Bücher mit dem Tag "u.s.a."

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "u.s.a." gekennzeichnet haben.

29 Bücher

  1. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.207)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Ken Follett schafft es selbst auf über 1.000 Seiten keine Langeweile aufkommen zu lassen. Sturz der Titanen ist sehr gut geschrieben. Und das Team von Ken Follett hat mal wieder, wie brereits in seinen anderen geschichtsträchtigen Büchern, gut recherchiert. Das wichtigste für mich überhaupt an diesem Buch sind die Lehren, die es uns aufzeigt. Ich fand es schockierend wie Menschen es schaffen, solch fürchterliche Kriege auszulösen, in denen Millionen von unschuldigen Menschen getötet und masakriert werden. Das Buch von Ken Follett sollte gleichzeitig eine Warnung an alle Menschen sein und sich für den Frieden, wo auch immer, einzusetzen und das Böse gleich im Ansatz ersticken. Frieden fängt bei jedem selber an. Sturz der Titanen ist ein Klasse Buch.

  2. Cover des Buches Eine wie Alaska (ISBN: 9783446246676)
    John Green

    Eine wie Alaska

     (2.439)
    Aktuelle Rezension von: Buechersmartiii

    <<''Und was ist das für ein Labyrinth?'', fragte ich. Ihr Mund war so nah, dass ich ihren warmen Atem in der Abendluft spürte, als sie sagte: ''Das ist das Rätsel, verstehst du? Ist es das Labyrinth des Lebens oder des Todes? Wem will er entkommen - der Welt oder ihrem Ende?'' Ich wartete, dass sie fortfuhr, aber nach einer Weile begriff ich, dass sie von mir eine Antwort wollte.>> 

    <<“Das große VIELLEICHT war über uns, und wir waren unbesiegbar. Der Plan hatte Schwächen, wir aber nicht.“ >>


    Miles hat die Schule gewechselt. Auf dem Internat verknallt er sich sofort in die schöne Alaska. Sie ist das Zentrum ihres Sonnensystems, der magische Anziehungspunkt des Internats. Wer um sie kreist, ist glücklich und verletzlich gleichermaßen, euphorisch und immer nah am Schulverweis. Alaska mag Lyrik, nächtliche Diskussionen über philosophische Absurditäten, heimliche Glimmstängel im Wald und die echte wahre Liebe. Miles ist fasziniert und überfordert zugleich. Dass hinter dieser verrückten, aufgekratzten Schale etwas Weiches und Verletzliches steckt, ist offensichtlich. Wer ist Alaska wirklich?


    Miles ein zynischer, manchmal sehr peinlicher Typ, ansonsten ist er aber eher normal. Wenn man ihn - wie in diesem Buch - näher kennenlernt merkt man doch, dass er nicht langweilig ist, sondern ein witziger, aber doch unsicherer Junge. Als er im Internat ankommt, kriegt er sofort von seinem Zimmermitbewohner den wirklich sehr ironischen Spitznamen Pummel verpasst, den er ist einfach eine Bohnenstange, ein Spargeltarzan, ein Strich in der Landschaft, kurz gesagt; ein Lauch.

    Alaska ist selbst ein Rätsel. Sie ist so gut wie undurchschaubar, obwohl Miles versucht, dahinter zu kommen. Man weiß nie, was sie als nächstes ausheckt. Sie ist launisch, - mal total bissig, dann wieder wie eine anhängliche Kuschelkatze -; will auf keinen Fall Angst zeigen; mal ist sie komplett aufgekratzt, dann führt sie wieder tiefgründige Gespräche. Sie ist eine richtige Drama- und Streichequeen. Sie verändert Leben!!!

    Der Freundeskreis von Miles erstreckt sich von Alaska, über seinen Mitbewohner Chip alias 'der Colonel', über Takumi bis hin zu Lara. Eine verrückte, aber liebenswerte Truppe.

    Der Colonel ist ein sehr sarkastischer, intelligenter und kreativer Junge, der viel Wut in sich trägt, es aber schafft, diese nicht immer raushängen zu lassen. Er ist der Inbegriff einer Rampensau, lässt sich keinen Streich entgehen und hat immer eine Antwort parat - ob zynisch oder aus tiefstem Herzen.

    Takumi ist ein vertrauensvoller Junge, der etwas zurückhaltender ist als der Colonel (das ist aber auch nicht schwer), dennoch ist auch er bei Streichen ganz vorne mit dabei.

    Lara ist ein liebes Mädchen mit süßem rumänischem Akzent. Man muss sie einfach lieb haben, obwohl sie ein wenig im Schatten von Alaska steht und man sie manchmal kaum wahrnimmt.

    Was mir an der Schule gut gefiel, war die Gemeinschaft. Zwar hassen sich so einige untereinander, doch alle halten sich an den schülereigenen Schulcodex namens Loyalität.

    Die beiden sehr philosophischen Kernfragen dieses Buches sind die Suche nach dem großen Vielleicht und das Labyrinth. Dazu macht sich jeder automatisch eigene Gedanken und ich denke, dass damit der Hype um das Buch gut zu verstehen ist.

    Ein echt tolles Buch, welches ich auf jeden Fall an jeden weiterempfehlen kann. Zum Nachdenken, Philosophieren, Lachen und Weinen.

    Zwar war ich nicht so ergriffen wie bei anderen John Green-Büchern, aber die Story ist schön und witzig, peinlich und ironisch, hoffnungsvoll und traurig...

  3. Cover des Buches Beautiful Disaster (ISBN: 9783492303347)
    Jamie McGuire

    Beautiful Disaster

     (1.720)
    Aktuelle Rezension von: Buch_Elfe

    Ich habe es sehr lange eherausgezögert dieses Buch zu lesen, da ich den Klappentext eher weniger aussagekräftig fand. Durch positive Meinung habe ich es nun doch gelesen und bin positiv überrascht.


    DIe Autorin hat einen wirklich tollen und Fesseleden Schreibstil. Dadurch hatte ich viel Freude beim Lesen. Auch die Geschichte ist gut umgesetzt. Die Protagonistin Abby verliebt sich in den düsteren und gefährlichen Travis, welcher gern seine Nächte in der Box-Arena verbringt. Unterschiedlicher könnten die beiden nicht sein. Dadurch entsteht eine spannende und explosive Mischung und das Lesen wird nicht langweilig. Man erlebt mit Abby und Travis das hoch und runter ihrer emotionalen Beziehung. Und teilweise gibt es da echt böse und tiefe Tiefen.

    Mir hat das Buch gut gefallen, hat aber noch durchaus Potential nach oben.

  4. Cover des Buches Drachenläufer (ISBN: 9783833308116)
    Khaled Hosseini

    Drachenläufer

     (1.912)
    Aktuelle Rezension von: Schneewittchen95

    In "Drachenläufer" geht es um zwei Jungs im Afghanistan vor den Kriegen, die aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammen, aber wie Brüder aufwachsen. Eines Tages passiert etwas, das alles ändert. Der eine ist das Opfer, der andere belädt sich mit Schuld - eine Schuld, die erst Jahrzehnte später beglichen wird, indem der mittlerweile erwachsene Protagonist nach Afghanistan zurück reist und mit Erschrecken feststellt, was Krieg und Ungerechtigkeit in seinem Land angestellt haben.

    Ich habe lange gebraucht, um in dieses Buch herein zu finden. Erst habe ich es angefangen, dann wieder abgebrochen. Später wurde ich dann aufgrund einer Leserunde "gezwungen", es wieder in die Hand zu nehmen. Schwer getan habe ich mich wahrscheinlich, weil der Roman über einige Längen verfügt. Auf der anderen Seite könnte das auch eine der Stärken sein - die Leser bekommen ein detailliertes Bild vom Leben in Afghanistan. Die Kultur wird wunderbar beschrieben. Ich konnte viel lernen.

    Der Autor eröffnet viele Themen. Es geht um das Verhältnis von Kindern zu ihren Eltern, Tod, Missbrauch, Gewalt und veraltete Gesellschafts- und Geschlechternormen. Das ist viel und an manchen Stellen ist dieses Buch schwer zu ertragen.
    Dennoch hinterlässt es mich mit einem guten Gefühl und mit dem Wissen, dass es mich einiges lehren konnte.
    Ich gebe diesem Buch 4 Sterne, weil es sich um hochwertige und lehrreiche Unterhaltung handelt, die ans Herz geht. Einen Stern Abzug gebe ich, aufgrund der Längen und dem wirklich spät fahrtaufnehmenden Spannungsaufbau.

  5. Cover des Buches Draußen wartet die Welt (ISBN: 9783570402153)
    Nancy Grossman

    Draußen wartet die Welt

     (176)
    Aktuelle Rezension von: Lenisworldofbooks

    Eliza gehört zur Gemeinde der Amisch und lebt dort ein Leben wie vor 100 Jahren. Ohne digitale Geräte und mit strengen Regeln. Für einen Sommer darf sie zu den für uns "normalen" Menschen. Josh, den sie dort kennenlernt, zeigt ihr die Welt dort draußen.

    Für mich war die Geschichte sehr einzigartig und besonders. Mir hat sehr gut gefallen, dass man zu Beginn das Leben in der Gemeinde der Amisch gut kennenlernen kann. So konnte man direkt den Kontrast zu unserer Lebensweise sehen.  Für mich ist es unvorstellbar so zu leben, aber durch das Buch habe ich das ganze mit ein bisschen anderen Augen gesehen. Ohne ein Handy zu haben, redet man doch noch mehr mit seiner Familie und Freunden persönlich. Doch viele Dinge, wie das Waschen, funktionieren einfach mit Geräten besser. Wobei aber der Zusammenhalt in der Familie in der Gemeinde der Amisch unglaublich gut ist. Das Buch hat mich sehr zum Nachdenken gebracht und ich denke, dass ich es so schnell nicht vergessen werde. Die Geschichte war mal etwas ganz anderes und es blieb bis zum Schluss sehr spannend. Für mich war sie gar nicht vorhersehbar und das Ende auch eine Überraschung. Den Schreibstil fand ich total schön und das Buch ließ sich wunderbar flüssig lesen. Ab und zu hat es sich zwar ein wenig gezogen, aber das war wirklich nicht oft. Eliza fand ich eine starke Protagonistin. In sie konnte ich mich sehr gut hineinversetzen und ich fand total süß wie neugierig sie immer war. Gefühlt konnte ich zusammen mit ihr die Welt erkunden. Sie hat (fast) alle Erfahrungen gemacht, die Jugendliche so machen. Eliza habe ich oft für ihre Entscheidungen sehr bewundert. Sie waren alle sehr durchdacht und sie hatte schon eine sehr erwachsene Denkweise. 

    Das Buch hat mich sehr positiv überrascht. Eine klare Leseempfehlung! 4,5/5 Sterne.

  6. Cover des Buches Intensity (ISBN: 9783453433014)
    Dean Koontz

    Intensity

     (178)
    Aktuelle Rezension von: NataschaWahl81
    "Dennoch ... wenn der Mörder dieses Schlafzimmer betrat, würde Chyna keine halben Sachen machen."

    Mein allererster Roman von Koontz war der 1987 in Deutschland erschienene Roman: "Haus der Angst" - Was habe ich ihn geliebt und wie sehr liebe ich den ganze zehn Jahre später herausgebrachten: Intensity. 
    Chyna ist genau jene kühle, logisch denkende Heldin wie  im Original genannten "House of Thunder." 
    Die Protagonistin - in zu Deutsch: Intensität - ist Gast im Elternhaus ihrer Kommilitonin und zugleich einziger Freundin: Laura. 
    Als sie in der Nacht durch Schüsse aufgeschreckt wird, versteckt sie sich unter dem Gästebett.
    Dadurch, dass Chyna ihre Sachen noch nicht ausgepackt hatte und durch ihre penible Sauberkeit, merkt der Eindringling nicht das die von ihm getötete Familie, noch einen Besucher im Haus hat, dass er nicht alleine ist.
    Derart spannend fängt die rasante Geschichte von Intensity an und es bleibt weiterhin intensiv.
    Versteckt im Wohnwagen von Vess dem Killer durchlebt sie eine Höllenfahrt, die mit weiteren Leichen gepflastert ist, bis Chyna sich - angekommen im Heim des Mörders - Vess stellen muss. 
    Dort nimmt die Grausamkeit ihren Höhepunkt und der Leser fiebert mit: Wird sie es schaffen, ihm zu entkommen? 
    Die 478 Seiten fliegen nur so dahin und außer ein oder zwei langatmige Beschreibungen habe ich absolut nichts zu bemängeln. Vielleicht, dass das Profil des Mörders ein wenig zu glatt war. 
    Doch: Dean Koontz ist und bleibt ein Meister! 
    Wer einen rasanten Thriller mag, ist deshalb mit Intensity mehr als gut bedient! 

    "Auf die eine oder andere Weise sucht Mr. Vess seine primären Opfer normalerweise zwei oder drei Wochen vor einer seiner Expeditionen sorgfältig aus."
  7. Cover des Buches Ein rundherum tolles Land (ISBN: 9783442725458)
    Frank McCourt

    Ein rundherum tolles Land

     (219)
    Aktuelle Rezension von: Salzechse

    Frank ist inzwischen (fast) erwachsen und will in New York ein neues Leben beginnen. Mit geklautem Geld zahlt er die Schiffspassage, arm wie eine Kirchenmaus kommt er in New York an - mit schlechten Zähnen, abgemagert und unwissend.

    Wie er, der arme Junge aus Irland, langsam heimisch wird in Amerika, was er alles erlebt und wie es ihm doch noch gelingt, Lehrer zu werden - das beschreibt Frank McCourt in seiner unnachahmliche direkten, zu Herzen gehenden Art.

     

    Ein Buch zum Lachen und zum Weinen. Genauso gut wie DIE ASCHE MEINER MUTTER.

    Wer Biographien und speziell Autobiographien liebt muss das Buch lesen!

  8. Cover des Buches Anonyme Untote (ISBN: 9783453434967)
    S.G. Browne

    Anonyme Untote

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Dyst0pia
    Worum geht es?
    Andy lebt im Weinkeller seiner Eltern, ist Witwer und Vater einer siebenjährigen Tochter. Außerdem ist er tot… genau betrachtet eigentlich untot. Von der Gesellschaft ausgeschlossen, findet er den einzigen Trost bei seinen Mit-Zombies. Allen voran bei der attraktiven Selbstmörderin Rita. Denn Zombies streben nach dem Selben, was ihre atmenden Pendanten ersehnen: Liebe!
    Zombies sind auch nur Menschen…

    Zombies haben es in der Romanwelt von S.G. Browne nicht leicht.
    Sie haben keinerlei Rechte, müssen aber jede Menge Auflagen befolgen. Sie werden geächtet, beschimpft und manchmal aus reinem Spaß zerstückelt. Nachts werden sie wie streunende Hunde eingefangen und in Käfige gesteckt, wenn sie gegen die Ausgangssperre verstoßen. Sollten sie nicht von ihren Angehörigen fristgerecht abgeholt werden, werden sie an Versuchslabore gespendet, enden als Crashtest-Dummy oder werden in einen Zombie-Zoo gesperrt.

    Andy ist so ein Zombie.
    Bei einem Autounfall gestorben und nach der Einbalsamierung wieder auferstanden fristet er ein armseliges Leben im Keller seiner Eltern. Seine Mutter ekelt sich vor ihm und sein Vater hat nur noch Verachtung für seinen Sohn übrig. Die einzigen Personen, bei denen er sich noch wohlfühlt, sind die Mitglieder einer Zombie-Selbsthilfegruppe, genannt „Anonyme Untote“.
    Hier wird klar, dass Zombies – genau wie die Atmer – weiterhin Gefühle haben. Zu den Gefühlen zählt unter anderem Liebe. Diese entsteht zwischen Andy und Rita, einer wieder auferstandenen Selbstmörderin.
    Man erlebt mit, wie aus Andy und dem Rest der Gruppe ein rebellierender Haufen wird, die für sich die Rechte einfordern, die die Lebenden für sich allein beanspruchen.
    Zudem kommen die „Anonymen Untoten“ auf den Geschmack von Menschenfleisch… Was nicht gerade zu ihrer Beliebtheit beiträgt.

    Ich hatte mir mehr davon versprochen, als ich den Klappentext gelesen habe.
    Trotzdem bin ich der Meinung, dass es sich lohnt, das Buch zu lesen. Humorvoll und doch gesellschaftskritisch geht der Autor an die Geschichte heran. Durch die vielen kleinen Kapitel ist das Buch gut geeignet, auch in den knappsten Momenten der Ruhe gelesen zu werden. Man findet dadurch immer wieder gut in die Erzählung hinein.

     
  9. Cover des Buches Rendezvous mit einem Mörder (ISBN: 9783641097066)
    J. D. Robb

    Rendezvous mit einem Mörder

     (261)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Diese Krimieihe um Lieutenant Eve Dallas spielt ca. in den 2050er Jahren und wurde 1995 von Nora Roberts unter dem Pseudonym J. D. Robb geschrieben.

    Sehr ulkig fand ich während des kompletten Buches, wie sich die Autorin die noch recht ferne Zukunft vorgestellt hat. Einerseits wird in den Bücher noch mit Disketten gearbeitet, gleichzeitig schießen die Polizisten mit Lasern und es gibt auf den Straßen schwebende Imbisswagen und noch vieles mehr, das eher an sciencefiction erinnert.

    Eve Dallas ist eine taffe und doch sympathische und nachvollziehbar handelnde Ermittlerin, die sich mit mehreren Morden an Prostituierten auseinander setzen muss. Eine der Prostituierten ist die Enkelin des aktuellen Senators, was den Fall extrem verkompliziert.

    Der sexy düstere Millionär Roarke ist der Hautpverdächtige und schleicht sich trotzdem zunehmend in Eves Bett und Herz.

    Spannend, witzig und erotisch kommt dieser Thriller überraschend stimmig daher und lässt heutzutage stark an die Shades of Grey artige Literatur denken.

    Jedoch ist dieser Auftaktband der Eve Dallas Reihe viele viele Jahre vor Christian Grey erschienen, wodurch Nora Roberts im Prinzip zur geistigen Mutter der sexy Alpha Millionäre in der heutigen Erotikliteratur wird.

    Sehr interessant.


  10. Cover des Buches Oryx und Crake (ISBN: 9783492311311)
    Margaret Atwood

    Oryx und Crake

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Federfee
    Ist Margret Atwood eine moderne Hexe? Kann sie in die Zukunft sehen? Als ich die ersten Seiten las, musste ich gleich nachgucken, wann das Buch erschienen ist: 2003. Das Auftauen der Permafrostböden, Methan, das frei gesetzt wird, New New York, denn das alte wurde vom Meer verschluckt, u.v.m. Auch wenn es immer noch Leute gibt, die das nicht glauben oder für Horrorszenarien halten … wir sprechen uns wieder, in 50 Jahren. Ich gucke dann allerdings von oben, vielleicht ;-)

    Dabei ist dieses Szenario im Roman schon wieder 'Geschichte', denn die Hauptperson 'Schneemensch' (nicht Oryx und Crake) lebt in einer noch schlimmeren unvorstellbaren Welt, die durch eine Pandemie total entvölkert und deren Umwelt größtenteils verseucht oder zerstört ist.

    Oder doch nicht so ganz? Zumindest die 'Craker' leben dort, eine 'Kreation' des genialen, aber sicher größenwahnsinnigen Wissenschaftlers Crake, die besseren Menschen, in deren Erbgut er alles Negative eliminiert hat.

    Die Frage, ob man sich 'an den Bausteinen des Lebens vergreifen' darf (Gentechnologie - S. 60), ist für mich das Hauptthema des Buches. Hier empfinde ich den Klappentext als völlig irreführend und man fragt sich, ob dessen Verfasser das Buch überhaupt gelesen hat. Da ist von einer 'zarten Liebesgeschichte' die Rede, was ich für ziemlichen Quatsch halte.

    Margret Atwood schildert eine Welt, deren Ansätze jetzt schon deutlich zu erkennen sind und wirft ethische Fragen auf, die sich nicht einfach – wenn überhaupt – beantworten lassen. Dies wäre ein hervorragendes Buch zur Diskussion in einer Leserunde.

    Mir hat es ausnehmend gut gefallen; ich habe es zweimal gelesen und kann nur folgendes empfehlen: einmal schnell lesen, denn man will ja wissen, was passiert und dann ein zweites Mal gründlich. Erst dann versteht man viele Sätze, die wie beiläufig da stehen und mit der Kenntnis des ganzen Buches ihre Bedeutung bekommen.

    Es ist ein forderndes, anspruchsvolles Buch, das mich gedanklich sehr beschäftigt hat (und es noch tut) und ich bin gespannt, was die Teile 2 und 3 dieser dystopischen Trilogie bringen werden.

    Ein großartiges, komplexes, vielschichtiges, phantasievolles Meisterwerk, auf das man sich voll einlassen muss.

    Zitate

    Von den vielen zitierwürdigen Sätzen nur diese beiden:

    "Erst die Führer und die Geführten, dann die Tyrannen und die Sklaven, dann die Massaker. So war es immer." (162)

    "Die ganze Welt ist mittlerweile ein riesiges unkontrolliertes Experiment … und die Doktrin der unbeabsichtigten Folgen beherrscht alles." (235)
  11. Cover des Buches Ashes - Brennendes Herz (ISBN: 9783732547777)
    Ilsa J. Bick

    Ashes - Brennendes Herz

     (758)
    Aktuelle Rezension von: Freakylittlepanda

    Alex ist 17 Jahre alt und enflieht ihrem Schicksal in dem sie auf einer Wandertour ins Waucamwagebirge aufbricht. Dort spielt dann plötzlich die Natur komplett verrückt und sie wird von einer Druckwelle zu Boden gerissen. Städte gehen unter und auf die einzigen auf die sie noch zählen kann sind Tom und Ellie.

    Zuerst einmal muss ich sagen.. ich hatte etwas komplett anderes Erwartet aber nichts destotrotz ist es ein unglaublich guter und überaus düsterer Einstieg in diese Reihe. Alex und Tom sind mir sofort sypathisch bei Ellie ist man allerdings oftmals genervt und sie wird für meinen Geschmack übertrieben zickig dargestellt.
    Spannung ist sofort vorhanden sobald die ersten Veränderten auftauchen und man erst einmal realisiert um was genau es in diesem Buch geht. Man kann es kaum aus der Hand legen. In diesem ersten Band passiert so einiges und am Ende sitzt man davor und fragt sich was das alles grade war und zu bedeuten hat. Ich habe Band 2,3 und 4 schon im Regal stehen und freue mich sehr bald wieder mit Alex durch die Wildnis zu ziehen und vor allem verlorene Personen wiederzufinden (ich nenne jetzt mit Absicht keine Namen da ich nicht spoilern möchte).
    Dieses Buch hat definitiv 5/5 Sternen verdient.

  12. Cover des Buches Albert muss nach Hause (ISBN: 9783959670227)
    Homer Hickam

    Albert muss nach Hause

     (80)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Die irgendwie wahre Geschichte eines Mannes, seiner Frau und ihres Alligators.

    Inhalt: USA 1935: Elsie muss sich entscheiden. Für ihren geliebten Alligator Albert, den sie als Jungtier zur Hochzeit geschenkt bekam, oder für ihren Ehemann Homer. Letzterer möchte nämlich keine Sekunde länger mit dem mittlerweile ausgewachsenen Reptil unter einem Dach wohnen. Ganz knapp fällt ihre Wahl auf Homer, aber nur unter der Bedingung, dass sie Albert zurück nach Hause bringen. Damit beginnt ein turbulenter Roadtrip von West Virginia nach Florida. Dabei geraten sie in die skurrilsten Situationen und begegnen einigen bekannten historischen Persönlichkeiten.

    Eindruck: Der Autor erzählt in dem Buch die Geschichte seiner Eltern, die er etwas ausgeschmückt hat. Was davon wahr ist und was dazu gedichtet wurde, konnte ich beim Lesen nicht erkennen, denn alle Erlebnisse kamen mir gleichermaßen außergewöhnlich vor. Manchmal wurde es mir etwas zu absurd. Der Einstieg in die Geschichte ist mir anfangs schwer gefallen, aber Homer und Albert wurden mir im Verlauf der Geschichte immer sympathischer, während Elsie einfach nervig und anstrengend blieb.Trotzdem eine klare Leseempfehlung, denn ich mochte den Humor und die Originalität der Geschichte sehr - und natürlich Albert!

  13. Cover des Buches Blancmanger (ISBN: 9783941564312)
    Heike Gellert

    Blancmanger

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Gellert55555
    Dieser Kriminalroman ist  im Oktober 2012  als eines der ersten Kriminalromane der Reihe "Genusskrimis" erschienen. Premierenlesung war auf dem FrauenKrimiFestival der Mörderischen Schwestern "KRIMADONNA" am 18.11.2012, 11:00 Uhr, im Cafe Gehm am Dom in Mainz.
  14. Cover des Buches The Fragments (ISBN: 9783866839793)
    Stefan Rischawy

    The Fragments

     (3)
    Aktuelle Rezension von: LEXI
    Ich habe selten ein dermassen langweiliges Buch in Händen gehalten. Die Lektüre war von der ersten bis zur letzten Seite langweilig und ich fragte mich zum wiederholten Male, was das Ganze soll. Die Auflösung des Geheimnisses um Paul Dale erschien mir "an den Haaren herbei gezogen". Eine Lektüre, die ich keinesfalls weiter empfehle und die für mich schlichtweg kostbare vergeudete Lesezeit war.
  15. Cover des Buches Grüne Tomaten (ISBN: 9783838723051)
    Fannie Flagg

    Grüne Tomaten

     (173)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch

    So ein phantastisches Buch!

    Fannie Flagg, die tatsächlich aus Alabama stammt, beschreibt das Leben in einem Südstaaten-Kaff. Sie erschafft ganz besondere Figuren, die faszinieren und bewegen. Die Personen sind weder reich noch besonders erfolgreich. Sie erleben Schicksalsschläge und Diskriminierung. Sie sind pfiffig und haben ihre Ecken und Kanten... Der Roman wird auf verschiedenen Ebenen erzählt. Flagg schreibt sehr witzig und pointiert und auch sehr traurig. Eins der besten Bücher, die ich gelesen habe. Ich würde sagen,das Buch ist ein Klassiker, den man kennen muss. Gepfefferter als der Film.

  16. Cover des Buches Das Lächeln des Killers (ISBN: 9783641040352)
    J. D. Robb

    Das Lächeln des Killers

     (105)
    Aktuelle Rezension von: ban-aislingeach

    Stelle dir vor du lernst im Internet den perfekten Mann kennen. Reich, gebildet und er interessiert sich für dieselben Sachen wie du. Natürlich willst du ihn treffen, aber dass es mit deinem Tod enden wird und es für ihn nur ein Spiel ist, damit rechst du natürlich nicht. Dies passiert den Opfern um welche sie der Lieutenant Eve Dallas kümmern muss.

     

    Das Buch spielt in der Zukunft und dennoch zeigt es mit einem guten Blick was auch heute passieren könnte. Der Krimi, für mich ist das Buch einfach ein Krimi, auch wenn der Verlag es als Roman bezeichnet, wirft ein paar Fragen auf über welche man nachdenken kann. Sollte man Männern im Internet kennen lernen? Kann man sich so gut verstellen und verkleiden, dass man einem Trugbild glaubt? Würde man merken, dass im Getränk Drogen sind und es noch rechtzeitig merken um zu überleben? Was mir im Buch sehr gut gefallen hat, waren die verschiedenen Opfer. Denn sie waren weder dumm noch naiv, sondern glaubten nur an die große Liebe und auch dies nicht alle. Genau deswegen konnte ich diese nicht einfach in die Schublade „dumm/naiv“ schieben und habe mit den Opfern mitgefühlt.

     

    Eve Dallas ist eine Polizistin bei der man hofft, dass sie sich um die Opfer kümmern. Denn sie will Gerechtigkeit und geht dabei direkt vor, sie schafft ihren Körper, aber sie will den Mörder aufhalten. Die Geschichte um den Mörder fand ich sehr spannend, auch wenn ich dem Buch einen Punkt abziehen muss, denn viel zu früh hatte ich Kontakt mit diesem und musste nicht bis zum Ende raten wer den nun der Mörder ist. Dennoch war das mal anders und deswegen klasse. Vor allem zeigte das Buch auch andere Schuldige, welche nicht zu Mördern wurden. Dies führt dann zu der Frage was die Medizin darf. Wie weit darf diese forschen und wie wichtig ist das Geld was sie dabei verdienen?

     

    Natürlich kommen bei Eves 13 Fall namens „das Lächeln der Reihe“ auch jene Nebencharakter vor, welche ich inzwischen schon in mein Herz geschlossen habe. Dennoch muss ich sagen, dass sich Eve im Laufe der Bücher zu meinen Lieblingschara in dieser Buchreihe entwickelt hat. Anfangs hatte ich Probleme mit ihr, deswegen finde ich es wichtig, dass man die Bücher in der richtigen Reihenfolge liest. Man braucht dies bei dieser Serie wirklich, denn ansonsten kann man Eve und ihre sonderbare Art nicht verstehen. Es gab Bücher bei denen mich die Szenen mit Roarke gestört haben, aber diesmal hatte ich nicht das Gefühl, dass ihre Beziehung im Vordergrund stand. Diesmal hat es mir als Nebenhandlung sehr gefallen.

     

    Auch wenn mir die Sache mit dem Mörder nicht so ganz zugesagt hat, empfehle ich das Buch doch sehr gerne weiter. Für mich war es dennoch spannend und hat mich zum Nachdenken gebracht. So etwas mag ich einfach bei Krimis. Außerdem liebe ich einfach den Schreibstil von Nora Roberts bzw. J.D. Robb, denn dieser zieht mich immer tief in die Geschichte hinein und lässt bei mir sofort das Kopfkino angehen.

  17. Cover des Buches Amokjagd (ISBN: 9783641141325)
    Jack Ketchum

    Amokjagd

     (170)
    Aktuelle Rezension von: Zeilenfantasy

    Da ich Evil von Jack Ketchum nicht schlecht fand, wollte ich einfach mal ein anderes Buch von ihm lesen da ich schon so viel Gutes von Ihm gehört habe. Entweder war ich einfach nicht in der Stimmung für das Buch, eben nicht der richtige Zeitpunkt, oder es war wirklich nicht so gut wie erwartet.

    Carole möchte sich aus den Fängen ihres gewalttätigen Ex-Mannes befreien und beschließt diesen mit ihrem Liebhaber Lee umzubringen. Während der Tat werden sie von Wayne beobachtet. Dieser hat schon seit längerem Gewaltfantasien und den Wunsch auch mal die Erfahrung zu machen wie es ist einen Menschen umzubringen und ist völlig Beeindruckt von den Zweien. Er besitzt sogar ein Notizbuch, gefüllt mit Opfern die er erledigen möchte. Er sieht in dem Paar potentielle Komplizen. Er entführt Lee und Carole und zwingt die beiden, ihn bei seiner kranken Amokjagd zu begleiten...

    Das Cover ist schlicht aber ganz ansprechend, die Fingerabdrücke in der Schrift finde ich super. Der Schreibstil ist locker und angenehm zu lesen. Was ich an seinen Büchern, die ich bisher gelesen habe, toll finde ist, dass man auch mal tiefere Einblicke in die Psyche der Mörder bekommt, warum sie so handeln wie sie handeln, wie sie die Taten vor sich selbst rechtfertigen und wie sie mit der Schuld leben. Auch die kurzen Einblicke in dem Tun und Denken der Opfer, kurz bevor sie sinnlos sterben müssen, nur weil gestörter Lust am  Morden hat,  finde ich eine interessante Perspektive. Ich hatte leider wirklich Schwierigkeiten Sympathie mit den Haupt Charakteren zu entwickeln, hier war niemand dabei, den ich wirklich ansprechend fand. Die Geschichte war sehr vorhersehbar, ohne wirkliche Überraschungen oder Wendungen. Lediglich am Ende musste ich etwas schlucken, als Wayne noch so viele wie möglich von seiner Liste abhaken möchte.


  18. Cover des Buches Zaira (ISBN: 9783406698897)
    Catalin Dorian Florescu

    Zaira

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Fips_aus_Trips
    Irgendwo habe ich in einem Interview des Autors gehört, wie er gesagt hat, dass er mit dem Roman "Zaira", in welchem deren "wahres, erfundenes Leben" beschrieben wird, ein Psychogramm eines Jahrhunderts erstellt hat. Wenn ich den Klappentext mit dem Inhalt des Romans vergleiche, so kann ich leider keinerlei Übereinstimmungen finden. Auf dem rumänischen Gutshof in Strehaia gibt es nur wenig Spezifisches. Und dass die Kommunisten den enteigneten Gutsherren etwas für ihr Grund und Boden bezahlt hatten, habe ich auch noch nie gehört. Sollte man da den Eindruck gewinnen, dass diese Kommunisten so nett waren und den Gutsbesitzern das Feld abgekauft hatten, damit diese etwas Geld hatten um sich besaufen zu können? Nicht einmal als Fiktion würde ich so etwas gelten lassen, weil so alle Leser an der Nase herumgeführt werden. Das Tun und Lassen der Kommunisten würde so eigentlich verherrlicht. Im Allgemeinen kann ich nach der Lektüre dieses Romans sagen, dass es eher eine Gebrauchsanweisung zum Komasaufen, Fremdgehen, Nutten, Spucken (so als ob unsere Fußballer es nicht schon genug gut könnten), Stehlen, Drogenkonsum und Dokumentenfälschen darstellt. Das Werk ist auch pädagogisch wertvoll, da immer wieder an diese Dinge erinnert wird. Es gibt nur eine einzige intakte Familie und das ist "Österreichungarn", wobei die dicke, tolpatschige, ungarische Köchin, Zsuzsa, recht schlecht davon kommt und ihr Mann, Josef, begeht letzten Endes Selbstmord (im nächsten Roman haben wir dann die "Dynastie der Habsburger, die Herumstreuner" wobei dann noch ein ganzes Dorf von Selbstördern, die ihre Heimat Lothringen mit Blut an den Händen verlassen und ihr eigenes Zuhause nicht mehr gefunden haben).Wie diese beiden, eine Ungarin und ein Österreicher, überhaupt nach Strehaia gekommen sind, bleibt für mich auch ein Rätsel oder ein Märchen. Der yugoslawische Inhaber des "Chez Odette" in Amerika folgt seinem täglichen Ritual (Seite 373): "Zuerst einen Schnaps trinken, dann die Tische decken, dann noch einen Schnaps, dann das Tagesmenü vorn an der Straße auf einer Tafel eintragen, dann wieder einen Schnaps." Und als "Dejan" älter wurde (Seite 429): "Es roch nach allen Gedärmen der Welt, nach verschimmeltem Essen, nach aufgetürmtem Abfall, nach Urin." Im letzten Roman riechen dann die Banater Schwaben nach "Kot, Urin und dreckverkrusteten Füßen". Auf Seite 64 wird sogar behauptet: "Sie sagen alle, dass der Mann unbezwingbar ist, ein Genie, dieser Hitler." Und Mioara mit ihren immerwährenden "vollen Brüsten" wollte die "deutschen Soldaten, die Waffenbrüder, die mit ihren wundersamen Maschinen kamen" verführen. Daher sollten diese beiden Romane nicht in die Hände von Schülern geraten. Lesungen in Schulen sind nicht angebracht. In der Stadt Timisoara erfährt man nur etwas vom Fremdgehen und dass "die Stunde des Puppentheaters, die Stunde des Ehebruchs" wäre. Von Kommunismus ist da wenig zu erfahren. Die Flucht Zairas über Prag ist sehr unglaubwürdig. Welcher Bürger in den ehemaligen Ostblockstaaten bekam schon seinen Pass in 4 TAGEN? Deutschstämmige (die dreckigen, stinkigen Mörder, Brandstifter, Vergewaltiger und Geiselnehmer aus dem letzten Roman) mussten jahrzehntelang auf einen Pass warten! Das Ziel der tschechischen Aufständischen bestand nicht darin, sich bis zur Besinnungslosigkeit zu besaufen. (Oder soll das ein Hinweis darauf sein, dass jene, die gegen den Kommunismus aufbegehrten, irgendwie irre oder besoffen waren?) Ganz zu schweigen von den "dekadenten" amerikanischen Abgeordneten, die nur als Säufer und Hurenjäger herübergekommen sind. (Entschuldigung, das sind Begriffe aus dem Roman, die er im letzten Roman über die Donauschwaben noch einmal gesteigert hat). Von Timisoara, der Hauptstadt des Banates, wo der Autor angeblich geboren wurde und keine Ahnung von den Leuten von dort hat, kann man nur sehr wenig erfahren. Dann ist da noch der schwule Minister. Nun muss ich aber feststellen, dass Schwule in jener Zeit in Rumänien verfolgt oder gar eingesperrt wurden. Allerdings wurde der Minister enttarnt und nach "Nirvana" verbannt. War das irgendeine Anspielung? Falls es Ihnen nicht aufgefallen sein sollte. Der Roman endet mit dem Triumpf des "Kommunisten Dumitru, ein Büffel von einem Mensch", über das Leben der Zaira und deren Familie (dass sie katalanische Wurzeln hat, sei dahingestellt). Damit beweist der Autor in meinen Augen die Überlegenheit des Kommunisten Dumitru. Vielleicht wissen Sie es noch oder haben es noch nie gehört, die kommunistischen Regierungen wollten durch allerlei Mittel ihre Überlegenheit gegenüber aller Gesellschaftsordnungen beweisen. Das sieht auf den letzten Seiten (471-475) auch so aus. Das war also das "wahre, erfundene" Psychogramm des Jahrhunderts!
  19. Cover des Buches Hoffnung wagen (ISBN: 9783641224240)
    Barack Obama

    Hoffnung wagen

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Und wieder einmal verblüfft uns Barack Obama. Sein zweites Buch erzählt seinen Werdegang in beruflicher Form. Wieder hervoragend geschrieben und mitfühlend. Erfolg und Niederlage liegen nah beieinander, doch lässt er nicht locker.
  20. Cover des Buches Forensic Files - Das Chamäleon (ISBN: 9783570160107)
    Alane Ferguson

    Forensic Files - Das Chamäleon

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Kerry
    Wenige Monate, nachdem Cameryn dem Christoperus-Killer entkommen konnte (Das Mädchenspiel) und dieser letztendlich unschädlich gemacht wurde, werden sie und ihr Vater zu einer neuen Leiche gerufen. Es handelt sich um Brad Oakes, Cameryns Englischlehrer. Er wurde von dem Pfadfinder Kyle tot in seinem Bett aufgefunden. Bei der Autophsie stellt sich heraus, dass Brad Oakes gekocht wurde, jedoch können äußerlich keine Spuren an dem Leichnam festgestellt werden, aber wie ist das möglich? Während der Sheriff und Deputy versuchen, den Fall aufzuklären, kommen sich im Lauf der Ermittlungen Cameryn und Kyle immer näher. Cameryn kann es nach wie vor nicht fassen, dass ausgerechnet Kyle Interesse an ihr hat - denn er ist der beliebteste Junge der Schule und hat noch nie etwas mit einem Mädchen von der Schule angefangen. Cameryn beschließt, diesmal auf Ganze zu gehen, ihren Kopf auszuschalten und sich endlich einmal von ihren Gefühlen leiten zu lassen. Doch gerade die Einstellung bringt die sonst so clevere junge Frau in höchste Gefahr ... Diesmal hat es Cameryn mit einem Mörder ganz anderer Art zu tun; ihm auf die Schliche zu kommen, ist gar nicht so einfach. Leider vermochte das Buch mich diesmal nicht wie erwartet zu fesseln, auch fand ich das Buch etwas zu gefühlsbetont. Nichts desto trotz ein toller Jugendthriller um eine wunderbare junge Protagonistin. Es gibt aus dieser Reihe noch mindestens einen 3. Band "Blutring", jedoch ist dieser zur Zeit nirgends zu erwerben.
  21. Cover des Buches Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten (ISBN: 9783453418486)
    Jess Walter

    Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten

     (9)
    Aktuelle Rezension von: whoiskafka

    Einige Worte zum Inhalt

    Matt Prior, ehemaliger Wirtschaftsjournalist, führt auf den ersten Blick ein perfektes Leben: Er hat ein schönes Haus, eine gutaussehende Frau und zwei Kinder. Wäre da nicht das Problem mit den Schulden, die ihn ebenjenes Haus bald kosten können, die etwas zu intensive Beziehung seiner Frau zu ihrem Exfreund und die Tatsache, dass er arbeitslos ist. Als er eines Abends Milch holen geht, trifft er auf zwei jugendliche Kiffer, ist zum ersten Mal seit seiner Collegezeit wieder high und fasst einen fragwürdigen Plan, wie er seine Schulden doch noch rechtzeitig tilgen kann …

    Meine Meinung

    Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten ist ein Buch, das man entweder mag oder nicht. Ich persönlich hatte so meine Probleme damit, an der Geschichte dranzubleiben. Immer wieder habe ich längere Lesepausen gemacht, da ich einfach nicht mit dem Schreibstil und den Charakteren warmwurde. Zugegeben: Sarkasmus hat Jess Walter definitiv drauf. Allerdings ist der Humor insgesamt so speziell, dass er einfach nicht jeden Geschmack treffen kann. Meinen hat er oftmals nicht getroffen, denn der Autor scheut nicht vor vulgären Formulierungen und platten Witzen zurück. Dieser Abschnitt fasst sehr gut zusamemen, wie es mir mit dem Humor ging:

    “Lisa war schon immer der Meinung, dass man meinen speziellen Sinn für Humor nur mit einem entsprechend abseitigen Geschmack goutieren könne. Vergleichbar einer Vorliebe für Rinderherz.” – S. 158

    Jep. Meins ist Rinderherz leider nicht. Trotzdem konnte Jess Walter zwischenzeitlich immer wieder brillieren, denn ab und an hat er dann doch mal einen grandiose Spruch gerissen. Insgesamt empfand ich den Schreibstil als sehr durchwachsen. Einerseits zeichnet er sich durch eine enorme sprachliche Distinguiertheit aus, andererseits ist er manchmal so hochtrabend, dann wieder so von ordinären Ausdrücken durchzogen, dass man nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht. Alles in allem konnte der Stil mich daher nicht überzeugen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass viele sich beim Lesen vor Lachen biegen werden.

    Immer wieder versucht der Autor, den Text mit Gedichten aufzulockern. Hat für mich leider nicht funktioniert. Zum Schluss habe ich die Gedichte nur noch überflogen, denn die Themen waren meist sehr belanglos (zum Beispiel, wie scharf die Moderatorin auf dem Nachrichtenkanal ist) und als gut gedichtet empfand ich die Texte auch nicht (möglicherweise kommen sie in der Originalsprache noch einmal anders rüber).

    Die Handlung empfand ich als eher unspektakulär. So viel ist im Grunde nicht passiert: Kiffen hier und da, Ehekrach, Sorgen um Schulden und sich andauernd wiederholende Szenen mit Matts dementem Vater. Matts Gedanken drehten sich immer und immer wieder um dieselben Themen, was das Ganze mit der Zeit etwas ermüdend macht. Lisa, Matts Ehefrau, ging mir höllisch auf die Nerven, da sie eigentlich nur die beleidigte, zutiefst verletzte und trotzige Frau mimt. Irgendwann habe ich mich gefragt, warum die beiden nicht einfach mal reden. Es wäre alles so viel leichter, wenn mal Kommunikation ins Spiel käme. Aus diesem Grund konnte ich mir nach einer Weile nur noch die Haare raufen, wenn die beiden mal wieder aneinander vorbeiredeten, sich betretene oder verärgerte Blicke zuwarfen und sich partout weigerten, mal ein offenes Wort miteinander zu sprechen.

    Was mir außerdem nicht gefallen hat, war das andauernde Fachsimpeln über die Wirtschaft. Meh. Ewig lange Monologe über das Zusammenbrechen von Zeitungsverlagen, sinkende Aktienkurse, wertlose Immobilien, knappes Geld … Es ist ja schön und gut, dass Matt Wirtschaftsjournalist war, aber meinetwegen hätte Jess Walter das ganze Wirtschafts-Blabla wirklich gerne weglassen können, da es irgendwann nur noch furchtbar ermüdend war.

    “Oder vielleicht ist das Leben eine Illusion, ein Schattenbild, von den Flammen an eine Höhlenwand geworfen.” – S. 178

    So richtig warm wurde ich mit den Charakteren nicht. Vielleicht lag es am Schreibstil, vielleicht auch an den Dialogen, die in meinen Augen immer nur sehr oberflächlich blieben. Außerdem ist fast jeder Charakter auf die eine oder andere Art und Weise unsympathisch, allen voran Lisa. Zudem hat Matt andauernd Entscheidungen getroffen, die ich so gar nicht nachvollziehen konnte, und sein Dilemma damit bloß immer schlimmer gemacht.

    Fazit

    Insgesamt muss ich sagen, dass Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten sehr durchwachsen war. Manchmal hat mir das Lesen Spaß gemacht, dann wieder musste ich mich durch jede einzelne Seite quälen. Ich habe irgendwie mehr erwartet. Ein wenig mehr Action, ein wenig mehr Abwechslung – vielleicht habe ich etwas zu viel Breaking Bad-Style erwartet. Eine Leseempfehlung kann ich daher leider nicht aussprechen.

  22. Cover des Buches Tagebuch eines Engels (ISBN: 9783492259385)
    Carolyn Jess-Cooke

    Tagebuch eines Engels

     (21)
    Aktuelle Rezension von: carpe
    Kurzbeschreibung
    Als Margot Delacroix mit 42 Jahren eines gewaltsamen Todes stirbt, schickt man sie zurück auf die Erde: Als ihr eigener Schutzengel soll sie ihr Leben erneut durchlaufen. Margot setzt alles daran, die ihr vorgezeichneten Schicksalsschläge ungeschehen zu machen: Um ihrem Sohn das dramatische Los zu ersparen und die Trennung von dem Mann, den sie liebt, zu verhindern, schließt sie einen Pakt mit einem Dämon. Doch ihr Entschluss beeinflusst den Fortgang der Dinge auf gänzlich andere Weise, als sie ahnen kann ....

    Mal wieder hat meine liebe Freundin Nicci auf das Buch aufmerksam gemacht und es mir dann geliehen. Und wieder hat sie Recht gehabt

    Das Buch ist wirklich sehr schön.
    Allerdings auch sehr nachdenklich.
    Der Leser erlebt das Leben von Margot von Anfang an mit. Carolyn Jess-Cooke nimmt bei der Beschreibung der Lebensabschnitte und der Brutalität, die Margot erleben muss, kein Blatt vor den Mund. Der Schutzengel erlebt Margot's, also ihr eigenes Leben noch einmal und der Leser leidet dadurch mit beiden arg mit, mit Margot und mit dem Engel, weil der noch mehr leiden muss, die ganzen Dinge nochmal zu erleben.
    Ich bin auch froh, dass ich das Buch gestern Abend beendet habe und so bis heute Abend Zeit habe, es etwas zu verdauen.
    Ohne Pausen konnte ich das Buch auch nicht lesen. Ich musste ab und zu mal unterbrechen, um über die einzelnen Dinge nachzudenken. Gerade die Tatsache, dass man als eigener Schutzengel die Chance hat, den Verlauf des Lebens zu ändern. Da kommt man als Leser nicht umhin selbst darüber nachzudenken, was man selbst in seinem Leben ändern würde.
    Doch trotz aller Schwere der Thematik lässt sich das Buch sehr flüssig lesen. Und obwohl es mehr oder weniger eine Erzählung ist, steckt eine sehr große Spannung im Buch.

    Fazit:
    Ein sehr empfehlenswertes Buch. Keine einfache Thematik, aber brilliant umgesetzt.
    Volle Punktzahl und ein Platz in der Favoritenliste.
    Und trotzdem ich es mir geliehen habe, es ist nachgekauft und steht mittlerweile in meinem Bücherregal
  23. Cover des Buches Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao (ISBN: 9783596188628)
    Junot Díaz

    Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Ginevra
    Auf dieses Buch mit dem ungewöhnlichen Titel war ich schon lange gespannt, denn schließlich erhielt es 2008 den Pulitzer-Preis und wird auf dem Umschlag angekündigt als: "Gabriel García Márquez auf Speed" - brilliant erzählt, erschütternd traurig, usw. usf. ... 

    Zu Beginn dieser rasanten, tragischen und bissigen Familienchronik lernen wir unseren Helden Oscar kennen, einen echten Nerd auf einer US-amerikanischen High School. Sein Zimmerkollege Yuniór ist total genervt von seinen ständigen Zitaten aus seinen Superhelden-Comics. Oscar schreibt seitenweise Science Fiction und möchte der dominikanische Tolkien werden. Doch zuvor muss er noch eins: seine Unschuld verlieren.

    Doch Oscar steht unter einem seltsamen Fluch, dem "fukú", der ihn und seine Ahnen seit Jahrzehnten zu verfolgen scheint. Oder wie sollte man sonst die unbändige Wut seiner Mama Béli, verschwundene Männer und Rückkehrer mit brutalen Verletzungen erklären? Etwa mit der Willkür des Diktators Trujillo, der die Dominikanische Republik von 1930 - 1961 beherrschte? 

    Durch Oscars Familie zieht "El Jefe" Trujillo eine blutige Schneise, denn die Offiziere und der Diktator selbst nehmen sich alles, was sie wollen, besonders junge Frauen. Sie zerstören ihre Seelen und damit auch die nachfolgenden Generationen. Doch darüber offen zu sprechen kann auch heute immer noch gefährlich sein. Das muss unser Held am eigenen, unschuldigen Leib erfahren...

    Fazit: eine außergewöhnlich erzählte Familienchronik, fesselnd, politisch engagiert, erschütternd und berührend. Mich haben die Ankündigungen jedenfalls nicht enttäuscht, deshalb: 5 von 5 Sternen!
  24. Cover des Buches 50 Jahre Peanuts. Das große Jubiläumsbuch. Comics (ISBN: 9783831502516)

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