Bücher mit dem Tag "us"
90 Bücher
- Mona Kasten
Begin Again
(3.464)Aktuelle Rezension von: Schmoekertante303Endlich frei sein. Das wünscht sich Allie als sie zum Studium nach Woodshill zieht, weit weg von ihrer Heimatstadt Denver. Hier will sie neu anfangen, ihre Vergangenheit vergessen und endlich glücklich werden. Daran kann sie auch ihr grummeliger Mitbewohner Kaden nicht hindern, der sie mit seiner herrischen Art und seinen blödsinnigen Regeln auf die Palme aber auch ihre Gefühle ganz schön durcheinander bringt.
Begin Again ist der erste Band der Again-Reihe von Mona Kasten. Sie schreibt fesselnd, gefühlvoll und sehr romantisch über Charaktere die nicht perfekt sind, aber eine glaubwürdige Entwicklung durchmachen. Sehr gut gefallen hat mir die langsame Entwicklung zwischen Allie und Kaden. Es gab ein paar spicy Szenen, die aber sehr gefühl- und geschmackvoll geschrieben sind und die Geschichte wunderbar abgerundet haben.
Allie ist eine beeindruckende junge Frau. Sie ist mutig und lässt sich von Kadens Sprüchen und seiner ruppigen Art nicht unterkriegen. Trotzdem ist sie voller Zweifel, ob sie das richtige tut und ihre Träume vor die Wünsche anderer stellen darf.
Kaden hingegen ist lange Zeit undurchschaubar. Er war mir stellenweise auch zu dominant und übergriffig. Aber seinen Freunden gegenüber ist er äußerst loyal und würde alles für sie tun. Je besser ich ihn und seine Dämonen kennenlernte, desto besser konnte ich seine Handlungen auch verstehen, wenn auch nicht immer gutheißen.
Auch wenn sich der Roman hauptsächlich um die Geschichte von Allie und Kaden dreht, tauchen auch einige liebenswerte Nebencharaktere auf, von denen man in den Folgebänden hoffentlich noch mehr lesen wird.
Fazit: Begin Again ist eine tolle, romantische Liebesgeschichte, die auch ernste Themen anpackt und ihrer Charaktere daran wachsen lässt. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände der Reihe.
- Mona Kasten
Save Us: Special Edition
(2.051)Aktuelle Rezension von: Mrs_SabrinaIch habe die Serie vorgeschlagen bekommen und konnte schlecht ohne die Bücher starten. Ich muss sagen, ich hatte die 3 Bücher in 2 Tagen durchgelesen. Es entsteht ein angenehmes, leichtes Gefühl mit Lust auf mehr. Ich konnte keines der Bücher weglegen!
Die Gefühlswelten der einzelnen Protagonisten ist so schön beschrieben, dass man sich sofort einfindet und mit jedem einzelnen mitfiebert.
- Mona Kasten
Trust Again
(2.363)Aktuelle Rezension von: Schmoekertante303Nach der schmerzhaften Trennung von ihrem Ex-Freund hat Dawn mit den Männern abgeschlossen und blockt jeden Flirtversuch rigoros ab. Zu groß war der Vertrauensbruch, der ihren Glauben an eine glückliche Beziehung zerstört hat. Erst als sie Spencer trifft, der hartnäckig immer wieder mit ihr flirtet, gerät ihre Standhaftigkeit ins Wanken. Aber die Dämonen ihrer Vergangenheit lassen sie nicht los. Erst als sie erfährt, dass auch Spencer ein gut gehütetes Geheimnis hat, beginnen ihrer Mauern zu bröckeln.
Trust Again ist der zweite Teil der Again Reihe von Mona Kasten. Mona Kasten schreibt spannend, intensiv und mitreißend. So flogen die Seiten nur so dahin und haben mir vom herzhaften Lachen bis zu fließenden Tränen alle möglichen Emotionen entlockt.
Nachdem im ersten Teil Allie und Kaden ihr Glück gefunden haben, sind nun deren Freunde Dawn und Spencer an der Reihe. Dieser Teil knüpft zeitlich an den ersten Teil an und auch die Charaktere aus dem ersten Band sind hier wieder sehr präsent. Trotzdem kann dieser Teil auch unabhängig vom ersten Teil gelesen werden.
Dawn mochte ich eigentlich sehr gern. Leider hat sie mich mit ihrem ewigen Hin und Her irgendwann wirklich genervt. Ja, sie ist enttäuscht und verletzt worden aber trotzdem verhält sie sich Spencer gegenüber oft unmöglich. So konnte ich gerade gegen Ende des Romans ihre Handlungen immer weniger nachvollziehen.
Spencer dagegen hat mir sehr gut gefallen. Er ist einfach ein unglaublich positiver, charmanter und liebenswerter Charakter, der aber auch sein Päckchen zu tragen hat. Im Gegensatz zu Dawn verzweifelt er aber nicht daran, sondern versucht das Beste aus seinem Leben zu machen und jeden Tag wieder als neue Chance zu sehen.
Das Ende an sich fand ich gut, allerdings hat mir das Date der zwe nicht wirklich gefallen. Das hätte ich mir anders gewünscht.
Fazit:
Trust Again ist ein emotionaler, spannender Liebesroman der das Thema Vertrauen und Mut thematisiert. Mir hat er trotz kleiner Schwächen beim Charakter der Hauptprotagonistin sehr gut gefallen.
- Mona Kasten
Feel Again
(1.930)Aktuelle Rezension von: Anna_Magdalena„Feel Again“ hat mich besonders berührt, weil Sawyer und Isaac als Paar einfach perfekt funktionieren. Ehrlich: Zuerst dachte ich, das Buch wird nichts für mich – normalerweise lese ich lieber über Bad Boys. Aber ich wurde vom Gegenteil überzeugt. Sie, die zynische Fotografin mit Schutzpanzer; er, der schüchterne, kluge Softie – zusammen wachsen sie genau dorthin, wo Vertrauen und Anziehung sich die Waage halten. Ihr Deal startet spielerisch, wird dann zu echter Nähe, ohne Grenzen zu übergehen. Mona Kasten zeichnet die beiden mit Humor, knisternden Dialogen und leiser Verletzlichkeit: ein glaubwürdiger Slow Burn mit verdienten Höhepunkten. Vertraute Gesichter geben Wärme, doch Sawyer & Isaac stehlen jede Szene. Geliebt!
- Audrey Carlan
Calendar Girl - Verführt
(1.118)Aktuelle Rezension von: Chrissi_liebtIn den Wintermonaten Januar, Februar und März startet das Jahr für die Erzählerin Mia Saunders. Sie steht vor einer Aufgabe die eigentlich viel zu groß für sie ist, doch sie muss ihren Vater einfach helfen. Ihr einziger Weg soll es sein, ein Escort-Girl zu werden. Und das für die nächsten Monate - oder eben das ganze Jahr! Wenn sie sich monatsweise buchen lässt, dann bekommt sie das Geld zusammen um die Schulden ihres Dads zu begleichen. Eine heikle Angelegenheit, doch ich fand es spannend, wie jeder Monat ganze anders und einzigartig verlief. Ich habe mir nach dem ersten Band gleich alle weiteren Bücher bestellt und werde Mia nun durch ihr Jahr begleiten und mitfiebern.
- Colleen Hoover
Zurück ins Leben geliebt
(1.463)Aktuelle Rezension von: ReadAndTravelAls Tate zum Studium nach San Francisco zieht, stolpert sie dort gleich am ersten Abend über Miles Archer: Miles, der Freund ihres Bruders, der niemals lächelt, meistens schweigt und offensichtlich eine schwere Bürde mit sich herumträgt. Miles, der so attraktiv ist, dass Tate bei seinem Anblick Herzflattern und weiche Knie bekommt. Miles, der, wie er selbst zugibt, seit sechs Jahren keine Frau mehr geküsst hat. Miles, von dem Tate sich besser fernhalten sollte, wenn ihr ihr Gefühlsleben lieb ist …
Zurück ins Leben geliebt von Colleen Hoover konnte mich leider nicht überzeugen. Die Handlung wirkt sehr vorhersehbar und erinnert stark an viele ähnliche Geschichten, die man so oder so schon mehrfach gelesen hat. Zwar ist der Schreibstil solide und flüssig, konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich keinen wirklichen Bezug zu den Charakteren aufbauen konnte. Ihre Schicksale ließen mich emotional weitgehend kalt, sodass es mir beim Lesen oft egal war, wie es weitergeht. Teilweise habe ich Passagen nur noch überflogen, weil die Geschichte mich nicht genug fesseln konnte. Insgesamt ein eher durchschnittlicher Roman, der für mich keine nachhaltigen Eindrücke hinterlassen hat. Das Buch bekommt von mir 2/5 ⭐
- Erin Watt
Paper Princess
(2.277)Aktuelle Rezension von: readingneleWer Romance-Bücher mag, darf „Paper Princess“ auf keinen Fall verpassen!
Ella Harper hat ihre Mutter verloren und kämpft sich seitdem allein durchs Leben. Neben der Highschool versucht sie sich mit Kellnern und Strippen über Wasser zu halten. Bis plötzlich der Millionär Callum Royal im Büro des Rektors steht. Er gibt an ihr neuer Vormund zu sein und nimmt Ella mit in sein Zuhause, und zu seinen fünf Söhnen, die Ella alles andere als herzlich aufnehmen.
Ella ist eine wirkliche Kämpferin, hat in ihrem Leben schon mehr mitgemacht als gut ist und gibt trotzdem nicht auf. Auch von den arroganten Rich Kids an ihrer neuen Schule lässt sie sich nicht unterkriegen und bietet allen die Stirn.
Die fünf Brüder geben sich als Arschlöcher und machen Ella das Leben schwer. Mit der Zeit kann man aber immer mehr hinter die Fassade blicken, was sie einen wirklich gern haben lässt.
Alles in Allem kann man die Protagonisten in dem Buch einfach nur lieb haben.
Auch Band 2 und 3 der Reihe sind sehr empfehlenswert! - Anna Todd
Before us
(942)Aktuelle Rezension von: Gina_1234„Before Us“ baut Hardin als Charakter weiter aus, lässt ihn in seiner Jugend, seinen familiären Schwierigkeiten und seinem Wunsch nach Zugehörigkeit spürbar werden. Die Perspektivwechsel und psychologischen Einblicke machen dieses Buch besonders interessant, da es sowohl bekannte Situationen neu beleuchtet als auch viele Fragen zur Beziehung mit Tessa beantwortet. Zugleich sorgt die direkte Sprache für Nähe zu den Figuren und erhöht die emotionale Intensität des Lesens – ein absolutes Muss für Fans der After-Reihe.
- Audrey Carlan
Calendar Girl - Berührt (Calendar Girl Quartal 2)
(665)Aktuelle Rezension von: Chrissi_liebtIn den Frühlingsmonaten April, Mai und Jun hängt Mias Herz noch an ihrem letzten Kunden. Und das obwohl der neue Kunde ein unfassbar gutaussehender Baseballspieler ist. Wie auch in dem vorherigen Band hing ich an den Lippen von Mia Saunders, der Erzählerin - dem Calendar Girl. Jeden Monat steht Mia vor neuen Herausforderungen und manchmal wünscht man sich, dass der Monate nie enden würde. Optisch ist das Cover wie das letzte Band wunderschön gestaltet. Ich freue mich bereites auf die Sommermonate und die neuen Männer in Mias Leben. Ich bin froh, dass diese Serie aus mehreren Teilen besteht.
- Marc Elsberg
ZERO - Sie wissen, was du tust
(626)Aktuelle Rezension von: _jamii_London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken …
Der Schreibstil ist interessant und packend ab der ersten Seite. Im Verlauf der Geschichte werden mehrere Charaktere begleitet, man muss etwas bei der Sache sein, um jeweils die Hintergründe und Beziehungen untereinander präsent zu haben. Dafür erfährt man aber viel über die Motive der jeweiligen Personen.
Häppchenweise erfährt man mehr über die wahren Motive von Freemee, wenige Fragen werden beantwortet, viele neue tauchen auf. Die Spannung hält sich über das ganze Buch.
Das Thema ist hochaktuell und nicht weniger beängstigend. Dass Grosskonzerne unsere Daten munter sammeln, verwerten und verkaufen ist ja bekannt. Auch dass sie uns entsprechend manipulieren (können). Hier dann zu lesen, was alles daraus resultieren kann, ist erschreckend.
Zero agiert als Organisation im Hintergrund, welche die Menschen auf die Wichtigkeit ihrer Privatsphäre aufmerksam machen will.
Äusserst realitätsnah, erschreckend und spannend!
- Estelle Maskame
DARK LOVE - Dich darf ich nicht finden
(771)Aktuelle Rezension von: auvuleDa ich bereits den ersten Teil gelesen habe und ihn geliebt habe, habe ich direkt mit dem zweiten Teil begonnen. Ich kann nur sagen, dass das Buch ein emotionales Wirrwarr, Herzschmerz, Spannung und Wut enthält. Es hat mich wirklich gefesselt, da bestimmte Ereignisse mich überrascht haben und ich dachte: 'Oh mein Gott...'
Eden ist einfach eine unbeschreiblich starke Figur. Bei Tyler gab es jedoch Momente, in denen ich ihn am liebsten geschlagen hätte. Trotzdem ist er eine starke und faszinierende Persönlichkeit. Und Eden weiß das auch.
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf den dritten Teil und werde ihn auf jeden Fall lesen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!✨🥹
- Audrey Carlan
Calendar Girl - Begehrt (Calendar Girl Quartal 3)
(527)Aktuelle Rezension von: Chrissi_liebtIn den Sommermonaten Juli, August und September geht es in Miami heiß her. Wie auch in den vorherigen zwei Bänden hing ich an den Lippen von Mia Saunders, der Erzählerin - dem Calendar Girl. Mia steckt mehr als je zuvor in der Zwickmühle, da sie den Job für September nicht annehmen kann - ihren Vater geht es seitlich schlechter. Doch ihr „Ausweg“ ist für sie keine Option. Optisch ist das Cover wie jedes einzelne Band wunderschön gestaltet. Und reiht sich in meinem Regal gut neben den anderen zwei Bänden ein.
- Bianca Iosivoni
Der letzte erste Blick
(869)Aktuelle Rezension von: jutta1608Mir hat dieses Buch in jedem Aspekt sehr gut gefallen. Das Cover ist sehr schön anzusehen. (Ich bin leider kein Fan von Farbschnitten mit Text, aber das ist eh immer nur ein netter Bonus.)
DIe Geschichte von Emery und Dylan hat mir sehr gut gefallen. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich gefesselt und habe mit ihnen mitgefiebert.
Nun freue ich mich auf weitere Teile der Freundesgruppe.
- Tim Marshall
Die Macht der Geografie
(66)Aktuelle Rezension von: FederfeeMit ein wenig Zähneknirschen vergebe ich 4 Sterne, denn es gibt für mich zwei nicht unerhebliche Kritikpunkte, halte es aber dennoch für ein wichtiges, Einsichten verschaffendes Buch.
Der Untertitel: ‘Wie sich Weltpolitik anhand von 10 Karten erklären lässt’ trifft genauso ins Schwarze wie der Originaltitel ‘Prisoners of Geography’. Es handelt sich um eine komplett überarbeitete Neuausgabe (2025) und ist somit hochaktuell. Auch wenn sich sicher in nächster Zeit einiges verändern wird, bleiben die geografischen Rahmenbedingungen bestehen.
Das Vorwort, das auf wenigen Seiten eine gut verständliche, zusammenfassende Darstellung der Weltlage mit ihren Tendenzen gibt, hat mir gefallen: Zusammenschluss autoritärer Staaten, Lockerung der Bindungen von einst, hin zu einer multipolaren Welt, Falscheinschätzungen der Europäer, neue Technologien, etc.
Der Autor stellt zehn Räume mit ihren geografischen Gegebenheiten vor, wozu aber auch Faktoren wie Demografie, Klima etc. gehören, also nicht nur Berge, Flüsse. Seen, Meere. Es sind Russland, China, USA, Westeuropa, Afrika, Der Nahe Osten, Indien und Pakistan, Korea und Japan, Lateinamerika, Die Arktis.
Inhaltlich leicht lesbar und einsichtig dargestellt, ist aber mein erster Kritikpunkt: es hätte strukturierter sein müssen. Wenn man z.B. ein Kapitel über Westeuropa schreibt, wäre es ein Leichtes, über einen Abschnitt den Namen des Landes zu schreiben, um das es gerade geht. Das wäre besonders wichtig, weil sich der Autor nach einleuchtenden gut dargestellten geografischen Gegebenheiten etwas zu sehr in Details verliert.
Zu jedem Kapitel gibt es eine große Karte und im Text noch einmal eine oder zwei kleinere. Aber: ohne Atlas daneben geht es nicht. Wie kann man wichtige Orte erwähnen, die dann doch nicht auf der Karte eingetragen sind?! Das ist leider ein großes Manko dieses Buches und hat mich streckenweise sogar geärgert.
Aber - um sachlich zu bleiben - außer den erwähnten Mängeln (in meinen Augen) bleibt es immer noch ein Buch, das grundlegende wichtige Einsichten verschafft und zu mehr Verständnis im Sinne von ‘Erklärung’ einiger Phänomene der Weltlage verhilft. Trotz meiner Kritik kann ich es empfehlen, wenn man politisch interessiert ist.
- Kelly Moran
Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss
(754)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Gabby und Flynn sind seit frühester Kindheit unzertrennlich und arbeiten zudem zusammen in der örtlichen Tierarztpraxis. Nach all den Jahren stellen die beide nun fest, dass aus den freundschaftlichen Gefühlen romantische geworden sind. Aus Angst ihre langjährige Freundschaft durch eine allzu überstürzte Beziehung aufs Spiel zu setzen beschließen sie es langsam angehen zu lassen. Zudem plagen Flynn Selbstzweifel, denn er ist gehörlos und fragt sich ob er für Gabby wirklich der richtige Partner ist oder ob er ihr Leben unnötig kompliziert macht…
„Wir haben die Chance verdient, zusammen zu sein, herauszufinden, wohin das führen kann. Du wirst mich nicht verlieren.“ (S. 158)
„Zwei Jahrzehnte Freundschaft, und du verstehst es immer noch, mich zu überraschen.“ (S. 272)
Meine Meinung:
Mit Gabby und Flynn hat man zwei richtig sympathische und nahbare Hauptpersonen, die einem schnell ans Herz wachsen. Das trägt dazu bei, dass man sehr schnell in die Geschichte hineinfindet. Es ist zudem sehr gut gelöst wie die Autorin Gespräche zwischen dem gehörlosen Flynn und seinen hörenden Mitmenschen niedergeschrieben hat. Gebärdete Redeanteile wurden einfach kursiv gedruckt. Dadurch ergeben sich flüssig zu lesende Gespräche. Überhaupt ist dieses Buch insgesamt sehr kurzweilig und angenehm zu lesen.
Den Umgang mit dem Thema Gehörlosigkeit finde ich sehr gelungen. Die Besonderheiten die sich für Flynn aufgrund seiner Gehörlosigkeit im Alltag ergeben und vor allem Flynns Gefühlslage werden sehr feinfühlig und eindrücklich beschrieben. Zwar kommt er im Alltag insgesamt sehr gut alleine zurecht, aber manche Schwierigkeiten gibt es für ihn leider trotzdem. So ist er beruflich wie privat in bestimmten Situationen auf die besondere Rücksichtnahme bzw. Hilfe anderer angewiesen. Es genügt nämlich z. B. nicht, dass er ein Lippenleser ist, wenn in einer Gesprächsrunde alle durcheinanderreden und die Leute ihn beim Reden nicht direkt anschauen. Außerdem erfährt man, dass Flynn zwar laut sprechen kann, dies für ihn aber sehr unangenehm ist. In der Vergangenheit hat er nämlich leider durch die Reaktionen mancher Mitmenschen feststellen müssen, dass diese seine Aussprache und Sprachmelodie merkwürdig finden und seine Stimme ist ihm daher sehr peinlich. Dementsprechend ist es ein großer Vertrauensbeweis, wenn Flynn sich einer Person gegenüber traut laut mit ihr zu sprechen.
Diese Geschichte beinhaltet viele schöne und romantische Momente. Zugleich gibt es aber auch einige traurige und herzzerreißende Stellen. Besonders rührend und eindrücklich ist für mich die Szene in der Gabby Flynn mittels Berührungen zu verdeutlichen versucht wie sie Geräusche wahrnimmt:
„Das Meer ist ein Dröhnen, wenn man ihm nahe ist, aber in der Ferne ist es eher ein leises Rauschen.“ Sie ließ ihre Finger sanft über seine Schultern hin- und hergleiten. „Dann ist da das knisternde Geräusch des Windes in den Blättern, ein Schwirren.“ Ihre Fingerspitzen huschten über seine Ohrmuscheln. (S. 170)
Der Handlungsschauplatz wird wirklich gut in Szene gesetzt: So werden die kalifornischen Wälder und die Bergwelt sehr lebendig und anschaulich beschrieben. Gabby und Flynn haben zudem einen unfreiwilligen Zusammenstoß mit einem Wildtier und das sorgt für eine ziemlich gefährliche Situation. Außerdem bringt das Berufsleben von Flynn und Gabby Abwechslung in die Geschichte. Sie kümmern sich um sehr unterschiedliche Tiere und machen zudem Hausbesuche bei ihren Patienten, sodass die Tierarztpraxis nicht der alleinige Handlungsort ist.
Warum habe ich dennoch bloß 3 Sterne vergeben?
Flynn und Gabby sind seit der Vorschule befreundet – also schon seit ca. 20 Jahren. Trotzdem stellen sie nun nach all den Jahren beide fast zum gleichen Zeitpunkt fest, dass sie sich in den jeweils anderen verliebt haben und sie sich eine Beziehung wünschen. Das geschieht ohne dass etwas herausragend Besonderes geschieht, das dieses relativ plötzliche beiderseitige Aufkommen romantischer Gefühle erklärt. Ich hätte es glaubwürdiger gefunden, wenn einer von beiden sich wegen seiner Liebe anders verhalten oder über seine Gefühle gesprochen hätte und dies dann dazu geführt hätte, dass daraufhin auch der andere beginnt seine Gefühle zu hinterfragen bzw. zu ändern.
Zudem kommt es meiner Meinung nach in der ersten Buchhälfte stellenweise zu kurz, dass Flynn Gabby natürlich nicht bloß liebt, weil sie so hilfreich ist und weil sie ihm den Alltag so sehr erleichtert. Es wird teilweise schon fast zu sehr betont wie wichtig Gabbys bedingungslose Hilfe und Unterstützung für Flynn ist. So könnte Flynn ohne Gabby z. B. seine Arbeit als Tierarzt nicht so problemlos und effizient bewältigen. Zudem hilft sie ihm auch in der Freizeit (u. a. indem sie ihm als Übersetzerin dabei hilft an Gesprächsrunden mit Freunden teilzunehmen). Man hat leider teilweise schon fast ein bisschen den Eindruck, dass es eine Form von Abhängigkeitsverhältnis ist und sich erst aus diesem heraus Liebe entwickelt. Es wäre deshalb besser gewesen, wenn noch mehr darauf eingegangen worden wäre welche Charaktereigenschaften und welche Aspekte ihrer Persönlichkeit Flynn liebt und schätzt. Zum Glück bessert sich das aber im weiteren Verlauf des Buches merklich.
Ein weiterer Punkt, der mich ein wenig stört, ist einer der Gründe weshalb Flynn zunächst vor einer Beziehung mit Gabby zurückschreckt: Er ist sehr besorgt, dass er im Falle eines Scheiterns der Beziehung seine Helferin Gabby am gemeinsamen Arbeitsplatz verliert, weil das für ihn beruflich einige Nachteile und Unannehmlichkeiten mit sich bringen würde. Diese Sorge ist zwar verständlich, aber er denkt dabei viel zu wenig an Gabby und deren Gefühle. Immerhin ist Gabby durch seine Zurückweisung zutiefst verletzt, aber seine Gedanken sind fast ausschließlich damit beschäftigt inwieweit ein mögliches Scheitern der Beziehung für ihn berufliche Nachteile haben könnte.
Mein Hauptkritikpunkt an dieser Geschichte – die mir ansonsten in weiten Teilen sehr gefällt – ist der Eindruck, dass sich (vor allem zum Ende hin) unnötig viel Drama entfaltet. Zum einen hat Gabbys Familie plötzlich die Sorge, dass Gabby ihren Beruf aus den falschen Gründen heraus ergriffen hat – nämlich bloß, weil sie Flynn als Arbeitskollegin helfend zur Seite stehen will. Ich finde es unverständlich, dass Gabbys Familie plötzlich auf diesen Gedanken kommt, denn immerhin arbeitet Gabby mittlerweile schon mehr als 10 Jahre (!) äußerst glücklich in der Tierarztpraxis und vorher hat die Familie diese Befürchtung nie ausgesprochen. Die Familie steht außerdem der Beziehung zwischen Gabby und Flynn ziemlich ablehnend und skeptisch gegenüber, obwohl sie ihn zuvor aber gemocht und akzeptiert haben. Allein aufgrund seiner Gehörlosigkeit finden sie, dass Flynn als Partner nicht gut genug für „ihre“ Gabby ist. Gabbys Gefühle und ihr Glück scheinen zweitrangig zu sein. Trotzdem arrangiert sich die Familie dann später aber doch noch relativ plötzlich mit der Situation.
Außerdem fordert Flynn im weiteren Verlauf eine „Beziehungspause“ ein, weil er Zweifel hat, dass eine Beziehung mit ihm für Gabby das Beste ist und weil ein bisschen Gegenwind vom Umfeld kommt. Seine Unsicherheiten sind nachzuvollziehen, aber dass er gleich so einen einschneidenden Schritt geht, kann ich nur bedingt nachvollziehen. Immerhin hätte ihm direkt klar sein müssen wie sehr Gabby mit diesem gut gemeinten Verhalten verletzt. Außerdem ist Gabby ja in all den Jahren ihrer Bekanntschaft die meiste Zeit alleinstehend gewesen und hat nie zu einem anderen Mann eine so tiefgehende Verbundenheit wie mit Flynn gehabt. Es sieht also nicht danach aus, dass sie bereit wäre eine Beziehung mit jemand anderem einzugehen. Dieses Drama empfand ich als überflüssig. Außerdem wurde das Ganze dann sowieso nach kurzer Zeit vergleichsweise problemlos wieder aufgelöst und es werden recht schnell Pläne für die gemeinsame Zukunft geschmiedet.
Fazit:
Es handelt sich um eine schöne Liebesgeschichte in die das Thema Gehörlosigkeit sehr einfühlsam und in unaufdringlicher und passender Weise eingeflochten wird. Die Geschichte überzeugt mit schönen und rührenden Momenten, bietet aber auch einige traurige Momente. Zugleich gibt es aber meiner Meinung nach auch an der einen oder anderen Stelle Verbesserungspotenzial. Dennoch habe ich die Geschichte insgesamt gerne gelesen.
Hier noch zwei besonders rührendes Zitate:
„Du hast genauso viel gegeben wie genommen, Flynn. Es gibt ebenso viele Momente, in denen du mich gerettet hast. Wir waren füreinander da, weil es das ist, was Freunde nun einmal tun. Freunde unterstützen sich. Wenn ein Stück von uns zerbricht, sammeln sie die Scherben auf. Und ich werde auch morgen noch da sein und am Tag danach und am Tag danach, um die Scherben aufzusammeln. Genauso wie du es für mich tust.“ (S. 130)
„Ich mag ja taub sein, aber dein großes Herz macht dich blind.“ (S. 309)
Und zum Schluss ein sehr lustiges Zitat:
Trotz all seines James-Bond-Gleichmuts wirkte er gerade geschüttelt und gerührt. (S. 96)
- Nicholas Sparks
Wenn du mich siehst
(338)Aktuelle Rezension von: elycalxaDieser Roman von Nicholas Sparks erzählt die Geschichte von Maria Sanchez und Collin Hancock.
Auf den ersten Blick könnten Maria und Collin nicht unterschiedlicher sein. Maria ist behütet aufgewachsen und Anwältin. Das komplette Gegenteil dazu ist Collin, vorbestraft, impulsiv, aber er versucht sein Leben in den Griff zu bekommen. Um einen weiteren Gefängnisaufenthalt ab zu wenden.
Der Roman beginnt im gewohnten Sparks Charme, schlägt aber schnell in Sparks eher ungewohnte düstere Töne um. Aber es passt hervorragend, dieses Zusammenspiel aus klassischer Liebesgeschichte und spannungsgeladenem Kriminalfall.
Ebenso lesenswert ist die Dynamik der Protagonisten,Maria und Collin.
Sparks schafft einen erfrischenden Spannungsbogen, er integriert Thriller-Elemente und intensiviert so die Liebesgeschichte.
Ich hatte ehrlicher weiße etwas ganz anderes erwartet, bin aber mehr als überzeugt von dem Roman!
- Bianca Iosivoni
Finding Back to Us
(635)Aktuelle Rezension von: Bookworm_99Im Grossen uns ganzen eine schöne Geschichte. Mich konnte nur die Liebesbeziehung nicht so ganz überzeugen.
Es hat für mich nicht so richtig geknistert zwischen den beiden Protagonisten. Es gab viel Drama aber keine greifbare Chemie. Eigentlich mag ich es ja total gerne wenn sich die Protagonisten einen Schlagabtausch liefern, aber hier war er irgendwie ein wenig einseitig. Keith hatte gute Sprüche auf Lager, aber er wirkte oft ein bisschen arrogant und eingebildet. Er war zu fest von sich selbst überzeugt. Callie hingegen hat ihm gegenüber eigentlich vor allem Feuer gespuckt und versucht ihm aus dem Weg zu gehen.
Für mich ist der Funke nicht übergesprungen.
Den Schreibstil von Bianca Iosivoni mochte ich wieder sehr gerne. Das war erst mein zweites Buch von ihr und ich bin sehr gespannt auf ihre weiteren Bücher, denen ich sehr gerne ebenfalls eine Chance geben möchte. 📚✨
- forbidden love
- stepsister x stepbrother
- single POV
- Derek Landy
Demon Road (Band 1) - Hölle und Highway
(209)Aktuelle Rezension von: shinyJulieAmbers Eltern wollen sie essen, denn sie sind Dämonen. Also flüchtet Amber über die Demon Road quer durch die USA und versucht so, ihren Eltern zu entkommen. Gemeinsam mit Milo, dessen Auto ein bisschen zu gut funktioniert, um normal zu sein.
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Protagonistin Amber ist noch eine Teenagerin, dementsprechend sind ihre Handlungen manchmal ein wenig impulsiv, aber ich fand sie wirklich sehr sympathisch und es ist nachvollziehbar, dass die ganze Situation ihr sehr zusetzt. Mein Liebling war aber auf jeden Fall Milo, weil er so super mysteriös dargestellt wird. Er gibt kaum etwas von sich preis, aber gleichzeitig tut er auch alles, um Amber zu unterstützen. Bei Glen war ich mir sehr lange recht unsicher, aber alles in allem lockert er die teilweise ernste Handlung durch seine Albernheit wieder auf. Die Handlung ist wirklich spannend aufgebaut und durch die wechselnden Städte liest es sich fast ein wenig episodenhaft. Mit den verschiedenen Fällen hat es mich positiv an Supernatural erinnert. Diese Reihe möchte ich auf jeden Fall weiterverfolgen. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. - Nina MacKay
Plötzlich Banshee
(528)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenAlana lebt mit ihrem besten Freund Clay zusammen und versucht sich als Privatdetektivin über Wasser zu halten. Seit Jahren auf ihrer To-Do-Liste: ihre Eltern finden. Denn beide sind Waisen und wollen wissen, wo sie herkommen, außerdem kann Alana die Lebenszeit aller Menschen sehen und will wissen, was es damit auf sich hat. Doch Alana wird vom Pech verfolgt und so passieren in der Stadt auch noch Morde, wo sie als Verdächtige gilt. Als Clay ihr dann auch noch eröffnet, dass sie beide magische Wesen sind und sie eine Banshee ist, weiß Alana gar nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Und dann ist da noch der hartnäckige und äußerst gutaussehende Detective Dylan Shane, der warum auch immer ihre Nähe sucht...
Alane ist als Hauptprotagonistin eher schwierig. Sie hat eine Art, die mir schon irgendwie gefallen hat. Sie ist ironisch, schlagfertig und empathisch. Allerdings ist sie auch kindisch, zickig und naiv. Natürlich ist sie durch ihr Dasein als Banshee vom Pech verfolgt, allerdings nimmt diese Tollpatschigkeit schon überhand und ist sehr übertrieben. Auch ihre Art und Weise gegenüber dem Detective fand ich überzogen. Anfangs konnte ich noch darüber lachen, doch nach über 100 Seiten fand ich es nicht mehr lustig, sondern nervig. Ihr ausgewählter Kosename Sockenschuss ist wohl besser für sie zu reservieren.
Dann gibt es noch Detective Dylan Shane. Der coole Polizist, der nach und nach zur Klette mutiert und sich ebenfalls wie ein pubertierender Jüngling aufführt, sobald Clay im Raum ist. Wobei dieser da keinen Deut besser ist. Schade eigentlich, da ich insbesondere Clay ziemlich gut fand. Doch scheinbar hat Alana es geschafft bei beiden irgendwann das Hirn auszudrehen. Faszinierend.
Die anderen Charaktere fand ich ganz okay. Interessanter war dann doch die Idee mit den vielen magische Wesen aus Irland. Man hat im Zweifel von der einen oder anderen Gestalt mal was gehört, daher war das dann ziemlich cool. Schade nur, dass hier dann so viel Potential verschenkt wurde. Es wurden tausend Leute und Arten genannt, aber mehr dann halt auch nicht. Es hätte so spannend und gut ausgestaltet werden können, aber leider war es dann doch recht mau. Lediglich Banshees sind mehr beleuchtet worden, aber eher als nervige Art, wenn ich ehrlich bin... Das Ende war mir dann nach der seeeehr langen Vorgeschichte doch zu schnell und einfach. Außerdem in sich etwas unbefriedigend, sind doch meiner Meinung nach Logikfehler enthalten.
Der Schreibstil war jedoch sehr angenehm. Die Sprache ist gängig und modern. Ein flüssiges Lesen ist daher definitiv möglich. Doch durch Alanas Art wird viel wiederholt, was dann etwas langatmig wird.
Insgesamt hätte man mehr aus der Sache machen können, aber ich würde dennoch gut unterhalten und finde auch, dass man das Buch gut lesen kann ⛪
- Marie Force
Alles, was du suchst
(502)Aktuelle Rezension von: tobi101996In dem Buch Alles, was du suchst (Lost in Love 1) von Marie Force, geht es um Cameron, welche als Webdesignerin aus New York dem Familienbetrieb Green Mountain Country Store eine eigene Website erstellen soll. Gleich zu Anfang auf der Fahrt dahin kracht sie mit einem Elch namens Fred zusammen. Dem Tier geht es gut, aber ihr neues Auto hat eine riesige Delle. Zum Glück kommt Will Abbott zufällig mit seinem vorbei Truck vorbei und nimmt sie mit in die Stadt Butler. Natürlich kann er sie als Großstadtfrau überhaupt nicht ausstehen und sie ihn nicht, weil ihm das Tier mehr am Herzen liegt als ihr Auto oder ihre Schuhe, die sie im Schlamm zurücklassen musste. Dieser Will Abbott ist gleichzeitig auch noch einer der Inhaber, der Firma Green Mountain Country Store, sowie seinen anderen Geschwister und sein Vater, sowie seine Mutter. Bekommt Cameron noch den Auftrag für die Website oder nicht und kann aus beiden noch etwas werden ? Denn Cameron findet Will wirklich gut aussehend.
Meine Meinung:
Ich fand die Geschichte spannend geschrieben und flüssig zu lesen. Da ich die Geschichte so gut fand, habe ich sie sehr schnell weggelesen. Die Geschichte ist harmonisch durch den kleinen Ort Butler, welcher versteckt in der Natur liegt und die Stimmung dort, durch die Menschen wie sie sind. Auch die Charaktere Cameron und Will, sowie seine ganze Familie verbreiten ein wohliges Gefühl von Wärme und Sicherheit, welches mich in die Geschichte immer wieder gezogen hat. Will's Familie ist einfach super und ziemlich nett, ich bin glücklich darüber in den nächsten Bänden noch mehr davon zu erfahren und kennenzulernen. Auch die bildliche Umgebung macht diesen Ort so gemütlich und schön, weil dieser Ort einfach klein und in Mitten in der Natur liegt, wo man einfach mal entspannen kann, ohne großen Straßenlärm oder Hektik, wie in einer Großstadt. Die angesprochenen Probleme konnte ich gut nachvollziehen und waren nicht übertrieben dargestellt.
Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, sowie schön bildlich, als wäre man selbst vor Ort. Ich verstehe, wieso sich Cameron in den Ort verliebt hat und nicht nur in den.
Fazit:
Ein schöner gemütlicher Roman mit Liebe, Winterfeeling, wegen dem Schnee, aber keinem Weihnachten. Mit tollen Nebencharakteren und einer netten und lieben Familie von Will, sowie neue Freundschaft.
- Monica Murphy
Zweite Chancen
(332)Aktuelle Rezension von: Maria_SchulzeIch war total vom ersten Band begeistert und hab mich sehr gefreut als eine Freundin mir den zweiten Band dann zu meinem Geburtstag geschenkt hat. Leider hat mich der zweite Band nicht so sehr wie der erste Band fesseln können. Wiederholt habe ich über Wochen das Lesen unterbrochen und war mir nicht sicher, ob ich es zu Ende lesen wollte. Letztendlich habe ich es doch gemacht, aber insgesamt konnte das Buch nicht an den ersten Band anknüpfen.
Es gab trotzdem aber auf jeden Fall gute Momente. Die Liebesgeschichte der beiden entwickelt sich weiter. Es gibt Höhen und Tiefen. Mir gefällt es, dann man an manchen Stellen mehr über den Bruder erfährt. Trotzdem war vieles einfach vorhersehbar.
Immer noch frage ich mich:
War es wirklich Drews Kind oder nicht?
Was ist mit der Mutter passiert?
Deshalb gibt es von mir "nur" 3 von 5 Sternen. - Isabel Allende
Der japanische Liebhaber
(108)Aktuelle Rezension von: Argentumverde
Die junge Irina Bazili arbeitet als Pflegerin in der Senioren Residenz Lark House. Dorthin zieht für ihre Familie völlig überraschend die reiche Alma Belasco. Die alte Dame stellt Irina als ihre Assistentin ein und es entwickelt sich eine tiefe Freundschaft daraus. Beide Frauen stammen ursprünglich aus Osteuropa und wurden zu Verwandten nach Amerika geschickt, um ein besseres und sichereres Leben zu haben.
Irina entdeckt, dass Alma Woche für Woche Briefe ohne Absender und Blumen erhält und immer mal wieder verreist Alma für kurze Zeit ohne jemandem zu sagen wohin sie fährt. Irina berichtet Almas Enkel Seth davon und gemeinsam versuchen sie Almas Geschichte zu ergründen.
Der Roman von Isabel Allende lebt, wie so oft bei der Autorin, von den leisen Tönen. Jeder Erzählstrang wird bis ins kleinste Detail vertieft, die kleinen Dinge sind es, die dem Gesamtwerk Bedeutung verleihen. Allende greift gleich reihenweise schwere Themen auf, schafft es aber durch die großteils rückwärtsblickende Erzählweise die Dramatik nicht überborden zu lassen. Es ist eine Geschichte vieler Schicksale, ehrlich und menschlich erzählt. Dabei ist die Sprache und die Art der Autorin zu erzählen so völlig simpel, dabei bildhaft und mit diesem typischen südamerikanischen Hauch von Poesie oder vielleicht auch positiver Melancholie, dass der Leser sich dem Bann ihrer Worte gerne hingibt. Und auch wenn es, wie zumeist bei der Autorin, weder an Rätseln mangelt, noch an außergewöhnlichen Ereignissen, es sind die Charaktere, die sie zeichnet, die so besonders und einzigartig sie erscheinen mögen, doch so völlig menschlich sind, wie der Leser selbstMein Fazit: Eine bewegte Zeit beleuchtet die Autorin hier anhand einzelner Schicksale, dabei geht sie nicht nur auf Kriegsflucht oder die Juden ein, sondern gibt auch der Situation der Japaner in Amerika im und nach dem 2. Weltkrieg einen zentralen Platz in ihrem Buch. Mit zeitlicher Distanz lässt sie doch Alles wie gestern wirken und bringt unter dem Deckmantel der Liebesgeschichte die Menschen selbst in den Vordergrund. Wer Allende mag, sollte an diesem Buch definitiv nicht vorbeigehen.
- Angie Thomas
The Hate U Give
(171)Aktuelle Rezension von: teilzeitbaeuerinStarr beobachtet den Mord an ihrem Freund Khalil durch einen "weißen" Polizisten. Sie kämpft danach mit sich selbst, erkennt den Hass rund um ihre Familie, die Vorurteile aber auch die verschwiegenen Probleme.
Ich habe das Buch auf Englisch gelesen - sehr gut verständlich, obwohl oftmals Slangwörter verwendet werden. Der Inhalt ist sehr bewegend. Die Motivation der "schwarzen" Starr, ihre Gefühle, ihre Gedanken sind sehr gut aufgearbeitet. Der Konflikt und die Vorurteile zwischen weiß und schwarz und die Wohngegend werden sehr gut wiedergegeben.
- Thomas Pynchon
Gegen den Tag
(54)Aktuelle Rezension von: Nikolaus_KlammerIch schreibe nicht nur gerne selbst dicke Romane, ich schätze es auch, sie zu lesen. Und in meinem Urlaub nehme ich mir immer ein besonders dickes vor. Jedes Jahr aufs Neue bilde ich mir ein, die freien Tage seien endlos, die Abende warm und die Nächte hell und kurz. Ich hätte alle Zeit der Welt. Freilich ist es nicht so, es ist aber ein Traum, den ein Blick auf den Kalender zerstört: Die Tage reihen sich wie Dominosteine aneinander, einmal angestoßen, fallen sie um so schneller. Und plötzlich liegt der letzte vor mir auf dem Tisch, unbegreiflich im Nachhinein, wie eilig die Zeit verging. Es ist Herbst, kühle, feuchte Tage künden ihn, Winde jagen tiefhängende, graue Wolken über abgeerntete Felder. In den Läden kann man wieder Federweißen und bald auch Nikoläuse erwerben, im Radio singen Green Day: „Wake me when september ends“. Der Alltag beginnt von Neuem und ein fettes, halb gelesenes Buch thront lastend auf dem Nachttisch wie eine Mahnung. Aber wenn ich es aufschlage, duftet es noch nach Hitze und Sommerflieder, riecht nach einem verloren Paradies.
Gibt es Schöneres als ein Buch, dessen Autor mich an der Hand nimmt und mir eine bisher ungekannte Welt zeigt, sie mir wortreich und spannend beschreibt, bis ich mich in ihr heimisch fühle, mich in ihr verliere und ich den Moment fürchte, an dem ich sie vielleicht für immer verlassen muss? Noch nach Jahren denke ich liebevoll an diese Werke und tauche sehnsuchtsvoll in Erinnerungen ein, die sich anfühlen, als hätte ich die Orte der Romane besucht, mit ihren Figuren gelebt und gelitten und ihre Abenteuer und Leben geteilt.
„Zwischen den Palästen“ von Nagib Machfus ist solch ein Roman, Mervyn Peakes „Gormenghast“ oder „Kristin Lavranstochter“ von Sigrid Undset, um nur drei zu nennen; alle sind Werke mit tausend, zweitausend Seiten oder mehr. Das Eintauchen in diese so unterschiedlichen Welten, in die in staubiger Hitze erstarrten Gassen und Hinterhöfe Kairos, das labyrintische, bedrohliche Schloss der in leere Riten erstarrten Fürsten von Groan oder das entbehrungsreiche, karge Leben im frühmittelalterlich eisigen Norwegen ist so vollkommen, dass man den heimlich getrunkenen Alkohol aus dem Mund von Abd al-Gawwad riecht, sich vor der Berührung des fetten Kochs Swelter ekelt oder mit Kristin um ihre Kinder weint. All diese Bücher fordern dem Leser zu Anfang reichlich Geduld ab, aber wenn man die ersten 100 Seiten gelesen hat, ist man für den Rest seines Lebens gefangen und sie lassen einen nie mehr los.
Manche dieser endlosen Bücher sperren sich jedoch auch nach vierhundert Seiten noch und machen das Lesen zum Kampf. Als Beispiele seien hier die „100 Jahre“ von Oppermann, Marcel Proust oder meine diesjährige Ferienlektüre genannt. In diesem Sommer machte ich mich an den Roman „Gegen den Tag“ des geheimnisumwitterten Autors Thomas Pynchon, der nicht nur aufgrund seiner 1600 Seiten eine schwergewichtige Lektüre ist, die das Lesen im Bett zu einer lebensbedrohlichen Angelegenheit macht. Es ist ein Buch, das geradezu danach schreit, als E-Book veröffentlicht zu werden, um dem Leser einiges an Last abzunehmen; Rowohlt sieht das jedoch anders. Man müsste den Verlag wegen der zu erwartenden Sehnenscheidenentzündungen beim krampfhaften Halten des Buches verklagen.
Ohne mich mit dem Autor vergleichen zu wollen oder zu können, ist seine Auffassung von Literatur der meinen wahrscheinlich sehr ähnlich. Obwohl „Gegen den Tag“ zusammen mit dem erheblich kürzeren „Natürliche Mängel“ zu den leichter konsumierbaren Büchern des Amerikaners zählt, macht Pynchon, ein Phantom, von dem es keine Fotos und keine Biografie gibt, es dem Leser mal wieder nicht einfach: Das Buch hat eine durchgehende Handlung, keine Hauptfigur und es ist nicht spannend. Dabei springt so munter zwischen den trivialeren Literaturgenres hin und her, dass es beim Lesen schwindeln macht.
Da niemand einen Autoren besser loben kann als er selbst, sei Pynchon nun das Wort überlassen:
„Gegen den Tag umspannt den Zeitraum zwischen der Weltausstellung in Chicago 1893 und den Jahren kurz nach dem Ersten Weltkrieg und führt von den Arbeiterunruhen in Colorado über das New York der Jahrhundertwende, London und Göttingen, Venedig und Wien, den Balkan, Zentralasien, Sibirien zur Zeit des Tunguska-Ereignisses und Mexiko während der Revolution ins Paris der Nachkriegszeit, Hollywood während der Stummfilmära und an ein, zwei Orte, die auf keiner Landkarte zu finden sind. Während sich die weltweite Katastrophe schon am Horizont abzeichnet, beherrschen hemmungslose kapitalistische Gier, falsche Religiosität, tiefe Geistlosigkeit und böse Absichten an hohen Stellen das Bild. Derweil treibt Thomas Pynchon sein Spiel. Figuren unterbrechen ihr Tun, um größtenteils alberne Liedchen zu singen. Seltsame und abseitige Sexualpraktiken werden ausgeübt, obskure Sprachen gesprochen, und das nicht immer idiomatisch richtig. Kontrafaktische Ereignisse finden statt. Vielleicht ist dies nicht die Welt, aber mit ein, zwei kleinen Änderungen könnte sie es sein.“
Wer sich auf den Kampf mit dem endlosen Buch einlässt, wird ihn – falls er ihn gewinnt – bestimmt nicht bedauern. Für alle anderen ist „Gegen den Tag“ ein Ärgernis.
Und im nächsten Sommer, der wieder endlos und ewig sein wird, lese ich endlich „Krieg und Frieden".























