Ende war ziemlich konstruiert und ein Stück weit vorhersehbar. Schade, denn da wäre mehr drin gewesen.
Ein Thriller mit starkem Anfang und spannendem moralischen Kern, der sich aber im Mittelteil verzettelt und am Ende zu bequem löst. Gute Idee, durchwachsene Umsetzung.
- Ethan Cross
Ich bin die Nacht
(1.240)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueWer gerne Thriller liest, kommt gefühlt nicht an die Bücher von Ethan Cross vorbei. "Ich bin die Nacht " war das erste Buch das ich jetzt gelesen habe und ist auch der Einstieg in die Reihe.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt sehr schnell durch. Wirklich gut geschriebener Pageturner. Jedoch waren mir die Charaktere irgendwie nicht greifbar und insgesamt gab es Stellen, die ich nicht abgekaufen konnte, weil es mir zuuu konstruiert war.
Dennoch interessiert es mich wie es weitergeht und vielleicht wird es in Band zwei besser.
- Ethan Cross
Ich bin der Schmerz
(432)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteDieser Band der Shepherd‑Reihe liefert genau das, was man von Ethan Cross erwartet: Tempo, Nervenkitzel und ein perfides Katz‑und‑Maus‑Spiel, das Marcus Williams an seine Grenzen treibt. Der Autor eröffnet mit einem brutalen Szenario – Entführungen, moralische Erpressung, ein Vater, der seine Opfer zu Tätern machen will – und steigert die Intensität von Kapitel zu Kapitel. Besonders spannend ist, wie sehr er mit der Wahrnehmung seiner Figuren spielt. Francis Ackerman Jr. wirkt stellenweise fast greifbarer und menschlicher als Marcus selbst, was die Dynamik zwischen den Brüdern enorm auflädt.
Doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto deutlicher zeigt sich auch die Schwäche des Romans: Cross schraubt die Eskalation so weit hoch, dass manche Wendungen eher konstruiert als konsequent wirken. Die Enthüllungen rund um Marcus’ Vergangenheit, die Entführung seiner Familie und die Pläne des „Anstifters“ sind zweifellos packend, aber nicht immer glaubwürdig. Gerade im letzten Drittel überschlägt sich die Handlung so sehr, dass man als Leser irgendwann das Gefühl bekommt, der Autor wolle um jeden Preis noch eins draufsetzen.
Trotzdem bleibt die Spannung bis zum Schluss bestehen. Die Zusammenarbeit zwischen Maggi und Ackerman, die verzweifelte Suche nach Marcus und der tiefe Blick in die Abgründe der Shepherd‑Organisation sorgen für durchgehend hohes Tempo. Und auch wenn die Figuren oft überzeichnet sind, gelingt es Cross, Ackerman Jr. als faszinierenden Fixpunkt der Reihe zu etablieren – so sehr, dass man allein wegen ihm weiterlesen möchte.
Fazit: Ein rasanter, düsterer Thriller, der mit starken Wendungen und intensiven Figurenmomenten punktet, aber gelegentlich an seiner eigenen Überambition scheitert. Spannend genug für Fans der Reihe, doch für mich persönlich der Band, bei dem ich erstmals überlege, ob ich weiterlese. 4 von 5 Sternen.
- Jodi Picoult
Neunzehn Minuten
(956)Aktuelle Rezension von: Katrin1Als ich das Buch beendet hatte, musste ich googeln nach der wahren Geschichte, die hinter diesem Buch steckt. Mit Erstaunen stellte ich fest - es gibt keine. Es ist tatsächlich nur eine Geschichte in einem Buch. Tatsächlich hat es sich so gelesen, als wenn es diese Menschen gegeben hätte und ein Überlebender dieses Buch geschrieben hätte. So autentisch geschrieben, dass man absolut mitfühlen kann.
- Friedrich Dürrenmatt
Der Richter und sein Henker / Der Verdacht
(1.290)Aktuelle Rezension von: Lassmallesen_chrisEin Krimi, der eigentlich alles mitbringt. Eine interessante Handlung um einen ermordeten Polizisten, ein eigenwilliger Ermittler und in der zweiten Hälfte einige Plot-Twists sowie ein großer Knall am Ende, auf den es im Verlauf der Handlung aber schon den einen oder anderen Hinweis gibt. Sprachlich ist das Buch natürlich nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, ließ sich aber trotzdem gut lesen. Mich persönlich regte Kommissar Bärlach im Handlungsverlauf auf, weil er sich mehrmals selbst verschuldet in Todesnähe begab und er mehr durch Glück als durch Geschick am Leben blieb. Wer lässt bitteschön freiwillig seine Haustür offen stehen??? Dazu geriet mir Bärlach teilweise zu sehr ins Philosophieren. Das schmälerte ein wenig meinen Lesespaß. Außerdem blieb auf nur 117 Seiten natürlich auch das eine oder andere an der Oberfläche, wo ich mir mehr Tiefgang gewünscht hätte. Dennoch zurecht ein Klassiker.
- James Patterson
Die 4. Frau - Women's Murder Club -
(202)Aktuelle Rezension von: Azyria_SunWorum geht’s?
Lindsay Boxer erschießt bei einem Einsatz in Notwehr zwei Kinder und muss sich vor Gericht verantworten. Um eine Auszeit zu nehmen und der Presse zu entfliehen, zieht sie vorübergehend nach Half Moon Bay in das Haus ihrer Schwester und wird dort hineingezogen in Ermittlungen, die sie zu John Doe Nr. 24 und 10 Jahre zurück in ihre berufliche Vergangenheit führen.
Meine Meinung:
Mit „Die 4. Frau“ übertrifft James Patterson sich selbst! Er erzählt teilweise in Ich-Form aus Sicht von Lindsay Boxer, sodass man bei den Ermittlungen hautnah dabei ist. Teils aus der Sicht des Täters, was das Ganze noch spannender macht. Und wir erleben mit Lindsay gemeinsam ein Gerichtsverfahren, das sie ihre Karriere kosten könnte.
Lindsay, Claire und Cindy vom sog. „Women’s Murder Club“ ermitteln wieder. Wobei diesmal eher Lindsay ermittelt und wir von Claire und Cindy eher am Rande hören. Lindsay wird mir immer sympathischer! Sie ist einfach eine geniale Powerfrau, ein echtes Idol. Und ihre Beziehung zu Joe Molinari, den wir im letzten Teil kennenlernen durften, verfestigt sich und wird ernster. Und auch ihr Hund, der Border Collie Martha, spielt in diesem Teil eine wichtige Rolle. Und wir lernen Yuki kennen, die Lindsay als Anwältin vor Gericht zur Seite steht und am Ende den leeren Platz von Jill in der Runde des Women’s Murder Club einnimmt. Sie ist kein Ersatz für die einmalige Jill, aber sicher eine würdige Nachfolgerin!
Das Buch hat mich besonders mitgerissen. Sehr interessant fand ich die Szenen vor Gericht. Das Verfahren an sich, das Auftreten der Anwälte. Dieser Teil war anders, aber dennoch spannend und mitreißend – vielleicht, weil ich Lindsay inzwischen ins Herz geschlossen habe und von diesem Gerichtsfall alles für sie abhing. Mehr will ich dazu nicht sagen, um nicht zu spoilern. Und auch der Fall, der sie diesmal beschäftigt. Angefangen mit dem Schusswechsel mit den zwei Kids, bis hin zu den Taten in Half Moon Bay. Ich hatte am Anfang schon den Mörder in Verdacht, der Autor hat es jedoch geschafft, mich zu verunsichern und auf ganz andere Spuren zu lenken. Die Tatorte, das Vorgehen des/der Täter/s – einmalig dargestellt von Thriller-Legende Patterson. Von den spannenden Szenen zu Beginn des Buches bis zum fulminanten Showdown am Ende wieder ein durch und durch gelungenes Buch – und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil der Thriller-Serie!
Fazit:
James Patterson übertrifft sich mit „Die 4. Frau“ nochmals selbst. Besonders der Teil mit dem Gerichtsprozess hat mich gefesselt – aber auch die Taten und Morde, mit denen Lindsay Boxer diesmal in Berührung kam. Das Urteil im Gerichtsprozess empfand ich als besonders emotional. Aber auch die Taten danach – noch nie waren die Verbrechen, mit denen Lindsay zu tun hatte, so persönlich. Das Buch ist einfach einmalig, rasant, spannend, von der ersten Seite bis zum grandiosen Showdown am Ende!
5 Punkte für diesen sehr persönlichen Fall und den unglaublich emotionalen Gerichtsprozess!
- Charles Dickens
Die Pickwickier
(44)Aktuelle Rezension von: andischmidt
Endlich mal eine gelungene Umsetzung, sprich ohne Fehler und vernünftig mit Inhaltsverzeichnis. Ich denke, mittlerweile sollte das der Standard sein.
Zum Buch muss ich nicht viel schreiben. Eine Kritik stünde mir eh nicht zu... Außerdem habe ich erst die ersten ca. 50 Seiten (E-Book-Seiten?) gelesen - Albert Camus
Der Fremde
(649)Aktuelle Rezension von: frischelandluftEin Hauptwerk des Existentialismus, der meistpublizierte Roman Frankreichs, auf verschiedenen Listen der 100 wichtigsten Bücher der Welt (z.B der Zeit). Der Ich-Erzähler, ein junger Mann, der dem Leben in den meisten Aspekten gleichgültig gegenübersteht, begeht einen Mord an einem anderen jungen Mann, für den er schließlich vor Gericht geführt wird. Gerichtet wird nicht der Mord, sondern seine Gefühllosigkeit, mit der er sich von dem, was die Gesellschaft erwartet, distanziert. Seine Unbeteiligtheit am Geschehen, gegenüber anderen Menschen, jeder Situation verstört noch immer, verstärkt durch die Ich-Erzählperspektive. Mir gehen drei Aspekte besonders nahe – Zum einen, weil das Leben an sich (sein eigenes genauso wie das des Toten oder jedes anderen Menschen) für ihn keinen Sinn hat, weil es unwiederbringlich enden wird und für ihn mit dem Tod alles vorbei ist. Die ultimative Sinnfrage – wo findet man den Sinn, wenn das Religiöse / Spirituelle für einen keine Lösung bietet? Zum anderen, weil das einzige Gefühl, das er empfindet, ein Trieb ist, die Lust. Dieser Aspekt verstört mich heute – nach MeToo und Epstein mehr, als es wahrscheinlich damals verstört hat. Der Erzähler mauert, wenn ihm Fragen gestellt werden, man kommt nicht an ihn heran. Da es aus seiner Innenperspektive geschildert wird, scheint er auch in sich gefangen zu sein. Die Mauer steht zwischen ihm und der Gesellschaft. Dafür wird er hingerichtet, er passt nicht dazu. Der dritte Aspekt, der mich beschäftigt – ist der psychologische Hintergrund - hat er Asperger / Autismus – kann er überhaupt dafür gerichtet werden? (Abgesehen davon, dass die Todesstrafe generell keine Lösung ist, natürlich.) Der Roman wurde 1942 geschrieben, liest sich aber auch heute noch intensiv, die Fragen bleiben universell.
- Nina Blazon
Feuerrot
(121)Aktuelle Rezension von: ButtaIch bin ein großer Fan von Nina Blazon schons eit einigen Jahren und das nicht nur von ihrer Fantasy. Ihr Schreibstil ist spannend und flüssig und die Beschreibungen bildhaft, man kann sich gut in die charactere reinversetzen.
Zeitweise ist dieses Buch etwas schlepppend aber es kommt immer weider Spannung auf und man bekommt guten einblick in die Zeit der Hexenverfolgung.
- Nathaniel Hawthorne
The Scarlet Letter
(60)Aktuelle Rezension von: Anna625"Der Scharlachrote Buchstabe" gilt als eines der beudeutendsten Werke amerikanischer Literatur und ist mit Themen wie öffentlicher Stigmatisierung und Anprangerung auch heute noch aktuell.
Die Handlung spielt gegen Mitte des 17. Jahrhunderts im puritanischen Neuengland im Nordosten der USA, als Strenggläubigkeit die Menschen auszeichnete.
Im Buch geht es um Hester Prynne, deren Mann zu Beginn als auf See verschollen gilt und die daraufhin Ehebruch begeht und ein illegitimes Kind vom Dorfspfarrer Dimmesdale bekommt. Zur Strafe muss sie fortan in leuchtend rotes "A" auf der Brust tragen. Den Vater des Kindes gibt sie nicht bekannt, jedoch kehrt bald ihr verschollen geglaubter Mann heim und setzt den Pfarrer unter starken psychologischen Druck. Währenddessen sieht Hester sich der Ablehnung der anderen Dorfbewohner ausgesetzt und lernt mit de Zeit, das rote "A" nicht als ein Zeichen der Schande, sondern des Stolzes zu tragen.
Wider Erwarten fand ich den Roman sehr gut zu lesen - zwar gibt es regelmäßg lange Schachtelsätze, dafür hat mich Hawthorne aber mit einem sehr bildhaften Schreibstil und teilweise sehr poetischen Einschüben überzeugt. Gerade durch die recht detaillierten Beschreibungen hatte ich das Dorf sehr klar vor Augen.
Ganz abgesehen davon ist der Konflikt zwischen Dimmesdale und Chillingworth, dem Ehemann Hesters, sehr spannend, denn lässt tief in die Abgründe menschlicher Gefühle und Triebe blicken. Und nicht zuletzt ist Hester Prynne selbst eine starke Protagonistin, die sehr fortschrittlich denkt, sich aus festgefahrenen Strukturen befreit und den Vorstellungen den Rücken kehrt, die die Gesellschaft ihr aufzuzwingen versucht. - Jonas Winner
Murder Park
(323)Aktuelle Rezension von: Alexa_KoserZum Buch: Vor 20 Jahren wütete der Serienmörder Jeff Bohner auf der Freizeitpark-Insel Zodiac Island. Daraufhin wurde der Freizeitpark geschlossen. Nun soll der Park unter neuem Namen wiedereröffnet werden: Murder Park. Zwölf vorab ausgewählte Leute werden auf die Insel eingeladen, um erste Eindrücke zu sammeln, es soll mit der Angst gespielt werden. Unter ihnen ist auch Paul Greenblatt, dessen Mutter damals eines der Opfer war. Kaum sind sie auf der Insel angekommen, ist der erste der Gruppe tot…
Meine Meinung: Der Plot hörte sich für mich wirklich gut an und ich habe von Jonas Winner auch schon recht tolle Bücher gelesen. Doch mit diesem hier konnte er mich leider nicht überzeugen. Ich bin mit dem Aufbau des Buches überhaupt nicht zurechtgekommen. Es gibt verschiedene Zeitstränge, in denen erzählt wird. Denn einer aus der Gruppe, der Psychiater Sheldon Lazarus, führt vorher mit jedem Teilnehmer ein Interview. Dann springt man wieder ins hier und jetzt. Das hat mich teilweise wirklich in die Irre geführt, weil ich nie wusste, war der Eindruck jetzt von vorher oder ist er erst auf der Insel entstanden?
Außerdem empfand ich das Buch zu langatmig. Und obwohl die Gruppe laufend dezimiert wird, hat mich überhaupt keine Spannung erreicht. Und ab einem bestimmten Zeitpunkt hatte ich auch schon eine Ahnung, wohin das Ganze führt. Auch wenn es am Ende noch einmal kurz spannend wurde, hat mich das leider nicht für die ganze Geschichte entschädigt.
Mein Fazit: Leider hat mich der Autor mit dieser Geschichte nicht überzeugt. Ich würde sagen, sie ist mäßig. Kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt. Ich würde hier keine Leseempfehlung aussprechen.
- Elisa Hoven
Dunkle Momente
(146)Aktuelle Rezension von: Liebe_Zu_BuecherIch fand Dunkle Momente von Elisa Hoven wirklich mega gut. Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt und ich wollte immer wissen, wie die einzelnen Fälle ausgehen. Besonders spannend fand ich, dass es nicht einfach nur um Verbrechen geht, sondern auch darum, was Menschen zu ihren Taten bewegt.
Die Hauptfigur Eva Herbergen war für mich sehr interessant, weil sie ihre Mandanten nicht einfach nur als Täter sieht, sondern versucht, die Geschichten dahinter zu verstehen. Dadurch habe ich oft angefangen, über meine eigene Sicht auf Schuld, Gerechtigkeit und Vorurteile nachzudenken.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die verschiedenen Fälle sorgen dafür, dass es nie langweilig wird. Gleichzeitig steckt in dem Buch viel Tiefgang und es wirft Fragen auf, über die man auch nach dem Lesen noch nachdenkt.
Für mich war Dunkle Momente eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.
- Hakan Nesser
Das falsche Urteil
(156)Aktuelle Rezension von: Lillith54wDieses Buch von Hakan Nesser zu lesen war ein Genuss, vor allem, weil ich davor gerade etliche höchst mittelmäßig geschriebene Bücher hinter mir hatte.
Zum Inhalt:
Eine verstümmelte Leiche wird gefunden. Diese ist schwer zu identifizieren, aber es gelingt schließlich – es handelt sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen zweimal wegen Mordes verurteilten Mann, der kurz vor seinem gewaltsamen Ende aus der Haft entlassen wurde.Wollte sich jemand rächen, dem die Haftstrafe nicht genügte? Oder – und von dieser Variante ist Kommissar Van Veteren mehr und mehr überzeugt – war der Mann tatsächlich unschuldig, wie er stets behauptet hatte, und ein dreifacher Mörder läuft nun ungeschoren herum?
Van Veteren, eigentlich krank geschrieben, fängt an zu ermitteln und auf seine ganz eigene Weise den wahren Schuldigen zu entlarven...
Es ist eine ruhige, jedoch teilweise auch sehr amüsant erzählte Geschichte, nicht unbedingt ein rasanter Thriller. Und doch ist es ziemlich spannend, dem Kommissar zu folgen.
Erzählt wird in mehreren Zeitebenen, vor allem in der Zeit vor dem Mord und nach der Entdeckung der Leiche. Die Handlung spielt in dem von Nesser erfundenen fiktiven europäischen Land, welches nicht namentlich genannt wird. Dies ist Lesern der Van Veteren-Reihe bereits bekannt, kann aber ansonsten etwas verwirrend wirken. Die Figur Van Veterens, ein „Knutz“ mit guten Instinkten und einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn ist der Dreh- und Angelpunkt auch diesen Romans.
Mir hat die Lektüre sehr gut gefallen, nachdem mir ein anderes Buch dieses Autors aus seiner zweiten Reihe um Kommissar Barbarotti etwas zu ausschweifend und langwierig war.
Ich spreche eine Leseempfehlung aus, würde aber nicht sagen, dass man es unbedingt gelesen haben „muss“! Daher „nur“ 4 gute Sterne.
- Lisa Jackson
Deadline
(88)Aktuelle Rezension von: Kitty82_und_ihre_BuecherInhalt:
In diesem Buch treffen wir die Familie Cahill / Amhurst wieder. Seit dem ersten Band sind 10 Jahre vergangen und einiges ist passiert. Cissy hat sich eine kleine Familie aufgebaut, welche schon wieder auseinander zu brechen scheint. Ihre Mutter (Marla Cahill) bricht aus dem Gefängnis aus, gleichzeitig macht eine Serienkillerin Südkalifornien unsicher und Cissy findet sich mitten drin in den Ermittlungen. Warum geschehen alle diese Morde in Ihrem Umfeld und was hat Cissy damit zu tun?Meinung:
Der zweite Teil der Cahill-Triologie fängt sofort spannend an und ganz im Gegenteil zu Band Eins hält sich der Spannungsbogen die ganze Zeit oben. Ich bin quasi durch die Seiten geflogen, denn nach jedem Kapitel wollte man direkt wissen wie es weitergeht. Ich hatte zwar oft beim Lesen Vermutungen, wer hinter den Morden stecken könnte und auch warum. Jedoch war ich am Ende der Geschichte wirklich überrascht, wer hinter diesem perfiden Plan steckt. Die Hauptcharaktere wie Cissy, Jack und Elyse haben mir wirklich gut gefallen und ich habe wirklich mit Cissy mitgefühlt, besonders in den letzten Kapiteln. Der Schreibstil der Autorin war flüssig und ließ sich wirklich einfach lesen. Genauso gefallen mir die Bücher von Lisa Jackson und so kenne ich Sie auch 😊
Aus diesem Grund bekommt Sie von mir für Ihren Thriller Dead Line vier von fünf Sternen!
- Sebastian Fitzek
Passagier 23
(175)Aktuelle Rezension von: Quibb....und meine Begeisterung hält sich in Grenzen.
Es war nun natürlich nicht der Roman sondern das Hörspiel, welches gut gemacht ist. Aus diesem Grund kann ich nun natürlich nicht darauf schließen, in wie weit sich das Leseerlebnis unterscheidet, hätte ich den Roman gelesen.
Trotzdem haben mich weder die Figuren, noch die Handlung wirklich gepackt und begeistert.
- Agatha Christie
Mord im Spiegel
(131)Aktuelle Rezension von: koechlThe Mirror Crack'd from Side to Side war wieder ein Miss Marple Fall der richtig Spass gemacht hat. Die Geschichte hat ein bisschen gebraucht bis sie richtig in Fahrt gekommen ist, doch dann wurde es richtig spannend. Ich habe die Auflösung zwar irgendwann erahnt, doch zuvor wurde ich auf einige falsche Fährten gelockt. Zudem mochte ich Miss Marple und ihre Art den Fall zu lösen in diesem Teil wieder sehr. Es gab zudem auch richtig humorvolle Momente und so blieb die Geschichte durchgehend unterhaltsam.
- Patricia Cornwell
Totenbuch
(147)Aktuelle Rezension von: ReneesemeeInhalt:
Steht bald auch ihr Name im Totenbuch des Leichenschauhauses? Scarpettas schwierigster und bedrohlichster Fall.
Kay Scarpetta versucht einen neuen Anfang, um vor den Dämonen der Vergangenheit zu fliehen. Doch ihrem alten Todfeind kann sie auch in Charleston, South Carolina, nicht entkommen: Er sitzt in einer psychiatrischen Anstalt an der Ostküste und sorgt dafür, dass es die berühmte Pathologin bald mit einem bestialischen Mord zu tun bekommt.
Am Anfang sieht es für Kay Scarpetta, ihre Nichte Lucy und Pete Marino in Charleston, South Carolina, gut aus. Ihr neu eröffnetes forensisches Labor für Pathologie floriert. Doch wie aus heiterem Himmel beschuldigt sie ein mächtiger Politiker der Profitgier. Ist dieser Mann auch für die Sabotage in ihrem Labor verantwortlich? Oder wer sonst will Kay Scarpetta aus Charleston vertreiben? Dann wird die Pathologin mit dem brutalen Mord an einer Frau in deren Luxusapartment am Strand konfrontiert. Es folgen zwei weitere Mordfälle, einer barbarischer als der andere. Und als viertes Opfer steht Kay Scarpetta auf der Todesliste.
Dr. Kay Scarpettas Kühlkammer in Charleston liegt ein kleiner Junge im Labor, man hat seinen toter Körper in einem abgelegenen Sumpf gefunden. Scarpettas Untersuchungen haben beweisen das man ihn den sechs Jahren seines kurzen da seins schwer misshandelt wurde. Und doch bleibt seine Identität Verborgenen und das obwohl Kay alle Hebel in Bewegung setzt. Niemand scheint den kleinen Jungen zu vermissen.
Doch der kleine Junge bleibt nicht der einzige Tote dessen Mord sie aufzuklären versucht. Den auch dem amerikanischen Tennisstar Drew Martin Mord in Rom steht Scarpetta vor einem weiteren Rätsel.
Kann Scarpetta und ihr Team diesen Fall lösen oder stehen sie diesmal vor einem Rätzel?
Dieser Fall war schon wieder etwas spannender mein durchhalten hat sich also gelohnt. - Arne Jensen
Eine vergessene Schuld
(26)Aktuelle Rezension von: SchnuppeEin ehemaliger Verfassungsrichter Rudolf Heppner polarisiert mit seinen Aussagen in der Öffentlichkeit. Nach einem Farbbeutel Attentat auf ihn, soll ein Persönlichkeitsprofil über ihn erstellt werden, auch Verfassungsschutz, LKA und BKA werden eingeschaltet. Die zuständige Psychologin hat ebenfalls eine Fluchtgeschichte hinter sich, sie wird durch die Gespräche zunehmend mit ihrem eigenen Trauma konfrontiert und sie erkennt Parallelen zwischen ihren Lebenswegen und Einstellungen. In der Vergangenheit (ab 1942) geht es um den Marinesoldaten Raimund Bach, der verheimlicht, dass er jüdischer Abstammung ist. Er desertiert und stellt sich später der Gerichtsbarkeit, was zu einem unglaublichen Urteil führt.
Der Zusammenhang zwischen den Geschichten offenbart sich nach und nach. Der Autor lässt viele historische Fakten mit ihn die Geschichte einfließen. Die Schuld der Vergangenheit wirkt oft nach, das wird hier sehr deutlich. Der ruhige Erzählstil passt gut zu der kompakten Geschichte. Ich brauchte einige Zeit, bis ich Zugang zu dem Buch gefunden hatte, fand es dann aber sehr interessant und packend. Der Roman greift Fragen auf, die auch heute noch/wieder aktuell sind. Es geht um Schuld, Verantwortung für das Handeln unserer Vorfahren, die Rolle des Staates, Wehrdienst und seine Verweigerung. Bin ich verpflichtet, einem Unrechtsstaat zu dienen und wer legt dies alles fest? Die Geschichte und die Fragen, die hier immer wieder hochkommen, regen zum Nachdenken an. Ein Roman gegen das Vergessen.
- Brad Parks
Nicht ein Wort
(74)Aktuelle Rezension von: PrinzesschnBundesrichter Scott Sampson ist Vater von von zwei Kindern und hätte die Zwillinge eigentlich zum Schwimmen begleiten sollen. Doch dann erhält er von seiner Frau eine SMS, in der steht, dass sie sie heute von der Schule abholt. Als seine Frau Alison jedoch später nach Hause kommt, sind die beiden Kinder nicht bei ihr und eine SMS hat sie auch nie geschrieben. Stattdessen klingelt das Telefon und eine unbekannte Stimme teilt den besorgten Eltern mit, dass die Kinder entführt wurden und sich Richter Sampson an die Instruktionen halten soll, um die Kinder lebend wiedersehen zu können. Das wohl schwerste Urteil steht dem Bundesrichter bevor: Was wird er tun?
Der Schreibstil an sich ist sehr flüssig und unaufgeregt geschrieben. Leider steckte für mich genau darin das Problem. Oft fehlte mir die Spannung, die wabernde Bedrohung und die bloße Verzweiflung, die solch ein Ereignis mit sich bringt. Hin und wieder war die Verzweiflung natürlich spürbar, aber dafür, dass die beiden Kinder entführt wurden, waren die Eltern mir in manchen Szenen einfach zu entspannt. Es schien an manchen Stellen so, als hätten sie es schlichtweg gar nicht mehr eilig, an ihre Kinder zu kommen, was der Geschichte einfach die Authentizität raubte.
Ebenso ließ es die Charaktere nicht sonderlich real, sympathisch oder empathisch wirken. Es war nicht durchweg der Fall, jedoch überwogen für mich die Stellen, in denen ich seine Gelassenheit nicht nachvollziehen konnte.
Alisons Distanziertheit wiederum gefiel mir sehr gut, weil sie als Stilmittel eingesetzt wurde und Teil der Geschichte war. Dennoch wurde ich mit beiden einfach nicht sonderlich warm.
Nachdem sich der Inhalt ab der Hälfte in die Länge zu ziehen schien und immer politischer wurde, merkte ich, wie mich das Buch zu verlieren drohte. All das Gerede um Aktien, Anteile, Fonds etc. konnten mich nicht wirklich bei der Stange halten. Der als so kurzweilig empfundene Einstieg wurde dadurch leider stark getrübt.
Nichtsdestotrotz überraschte mich das Ende. Dennoch war „Nicht ein Wort“ einfach kein Thriller für mich.
- John S. Marr
Die achte Posaune
(47)Aktuelle Rezension von: ginnykatzeIch hatte schon den ersten Teil gelesen. Die Elfte Plage. Jetzt musste ich natürlich lesen, wie die Geschichte weitergeht. Zum Inhalt: Wieder geschehen merkwürdige Dinge. Es sterben Leute an Krankheiten, die längst ausgerottet sind, oder doch nicht? Es geht um Würmer und anderes Getier, das im Menschen durch Nahrung aufgenommen, immer tödlich endet. Grausam sterben sie dahin und keiner kann ihnen helfen. Steckt Theodore Kameron dahinter? Lebt er noch? Beschwört er wieder die elf Plagen herauf, aber nein!!! Jack Bryne ist wieder an allem beteiligt und wie passt er ins Bild? Gelten ihm die ganzen Anschläge? Außerdem geht es noch um den "Zauberer von Oz", und wie passt der ins Bild?.....So mehr werde ich nicht verraten. Lest selbst den überaus spannenden Thriller. Kann es sein, dass die Geschichte noch nicht zu Ende ist? Aber seit auf der Hut, die Gefahren lauern überall!!!Vielleicht auch bei Dir zu Hause!! Ich jedenfalls kann das Buch weiterempfehlen. Ist aber wirklich nichts für schwache Nerven. Viel Spaß beim Lesen!!! - James Patterson
Das 10. Gebot - Women's Murder Club -
(80)Aktuelle Rezension von: detlef_knutDie stellvertretende Bezirksstaatsanwältin Yuki Castellano mit italienisch-japanischen Wurzeln wurde von James Patterson und seiner Co-Autorin Maxine Paetro haben sich in diesem Band als Hauptplot ausgewählt. Ein großer Teil des Geschehens spielt sich also im Gerichtssaal ab. »Das 10. Gebot« ist der zehnte Band um den Frauen-Mord-Club, den ermittelnden vier Freundinnen um Lindsay Boxer vom SFPD.
Das 10. Gebot« beginnt im Prolog mit der Hintergrund-Geschichte, die sich über alle Romane dieser Reihe zieht. Sergeant Lindsay Boxer vom SFPD steht vor dem Traualtar, um ihren langjährigen Lebensgefährten Joe Molinari zu heiraten. Anschließend kehrt sie an ihren bisherigen Arbeitsplatz zurück. Sie hat einen neuen Chef. Ursprünglich hatte Lindsay das Angebot erhalten, Chef der Mordkommission zu werden. Das hatte sie allerdings abgelehnt, weil sie trotz mehrmaliger Anrufe nicht ans Telefon gegangen war, obwohl sie von diesem Angebot wusste. Der Posten ging an einen Neuzugang in San Francisco und hieß also Brady, der erst vor vier Wochen von Florida nach San Francisco versetzt worden war.
Dieser gibt ihr gleich an ihrem ersten Tag nach der Hochzeit einen Fall, der ziemlich mysteriös wird, denn es wurde 15jähriges Mädchen gefunden. Sie lag vollkommen erschöpft am Straßenrand und wäre beinahe verstorben, wenn nicht ein älteres Ehepaar sie dort gesehen und in die Klinik gebracht hätte. Schnell stellt sich heraus, dass dieses Mädchen gerade ein Baby entbunden hat. Doch das Baby ist verschwunden. Lindsay muss mit ihrem Team das Baby finden. Dazu müssen sie herausfinden, was mit dem Mädchen passiert ist. Doch das Mädchen schweigt, sie will nicht mit der Polizei zusammenarbeiten. Und es stellt sich heraus, dass sie betäubt worden war und deshalb über mehrere Stunden nicht weiß was passiert ist. Aber offenbar war sie vergewaltigt worden.
In kurzer Zeit erfährt Lindsay mit ihrem Team von zwei weiteren Frauen, die über mehrere Stunden betäubt worden und vergewaltigt worden sind.
Parallel dazu versucht Yuki Castellano ihre Angeklagte ins Gefängnis zu bringen. Sie soll ihren Mann im gemeinsamen Haus erschossen haben. Die beiden Kinder waren oben in ihren Zimmern. Alle Indizien weisen darauf hin, dass die Ehefrau tatsächlich ihren Mann getötet hat. Die Ehe lief nicht mehr gut. Doch der Verteidiger ist der Meinung, dass wegen der offensichtlichen Indizienlage nicht in alle notwendigen Richtungen ermittelt wurde.
Er bittet Lindsay, den für das SFPD seit einem Jahr angeschlossenen Fall nochmal aus anderer Sicht zu betrachten. Lindsays Bauchgefühl sagt ihr, dass durchaus Zweifel an der Schuld der Angeklagten be4stehen könnten. Yuki ist erbost darüber, dass ihre Freundin ihr die Angeklagte wegnehmen will. Yuki Castellano hat generell viel Pech mit ihren Angeklagten und sie braucht so sehr endlich einen Fall, den sie gewonnen hat.
Es ist immer wieder unterhaltsam zu verfolgen, mit wie vielen Details die Autoren in den Strängen aufwarten. Gerade bei mehreren Strängen vermutet man häufig, dass sie am Schluss zu einem einzigen Strang führen. Das ist hier aber nicht der Fall.
Jedoch wird alles, was als Szene einmal begonnen hat, am Ende auch aufgelöst. Vor lauter Gerichtsprozess hatte ich beinahe einen der Stränge total vergessen. Als sich der Thriller gefühlt mit dem Ende des Prozesses zum Ende neigte, wurde ein am Beginn aufgemachter Strang weitererzählt und ich wurde daran erinnert, dass es noch viele Seiten bis zum Ende des Romans sind.
Das ist super gut gemachte Spannung und das Lesen dieses Thrillers gestaltet sich wie ein Film. Kein Wunder, dass mich die Thriller dieser Reihe an solche US-amerikanischen Polizeiserien wie Criminal Minds, The Mentalist oder FBI erinnern. »Das 10. Gebot« mit Yuki Castellano, dem Küken im Club, ist genauso fesselnd und empfehlenswert.
© Detlef Knut, Düsseldorf 2024 - Tony Parsons
Wer Furcht sät
(165)Aktuelle Rezension von: beereadytoreadWas braucht es, damit aus Täter:innen Held:innen werden? Wann überlagert das Verlangen nach Vergeltung alles andere?
In „Wer Furcht sät“ muss sich Detective Max Wolfe einem Fall stellen, der auf viele Arten herausfordernd ist: Ein Kollektiv, der Club der Henker, jagt in London diejenigen, die dem Recht entkommen sind und führt sie der von ihnen als gerecht angesehenen Strafe zu: Tod durch Erhängen. Auf die Mithilfe der Öffentlichkeit kann sich Max nicht verlassen, denn durch die Vergangenheit der Opfer und der zuvor ausgebliebenen Gerechtigkeit erfährt der Club der Henker und dessen Lynchjustiz großen Zuspruch. Während ihn die Spurensuche durch längst vergessene Orte führt, muss er schließlich am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Unschuld und Schuld ist…
Max ist grundsätzlich ein recht typischer Ermittler: Gebeutelt vom Leben und mit einem Bein in der Vergangenheit. Daher fand ich den Versuch einen Anker im „Jetzt“ einzubauen (er ist alleinerziehender Vater) recht geschickt.
Thematisch war der Fall sehr spannend und auch die zwischenmenschlichen Konflikte kamen mir überwiegend authentisch vor – abgesehen von der kurzen Episode zum Anbandeln mit einer am Fall beteiligten Person, das war für mich höchst eigenartig zu lesen.
Dafür waren die historischen Exkurse zu z. B. unterirdischen Flüssen, stillgelegten Bahnhöfen und einem berüchtigten Henker ausgesprochen interessant. Diese Bezüge haben den Krimi für mich merklich aufgewertet und zur unheilvollen Atmosphäre beigetragen.
Einige Szenen waren zwar etwas wunderlich (z. B. die inneren Zerwürfnisse über die potentielle Kastration seines Hundes und dessen mögliche Gedanken hierzu), aber grundsätzlich habe ich „Wer Furcht sät“ als gelungene Zuglektüre empfunden.
(Das Buch ist der dritte Teil einer Reihe, was mir erst im Nachgang aufgefallen ist. Inzwischen habe ich den Auftakt ebenfalls gelesen: Man verpasst nichts.)
- James Patterson
Das 8. Geständnis - Women's Murder Club
(115)Aktuelle Rezension von: Azyria_SunWorum geht’s?
Ein Serienmörder bringt die Reichen San Franciscos um. Doch es gibt keinen Hinweis auf Mord – keine Wunden, keine blutigen Tatorte, kein Gift – nichts. Wer ist der geheimnisvolle Täter? Und auf den Straßen wird ein Obdachloser grausam hingerichtet. Wer ist er? Was hat er getan, der doch von allen als Bagman Jesus verehrt wird?
Meine Meinung:
In „Das 8. Geständnis“ wartet James Patterson wieder mit zwei parallelen, spannenden Fällen auf. Zum einen werden mehrere reiche Einwohner umgebracht und Lindsay und ihr Partner Rich werden auf die Fälle angesetzt. Zum anderen ermittelt diesmal Cindy auf den Straßen. Ihr Ziel ist es, den oder die Mörder von Bagman Jesus zu finden. Der Schreibstil ist wieder absolut mitreißend. Es ist spannend, es ist unvorhergesehen und es macht einfach Spaß zu Lesen!
Es beginnt wieder mit Yuki und einem Gerichtsprozess – die Arme hat wirklich Pech und in den letzten Büchern eine Reihe von Verlusten einzustecken. Dafür lernt sie diesmal jemanden kennen – doch ob das von Erfolg gekrönt ist? Und diesmal erleben wir auch mehr von Cindy, die in den Bänden zuvor eher die Journalistin neben bei war, als wirklich eine der Hauptdarstellerinnen. Diesmal erhält sie ihren eigenen Fall, der allerdings anders endet, als erhoffe. Zudem kommt sie Rich näher – was wohl Lindsay davon hält? Diese hat mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Eine Reihe von Morden – und keiner weiß, wie die Morde vonstattengehen, bis einer ihrer Kollegen ähnliche Fälle aus dem Jahr 1982 aus den Archiven zieht, die dann endlich die erhoffte Spur bringen. Und am Ende erleben wir auch endlich, wie es mit ihr und Joe weitergeht!
Die Fälle selbst sind absolut spannend! Und sowohl die Darstellung des Lebens auf den Straßen von San Francisco, als auch das Leben der Schönen und Reichen. Absolut eindrucksvoll beschrieben. Genial, wie Patterson die Unterschiede zwischen Reich und Arm darstellt. Die Armenküche. Die Villen. Und mittendrin die Fälle, die teilweise Arm und Reich verbinden. Es ist wieder spannend von Anfang bis zum Ende. Es beginnt mit einer Explosion, geht über mehrere rasante und halsbrecherische Verfolgungen und endet mit einem Plottwist, den ich so nicht mehr erwartet hätte. Absolut genial und mitreißend bis zur letzten Seite!
Fazit:
Im 8. Fall, „Das 8. Geständnis“, lässt James Patterson sowohl Lindsay als auch Cindy in je einem Fall ermitteln. Es ist schön, dass auch Cindy diesmal eine herausragende Rolle einnimmt, da sie in den letzten Folgen doch etwas zu kurz kam. Beide Fälle waren diesmal spannend, unvorhersehbar. Es gab mehrere Plottwists und die Lösung war absolut unerwartet, aber doch so logisch wie genial! Das Buch hat mich mitgerissen bis zur letzten Seite.
5 Sterne von mir für diese mehr als spannende Folge um Lindsay Boxer und die Mädels aus dem Women’s Murder Club!
- Agatha Christie
Bertrams Hotel
(20)Aktuelle Rezension von: SoerenMiss Marple macht Urlaub in Bertrams Hotel. Wie es für sie üblich ist, belauscht sie zahlreiche Gespräche und bekommt zahlreiche Irrungen und Verwicklungen mit. Zudem erfährt sie, dass ein Kanonikus namens Pennyfather, der ebenfalls Gast im Hotel ist, vermisst wird. Zunächst hält sie sich aus allem heraus, verfolgt die Ereignisse jedoch alle aus dem Hintergrund. Als die Polizei auftaucht und erste Ermittlungen anstellt, wird sie gleich noch hellhöriger.
Vor- und Nachteil der Geschichte sind die zahlreichen Verwicklungen aller möglichen Personen im Hotel. Für meinen Geschmack war es ein bisschen zu viel Gewusel. Zumal man bis weit über die Hälfte nicht einmal weiß, um welches Verbrechen es letztendlich gehen wird. Es gibt Anspielungen über eine millionenschwere Erbin und einen verschwundenen Hotelgast. Doch ist denen tatsächlich etwas zugestoßen? Dazu störte mich, dass sich Miss Marple mal wieder ziemlich zurückhält und lieber andere belauscht, anstatt eigene Nachforschungen anzustellen. Der eigentliche Mordfall bzw. seine Aufklärung kommt bei all den Verwicklungen für meinen Geschmack etwas zu kurz. Die Enthüllung am Schluss fand ich etwas zu viel des Guten.
Die ungekürzte Lesung hat eine Dauer von 6h17min (5 CDs) und wird Gabriele Blum vorgetragen.























